6. April 2020

Coronavirus (12): Krisenfeste Wertpapiere

Gastbeitrag / 21 Kommentare

von Konstantin Fechter -- Die Krise gibt den Sonderlingen recht: Gestalten, welche die Gesellschaft zuvor an ihre Ränder drängte und marginalisierte.

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Man konnte es nicht mehr hören, ihr Geraune über die Katastrophe, den Zusammenbruch, den Abgrund. Niemand ging Noah beim Bau der Arche zu Hand, war er doch ein offenkundig Verwirrter. In der ersten Stadt der Menschen verdrehte man die Augen, schüttelte den Kopf, äußerte Mitleid über die arme Familie, die im Wahn des Patriarchen gefangen war. Als dann die meterhohen Wellen der Sintflut über die Stadtmauern brachen, bereute mancher seinen Spott - zu spät.

Die Krise zeichnet aus, daß in ihr individuelle und kollektive Dramatik kollidieren. Ein Aus-ihr-Heraustreten ist ebenso wenig möglich, wie die eigene Haut abzustreifen. Sie macht jeden zu ihrem Gefangenen. Das Gefühl, Geschichte zu schreiben, ist meist kein angenehmes, denn es ist verbunden mit viel Schweiß, oft auch mit Blut.

In der Kalamität treten die historischen Tendenzen offen zu Tage. So führt die Pandemie nicht unerwartet von der Gemeinschaft zur Isolation, sondern treibt die Vereinzelung der Moderne nur auf die Spitze. Die Quarantäne spricht aus, was schon längst der Fall war.
Während der weltweite Ausnahmezustand das beklemmende Gefühl des Normverlustes zementiert, beginnt er auch den Außenseiter, denjenigen, welcher die größte „Bereitschaft zur Einsamkeit“ (Rüdiger Safranski) besitzt, zu rehabilitieren.

Über die Prepper wird so lange gelacht, bis man plötzlich verblüfft vor den leergefegten Regalen steht. Nun mischt sich Neid, fast schon Bewunderung in den Zorn über eine Betrachtungsweise, welche die Dinge - anders als die fälschlicherweise hierfür gerühmte Kanzlerin - tatsächlich »vom Ende her« denkt.

Wenn nun aber die Staaten ganz im foucaultschen Sinne die Wirtschaft unter das Primat der Bio-Politik stellen, dann sind in diesen Verwerfungen sämtliche Assetklassen betroffen: Börse und Ölpreis implodieren, Gold und Bitcoin erwiesen sich nicht als sichere Häfen, und der gemächlichere Immobilienmarkt wird dem jüngsten Kursmassaker wie immer mit Verzögerung folgen.

Milliarden lösen sich innerhalb weniger Stunden in Luft auf. Die Abstraktheit eines längst überlebten Finanzsystems entfaltet noch einmal ihre Klimax, indem sie Verzweiflung über den Verlust von Geldbeträgen aufkommen lässt, die physisch niemals existiert haben. In diesem Kollaps gibt es nur eine einzige Form von Wertpapieren, die individuelle Sicherheit im kollektiven Wahn garantieren kann: Bücher.

In Zeiten des Mangels, in denen nur die Zeit selbst als Überfluß erscheint, rächt sich die Ideologie des ästhetischen wie geistigen Minimalismus. Kahle Wände starren vorwurfsvoll auf den Zwangsheimarbeitenden, der vor laute Yoga nicht mehr weiß, wohin mit all dem Samadhi in seinen Gliedern.

Glücklich darf sich ein anderer Sonderling schätzen: Der Sammler, der mit einer eigenen Bibliothek in ein krisenfestes Depot investiert hat. Da die Krise zur Neuvermessung selbst bekannter Territorien zwingt, liegt klar im Vorteil, wer unabhängig von den Anlaufstellen der öffentlichen Hand ist. Auf einen Schlag will jeder haben, was in keiner anständigen Bibliothek fehlt. Lässig greift der Privatbibliothekar zum Bücherregal und findet dort das Decamerone von Boccaccio, Camus Die Pest oder Eigentlich müssten wir tanzen von Heinz Helle.

Wenn Fiktion zur Wirklichkeit wird, beschleicht den bibliophilen Außenseiter eine unheimliche Ahnung. Er hat darüber gelesen, nur hören wollte es keiner. Je länger der kulturelle Betrieb des Landes eingefroren ist, desto höher fällt selbst die Dividende von bisher eher vernachlässigten Anschaffungen wie Nachschlagewerken aus, die nun wichtige Versorgungslücken zwischen Universitätsbibliothek und Netzrecherche zu schließen vermögen.

Die geistige Autarkie, die eine eigene Sammlung im Moment der Krise verleiht, ist mehr wert als Mehl und Zigarettenstangen. Sie lässt uns die eigene Würde bewahren, legt Grundlagen für den Tag danach.

