1. Februar 2018

Libertäre und Alt-Right – strategische Gedanken

Gastbeitrag

PDF der Druckfassung aus Sezession 82/Februar 2018

 Gastbeitrag

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  • Sezession

Wir kennen das Schicksal der Begriffe »liberal« und »Liberalismus«. Sie sind mit so vielen verschiedenen Menschen und Positionen verbunden worden, daß sie ihre Bedeutung vollständig verloren haben und zu unbestimmten Etiketten geworden sind. Dasselbe Schicksal droht auch den Begriffen »libertär« und »Libertarismus«, die erfunden wurden, um et- was von der konzeptionellen Präzision zurückzugewinnen, die beim Niedergang der früheren Bezeichnung verlorenging.

Jemand, jedermann, der einen oder mehrere der folgenden Punkte behauptet und befürwortet, ist – um dies klarzustellen – kein Libertärer oder bloß ein falscher Libertärer: die Notwendigkeit eines Staates, »öffentlichen« (Staats-)Eigentums und von Steuern. Oder, abgesehen von privaten Eigentumsrechten: die Existenz und Rechtfertigbarkeit irgendwelcher sogenannter »Menschenrechte« oder »Bürgerrechte« wie »Frauenrechte«, »Schwulenrechte«, »Minderheitenrechte«, das »Recht«, nicht diskriminiert zu werden, das »Recht« auf freie und unbeschränkte Ein- wanderung, das »Recht« auf ein garantiertes Mindesteinkommen oder auf kostenlose Gesundheitsversorgung, das »Recht«, nicht von unangenehmen Worten und Gedanken belästigt zu werden. Die Befürworter all dessen können sich selbst nennen, wie sie wollen, und als Libertäre kooperieren wir vielleicht auch mit ihnen, sofern eine solche Zusammenarbeit die Aussicht darauf bietet, uns unserem Ziel näherzubringen, aber sie sind keine Libertären oder nur falsche Libertäre.

Libertäre einen unumstößliche theoretische Grundüberzeugungen. Sie sind sich darüber im Klaren, welches Ziel sie erreichen wollen. Die libertäre Doktrin impliziert aber nicht viel, wenn überhaupt etwas, in bezug auf diese Fragen: Erstens: Wie ist eine einmal erreichte libertäre Ordnung aufrechtzuerhalten? Und zweitens: Wie kann man eine libertäre Ordnung von einem nichtlibertären Ausgangspunkt aus erreichen?

Voraussetzung für eine Antwort ist, daß man diesen Ausgangspunkt richtig beschreibt und zweitens die Hindernisse, die einem in den Weg gelegt werden, korrekt identifiziert. Um diese Fragen beantworten zu können, braucht man neben der Theorie auch Kenntnisse der Humanpsychologie und der Soziologie, oder zumindest ein wenig gesunden Menschenverstand. Leider verfügen viele Libertäre und falsche Libertäre weder über Kenntnisse der menschlichen Psychologie und Soziologie noch über irgendein Maß an gesundem Menschenverstand. Sie akzeptieren blind, entgegen allen empirischen Belegen, eine egalitäre Tabula-rasa-Sicht der menschlichen Natur, in der alle Menschen und Gesellschaften und Kulturen im wesentlichen gleich und austauschbar seien.

Während ein  Großteil des zeitgenössischen  Libertarismus  als  Theorie ohne Psychologie und Soziologie bezeichnet werden kann, kann man einen Großteil oder sogar den größten Teil der Alt-Right im  Gegensatz dazu  als  Psychologie  und  Soziologie  ohne  Theorie  beschreiben.  Die  Alt- Right-Bewegung  ist  im wesentlichen der Nachfolger der paläokonservativen  Bewegung,  die  Anfang  der  1990er  Jahre  Bedeutung  erlangte  mit dem Kolumnisten und Bestsellerautor  Patrick  Buchanan  als  bekanntestem Vertreter. Ende der 1990er Jahre schlief sie etwas ein, und in letzter Zeit ist sie angesichts der stetig  wachsenden  Schäden,  die  Amerika  und seinem Ruf durch die aufeinanderfolgenden Regierungen Bush I, Clinton, Bush II und Obama zugefügt wurden, unter dem neuen Etikett der »Alt- Right« wieder stärker als zuvor aufgetaucht.

