20. März 2020

Coronavirus (4): Herrschaft

Heino Bosselmann / 149 Kommentare

Einerseits ist’s um Gottes Willen zu hoffen, daß eben keine Katastrophe hereinbricht, andererseits besteht ein dilemmatisches Problem:

Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

  • Sezession

Stellt sich innerhalb des nächsten Monats nicht die „von der Wissenschaft“ prognostizierte Durchseuchung mit all ihren furchtbaren Folgen ein, werden sich die Menschen die massiven Einschränkungen ihrer Grundrechte nicht mehr bieten lassen. Ihre Angst dürfte zunächst in kecken Unmut, dann aber in Widerstand umschlagen. Das würde die Gesellschaft spürbar verändern, mit unklarer Prognose. Gegenwärtig erleben wir die Rationalisierung der Herrschaft in krasser Form – guten Willens, wie die Exekutive versichert, ja geradezu als lebensrettende Maßnahme. Hoffen wir, daß keine Revision dessen erforderlich wird und wir sehr dankbar sein müssen.

Es verwundert, wie unkompliziert in „Europa“, das angeblich so sehr auf Demokratie und Gewaltenteilung hielt, rein exekutiv in der Art von Notverordnungen durchregiert werden kann, ohne daß Legislative, Recht und Presse auch nur irgendwas daran kritisieren wollten. In diesem Durchexekutieren besteht eine enorme Gefahr. Darüber hinaus aber ist zu bedenken:

Die Zeichen, Sprachen und Vorstellungen, zumal die politisch bestimmten, sollte man gerade in diesen Zeiten nicht als objektive Entitäten ansehen; sie vertreten nämlich nicht substantiell das gegenständlich Wirkliche. Aber um so mehr werden Sprache und Vorstellungen in dem, was sie konstruieren, gewohnheitsmäßig schnell kritikarm geteilt und dann für „real“ gehalten. Dabei konstituiert erst die Verwendung der Sprache selbst die Bedeutung. So wird das von Ludwig Wittgenstein und den von seinen Gedanken ausgehenden Konstruktivisten gesehen. Paul Watzlawick etwa versucht mit seinem Begriff der „realitätskonstitutiven Diagnose“ zu illustrieren, daß unser Wahrnehmen und Denken das vermeintlich Objektive nicht passiv „adäquat“ abbildet, sondern eben – umgekehrt – gerade aktiv konstituiert. So geraten wir unweigerlich immer wieder in Erkenntnisfallen, die wir selbst aufstellen. Schwierige Situationen, die uns „objektiv“ zu treffen scheinen, führen wir so mitunter selbst herbei und verstärken diese sogar. Unsere Annahmen sind insofern selbst problemerzeugend, aber das erkennen wir nicht.

Watzlawick selbst verdeutlicht dieses Problem am Verhalten einer Fliege im Fliegenglas: „Altmodische Fliegengläser waren so geformt, daß die trichterförmige, sich verengende Öffnung, von innen gesehen, nicht als Ausweg, sondern als noch bedrohlichere Verengung erschien.“ Die Rettung für die Fliege läge in der am wenigsten wahrscheinlichen Lösung, aber genau dies sieht bzw. erkennt sie nicht, weil es nicht zu passen, nicht viabel scheint.

Wir „kämpfen“ gegen das Virus und sind dabei angetrieben von Schreckensbildern. Darf man dabei das Folgende überhaupt denken?: Bleibt die Zahl der Infizierten nur einigermaßen moderat, was das Erfreulichste wäre, wird die Regierung das als Bestätigung für den verhängten rigorosen Ausnahmezustand verbuchen, den sie dringend geboten sah. Nur wird sie das bei günstigem Verlauf der „Pandemie“ nicht rückwirkend den Leuten beweisen können, die solch heftige Maßnahmen für maßlos überzogen halten und – beim Ausbleiben des Schlimmsten – den Vorwurf erheben könnten, die Exekutive hätte die Corona-Krise instrumentalisiert, um sich über Gebühr mit dem Ziel zu profilieren, endlich jene Entscheidungs- und Handlungskompetenz nachzuweisen, die ihr lange fehlte oder die u. a. mit der fatalen Energie- und Migrationspolitik als fehlgeleitet angesehen wurden.

Nur war der Kampagnestil des „Wir schaffen das!“ diesmal genau derselbe, auf sehr forcierte Weise. Dabei unterschied sich dieses Vorgehen in seiner Radikalität nicht von dem der meisten anderen westlichen Länder. Alle fühlten sich zu immer extremeren Anordnungen getrieben. Ausgangssperre erwogen! Handelten sie dabei in einer Art Gruppenzwang mit selbstverstärkender Dynamisierung? – Keine Frage: Es wird erst später zu klären sein, ob es wirklich dringlich geraten war, ganze Volkswirtschaften lahmzulegen, Unternehmenspleiten hinzunehmen und jahrhundertealte Bürgerrechte außer Kraft zu setzen; aber ganz abgesehen davon darf das Argument, besser so konsequent gehandelt zu haben, als etwas zu versäumen und nur ein Leben mehr zu gefährden, auch künftig ja volle Geltung beanspruchen.

Man möchte so skeptisch und kritisch kaum zu denken wagen, weil ja, angekündigt mit der nicht anzuzweifelnden wissenschaftlichen Autorität der renommiertesten Institute, alsbald danteske Szenen in Krankenhäusern drohen, in der Weise, daß von der Super-Seuche ausgelöste Kapazitätsprobleme die grausige Entscheidung erfordern, wem noch Hilfe gewährt werden kann, die anderen zwangsläufig verweigert wird. Aber:

Das „neuartige Corona-Virus“ mit seiner vermeintlichen Höchstgefährlichkeit dürfte im Falle nichtexponentieller Infektions- und Sterberaten in der Auffassung kritischer Bürger in den Verdacht geraten, Kern einer selbsterfüllenden Prophezeiung gewesen zu sein, mit der rein exekutiv durchregiert wurde. Die „Grande Peur“ des Frühlings 2020 könnte so das Vorfeld einer Neubesinnung darstellen, weil man der Regierung den guten Willen für ihre „Vorsorgemaßnahmen“ nicht mehr abzunehmen bereit war, sondern sich im Leben und Arbeiten unverhältnismäßig eingeschränkt sah.

Mindestens die Italiener werden sich schon bei stabilisierter Lage nicht mehr lange damit bescheiden, von ihren Balkonen herunter zu singen, sondern gegen den Quarantänezwang auf die Straße drängen. Denn die Verhinderungen und Sperren ermöglichten manchem zwar Abstand, Ruhe und Kontemplation, idealerweise noch eine Übung in Demut, für viele andere führten sie aber extreme Verluste herbei, ganz abgesehen von den finanz- und wirtschaftspolitischen Folgen, die wir noch gar nicht ermessen können.

Nur schreibt sich das eben allzu leicht hin, solange man nicht intubiert ist oder verzweifelt und in Angst für seine Angehörigen und Freunde und überhaupt alle Leidenden sowie gar für sich selbst auf ein Bett in der Intensivstation hofft.


Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

  • Sezession

Kommentare (149)

Hartwig aus LG8

20. März 2020 11:57

Man muss die Nachrichtenlage aufmerksam beobachten und darauf schauen, wer sich wie positioniert. Und dabei kristallisiert sich undeutlich, aber merklich heraus: Die Gegner einer weiteren Verschärfung der Einschränkungen stehen im linken Spektrum, oder um es anders zu sagen: weit links in unserem eh linken Politik- und Medienbetrieb.
Man kann nur mutmaßen, warum das so ist. Ich hege die Befürchtungen von Herrn Bosselmann nicht bzw. weniger.
Ich glaube vielmehr, dass im Volk durch eine derartige Grenzerfahrung ein Heilungsprozess angestoßen werden könnte. Ein Heilungsprozess in dem Sinne, dass der seit Jahren verordnete linksgrüne Kindergarten als solcher erkannt und entlarvt werden wird.

Elvis Pressluft

20. März 2020 12:05

Noch ein Zitat (Forenbeitrag aus der vorgenannten Quelle, Originaltypographie): „Aktuell sind abweichende Thesen aber eher kontrapoduktiv [sic]. In Krisenzeiten sollte Einigkeit herrschen und das [sic] momentan weit mehr Menschen schwer erkranken ist nicht zu leugnen.“ – Und zwei Namen: Nike Heinen, Birgit Herden. Google erweist, daß diese beiden Frauen (sicher nicht nur) derzeit in allen erdenklichen Medien definieren, was „Fakt“ ist, die offiziell beschlossenen Wahrheiten verbreiten und jeden Zweifler als gefährlichen Wirrkopf markieren.

Der_Juergen

20. März 2020 12:36

Wie schon der vorhergehende Beitrag von Heino Bosselmann ist auch dieser schlicht hervorragend.

Der russische Kommentator Valeri Pjakin hat die beste Analyse der Corona-Hysterie geliefert, die mir bisher zu Augen bzw. zu Ohren gekommen ist, und auf Aspekte hingewiesen, die ansonsten nicht oder nur selten erwähnt werden. Er meint, das Virus habe den davon stark betroffenen Staaten einen willkommenen Vorwand geliefert, von eben noch vordringlichen Problemen abzulenken. Von Protesten in Hongkong höre man seit Corona nichts mehr. In Italien biete das Virus der Regierung eine ideale Gelegenheit, die unvermeidliche kommende Wirtschaftskrise der Seuche anzulasten.

Persönlich halte ich das, was gegenwärtig geschieht, für die Generalprobe für die Einführung einer offenen Diktatur. Wie einer der führenden Ideologen der neuen Weltordnung, Jacques Attali, schon vor Jahren ausplauderte, kann eine Pandemie bei der Schaffung einer globalen neuen Ordnung sehr hilfreich sein. Der Bürger gewöhnt sich dank Corona an eine massive Einschränkung seiner Freiheiten. Freilich kann der Schuss, wie Bosselmann richtig festhält, hinten hinausgehen. Wenn sich die angeblich tödliche Seuche als Sturm im Wasserglas entpuppen sollte, wird längst nicht jeder die Erklärung schlucken, eine Katastrophe sei nur dank der rigorosen Schutzmassnahmen abgewendet worden.

Betrüblicherweise schlucken rechte Portale wie PI die offizielle Version der Pandemie anstandslos und werfen dem Merkel-Regime teils sogar mangelnde Tatkraft vor. In wohltuendem Gegensatz hierzu steht z. B. der Michael Mannheimer Blog, der, wie seit längerem auch in anderen Fragen, auch in dieser Klartext spricht.

Elvis Pressluft

20. März 2020 13:03

OT (oder auch nicht): Im Windschatten von „Corona“ scheinen interessierte Kreise innerhalb der AfD die Aus-/Gleichschaltung des „Flügels“ anzustrengen. Vorwand ist vor allem Höckes Wort vom „Ausschwitzen“. Ich weise nur darauf hin, daß eben diese Formulierung vor etlichen Jahren (in den 80ern) auch der Musterliberale Gerhart Baum verwandte, sinngemäß: „Wir müssen die Extremisten ausschwitzen.“ Das dürfte der Wortlaut gewesen sein; jedenfalls fiel der inkriminierte Ausdruck. Meine Erinnerung daran ist mir erhalten geblieben, weil dies schon seinerzeit einen kleinen „Shitstorm“ auslöste. – Ich setze darauf, daß die Sezession dies beobachtet und zur gegebenen Zeit thematisiert.

Nordlicht

20. März 2020 13:05

Zitat:
"Keine Frage: Es wird erst später zu klären sein, ob es wirklich dringlich geraten war, ganze Volkswirtschaften lahmzulegen ..."

Genau dies wird später nicht geklärt werden können, aber Gegenstand langanhaltender Kontroversen sein. Das Dilemma einer Exekutive in einer freiheitlichen Gesellschaft liegt m. E. darin, massive Eingriffe am Beginn einer Krisenlage nicht durchführen zu wollen, weil dies als unnötig, freiheitsberaubend und vor allem wirtschaftsschädigend abgelehnt werden würde. (Dazu kam im Falle der Merkel-Regierung die generelle Aversion gegen Grenzkontrollen.)

Die Bundesregierung hat dann die Entwicklung über sich hinwegrollen lassen und dann - im Detail zudem noch mangelhaft - diejenigen Maßnahmen nachvollzogen, die in anderen Ländern einige Tage oder Wochen vorexerziert wurden. Morgen Samstag dürfte eine öffentliche Verkündigung von Ausgeh-Einschränkungen folgen, die vorgestern noch als Panikmache von Rechten gegeisselt wurden.

Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einer geglückten Eindämmung dieser Pandemie in Deutschland niemand hinterher wird beweisen können, dass das Regierungshandeln notwendig, angemessen und verhältnismässig war. Wenn keine Eindämmung gelingt (- also beispielsweise die Krankenhäuser überquellen und daher Behandlungsbedürftige abgewiesen werden müssen (Triage), dann wird die Kritik an der BuReg dann radikaler werden, wenn ersichtlich die Zumutungen für Volk und Wirtschaft nicht gefruchtet haben.

Entscheidend dürften die nächsten zwei Wochen sein. Dabei ist weniger der absolute Stand der Infizierten wichtig (- offiziell jetzt 16.666, die Dunkelziffer dürfte wegen des restriktiven Testens immens sein), sondern die tägliche Zahl der Toten. Noch ist die Zahl der verfügbaren Intensivbetten beruhigend hoch (- siehe https://divi.de/register/intensivregister). Von norditalienischen Verhältnissen kann wohl noch keine Rede sein. Hoffen wir, anschliessend sagen zu können: "Wie sind noch einmal davon gekommen."

Gustav Grambauer

20. März 2020 13:36

Habe den Corona-Code geknackt, alles soll sich um das diesjährige höchste Fest der Christenheit, das Osterfest, drehen. Nur selten fällt der Karfreitag auf einen 10. des Monats.

Corona = Krone: "Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf das Haupt und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Sei gegrüßt, König der Juden!" - Mt. 27 / 29

Der "cover plot for a much bigger agenda" (Bettinger) hat also sogar noch einen ganz anderen und noch viel tieferen, nahezu eschatologischen Spin. Deshalb skizziere ich diesen zuerst, bevor ich zur operativen Seite komme:

Sogar noch weit über die (Pseudo-)"Lösung" der sogenannten Deutschen Frage (mit der wegen der Feindstaatenklauseln das UNO-Konstrukt in sich zusammenfiele) oder z. B. über den kontrollierten "Reset" des Weltfinanzsystems hinaus ist der Sinn des ganzen Szenarios, daß die maßgeblichen Teile der Welt einer geskripteten Psycho-Dramaturgie unterworfen und somit für eine bevorstehende ungeheuerliche Machination psychologisch empfänglich gemacht (auf diese konditioniert) werden sollen.

Allein damit, daß wir insofern quasi als Laborratten in einer PsyOp-Versuchsanordnung instrumentalisiert werden sollen, wird die satanische Intention offenbar. Andererseits ist die "Durchlüftung" der immer unerträglicher gewordenen "Käseglocke" und das bevorstehende Aufräumen mit all den Überzüchtungen und Wucherungen nur zu begrüßen, ich komme noch darauf zurück.

Daß hierbei die - echten - Satanisten mit ihren unzähligen (egoistisch arbeitenden) Trittbrettfahrern aufräumen, anders gesagt: daß die Ebene der Schwarzen Magie mit der grassierenden Grauen Magie aufräumt, ist nur ein Kollateraleffekt der viel bedeutenderen Tatsache, daß wir womöglich nicht weniger als das Kommen Ahrimans

http://www.anthrolexus.de/Topos/161.html

erleben werden, was aber nicht heißen muß, daß dieser eine Person des öffentlichen Lebens werden muß oder daß dessen Name der Öffentlichkeit mehr bekannt wird als er es bisher (ja kaum) ist. (Trump ist sein Herold oder er ist es womöglich selbst.)

Ich komme zur operativen Dimension und greife unter anderem die 33 (!) Punkte von "Amazing Polly" (bitte selbst googeln) auf, wobei es schwierig ist, eine Wahrscheinlichkeit des Eintritts vorauszusagen, da das Szenario auch in sehr abgemilderter Form aufgefächert werden könnte. Jedenfalls ist offenbar geplant, es - wie von Q vorbereitet - in einer Mischung

a) von Versatzstücken aus Irlmaier (einer Schimäre aus der Zeit der damals gerade aufzubauenden Vatikan-NATO-Achse mit Stoßrichtung gegen die Eurasier), Feldpostbriefen, Lied der Linde

https://de.metapedia.org/wiki/Lied_der_Linde?__cf_chl_jschl_tk__=1561fbf00fbedf60012584e95f772f1a59ec49d5-1584621603-0-AZ61zAVzi7R88-1jmYsWJNP9CKAvXGpikTDXhkjSEYuAThbpG46KcIyZaR3xA9zUu0pmeDprM6dCSlXoq9MYqllVVtH4fUWzK2l3LZ7JvJ11ALLgJ48l5PTcVzrH0hz7hnPJx9SYpYbSV_c9zKpWNQVJ6PHq5ANyUtFZWokTP7b7pgUl6t7Lnwm6NwZBvZZDjdCdvWv1K8NYqTjKeKwQEQjXheiys3UY883mTKsc5kCvekYUuHtrQpxxhsZmgHKMGmzunPmVVbpMD8TGGJBG5i833nyFuuJzaRCAJBI8emvh

usw. und

b) der ahrimanisch-luziferischen Farce von Bailey / Aurobindo / Gebser / Maitreya / Creme ---> Share International / Raj Patel ablaufen zu lassen (gut, Letzterer hat nicht wie vorgesehen in dem ihm zugedachten Schmierenstück mitgespielt, wie auch schon Krishnamurti seinerzeit nicht).

Lt. "Amazing Polly" soll das diesjährige Osterfest, Benjamin-Creme-Speak, "überschattet" ("overshadowed") und damit mißbraucht, verhöhnt, vergewaltigt werden (was sie selbstverständlich nicht direkt ausspricht). Es ist ein zentrales Element im Szenario, daß die Kirchen, Moscheen, Synagogen usw. bis zum Karfreitag geschlossen bleiben sollen, denn damit sollen die Schäfchen dramaturgisch durch eine Katharsis hindurchgeführt werden, die dann zur Abendmahlszeit bei Aufhebung der "Q"-arantäne vom notorischen Lichterketten-Feuerzeugschwenkschmus-Sentimentalfeld absorbiert werden soll, in welchem die Millionen oder Milliarden aufgefangen und mit neuer Orientierung im Sinne der neuen Ideologie versehen werden sollen. (Teil dieser Ideologie ist z. B. die "Entschleunigung", auf die wir bereits in diesen Tagen behaviouristisch umprogrammiert werden sollen.) Das Osterwochenende soll dann zum "Selbstmordwochenende" ausgerufen werden, an dem sich möglichst viele Exponenten des Ancien Régime selbst umbringen sollen, möglichst nahe an der Stunde des Herrn zu deren "Auferstehung" in Ahrimano ergo zum Abstieg in dessen Sphären herab.

So wie es Creme ja schon in den 80er Jahren als "Day of Declaration" angekündigt hatte sollen die Fernseh- und Radiosender in den vorangehenden zehn Tagen von 1. (!) April bis 10. April zentral übernommen werden, um die Q-Botschaften in Dauerschleife unter die zuhause eingesperrten Massen zu bringen, was sehr an Clockwork Orange oder an die Zwangsvorführungen von Streifen mit Leichenbergen in KZs `45 in der US-Zone erinnern würde.

Es wird viel Helikoptergeld (Ahrimans "Begrüßungsgeld" - wie damals bei Waigel) geben, er wird nicht knausern, er ist der Herr über den Götzen Mammon. Er "schenkt" uns auch die arbeitsfreie Zeit, damit wir seine Egide - wie ja auch von Trump intendiert - "relaxed" (würdig) empfangen. Das ist noch nichts im Vergleich mit den Geschenken, die er in Form von vonvornherein projektiv begrenzten, d. h. astral-verspiegelten okkulten Fähigkeiten für uns mitbringen wird, wovor z. B. Bärbel Mohr ("Bestellungen beim Universum") mit ihrer Fahrt in den Abgrund als Fanal der Warnung steht. Der Masse wird auf allen Kanälen gesagt werden "Ihr seid Schöpfer", sie wird in kontrolliertem Rahmen auch einigen Hokuspokus anstellen dürfen, aber unglaublich auf die Fresse damit fallen. Das "Positive Denken" aus den unsäglichen 90er Jahren wird wiederkommen, vor allem muß alles "leicht" sein.

Das Deutsche Reich soll allen Anzeichen nach wohl wieder handlungsfähig gemacht werden, aber erneut nur als "Großpreußen" (Röpke) unter Eliminierung des Goldes aus den Reichsfarben, wie auch z. B. bei Stalins NKFD-Gründung in Kranogorsk.

Dem auszurufenden "Weltfrieden" würde mangels psychologischer Friedenssubstanz nach einer Phase nie auf diesem Planeten gekannter Euphorie schon bald eine Phase tiefster Depressivität mit unfaßbaren Gemetzeln folgen.

Man könnte Ahri jetzt bis zur Weißglut reizen indem man mit möglichst vielen Teilnehmern heiße Corona-Parties feierte, die haßt er und gegen die wird bereits unerbittlich polizeistaatlich vorgegangen, die Antwort sind, wie wir in Paris sehen, "Bestrafe-Einen-Erziehe-Hundert"-Ausgangssperren für alle mit schönen Grüßen von Mao und Makarenko. Ahri läßt nicht mit sich spaßen! Gerade hier zeigt sich, wie die ganze gigantische Maschinerie weltweit zentral gesteuert wie am Schnürchen spurt.

Wer klug ist, kann in den kommenden 28 Tagen aber nicht nur über die Steuerungsmechanismen sozialer Supersysteme sondern vor allem spirituell so viel lernen wie sonst ganze Generationen in ganzen Menschenleben nicht. Zum Beispiel kann man beobachten, daß sich die geistige Atmosphäre in den letzten Tagen so drastisch verändert hat, daß dies nicht annähernd mit den äußeren Dramen der Menschlein erklärbar sein kann. Sie ist viel erweiterter, aber eben auch subtil überschattet. Ich beobachte z. B. auch an mir, daß ich Ahriman jetzt viel selbstbewußter entgegentrete als bisher, was mir vor allem in der Veränderung meiner Haltung zum Geld auffällt: wenn ich in diesen Tagen mit Bankberatern verhandle, wende ich mich über deren Personen hinweg direkt an Ahriman. Ich bestimme wie nie zuvor selbst, "was ich von ihm lernen mag, was ich von ihm aufnehmen mag".

Wer hört nicht den Teufel in dieser Stimme, wer riecht nicht den Bocksgestank, den etwa dieser Clip verströmt:

https://www.youtube.com/watch?v=adqg14mpS1I

Auch das SHAEF-Wappen ist satanisch. Es zeigt überwölbt vom mosaischen Regenbogen ein flammendes Schwert wie dasjenige des Erzengels Michael, welches aber nicht nach unten in den Drachen sondern nach oben in den Himmel bzw. in die höheren Hierarchien hineinsticht, genauso wie dasjenige der KOMINTERN in einem Machwerk,

https://fhzz.de/das-spanienkaempfer-denkmal-am-friedrichshain/

das 1968 als Gegenstück zur damals nur ein paar Schritte entfernt "geparkten" Erzengel-Michael- / Hl.-Georg-Skulptur aus dem Berliner Stadtschloß

www.historisches-stadtschloss.de/cms/upload/pdf/15_Der_Drachentoeter_KV.pdf

aufgestellt wurde.

Und dennoch: was jetzt kommt ist nur zu begrüßen, so wie ich ja nie versäumt habe, das Auftreten Trumps nur zu begrüßen. Erinnere mich an den Moment, in dem im Radio kam, Honecker sei gestürzt worden. Dies war, obwohl erwartet, unbeschreiblich befreiend für uns, egal welcher nicht viel bessere Grinsekrenz jetzt kommen und was jetzt alles zerstört werden würde, es war damit klar: die bleierne Zeit ist jetzt zu Ende. Für Leute, die in ihrem Denken in Dichotomien befangen sind (oder einfach zu ängstlich sind), wird es unfaßbar sein, aber Ahriman hat seine Aufgabe im Weltenplan, niemand sollte daran denken, wie man sein Kommen etwa abwenden könne:

"Aber bewußt müssen die Menschen entgegengehen dieser Ahrimaninkarnation und die Dinge so einrichten, daß sie immer bewußter und bewußter werden auf allen Gebieten, daß sie immer mehr und mehr sehen, welche Strömungen im Leben sich entgegenbewegen dieser Ahrimaninkarnation. Sie müssen wissen, daß Ahriman unter den Menschen auf der Erde leben wird, aber daß die Menschen ihm entgegentreten werden und selber bestimmen werden, was sie von ihm lernen mögen, was sie von ihm aufnehmen mögen." - Steiner, GA 193 (1977), Seite 18

- Kommentariat

Lotta Vorbeck

20. März 2020 13:39

@Hartwig aus LG8 - 20. März 2020 - 11:57 AM

Wäre es denkbar, daß mit dem über anderthalb Jahre bis zum Exzess vorangetriebenen Kohlendioxid-Alarm vorab einfach mal getestet worden ist, was geht, was sich die Leute alles bieten lassen? Und den Faden weiter gesponnen, ist auf diesen Erkenntnissen beruhend nun sozusagen die zweite Raketenstufe gezündet worden?

Wenn ja, hätten wir es beim CO²-Alarm und der medial befeuerten Viruspanik mit den zwei Seiten von ein und derselben Medaillie zu tun.

Elvis Pressluft

20. März 2020 13:44

Es gibt auch linke Verschwörungstheorien! Dachte immer, das sei eine contradictio in adiecto. Aus der Hamburger Mopo:
ZITAT Im Interview mit dem türkischsprachigen Nachrichtenportal „Avrupa Postası“ erklärte Mehmet Yildiz [SED-Abgeordneter in der Hamburger Bürgerschaft - ep]: „Dieses Virus ist nicht von selbst aufgetreten, Corona ist ein Labor-Virus und dient den Imperialisten dazu, China aufzuhalten und den Klassenkampf von oben zu verschärfen.“ […] Aus Sicht des 42-Jährigen wurde Sars-CoV-2 gezielt „im Labor entwickelt“ und von den USA als Instrument ihrer „biologischen Kriegsführung“ eingesetzt, um die chinesische und die europäische Wirtschaft zu schwächen und ihre einstige weltweite „Hegemonialstellung“ zurückzuerobern. Kein Zufall sei es auch, dass ausgerechnet der Iran – Erzfeind der USA – so stark von dem Virus betroffen ist. ZITAT ENDE

Laurenz

20. März 2020 14:01

Im Prinzip tut die Politik so, als hätten wir, wie unsere Vorfahren vor 400 Jahren zu den Zeiten der Pest bereits hunderte tote Nachbarn aus den Häusern geholt und auf die Pritsche für's Massengrab geworfen.
Die ökonomischen Verwerfungen, die daraus entstehen, mögen dazu führen, daß ZEWA Apple aufkaufen wird, sei's drum.
Noch vor gar nicht allzu langer Zeit wollte Scholz seine Commerzbank-Beteiligung versilbern. Jetzt scheint ein Umdenken stattgefunden zu haben, und die Politik muß Gefallen daran gefunden zu haben, die freche Wirtschaft mit gedrucktem Geld in staatliche Abhängigkeit zu bringen, was mehr oder weniger einer totalen Verstaatlichung zum Staats-Monopol-Kapitalismus gleich kommt.
Inner-europäische Grenzen zu schließen, wäre natürlich Schwachsinn, wenn man die EU-Außengrenzen sofort geschlossen hätte.
Aber, Dank Merkel, der völlig unfähigen Welten-Lenkerin, hat jetzt jeder europäische Staatsmann beweisen müssen, daß seine Macht bis zu den Grenzen!!! seines Landes reicht, sei es auch noch so klein. Wie sollte denn ein Staatsmann sonst Macht publik machen? Ja klar, er läßt drei neue Parkbänke im Bois de Boulogne aufstellen, um sich dabei mit den Gelbwesten rum zu prügeln.
Makrons Krieg gegen die Virus ist genauso dämlich, wie der schwachsinnige Krieg fürs Klima. Denn darf man dafür eine Magdeburgisierung vornehmen?

@zeitschnur ..... im letzten Jahr, bevor mein Vater starb, war er im Sommer noch 18 Tage in der Geriatrie, auch so eine sinnlose Geld-Druckmaschine. Nach dieser Erfahrung erfaßt mich Reue, ich hätte Ihm die 18 Tage ersparen sollen. "Zum Glück" starb Er, wohl behütet, zuhause, ohne noch Jahre liegend dahin zu vegetieren. Im Gegensatz zu @Imagines Halluzinationen, sind es diese alten schwachen Menschen, die durch irgendwelche Infektionen, Entzündungen etc. dahin gerafft werden, ob nun durch Grippe, C-Virus oder sonstwas. Daran ist auch nichts Verwerfliches, es ist natürlich. Was mich die Haltung @Franz Bettingers einnehmen läßt, ist Seine innere Distanz des Profis. Franz liegt in einer medizinischen Betrachtung sicher auch mal falsch, aber wer als Arzt schon mal über 100 Totenscheine ausgestellt hat, verfügt über einen Überlebens-wichtigen Abstand im inneren Gleichgewicht, ohne den keine nüchterne Betrachtung der Sachlage möglich ist. Dieser Arzt-Hanswurst Wieler, seines Zeichens Prof-Präsident der RKI, der zu blöd ist, uns Statistiken vorzulesen, sitzt da nur, weil er in eklig deutscher Manie dazu "berufen" ist. Statistiken vorlesen kann auch jede Bäckerei-Fachverkäuferin, die Statistik könnte hier nur an Unterhaltung gewinnen.
Der Grund, warum Sie, zeitschnur, mich bei diesem Thema besser verstanden haben, hat einen einfachen Grund. Ihr Kopf ist hier nicht vom Glauben und Ihrer spirituellen Wahrnehmung getrübt, die Sie für allgemein-gültig halten. Ich hingegen, erzähle gerne über meine spirituelle Wahrnehmung, erachte diese aber nicht als allgemein-gültig, sondern als individuell. Und ich will auch niemanden von einer üblichen 08/15-Erlösung predigen, obwohl dies unglaublich verführerisch wäre. Denn man braucht ja nichts beweisen.

Laurenz

20. März 2020 14:07

@Der_Juergen .... Sie haben das schön beschrieben, wie auch schon zeitschnur, im Artikel zuvor alle künstlichen Medienspektakel (Klima, Thüringen, Kampf gegen rechts oder doch sich selbst?) mit gerechtfertigter "Abscheu" wertete.
Mir sind die aktuellen Bosselmann-Artikel zu nüchtern, zuwenig provokant, was im Falle Bosselmanns, im Gegensatz zu sonst, eine gewisse Unsicherheit verrät, die sonst nicht zu spüren ist.

Hartwig aus LG8

20. März 2020 14:18

Der Virus bietet den Regierungen Vorwände, um Dinge durchzusetzen, die sie eigentlich schon immer mal vorhatten oder testen wollten. Das weitere Schleifen von Demokratie und Rechtstaat wird fortgesetzt. Aber das sind meines Erachtens selbstverständliche Erkenntnisse, die zu kurz greifen. Es wurden schon ganze Kriege angezettelt, um derart agieren zu können. Die Frage ist, wer hat die "Corona-Krise" angezettelt?
Und warum Italien? Was, wenn dieses Land auf Grund der Verwerfungen künftig gar nicht mehr in der Eurozone bleiben kann? ... oder will? Und wie passt das zur NWO?
Vielleicht ist es auch anders und Corona liefert den Vorwand, Italien komplett zu entschulden und damit "zu halten".
In jedem Fall ist das die strategische Ebene; alles andere ist Gefechtslärm.

Weltversteher

20. März 2020 14:38

Genau die nötigen Gedanken zur rechten Zeit! Nachdem ich Ihren sonstigen Beiträgen weniger abgewinnen kann und ihre menschenkundlichen Grundannahmen nicht teile, scheint mir dies womöglich ihr bester bisher zu sein.
Ist ja auch kein Wunder, Sie kommen (mit Klonovsky) aus der DDR, "aus der Zukunft". Für diese Zukunft brauchen wir solche Beiträge, die zu denken geben, die auch zwischen den Zeilen und ohne zu agitieren Hinweise und Anstöße geben.

Sie sagen, daß "jahrhundertealte Bürgerrechte außer Kraft gesetzt" würden. Auch wenn ich Ihre Denkrichtung teile, fehlt mir doch die Kenntnis, welche derartigen Rechte derzeit oder absehbar, sei es auch "nur" de facto, tatsächlich so betroffen wären. Also Entrechtungen, die es nicht schon gab. Können Sie das vielleicht noch kurz genauer sagen? Oder andere hier?

Caroline Sommerfeld

20. März 2020 15:19

Ich kombiniere mal: Zitat @Hartwig: "Die Gegner einer weiteren Verschärfung der Einschränkungen stehen im linken Spektrum, oder um es anders zu sagen: weit links in unserem eh linken Politik- und Medienbetrieb", und Zitat @Jürgen: "Betrüblicherweise schlucken rechte Portale wie PI die offizielle Version der Pandemie anstandslos und werfen dem Merkel-Regime teils sogar mangelnde Tatkraft vor."

