25. Februar 2020

Coronavirus (1) – Bestandsaufnahme

Gastbeitrag / 99 Kommentare

von Eva-Maria Michels -- Es geht ein Gespenst um in der Welt, das Gespenst des Coronavirus. Er tauchte erstmals Anfang Dezember auf:

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Das war in der zentralchinesischen Stadt Wuhan, und Mitte Januar betrat er die Weltbühne. In nur 6 Wochen hatte er sich in rasender Geschwindigkeit von Wuhan aus im Rest Chinas und im Ausland verbreitet. Verantwortlich dafür ist zu einem nicht unwesentlichen Teil die Politik der kommunistischen Partei Chinas, die nach Meldung der ersten Krankheitsfälle nicht sofort Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche ergriff, sondern statt dessen repressiv gegen den inzwischen an der Seuche gestorbenen Augenarzt Li Wenliang vorging, der Kollegen als erster vor dem unbekannten Virus warnte.

Wie die Sowjets in Tschernobyl glaubten auch die chinesischen Kommunisten anfangs, das Problem durch Aussitzen und Vertuschen zu ‘lösen’. Doch der mit dieser Strategie verbundene Zeitverlust führte wie in Tschernobyl zur Verschlimmerung der Lage und letztlich zum totalen Kontrollverlust.

Als die Chinesen Mitte Januar erstmals der Weltöffentlichkeit von dem neuen Virus berichteten und  Krankenzahlen im zweistelligen Bereich vorlegten, hatten sie bereits die Kontrolle über die Seuche verloren: Am 18. Januar waren offiziell mehr als 100 Personen infiziert, am 25. Januar mehr als Tausend, am 31. Januar mehr als 10 000, und am 13. Februar wurde die Marke von 50 000 erreicht.

Dies sind nur die offiziellen Zahlen, an deren Richtigkeit von Anfang an großer Zweifel bestand, insbesondere jedoch seit China am 23. Januar die 11 Millionen-Stadt Wuhan unter vollständige Quarantäne stellte und kurze Zeit später auch andere Städte hermetisch abgeriegelt wurden. Gegenwärtig befinden sich mehr als eine halbe Milliarde Menschen unter Quarantäne in China. Ginge es ‘nur’ um 80 000 infizierte Chinesen und einige Tausend Tote, würde die chinesische Regierung bei 1,1 Milliarden Menschen niemals zu solch drastischen Maßnahmen greifen.

Es ist deshalb davon auszugehen, dass Zahlen von mehr als 3 Millionen Infizierten und Hunderttausenden von Toten, wie sie vom oppositionellen chinesischen Oligarchen Guo Wengui verbreitet werden, näher an der Realität sind als die offiziellen. Doch letztlich kennt keiner die genauen Zahlen. Die mehrfachen Änderungen zur statistischen Erfassung von Fällen durch die chinesische Regierung tun ein übriges, um weiter Verwirrung zu stiften. Die seit ein paar Tagen offiziell abnehmenden Zahlen von Neuinfektionen in China erscheinen auf jeden Fall wenig realitätsnah, denn zugleich kündigte die chinesische Regierung den Bau von neuen Feldlazaretten in Wuhan an -  mit 30 000 Betten.

Der Weltgesundheitsorganisation WHO fällt die unrühmliche Rolle zu, die wenig durchsichtige Informationspolitik der Chinesen zu stützen. Nicht nur, daß sie unkritisch die offiziellen chinesischen Zahlen verbreitet; sie redet auch das Ausmaß der Katastrophe klein und verhindert auf internationaler Ebene elementare Schutzmaßnahmen. So warnt sie nach wie vor davor, alle Flug- und Reiseverbindungen mit China und anderen Krisenstaaten zu kappen, obwohl sich der Virus durch Reisebewegungen in die Welt verbreitet. Die WHO spielt damit eigentlich die Rolle einer Welthandelsorganisation, nicht aber die einer Weltgesundheitsorganisation (und beweißt wieder einmal die völlige Überflüssigkeit internationaler Organisationen).

Um die Aggressivität des Virus zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die anderen Staaten, in denen der Coronavirus entdeckt wurde. Den Goldstandard bei der Erforschung von Ansteckungsketten und dem Bericht von Fällen setzt laut WHO Singapur. In jedem Falle versuchen alle diese Staaten, die Ansteckungsquelle ausfindig zu machen und von dort ausgehend die Übertragung des Virus durch gezielte Quarantänemassnahmen zu durchbrechen.

Die aktuelle Entwicklung in Japan und vor allem in Südkorea, Italien und dem Iran zeigt jedoch auch die Grenzen des Möglichen auf. Alle Staaten scheinen zu sekundären Infektionsherden geworden zu sein, in denen der Virus wie in China außer Kontrolle gerät. Im Falle Japans scheint eine Überforderung von Regierung und medizinischem Personal für diese Entwicklung mitverantwortlich zu sein.

Der Umgang mit dem unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff Princess Diamond vor Yokohama zeigt dies deutlich : So sah man in Filmen medizinisches Personal in Schutzanzügen und mit Mundschutz aber ohne Augenschutz Infizierte vom Schiff abtransportieren. Auf dem Schiff selbst führte die erzwungene Quarantäne, die laut des japanischen Virologen Kentaro Iwata dort nicht eingehalten wurde, zu einer explosionsartigen Verbreitung des Virus (mittlerweile rund 700 Infizierten und 3 Toten). Dennoch ließ die japanische Regierung die ersten Passagiere, bei denen bisher kein Coronavirus nachgewiesen wurde, am 19. Februar ohne weitere Quarantänemaßnahmen von Bord des Schiffes gehen. Dieser leichtfertige Umgang mit dem Virus macht sowohl seine innerjapanische als auch seine weltweite, unkontrollierte Verbreitung noch wahrscheinlicher.

Beunruhigend ist die Entwicklung im Iran, der offiziell bis zum 19. Februar keine Coronavirus-Fälle hatte, obwohl das Land aufgrund des westlichen Embargos nach wie vor in sehr regem wirtschaftlichen Austausch mit China steht. Auf die Meldung der ersten beiden Fälle in Qom am 19. folgte wenige Stunden später die Meldung vom Tod beider Patienten. Keiner der beiden hatte zuvor die Stadt verlassen oder zu Chinesen Kontakt gehabt. Das bedeutet also, daß es im Iran unentdeckte sekundäre Infektionsherde gibt.

Inoffizielle iranische Quellen auf Twitter sprechen von mehr als 2000 Infizierten im ganzen Land, doch solche Zahlen sind wie in China schwer zu beweisen oder zu widerlegen, denn wie im chinesischen Fall verbreiten sowohl die Regierung als auch die interne Opposition Propaganda. Sollte der Coronavirus im Iran tatsächlich weitverbreitet sein (wofür die Entdeckung von aus dem Iran einreisenden Coronavirus-Kranken in Kanada, dem Libanon und den iranischen Anreinerstaaten spricht), dürfte er sich bereits über den ganzen Nahen Osten verbreitet haben.

Mit Italien hat Europa nun offiziell einen Infektionsherd, der außer Kontrolle zu geraten scheint. Innerhalb eines Wochenendes kletterten die Zahlen von einem chinesischen Ehepaar und einem genesenen Wuhan-Heimkehrer auf mehr als 200 Infizierte und 4 Tote. 10 norditalienische Kommunen stehen unter Quarantäne. Doch das Besorgniserregendste ist, daß die Italiener die Infektionsquelle nicht finden: Die Kranken hatten keinen direkten Kontakt mit China, und die als Bindeglied in Frage kommenden bekannten Chinesen und ein Chinareisenden haben keine Antikörper, waren also noch nie mit dem Virus in Kontakt.

Letztlich bedeutet dies wahrscheinlich, dass der Virus durch Transitreisende oder Touristen ohne Symptome unbemerkt nach Italien eingeschleppt und nur durch Zufall entdeckt wurde, weil ein 38jähriger mit lebensbedrohenden Atemprobleme ins Krankenhaus von Codogno kam. Die bisherigen Toten sind alte Menschen, die entweder seit ein, zwei Wochen wegen gewöhnlicher Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt wurden oder sich dort den Virus als Krankenhauskeim zuzogen, ohne daß man ihre Krankheit als Coronavirus diagnostiziert hätte.

Es liegt deshalb der Schluß nahe, daß der Virus bereits seit einiger Zeit in Italien im Umlauf ist, aber aufgrund des fehlenden Chinabezugs oder wegen milder Symptome nicht erkannt wurde. Die Lage in den anderen europäischen Staaten ist wahrscheinlich ähnlich: Es gibt dort bisher nur sehr vereinzelte Fälle von kranken Touristen oder Chinaheimkehrern, weil man bei anderen Kranken nicht nach dem Coronavirus sucht. Er wird irgendwann, wie in Italien, zufällig an der Oberfläche auftauchen und dann eine große Anzahl Infizierter ans Tageslicht bringen.

Zur Krankheit selbst ist nur sehr wenig bekannt. Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich fünf Tage, kann nach offiziellen Angaben jedoch bis zu 14 Tagen dauern. Seit einiger Zeit weisen chinesische Ärzte zudem darauf hin, dass die symptomlose, aber hochansteckende Inkubationszeit sogar bis zu 24 Tagen betragen kann. Die staatlichen Autoritäten weltweit machen bisher allerdings keine Anstrengungen, diese neuen Erkenntnisse in den nationalen Quarantänerichtlinien zu berücksichtigen.

Der Virus wird hauptsächlich als Tröpfcheninfektion übertragen, kann aber auf festen Oberflächen bis zu 10 Tagen überleben. Ob er auch durch die Luft übertragbar ist, ist bisher nicht abschließend geklärt. Die Erfahrungen von der Princess Diamond und aus einem Appartmentgebäude in Hongkong weisen darauf hin, daß der Virus zumindest durch Klimaanlagen und Lüftungen verbreitet werden kann. Auch die Übertragungsmöglichkeit über den Stuhl und Urin  wird immer offensichtlicher.

Eine Eindämmung der Seuche ist bei so vielen Infektionswegen quasi unmöglich. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Kranken häufig aufgrund fehlender oder nur ganz leichter Symptome lange Zeit nicht identifizierbar sind. Die Tests sind sehr wenig zuverlässig. Bei manchen Kranken, auch bei dem Augenarzt Li, der als erster Alarm schlug, fielen mehrfach Tests negativ aus, bis schließlich doch einer positiv ausfiel.

Wenn ein Infizierter Symptome entwickelt, verläuft die erste Krankheitswoche häufig mild, doch um den 8. Tag herum kann sich der Zustand des Patienten plötzlich verschlechtern. Gegenwärtig geht man davon aus, dass rund 20% der Infizierten starke Atembeschwerden entwickeln. Es wäre also theoretisch jetzt noch Zeit, die Krankenhäuser auf diesen möglichen kommenden Bedarf einzurichten.

Der chinesische Lungenfacharzt Zhong Nanshan weist aufgrund von Autopsieergebnissen darauf hin, daß beim Coronavirus keine Lungenfibrose entsteht wie bei SARS, sondern die Lungen starke Entzündungen und vermehrte Schleimbildung aufweisen. Der Verlauf der Krankheit ist grundsätzlich sehr langwierig. In den meisten Fällen dauert es mindestens drei Wochen, bis ein Patient nicht mehr ansteckend ist.

Auf die Frage,wieviele Personen ein Infizierter durchschnittlich ansteckt, gibt es im Moment keine Antwort mehr. Es scheint nur sicher zu sein, dass der anfangs angegebene R0=2-3 viel zu niedrig ist. Die Genesung vom Coronavirus bedeutet laut chinesischer Ärzte nicht, daß der Patient danach immun gegen die Krankheit ist. Im Gegenteil, ein Arzt aus Wuhan, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben will, ließ taiwannews über eine in Grossbritannien lebende Verwandte die Nachricht zukommen, dass es

sehr wahrscheinlich ist, ein zweites Mal infiziert zu werden. Einige Menschen erholen sich nach der Ersterkrankung dank ihres eigenen Immunsystems, aber die Medikamente, die sie benutzen, verletzen ihr Herzgewebe. Wenn sie zum zweiten Mal erkranken, helfen ihre Antikörper nicht, sondern verschlimmern die Lage. Sie erleiden einen plötzlichen Herztod.

Das Problem solcher Aussagen ist wieder, dass sie anonym erfolgen, und es somit nicht klar ist, ob dies die wissenschaftliche Beobachtung eines Arztes oder Propaganda ist, selbst wenn Videos von plötzlich zusammenbrechenden Menscchen im Internet diese Aussage zu unterstreichen scheinen. (Filme mit zusammenbrechender Menschen in U-Bahnen müssen nicht zwangsläufig mit dem Coronoavirus in Verbindung stehen.)

Das vermehrte Auftreten des Coronavirus ausserhalb Chinas wird es in den nächsten Wochen ermöglichen, sich ein realistischeres Bild von der Krankheit und ihrer Schwere zu machen. Das gilt auch für die Sterberate, den CFR. Gegenwärtig wird sie von offiziellen chinesischen Zahlen ausgehend mit 2 % angegeben, doch ob dies richtig ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu sagen. Zwischen dem Infektionsmoment und dem Tod können 4-5 Wochen vergehen! Es ist also falsch, die Zahl der heutigen Toten ins Verhältnis zur Zahl der heutigen Infizierten zu setzen. Da der Tod meistens eine Woche nach der Hospitalisierung eintritt, kann man höchstens versuchen, die Krankenhauszahlen von vor einer Woche ins Verhältnis zur aktuellen Totenzahl zu setzen.


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Kommentare (99)

Marc_Aurel

25. Februar 2020 11:34

Es gibt ja nur 2 Möglichkeiten:
a) Die Gefahr durch den Virus wird überschätzt
b) Die Gefahr wird unterschätzt

Auf Variante a) muss man nicht eingehen und im Falle von Variante b) bleibt einem aufgrund der unsicheren Informationslage eigentlich auch nicht viel mehr übrig als zu warten, bis die ersten Menschen um einen herum umfallen, um dann vielleicht mit samt Familie noch schnell das Weite zu suchen, am besten dort, wo es sehr kalt ist, denn dort breiten sich Infektionskrankheiten bekanntermaßen meist eher schlecht aus, vorausgesetzt natürlich man wird hier noch raus und da rein gelassen.

Eine einigermaßen wirkungsvolle Abwehr staatlicherseits, wenn sie denn überhaupt möglich ist, kann man wahrscheinlich von der Bananenrepublik BRD ohnehin nicht erwarten - also im Ernstfall lieber Eigeninitiative ergreifen.

franzheister

25. Februar 2020 11:39

Vielen Dank für Ihren wirklich guten Artikel zu diesem Problem. Leider sehe ich in Deutschland ähnliche Tendenzen im Umgang mit dem Virus. Im öffentlichen Raum wird wenig bis gar nichts unternommen um ein Minimum an Hygiene sicherzustellen. Gerade in Schulen sind die Hygienestandards extrem schlecht. Ich bin gespannt ob die zuständigen Ministerien rechtzeitig vernünftige Handlungsempfehlungen herausgeben, oder ob auch dieses Thema wie so oft ausgesessen wird.

Caroline Sommerfeld

25. Februar 2020 12:19

Du lieber Himmel .... ich bin mal wieder - ähnlich wie beim Klimaproblem - ausschließlich Diskursbeobachter, habe also von Epidemiologie keine Ahnung.
Was mir aus der Beobachterperspektive auffällt ist, daß die "alternativen Medien", allen voran ScienceFiles (https://sciencefiles.org/2020/02/06/ruhe-vor-dem-sturm-warum-ihnen-der-chinesische-coronavirus-gefahrlich-werden-kann/), das Geschäft der WHO betreiben. Die globalistischen Institutionen dieses Typs, wobei die Weltgesundheitsorganisation wirklich einsame Spitze darin ist, wollen doch Kontrolle, möglichst flächendeckende, grenzübergreifende und -schleifende Kontrolle, "zu unser aller Sicherheit". Wenn nun rechte Medien z u w e n i g Kontrolle beklagen, zu wenige staatlich durchgesetzte Sicherheitsmaßnahmen, mutet das einigermaßen kurios an.
Wo ist hier der Denkfehler? Wer ist ihm erlegen, ich oder die Kontrollfreaks?

H. M. Richter

25. Februar 2020 12:37

Vielen Dank, - ich habe in den letzten Tagen aus verschiedenen Gründen sehr viel zu diesem Thema gelesen und kann sagen, dies ist m.E. mit die beste derzeitige populärwissenschaftliche Aufbereitung des gegenwärtigen Wissensstandes im deutschsprachigen Raum.

Was Deutschland betrifft, wird die No-border-Fraktion bereits in wenigen Tagen unweigerlich in den "Nun ist es nun mal da"-Modus umschalten (müssen).