Wer eine Bibliothek besitzt, der weiß auch vom eigentlich aufziehenden Sturm, dem postmodernen Endspiel. Er ist gerüstet und wird ihn aussitzen wie das Coronavirus, welches gegen diesen nur ein Husten im Wind darstellt.

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Von Konstantin Fechter ist in der kaplaken-Reihe erschienen: Bürgerkrieg und Sündenbock.


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Kommentare (21)

Solution

6. April 2020 12:03

Ja, so ist es.

Im Keller habe ich u.a. Kartons voll NRG 5, sehr viel Wasser und meinen Buchbestand von einigen Tausend habe ich rechtzeitig - natürlich auch bei Antaios - aufgerüstet.

Ich fürchte allerdings, daß der Sturm auch über Schnellroda hinwegfegt und Schäden verursachen wird. Unsere Solidarität wird dann von den uns verbliebenen, wahrscheinlich schwindenden finanziellen Möglichkeiten abhängen. Daher ist es nicht verkehrt, gerade jetzt noch ein paar Bücher zusätzlich zu ordern.

Franz Bettinger

6. April 2020 12:24

In Kriegs- und Krisen-Zeiten nimmt die Zahl der Suizidalen und der Psychopathen ab, die Zahl der Neurotiker nimmt zu, weiß man aus der Geschichte der Psychiatrie. Warum ist das so? - Weil Endzeit-Phasen Ähnlichkeit mit Utopien haben und deswegen die reale normale Welt immer mehr der eingebildeten irren Welt der Verrückten gleicht. Die Irren fühlen sich im allgemeinen Schlamassel wohl, bzw. wohler als zuvor, da der Unterschied zwischen ihnen und den anderen (den Normalen, die sich gerade gegenseitig quälen und umbringen) deutlich geringer wurde. Anders gesagt: Krieg ist eine Form von Irrsinn.

Der_Juergen

6. April 2020 12:54

@Solution

So ist es, Ich habe gestern gleich drei Bücher in Schnellroda bestellt.

Zu Konstantin Fechters Text. Wichtig ist hier vor allem folgender Satz: "So führt die Pandemie nicht unerwartet von der Gemeinschaft zur Isolation, sondern treibt die Vereinzelung der Moderne nur auf die Spitze." Die Vereinsamung des Individuums gehört in der Tat zu den fundamentalen Zielen der Neuen Weltordnung. Der Mensch soll dem Menschen bestenfalls ein Fremdling und im Idealfall ein Wolf sein. Die Corona-Hysterie führt dazu, dass der eine dem anderen misstraut. In einem Weinladen, wo meine Frau und ich letzte Woche einkaufen wollten (wir waren in jenem Moment die einzigen Kunden), wurden wir von der Verkäuferin wie Pestkranke behandelt, mit dem Ergebnis, dass wir den Tokaier hinstellten und grusslos weggingen.

Der in Nordafrika geborene Jude Jacques Attali, ein phänomenal begabter Mann (Diplom als Bergingenieur sowie Orchesterdirigent, seit Jahrzehnten als Berater französischer Präsidenten tätig), zählt zu den führenden Ideologen der Neuen Weltordnung. U. a. fordert er, bis zum Jahre 2040 dreiundneunzig Millionen Immigranten nach Frankreich zu holen. "Nichtproduktive" alte Menschen sollten seiner Ansicht nach zum Selbstmord ermuntert werden (leider ist der 1943 geborene Attali noch nicht mit gutem Beispiel vorausgegangen).

In seinem Buch "Une breve histoire de l'avenir" (Paris 2006) schreibt er: "Jede Zeit, die für etwas anderes verwendet wird, als zu konsumieren oder Konsumgüter zu scheffeln, wird als vergeudet gelten. (…) Der Mensch wird den anderen nur noch als Werkzeug seines eigenen Glücks sehen, als Mittel, um sich Vergnügen oder Geld oder beides zusammen zu beschaffen. Niemand wird noch auf den Gedanken verfallen, sich um andere zu kümmern: Warum soll man denn teilen, wenn es zu kämpfen gilt? Warum soll man etwas mit einem anderen unternehmen, wenn diese doch Konkurrenten sind? (…) Niemand wird Eltern, seien es nun biologische Eltern oder Adoptivenden, noch dazu zwingen können, ihre Kinder lange genau zu achten und zu lieben, um sie aufzuziehen?"

Sieben Jahre später schrieb Attali in einem Artikel:

"Wir bewegen uns unaufhaltsam auf eine eingeschlechtliche Menschheit zu, bei der allerdings die eine Hälfte noch Eizellen und die andere Hälfte noch Samenfäden haben wird, die sie zusammenlegen, um Kinder auf die Welt zu bringen, ohne körperliche Beziehungen, ja sogar ohne dass jemand diese Kinder zeugt."

Dieser Art ist also das Paradies, das man uns vorbereitet!

Gustav

6. April 2020 13:53

Meine Lieblings-Wertpapiere: Hausschlachten, Schnapsbrennen, Mein Gemüsegarten, Einwecken für Anfänger und Fortgeschrittene.