Die Alt-Right ist nicht durch eine gemeinsame ausformulierte Theorie vereint. Es gibt nichts, was einem kanonischen Text auch nur im entferntesten ähnelte und ihren Sinn definierte. Vielmehr eint die Alt-Right im wesentlichen ihre Beschreibung der gegenwärtigen Welt (insbesondere der USA und der sogenannten westlichen Welt) und die Identifizierung  und Diagnose ihrer sozialen Pathologien. Zu Recht wurde festgestellt,  daß die Alt-Right stärker darin geeint ist, was sie ablehnt, als darin, wofür sie steht.

Sie ist gegen die Eliten, die den Staat, die Mainstreammedien und das akademische Leben kontrollieren, und sie haßt sie mit Leidenschaft. Über das Ziel jedoch, das man letztlich erreichen will, gibt es in der Alt-Right ohne eine vereinheitlichende Theorie weit weniger Übereinstimmung. Viele ihrer führenden Köpfe haben ausgesprochen libertäre Neigungen, andere nicht. Die  Aufspaltung  der  Alt-Right-Bewegung in rivalisierende Fraktionen ist mangels theoretischer Grundlagen kaum überraschend. Die Tatsache sollte jedoch nicht dazu verleiten, sie abzutun, denn die Alt-Right hat viele Einsichten hervorgebracht, die von zentraler Bedeutung sind, wenn es darum geht, eine Antwort auf die beiden vorgenannten Fragen zu finden, die von der libertären Theorie unbeantwortet geblieben sind: wie man eine freiheitliche Gesellschaftsordnung aufrecht- erhält und wie man von dem gegenwärtigen, entschieden unfreiheitlichen Status quo zu einer solchen Ordnung gelangt.

Um die Wichtigkeit solcher Einsichten zu verdeutlichen, möchte ich zunächst eine erste unbeantwortete Frage aufgreifen: Viele Libertäre vertreten die Auffassung, daß zur Aufrechterhaltung einer libertären Gesellschaftsordnung nur die strikte Durchsetzung des Nichtangriffsprinzips (NAP) notwendig ist. Ansonsten, solange man sich ihrer  Meinung nach der Aggression enthält, sollte das Prinzip »Leben und  leben  lassen« gelten.

Doch während dieses »Leben und leben lassen« für Jugendliche in Rebellion gegen die elterliche Autorität und alle gesellschaftlichen Konventionen und Kontrolle reizvoll klingt (und viele Jugendliche wurden anfangs vom Libertarismus angezogen, weil sie glaubten, daß dieses »Leben und leben lassen« die Essenz des Libertarismus ist) und während das Prinzip für Menschen, die weit auseinander leben und nur indirekt und aus der Ferne miteinander Umgang pflegen, tatsächlich gilt, gilt dies nicht, oder genauer, ist dies unzureichend für Menschen, die als Nachbarn und Einwohner einer Gemeinde nahe beieinander leben und miteinander Umgang pflegen: Das friedliche Zusammenleben von Nachbarn und Menschen, die auf einem bestimmten Territorium in regelmäßigem direkten Kontakt zueinander stehen (eine friedliche, gesellige Gesellschaftsordnung), erfordert eine Gemeinsamkeit der Kultur: von Sprache, Religion, Brauchtum und Konvention.

Es kann ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen auf entfernten, physisch getrennten Territorien geben, aber Multikulturalismus, kulturelle Heterogenität, kann nicht an ein und demselben Ort und Territorium existieren, ohne zu abnehmendem sozialen Vertrauen, zunehmenden Spannungen und letztlich dem Ruf nach einem »starken Mann« zu führen und zur Zerstörung von allem, was einer libertären Gesellschaftsordnung ähnelt.

