Notizen zu Dietmar Hopp

Dietmar Hopp und der deutsche Fußball, das ist eine Beziehung mit tiefen Schlaglöchern.

Wenn es nach den Offi­zi­el­len gin­ge – dem DFB, der DFL, den Ver­eins­bos­sen – dann wäre es eine unge­trüb­te (Geschäfts-)beziehung. Doch das gemei­ne Fuß­ball­volk auf den Rän­gen reibt sich am Mäzen aus dem Kraichgau.

Für die Unbe­fleck­ten: Diet­mar Hopp ist Mäzen des Fuß­ball­ver­eins TSG 1899 Hof­fen­heim, der nun seit meh­re­ren Jah­ren in der 1. Bun­des­li­ga reüs­siert. Hopp ist Mit­grün­der der Soft­ware-Fir­ma »SAP« und mil­li­ar­den­schwer. Er gehört zu den reichs­ten Deut­schen. Bevor er 1989 sei­nen Hei­mat­ver­ein über­nahm (Hopp ist gebür­ti­ger Hof­fen­hei­mer) spiel­te die­ser noch in der Kreis­li­ga A. Hof­fen­heim liegt im Kraich­gau und hat 3266 Einwohner.

Die letz­ten Fäl­le, bei dem bei­de Wel­ten wie­der ein­mal auf­ein­an­der­prall­ten, ereig­ne­ten sich am zurück­lie­gen­den Sams­tag, als diver­se Fan­blö­cke (Dort­mund, Köln, Uni­on, Dyna­mo Dres­den, SV Mep­pen, FC Bay­ern) an Hopp adres­sier­te Schmäh­pla­ka­te prä­sen­tier­ten. Die meis­te Auf­merk­sam­keit erhiel­ten jedoch die Ban­ner der Bay­ern-Anhän­ger beim Heim­spiel der TSG Hof­fen­heim gegen den FC Bay­ern München. 

Zual­ler­erst hat­ten die links­ge­rich­te­ten Ultras des FC Bay­ern, die »Schi­cke­ria Mün­chen«, wäh­rend des Spiels ein Spruch­band ent­rollt, auf dem zu lesen war: »Alles beim Alten: Der DFB bricht sein Wort, Hopp bleibt ein Huren­sohn!«  Dar­auf­hin kam es zur ers­ten Unter­bre­chung des Spiels. Zehn Minu­ten nach­dem der Ball wie­der über den Rasen gelau­fen war, leg­te die Grup­pe »Red Fana­tics« nach und ver­kürz­te die vori­ge Nach­richt der »Schi­cke­ria« auf ein prä­gnan­tes »Du Hurensohn!«.

Der Schieds­rich­ter brach die Par­tie erneut ab. Als ob das nicht an sich schon lächer­lich genug gewe­sen wäre, folg­ten nun pein­lichs­te Soli­da­ri­täts­sze­nen für einen dünn­häu­ti­gen Mil­li­ar­där, der mit aller Macht als gut­her­zi­ger Phil­an­throp wahr­ge­nom­men wer­den möch­te. Wäh­rend die Spie­ler in die Sta­di­on­ka­ta­kom­ben trot­te­ten, lie­fen der Bay­ern-Sport­di­rek­tor Hasan Sali­ha­mi­džić, der Vor­stands­vor­sit­zen­de Karl-Heinz Rum­me­nig­ge und der Vor­stands­vor­sit­zen­de in spe Oli­ver Kahn zur Bay­ern-Kur­ve und ver­such­ten mit dem Ver­weis auf das aus Bay­ern­sicht posi­ti­ve Ergeb­nis von 6:0, die Lage zu beruhigen.

Kei­ner der Bay­ern­of­fi­zi­el­len hat­te wirk­lich ver­stan­den, daß es dem Anhang beim Zei­gen die­ser Spruch­bän­der nicht in irgend­ei­ner Wei­se um das Ergeb­nis ging, son­dern ins­be­son­de­re auf die DFB-Pra­xis der Kol­lek­tiv­stra­fen abziel­te, die zuletzt auf­grund von Schmä­hun­gen gegen Hopp sei­tens Borus­sia Dort­mund-Fans wie­der ein­ge­setzt wor­den waren.

Der­weil ver­ließ der gekränk­te Mil­li­ar­där sei­ne Loge und gesell­te sich zu den Spie­lern in den Kata­kom­ben. Das Spiel wur­de nun zum zwei­ten Mal wie­der ange­pfif­fen. Es folg­ten 13 Minu­ten, in denen sich bei­de Mann­schaf­ten den Ball ledig­lich locker hin und her scho­ben – Pro­test gegen das Vorgefallene.

Nach Abpfiff ste­hen Rum­me­nig­ge und die Bay­ern­spie­ler zusam­men mit Diet­mar Hopp im Regen auf dem Platz; man beklatscht sich gegen­sei­tig. Auf die Gescheh­nis­se in Sins­heim fol­gen völ­lig über­zo­ge­ne Reak­tio­nen: man kann von der »schwar­zen Stun­de« der Bun­des­li­ga lesen. Rum­me­nig­ge spricht vom »häß­li­chen Gesicht« des Fuß­balls und nennt Hopp einen »fei­nen Ehren­mann«. Der DFB-Prä­si­dent Fritz Kel­ler ver­laut­bar­te: »Jetzt muß durch­ge­grif­fen werden!«

Selbst der Bun­des­spre­cher der AfD, Jörg Meu­then, sah sich dazu ver­an­laßt, Diet­mar Hopp zu einem »moder­nen Hel­den« zu erklären:

Um das ein­mal ganz deut­lich zu sagen: Diet­mar Hopp ist ein groß­ar­ti­ger Mensch! Er ist in dem, was er sei­nem Land und sei­ner Hei­mat­re­gi­on mit sei­ner enor­men beruf­li­chen Lebens­leis­tung wie mit sei­nem aus den Erträ­gen die­ser Pio­nier­leis­tun­gen gespeis­ten sport­li­chen Mäze­na­ten­tum für den Spit­zen- wie ins­be­son­de­re auch den Brei­ten­sport gege­ben hat und immer noch gibt, ein moder­ner Held unse­rer Zeit!

Nein! Abso­lu­ter Wider­spruch: Diet­mar Hopp ist vie­les, aber sicher­lich kein »moder­ner Held«. Der eigen­sin­ni­ge SAP-Mit­grün­der hat sei­ner Hei­mat­re­gi­on see­len­lo­se Kunst­pro­duk­te geschenkt, die ste­ril kon­su­miert wer­den sol­len. Er hat mit meh­re­ren Fuß­ball­mann­schaf­ten auf ver­schie­de­nen regio­na­len Ebe­nen den Sport in der Regi­on mit sei­nem kom­mer­zi­el­len Ver­ständ­nis durchdrungen.

Denn abge­se­hen von sei­nem zen­tra­len Pro­jekt »Hof­fen­heim« genie­ßen der in der Ver­bands­li­ga Baden behei­ma­te­te FC Zuzen­hau­sen und der in der Regio­nal­li­ga Süd­west spie­len­de Ver­ein »Asto­ria Wall­dorf« (in Wall­dorf befin­det sich der SAP-Fir­men­sitz) sei­ne Zuwendungen.

