19. Januar 2020

Ständig in Bewegung bleiben – Meine Bankenodyssee

Martin Sellner / 22 Kommentare

Am 5. Januar 2018 veröffentlichte ich einen Beitrag mit dem Titel „Banken Odysse“.  Damals hatte ich gerade lächerliche drei Konten verloren.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Zwei  Jahre später ist diese Zahl auf siebzehn angewachsen. Rechnet man Plattformen wie Paypal und Stripe dazu, bin ich von über zwanzig  Zahlungsdienstleistern gekündigt worden. Mittlerweile haben mich auch sogar zwei email-Versandprogramme grundlos rausgeworfen. (Auf dieser Seite habe ich alle Sperrungen aufgelistet.)

Der Grund ist immer derselbe, nämlich keiner. Stattdessen ein lapidarer Verweis auf die AGB und die Vertragsfreiheit. Tatsächlich gibt es in Österreich für Geschäfts- und private Girokonten keinen Kontrahierungszwang. Fragt man nach, verraten einem verschämte Mitarbeiter am Telefon, dass die Entscheidung „von ganz oben“ käme und „politischer Natur" sei.

Seit der Defend Europe -Mission im Jahr 2017 sind Bankkonten für mich Verbrauchsgegenstände geworden. Sobald ich sie öffentlich mache, sind ihre Tage gezählt. Manche halten ein paar Monate, manche nur ein paar Wochen oder Tage. Die Nutzung von Paypal, Patreon oder Stripe ist für mich völlig unmöglich geworden. Deren Algorithmen sind so scharf gestellt, dass mir jeder Paypal Account, den ich auf meinen Namen anmelde, innerhalb von einer Woche abgedreht wird.

Auf Facebook und Instagram wurden meine Kontos bereits vor langer Zeit gelöscht. Neuerdings geht man dazu über, jeden Beitrag, der ein Video von mir oder einen (neutralen) Medienbericht über mich teilt, zu löschen. (Ungläubige können das gerne mit diesem Blogeintrag ausprobieren, aber hiermit sind sie vorgewarnt).

All das ist unangenehm, aber nicht unerträglich. Bald ging ich dazu über, mehrere Konten „auf Reserve“ anzulegen. Immer wenn eines gesperrt wurde, machte ich zwei neue auf und "schob" das nächste nach. Es funktionierte wie im Maul eines Haifischs, indem ein Zahn nachklappt, wenn der andere ausfällt.

Diese Konten, ich nenne sie „Frontkonten“, nutzte ich jedoch ausschließlich zum Empfang von Honoraren oder Unterstützungen. Sie sind ständigen Diffamierungsaktionen von links ausgesetzt und haben eine geringe Halbwertsdauer. Meine Miete, Telefonkosten, Lebensmittel, Artzrechnugen, Versicherungen, Steuern und Sozialabgaben zahlte ich stattdessen mit privaten Bankkonten, die ich niemals öffentlich machte. So baute ich mir ein System auf, dass den ständigen Kontoverlust halbwegs erträglich machte.

Mit dem „Terrorverfahren“ der Grazer Staatsanwaltschaft änderte sich jedoch die Lage. Zum linksradikalen Terror von unten kam nun der staatlich sanktionierte Gesetzesbruch „von oben“. Im Zuge der - nunmehr offiziell rechtswidrigen - Razzien und Kontoöffnungen schrieb der Grazer Staatsanwalt mit einer boshaften Akribie jede Bank an, bei der ich je ein Konto eröffnet hatte.

Rechtshilfeersuchen aufgrund von Ermittlungen wegen „Mitgliedschaft und Gründung einer Terroristischen Vereinigung“, Steuerhinterziehung und Geldwäsche ergingen nach Ungarn, in die Slowakei die Niederlande und viele andere Länder. Prompt kündigten mir die Banken - wer kann es ihnen verübeln? - ein Konto nach dem anderen.

Dies betraf 2019 erstmals auch meine nichtöffentlichen Privatkonten, womit mein System in Unordnung geriet. Den Anfang machte die slowakische TATRA-Bank, auf der ich ein Konto für Steuerrücklagen eingerichtet hatte. Die Onlinebank BUNQ, über deren praktische App ich meine laufenden Kosten von Internet bis Versicherung bezahlte, kündigte mir das Konto im Herbst. Kurz darauf sperrte mich die Österreichische HELLO-bank, auf der ich die SEPAs für meine Miete und meine Versicherungen eingerichtete hatte. Die DADAT-Bank, die mir mein letztes heimisches Privatkonto gewährte, kündige mich nun vor ein paar Tagen ebenso und schloss ihre lapidares Schreiben mit den Worten:

Das alles ist schon etwas mehr als nur "unangenehm". Viele existenziell notwendige Zahlungen erfordern ein Österreichisches Bankkonto. Insbesondere für Steuerzahlungen, die ich gewissenhaft tätige, brauche ich eine heimische IBAN.