Und mehr noch: So wie eine libertäre Ordnung stets gegen »schlechte« (auch nicht aggressive) Nachbarn auf der Hut sein muß, und zwar durch so- ziale Ausgrenzung, das heißt durch eine gemeinsame »Sie-sind-hier-nicht- willkommen«-Kultur, so muß sie auch und gerade noch wachsamer vor Nachbarn geschützt werden, die offen Kommunismus, Sozialismus, Syndikalismus oder Demokratie in jeglicher Gestalt und Form befürworten.

Sie, die damit eine offene Bedrohung für alle Privateigentums- und Grundbesitzer darstellen, müssen nicht nur gemieden werden, sondern sie müssen, um ein inzwischen recht berühmtes Hoppe-Mem zu verwenden, »physisch entfernt« werden, notfalls gewaltsam. Sie müssen gezwungen werden, sich auf andere Weiden zu begeben. Das zu unterlassen, führt zwangsläufig zu – na ja, Kommunismus, Sozialismus, Syndikalismus oder Demokratie und damit zum Gegenteil einer libertären Gesellschaftsordnung.

Mit diesen »rechten« Gedanken oder, wie ich sagen würde, Einsichten des gesunden Menschenverstandes im Hinterkopf, wende ich  mich nun der schwierigeren Frage zu, wie man von hier, dem Status quo, dort- hin gelangt. Denn außerhalb egalitärer Phantasieländer müssen die Libertären in der realen Welt vor allem realistisch sein und von vornherein, wie es auch die Alt-Right tut, die Ungleichheit nicht nur der Individuen, son- dern auch der verschiedenen Kulturen als unauslöschliches Faktum der menschlichen Existenz anerkennen.

Wir müssen ferner anerkennen, daß es viele Feinde der Freiheit gibt und daß sie, nicht wir, über die weltlichen Angelegenheiten herrschen: Ihre Kontrolle über die Bevölkerung in vielen Teilen der heutigen Welt ist so vollständig, daß die Ideen der Freiheit und einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung praktisch nicht gehört oder für undenkbar gehalten werden (außer als geistiges Spiel oder mentale Gymnastik einiger weniger »exotischer« Individuen); und es ist im wesentlichen nur im Westen, in den Ländern West- und Zentraleuropas und den von ihren Völkern besiedelten Ländern, die Idee der Freiheit so tief verankert, daß diese Feinde noch offen herausgefordert werden können. Und wenn wir unsere strategischen Überlegungen hier nur auf den Westen beschränken, dann können wir, wie es die Alt-Right tatsächlich getan hat, diese Akteure und Agenturen als unsere Hauptfeinde identifizieren.

Es sind in erster Linie die herrschenden Eliten, die den Staatsapparat und insbesondere den »Deep State« oder die sogenannte »Kathedrale« des Militärs, der Geheimdienste, der Zentralbanken und der obersten Gerichte kontrollieren. Dazu gehören auch die Führer des militärisch-industriellen Komplexes, das heißt der nominell privaten Unternehmen, die ihre Existenz dem Staat als ausschließlichem oder dominierendem Käufer ihrer Produkte verdanken, sowie die Führer der großen Geschäftsbanken, die ihr Privileg der Schaffung von Geld und Krediten aus dem Nichts der Existenz der Zentralbank und ihrer Rolle als »letztinstanzlicher Kreditgeber« verdanken. Sie zusammen, der Staat, Big Business und Big Banking, bilden eine extrem mächtige, wenn auch winzige, »gegenseitige Bewunderungsgesellschaft«, die gemeinsam die riesige Masse der Steuerzahler abzockt und auf deren Kosten im Luxus lebt.

Die zweite, viel größere Gruppe von Feinden besteht aus den Intellektuellen, Erziehern und »Edukraten«, von den höchsten akademischen Ebenen bis hinunter zu den Grundschulen und Kindergärten. Fast ausschließlich, ob direkt oder indirekt, vom Staat finanziert, sind sie in ihrer überwältigenden Mehrheit zu den weichen Werkzeugen und willigen Ausführern in den Händen der herrschenden Elite und ihrer Entwürfe für absolute Macht und totale Kontrolle geworden. Und drittens gibt es die Journalisten der Hauptstrommedien als die folgsamen Produkte des Systems der »öffentlichen Bildung« und die feigen Empfänger und Verbreiter staatlicher »Informationen«.