Kleiner ungarischer Bauernhof, Brunnen, Flinte, kleiner Silberschatz.

Und die beste Ehefrau der Welt.....

Nemo Obligatur

6. April 2020 17:03

Ruhig Blut, das wird schon wieder. Bei Lichte betrachtet ist Corona nicht das Ende der Welt, sondern nur eine Disruption. Allerdings eine deutlich tiefer gehende als die meisten anderen. Natürlich ist es wichtig, gesund zu bleiben. Literweise Frischwasser im eigenen Keller braucht man dazu eher nicht, denn die Wasserwerke arbeiten verlässlich.

Ich habe die letzten Tage mal in meinem Bücherschrank gestöbert. Den Boccaccio habe ich noch gefunden, Camus' Pest aber nicht mehr. Ich muss es vor Jahren mal aussortiert haben, weil ich nie über Seite 10 hinauskam. So wie es Lektüren gibt, die Impfungen gleichen, gibt es auch Lektüren, die einem die Zeit rauben, mit denen man nicht weiter kommt und die endlich so überflüssig sind wie ein Blinddarm.

eike

6. April 2020 18:55

Die Hilflosigkeit, mit der man sich an Bücher klammert, wo Widerstand geboten ist, ist rührend und einem intellektuellen Forum wohl angemessen.

Aber in diesen Zeiten helfen weder "Decameron" noch "Die Pest", letztere perverserweise von Camus als Metapher des Faschismus gedacht, obwohl zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (1947) die Alliierten übler wüteten als die Pest in Oran.

Nordlicht

6. April 2020 19:47

Wer sich nicht an die All-Versorgung des Staates verlässt, sondern selbst vorsorgt um vorbereitet (prepared) zu sein, ist Prepper=Rechtsextremist=Reichsbürger ...

Insofern lasse ich mein Preppertum weitgehend meine Privatsache sein und erzähle davon nicht. Es wird noch schlimm genug werden, in einer wirklichen Versorgungskrise (- beispielsweise nach einem realen längerenn Stromausfall) zu verteidigen, was man für die eigene Familie vorbereitet hat.

Wie der Zufall es wollte, fand ich im Bastelkeller einige Atemschutzmasken FFP3, die ich allerdings für den Fall reserviere, wenn ich zum Arzt oder sonsteine Massenansammlung muss. Ich weiss nicht was passieren würde, wenn ich mit einem solch begehrten Stück im Lebensmittelladen herumlaufen würde. Enteignung?
Die Obrigkeit hat ja - nach dem Prinzip "Die Trauben sind sauer" behauptet, a. sie würden nicht schützen und b. nur medizinisches Personal sollte sie haben.

Zu Büchern:

Nachdem ich die Bibliothek des Schwiegervaters nur mit Mühe und gutem Zureden verschenkt bekam, schaue ich beklommen auf meine Bücherwände und denke mir die der Mühe überdrüssigen Kinder dazu. Mehr als 3 bis 5 Bücher im Monat zusätzlich, so habe ich bschlossen, werden es nicht. (Natürlich auch vom Verlag A.)

Franz Bettinger

6. April 2020 22:44

@Zeitschnur: Vielen Dank für die (im anderen Strang) Vermittlung dieser überaus wichtigen Klage gegen die Bundesregierung wegen des Shut Downs. Ich halte den Anklage-Text für außerordentlich gut formuliert. Bitte verbreiten! Und hier auf KenFM anhören (wenigstens 3') : https://www.youtube.com/watch?v=ih0A38iIBMs.

Lotta Vorbeck

7. April 2020 01:01

@Konstantin Fechter:

Die Krise gibt den Sonderlingen recht: Gestalten, welche die Gesellschaft zuvor an ihre Ränder drängte und marginalisierte.

Man konnte es nicht mehr hören, ihr Geraune über die Katastrophe, den Zusammenbruch, den Abgrund. Niemand ging Noah beim Bau der Arche zu Hand, war er doch ein offenkundig Verwirrter.

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Der Umbruch ist da.

Die zuvor an den Rand gedrängten und marginalisierten Sonderlinge behielten nun ein einziges Mal Recht.

Die an den Rand gedrängten und marginalisierten Sonderlinge, sind dieselben wie zuvor.

Das Dutzende Millionen zählende Heer der Konformisten schaltet einfach in den Blockwartmodus um und inhaftiert sich selbst. Dafür braucht's nicht mal Polizei.

Auch im Frühjahr 2020 möchte niemand an einer Arche bauen.

Die Konformisten schließen sich in ihren Buden ein, beschäftigen sich mit Gesichtsmasken und Todesfallstatistiken, sehnen einen Impfstoff herbei, träumen vom bedingungslosen Grundeinkommen und warten auf neue Anweisungen.

Nichts scheint so überflüssig, wie die gerade zu Staub zerfallenden letzten Reste von Freiheit.