Mein nächster Schritt ist daher die Eröffnungen eines sogenannten „Grund- und Basiskontos“, das seit 2016 jedem Österreicher zusteht. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, bei keiner anderen Österreichischen Bank ein Konto zu haben, weswegen ich bis jetzt damit gewartet habe. Dieses darf ich privat, nicht aber geschäftlich nutzen, weswegen meine „Frontkonten“-Odysee nach wie vor weiter gehen wird.

Interessehalber habe ich mich eines Nachmittags auf eine Recherche begeben und die Spenden- und Zahlungsmöglichkeiten linksradikaler Vereine, islamischer Verbände und antifaschistischer Blogs eruiert. Diese scheinen solche Probleme nicht zu kennen und verweisen unbekümmert auf Patreon- und Paypalprofile, sowie zahlreiche inländische Bankkonten. In den Genuß dieser "Sonderbehandlung" durch die global vernetzte Finanzelite und ihre „FinTech“-Abkömmlinge, kommen also passenderweise nur konservative Antiglobalisten.

Die ständige Suche nach Konten, die ständige Sorge beim Abrufen des Bankings oder Öffnen einer App plötzlich ausgesperrt zu sein, und die tägliche Erwartung einer Kündigung sind kräftezehrend. Ebenso nervenaufreibend ist die Neuorganisation aller regelmäßiger Zahlungen, die Neuerstellung aller SEPAs und die Umstellung aller Daueraufträge (von der Buchhaltung ganz zu schweigen). Gerade ist meine Internetverbindung wieder gedrosselt, weil aufgrund einer Kontosperrung die Einziehung der Telefonkosten nicht klappte.

Eine selbstständige Tätigkeit oder der Aufbau eines Unternehmens mit monatlichen Fixkosten sind so kaum möglich, was mit ein Grund ist, warum der Betrieb des Textilhandels Phalanx Europa eingestellt wurde. Die Fixkosten für Lager, Versicherung und Angestellten, mußten regelmäßig und verlustreich privat getragen werden, weil das Deplatforming zu Umsatzausfällen führte.

Bitcoin und Co bieten im Moment noch keine echte Alternative, weil die Mehrheit gerade der konservativen Verbraucher diese Spartenwährung noch nicht angenommen hat. Zudem akzeptieren derzeit weder mein Vermieter noch mein Staat, daß ich ihre Geldforderungen in Bitcoins begleiche.

Womöglich kommt eines Tages eine "disruptive Revolution" durch Cryptowährungen, doch bisher hat die Digitalisierung auf finanzieller Ebene sogar eher einen nachteiligen Effekt. Die Gewöhnung aller Konsumenten an Dienstleister wie Paypal und Plattformen wie Facebook und YouTube bedeutet für den von diesen Diensten Gesperrten eine noch krassere Isolation als vor derem Bestehen.

So wie die Stille nach einem verklingen Glockenklang noch stiller ist, so ist die Sperrung von Facebook, Instagram, Paypal und Co umso folgenreicher, je alltäglicher und verbreiteter diese Plattformen geworden sind. Das geplante Bargeldverbot, das „Internet of things“, Big data und die totale Digitalisierung lassen hier Horrorvisionen aufkommen, die an die Offenbarung des Johannes erinnern: „Die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Sklaven, alle zwang es, auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein Kennzeichen anzubringen. Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.“

Das mag übertrieben wirken, geht es ja „nur“ um Geld. Da Finanzierung aber ein essentieller Bestandteil jeder auf Dauer angelegten Struktur ist, bedeutet die Unfinanzierbarkeit durch systematische Aussperrung auch die Existenzvernichtung für jedes Unternehmen wirtschaftlicher oder politischer Natur. Jede größere Struktur, sei es eine Partei, ein Verlag, eine Bewegung, oder ein Medienunternehmen, muß finanziert werden. Sie hat mit Angestellten, Mieten, Gebühren, etc. Fixkosten, die beglichen werden müssen und nur teilweise durch Idealismus kompensiert werden können.