Daß das ganze Geschehen auf einen in China 'umgefallenen Reissack' (Fledermaus Nr. 1) zurückzuführen ist, scheint nahezu ausgeschlossen.

Ich würde mich sehr täuschen, wenn der verehrte Grambauer dazu keine Einblicke hätte, die er nicht mitzuteilen bereit wäre.

deutscheridentitaerer

25. Februar 2020 12:44

@Sommerfeld

Ich denke, Sie unterliegen einem Fehler, wenn Sie Rechtssein mit der Forderung nach weniger Kontrolle gleichsetzen. Kontrollen sind nichts inhärent rechtes oder linkes, wenn die Rechte als unterdrückte Opposition gegenwärtig die Kontrollmacht der Herrschenden bekämpft. Gleichwohl fordern Rechte ja vor allem eins: eine stärkere Kontrolle der Grenzen. Hier liegt der Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung ja auf der der Hand.

Was den Virus als solchen angeht, so sehe ich zumindest keinen Grund, warum er sich nicht auch hier in Deutschland massiv ausbreiten sollte, nachdem er es nun schon von China nach Italien geschafft hat.

Niekisch

25. Februar 2020 12:48

"Es wäre also theoretisch jetzt noch Zeit, die Krankenhäuser auf diesen möglichen kommenden Bedarf einzurichten".

Aus eigener Erfahrung halte ich das für nahezu unmöglich. vor einiger Zeit wurde ich wegen eines in meinem 2-Bett-Zimmer liegenden, infektiösen Mitpatienten in ein Einzelzimmer verlegt, um selber keine Gefahr für andere darzustellen. Was passierte? Ständig kam ungeschütztes Personal von Ärzten über Pfleger bis zu Hilfspersonal ins Zimmer und wusste gar nicht, dass Gefahr besteht. Auf meinen Hinweis wurde Abhilfe versprochen, aber es geschah nichts.

Tiuri

25. Februar 2020 13:09

@Caroline Sommerfeld

Das Ausbleiben staatlicher Maßnahmen hat seine Ursache wohl nicht darin, dass man sich die Macht nicht nehmen möchte, sondern dass man bei der möglichen Kette: Maßnahmen->massiver wirtschaftlicher Schaden -> Entwarnung -> Identifizierung der Maßnahmen als Überreaktion, nicht als Schuldiger darstehen will.

Zudem liegt die Themen setzende Macht mittlerweile weitgehend bei den Medien, die haben aber gerade zwei zentrale Themen die sie politisch durchsetzen wollen, Klimawandel und Kampf gegen Rechts. Wenn man jetzt eine große Pandemieberichterstattung fährt, verlieren die beiden anderen Narrative wieder an Momentum, ergo erstmal ignorieren und hoffen, dass es nicht so schlimm werden wird.
__________

Nach wie vor lässt sich die tatsächliche gesundheitliche Gefahr schwer einschätzen - dies wird sich in den kommenden Wochen ändern, weil der Ausbruch in Italien für uns viel einsehbarer ist als der chinesische.
Grobe Grenzen lassen sich aber abstecken - Covid ist schlimmer als die Grippe (sonst hätte China nicht derartig reagiert) und weniger schlimm als die Pest... (siehe Aussagen des Chefarztes in Schwabing).
Bei den politischen Auswirkungen sind wahrscheinlich nicht die gesundheitlichen Schäden/Tote zentral, sondern die wirtschaftlichen Schäden.

clivestaples

25. Februar 2020 13:20

Um die einsetzende Diskussion auf eine breitere Basis zu stellen, sei hiermit erwähnt, dass es folgende Auffälligkeit gibt : in Gebieten, wo der Netzausbau des Mobilfunkstandards 5G bereits vorangetrieben wurde, scheint sich das Coronavirus sozusagen besonders leicht zu tun.
Es stellt sich die Frage, ob mit 5G möglicherweise Vorschädigungen in der menschlichen RNA ( nicht DNA) entstehen, die es dem Virus - so es denn überhaupt existiert ( auch darüber gibt es Theorien, auf die ich hier aber nicht weiter eingehen will) ermöglichen, an dieser Stelle weiteren Schaden anzurichten.

Neben China verfügt auch Südkorea über ein flächendeckendes 5G-Netz. In Italien, wo das Virus in der Nähe von Mailand entdeckt wurde, ist 5G ebenfalls bereits vorhanden. In Deutschland übrigens bisher in München, Berlin, Darmstadt und Bonn, sowie seit kurzem in Hamburg und Leipzig. Diese Städte gilt es nun ab sofort im Auge zu behalten, um zu sehen, ob an der Theorie etwas dran sein könnte.
Auffällig jedenfalls, dass aus Afrika, wo die Vorsorgemöglichkeiten, die Test und Hygienestandards geringer sind, laut Stand 23.02, erst ein Krankheitsfall (Ägypten) bekannt ist.

Ich verweise zum Thema auf die Videos des Youtubers Dr.Blockchain, der diese Theorie im deutschsprachigen Raum, meines Wissens nach, als erster zur Sprache gebracht hat, z.b in diesen beiden :

https://m.youtube.com/watch?v=nBhkvpM-9vE

https://youtu.be/C_MzlOfVPWI

Vera

25. Februar 2020 13:20

Meine Reaktion war anfangs die gleiche wie die von Frau Sommerfeld: droht uns nicht in erster Linie Gefahr durch irgendwelche staatlichen Zwangsmaßnahmen, Zwangsimpfungen, Notstandsgesetze, Ausgangssperren usw.? Nach Beobachtung der Entwicklungen allerdings schätze ich die Situation, ebenso wie die Autorin dieses gut recherchierten Artikels, doch noch um einiges gefährlicher ein. Denn es könnte tatsächlich eine reale Gesundheitsbedrohung auf uns zukommen. Kann sicher auch nicht schaden wenn man sich darauf einstellt, daß das öffentliche Leben, inklusive Einkaufsmöglichkeiten, eine Zeitlang sehr eingeschränkt sein könnte…

Lotta Vorbeck

25. Februar 2020 13:27

@Caroline Sommerfeld - 25. Februar 2020 - 12:19 PM

Wer weiß, möglicherweise ein Virus wie dieses, gar imstande dieselbe umstürzlerische Kraft zu entfalten, wie - ähnlich unkontrollierbar - ein flächendeckender Stromausfall?

Für den Hausgebrauch verfahren wir hier genauso wie wir in Zeiten von Kreutzfeld-Jakob-BSE, Vogelgrippe, SARS, HPV, Zika-Pandemie, Masern und Schweinegrippe verfuhren: Wir beobachten den Rummel, ohne uns ernsthaft darum zu scheren.

Franz Bettinger

25. Februar 2020 13:55

(Ich bin Arzt.) 3 Tote bei 700 Infizierten auf dem Schiff! Das ist Pillepalle! Wie oft lassen wir uns noch für dumm verkaufen? Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Virus gefährlicher sein könnte als z.B. das gut bekannte Influenza-Virus, ist sehr gering. Das Influenza-Virus löst die bekannte „Grippe“ aus, an der jährlich Hunderttausende, manchmal sogar Millionen sterben. Und keiner regt sich darüber auf - zu recht! Es muss einen skeptisch machen, dass die Öffentlichkeit kaum mit soliden Fakten behelligt wird. Allein die Diagnose-Stellung ist enorm schwierig, wie grundsätzlich bei Virus-Erkrankungen. Tests taugen nicht viel. (Wie man auch bei AIDS sah.) Die besten Heilungs- und Erfolgs-Raten haben Mediziner und Politiker immer bei Katastrophen, die es gar nicht gibt; die also vorgegaukelt werden. Ich glaube, das ist der tiefere Sinn dieser Pseudo-Seuche: eine Macht-Demonstration, die dem Zuwachs der Macht der Macher dient. Die Panik-Mache dient allein der Beherrschung der Massen. Alles Testläufe für die Zukunft! Man will den völlig abhängigen, ängstlichen, verdummten Untertan, und es sieht so aus, als gelänge dies. Ich hätte hier auf der rechten Seite kühlere Köpfe erwartet.

Viren breiten sich unter kalten Umweltbedingungen, also im Winter, besser aus als unter warmen; das liegt nicht an der Virulenz der Erreger, sondern am durch Wind, Nässe und Kälte geschwächten Immun-System aller Lebewesen. (Auch insofern wäre ein Global Warming zu begrüßen und zu fördern, wenn man es denn könnte!) Ich glaube, auf der sommerlichen Süd-Halbkugel ist das C-Virus eben deshalb nicht aufgetaucht. Ich glaube auch, dass absichtlich und unsinniger Weise diesem C-Virus alle möglichen Viren bzw. Infekte zugerechnet werden; deshalb die Fälle in Italien etc. Zwei tote alte Menschen, na und?! Viele Erkrankte haben keine oder nur leichte Beschwerden, na also! Harmlos! "Die Tests sind sehr unzuverlässig. Bei manchen Kranken fielen mehrfach Tests negativ aus, bis dann doch einer positiv ausfiel.“ Na toll!

Caroline Sommerfeld

25. Februar 2020 14:04

Das Argument: wenn eine Regierung Fakten vertuscht, ist das Ausmaß der Katastrophe real, halte ich nicht für ein logisch wasserdichtes Argument. Ein Fall von "non sequitur" - das eine folgt nicht aus dem anderen.

Ich habe die Befürchtung (eine gedankliche Befürchtung), daß wir es mit einer großen hergestellten Angst zu tun haben. Und vielleicht sind manche von uns ganz besonders leicht anzustecken mit dieser Angst, weil sie klassische rechte Argumente (gegen offene Grenzen und Globalisierung, gegen den Kommunismus, gegen die Eliten) gut füttert?

@clivestaples: Wien hat auch seit allerneuestem 5G. Den Zusammenhang schau ich mir mal genauer an, befürchte aber, daß man mir - wie vielen Lesern - hier leider viel erzählen kann, da ich Laie bin.

Kriemhild

25. Februar 2020 14:28

Wenn der führende deutsche Rechtsintellektuelle sich als Epidemiologe betätigt, muss die politische Lage im Lande hoffnungslos und die Ratlosigkeit grenzenlos sein.

tearjerker

25. Februar 2020 14:35

Bettinger hat‘s beschrieben. Bisher nimmt die Öffentlichkeit und die Führung des Landes das Ganze wie eine normale Grippewelle wahr, die jedes Jahr eine signifikante Zahl an Opfern auch in Deutschland fordert. Die Dramatisierung wird vor Allem von denjenigen betrieben, denen die Krankheit ermöglicht Forderungen nach öffentlichen Mitteln damit zu verbinden, während die KP Chinas die schwelenden von HongKong ausgehenden Proteste eindämmen kann und möglicherweise hinter den Kulissen die Opposition ausschaltet bzw. jeden adressiert, der den Kopf aus der Deckung nimmt. Leider kann man auch für die Bundesrepublik davon ausgehen, dass die hiesige Führung die Lage in erster Linie danach beurteilt wie sie für die eigene Agenda genutzt werden kann, bevor Überlegungen zum Umgang mit dem Problem selbst angestellt werden.

PhilipStein

25. Februar 2020 15:23

Bei allem Respekt, ich finde Ihre Ausführungen mindestens abenteuerlich.

Marc_Aurel

25. Februar 2020 15:26

Franz Bettinger
"Viren breiten sich unter kalten Umweltbedingungen, also im Winter, besser aus als unter warmen..."

Da hatte ich wahrscheinlich aus der Kältempfindlichkeit der Pestflöhe, dem Erliegen der Pestausbreitung im Winter und diversen Unterhaltungfilmen über weltweite Pandemien mit Überlebenden in kalten Regionen, die falschen Schlüsse gezogen, wobei es auch Viren zur geben scheint die eher kälteempfindlich sind, wie etwa das Norovirus (-20°C bis +60°C)...aber Sie sind der Mediziner, ich lasse mich da gern belehren und lerne dazu.

Xray

25. Februar 2020 15:46

Ich sehe die Sterberate für geringer an, als befürchtet, da sich viele Kranke unerkannt erholen. Auf der Seite Addendum.org, die ich ergänzend zu diesem guten Artikel empfehle, wird die Sterberate bei verschiedenen Virenarten verglichen. Das Vorgehen Chinas hat nicht (nur) mit Vertuschung zu tun. Ich folge der Analyse Crevelds, dass staatliche Macht auf Wirtschaftsorganisationen und die Krankheit ist schlicht schlecht fürs Geschäft. Die Quarantäne bringt überhaupt nichts, allenfalls wird die Zeit der Ausbreitung verlängert. Hygienische Maßnahmen wären geboten, aber diesbezüglich sind unsere Sitte schon lange am Verfallen. Was mir auffällt ist das Sterben junger Menschen. Typischer Weise sterben ältere Menschen zu tausenden an Grippe, da Vorerkrankungen da sind und das Abwehrsystem fast nicht mehr vorhanden.

nom de guerre

25. Februar 2020 15:56

„Die Tests sind sehr wenig zuverlässig. Bei manchen Kranken, auch bei dem Augenarzt Li, der als erster Alarm schlug, fielen mehrfach Tests negativ aus, bis schließlich doch einer positiv ausfiel.“

Das verstehe ich nicht. Wenn man meinetwegen fünf Tests auf was auch immer macht, die viermal zu Ergebnis x und nur einmal zu Ergebnis y führen – was spricht dann dafür, dass y zutrifft? Eher nicht so viel, würde ich als Laie annehmen.

Insgesamt beobachte ich die Entwicklung eher skeptisch, habe ähnliche Fragezeichen wie @ Caroline Sommerfeld im Kopf. Mangels medizinischer Fachkenntnis kann ich mir jedoch keine fundierte eigene Meinung bilden. Daher Dank an die Autorin des obigen Artikels, ebenso wie an @ Franz Bettinger für seine Einordnung!

qvc1753

25. Februar 2020 16:06

Da gehen aber jemand die Logiksicherungen durch:
"Um die einsetzende Diskussion auf eine breitere Basis zu stellen, sei hiermit erwähnt, dass es folgende Auffälligkeit gibt : in Gebieten, wo der Netzausbau des Mobilfunkstandards 5G bereits vorangetrieben wurde, scheint sich das Coronavirus sozusagen besonders leicht zu tun".
Vielleicht liegt es auch daran, dass mehr als 90 % der Opfer täglich Reis essen oder mehr als 80 % Han - Chinesen. Korrelation und Kausalität sind zweierlei.

Der Virus ist deshalb so schnell verbreitet worden, weil man wochenlang nichts unternommen hat. Damit konnte der sich verbreiten ohne das spätere Massnahmen noch was ausrichten können.
Das Problem bei dem Virus scheint die hohe Ansteckungsgefahr zu sein und nicht das er so tödlich ist.
Da wo die Leute das machen, was man in China jetzt nachholt, also zu Hause zu bleiben, das ist meistens das Richtige bei Epidemien.

Richtig gefährlich wird der Virus erst, wenn die hohe Ansteckungsrate des Virus sich mit anderen Grippeviren verbindet. Aber bis dahin:
erst einmal Ruhe bewahren.

Andreas Walter

25. Februar 2020 16:06

Folgende Gedanken sind und bleiben hoffentlich Fiktion:

Die Kranken aber auch angeblich kranke Oppositionelle wurden binnen weniger Wochen in sogenannte Isolationslager gesteckt. Auf ihren Totenscheinen steht überall immer nur das Gleiche: "Tod durch Corona", in medizinischer Ausdrucksweise.

Mal sehen also, wann Schwule, Juden, Lesben, Linke, Grüne darum Alarm schlagen, weltweit ihre heftigen Bedenken zum Ausdruck bringen, gegen jegliche Maßnahmen der Deportation und Isolationshaft.

@Franz Bettinger

Ganz Ihrer Meinung, auch wenn Panik gerade für die Nationalisten in Europa jetzt enorme Vorteile hätte.

Vorsicht auch vor messianischen Christen. Die hassen nämlich auch alle China, auch die doomsday Sekte aus Südkorea, die sich kollektiv angesteckt hat:

https://www.independent.co.uk/news/world/asia/coronavirus-south-korea-cult-daegu-patient-31-doomsday-church-jesus-a9349131.html

Hihihi, ich bin kein Arzt, lassen sie mich weg.

Niekisch

25. Februar 2020 16:36

"Wenn der führende deutsche Rechtsintellektuelle sich als Epidemiologe betätigt, muss die politische Lage im Lande hoffnungslos und die Ratlosigkeit grenzenlos sein".

@ Kriemhild 14.28: haben wir denn nicht schon eine Epidemie induzierten Spalungsirreseins?