Dies ist mir auch bereits aufgefallen. Am klarsten denken derzeit manche Libertäre und alte bzw. anarchistische Linke (und ein paar Anthroposophen). Ich glaube, viele Rechte und gleichermaßen viele Linke denken in top-down-Strukturen: der Staat plant für sein Volk und das Volk kann dankbar sein, geschützt zu werden. Die gegenwärtige Lage ruft die von Steiner so genannte "Gruppenseele" auf und zusammen.
Ich versuche mal eine bosselmanneske Weiterführung dieser Beobachtung: gerade weil der Individualimpuls derzeit runtergefahren, eingehegt, gemindert wird, entsteht ebendaraus später mehr Freiheitsbewußtsein. Entweder haben, siehe Bosselmanns These, die Leute ganz banal irgendwann die Nase gestrichen voll von der Quarantäne (der Bürgerkrieg beginnt bestimmt im Wohnzimmer!) und wollen raus an die Luft. Oder, für die etwas reflektierteren Naturen, den Leuten wird klar, daß sie sich gerade unterordnen unter überhaupt nicht geklärte, bewiesene, rational zu rechtfertigende staatliche Zwangsmaßnahmen.

Es ist indes denkbar, und das bereitet mir am meisten Sorge, daß dieses Erwachen zu spät kommt, denn in der Zwischenzeit ist schon so einiges hinter den Kulissen passiert, was bereits gut vorbereitet worden ist, siehe hier: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf (ab S.55 interessant) und hier http://www.nommeraadio.ee/meedia/pdf/RRS/Rockefeller%20Foundation.pdf (ab S. 13 interessant).

Dann nämlich nützt der Individualisierungsimpuls nur mehr auf der geistigen Ebene: Wahrnehmenkönnen, wie uns mitgespielt wird, innerlichen Widerstand ausbilden. Politisches Handeln wird dann für "Wähler" und "Bürger" nur mehr eingeschränkt möglich sein.

Andreas Walter

20. März 2020 15:20

@Nordlicht

Egal was jetzt oder morgen noch beschlossen wird kann das trotzdem erst in ein bis zwei Wochen überhaupt Wirkung zeigen, wegen der Inkubationszeit. Sie können sich also selbst ausrechnen, was das womöglich bedeutet:

https://rechneronline.de/summe/wachstum.php

Startwert ist derzeit noch etwa 15.000, Steigerungsrate (pro Tag, also pro Schritt) von vorgestern auf gestern (wieder) 34%.

In zwei Wochen haben wir also bereits 900.000 Fälle und eine tägliche Zunahme von 300.000. Davon sind laut RKI 15% schwere Fälle, also 45.000 pro Tag. Gebraucht werden bis dahin also etwa 100.000 weitere Intensivbetten und auch einiges an qualifiziertem Pflegepersonal. Das bis dahin zwar keine Schutzmasken mehr hat, und darum selbst dann nach und nach krank wird, doch Hauptsache die CDU konnte so tun, als hätte sie es zumindest versucht, weiterhin oder schon wieder ein nettes Gesicht zu zeigen:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article206669069/Coronavirus-Scharfe-Kritik-an-Jens-Spahn-Dann-sind-wir-am-Ende.html

Stellt euch daher lieber auf einen Schock ein und seid dann froh, wenn es nicht ganz so schlimm wird wie derzeit schon in Spanien und Italien. Das kleine Italien mit seinen gerade mal 60 Millionen Einwohnern hat gestern bereits China überholt, was die Zahl der Toten betrifft. Es war daher ein grosser Fehler, China zu unterschätzen und deren Massnahmen als drastisch und nur auf eine Diktatur zurückzuführen darzustellen.

Ich beobachte in den letzten 3 Wochen allerdings eine durchschnittliche Zunahme der Fälle bei Staatsversagen von etwa 25%. Dann hätten wir in 2 Wochen womöglich “nur“ 340.000 Fälle und eine paralysierte Nation, die zusätzlich dann aber unter Schock steht. Weil dann selbst in Deutschland mindestens 1.000 Menschen täglich sterben, wahrscheinlich aber noch mehr, aufgrund fehlender medizinischer Versorgung. Wohin dann Spahn und Merkel und noch ein paar andere fliehen wollen weiß ich nicht, denn 2020 ist nicht 1945. Allerdings haben beide glaube ich keine Kinder, was vielleicht auch kein Zufall ist.

Stefanie

20. März 2020 15:29

@Der_Juergen
Ich glaube nicht, daß das die Generalprobe ist, eher die Ouvertüre.

Allerdings wird keiner der "Corona-Leugner" daraus Profit schlagen können, wenn sich die Seuche nur als Teil der diesjährigen Influenzaepedemie herausstellen sollte, wie das Wodarg, Streeck und Mölling vermuten. Sollte die Gesamtsterblichkeit dieses Jahr im üblichen Rahmen bleiben, dann wird das als großer Erfolg der Regierung verbucht werden. Sollte es wider erwarten doch Schlimmer werden, dann war all das notwendig und allenfalls noch die jetzigen Hysteriker könnten profilieren und auf das zaudernde Handeln von Merkel et. al schimpfen. Ich vermute, das bei Tichy, der Achse und ggf. Pi Spieltheoretiker dieses Szenario durchgegangen sind und darauf gekommen sind, das politisch mit einem "warten wirs ab" oder "alles Panikmache" kein Blumentopf zu gewinnen ist. (für sich "liberal" nennende ist der derzeitige Duktus dort schon merkwürdig: auf einmal braucht man einen starken Zentralstaat und große Führer die es richten sollen)
Allerdings stehen die Chancen gut, das wir uns in Richtung höhere Sterblichkeit bewegen: die Leute haben Existenzängste, schlafen schlecht, gehen weniger raus an die frische Luft, bewegen sich weniger, Tanken weniger Frühlingssonne (Vitamin D); Zahnarztbesuche, Sauna und Schwimmhalle, Physiotherapie und gemeinsamer Sport fallen aus; man geht sich aus dem Weg und ruft sich ein paar Parolen zu ("Bleiben Sie gesund!"), beäugt sich mißtrauisch, wer gerade trocken gehüstelt hat. Notwendige Medizinische Behandlungen werden vertagt (sie der Kommentar im letzten Virusstrang), Medikamentenengpässe gab es vorher schon in manchen Bereichen (weil Indien für seine Generika anderswo wohl mehr bekommt) - und Patienten mit belastenden Vorerkrankungen dürfen sich noch mehr Sorgen machen, was ihrem Immunsystem sicher gut tun wird. Kurz: die Lebensbedingungen werden absehbar schlechter und das wird sich auch auf die Psyche schlagen. Praktizieren die Psychotherapeuten noch? Die Kirchen tun es nicht mehr; in Einzelseelsorge vielleicht oder virtuell, aber was ist schon ein Gottesdienst ohne gemeinsames Siingen der Liturgie. Wohl dem der einen Hauskreis hat. Wie wird es wohl heute in den Moscheen aussehen? Ob man dort wohl auf Allah vertraut?
Dann die Versorgungssituation: ein Teil der Geschäfte hat zu, die Supermärkte aber sind gut besucht. Viele fahren mehrere an, weil in einem öfters ein Produkt ausverkauft ist. Es hat auch keiner angeordnet, das dort nur noch Lebensmittel verkauft werden dürfen: es gibt reichlich Non-Food-Produkte und diejenigen, die sonst im Einzelhandel gekauft hätten, kaufen nun dort ihre Gummistiefel, Büroklammern - was weiß ich - und tragen etwas zum Gedränge bei. Der Wochenmarkt war diese Woch, auch wegen des schönen Wetters, außerordentlich belebt. Mütter erklären ihren Kindern, sie sollen nicht so drängeln, weil sie andere schwer krank machen könnten. Man taxiert etwas sein älteres Gegenüber - wird sie`s überstehen? Interessanterweise wirken gerade die, die den fragilsten Eindruck machen, am gelassensten. Viele wollen in den Garten: Salatpflanzen sind gefragt, Steckzwiebeln: da die Leute heuer nicht in Urlaub fahren werden können, wird wohl Schrebergarten und Selbstversorgung boomen. Gartenbaubedarf ist ausdrücklich noch zu verkaufen: wer im Garten an der frischen Luft ist und nicht vorm Bildschirm und sich verückt macht, der wird wohl noch am besten dran sein. Die Leute haben Zeit, weil sie nicht auf Arbeit können, schnappen sich die Kinder, gehen raus und treffen mit Leuten zusammen, deren Kreise sie sonst nie schneiden. Vielleicht muß auch die Oma einspringen, weil Mama Home-Office macht. Auch die Schüler haben nun Zeit mit anderen zu feiern. Eigentlich ein altruistisches Verhalten, den wenn bei ihnen, die sie wenig zu fürchten haben, das Virus die Runde macht, tragen sie erheblich zur Herdenimmunität bei. Überhaupt ein offenbahrender Begriff - zu anderen Zeiten wäre er Unwort geworden.
Die Verkäuferin im Baumarkt meint, die Leute kaufen wie die Guppies "Am Ende machen die es für uns alle noch schlimmer, wenn die Zahlen hochgehen, lassen sie uns vielleicht gar nicht mehr raus." Sie macht sich Sorgen wegen ihrer Autoimmunerkrankung - das wäre ein Risikofaktor. Wenn das Virus wirklich so ein Killer wäre, könnte man es mit solchen Maßnahmen bestimmt noch forcieren. Bin gespannt ob der Einzelhandel wohl im Anschluß klagt, weil die großen Ketten bevorzugt wurden - man überläßt ihnen die Versorgung der Bevölkerung und die damit verbundenen Gewinne aus den Hamsterrunden. Wie werden sich wohl die Marktanteile entwickeln? Auch der Internetversand dürfte boomen: mit Boten, die ihre Unterschriftenpads von Haus zu Haus tragen. Was soll das werden, wenn mal ein Erreger mit 10, 20% Letalität vorbeikäme? Und Bargeld ist sowieso bäh - also bitte alles Kontaktfrei mit Händi bezahlen oder per paypal. Dann können wir bald nachvollziehen, wer hier 5 Packungen Klopapier gehamstert hat und ihn an die "Wall of Shame" stellen.
Ein Bekannter berichtet von seiner betagten Nachbarin, ihr Ehemann ist schwer pflegebedürftig. Der Pfleger von der Diakonie hätte ihr gesagt, über 70jährige dürften nun gar nicht mehr raus, hätte ihr einen Beutel mit Lebensmitteln in die Hand gedrückt und verboten den Müll selber rauszubringen. Natürlich hat sie sich dem gefügt. Ob er das nächste mal wohl Geld für diese Besorgungen haben wollen wird? In Mondpreisen, weil ja gerade alle Regale leer seien, so berichtet ja das Fernsehen.
Werden sich in ein paar Monaten, wenn alle wegen der schlimmen Corona-Wirtschaftskrise große solidarische Aufbauarbeit für großzügig verteiltes Helikoptergeld leisten sollen, allzuviele den Kopf darüber zerbrechen werden, ob das alles gut und richtig war?
Eine gute Zeit für einen Waldgang. Wo, wenn nicht in seinem eigenem Körper kann man Souverän sein? Gesund machen kann einen keiner, das muß man selber tun.

Andreas Walter

20. März 2020 15:49

Hier die beste seriöse Erklärung, warum es sehr wahrscheinlich so oder so schief gehen wird:

https://www.welt.de/gesundheit/plus206665229/Coronavirus-So-ernst-ist-die-Lage-wirklich.html

Schade. Mittlerweile hinter einer Bezahlschranke. Ist aber eh nicht lustig, kann man sich also sparen.

Marc_Aurel

20. März 2020 16:52

Ernste wirtschaftliche Konsequenzen beginnen sich abzuzeichnen, Umsatzrückgänge in einigen Unternehmen um bis zu 70-80 %, großflächige Absage von Terminen, auf Eis legen von Projekten, auf absehbare Zeit keine Besserung in Sicht. Man rechnet intern vieler Orts durch, wie lange man sich das noch leisten können wird, Kurzarbeit wird erwogen oder ist geplant, Kündigungen aus wirtschaftlicher Not heraus sind wahrscheinlich. Entwürfe für Passierscheine für den Weg zur Arbeit trotz Ausgangssperre schlummern bereits in den virtuellen Schubladen. Kleinunternehmer riskieren Strafen, weil ihnen keine andere Wahl bleibt, als trotzdem raus zufahren und zu verkaufen...

Was vor kurzer Zeit noch fern und abstrakt schien, schafft nun eiserne Fakten bis ins Private hinein. Viele haben Angst, einige nackte Angst, manche wegen dem Virus, manche wegen der wirtschaftlichen Existenz oder beidem. Die Presse gießt derweilen fleißig Öl ins Feuer und schürt die Hysterie: habe heute erst im vorbeigehen eine Artikel in „der Bild“ erfasst, indem es um die Arbeit eines Bestattungsunternehmers während der Krise zu gehen schien, Buchstaben über dem großen Bild eines Sarges mit einem angeblichen Corona-Opfer.

Dem guten Dr. Wodarg, dessen Aussagen ja eher beschwichtigend wirkten und der wohl einmal zu oft und zu laut (Reichweite) das Falsche gesagt hat, wird bei GMX ein ganzer Hetzartikel gewidmet, bei dem ein zum Teil nicht näher benanntes Konsortium aus „Mainstream-Mythbustern“ sämtliche Kernaussagen des Mediziners in Oberlehrermanier bemüht ist zu falsifizieren. Was mir bei dieser Gelegenheit wieder auffällt ist, mit welcher Geschwindigkeit man auf populäre Videos im Internet neuerdings gleich mit Artikeln und Beiträgen in den Wahrheitsmedien reagiert, möglicherweise wird auch WhatsApp systematisch analysiert hinsichtlich der geteilten Beiträge, um auch dort aufkommenden Meinungen gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen (im Keim ersticken).

Ob das für die Regierung bei der momentanen Kopflosigkeit der Bürger wirklich nach hinten losgehen kann, da bin ich mir noch nicht sicher. Die Masse ist momentan auf der ersten und zweiten unteren Ebene der Maslowschen Bedürfnishierarchie unterwegs und wird wohl einfach sehr dankbar sein, wenn alles irgendwann wieder einigermaßen funktioniert, für höhere politische Fragen fehlt momentan vermutlich bei den meisten der Sinn. Alles was nicht auf totale Katastrophe/totales Versagen hinausläuft, wird man der Regierung vermutlich später als „gutes Krisenmanagement“ auslegen, unabhängig von der Frage, was wirklich getan wurde und ob dies sinnvoll und zweckmäßig war.

Hartwig aus LG8

20. März 2020 17:12

Und ich dachte schon, ich interpretiere zu weitschweifig. Aber nun hat sich endlich @Grambauer zum Thema geäußert. Die Arbeit an seinem Kommentar wird wohl mein Wochenende füllen.

Laurenz

20. März 2020 17:14

@Stefanie @Der_Juergen

Wir wissen alle, wenn der Föhn über die Alpen weht, sterben überdurchschnittlich viele Alte, weil das Wetter-Phänomen den Kreislauf belastet. Genauso gefährlich sind Infekte. Bei uns sterben im Schnitt jeden Tag 2.500 Menschen und auf Italien um ein viertel runter gerechnet, dort 1.865.
Solange diese Zahlen nicht um 200 oder mehr überschritten werden, bleiben alle Publikationen Propaganda.
Um das festzustellen, braucht man kein Robert Koch oder Otto Blumenthal zu sein.

Lotta Vorbeck

20. März 2020 17:36

@Andreas Walter - 20. März 2020 - 03:20 PM
"... Stellt euch daher lieber auf einen Schock ein und seid dann froh, wenn es nicht ganz so schlimm wird wie derzeit schon in Spanien und Italien. ..."