Die Finanzwelt ist vollkommen in den Händen globalistischer Eliten. Einzelne wohlhabende Unterstützer, kaufkräftige Sympathisanten oder gar politisch befreundete Banken ändern an dem systematischen Problem nichts. Denn auch sie müssen ihr Geld verdienen oder halten. Das bedeutet, für sie Konten, Kunden und Netzwerke zu haben. Auch sie können und werden geoutet, isoliert und damit ausgeschaltet werden, wie jüngste Angriffe auf AfD-Finanziers zeigen.

Die globalistischen Finanzkartelle sitzen am längeren Hebel. Jeder Versuch, ein alternatives Bezahlsystem oder eine alternative Unterstützungsplattform im Stil von Paypal oder Kickstarter zu gründen, scheiterte bisher, da PayPal und die Kreditkartenmonopole auch ihnen einfach die Verträge kündigten. Letztlich waren sie nur optisch ansprechende Fassaden vor ein und derselben, instabilen Fintech-Struktur.

Die Gründung einer eigenen patriotischen Bank ist ebenso illusorisch, da auch eine Bank nur im Netzwerk mit anderen bestehen kann. Die globalen Finanzeliten, die auch den Fintech-Bereich in der Hand haben kontrollieren alles. Es ist ausschließlich eine Frage des medialen und politischen Drucks, der sich direkt proportional zur eigenen Wirksamkeit bewegt. Daher bleibt bis dato nur das ständige Ausweichen auf ausländische Banken, das Einklagen basaler Grundkonten und die Bewegung von Plattform zu Plattform.

Die Maxime lautet Flexibilität und Dynamik. Wir hoffen dabei auf die Hartnäckigkeit des eigenen Lagers. Dagegen setzt der Gegner auf deren Trägheit und Konditionierbarkeit. Wer auf YouTube und Facebook, den „Hauptstraßen“, der digitalen Metropole, gesperrt wird, soll dauerhaft aus dem Bewußtsein verschwinden, weil auch die patriotischen Medienkonsumenten nicht in die abgelegenen Seitenstraßen von Telegram und Bitchute gehen.

Wer als rechter Händler Paypal verliert, soll aus dem Geschäft gedrängt werden, weil die trägen Konsumenten einfach zur Konkurrenz bzw. zu Amazon weiterklicken, wo man bequemer bestellen kann.

Erfreulicherweise zeigt sich, daß die Förderer unseres Aktionen und Tätigkeiten genau hier nicht der Erwartung des Gegners entsprechen. Die Unterstützung reißt trotz aller Schwierigkeiten und Repressionen nicht ab, wofür ich mich im Namen aller, die von ihr getragen werden, bei jedem, der diesen Mehraufwand leistet und sogar ein gewisses Risiko eingeht, aufrichtig bedanke. Den zusätzlichen Arbeitsaufwand erbringt man angesichts der anhaltenden Solidarität pflichtgemäß und gerne.

Ich habe mich seit 2017 mit dieser Lage abgefunden, obwohl sie nicht meinem Naturell entspricht. Ich bevorzuge Stabilität und ein fein austariertes System. Ich stecke gerne viel Zeit in den Aufbau einer Struktur, die dann lange vorhalten soll. Eigentlich kann ich den ständigen Wechsel und das ewige Provisorium nicht ausstehen. Aber Stabilität und Sicherheit sind ein Luxus, der echten Dissidenten nicht vergönnt ist.

Daher ist die Lage von nicht nur mir, sondern jedem fundamental Oppositionellen, die der ständigen Bewegung. Wie in einem Guerillakrieg ist jedes Lager und jede Stellung nur vorübergehend. Sobald man entdeckt ist, muß man weiterziehen, sonst droht der Raketenschlag. Der Glauben, wir könnten eine Struktur erfinden, die allen Angriffen trotzt, ist verführerisch, aber falsch.

Unsere Aufgabe ist womöglich nicht das Bauen einer Festung, sondern das ständige In-Bewegung-Bleiben. Es ist ein Rennen, eine Guerillakampf, eine Verlagerung von Insel zu Insel, von Plattform zu Plattform und von Idee zu Idee. Wer stehen bleibt, fällt unter die Räder, und nur wer ausschert und sich in die Randgebiete drängt, bekommt eine Atempause. Wer im Zentrum des Geschehens bleiben will, muß schneller rennen als sein Gegner.


Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.