Über sei­nen Sohn wur­de der tra­di­ti­ons­rei­che Eis­ho­ckey­ver­ein Mann­hei­mer ERC zu den Adler Mann­heim trans­for­miert und der Kraich­gau­er Hand­ball­ver­ein SG Kronau/Östringen zu den Rhein-Neckar-Löwen geformt, die man mit die­sem Eti­ket­ten­schwin­del zu einer kur­pfäl­zi­schen Mann­schaft dekla­rier­te. Man bau­te bei­den mit der SAP-Are­na in Mann­heim eine gemein­sa­me Spiel­stät­te, die schon qua der Namens­ge­bung signa­li­siert, wer hier den Ton angibt.

Dabei ver­sprüht spe­zi­ell die TSG Hof­fen­heim den Charme des Pro­jekts eines Man­nes, dem eine Märk­lin-Eisen­bahn als Hob­by zu klein ist und der mit den ganz gro­ßen Bau­klöt­zen spie­len möch­te. In die­sem Kon­text läßt es tief bli­cken, daß die TSG bis ins Jahr 2007 ihre Spie­le im Diet­mar-Hopp-Sta­di­on bestritt und das Ver­eins­haus des FC Zuzen­hau­sen am Diet­mar-Hopp-Weg steht.

Die Namens­ge­bun­gen trans­por­tie­ren die impli­zi­te For­de­rung, die sich auch in sei­nen Reak­tio­nen auf die an ihn adres­sier­ten Belei­di­gun­gen sei­tens aus­wär­ti­ger Fan­grup­pen wider­spie­gelt: Seid gefäl­ligst dank­bar, denn ich voll­brin­ge Gutes! Doch bevor ich mich an die­ser Stel­le in den Details, war­um Hopps Enga­ge­ment kei­nes­falls als Segen für sei­ne Hei­mat­re­gi­on zu bewer­ten ist, ver­lie­re, zurück zum Wochen­en­de und einer Ein­ord­nung der Vorfälle:

+ Zual­ler­erst: Fuß­ball ist nichts für Zart­be­sai­te­te. Die Stim­mung auf den Rän­gen ist rauh. Jedes Wochen­en­de wird dem Geg­ner unter­stellt, Inzest und Sodo­mie zu prak­ti­zie­ren oder eben der Sohn einer Frau zu sein, die sich pro­sti­tu­iert. Die Spra­che ist dras­tisch. Das Über­schrei­ten von Gren­zen gehört zum fes­ten Pro­gramm. Dar­an mag man sich sto­ßen, die Belei­di­gung Hopps ist in die­sem Zusam­men­hang jedoch nichts Außer­ge­wöhn­li­ches, bei­na­he schon banal. Reagier­ten Schieds­rich­ter ähn­lich sen­si­bel, wenn wie­der ein­mal das Töten der geg­ne­ri­schen Fans glo­ri­fi­ziert wird – kein ein­zi­ges Spiel könn­te mehr stattfinden.

+ Es gibt mit dem öster­rei­chi­schen Red Bull-Grün­der und Mil­li­ar­där Diet­rich Mate­schitz einen zwei­ten Fuß­ball-Mäzen, der mit dem eben­so­we­nig lie­bens­wür­di­gen Kunst­pro­dukt RB Leip­zig in der Bun­des­li­ga sein Unwe­sen treibt. Jedoch reagiert Mate­schitz auf ent­spre­chen­de Anfein­dun­gen mit sou­ve­rä­ner Igno­ranz, wes­we­gen er auch die schlech­te­re Ziel­schei­be abgibt.

Denn nichts macht so sehr Spaß und läßt die wech­sel­sei­tig ange­heiz­te Erre­gungs­spi­ra­le in die Höhe schie­ßen, wie wenn der Adres­sat der Belei­di­gung damit aus der Reser­ve gelockt wird und unver­kenn­bar signa­li­siert, daß ihm die Schmä­hun­gen nahegehen.

+ Es ist eine ver­lo­ge­ne Auf­re­gung. Als die links­ex­tre­men Ultrà Sankt Pau­li 2017 beim Spiel gegen Dyna­mo Dres­den am 12. Febru­ar, also einen Tag vor dem Jah­res­tag der ver­hee­ren­den alli­ier­ten Bom­ben­an­grif­fe auf Dres­den, das Spruch­band mit der Auf­schrift »Eure Groß­el­tern haben schon für Dres­den gebrannt – gegen den doit­schen Opfer­my­thos« zum bes­ten gaben, hielt sich die Betrof­fen­heit des DFB und der Medi­en erheb­lich in Gren­zen, geschwei­ge denn, daß der Schieds­rich­ter das Spiel des­we­gen unter­bro­chen hätte.

Dar­über hin­aus spricht die dafür vom DFB ver­häng­te Stra­fe Bän­de: Gera­de ein­mal 5000 Euro muß­te Sankt Pau­li dafür berap­pen. Nor­ma­ler­wei­se steht beim DFB auf den Tat­be­stand der »Dis­kri­mi­nie­rung« eine Min­dest­stra­fe von 18.000 Euro. Eben­je­ne Sum­me muß­te Ein­tracht Frank­furt 2011 noch zah­len, da beim Spiel in Dres­den die Ultras Frank­furt das Pla­kat »Bom­ben auf Dyna­mo« ent­rollt hat­ten. Gegen­über dem Anti­fa-Kom­merz-Club vom Mil­l­ern­tor zeig­te man sich jedoch gnädig.

+ Der Schlag­ab­tausch mit Hopp ist nur ein vor­ge­la­ger­tes Gefecht. Die eigent­li­che Kon­flikt­li­nie ver­läuft zwi­schen den orga­ni­sier­ten Fan­grup­pen und dem DFB. Auch die Pla­ka­te am Wochen­en­de rich­te­ten sich zuvor­derst gegen die Eta­blie­rung von Kol­lek­tiv­stra­fen, also Stra­fen, die die Schlie­ßung eines gan­zen Blocks bis hin zu Geis­ter­spie­len in lee­ren Sta­di­en beinhalten.

Im Früh­jahr 2017 war die­ses Instru­ment vom DFB gegen die Fans von Borus­sia Dort­mund gezückt wor­den, da die­se belei­di­gen­de, an RB Leip­zig adres­sier­te Pla­ka­te gezeigt hat­ten. Beim Dort­mun­der Heim­spiel gegen den VFL Wolfs­burg muß­te die berühm­te Süd­tri­bü­ne geschlos­sen blei­ben. Dar­auf­hin ent­brann­te ein hef­ti­ger Streit zwi­schen Fans und DFB, der schließ­lich in Gestalt des dama­li­gen DFB-Prä­si­den­ten Rein­hard Grin­del einlenkte.

Die­ser emp­fahl dem Kon­troll­aus­schuß des DFB, daß »bis auf Wei­te­res dar­auf zu ver­zich­ten« sei, »Stra­fen zu bean­tra­gen, die unmit­tel­ba­re Wir­kung auf Fans haben, deren Betei­li­gung an Ver­stö­ßen gegen die Sta­di­on­ord­nung nicht nach­ge­wie­sen ist«.

+ Doch, wie zu erwar­ten, währ­te die­ser Frie­de nicht lan­ge. Jüngst hat­te das DFB-Sport­ge­richt eine für zwei Jah­re gel­ten­de Sper­re des Aus­wärts­blocks für Dort­mun­der Fans im Sta­di­on der TSG Hof­fen­heim aus­ge­spro­chen, weil die­se wie­der ein­mal das von ihnen popu­la­ri­sier­te Pla­kat von Diet­mar Hopp im Faden­kreuz gezeigt hat­ten. Der DFB brach also wegen der »Cau­sa Hopp« den ohne­hin schon brü­chi­gen Burgfrieden.