MARCEL

25. Februar 2020 16:39

Wir werden gerade wieder großflächig an unsere Sterblichkeit erinnert (auch wenn dieser Virus erst einmal nicht so letal ausfällt).
Gerade Konservative, Traditionsbewusste, Neu-Rechte etc. sollten immer versuchen, dem Tod gelassen ins Auge zu blicken, ohne in die so typische Mainstream-Panik ihm gegenüber einzustimmen, die wiederum so typisch für seine Verdrängung aus unseren Komfortzonen geworden ist (hierzu gehört auch die Klima-Panik).
Zu anderen Zeiten starben die Menschen schneller und zahlreicher als heute. Hatten sie damals bessere Nerven?
In einer weit zukünftigen Welt digital gesteuerter androider Wesen wird der biologische Tod die letzte Freiheit sein.

Gustav Grambauer

25. Februar 2020 16:42

Es gibt immer zwei Tendenzen: abwiegeln ("bitte gehen sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen") oder hochtreiben. Wer nicht sieht, daß dieser Virus ein hochgetriebener ist, dem ist nicht zu helfen.

H. M. Richter, Lotta Vorbeck

"Für den Hausgebrauch verfahren wir hier genauso wie wir in Zeiten von Kreutzfeld-Jakob-BSE, Vogelgrippe, SARS, HPV, Zika-Pandemie, Masern und Schweinegrippe verfuhren: Wir beobachten den Rummel, ohne uns ernsthaft darum zu scheren."

... genau, und ich füge noch den Tschernobyl-Rummel, u. a. zur Entsouveränisierung der UdSSR, hinzu, wo wir ausnahmsweise mal ganz den Ostzeitungen vertrauten, die sich damals etwa so wie dies hier lasen:

https://www.bueso.de/strahlung-kernkraftunfaelle

Hier eine Literaturempfehlung für - ernstzunehmende - CBRNE-Lagen; aus diesem Handbuch, leider nicht bei Antaios gelistet, habe ich mir von nahezu jeder einzelnen Seite wertvolle Hinweise für meine selbstverständlich auch an mehreren Orten ausgedruckt vorliegende Datei zur Familien-Notfall- / Notstands-Strategie vermerken können, auch nahezu all meine Anschaffungen im Hinblick auf solche Lagen basieren auf ihm:

http://www.paul-pietsch-verlage.de/index.php?Biologische%20und%20chemische%20Gefahren%20-%20Überlebensstrategien%20für%20den%20Ernstfall&aktion=ausgabe&saktion=detail&darst=d&az=&mp=&ump=1001.30&sa=RSA&saktion_begin=&lk=&bestnr=&autornr=&sustr=&grp=32&datsatz=0&detail=50845&sort=1001.30&saktion1=&id=brviaielsggusz&navid=

Aber wo liegt der Schwerpunkt meiner Planung?! Er liegt gar nicht so sehr bei den unmittelbaren Gefahren, vielmehr beim Unterlaufen des Staatstotalitatismus in solchen Lagen, also bei Informationsbeschaffung, Kommunikation, Mobilität, Liquidität, Ressourcenzugang, Bevorratung usw. und vor allem Selbsthilfe, Selbsthilfe, Selbsthilfe ...

Man kann - unter ganz bestimmten Umständen, die zu "erspüren" sind - den Spieß auch gegen die Hoheitsmacht umdrehen. Das alte Schlitzohr Clemens de Maiziere hat im Mai `45 ein großes Pappschild mit "тиф" (Typhus) an die Wohnungstür genagelt, kein Russe hat es gewagt, die Wohnung zu betreten, siehe bei 18:50:

https://www.youtube.com/watch?v=ugcYFaMozZE

- G. G.

clivestaples

25. Februar 2020 16:51

@qvc1753

„Da gehen aber jemand die Logiksicherungen durch:
Vielleicht liegt es auch daran, dass mehr als 90 % der Opfer täglich Reis essen oder mehr als 80 % Han - Chinesen. Korrelation und Kausalität sind zweierlei“

Danke für den Hinweis.
Wir werden sehen. Ich habe auf eine Auffälligkeit hingewiesen, die zu beobachten bleibt, bis eine tatsächliche Kausalität ausgeschlossen werden kann. Lassen Sie es uns doch einfach weiterverfolgen..

Hier noch ein paar Links zu der 5G Technologie :

https://www.youtube.com/watch?v=vZ5soLrvXFg&feature=youtu.b

https://www.rt.com/news/450775-massive-health-experiment-5g-cancer/

https://www.youtube.com/watch?v=trxOg1FBoxE

Imagine

25. Februar 2020 16:52

Der Artikel ist wissenschaftsferner Blödsinn. Das muss ich einfach als Fachwissenschaftler feststellen.

Finde es bezeichnend, dass Sie meinen Kommentar nicht freigeschaltet haben.

Taurec

25. Februar 2020 16:59

"in Gebieten, wo der Netzausbau des Mobilfunkstandards 5G bereits vorangetrieben wurde, scheint sich das Coronavirus sozusagen besonders leicht zu tun.
Es stellt sich die Frage, ob mit 5G möglicherweise Vorschädigungen [...] entstehen, die es dem Virus [...] ermöglichen, an dieser Stelle weiteren Schaden anzurichten."

Viel näher liegt anbetrachts solcher Zeilen der Gedanke, daß es in der sich aufhetzenden Internetgemeinschaft solche gibt, die ohnehin schon wegen weitestgehender Wissenschaftsferne geneigt sind, jeglichen Unsinn zu glauben, und die Situation nun nutzen, um ihre halbgaren Theorien zu befeuern.

Für eine Korrelation mit 5G-Ausbau ist das Datenmaterial viel zu gering aufgelöst. Läßt man mal die vermutlich horrende Dunkelziffer außer acht, welche die bekannten Fälle um ein Vielfaches übersteigen dürfte, bleibt schlicht festzustellen, daß die Fallaufstellungen auf der bekannten Seite des Johns Hopkins CSSE (auf die wohl jeder durchschnittliche Internetnutzer zurückgreifen dürfte) lediglich in China und den USA regional aufgelöst, in allen übrigen Ländern auf die Gesamtstaatsebene bezogen sind. Auf dieser pauschalisierenden Datengrundlage, die keinen Aufschluß über den genauen Ort der Fälle gibt, eine Korrelation zum 5G-Ausbau zu behaupten, ist schlicht unseriös.

Natürlich wird der 5G-Ausbauch zunächst in Ballungsräumen vorangetrieben werden, wo wegen der hohen Bevölkerungsdichte logischerweise auch Coronafälle am ehesten und häufigsten auftreten werden. Da einen Zusammenhang zu behaupten, erinnert an das vielbemühte Beispiel für falsch konstruierte Kausalzusammenhänge aufgrund der Scheinkorrelation der Anzahl der Störche mit der Geburtenrate, mit dem bereits Erstsemester in jedem Statistikseminar konfrontiert werden.

tearjerker

25. Februar 2020 17:04

Zusatz: Nicht zu unterschätzen ist auch der negative Impuls, der ökonomisch von China in die Welt getragen wird. Die Vorsorgungslinien sind aktuell gekappt. Die Containerschiffahrt aus China ist bereits seit mehr als 2 Wochen weitgehend eingeschränkt. Die letzten regulären Abfahrten laufen in Europa in 2-3 Wochen auf. Dann gibt es zumindest zeitlich eine Lücke von mehreren Wochen. Dazu scheint in der Landwirtschaft die Aktivität nahezu lahmgelegt. Wer pflanzt jetzt das Zeug an, dass in 8 Monaten benötigt wird um 1,4 Milliarden Chinesen zu versorgen? Und auch hier versagen Politik und Medien komplett, die wie bei der Krankheit selbst kaum Informationen zur Einordnung des Problems liefern.

Fuchs

25. Februar 2020 17:29

Was die von clivestaples in Raum geworfene Möglichkeit angeht:
Der räumliche Zusammenhang ist nicht einmal so interessant. Der zeitliche Zusammenhang ist das "bemerkenswerte" daran, siehe, z.B den Artikel "Central China province launches commercial 5G applications " vom 31 Oktober letzten Jahres (auf xinhuanet).

Wenn man das nun mit anderem Wissen (z.B über die Geschichte, den Ursprung und den Wert der Mikrobiologie, oder bzgl. der Wirkungsweise bestimmter Strahlungstypen) verbindet, erscheint die Sache überhaupt nicht mehr abwegig.

Eine andere, vielleicht noch erschreckendere Möglichkeit ist, dass es sich um eine reine Inszenierung handelt, in deren Rahmen ein Schlaglicht auf tausende Fälle ständig vorkommender Erkrankungen geworfen wird. Die offiziellen Infektions- und Opferzahlen ließen sich relativ leicht erreichen würde man systematisch die meisten Krankheiten eines Typus zu Fällen einer bestimmten Krankheit deklariert.

Waldgaenger aus Schwaben

25. Februar 2020 17:43

Als Zeitzeuge habe ich Anfang/Mitte der 80iger Jahre das Aufkommen von AIDS/HIV erlebt. Es gab panische Übertreibungen und verantwortungslose Verharmlosungen. Beides damals schon erkennbar getrieben verursacht von politischen und persönlichen Interessen.
Letztlich kann man momentan nichts anderes tun, als sich auf dem Laufenden zu halten, persönliche Hygiene noch mehr als sonst zu beachten und jeder extremen Position, sowohl in Richtung Panikmache als auch in Richtung Verharmlosung, zu misstrauen.

Ein großes Risiko sind die ökonomischen Folgen, wenn Lieferketten abreißen. Wir beziehen nicht nur billigen Elektro-Schrott aus China, auch Wirkstoffe für Medikamente werden dort produziert, so z. B. 60% der weltweiten Produktion an Paracetamol.

Laurenz

25. Februar 2020 18:41

Ok, nochmal anders.
China ist das Land, welches am ehesten über die staatspolitische Härte verfügt, mit einer Epidemie umzugehen. Deutschland wäre und ist bereits überfordert, Krankenhaus-Keime, 10.000 Grippetote per anno, sind bei uns Standard.
Von daher sind wir einem gefährlichen, wie "ungefährlichen" Virus schutzlos ausgeliefert und brauchen uns keine weiteren Gedanken machen, staatspolitisches Versagen auf de ganzen Linie seit Jahrzehnten.
Die letzte große Epidemie war die Spanische Grippe mit ca. 22 Mio. Opfern in Europa vor knapp 100 Jahren, vollkommen aus unserem Bewußtsein entschwunden.
Interessant sind diesmal die ökonomischen Reaktionen. In China ist der Auto-Absatz kurzfristig um 92% eingebrochen, und die sonst üblichen hunderte Mio. von chinesischen Touristen bleiben bisher in Südost-Asien aus. Auch die chinesische Liefer-Kette nach Europa stockt. Darüber sollten wir uns Gedanken machen, macht dies doch unsere externe Abhängigkeit nur zu deutlich.

bocuse

25. Februar 2020 21:47

Cistus incanus, kann prophylaktisch eingenommen werden. Hilft auch gegen Grippe und andere Viren.

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0033-1338221

Franz Bettinger

25. Februar 2020 22:01

Wie wird die Diagnose der Corona-Grippe gestellt? Durch das Elektronen-Mikroskop? Das bezweifele ich. Das wäre zu aufwendig und hätte für sich genommen auch keine Beweiskraft, weil dadurch (wie bei AIDS) ein 'Passenger Virus' nicht auszuschließen wäre. Wissenschaftlich ist nur der Nachweis eines kausalen Zusammenhangs zwischen dem Erreger und der Infektionskrankheit. Dieser Nachweis geschieht durch Überprüfung der Henle-Koch-Postulate:

(1) Es müssen immer in den erkrankten Organen (Lunge...) dieselben Krankheits-Erreger nachweisbar sein.
(2) Diese (Mikroben) müssen isoliert und rein gezüchtet werden können.
(3) Provokation-Test: Mit den so erhaltenen Rein-Kulturen muss die Krankheit (erneut) erzeugt werden können. Auf diese Weise werden zufällige, 'falsche', nicht pathogene Passenger-Mikroben ausgeschlossen, die sich sekundär, schmarotzend an Krankheiten dranhängen können.

Andere Methoden (wie elektronen-mikroskopischer Virus-Nachweise, Antigen-Nachweise / Polymerase-KR, ELISA oder Western Blot- Antikörper-Nachweise) sind hilfreich, aber nicht beweisend.

Oder wird die Diagnose gar (wie es in Afrika bei AIDS Usus wurde) allein anhand von (Grippe-) Symptomen gestellt? - Nein, man hört: durch Teste. Wie verlässlich sind die? Wie hoch ist deren Spezifizität und Sensitivität / Genauigkeit? Man hört, die Test-Genauigkeit sei gering; es gäbe viele falsch positive und falsch negative Resultate.

Am Corona-Virus sind bisher ein paar hundert Menschen gestorben, fast alle in China. Die alt bekannte Influenza-Grippe schafft jährlich das hundertfache! Wenn also die angegebenen Zahlen stimmen, ist die Überlebensrate hoch (97%) und der Virus relativ harmlos. Man liest, es seien vor allem Alte (aka Immun-Geschwächte) gefährdet. Das ist beruhigend, weil diese Tatsache für eine geringe Virulenz des Krankheitserregers spricht.

RMH

25. Februar 2020 22:04

Wenn diese Krankheit den seltsamen Brauch des Händeschüttelns in unserem Land endlich einmal abschaffen würde (seit wann ist das eigentlich üblich? Kann mir nicht vorstellen, dass das sehr alt ist. Früher zog man den Hut etc.), dann hätte sie wenigstens einen guten Aspekt.

In den Medien wird getan, als ob die AfD Teufel, Pest und Cholera zugleich ist und das für unsere Gesellschaft ernsthaft gefährliche und schädliche, nämlich das dämlich-joviale Händeschütteln, ab und an auch noch gepaart mit irgendwelche Umarmungen (von Rotznasen), wird nicht thematisiert.

PS: Für die Sensiblen: Das war natürlich zugespitzt/ polemisch. Aber mein Beruf bringt leider einige Händeschütteleien mit sich und jedes mal danach renne ich zum Händewaschen. Evtl. habe ich ja eine "Zwangsstörung" …

Lumi

25. Februar 2020 22:28

Es heißt nicht *der* Virus, sondern *das* Virus. Überall falsch! :)

William Engdahl hat seine drei letzten Artikel über das Coronavirus geschrieben.

https://journal-neo.org/author/william-engdahl/

11.02.2020 Will China Virus Trigger New Great Depression?

18.02.2020 Who is WHO’s Tedros Adhanom?

25.02.2020 Globalization and Our Precarious Medical Supply Chains

Ich würd mir trotzdem keine Sorgen machen. Erinnere mich noch an die Panikmache wegen der Vogelgrippe.

@clivestaples: » folgende Auffälligkeit …: in Gebieten, wo der Netzausbau des Mobilfunkstandards 5G bereits vorangetrieben wurde, scheint sich das Coronavirus sozusagen besonders leicht zu tun. «

Ach! Was soll denn an den 5G Frequenzbändern so schlecht sein? Wir haben in den Wohnungen WLAN mit 2,4 GHz und seit ein paar Jahren auch mit 5 GHz. Und 5G ist dazwischen. Warum in aller Welt sollte das schaden?! Wer so was verbreitet, dem ist gründlich zu mißtrauen.

limes

25. Februar 2020 22:39

@ MARCEL
Sie schrieben: »In einer weit zukünftigen Welt digital gesteuerter androider Wesen wird der biologische Tod die letzte Freiheit sein«. Eine albtraumhafte Vorstellung, aber nicht abwegig. Der sogenannte Fortschritt muss im Interesse des Lebens in Frage gestellt, bewusst gestaltet und – soweit nötig – aufgehalten werden. Das Leben ist heilig!

@ tearjerker
Sie schrieben: »Wer pflanzt jetzt das Zeug an, das in 8 Monaten benötigt wird um 1,4 Milliarden Chinesen zu versorgen?« Diese Frage dürfte bei kreativen Köpfen in der Investmentbranche für Goldgräberstimmung sorgen. Ein solch frivoler Zusammenhang – auf Leben und Tod - sollte dazu führen, die Interessen der Völker gegenüber dem globalen Investment zur Kenntnis zu nehmen und harte politische Konsequenzen zu ziehen.

Pferdefuss

25. Februar 2020 23:05

@ RMH
So viel ich weiß, ist der Händedruck ein uraltes Friedenszeichen: Wir zücken beide keine Waffe.Man trug bis in die 40er Jahre bei jeder nur möglichen Gelegenheit Handschuhe. Hut lüften: Im Vorübergehen. Wie will man einen Hut lüften, wenn kaum mehr jemand 'gut behütet' ist? Ist das distanzlose Umarmen Ihrem Hygiene- und Stilempfinden näher? Nur leichte Verbeugung?

