17. Mai 2020

Sonntagsheld (147) – Dann sei Du ganz bereit

Till-Lucas Wessels / 28 Kommentare

Sein Name war Tommie Lindh

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Tommie Lindh war 19 Jahre alt, als er sein Schicksal fand. Er starb in der schwedischen Stadt Härnösand durch das Messer eines Sudanesen, dessen Name zwar bekannt, aber nicht wichtig ist, als er diesen daran hindern wollte, ein 14-jähriges Mädchen zu vergewaltigen. Kurz zuvor hatte sein Mörder gemeinsam mit einer großen Gruppe Migranten die private Feier überfallen, auf der Lindh und das Mädchen zu Gast waren.

Während die anderen Gäste sich von den Angreifern hatten einschüchtern lassen, war Lindh dazwischen, als einer von ihnen anfing, sich an dem Mädchen zu vergreifen. Dieser stach ihm in die Brust und prügelte anschließend auf den am Boden liegenden Verletzten ein, bevor er wieder zu seinem ursprünglichen Opfer zurückkehrte und sie ein zweites Mal vergewaltigte. Wenige Stunden später erlag Tommie Lindh im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Soviel zur Tat. Die Geschichte des Täters indes ist so oder so bereits unzählige Male erzählt worden – ich möchte keine Energie darauf verschwenden meinen Lesern das Vorstrafenregister aufzuzählen, welches den schwedischen Staat nicht daran hinderte, ihm die schwedische Staatsangehörigkeit zuzuerkennen. Lassen Sie sich einfach gesagt sein: Es wäre einschlägig genug gewesen, um die Tat zu verhindern.

Im Internet heißt es, Tommie sei Nationalist gewesen. Die Alternative für Schweden hat eine Spendensammlung für seine Familie organisiert, völkische Gruppen veranstalteten Gedenkveranstaltungen und hängten Banner auf. In einem Interview kam auch einer seiner Freunde zu Wort: „Er ist einen guten Tod gestorben. Er starb als er seine Freunde verteidigte, er hat das Richtige getan – das war der Tommie, den ich kannte und liebte.“

Das ist ein Urteil das ich teile. Es spricht ohne große Sentimentalität eine Wahrheit aus, die für jeden jungen Europäer zur Gewissheit werden muss, wo die Staaten des Westens nicht mehr bereit sind, das Leben unserer Freunde zu beschützen, obwohl sie dazu in der Lage wären. Denn Tommie Lindh war kein Opfer – auch, wenn er sein Leben geopfert hat.

Es ist doch so: Nur wer weiß, dass es das gibt - einen guten Tod - der kann gefährlich genug sein um im Angesicht der archaischen, der gewalttätigen Ungerechtigkeit einen Schritt nach vorne zu gehen. Die erste Reihe zu stellen, das bedeutet auch, sich für Situationen wie diese zu wappnen. Es heißt nicht nur den Körper, sondern auch das eigene Herz zu stählen, um im entscheidenden Moment die Entscheidung zu treffen: Auch, wenn die anderen zurückweichen – ich gehe voran.

Hans namn är Tommie Lindh.


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.


Kommentare (28)

Niekisch

17. Mai 2020 16:55

"sich für Situationen wie diese zu wappnen. Es heißt nicht nur den Körper, sondern auch das eigene Herz zu stählen, um im entscheidenden Moment die Entscheidung zu treffen: Auch, wenn die anderen zurückweichen – ich gehe voran."

Das erscheint mir zu theoretisierend und etwas lebensfremd. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass zwar eine eigene feste Anschauung in Gefahrensituationen bestärkt, aber die Entscheidung, sich auf eine Seite- die dem eigenen Charakter adäquate - zu stellen, fällt spontan ohne große Überlegung.

Wie Du bist, so kämpfst Du!

 

Laurenz

17. Mai 2020 18:04

Eine entsolidarisierte Gesellschaft kämpft weder gemeinsam gegen die Staatsmacht noch gegen Kriminelle. Bei ehemaligen Bürgern der DDR finden wir so etwas noch ein bißchen. Als die Mangelwirtschaft der DDR vorbei war, fiel auch das mehrheitlich weg. Von daher kann nur die persönliche Betroffenheit etwas an diesem individualisierten  Zustand ändern, aber diese Betroffenheit ist eben noch nicht weit genug verbreitet.

Ein gebuertiger Hesse

17. Mai 2020 18:05

@ Niekisch

"Wie Du bist, so kämpfst Du!"