Andreas Walter

7. April 2020 01:10

Wenn man sich folgende Zahlen aus Hessen anschaut sieht man, dass überdurchschnittlich gefährdet nur Menschen über 60 sind. Wobei der Wert sogar noch geringer sein könnte, abhängig von der Dunkelziffer. Also Menschen, die gar nicht getestet wurden, weil sie die Krankheit gar nicht bemerkt und bereits heil überstanden haben. Genügend gross ist die Stichprobe auch und aus ganz Hessen:

https://www.hessenschau.de/panorama/infografik-wie-sich-corona-ausbreitet---und-wen-es-betrifft,corona-infektionen-hessen-karte-100.html

Selbst bei den bis 60-jährigen liegt also eine eventuelle Letalität in etwa auf dem Niveau einer starken Grippe, wie sie Deutschland schon zig mal erlebt hat.

Alle unter 60-Jährigen wiederum repräsentieren in Deutschland aber bereits 72% der gesamten Bevölkerung, die man dementsprechend sofort aus der Quarantäne (dem Heimarrest) entlassen könnte.

Diese 72% wiederum könnten den Grossteil der deutschen Wirtschaft dann am laufen halten, sobald auch alle Teile aus China nach und nach wieder eintrudeln.

Die logistische Herausforderung liegt also ab jetzt nur noch darin, die 28% Älteren menschenwürdig zu isolieren und zu versorgen. Einschließlich des zum Teil notwendigen Pflegepersonals mit Direktkontakt. Zumindest für die Zeit, bis eine Schutzimpfung da ist. Wobei das noch weniger als 28% sind, die sich wirklich nicht mehr selbst versorgen können, und die darum auf intensive Hilfe und Pflegepersonal angewiesen sind. Dieses wiederum könnte man aus den Leuten rekrutieren, die in wenigen Wochen sich nach Antikörpertests als immun erweisen. Ja, das wird dann so etwas ähnliches wie eine militärische Operation, aber eben auch nur für eine Zeit.

Wie wir das hinbekommen habe ich zwar im Detail noch nicht durchdacht, doch mein Gefühl sagt mir, das ist machbar. Nicht ohne Probleme oder zum Teil sogar mit Verzicht auf manche Normalität, doch so trifft es wenigstens nicht die ganze Bevölkerung und vor allem auch nicht die ganze Wirtschaft, ohne die nämlich gar nichts mehr geht.

Kein Rosengarten, für bestimmte Gruppen, aber bisher die einzige Möglichkeit die auch ich sehe, um halbwegs heil und möglichst viele durch die Krise zu bekommen. Und vor allem auch die einzige Idee, die selbst Politiker verstehen und trotzdem nicht entweder die Wirtschaft oder das Gesundheitssystem lahmlegt.

Wichtig wäre jetzt auch die Verbreitung der Idee, um für das Einverständnis der Älteren dafür zu werben. Oder auch um die Ideensuche jetzt zu aktivieren, wie man die über 60-jährigen ein halbes oder 1 Jahr lang schützen und unterhalten, versorgen kann, ohne das diese durchdrehen oder aufgrund von Vereinsamung den Glauben an ihre Mitmenschen verlieren.

Dafür bekommen immerhin 72% sofort ihre volle Freiheit zurück. Das ist der Preis. Das wir uns um die Alten kümmern, jeder an seinem Platz, auf seiner “Kampfstation“. Wenigstens 1 Jahr, danach wissen wir eh alles über Corona.

heinrichbrueck

7. April 2020 01:13

Die Demokratie hat die Phantasie versaut. Bücher sind wertvoller als Mehl, in Zeiten der Krise, weil geistige Autarkie rettet? Wen soll/wird der Sturm treffen? Im Augenblick haben wir keine ernsthafte Hungerkrise, fast alle werden kein Übergewicht verlieren, und das viele Lesen gefährdet das System nicht unbedingt. Noah paßt auch nicht so recht ins Bild, eher die lange Wüstenwanderung. Die Alten sterben weg, die Jungen werden neu programmiert; je nach Gangverschärfung die Französische Revolution nach 1918. Wir laufen also durch die Wüste, hören auf das Programm der Priesterschaft, Jahrhunderte vergehen. Wer soll da übrigbleiben?
Und zu Corona, vielleicht kann Bettinger ergänzen: https://morgenwacht.wordpress.com/2020/04/06/das-coronavirus-und-galileo-ein-interview-mit-dem-italienischen-nanopathologen-dr-stefano-montanari/
Wenn ich immer lese oder höre, die Leute würden sich nicht wehren, also kommt halt die Flut, und nur die Arche schafft es, der Rest ist selber schuld etc. Ich frage mich dann immer, welche Vorstellungen aus den Büchern kommen, solches Denken zu erlauben.
Sind die besten Bücher schon geschrieben worden, ich hoffe nicht.

zeitschnur

7. April 2020 10:20

Gute Idee, ich bade täglich in unseren Tausenden von Büchern. Mein Sonderlingsspleen führt mich zu Ricarda Huchs Werk "Michael Bakunin und die Anarchie" von 1923.

