13. März 2020

Der Fall Marcus H. – ein Beispiel für Miteinander

Jonas Schick / 7 Kommentare

„Was soll ich von so einem Menschen erwarten?“

Karsten Hempels Frage ist berechtigt: Was kann man von der Person erwarten, die seinen Sohn, Marcus Hempel, niederschlug und zum Sterben auf dem Boden liegenließ? Mit ziemlicher Sicherheit nichts. Nun steht Karsten Hempel dem mutmaßlichen Täter, dem syrischen »Flüchtling« Sabri H. zum ersten Mal persönlich gegenüber. Nach knapp zweieinhalb Jahren – von denen der angeblich Minderjährige keinen Tag in U-Haft verbringen mußte – hat in Magdeburg der Prozeß im Fall Marcus H. endlich begonnen.

Aufgrund Sabris Alters findet die Verhandlung jedoch unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Gleichwohl steht die Bürgerinitiative »Ein Prozent« in regem Kontakt mit Karsten und kann so mit Informationen aus erster Hand vom Prozeß berichten. Daraus ist auch der ganz persönliche Einblick entstanden, der in dieser Woche auf dem »Ein Prozent«-Kanal veröffentlicht wurde:

Wer diesen Fall so aktuell wie möglich mitverfolgen möchte, der muß nur regelmäßig bei den Kollegen von »Ein Prozent« vorbeischauen. Auf ihrer  Netzseite findet sich sowohl eine informative Dokumentation der Geschehnisse als auch eine »Chronik der Ungerechtigkeit«, die alle Unfaßbarkeiten auf dem Weg bis vor den Richter auflistet. Eine wichtige Aufgabe, denn es gab Momente, in denen das Weiterkommen im Fall Marcus H. aussichtslos schien.

Für die meisten ist der Wahnsinn, der sich Tag für Tag in der BRD abspielt, weit weg. Insbesondere für Politiker, Staatsanwälte, Journalisten, doch auch für viele von uns sind die schwerwiegendstenn Folgen von Massenmigration, Ausländerkriminalität und sozialer Kälte Erzählungen aus einer anderen Welt. Karsten Hempel hingegen hat plötzlich und ohne Vorwarnung seinen Sohn verloren. Und, als wäre das nicht schlimm genug, wird er mit Ermittlern konfrontiert, die ihrer Pflicht zur Verbrechensaufklärung nicht nachkommen.

Sogar in der größer werdenden Gruppe von Menschen, die die Gewalt des Bevölkerungsaustausches mit aller Kraft zu spüren bekommen, ist Karsten besonders: Denn im Gegensatz zu vielen anderen Angehörigen schweigt er nicht, sondern macht den beschwerlichen und mutigen Schritt ins Rampenlicht – ins mediale Kreuzfeuer, das keine Gnade kennt, wenn das erfahrene, persönliche Schicksal nicht den offiziellen Willkommensnarrativen entspricht. An manchen Tagen mag das kaum auszuhalten sein.

Der Fall Marcus H. steht beispielhaft für unzählige weitere Fälle dieser Art und gerade deswegen ist es so wichtig, daß wir uns mit ihm beschäftigen. Zu oft begegnet uns der »Bevölkerungswandel« lediglich als Statistik und die migrantische Gewalt als Prozentsatz oder Polizeimeldung. Marcus Tod und der Leidensweg seines Vaters geben den sterilen Zahlen ein Gesicht.

Egal, wie der Fall Marcus H. vor Gericht ausgeht, eine Sache können wir positiv vermerken: Diesen Weg mußte Karsten nicht allein gehen, die Anteilnahme war riesig. Kleine Gesten, eine SMS vor Prozeßbeginn, ein YouTube-Kommentar, eine Spende, um zu zeigen: »du stehst nicht allein da.« Glauben wir Karsten, so ist dieser Zuspruch, den er erfahren hat, verantwortlich dafür, daß er trotz aller Widrigkeiten weitergemacht hat. Das ist eine gute Sache!