@Andreas Walter - 20. März 2020 - 03:49 PM
"... Hier die beste seriöse Erklärung, warum es sehr wahrscheinlich so oder so schief gehen wird. ..."

~~~~~~~~~~~~

Werter @Andreas Walter, warum reichen Sie hier auf SiN ständig die Meldungen der Systempresse herum? Was soll das? Sind Sie deren Herold?

Wenn ich substanzlosen Mainstream lesen wollen würde, hätte ich auf Mainstream-Netzseiten Gelegenheit dazu.

Wenn Sie gern in kaltem Kaffee baden, dann tun Sie's einfach.

Wenn Sie meinen, sich 24/7 an Seuchenstatistiken ergötzen zu müssen, dann tun Sie's in Gottes Namen.

Gegen Ihre penetrante Art der Panikmache bin ich immun. Als ungemein lästig empfinde ich es trotzdem seit nunmehr anderthalb Wochen in jedem SiN-Kommentarsstrang von Ihnen damit überschüttet zu werden.

Hartwig aus LG8

20. März 2020 19:11

Für alle, die sich momentan für AfD-Internas und Flügelkämpfe interessieren: Der Cuckservativ Markus Söder wird geradewegs zum Kanzlerkandidaten der Union aufgeblasen.
Mit Söder werden die harten Monate der AfD erst noch kommen.

Hartwig aus LG8

20. März 2020 20:09

Zeitgeistwechsel:
Habe gerade so ein ZDFSpezial zur Corona-Krise gesehen. Man glaubt es kaum. Vor ein paar Wochen sind die Bauern mit ihren Traktoren noch vor Bundestag und Landtage gefahren, weil sie sich von Gott und der Welt "gedisst" fühlten (und wurden!). Und jetzt, ZDF, wird der Vorsitzende des Bauernverbandes als Retter der Volksernährung hofiert; Getreide, Obst, Gemüse ... auf uns Bauern ist Verlass; so er. Und ZDF: Auf unsere Bauern ist Verlass.
Ein Zeitenwechsel.
Wahnsinn!

Lumi

20. März 2020 20:51

Politmedial wird binnen weniger Wochen ein Viruskuckucksheim errichtet … und ein Großteil des Volkes zieht dahin um. Dies verweist auf eines der großen Probleme Deutschlands: die allgemeine Vertrottelung, Verblödung und Verdummung. Positiv heben sich davon immerhin jene ab, die nun Coronaparties feiern.

In der realen Welt werden derweil Nägel mit Köpfen gemacht. Von der Leyen hat Coronabonds (= Eurobonds) ins Spiel gebracht. Das ist die totale Vergemeinschaftung der Schulden. Thilo Sarrazin erklärt dies in seinem Buch "Europa braucht den Euro nicht". Merkel und Scholz hätten dies sofort und grundsätzlich ausschließen müssen. Aber sie haben gar nichts gesagt.

@Hartwig: » Vielleicht ist es auch anders und Corona liefert den Vorwand, Italien komplett zu entschulden und damit "zu halten". «

Wurde denn Griechenland entschuldet? Nein. Die Gläubiger, zum Beispiel die Pensionsfonds in Amiland, wollen doch ihr Geld nicht abschreiben. Stattdessen wird ein Dummer einspringen - der steuerzahlende deutsche Volltrottel.

Merkel, Scholz und Konsorten sind Totalversager, die Land und Volk in den Dreck fahren.

Waldgaenger aus Schwaben

20. März 2020 21:16

Die Absicht hinter den Quarantänezwängen ist es, die Durchseuchung in Wellen ablaufen zu lassen, so dass keine einzelne Welle die Kapazität des Gesundheitssystems übersteigt. Wir werden also Quarantänezwänge und Lockerungen in Folge sehen.
Wenn wir Glück haben, stehen bei den letzten Wellen Medikamente und Impfungen zur Verfügung.

Die AfD hat bei der Corona-Krise eine sehr schlechte Figur gemacht. Niemand hat die Entwicklungen voraussehen können, aber AfD-affine Forderungen nach Grenzschließungen für alle Einwanderer, scharfen Kontrollen aller Einreisenden und Zurückweisung aller aus Risikogebieten, die Mobilisierung der Bundeswehr, Bevorratung von Schutzausrüstung und ähnliches hätten früh und laut erhoben werden müssen.
Es gab solche einzelne frühzeitige Vorstöße wie zum Beispiel von Alice Weidel. Doch die Verschwörungstheorie- und Alternativ-Medizin-Fraktion in der AfD war wohl zu stark, um die AfD laut und deutlich mit einer Stimme sprechen zu lassen. Kann ja auch bei SiN besichtigt werden.
Erneut erwies sich die AfD als nicht regierungsfähig.

Merkel wollte ihre immer gleiche Strategie fahren. Nichts tun, Worthülsen absondern und wenn sich ein mehrheitliches Meinungsbild abzeichnet, dazu passende alternativlose Entscheidungen verkünden.

Söder ist der Mann der Stunde, der mit dem richtigen Machtinstinkt wusste, wann er was zu tun und zu sagen. Er wird wohl Kanzlerkandidat der CDU/CSU werden und die AfD wird 2021 auf ein zweistelliges Ergebnis hoffen müssen. Selber schuld.

Nordlicht

20. März 2020 22:17

@Andreas Walter: Ich teile Ihre Einschätzungen.

Über die Versäumnisse der Bundesregierung zu debattieren, kann man sich für die Zeit danach aufheben. Der Schock, dass von gestern auf heute die Zahl der Toten sich von 44 auf 67 erhöhte, kam bei mir trotz der Erwartung, dass diese Zunahme kommen würde. Letztlich dürfte die Situation hier nicht viel anders als im Iran sein (- etwa gleiche Bevölkerungszahl, etwa gleiche Zahl der gemeldeten infizierten), aber wir haben eine phantastische und noch nicht überlastete Intensivmedizin.

Dass sich die Mainstreampresse nun auch auf apokalyptische Szenarien einstellt, erfolgt mE auf einen Wink der Regierung. Bis vorgestern verharmloste man und schaute weg, gestern musste die Kanzlerin das Scheitern der von ihr geführten Regierung(en) zugeben, wie immer seltsam unbeteiligt, vage und in einer Diktion, mit der die Schuld plötzlich an "die Bürger" zurückverwiesen wird.

Schauen wir, dass wir einigermassen heil bis Sept. 2021 kommen. Und danach? Der gleiche Mist in Grün-Rot?

Solution

20. März 2020 22:42

@ Waldgänger aus Schwaben
100% Zustimmung.
Man wünscht sich fast, daß die peinliche AfD mit der Krise verschwindet.
"Letzte evolutionäre Chance"? Das Deutsche Volk ist am 8.5.1945 untergegangen. Wenn man einem Huhn den Kopf abschlägt, zuckt es noch eine Weile und kann sogar noch ein paar Meter laufen.
Es ist Zeit, wirklich und grundsätzlich darüber nachzudenken, was noch an Substanz da ist und was wir daraus noch machen können, denn der Kampf geht bis zum Letzten.

Gracchus

20. März 2020 23:53

Bosselmann schreibt im Krisenmodus kluge Artikel: Macht uns das Virus alle zu Konstruktivisten? Gibt es eine erkennbare Realität jenseits unserer Konstruktionen/ Imaginationen? Die Ungewissheit, die mit dem Virus einhergeht, ruft alle möglichen Interpretationen auf. Giorgio Agamben sieht darin seine Theorie des Ausnahmezustands bestätigt, Slavoij Zizek kontert und stellt Agamben unter Ideologieverdacht.

Möglicherweise ist beides real. Es gibt nicht die EINE Perspektive. So verstehe ich auch Bosselmann: Von dem Virus geht in einem medizinischen Sinn eine pandemische Gefahr aus, die wiederum für den Einzelnen je nach Konstitution ganz unterschiedlich ausfällt. Die Gefahr, dass die Politik diese durchaus reale Gefahr ausnutzt, um eine Art Notstandsdikatur zu errichten, ist ebenso real. Deshalb fand ich das Eichendorff-Zitat, das neulich ein Forist brachte ("Hüte dich, bleib wach und munter"), passend.

Beide Gefahren rufen nach einer gesunden Immunabwehr. Die Krise macht uns also nicht nur zu Konstruktivisten, sondern auch zu Immunologen.

Andreas Walter

21. März 2020 00:15

@Lotta Vorbeck

Was ist denn mit Ihnen plötzlich los? So kenne ich Sie ja gar nicht. Liegen die Nerven blank, oder wer zwingt Sie dazu, meine Kommentare zu lesen. Ich etwa? Dann lassen Sie es doch einfach. Doch genau über dieses Phänomen habe ich heute einen Film auf YouTube gesehen. Wenn man andere für sein eigenes Unwohlsein verantwortlich macht. Oder für die eigenen Empfindungen, Gedanken, was auch immer.

Genau dieses sich nicht anstecken und runter ziehen lassen gibt mir aber die Kraft, mich auch mit der Möglichkeit einer echten Katastrophe auseinandersetzen zu können, ja, sogar selbst mit meinem eigenen Tod innerhalb der nächsten 10, 12 oder 13 Tage.

Hier, das hellt Sie wieder auf:

https://youtu.be/csc_DQ79K6Y

https://youtu.be/konbz6lS3nk

Darum “Fürchtet euch nicht, denn wisset, ich bin bei euch bis an das Ende aller Tage.“

Hihihi, und hier die Version für die Wilderen unter euch:

https://youtu.be/X29lF43mUlo

heinrichbrueck

21. März 2020 00:20

Wird die Mediendemokratie eigentlich verstanden? Die fälschlich so genannte Opposition darf jede Forderung in den Raum stellen, berichten die Medien nicht flächendeckend darüber, fand die Information nicht statt. Es gilt, endlich ohne Medien zurechtzukommen, nicht der Presse die Führung zu überlassen.
Und Merkel eine Eigenstrategie zu unterstellen, die sich deutschlandweit positiv auswirken könnte, was demokratisch wohl nicht anders gedacht werden kann... Den Sprechpuppen wird geglaubt, also wird auch der nächste Kanzler eine. Überlaßt den Sprechpuppen die Kontrolle, dem Volk wird es schon nutzen – und dann auch noch dem Volk die Schuld geben! Und Corona wird nicht die letzte Waffe gewesen sein, so schnell wird das Vertrauen in uns selbst nicht zerstört, und dermaßen rapide die Knechtung nicht erfolgreich umgesetzt werden können.

Fredy

21. März 2020 00:34

@Grambauer

Und wenn nichts davon eintritt, was tun Sie dann? Sich entschuldigen und hier abmelden oder - wie bei solchen Leuten üblich - so tun als wäre nichts gesagt und geglaubt worden und gleich den nächsten Unsinn posten?

Ich bin gespannt.

Augustinus

21. März 2020 02:28

@Caroline Sommerfeld
Vielleicht sollten Sie lieber bei Kant bleiben?

Eine fortlaufende Multiplikation (im Moment ungefähr 2 hoch 1/3 pro Tag), die sich auch als e-Funktion darstellen lässt ist für viele Menschen nicht so gut fühlbar wie eine fortlaufende Addition.

Bekanntlich haben die asiatischen Länder das exponentielle Wachstum der Neuinfektionen durchbrochen und auf einen nahezu linearen Zuwachs abgebremst. Wer ist denn dafür wohl verantwortlich?

Dass wir es in Europa mit Vollversagern zu tun haben, spricht nicht generell gegen die Institution des Staates.

Wenn ich schon die Aussage von RKI-Chef Wieler lese: "Wir sind in einer Krise, deren Ausmaß ich mir nie hätte vorstellen können". Na dann fehlt es dem Mann an der nötigen Phantasie und der Fähigkeit länger als von 12 bis Mittags zu denken.

Die Aufgabe von Mitarbeitern beim RKI oder PEI ist es vorausschauend zu denken und auf den Worst Case vorbereitet zu sein.

Zu einer Lähmung des menschlichen Sachverstands, sowohl bei Experten wie auch bei Machern, hat unter anderem auch die jahrelange Beschäftigung mit ideologischen Scheinproblemen, wie Gender, Dieselabgase, CO2, Energiewende, etc. beigetragen.

Sorry Frau Sommerfeld: Wenn ich zum entscheidenden Zeitpunkt in Deutschland das sagen gehabt hätte, so hätte ich die erfolgreichen Seuchenbekämpfungsstrategien von Singapur, Taiwan, Vietnam, Südkorea und China kopiert. "klar denkende" Libertäre, anarchistische Linke oder Anthroposophen hätten bei meinem pragmatischen Handeln keine Rolle gespielt.

eike

21. März 2020 04:30

Kann die Medizin eigentlich zweifelsfrei entscheiden, ob jemand an oder mit Covid-19 gestorben ist ?

Die meisten Untersuchungen (z.B. ISS Italien) behaupten
"80% der Verstorbenen hatten zwei oder mehr chronische Vorerkrankungen. 50% der Verstorbenen hatten drei oder mehr chronische Vorerkrankungen. ...
Bei weniger als 1% der Verstorbenen habe es sich um gesunde Personen gehandelt"

Sicher verschlimmert das Virus alle Krankheitsverläufe von Vorerkrankungen, aber dann sollte man es auch nur für den Anteil verantwortlich machen, der ihm zukommt.

Solange diese Bereinigung nicht stattfindet, sind alle Sterblichkeitsdaten statistisch unseriös.

Franz Bettinger

21. März 2020 06:24

@Bosselmann schreibt: "Es wird erst später zu klären sein, ob es richtig war, ganze Volkswirtschaften lahmzulegen, Firmenpleiten hinzunehmen und Bürgerrechte außer Kraft zu setzen. Abgesehen davon darf das Argument, besser gehandelt als etwas versäumt zu haben, auch künftig volle Geltung beanspruchen.“ Ich nehme an, Bosselmann meint das ernst. Oder habe ich die Ironie nicht verstanden?

Das ist - Verzeihung! -kompletter Blödsinn! Aber leider in Politik wie Medizin Usus geworden. (Auch darauf geht Dr. Köhnlein im später von mir verlinkten Video ein.) Etwas tun, erscheint (in Politik wie Medizin) leider immer richtig; nichts zu tun fast immer falsch (und wird mit Nihilismus gebrandmarkt). Hippokrates aber wusste schon und legte es in seinem Eid nieder: Noli nocere! Als allererstes soll der Arzt (wie der Politiker) nicht schaden! Genau dieses Gebot wird sträflich missachtet. Abwarten, Daten sammeln und erst handeln, wenn man sich dessen Nutzens sicher ist - so sähe gute Medizin (oder Politik) aus. Man kann (und tut es ja ständig) mit Handeln und Behandeln massiv schädigen!

Franz Bettinger

21. März 2020 06:37

Ich werde müde, gegen die Virus-Doktrin anzuschreiben. Trotzdem nochmals:

(1) Der Test taugt nichts, er bringt mindestens 50% falsch positive Resultate.

(2) Grundsätzlich ist die Theorie vom Virus äußerst löchrig (siehe Ausführungen Dr. Lanka's).

(3) Nach objektiven Erkrankungs- und Sterberaten zu urteilen, ist Corona harmlos im Vergleich zu Grippe und anderen Erkältungskrankheiten.

(4) Was das renommierte Mediziner-Journal Lancet (durch Dr. Köhnlein vermittelt) mitteilt, ist alarmierend: Nämlich dass die extrem teure (cui bono) Therapie mit Hochdosen Kortison und Immunsupressiva toxisch und tödlich enden kann, dass also nicht der Virus das Problem ist, sondern die Therapie, wie sie vor allem in Italien praktiziert wird und möglicherweise für die dort weit höhere Sterblichkeitsrate verantwortlich ist. Unbedingt ansehen (Minute 10-18): https://www.youtube.com/watch?v=TzTr_RjtgUk&feature=youtu.be

(5) Interpretation: Corona ist vermutlich (a) ein cover-up (Deckmantel) für entweder den Krieg (der gerade global ausgefochten wird) zwischen zwei Fraktionen des Tiefen Staates, oder (b) ein absichtlich konstruiertes Chaos, um die kriminellen Machenschaften der Regierungen (Aktien-Ponzisystem, Geldentwertung, Verschuldung, Klima-Lüge, CO2-Lüge, Feinstaub-Lüge, Zensur-Gesetze, Migration, GG-Verstöße am laufenden Band) zu kaschieren und die Freiheitsrechte sowie Finanzausstattung der Menschen weiter einzuschränken (Reise-Einschränkungen, Bargeld-Abschaffung, Impfpflicht, Behandlungspflicht, …).

(6) Am meisten erschreckt mich, wie dumm und kritiklos mittlerweile die Menschen (und auch auf der anderen Seite des Globus) geworden sind. Obwohl mich deren Verhalten sonst anwidert, empfinde ich nun fast Sympathie für den Widerstand, der von der Linken Indymedia (und auch von den französischen Gillets Jaunes) kommt.

(7) Am leichtesten zu behandeln bzw. zu managen sind Krankheiten / Krisen, die in Wahrheit gar nicht existieren, sondern die man den Leuten lediglich eingeredet hat wie Viren, Klima, Vulkanausbrüche, Waldsterben, Cholesterin.

Aksenjoch

21. März 2020 07:42

Zur Echtheitsfrage der Pandemie hat der Waldgänger schon alles vernünftige gesagt.

Die Rechte, vor allem in den sozialen Medien, gibt in diesen Tagen kein gutes Bild ab. Sie gleicht den Passagieren eines ("vermeintlich") leckgeschlagenen Schiffes, die nun darüber diskutieren, ob das Leck tatsächlich vom Rammen eines Eisbergs herrührt, oder ob es nicht in Wahrheit von Saboteuren innerhalb des Schiffes geschlagen wurde. Andere leugnen Konsequent, dass ein Leck überhaupt existiert.
Wie auch immer: Die meisten anderen Passagiere sind aber teils schon ins kalte Wasser gesprungen und drohen zu ertrinken.
Und DA gilt es doch jetzt zu handeln! Manche Situationen verbieten das lange Schwätzen, das Lamentieren, da muss gehandelt werden.
Man braucht den obigen Vergleich jetzt nicht weiter zu strapazieren, ich hoffe jeder weiß was ich meine. Es würden sich hier vielfältige Ansatzmöglichkeiten bieten:
1. Den Bauern geht womöglich bald ihre Ernte zugrunde. Wo sind die Aufrufe an junge Rechte, oder allgemein an die Jugend, an Studenten, hier auszuhelfen?
2. Es wären auch Lieferdienste an alte Menschen denkbar, die nicht mehr das Haus verlassen können.

Nur um mal zwei Beispiele zu nennen.

Ich habe diese Aufrufe im rechten Spektrum bislang noch nicht, oder nur sehr vereinzelt, gelesen. Wenn solche Dinge schon in Vorbereitung sein sollten oder schon existieren: Umso besser! Wenn nicht, dann sollte das schleunigst nachgeholt werden.

Noch ein Hesse

21. März 2020 09:09

@Waldgaenger aus Schwaben: Nun, und wenn wir Pech haben, werden wir gezwungen werden, uns impfen zu lassen, mit einem weiteren nicht wirklich getesteten und unabhängig analysierten Impfstoff. Alles im Dienste der Volksgesundheit. -
Nichts würde irgendwelche Kapazitäten übersteigen, wenn man den Menschen nichts von "Covid-19" erzählt hätte. Nein, ich fürchte, die Absicht hinter den Quarantänezwängen ist es, die Bevölkerung zu verängstigen und zu isolieren, während die Wirtschaft kontrolliert gesprengt wird. Und wieder mal sind es über meinen Daumen gepeilt 1 %, die nicht mitspielen ....

RMH

21. März 2020 10:09

Der Virus ist so real, wie jeder andere Virus auch. Die Bestatter, also die, die am ehesten Bescheid über die letzten Dinge wissen und was zu tun ist - gehen nicht ohne Grund nur ganz sorgfältig und mit sehr hohen Schutzvorkehrungen mit dem C- Toten um.

Spätestens, wenn der Virus bei einem selber im Umfeld zuschlägt und man selber betroffen ist, wird man die Dinge ganz anders sehen als vom Schreibtisch einen vermeintlich Nichtbetroffenen.

Im Übrigen möchte ich @Waldgänger zustimmen. Die AfD schafft es im Moment einfach nicht, irgendwie durchzukommen oder auch nur ansatzweise Themen zu setzen. Für den an Parteiinterna Interessierten bietet sich zwar die gerade angelaufene 250 Staffel der internen Nabelschau um die Erfinder des nun diesmal wirklich besseren Patriotismus, genannt der Flügel. Wer solche Flügel braucht, der kann seinen Laden am Besten gleich ganz zu machen.

Über die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Bayern liest man recht wenig - alles, was man lesen kann ist, dass die AfD jetzt nicht berauschend oder gar irgendwo besonders 2 -stellig abgeräumt hat (und Bayern dürfte der Landesverband in den alten Ländern sein, wo der Flügel recht gut repräsentiert ist und man hatte bei anderen Wahlen auch schon locker >10%). Dafür aber hat Bayern eine Landesvorsitzende, die ein Video nach dem anderen in die Welt setzt.

Für die AfD wird die Luft - keine Frage -zukünftig dünner. Corona lässt auch den Patriotismus offenbar nebensächlich werden.

zeitschnur

21. März 2020 10:39

Ihr Wort in Gottes Ohr, Herr Bosselmann, von den Menschen, die sich irgendwann bald das ganze Theater nicht mehr bieten lassen werden... Die Deutschen lassen sich, wenn es um Hysterie, Panik und Irrsinn geht, sowieso bekanntermaßen und historisch einmalig jeden noch so idiotischen Bären aufbinden ("The Germans are the best for Doomsday theories"). Allerdings scheinen nach Umfragen mindestens 25% der Deutschen bereits realisiert zu haben, dass das Ganze eine Art Psy-Op ist. Doch wie @ Caroline Sommerfeld befürchte auch ich, dass das Erwachen zu spät kommen könnte: Bis dahin hat Berlin ein Ermächtigungsgesetz abgestimmt, das uns endgültig politisch ruiniert. Wer das Infektionsschutzgesetz von 2001 ansieht, dem sollten die Alarmglocken klingeln, wie oft dort steht, dass die Exekutive im Falle x "ermächtigt" werde, uns unserer Grundrechte zu berauben. Jetzt schreien ja bereits die Ersten nach einer "Verschärfung" des Gesetzes. Leider v.a. die Konservativen und Rechten. Eine Katastrophe ist das, bestätigt aber meinen tiefen Vorbehalt gegen diesen politischen Richtungen. Einmal mehr plädiere ich für Libertarismus!
Die Exekutive ist dazu berechtigt, uns nahezu aller Grundrechte zu berauben, wenn die ihr angegliederten Institute ihr nahelegen, es bestünde eine Seuchengefahr. Über den Hebel "Pandemie/Epidemie" kann man politisch jeden noch so totalitären Akt setzen, wie es aussieht. Dieses Gesetz ist eine Zeitbombe.
Das heißt im Klartext: hier liegt überhaupt keinerlei politische Kontrolle mehr vor. Regierungshofschranzen wie das RKI oder die Charité oder das Paul-Ehrlich-Institut werden unter politischem Druck genau das plappern, was politisch opportun ist. Unsere Wächter "gegen rechts" haben das offenbar überhaupt nicht realisiert.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass ich folgende Vorgänge wahrnehme:

1. die totale soziale Isolierung der Menschen voneinander
2. Alle Sozialkontakte werden ins Internet verlegt und verlieren dadurch jeden privaten und physischen Charakter. Zuvor hat man fast überall die Telefonleitungen nun ins Internet verlegt.
3. eine militärische Mobilmachung - einerseits Defender 2020, andererseits eine angeblich daraus abgezogene Bundeswehr, die von AKK "auf einen langen Einsatz" vorbereitet wird. Wir sind ja, wie Macron sagt, im "Krieg", angeblich gegen eine "Seuche", in Wahrheit gegen die Bürger. Mit Befremden nahm ich Medienbilder wahr, in denen etwa schwerstbewaffnete Polizisten oder Soldaten (mit MPs) in Nizza patroullieren. Wer da immer noch nach einem starken Staat ruft, sollte mal kurz anfangen zu denken.
4. Das Szenario der Ausgangssperren und Ladenschließungen, die teilweise ohne exekutive Anordnungen schon in vorauseilendem Gehorsam vollzogen wurden von den Unternehmern (!), stellen faktisch ein Szenario des Kriegsrechtes dar. Gefragt werden muss, was unter Aussperrung der Bevölkerung derzeit eigentlich gerade geschieht.
5. Überall sind Baustellen, teilweise sogar neue über Nacht, wie mir gestern auffiel hier. Dort gelten wohl keine Abstandsregeln und sonstige hysterische Seuchenschutzmaßnahmen, wenn man sich ansieht, wie die Arbeiter sich verhalten. Und vor allem: warum stehen alle Uhren still, nur die Bauwirtschaft nicht?!
6. Warum wird ohne Not alles, was mit Bildung zu tun hat, weggeschlossen? Es ergibt keinerlei Sinn, Buchläden zu schließen, wenn man zugleich Friseursalons offen lässt, bei denen sich zwei Menschen in allernächste Nähe kommen. Warum ist die Bibliothek geschlossen? Die Arbeitsplätze dort sind weit auseinander, die Lesesäle nie dicht besetzt, die Bücher werden zum Teil sowieso aus Magazinen geliefert. Wenn man Lebensmittel aus Regalen holen darf, warum dann nicht auch ein Buch in einer Präsenzbibliothek?
7. Und warum hieß es neuerdings vom WHO Chef heißt, Kinder sollten sich klarmachen, dass sie sterben könnten, wo es bisher immer hieß, Kinder würden so gut wie nie krank, übertrügen auch das Virus nicht an Ältere, soll mir auch mal einer sachlich erklären. Die Nachrichten sind so ziemlich das größte Desaster. Jeden Tag was Neues, und garantiert immer widersprüchlich, aber so oft, dass keiner mehr weiß, welcher Mist gestern noch durch die Ticker getrieben worden war.
8. Das Bombardement mit ständigen News und dem Gequatsche der "Experten" erinnert mich an 9-11. Nachdem man uns damals alle kriegsreif gemacht hatte auf diese Weise, kam dann auch der verheerende Krieg und mit ihm Flüchtlingswellen und Unfrieden bis zum heutigen Tag etc. etc.
9. Man will uns jeden Zweifel an den unverhältnismäßigen Maßnahmen durch permanenten Beschuss mit Horrorzahlen austreiben.
Man erzählt uns von 600 Toten in Italien gestern, aber nicht, woran sie wirklich gestorben sind, wie alt sie waren, ob sie multimorbid waren, und ob diese Zahlen von den Sterbezahlen der Vergleichmonate im Vorjahr abweichen. Jeder, der jetzt stirbt, wird auf das Coronakonto gebucht - ohne jeden stichhaltigen Beweis.
10. Zunehmend wird verwischt, dass der sensitive Test nicht misst, ob jemand erkrankt ist oder eine Infektion hat, sondern nur, ob sich in seinen Schleimhäuten wenigstens ein verdächtiges RNA-Sequenzchen befindet, das nicht einmal ausschließlich das Befürchtete sein muss. man tut so, als sei "Testpositiver" ansteckend - das ist er definitiv nicht zwingend, ja sogar mit großer Wahrscheinlichkeit gar nicht. Wenn die meisten Bundesbürger wüssten, was man in ihrem rachen alles findet - alles von Tuberkuloseerregern über Streptokokken, Pneumokokken, RNA-Sequenzen aller Art etc. Wenn man also Kranke, die etwa mit Pneumonie ins KH kommen "positiv testet" heißt das nichts - er hat eine Lungenentzündung, sie wird symptomatisch behandelt, noch nie hat man "getestet", ob er irgendwelche Virenstückchen im Mund hat, kann also gar nicht sagen, ob die Korrelation eines positiven Tests mit einer anderen Erkrankung relevant ist. Nicht zuletzt sterben inzwischen viele bereits wohl auch an den irrsinnigen Medikamentenhämmern, die man den armen Leuten verabreicht, ähnlich wie bei HIV.
Wenn jetzt irgendwo ein junger Mann stirbt, heißt es, "der Corona is gwen" - noch vor drei Wochen starben immer und überall auch einmal unerklärlich oder überraschend junge Menschen. Man hat das nie problematisiert, einfach weil es das in einem bestimmten statistischen Umfang gibt. Ich habe selbst eine Frau gekannt, die vor vielen Jahren mit 40 unerwartet und ohne Vorwarnung starb, nachdem sie sich mit einem unauffälligen grippalen Infekt zu Hause ins Bett gelegt hatte. Und damals wurde kein Theater gemacht, weil man so vernünftig war zu sagen, dass es niemand mehr nütze, nun Obduktionen und großen Hype zu veranstalten, weil in Vergleichsfällen meist nicht geklärt werden kann, warum derjenige nun starb.

Normale Dinge werden nun zu Sensationen und Gefahren erklärt. Dinge, die es immer schon gab und die heute gar nicht anders sind, werden aufgespießt und zu Horror stilisiert.
Eine "Seuche" war bislang eigentlich immer nur unter schwierigen sozialen und hygienischen Verhältnissen zu befürchten, also in Kriegsnotzeiten, bei Wassermangel, Hungerzeiten gegeben und auch nur dann, wenn die Krankheit für eine Mehrzahl derer, die sie manifest (!!!nicht weitgehend symptomfrei nach einem Test!!!) und klinisch hatten, daran starben und es sich dabei um eine wirklich schwere Erkrankung handelte. Es gibt überhaupt keinen Grund, derzeit in Deutschland ein solches Szenario zu befürchten.

Es ist mehr als surreal.

Laurenz

21. März 2020 10:54

@Blindgaenger aus Schwaben ..... mit Verlaub .... als ob auf SiN eine Direkt-Verdrahtung mit der Bayrischen Staatskanzlei bestehen würde. Wenn wir den Holzkopf Söder sehen wollen, können wir auch schlicht das Welt-Moral-Hauptamt einschalten, da läuft Söder permanent, und zwar solange, bis er jedem zum halse raushängt.
Sein quasi-Partei-Freund und Kollege Bouffi aus Hessen schreddert Hanau-Akten, verteilt Hanau-Maulkörbe und läßt zu eifrige Finanz-Beamte gruppenweise in Geschlossene einweisen. Überlegen Sie Sich bitte genauer, wen Sie hier dauernd zitieren. Sie werben hier für die Negativ-Auslese unsere Volkes, die miesesten Charaktere. Da sind einem ja Bankräuber lieber, die richten weniger Schaden an.
Hier auf dem aktuellen RT-Video sehen Sie etwa in der Mitte einen Arzt aus Kiel, der aufzeigt, wie man sich zu Tode therapieren lassen kann. https://youtu.be/TzTr_RjtgUk

Noch ein Hesse

21. März 2020 12:12

Lieber G. Grambauer, finde Ihren Kommentar extrem interessant, wäre Ihnen allerdings sehr dankbar für einen Hinweis, wo ich etwas mehr finde zu "b) der ahrimanisch-luziferischen Farce von Bailey / Aurobindo / Gebser / Maitreya / Creme ---> Share International / Raj Patel" Aurobindo und Gebser habe ich bisher wirklich nicht als die o. g. "Farce" betrachtet?

Laurenz

21. März 2020 12:32

@RMH ... das, was Sie beschreiben unterliegt einer falschen, vielleicht auch ungesunden Wahrnehmung. Presse-Konferenzen mit Chrupalle, Meuthen, Gauland, (die verantwortlichen Partei-Vorsitzenden) locken kein Schwein hinter dem Ofen hervor. Ohne den Flügel wären wir überhaupt nicht mehr medial präsent. Und da die geballte Medien-Macht & das Ministerium für Staatssicherheit auf den Flügel einschlägt, scheint man bei den ehemals Etablierten doch der Meinung zu sein, daß nur dort politisch Gefahr für die eigene Amt-und-Würden-Existenz drohe. Die AM und deren Sympathisanten scheinen nicht relevant zu sein oder sind eben schon gekauft.
Einer meiner 4 Urgroßväter war Beamter der Reichsbahn, und bezahlte seine "private" Alterversorgung in Goldmark, die später in wertloser Reichsmark ausgezahlt wurde. Sie glauben doch nicht im Ernst, daß einem charakterlichen Schließmuskel wie Meuthen diese historischen Konsequenzen einer privaten Rentenversicherung nicht bewußt wären und trotzdem schlägt er dies vor. Wir brauchen solche Versager im Angesicht des Wahlvolkes nicht. Wenn Herr Meuthen in einer freien Wahl mehr als 25% macht, können wir gerne über Ihren Unsinn, RMH, weiter debattieren. Aber solange das nicht geschieht, sind Sie der Virus.

Imagine

21. März 2020 12:42

@Maiordomus

Um noch einmal auf Ihre Frage zurückzukommen.

Ist die Ausgangsperre vom Aspekt des Bevölkerungsschutzes angemessen?

Schauen wir uns Italien an, das Land mit den weltweit meisten Coronavirus-Sterbefällen:
Bevölkerungsbilanz (Jahr 2018)
Bevölkerung am 1. Januar - 60.483.973
Geburten - 439.747, Sterbefälle - 633.133

Sterblichkeitsrate:
633.133 Tote : 365 Tage = durchschnittlich 1735 Tote/Tag.
In 10 Tagen = 17.350, in 30 Tagen = 52.050.

Am 31.1.2020 wurden in Italien erstmals 2 Infektionen mit COVID-19 diagnostiziert, am 20.3.2020 waren es 47021.
https://de.wikipedia.org/api/rest_v1/page/graph/png/COVID-19-Pandemie_in_Italien/0/ec12fde279b6fca2a640e588bfddad94fa1c572e.png

Die ersten mit Coronavirus infizierten Toten (n=2) gab es in Italien am 22.2.2020, am 20.3.2020 waren insgesamt 4.032 verstorben.
https://de.wikipedia.org/api/rest_v1/page/graph/png/COVID-19-Pandemie_in_Italien/0/3ebfe1970e1650a27ca51e5f13703431586bcf45.png

Überträgt man die durchschnittliche Sterblichkeitsrate von 1735 Tote/Tag auf den Zeitraum vom 22.2.2020 bis zum 20.3.2020 (= 28 Tage), so sind in diesem Zeitraum 1735 x 28 = 48.580 Todesfälle zu erwarten - im Vergleich zu den 4.032 Coronavirus infizierten Toten.

In Deutschland betrug im Jahr 2018 die Bevölkerungszahl 82.79Millionen, Geburten 787.523, Sterbefälle 954874.

Sterblichkeitsrate:
954.874Tote : 365 Tage = durchschnittlich 2.616 Tote/Tag

Die Zahl der in Deutschland diagnostizierten Infektionen mit COVID-19 ist hier dargestellt:
https://de.wikipedia.org/api/rest_v1/page/graph/png/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland/0/32a77a02aaed45b971880edbb418ac3fdeb27525.png

Die ersten mit Coronavirus infizierten Toten (n=2) gab es in Deutschland am 9.3..2020, am 20.3.2020 waren insgesamt 32 verstorben.
https://de.wikipedia.org/api/rest_v1/page/graph/png/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland/0/865564934da09233efc5167778665cce39f2e42f.png

Überträgt man die durchschnittliche Sterblichkeitsrate in Deutschland auf den Zeitraum vom
9.3..2020 bis zum 20.3.2020 (n= 12 Tage), so sind in diesem Zeitraum 2616 x 12 = 31392 Todesfälle zu erwarten im Vergleich zu den 32 mit Coronavirus infizierten Toten.

Angesichts dieser Zahlen stellt sich Frage, wie das staatliche Handeln zu beurteilen ist?

Eine erzwungene Ausgangsperre entspricht einem „Hausarrest“ wie bei Strafgefangenen. Das ist eine mit häuslichem Gefängnis vergleichbare Freiheitseinschränkung, welche individuelle und vom Grundgesetz garantierte Freiheitsrechte außer Kraft setzt.
Und dies, obwohl die die Wirksamkeit von Ausgangssperren laut dem „Chef-Virologen“ Prof. unklar ist.
https://www.ndr.de/nachrichten/info/18-Die-Wirksamkeit-von-Ausgangssperren-ist-unklar,audio656282.html

Es ist evident, dass es unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes und der Reduzierung von Infektionen viel effektiver wäre und zugleich die Freiheitsrechte der Bürger wahren würde, wenn man einfache Gesichtsmasken („OP-Masken“) und Einmalhandschuhe der Bevölkerung in ausreichem Maß zu Verfügung stellen und deren Gebrauch in der Öffentlichkeit sowie von in öffentlichen Verkehrsmitteln, öffentlichen Gebäuden und Geschäften verpflichtend machen würde.

Was soll die Absperrung von Parks, Freizeitgelände, Ufern etc. medizinisch bewirken?

Bei Gebrauch von einem Mundschutz und der Wahrung von entsprechendem Abstand geht die Infektionsgefahr gegen Null.

Zunächst unterlässt man es, entgegen den Empfehlungen von Virologen nicht Massenveranstaltungen zu verbieten, schließt nicht die Schulen und verzichtet auf die Testung und Erfassung von Einreisenden aus Epidemie-Gebieten etc.. Und danach kommt es zu rigiden Einschränkungen der Freiheit der Bürger wie unter Bedingungen von Faschismus und Bürgerkrieg.

Dass manche Menschen da auf die Idee kommen, hier laufe etwas ganz anderes ab als der Gesundheitsschutz der Bevölkerung, ist nicht überraschend.

Zumal in den Medien keine kritischen Stimmen zu finden sind, sondern fast alle Journalisten und nicht wenige Wissenschaftler die staatlichen Maßnahmen loben und wie eine Meute auf Kritiker wie Dr. Wolfgang Wodarg losgehen.

Gracchus

21. März 2020 12:44

Ich muss mich wundern, wie einige hier im Forum so genau wissen, dass es sich nicht um keine Pandemie, sondern um eine Fake-Inszenierung handelt. Woher nehmt Ihr eure Informationen? Trotz shut down hat sich mein Arbeitspensum nicht wesentlich verändert - und ich arbeite nicht in der Bauwirtschaft -, so dass ich keine Zeit habe, mir alle möglichen Informationen im Netz zu besorgen. Abgesehen davon kann ich selber keine Forschung betreiben und muss daher entscheiden, welchen Informationsquellen ich vertraue. Schilderungen über die Situation in der Lombardei sprechen klar gegen eine Fake-Inszenierung. Die Virologen, die medial zu Wort kommen wie Drosten, Kekule oder der aus Bonn, wirken auf mich seriös - und nicht Teil einer Verschwörung.

Das Problem scheint zu sein, wie mit der mit der Situation einhergehenden Ungewissheit umzugehen ist. Diese Ungewissheit scheint für viele intolerabel, dass man sie starken Meinungen in die eine oder anderen Richtung zu kompensieren. Diese Ungewissheits-Intoleranz führt auch zur Hysterie - in die eine oder andere Richtung.

Und dabei wiederhole ich: Die Gefahr, dass die Pandemie zu einer Notstandsdiktatur ausgenutzt, sehe ich durchaus. Kriterium wird sein, wie lange die Massnahmen aufrecht erhalten werden. Wahrscheinlich wird es so sein, dass man die Massnahmen nur partiell zurückdreht. Auch das ist ungewiss. Dass sich "Rechte" hier im Forum darüber wundern, dass andere "Rechte" daran nichts anstößiges finden, wundert mich mit Blick darauf, dass der Dezionismus rechts ist: "Nicht quatschen, sondern handeln!"

tearjerker

21. März 2020 13:29

„Normale Dinge werden nun zu Sensationen und Gefahren erklärt. Dinge, die es immer schon gab und die heute gar nicht anders sind, werden aufgespießt und zu Horror stilisiert.“ Wo der Glaube weicht, wächst der Aberglaube, deswegen sind alle bereit, sich vor jeder noch so krude zusammengeschusterten Bedrohung in den Staub zu werfen und ein neues Opfer zu bringen. Pathologie regiert, nicht Politik. Folgen: Von Wahnhaft zu Wohnhaft.

Leute, meidet Ärzte und Einrichtungen des Gesundheitsystems, wo Kranke gesammelt auftreten. Wenn sich‘s vermeiden lässt.

Gotlandfahrer

21. März 2020 13:56

https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

Cugel

21. März 2020 14:02

@Lotta Vorbeck
Es mag ein Versehen oder technisch bedingt sein - verzeihen Sie mir bitte meine Pingeligkeit - aber die 2 ist tief-, nicht hochzustellen. Ich habe diese falsche Darstellung jüngst mit Grausen im Sprühkreidegeschreibsel veganer Volldeppen bemerkt. Es hat dem übrigen Blödsinn des - mutmaßlich studentischen Ergusses - die Krone aufgesetzt.

Cugel

21. März 2020 14:03

@Laurenz
"Die ökonomischen Verwerfungen, die daraus entstehen, mögen dazu führen, daß ZEWA Apple aufkaufen wird, sei's drum."

Nun mußte ich herzlich lachen. Der war gut, vielen Dank für diese Perle!
Zu Merkel: Als Physikerin ist sie sicher unfähig. Als BK macht sie ihren Job hervorragend. Der herrschende Komplex ist extrem gut in seiner Personalauswahl. Die AfD sollte sich davon eine Scheibe abschneiden, hat aber eben nicht die Mittel und entsprechend eine sehr viel kleinere Auswahl.

Cugel

21. März 2020 14:04

Hartwig aus LG8, Marc_Aurel, Lotta Vorbeck, Lumi et al. liegen wohl richtig. Es zeichnet sich zudem ab, daß Der Große Knall, auf den viele Rechte seit langem hoffen, nicht kommen wird. Stattdessen nutzt man den kleinen Knall, ob nun bestellt oder nicht, den totalen Durchgriff bei minimalem Widerstand zu ermöglichen. Das System ist unglaublich flexibel.

HomoFaber

21. März 2020 14:09

Hier kann man die Mortalität in Europa

https://www.euromomo.eu/outputs/number.html

bzw. die Übersterblichkeit in einzelnen Staaten

https://www.euromomo.eu/slices/map_2017_2020.html

einsehen.

HomoFaber

21. März 2020 14:18

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bund-will-laender-in-der-corona-bekaempfung-entmachten-16689784.html

RMH

21. März 2020 14:22

@Laurenz,
Ihnen, als politisch Interessiertem und Gebildeten dürfte schon klar sein, dass die Wahlerfolge in der Vergangenheit so gut wie gar nichts über Erfolge in der Zukunft aussagen. Die Wähler in den neuen Ländern hätten auch Würstchen in Streifenanzügen gewählt, so sauer waren die (mit Recht!). Ich sehe da keine besondere Leistung, gerade des Flügels, dieses spezifische Protestmomentum abgegriffen zu haben. Dieses sehr breit gewesene Protestmomentum geht aber gerade Stück für Stück verloren.

Ich bleibe dabei, ich sehe für den Wahlerfolg der AfD - insgesamt betrachtet - derzeit ganz andere Themen für entscheidend, als ob da noch irgendwo ein Flügel herumwurstelt und sich in erster Linie darüber definiert, in dem er alle andere, die nicht "auf Linie" sind, in z.T. ehrabschneidender Weise permanent sehr persönlich angreift. Austeilen, aber dann Solidarität von denen Einfordern, die man zuvor nach Belieben abgewatscht hat, wenn einem selber der Wind ins Gesicht weht. Das nenne ich Chuzpe ...

PS: Und damit wären wir beim Kern: Es muss wieder eine echte, breite Proteststimmung aufkommen, die eine AfD bundesweit für sich nutzen kann.

PPS: Angeblich hat der Bundesvorstand ja beschlossen, dass sich doch der informelle "Flügel" bitte bis zum 30.04. auflösen möge ...

Maiordomus

21. März 2020 14:25

@Gracchus. Wenn der Dezisionismus "rechts" ist, dann waren natürlich Lenin, Stalin und Mao, besonders Pol Pot, auch "rechts". Beim VI. alllrussischen elektrotechnischen Kongress 1922 empfahl Lenin per Telegramm seinem Generalsekretär Stalin, unfähige und undynamische Elektrotechniker "zu erschiessen". Viel dezisionistischer geht kaum, und einem Stalin musste man Lenins Lieblingsverb nicht eigens buchstabieren. Der Wortschatz erinnert auch noch ein bisschen an das Kaderseminar der Linken vor etwa Monatsfrist, von dem im Moment auch niemand mehr spricht. Der Dezisionismus ist nicht rechts, sondern machtbezogen. Natürlich waren auch die "Empfehlungen" Gretas in vielem "dezisionistisch", auch wenn sie diesen Begriff von Carl Schmitt kaum verstehen wird. Schmitt war in dieser Sache reiner Handlungstheoretiker weniger Ideologe. Letztlich sind auch alle Entscheidungen, bei denen Stimmen gezählt werden, reiner Dezisionismus, was man zwar bei der Rückgängigmachung der Wahl in Thüringen nicht sagen konnte, das war, wenn schon, "unreiner Dezisionismus".

Cugel

21. März 2020 14:26

Aus der Verwandschaft eines in einem Ludwigshafener Krankenhauses beschäftigten Arztes wurde mir berichtet, daß die Lage dort zumindest bis gestern Mittag sehr ruhig war. Kaum Covid-19-Fälle; 3 oder 4 Positive habe man bei unbedenklicher Symptomatik nachhause geschickt. Außergewöhnlich entspannt sei die Lage in der Notaufnahme (Reduktion um ca. die Hälfte des Üblichen) weil dort nun nicht mehr jedes Wehwehchen aufschlage, sondern nur noch die wirklich behandlungsbedürftigen Fälle.

Thomas Martini

21. März 2020 14:40

In der Kommentarspalte wurden hier in den vergangenen Tagen zwei Drucksachen verlinkt. Zum einen der CIA-Report "Global Trends 2025: A Transformed World" aus dem Jahre 2008, und zum anderen der "Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012" des Bundestages.

Es könnte sehr erheblich zur Aufklärung beitragen, wenn ein Schreiber diese Denkpapiere für jedermann VERSTÄNDLICH aufarbeitet. Dabei wäre es angebracht, auf Imponiervokabeln zu verzichten, und sich beim Schreiben an der Verständlichkeitsforschung zu orientieren. Das Textanalyse-Werkzeug von wortliga.de wäre dafür sehr empfehlenswert.

Lotta Vorbeck

21. März 2020 14:47

@Cugel - 21. März 2020 - 02:02 PM

an @Lotta Vorbeck

"Es mag ein Versehen oder technisch bedingt sein - verzeihen Sie mir bitte meine Pingeligkeit - aber die 2 ist tief-, nicht hochzustellen. ..."

~~~~~~~~~~~~

Nichts für ungut, @Cugel!

Ich las die Ziffer 2 als "im Quadrat".

Abgesehen davon, gibt mein Tatstaturprogramm keine tiefgestellte 2 her.

Diese neckische Abkürzung verwendete @zeitschnur zuerst.

Genaugenommen fehlt innerhalb der Abkürzung auch noch ein kleines a.

Elvis Pressluft

21. März 2020 14:55

Zu den Auffälligkeiten des Ganzen gehört, daß „anfangs“ (vor ca. zwei Wochen, also einem mittleren Äon) etliche Linke sich über „Corona“ ausdauernd belustigten: Die dummen „Prepper“ drehen jetzt endgültig ab; angestrengte Kalauer über innerliche Desinfektion mit Alkohol (höhöhö) usw. Mittlerweile hat man die Gunst der Stunde erkannt – wobei Antifa offenbar vor allem im einschlägigen Forum zu Plünderungen und ähnlichen Aktionen aufruft. Hoffentlich läßt sich niemand täuschen: Die Linksextremisten trennt von Merkel, Söder et alii allenfalls die Wahl der Mittel. „Der Staat ist unsere Beute!“ (Im Original stammt der Satz von jemandem, der im Vergleich subtil und gebildet erscheint.) Wozu eine Pandemie nicht auch gut ist: Die AfD wird sich schwertun, all dies als politische Kraft zu überleben – aber sie will es ja auch gar nicht. Anders sind Meuthen, Chrupalla, Weidel und ihre Chargen nicht zu interpretieren. Aus der Kategorie: „Selbstmord aus Angst vor dem Tod.“ Daß allerdings an diesem Ort der Zerschlagung des Flügels applaudiert wird, schockiert wirklich – aber vielleicht handelt es sich um Epiphänomene eines Selektions- und Reinigungsvorgangs, der beizeiten unweigerlich erfolgen mußte. Diese im negativsten Sinne (der Begriff konnotiert natürlich auch Positives) bourgeoisen Elemente muß man in der Tat „ausschwitzen“, d.h. sich von ihnen trennen und abgrenzen. (Die nachgeschobene Erklärung ist vielleicht nicht überflüssig, bevor es auch hier noch zu Verdächtigungen kommt.)

Waldgaenger aus Schwaben

21. März 2020 15:13

Freiheit ist die Freiheit zu sagen, dass zwei plus zwei vier ist. Wenn das gewährt ist, folgt alles weitere.

George Orwell big brother

Darum bin ich AfD-Anhänger, weil diese Freiheit in Deutschland hinsichtlich der Merkel'sche Megaprojekte, Eurorettung, Energiewende, Grenzöffnung nicht mehr gewährt war. Man kann das auch als weniger pathetische Parole formulieren:
Fakten vor Ideologie.

Die Coronakrise deckt nun gnadenlos auf, dass in der AfD dies auch nicht unbeschränkt zu gelten scheint.
Ich habe fast alle Kommentare hier auf SiN gelesen, ich habe mir die verschwurbelte Wodarg'sche homepage mir angeschaut.
Nirgendwo habe ich ein plausibles, vernünftiges Argument gefunden, das die epidemische Verbreitung von Covid-19 und der daraus resultierenden Sterbefälle in den italienischen und chinesischen clustern erklärt.
Nur absurde ad-hoc-Theorien, wie dass die Ärzte mit der Behandlung von Hypochondern überlastet seien, und deshalb "moribunde Wracks" halt ein paar Tage früher stürben.
Hier verdrängt die Ideologie Fakten. Setzt sich diese Linie in der AfD durch, ist sie für mich nicht mehr wählbar.