Betrach­tet man, aus wel­chem Anlaß der Fuß­ball­bund zur Kol­lek­tiv­stra­fe greift, drängt sich einem der Ver­dacht auf, daß es den Funk­tio­nä­ren haupt­säch­lich um den Schutz der von ihnen pro­te­gier­ten Mil­li­ar­därs­ver­ei­ne geht. Deren Modell aus ste­ri­lem, fried­li­chem Kon­sum­fuß­ball ohne nen­nens­wer­te Zwi­schen­fäl­le stößt in der Otto-Fleck-Schnei­se 6 in Frank­furt am Main auf aus­ge­spro­che­ne Gegenliebe.

+ Über­haupt der BVB – wür­de man eine Akte zur »Cau­sa Hopp« füh­ren, sie wäre vor allem mit Sei­ten gefüllt, die sich mit den Aus­ein­an­der­set­zun­gen der Dort­mun­der Anhän­ger mit dem Hof­fen­hei­mer Mäzen beschäf­tig­ten. 2008, als die TSG ihre Pre­mie­re in der Bun­des­li­ga fei­ert, zei­gen Dort­mund-Fans beim ers­ten Auf­ein­an­der­tref­fen mit dem Kraich­gau­er Ver­ein das mitt­ler­wei­le zum Stan­dard­re­per­toire der Fan­sze­nen avan­cier­te Faden­kreuz-Pla­kat mit dem Kon­ter­fei von Diet­mar Hopp und dem Unter­ti­tel »Has­ta la Vis­ta, Hopp!«.

2011 kommt es beim Aus­wärts­spiel der Dort­mun­der in Hof­fen­heim zu einem äußerst frag­wür­di­gen und skur­ri­len Vor­fall: Ein schril­ler Pfeif­ton ertönt über die Laut­spre­cher­an­la­gen im Gäs­te­block, der die Schmäh­ge­sän­ge des Dort­mun­der Anhangs über­tö­nen soll. Es wur­de eine Laut­stär­ke von 130 Dezi­bel gemes­sen. Elf Dort­mun­der erstat­ten dar­auf­hin Anzei­ge. Die TSG Hof­fen­heim schiebt die Schuld auf einen über­mo­ti­vier­ten Haus­meis­ter. Hopps Reak­ti­on: »Wer mich 90 Minu­ten lang per­ma­nent belei­digt, soll­te nicht so emp­find­lich reagieren.«

2018 gibt die Poli­zei Hei­del­berg bekannt, daß sie auf­grund von Schmä­hun­gen beim Spiel zwi­schen Hof­fen­heim und Dort­mund im Mai 2018 gegen 30 BVB-Fans wegen Belei­di­gung ermit­telt – rund 60 Anzei­gen hat der Hof­fen­hei­mer Mäzen bis­her gegen Fuß­ball-Fans wegen Belei­di­gung erstattet.

Sep­tem­ber 2018: Zehn Jah­re sind seit dem ers­ten »Has­ta la Vista«-Plakat ver­gan­gen. Der BVB spielt wie­der auf Hof­fen­heim und die Dort­mun­der Fans bege­hen die­ses Jubi­lä­um mit einem gro­ßen Ban­ner im Gäs­te­block. Dar­auf zu sehen: natür­lich Diet­mar Hopp im Faden­kreuz und dazu das Spruch­band »Straf­ver­fah­ren & Haus­ver­bo­te wegen belei­di­gen­den Gesän­gen? Was soll die Schei­ße, du Huren­sohn?«. Der DFB reagiert: Sein Sport­ge­richt ver­hängt Sta­di­on­ver­bo­te auf Bewäh­rung gegen BVB-Fans in Hof­fen­heim und setzt eine Geld­stra­fe von 50.000 Euro fest (das zehn­fa­che der Stra­fe, die St. Pau­li auf­grund der anti­deut­schen Ent­glei­sun­gen sei­ner Ultras zah­len mußte).

Am 20. Dezem­ber 2019 legen die Dort­mun­der die nächs­te Schip­pe drauf. Den Anhän­gern ist die vom DFB ver­häng­te Bewäh­rung herz­lich egal. Sie zei­gen meh­re­re Trans­pa­ren­te: »@Hopp: Wir schei­ßen auf dich«, »Du Huren­sohn!!!« und »Wir wün­schen allen ein fro­hes Fest und dir dein letz­tes!« zie­ren den Gäs­te­block. Als Fol­ge ver­hängt der DFB im Febru­ar die­ses Jah­res eben­je­ne Kol­lek­tiv­stra­fen, die zu den Ban­nern am zurück­lie­gen­den Wochen­en­de führten.

+ Ein wei­te­rer essen­ti­el­ler Grund für die auf­ge­heiz­te Stim­mung ist, daß der DFB für Hopp auf die Ein­hal­tung der 50+1 Regel ver­zich­te­te. Die Regel besagt, daß nur Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten am Spiel­be­trieb der Lizenz­li­gen teil­neh­men kön­nen, an denen der jewei­li­ge Ver­ein die Mehr­heit der Stimm­an­tei­le hält. Damit soll eine Über­nah­me der teil­neh­men­den Gesell­schaf­ten durch Inves­to­ren ver­hin­dert und abge­si­chert wer­den, daß die Ver­ei­ne die Ent­schei­dungs­ho­heit behal­ten. Doch bei Hof­fen­heim hält Diet­mar Hopp 96 Pro­zent der Antei­le an der TSG 1899 Hof­fen­heim Fuß­ball-Spiel­be­triebs GmbH.

Nor­ma­ler­wei­se dürf­te der Ver­ein gar nicht in der 1. Bun­des­li­ga spie­len, nur eine Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung des DFB macht das mög­lich. Für die Fan­sze­nen der Tra­di­ti­ons­ver­ei­ne ist das ein rotes Tuch – Hopps Pro­jekt »Hof­fen­heim« steht reprä­sen­ta­tiv für einen dro­hen­den Tod der deut­schen Fußballkultur.

+ Die dama­li­gen Kon­tro­ver­sen um die Auf­he­bung der 50+1 Regel für die TSG Hof­fen­heim kön­nen der­weil als wei­te­res Bei­spiel für Hopps Selbst­herr­lich­keit her­an­ge­zo­gen wer­den. 2007 äußer­te Chris­ti­an Hei­del, zu die­sem Zeit­punkt noch Mana­ger des FSV Mainz 05, dies­be­züg­lich: »Scha­de, dass so eine Mann­schaft einen der 36 Plät­ze im Pro­fi-Fuss­ball weg nimmt.«

Diet­mar Hopp reagier­te dar­auf gewohnt dünn­häu­tig und ver­stieg sich in ver­que­ren Dis­kri­mi­nie­rungs­vor­wür­fen: »Wir wür­den uns wün­schen, dass man Dis­kri­mi­nie­rung, wie sie Herr Hei­del betreibt, mit Kon­se­quenz ver­folgt. Denn die­se infa­me Dif­fa­mie­rung unse­res Clubs, die wohl bewusst den Hass auf Hof­fen­heim schü­ren soll, ist auch geeig­net, Gewalt gegen uns aus­zu­lö­sen«, schrieb er an den FSV-Prä­si­den­ten Harald Strutz, den DFB-Prä­si­den­ten Theo Zwan­zi­ger, den Geschäfts­füh­rer der Deut­schen Fuß­ball Liga (DFL), Chris­ti­an Sei­fert, und den Natio­nal­mann­schafts-Mana­ger Oli­ver Bierhoff.
Hei­del zeig­te sich dar­auf­hin ver­blüfft: »Ich bin von der Dyna­mik über­rascht. Ich kann nicht eine Zei­le fin­den, mit der ich dis­kri­mi­nie­re oder zur Gewalt auf­ru­fe. Ich habe nur das Modell Hof­fen­heim kri­tisch hin­ter­fragt, das muss in einer frei­en Gesell­schaft mög­lich sein.«

Es ist offen­kun­dig, wie Hopp hier mit der glei­chen Dis­kurs­ver­en­gungs­dy­na­mik spielt, die wir aus dem poli­ti­schen All­tag nur zu gut kennen.