Auch weiterhin ist Mithilfe gefragt. Wer möchte, kann dem Vater über die Bürgerinitiative »Ein Prozent« einige aufmunternde Worte übermitteln. Mit Spenden unter dem Verwendungszweck »Fall Marcus H.« sollen zudem die hohen Anwaltskosten aufgefangen werden.



Kommentare (7)

Ein gebuertiger Hesse

13. März 2020 14:54

Bewegend ist in dem Video nicht nur das, was der Vater sagt, sondern WIE er spricht. Da kommt physiognomische Wahrhaftigkeit zur Geltung. Da "stimmt" jemand und das vermittelt sich.

Elvis Pressluft

13. März 2020 19:08

Der ganze kalte Zynismus des Unrechtstaates BRD zeigt sich dieser Tage anhand der beschlossenen und also veröffentlichten Kriminalitätszahlen: „So sicher wie seit 40 Jahren nicht“ – allenthalben der Tenor, und man weiß jetzt schon, daß in einem Jahr Gleichlautendes bekanntgegeben werden wird. Traurige Ironie: Dann wird es vielleicht ein Modikum Wahrheit enthalten, falls wie jetzt absehbar das öffentliche Leben progredient stillgelegt wird. Ich prophezeie eine weitere Verdrängung der Deutschen aus dem öffentlichen Raum, denn die Ausländer werden selbstverständlich auch für solche Regulationen nur Spott und Mißachtung haben. Wer wird schon dieser Tage eine „Shisha-Bar“ schließen?
Wer den Gemeinplatz zitiert, wonach es erst noch schlimmer werden müsse, hat womöglich immer noch recht – sagt damit aber auch, daß es noch viele weitere Opfer wie Marcus Hempel geben wird. Für das System und seine Helfershelfer ist der Tod eines „Falschen“ gleichbedeutend mit (wie es im Interview heißt) dem Weghängen einer Jacke oder dem „Durchhauen eines Kohlhaupts“. Merkel hat diese Dialektik, die zwischen völliger Menschenverachtung und gütigem präsenilen Lächeln nicht den geringsten Widerspruch (es sei denn einen „produktiven“) erkennt, mit giftiger Muttermilch aufgesogen und an ihre Chargen überall weitergegeben.

Markus

13. März 2020 21:36

Es muss zunächst schlimmer werden, bevor es besser wird.

Laurenz

13. März 2020 23:12

@Markus .... Sie haben es exakt formuliert, alte Bolschewisten-Taktik, nur persönliche Betroffenheit läßt den Bürger sich bewegen. Die 4 Punkte einer Stabilität GKs https://youtu.be/2ivqIIsmd44 können nur damit ausgehebelt werden.
Allerdings wird aktuell das letzte vor einer staatlichen Gewaltanwendung gegen oppositionelle Dissidenten angewendet. Daß der sogenannte Verfassungsschutz letztendlich zu dem mutiert, was er wohl schon immer war, sollten wir auch beim korrekten Namen benennen. Es handelt sich hier eindeutig um die Staatssicherheit 2.0, ehemals Gestapo.

Maiordomus

14. März 2020 09:31

@Elvis Pressluft. Ihr Zitat "Durchhauen eines Kohlhauptes" stammt meines Wissens von Hegels Exkurs "Die absolute Freiheit und der Schrecken", bei welchem er sich mit dem Phänomen "terreur" in der Französischen Revolution befasst. So wurden vom Philosophien die Massenhinrichtungen aus der Sicht der Täter charakterisiert.

Elvis Pressluft

15. März 2020 11:59

@Maiordomus: ich weiß; das war der beabsichtigte Bezug. Man könnte bspw. auch sagen: Wer durch das Schwert lebt, soll/wird durch das Schwert umkommen ... aber das ist momentan außer Kraft gesetzt, wie so vieles.

Inge

22. März 2020 11:08

Hier ist ein interessanter Artikel dazu:
https://taz.de/Instrumentalisierung-von-Todesfaellen/!5536462/