Kommentare (22)

Waldgaenger aus Schwaben

19. Januar 2020 10:23

Der Bitcoin geht dieser Tage gerade mal wieder durch die Decke. Vielleicht wird er und/oder andere Kryptowährungen sich nun als alternative Währung endgültig etablieren. Dann kann jeder eigene Bank werden und von seinem Rechner aus überweisen und Überweisungen annehmen. Ich würde dazu die Anschaffung eines sicheren hardware-Wallet empfehlen (um die 70 Euro).

Bis dahin:
Haben Sie sich mit dem Thema "Anderkonto" schon mal befasst?
https://de.wikipedia.org/wiki/Anderkonto

Ein rechter Rechtsanwalt der für Sie anonym ein Konto führt, wird sich schon finden.

Franz Bettinger

19. Januar 2020 11:03

Ich bin kein Fachmann für Geld-Angelegenheiten, deshalb sind folgende Anregungen vielleicht vergeblich. Dennoch: Wieso lassen Sie sich ihre Dienstleistungen aka Geschäfte nicht bar ausbezahlen? Dann können Sie das Geld später, wenn Sie wollen, aufs Basiskonto zahlen. Worin bestehen ihre Einnahmen? In Vortrags- und Spenden-Geldern? Dem Finanzamt mitteilen, dass man es Ihnen aus politischen Gründen unmöglich macht, ein Geschäftskonto zu führen; um Einsicht, Abhilfe oder eine Alternative bitten. Dürfen Spenden nicht auf ihr Basiskonto gezahlt werden? Warum nutzen Sie nicht die Konten ihrer Frau, eines Freundes oder Anwalts? Weil dies schnell bekannt würde? Und um diese Personen nicht ebenfalls in die Bredouille zu bringen? Sorry, manche Fragen gehen ans Eingemachte, und sollten dann nicht beantwortet werden. In jedem Fall wird an ihrem Fall, Herr Sellner, deutlich, in welchem Schweine-System wir leben! Immerhin! Tragen Sie’s wie ein Held. Ich weiß, das ist leicht gesagt. Makaber, aber dennoch als Motto hilfreich: Alles ist erträglicher als Chemotherapie.

Heinrich Loewe

19. Januar 2020 11:10

Nein, Martin, das Fluide kann nicht die Lösung sein, das ist ja genau der Habitus der globalistischen Universalisten. Schon garnicht als potentieller Familienvater. Gerade „Bindung“ ist doch für uns ein grundsätzlicher, wesentlicher Wert. Es muß andere Lösungen geben. Nur welche?
Dieses Thema „Ökonomie unter Patrioten“ bedarf dringend der praktischen Bearbeitung. Eine Bank zu gründen ist eigentlich nicht so schwierig; es braucht im Wesentlichen zwei fähige Leute mit Rückgrat. Für eine Genossenschaftsstruktur gäbe es sicher genügend Anteilszeichner.
https://www.handelsblatt.com/archiv/lizenz-vergabe-so-gruendet-man-eine-bank/1991964.html.
Es geht aber darüber hinaus. Ich erinnere beispielhaft an den Spreewälder Müller, der sich um die Hirse in Deutschland verdient gemacht hat und sich nach Denunziation seiner AfD-Tätigkeit durch einen Leipziger Bio-Supermarkt existenzbedrohender Vermarktungsschwierigkeiten ausgesetzt sah. EinProzent wäre hier vielleicht aufgrund der breiten Aufstellung am geeignetsten, Vorarbeit zu leisten. Oder Experten, die schon im Ruhestand sind.

Schopenhauer

19. Januar 2020 11:27

Werter Herr Sellner,

ich bin froh, endlich auch mal einen Beitrag mit praktischem Nutzen hier zu lesen. Sie sind mit der Bankenodysse nicht allein. So geht es im Prinzip allen Menschen, die nicht auf Linie sind. Sie würden jedem, der Angst vor der finanziellen Isolation hat, einen großen Dienst erweisen, wenn Sie Ihre Gegenstrategien zu Papier bringen und veröffentlichen würden.
Besten Gruß

Franz Bettinger

19. Januar 2020 12:16

@Schopenhauer: Gegen-Strategien? Manches wird wohl geheim bleiben müssen. Im Prinzip muss man sich aus dem Spiel ausklinken, von Abhängigkeiten lösen, von Banken und Versicherungen, von Facebook und eventuell auch ganz vom Internet verabschieden. Doch, das geht! Und es tut verdammt gut. Ich hatte lange Zeit kein Telefon, danach keinen Anrufbeantworter, dann keinen Computer. Es gibt wohl kaum einen, der so wenig Versicherungen hat wie ich. Das spart Geld. Ich habe heute noch kein Handy und kein Smartphone. Deshalb fühle ich mich enorm frei. Wichtig sind ganz andere Dinge.