Umso wichtiger ist das, was Wessels sagt: Jene Stählung von Körper und Herz, die vor allem auch ein muskelformendes Training ist, läßt im Fall des Gelingens solchen Determinismus hinter sich. 

DanielKnight

17. Mai 2020 18:24

Super geschrieben! Werde jetzt endlich auch wieder damit anfangen, nach langer Lustlosigkeit, meinen Körper zu stählen und wehrhaft zu bleiben, für mich selbst und meine Familie. Das sollte jeder beherzigen! Geist und Körper müssen im Einklang bleiben. 

Niekisch

17. Mai 2020 18:45

"muskelformendes Training"

@ ein gebuertiger Hesse 18:05: darf ich als ebenfalls gebürtiger Hesse fragen, lieber Landsmann, wie ein den Herzmuskel formendes Training aussieht? Ich walke ja schon statt zu joggen, um den Herzmuskel nicht zu überfordern.

Ein gebuertiger Hesse

17. Mai 2020 20:12

 @ Niekisch

Das Training des Herzens, lieber Landsmann, ist eher ein inneres: stetes Öffnen gegenüber dem Wunderbaren, dem Schönen und dem Geheimnis, stetes Verschließen gegenüber dem Mist. Dieses Hin und Her bringt auf seine Weise in Form!

Andrenio

17. Mai 2020 22:11

1991 holte ich von der litauischen Grenze drei schwer Schussverletzte nach Deutschland, um sie einer qualifizierten Behandlung zuzuführen.

In den Monaten des Aufenthalts in meinem Haus konnte ich mir ein Bild machen vom Typus des Helden, der sein Leben spontan in die Waagschale wirft. Es sind ganz sicher nicht die Maulhelden. Es waren eher unscheinbare Typen, von denen das vermutlich niemand vorher erwartet hätte.

Maiordomus

18. Mai 2020 02:22

Würdiger Sonntagsheld. Deswegen würde ich aber nicht von einem "guten Tod" sprechen, nicht nur als Canetti-Leser, dem bemerkenswerter Weise als Jude in seinem posthum (2014) erschienen Buch quasi "gegen den Tod" die Toten von Dresden wegen des mit der Bombardierung verbundenen "Tugend"-Aspekts sogar mehr Zeilenumfang wert waren als Auschwitz und dem von Canetti durchaus relativierten Nazijäger Wiesenthal. Dabei gehört Canetti zu denjenigen, die keinen einzigen Toten, von welcher Seite er auch komme und zu welcher er "eingeteilt" werde, relativieren. Lassen wir den "guten Tod" als Euphemismus beiseite, mag auch der in Ulm begrabene Seuse (1295 - 1366) so geschrieben haben und gibt es in Cham (bei Zug) eine über Generationen angehäufte "Gut-Tod-Bruderschaft" (man trat zur Erstkommunion automatisch bei) mit mehr meist toten Mitgliedern als die Kleinstadt lebende einheimische Einwohner hat.

 

Franz Bettinger

18. Mai 2020 05:40

Mein Held: "Franz, this is a fucky period in Italy and for my family. Oscar is down and Rosanna a little bit. My mother is 87 and alone at home and she's by law not allowed to use her bike anymore, yes, she uses it at 87. She is a fool. Now we said No. We flatly forbade her to use it. Because hospitals are a place of risk! But she does not listen, she cycles anyway. What can I do? Ciao, and I’ll come to Germany and will see you there this summer, if I can. V." // "V, I admire your mother. She's no fool, she is great. Freedom is not something that is granted to you by some authority. No. It's something you take! You should take it in your own hands and not wait until you are allowed to be free again. That is called Resistance! And your mother is the real fighter in your family. Tell her I love her! Yours, Franz." 

Fritz

18. Mai 2020 13:18

Gibt es irgendeine offizielle Meldung zu diesem Fall (Polizei oder Lokalpresse)? Ich kann da nichts finden und bin daher misstrauisch.

Vor kurzem gab es eine ähnliche Meldung aus England, nach der ein siebenjähriges Mädchen von einer somalischen Migrantin erstochen wurde, s. #EmilyJones auf Twitter.

Keine offizielle Meldung über die Identität des Täters, aber Medlungen aus rechten Quellen, nach denen Täter Somali war.

Es ist natürlich denkbar, dass die Mainstreammedien die Identität zu verschleiern versuchen, aber es verunsichert doch.