Hartwig aus LG8

21. März 2020 15:50

Ich verstehe das Klagen und Zähneklappern nicht.
Was haben wir Rechten denn zu verlieren? Der Rechtsstaat, fürwahr, er bietet noch ein wenig Schutz, aber auch er verwittert seit Jahren. Und die Demokratie?? - in der für uns Rechte kein Platz ist; aus der wir ausgegrenzt werden! Wem oder was trauern wir nach?
Ich möchte mich auf meinen allerersten Kommentar beziehen, in dem ich schrieb, die politische Linke steht verschärfenden Maßnahmen im Zuge der Corona-Krise eher bremsend gegenüber. Ja, die Linke hat ein feines Gespür. Und sie hat tatsächlich etwas zu verlieren, denn diese Demokratie ist ihr Spielplatz.
"Wir lassen uns unsere Art zu leben nicht nehmen" - dieser Propaganda-Spruch, oft geäußert nach islamistischen Attentaten in Europa, gehört zur kulturmarxistischen Schickeria; der kunterbunten Dauerspassgesellschaft, die weltumarmend heute mal eben"Charli" ist. Nun denn, jetzt könnte die Stunde schlagen, in der "diese Art zu leben" kurzerhand eingedampft wird.
Der "Kampf gegen Rechts" wird nicht enden, aber wohl komplett verstaatlicht werden. Und die kommende Rezession wird viele Pfründe, Töpfe und Erbhöfe in Frage stellen. Linke Stiftungen, NGOs, Initiativen haben guten Grund, besorgt zu sein. Wir Rechten wissen, wie man ohne Staatsknete zurecht kommt. Und wir wissen, was ein Leben in grundsätzlicher Opposition bedeutet.

Imagine

21. März 2020 16:49

Es gab eine Zeit, da war Deutschland in der Wissenschaft Weltspitze und deutsch war die wissenschaftliche lingua franca, insbesondere in den Naturwissenschaften. Deutschland war führend in vielen Bereichen, auch in der Medizin.

Aber dann wurden im Rahmen des Rassen- und Herrenmenschenwahns Intellektuelle und Wissenschaftler aus Deutschland vertrieben, darunter die besten Köpfe.

Nach dem verlorenen Krieg wurden viele Spitzenwissenschaftler und Ingenieure von den Siegermächten abgeworben. Trotzdem gelang es den Deutschen in wichtigen Bereichen wieder Anschluss an die Weltspitze zu erlangen.

Aber dann haben die Deutschen ihr erstklassiges Bildungssystem und die Universitäten selbst kaputtgemacht, weil sich alles nur noch um schnellen Profit drehte. Dazu hat man die Löhne gesenkt und den Bildungsbereich kaputtreformiert. Die Bildungseinrichtungen dienen nicht mehr der Elitenbildung, sondern der massenhaften Überproduktion von billigen akademischen Arbeitskräften. Die Universitäten wurden unterfinanziert und sind drittmittelabhängig gemacht worden.

Heute ist Deutschland mittelmäßig. Und wird weiter absinken, während andere Länder immer besser werden.

Gerade die völkischen Rechten wollen dies nicht wahrhaben. Die glauben immer noch an eine genetisch bedingte überlegende Intelligenz ihrer Rasse. Und davon lassen sie sich nicht abbringen trotz all jener technischen Pleiten, die Deutschland zum Gespött in aller Welt gemacht haben. Wie z.B. eine Magnetschwebebahn ohne automatischen Kollisionsschutz; Inkompetenz im Automobilbau, wo man die Abgaswerte nur durch technischen Betrug erfüllen konnte; ein Großflughafenbau, der nicht fertig wird – und nun eine Epidemie, die man nicht unter Kontrolle bringt, weil man wissenschaftlich, technisch und logistisch dazu nicht in der Lage ist.

Da wird man von Chinesen und Südkoreanern blamiert. Italien bittet China, Kuba und Venezuela um medizinische Hilfe.( https://amerika21.de/2020/03/238235/italien-kuba-venezuela-corona-medizin)

Ein Gesundheitsminister behauptet im TV, Deutschland wäre im Gesundheitssystem Weltspitze und hätte die größte Arztdichte. Vermutlich glaubt er dies selbst und ist zu blöd, bei Wikipedia nachzuschauen (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_%C3%84rztedichte).

Da wird behauptet, es gäbe keine medikamentöse Therapie bei COVID-19. Was aber nicht stimmt. Aber Deutschland würde sich blamieren, wenn es in China und Kuba deren Medikamente einkaufen würde.
(https://deutsch.rt.com/international/99525-china-kubanisches-medikament-bewahrt-sich/)

Die meisten Rechten – mit wenigen Ausnahmen – begreifen nicht, dass sich das Weltsystem befindet in einem Transformationsprozess befindet. Nach wie vor wird das „rechte Lager“ dominiert von rechtsliberalen Systemapologeten und Parteigängern des Kapitalismus.

Viele sehen ihre politische Tätigkeit in der AfD vor allem als Chance, um selbst in diesem System an die Futternäpfe und nach oben zu kommen.

Warum nunmehr die nationalen Rechten zu Verfassungsfeinden gemacht werden, politisch verfolgt und staatlicher Repression mit existentiellen Konsequenzen unterworfen werden, wo sie doch früher vom Establishment gefördert und gesponsert wurden, haben m. E. die meisten noch gar nicht verstanden.

Gustav Grambauer

21. März 2020 17:14

Noch ein Hesse

Oh, hätte meine Systematisierung besser kenntlich machen müssen. M. E. haben wir

a) in den "Theosophen" (i. w. S., Creme war wahrscheinlich nicht i. e. S. Theosoph) sowie

b) in der den "Bewußtseins-Sprung" in das "Neue Zeitalter" hinein favorisierenden Aurobindo-Gebser-Wilber-Tolle-Strömung

die ernstzunehmendsten Strömungen, die den im Szenario angekündigten "Massenausbruch an Spiritualität" vorbereitet haben würden.

- G. G.

Nordlicht

21. März 2020 17:29

Zu der Frage, ob Ausgeh- bzw Begegnungsverbote sowie Geschäftsschliesungen sinnvoll oder gar notwendig zur Dämpfung des Anstiegs der Zahl der Infizierten sind, wird sicherlich keine Einigung zu erzielen sein - weder jetzt noch irgendwann "nach Corona".

Das Hantieren mit allgemeinen Sterberaten in Deutschland und/oder der Zahl der üblicherweise an Grippe Erkrankten finde ich auch nicht erhellend, denn das eigentliche Problem bei der Corona-Krise ist die Zahl der Schwerkranken, die Intensivbehandlung benötigen. Diese Zahl ist in Italien s hoch, dass medizinisch erforderliche Behandlungen nicht stattfinden können.

Diese Situation möchte man in Deutschland gerne vermeiden. Bei den für heute kolportierten (über DIVI.de) 330 Corona-Patienten auf Intensivstationen und früher genannten 28.000 Intensivbetten in Deutschland sind wir von einem solchen Kapazitätsengpass weit entfernt.

Das "weit" ist jedoch angesichts der Dynamik relativ, es könnten zehn Tage sein. Man sollte bedenken, dass aktiv betriebene Intensivbetten üblicherweise belegt sind, auch ohne Corona.
Die Zahl "freier Betten" dürfte durch Aktivierung der stillgelegten Abteilungen (- im vergangenen Jahr sprach man davon, die Hälfte der deutschen Krankenhäuser zu schliessen) und Zurückstellen von Operationen rd. 5.000 betragen. Bei einem angenommen Zuwachs der Corona-Intensivpatienten von täglich 30 Prozent beginnt die Notwendigkeit der Triage in 10 Tagen, in Großstädten sicherlich früher, in Mecklenburg wohl später.

Wenn es durch die restriktiven Maßnahmen gelingt, die Anstiegsrate zu reduzieren, dauert es bis zum medizinischen "Knall" länger und er fällt hoffentlich weniger heftig aus. Dass Gruppen linker Männer aktiv eine beschleunigte Ausbreitung bewirken möchten, weil sie chaotische Zustände und einen Zusammenbruch der staatlichen Ordnung herbeiführen möchten, kann man in Berlin beobachten. Deren Interessen werden von den linken und grünen Senatoren vertreten; der ohnehin schwache Herr Müller kann nur zuschauen.

zeitschnur

21. März 2020 17:48

@ Gracchus

Wer auf Sie "seriös wirkt", muss es deshalb nicht sein. Ich hätte erwartet, dass Sie sich mit den zugänglichen Fakten befassen und abwägen, ob das, was man uns da erzählt, schlüssig oder überhaupt präzise genug ist. Diese bedingungslose Unterwerfung unter das auf der Metaebene "seriös" inszenierte Auftreten der immer gleichen einseitigen Medizindarsteller, ist genuin antiaufklärerisch und schubst Sie in das, was Kant "selbstverschuldete Unmündigkeit" genannt hätte - die drei Herren treten gut gekleidet und frisiert auf, der Sprecherzieher hat sie geschult, sonor und langsam zu sprechen, weil das der Weg zum Herzen unter Umgehung des Gehirns ist. Sie sind doch klug und müssten merken, dass vieles suggestiv dargestellt wird. Typisch rhetorisches Mittel diese Szenen von den Lastwagen, die die vielen Toten wegfahren müssen in Italien. Denselben Hype hatten wir schon bei China, wo es hieß, die Krematorien müssten jetzt 24 Stunden lang 7 Tage die Woche laufen, als ob das zuvor ganz anders gewesen wäre. Das erinnert mich an die ekelhafte Berichterstattung damals bei dem schweren Zugunglück in Eschede, bei dem der Moment kam, an dem Journalisten groß tönten, dass sich nun überall an der Unfallstelle Leichengeruch verbreite. Sobald Lastwagen voller Leichen durch die Zeitungen fahren und Leichengeruch aus dem Fernseher quillt, haben sie die niedrigsten Instinkte des Voyeurs aktiviert.
Es wäre an der Zeit etwas Distanz einzunehmen und in Betracht zu ziehen, dass hier wirklich eine Inszenierung abläuft, die allerdings auch eine Eigendynamik entwickelt hat und möglicherweise aus der Kontrolle gerät, dies aber nicht wegen des "bösen" Virus, der, wenn er wirklich aus der altbekannten Coronafamilie ist, harmlos sein MUSS wie seine Geschwisterchen, oder aber er ist kein Coronavirus. Es gibt keine Virusfamilie, die bisher ganz harmlos war und plötzlich entspringt ihr ein Killer. das ist ein absoluter Humbug, so, als wollten Sie behaupten, aus durchweg asiatischen Menschen entspringe plötzlich ein blonder blauäugiger Übermensch. Und das ist nur ein ganz kleiner Hinweis darauf, doch mal anzufangen, das eigene Hirn in Bewegung zu setzen und sich endlich die Fragen zu stellen, die hier gestellt werden müssen.

Und natürlich muss sich jeder Gedanken darüber machen, was hier eigentlich abgeht. Da heute in Europa nicht ernsthaft mit einer Seuche zu rechnen ist, trägt die Show stark den Charakter einer Psy-Op, und in diesem Fall bin ich sogar mal froh, dass Merkel nicht dermaßen durchdreht wie die Chefs unserer Nachbarländer.

Gracchus

21. März 2020 19:42

@ Werte zeitschnur
Meine Hauptthese war, dass wir hier alle auf einer schmalen Informationsbasis argumentieren, und das gilt für die Politiker und Virologen gleichermaßen. Und was Sie mir anbieten, sind keine validen Fakten, sondern Spekulationen über Sprechtrainings für Virologen und halluzinierte Leichenwagen, und dabei berufen Sie sich absurderweise auf Kant. Ich lese v. a., höre also nicht die Stimme. Wenn ich sage, dass zum Beispiel der Virologe Drosten seriös wirkt, dann habe ich mit Absicht "wirkt" geschrieben, weil ich es letztlich nicht beurteilen kann, ob er's auch ist. Was sagt Drosten? Die Massnahmen, die jetzt ergriffen werden, sind nicht evidenzbasiert, in seinen Augen aber richtig, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern; wie gefährlich das Virus ist, weiss man nicht, kann man abstrakt nicht bestimmen, weil das eben auch von der Person abhängt; er hält für möglich, dass es bei noch mehr als 80% zu lediglich milden Symptomen führt; jedenfalls sei es aber hochansteckend und weise "Innovationen" auf, von denen man noch nicht wisse, was diese bedeuten. Können Sie auf ZON lesen. Ähnliches sagt der Bonner Virologe, der wegen Heinsberg mit den meisten Corona-Fällen befasst ist. Können Sie auf FAZ online nachlesen. Dass ich mich mehr auf die Informationen solcher Leute verlasse, die in die Forschung involviert sind und mit Fällen befasst sind, als auf Woldag, der - durchaus sympathisch - vom Küchentisch aus spekuliert, und diese Virologen nicht reflexartig für gecastet und Teil eines gigantischen Schwindels sehe, erscheint mir nun nicht antiaufklärerisch.

Aus meiner Wortmeldung geht zudem hervor, dass ich die Gefahr ernst nehme, dass der Virus politisch dazu genutzt wird, Freiheitsbeschränkungen auf Dauer zu stellen. Die Situation ist natürlich allzu "verführerisch". Man mag in einem Dilemma stecken: Wer die Massnahmen kritisiert und dabei die medizinische Gefahr kleinredet, erhält zwar Aufmerksamkeit, wird aber niedergemacht; wer nur die Massnahmen kritisch sieht, wird überhaupt nicht gehört.

Gracchus

21. März 2020 19:51

@Maiordomus
Sie haben natürlich recht. Daher auch die Anführungszeichen.

Laurenz

21. März 2020 20:13

@RMH & Cugel ..... die Frage nach besseren Leuten in politischen Ämtern ist vordergründig unerheblich. Rein theoretisch könnten wir auch "noch" vorhandene Fachleute installieren. Entscheidend ist, wer uns wählt. Was sind die Interessen von Mehrheiten? Die sind vordergründig monetärer Natur. Auch unsere Freunde vom Flügel sind da nicht sehr geschickt, die von der AM geradezu maso-selbst-vernichtend, ganz egal, ob es um Migration, Steuern, Infra-Struktur oder sonstwas geht. Curio ist noch unser bester Verkäufer. Man hat sich eben auf das beliebige Dasein in Parlamenten eingerichtet. Es geht nicht mehr um Veränderung, Reform, sondern um den Erhalt des Status Quo.
Insofern hat Cugel Unrecht. Die Staatsratsvorsitzende ist als Politiker so schlecht, daß ich überhaupt kein Attribut finde, um ihren elenden Zustand zu beschreiben. Merkel hat alle mit etwas politischem Charakter entsorgt. Entscheidungen werden rein nach Meinungs-Umfragen getätigt, heute so, morgen diametral anders. Jetzt geht plötzlich auch wieder Grenzschutz, eigenartig, nicht? Wir könnten quasi das Kabinett einsparen, sondern nach Umfragen Gesetze machen.
Söder hat das verstanden. Eine starke Hand ist immer beliebt beim Mob. Makrons Werte stiegen um 13%. Wenn in 2 Wochen die meist geschätzten Infizierten-Zahlen in Bayern weniger steigen als bei den anderen Flaschen, Laschet & Co., ist Söder der Kanzler-Kandidat der Union.
Und, meine Herren, es ist nicht wirklich schwierig, politisch kreativer als Herr Söder zu sein. Nur sind in der AfD ähnlich charakterlich strukturierte Menschen nach oben gerutscht, wie bei anderen Parteien auch. Höcke bildet da eine Ausnahme, was nicht heißt, daß dies gut verkauft würde.

@Imagine .... Sie haben eine recht gute Analyse hingelegt. Aber im Grunde sind nur die von Ihnen benannten Symptome korrekt.
Wir importieren Menschen mit einem IQ von 80 und exportieren Menschen mit einem einem IQ von 145, und das dauerhaft. Daran sind hier alle Humanisten auf SiN mitschuldig. Wenn eben ein Ethik-Rat beschließt, daß Tierversuche in der Wissenschaft so nicht mehr stattfinden, wird der entsprechende Wissenschaftler in die USA gehen, und dort seine Tierversuche tätigen. Moral muß man sich leisten können. Wir etablieren lieber 200 nutzlose Gender-Lehrstühle.
Aktuell verbrauchen wir seit 30 Jahren mehr, als wir erwirtschaften. Das heißt, wir leben von der Substanz, ererbt von unseren Altvorderen. Für die F...up-for-Future-Jugendlichen, die als Erstwähler grün-gefärbt wählen, wird das bittere Erwachen erst noch kommen. Die jetzigen Geburten-starken Jahrgänge werden alles vorhandene Vermögen für ihre Alters-Pflege verbrauchen. Es wird nichts übrig bleiben. Wenn dies in der Existenz der Menschen in 40 Jahren durchgeschlagen ist, wird man zB 100%ig wieder auf Kohle umsteigen, weil es eben nicht möglich sein wird, andere Energie-Träger zu bezahlen. Gegen die völlige Absurdität aktueller, von der Mehrheit getragener Politik ist kein Kraut gewachsen, außer die persönliche Betroffenheit. Von daher seien wir froh. Umso schneller die Ökonomie unseres Staates einbricht, umso besser für unsere politischen Anliegen. Und mir es völlig egal, Imagine, ob Sie diese als links oder als rechts bezeichnen. Es spielt keine Geige.

@Gracchus ... die wenigsten bezweifeln, daß es diesen sicherlich unangenehmen Virus gibt. Zweifel bestehen daran, wie wir damit umgehen.
Es wird so getan, als könnten Ärzte uns helfen. Können Sie das tatsächlich? Die einzige tatsächliche Maßnahme ist, jemanden mit Sauerstoff zu versorgen. Dazu recht jedes COPD-Gerät. Jemand, der eine Beatmungsmaschine braucht, ist quasi schon tot. Alle Medikamente, die gegeben werden können, sind absolute Hämmer, die spätestens nach der extrem belastenden Einnahme für einen Exitus sorgen. Operation gelungen, Kasse zahlt, Patient tot.

zeitschnur

21. März 2020 20:17

@ Gracchus

Diese Art, dem Dr. Wodarg die Kompetenz abzusprechen, weil er ja nun in Rente ist und vielleicht nur ein Sweatshirt trägt - das meinte ich. Meinen Sie ernsthaft, ein solcher alter, erfahrener Mann, dessen Berufsbiografie ebenfalls hochkarätig ist, hätte nix zu sagen?! Das sind Argumente auf der Metaebene. Und unsachlich halt, pardon.
Vielleicht bedenken Sie auch, dass einer wie der Dr. Wodarg sich nicht mehr profilieren muss, er hat hinter sich, was zu leisten war und dies ja sehr respektabel. Ihr Argument erinnert mich an die Reaktion der Klimahysteriker auf die Petition der 90 kritischen italienischen Wissenschaftler an ihre Regierung, die mit ähnlichen Argumenten abgeschmettert wurde: schließlich seien da so viele Emeriti, die seien ja schon sui generis nicht mehr kompetent.
Ich habe in anderen Threads genug gesagt über assoziierte Themen, daher trifft mich ihre satirische Skizze nicht. Meine Kritik trifft das im Grunde v.a. rhetorische und sachlich unpräzise Reden der von Ihnen genannten Herren. Auf mich wirkt das eher nicht seriös, eben deswegen: es werden nicht sachliche Zusammenhänge benannt, sondern seit Wochen Endlosschleifen an Spekulationen, unbewiesenen Vermutungen, aufgeblähter Berichterstattung, einer atemlosen tendenziösen und einseitigen Darstellung.

Nach 70 Jahren Wohlstand und Friedensphase scheinen viele Europäer nicht mehr zu wissen, was echte Seuchen sind oder echte Notstände. Man macht aus Mücken einen Elefanten.

Erneut danke an @ Franz Bettinger!