Ebenso wichtig für die Entwicklung einer liberalen Strategie ist aber auch die unmittelbar darauf folgende Frage: Wer sind die Opfer? Die Standardantwort der Libertären lautet: die Steuerzahler im Gegensatz zu den Steuerkonsumenten. Das ist zwar grundsätzlich richtig, aber besten- falls nur ein Teil der Antwort, und die Libertären könnten in dieser Hinsicht etwas von der Alt-Right lernen: Denn neben dem rein ökonomischen Aspekt gibt es auch einen breiteren kulturellen Aspekt, der bei der Identifizierung der Opfer berücksichtigt werden muß.

Um ihre Macht zu erweitern und zu vergrößern, führen die herrschenden Eliten seit vielen Jahrzehnten das aus, was Pat Buchanan als einen sy- stematischen »Kulturkrieg« identifiziert hat, der auf eine Umwertung aller Werte und die Zerstörung aller natürlichen oder »organischen« sozialen Bindungen und Institutionen wie Familien, Gemeinschaften, ethnischen Gruppen und verwandten Nationen abzielt, um so eine zunehmend atomisierte Bevölkerung zu schaffen, deren einziges gemeinsames Merkmal und vereinende Bindung ihre existentielle Abhängigkeit vom Staat ist. In jüngster Zeit wurde diese Abhängigkeit, die mit dem Mittel der »Privilegierung« schmackhaft gemacht wird, auch auf ausländische Migranten ausgeweitet, ungeachtet dessen, ob sie legal oder illegal eingereist sind, sofern sie in eine der eben genannten Kategorien fallen oder Angehörige nicht- christlicher Religionen wie zum Beispiel des Islam sind.

Das Ergebnis? Die kulturelle Homogenität ist zerstört, die Vereinigungsfreiheit, die freiwillige physische Absonderung und Trennung unterschiedlicher Menschen, Gemeinschaften, Kulturen und Traditionen voneinander wurde durch ein allgegenwärtiges System der  erzwungenen sozialen Integration ersetzt. Darüber hinaus wurde jede der genannten »Opfer«-Gruppen gegeneinander ausgespielt, und alle wurden gegen weiße, heterosexuelle, christliche Männer als einzig verbleibende rechtlich ungeschützte Gruppe angeblicher »Täter« ausgespielt.

In Anbetracht der gegenwärtigen Konstellation muß nun jegliche vielversprechende libertäre Strategie (das hat die Alt-Right richtig erkannt!) in erster Linie   auf diese Gruppe der am stärksten benachteiligten Menschen zugeschnitten und angesprochen werden. Weiße, verheiratete, christliche Paare mit Kindern, insbesondere wenn sie auch zu den Steuerzahlern gehören (und nicht zu den Steuerverbrauchern), und jeder, der dieser Standardform der sozialen Ordnung und Organisation am nächsten kommt oder sie an- strebt, kann realistischerweise als das empfänglichste Publikum der libertären Botschaft angesehen werden – wohingegen die geringste Unterstützung von den rechtlich am meisten »geschützten« Gruppen wie zum Beispiel wohlfahrtsstaatlich versorgten, alleinstehenden schwarzen muslimischen Müttern erwartet werden sollte.

Angesichts dieser Konstellation von Täter-Feinden versus Opfern im heutigen Westen kann ich nun versuchen, eine realistische libertäre Veränderungsstrategie zu entwerfen. Den Details müssen zwei allgemeine Erwägungen vorausgehen. Da die Intellektuellen, die von der akademischen Spitze bis zu den meinungsbildenden Journalisten in den Hauptstrommedien durch das herrschende System finanziert werden und fest mit dem System verbunden sind, ein Teil des Problems sind, sollte nicht erwartet werden, daß sie bei der Lösung eine wichtige Rolle spielen.