Bei den Krankenhauskeimen, die zu tödlichen Lungenentzündung führen, gibt es keine Fortschritt. Auch dadurch gesteigert, dass es keinerlei Besuchsbeschränkungen gibt und sich ganze Familien das Abendbrot teilen. Auch scheint mir die Krankenhausbekleidung des Personals immer nachlässiger geworden zu sein. Mit den modernen profilierten Sportschuhen bringen die Menschen unendlich viele Keime ins Krankenhaus.Desinfektionsmatten? Trugschluss. Früher waren die Sohlen glatt. Wegen Rutschgefahr aussortiert. Unser gesamtes Alltagsverhalten selbst ist in vielerlei Hinsicht lässig, ja sträflich nachlässig geworden. Die Hygienevorschriften allein am Händewaschen festzumachen, greift zu kurz. Was ist mit dem Bargeld? Ach stimmt, das kann ja auch gewaschen werden.

Lumi

25. Februar 2020 23:21

» … wie in Tschernobyl zur Verschlimmerung der Lage und letztlich zum totalen Kontrollverlust. «

Das wahre Ausmaß der direkten Folgen des Reaktorunfalls war gering - gemessen an der Panikmache damals. Als direkte Folge ihres Einsatzes sind 31 Menschen gestorben. Das sind drei bis vier Tage Straßenverkehr in Deutschland. Weitere 19 der 103 nicht direkt Gestorbenen sind bis 2004 gestorben, aber die meisten ohne Bezug zur Strahlung, also die üblichen Sachen: Herz, Lunge, Leber.

Chernobyl: the true scale of the accident
https://www.who.int/mediacentre/news/releases/2005/pr38/en/

» Alongside radiation-induced deaths and diseases, the report labels the mental health impact of Chernobyl as “the largest public health problem created by the accident” and partially attributes this damaging psychological impact to a lack of accurate information. These problems manifest as negative self-assessments of health, belief in a shortened life expectancy, lack of initiative, and dependency on assistance from the state. «

Katastrophal war die Panikreaktion der Sowjetbehörden, die schön angelegte Stadt zu evakuieren und so Menschen aus ihrem Umfeld zu reißen und ihnen einzureden, daß sie nun ein Problem hätten.

Ein Herr Zbigniew Jaworowski hat dazu diverse Berichte verfaßt. Findet man als PDF mit Tante Gugel.

Heute ist Tschernobyl ein Naturparadies. Die ganze ursprüngliche europäische Großfauna inklusive Wisente lebt dort. Alle Berichte über Mutationen etc sind dummes Gequatsche.

Aber viele Menschen wollen leider glauben, daß Kernkraft ganz doll böse ist. Und das böse Kohlendioxid. Und der böse Feinstaub. Und die böse Chemie.

Rheinlaender

25. Februar 2020 23:27

Dem Vernehmen nach machen sich größere Unternehmen in Deutschland Sorgen wegen der möglichen wirtschaftlichen Folgen der Situation. Die für deutsche Unternehmen wichtige Nachfrage in China sei deutlich zurückgegangen, während gleichzeitig dort ansässige Zulieferer ausfielen. Auch im günstigsten Fall werde das noch bis ins Frühjahr hinein anhalten. Im ungünstigeren Fall komme zu einer Pandemie und einer globalen Wirtschaftskrise.
Vielleicht kommt in diesem Zusammenhang demnächst wieder die Bewegung in das politische Geschehen, deren Fehlen hier kürzlich angesprochen worden war.

Ulrich aus Wuerttemberg

26. Februar 2020 08:38

Grambauers Buchtipp bei Antaios gefunden:
https://antaios.de/detail/index/sArticle/92973

Franz Bettinger

26. Februar 2020 08:51

Ich frage mich die ganze Zeit schon, warum diese Corona-Schein-Epidemie in Szene gesetzt und aus allen medialen Kanonenrohren geschossen und Panik verbreitet wird. Vielleicht deshalb: Mit dem Corona-Virus soll der Vorwand geliefert werden für einen weltweiten Börsensturz nie gekannten Ausmaßes. Die Macher denken heute schon an morgen. Nachdem die Klein-Anleger bei dem Crash alles verloren haben werden, sollen sie (danach) neu geködert werden; wie beim Dotcom-Crash 2001. Es soll für alle künftigen Aktien-Enthusiasten - und die Dummen sterben ja nie aus - so aussehen, als wäre dieser Mega- Crash des Jahres 2020 begründet gewesen. Es soll die Mär aufrecht erhalten bleiben, der Aktienmarkt habe etwas mit der Realwirtschaft zu tun, er sei seriös.

RMH

26. Februar 2020 09:04

@Lumi
& andere Tschernobyl-Kleinredner,

Wenn es einen Ihrer Angehörigen oder sie selber mit Krebs erwischt hätte, würde sie anders reden.

Ist aber immer so, wenn es einen nicht selber betrifft, kann man leicht großzügig sein.

Fakt ist jedoch, dass man bspw. in Deutschland Jodtabletten hätte ausgeben müssen, dies aber zur Vermeidung einer Massenpanik nicht getan hat.

Und wie so oft: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Wahrheit irgendwo zwischen, "absolut schlimmstes Unglück überhaupt" und "Nicht der Rede wert" liegend dürfte, dürfte am höchsten sein.

@Pferdefuss,

"Unser gesamtes Alltagsverhalten selbst ist in vielerlei Hinsicht lässig, ja sträflich nachlässig geworden. Die Hygienevorschriften allein am Händewaschen festzumachen, greift zu kurz."

Da gebe ich Ihnen recht - in Krankenhäusern etc. lässt man Personal aufwendig und teuer zu Hygienefachkräften ausbilden und wenn diese dann einmal etwas des Erlernten umsetzen wollen, dann perlen die Vorschläge oft ab, wie Schmutz am Lotusblatt. Aber Hauptsache man kann in der Planstellenverteilung die erforderlichen Haken bei "Hygienefachkraft" machen …

Unser gesamtes Compliance-Wesen ist die Erzeugung riesiger Daten- und Papiermengen zur Vermeidung irgendwelcher Bußgelder, aber nicht zur Vermeidung echter Schäden oder der Erfüllung der Zwecke, die einmal damit verbunden waren (gut gemeint, aber schlecht gemacht). Das Ganze ineffizient zu nennen, wäre eine Beschönigung ...

Waldgaenger aus Schwaben

26. Februar 2020 10:11

Inzwischen verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass unsere Nomenklatura aus ideologischen Gründen Grenzschließungen oder -kontrollen ablehnt.

Ideologie spielt bei gesundheitspolitischen Maßnahmen eine größere Rolle, als der normale Bürger annimmt, der von seinen eigenen ethischen Grundsätzen ausgeht.

Ich erinnere mich gut an die Zeit als Tschernobyl und AIDS gleichzeitig die Bevölkerung beunruhigten. Linke und Grüne verharmlosten AIDS und übertrieben bei Tschernobyl maßlos. Bei der CDU/CSU war es genau entgegen gesetzt, wenn auch nicht so extrem.

zeitschnur

26. Februar 2020 10:24

@ Franz Bettinger

Wohltuend, Ihre nüchternen Sätze zu lesen. Im Prinzip wirkt alles, was man zu dem Thema sonst medial hört (egal ob alternativ-medial oder massenmedial), verwaschen und manipulativ. Es fehlen hard facts. Keiner kann abschätzen, was hier wirklich läuft. Und weshalb und woran der Herr Dr. Li gestorben ist: wer bitte hat da echten Einblick? In China zählen Menschenleben nicht viel - dort kann man sehen, wohin die Präferenz für die Gemeinschaft führt. Eines ist sicher: dieser Mann wusste sehr viel über die Wahrheit. Im Zeitalter von Hanau glaube ich endgültig offiziellen medialen Darstellungen gar nichts mehr, v.a. wenn notorisch die wesentlich wichtigen sachlichen und jedermann klar nachvollziehbaren Informationen fehlen. Danke also für die sachlichen und fachlich sicher auch fundierten Klarstellungen.

RMH

26. Februar 2020 11:17

"Vielleicht kommt in diesem Zusammenhang demnächst wieder die Bewegung in das politische Geschehen, deren Fehlen hier kürzlich angesprochen worden war."

@Rheinlaender,

um so wichtiger aus Sicht der Etablierten, dass man jetzt das "schäbige Lügenmaul" der AfD endgültig stopft, denn die könnte, wenn sie noch Mittel zur Verbreitung ihrer Argumente in der Hand hat und unter regulären Bedingungen mitspielen dürfte, tatsächlich von solchen wirtschaftlichen Vorgängen profitieren. Übrigens: Das Finanzblasen einmal platzen, geschieht auch unabhängig von Viren. Evtl. katalysieren diese Epidemien den Vorgang nur recht deutlich.

Der Dammbruch von Thüringen war nicht der, dass die AfD mitgewählt hat, der Dammbruch war vielmehr der, dass man seit dem die AfD und ihr Personal auf ganz breiter Ebene ohne jegliche Hemmung als Nazi- und Faschistenpartei bzw. Nazis und Faschisten gebetsmühlenartig bezeichnet. Aus diesem Feuer muss sich die AfD erst einmal wieder befreien, bevor sie im Bereich des Politischen wieder im Hinblick auf den Ausbau des ihr zugeneigten Wählerpotentials mitspielen kann.

Venator

26. Februar 2020 11:35

Linke und Grüne verharmlosten AIDS...
Sie sagten Sie wären Zeitzeuge gewesen? Abgesehen davon, daß es in den 80érn keine "Die Linke" in der BRD gab*, war der allgemeine Panikmodus von allen gesellschaftlichen Schichten wohl eher total übertrieben. Heute wissen wir es besser, daß diese Virusinfektion damals fast ausschließlich diverse Randgruppen betroffen hat, während es für den Normalbürger praktisch keinerlei Relevanz hatte. Viel geändert hat sich daran immer noch nichts. Auch die statistische Chance von 1:1000 sich bei normalen,heterosexuellen GV mit einem Infizierten anzustecken, spricht nicht für die Angstkampagnen welche ( vor allem betroffene und deshalb besonders interessierte Gruppen) damals los getreten wurden. Das aber die Amigo Partei aus dem Süden, bei dem Thema auch am Rad gedreht hat, ist wohl richtig.

* natürlich gab es in den 80érn Linke in der BRD, aber im Kontext mit den Grünen, ist man natürlich automatisch bei der Partei. Es gab allerdings eine linke Partei, die beim Thema Tschernobyl auf komplette Leugnung und Abstreiten von jeglicher Gefahr setzte: die DKP.

Andreas Walter

26. Februar 2020 14:37

Kurz schlimmer als Trump?

Kinder aus Schule sollen womöglich in Isolationslager:

https://kurier.at/chronik/wien/coronavirus-schule-in-wien-evakuiert/400764849

Ich bleibe daher dabei: Laufen lassen. Europa ist nicht China. Europa ist auf solche krassen Massnahmen überhaupt nicht vorbereitet. Weder logistisch noch organisatorisch noch psychisch und sollte jetzt daher nur konventionell reagieren, so wie es auch auf eine Grippeepidemie reagieren würde.

Das ist jetzt eben der Preis für die masslose und unbedachte, unüberlegte Globalisierung. Der just in time Ökonomie, der dadurch auch reduzierten Lagerhaltung, ein unabgesicherter Welthandel und sogar globale Weltproduktion einzelner Güter.

Wirklich bereits erkrankte Kinder daher nur in lokale Krankenhäuser mit Isolierstation oder wenn noch kein akuter Ausbruch ab nach Hause zu Mama, Erwachsene aber auch nur freiwillig in Quarantäne.

Hilfreich könnte auch Familien (Mama, Kinder) und Arbeitswelt (Väter) zumindest für ein paar Wochen trennen, wenn andere Personen wiederum nur für's Einkaufen zuständig sind. Doch das sind alles bisher nur Ideen, für die es in Europa noch keinen Plan gibt. Ich kenne bisher nur zwei Fälle, in denen solche Massnahmen erfolgreich getestet wurden, der Eine aus der Zeit der Pest und der Andere gerade aktuell aus China. Nur hat eben China auch eine Armee aus Millionen Menschen, die man auch für so etwas organisieren kann. Der Schweiz traue ich es vielleicht auch noch zu, oder Israel. Aber doch nicht die EU. In den VSA aber leben auch schon viel zu viele Verbrecher, um so Dinge geordnet durchzuziehen, auch darum halte ich nichts von ungezügeltem Liberalismus.

Seneca

26. Februar 2020 15:11

Zunächst: ich bin medizinischer Laie. Zwei Überlegungen erscheinen mir bei diesem Thema sinnvoll. Handelt es sich bei dem Virus um ein natürliches Phänomen oder um einen menschengemachten Virus. Im ersten Fall erübrigen sich alle politisch-analytischen Überlegungen, auch wenn es spontane Trittbrettfahrer-Momente der Regierungen in Richtung „mehr Kontrolle“ oder Ablenkung von anderen Problemen wie Hongkong-Proteste, überbewertete Aktienmärkte etc.pp geben mag. Nur der zweite Fall scheint mir doch wirklich interessant zu sein. Auf „Zerohedge „ wurde vor Wochen ein Hinweis auf ein Biowaffen-Labor in Wuhan und ein versehentliches Entweichen eines nicht natürlichen Virus (Genom-Struktur) gegeben. Ob versehentlich oder absichtlich, beides passt in die US-Narrative eines totalitären chinesischen Staates, der aktuell mit massiven internen Problemen in Hongkong und Taiwan befasst ist. Soweit zum „cui bono“. Andererseits ist seit langem bekannt, dass US-Labore an „ethnischen Viren“ forschen und systematisch DNA-Sequenzen von Chinesen, Russen, Iranern sammeln. Selbst Putin hatte vor geraumer Zeit diese Praktiken und ihre Ziele öffentlich kritisch hinterfragt. Nach meiner Kenntnis verfügen wohl Asiaten (alle, oder nur Chinesen?) über eine Besonderheit, die das Virus in der Lunge explosiv vermehren lässt. Auffällig ist jedenfalls vor dem Hintergrund eines US-Handelskriegs und Cyber-Krieg (Huawei) gegen China, dass ein verdeckter Biokrieg, der rasch zu einem wirkungsvollen ökonomisch-industriellem „decoupling“ des Westens von China führt, exakt im Interesse der USA liegt und zu einem Ergebnis führen könnte, das die USA nicht einmal durch einen offenen Waffengang erzielen könnten. Die Anti-China und Anti-Iran Politik der USA ist zudem in beiden politischen Lagern dh auch im deep state sehr populär. Im Sinne einer „plausible deniability“ wäre es für die CIA ein Leichtes einen entsprechenden Virus exakt in Wuhan in der Nähe des Biowaffen-Labors der Chinesen freizusetzen und zwar wohlwissend, dass diese ihrerseits an Coronarviren forschen. Dies sind natürlich nur „cui bono“ Überlegungen, aber das US-Bono erscheint mir doch bei nüchterner Betrachtung um ein Vielfaches größer als das China-Bono.

Ratwolf

26. Februar 2020 17:17

Werden die Chinesen den Erkenntnis- und Zeitvorspung nutzen, um preiswerte Diagnoseverfahren sowie Geräte zu entwickeln und zu produzieren, um die die internationalen Märkte damit zu versorgen? Das Potential wäre da.

Man darf gespannt sein. Chinesische Pharmazie und Medizintechnik ist im kommen.

Dass das Virus aus einem Labor kommt, ist unwahrscheinlich. Die Chinesen selber werden ihr Labor entsprechend schützen. Wenn überhaupt, dann wäre es wahrscheinlicher, dass ein anderer Staat den Virus direkt vor der Nase des chinesischen Labors freisetzt, um eine falsche Fährte zu legen. Das ist alles äußerst unwahrscheinlich, weil kein Staat so etwas machen würde. Verdeckt ausgebrachte Biowaffen kommen als Bumerang zurück.

Übrigens ist es Deutschland über den 2+4-Vertrag verboten, solche Forschungen zu betreiben, während die USA und Russland trotz internationaler Proteste und Einwirkens über die UN immer noch echte Pockenviren in ihren Labors horten. Ist die USA wirklich der richtige Ort für die UN-Zentrale?

Bleibt zuletzt noch die Frage der Ursache. Der Übersprung von einem Nagetier auf den Menschen zeigt, wie wichtig Speisegesetze sind. Man sollte keine Hunde, Nagetiere, Insekten oder Affen essen. Das hat sich bewährt. Schweinefleisch aus moderner, industrieller Haltung wiederum erscheint mir bei guter Kühlkette unproblematisch.

Andreas Walter

26. Februar 2020 17:20

War auch mein Denkfehler neulich. Dabei ist eine hohe Mortalität gar nicht so wichtig, wenn man nur genügend Panik über die Medien zu schüren schafft.