Lotta Vorbeck

21. März 2020 20:40

@Gracchus - 21. März 2020 - 07:42 PM

an @zeitschnur

"... Dass ich mich mehr auf die Informationen solcher Leute verlasse, die in die Forschung involviert sind und mit Fällen befasst sind, als auf Woldag, der - durchaus sympathisch - vom Küchentisch aus spekuliert, und diese Virologen nicht reflexartig für gecastet und Teil eines gigantischen Schwindels sehe, erscheint mir nun nicht antiaufklärerisch. ..."

~~~~~~~~~~~~

Dann, werter @Gracchus, schauen Sie sich vielleicht auch mal an, was der Herr Dr. med Claus Köhnlein - ein Mann Praxis - sagt:

"Wenn Sie den Test wegnehmen würden, dann wäre das Leben wie vorher."

https://youtu.be/TzTr_RjtgUk?t=856

Quelle: RT - Corona: "Die Epidemie, die nie da war" – Dr. med. Claus Köhnlein [DFP 69]

HomoFaber

21. März 2020 22:22

Wir können alle nicht hellsehen, aber zuhören. Den einen wie den anderen:

https://www.youtube.com/watch?v=JBB9bA-gXL4

Cugel

21. März 2020 22:33

@Imagine
Ihre Beschreibung der Situation der Bildung in diesem Land ist korrekt. Auch Ihre Beschreibung des Kahlschlags durch den NS. Ihre Schuldzuweisung an die Nachkriegsrechte ist es aber nicht, solange Sie den Anteil der Linken unterschlagen. Wer hat denn die gymnasiale Oberstufe reformiert? Wer plärrt seit Jahrzehnten bei jeder Gelegenheit "Bildung für Alle!" und "Bildung daf nichts kosten!"? Wer hat die Universitäten zum Deppentollhaus gemacht und dadurch unser wertvollstes Gut vernichtet? Wo sind die Linken, die sich gegen die organisierte totale Verblödung stellen oder zumindest gestellt haben? Wenn die Rechte versagt hat, dann umso mehr die Linke. Sie sollten im Glashaus nicht mit Steinen werfen. Es ist allerdings auch klar, daß man es sehr geschickt eingestielt hat, beide Lager gegeneinander auszuspielen. Wir sollten mit den Schuldzuweisungen aufhören, stattdessen an unseren Gemeinsamkeiten arbeiten und versuchen, die Gräben zu planieren, die in den letzten 90 hundert Jahren aufgerissen worden sind. In der AfD ist man gerade dabei, denen den Hahn zuzudrehen, die das erkannt haben, und auf diese Weise die "Fehlentwicklung", die zum Abtritt der Lucke-Fraktion geführt hat, zu korrigieren. Hier im Forum ist das meinem Eindruck nach den meisten klar., Ihre Vorwürfe sind auch deswegen deplaziert.

Ihr Vorwurf an die deutsche Automobilindustrie ist nun regelrecht absurd, wie überhaupt die ganze Abgasgrenzwertdiskussion. Die Vorgaben und Zwänge entbehren jeder faktischen Grundlage und sind rein politischer Natur. Sie dienen allein dem Zweck, uns als ökonomischen Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen. Die Kontinuität der letzten 150 Jahre ist einmal mehr unverkennbar. Oder glauben Sie ernsthaft, der Gesundheitsschutz spiele dabei auch nur eine Nebenrolle?

Cugel

21. März 2020 22:36

@Lotta Vorbeck
Oh. Ich halte mich eigentlich nicht für humorlos, aber die Ironie ist mir in diesem Fall tatsächlich entgangen.

HomoFaber

21. März 2020 23:41

Ein dilemmatisches Problem besteht auch nur politisch.
Wissenschaftlich besteht ein medizinisches bzw. empirisches Problem.

Gracchus

21. März 2020 23:44

@ Werte Damen
Lesen Sie bitte, was ich geschrieben habe. Mein Mantra: Wir wissen wenig. Und @zeitschnur, ich denke, wer unsachlich argumentiert, sind Sie: Ich habe nämlich nichts von dem Sweat-Shirt von Herrn Wodag geschrieben noch habe ich ihm jegliche Kompetenz abgesprochen. Wenn Sie Dr. Wodag mehr vertrauen , tun Sie das ruhig; Sie sollten das nur nicht als Gewissheit hinstellen und mich als hirnlos, weil ich mich an den mit dem Virus befassten Virologen orientiere. Was Dr. Köhnlein und Dr. Wodag sagen, finde ich durchaus bedenkenswert, es beruht ebenso auf Spekulation. Mir scheint, dass sie das Neuartige an dem Virus nicht in Betracht zu ziehen gewillt sind. Und jetzt meine Quellen:

Auftritt"Regierungsmarionette" Prof. Dr. Drosten:

ZEIT ONLINE: Blicken wir auf das Virus selbst. Sie erforschen Coronaviren schon seit vielen Jahren. Was hat Sie an Sars-CoV-2 bisher am meisten überrascht?

Drosten: Ganz klar: dass es sich im Rachen vermehrt. Beim Sars-Virus, das den Ausbruch in den Jahren 2002/2003 verursacht hat, hat man es nie geschafft, es aus dem Rachen zu isolieren. Die Sars-Patienten hatten viel weniger Viren im Körper und der Erreger war lange nicht so infektiös. Außerdem gibt es im neuen Coronavirus eine erstaunliche biologische Innovation: eine Protease-Spaltstelle im Oberflächenprotein des Virus. Ob diese Stelle da ist oder nicht, macht zum Beispiel bei der Vogelgrippe den Unterschied, ob der Erreger Geflügel sehr krank macht oder nicht.

ZEIT ONLINE: Was ist an dieser Spaltstelle so besonders?

Drosten: Das Oberflächenprotein muss geschnitten werden, damit das Virus reifen und in die nächste Zelle eindringen kann. Und diese Spaltstelle ermöglicht es dem Virus vielleicht, schon geschnitten zu werden, wenn es gerade erst aus der zuletzt infizierten Zelle ausgeschleust wird. Man kann sich das so vorstellen wie ein Blatt Papier, das man durch die Perforation besser vom Notizblock abreißen kann. Und Sars-CoV-2 hat diese Perforation.

ZEIT ONLINE: Was bedeutet das für die Krankheit?

Drosten: Das weiß man noch nicht genau. Es könnte dazu führen, dass das Virus schon reif aus der Zelle kommt – bereit, die nächste zu entern. Das könnte auch ein Grund dafür sein, dass sich Sars-CoV-2 so gut im Hals vermehrt und so leicht übertragen werden kann. Das muss man jetzt alles klären.

---
Prof. Dr. Streeck:

Wie würden Sie den typischen Covid- 19-Patienten beschreiben?

Der typische Covid-19-Patient zeigt nur milde Symptome. Zu dem Ergebnis kommt auch eine chinesische Studie aus der Metropole Shenzhen, die herausgefunden hat, dass 91 Prozent der Infizierten nur milde bis moderate Symptome zeigen, mit einem trockenen Reizhusten, dazu eventuell Fieber. Bei uns kam noch der Geruchs- und Geschmacksverlust hinzu. In 30 Prozent der Fälle trat bei unseren Infizierten auch Durchfall auf, das ist häufiger, als bisher angenommen wurde.

(...)

Wie erklären Sie die geringen Todeszahlen in Deutschland im Vergleich zum Beispiel zu Italien?

Darüber bin ich gar nicht überrascht. Denn in Italien hat man nur die sehr schwer symptomatischen Fälle getestet. Dabei hat die aktuelle Studie aus Shenzhen zum Beispiel auch herausgefunden, dass sich Kinder genauso häufig mit dem Erreger anstecken wie Erwachsene, sie entwickeln allerdings nur leichte oder gar keine Symptome. Folgt man der Studie und legt zugrunde, dass 91 Prozent Covid-19 nur mit milden oder moderaten Symptomen durchmachen, dann haben sich die Italiener zunächst nur auf die verbliebenen neun Prozent fokussiert. Hinzu kommt, dass dort auch nachträglich die Toten auf Sars-CoV-2 getestet werden. Auch in China gingen anfangs die Todeszahlen stark in die Höhe, nicht aber die Infektionszahlen, weil man sich dort ebenfalls auf die Toten konzentrierte. Jetzt ist es umgekehrt, weil in China viel mehr getestet wird.

(...)

Die Todeszahlen werden aber auch in Deutschland steigen?

Ganz bestimmt, aber nicht um solch apokalyptisch hohen Zahlen, wie sie zum Teil in Umlauf sind. Auch muss man berücksichtigen, dass es sich bei den Sars-CoV-2-Toten in Deutschland ausschließlich um alte Menschen gehandelt hat. In Heinsberg etwa ist ein 78 Jahre alter Mann mit Vorerkrankungen an Herzversagen gestorben, und das ohne eine Lungenbeteiligung durch Sars-2. Da er infiziert war, taucht er natürlich in der Covid-19-Statistik auf. Die Frage ist aber, ob er nicht sowieso gestorben wäre, auch ohne Sars-2. In Deutschland sterben jeden Tag rund 2500 Menschen, bei bisher zwölf Toten gibt es in den vergangenen knapp drei Wochen eine Verbindung zu Sars-2. Natürlich werden noch Menschen sterben, aber ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage: Es könnte durchaus sein, dass wir im Jahr 2020 zusammengerechnet nicht mehr Todesfälle haben werden als in jedem anderen Jahr.

---

Das klingt für mich nicht nach Panikmache. Was Sie nicht in Betracht zu ziehen bereit sind, ist, dass wir uns durchaus in einer Dilemma-Situation befinden (könnten). Geistig gesehen wächst man aber gerade an solchen Dilemma-Situationen. Und während ich dies schreibe, lese ich, dass Spanien anscheinend der Kollaps droht.

Und ich wiederhole: Ich sehe die Gefahr, dass die Situation politisch ausgenutzt wird. Mit Unbehagen lese ich, dass das föderale Prinzip bei Seuchengefahr ausgehebelt werden und die Macht im Bund konzentriert werden soll. Ich kann mir auch ein Szenario vorstellen, wo es heissen wird: Nach der Seuche ist vor der Seuche. Einen weiteren shut down können wir uns wirtschaftlich nicht leisten, also müssen wir unsere Bürger medizinisch überwachen, um Verdachtsfälle frühzeitig zu isolieren ...

Ich kann Ihnen im Übrigen auch sagen, dass ich mich, sollte demnächst ein Impfstoff vorhanden sein, nicht impfen lassen würde und unser Gesundheitssystem kritisch sehe.

Klonovsky meint hingegen, durch die Krise werde das Nationale und Partikulare gestärkt; im übrigen bewegt er sich auf meiner Argumentationslinie.

Zwar bin ich nicht unbedingt optimistisch, aber die Krise könnte zu einem Umdenken führen, was unsere westliche Lebensweise angeht und das, was ich in Ermangelung eines besseren Begriffs, als neoliberal globalistische Agenda bezeichnen würde, also wie wir uns gegen deren negative Wirkungen immunisieren können, und zwar nicht durch Impfstoffe, sondern dadurch, den Menschen eine gesunde Lebensweise zu ermöglichen.

Und abermals: Dies ist ungewiss. Und ein Zeichen von Reife ist für mich, dass man sich die Ungewissheit eingesteht.

wandersman

22. März 2020 00:35

Erstaunlich, dass hier kaum die Koinzidenz von CK (Co-Krise?) und 08er Krise des 1913er Finanzsystems behandelt wird (außer in hyperspekulativen Anklängen bei Grambauer; schon szientifisch-erfahrungswelt-näher Bettinger)
-
Das 19. Jhdt war allerdings auch kein Folks-Paradies, aller aufklärerischen Emanzipatorik zum national-dialektischen Trotze: wo, wenn nicht etwa in 12 jahren NS-ProxyFaschGlobalismus, wäre eigentlich der historische Sehnsuchtsort, das gilded age, des VolksFlügels?
-
Stw. Vanderbilt&Co&Krupp&so: ist es eigentlich patriotisch, dem Vaterland zu imperialer Größe zu verhelfen, angesichts historisch quasi-notwendiger Implosion solch volksfernen Überbaus? WHO only knows the virus of Chimerica, und wer nicht an Drostens Prämisse Herdenimmunisierung glaubt, muss wohl Hordenimmunität entwickeln: Mundschutz als temporär-alltägliches Kleidungsstück scheint herrschafts-kulturell ja nicht gewollt..

Andreas Walter

22. März 2020 03:34

Hier noch jemand, der vor dem Irrsinn warnt:

https://www.focus.de/gesundheit/news/statistikwissenschaftler-john-ioannidis-stanford-wissenschaftler-zu-coronakrise-treffen-entscheidungen-ohne-zuverlaessige-datenbasis_id_11790674.html

“Und Sie, Herr Walter, sind Sie auch ein Coronaleugner?“ WTF

Nein. Ich gehöre zu der Fraktion von Menschen die gerade nicht wissen, was sie von all dem halten sollen, was sie gerade sehen, was gerade passiert, an Irrsinn, vor dem man uns nämlich 75 Jahre lang (mich 40 Jahre lang, ich lebe erst seit 40 Jahren in Deutschland) gewarnt hat. Vor der erneuten Etablierung einer offenen Diktatur. Hitler, Stalin und Goebbels wären daher sicher begeistert, wie schnell und leicht man Menschen in eine Diktatur stürzen, treiben, locken kann. Dagegen waren die "bolschewistische" “Revolution“ und selbst die Machtergreifung noch ein hartes Stück Arbeit.

Mit solchen Bildern:

https://youtu.be/_J60fQr0GWo

Das soll lediglich die Notaufnahme eines Krankenhauses in Norditalien sein, nichtmal die Intensivabteilung. Falls ich den Moderator richtig verstanden habe.

Wenn es übrigens an der Luftverschmutzung liegt, dann wird es und müsste es auch Mexiko City extrem brutal treffen. Die Stadt liegt auch ungünstig in einem weiten Talkessel umringt von Bergen. Als Kind haben mir an manchen heissen Tagen darum die Augen mittags gebrannt auf der Heimfahrt von der Schule. Damals aber wusste ich nicht warum:

https://youtu.be/Soclrye-woE

Gerade in Mexiko-Stadt müssten daher schon bald die älteren und vor allem alten Menschen sterben wie die Fliegen. Was aber bisher noch nicht der Fall ist:

https://en.wikipedia.org/wiki/2020_coronavirus_pandemic_in_Mexico

Ich werde auch das daher mal im Auge behalten.

Heino Bosselmann

22. März 2020 07:05

Stimmen kritischer Vernunft sind selten, aber es gibt sie:

https://www.youtube.com/watch?feature=share&v=tug_W_3WPXY&fbclid=IwAR3k14iH0e8jSg2SfNVwxFeICp0_Eetd7av4cHEdId-GreSGj1eyzznUZ4k&app=desktop

Franz Bettinger

22. März 2020 07:29

@Virologen haben von Epidemiologie so viel Ahnung wie Labor-Mediziner von künstlichen Hüften: Keine. Virologen sind keine Seuchen-Fachleute, so wie Zement-Hersteller keine Ahnung von Architektur haben. Die einen wollen ihre Viren an den Mann bringen, die anderen ihre invalidierten Teste verkaufen, und alle wollen sich wichtig machen. Vertraut denen, die keinen monetären Bonus aus ihren Aussagen ziehen und die möglicherweise (wie Dr. Köhnlein) berufliche (und also monetäre Nachteile) in Kauf nehmen müssen. Vor allem aber vergleicht - ganz unabhängig vom Ansehen bzw. der Autorität einer Person - Argumente und Gegen-Argumente und wägt sie gegeneinander ab. Alles kommt auf euer Erkenntnis-Organ (Hirn) an. Hic Rhodos, hic salta. Wer jetzt versagt, der braucht später nicht mehr mitzureden! Es liegen mehr als genug unstrittige ! Fakten auf dem Tisch. (Von den strittigen, wie der Virus-Theorie selbst, rede ich gar nicht.) Jeder kann sie sehen. Wer jetzt nicht durchblickt, sollte auch in Zukunft seinem unfähigen Hirn misstrauen und schweigen.

@Waldgänger: Ich versuchte zu erklären, warum in Wuhan und in der Lombardei diesen Winter mehr Menschen als sonst wo (und dabei ist es völlig egal an was) verstarben: Smog. Daneben gibt es noch ein anderes Argument (für Norditalien): eine künstliche Konzentration von Kranken (insbesondere Alten) in Schwerpunkt-Kliniken, wo auf den Corona Virus getestet wird. Etwas, was man früher nicht gemacht hat. Smog und die örtliche Konzentration (also das Sammeln und Zusammenfassen der alten und schwer Erkrankten), sind das keine guten Argumente?

Franz Bettinger

22. März 2020 07:52

Die Inkubationszeit von Corona ist nicht wirklich bekannt. Man hört Zahlen von 1 - 3 Tagen, bis 3 Wochen, bis länger. Die Inkubationszeit wird halt passend "gemacht"; sie soll allen positiv Getesteten gerecht werden; es soll keine Widersprüche geben. Big time for theories! Alles Blödsinn! Während der Inkubationszeit eines Erregers ist man nicht ansteckend; erst wenn die Tröpfchen fliegen, also wenn Schnupfen oder Husten hinzukommt. (Aber auch diesen Pfeiler der Infektologie versenkt man gerade.) In Wahrheit sind über die milde Wintersaison 19/20 die Erkrankungs- und Sterberaten im Schnitt sogar niedriger als in früheren Jahren ausgefallen. Man verarscht uns. Schaut aus dem Fenster: Nichts hat sich in der Umgebung verändert, kein Freund und kein Nachbar verstarb. Verändert haben sich nur die Bilder in den Acht-Uhr-Tages-Lügen.

Dieter Rose

22. März 2020 09:33

Bitte:
in Zeiten wie diesen
wäre es hilfreich,
wenn die links direkt
aus der Zuschrift heraus
freizuschalten wären.

und noch eine Frage:
bei Tichy gelesen über die
sogenannte Zytokin-SturmThese,
die besagt, dass das C- Virus
im Kreis läuft, da auch bereits
Betroffene wieder angesteckt werden,
da das Virus sich laufend verändert
(ähnlich wie beim Dengue-Fieber).
es entsteht also keine Immunität.
hilft da dann eine Impfung?
kann dazu @Bettinger was sagen?

Franz Bettinger

22. März 2020 10:09

@Dieter Rose fragt, ob ich etwas zur Zytokin-Sturm-These zu sagen habe. Nein, hab ich nicht. Außer, dass mir die Zeit zu schade ist, mich mit den Nonsens-Häppchen der Lügen-Mäuler zu beschäftigen. Manches, Herr Rose, entscheid ich intuitiv aus dem Bauch und 40 Jahren klinischer Erfahrung heraus, und letztere sagt mir: Bullshit! Jedenfalls werde ich mich nie mehr impfen lassen - und auch niemanden mehr impfen. (Wie Patienten eine freie Arztwahl haben, haben Ärtze ihre freie Therapiewahl. Noch!)

Benno

22. März 2020 10:44

"Das Virus gibts gar nicht, auf alle Fälle nicht so wie es von den Medien dargestellt wird." Meinetwegen, das kann ich nicht beurteilen. Aber es stellt sich doch schon die Frage, wie das mit den Bildern aus Italien zusammengeht. Und wohlgemerkt geht es doch gar nicht in erster Linie um die Toten (jetzt mal technisch gesprochen). Bei denen sei der Tod in etwa eine Woche nach den ersten Symptomen eingetreten und die Betten danach wieder frei. Was meiner Meinung nach von den Leuten aus der Rechnung gestrichen wird, welche sagen "alles nicht schlimm", ist, dass es ja nicht nur um die Toten geht, sonder um all die Leute die behandelt werden müssen und die Spitäler überlasten. Es gibt auch noch ganz gewöhnliche Blinddarminfektionen, Infarkte etc. welche auch noch behandelt werden müssen. Da wäre es doch schon von Vorteil, wenn die Durchseuchung des Landes nicht zu schnell vor sich gehen würde.

Dass die Pandemie ein gefundenes Fressen ist für Gruppen, welche uns schon immer das Bargeld wegnehmen wollten, auf unsere Handydaten zurückgreifen wollten usw usf. ist klar. Deshalb muss darauf achten, was nach der Krise als dauernde Massnahmen beibehalten werden soll.

Die Widersprüche welche sich bei den Massnahmen gegen das Virus auftun erklären sich mMn zu grossen Teilen aus wirtschaflticher Gier. Die Baustellen blieben offen, weil die nicht von zuhause aus arbeiten können. In der Schweiz hat man sich geziert die Grenze zu Italien für 60.000 tägliche Grenzgänger zu schliessen, als in Italien schon lange der Notstand ausgerufen war. Mittlerweile stehen im Tessin auch die Baustellen still. Mit "nationalistischen" Massnahmen hätte man wohl viel verhindern können, aber das geht gegen die Ideologie unserer liberalen Eliten. Offene Grenzen sind heilig. Lieber sperrt man am Ende alle ein als die Schotten dicht zu machen. Linke starten noch Kampagnen gegen Coronarassismus, obwohl es völlig rational ist, Leuten aus dem asiatischen Raum gegenüber Distanz zu wahren. Mittlerweile muss man jedem gegenüber Distanz bewahren.

Die Krise zeigt doch, wie wirklichkeitsfremd antirassistische Ideologie ist und dass neoliberales Wirtschaften ein Schönwetterkonstrukt ist. Am Ende fehlen in Europa ganze Industriezweige.
Das heisst aber nicht, dass man sich deswegen nun um die aufgestellten Regeln herum drücken sollte. Die machen wohl schon Sinn.

@Imagine Der angebliche Braindrain zu NS-Zeiten hat das Land nicht daran gehindert, militärisch absolut auf der Höhe der Alliierten zu sein und in den Nachkriegsjahren ein Wirtschaftswunder einzuleiten. Und was die rassischen Überlegenheitsfantasien Rechter anbelangt, sind sie auf dem falschen Dampfer. Kein "weisser Rassist" (sprich: jemand der an wissenschaftlich untersuchte Gruppenunterschiede glaubt) streitet die hohe Intelligenz der Chinesen ab.

Imagine

22. März 2020 10:54

@Cugel 21. März 2020 22:33
„Ihre Beschreibung der Situation der Bildung in diesem Land ist korrekt. Auch Ihre Beschreibung des Kahlschlags durch den NS. Ihre Schuldzuweisung an die Nachkriegsrechte ist es aber nicht, solange Sie den Anteil der Linken unterschlagen. Wer hat denn die gymnasiale Oberstufe reformiert? Wer plärrt seit Jahrzehnten bei jeder Gelegenheit "Bildung für Alle!" und "Bildung daf nichts kosten!"? Wer hat die Universitäten zum Deppentollhaus gemacht und dadurch unser wertvollstes Gut vernichtet? Wo sind die Linken, die sich gegen die organisierte totale Verblödung stellen oder zumindest gestellt haben?“

Diese Linken sind inzwischen im Rentenalter oder verstorben. Viele von ihnen haben sich resigniert zurückgezogen. Aber es gab sie. Der SDS und die Studentenbewegung waren gegen diese technokratischen Bildungsreformen im Kapitalinteresse. Man kann das nachlesen. Z.B. bei Werner Hofmann „Abschied vom Bürgertum“ (1970). Einer der großen deutschen Intellektuellen, den heute niemand mehr kennt.
Unter „links“ verstand damals die Neue Linke, die sich aus dem SDS und der APO entwickelte: systemkritisch, antikapitalistisch, antiimperialistisch, progressiv, liberal-sozialistisch.

Die technokratischen Bildungsreformen wurden propagiert von systemkonformen Linken und umgesetzt von der sozialliberalen SPD-FDP-Koalition.

Die SPD ist seit 100 Jahren eine systemerhaltende, anti-sozialistische Partei. Sie ist mit der CDU/CSU 1966 eine große Koalition eingegangen, um die Notstandsgesetze durchzusetzen.

Die Notstandsgesetzgebung war ein „Vorratsgesetz“, um bei Bedarf die Grundrechte außer Kraft setzen zu können und ganz legal eine faschistische Diktatur herstellen zu können. Dagegen kämpfte die APO und es waren viele echte Liberale dabei.

Die SPD war und ist eine Partei der „Modernisierung“ des Kapitalismus und deren systemkonforme Funktionäre sind typische Aufsteiger von links unten nach rechts oben. So wie Brandt, Schröder, Scharping usf.

Schröder hat als Kanzler damals behauptet, es gebe keine linke oder rechte Wirtschaftspolitik, sondern nur eine moderne und eine unmoderne. Schröder hat dann die Kohl-Politik rechts überholt und die neoliberale Umstrukturierung in Angriff genommen.

@Cugel:
„Ihr Vorwurf an die deutsche Automobilindustrie ist nun regelrecht absurd, wie überhaupt die ganze Abgasgrenzwertdiskussion. Die Vorgaben und Zwänge entbehren jeder faktischen Grundlage und sind rein politischer Natur. Sie dienen allein dem Zweck, uns als ökonomischen Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen.“

Aus der nationalistischen Brille betrachtet, mag es so aussehen. Aber die Realität ist eine andere. Vom Abgasschwindel hat in erster Linie die deutsche Automobilindustrie profitiert und VW an die Weltspitze gebracht. Die Amis haben dann zurückgeschlagen und die deutschen Betrüger sahen alt aus.

Lumi

22. März 2020 11:41

Bettinger und Zeitschnur dominieren die Arena. Die langatmigen und wenig kreativen Virus Wiederkäuer und Corona Kollaborateure können einpacken und sich von dannen trollen.

Das einzig relevante Virus ist ein Psychovirus. Durch Augen und Ohren dringt es ins Gehirn ein und versucht lächerliche Illusionen zu installieren. Das gelingt nur, wo die geistigen Abwehrkräfte zu schwach sind … was allerdings bei so manchem Zeitgenossen der Fall ist.

Der Affenzirkus in Viruskuckucksheim ist ein Lehrstück über die Wirkweise der Lügenpropaganda in Zeiten der Volksverblödung. Insofern auch nichts wirklich neues.

Hier mal was sinnvolles zur wunderbar variablen Welt der Viren:

Im Reich der Riesenviren - 27.12.2015 - Reportage
Audio und Manuskript, Dauer 27:40, liebevoll produziert.
https://www.deutschlandfunk.de/es-lebt-im-reich-der-riesenviren.740.de.html?dram:article_id=340262

Ich bin nämlich mal dem Hinweis von Franz Bettinger (danke!) auf Stefan Lanka gefolgt und darüber auf das Stichwort "Riesenviren" gekommen. Die Wissenschaft von den Viechern ist ordentlich im Fluß …

Dieter Rose

22. März 2020 11:43

@FranzBettinger

Danke für die Einschätzung!

Lotta Vorbeck

22. März 2020 12:09

@Benno - 22. März 2020 - 10:44 AM

"... Linke starten noch Kampagnen gegen Coronarassismus, obwohl es völlig rational ist, Leuten aus dem asiatischen Raum gegenüber Distanz zu wahren. Mittlerweile muss man jedem gegenüber Distanz bewahren. ..."

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Nachgefragt:

Wie würden Sie @Benno, völlig rational versteht sich, Leuten aus dem asiatischen Raum gegenüber Distanz wahren, wenn Sie besipielsweise mit Ihrer (angenommen) aus dem asiatischen Raum stammenden Ehefrau einen gemeinsamen Haushalt führen?

Imagine

22. März 2020 12:10

Die führenden Virologen vertreten die Position, dass SARS-CoV-2 ein Virus sei, dass vom Tier zum Menschen „übergesprungen“ sei und es deshalb keine „Herdenimmunität“ gäbe, was der Grund für die Zahl der sehr schweren und insbesondere der tödlichen Krankheitsverläufe sei. Dr. Wodag hingegen behauptet, es handle sich um eine Spontanmutation von Coronaviren, die beim Menschen bereits zuvor vorhanden waren.

Dr. Köhnlein behauptet, aus einer in „Lancet“ publizierten Kasuistik sei ersichtlich, dass nicht eine Coronavirus-Infektion, sondern eine medikamentöse Fehlbehandlung die Ursache für den Tod des Patienten gewesen sei. Und dies sei vermutlich auch der Grund für die hohe Zahl von Todesfällen in Italien. Das ist jedoch Spekulation.

Es ist Zeit, dass endlich klinische Experten über die Pathomechanismen aufklären, die zum Tode führen (können). Das Talkshow-Gequatsche muss aufhören! Es müssen medizinisch sachkundige und möglichst unabhängige Moderatoren Fragen an die Experten stellen und nicht medizinische Laien wie Illner, Lanz, Maischberger, Will etc.

Aber dies wird nicht passieren. Nicht in einem System, wo man einen Pharmalobbyisten zum Gesundheitsminister macht und ein Bundestagsabgeordneter mit Medizinerqualifikation, der ein bekannter Lobbyist des Krankenhaus-Kapitals ist, das große Wort führt.

Klar werden wir verarscht. Aber nicht nur auf diesem Gebiet, sondern überall. Verarschung ist das Grundprinzip erfolgreicher Geschäftstätigkeit im Kapitalismus. Das kapieren aber die meisten Rechten nicht.

Friedrich Engels schrieb bereits 1844:
„Die Nationalökonomie entstand als eine natürliche Folge der Ausdehnung des Handels, und mit ihr trat an die Stelle des einfachen, unwissenschaftlichen Schachers ein ausgebildetes System des erlaubten Betrugs, eine komplette Bereicherungswissenschaft. Diese aus dem gegenseitigen Neid und der Habgier der Kaufleute entstandene Nationalökonomie oder Bereicherungswissenschaft trägt das Gepräge der ekelhaftesten Selbstsucht auf der Stirne.“

Meine These ist nicht, dass die führenden Virologen Betrüger sind. Aber sie formulieren ihre Aussagen diplomatisch. Denn sie wollen ihre Geldgeber – Politik und Kapital - nicht verärgern. Nicht aus Gründen persönlicher Bereicherung. Sondern sie benötigen Drittmittel. Denn ohne diese können sie nicht forschen, ihre Assistenten, Labore, Kongressreisen etc. bezahlen.

Drosten hat erzählt, dass ein Teil seines 40-köpfigen Wissenschaftlerteams ständig damit beschäftigt sei, Anträge zuschreiben, d.h. Geld über Drittmittel zu beschaffen. Solche Anträge haben häufig den Umfang eines Buches. Das Wichtigste ist dabei, die Drittmittelgeber davon zu überzeugen, dass die Forschungsvorhaben genau im Interesse der Geldgeber erfolgen.

Früher besaßen die Universitäten genügend eigene Mittel, um Forschung und Entwicklung zu finanzieren. Da ging es um Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden, nicht um Profitinteressen. Heute krebst kritische Wissenschaft ohne Mittel im Wissenschaftsbetrieb herum und ist marginalisiert. Geld hat nur die marktkonforme Wissenschaft.

Denn heute müssen die Wissenschaftler ihre Forschungstätigkeit über Drittmittel finanzieren. Diese bekommen sie in erster Linie vom Staat, häufig sind es EU-Mittel, (nur) zum kleinen Teil erhalten sie diese direkt von der Industrie.

Denn die Pharma- und sonstige Gesundheitsindustrie setzen ihre Interessen auf dem Wege von politischem Lobbyismus durch, weil dies logischerweise profitabler ist. Sie lassen die Allgemeinheit für Forschung und Entwicklung bezahlen und sacken dann auf Basis von deren Ergebnissen die großen Profite ein.

Das alte Prinzip: Profite privatisieren, Kosten sozialisieren.

Hartwig aus LG8

22. März 2020 12:10

Wir erleben zur Zeit eine Art Tag X, nur anders als vorgestellt.
Auf die Initiatoren wird man erst schließen können, wenn sich der Pulverdampf gelegt haben wird und die westliche Welt gewissermaßen in Scherben liegt; eine übertriebene Wortwahl, aber verglichen mit dem, was man vor Wochen noch für möglich und unmöglich hielt, dann doch nicht unpassend.
Ich halte es immer noch für möglich, dass die dann erscheinende Agenda mit all dem aufräumt, was uns bislang als Verheißung drohte: Klimapolitik, Decarbonisierung, Gender, Kindergarten ala Thunberg, Grenzenlosigkeit, no border no nation, ... der ganze Globalismus.

zeitschnur

22. März 2020 12:11

@ Gracchus

Sie schrieben davon, dass der Dr. Wodarg vom Küchentisch aus seine Meinung kundtue, was im Prinzip die Unprofessionalität markieren sollte, oder warum sonst erwähnten Sie das so? Ich gab das mit Hauskleidung wieder, okay, das waren nicht Ihre Worte, aber der Sinn. Korrigieren Sie mich nachvollziehbar, wenn Sie es anders gemeint hatten.

Und nun zu Ihren "seriösen" Zitaten:

"Drosten: Ganz klar: dass es sich im Rachen vermehrt. Beim Sars-Virus, das den Ausbruch in den Jahren 2002/2003 verursacht hat, hat man es nie geschafft, es aus dem Rachen zu isolieren. Die Sars-Patienten hatten viel weniger Viren im Körper und der Erreger war lange nicht so infektiös. Außerdem gibt es im neuen Coronavirus eine erstaunliche biologische Innovation: eine Protease-Spaltstelle im Oberflächenprotein des Virus. Ob diese Stelle da ist oder nicht, macht zum Beispiel bei der Vogelgrippe den Unterschied, ob der Erreger Geflügel sehr krank macht oder nicht.

ZEIT ONLINE: Was ist an dieser Spaltstelle so besonders?

Drosten: Das Oberflächenprotein muss geschnitten werden, damit das Virus reifen und in die nächste Zelle eindringen kann. Und diese Spaltstelle ermöglicht es dem Virus vielleicht, schon geschnitten zu werden, wenn es gerade erst aus der zuletzt infizierten Zelle ausgeschleust wird. Man kann sich das so vorstellen wie ein Blatt Papier, das man durch die Perforation besser vom Notizblock abreißen kann. Und Sars-CoV-2 hat diese Perforation.

ZEIT ONLINE: Was bedeutet das für die Krankheit?

Drosten: Das weiß man noch nicht genau. Es könnte dazu führen, dass das Virus schon reif aus der Zelle kommt – bereit, die nächste zu entern. Das könnte auch ein Grund dafür sein, dass sich Sars-CoV-2 so gut im Hals vermehrt und so leicht übertragen werden kann. Das muss man jetzt alles klären."
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Alleine das ist doch ein Popanz!
Woher will der gute Mann wissen, dass die Patienten mehr Viren im Rachen haben? Untersucht der jeden mm² oder rechnet er hoch, dass er bei den Probanden, die er überhaupt hat und die nicht repräsentativ sein KÖNNEN, wenn er an einer Stelle abstreicht, die Anzahl der Viren deshalb x-fach da sein müssten? Was ist das für ein Unsinn?! Bedenken Sie, dass auch aus denselben Institutionen behauptet wird, die meisten Patienten seien symptomlos. Wie man bei einem Patienten, der keine Symptome hat - also auch im Rachen - mehr Viren feststellen will als bei vorigen Coronavireninfektionen, müsste der gute Mann dann auch noch verraten, denn ein vermehrtes Auftreten von Viren sollte doch auch mit klinischen Symptomen einhergehen, zB einer Halsentzündung, die sich gewaschen hat, oder?

Und dann diese Suggestion, wegen dieser Spaltstelle im Protein könnte das Virus nun so viel gefährlicher sein (interessant als Vergleich die Luftnummer Vogelgrippe, die sich ja leider damals auch nicht zur Pandemie entwickelte). Er labert lange irgendetwas Phantastisches herum, um am Ende auf die Frage der ZEIT ehrlich zu antworten, er wisse das nicht, das müsse man erst klären. Vielleicht ist es nämlich auch total bedeutungslos oder die MikroskopsNERDS solcher Zeiten haben sich sowieso verguckt.

Unter "seriöser" Berichterstattung verstehe ich etwas anderes, pardon. Dieser Mann baut also - man muss das rhetorisch analysieren - zunächst langatmig und ohne Bezug zu Nachweisen ein Schreckensbild auf. Die ZEIT hätte nachfragen müssen, woher er genau wissen will, ob der Patient mehr Viren im Rachen habe oder gar - wie Drosten später gekonnt nachlegt - "im ganzen Körper". Denn das kann Drosten nicht behaupten, es ist eine Lüge. Niemand sieht nach, wo die Viren "im ganzen Körper" sind. das wurde im übrigen bei keiner einzigen angeblichen Virenkrankheit je am realen Organismus des Patienten nachgewiesen - es sind alles Reagenzglasversuchsergebnisse. Der Interviewer der ZEIT ist also auch schon inkompetent, aber schlimm das Gerede Drostens, der selber genau weiß, dass das Spekulationen sind und nur Spekulationen, die aber angstmachend wirken auf Leute, die diese Rhetorik nicht erkennen. Und ganz am Ende, als der Interviewer der ZEIT dann doch noch die Kurve bekommt und nachfragt, was denn die ach so gefährliche Spaltstelle im Eiweiß des Virus bedeuten soll, gibt Drosten wortreich, verschanzt hinter weiteren Schreckensspekulationen zu, dass er eigentlich keine Ahnung hat, ob das überhaupt relevant ist mit der Spaltstelle.
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Erheblich sachlicher ist Dr. Streeck, der ja zugibt, dass am Ende alles ein Sturm im Wasserglas sein könnte. Bei ihm wird vielmehr deutlich, - wie Sie es ja auch andeuten -, dass er schlicht Angst hat, "zu wenig" zu tun, weil man Ärzten ja nie ankreidet, wenn sie Menschen durch kurative Maßnahmen umbringen, wohl aber, wenn sie durch zu wenig kurative Maßnahmen angeblich schuld seien, dass einer stirbt. Das ist eine irrationale und auch rechtlich schwerwiegend falsche Sicht in unserem Gesundheitssystem und dem Denken der Menschen, das offenbar davon ausgeht, dass niemand einfach so natürlicherweise sterben würde. Die Hybris und der postmoderne Größenwahn hat sich von der Erkenntnis entfremdet, dass der Tod sicher ist, nur nicht der Zeitpunkt, und dass niemand "dem Leben eine Elle zusetzen kann", wie es in der Bibel heißt, wenn der einzelnen an sein persönliches Ende in diesem Äon gekommen ist.

Zu Ihren im übrigen interessanten Überlegungen schreibe ich später noch was. Ich finde nämlich, dass durch dieses An-die-Wand-fahren auch Freiräume geöffnet werden, die wir erkennen und nutzen sollten.

Lotta Vorbeck

22. März 2020 12:32

@Andreas Walter - 22. März 2020 - 03:34 AM

Gerade bei Ihnen, werter @Andreas Walter, die Sie Ihre Kindheit und Jugend auf einer Farm in Mexiko verbrachten, irritiert es ungemein, mit welcher Wollust Sie die letzten Wochen über wie ein apokalyptischer Reiter Ihrem Seuchenpferd die Sporen gaben.

Gönnen Sie Ihrem Pferd und sich selber eine Pause. Steigen Sie ab, tränken das Pferd, atmen selber tief durch, klopfen Ihren Staubmantel aus. Setzen Sie den Sombrero ab, gehen ins Haus, schneiden eine Zitrone an und schenken sich einen Tequila ein. Nach einem weiteren Tequila sollten Sie ans Fenster treten und sich einen Zigarillo anzünden. Was sehen Sie, während sie den Rauch zum Fenster hinaus ins Freie blasen? - 'Nichts hat sich in Ihrer Umgebung verändert. Kein Freund, kein Nachbar verstarb. Verändert haben sich nur die in Dauerschleife im Fernsehen laufenden Bildsequenzen. Verändert haben sich die Bilder in der Sensationspresse.'*
[*FB]

Auf mexikanischen Farmen gibt es Skorpione, giftige Schlangen und große, behaarte Giftspinnen und Sie lassen sich von den Mainstreammedien triggern?

Heino Bosselmann hatte es weiter oben bereits verlinkt, hier nochmal für Sie Herr Walter das Video vom Prof. Sucharit Bhakdi:

### Corona-Krise: Prof. Sucharit Bhakdi erklärt warum die Maßnahmen sinnlos und selbstzerstörerisch sind

https://youtu.be/JBB9bA-gXL4

Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi

Am 19.03.2020 veröffentlicht

COVID-19, der Spuk ist längst entzaubert, nur wissen Sie das nicht. Prof. Dr. Sucharit Bhakdi erklärt den Sachverhalt. Er leitete 22 Jahre lang das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Johannes Gutenburg Universität Mainz und gehört zu den international angesehensten Infektiologen und meistzitierten Medizinforschern Deutschlands.
Leben und Existenzen unserer Mitbürger werden aufs Spiel gesetzt, um eine nicht existente Gefahr abzuwehren. Die jetzt verhängten Maßnahmen sind eine Katastrophe für die gesamte Bevölkerung. Sie werden riesigen Schaden, im Gegenzug dafür aber keinen Nutzen bringen. Ein kurzes Interview geführt von Sibylle Haberstumpf klärt auf.