MARCEL

19. Januar 2020 14:00

@Franz Bettinger
"Manches wird wohl geheim bleiben müssen" - Nicht nur manches!
Ich stelle mir selber immer wieder die Frage, ob es tatsächlich so unmöglich geworden ist, eine Bewegung jenseits von Facebook, Instagram, Whatsapp-Gruppen etc. aufzubauen und am Leben zu halten. Sind diese Kanäle nicht eher Widerstands-Placebo, Illusionen von Gefolgschaft (von ihrer technischen Infiltrations-Anfälligkeit bzw. Angriffsfläche ganz zu schweigen)?
Wie dem auch sei: Es muss auch anders gehen. Ich hätte da keine Angst, altmodisch zu wirken. Sicher, es wäre in gewisser Weise eine Grenzüberschreitung, da man sich den "cyber-bürgerlichen" Spielregeln entzieht und eigene aufstellt.
(Auch wenn es lächerlich bzw. unpassend erscheint: Mafia-Pate Provenzano blieb 45 Jahre lang unentdeckt, obwohl er Corleone kaum verlassen hatte: kein Computer, kein Handy, nie direkte Kontakte, aber überall Vertrauensleute, seine Autorität galt, ohne dass er vor Ort sein musste, Kommunikation primitiv über Kassiber)

Andreas Walter

19. Januar 2020 14:23

Kenn' ich alles. Mein Beileid darum, willkommen im clubu (doch auch wir werden einen Weg finden, nicht nur die ...).

Ich habe diese Entmenschlichung und den damit verbundenen sozialen Abstieg schon lange vor Ihnen erlebt. Aus anderen Gründen, doch tatsächlich sind es die Gleichen. Widerstand gegen die, die uns ständig vera. und ausnehmen, benutzen und missbrauchen, nicht sein und nicht werden lassen wollen. Unser Sein und unsere Existenz in Frage stellen, unseren Glauben und unser Denken verbiegen wollen.

Widerstand gegen Ungerechtigkeit, Widerstand gegen die täglichen Lügen. Widerstand gegen die ständige Doppelmoral und die ständigen zwei Maßstäbe. Widerstand gegen die ununterbrochene Gewalt und Unterdrückung, die wir erleben müssen, gegen die Vergewaltigung unseres Geistes und bei manchen Menschen sogar die ihres Körpers. Widerstand gegen die ständige Beleidigung unserer Intelligenz.

Widerstand gegen Willkür und Gleichschaltung gegen unseren Willen, Widerstand gegen schleichende Enteignung und Entrechtung, Widerstand gegen Grenzverletzung und Entmachtung, Widerstand gegen Verfolgung und Herabsetzung.

Nicht nur meiner Person, sondern auch die Meinesgleichen, zumindest Meinesähnlichen.

Das schon mal zur ersten Hälfte Ihres Artikels.

Simplicius Teutsch

19. Januar 2020 14:42

Der soziale Tod. Die totale Ausgrenzung.

Ja, das ist das Urteil, das gegen Sie, Herr Martin Sellner, hinter der drecksverlogenen Fassade von Demokratie, Volkssouveränität, Toleranz, Meinungsfreiheit, Pluralismus, etc. nahezu lautlos vollstreckt wird. Wie können Sie das nur aushalten? Wie kommen Sie da über die alltäglichen Runden? Man stranguliert Sie und nimmt Ihnen die Luft zum Atmen.

Bleiben Sie stark und selbstbeherrscht. Neben einer kleinen Überweisung ein Trost: Sie werden in die Geschichte eingehen. Aber bleiben Sie flink und für alles gewappnet, denn das „S.......-System“ (Zitat @ Franz Bettinger), die Geheimdienste, die Mainstream-Medien und ihre Handlanger werden noch etliche hinterhältige und drecksgemeine Versuche und Komplotte starten oder schon am Laufen haben, um Sie zu kriminalisieren und juristisch vollständig zu erledigen.