Ich lese daraus vor: https://www.youtube.com/watch?v=0VLE5cnk0o4

Einführungstext hier: https://zeitschnur.blogspot.com/2020/04/lesung-ricarda-huch-michael-bakunin-und.html

Franz Bettinger

7. April 2020 11:52

@Heinrich Brück: Es ist doch eigentlich ganz einfach: Solange man das angebliche Agens (den C-Virus?) nicht isoliert hat und mit ihm - nachdem man ihn millionenfach in Zellkulturen vermehrt hat - in einem Versuchs-Tier oder auch in einem Menschen DIE Krankheit provoziert hat, die er hervorrufen soll, solang ist der kausale Zusammenhang nicht bewiesen. Ich sage voraus: Dr. Stefan Lanka (mein Galileo) wird auch im Corona-Fall recht bekommen. Die 3 Henle-Kochschen Postulate sind nicht erfüllt. Basta. Es irrt, wer glaubt, zur Virus-Theorie etwas sagen zu können, ohne diese Grundsätze zu kennen. So, und jetzt nehme ich mir Dr. Montanari vor. Er beginnt schon mal ganz nett. Bis später!

Lotta Vorbeck

7. April 2020 11:53

@heinrichbrueck - 7. April 2020 - 01:13 AM

Wenn ich immer lese oder höre, die Leute würden sich nicht wehren, also kommt halt die Flut, und nur die Arche schafft es, der Rest ist selber schuld etc. Ich frage mich dann immer, welche Vorstellungen aus den Büchern kommen, solches Denken zu erlauben.
Sind die besten Bücher schon geschrieben worden, ich hoffe nicht.

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Wohin sollte die Arche im Ozean der Lügen denn fahren?

Möglicherweise ist's der bei Antaios verlegte Jack Donovan der die Bauanleitung für eine ganz andere Art von "Arche" liefert?

links ist wo der daumen rechts ist

7. April 2020 12:30

Lektüren 1: Souveränität und Tod

Endlich wieder festen Boden unter den Füßen, sprechen wir also über Bücher.
Mit dem Wort „Bücherschrank“ habe ich allerdings meine Probleme, Bücher und Lektüren sind Phänomene, die ruhig so richtig wuchern dürfen.

Zum Einstieg ein kleiner Nachtrag zur Replik von @ zeitschnur im Nachbarthread:

Einen Musikwunsch haben Sie ja noch, nun denn:

https://www.youtube.com/watch?v=GgnClrx8N2k

Sie wissen, daß dem Song u.a. Bulgakows „Der Meister und Margarita“ zugrunde liegen soll.
Wie lesen Sie dieses Buch? Als Satire, als Erlösungsgeschichte oder als Bestätigung für eine jahrhundertealte „satanistische“ Verschwörung?

Ein Landsmann des göttlichen Mick Jagger, der Katholik Anthony Burgess (leider reduziert auf das eine berühmte Buch) hat im Umbruchsjahr 1980 den Roman „Earthly Powers“ („Der Fürst der Phantome“) veröffentlicht; darin geht es um eine Tour de Force durch die Katastrophenlandschaft des 20. Jahrhunderts. Tenor: erst die an die große Verschwörung glauben, setzen sie ins Werk; also ein ähnlicher Plot wie in Ecos „Das Foucaultsche Pendel“. Und die beiden sind natürlich nicht allein.

Wissen Sie, ich kann an dem Konstrukt namens Geschichte keinen Plan erkennen, nur Chaos, das sich die üblichen Verdächtigen zunutze machen.
Müßig, an dieser Stelle etwa Theodor Lessings „Geschichte als Sinngebung des Sinnlosen“ oder Benns berühmten Blick in den „kleinen Ploetz“ aus dem Jahr 1943 zu erwähnen:

"Um mich zu belehren, schlage ich ein altes Schulbuch auf, den sogenannten kleinen Ploetz: Auszug aus der alten, mittleren und neuen Geschichte, Berlin 1891, Verlag A. G. Ploetz. Ich schlage eine beliebige Seite auf, es ist Seite 337, sie handelt vom Jahre 1805. Da findet sich: einmal Seesieg, zweimal Waffenstillstand, dreimal Bündnis, zweimal Koalition, einer marschiert, einer verbündet sich, einer vereinigt seine Truppen, ... einer rückt heran, ... einer eröffnet etwas glänzend, ... einer marschiert auf den Rhein zu, einer durch ansbachisches Gebiet, ... einer wird hingerichtet, einer tötet sich... alles dies auf einer einzigen Seite, das Ganze ist zweifellos die Krankengeschichte von Irren."

Oder aktualisiert:
So heillos die Grenzen im Sommer 2015 offen gehalten wurden, so heillos wurden sie im Frühjahr 2020 geschlossen. Das wichtigste Wort dabei? Heillos.
Plan? Ja, wenn wir dem Chaos etwas zuschreiben wollen. Daß es ewige Kriegsgewinnler und Zündler gibt, begründet eben nicht die teuflische Absicht hinter allem.