Niekisch

18. Mai 2020 13:34

@ ein gebuertiger Hesse 17.5. 20:12:

Herzlichen Dank, lieber Landsmann, für diese befolgenswerte Ergänzung.

Andreas Walter

18. Mai 2020 23:28

Geht mir so ähnlich wie Fritz. Zu wenig Information.

Was soll daher das Fischen in zudem von allen Seiten trüben schwedischen Gewässern?

Ist in unserer eigenen Heimat nicht auch schon genug bestialisches los?:

https://www.compact-online.de/demo-stuttgart-antifa-pruegelt-demonstranten-mit-schlagringen-ins-krankenhaus/

Corona hat lediglich Weimar 2.0 jetzt noch mal beschleunigt. Was als nächstes passiert ist daher auch schon abzusehen, denn totprügeln, abstechen und ausbomben lassen sich die Rechten nicht. Das lässt niemand mit sich machen. Doch auch unterdrücken und mundtot machen, weder vom Staat noch von irgendwelchen anderen Spinnern, lassen sich noch viele andere nicht, haben die Schnauze jetzt voll. Das zeigt die jüngste Entwicklung.

Hier geht es daher nicht mehr um Links oder Rechts, sondern um Freiheit und Zusammenhalt, und wer weiß, wer darum all diese Attentäter, Totschläger und Mörder tatsächlich sind.

Auch der deutsche Staat ist daher womöglich am Ende, lasst euch darum jetzt nicht wieder gegeneinander aufbringen. Genau das ist nämlich, was sie ständig machen und versuchen. Die Einheit des Volkes, die der kleinen Leute, zu zerstören. Um die Kontrolle über alle zu behalten.

nom de guerre

19. Mai 2020 10:25

@ Fritz

"Gibt es irgendeine offizielle Meldung zu diesem Fall (Polizei oder Lokalpresse)? Ich kann da nichts finden und bin daher misstrauisch."

Bei Eingabe des Namens und Wohnortes findet sich folgendes: https://www.exakt24.se/socialdemokrat-rasar-mot-minneshogtid-for-mordad-svensk/

Ich weiß nicht, ob Ihnen das ausreicht, den paar Brocken, die ich verstehe, entnehme ich, dass es einen 19-jährigen Tommie Lindh aus Härnösand gegeben hat, der von einem afrikanischen Einwanderer umgebracht wurde. Bei einem Blick auf die Startseite des Portals scheint mir (kann mich irren; vielleicht hat jemand vernünftige Schwedischkenntnisse und weiß es besser), dass es zumindest nicht auf den ersten Blick als rechtsgerichtet zu erkennen ist.

Das Problem ist doch aber grundsätzlich, dass Mainstreamnachrichten Informationen weglassen. Kürzlich wurde über einen "Streit" zwischen "Familien" in Südhessen berichtet, zu dem u.a. auch ein Polizeihubschrauber geschickt wurde. Ob es da wohl um den nichtgefegten Gehweg von Familie Müller oder Becker ging?

Zum Artikel selbst: Ja, natürlich hat sich der junge Mann heldenhaft verhalten, aber ist das ein guter Tod? Mit 18, 19 hatte er doch noch kaum gelebt, insofern wäre ich mit solchen Umschreibungen vorsichtig.

Mboko Lumumbe

19. Mai 2020 13:34

Sein Name war Tommie Lindh - mein unmassgeblicher Name hier ist Mboko Lumumbe und ich zolle Tommie Lindh meinen tiefen Respekt für sein selbstloses Handeln. Er möge in Frieden ruhen.

 

Und ja, er starb einen guten Tod, denn sein Tod steht für ein aufrechtes Wirken im Leben in Ehre und Würde, bis in den Tod und darüber hinaus. Er hat sein Leben gegeben um ein junges Mädchen zu schützen und damit für eine gute Sache.

 

Mit seinem Namen Tommie Lindh sollen Strassen und Plätze benannt werden - überall auf der Welt. Im Namen von Freiheit und Gerechtigkeit.