Der eigentliche Krieg ist dann die aus der Panik entstehende Rezession, auf die viele nämlich unterschiedlich gut vorbereitet sind, beziehungsweise, dafür anfällig sind.

Relativ autarke und zudem grosse Staaten wie die VSA stecken das leichter weg als kleine und/oder international Handelsabhängige.

War ja schon immer auch die Achillesferse von Russland (SU, Rohstoffe) und Deutschland. Viele Länder können es sich heute nicht mehr leisten, die globalen Handelsströme zu schwächen oder sie gar völlig zu unterbrechen. Auf den Euro wird das darum auch einen Einfluss haben (Abwertung). Japan, Südkorea, China, Iran, Italien, die wird das alle treffen.

Brasilien könnte so an der Grenze sein, weil auch recht autark und gross. Oder auch Indonesien. Das ist wie bei der Belagerung einer Burg. Wie lange kannst du dich halten ohne raus zu müssen.

Wobei China auch relativ gut da steht, selbst in einer Weltwirtschaftskrise. Grosser Binnenmarkt, auch relativ autark, viel Arbeitskraft und eine grosse Armee. Auch fast unangreifbar, höchstens etwas zu bremsen.

Ein sehr "spannender", rücksichtsloser Krieg, dessen Gewinner aber jetzt schon feststehen. Vielleicht aber auch nur eine glückliche Fügung, für manche. Wir werden es nie erfahren. Denn genau im richtigen Moment, auch für manche, taucht das Gegenmittel dann womöglich auf.

Wobei das schwer zu kalkulieren, eigentlich unmöglich ist, mit nur einer Quelle. Um spezifisch zu häufen brauche ich entsprechend mehrere Quellen, was bisher noch niemand vermutet oder sogar nachgewiesen hätte.

Seltsam ist es aber schon, dass Superstaat Indien (bei auch 1,4 Milliarden Menschen) bisher nur 3 Fälle gemeldet hat.

https://expectedforce.mpi-inf.mpg.de

Marc_Aurel

26. Februar 2020 17:21

@Seneca
Ähnliche Gedanken (Biowaffe?, wenn ja dann Unfall oder Angriff?) hört man die Tage hier und da immer wieder aufkommen. Die Variante Angriff (initiiert von außen) ist allerdings für den Angreifer sehr riskant, da die Chinesen ja nicht auf's Köpfchen gefallen sind und mit Sicherheit früher oder später dahinter kommen würden, wer das verursacht hat und sich dann evtl. entsprechend revanchieren oder es öffentlich machen.

Laurenz

26. Februar 2020 18:15

@Seneca .... wenn Sie HIV als Argument anführen, sollten die die recht lange Inkubationszeit berücksichtigen. Als mit Klaus Nomi der erste bekannte Künstler 1983 starb, hatte dieser sich Jahre zuvor infiziert. Seine Freunde berichteten in einer TV-Doku, daß Nomi, als relativ wenig attraktiver Mann, gerne die Möglichkeit von Schwulen-Treffs mit anonymen Geschlechtsverkehr nutzte.
Hier Nomi kurz vor seinem Tod, von diesem schon gezeichnet, recht kurzatmig, live mit Eberhard Schoener & Orchester den Cold-Song aus Henry Purcells King Arthur singend.
https://youtu.be/3hGpjsgquqw

Bisher haben wir keinerlei Informationen über diesen Virus, außer, daß dieser, wie die Grippe, die Atemwege angreift. Die Nachrichten-Medien beichten zwar über kurzfristige Werksschließungen, schweigen sich aber mehr oder weniger über die ökonomischen Konsequenzen aus. Welche Überlegungen liegen hinter der Non-Maßnahme der wesentlichen EU-Gesundheits-Minister die Grenzen nach Italien offen zu halten? Natürlich ist die Cui-bono-Frage spannend. Die Annahme eines bio-chemischen Angriffs auf die neue Seidenstraße wäre nur allzu wahrscheinlich, was vor allem denjenigen zuzutrauen ist, die keinen Zugang zu ihr besitzen. Aber eine Beweisführung ist, wie immer, schwierig, und von unseren Hofnarren-Medien brauchen wir diese erst gar nicht erwarten.

Imagine

26. Februar 2020 18:49

Die Coronavirus-Pandemie hat Deutschland erreicht.
https://www.bild.de/news/inland/news-inland/coronavirus-in-deutschland-patientin-aus-nrw-ist-kindergaertnerin-69049254.bild.html

Es war richtig, zunächst die Gefahr zunächst herunterzuspielen, um Hysterie und Panik zu vermeiden. Wenn die Millionen deutscher Hypochonder bei normalen Grippesymptomen die Arztpraxen und Ambulanzen fluten, dann geschieht Ähnliches wie in China, dass dort viele Ansteckungen durch tatsächlich mit Coronavirus Infizierten erfolgen.

Ein großes Problem ist, dass sich Deutschland auf einen Worst Case nicht wirklich vorbereitet hat. Die Bevölkerung ist nicht ausreichend über effektive Hygiene und Verhaltensmaßnahmen informiert. Und vor allem ist das Gesundheitswesen von der Infrastruktur her auf diesen Fall nicht vorbereitet.
https://www.tagesschau.de/inland/corona-interview-kekule-101.html

„Bei 20 bis 30 Fällen könne das Gesundheitsamt gut handeln, Kontakte nachverfolgen und die "glimmende Zigarette austreten, bevor sie einen Waldbrand verursacht". Bei 200 bis 300 Fällen seien dann aber auch die deutschen Gesundheitsbehörden überfordert.“

Im Video (24.02.2020) weist der Virologe Prof. Alexander Kekulé, dass es in den Hochinfektionszentren maximal 60 Plätze in der BRD gibt.
https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-665881.html

In den normalen Krankenhäusern fehlt es jedoch überall. Das Personal ist nicht entsprechend geschult, die Frage ist, ob überhaupt entsprechende eine erforderliche Infrastruktur wie Isolationszimmer, ausreichende Schutzanzüge etc. zur Verfügung steht.

Die deutschen Krankenhäuser sind inzwischen fast alle privatisiert worden und zu Profit-Buden gemacht worden. Da gilt nur das Primat der Gewinnmaximierung.
Das Pflegepersonal wurde auf ein Minimum reduziert, die Hygiene wird vernachlässigt und die Ärzte werden wie Arbeitssklaven behandelt. Mit dem Patientenwohl wird ähnlich umgegangen wie mit dem Tierwohl in der Fleischindustrie.

So funktioniert der deregulierte Kapitalismus, der gerade im rechten Milieu viele Anhänger hat. Die begreifen die Rolle des Staates für das Funktionieren der Gesellschaft, für Wohlstand und Sicherheit und – im Worst Case – für das Überleben der Bevölkerung nicht. Stattdessen gibt es jede Menge Idioten, die immer mehr Steuern sparen wollen und gegen Beamte hetzen oder diese sogar als Parasiten diffamieren.

Wir können also nur hoffen, dass es nicht zu massenhaften Infektionen mit dem Coronavirus kommt. Wenn nicht, ist ein Worst Case-Szenario zu befürchten.

In der Schweiz scheint man besser vorbereitet zu sein:

https://www.nzz.ch/schweiz/erster-coronavirus-fall-in-der-schweiz-bestaetigt-ld.1542664

https://www.nau.ch/politik/bundeshaus/bundesrat-alain-berset-kundet-1000-coronavirus-tests-pro-tag-an-65668846

https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/epidemienforscher-kritisiert-bag-scharf-361614.html

Lumi

26. Februar 2020 21:42

@RMH - Die hiesigen Krebsfälle haben nichts mit Tschernobyl zu tun. Tabak, Alkohol und die Ernährung sind wohl die Hauptfaktoren - wenn es denn überhaupt signifikante Faktoren gibt. Großmutter, Onkel und Tante hat der Krebs geholt. Röntgen, CT und Passagierflugzeuge müßte man meiden, wenn es so schlimm wäre.

Gefährlich war sicher der lokal konzentrierte Uranbrandstaub im Irak durch die 2003 vom Ami verwendete Uranmunition, wohl nicht wegen der (schwachen) Strahlung, sondern weil er einfach giftig ist. Doku "Todesstaub" von 2007.

@Franz Bettinger - Börsensturz? Rohöl rutscht schon mal ganz gut. Auch Heizöl. "Anleger fürchten den großen Corona-Crash" titelt das Handelsblatt.

@zeitschnur - Hanau. Dazu ist noch sehr viel zu sagen. Zum Beispiel bin ich der Ansicht, daß Tobias Rathjen und seine Mutter umgebracht wurden, offenbar vom SEK. Der Vater wurde zwangspsychiatrisiert. Offene Fragen und zu ziehende Schlußfolgerungen. Vielleicht kommt hier ja noch eine zweite Hanau Seite.

Das Thema ist von dem ebenso mysteriösen Vorfall in Volkmarsen und jetzt natürlich von der Corona Panikmache abgelöst worden, aber die Linke feiert es weiter ab und übt sich in Haß und Hetze gegen Andersdenkende, was sich auch in einem politmedialen Pogrom gegen die AfD äußert. Zum Beispiel war von 19 bis 20 Uhr im sogenannten Deutschlandfunk eine sinnfreie Diskussion zum Thema "Rassismus". Dieser Begriff wird nun ausgeweitet. Wenn man also zu jemandem freundlich ist, weil er nicht so gut deutsch spricht oder keine lupenrein weiße Hautfarbe hat, dann kann das auch schon "rassistisch" sein, weil man ihn diskriminiert. Ich meine natürlich: ihn oder sie. Nein, sie oder ihn. Oder einfach: den Mensch. Vielleicht zur Sicherheit lieber auch noch: die Menschin.

Aus mehreren Gründen *muß* man über Hanau noch mal reden, um das Faktenfundament als Lügenkonstrukt zu entlarven (dafür gibt es zwingende Beweise) und somit den Thementurm niederzureißen (zumindest im eigenen Kopf, sofern noch nicht geschehen).

Caroline Sommerfeld

26. Februar 2020 22:57

@Andreas Walter: Deswegen fiel heut bei unserem Jüngsten das Pfadfinder-Eislaufen aus, weil bestimmte Kinder just aus dieser Schule kommen. War ein blinder Alarm, Zitat Pfadfinderführer: "eine Fehlermeldung". Sauer war das Kind trotzdem. Und erzählte, in seiner Schule (einer anderen) hätte einer behauptet, das Virus wäre "von Trump mit Absicht gemacht worden", andere Kinder meinten, "das ist doch von den Fledermäusen und nicht von Trump". Besonders empört war er, daß sonst brav "antirassistische" Kinder einen Koreaner mit "Coronavirus" beschimpften und ein anderer Bub meinte, die Chinesen wären ja "soooo eklig, weil, was die essen ...". Es gibt Aufklärungsbedarf an allen Ecken und Enden. Und Entängstigungsbedarf.

Gracchus

26. Februar 2020 23:19

Der bisher valideste Beitrag hierzu stammt, scheint mir als Laien, von dem Virologen Alexander Kekulé auf ZON. Darin werden auch Ihre @Franz Bettinger vorgebrachten Zweifel behandelt - ob zu Ihrer Zufriedenheit vermag ich natürlich nicht zu sagen.

Solution

26. Februar 2020 23:47

Hier zeichnet sich die große Wahrscheinlichkeit einer regelrechten Katastrophe ab.

Übrigens hat das Horten von dauerhaften Nahrungsmitteln (z.B. NRG 5) seit Wochen schon begonnen. Viele sind jetzt ausverkauft oder die Preise unglaublich explodiert.

Ausbleibende Produktion und Lieferung von Waren aller Art sowie andere Maßnahmen, wie Sperrungen, fangen schon an, sich negativ auszuwirken.

Franz Bettinger

27. Februar 2020 01:14

@Ratwolf: „… um preiswerte Diagnose-Verfahren zu entwickeln.“ Es geht nicht um "preiswert". Preiswert wären die ohnehin nicht. Es geht um Diagnose-Verfahren per se. Die gibt es schlicht und einfach nicht. Das gilt nicht nur für den Corona-Virus, sondern für beinahe alle Viren. Viren erfüllen die Henle-Koch-Postulate nicht (vor allem erfüllen sie Nr. 3 nicht: den Provokations-Test). Eigentlich müssten sich Mikrobiologen zu Wort melden. Aber was sollen die sagen? Dass sie große Betrüger sind (wie die Zur-Ader-Lasser 1000 Jahre lang)? Sie verdienen ja ihr Geld damit. Im Saarland gewann (2016) der Virologe Stefan Lanka vor Gericht (aber erst in der zweiten Instanz), weil er recht hatte mit der Behauptung, das sogenannte Masern-Virus existiere nicht. Das RKI (Nationale Referenz Institut für Masern am Robert Koch-Institut) hat dies bestätigt: Das behauptete Masern-Virus enthalte Ribosomen (also Zell-Bestandteile des Menschen), es könne also kein Virus sein. Ganz allgemein: Die Medizin ist ein größerer und teuererer Sumpf als der Aktien-Markt. Bei letzterem verliert man nur sein Geld, bei ersterem dazu noch seine Gesundheit. 10% der Medizin taugt was, der Rest ist teuere Scharlatanerie.

Andreas Walter

27. Februar 2020 04:40

@Imagine

Ja. leider wahr. Da konnte ich vorgestern auch nur lachen als Herr Spahn sagte, wir seien gut vorbereitet. Ich kenne Krankenschwestern und das hier habe ich gestern auch dazu gelesen:

https://www.morgenpost.de/berlin/article228547715/Coronavirus-Amtsaerztin-schlaegt-Alarm.html

Im kapitalistischen Modell ist es halt genauso wie im Marxistischen, wenn auch aus anderen Gründen. Viel Schau, "nix" (wenig) dahinter. Bei den Einen aus Gier, bei den Anderen aus Unwille (Faulheit) und Unvermögen. Gutes aber hat seinen Preis.

Welch ein Glück darum, dass keine Flugzeuge zur Seuchenbekämpfung gebraucht werden:

https://www.tagesschau.de/investigativ/report-mainz/bundeswehr-ruestungsprojekte-105.html

Darf man eigentlich Seuchenbekämpfung noch sagen? Die Seuche sind ja immerhin Menschen, die sie übertragen und tragen. Psychische wie Physische.

Alle Kranken müssen daher von den Gesunden abgesondert, getrennt werden, die Seuche gehört auf diese Weise ausge-merzt. Wie gut, dass die AfD das jetzt nicht sagen muss. Man würde ihr auch solche Worte noch im Mund rumdrehen.

Krankes Deutschland, sage ich darum als Psychosomatiker. Hat nichts mit Hokuspokus, "Esoterik" zu tun, sondern mit krankem Geist, kranken Geistern. Mens sana in corpore sano gilt eben auch umgekehrt.

https://www.welt.de/welt_print/wissen/article5440320/In-einem-gesunden-Koerper-wohnt-doch-ein-gesunder-Geist.html

Hahaha. Intelligenz ist damit aber gar nicht gemeint. Gesunder Menschenverstand lässt sich aber so schwer greifen, weil zu politisch der deutsche Geist bereits sein soll. Ist. Sein will, werden, muss. Deutschland darf ja nicht gesunden, heil werden.

Musik darum wie ein Mantra. Wie ein Tanz gegen, mit dem Schatten:

https://youtu.be/BcF9H8aPSNs

Franz Bettinger

27. Februar 2020 04:57

Wenn ich zum inneren Kreis um Rothschild und Rockefeller gehörte und erzählte, was wir so alles anstellen, würde es keiner glauben. Dasselbe aber gilt für andere Schubladen und Etagen des deep state, z.B. für die Pharma-Industrie, Ärzteschaft, Juristen; ja es gilt auch für Automechaniker, Wirte, Industrie-Schlosser, Metzger, Wirte; überall ist die Gesellschaft ähnlich strukturiert, es wird massiv betrogen und gegaunert. Es herrscht Vorteilsnahme und Egoismus. Davon hat der Außenstehende so viel Ahnung wie Vögel von Ornithologie: keine. Laien bilden sich ein, mitreden zu können: zum Klima, zum Atom, Tschernobyl. Was ich nicht verstehe: Zur Beurteilung vieler Phänomene (nehmen wir die vier Reaktorunfälle Harrisburg, Sellafield, Tschernobyl, Fukushima) braucht es nicht mal Bildung (Infos), sondern bloß mathematische Intelligenz. Max. 10% der Menschen haben sie.