Dementsprechend ist die sogenannte Hayeksche Strategie des gesellschaftlichen Wandels, die sich die Verbreitung korrekter libertärer Vorstellungen von oben beginnend bei den führenden Philosophen und dann von dort über die Journalisten bis hin zu den großen ungewaschenen Massen vorstellt, als grundsätzlich unrealistisch anzusehen. Stattdessen muß jede realistische libertäre Strategie für den Wandel eine populistische Strategie sein. Das heißt, Libertäre müssen – an den dominierenden intellektuellen Eliten vorbei – sich direkt an die Massen wenden, um Empörung und Verachtung für die herrschenden Eliten zu wecken.

Und zweitens: Während die Hauptadressaten einer populistisch-libertären Botschaft in der Tat die eben genannten Gruppen enteigneter und entrechteter einheimischer Weißer sein müssen, halte ich es für einen ernsten strategischen Fehler, die »Weißheit« zum ausschließlichen Kriterium für die Grundlage strategischer Entscheidungen zu machen, wie es einige Stränge der Alt-Right vorgeschlagen haben. Schließlich sind es vor allem weiße Männer, die die herrschende Elite ausmachen und die uns  das gegenwärtige Chaos aufgezwungen haben. Zugegebenermaßen haben die verschiedenen geschützten »Minderheiten«, die vorhin erwähnt wurden, die ihnen gewährten rechtlichen Privilegien in vollem Umfang genutzt, und sie wurden zunehmend ermutigt, immer mehr »Schutz« zu fordern. Aber keine von ihnen, auch nicht alle zusammen, besitzt die intellektuelle Kraft, die dieses Ergebnis möglich gemacht hätte, wenn sie nicht die instrumentelle Hilfe erhalten hätten, die ihnen weiße Männer gaben und geben.

Nun, ausgehend von den Buchanan-, Paul- und Trump-Bewegungen komme ich auf die Spezifika einer populistischen Strategie für einen libertären Wandel zu sprechen, und zwar in keiner bestimmten Reihenfolge außer der, daß der allererste Punkt die im öffentlichen Bewußtsein größte Dringlichkeit angenommen hat.

1.)  Stoppt die Masseneinwanderung! Die Wellen von Immigranten, die derzeit die westliche Welt überfluten, sind mit Horden von Sozialschmarotzern beladen, haben Terroristen hereingebracht, die Krimi- nalität erhöht, zur Verbreitung von No-Go-Areas geführt und un- zählige »schlechte Nachbarn« hervorgebracht, die aufgrund ihrer fremdartigen Erziehung, Kultur und Traditionen weder  Verständnis noch Wertschätzung für die Freiheit haben und zwangsläufig zu gedankenlosen zukünftigen Befürwortern des Wohlfahrtsstaats-Systems werden. Niemand ist gegen Einwanderung und Einwanderer an sich. Aber die Einwanderung darf nur auf Einladung erfolgen.

Alle Einwanderer müssen produktive Menschen sein  und  deshalb von allen inländischen Sozialleistungen ausgeschlossen werden. In einer vollständig privatisierten libertären Ordnung gibt es kein Recht auf freie Einwanderung. Privateigentum bedeutet Grenzen und das Recht des Eigentümers, nach Belieben auszuschließen. Und »öffentliches Eigentum« hat ebenfalls Grenzen. Es ist nicht besitzlos. Es ist das Eigentum der inländischen Steuerzahler und ganz sicher  nicht das Eigentum von Ausländern.

 

2.) Stellt die Angriffe auf und das Töten und Bombardieren von Menschen im Ausland ein! Eine Hauptursache,  wenn  auch  keineswegs die einzige, für die gegenwärtige Invasion westlicher Länder durch Horden von ausländischen Einwanderern sind die Kriege, die im Nahen Osten und anderswo von den herrschenden Eliten der USA und ihren untergeordneten westlichen Marionetteneliten initiiert und geführt Auch die mittlerweile scheinbar »normalen« und allgegenwärtigen Terroranschläge im Namen des Islam in der westlichen Welt sind in hohem Maße der »Rückstoß« aus diesen Kriegen und dem aus ihnen resultierenden Chaos im gesamten Nahen Osten und in Nordafrika.