 

Hier ein Video seiner Freunde zu seinem Gedenken

Fritz

19. Mai 2020 17:43

@nom de guerre: Danke, aber man weiß ja wirklich nicht mehr, was man glauben kann und was nicht.

herbstlicht

19. Mai 2020 22:43

@nom de guerre, @fritz

https://www.svt.se/nyheter/lokalt/vasternorrland/22-arig-man-begard-haktad-for-mordet-i-harnosand

SVT ist das Schwedische Fernsehen.  Demnach wurde ein Zweiundzwanzigjähriger verhaftet wegen Verdacht auf Mord und Vergewaltigung.  Ob Lindh ermordet wurde als er gegen eine Vergewaltigung eingriff ist unklar.  Kann zwar fließend Schwedisch lesen, mir fehlt aber jetzt die Zeit dazu.  Hoffentlich übermorgen ...

 

 

nom de guerre

20. Mai 2020 10:16

@ herbstlicht

Vielen Dank! Ich sehe allerdings auch nicht – bitte nicht falsch verstehen @ Fritz, ich finde selber, man weiß inzwischen kaum noch, was man glauben darf –, was an dieser Geschichte zweifelhaft sein soll. Die Vergewaltigung einer Camperin in der Bonner Rheinaue vor ein paar Jahren, bei der der Lebensgefährte des Opfers quasi danebensaß, und beide vom Täter mit einer Astsäge bedroht wurden, wurde damals von allen Medien, nicht nur PI-News etc. berichtet. Hier war es anders, hier hat ein junger Mann versucht einzugreifen und dabei sein Leben verloren. Was erscheint daran unglaubwürdig? Dass es solche Männer – oder Jungen – wie Tommie Lindh noch gibt? Dass eine Party junger Leute von Migranten überfallen wird? Letzteres erscheint nach dem, was man sonst über Schweden liest, leider nicht fernliegend.

Fritz

20. Mai 2020 11:15

Das ist natürlich alles vollkommen glaubwürdig, aber es gibt auch Leute, die ein Interesse haben, Migranten möglichst schlecht darzustellen.

Andererseits erinnern wir uns an den Fall eines deutschen Arztes, der von einem Somali in seiner Praxis erstochen wurde, und der Tagesschau war das keine Meldung wert weil nur von lokalem Interesse. Vielleicht gehen die Medien dazu über, solche Vorfälle (bzw. die Identität des Täters) möglichst ganz zu verschweigen.

Bei dem von mir oben erwähnten Fall von Emily Jones in Bolton ist es ganz ähnlich, es wurde darüber berichtet, aber nirgendwo wurde die Identität bzw. Herkunft des Täters genannt.

Wie gesagt, ich bin verunsichert.

 

 

Laurenz

20. Mai 2020 12:09

@Fritz

Sie sehen doch die Rechtsprechung. Die mutmaßliche VS-Mitarbeiterin Beate Zschäpe wurde wegen "Mittäterschaft", ohne an irgendwelchen Mordtaten an Einwanderern direkt beteiligt gewesen zu sein, zu lebenslanger Haft verurteilt. Andererseits gehen eingewanderte Mörder teils ohne Bestrafung oder unter lebenslänglich durch. Wenn das kein Staats-Rassismus ist, dann gibt es keinen Rassismus.

Andreas Walter

20. Mai 2020 13:03

Was mich auch zweifeln lässt, beziehungsweise, ich nicht verstehe:

Eine 14-jährige auf einer Party? Eine 14-jährige im Studentenwohnheim?

https://www.freiewelt.net/nachricht/tommie-lindh-19-von-sudanesen-ermordet-10081291/

Hat sie also den/die Afrikaner dort besucht, in deren unmittelbaren Nachbarschaft auch der Student Tommie Lindh gelebt hat, oder wie muss ich/soll ich mir das Ganze vorstellen?

Hieß es aber vorher nicht, die Afrikaner hätten die Party gebustet (überfallen)?

Und dann was? Hat sich der Somalier vor allen Leuten dann an der Minderjährigen vergangen? Mit dem Messer (oder auch einem Messer) bereits in der Hand?

Eine solche Geschichte würde doch in allen Details sofort um die Welt gehen.

Eben gerade wegen ihrer Ungeheuerlichkeit. Da muss es doch noch weitere Zeugen geben, die schon alles ihren Freunden erzählt haben.

Und wieso ist dann nur der Somalier in U-Haft? Also doch kein Überfall einer ganzen Gruppe, die den Rest der Partygesellschaft eingeschüchtert hat? Oder waren das nur Mädchen bis auf Tommie? Oder stand die Tür noch offen, so das er überhaupt zur Hilfe eilen konnte?