Die Frage ist nun, wie man sich inmitten von Chaos und Sinnlosigkeit schreibend (und lesend) behaupten kann; letztendlich geht es also wieder einmal um den Begriff von Souveränität, worüber wir ja vor einiger Zeit uns von zwei Ecken nähernd geschrieben haben.

In früheren Debatten hatte ich in diesem Zusammenhang die zwei Modi einer souveränen Schreibhaltung beschrieben: Kleist und Hebel.
Während Hebel der Meister der „langen Dauer“ genannt werden darf, ist Kleist der katastrophische Dezisionist schlechthin.
Als zeitlich näher liegendes Beispiel, wie sich die beiden genannten Positionen Hebels und Kleists verknüpfen können, nenne ich nur Felix Hartlaubs „Im Sperrkreis“, geschrieben im Sperrkreis 2 der Führerhauptquartiere Winniza und Rastenburg in den Jahren 1942ff.
Ein Text Kleists, der mich buchstäblich verfolgt, ist seine Erzählung „Das Erdbeben von Chili“.
Obwohl hier alles Altvertraute zerstört wird (bis hin zur Darstellungsebene), bleibt es trotzdem unentscheidbar, ob es sich um tiefste Verzweiflung oder Hoffnung, Gnade, Erlösung handelt.

Aus anderem Blickwinkel hatten wir ja anhand Erhart Kästners „Aufstand der Dinge“ einiges zum grundlegenden Problem der Macht und dem Elend des Mit-Herrschens diskutiert, Stichwort: Christos Pantokrator.

Eine dritte Position zu den beiden o.a. glaube ich nun bei der neuerlichen Lektüre von Canettis „Masse und Macht“ zu erkennen. Fulminant schon der Beginn mit dem Hinweis auf die allgegenwärtige Berührungsfurcht, die sich aber erst in der Masse „entladen“ kann, da der einzelne den „Respektabstand einer Windmühle“ nicht erträgt.
Die Souveränität des einzelnen wird sozusagen - freiwillig - übertragen und ergibt erst das Phänomen einer Macht-Zusammenballung, obwohl die ursprüngliche Macht-Erfahrung immer individuell ist (Canetti nennt dabei Phänomene wie Ergreifen, Einverleiben usw.).
Interessant ist für mich nun die Erzählhaltung Canettis; er befindet sich eben nicht im Dilemma eines Ethnologen, der die eigene Berührungsfurcht zum Ausgangspunkt seiner Methodologie macht (oder wie Luhmann in Aufsichtsratsperspektive die „sozialen Systeme“ beobachtet), nein, er verwandelt sich dem Untersuchungsgegenstand an. Beim Wiederlesen war ich erstaunt, welch fast animistischer Grundton sich durch das ganze Buch zieht – und der gute Canetti wird dabei sozusagen zum Schamanen.

Ist dieses Sich-Anverwandeln nicht das Hauptproblem, wenn wir über „das Böse“ sprechen?
Als Sieferle in den 90ern an „Finis Germania“ wohl zu schreiben begann, wurde im fernen Mexiko ein Roman über den Holocaust übersetzt, José Emilio Pachecos „Der Tod in der Ferne“; in Kurzform: ein Buch, das ein Deutscher „so nicht hätte schreiben dürfen“. Warum? Weil die Täterperspektive tabu ist, zumal wenn die Erzähltechnik formal anspruchsvoll ist.
Sein Übersetzer, Leopold Federmair, hat dem ein paar kluge Gedanken gewidmet.

Und sind diese Formen einer Distanzierung einerseits (Satire, Chronik) und einer Verstrickung andererseits (Dezisionismus, „Schamanismus“) nicht Ausdruck überzeugender Souveränität?
Oder geben wir lieber unsere göttliche Bestimmung freiwillig auf, um diese übertragene und geborgte Souveränität dann an den bösen Mächten sinnlos zu bekämpfen?

Oder sollen wir gar 2020 den Kamikaze-Gelüsten eines deutschen Nachtjägers vom April 1945 gedenken? Todesbesessenheit gegen Todesvergessenheit?
Ich habe mit den Soldaten der Wehrmacht kein Problem, habe dazu ja auch schon einiges geschrieben, aber zum Thema Todesverachtung im Dritten Reich hat Albert Speer in einem Interview mit Joachim C. Fest Wesentliches (und Entlarvendes) gesagt.
Fest: Warum sind sie Ende April noch einmal ins FhQu eingeflogen?
Speer: Das können Sie nicht verstehen. Unser eigenes Leben war uns nichts wert…

Franz Bettinger

7. April 2020 13:16

@Heinrich Brück: Ich bin Ihnen außerordemtlich dankbar für den Hinweis auf diesen witzigen, genialen, coolen und wissenden Dr. Montanari. Er kam von allen Kritikern dem "Phänomen Virus“ bisher am nächsten! - Leider hat noch keiner meinen Galileo Dr. Stefan Lanka gefragt. Nun, der ist wahrscheinlich noch von früher her verbrannt (wenn auch nicht auf dem Scheiterhaufen).