Rechnen Sie mit allem und geben Sie nicht auf. Sie sind einer unserer Besten. - Ist natürlich brisant, dass sich das bis in alle Schaltstellen der Gesellschaft vernetzte S-System gerade einen so intelligenten, friedfertigen und charakterstarken Gegner, wie Sie, für die soziale Vernichtung ausgesucht hat. - Aber es scheint offenbar unerlässlich, man betrachtet Ihre substantielle und widerständige Meinung zu den Geschehnissen der Zeit, die Sie gut äußern können, als große Gefahr für die herrschenden Machtverhältnisse.

brueckenbauer

19. Januar 2020 16:14

Ich habe mich schon vor Jahren gefragt, warum es kene rechtsoppositionelle Bank gibt. Weltanschauliche Gruppen sind durchaus fähig Banken zu gründen wie z.B. die Pax-Bank der Katholiken oder, noch näher liegend, die GLS-Bank der Anthroposophen.
Wie ist das im Ausland? Gibt es in der Türkei, in Osteuropa usw. tatsächlich keine rechtsstehende Bank?
Banken müssen auch nicht groß sein; es gibt immer noch einige alte Kleinsparkassen, die fortbestehen können.
Ist das tatsächlich so, dass eine Bank "nur im Netzwerk mit anderen" fortbestehen kann - oder gilt das vielleicht nur für Banken, die auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sind?

Waldgaenger aus Schwaben

19. Januar 2020 18:08

Wei es der Zufall so will erschien heute ein Artikel:

"Bitcoin beliebt im braunen Milieu"

https://www.btc-echo.de/bitcoin-beliebt-im-braunen-milieu/

Man fragt sich zu Recht mit Martin Sellner, warum haben Islamisten und Linksradikale weniger Probleme finanzielle Transaktionen abzuwickeln?
Warum muss nur das "braune" Milieu auf bitcoin zurückgreifen?

quarz

19. Januar 2020 18:52

Man könnte den Banken und den Denunzianten zumindest das Leben schwerer machen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sie wegen der Komplexität der Umstände und der Höhe des Aufwandes auf Sperrungen verzichten.

Zunächst mal ist zu unterscheiden zwischen bekannten und unbekannten Spendern/Geschäftspartnern.

a) Für bekannte liefe die Prozedur so:
Sie kontaktieren Sellner per E-mail und lassen sich von ihm die Kontonummer einer Vertrauensperson nennen. Auf dieses Konto wird dann eingezahlt und Sellner kann sich das Geld bei der Vertrauensperson abholen.

b) Bei Unbekannten besteht die Gefahr, das sich Denunzianten als Einzahlungswillige ausgeben und nach Bekanntgabe der Kontonummer die Bank verständigen, die das Konto dann kündigt. Deswegen müssten hier andere und mehrere Vertrauenspersonen mitspielen, die jeweils mit ihrem Konto einspringen, sobald wieder ein Konto gesperrt wurde.

Im Fall b) wird also durch zwei Faktoren die Wahrscheinlichkeit von Kontensperrungen gesenkt. Erstens können die Banken sich nicht mehr einfach auf einen öffentlich als Bösewicht Gebrandmarkten beziehen, sondern müssen prüfen, ob der vom Denunzianten behauptete Zusammenhang zwischen dem Konto der Vertrauensperson und Sellner besteht. Das ist Mehraufwand. Zweitens wird der Spieß umgedreht: nicht mehr Sellner muss andauernd auf neue Kontosperrungen reagieren (das muss er nur mehr minimal, indem er dem Einzahler eine neue Nummer per E-mail bekannt gibt), sondern die Denunzianten müssen andauernd neue Ersatzkonten von verschiedenen Verbündeten aufspüren. Streuung auf eine Vielzahl von Verbündeten entlastet den Einzelnen.

Das liest sich komplizierter als es ist. Sellner muss nur pro Einzahler per E-mail eine (evtl. fallweise neue) Kontonummer nennen. Einzahler müssen sich vor der Einzahlung nur per E-mail die Kontonummer geben lassen. Verbündete müssen nur hin und wieder Geld an Sellner abliefern und eventuell einmal eine Kontosperrung hinnehmen (danach ist der nächste Verbündete dran).

Laurenz

19. Januar 2020 21:30

@Martin Sellner .... in Deutschland hat man ein gewisses Recht auf eine Konto. (@Franz Bettinger) Ich bin Bankfachmann und habe 15 Jahre im Kapitalmarkt gearbeitet. Probieren Sie es bei einer christlichen Genossenschaftsbank. Wie viele es davon im Ösiland gibt, weiß ich nicht, in Deutschland einige. Am besten wäre es, Sie, Herr Sellner, gründen eine eigene Genossenschaftsbank. Dazu brauchen Sie mindestens 5 Mio. Euro Eigenkapital, besser wären 30. Ich kann mir vorstellen, daß Sie das bei einer Kampagne im Verkauf von Genossenschaftsanteilen auch erreichen könnten. In Österreich wird es nicht anders sein, als in Deutschland. Sie benötigen dazu einen Banker, der in leitender Position in einer Bank tätig war, um ein OK von der österreichischen Bankenaufsicht zu erhalten.