Corona-Viren sind seit Menschengedenken unter uns und spielen in der Medizin eine zu vernachlässigende Rolle. Die meisten Infizierten werden nicht schwerkrank. Allein ältere Menschen mit Vorerkrankung, insbesondere der Lunge und des Herzens können ernsthaft gefährdet sein.

Die Behauptung, COVID-19 sei eine besonders gefährliche Virus-Variante, ist durch unkritische und falsche Interpretation von international erhobenen Falldaten entstanden. In Wahrheit spricht alles dafür, daß COVID-19 sich nicht grundsätzlich von seinen harmlosen Geschwistern unterscheidet.

Sollte Prof. Bhakdi recht haben, müssen unverzüglich alle Anstrengungen unternommen werden, um eine Wende in der verfahrenen Situation herbeizuführen.

zeitschnur

22. März 2020 12:36

@ Franz Bettinger

Ich danke Ihnen für Ihre gelassenen Beiträge. Und alle: Ich habe zu Ärzten, die Jahrzehnte praktizieren oder praktiziert haben, viel mehr Vertrauen als zu irgendwelchen jüngeren Leuten, die sehr gut auch Karrieristen sein können.

Da ich - neben den anderen Sachen - auch ein Sozialwissenschaftsstudium mit Diplom absolviert habe, weiß ich sehr gut, dass das, was uns da an "Fakten" und "Zahlen" serviert wird, bedeutungslos ist. Vielleicht erinnern sich ja manche, die ebenfalls in ihrer beruflichen Laufbahn Statistikseminare besucht und Prüfungen gemacht haben, selbst Auswertungen gemacht haben: Alles, was wir derzeit hören, ist hochgradig unseriös und unzulässig.
Auch was die Diagnostik betrifft geht es nur unseriös zu, da werden Äpfel mit Birnen verglichen, Umstände, der ganze Komplex an Ursachen und Zusammenhängen nicht mehr erwogen, man starrt gebannt auf die Corona aller möglichen Ursachen von Krankheitsgeschehen und sieht überall nur noch sie, als gäbe es nicht tausend andere Zusammenhänge für das persönliche Schicksal des einzelnen Menschen.
Ich habe das Gefühl, in einem mittelalterlichen Wahnszenario zu leben. Jeder, der irgendwann einmal mit dem Aufbau von Forschungsdesigns befasst war und sich mit Statistik befasst hat, müsste wissen, dass alles, was derzeit geschwätzt wird, hochgradig phantastisch, unseriös und wissenschaftlich schandbar ist. Mich erschreckt das wirklich, denn was, bitte, haben diese angeblichen "Experten" eigentlich "studiert"? Schauen die morgens in die Glaskugel, oder wissen die, dass ihre (im Grunde) nach dem Motto "n=1" aufgebauten Aussagen völlig wertlos sind? Hier zeichnet sich eigentlich auch der Bankrott ganzer Wissenschaftszweige ab - und ich hoffe inständig, dass sich doch noch ein paar besonnen Männer und Frauen zu Wort melden, die von ihrem Fach etwas verstehen und rational bleiben.

Weil manche immer wieder fragen, woher aber doch dann diese „Bilder“ aus Italien kämen? Das kann ich leicht beantworten: Bilder sind immer bewusst gewählte und herangezoomte Ausschnitte der Wirklichkeit. Die Frage ist, was Sie gesehen haben könnte nach derselben Darstellungsweise, die jetzt angewandt wird, wenn Sie vor 3 Monaten an denselben Orten gezoomt hätten.

Lotta Vorbeck

22. März 2020 12:41

Analitik notiert:

Russisches Militär für die EU

Veröffentlicht am 21. März 2020 von Analitik

Hoppla. Die italienische Regierung hat Russland um Hilfe in der Corona-Krise gebeten. Putin hat Hilfe zugesagt. Es geht um Technik und Personal für Desinfektionstätigkeiten. Mit der Umsetzung ist das russische Verteidigungsministerium beauftragt worden.

Demnächst landen russische Militärtransporter mit russischer Technik und russischen Hilfsbrigaden mitten in der EU, auf Bitten eines EU-Landes, um einem EU-Land beim Überleben zu helfen.

Das ist eine sehr interessante Wendung… Für Wendungen solcher Art ist die ganze Panik entfacht worden.

Quelle: http://analitik.de/2020/03/21/russisches-militaer-fuer-die-eu/

zeitschnur

22. März 2020 12:59

@ Gracchus

Wodarg spießt hier offenbar auf Achgut auf, wie absurd und abgefahren widersprüchlich die Diskrepanz zwischen den Aussagen Drostens und Streecks sind: https://www.achgut.com/artikel/fundstueck_drosten_wodarg_streeck

Nun ist das an sich nicht verkehrt, wenn kontrovers und widersprüchlich nachgedacht wird, weil dadurch kenntlich wird, dass man hier ABSOLUT im Trüben fischt und vor allem das öffentlich zugeben sollte.
Wodarg amüsiert sich aber zu Recht drüber, dass angesichts eines solchen Informationsdesasters seine Aussagen als "wirr" hingestellt werden.

Ich gebe @ Franz Bettinger absolut recht: "Wer jetzt nicht durchblickt, sollte auch in Zukunft seinem unfähigen Hirn misstrauen und schweigen."

Maiordomus

22. März 2020 13:08

@imagine. China habe die Lage unter Kontrolle, schrieben Sie unter der Kolonne Coronavirus 3, Bosselmann. Dies stimmt, trifft auch für Nordkorea zu, sie haben und hatten die Information unter Kontrolle. Nur ein Wahnsinniger kann glauben, dass es zwei Tage lang unter 1,4 Milliarden Menschen keine Neuinfektion gegeben haben könne, diese Information ist unter dem Wahrheitswert "wahr" völlig ausgeschlossen, dafür würde ich mein Leben wetten. Aber in China verbreitet man jetzt, wie zu Zeiten des Erdbebens vor bald 50 Jahren, nur positive Nachrichten, das ist eine Entscheidung der Informationspolitik, die theoretisch sogar in Italien möglich wäre, wolle man sich für diese Informationslinie entscheiden. Primär die Geheilten melden und melden, was gut läuft; nur würde diese Umstellung der Politik nicht gleich geglaubt, sie wird aber spätestens in zwei Monaten mutmasslich die Linie derjenigen sein. welche bis spätestens dann für eine Normalisierung Propaganda machen müssen. Und von den Lastwagen mit Toten in Brescia und Bergamo weiss niemand, wieviele dieser Toten wirklich Coronatote sind; es gibt nun aber Gründe, die Schwerpunkte der Propaganda auf solche Bilder zu legen, wenigstens vorläufig, bis dann der Bedarf nach Erfolgsmeldungen überwiegt; für diese Erfolgsmeldungen müssen zunächst Negativmeldungen kommen, auch dies entspricht mit einiger Analogie dem chinesischen Vorbild.

RMH

22. März 2020 13:49

" ... jüngeren Leuten, die sehr gut auch Karrieristen sein können."

Na und?
Was will ich einem jungen Arzt bitte vorwerfen, wenn er "Karriere" macht?

So ist das nun mal, in dieser Leistungsgesellschaft. Da werden die jungen Menschen am Beginn an den Start einer Rennbahn gesetzt und dann heißt es laufen, laufen, laufen ...

den gemütlichen, älteren Opa, der so viel Kohle hat, dass er vermeintlich unabhängig ist und der sich erst mal sein Pfeifchen stopft, sich zurücklehnt und genüsslich das Schmauchen beginnt, bevor er mit einem spricht, kenne ich zwar tatsächlich aus früheren Zeiten auch noch (der letzte davon ist vor ca. 10 Jahren mit nur 64 u.a. an Lungenkrebs gestorben), aber von solchen Leuten hat man eben auch nur ihren begrenzten, da eigenen Erfahrungsschatz der letzten 40 Jahre mitgeteilt bekommen. Das mag für vieles ausreichen, ist aber kein Grund, hier irgendwie gebetsmühlenartig Vorurteile von wg. "Karrieristen" zu dreschen. Technologie- und Fortschrittsfeindlichkeit auch bei der Medizin zu pflegen, mag einem gerade auf Seiten wie hier eine Art Nimbus von Kritikfähigkeit geben, auf der anderen Seite habe ich es aber jetzt schon mehrfach erlebt, wie genau manche dieser alternativen Spökenkieker und Schlauberger komplett zusammengebrochen sind, als ihnen die Krankenkasse mitgeteilt hat, dass es in ihrem bzw. dem Fall ihres Angehörigen gerade nicht die teuere Behandlung nach modernsten Standards in den USA bezahlt. Na gut, dann machen wir eben ne Charity-Runde auf, versuchen es über eine Klage (Was für ein Land! Bezahlt nicht die Behandlung in den USA! Unglaublich!) und das Alternativ-Geschwätz von gestern interessiert einen ganz schnell nicht mehr.

Solche Krankheiten zeigen sehr gut auf, was vom Menschen leider vielfach zu halten ist ... ich habe weiter oben nicht umsonst geschrieben, dass vom Standpunkt des eigenen Schreibtisches aus zwar in der Tat einiges bizarr anmutet, aber spätestens, wenn es bei einem selber einschlägt, schaut es mit einem Schlag anders aus.

Dann hoffen wir mal alle, dass der Spuk nicht ewig andauert - dieses staatsmännische Gelabere von Herrn Söder kann ich nicht mehr hören ...

Lotta Vorbeck

22. März 2020 15:01

@Lumi - 22. März 2020 - 11:41 AM

Bettinger und Zeitschnur dominieren die Arena.

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Perfekt beobachtet @Lumi!

Wenn es Bettinger & Zeitschnur gelingt, der Versuchung zu widerstehen, sich auf der Reisstrohmatte des Religiösen gegenseitig auf's Kreuz legen zu wollen ... tja ... dann könnten wir es bald schon wagen, angeführt von Bettinger & Zeitschnur, aus der Zirkusarena hinaus die SEZESSIONS-Pferde ins Neuland zu reiten.

Benno

22. März 2020 17:29

Lotta Vorbeck Haben Antirassisten den Rassismus europäischer Ehemänner gegenüber ihren chinesischen Ehefrauen beklagt, welche reihenweise fallengelassen wurden? Oder worauf wollen Sie mit Ihrer Frage hinaus?

Elvis Pressluft

22. März 2020 17:31

Nun, die Herrscherin wird sich in Kürze an ihr in Teilen immer noch halsstarriges Volk wenden, aber bekannt ist ja schon, daß Zusammenrottungen von mehr als zwei Personen auf absehbare Zeit verboten sind. Betont wurde zugleich, daß man keinen Passierschein brauchen wird, um den öffentlichen Raum zu betreten … und selbst „konservative“ Medien wie etwa die NZZ feiern das alles als Sieg der Vernunft, fordern eher noch die weitere Verschärfung. Frage mich wirklich, ob und gegebenenfalls wann wir aus diesem Albtraum aufwachen. Sicher ist, das Land wird sich dauerhaft verändert haben.
Drosten wird dieweil zum Zentrum eines zunehmend bizarren Personenkults: „Er hat auch schon mal in Hamburg gewohnt!“ (Mopo) Vielleicht kann man eine Ausnahmegenehmigung erlangen, um zu seinem Ex-Wohnort zu wallfahren und Corona-immun zu werden …

Imagine

22. März 2020 17:40

@Maiordomus 22. März 2020 13:08
„China habe die Lage unter Kontrolle, schrieben Sie unter der Kolonne Coronavirus 3, Bosselmann. Dies stimmt, trifft auch für Nordkorea zu, sie haben und hatten die Information unter Kontrolle. Nur ein Wahnsinniger kann glauben, dass es zwei Tage lang unter 1,4 Milliarden Menschen keine Neuinfektion gegeben haben könne, diese Information ist unter dem Wahrheitswert "wahr" völlig ausgeschlossen, dafür würde ich mein Leben wetten.“

Spielen Sie nicht sorglos mit ihrem Leben!

Kann nur empfehlen, dass Sie eine Reise nach China machen, um sich ein eigenes Bild zu machen. Denn dann würden Sie feststellen, dass das Alltagverhalten der Menschen in China ganz anders ist, als er hier in den Massenmedien dargestellt wird. Alle Besucher sind davon überrascht. Keine blauen Ameisen wie in Filmen über Mao-China sind in der Realität zu sehen.

Corona-Infektionen weisen bei schweren Verläufen typische Symptome und Organmanifestationen auf, die auch ohne Virustestung eine zuverlässige Diagnose mit bildgebenden Verfahren ermöglichen. Solche Verläufe und Todesfälle wird man bei massenhaftem Auftreten nicht geheim halten können.

Auch wenn angenommen wird, dass es in China nur einen geringen Prozentsatz von aktiven Feinden des Systems gibt: 1% sind 14 Mio. Menschen und diese verfügen im heutigen China über modernste Kommunikationsmittel. Und diese Feinde haben Milliardäre als Unterstützer. Whistleblower könnten viel Geld machen.

Wenn keine Neuinfektionen gemeldet werden, dann beweist dies nicht, dass es diese nicht gibt. Aber einen erneuten massenhaften Ausbruch einer Coronavirus-Epidemie könnte man nicht vertuschen, schon aufgrund der notwendig und unverzichtbar einzuleitenden Gegenmaßnahmen nicht.

Natürlich wird diese Argumentation keinen China-Hasser überzeugen, genauso wenig wie man einen gläubigen Katholiken davon überzeugen kann, dass es Gott und den Teufel nicht gibt und die unbefleckte Empfängnis Marias biologisch unmöglich ist.

Benno

22. März 2020 17:44

„Weil manche immer wieder fragen, woher aber doch dann diese „Bilder“ aus Italien kämen? Das kann ich leicht beantworten: Bilder sind immer bewusst gewählte und herangezoomte Ausschnitte der Wirklichkeit. Die Frage ist, was Sie gesehen haben könnte nach derselben Darstellungsweise, die jetzt angewandt wird, wenn Sie vor 3 Monaten an denselben Orten gezoomt hätten.“ —Das ist genau was ich meine. Mich interessiert, ob es in den italienischen Krankenhäusern im Februar/März immer so aussieht, oder nicht. Wenn sich wegen des Virus dermassen viele Menschen in medizinische Obhut begeben müssen, dass das Gesundheitssystem zusammenbricht und dann Notfälle nicht mehr behandelt werden können, dann sind Massnahmen dagegen gerechtfertigt. Da interessiert es mich ehrlich gesagt dann auch herzlich wenig, ob das Virus jetzt gar nicht so neuartig ist, ob es am Ende statistisch nicht zu einem relevanten Anstieg der Toten wegen Corona geführt hat usw. Kann man denn diese Frage irgendwie objektiv zu klären versuchen?

Imagine

22. März 2020 17:51

„…wir lernen, dass Krankenhäuser die Hauptüberträger von Covid-19 sein können, da diese schnell mit infizierten Patienten belegt werden und die Übertragung auf nicht infizierte Patienten fördern. Die Patienten werden mit unserem regionalen System transportiert, dies trägt auch zur Verbreitung der Krankheit bei, da Krankenwagen und Personal schnell zu Infektionsherden werden. Das Gesundheitspersonal kann asymptomatischer Träger oder krank ohne medizinische Überwachung sein einige vom ihnen können sterben, einschließlich junger Menschen, was den Stress derjenigen mit unmittelbaren Patientenkontakt erhöht.

So eine Katastrophe kann nur durch den massiven Einsatz von weiterreichenden Versorgungsstrukturen bewältigt werden. Pandemielösungen sind für die gesamte Bevölkerung erforderlich, nicht nur für Krankenhäuser. Mit häusliche Pflege und mobilen Kliniken kann unnötige Mobilität vermieden werden und die Krankenhäuser entlasten. Frühzeitige Sauerstofftherapie, Pulsoximeter und Ernährung können zu Hause bei leicht kranken und rekonvaleszenten Patienten durchgeführt werden, ein breites Überwachungs- und Versorgungssystem mit entsprechenden Isolationsmöglichkeiten eingerichtet und innovative Telemedizin eingesetzt werden. Dieser Ansatz würde den Krankenhausaufenthalt auf schwere Erkrankungen beschränken, wodurch die Ansteckung verringert wird, Patienten und Beschäftigte im Gesundheitswesen geschützt und der Verbrauch von Schutzausrüstung minimiert würde. In Krankenhäusern sollte der Schutz des medizinischen Personals Priorität haben. Keine Kompromisse darf es bei den medizinischen Verfahrensregeln geben. Ausrüstung muss verfügbar sein. Maßnahmen zur Verhinderung von Infektionen müssen überall einschließlich der Fahrzeuge konsequent und gründlich umgesetzt werden. Wir brauchen spezielle Covid-19-Gebäude und Personal, getrennt von virenfreien Bereichen.

Wir brauchen einen langfristigen Plan für die nächste Pandemie.

Dieser Ausbruch ist mehr als ein Gegenstand der Intensivbehandlung, sondern eine Krise des öffentlichen Gesundheitswesens und der humanitären Hilfe.“

Übersetzt aus: „At the Epicenter of the Covid-19 Pandemic and Humanitarian Crises in Italy: Changing Perspectives on Preparation and Mitigation”
https://catalyst.nejm.org/doi/full/10.1056/CAT.20.0080

Gegen diese Erkenntnis werden sich die Liebhaber von Marktwirtschaft und Kapitalismus mit der Methode der drei Affen sperren und nicht zum Gegenstand der Diskussion machen. All diese Gläubigen und Dummschwätzer einer Selbstregulation durch die „invisible hand“ des Marktes können und wollen nicht begreifen, dass diese Krise ein Hinweis auf die Notwendigkeit eines Systemwechsels ist.

Sara Tempel

22. März 2020 18:32

@ Gustav Grambauer
"Habe den Corona-Code geknackt, alles soll sich um das diesjährige höchste Fest der Christenheit, das Osterfest, drehen. Nur selten fällt der Karfreitag auf einen 10. des Monats."
Ich glaube wohl, der "Ahriman" ist nun präsent in der Person des intelligenten Putin! Bald schon wird Merkle nach seiner Pfeife tanzen.

Lotta Vorbeck

22. März 2020 18:58

Podcast

Eva Herman & Andreas Popp aus Kanada

https://t.me/EvaHermanOffiziell/8365

veröffentlicht am 22. März 2020

Ergon

22. März 2020 19:33

@zeitschnur Wenn Sie Drostens fachliche Aussagen in Bezug auf ihre erkenntnistheoretische Grundlage wirkungsvoll kritisieren wollen, müssen Sie sich sich schon mit seinen Fachaufsätzen auseinandersetzen, nicht nur mit seinen an eine breite an Öffentlichkeit gerichteten Interviewäußerungen . Die Beschreibung der Struktur des Virus, die sich, wie er ausführt, genetisch deutlich von den üblichen Erkältungs-Coronaviren unterscheidet und der des ursprünglichen SARS-Virus ähnelt, führte jedenfalls zum PCR-Test, den Gentest auf das Virus, den er und sein Team an Charité entwickelte und der inzwischen weltweit verwendet wird. Validiert wurde der Test in einer umfangreichen Studie, in der es kein einziges Mal zu einer falschen positiven Reaktion gekommen sei.

zeitschnur

22. März 2020 20:47

Hier noch etwas für Pest-Literaturfreunde von mir vorgelesen:
https://youtu.be/Be4b88DwYfA
Jens Peter Jacobsen, Die Pest in Bergamo (1881)

Laurenz

22. März 2020 21:05

Ich habs immer gewußt, @Franz Bettinger ist ein Linker ....
https://youtu.be/D6Tda6vIBGA

Simplicius Teutsch

22. März 2020 21:42

„Bettinger und Zeitschnur dominieren die Arena.“

Sehe ich auch so. - Beifall!

Fredy

22. März 2020 23:20

Ich bin sicher einer der Dümmsten derer, die hier schreiben. Trotzdem behaupte ich, dass 70% der Beiträge hier in 3 Monaten noch dümmer aussehen als jetzt vielleicht meiner. Aber wie schon früher gesagt. Es wird alles vergessen und neuer Dreck gepostet. Aber ich zumindest vergesse nicht.

Lotta Vorbeck

23. März 2020 05:27

Podcast

Eva Herman & Andreas Popp zur Situation

veröffentlicht am 22.03.2020 - 21:10 Uhr

https://t.me/EvaHermanOffiziell/8396

Lotta Vorbeck

23. März 2020 05:52

"Wir alle verhalten uns zunehmend wie ein Elefant, der von einer Hauskatze angegriffen wird und dann, genervt und um ihr auszuweichen, versehentlich von einer Klippe springt und stirbt."

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KenFM

STANDPUNKTE • Die Pseudo-Krise

Videoversion: https://youtu.be/D6Tda6vIBGA
Textversion: https://kenfm.de/standpunkte-•-die-pseudo-krise/

veröffentlicht am 22.03.2020

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für verfügbar!

Wir alle verhalten uns zunehmend wie ein Elefant, der von einer Hauskatze angegriffen wird und dann, genervt und um ihr auszuweichen, versehentlich von einer Klippe springt und stirbt.

Ein Standpunkt von Sven Böttcher.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!
Alltäglich sterben 150.000 Menschen auf der Welt. 25.000 davon verhungern, aber Hunger ist ja nicht ansteckend, also brauchen wir auch wegen dieser 25.000 kein zusätzliches Klopapier. 15.000 unser 150.000 täglichen Toten sterben an den Folgen des Rauchens. Auch Passivrauchen ist nicht ungefährlich, aber wir schaffen wegen dieser Gefahr nicht die Versammlungsfreiheit ab. Und wegen unserer zahlreichen Verkehrstoten reißen wir auch nicht all unsere Autobahnen aus dem Boden.
Etwa 1.800 Menschen versterben alltäglich an Grippeviren. Es sterben nicht 25.000 oder 15.000 Menschen täglich an Corona. Sondern ungefähr 250. Weltweit. Einschränkung: Etliche dieser Menschen sterben wohl nicht an Corona. Sondern mit Corona. Die behandelnden Ärzte weisen darauf ausdrücklich hin: Alle bisher Verstorbenen hatten zahlreiche ernste Vorerkrankungen, an denen sie ohnehin eher früher als später verstorben wären. Es ist daher mehr als kühn zu behaupten, die bisherigen cirka 8.000 Todesopfer seien „an“ Corona gestorben.
Abermals: Es handelt sich bei den global allenfalls 250 pro Tag Verstorbenen nicht um junge Verhungernde.
Zahlen, bitte (#1): Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind). Alle Coronatoten waren alt und/oder hatten zwei oder mehr Vorerkrankungen. Hierzu lassen sich zwei Spoiler nicht vermeiden. Spoiler 1: Wer sich mit zwei, drei ernsten Vorerkrankungen (Kategorie Krebs, Diabetes, Herzschwäche), diversen Pharmadauerpräparaten in den Blutbahnen und 85 Lebensjahren auf dem Buckel auch noch eine Lungenentzündung einfängt, stirbt. Das ist kein Corona-Phänomen, sondern normal. Ärzte bezeichnen die Lungenentzündung als Freund der ganz Alten, denn wir müssen an irgendwas sterben und das Wegdämmern ins Ewige ist fast allen anderen Abgängen vorzuziehen. Spoiler 2: Keinem unserer nun toten, vorher uralten Erkrankten hat die Beatmung auf den Intensivstationen etwas genützt. Und dabei wird es bleiben. Keinem, der mit 80+ sowie zwei, drei Vorerkrankungen zusätzlich an Covid-19 erkrankt, wird die Intensivpflege etwas nützen. Wer alt und polymorbid an Covid erkrankt, stirbt.
Deshalb möchte ich morgen von allen offiziellen Stellen weltweit hören:
„Über 80jährige mit drei Vorerkrankungen und frischer Lungenentzündung behandeln wir nicht auf Intensivstationen, die schicken wir zum Sterben nach Hause, denn sterben müssen ja alle. Jüngeren ist es auch wieder gestattet, Sterbenden die Hand zu halten. Und sich zu Trauerfeiern zu versammeln. Auf eigene Gefahr. Alte und gebrechliche Teilnehmer an Trauerfeiern sind auf diese bestehende Gefahr ausdrücklich hinzuweisen. Unsere Intensivstationen und unser medizinisches Personal stehen selbstverständlich jüngeren Corona-Lungenentzündungspatienten weiter offen. Die Mortalitätsrate bei U-80, nicht vorerkrankten Corona-infizierten Patienten liegt derzeit bei etwa 0 Prozent.“
Die Corona-Krise ist keine Virenkrise. Die Corona-Krise entlarvt uns als ängstliche, hysterische Wirklichkeitsverweigerer. Die Corona-Krise zeigt auf, dass wir komplett den Verstand verloren und gar keinen Begriff mehr davon haben, was „Leben“ überhaupt bedeutet. Wir sind tatsächlich schwer krank, alle zusammen, allerdings weniger körperlich als geistig.
Ursache unserer Erkrankung ist nicht ein Virus, sondern unsere Verweigerung, den Tod als unvermeidlich wahrzunehmen. Den Tod aller Menschen, die wir lieben, wie den eigenen täglich drohenden Tod. Wir sprechen darüber nicht. Der Tod hat in unseren Leben keinen Platz. Den werden wir demnächst einfach besiegen. Es werden demnächst auch nicht mehr 3 von 4 Deutschen an Krebs sterben. Es werden auch nicht mehr 4 von 4 Deutschen an irgendwas sterben. Sondern bestimmt keiner mehr. Weil unsere Wissenschaftler ewig haltbare Zellen erfinden. Oder wir uns einfach alle in die Cloud hochladen. Google macht das schon. Und bis dahin optimieren wir uns halt selbst.
Wir schaffen das. Wir blenden tatsächlich vollständig die Tatsache aus, dass wir alle sterblich sind. Und dass die Sterbensgefahr mit zunehmendem Alter exponentiell wächst. Dass, wer auf die 100 zugeht, wahnsinnig gefährlich lebt.
Der Mainstream feuert gegen solches Basisfühlen hochemotional, mit schwersten Geschützen: Italien weiß nicht mehr, wohin mit all den Leichen. Es sind ja schon über 2.000. Sehr alte Leichen. Natürlich sind darunter auch solche 85-Jährigen, die „plötzlich und unerwartet“ gestorben sind, ohne Vorgeschichte. Etwa 200, höchstens. Im Zeitraum von einem ganzen Monat, in dem anderswo 775.000 Menschen verhungert sind. Aber die Geschichten, die uns zu diesen uralten Verstorbenen erreichen, schockieren uns. Rühren uns zutiefst. Das könnte auch uns passieren! Ja, sogar unsere so unbeschwerten, kerngesunden, gerade kregel die Blumenbeete wendenden 95-jährigen Eltern könnten urplötzlich von Corona dahingerafft werden, herausgerissen aus unserem Leben in der Spätblüte ihres eigenen! Unser Mitgefühl bringt uns förmlich um. Gefühl ist gut. Verstand ist schlecht. Hart und gemein. Der Verstand soll auch draußen bleiben. Das DARF nicht passieren! Unsere Lieben dürfen nicht sterben! Auch nicht mit 90 oder 100 Jahren!
Unsere Antwort ist daher konsequent. Wir machen alles zu. Damit niemand die Alten ansteckt. Unsere Kellner und Kosmetikerinnen sind in vier Wochen pleite, der ganze Mittelstand auch. Sowie sämtliche Restaurantbesitzer. Sowie eigentlich alle. Außer … wir drucken einfach Unmengen Giralgeld auf alle Konten, gönnen uns den Tritt in die Falle „Grundeinkommen“. Und schaffen das Bargeld ab, die letzte Hürde auf dem Weg zu unserer totalen Kontrolle. Und natürlich heben wir auch gleich noch alle Grundrechte auf. Um unsere 90-Jährigen zu schützen. Versammlungen sind und bleiben ab jetzt verboten. Abweichende Meinungen werden gelöscht. Und wir überwachen das. Wo auch immer sich die Bewegungsdaten von mehr als fünf Smartphones zusammenrotten, greifen wir hart durch und räumen. Es wird Opfer geben. Die müssen wir bringen.
„Das muss man bringen.“ Sagt man hier oben in Norddeutschland.
Zahlen, bitte (#2): Stürben an oder mit Corona tatsächlich, wie von irgendwelchen Virologen (!) (nicht Epidemologen) laut und panisch CFR-getönt wird, 4 Prozent der über 85-jährigen Infizierten und infizierte sich obendrein die gesamte Menschheit, hätten wir am Ende der Krise etwa 300 Millionen sehr alte Menschen ein paar Tage, Wochen oder Jahre zu früh verloren. Das wäre eine logistische Krise, in der Tat, weil wir nicht vorbereitet sind auf den Tod von 300 Millionen statt sonst 55 Millionen binnen eines Jahres. Auch dieses Armageddon-Worst-Case-Szenario stellte aber keine existenzielle Menschheitsbedrohung dar. Wir wären auch danach noch 7,5 Milliarden, unser Fortbestand wäre nicht im Geringsten gefährdet. (Im Gegenteil: Ressourcen- und Klimaproblematik sollten trotz der derzeitigen Panik noch nicht vollständig in Vergessenheit geraten sein.)
Sprich: Schlimmstenfalls kann uns nichts passieren. Aber dieses die Menschheit nicht im geringsten gefährdende Alptraum-Szenario ist obendrein vollkommen unrealistisch. Die deutlichen Hinweise mehren sich ja von Japan bis Stanford, dass die „Corona-Pandemie“ nicht 4 Prozent der Erkrankten (Alten) dahinrafft, sondern allenfalls 0,05 Prozent. (Diesem Link zu Prof. John Ioannidis bitte folgen):
“A population-wide case fatality rate of 0.05% is lower than seasonal influenza. If that is the true rate, locking down the world with potentially tremendous social and financial consequences may be totally irrational. It’s like an elephant being attacked by a house cat. Frustrated and trying to avoid the cat, the elephant accidentally jumps off a cliff and dies.”
Es ist übrigens vernünftig, sich in der Grippe-und-Corona-Saison öfter mal die Hände zu waschen und Distanz zu den Mitmenschen in Bus und Bahn zu wahren. Nicht erkältet zum Arzt zu gehen. Und vielleicht auch mal ein Kind nicht in die Schule zu entsorgen, sondern selbst zuhause zu betreuen, wenn es fiebert.
Dass die meisten von uns das bisher offenbar nicht wussten, ist ein bisschen beunruhigend.
Aber noch wesentlich beunruhigender ist, dass wir jetzt alles schrotten, was wir über Jahrhunderte so schwer erkämpft haben, was uns lieb und teuer und lebenswichtig ist: Freiheit, Grundrechte, die Zukunft unserer Kinder.
Und alles wegen einer Lungenentzündung, an der nur uralte Leute sterben?
Norddeutsch: „Das muss man bringen.“ Auszusprechen in geeignet staunendem Tonfall.
Ich bitte hiermit um Veranstaltungshinweise für Termine in direktem Anschluss an die Pseudokrise. Wir sollten uns nämlich nicht einreden, dass man uns nach diesem Homeland-Security-Testlauf die entwendeten Rechte freiwillig zurückgibt, daher befinden wir uns ab dem Tag 1 „nach Corona“ im Endspiel.
Solidarität können wir bis dahin schon mal hervorragend üben, denn direkt nach der Atempause (sic) werden wir sie auf neue kämpferische Weise brauchen.
Sven Böttcher schreibt unter verschiedenen Namen Romane wie die „Prophezeiung“, Sachbücher wie „Die ganze Wahrheit über alles“ sowie Filme und Serien, beispielsweise „Der letzte Bulle“.

Lotta Vorbeck

23. März 2020 06:40

Prof. Dr. Sucharit Bhakdi - Corona-Nachtrag 1:

https://youtu.be/lJEJBKiBVlA

Belastbarkeit des Gesundheitssystems

Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi

9.273 Aufrufe

Am 22.03.2020 veröffentlicht

Hochrechnungen gehen davon aus, dass 5% der Corona-Patienten beatmet werden müssen und dies wird angesichts des raschen Anstiegs an Infektionsfällen in kurzer Zeit zum Zusammenbruch des Gesundheitssystems führen. Es wird erklärt worin der Fehler bei diesen Hochrechnungen liegt. Hier ein Nachtrag (Teil 1) zum Thema Corona-Krise.

Aktuelle Zahlen zur Anzahl der Infizierten und der Todesfälle sind für jeden einsehbar, unter anderem auf der Homepage der Johns Hopkins University oder über das RKI.
https://coronavirus.jhu.edu/map.html
https://experience.arcgis.com/experie...

Lotta Vorbeck

23. März 2020 06:46

Prof. Dr. Sucharit Bhakdi - Corona-Krise Nachtrag 2 - Schreckensszenario Italien

https://youtu.be/MARVdS-pHdQ

Am 22.03.2020 veröffentlicht

Vor wenigen Tagen meldete Italien 6000 Corona-Infizierte und 600 Corona-Tote. Wie kann das sein?

Es wird erklärt warum die Daten irreführend sind. Hier ein Nachtrag (Teil 2) zum Thema Corona-Krise. Tatsächlich muss man hinterfragen, wie die Definition "Corona-Virus Toter" zustande kommt. Was viele nicht wissen: Italien und Spanien gehören zu den wenigen Ländern, die post mortem, also bei Verstorbenen, nachträglich testen, ob Corona Viren anwesend waren. Völlig unabhängig von der Todesursache führt allein die Tatsache, dass diese gefunden werden, automatisch zur Aufnahme in die Statistik der Corona-Toten. Das schafft grundsätzliche Probleme.

Ich bitte um Entschuldigung für einen Versprecher, der mir zu Beginn des Videos unterlaufen ist. Am Anfang des Videos muss es natürlich heißen, dass 600 und nicht 6000 Tote in Italien zu beklagen waren.

Aktuelle Zahlen zur Anzahl der Infizierten und der Todesfälle sind für jeden einsehbar, unter anderem auf der Homepage der Johns Hopkins University oder über das RKI.
https://coronavirus.jhu.edu/map.html
https://experience.arcgis.com/experie...

Franz Bettinger

23. März 2020 07:16

@Ergon schreibt, der PCR-Test auf das Virus sei validiert durch eine Studie, in der es kein einziges Mal zu einer falsch positiven Reaktion gekommen sei.

Ich sage Ihnen jetzt schon: So etwas ist in der Kürze der Zeit und dem großen Aufwand, der an validierte Studien gestellt wir, gar nicht möglich. Aber bitte schön: Butter bei die Fisch, @Ergon! Verlinken Sie bitte diese Studie! (Diese müsste übrigens auch noch peer reviewed sein, um validiert zu sein). Aber zunächst mal
her mit der Studie!
PS: ein weiteres erhellendes Video, besonders von 0-4’: https://www.youtube.com/watch?v=D6Tda6vIBGA&feature=youtu.be

zeitschnur

23. März 2020 09:38

@ Ergon

Ich muss, um eine öffentliche Aussage Drostens als das zu analysieren, was es rhetorisch und inhaltlich ist, nicht seine Fachaufsätze lesen. Er trägt nun mal nicht seinen Fachaufsatz vor, sondern das, was er eben öffentlich vortrug. Und das wird auch massenmedial verbreitet und in die Gehirne implementiert. Und dies scheint ja im wesentlichen auch das zu sagen, was er etwas ausführlicher in den Aufsätzen sagt. Und was die besagten Fachaufsätze betrifft, ist die Karriere etwas sehr steil. Zu steil, v.a. aus politischen Gründen steil. Er ist derzeit wegen einer bestimmten Forschungsbehauptung der "Star". Ob seine Thesen so überhaupt haltbar sind, ist offenkundig in der Forschung nicht ausreichend diskutiert. Ein Virologe, dessen Forschungsschwerpunkt "neuartige Viren" sind, ist in jedem Fall eine politische Schnittstelle für die absolut gut erkennbar offen agierenden, interessierte Kreise. Wie @ Franz Bettinger bereits andeutete, ist die gesamte Virentheorie, auf der das alles aufbaut, ohnehin fraglich, weil sie nur ein Modell ist, das noch niemals im menschlichen Organismus in seiner angeblichen Wirkungsweise nachgewiesen worden ist.
Um diese Gedanken zu begreifen, muss man allerdings aufhören, sich wie ein höriger Underdog selbst einstufen und anfangen, unabhängig zu denken, genau zu prüfen und sich klarzumachen, dass alles, was auf Theorien alleine beruht (und das ist bei diesem "neuartigen Virus" der Fall!), auch völlig anders interpretiert werden könnte.

In dem Zusammenhang finde ich es interessant, wie unsere medialen "Faktenchecker" den VS-Theoretikern antworten. Wir sollen ja lernen "Media locuta, causa finita". Wir haben wieder ein Lehramt und eine Lehrhierarchie: die Medien.
Ein Beispiel zum Thema Corona-Simulation wenige Wochen vor dem Ausbruch der angeblichen "Pandemie", diesmal aus der Süddeutschen Zeitung - und bitte genau lesen:

"BEHAUPTUNG II: Die Gates-Stiftung soll Wochen vor dem aktuellen Coronavirus-Ausbruch 65 Millionen Tote prognostiziert haben.

BEWERTUNG: Das ist falsch.

Am 18. Oktober 2019 hält ein ranghohes Expertengremium in New York die Simulationsübung "Event 201" ab. Veranstalter sind das Johns Hopkins Center for Health Security, das Weltwirtschaftsforum und die Gates-Stiftung. Die Übung hat nach Angaben der Veranstalter das Ziel, die Einsatzbereitschaft von Behörden und privaten Organisationen im Falle einer weltweiten Epidemie (Pandemie) zu verbessern, um größere Schäden für Wirtschaft und Bevölkerung zu verhindern.

Vergangene Woche widerspricht das Johns Hopkins Center den Behauptungen, man habe im Oktober einen bevorstehenden Virus-Ausbruch vorhergesagt oder 65 Millionen Tote durch das aktuelle Coronavirus "prognostiziert". Vielmehr habe man für die Veranstaltung ein Szenario entworfen. Darin ging man von einer Gesamtzahl von 65 Millionen Toten aus, wenn keine Abwehrmaßnahmen gegen eine Pandemie weltweit koordiniert werden würden."

Mit diesem "Faktencheck" wird exakt das bestätigt, was die "Verschwörungstheoretiker diesbzgl sagen: Es fand eine solche Übung statt und es wurden diese Todeszahlen prognostiziert. Mehr haben sie schließlich nicht behauptet nach den Worten der SZ.
Offenbar sind entweder die Zeitungsmacher dermaßen intellektuell unterbelichtet, dass sie nicht mehr begreifen, dass sie hier die VS-Theorie bestätigen, oder sie tun das bewusst rhetorisch, weil sie wissen, dass ein Großteil der Deutschen schlicht denkunfähig ist und als zuckendes irrationales Bündel einzuschätzen ist, dem man nur die richtigen Bilder und Wortfetzen setzen muss, um es gezielt zu manipulieren.

zeitschnur

23. März 2020 09:50

Ich weiß jetzt nicht mehr, wer das gefragt hat hier im Thread, aber es geht um Italien und die "Bilder" von den "Engpässen". Oliver Janich hat in seinem letzten Beitrag (hier: https://www.youtube.com/watch?v=PpCq4miKq38) unter anderem auch Nachweise über Zeitungsberichte gebracht, in denen schon in den vorigen Jahren entsprechende Engpässe in italienischen KH aufgetreten sein sollen. Es handelt sich also in Italien um ein Systemversagen, das nicht erst jetzt auffallend ist.
Interessant auch die von ihm erwähnte Berichterstattung der NY Times, aus der hervorgeht, dass durch die extreme Hysterie in Italien Tote nicht mehr ordnungsgemäß begraben werden, sondern bei Nacht und Nebel gewissermaßen versenkt werden, weil man die "Ansammlung von Menschenmassen" an einem offenen Grab und in der Grabkapelle fürchtet und schlicht auch verboten hat. Die gespenstischen Lastwagenbilder hängen offenbar mit dieser wirklich extremen und unwürdigen Reaktion italienischer Behörden zusammen. Link zum NY Times-Artikel: https://www.nytimes.com/reuters/2020/03/19/world/europe/19reuters-health-coronavirus-rites-insight.html

Franz Bettinger

23. März 2020 10:25

Zur „Effektivität“ von Intensiv-Stationen: Okay, die werden zur Monetarisierung auch mit (gerne privat-versicherten) Normal-Patienten ausgelastet, denn ein Bett auf Intensiv bringt 3-4 mal mehr ein (ca. 800€/Tag schon für Kassen-Patienten) als ein Bett auf Normal-Station. Aber nehmen wir mal nur die wirklichen Notfall-Patienten, definiert als die, die CPR brauchen, also an die Herz- und/oder Lungen-Maschine müssen. Erste Frage: Wieviele überleben diese Prozedur und verlassen die Intensivstation nicht als Leiche ? - 10%. Zweite Frage: Wieviele von den 10% dieser CPR- Überlebenden leben noch nach 3 Monaten? Antwort: 10%. Alles in allem wird also nur 1% der Notfälle „gerettet“. 99% aber werden in den Tod gequält! Deshalb tätowiert euch auf die Stirn: Keine CPR! Oder legt es in einer Patienten-Verfügung fest. Medizin tötet! Nicht nur, aber häufig und leider immer häufiger. Wohl dem, der das Sinnvolle vom Machbaren unterscheiden kann!