@Zu diesem einzigartigen Interview, hier mein Resüme:
Die Fragerei beginnt schlecht. Die erste Frage hätte nicht heißen dürfen: Wo hat der Virus seinen Ursprung? (Also: Woher kommen die Hexen?) Sondern: Was ist ein Virus? (Ein umhülltes Stück RNS.) Woher wissen wir das? (Durch das Elektronen-Mikroskop.) Sind diese Befunde eindeutig und replizierbar? Spätestens bei dieser Frage wäre ein typischer Virologen-Schwindler ins Straucheln geraten.

Aber halt! Montanari antwortet ganz unerwartet und witzig: "Was die Fledermaus-Herkunft betrifft, so können wir genauso gut Nashörner, Elefanten, Goldfische und natürlich das Einhorn hinzufügen, und wir haben das Bild vervollständigt.“ Er fährt fort, das C-Virus sei überall zu finden, genauso wie alle anderen Viren. Milliarden Viren seien allgegenwärtig und wahrscheinlich für unser Leben und unsere Gesundheit notwendig. Aber auch für unser Sterben.

(Ich schrieb früher mal: in jedem überfahrenen Igel finden wir alles: alle Viren, Nano-Partikel, Bakterien, Aasfresser bis hin zum Geier. Treffer! Und deshalb sind Viren-Teste allesamt: für die Katz.)

Montanari sagt sogar (zu recht): Quarantäne, aber auch Handschuhe und Masken sind nutzlos, ja schädlich. Wir haben es bei den Politikern und Journalisten mit Idioten zu tun, die von den Grundprinzipien der Biologie nichts wissen.

Dr. Montanari vermutet die Impf-Mafia hinter der Sache. Damit schießt er zu kurz, meine ich. Er sagt "Das Regime, das jetzt die Welt umfasst, wird die Welt zum Impfen zwingen.“ Und später: „Es ist ein kolossaler Schwindel.“

Dr. Montanari hat nicht einmal die volle Wahrheit gesagt. Die wäre auch allzu abwegig, etwa so wie die aberwitzige Vorstellung, die Erde drehe sich um die Sonne, statt, wie doch jeder weiß, umgekehrt. (Ironie off.) - Gut dass man heutzutage weiß, dass Mitochondrien keine Bakterien sind, obwohl sie doch genauso aussehen (und evolutionär aus diesen hervorgegangen sind). Ich sage: Viren werden noch mehr missverstanden als Frauen!

https://morgenwacht.wordpress.com/2020/04/06/das-coronavirus-und-galileo-ein-interview-mit-dem-italienischen-nanopathologen-dr-stefano-montanari/

Wahrheitssucher

7. April 2020 15:10

@ Zeitschnur

Dank für den Hinweis auf diesen Namen!
Hatte vorher nicht einmal von ihm gehört.
Erste Recherche: Absolut faszinierend!
Hätte der Tag doch bloß 48 Stunden, mindestens, gerade in diesen Zeiten...

P.S. Wie lassen sich seine Aussagen vergleichen mit denen des nationalen Sozialismus in Deutschland in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts?

Gracchus

7. April 2020 16:36

Corona hat mein Problem, wie ich an mehr Lektürezeit komme, nicht gelöst; dazu hängt man noch mehr als zuvor am Tropf der Medien.

Kurz noch @zeitschnur bzgl. eines anderen Strangs: Was Sie mir zugestehen, gestehe ich Ihnen auch zu. Mir sind Ihre Ausführungen oft zu spekulativ. Wo Sie lauter Pläne sehen, sehe ich in erster Linie Planlosigkeit - ablesbar u. a. daran, dass die Regierung zunächst zögerlich reagiert hat -, was die Sache nicht unbedingt besser macht. Das läuft in eine ähnliche Richtung wie

@links:

An das Erdbeben in Chili denke ich auch immer bei solchen Ausnahmezuständen. Etwa daran, dass es dann utopische Momente gibt, wie sie Kleist auch beschreibt, von einer anderen Gesellschaft.

Auf "Masse und Macht" haben Sie mich nun neugierig gemacht.