Hier zeigt sich ein Manko im Rechten Lager. Geld dient uns, in der Regel, rein als Mittel zum Zweck. Es gibt sicherlich ein paar wohlhabende Mittelständler, die uns gewogen sind, aber keine Milliardäre, die uns Rundfunk- und TV-Lizenzen orgen würden/können. Für einen TV-Sender brauch man locker 100 Mio. Euro Kapital.

ALD

20. Januar 2020 01:20

@Waldgaenger aus Schwaben

Herr Sellner schrieb "islamische Verbände", nicht "Islamisten".

Das macht durchaus einen Unterschied, nicht wahr?

RMH

20. Januar 2020 07:39

Wie andere auch schon schrieben, dass Thema der Gründung einer neutralen Bank sollte man ernsthaft diskutieren. Ich schreibe bewusst neutral, denn die Praktiken des Gegners braucht man sich nicht aufs Panier zu schreiben.

quarz

20. Januar 2020 09:02

@ALD

In der islamischen Welt kennt man keinen begrifflichen Unterschied zwischen "islamisch" und "islamistisch". Das ist eine von westlichen Gutmeinern geschaffene Terminologie mit dem Zweck, das essentielle Scheitern der Integration islamischer Massen zu verschleiern und die Ursache für die notorischen Probleme auf eine als entartet geltende Teilmenge der Umma zu projizieren, die man wie einen Eiterzahn extrahieren kann, um hernach mit Friede, Freude, Grundgesetz die bunte Gesellschaft zu genießen.

Waldland

20. Januar 2020 13:50

Nur Bares ist Wahres. Der Fortschrittsgläubige glaubt, dass die lückenlose Überwachung in Plastik- und Computergeld ein geringes Übel auf dem Weg in die Zukunft sei. Nichts ist törichter als das. Bargeld bedeutet Freiheit. Freiheit auch von erpressbaren Mittelsmännern und Banken. Mit Bargeld zahlt man anonym wie beim Klingebeutel in der Kirche. Das schätzen Ihre Leser und Zuschauer, Herr Sellner. Schaffen Sie Wege und Möglichkeiten zum direkten Kontakt zu Ihren Lesern.

Laurenz

20. Januar 2020 15:25

@Martin Sellner ... die zweite .... nach dem Lesen des Kommentars von RMH hatte ich nochmals im Netz nachgeschaut unter der Prämisse "Kleinste Bank Österreichs" und fand die WSK-Bank. Aber leider hatte schon vor uns einer die Idee, eine Bank zu übernehmen. https://www.vienna.at/kleinste-bank-oesterreichs-wsk-bank-will-neue-filialien-in-wien-eroeffnen/5222945

Verordnete IT-Kosten und Eigenkapital-Richtlinien sorgten in den letzten 30 Jahren für einen enormen Fusions-Druck, auch in Österreich. Im Gegensatz zu Aktiengesellschaften, wo Stimmrechte gemäß den Anteilen entstehen, die man erwirbt, ist das bei Genossenschaften/Genossenschaftsbanken anders. Gewinne werden zwar nach Anteilen ausgeschüttet, aber abgestimmt wird nach Köpfen, also ein Genossenschaftsanteil reicht für eine Stimme, das Stimmrecht verändert sich nicht, wenn man mehr Anteile kauft. Man braucht eben eine große Fraktion von Genossen, um Einfluß auszuüben. Ich kann mir vorstellen, daß mit Hilfe von zB 1% schon etwas erreicht werden könnte. Investiertes Geld wird ja nicht, wie sonst, konsumiert. Wo sich in Österreich Martin Sellner eine großen Beliebtheit erfreut, wird Er selbst am besten wissen.
Hier eine kurze Übersicht des Ösi-Genossenschaftsbanken:
Volksbanken: https://de.wikipedia.org/wiki/Volksbank_Gruppe

Raiffeisenbanken:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Raiffeisenbank_(%C3%96sterreich)

GoetzGeorg

20. Januar 2020 19:57

Sehr geehrter Herr Sellner,

solange Sie, genauso wie Tommy Robinson, sich als politischer Hagestolz, weiter ohne parteipolitischen Schutzkokon, durch die Weltgeschichte bewegen, bleiben Sie ein leicht zu verletzendes Ziel, Ihre Stimme verstummt schneller. Mit formalem Mandat und Immunität können Sie politisch mehr in die Breite wirken. Sie können weniger übergangen und nicht so einfach diskriminiert werden.