Imagine

23. März 2020 11:16

Lebenserhaltend oder sterbensverlängernd?

Dazu sollte man diesen Artikel lesen:
https://www.deutschlandfunk.de/ingrid-matthaeus-maier-fuer-mich-ist-der-abgeordnete-die.1295.de.html?dram:article_id=416628

Besonders den nachfolgenden Teil.

Aber Hirn einschalten!

„Klassisches Beispiel: Winter 2015, die Sterbehilfe. Sterbehilfe ist seit 150 Jahren, mehr als 150 Jahren, in Deutschland straffrei gewesen. Ich habe meine erste Klausur im Straffrecht geschrieben über einen Suizid, bei dem jemand hilft – alles straffrei. Dann kam vonseiten der Kirchen, aber auch von konservativen CDU-Politikern – Herr Spahn gehört dazu, wobei mir dann erst aufgefallen ist, der war ja auf der Payroll der Pharmaindustrie, die verdient natürlich daran, wenn die Menschen noch fünf Jahre an der Peck [Transskriptionsfehler? Vermutlich ist gemeint: PEG (perkutane endoskopische Gastrostomie)] hängen, das wusste ich damals nicht. Also er kam und Gröhe natürlich, das müsse jetzt strafrechtlich verfolgt werden. Ich will das nicht im Einzelnen diskutieren, ich gehöre zu denen, die sagen: Mein Grundgesetz, meine Würde erlaubt mir, mich zu entscheiden – freie Entfaltung der Möglichkeiten, und nicht erst, weil ich Geld und Beziehungen habe, in die Schweiz zu reisen. Wenige Tage vor der Abstimmung kommt ein Brief an alle Abgeordneten, den ich natürlich auch habe, da stand drauf – von Kauder, Oppermann, Göring-Eckhardt, drei Fraktionsvorsitzende: Liebe Kolleginnen und Kollegen, an alle diese Fraktionen, wir schreiben euch nicht als Fraktionsvorsitzende, sondern als einfache Abgeordnete, würden euch aber bitten, diesem da übermorgen im Bundestag zur Abstimmung gestellten Antrag zuzustimmen.

„Für mich ist der Abgeordnete die Nummer eins“

Welter: Also schriftlicher Fraktionszwang …
Matthäus-Maier: Schriftlich – ja, nicht Fraktionszwang –, aber so fies, auch so hinten rum. Das gab es früher nicht. Und die Abgeordneten haben sich das gefallen lassen, da hätte es einen Aufstand geben müssen. Da hätte ich gesagt, schon deswegen stimmen wir nicht dafür, so geht ihr nicht mit uns um.

Welter: Schon aus Prinzip.

Matthäus-Maier: Und übrigens, zwei Tage vorher war der Brief der beiden Kirchen gekommen. Wenn Sie die nebeneinanderlegten, sahen Sie, die waren fast identisch. Aber unabhängig davon, das gab es damals nicht.“

Franz Bettinger

23. März 2020 11:23

Das sprengt jetzt den Rahmen, aber weil’s anschaulich ist, hier eine kleine Anekdote zur Intensiv-Medizin: "MAX oder das unheimliche Grinsen"

Kurz vor acht rollte Jana's Golf durch das vergitterte Tor des Kreiskrankenhauses. Der GTI schlich die im Raureif glänzende Einfahrt hinauf und parkte neben dem metallic blauen Mercedes des Oberarztes und Eddys wie immer am Geländer festgezurrtem Rennrad. Jana war auf dem Weg zur allmorgendlichen Besprechung, in der die Notfälle der letzten Nacht durchgekaut wurden, stereotype Diagnosen, stereotype Therapien. Anfangs war das interessant - nun schon lange nicht mehr. Abweichende Meinungen wurden regelhaft weg gebügelt. Hunderte solcher Rituale hatte sie hinter sich. Die Aussicht auf mehr vom Gleichen versetzte sie nicht in Begeisterung.

Vom Parkplatz ging sie die Stahltreppe hoch. Durch die Hintertür gelangt man in einen lichtdurchfluteten Gang. Er besteht aus übergroßen Glasfenstern und verbindet die Isolierstation mit der Intensiv-Abteilung.

Tsch-Bumm, tsch-Bumm,. Laut und abartig wie aus einer anderen Welt vernahm man ein stampfendes Geräusch, eine Mischung aus Dampfhammer und Karosseriepresse.

MAX hieß die Maschine, die das Brustbein eines Bewusstlosen sechzig mal pro Minute gegen die knöcherne Wirbelsäule drückt und auf diese Art das dazwischen liegende Herz komprimiert. Der Kreislauf des Blutes soll so künstlich in Gang gehalten werden. Nur: Es funktionierte nicht. So gut wie nie konnte ein Leben auf diese Weise gerettet oder auch nur nennenswert verlängert werden. „Was für eine Show!“ hatte Eddy neulich gesagt.

Zehn Prozent der Gequälten überlebten die Maschine vier Stunden lang. Die meisten davon waren schwer verletzt und hatten äußerst schmerzhafte Rippenserienfrakturen, die ohne Morphium noch viel furchtbarer gewesen wären. Von diesen zehn Prozent starben jedoch neunzig Prozent innerhalb der ersten Woche. „Von hundert Leuten unterm MAX bleibt am Ende also nur einer übrig, und der stirbt auch noch innerhalb des Jahres. Das ist die traurige Bilanz.“

„Warum machen wir's dann, Eddy?“ „Weil wir modern sind. Weil wir einen Konsens drüber haben. Weil es das Personal entlastet, und weil es eine Abrechnungs-Ziffer dafür gibt. Frag den Chef besser nicht, was er für'n MAX berechnet.“ Eddy hatte seinen eigenen Begriff für die Maschinelle Herz-Druck-Massage. „Maschugge“: Maschinen-unterstützes Gehen ins Land gegenüber. „Land gegenüber?“ „Zu den Sternen!“

Jana wusste nicht, was an diesem kalten Morgen im März mit ihr los war. Vermutlich hatte sie schlecht geträumt. Etwas angewidert, aber auch etwas angeheitert, näherte sie sich durch den hellen Flur der Lärmquelle in Zimmer 4.

Inmitten weißer weicher Kissen rollten in den anderen drei Zimmern die Köpfe der “Interstellaren“ hin und her. Wenn sie nicht verzweifelt hin und her rollten, waren sie depressiv nach einer Seite weggedreht. “Interstellare“, das war der Ärzte-Jargon. Weiß der Teufel, wer solche Worte erfand. Der Begriff stand jedenfalls für "Intensiv-Sterbende". Er bezog sich, ob sterbend oder nur auf der Durchreise, auf alle Patienten der Station.

Jana schaute kurz durch die geöffnete Tür in Zimmer 4. Wie bei einer Puppe schnellten auf dem Bett Bauch und Schultern eines komatösen Patienten ruckartig nach oben, wenn Max im Wechsel zudrückte und wegsaugte. Max, die Maschine, hätte auch auf einem Jahrmarkt stehen können und als'Hau den Lukas' Geld einbringen können.

„Sieht aus, als würde MAX 'ne Leiche zerkneten.“ Der frisch geduschte Kalle zuckte unglücklich mit den Schultern. Kalle war schuld an dem Schlamassel. „Vergib mir, Jana, denn ich weiß nicht was ich sage, und ich weiß nicht mehr, was ich tu.“ Er sah unaufgeräumt aus. Drahtig stand ihm überall das noch nicht ganz trockenen Haar vom Kopf ab. Sein Dienst war vorüber. Kalle rauschte an Jana vorüber, aber seine Entschuldigung klang so unecht wie eine nicht ernst gemeinte Beichte. Je nachdem mit wem von den Schwestern und wie gut oder schlecht er geschlafen hatte, kam Kalle morgens daher: entweder als friedfertiger Barockengel oder als kriegslüsterner Absalon.

An diesem Morgen war der Krankenhaus-Romeo weder das eine noch das andere, sondern ein explosives Gemenge aus allem. In seinem Gesicht stand diese Mischung aus Trauer, Wut und Lächerlichkeit. Jana hatte ein seltsames Gefühl, als sie ihm hinterher schaute - und Mühe, ein Lachen zu unterdrücken. Ich weiß nicht, was ich tu, hatte er gesagt. „Das weiß nur unser Chef,“ rief sie ihm hinterher, und zur Leiche gewandt: „Gut, dass du nichts mehr spürst.“ Für einen lebenden Menschen wäre die Prozedur eine Folter. Jana wusste, mit dem ist es nach einer Stunde vorbei, vielleicht schon früher. Kalle wusste es auch. Moderne Medizin. Mechanisch und kalt lief die Routine ab. Tsch-Bumm. Tsch-Bumm.

Auf ihrem Weg durch die Intensiv-Station musste Jana ungewollt grinsen. Die Sonne ging auf, und mit ihr schoss Jana eine Morgenröte ins Gesicht. Das Pressluftgeräusch von MAX wurde schlimmer und die Umstände komischer. Das makabre Puppenspiel vor Augen, das Zischen und Stampfen der Maschine in den Ohren, fürchtete Jana durchzudrehen. Der Witz der Situation füllte sie zum Bersten. Anspruch und Wirklichkeit standen sich wie Revolverhelden gegenüber. Beherrsch dich! Mit Gewalt zog sie Kummerfalten in die Stirn und verschluckte das Lachen, das von unterhalb des Zwerchfells nach oben raus wollte. Trauer und Hass kämpften in ihr gegen Lust und Freude. Macht gegen Ohnmacht. Tod gegen Leben.

Als Jana mit MAXens karnevalistischem Tschingderassa Bumm im Rücken in das Schwestern-Zimmer der Intensiv-Station eintrat und bei den Kollegen hochrote, krampfhaft eingezogene Wangen und Stirnfalten über kugelrunden Glotzaugen und zusammen gekniffenen Lippen erkannte, und als sie auf den breit grinsenden Mienen das gleiche unergründliche, zurückgehaltene Lachen entdeckte, konnte sie sich nicht mehr halten. Der Tod war schrecklich, traurig und absurd zugleich, wie die ganze moderne Medizin, und die Ärzte ahnten es an diesem Morgen.

Erstarrt lehnte Jana an der Wand. Für einen Moment schienen die gerade frisch chlorierte Intensiv-Station, das Besprechungszimmer und das Krankenhaus eines der vielen riesigen Narrenschiffe zu sein, die lautlos durch den Dschungel der Zivilisation gleiten, alles Lebendige unter sich begrabend, und auf denen die Chefs den Matrosen Märchen erzählen, damit sie alle weiterleben dürfen. In ihr Netz von Pharmafirmen und Anordnungen von ganz oben verstrickt, bekamen die Ärzte normalerweise gar nicht mit, dass noch nie ein Patient den MAX überlebt hatte. Nicht einer!

„Was ist los?“ fragte Jana zu Kalle hin. "Seid ihr alle auf LSD?“ „Hirngewaschen, fucked and stone washed wie die Seelen und Jeans unter unseren Kitteln,“ sagte Kalle, warf den Kopf in den Nacken, lachte kurz auf und brachte eine perfekte weiße Zahndoppelreihe zur Geltung. Dann gelang ihm noch eine Erklärung für die Geräusche auf Zimmer 4:

„Privatpatient. Pech gehabt. Für den MAX gibt es in der GOÄ zweihundert Mark extra.“ Jana schluckte an einem Klos. Da war etwas dran. Kassen-Patienten schienen nicht so oft in den Genuss der Folter-Instrumente zu kommen. „Ist das der Grund, den Max immer wieder einzusetzen?“ „Worauf du einen lassen kannst!“ Kalle hatte sich eine raue Schale zugelegt. Purer Selbstschutz.

Der Job, den die Internisten Tag für Tag machten, hatte die Ärzte in Maschinen und die Kranken in Objekte verwandelt. Jana musste aufpassen, nicht selbst Teil des gnadenlosen Räderwerks zu werden.

„Immerhin genießen wir den Trost, in einer Herde gut bezahlter Gleichgesinnter zu traben,“ sagte Kalle. „Jeder hegt doch sehr die Hoffnung, in der Hierarchie der legalen Drogen-Dealer aufzusteigen.“ Wenn Kalle lächelte, wirkte er wie ein Kind, das aus der Zeit gefallen und in die Zukunft gepurzelt war. Sein Schopf aus Engelshaar war nun fast trocken.

An diesem Morgen hatten alle etwas Urkomisches. Nicht nur Kalle, auch seine Kollegen und Kalles intensive Nacht-Schwester, die Knetmaschine MAX, ja sogar der Sensen-Schwinger selbst hatte etwas Komisches. Die Spannung, die sich im Schwesternzimmer aufstaute, ließ sich nicht länger unterdrücken. Wie auf ein unsichtbares Kommando heulte, prustete und lachte die halbe Belegschaft plötzlich los und riss in ihrer unverschämten Hemmungslosigkeit die andere Hälfte mit. Jeder hatte eine Ahnung, doch keiner eine Antwort für ihr Verhalten.

Erst als der Chef und der Oberarzt eintraten, bekamen sich die Assistenz-Ärzte und das Personal langsam wieder ein. „Gott, Kalle,“ sagte Jana leise. „Was denken die Patienten von uns!“ „Dass wir eine Bande von Schweine-Priestern sind, und sie haben recht.“

Andreas Walter

23. März 2020 11:40

https://www.focus.de/politik/ausland/virusausbruch-in-den-usa-notlazarett-in-manhattan-new-york-wird-corona-epizentrum-trump-zur-zielscheibe_id_11801524.html

Wahnsinn. Was selbst die Nazis oder auch die Japaner nicht geschafft haben, und auch nicht die Sowjets, erledigt jetzt ein winzig kleines Virus in nur wenigen Wochen. Nicht ganz so klein wie die Rhinoviren, die sind 10 mal kleiner als Corona, doch klein genug, um auch die VSA unbemerkt zu betreten. Jetzt muss also auch Deutschland sich nur noch beeilen, nicht gleich schon wieder vom nächsten Hegemon (China, Russland, die EU, der Islam) in Gefangenschaft genommen zu werden. Es gibt also genug zu tun, um die Wirtschaft bald wieder anzukurbeln.

Laurenz

23. März 2020 12:32

Franz Bettinger @Ergon

Das Buch der "Virus-Wahn" (2009 Dr. Claus Köhnlein) scheint vergriffen.
Buchbeschreibung
Schweinegrippe, Vogelgrippe, SARS, BSE, Hepatitis C, AIDS, Polio. Wie die Medizin-Industrie ständig Seuchen erfindet und auf Kosten der Allgemeinheit Milliarden-Profite macht. Vorw. v. Etienne de Harve

Laut Köhnlein bei RT liegen die PCR-Tests zu 50% daneben. Nochmals das Interview bei etwa 10:15 Min. https://youtu.be/TzTr_RjtgUk

Die Propagandisten hier sollten vergleichsweise klare Quellen auf den Tisch legen und uns weniger mit der ewigen Verdammnis kommen.

Mich erreichen gerade dauernd WasAffen mit Audios über Tausende eintreffende Migranten aus Griechenland, Ami-Panzer, die gen Osten transportiert werden, und Massenschlägereien in Hanau. Mal schauen, vielleicht fahre ich später mal nach Hanau.

Welch eine suspekte Welt.

HomoFaber

23. März 2020 12:46

Her kann man die RKI-Daten der täglichen Neuinfektionen einsehen:

https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/

Homeland

23. März 2020 13:46

Ich gebe diesen Beitrag aus dem Blog von Vera Lengsfeld zur Kenntnis:

Corona: Was wird uns noch verschwiegen?
https://vera-lengsfeld.de/2020/03/21/corona-was-wird-uns-noch-verschwiegen/

Imagine

23. März 2020 13:56

Man verbietet die Sterbehilfe per Gesetz, damit die Pharmafirmen, Krankenhausbetreiber und Pflegedienstleister an der Sterbensverlängerung mehr verdienen können.

Mir ist ein Vortrag in Erinnerung, wo der Referent mit Zahlen belegte, dass die Krankenkassenausgaben im letzten Lebensjahr so hoch sind wie für das gesamte Leben zuvor.

Beim Verbot der Sterbehilfe geht es um viel Geld. Auch für die Kirchen. Denn die verdienen an ihren Pflege- und Sozialdiensten, an ihren Pflegeheimen, Hospizen usf.

Sterbensverlängerung ist für die Pharma- und Krankenhausindustrie hochprofitabel, man denke zum Beispiel nur an die Preise für die Krebstherapie, die im alternsbedingtem Finalstadium – im Prozess des Sterbens - im Grunde nichts an Lebensqualität bringt, sondern nur Sterbensverlängerung ist.

War das kalt-rationale, anti-humane Vorgehen der Nationalsozialisten (z.B. bei T4) noch von völkischem Idealismus und Präferenzutilitarismus motiviert, so geht es hier in unglaublich zynischer und menschenverachtender Weise nur um Profitmaximierung. Das ist Terror der Ökonomie und Wirtschaftsfaschismus.

Aus Profitinteresse lässt man die Menschen nicht in Würde und ohne Qualen sterben, sondern man behandelt sie nicht wie Menschen, sondern wie profitbringende Biomassen, die man möglichst lange am Leben hält.

Genau so funktioniert dieses kapitalistische System, der normale Mensch wird in kalt-berechnender Weise zum Objekt profitabler Verwertung gemacht.

Diese Barbarisierung des menschlichen Lebens ist für Humanisten das entscheidende Motiv zur Systemkritik am Kapitalismus. Das unterscheidet diese Systemkritiker von den Sozialdemokraten und systemkonformen Linken, bei denen es vorrangig um Umverteilung aka „soziale Gerechtigkeit“ geht.

Imagine

23. März 2020 13:58

Der Hinweis auf das Interview mit Ingrid Matthäus-Maier zur Sterbehilfe lässt aber nicht den Schluss zu, dass die gegenwärtige Strategie bei der Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie von Profitmotiven bestimmt wird.

Die Zusammenhänge sind viel komplizierter.

Deshalb forderte ich auf, das Gehirn einzuschalten.

Zutreffend ist der Hinweis von Franz Bettinger (23. März 2020 10:25), dass mit Intensivmedizin viel Geld gemacht werden kann.

Jedoch ist m. E. das Profitmotiv in der aktuellen Situation nicht handlungsbestimmend. Sondern Ärzte und Pflegekräfte sind inzwischen so darauf konditioniert, immer Maximalmedizin einzusetzen, ohne zu reflektieren, ob dies im jeweiligen Einzelfall das Beste für den Patienten ist, wobei zudem ein gesetzlicher Zwang mit Strafandrohung besteht, den Sterbensprozess maximal auszudehnen.

Da spielt auch die Entwicklung der Apparatemedizin eine Rolle. Aber entscheidend sind die rechtlichen Vorgaben.

Der bekannte Sozialpsychiater Erich Wulff berichtete seiner Biographie, dass sein Vater – auch Arzt – in der Nachkriegszeit relativ jung an Nierenversagen verstorben ist. Damals gab es noch nicht Dialysegeräte oder Nierentransplantation.

Während meiner Medizinalassistentenzeit Mitte der 70-er Jahre unterhielten sich zwei Kollegen über einen vergeblichen Reanimationsversuch bei Herzinfarkt. Da kam ein dritter Kollege dazu, der fragte: „Warum hab ihr überhaupt versucht, zu reanimieren. Der war doch schon fast 70 Jahre alt.“

Heute wird jeder reanimiert, selbst wenn er 100+ Jahre alt ist.

Bei einem anderen Fall zur gleichen Zeit ging es um eine 90-jährige Patientin, die einen Darmverschluss hatte. Man ließ sie ohne medizinische Intervention sterben, weil sie beim damaligen Stand der OP-Technik, Anästhesie und Intensivmedizin als inoperabel galt.

Heute betreibt man Sterbensverlängerung mit maximalem medizinischem Aufwand, gesteuert vom Profitmotiv der Kapitaleigner in der Medizinindustrie, wobei die Rolle von Ärzten und Pflegepersonal jene von fremdbestimmten Systemsklaven ist.

Wenn man die Zahlenangaben von Franz Bettinger (23. März 2020 10:25) als zutreffend zugrunde legt, dann stellt sich die Frage, wie hoch die Überlebenswahrscheinlichkeit bei jenen alten und multimorbiden Patienten ist, die ein Beatmungsgerät benötigen? Vermutlich geht sie gegen Null.

Aber ich habe in den Medien noch keine Zahlenangaben über Krankheitsverläufe bei COVID-19 differenziert nach Patientengruppen gefunden.

Aber wie sollen Ärzte handeln, wenn ein alter oder kranker Patient unter Atemnot leidet und sich in Erstickungs- und Todesangst befindet. Das ist ein fürchterliches Gefühl, als ob man Klebstoff in der Lunge hat. Soll man eine Morphium-Injektion geben, damit der Patient von seinen Qualen erlöst wird? Das wäre eine Sterbenserleichterung, also Euthanasie, weil Morphium atemdepressiv wirkt und baldigen Tod zur Folge hat. Dann würde sich der Arzt der Gefahr aussetzen, wegen eines Tötungsdeliktes angeklagt zu werden.

Richtig und wichtig ist der Hinweis für alte und kranke Menschen, dass sie sich in Lebensgefahr bringen, wenn sie sich dem Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion aussetzen. Daher soll alles an nicht notwenigen Kontakten vermieden werden, wie z.B. das Einkaufen in Supermärkten.

Valjean72

23. März 2020 14:16

@zeitschnur:

Oliver Janich hat … unter anderem auch Nachweise über Zeitungsberichte gebracht, in denen schon in den vorigen Jahren entsprechende Engpässe in italienischen KH aufgetreten sein sollen.

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Die italienische Zeitung «Corriere della Sera» vermeldete am 10. Januar 2018, dass das Intensivbehandlungs-System in Krankenhäusern im Grossraum Mailand aufgrund der Grippewelle vor dem Kollaps stünde, zahlreiche Operationen bereits verschoben wurden und Mediziner an die Region appellierten (hier).

Nun will ich die Gelegenheit nutzen und der Sezession, sowie zahlreichen Leserkommentatoren meinen Dank aussprechen, in Zeiten des kollektiven Irrsinns (so zumindest meine Wahrnehmung) einen Ort der Reflektion anzubieten und diesen eben auch kontinuierlich anzureichern.

Bei mir will sich einfach keine Panik in Bezug auf das C-Virus einstellen, es sind vielmehr die drastischen Massnahmen, welche die persönlichen Freiheitsrechte deutlich einschränken und den betroffenen Volkswirtschaften einen verheerenden Schaden zufügen können, sollten diese Massnahmen noch längere Zeit andauern.

(«Untergangswetten – Spekulanten stürzen sich auf deutsche Konzerne»; WELT.de; 18.03.2020)

Wobei es auch (von den Initiatoren ungewollt) positive Seiten dieser einschränkenden Maßnahmen gibt: Eine Entschleunigung des Tagesablaufes, mehr freie Zeit, die man nutzen kann zur Selbsteinkehr und zu mehr Austausch innerhalb der Familie.

Womöglich werden wir auch Zeugen eines gross angelegten Experiments, wie man Volkswirtschaften ohne einen zerstörerischen Krieg geordnet herunterfahren kann.

Die Beweggründe mögen vielschichtig sein. Einer könnte in folgendem SPIEGEL-Artikel aufgeführt sein:

Falls es der Klimawandel und die Migrationstragödien der letzten Jahre noch nicht bewiesen haben – Covid-19 beweist es uns jetzt von Tag zu Tag: Krisen wie diese bräuchten eine Art Weltregierung – so vorläufig und unvollkommen sie unter dem Druck der sich überschlagenden Ereignisse auch sein mag.

(Quelle: spiegel.de; 19.03.2020)

Ergon

23. März 2020 14:33

@Bettinger Wenn Sie ernsthaft an der Validierungsstudie des PCR-Tests interessiert sind und Ihre Aufforderung nicht nur ein Versuch der Beweislastumkehr ist - die bislang nicht belegte Behauptung, der Test habe mind. 50% falsch positive Resultate, stammt von Ihnen -, wenden Sie sich an der Institut für Virologie an der Charité. Im Podcast des NDR geht Drosten etwas ausführlicher auf den PCR-Test ein und spricht vom Abgleich von Hunderten von Patientenproben mit anderen Corona- und Erkältungsviren des Menschen. Das hohe technische Niveau der Validierung und der Umstand, dass sie bereits im Januar als eine der ersten wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu dem Virus publiziert wurde, habe dazu geführt, dass eine große Anzahl von Firmen in der ganzen Welt diesen Test in ihre kommerziellen Testsysteme überführt und die WHO das Testprotokoll auf ihrer Seite öffentlich gestellt habe.
( https://www.ndr.de/nachrichten/info/16-Coronavirus-Update-Wir-brauchen-Abkuerzungen-bei-der-Impfstoffzulassung,podcastcoronavirus140.html#pcr )

Andreas Walter

23. März 2020 14:55

In einen Land wie Deutschland existieren bestimmt die Sterbezahlen sogar für jeden Tag in irgendeinem Melderegister und das schon sicher seit Jahrzehnten.

Ist das in Spanien und Italien wirklich so viel anders? Anhand dieser Zahlen liesse sich doch mit Leichtigkeit feststellen, auch jetzt schon, ob es plötzlich eine Übersterblichkeit gibt, die über das bisherige normale Maß hinausgeht.

Diese dann aber nur mit kollektiven, massenhaften Behandlungsfehlern erklären zu wollen erscheint mir doch recht abenteuerlich. Wobei das natürlich nicht völlig auszuschliessen ist, denn bei einer “neuen Erkrankung“ kommen dann die Behandlungsempfehlungen sicherlich von einer zentralen Stelle. Vermute ich zumindest mal. Behandeln also deutsche Ärzte die schweren Fälle womöglich anders als Spanische oder Italienische?

Und warum gibt es immer noch keine repräsentativen Stichproben aus der Bevölkerung, um den bereits bestehenden Durchseuchungsgrad mal festzustellen? Das wäre doch auch wichtig um jetzt zu sehen, welche Massnahmen wo was bringen, und wo nicht. Oder welche nicht. Oder weiß man so etwas schon lange? Wie viel Schulschließungen bringen, wie viele Leute sich traditionell wo anstecken? So etwas würde mich doch alles interessieren, als Wissenschaftler, wenn ich es mit etwas neuem zu tun habe. Doch passiert ist von all dem nichts. Oder es wird vor der Presse verheimlicht.

Darum bin ich und bleibe ich lieber vorsichtig, denn Regierungen traue ich nicht. Keiner. Die Mauscheln mir alle zuviel, verlangen von den Bürgern transparenz, bleiben aber selbst gerne bedeckt:

https://youtu.be/xgmys5K1UnA

Deshalb bin ich auch kein Waffennarr. Wenn ich für Waffen auch in der Hand unbescholtener Bürger plädiere, dann hat das andere Gründe, die mit Selbstbestimmung und Gewaltenteilung zu tun haben. In Kanada oder der Schweiz, auch in Österreich, gibt es trotzdem nicht mehr Morde als in Deutschland. Ist also auch völliger Unsinn, dass das nicht auch hier geht.

Maiordomus

23. März 2020 15:30

@Fredy. Wie dumm Sie sind gemäss Ihrer Einschätzung, wird man sehen. Das Einzige, was ich ausschliesse, ist, dass es in China in den letzten 6 Tagen nun, gemäss offizieller Mitteilung, keine Neuansteckung gegeben haben soll. Oder hält hier jemand, der mehr von Biomedizin versteht als ich, ein solch schnelles Totalverschwinden wenigstens für theoretisch möglich? Man stelle sich vor, in Italien verschwinden die Ansteckungen dann ebenfalls zum Beispiel in zwei Monaten total? Ist so etwas "virologisch" denkbar?

Laurenz

23. März 2020 15:54

Tagesdosis KenFM WHO

https://youtu.be/bHe7wqo9ALQ

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die Führung des Kampfes gegen das neuartige Corona-Virus liegt in den Händen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie gibt die Zahlen von Infizierten, Verstorbenen und Genesenen bekannt, informiert über die Ausbreitung der Krankheit und koordiniert die Maßnahmen zu deren Eindämmung.

Wer ist diese Organisation? Wer hat sie gegründet? Wie hat sie ihren Auftrag bisher erfüllt? Wer finanziert sie?

Hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Fakten:

Die WHO (englisch: World Health Organization) wurde 1948 als Sonderorganisation der Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Ihr Hauptsitz befindet sich in Genf, sie hat zurzeit 194 Mitgliedsstaaten und wird seit 2017 von dem ehemaligen äthiopischen Gesundheits- und Außenminister Dr. Tedros Ghebreyesus geleitet.

Der offizielle Auftrag der WHO besteht in der „Erreichung des höchstmöglichen Gesundheitsniveaus durch alle Völker“. Sie ist berechtigt, international anerkannte Standards für die Behandlung von Krankheiten, den Umgang mit Umweltgiften und den Schutz vor nuklearen Gefahren zu setzen. Außerdem stellt sie technische Hilfe für bedürftige Länder bereit und unterstützt und koordiniert internationale Reaktionen auf gesundheitliche Notfälle.

Die zwei Finanzierungsquellen der WHO

Die WHO verfügt derzeit über einen Haushalt von ca. 4,4 Milliarden US-Dollar und hat zwei Haupteinnahmequellen: Zum einen festgelegte Beiträge, die die Regierungen der Mitgliedsstaaten zahlen und die sich nach der Bevölkerungszahl und der Höhe ihres Sozialproduktes richten. Zum anderen freiwillige Beiträge von Mitgliedsstaaten, Stiftungen, Unternehmen und Einzelpersonen.

Die festgelegten Beiträge werden zur Deckung allgemeiner Ausgaben und Programm-Aktivitäten verwendet. Freiwillige Beiträge werden von den Spendern für bestimmte Aktivitäten vergeben und sind zweckgebunden.

In den ersten drei Jahrzehnten ihres Bestehens wurde die WHO hauptsächlich durch festgelegte Beiträge der Mitgliedsstaaten finanziert, wobei die USA der größte Geldgeber waren. Mit der globalen Deregulierung und dem zunehmenden Einfluss des Neoliberalismus begann Mitte der Siebziger Jahre eine Privatisierungswelle, die auch vor der WHO nicht haltmachte. Der Anteil privater Gelder an ihrem Budget nahm in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich zu.

1993 setzten die USA durch, dass die Pflichtbeiträge eingefroren wurden. 2017 verfügte US-Präsident Trump eine Kürzung des US-Anteils um fast die Hälfte. Heute kommen weniger als 20 Prozent des WHO-Etats von den Regierungen der Mitgliedsländer. Über 80 Prozent bestehen aus freiwilligen und überwiegend zweckgebundenen Zuwendungen staatlicher oder privater Spender, hauptsächlich Stiftungen und Unternehmen der Pharmaindustrie.

Die Bedeutung privater Wirtschaftsinteressen

Etwas mehr als 14 Prozent des gesamten Budgets stammen zurzeit von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung. Sie ist seit mehreren Jahren der größte private Geldgeber und hat der WHO seit der Jahrtausendwende 2,5 Milliarden US-Dollar gespendet. Allein 2016 und 2017 waren es jährlich 629 Millionen Dollar – großenteils zweckgebunden für Impfkampagnen.

Zur Eindämmung der Poliomyelitis (Kinderlähmung) hat die Gates-Stiftung der WHO insgesamt 1,6 Milliarden Dollar gespendet. Dieser Kampf hat die gefürchtete Krankheit weltweit fast ausgerottet. Gleichzeitig hat er diversen Pharma-Konzernen, deren Vertreter im Vorstand der Gates-Stiftung sitzen, sehr hohe Gewinne eingebracht und ihre Aktienkurse kräftig ansteigen lassen. Das wiederum ist auch der Gates-Stiftung zugute gekommen, die unter anderem Aktienpakete der Pharma-Konzerne GlaxoSmithKline, Novartis, Roche, Sanofi, Gilead und Pfizer hält.

Die Gates-Stiftung beansprucht für sich, der Weltgesundheit zu dienen. Sie sieht keinen Widerspruch darin, Aktienpakete von Ölkonzernen oder Unternehmen wie Coca-Cola, Pepsi-Cola, Nestlé oder den Alkoholkonzernen Anheuser-Busch und Pernod zu halten. Die WHO bestreitet, dass ihr wegen der finanziellen Abhängigkeit von der Gates-Stiftung die Hände gebunden sind, wenn es um Maßnahmen gegen gesundheitsschädliche Aktivitäten der Ölindustrie oder der Süßgetränke- und Alkoholindustrie geht.

Vor knapp vier Jahren erfolgte eine entscheidende strukturelle Veränderung innerhalb der WHO zugunsten der Privatwirtschaft. Bis dahin durften sich nur gemeinnützige Organisationen in WHO-Arbeits- und Einsatzgruppen engagieren, in denen die wichtigsten Entscheidungen der Organisation getroffen werden. Per Beschluss der WHO-Vollversammlung vom Mai 2016 ist es nun auch kommerziellen Unternehmen erlaubt, in diesen Gremien direkten Einfluss auf strategische Entscheidungen zu nehmen.

Vogel- und Schweinegrippe

Die wohl wichtigste Aufgabe der WHO besteht darin, bei Pandemien einzugreifen und die weltweiten Anstrengungen zu ihrer Eindämmung zu koordinieren. Am häufigsten treten Influenza-Pandemien auf. Zu ihnen zählen die Vogelgrippe von 2005 und die Schweinegrippe von 2009/2010.

Während der Vogelgrippe warnte der Influenza-Direktor der WHO, der Deutsche Klaus Stöhr, eindringlich vor einer weltweiten Infektionswelle mit „bis zu sieben Millionen Toten“. Daraufhin schafften Regierungen für Millionen die Grippemittel Tamiflu und Relenza an.

Die Lizenz zur Herstellung von Tamiflu hatte der Schweizer Pharmagigant Roche 1996 vom US-Biotechnologie-Unternehmen Gilead erworben, dessen ehemaliger Vorstandsvorsitzender und Großaktionär der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld war. Roche verdiente an dem Verkauf von Tamiflu mehr als eine Milliarde Franken.

Die Vogelgrippe forderte nicht die angekündigten 7 Millionen, sondern weltweit insgesamt 152 Menschenleben. Klaus Stöhr, der entscheidenden Anteil an der Strategie der WHO hatte, verließ die WHO nach Abklingen der Pandemie, um einen Direktorenposten beim Schweizer Pharmakonzern Novartis zu übernehmen.

Während der Schweinegrippe 2009 rief die WHO erneut den Notstand aus. Zu diesem Zeitpunkt war die Französin Marie-Paule Kieny Leiterin der WHO-Impfstoffabteilung. Sie hatte bis 1988 für das Biotechnik-Unternehmen Transgene SA gearbeitet, das strategische Partnerschaften zur Impfstoffherstellung mit dem Pharmakonzern Roche unterhält, und war vor ihrer Einstellung bei der WHO für die von zahlreichen Pharma-Unternehmen gesponserte Europäische Impfinitiative aktiv gewesen.

Die Warnungen der WHO vor den Folgen der Schweinegrippe fielen erneut so drastisch aus, dass zahlreiche Regierungen Notvorräte anlegten. Allein Deutschland bestellte damals Grippemittel und Impfstoffe im Wert von 450 Millionen Euro.

Da die tatsächliche Infektionswelle dann aber relativ glimpflich verlief und in Deutschland auf 226.000 Erkrankungen nur 258 Todesfälle und damit weniger als bei einer normalen saisonalen Grippewelle entfielen, mussten die mit Steuergeldern bezahlten Regierungsvorräte mangels Nachfrage vernichtet werden.

Die WHO und die Weltbank

Die Weltbank hat 2017 zusammen mit Rückversicherern – das sind Unternehmen, die Versicherungen versichern – einen Soforthilfen-Fonds für Seuchenkrankheiten gegründet, der nach Aussage ihres damaligen Präsidenten, „Millionen Menschen retten“ würde.

Herzstück dieses Fonds sind sogenannte Pandemie-Anleihen, die von Großinvestoren, Pensionskassen, Vermögensverwaltern und Stiftungen erworben werden und diesen staatlich abgesicherte Zinsen von bis zu 11 Prozent einbringen. Die Anleger gehen dabei das Risiko ein, im Falle des Ausbruches einer Pandemie entweder einen Teil ihres Geldes oder ihr gesamtes für die Anleihe bezahltes Geld zu verlieren.

Offiziell dienen Pandemie-Anleihen dazu, hilfsbedürftigen Staaten im Fall eines Pandemie-Ausbruches zu Geld zu verhelfen. Die Auszahlung des Geldes ist allerdings an Kriterien gebunden, die von der WHO bestimmt und für jede Anleihe auf mehreren hundert Seiten vertraglich festgehalten werden.

Als 2018 im Kongo das Ebola-Virus wütete und mehr als zweitausend Menschen tötete, handelte es sich um den zweitschwersten Ausbruch der Erkrankung überhaupt. Dennoch wurde nur ein geringer Teil des Geldes (61 Millionen US-Dollar) ausgezahlt, da das Kleingedruckte der Anleihen folgende Klausel enthielt: Die Seuche muss die Landesgrenze zu zwei Nachbarstaaten überschreiten und dort binnen eines bestimmten Zeitraumes mindestens 20 Opfer fordern. In Uganda, einem Nachbarland des Kongo, wurden damals aber nur 3 Todesfälle nachgewiesen – von der WHO.

Darüber hinaus wurden die 61 Millionen Dollar erst drei Monate nach Ausbruch der Pandemie ausgezahlt, konnten also nicht mehr zu einer frühzeitigen Verhinderung der Ausbreitung beitragen.

Eine nach der Ebola-Pandemie veröffentlichte Studie über die Effektivität von Pandemie-Anleihen erbrachte den Nachweis, dass bis heute mehr Geld für die Zinsen der Finanzinvestoren aufgewendet wurde als für die von dem Ebola-Virus betroffenen Staaten.

Hedgefonds, die WHO und das Corona-Virus

Hedgefonds sind Finanzunternehmen, die wie Banken handeln dürfen, ihren Einschränkungen aber nicht unterliegen. Nach ihrer Zulassung im Rahmen der Deregulierung haben immer mehr Banken eigene Hedgefonds gegründet und so genau die Geschäfte betrieben, die ihnen vorher untersagt waren.

Dadurch sind die Hedgefonds immer mächtiger geworden und beherrschen heute das weltweite Finanzgeschehen. Auf Grund ihrer ständigen Jagd nach schneller Rendite und den immensen Gewinnchancen im Bereich der Pharmazeutik, dem weltweit lukrativsten Industriezweig, sind sie auch an zahlreichen Pharmakonzernen beteiligt und können über sie auch die WHO beeinflussen.

Nach der Weltfinanzkrise von 2007/08 haben die Zentralbanken das globale Finanzsystem über 11 Jahre durch immer größere Geldinjektionen und Zinssenkungen am Leben erhalten. Seit 2019 aber funktioniert diese Strategie nicht mehr. Wie die schweren Verwerfungen an den Finanzmärkten in den vergangenen vier Wochen zeigen, bricht das System derzeit endgültig in sich zusammen.

Die Hedgefonds haben im Zuge dieses Zusammenbruchs riesige Verluste erlitten und versuchen zurzeit, sie auf zwei Arten auszugleichen: Zum einen wetten sie auf fallende Kurse und zum anderen fordern sie auf Grund ihrer Marktmacht immer größere Bail-outs (also Geldspritzen) von den Staaten und den Zentralbanken – und erhalten sie.

Beide Maßnahmen tragen nicht etwa zur Genesung des Systems bei, sondern verschlimmern den Absturz und vor allem die Auswirkungen auf die arbeitende Bevölkerung, der Massenarbeitslosigkeit und Massenarmut in historisch nie dagewesenem Ausmaß drohen. Das parasitäre Verhalten der Hedgefonds hat daher das Potenzial, die Massen gegen sie und ihre Helfershelfer in der Politik und den Medien aufzubringen.

Ist es unter diesen Vorzeichen nicht denkbar, dass hier jemand die eigene Macht ausnutzt und durch eine von den eigenen Interessen gesteuerte, aber in den Augen der Öffentlichkeit der Weltgesundheit verpflichtete Organisation wie die WHO eine Massenhysterie von nie gekanntem Ausmaß erzeugen lässt, um so von der eigenen Plünderung des in sich zusammenbrechenden Systems abzulenken und sich darauf vorzubereiten, den Ansturm der Massen mittels Notverordnungen durch Polizei und Militär zu unterdrücken…?

Lumi

23. März 2020 16:33

Merkel wegen "Corona" vom SHAEF in "Quarantäne" verbracht! Wo bleibt Gustav Grambauer mit den Details?

Lotta Vorbeck

23. März 2020 18:10

@Lumi - 23. März 2020 - 16:33

Merkel wegen "Corona" vom SHAEF in "Quarantäne" verbracht! Wo bleibt Gustav Grambauer mit den Details?