 

 

 

herbstlicht

21. Mai 2020 21:47

1
Laut Staatsanwältin Stina Sjöqvist soll der mutmaßliche Mörder zwei Vergewaltigungen gegen die gleiche Frau begangen haben.«

Das erste Bild im Artikel zeigt die anläßlich der Verhaftung ausgefertigte Urkunde mit u.a: rot umrandet »Staatsbürger in (falls nicht in Schweden) SUDAN«.  Dann »Festgenommen 2020-05-10 kl. 08:09« (also am 10. Mai, kurz nach Acht morgens, festgenommen).  Im anderen roten Feld werden die Straftaten aufgezählt: Mord, schwere Vergewaltigung, Vergewaltigung, schwere verbotene Drohung, schwere Körperverletzung oder Körperverletzung.

Im Rest des Artikels geht es um die Vorstrafen des Mannes: sexuelle Belästigung einer Minderjährigen, Narkotika, Ladendiebstahl.

Nun auszugsweise den schon in früherem Kommentar von mir verlinkten Artikel des schwedischen Fernsehens vom 19.Mai (im Filmchen hört man die Telefonate, diese werden inhaltlich im Text wiedergegeben):

https://www.svt.se/nyheter/lokalt/vasternorrland/22-arig-man-begard-haktad-for-mordet-i-harnosand

Die Staatsanwältin [Stina Sjöqvist] war am Dienstag immernoch verschwiegen hinsichtlich des Verlaufes des Geschehens und des Vorspiels.  Aber: "Wir glauben, ein gutes Bild zu haben, von dem was geschah."  Klar ist, daß alle Straftaten in der Wohnung des Ermordeten
geschahen oder in Anschluß an diese.

 

herbstlicht

21. Mai 2020 21:48

2
Ist alles in der gleichen Zeitspanne geschehen? Ja, in den Morgenstunden an Sonntag.

Wißt ihr auch in welcher Reihenfolge? "Ja, wir glauben schon".

Und ...?  "Darauf will ich derzeit nicht eingehen".

Stina Sjöqvist sagt zu SVT Västernorrland also, daß der Mann zweier Vergewaltigungen verdächtigt wird, einer Schweren und einer von `Normalgrad' gegen eine weitere Person, an dem Sonntagmorgen, an welchem auch der Mord geschah.

Handelt es sich um zwei verschiedene Vergewaltigungsopfer oder ist es die gleiche Person, welche zweimal vergewaltigt wurde?  "Es ist eine einzige Person welche betroffen ist, soweit es um die beiden vergewaltigungen geht" sagt Stina Sjöqvist.

Summa summarum handelt es sich um drei Verbrechensopfer [zweifach Vergewaltigung einer Frau ergibt hier zwei "målsägare"].

Waren die Beteiligten mit einander bekannt?  "Alle drei [zwei] Betroffenen sind schon länger miteinander befreundet.  Der Verdächtigte ist der `Bekannte eines Bekannten'.

SVT hat noch einen kleinen Artikel zum Geschehen publiziert

https://www.svt.se/nyheter/lokalt/vasternorrland/aklagarens-uppgift-den-mordade-har-inte-ingripit-for-att-avbryta-valdtakt

Im Filmchen erscheint wieder die Staatsanwältin und ich übersetze den wichtigen Teil der ihr zugeschriebenen Aussagen (welche auch als Bildunterschriften erscheinen):

herbstlicht

21. Mai 2020 21:49

3
»Dies hat sich in der gleiche Wohnung ereignet, aber während mehrer Stunden am Sonntagmorgen.  Es ist also ein Geschehen welches voneinander getrennt ist in Zeit und Raum.  Es ist nicht so, daß der Betroffene, den es erwischt hat, eine Sexualstraftat unterbunden hat und deshalb erstochen wurde.  Derartige Angaben haben wir nicht.  Ich kommentiere
dies, weil darüber spekuliert wurde.«

Audh die AfS (Alternative für Schweden) hat sich an der Gerüchteküche beteiligt.  Diese Partei entstand aus der frühren Jugendorganisation der Schwedendemokraten, welcher die Mutterpartei zu gemäßigt war und von dieser abgestoßen wurde.  Die AfS ist
politisch bedeutungslos.