Alles in allem ist die Auf­re­gung um die »Cau­sa Hopp« eine schein­hei­li­ge Far­ce. Der stän­dig vor­ge­brach­te Ver­weis auf das zivil­ge­sell­schaft­li­che Enga­ge­ment Diet­mar Hopps ist gelin­de aus­ge­drückt bil­lig und ein äußerst dün­nes Argu­ment, um ihn zur ehren­haf­ten Per­sön­lich­keit zu erklären.

Es wird kaum einen Mil­li­ar­där geben, der sich nicht wohl­tä­tig enga­giert. Die Aus­nah­me bil­den eher Schwer­rei­che, die kei­ne Stif­tun­gen unter­hal­ten oder Spen­den­ga­las orga­ni­sie­ren. Es gehört zum guten Ton in die­sen Kreisen.

Diet­mar Hopp ist defi­ni­tiv kei­ner von »uns«; die Per­son Diet­mar Hopp ist viel­mehr Aus­druck einer kom­mer­zia­li­sier­ten bzw. kom­mo­di­fi­zier­ten Gesell­schaft, in der das ste­ri­le, asep­ti­sche Pro­dukt die letz­ten Orte, in denen noch Magie bzw. eine See­le steckt, suk­zes­si­ve ver­drängt und aus­trock­net. Diet­mar Hopp steht exem­pla­risch für eine Gesell­schaft, in der der »Kauf­mann« die Macht über­nom­men hat und alles den öko­no­mi­schen Geset­zen der Ver­wer­tung unterliegt.

Für uns kann es also im über­tra­ge­nen Sin­ne nur hei­ßen: »Has­ta la Vis­ta, Hopp!«

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Kommentare (30)

Solution

7. März 2020 11:00

Ein durchaus informativer Artikel. Für mich persönlich ist das dennoch unnützes Wissen. Die Fernsehsportarten - allen voran der Fußball - sind kommerzielle Multikulti-Propagandaveranstaltungen. Seit Jahren schon wird der Fußball auch noch zu einer endlosen Antifa-Veranstaltung ausgebaut. Wie man die rechten Fans aus dem Fußball drängt, hat sich bereits in Italien gezeigt. Hierzu empfehle ich das Buch "Hated & Proud" von Mark Dyal über die rechten Ultras. Wer sich diesen Fußball-Müll freiwillig reinzieht, sollte sich fragen, wie viel an kognitiver Dissonanz zu verkraften ist, ohne ernsthaft Schaden zu nehmen.

Phil

7. März 2020 11:55

Den Spielabbruch fand ich auch lächerlich. Der folgende Nichtangriffspakt hat den Hoffenheimern wohl weitere Gegentore erspart.

Interessante Analyse und Zusammenfassung des Hopp-Problems.
Mein Niveau sind "Hurensohn" und Fadenkreuze zwar nicht. Aber solch Deftigkeit ist im Stadion normal, und die BVB-Fans sind eh die besten... Fußball ist halt 'ne emotionale Angelegenheit.

t.gygax

7. März 2020 12:46

Ein ausgezeichneter Artikel! Endlich mal eine klare Sprache zu Figuren wie Hopp, der sich neuerdings als großer Klimaschützer inszeniert.
Nebenbei: gestern Gespräch mit einem Fan des KSC, einem durch und durch bürgerlichen und biederen Mann von 50 Jahren, Akademiker, der auch schon mehrfach im Ultra -Fanblock im Wildparkstadion weilte..Originalzitat: " es geht nicht um Hopp, der ist nur Projektionsfläche für die Fans. es geht um den DFB und dessen heuchlerisches Gebaren"
Sehr gut, dass sezession einmal ein so "alltägliches" Thema aufgreift.

Laurenz

7. März 2020 13:04

Herr Schick, erstmal wieder ein Danke für den erneuten tiefen Einblick in die aktuelle Brot & Spiele - Welt.
Allerdings, mit Verlaub, Sie haben Unrecht und Meuthen ebenso. Was unterscheidet Hoffenheim von Wolfsburg oder Bayern? Genau, nichts. Anhänger sind irrelevant. Sie generieren nur noch knapp ein fünftel der Einnahmen und sind austauschbar. Solange Geld fließt, kommt die gesamte Antifa ins Stadion.
Profi-Fußball-Vereine sind rein gewerbliche Gladiatoren-Klubs. SAP spielt gegen Volkswagen oder die Telekom. Diese Dax-Konzerne werben tatsächlich doch mit modernen Menschen-Handel.

Und warum hält Meuthen nicht einfach die Klappe?
Als ob Hopp, Höttges oder Diess der AfD auch nur einen einzigen Cent spendieren würden. Diese Dax-Herren müssen am eigenen Leibe spüren, wie es ist, die links-mediale Keule über die Rübe zu bekommen. Erst wenn diese Oberschichts-Repräsentanten ihre gesponsorten Vereins-Fürsten anweisen, Angriffe gegen die AfD zu unterlassen, kann man mal ein häßliches Wort gegen die Fifaschiste Antifa verlauten lassen. Momentan macht aber diese Linke im Stadion unsere Arbeit.

Uodal

7. März 2020 14:58

Guter Kommentar zur Causa Hopp, der die Geschehnis-se und Hintergründe treffsicher auf den Punkt bringt.

Der SAP-Mitgründer hat sich eine balltretende Boygroup erschaffen, die sein globalistisches Weltverständnis in Idealform zum Ausdruck bringt. Sein Privatverein fun-giert dabei als lebendige Huldigung an die kapitalistische Ideologie des optimierten Faktoreinsatzes.

An die Stelle von Sportler-Persönlichkeiten und realer, verorteter Mannschaften, tritt der effiziente Einsatz global eingekaufter Torproduktions-Faktoren. So wurde und wird die Nation jedes Wochenende, gleich einem Pawlow’schen Hund, auf die linke Multikulti-Ideologie abgerichtet.

Wenn jedoch sogar ein Frontmann einer alternativen, rechten Weltsicht, wie Jörg Meuthen, das offensichtliche Zusammenspiel von linker MultikultiIdeologie und seelen-loser, kapitalistischer Sportsimulation nicht durchschaut, kommen bei mir Zweifel auf, ob die AfD aktuell so klar aufgestellt ist, wie viele das einfach erwarten.

Thueringer

7. März 2020 15:02

Es freut mich, daß man auf sezession.de ab und zu etwas kritisches zur "kritischen Fankultur" lesen kann. Gerade komme ich von meiner Joggingrunde um das Stadion des FC Carl Zeiss Jena (noch 3. Liga). Die Fanblöcke sangen vereint "Scheiß DFB", der Stadionsprecher bat mit etwas verzweifelt klingender Stimme ein ums andere mal, sich doch auf fairen Fußball zu beziehen. Erfolglos natürlich.