~~~~~~~~~~~~

"Neuer Test durchgeführt. Der Rochen ist negativ!" - trompeten erleichtert die Stiefelleckermedien.

Offenbar ist die mit monströsen, transkontinentalen Truppenverlegungen orchestrierte SHEAF-Operation nun binnen weniger Stunden genauso wirkungslos verpufft, wie die präparierte, von einem schwer kriegsversehrten, einhändigen und einäugigen Obristen unter den Eichentisch der Lagebesprechungsbaracke platzierte Aktentasche.

Der Überlieferung nach war's damals "die Vorsehung", die für den Fehlschlag sorgte.

Woran mag die als Quarantäne deklarierte Verhaftung gescheitert sein? - Grambauer, übernehmen Sie!

Cugel

23. März 2020 19:12

@Imagine
"Natürlich wird diese Argumentation keinen China-Hasser überzeugen, genauso wenig wie man einen gläubigen Katholiken davon überzeugen kann, dass es Gott und den Teufel nicht gibt und die unbefleckte Empfängnis Marias biologisch unmöglich ist."

Ich spalte mal ein OT-Haar, wenn es die Badeaufsicht gestattet:
Sie meinen sicher die Jungfrauengeburt. Bei der Unbefleckten Empfängnis ging es auch nach Ansicht der Kirche zeugungstechnisch ganz normal zu, sie ist eher ein theoretisch-theologisch-moralisches Ding, wenn ich die allwissende Enzyklopädie richtig verstehe und dieser Artikel nicht Schrott ist wie vieles andere dort:

"Die unbefleckte Empfängnis Mariens (lateinisch immaculata conceptio) ist ein Dogma der Glaubenslehre der römisch-katholischen Kirche, nach dem die Gottesmutter Maria vor jedem Makel der Erbsünde bewahrt wurde. Damit habe Gott Maria vom ersten Augenblick ihres Daseins an vor der Sünde bewahrt, weil sie die Mutter Gottes werden sollte.

Diese Lehre ist von jener der Jungfrauengeburt zu unterscheiden. Sie bezieht sich nicht auf die Empfängnis Jesu, sondern auf die seiner Mutter Maria, die auf natürliche Weise von ihren Eltern, den nur in apokryphen Schriften genannten Anna und Joachim, gezeugt, empfangen und geboren wurde, dabei aber von der Erbsünde frei („ohne Makel“) blieb. Immaculata (lat. für „die Unbefleckte“) ist einer der Marientitel der römisch-katholischen Kirche. [...]"

https://de.wikipedia.org/wiki/Unbefleckte_Empf%C3%A4ngnis

Andreas Walter

23. März 2020 19:18

Dass ausgerechnet jouwatch diese Meldung verbreitet finde ich in etwa genauso bemerkenswert aber auch seltsam wie den Artikel selbst:

https://www.journalistenwatch.com/2020/03/23/covid19-warum-johns/

Interessant dabei ist auch die Tätigkeit des Vaters von Thomas Fahr Steyer, dem Dritten im Bund.

Andreas Walter

23. März 2020 19:38

Hier noch zwei Artikel, die auch die Seriosität des Ganzen, der Diagnostik, in Frage stellen:

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/aerztin-aus-china-findet-corona-schnelltests-unzuverlaessig-16692559.html

https://www.welt.de/politik/ausland/article206741617/Coronavirus-Auslandspresse-staunt-ueber-Deutschlands-Todesrate.html

Wobei ich noch mal betone dass auch falsches Zählen und Übertreiben nicht ausschliesst, dass das Virus nicht trotzdem problematisch ist. Wir hätten es dann mit einer UND-Option zu tun. Es könnte also signifikant letaler als Influenza sein UND es wird damit Schmu getrieben. Also nicht entweder oder, sondern sowohl als auch.

Andreas Walter

23. März 2020 20:23

Und noch eine interessante Meldung:

“Auch, warum ein Test ohne Übernahme durch die Krankenkasse zwischen 60 und 200 Euro kosten soll, versteht Landt nicht. „Bei uns kostet ein Test rund 2,50 Euro. Mit Arbeitskosten müssten Labore nicht mehr als zehn Euro verlangen“, sagte er der "Rheinischen Post". Gegenüber dem "Tagesspiegel" sprach der Forscher von einer „riesigen Geldverschwendung“, sollten für einen Test mehrere hundert Euro verlangt werden.“

(Das hat er aber jetzt nett, diplomatisch ausgedrückt. Ich nenne so etwas usura)

https://www.focus.de/gesundheit/news/kapitales-versagen-corona-test-firma-macht-jetzt-dreifachen-umsatz-doch-es-gibt-ein-grosses-problem_id_11800094.html?obref=outbrain-fol-web&cm_ven=focus_outbrain

Big Pharma, big money, und die Steuer- und Arbeitssklaven, das Volk, die kleinen Leute werden ausgepresst wie Zitronen.

Ratwolf

23. März 2020 22:31

Es sieht so aus, als wenn staatliche Eingriffe der Alt-Parteien grundsätzlich schädliche Auswirkungen haben. Zumindest erschien es in den letzten zehn Jahren so. Bei der Corona-Kriese sieht es auch so aus.

In dem Rahmen ist es gelungen, eine wichtige politischen Erneuerungsbewegung (AfD) erfolgreich zu unterdrücken und an den Rand zu drängen.

Die von den alliierten installierte Bundesrepublikanische Demokratie fährt mit immer steileren Gradienten in den Abgrund.

Wei sie von ihren Gründern nicht mehr gebraucht wird.

Franz Bettinger

23. März 2020 22:45

@imagine fragt (rhetorisch?): "Aber wie sollen Ärzte handeln, wenn ein alter oder schwerkranker Patient unter Atemnot leidet und sich in Erstickungs- und Todesangst befindet? Soll man eine Morphium-Injektion geben, damit der Patient von seinen Qualen erlöst wird? Das wäre eine Sterbens-Erleichterung, also (irgendwie) Euthanasie, weil Morphium atemdepressiv wirken (kann) und den baldigen Tod zur Folge haben (kann). Dann würde sich der Arzt der Gefahr aussetzen, wegen eines Tötungsdeliktes angeklagt zu werden.“ Antwort: Selbstverständlich solider Arzt in solchen Fällen Morphium geben! Ich würde es auch dann tun, wenn ich dafür angeklagt würde. (Ich habe in Ihrer Frage oben das Wort „kann“ eingefügt, weil Morphium dies nicht tun muss, aber eben kann. Und diese Tatsache könnte für einen angeklagten Arzt vor Gericht sehr nützlich sein.) Schlechte Gesetze schafft man nur ab, indem man sie mutig, lautstark und sichtbar übertritt! (Wie damals der Slogan der Protestierer "Ich habe abgetrieben" rasch zu einer Gesetzes-Novellierung führte.)

Franz Bettinger

23. März 2020 23:18

@Ergon antwort mir (hier verlürzt): "Dr. Drosten sagt zum PCR-Test, das hohe technische Niveau der Validierung habe dazu geführt, dass eine große Zahl Firmen weltweit den Test kommerziell übernommen habe und die WHO das Testprotokoll öffentlich gestellt habe."

Antwort: Eine klinische Valdierung zur Kausalität, also zur Relation von Test und Krankheit, hat nichts, aber auch gar nichts mit Technik zu tun, sondern ausschließlich mit auf Evidenz basierten epidemiologischen statistischen Daten. Wie schon vorher bemerkt sind Dr. Drostens Aussagen zu Validität ganz und gar nicht geeignet, bei ihm Kenntnisse von Epidemiologie anzunehmen, da kann er noch so ein gewitzter Virologe sein! (Ich werde aber ihrer Spur weiter nachgehen und mich melden, wenn mir der Test vorliegt.)

Franz Bettinger

24. März 2020 06:08

@Ergon: Drosden sagt sinngemäß: Ja, Kritiker wie der Pulmo- und Epidemiologe Dr. Wolfgang Wodarg haben recht, aber das neue Coronavirus kommt als Pandemie daher, und das ändert die Lage.“ Einwand: Die Pandemie-Defintion wurde auf politischen Druck vor ein paar Jahren geändert, sonst käme Corvid-19 eben nicht als Pandemie daher (weil es nach allen veröffentlichten Fakten relativ harmlos ist). Die WHO bezieht sich bei der Neu-Definition von "Pandemie" nun nicht mehr wie früher üblich auf die Gefährlichkeit des Erregers, sondern nur noch auf die Zahl der Infizierten. Damit hat sich die WHO komplett lächerlich gemacht und völlig in die Hand der Tester begeben. Denn ob etwas häufig ist oder nicht, hängt ausschließlich davon ab, wie intensiv ich danach suche, d.h. von der Sensitivität des Testes und der Häufigkeit seiner Durchführung. Beides ist interessengelenkt steuerbar.

Man könnte z.B. mit einem hochsensitiven Test auch nach Cyano-Verbindungen suchen - bei Fischen (zentrale CN-Gruppe im Häm!), in Lebensmitteln (Kernfrüchte) oder im Menschen - und man würde überall fündig werden! Daraus aber zu schließen, alle Tiere, Menschen und Pflanzen hätten eine Zyankali-Vergiftung wäre Unfug. Man sieht, ein hyper-sensitiver Test (von 100%) ist per se kaum aussagekräftig. Er kann den Kausalitäts-Nachweis - den Link zwischen angeblich pathogenem Agens (Gift, Keim) und Krankheit (Vergiftung, Infekt) - nicht ersetzen. An den 3 Henle-Koch Postulaten kommt man nicht herum! Und eben die sind nicht erfüllt: Das gilt für alle Viren!

Wie? Aber wir haben doch den schönen Test? Und wo Tote sind, muss es auch erkennbare Todes-Ursachen geben? Analog: Wo Köpfe fallen, muss es auch Verbrecher geben? Echt? Nein! Die technisch hochentwickelte Guillotine sagt eben nichts darüber aus, ob die abgeschlagenen Köpfe auch zu recht abgeschlagen wurden.

Das Interview geht in diesem Stil weiter. Es beweist mir, dass Drosden pro domo redet. Er ist nicht seriös, und ich glaube, er weiß das auch @Zeitschnur hat das Wesentlich dazu schon gesagt.

Simplicius Teutsch

24. März 2020 08:43

Das nenne ich bei all der Panikmache einen vernünftigen Ansatz: "Wir können nicht zulassen, dass die Heilung schlimmer ist als das Problem."

Donald Trump. Wer sonst!

Lotta Vorbeck

24. März 2020 09:27

@Ratwolf - 23. März 2020 - 10:31 PM

"Es sieht so aus, als wenn staatliche Eingriffe der Alt-Parteien grundsätzlich schädliche Auswirkungen haben. Zumindest erschien es in den letzten zehn Jahren so. Bei der Corona-Kriese sieht es auch so aus. ..."

~~~~~~~~~~~~

Sieht das nur so aus?

„Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“ - egal ob dieses dem sattsam bekannten Anti-Deutschen Joseph Fischer zugeschriebene Zitat tatsächlich von diesem stammt, stellt es das Kondensat des Leitmotives dar, dem sich der BRD-Dienstwagenadel verpflichtet fühlt: Dem eigenen Land, dem eigenen Volk den maximal möglichen Schaden zufügen und den eigenen Platz am goldenen Futtertrog mit allen Mitteln verteidigen.

Diese Bonzokratie wird versuchen, nach der Devise "mehr davon", einfach immer so weiter zu machen wie bisher. Ob ihr dies auch "nach Carola" noch gelingt, wird sich schon bald erweisen.

Elvis Pressluft

24. März 2020 10:04

Das nächste Corona-Opfer? „Gabriel Delgado Lopez, der Sänger und Mitbegründer der Deutsch-Amerikanischen Freundschaft (DAF) ist am Abend des 22.03.2020 völlig überraschend mit nur 61 Jahren verstorben …“ – Zur Todesursache ist noch nichts verlautet – verdächtig. Im Ernst(?): Von bleibendem Wert ist für mich „Der Mussolini“, treibender Beat schlechthin. Die Textzeile „Und jetzt den Adolf Hitler“ wurde seinerzeit in meiner Dorfdisco durch die Pogo-tanzenden Punx (so der korrekte Plural) mit dem, äh, Deutschen Gruß quittiert, analog zu „Geh in die Knie / Dreh dich nach rechts / Und jetzt nach links / [etc.]“. Und was war die Folge? Nüscht. Kein Polizeieinsatz, kein Hausverbot. Those were the days.
Nur um diese Meldung wieder zu kontextualisieren: Wie etliche KÜNSTLER (im Englischen gibt es diesen schönen Schleppnetzbegriff „artists“, der auch Rock-/Pop-Musiker und Artverwandte erfaßt) war auch „Gabi“ nur bedingt für eine gesundheitsfördernde Lebensführung bekannt. Ich halte dies moralinfrei fest. Sollte man ihn allerdings post mortem tatsächlich Corona-positiv testen – was ist dieser Tage schon undenkbar? – wird er die Statistik entsprechend bereichern.

zeitschnur

24. März 2020 12:01

Was ich gestern angedeutet hatte und noch etwas ausführen wollte als Libertäre:
Es entstehen bei jeder Schikane auch Freiräume und zuvor verkrampft Behauptetes oder Erzwungenes fällt in sich zusammen. Es ist die Frage, ob die dystopische Idee eines totalen Staates und totaler Kontrolle der Menschen überhaupt möglich ist. Noch im satanischsten System brechen, je mehr man einschnürt, anderswo Nähte auf, es sei denn, ein genialer, aber dämonischer Geist, tariert das absolut genau aus, was ich mir kaum vorstellen kann, was aber durch den Einsatz von Quantencomputern möglich bzw möglichER sein könnte.
Der Staat, der sich für so wichtig hält etwa mit seiner rabiaten Reichsschulpflicht von 1938 bis heute, untergräbt gerade seinen (aus meiner Sicht faschistischen) Anspruch auf den Bildungssektor. In einem echten Rechtsstaat könnte er zwar eine Bildungspflicht fordern, aber keine Schulpflicht. Vielen ist nicht klar, dass dieses unser Schulsystem ein Relikt aus der Nazizeit ist. Wenn also die Regierung die Schulen zu lange geschlossen hält, wird hinterher kein Mensch mehr davon zu überzeugen sein, dass diese staatlichen Schulen so in dieser Weise überhaupt nötig sind. Wir haben dann die Erfahrung gemacht, dass wir die Schule nicht brauchen. Bildungspflicht würde nämlich auch nur bedeuten, dass man bestimmte fertigkeiten erwirbt und nachweist, wie es derzeit durch Onlineaufgabenstellung gemacht wird. Was sich die Schüler derzeit anderweitig aneignen, etwa durch vermehrte und längere Gespräche mit ihren Eltern oder auch online mit anderen, geht den Staat weder etwas an, noch kann er es zurückhalten, es dient aber der Bildung der Jugendlichen und Kinder. Ohne dieses rabiate und gleichschalterische Staatsschulsystem tut sich also ein Fenster auf für die Bildungsfreiheit, für Homeschooling, Freilernertum und eine Bildungsvielfalt, die uns allen gut täte. Bildungsvielfalt würde auch wieder zu einer Sprengung des völlig erstarrten Marktverhaltens führen. Wenn wir nicht mehr auf einen bereits finanzkapitalistisch vordesignten Markt abgerichtet würden, würden wieder mehr freie Unternehmen gewagt und einen echten freien Markt realisieren. Wir haben also derzeit eine kleine, aber realistische Chance und sollten sie nutzen, bevor die nächste Welle an Totalitarismus zuschlägt, die den Leuten als "Hilfe" verkauft wird.

Im übrigen empfehle ich jedem, auf die Website des RKI zu gehen und dort eingehend die Statistiken anzusehen: offenbar ist das, was man uns in den Medien erzählt, ganz objektiv verzerrt. Dazu muss man aber in der Lage sein, Statistiken zu verstehen. Die Neuerkrankungen sind offenbar rückläufig in Deutschland seit dem 19. März, die Todesfälle, da sie fast ausschließlich Hochaltige und mehrfach schwer Vorerkrankte betreffen, sind statistisch gesehen objektiv bedeutungslos, wenn auch natürlich jeder Tote Trauer hinterlässt, was aber für die wesentlich häufigeren Toten aus anderen Gründen nicht weniger gilt, aber derzeit niemanden juckt. was der Gipfel des Zynismus ist.

Elvis Pressluft

24. März 2020 13:34

Die gleichgeschalteten Medien spielen die ihnen zugedachte Rolle weiter, wie auch schon vor „Corona“: den Laden zusammenhalten, sichern, daß die Stimmung nicht kippt. Nicht ganz so einfach im Krieg gegen „den unsichtbaren Feind“, um so wichtiger die importierten Bilder aufgebahrter Särge und verzweifelter Ärzte. Nachricht des Tages: 95 Prozent Zustimmung zu den Zwangsmaßnahmen! Wer will schon zum unbelehrbaren Rest gehören? – Oh, offenbar nicht zuletzt Mohammedaner, die sich ihre Clangemeinschaften nicht nehmen lassen.
Abgesehen davon könnten Linke ihre abgegriffene Ausgabe von „Überwachen und Strafen“ entstauben: Je nach Bedarf wird gelobt und auch gern die eigene Schulter geklopft (unglaubliche Solidarität … die Allermeisten sind vernünftig …) und gedroht (bei manchen hilft nur…).
Bin gespannt, ob das alles in zwei, drei Wochen immer noch so reibungslos funktioniert oder ein Teil der Leute bis dahin wieder den Mut findet, sich des eigenen Verstandes zu bedienen und Fragen zu stellen.
Lektüretip dieser Tage: „The Andromeda Strain“ von Crichton – Absolvent der Harvard Medical School –, auch wenn es dort um einen aus dem Weltall eingeschleppten Killer geht. Mancher erinnert sich vielleicht auch an die (mäßig geglückte) Verfilmung. Es muß nicht immer Camus sein.

Ergon

24. März 2020 18:42

@Bettinger Drosten widerspricht Wordag und Ihnen in allen zentralen Fragen. (1) Das neue Coronavirus SARS-Cov-2 unterscheidet sich in seiner genetischen Struktur deutlich von üblichen Corona- und Erkältungsviren. (2) Der Umstand, dass der PCR-Test theoretisch auch beim alten SARS-Virus und einigen Fledermausviren reagiert, mindert nicht seinen diagnostischen und epidemiologischen Wert, da diese Viren beim Menschen nicht (mehr) vorkommen. Wenn der Test beim Menschen positiv reagiert, ist es ist definitiv SARS-Cov-2. (3) Der Test wurde umfangreich und auf hohem Niveau validiert.

Wer hier unseriös ist, wird in dem Podcast mehr als deutlich. Ansonsten nehmen Sie einen Themenwechsel zu den weit offeneren Fragen der Gefährlichkeit des neuen Virus und der Interpretation der auf uns hineinströmenden Zahlen vor - Themen, die diskutierbar sind, aber sicher nicht mit jemandem, der sich vorher bei den "harten" Fragen so vollständig selbst diskreditierte.

Franz Bettinger

24. März 2020 21:57

@Ergon: Drosden widerspricht, aber er begründet es nicht. Er behauptet Dinge, ohne sie zu beweisen. Ich glaube, Sie, Ergon, verstehen gar nicht den Unterschied zwischen den verschiedenen Formen von Validierung! Auf die epidemiologische kommt es an. Auf sie allein! Was glauben Sie, wie die Inquisitoren des ausgehenden Mittelalters Hexen validiert haben? Kennen Sie den Test, bei dem man Frauen in die Seine warf, um zu erkennen wer eine Hexe war? - Wie? Das könne man nicht mit unseren modernen Methoden vergleichen? Ich sage Ihnen, unsere Methoden sind schlimmer, und unsere Folterwerkzeuge ebenfalls.

zeitschnur

24. März 2020 22:15

@ Ergon

Sie stellen eine Behauptung nach der anderen auf, nehmen Bewertungen vor, haben aber nicht ein einziges Sachargument.
Auf Katastrophenrhetorik können wir alle verzichten. Auf Ihre Schmähsätze ebenfalls.
Wahrscheinlich fällt es Ihnen nicht mal auf, dass Sie nichts Sachhaltiges sagen - das ist diese traurige Unausgewogenheit in der nicht vorhandenen Diskussion: die einen haben die Macht und fabulieren munter das Blaue vom Himmel, ohne jeden Beweis (was "Validität" ist bitte mal im Lexikon nachsehen), die anderen haben keine Macht, dafür aber Grips und stoßen auf ein Virus namens Argumentationsrestistenz.
Der Tag wird aber kommen, an dem die Sache mit ruhigem Verstand noch einmal aufgerollt wird.
Danke, @ Franz Bettinger - Ihre Stimme ist hier so wohltuend.

Ergon

24. März 2020 23:16

@Bettinger, zeitschnur In der Tat basieren meine Aussagen zum Genom und der Molekülstruktur des neuen Coronavirus und dem PCR-Test auf den entsprechenden Aussagen von Christian Drosten, der als führender Experte auf dem Gebiet gilt. Zu mehr bin ich hier und jetzt auch nicht bereit. Wenn sie Drostens fachliche Aussagen selbst kritisieren möchten, setzten Sie sich mit seinen Fachartikeln und den von ihm verantworteten Studien auseinander, wobei ich aufgrund Ihres bisherigen Diskursverhaltens nicht den Eindruck habe, dass Sie dieser Aufgabe intellektuell gewachsen sind. Und speziell @zeitschnur: für Fachterminologie bitte kein gewöhnliches Lexikon/Wörterbuch konsultieren; wobei der Eintrag "validieren" im Duden zumindest die richtige Idee vermittelt.

HomoFaber

25. März 2020 08:08

Noch eine Stimme zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=7wfb-B0BWmo&feature=emb_title

zeitschnur

25. März 2020 10:21

@ Homo Faber

Danke für den Link zu einer weiteren vernünftigen und kompetenten medizinischen Stimme!

@ Ergon

PCR-Tests sind vor allem geeignet, genetische "Zustände" zu analysieren. Der "Nachweis" von Viren ist erheblich problematischer aus meiner Sicht. Für den Volksmund übersetzt bedeutet so ein test, dass es sein kann, dass man dem Probanden eine einzige, einsame VirenDNA aus dem Rachen fischt und anschließend behauptet, er sei krank oder hochansteckend. das ist einfach nur Bullshit. Sie glauben ja nicht, was ich alles aus Ihrem Rachen isolieren würde: danach sind Sie nicht mehr unter den Lebenden, denn Sie haben die Tuberkulose, die Cholera, mehrere Pilzvergiftungen zugleich, Streptokokkeninfektionen, Pneumokokkeninfektionen, Choliinfektionen, hach, suchen Sie sich aus den zigtausend Erregern ruhig aus, was Ihnen besonders gut gefällt: mit großer Wahrscheinlichkeit schwirrt davon irgendetwas auch in Ihrem Rachen herum.

Tatsache ist, dass ein gesunder Mensch auf das allermeiste dieser Erreger bereits eine angemessene Immunantwort gefunden hat, auch auf das angeblich "neuartige Virus", das so neuartig ja im übrigen nicht ist, wie auch Prof. Hockertz es sagt. Mit dieser PCR-Methode für Viren haben wir uns etwas eingehandelt, was nicht Krankheit misst, sondern überhaupt erst "Krankheitspositive" erzeugt, die aber in fast allen Fällen kerngesunde Menschen sind. Das ist Schindluder.
Ich beobachte in diesen Tagen überdies eine pathologische Reaktion im Land, die offenbar katastrophische Märchen als Suhlbecken benötigt. Faktisch ist hier keine echte "Seuche", sondern eine grippale Infektion, die wie jedes Jahr glimpflich abgeht. Die Versuchung, sich mit aufgebauschten und verzerrten "Forschungsergebnissen" wichtig zu tun, ist groß und nur wenige, gestandene Männer und Frauen halten dem stand. Vielleicht bedenken Sie, dass es v.a. jene sind, die derzeit einhellig Einspruch erheben, also alle jene, die nicht mehr niedergemacht werden können, weil sie außerhalb der Mobbingzone angelangt sind.

Götz Kubitschek

25. März 2020 10:56

So, bitte in einem anderen Strang weitersammeln. Badeschluß!

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