RMH

27. Februar 2020 08:33

"Die deutschen Krankenhäuser sind inzwischen fast alle privatisiert worden"

@imagine,
wenn 37% "fast alle" bei ihnen sind, zeugt das von einer profunden Kenntnis der Sozialstrukturen in unserem Land. Die überwiegenden Träger der Krankenhäuser in Deutschland sind nach wie vor die öffentliche Hand und gemeinnützige Tröger, bei denen dann in aller Regel Kirchen und Sozialverbände dahinter stehen. Da die nicht gemeinnützigen, privaten Kliniken sich meistens auf Spezialthemen spezialisiert haben, werden solche "Massen"-Themen wie Epidemien vermutlich gerade nicht bei diesen landen, sondern bei den anderen. Und von den Gehältern und Arbeitszeiten in Kliniken scheinen Sie auch keine Ahnung zu haben, aber für Marxisten ist bekanntermaßen ja jede Abschöpfung des Mehrwerts von Arbeit Ausbeutung und Sklaverei. Kleiner Tipp: Selbst google liefert via Suche genügend aussagekräftige Seiten zu den erschreckend niedrigen Gehältern der "Arbeitssklaven" des Berufsstandes Arzt.

Zusammengefasst: Sie waren auch schon wesentlich öfter deutlich sachlicher in Ihren Beiträgen. Immerhin zeigen Sie ja ein Herz für den öffentliche Dienst und Beamte.

Simplicius Teutsch

27. Februar 2020 10:24

Darf ich so gemein sein? - Der Beitrag von Eva-Maria Michels liest sich (ohne Ironie!) gut mit nachvollziehbaren Fakten bestückt und spannend; wie ein Artikel aus dem Hause Relotius.

Aber: Die Tendenz des Beitrags (Forderung nach Quarantäne und mehr Kontrolle beim ersten Anzeichen) widerstrebt meinen (liberal-konservativen) Vorstellungen von praktischer Politik „um 180 Grad“ (um eine Höcke'sche Formulierung aus einem anderen Zusammenhang zu verwenden).

Zu meiner eigenen Rechtfertigung: Man muss kein ausgebildeter Mediziner sein, um praktische gesundheitspolitische Entscheidungen zu überlegen bzw. zu treffen. Man braucht fachkundige, vertrauensvolle Berater und verlässliche Fakten, so wie der Mediziner auch.

E.-M. Michels: „Verantwortlich dafür [für das Corona-Gespenst, das umgeht; Anm. d. Verf.] ist zu einem nicht unwesentlichen Teil die Politik der kommunistischen Partei Chinas, die nach Meldung der ersten Krankheitsfälle nicht sofort Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche ergriff.“

Ich habe diese den obigen Beitrag einleitenden Worte eher für den Anfang einer scherzhaften Faschingssatire gehalten. Vor allem als auch noch der völlig unpassende Vergleich mit dem Reaktorunfall Tschernobyl herbeigezogen wurde. Aber war wohl ernst gemeint.

Das Ausmaß der „Seuche“ – sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht – war doch im Dezember und Mitte Januar („Krankenzahlen im zweistelligen Bereich“) wohl für niemand vorhersehbar, - und ist es nach dem bekannten Stand der Dinge auch jetzt noch nicht. Beim ersten Anzeichen einer harmlos erscheinenden Krankheit weiß man doch noch nicht, dass es eine „Seuche“ in pandemischem Ausmaß werden wird, welche die totale Kontrolle der Bevölkerung rechtfertigt.

tearjerker

27. Februar 2020 11:04

Bettinger: „Laien bilden sich ein, mitreden zu können: zum Klima, zum Atom, Tschernobyl.“
Tja, Vertrauen müssen die „Experten“ und die „Profis“ sich nun mal trotz aller Statusansprüche wie Andere auch verdienen.

nom de guerre

27. Februar 2020 11:04

@ Imagine

Unabhängig davon, wie groß die Gefahr zum gegenwärtigen Zeitpunkt tatsächlich ist, finde ich das hier Ihrerseits: „Es war richtig, zunächst die Gefahr zunächst herunterzuspielen, um Hysterie und Panik zu vermeiden.“, eine merkwürdige Sichtweise. Zum einen, weil Sie Ihre Mitmenschen offenbar nicht als mündige Bürger mit Anspruch auf Informationen betrachten (dass diese sich oft nicht wie solche verhalten, ist eine andere Sache, wird aber nicht davon besser, dass man sie wie unmündige Kinder behandelt), und zum anderen, weil wir uns ohnehin in einer Situation befinden, in der immer mehr Menschen dem Staat fast alles zutrauen und sehr viele zumindest seinen Verlautbarungen nicht mehr glauben (s. die Diskussionen zu Hanau). Das hält keine Gesellschaft lange aus und sollte von ebendiesem Staat nicht auch noch hinsichtlich des Umgangs mit einer Seuche forciert werden.

Franz Bettinger

27. Februar 2020 11:19

Ergänzung: Das Erstaunliche ist (oder war zumindest bis Sept. 2015), dass die Gesellschaften doch einigermaßen gut funktionieren. Trotz der Lügen und des allgemeinen Betrugs. Der Schöpfer, Aliens, die Evolution oder wer auch immer hat sehr robuste, fehlertolerante biologische und gesellschaftliche (intra- und inter-individuelle) Systeme hervorgebracht. Die Abwehrkraft und Regenerations-Fähigkeit menschlicher (wie tierischer) Individuen und Gesellschaften ist enorm groß.

Simplicius Teutsch

27. Februar 2020 14:20

Verharmlosung und zu spätes Reagieren? Oder doch eher Corona-Panikmache?

Spricht es nicht gerade FÜR PANIKMACHE, was die Chinesische Staatsregierung seit Wochen an Quarantäne und totaler Kontrolle inszeniert und praktiziert? - Hermetische Abriegelung in gigantischem Ausmaß, öffentlichkeitswirksamer Neubau riesiger Krankenhäuser in allerkürzester Zeit, andererseits radikaler Produktionsstopp für einen Großteil der Wirtschaft, Ausgehverbot, keine Schule, keine öffentlichen Veranstaltungen.

Warum würgen die Chinesen in weiten Teilen des Landes anscheinend ihre Wirtschaft planmäßig und nahezu vollständig ab? Für wie lange? Haben sie unvorstellbar große Produktions-Überkapazitäten in ihren Lagern? Müssen Milliarden von Arbeits-Überstunden zwangsweise abgebaut werden? Muss die chinesische Wirtschaft mal wieder richtig durchgeblasen werden für einen künftigen Konjunkturanschub? Muss der bisherige wirtschaftliche Sinkflug der letzten Jahre und der vertuschte Einbruch in der marktheiligen BIP-Wachstumskurve dem unvorhersehbaren Coronavirus in die Schuhe geschoben werden? Muss es für die chinesische Wirtschaft wieder eine reale Tendenz nach oben geben? Dass es aufwärts geht, ist für das Volk und die Finanzbranche und damit für den Erhalt der politischen Macht durch die kommunistische Partei psychologisch von größter Bedeutung. Aus einem tiefen Tal kann es meist nur nach oben gehen. - Was sonst?

Bisher sind angeblich ca. 2.600 Chinesen an dem Coronavirus gestorben. Meist alte Menschen und Vor-Erkrankte. China hat, wie allgemein bekannt, ca. 1.500 Millionen Einwohner. Alleine in Deutschland mit seinen 83 Millionen Einwohnern sterben (an allem Möglichen) jährlich fast eine Million Menschen.

Da soll einer durchblicken.

„In Europa ist Rauchen mit 700.000 Todesopfern pro Jahr die wichtigste vermeidbare Todesursache“, lese ich gerade auf Gugl. Gott sei Dank habe ich mit dem Rauchen aufgehört.

Imagine

27. Februar 2020 14:44

@RMH 27. Februar 2020 08:33
„wenn 37% "fast alle" bei ihnen sind, zeugt das von einer profunden Kenntnis der Sozialstrukturen in unserem Land. Die überwiegenden Träger der Krankenhäuser in Deutschland sind nach wie vor die öffentliche Hand und gemeinnützige Tröger, bei denen dann in aller Regel Kirchen und Sozialverbände dahinter stehen. … Und von den Gehältern und Arbeitszeiten in Kliniken scheinen Sie auch keine Ahnung zu haben, aber für Marxisten ist bekanntermaßen ja jede Abschöpfung des Mehrwerts von Arbeit Ausbeutung und Sklaverei.“

2017 waren von den insgesamt 1438 Krankenhäuser nur noch 560 in öffentlicher Hand. Zudem werden von den öffentlichen Krankenhäusern werden fast Zweidrittel in privatrechtlicher Form geführt.

Organisatorisch und betriebswirtschaftlich funktionieren inzwischen öffentliche Krankenhäuser ähnlich wie private mit Outsourcing, Beschäftigung mit billigen Leih- oder HartzIV-Arbeitern, Halbierung der Krankenhausaufenthaltstage mit „blutiger Entlassung“, Reduzierung des Pflegepersonals, Erzwingung unbezahlter Überstunden bei Ärzten, Fließbandbetrieb in des OPs usw.

Die Träger der freigemeinnützigen Krankenhäuser sind Kirchen und Wohlfahrsverbände. Wie die funktionieren, kann man sehr gut bei den AWO-Skandalen beobachten.

Beim Verhältnis Ärzte und Pflegepersonal zu Patiententzahl stehen die öffentlichen Krankhäuser deutlich am besten da, zum Teil sind die Personalschlüssel bei freigemeinnützigen/kirchlichen Krankenhäuser ähnlich wie bei den privaten oder sogar etwas schlechter.

Nur dies zu den Fakten.

@RHM, da Sie wie die Mehrheit im rechten Milieu ein Anhänger des Rechtsliberalismus und Parteigänger des kapitalistischen Systems sind, erübrigt sich eine sachliche Diskussion mit Ihnen genauso wie mit Propagandisten der INSM oder Systemjournalisten. Es ist nur sinnlose Zeitverschwendung.

Insofern sehe ich es auch als aussichtlos an, dass solidarische Patrioten in der AfD oder insgesamt im deutschen rechten Milieu metapolitisch erfolgreich sein werden. Ihre Funktion ist ähnlich wie jene der Jusos in der SPD. Sie werden als Wahlhelfer und für unbezahlte Parteiarbeit gebraucht, sie sollen im Wahlkampf eine Zukunftstendenz suggerieren, die nie eintreten wird. Alle etablierten Parteien sind systemkonformistisch und machen rechte Politik. Die AfD ist dazu keine Alternative. Im Gegenteil, die Führungspersonen in der AfD sind radikale Neoliberale. Von der politischen Positionierung könnten sich FDP und AfD gut vereinigen. Nur dann wäre der patriotische Flair nicht vorhanden, welche die Aktivisten der nationalen Rechten der AfD verschaffen.

Es gibt die systemintegrierte rechte Mitte und es gibt rechts daneben noch die radikalen Wirtschaftsliberalen, die noch weniger Steuern bezahlen wollen, noch mehr den Sozialstaat abbauen wollen usf. Das sind vom Abstieg bedrohte mittelständige Besitzstandswahrer, die mit einem solidarischen Patriotismus nicht viel am Hut haben.

Andreas Walter

27. Februar 2020 16:14

“15 von 100 Infizierten erkranken schwer“

Sagt laut Deutschlandfunk-Online der Präsident des Robert Koch Instituts (RKI) Lothar H. Wieler:

https://www.deutschlandfunk.de/rki-zu-sars-cov-2-wir-sind-dem-virus-nicht-schutzlos.1939.de.html?drn:news_id=1105291

Ohne Behandlung bedeutet das also Pi mal Daumen ebenso viele Tote wie derzeit im Iran. Zum Glück stecken sich aber auch nicht alle an. Das ist derzeit die grosse Unbekannte, die beeinflusst werden kann.

Japan schickt darum alle Kinder jetzt einen Monat in den Urlaub. Doch bleiben die dann auch brav alle zuhause? 4 Wochen Hausarrest?

https://www.welt.de/vermischtes/article206173425/Coronavirus-Japan-schliesst-Schulen-1300-Euro-Meldepraemie-in-China.html

Die Chinesen sind auch clever. Die wollen jetzt möglichst alle Virenträger erfassen um danach möglichst einen reinen Tisch zu haben. Nur wie wollen sie dann die Grenzen schützen. Das würde nur mit Quarantäne oder mit einem Schnelltest für Einreisende funktionieren. Da kommen daher in Zukunft noch ganz neue Reiseformalitäten auf die Welt zu ...

... und wäre ein totaler Sieg für alle Patrioten.

Laurenz

27. Februar 2020 16:32

@Simplicius Teutsch ... Sie haben es höflicher ausgedrückt als ich. Deswegen erschien Ihr Beitrag, meiner nicht. Die Eltern der halben Mio. Kinder, welche wegen der US-Sanktionen, bzw. Embargos im Irak nach dem 91er Golf-Krieg starben, werden sich an den Kopf greifen. Ich habe tatsächlich Schwierigkeiten, das Problem aus der humanistisch-christlichen Betroffenheits-Kultur zu sehen. Betroffenheit wird einem, als Rechter sowieso, seit Jahren ausgetrieben. Wie oft denkt jemand an die 5 Mio. toten Kongolesen im neuen Jahrtausend, wenn dieser jemand einen Akku benutzt? Aber solche Zahlen sind eben abstrakt.

Joshua Hahn

27. Februar 2020 20:17

Unter keinem Gesichtspunkt ist Covid-19 nach aktuellem Wissensstand gefährlicher als eine gewöhnliche Influenza - zwischen Schnupfen und Tod ist je nach Allgemeinzustand alles dabei.

Interessant sind die indes medial penibelst aufgearbeiteten Infektionswege der bisher Erkrankten in Deutschland (Man stelle sich eine Rekonstruktion des Ansteckungsweges eines jeden an Influenza Erkrankten vor), welche die derzeit einzige sinnvolle Maßnahme nahelegen:
Hände waschen und desinfizieren, Finger weg von den Schleimhäuten, weitermachen.

Der_Juergen

27. Februar 2020 20:25

@Gustav Grambauer

"Wer nicht sieht, daß dieser Virus ein hochgetriebener ist, dem ist nicht zu helfen."

Diesen Eindruck habe ich eigentlich auch, aber da gibt es einen gewichtigen Einwand: Immerhin haben die Chinesen als erste Alarm geschlagen und ganze Gebiete abgeriegelt. Dabei sind sie natürlich die am stärksten Betroffenen; ihre Wirtschaft verliert durch die Epidemie immense Summen. Das Virus "hochtreiben", um Ihre Formulierung zu verwenden, wäre für China also ein klassisches Eigentor.

RMH

27. Februar 2020 22:26

"Organisatorisch und betriebswirtschaftlich funktionieren inzwischen öffentliche Krankenhäuser ähnlich wie private mit Outsourcing, Beschäftigung mit billigen Leih- oder HartzIV-Arbeitern, Halbierung der Krankenhausaufenthaltstage mit „blutiger Entlassung“, Reduzierung des Pflegepersonals, Erzwingung unbezahlter Überstunden bei Ärzten, Fließbandbetrieb in des OPs usw."

@Imagine,
tja, die historische Mission des Kapitals, die Steigerung der Arbeitsproduktivität, ist eben noch nicht komplett erfüllt. Aber die klassenlose Gesellschaft wird gem. Marx irgendwann so oder so kommen, ob Sie jetzt noch mit mir diskutieren oder nicht, ob Sie hier etwas schreiben oder nicht, ob es die AfD gibt oder nicht, ob Corona die ältere Bevölkerung teilweise ausmerzt oder nicht, ob … etc.

Sie können mithin entspannt sein.

Laurenz

27. Februar 2020 22:46

@Imagine .... mein (reicher) Landkreis leistet sich 3 Kreiskrankenhäuser. Die sind zwar vom Personal her vergleichsweise gut ausgestattet und für den Kreis Zuschuß-Geschäfte, aber sie funktionieren am schlechtesten im lokalen Vergleich. Das Personal ist miserabel motiviert.

Ich sehe das sicher ähnlich wie Sie, bei territorialen Aufgaben, wie Volks-Gesundheit, brauchen keine Gewinne abfallen. Aber die Staatsdiener brauchen keinen anderen Beschäftigungs-Status, wie die Arbeitskräfte des Souveräns auch. Entweder stecken alle in demselben Boot, oder alle saufen gemeinsam ab. Daß gerade die vielen linken Parteien im öffentlichen Dienst stark vertreten sind, zeugt doch von der extrem feudalen Gesinnung der linken Wähler oder Parteibuch-Träger in den Ämtern.

Ratwolf

28. Februar 2020 01:08

@Bettinger
Sie sagen, dass Sie Arzt sind und schreiben, dass es keine Viren gibt.

Die Approbation kann man ihnen wohl nicht entziehen. Aber eine Zulassung durch die KV sehe ich sehr kritisch.

Viele Erkrankungen sind nur durch das Verständnis von Viren erklärbar. Eine Verweigerung dieser Tatsache kann Menschen gefährden.