 

3.) Entzieht den herrschenden Eliten und ihren intellektuellen Leibwächtern die Finanzen! Enthüllt und verbreitet in  der  Öffentlichkeit die verschwenderischen Gehälter, Vergünstigungen, Pensionen, Renten, Nebengeschäfte, Bestechungs- und Schweigegelder, die die herrschenden Eliten erhalten haben: die Höherrangigen in Regierungen und Bürokratien, in den obersten Gerichten, Zentralbanken, Geheimdiensten und Spionageagenturen, unter Politikern, Parlamentariern, Parteiführern, politischen Beratern, Kumpel-Kapitalisten,  in der öffentlichen Bildungs- und Erziehungsindustrie, unter Universitätspräsidenten, Hochschulleitern und akademischen »Stars«. Drängen Sie darauf, daß sämtliche Steuern abgeschafft werden: Einkommenssteuern, Vermögenssteuern, Verkaufssteuern, Erbschaftssteuern und so weiter.

 

4.) Schließt die Fed und alle Zentralbanken! Die zweite Finanzierungsquelle für die herrschenden Eliten, neben dem in Form von Steuern der Öffentlichkeit abgepreßten Geld, kommt von den Zentralbanken. Zentralbanken dürfen aus dem Nichts Papiergeld  erschaffen.  Das reduziert die Kaufkraft des Geldes und vernichtet die Ersparnisse der Durchschnittsmenschen. Die Zentralbank erlaubt die Anhäufung immer größerer Staatsverschuldung, die als Last auf unbe- kannte zukünftige Steuerzahler verlagert oder einfach nur weginflationiert wird. Und als Ermöglicher der Staatsverschuldung sind die Zentralbanken auch Ermöglicher von Kriegen.

 

5.) Schafft alle Gesetze und Verordnungen zur positiven Diskriminierung beziehungsweise »Nichtdiskriminierung« ab! Alle derartigen Erlässe stellen eklatante Verstöße gegen den Grundsatz der Gleichheit vor dem Gesetz dar, der zumindest im Westen intuitiv als ein Grundprinzip der Gerechtigkeit empfunden und anerkannt wird. Fordern Sie, daß alle Kommissare positiver Diskriminierung, Diversitäts- und Personalreferenten, von den Universitäten bis hinunter zu Schulen und Kindergärten, auf die Straße geworfen und gezwungen werden, einen nützlichen Beruf zu erlernen.

 

6.) Zerschmettert den »antifaschistischen« Pöbel! Dieser von den herrschenden Eliten stillschweigend subventionierte und indirekt finanzierte Mob der »Social Justice Warriors« (»Krieger der sozialen Gerechtigkeit«)hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kampf gegen das »weiße Privileg« durch bewußte Terrorakte gegen jedermann und alles, was als »rassistisch«, »rechtsgerichtet«, »faschistisch«, »reaktionär«, »unverbesserlich« oder »nicht rekonstruiert« gilt, zu eskalieren.

 

7.) Zerschmettert die Straßenverbrecher und Banden! Selbstverständlich sollte diese Politik farbenblind sein, aber wenn es zufällig so ist,  wie es tatsächlich der Fall ist, daß die meisten Straßenkriminellen oder Gangster junge Schwarze oder Latino-Männer sind oder in Europa junge Immigranten aus Afrika, dem Nahen Osten, dem Balkan oder Osteuropa, dann ist es nun mal so,  und  dann dürften  es  solche menschlichen Exemplare sein, die sich an erster Stelle eine blutige Nase holen. Und es ist auch selbstverständlich, daß zur Abwehr von Verbrechen, sei es von gewöhnlicher Straßenkriminalität oder Terrorakten, alle Verbote gegen den Besitz von Waffen durch rechtschaffene Bürger aufgehoben werden sollten.