Da hat der deutsche Fußball eine linksradikale Fanszene hochgepäppelt und wundert sich auf einmal, daß diese sich gegen die Oberen in DFL und DFB wenden kann. Daß es keine gute Idee ist, die gewalt- und alkoholaffine Fankultur der Hooligans durch eine durchideologisierte, gewalt- und alkoholaffine Fankultur der Ultras zu verdrängen, hätte jeder mit klarem Verstand sagen können. Haben die etwa geglaubt, daß man mit "Fanprojekten", denen Vereinshäuser und Vollzeitstellen spendiert werden, Einfluß auf die Fans selbst ausüben kann? Haben die geglaubt, daß sich der Einsatz der Ultras gegen angeblichen Rassismus nur für eine Sache kanalisieren läßt? In Jena hätte man sich spätestens bei den Spruchbändern für den wegen Landfriedensbruch in Rädelsführerschaft, schwerer Sachbeschädigung und versuchter schwerer Körperverletzung von einem Wiener Gericht zu einem Jahr Gefängnis verurteilten Josef Slowik (m. W. kein Stadiongänger) fragen müssen, ob es eine guite Sache ist, die Ultras weiter zu unterstützen. Man hat es getan und erntet nun, was gesät wurde.

Fritigern

7. März 2020 18:25

Ich habe das Spiel live gesehen und war fassungslos. Sogar die Unterhaltungsindustrie in Form von Leistungssport hierzulande hat es geschafft mir eine ordentliche black pill zu verpassen.

Ich wollte nur ganz entspannt den Bayern beim spielen zu sehen und sehen wie Thiago auf der 6 elegant das Spiel dirigiert aber dann bot sich mir ein Schauspiel was die drei Buchstaben BRD wieder einmal verdient hätte.
Die Ultraszenen bei uns im Lande sind natürlich zu 90% auf Linie mit dem Regime und auch generell finde ich deren kleines Hobby eher lächerlich und auch ein wenig degeneriert aber die stören mich ehrlich gesagt nicht besonders auch wenn diese Szenen natürlich eine Brutstelle für Linksextremismus sind.

Nachdem die Bayern Ultras ihre Banner zeigten folgte ein unfassbar lächerliches Schauspiel. Der Hauptakteur in diesem Schauspiel war der Kommentator.
Der geistige Boomer Moderator sprach doch ernsthaft von "Hass, und wir alle wissen wozu Hass führen kann wenn man mal ins Geschichtsbuch schaut".
Dieser Witz Moderator sagte in den folgenden 20 Minuten locker 10x das Wort "Hass". Der Kommentator legte nach "Und solch ein Hass und eine Hetze in diesen Zeiten, in Zeiten von Hanau und Rassismus"
Der Moderator, der mich schon während dem normalen Spielgeschehen sehr aufregte mit Aussagen die bewiesen, dass dieser Herr selbst höchstens mal in einer C4 spielte, legte immer weiter nach mit Aussagen eines geistigen Boomers, er sagte zum Beispiel noch Sätze wie "Mann, Mann , Mann ihr Idioten in den Rängen macht unseren Fussball kaputt, ich hab auch ehrlich gesagt jetzt kein Bock mehr, aber wir lassen uns nicht unterkriegen , diese Chaoten in den Rängen sind wenige und eine Minderheit und wir sind mehr."

Ich saß mit meinem Bruder vor dem Bildschirm und wir mussten einfach immer wieder laut loslachen wenn der Kerl irgendetwas zum Geschehen sagte.
Als die 22 Söldner sich dann anschließend den Ball hin und her schoben um den "Chaoten" auf den Rängen kein Spektakel mehr zu bieten, fing der Moderator an fröhlicher zu werden, man merkte an seinen folgenden Aussagen, dass er nun zufrieden war. Der Hass hatte verloren und das Gute gesiegt. Die Szenerie war urkomisch und typisch für unser Zeitalter, das Kali Yuga.

Sehr lustig war auch die Reaktion vom Bayern Trainer Hansi Flick. Der Kerl rannte auf den Block zu mit einem roten Schädel und wütendem Gesichtsausdruck und rastete komplett aus. Er wusste natürlich, dass die Kameras alles einfangen werden und Hansi sah seine Chance gekommen, jetzt war die Zeit für ihn gekommen um zu beweisen, dass er nicht nur ein guter Trainer ist sondern auch ein guter Mensch.
Immer wieder schüttelte Hansi aggressiv reinschauend den Kopf und rief irgendwelche Sätze in den Block der Bayern Ultras um der berüchtigten Zivilgesellschaft zu signalisieren, dass bei "Hass" der Spaß aufhört.

Dieser "Hass" man kennt ihn.

Nemo Obligatur

7. März 2020 20:30

Lesen Sie auch in der nächsten Woche wieder rein, wenn Jonas Schick an dieser Stelle einen investigativen Artikel zur Begrünung des Verkehrskreisels im Gewerbegebiet Nord in Klein-Winternheim schreibt.

Franz Bettinger

7. März 2020 20:37

Wie beim Tennis und beim Golf sollte in Fußballstadien ein Dress- und Verhaltens-Code eingeführt werden. Ironie off.

Laurenz

7. März 2020 21:53

@Uodal (...) Was unterscheidet die Boygroup mit Hoffenheim als Logo von den "Bayern"-Genannten? Sie spielen halt schlechter, weil Höppchen "Bayern" nicht aufgekauft hat. Aber nur zu, mal Fakten auf den Tisch.

Kositza: Laurenz, ab sofort wird hier nur noch der "Ton" freigestellt, der zwischen Ihnen und den anderen Diskussionsteilnehmern sicherlich im nichtdigitalen Austausch vorherrschen würde.

Simplicius Teutsch

8. März 2020 13:03

@Jonas Schick. - Super Beitrag!

Eigentlich habe ich seit einigen Jahren bereits mit diesem kommerziellen, multikulturellen Umerziehungs-Zirkusspektakel Fußballbundesliga abgeschlossen. Aber heute habe ich mal wieder in Erinnerung an mein früheres Hobby den „Doppelpass“ im TV eingeschaltet, weil ich den kenntnisreichen und tiefgründigen sportpolitischen Beitrag von Jonas Schick hier gelesen habe.

Und prompt sehe und höre ich im „Doppelpass“ auf „Sport1“ die absterbende Art von konservativen CDU-Politikern, Wolfgang Bosbach, zum Thema. Bosbach ist schon in Ordnung. Aber auch dabei der GEZ-Schmarotzer bzw. Schwätzer Reinhold Beckmann im Kampf gegen rechts, der das Thema links-moralisch und karrierestabilisierend auflädt bis auf die Ebene „in Zeiten der Hinrichtung des Regierungspräsidenten Walter Lübcke“. Das (jedenfalls so ähnlich) musste er wohl sagen.

Simplicius Teutsch

8. März 2020 13:30

@Fritigern, - Sie schauen noch! - Ich nicht mehr.

Sehr gut, Ihre Beschreibung des TV-Moderators und der Fußballverantwortlichen. Stark. Ich hab's nicht gesehen, aber ich kann voll mit Ihnen nachempfinden.

Sie sind – nicht nur in diesem Kommentar bei diesem Thema – sehr nah dran an der Beschreibung der oft irren Alltags-Realität. Ich selber gehe vielleicht noch einmal in der Saison mit alten Freunden ins Fußballstadion, doch habe ich irgendwann aufgegeben Fußballspiele (vor allem auch „Die Mannschaft“) im Fernsehen anzuschauen, nachdem allzu häufig, immer wieder, der für mich völlig unerträgliche Rela Bledi als Spiel-Kommentator sein Gutmenschen-Geschwätz über den Bildschirm abgesondert hat.