nom de guerre

22. Mai 2020 14:58

@ herbstlicht

Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, das alles zu übersetzen. Leider habe ich jetzt das Gefühl, weniger zu wissen als vorher, aber dafür können Sie nichts. Der Fall wirkt recht merkwürdig (ich meine, ist der Täter also zweimal in die gleiche Wohnung gekommen, einmal um das Mädchen zu vergewaltigen, und Stunden später noch einmal, um den Wohnungsinhaber umzubringen? und auch beim zweiten Mal konnte er einfach so reinkommen? klingt schon seltsam), aber zumindest die Täterschaft des Sudanesen scheint ja hinsichtlich Vergewaltigung und Mord festzustehen, und das reicht mir aus, um auszuschließen, dass es in diesem Fall wem auch immer darum geht (@ Fritz), Migranten in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen.

herbstlicht

22. Mai 2020 16:11

Leider giing der allerste meiner gestrigen Beiträge verloren; also nochmals (gestutzt).

Nun ein paar Übersetzungen/Zusammenfassungen schwedischer Quellen.

Der von nom de guerre, 19. Mai 2020 10:25, verlinkte Artikel steht auf einem "politisch unabhägigen", sich den "Alternativen Medien" zurechnenden Website.  Demnach erboste sich die sozialdemokratische Direktorin ("länshövdingä) des Bezirks ("län") Västernorrland, weil die NMR (Nordische Widerstandsbewegung; mit deutschem NS sympathisierend) eine Gedächtnisveranstaltung für Tommie Lindh hielt; die Polizei weigerte sich diese zu verhindern (da diese nicht ungesetzlich war).

Interessanter für uns ist

https://samnytt.se/tidigare-sexbrottsdomd-migrant-haktad-for-mord-och-tva-valdtakter-i-har
nosand/

welcher schon am 12 Mai auf einem den Schwedendemokraten nahestehenden Website erschien.  Ich zitiere oder fasse zusammen:

»Am frühen Sonntagmorgen wurde der 19-järige Tommie Lindh in einer Wohnung in Härnösand erstochen, als er, gemäß Angaben in den sozialen Medien [man beachte die vorsichtige Formulierung] versuchte einzuschreiten und die Vergewaltigung einer weiblichen Bekannten zu verhindern.

Laut Staatsanwältin  ....

 

 

herbstlicht

22. Mai 2020 16:31

@nom de guerre, 22. Mai 2020 14:58

»Der Fall wirkt recht merkwürdig«

Auf mich immer noch unklar; wer lügt am meisten, stellt tendenziös dar?

Meine Vermutung: die Leute haben in der Wohnung gefeiert (IIRC stand irgendwo "Nachfest") und da "lief allerhand aus dem Ruder".

Nicht soo ungewöhnlich.  Aber wie kam es dann dazu, daß Lindh zum Helden "gemacht" wurde?

 

Ratwolf

22. Mai 2020 20:59

Gut, dass dieser Fall wenigstens hier nicht verschwiegen wird

nom de guerre

23. Mai 2020 10:48

@ herbstlicht

„Aber wie kam es dann dazu, daß Lindh zum Helden "gemacht" wurde?“

Nun ja, man kann auch dabei draufgehen, wenn man einem ungebetenen Besucher zu verdeutlichen versucht, dass es nicht noch einmal geduldet wird, wenn er sich an den weiblichen Gästen vergreift. Auch das würde den Heldenstatus erklären, wenn auch nicht so gut wie die Version aus obigem Artikel. Wie gesagt finde ich den Fall merkwürdig, aber das Problem liegt m.E. nicht bei den Nutzern Sozialer Medien mit ihren naturgemäß geringen Recherchemöglichkeiten, sondern darin, dass der „geübte“ Leser inzwischen davon ausgehen muss, staatlichen Verlautbarungen und den Mainstreammedien nicht mehr glauben zu können – das aber erzeugt leider noch keine zutreffenden Informationen.

Aus einer Zeitungsmeldung, in der von „Gruppen“, „Männern“ und „Streit“ die Rede ist, schließe ich, dass in dem Text einige Informationen fehlen und entwickle eine bestimmte Vorstellung von dem Geschehen. Aber eben keine exakte und keine, von der ich sicher sein kann, dass sie zutrifft. Der Leser weiß hinterher eigentlich gar nichts, außer dass mal wieder „etwas passiert“ ist, das sein Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum – oder wie hier auch in der Privatwohnung – vermindert. Unterstellt man mit Kleine-Hartlage, dass wir es derzeit mit einer From von Herrschaft zu tun haben, die auf Destabilisierung setzt, erscheint es nicht abwegig, dass diese Verunsicherung gewollt ist.

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