Stefan Lanka hat den Prozess in der zweiten Berufung auf Grund einer spitzfindigen Formalie gewonnen: Die Auslobung forderte "einen Beweis". Der Prozessgegner hatte aber gleich eine ganze Reihe von Beweisen vorgelegt, welche in der Summe (auch vom Gerichtsgutachter bestätigt) als Beweis FÜR die Existenz von Viren stehen. Soweit zu ihrer Glaubwürdigkeit.

Sicher gibt es an "der Medizin" einiges zu kritisieren. Es müssten dort grundsätzlichere Fragen besprochen werden. Aber als Relationsgegenstand einer "Sezession" eignet sich die Schulmedizin nicht.

"Erneuerung durch Zerstörung" ist ein sehr anstrengendes Verfahren, welches schon bei den 68ern und den Grünen zu großen Mühen geführt hat.

Ablehnung als Weltanschauung ist also abzulehnen.

Man muss das nehmen was man hat, und dann versuchen, das zu verbessern ohne dabei in einen Zwang zu geraten.

Manches ist eben schon fertig und gut, und kann auch so bleiben.

Imagine

28. Februar 2020 05:48

Eine weitgehend ungeklärte Frage ist, warum sich in China die Coronavirus-Infektion so schnell und so massenhaft verbreitet hat?

Dazu eine kleine medizinische Erläuterung.

Der menschliche Körper kann viele Erreger durch seine Selbstheilungskräfte erfolgreich bekämpfen. Ein Beispiel ist die Tuberkulose. Bei einer Infektion werden die Erreger quasi abgekapselt und durch Zellgewebe ummauert. Wenn bei Menschen aufgrund von Krankheit, schlechtem Allgemeinzustand, Immunschwäche etc. zu geringe Abwehrkräfte vorhanden sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer TBC-Erkrankung groß. Es erkranken daher vor allem kranke und geschwächte Menschen sowie Menschen in schlechten Lebensverhältnissen. Die Rate der TBC-Erkrankungen und Todesfälle ist daher ein Indikator für Armut und Elend.

„Rund ein Drittel der Weltbevölkerung soll mit Tuberkulose-Erregern infiziert sein, wobei ca. 5–10% der infizierten Erwachsenen im Laufe ihres Lebens […] eine behandlungsbedürftige Tuberkulose entwickeln. Bei Infizierten mit einer eingeschränkten Immunabwehr (z.B. bei HIV-Infektion) liegt das Erkrankungsrisiko jedoch deutlich höher. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jährlich fast 9 Millionen Menschen an einer Tuberkulose und etwa 1,4 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen dieser Krankheit…“ (Info RKI)

Beim der Coronavirus-Erkrankung spielen zwei unterschiedliche Faktoren eine Rolle, nämlich zum einen die Erregerexposition und zum anderen die Immunkompetenz des infizierten Menschen.

Bei der Vermeidung einer Infektion mit dem Virus sind die Vermeidung des Kontakts mit infizierten Menschen sowie die Hygiene entscheidend.

Wer schon einmal in China war, weiß, dass dort andere Hygienestandards vorhanden sind (z.B. beim Essen, bei den Toiletten etc.). Öffentliche Verkehrsmittel - wie U-Bahnen - sind total überfüllt und der Körperabstand geht gegen Null.

Die Immunkompetenz der Chinesen kann ich nicht einschätzen. Bekanntlich ist die Arbeitsbelastung sehr hoch, es gibt kaum Erholungsurlaub. In Japan kennt man den Karoshi, den Tod durch Überarbeitung.

Möglicherweise spielen eine psychophysische Erschöpfung und die daraus resultierende Immunschwäche eine Rolle, warum in China relativ viele gesunde Menschen im mittleren Alter an einer Coronavirus-Infektion sterben. Allerdings dies ist nur eine spekulative Überlegung, die durch keinerlei konkrete Faktenbasis gestützt wird.

Aus medizinischer Sicht ist auf Basis der vorliegenden Daten eine Coronavirus-Infektion sehr viel gefährlicher als eine normale Influenza-Infektion. Vgl. https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/alexander-kekule-bei-markus-lanz-100.html

Einen Teil meines Berufslebens war ich als niedergelassener Arzt in der Primärversorgung tätig, u.a. in eigener Landarztpraxis. Natürlich gab es Todesfälle während einer Influenza-Epidemie. Das waren kranke und alte Menschen. Es ist möglich, an einer Influenza zu sterben, wenn man die Symptome ignoriert und sich nicht schont. Aber ich kann mich an keinen einzigen Sterbefall eines gesunden und berufstätigen Menschen im Rahmen meiner Praxistätigkeit erinnern. Mir ist auch kein Fall bekannt, wo sich ein Arzt oder eine Krankenschwester an einer Influenza angesteckt haben und daran gestorben sind.

Das ist beim Coronavirus völlig anders. Daran können gesunde Ehepartner, Freunde, Arbeitskollegen, Verwandte etc. sterben. Einen geliebten Menschen zu verlieren und mit dem Verlust weiterzuleben, ist viel schlimmer als der eigene Tod, der früher oder später sowieso unausweichlich ist.

Hier findet man eine Darstellung der „Sterblichkeit nach Alter“ auf Basis chinesischer Zahlenangaben.(https://www.rtl.de/cms/coronavirus-wer-ist-besonders-gefaehrdet-risikogruppen-im-ueberblick-4492711.html)
Es zeigt, wie gefährlich das Coronavirus ist.

Was kann man machen, um sich selbst möglichst gut zu schützen?

1. Menschenmassen und Nahkontakte vermeiden; öffentliche Verkehrsmittel und Toiletten sowie insbesondere Flugreisen möglichst meiden; strenge Händehygiene durch gründliches Waschen sowie durch Applikation von viruziden Desinfektionsmitteln einhalten.

2. Stress, Überanstrengung, Übermüdung und Erkältungen vermeiden. Gut ausschlafen. Bei ersten Krankheitssymptomen sich schonen.

Aus persönlicher Erfahrung haben sich als Infektionsprophylaxe eine Mundspülung mit H2O2-Lösung (z.B. nach Flugreisen) sowie die Einnahme von Vit. C (1g/d) bewährt. Wobei der Placebo-Effekt durchaus ein Wirkfaktor sein kann.

Franz Bettinger

28. Februar 2020 09:17

@Ratwolf: Lanka hat den Prozess gewonnen. Der Richter war vom Gegengutachter nicht überzeugt, basta. Strengen Sie eine Revision an, wenn Sie sich Ihrer Viren so sichern sind. Die Gegenseite hat eine Revision aus guten Gründen unterlassen. Noch mehr Publicity für den vom Konsens abweichenden Virologen Lanka wollte man nicht. "Wenn nicht mal das Masern-Virus nachgewiesen ist..., wenn der Nobelpreisträger Luc Montagnier immer schon gesagt hat, HIV löse nicht AIDS aus…", solche Dinge könnten die Leute nachdenklich machen. Ärztekammern hüten sich übrigens, gegen Mediziner vorzugehen, die ihre Ansichten beweisen können. (Auch) mein Aktenschrank ist voller beweisender Dokumente. Nein, ich muss nicht raten. Epidemiologie und evidence based medicine waren immer „mein Hobby“. Die meisten deutschen Ärzte wissen nicht einmal, was das ist. Sie kennen die Kenngrößen NNT und ARR nicht. Das Fach wird in der USA gelehrt, in Deutschland nicht. Packen Sie ein, Ratwolf, oder beschäftigen Sie sich mit NNT und ARR (Absolute Risiko-Reduktion).

Franz Bettinger

28. Februar 2020 09:32

@Zeitschnur: Ganz lustig, dass wir beim Thema C-Virus irgendwie zusammenfinden. Kürzlich musste ich noch die Wissenschaft ("Wir haben nun mal nichts anderes als die Wissenschaft, auch wenn sie oft korrupt ist…“) gegen Ihre (unberechtigte) Fundamental-Skepsis verteidigen. Jetzt reiten wir dasselbe Pferd. Ich bin kein Alternativ-, sondern Klassischer Mediziner. Ich halte nichts von Homöopathie und dergleichen (außer dass die H oft verträglicher ist als die klassische Medizin; dennoch harmlose Scharlatanerie). 10% der Medizin ist hilfreich. Aber ich lüge mir nicht in die eigene Tasche: 90% ist Schrott, bestenfalls wirkungslos, schlechtesten Falls schädlich. Die Kunst ist, zu wissen, was wirkt. Leider wird Epidemiologie / evidence based medicine von der Pharma-Lobby mehr und mehr unterwandert, wie vorher schon die WHO.

Laurenz

28. Februar 2020 10:22

@Ratwolf @Franz Bettinger ......

Wer will schon wissen, was richtig ist? Solange Sie keinen Beweis führen können, bleiben Sie auf der spekulativen Ebene des Glaskugel-Lesens. Wie soll ein Normal-Sterblicher den Göttern in Weiß glauben, wenn diese einfach den "üblichen" Cholesterin-Wert beim Menschen
absenken, um sinnlose Medikamente verkaufen zu können.
Virus-Tests kosten ca. 300 Tacken, eine enorme Summe. Bei der letzten Epidemie mit 3 Toten, spendierte die Staatsratsvorsitzende ihren Kumpels aus der Pharma-Industrie wieder mal Volks-weite Impfungen auf Kosten des Steuerzahlers.
Nicht labern, nicht zitieren, selbst beweisen bitte.

Laurenz

28. Februar 2020 10:35

@Imagine .... wenn jetzt der Arzt aus dem Imagine-Kommentariat schreibt, ist das ja erfreulich.
Sie schreiben es doch selbst, wie auch der Charite-Arzt bei Maybrit Illner. In den 50ern erkrankte man an der Hongkong-Grippe, gesundete oder man starb. Das ist der natürliche Gang der Dinge. Keiner konnte das "Ding" vorhersehen. Jetzt kann man den Tod in Kauf nehmen und die Wirtschaft am Laufen halten oder man den Tod in Kauf nehmen müssen und die Wirtschaft ruinieren, was weitere Tote zur Folge haben wird.

Franz Bettinger

28. Februar 2020 10:51

Ein Corona-Virus-Test kostet 100-300 Euro. Na da haben wir doch schon eine mögliche Antwort auf die Frage nach dem Nutznießer, des "cui bono“. Am Anfang kosteten HIV-Test 800 Euro. - Aber wie gesagt: All diese Tests taugen nichts. Sie ergeben zu viele falsch positive Ergebnisse. Eine spezifische Therapie gibt es auch für KEINE einzige Virus-Erkrankung. (Nennen wir sie halt mal so, faute de mieux.) Aber man kann halt wieder mal Tamiflu oder noch neuere und noch teurere "Virostatica" auf Vorrat kaufen. Hatten wir schon mal. (Wobei war das noch mal? - Ach, es laufen halt zu viele Säue durchs Dorf. Man verliert den Überblick)

zeitschnur

28. Februar 2020 11:43

@ Ratwolf

Sie haben @ Franz Bettingers Text total falsch zitiert, was ich skandalös finde, denn Sie versteigen sich dazu, über dessen Approbation zu fabulieren wegen Ihrer eigenen Missverständnisse oder fehlender Lesekompetenz. Unglaublich.
Bettinger schrieb NICHT, dass es keine Viren gäbe, sondern dass das angebliche Masernvirus nicht sicher als Virus anzusehen ist. Was er damit eigentlich sagen wollte, war vermutlich (er möge mich korrigieren, wenn das falsch ist), dass es äußerst schwierig ist, spezifische Viren zu isolieren und dann auch noch nachzuweisen bei einem Erkrankten. Man diagnostiziert da gemeinhin nach Erfahrung über einen Symptomkomplex. Irrtümer sind da selbst bei sehr scharfen Kriterien aber immer drin. Von einer solchen Trennschärfe kann man im vorliegenden Coronafall aber nicht sprechen!
Bei der derzeitigen Corona-Hysterie fehlen so gut wie alle "hard facts". Jeder faselt hier irgendwie mit, ohne etwas Genaueres zu wissen. Faktisch wird in China nun Jagd gemacht auf jeden, der hustet oder ein wenig Temperatur hat - das nenne ich wahnsinnig, denn die Symptome treffen ja bald auf jeden allergischen Zustand zu, auf sämtliche leichten und schwereren Erkältungen, auf Raucherhusten und Abwehrreaktionen gegen Abgase und Ofenrauch.
Vielleicht wachen diesbezüglich einige einmal auf aus der medialen Narkose: getestet wird hier gar nichts mehr, wie auch in der Massen, wer soll das leisten, wer wartet, bis präzise Ergebnisse kommen, kann man diese Ergebnisse überhaupt so leicht erreichen, wo wurde eindeutig und zweifelsfrei das Virus isoliert (s. den Schindluder mit dem angeblichen HIV-Virus und den irreführenden Tests!). Es werden nun in großer Zahl Menschen mit weit verbreiteten Symptomen, die auf Krankheiten verschiedenster Art hinweisen können, aber nicht müssen, kaserniert, pathologisiert und gejagt. Plötzlich schafft man es interessanterweise ganz leicht, Grenzen dichtzumachen, aber nur wenn es passt, dann auch nicht, warum dennoch die Linienflüge aus und nach China weiterfliegen kann sich ja jeder selbst fragen, warum man die Fastnachterei europaweit zuließ, wo beste Ansteckungsmöglichkeiten vorhanden sind etc. etc. Dass hier irgendetwas nicht stimmt, riecht man Meilen gegen den Wind. Ich hätte hier gerne harte Fakten, eindeutige Beweise und ein Bewusstsein dafür, dass die chinesische Regierung sicher keine Wahrheitsquelle sein dürfte. Will sagen: die können uns alles erzählen, ein paar gräusliche Bildchen dazu schicken und sofort dreht der deutsche Michel durch, auch der ärztlich gebildete.
Ich danke Bettinger noch mal dafür, dass er angesichts von soviel Nichtwissen nüchtern bleibt.

Pferdefuss

28. Februar 2020 18:00

@ Imagine 5:48

'Mir ist auch kein Fall bekannt, wo sich ein Arzt oder eine Krankenschwester an einer Influenza angesteckt haben und daran gestorben sind.'

Das hat Hand und Fuß!

Ihre Beiträge werden lesens- und empfehlenswerter um so mehr, wenn Sie Kenntnisse und Erfahrungen aus Ihrem Lebens- und Arbeitsbereich (hier der Medizin) genau, nüchtern und praktikabel weitergeben. Im besten Sinne des Wortes: Aufklärung.

Dafür meinen Dank.

Lotta Vorbeck

28. Februar 2020 19:19

@Franz Bettinger - 28. Februar 2020 - 09:32 AM

"@Zeitschnur: Ganz lustig, dass wir beim Thema C-Virus irgendwie zusammenfinden. Kürzlich musste ich noch die Wissenschaft ("Wir haben nun mal nichts anderes als die Wissenschaft, auch wenn sie oft korrupt ist…“) gegen Ihre (unberechtigte) Fundamental-Skepsis verteidigen. Jetzt reiten wir dasselbe Pferd. ..."

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@Zeitschnur & @Franz Bettinger erliegen ab und an der unwiderstehlichen Versuchung, Schaukämpfe auf der Nebenkriegsschauplatzmatte der Sumo-Ringer-Weltmeisterschaften auszutragen.

Beim Reiten gegen den eigentlichen Feind, sitzen beide auf dem selben Pferd und führen die Lanze gemeinsam.

Das sieht man gern! - Bitte mehr davon!

Lotta Vorbeck

28. Februar 2020 19:27

@zeitschnur - 28. Februar 2020 - 11:43 AM

"... Faktisch wird in China nun Jagd gemacht auf jeden, der hustet oder ein wenig Temperatur hat - das nenne ich wahnsinnig ..."

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Vorausgeschickt: Ja, Hongkong ist nicht China, sondern eine zu China gehörende Sonderwirtschaftszone.

Vor Jahren schon, als noch niemand von Schweinegrippe, geschweige denn einem Coronavirus redete, war es bei Ankunft auf dem Flughafen Hongkong so, daß sämtliche ankommenden Passagiere einen Gang zu durchlaufen hatten. In diesem Gang erwartet von weißbekittelten Flughafenangestellten mit Mundschutz, die jedem der Reisenden ein Infrarot-Fieberthermometer auf Stirnhöhe entgegenhielten.