Andreas Walter

7. April 2020 16:49

@zeitschnur

Sie haben eine angenehme, schöne Stimme, doch Sie sollten unbedingt einen Popschutz beim Einsprechen verwenden. Je nach Gerät kann da schon ein kleiner aus Schaumstoff direkt über dem Mikrophon helfen, der oft auch als Windschutz bezeichnet und sogar mitgeliefert wird, oder, wenn Sie mit einem einzelstehenden oder gar hängenden Mikrophon arbeiten, dann so aussieht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofon-Windschutz

Man kann sich so etwas mit einem (gespannten) Nylonstrumpf zur Not auch selbst basteln, doch die einfachen sind eh nicht teuer und halten ewig. Die gibt es meist nur in zwei Grössen, also etwa um die 10 oder um die 20 cm Durchmesser. Die grossen, sehr feinen und auch besten sind allerdings eher für das Studio gedacht, wo kein Wind sie wegreissen oder ständig verdrehen kann. Eine "Katze" brauchen Sie dagegen nicht, die ist wirklich nur für Aussenaufnahmen mit viel Wind und einem bestimmten Mikrophontyp gedacht, der darum auch beim Film und Aussenreportagen viel verwendet wird.

Auf welcher Insel in der Karibik sagten Sie noch mal leben Sie? Die Dinger, ausser die grossen aus Schaumstoff, die es auch noch gibt, sind aber nicht sperrig sondern flach und darum auch leicht zu versenden. Nehmen Sie allerdings für die Tropen einen mit Kunststoffring, die feinen für's Studio mit Holzring sind eher etwas für unsere Breiten.

Darf ich fragen, mit was für einem Gerät Sie Aufnehmen? Dann kann ich Ihnen vielleicht auch noch genauere Tipps geben.

Andreas Walter

7. April 2020 19:47

Die besten Bücher können gar nicht geschrieben werden, ausser durch " " selbst.

Das weiß jeder, der schon mal wie auch Ernst Jünger LSD oder ähnlich starke Halluzinogene selbst erfahren, erlebt hat (wovon ich ohne erfahrenen Führer allerdings dringend abrate).

Mir genügen allerdings bereits gelegentlich meine Träume, um mich zu fragen: Was war das, was ist das, wer macht das, wer bin ich, wo war ich gerade?

Ein in meinen Augen Geschenk, das aber aus welchen Gründen auch immer auch nicht jedem zu Teil wird, nicht jeder anscheinend gleich oder überhaupt damit bedacht wird. Was ich sehr schade finde, denn ich bin jedes mal auf's neue davon völlig geblendet, schlichtweg sprachlos, unbeschreiblich beeindruckt und auch sehr ergriffen. Im positiven Sinn gedemütigt und gleichzeitig doch auch unendlich reich beschenkt.

Was aber nicht heisst, dass ich nicht auch unendlich gerne lebe, es wundervoll finde, auf der Welt und am Leben zu sein. Selbst wenn hier immer wieder mal auch alles schief läuft, schief laufen kann, manchmal nur im eigenen Leben, und manchmal auch kollektiv für alle zusammen, oder zumindest für viele.

Das wertvollste und auch tollste im Leben lässt sich daher gar nicht greifen, nicht mit den Händen berühren, und auch nur für die wenigsten mit dem Verstand. Es ist der eigene Glaube, nicht selten inspiriert von grossen Meistern, die zum Teil auch lange gesucht und gefunden haben, beziehungsweise, auch reich beschenkt worden sind. Manche auch einfach nur so, wie die Jungfrau zum Kinde gekommen.

heinrichbrueck

7. April 2020 21:18

Manche haben einen Plan, andere eher nicht. Wer steuert also? Das Chaos läßt sich nicht steuern. Die Israelis haben einen Staat, die Kurden haben keinen. Einem Ziel dürfte ein Plan vorausgehen. Es geht darum, Indizien zu deuten, Zusammenhänge und Richtungen negativ oder positiv einzusetzen, Einwirkungen in den sozialen Prozeß zu verstehen. Eine Zustandsbeschreibung kommt nicht von ungefähr, wie auch die Erklärungen und Rechtfertigungen nicht wahr sein müssen.
„Immerhin haben wir doch Demokratie und bewahren sie dankbar.“ (Bosselmann)
Diese Demokratie hat euch auch lieb. Man ersetze Demokratie durch Diversity oder Volk.
Souverän ist der Mensch vor Gott, oder mit Gott. Welcher Staat steht vor Gott? Melting Pot oder Völkergemisch ungleich Nation. Recht bekommt das Volk, wenn der Staat seine Waffen richtig zu gebrauchen weiß. Maßgeblich ist das Volk in seiner homogenen Ordnung. Den weißen Ländern Entwicklungshelfer zukommen zu lassen, sie genetisch zu vernichten, ist der Gipfel der Wertlosigkeit. Dafür brauche ich keine platte Verschwörungstheorie zu bemühen, es ist alles sichtbar. Antiweiße Hitlerpropaganda setzt den weißen Selbsthaß voraus, damit sie im Sinne der Diversity funktionieren kann, was eine historische Überlebensfähigkeit des Volkes unterminiert, den NS in seiner Handlungsweise aber nicht widerlegt. Es war nie möglich, sich eine eigene Demokratie entwickeln zu lassen. 1918 und 1945 nicht, deshalb 1990 auch nicht. Manchmal ist ein Gewehr viel ehrlicher, es zeigt zumindest ein Problem auf. Und die Bücher haben dieses Problem noch nicht gelöst.

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