DanielKnight

8. März 2020 14:50

Nichtsdestotrotz bleiben Leute, die andere als "Hurensohn" bezeichnen, selbst Abschaum und ehrlos. Leute die so ein Wort benutzen um die Mutter eines jemanden zu beleidigen, kommen meist aus der muslimischen oder der linken Ecke. Anonym im Block ein Banner hochzuhalten ist feige und erinnert an die Antifa.

RMH

8. März 2020 15:40

Ich bin ganz bei Meuthen. Hopp hat nicht nur eine Weltfirma mitbegründet, er hat mit dem fantastischen Aktienkurs von SAP seit den 90ern vielen, auch kleinen Anlegern viel Freude bereitet, so auch mir. Meuthen hatte als kleverer Mensch sicher auch schon SAP Aktien in seinem Depot.
Alles reiner Neid der Besitzlosen. Und die Anlage in Aktien ist eine der letzten demokratischen Refugien, jeder, auch Rechte, können und dürfen mitmachen.

Franz Bettinger

8. März 2020 16:24

Für mich ist Fußball gestorben seit dem Spiel Deutschland gegen Österreich bei der FB-Weltmeisterschaft in Spanien. Richtig wäre damals gewesen, wenn der Schiedsrichter das Idioten-Spiel abgepfiffen und beide Mannschaften wegen Unsportlichkeit disqualifiziert hätte. Ich habe seitdem fast nie wieder ein Fußballspiel im TV angesehen. Freuen oder gar identifizieren kann ich mich mit den anywhere, wo sie verdienen können, spielenden Ball-Legionären schon lange nicht mehr. - Und seit September 2015 ist das Fernsehen für mich insgesamt tot (wie auch die ganze Lügenpresse).

Martin Heinrich

8. März 2020 18:01

Lieber Herr Schick,
"11 Freunde müsst ihr sein". Heute sind daraus 11 Millionäre geworden. Gehen Sie einmal auf fussball-geld.de : Spielerjahresdurchschnittsgehalt bei 1899 Hoffenheim = 1,35 Mio. und beim FC Bayern 7,2 Mio.

Das "große Geld" lockte jedoch schon sehr früh:

"Fritz Walter galt als der beste Fußballer Deutschlands und erhielt Angebote von großen europäischen Spitzenvereinen. 1951 bot Atlético Madrid für einen Zweijahresvertrag 500.000 DM Handgeld, dazu Gehalt, Prämien, Auto, mietfreies Wohnen – damals enorme Summen und Privilegien. „Dehäm is dehäm“ sagte er lapidar zu seiner Entscheidung in der Pfalz zu bleiben." (Auszug aus Wikipedia.)

"Dehäm", das macht den Mann sympathisch. Zweifelsohne. Aber hier waren vor 70 Jahren doch längst die Wurzeln für die Auswüchse gelegt, die wir heute sehen.
Bitte sagen Sie mir, wann und wo war der Profifußballsport denn je "unverfälscht"? Hat es ihn je unverfälscht gegeben? Oder ist das vielleicht nur Wunschdenken aus den Zeiten der Fußball-Hinterhof-Bolzplatz-Romantik?

Gracchus

8. März 2020 22:54

Hopp ist sicherlich nicht für die Kommerzialisierung des Fussballs verantwortlich, deshalb wirkt das ein wenig lächerlich. Was an Hopps Engagement negativ ist, erschließt sich mir auch nicht: Hoffenheim dümpelt im Mittelfeld der Liga rum, die "Wettbewerbsverzerrung" hält sich in Grenzen. Mit SAP hat sich Hopp m. E. durchaus große Verdienste erworben, da gebe ich RMH recht.

limes

8. März 2020 23:11

@ Fritigern – Sie schrieben: » Der Moderator, der mich schon während dem normalen Spielgeschehen sehr aufregte …, legte immer weiter nach mit Aussagen eines geistigen Boomers …«.
Was bitte soll ein »geistiger Boomer« sein? Ich – Angehörige der von der heutigen Jugend so genannten »Boomer«-Generation – bitte um Antwort. Sind Sie der Meinung, qua Generation müssten wir »Boomer« eine bestimmte Auffassung vertreten?

Auch wir waren einmal jung und wähnten uns der vorangegangenen Generation überlegen. Meinen Sie, Ihre Generation wird eines Tages als diejenige gefeiert, die das Ende der Geschichte herbeigeführt hat? Ihre Altersgenossen von der AntFa würden dies wohl ebenfalls gerne für sich beanspruchen …

So gesehen könnte man wohl gewisse Aussagen kommentieren mit: »… Bemerkung eines geistigen AntiFa-Agers«.

Lasst doch diese dämliche Jugend-Arroganz aus dem Spiel!

Fritigern

9. März 2020 07:17

@limes

Sie haben leider teilweise recht, einige unerzogene Leute in meinem Alter benutzen diesen Begriff tatsächlich abwertend und in arroganter Manier für die gesamte Boomer Generation.
Ganze Generationen verallgemeinernd zu verunglimpfen lag mir fern und falls Sie das so wahrgenommen haben, tut es mir leid.
Der Begriff kam mir ehrlich gesagt direkt in den Sinn um den Moderator zu beschreiben, einfach weil er sich überschlug mit absurden Aussagen zum Geschehen auf dem Rasen und als er dann plötzlich aufgrund einer Beleidigung auf einem Transparent anfing von „Hass in Hanau“ und „Wir alle wissen wozu Hass führen kann wenn man mal ins Geschichtsbuch schaut“ zu sprechen hatte er sich endgültig als geistiger Boomer entlarvt. In seinem Kopf lief anscheinend ein merkwürdiger Denkprozess ab als er das „Hurensohn“ Banner der Bayern Ultras sah und er musste direkt an NS Kriegsverbrechen denken , der arme Kerl.

Geistige Boomer finden sich aber meiner Meinung nach in allen Altersklassen, der rechte Youtuber „never forget nicki“ ist ein gutes Beispiel für ein sehr junges Exemplar. Die Arbeit die er auf YouTube leistet ist natürlich trotzdem zu begrüßen.

Meine Lieblingsautoren gehören vom Alter her auch der sog. Baby Boomer Generation an, sind aber meilenweit davon entfernt geistige Boomer zu sein.
Generell würde ich behaupten, dass es in der Boomer Altersklasse einen höheren Prozentsatz an „guten“ Leuten gibt als in meiner eigenen.

Mit stets zunehmender Degeneration geht leider auch einher, dass einige jüngere Leute respektlos über ältere Landsleute sprechen oder gar ganze Generationen beleidigen deswegen verstehe ich Ihre Kritik an dem Begriff.

Laurenz

9. März 2020 08:07

@Franz Bettinger .... wenn das TV langweilt, und die Phrasen die üblich wiederholten sind, schalte ich auch weg. Meist lasse ich politische Sendungen, wie "Phoenix der Tag" im Hintergrund laufen, (da ich Sendungen nur noch auf dem Rechner laufen lasse, mein letztes TV-Gerät wurde vermutlich in Ghana zerlegt.) Aber die eigene Aufklärung mit Nutzung/Konsum der Propaganda des politischen Gegners ist, zumindest in meinen Augen, Überlebens-wichtig.

@Frau Kositza .... Es ist Ihr Medium, das können Sie halten, wie die Schuster oder die Kesselflicker.