Andreas Walter

21. Januar 2020 02:23

@Waldgaenger aus Schwaben

Der gleiche (Propaganda-)Film läuft auch in den VSA (scheint also ein internationales Problem zu sein, das mit den "Nazis"):

https://coinspice.io/news/nazis-crypto-bullsht-hysteria-reaches-peak-nonsense-during-recent-us-congressional-hearing/

Dort sind es die ADL und das SPLC, die Terror verbreiten. Dabei eignet sich selbst Bitcoin derzeit noch überhaupt nicht für das, was auch diese beiden Orgs behaupten. Trotzdem gehören ein Paar davon, oder selbst nur Bruchteile, ähnlich wie Edelmetalle und Silber, auch in das Portfolio, Marschgepäck eines jeden Rechten. Das treibt die Preise nämlich nach oben, steigert auch deren Wert, macht sie attraktiv. Wert-voll.

Der wahre Grund nämlich für die Diffamierung (aller anderen Nationalitäten):

Andere Währungen können sehr wohl die Quasi-Monopolstellung des Dollar gefährden. Nur darum wird auch die Bitcoin bekämpft - oder auch Mark Zuckerbergs Libra (oder selbst Gaddafis Gold-Dinar, der Euro, der Renminbi, usw.):

https://www.btc-echo.de/iwf-chefoekonomin-bitcoin-und-co-keine-gefahr-fuer-us-dollar/?highlight=Libra

Oder ist Zuckerberg etwa auch ein rechter Terrorist? Oder ein milliardenschwerer Kommunist? Womöglich ein mohammedanischer Fundamentalist? Oder konspiriert er vielleicht mit den Chinesen gegen die VSA? So wie Trump mit Putin?

Ich empfehle darum die Firmen, die mit open source Software innerhalb ihrer Hardware (Hardware Wallet) arbeiten:

https://bitcoin.org/de/waehlen-sie-ihre-wallet?step=5&platform=hardware

Von denen wiederum nur die Geräte mit einem eigenen Minibildschirm. Das Thema "Edelstahl" aber auch nicht ignorieren, ein guter Anfang ist das hier und die ersten anderen beiden Teile zu lesen:

https://blog.lopp.net/metal-bitcoin-seed-storage-stress-test-round-iii/

Die Aufgabe aber eine eigene Bank zu gründen liegt bei der AfD und möglichst allen ihren Stammwählern. Die Alltagsgeschäfte werden nämlich weltweit in FIAT-Währungen getätigt - und nicht mit Zigaretten oder Silbermünzen.

Es gibt doch sogar grüne Banken, oder auch Muslimische, und wir wollen halt eine explizit Patriotische. Die auch Made in Germany fördert, die hier in Deutschland für Arbeitsplätze sorgt.

Oder auch einem Herrn Sellner dabei hilft, nicht mehr erpresst und terrorisiert zu werden. Daran sehe ich nichts verwerfliches, er ist halt Patriot.

Nordlicht

21. Januar 2020 16:10

Herr Sellner,

wie kann ich/man als nicht politisch tätiger, also nicht auf dem Schirm der Antifa befindlicher Mensch Ihnen und Anderen in vergleichbarer Situation helfen?

Franz Bettinger

22. Januar 2020 22:16

Vielleicht die beste Idee: Mit einem kräftigen Dauerauftrag die Plattform EinProzent finanziell unterstützen, die dann ihrerseits politisch Verfolgte (wie Sellner, Das Kontraktur-Haus in Halle... Brand-Anschläge auf Bienehäuser, PKWs... Arzt- und Anwaltskosten) unterstützt. Wenn EinProzent STARK wird, werden unsere Gegener schwach! Los Leute!

Laurenz

24. Januar 2020 11:55

@Franz Bettinger ... nicht, daß ich was gegen die Unterstützung von 1% wäre, mitnichten. 1% sind Profis für Kampagnen, aber eben nicht im Umgang mit wirtschaftlichen Zuwachs, 1% agiert rein konsumierend, quasi wie die Linke. Entweder findet man Wege Staatsknete zu orgen, wie die echte Linke das macht, oder man sichert sich wirtschaftlichen Einfluß. Aber dazu muß man die Genossen Kapitalisten überzeugen.