 

8.) Beseitigen Sie alle Sozialschmarotzer! Um ihre eigene Position zu festigen, hat die herrschende Klasse die Unterschicht auf die Arbeitslosenhilfe gesetzt und sie damit zu einer verläßlichen Quelle öffentlicher Unterstützung gemacht. Angeblich soll damit den Menschen geholfen werden, aus der Unterschicht aufzusteigen und ein selbständiges Leben zu führen, aber die tatsächliche – und eigentlich gewollte – Wirkung der sogenannten »Sozialpolitik« ist genau  das  Gegenteil.  Sie hat den Unterklasse-Status einer Person dauerhafter gemacht und die Unterschicht stetig wachsen lassen und damit auch die Zahl der steuerfinanzierten Sozialarbeiter und Therapeuten, deren Auftrag es ist, ihr »Hilfe und Unterstützung« zu geben. Anstatt dieses zunehmend unansehnliche soziale Desaster fortzusetzen und auszuweiten, sollte es abgeschafft werden.

 

9.) Entfernt den Staat aus der Bildung! Die meisten, wenn nicht alle, sozialen Pathologien, die den heutigen Westen plagen, haben ihre Wurzel in der Institution der »staatlichen Bildung«. Die Indoktrination funktioniert. Tatsächlich haben gerade unter Lehrern und Professoren der Sozialwissenschaften die Menschen, die sich nicht zur Linken zählen, praktisch aufgehört zu existieren. Folglich muß gefordert werden, daß die Kontrolle der Schulen und Universitäten dem Zentralstaat entzogen und in einem ersten Schritt an die regionalen oder besser noch kommunalen und kommunal finanzierten Behörden zurückgegeben und letztendlich vollständig privatisiert wird, um ein System der obligatorischen Einheitlichkeit und Konformität  durch ein System der dezentralen Bildung zu ersetzen, das die natürlichen Unterschiede, die Vielfalt und die Verschiedenheit der menschlichen Talente und Interessen wiederspiegelt.

 

10.) Vertraut nicht auf Politik oder politische Parteien! Ebenso wie es von Wissenschaftlern und der akademischen Welt nicht erwartet  werden kann, daß sie in einer libertären Strategie des gesellschaftlichen Wandels eine wesentliche Rolle spielen, so kann es auch im Hinblick auf Politik und politische Parteien nicht erwartet werden – schließlich ist es das Endziel des Libertarismus, der Politik ein Ende zu setzen und alle zwischenmenschlichen Beziehungen und Konflikte dem Privatrecht und zivilrechtlichen Verfahren zuzuführen. Unter den gegenwärtigen, unvermeidbar politisierten Verhältnissen kann ein Engagement in Politik und Parteipolitik allerdings nicht immer vermieden werden. Allerdings muß man sich bei einer solchen Beteiligung des korrumpierenden Einflusses der Macht überaus bewußt sein und sich vor ihm, und der damit einhergehenden Verlockung von Geld und Vergünstigungen,hüten.

 

Wir müssen auf das Lebensmotto Ludwig von Mises’ achten: Gib dem Bösen nicht nach, sondern gehe immer mutiger dagegen vor! Das heißt, wir müssen uns immer und überall, ob auf formellen oder informellen Versammlungen, gegen jeden aussprechen, der uns mit seinem mittlerweile nur allzu bekannten »politisch korrekten« Geschwätz und links- egalitären Unsinn belästigt. Das zu tun, erfordert angesichts der von den herrschenden Eliten, der Wissenschaft und den Hauptstrommedien fast lückenlos ausgeübten Kontrolle bereits eine große Portion Mut. Aber wenn wir nicht mutig genug sind, dies jetzt zu tun und damit anderen ein Beispiel zu geben, werden die Dinge in Zukunft immer schlimmer und gefährlicher werden. Und wir, die westliche Zivilisation und die westlichen Ideen von Freiheit, werden ausgelöscht und verschwinden.


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