Herrn Hopp zu verteidigen, liegt mir fern. Nur wer Ihn direkt angreifen kann, kann auch einstecken. Und Hopp ist zumindest der letzte Gründer eines deutschen DAX- und Weltkonzerns. Wer will Ihm Sein Hobby neiden? Und es war der Verein Bayern München, welcher als erster die Bundesliga professionell kommerzialisierte und das "Merchandising" wertloser "Fan-Artikel" aus der Musikbranche (Erfinder Gene Simmons/Chaim Witz von KISS) adaptierte und "kultivierte". Der 1. FCBM ist, zumindest in Deutschland, der Inbegriff einer sportlichen Kommerzialisierung. Schon die Begrifflichkeit "Bayern" im Vereinsnamen ist übergriffig, als ob es sonst in Bayern keine Fußball-Vereine gäbe. Man könnte Herrn Hopp also vorwerfen, daß er Hoffenheim nicht in "Württemberg Hoffenheim" umbenannt hat, und es versäumte weitere 40.000 Vereinsmitglieder zu kaufen oder seine Belegschaft für den Verein Hoffenheim zu zwangs-rekrutisieren. Von daher hat @Uodal weder nachgedacht, noch recherchiert, was schlicht eine Zumutung ist.

Das bürgerliche Denken, daß Ihnen, Frau Kositza innewohnt, führt generell dazu, daß die Konservativen grundsätzlich verlieren. Die (mangelnde) Kultur der Diffamierung, Diskreditierung und Herabwürdigung soll wie bei uns Einzug halten, wenn sie schon unter uns selbst abgewürgt wird?
@Maiordomus hat sich mittlerweile an mich gewöhnt, aber zu Anfang mindestens 20 oder 30 rein persönliche "ad-personam"-Posts ohne jeglichen sachlichen Inhalt gegen mich abgefeuert, die ausnahmslos "ad personam" durchgingen. Und vom "Ton" her, waren die so beleidigend, professioneller geht's nur noch mit sachlichen Argumenten. Sie sehen, ich habe dies Maiordomus nicht übel genommen, ich habe nichts dagegen, wenn wenigstens einer mir diesbezüglich gewachsen ist, dagegen hält, und seine verbale Kampfkraft verbessert.
Denn, halten Sie es tatsächlich für relevant, ob jemand "Sie charakterlicher Schließmuskel" oder stattdessen "Du charakterlicher Schließmuskel" schreibt?

Kositza: Ich kann kaum glauben, daß Maiordomus mal die Schließmuskelmetapher verwendet hätte? Im Ernst? Ich stelle nicht immer die Kommentare frei, das machen auch Kubitschek, Kaiser und gelegentlich die jeweiligen Autoren.
Stellungnahmen mancher Autoren (wie Lotta, Zeitschnur oder RMH) stelle ich bei Zeitmangel auch mal ungelesen frei, weil ich weiß, daß die nie über die Stränge schlagen. Ich hab dabei nichts grundsätzlich gg heftige Worte - wenn ich weiß, daß die Leute auch in Aug`in Aug´ so wären. (Bspw. weiß ich es bei Lichtmesz.)Die vielbemühte Rede davon, daß "Haß & Hetze" den Leuten digital zu leicht (leichter als im echten Leben, das immer noch gilt) über die Lippen kommt, halte ich nicht für unbegründet.

Niekisch

9. März 2020 12:15

"der deutsche Fußball"....der deutsche (?) Fußball...das deutsche (?) Fußball (spiel?) Oh Gott, es gibt so schöne Sport- und Spielarten...

AlbertZ

9. März 2020 13:14

Als die einzige Szene mit Sinngehalt empfand ich die Bilder, als die Bayern-Spieler nach dem Abpfiff auf dem Spielfeld in die Hände klatschten.
Hier klatschen Millionäre für einen Milliardär. Das ist stimmig.

Halenberg

9. März 2020 20:06

Dieser Artikel bestätigt die Anhänger der sog. Hufeisentheorie. Auf der Ordinate hier: Neid.

Laurenz

9. März 2020 23:54

@Frau Kositza ... ich finde es gut, wenn jemand über meine Beiträge schaut, da ich natürlich desöfteren über die Strenge schlage, und, zugegeben, mich auch darauf verlasse, daß jemand sich die Zeit nimmt und mitliest.

Aber generell ist die Sprache eines "Schreiberlings" im Verständnis eine Frage der persönlichen Wahrnehmung. Daher habe ich rein gar nichts dagegen, wenn Ihnen die Sprache von Maiordomus, RMH oder Lotta Vorbeck mehr liegt, als meine. Ich habe, im Grundsatz, überhaupt keinen Grund zur Beschwerde. Der Nachteil von GKs Mosaik-Rechten gereicht auch zum Vorteil, den "unsere" Intelligenz unterscheidet sich ebenso viel mannigfaltiger als es im strammen Deutttschen KadeRR-GehoRRsam der Linken je möglich wäre.
Und Ihre Erinnerung trügt Sie nicht. Der charakterliche Schließmuskel ist meine Kreation. Die Herren, stellvertretend für andere, Maiordomus, RMH oder Lotta Vorbeck bemühen Sich sehr wohl, für jeden verständlich zu schreiben. Dadurch ist es auch mir möglich, im Verständnis eine doch relativ große Schnittmenge zu ziehen. Und daher verstehe ich auch sehr genau, wenn die Herren beleidigen wollen. Explizit Maiordomus fehlt zB die Empathie in Seinem lexikalen Wissensschatz das Relevante vom Irrelevanten zu unterscheiden, macht ja auch nix, wessen Charakter ist schon perfekt? Meine persönliche Wahrnehmung zielt immer darauf ab, Plausibilität in der Argumentation festzustellen, weil ein Mangel an Plausibilität, sofort die Flanken des anderen zum eigenen Angriff öffnet.

AndreasausE

10. März 2020 12:37

Wesentlich finde ich diese Feststellung: "Fußball ist nichts für Zartbesaitete. Die Stimmung auf den Rängen ist rauh."

Sicher halte ich die Schmähungen gegen Hopp für albern. Fußball ist eben Profisport und damit Bestandteil der Unterhaltungsindustrie, da fließt üblicherweise viel Geld. Kein einziger Fußballverein kommt ganz ohne Sponsoren aus, sogar in den untersten Spielklassen haben wenigstens die Dorf-Sparkasse oder ein Schrotthändler oder der dickste Bauer ihre Bandenwerbung.
Viel hängt auch von fähiger Geschäftsführung ab, manche haben die (etwa der FC Bayern München), andere eben nicht und kämpfen dann regelmäßig um ihre Lizenz.
Und eben auch (oder nicht) guten Draht zu Wirtschaft und Politik, wenn dann noch das Zusammenspiel von Mannschaft und Trainer stimmt, gibt es Erfolge, wenn nicht geht's abwärts.

Lächerlich geradezu Vorwürfe, ein Verein "verkaufe seine Seele", wenn die beispielsweise ihren traditionellen (Stadion-)Namen im Sinne eines Sponsors ändern. Ich kenne einige Altfans es HSV, für die deren Spielstätte noch immer Volksparkstadion heißt, völlig egal, was da gerade an Reklamenamen draufpappt.
Weit "seelenloser" finde ich, wenn in einer Mannschaft nur noch "Zugezogene" kicken, und das ist in gesamter Bundesliga so, geht runter bis in Ameteurligen. ("Rasserein" sind, nebenbei bemerkt, praktisch nur Ausländervereine, da muß ich immer lachen über solch tolle Integrationserfolge...)