Nemesis

28. Februar 2020 21:35

Coronavirus: Entkopplung der Wirtschaftskreisläufe (US/China)

Franz Bettinger

28. Februar 2020 22:35

@Pfedefuß: @Imagine schreibt, ihm sei aus der klinischen Erfahrung kein Fall bekannt, in dem sich ein Arzt oder eine Krankenschwester an Grippe angesteckt hätte. Das kann ich aus eigener Praxis bestätigen. Jedenfalls ist solches sehr selten. Den Grund haben wir auf der UCL (Löwen) gelernt: „C’est le terrain, pas le germe, qui importe.“ Also: "Nicht auf den Keim (Mikrobe, Virus, Bakterie) kommt es an, sondern auf das Terrain.“ Mit terrain gemeint ist der fruchtbare Boden einer (temporären oder gar chronischen und dann meist final letalen) Immunschwäche (ich könnte hier auch das Wort AIDS verwenden, aber das würde viele verwirren, andere aber zu einem Aha-Erlebnis führen, und außerdem ein zu großes Fass aufmachen, was sicher nicht im Sinn von K+K wäre), welche durch vielerlei bedingt sein kann: Historisch und weltweit ist der häufigste Grund einer Immunschwäche: Hunger. (Für „AIDS“ - im engeren Sinne - verantwortlich waren Designer-Drogen, aber auch das klassische Heroin, nicht HIV.) In unserer nicht Hunger leidenden Welt von heute wird das Immun-System vor allem geschwächt durch: Kälte-Nässe-Wind, Dunkelheit, Angst, Depression und andere verzehrende Erkrankungen (wie Krebs, Tbc,…).

Elvis Pressluft

28. Februar 2020 22:47

In Zeiten wie diesen wäre es vielleicht doch nützlich, einen Experten als zuständigen Bundesminister zu haben – statt eines Homosexuellen, dessen einzige Qualifikation darin besteht, sich innerhalb seiner Parteihierarchie noch oben geboxt (oder ...) zu haben. Eine weitere Meldung des Abends: „Merkel mahnt zu Maß und Mitte“ – im Umgang mit dem Virus! Ja, das Virus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – jetzt müßte es nur noch die Richtige treffen. Aber keine Chance – nochmals Merkel: „Ich gebe heute Abend niemandem die Hand!“ Wie nun! Stellt das Virus etwa doch keine Bereicherung unserer bunten Weltoffenheit dar? Mir fehlt noch Steinmeiers Appell an Zusammenhalt und Besonnenheit; dann paßt alles. – Parallel dazu zeichnet sich ab, daß Erdogan neue „Flüchtlings“ströme in Richtung Europa durchwinkt … es gibt keine Worte mehr für all das, jedenfalls keine, die nicht strafrechtlich relevant wären. Vielleicht morgen wieder. Gute Nacht.

limes

28. Februar 2020 23:03

In Deutschland wird über die Schließung von Schulen und Kitas, das Absagen von Großveranstaltungen und über die Etikette beim Niesen heiß diskutiert, während Freund Erdogan damit droht, die Flüchtlingsschleusen zu öffnen, wenn die NATO nicht nach seiner Pfeife tanzt, und Deutschlands Verteidigungsministerin damit beschäftigt ist, ihre Nachfolge als CDU-Generalin im Sinne der Kanzleramtsvorsitzenden zu regeln. Die Zuständigkeit für das Wuhanvirus, möglicherweise eine Biowaffe, liegt beim Bundesminister für Gesundheit.

EinProzent weist aktuell auf die Brisanz der Situation hin: »Der Virus lässt sich aber nicht wegrelativieren und nun ist er da! Wieder einmal stehen wir vor einer erheblichen Bedrohung für unser Land, der es dank linken Relativierern in Funk und Fernsehen sowie entscheidungsschwachen Politikern nur zu leicht gemacht wurde, in Deutschland Einzug zu halten.«

https://www.einprozent.de/blog/recherche/der-coronavirus-und-die-migration/2603

Andreas Walter

29. Februar 2020 07:26

Wahrscheinlich ist die Wahrheit folgende:

Bei bester medizinischer Versorgung liegt die Letalität bei 0,5%.

Ohne medizinische Versorgung bei 15%.

Entscheidend ist daher, dass die Fallzahlen nicht das Gesundheitssystem überfordern plus die Güte des Gesundheitssystems.

Erkranken also schneller und mehr Leute als selbst mit bester Medizin wieder gesund gepflegt werden können, steigt die Zahl der Verstorbenen auch.

Die Geschwindigkeit und Reichweite der Verbreitung, die menschliche Bewegung muss daher reduziert werden, doch das steht der wirtschaftlichen (wie auch freizeitlichen) Aktivität einer Gesellschaft diametral entgegen.

Geld oder Leben.

Die Industriegesellschaften wird es darum vor allem am Geldbeutel treffen, die Sanktionierten beziehungsweise Armen werden mit Menschenleben bezahlen. Zu sozialen Unruhen und Umbrüchen, auch Migration, kann es daher in allen Fällen kommen.

Die “drastischen“ Massnahmen der Chinesen waren daher richtig und sogar humanitär.

Andreas Walter

29. Februar 2020 07:46

Kleines P.S.:

Immer natürlich unter Berücksichtigung der Altersstruktur. Bei den Alten und Vorgeschwächten führt es ohne medizinische Versorgung zu hohen Letalitätszahlen. Was in den armen Ländern mit ihren vielen jungen Menschen die Gesamtzahl wiederum nach unten (womöglich) beeinflusst (wobei auch die Güte der Ernährung eine Rolle spielt, für den Gesundheitszustand eines Menschen).

Das alles muss man bedenken, wenn man Länder zu vergleichen versucht, was die Fallzahlen betrifft, aber auch die unterschiedlichen Strategien der Bewältigung.

Franz Bettinger

29. Februar 2020 08:33

Gerade wird auf epochtimes gemeldet: Trotz der Zunahme der Coronavirus-Fälle in Deutschland sieht das Robert-Koch-Institut (RKI) kein erhöhtes Risiko. „Das Risiko ist als gering bis mäßig einzuschätzen“, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Freitag vor Journalisten in Berlin. - Wie lange wird er mutige Herr Schaade noch Vizepräsident bleiben können? Er wird schon attackiert. Das RKI ist eines der wenigen Institute, scheint mir, die noch nicht von den gaunern unterwandert worden sind. Wie lange noch? Das RKI hatte sich einst auch im Sinne der These von Stefan Lanka ("das Masern-Virus gibt es nicht") ausgesprochen. Ein erstaunlicher Vorgang!

Franz Bettinger

29. Februar 2020 09:07

Nicht dass es wichtig wäre, aber es wird immer doller. In 'Asterix in Italien' taucht schon 2017 der Coronavirus als Unruhestifter auf. Siehe:
https://www.epochtimes.de/feuilleton/buecher/asterix-in-italien-2017-fuhr-der-beruechtigte-wagenlenker-coronavirus-mit-a3169686.html

Franz Bettinger

29. Februar 2020 09:52

Die häufigste Krankheit ist die Diagnose. Die häufigste Diagnose ist die Fehldiagnose. Die häufigste Fehldiagnose ist der hohe Blutdruck. Die zweit-häufigste Fehldiagnose passiert durch positives Testen. Die häufigsten falsch-positiven Teste sind die Teste auf Viren. Nein, Freunde, das ist kein Witz.

Ratwolf

29. Februar 2020 11:56

Die Impfgegner, Alternativ-Mediziner und Viren-Leugner sind schon ziemlich verrück. Das alles erinnert mich sehr an die Grünen.

Vor 3000 Jahren haben die Chinesen angefangen, sich gegen Pocken zu impfen. Die Impfungen wurde bis heute immer weiter verbessert und seit einigen Jahrzehnten sind diese echten Pocken ausgerottet. Das ist eine Wohltat für die Menschheit. Bei Masern und anderen von Viren ausgelösten Krankheitsbildern wäre das auch wünschenswert.

Wenn man die Ursachen für HIV und Hepatitis leugnet, laufen zum Beispiel die potentiellen Träger und Empfänger der Krankheitserreger wieder leichtfertig los und stecken sich an.

Wenn man schon nicht Mitgefühl für Menschen mit schweren Lebererkrankung empfindet, dann sollte man zumindest die Kosten bedenken, welche eine Behandlung dem Sozialsystem aufbürdet.

Das derzeitige Modell der Viren (und Prionen) erklärt nicht alle Beobachtungen. Aber es bildet die Wirklichkeit schon sehr gut ab. Es ist ein Modell und man kann damit arbeiten. Man kann Infektionen von einen Menschen zum Anderen nachvollziehen, man kann die Dinger sogar unter dem modernen Mikroskop sogar sehen. Die Lächeln einen da entgegen. Wenn man eine gute Ideen hat, kann man das bisherige Modell erweitern. Eine Leugnung ist zum derzeitigen Stand völlig absurd.

Ich kannte eine Impfgegnerin von den Grünen, die hat ihre Kinder nicht Impfen lassen.

Bei eines der Kinder traten schwere Komplikationen auf. Der Junge hatte große Nachteile in seinem späteren Fortkommen. Alles was der Mutter dazu noch einfiel ist Achselzucken. Keine Sinn für Verantwortung und Eigenbeteiligung.

Badeschluß für mich und Lohntüte Bitte.

Imagine

29. Februar 2020 14:55

Für den medizinisch Interessierten ist das Interview mit Prof. Kekulé bei Markus Lanz höchst interessant (https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/alexander-kekule-bei-markus-lanz-100.html).

Eine lebensbedrohliche Komplikation bei der Coronavirus-Erkrankung ist das akute Lungenversagen. Prof. Kekulé erklärt den Patho-Mechanismus. Es liegt nach seinen Ausführungen eine überschießende Immunreaktion zugrunde, die auch bei gesunden jungen Menschen auftreten kann.

Eine Überlebenschance besteht nur, wenn man diese Menschen mit akutem Lungenversagen 2 – 4 Tage mittels einer Maschine beatmet, die aus dem Blutkreislauf Kohlendioxid entfernt und Sauerstoff zuführt. Und dies alles unter den Hochsicherheitsbedingungen eines infektiösen Patienten.

In Deutschland stehen – laut Kekulé - gegenwärtig dafür nur 60 geeignete Intensivmedizinplätze zur Verfügung.

In England gibt es dafür beim NHS sogar nur 15 Plätze:
“Coronavirus: England only has 15 beds for worst respiratory cases
NHS says system will struggle if more than 28 patients need artificial lung treatment“
https://www.theguardian.com/society/2020/feb/27/coronavirus-england-only-has-15-beds-for-worst-respiratory-cases

Bekanntlich ist das NHS chronisch unterfinanziert. Und diese Situation wurde von den rechten Regierungen bewusst ständig verschlechtert. Denn neben dem NHS gibt es noch ein privatmedizinisches Parallelsystem für jene, die zahlen können.

So ist zum Beispiel auch die Zahl der Dialyseplätze im NHS gemessen am Bedarf viel zu gering. Wer eine Dialyse benötigt, aber im NHS keinen Dialyse-Platz bekommt, für den besteht nur die Alternative, privat zu zahlen oder zu sterben.

Das ist eine radikale Marktwirtschaft, wie diese von wirtschaftsliberalen Rechten präferiert wird.

„Survival fort he fittest“ bedeutet in der deregulierten Marktwirtschaft: „Überleben für die Zahlungsfähigsten“. Das ist Malthusianismus im Gesundheitswesen.

An dieser Situation sind aber nicht die Linken schuld, wie in der rechten Propaganda behauptet wird, sondern dies ist das normale Funktionieren eines radikal marktwirtschaftlichen Kapitalismus.

limes

29. Februar 2020 15:32

Die Kontinente überspringende Seuche ist die direkte Konsequenz – sozusagen die Strafe - für das totalitäre Projekt der Globalisierung. Sie kann auch das Geld-Macht-Establishment treffen, jedoch ist es diesem leichter, sich zu schützen. Das fängt schon damit an, dass Schutzmasken und Desinfektionsmittel möglicherweise bereits jetzt nur noch auf dem Schwarzmarkt oder mit Beziehungen und Einfluss zu haben sind. In unserem örtlichen Supermarkt war gestern das Desinfektionsmittelregal leergefegt, die Lokalzeitung meldet sogar schon vereinzelte Hamsterkäufe von Konserven, Nudeln und Salz.

»Geld oder Leben«, so die zutreffend zugespitzte Formulierung von @ Andreas Walter ist auch in dieser Krise eine Frage von oben und unten.

Die Globalisierung ist ein Projekt des »heimatlosen« internationalen Establishments in Zusammenarbeit mit von diesem finanzierten Linksideologen. »Die da unten«, die »kleinen Leute« wurden dafür geködert mit Konsum »to go«, mit billigen Vergnügungen und mit billigem Tand, ironischerweise auch aus China. Werden sie in Lagerkoller verfallen, wenn der Spaßgesellschaft der Atem stockt? Andere ließen sich mit den Weihen fortgeschrittener menschlicher Hingabe für das Projekt der Globalisierung gewinnen. Werden sich genug TeddybärenwerferInnen einfinden, um die nächsten Divisionen Schutzsuchender herzlich zu empfangen, die Erdogan gerade jetzt auf EU-Europa loslässt? Martin Sellner zitierte einige Zeit vor dem Wuhanvirus als Einstieg in eines seiner Videos einen chinesischen Fluch, der da lautet: »Mögest Du in interessanten Zeiten leben« …

@ Andreas Walter: Ihrer Aussage, »die “drastischen“ Massnahmen der Chinesen waren daher richtig und sogar humanitär« widerspreche ich (teilweise) mit Blick auf Veröffentlichungen der mit Regimekritikern in China verbundenen Epoch Times. Es mag zweckmäßig sein, noch atmende Todgeweihte zur »Entsorgung« in Leichensäcke zu packen, aber dabei kann von Humanität keine Rede mehr sein. Der entsprechende Bericht »Coronavirus: Lebende „Tote“ im Leichensack – Chinas „Tschernobyl“ stellt Legitimität der KPCh infrage« wurde allerdings hinter die Bezahlschranke verschoben.

https://www.epochtimes.de/china/coronavirus-lebende-tote-im-leichensack-chinas-tschernobyl-stellt-legitimitaet-der-kpch-infrage-a3166575.html

Marc_Aurel

29. Februar 2020 16:27

Momentan, selbst tief in Sachsen, zu beobachten: Hamsterkäufe wegen Corona, Anfragen von verschiedenen Seiten in den sozialen Netzwerken, ob wir uns auch schon Vorräte für 14 Tage (andere einen Monat) zugelegt hätten. Kann das mit den Hamsterkäufen noch nicht richtig glauben, da der Wochenendeinkauf noch aussteht, werde ich aber gleich Gelegenheit haben, das Ganze unmittelbar in Augenschein zu nehmen ;)

Lotta Vorbeck

29. Februar 2020 17:14

@Marc_Aurel - 29. Februar 2020 - 04:27 PM

"Momentan, selbst tief in Sachsen, zu beobachten: Hamsterkäufe wegen Corona, Anfragen von verschiedenen Seiten in den sozialen Netzwerken, ob wir uns auch schon Vorräte für 14 Tage (andere einen Monat) zugelegt hätten. ..."

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Wer sich schon ein bißchen damit beschäftigt hat, wie es um die Stabilität/Versorgungssicherheit des Elektroenrgiesektors der BRD bestellt ist, gelangt auch ganz ohne Corona-Virus auf kurzem Wege zu der Erkenntnis, daß es ratsam ist, mindestens einen Monat lang aus seinen Vorräten existieren zu können.

Bei der Vorratshaltung nicht vergessen: Tierfutter, Klopapier, spezielle Hygieneartikel für Females, Sand und ein paar Maurereimer aus dem örtlichen Baumarkt. Denn beim Ausfall der Stromversorgung liefert der Spülkasten noch genau eine Klospülung.

Je nach örtlichen Gegebenheiten und dem Potential der eigenen Haushaltskasse ebenfalls empfehlenswert ist das Vorhalten einer alternativen, elektroenergieunabhängigen Heizquelle, sowie einer alternativen, ebenfalls elektroenergieunabhängigen Notkochgelegenheit.

Wer sich keinen in PET-Flaschen abgefüllten Wasservorrat (zum Trinken und provisorische Körperhygiene) anlegen möchte, sollte über eine transportable, handbedienbare Mikrofilterpumpe verfügen, um sich notfalls aus dem nächstgelegenen Wasserlauf versorgen zu können.

Marc_Aurel

29. Februar 2020 19:28

Nachtrag: Publikumsverkehr im Supermarkt etwas mehr als sonst um diese Zeit, aber nicht signifikant mehr. Alles lief ruhig und gesittet ab, keine Panikstimmung oder etwas in der Art. Tatsächlich hat es offensichtlich bei bestimmten Produkten Hamsterkäufe gegeben, wie etwa bei Reis, Nudeln, diversen Konserven usw. , dort fast leere Regale, ansonsten alles normal.

Götz Kubitschek

29. Februar 2020 20:05

ende der badezeit. aber: wir machen bald wieder auf.

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