Mir ist es völlig egal, ob da ein reicher Mensch Millionen in einen Verein pumpt, oder nicht. Nicht egal ist mir aber, wenn Zwangsgebührensender Gelder in die Sache pumpen - Profifußball hat im Ö-R nichts verloren, das ist letztlich nichts als eine Dauerwerbesendung.

Allenfalls Erwägungen zu gesellschaftlichen Begleiterscheinungen haben da m. E. ihre Berechtigung, und damit komme ich zum eigentlichen Punkt:

Diese primitiven Schmähungen sind mir widerlich, aber das ist eben Fußball. Es geht da wohl um etwas anderes, nämlich um weitere Umerziehung. Das Volk soll auch in rohen Refugien durchverweichlicht werden, sich weiter dran gewöhnen, daß eben nicht frei Schnauze gegrölt werden darf.
Deutlicher noch als mit der Causa Hopp wird das anhand des Gejammers wegen angeblich rassistischer Entgleisungen. Daß ein Oliver Kahn auch gern mit Bananen beworfen wurde (weil der Banane quer...), war seinerseits allenfalls einen Lacher wird, Affenlaute gab es auch schon immer, Breitner beispielsweise mit seinen behaarten Beinen. Trifft derlei einen farbigen Spieler, wird es zum Politikum, das ist doch lächerlich, Rassismus andersrum. Der gegnerische Spieler wird immer damit beleidigt, was am meisten bei dem auffällt, das ist eben so. Gilt genau so für die Anhängerschaft der anderen Mannschaft.

Dazu passt auch, wie der Damenfußball propagiert wird. Sollen die doch gern spielen, aber es interessiert eben nur wenige Leute, entsprechend weniger Gelder fließen darum. Allein die ö-r-Sender berichten darüber in epischer Breite (besonders penetrant der Deutschlandfunk) und jammern über "Gender-Pay-Gap" - lächerlich.

Aber es geht da um Umerziehung. Man soll Migration und Genderei toll finden und wissen, daß man sein Maul zu halten hat - das allein ist Gegenstand der Diskussion und ich bin "Verschwörungstheoretiker" genug anzunehmen, daß es genau die Aufgabe der Dirigenten der linken Ultras ist, Aufreger zu orchestrieren, zu provozieren, damit Restvolk sich betroffen fühlt und freudig nächstem Verbot zustimmt.

Mir kann es sonst ja egal sein, als einer, der schon AfD gewählt hat, darf ich ja eh nicht ins Stadion :-)

PS: Eine kleine Anmerkung zum Spiel Deutschland gegen Österreich bei der FB-Weltmeisterschaft in Spanien... Das Ereignis habe ich noch vor Augen, aber kann die Kritik daran nicht verstehen. Alle Aktiven schonten den Rasen, ihre Schuhe, den Ball, brauchten weniger Luft als manche Zuschauer - das war gelebte Nachhaltigkeit und sollte vor dem Hintergrund der Klimadebatte Vorbild sein!

RMH

10. März 2020 15:29

""Rasserein" sind, nebenbei bemerkt, praktisch nur Ausländervereine, da muß ich immer lachen über solch tolle Integrationserfolge..."

@AndreasausE,
sobald solche Vereine dann aber profimäßig arbeiten und aufsteigen wollen, gilt das auch für diese Vereine nicht mehr, siehe Türkgücü München, welcher in diesem Jahr mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit den Aufstieg in die 3. Bundesliga (Vollprofis) schaffen wird.

https://www.fupa.net/club/tuerkguecue-muenchen/team/m1

Auch dort gibt es Leute (oder eben einen ganz Besonderen) mit Geld, die dies ermöglichen und die holen sich dann auch die Spieler nach Leistung und nicht nach Pass oder Herkunft.

Im Übrigen ist Profifußball eben alles Teil von "Brot und Spiele "und ich halte sog. "Ultras", die es sich finanziell leisten können, immer schön schick in den szene-spezifischen Edelmarken gekleidet jedes Wochenende ein Bundesligaspiel der ersten Liga vor Ort zu sehen sowie diverse Fahrten zu Auswärtsspielen zu machen, schon lange weit entfernt von dem rauhen Arbeiter-Image, welches im Fußball ab und an noch vor sich hin wabert oder als Klischee gerne bemüht wird. Das angeblich "Raue im Fußball" ist bei Leuten, die sonst im Leben offenbar über jedes Stöckchen springen (denn sonst könnten sie sich solche teuren Hobbies gar nicht leisten) nur eine faule Ausrede für wochenendliches schlicht schlechtes Benehmen für mindestens 105 Minuten. Die übrige Zeit im Leben wird systemkonform gekuscht. Hier wirft mithin eine Heuchlerbande einer anderen Heuchelei vor.

Laurenz

10. März 2020 16:55

@AndreasausE .... Sie verbreiten das üblich emotionale Bild bei dem auch Intellektuelle oder Akademiker ihr Hirn ausschalten. Das war auch noch nie anders. Gemäß Kurt Halbritter ist Fußball Krieg und nicht Sport. Noch in den 50ern gingen alte Frauen mit dem Schlachtermesser auf siegreiche Gegner los.
Nur die Sportler sind im Fußball Profis, denn zum Profi-Kicken braucht man Talent und kein Hirn. Leute wie Jupp Kapellmann sind die Ausnahme und bestätigen die Regel. Der Rest läuft mit einem IQ von 80 durchs Leben. Und diese intellektuellen Giganten leiten dann Vereine, wie Bayern München. Seriöse Vermögensverwalter vermeiden Kundenkontakte zu Fußballern, da die gesamte Berater-Branche (die Manager der Spieler) aus halb-seidenen Schiffschaukelbremsern besteht. Damit will man nichts zu tun haben. Ein gutes Beispiel aus einer anderen Sportart dafür ist Boris Becker. Wer seit der frühesten Jugend zum Spitzensportler herangezüchtet wird, hat eben Defizite in der sonstigen Ausbildung, von dem, was man Denken nennt, ganz zu schweigen.

Wahrheitssucher

10. März 2020 17:40

@ AndreasausE

„...wenn in einer Mannschaft nur noch "Zugezogene" kicken“,

““Diese primitiven Schmähungen sind mir widerlich, aber das ist eben Fußball. Es geht da wohl um etwas anderes, nämlich um weitere Umerziehung. Das Volk soll auch in rohen Refugien durchverweichlicht werden, sich weiter dran gewöhnen, daß eben nicht frei Schnauze gegrölt werden darf.“

Dank für Ihre erfrischenden, klaren Worte!

limes

10. März 2020 21:45

@ Fritigern

Danke für Ihre freundliche Antwort. Dadurch fühle ich mich beschämt, so heftige Worte gewählt zu haben. In meinem »Großmutteralter« freue ich mich über viele Aktionen der IB. Aktuell über ein Bild, das zeigt, wie die IB (und anscheinend Martin Sellner und seine junge Frau selbst) buchstäblich dort Flagge zeigen, wo sich das Schicksal Europas (nicht der EU!) entscheidet.

https://twitter.com/IBDeutschland/status/1235174297368489989

Und auch am Schicksal von Mario Müller, der laut Compact in Griechenland von einer Übermacht Vermummter zusammengeschlagen wurde, nehme ich Anteil. Ebenso am Schicksal von Ignatz Bearth und anderen.

Götz Kubitschek

12. März 2020 09:23

und spielende.

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