18. Mai 2020

Gesundheit über alles

Heino Bosselmann / 68 Kommentare

Selbst wenn die Exekutive ihre übergriffige Verordnungspolitik im Gegenwind des Protestes vermutlich etwas mäßigen muß:

Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

  • Sezession

Sie wird ihre staatspädagogische Einflußnahme und Vormundschaft fortsetzen. Die letzten Corona-Wochen waren dafür der Auftakt. Eine offensive Gesundheitspolitik wird sich im Sinne weiterer Zwangsvereinnahmungen als hochwirksam erweisen, weil sie praktischerweise direkt mit der Angst operiert, mit der Sorge der Bürger vor Krankheit und Tod. Die setzen mittlerweile schon freiwillig ihre „Alltagsmasken“ auf.

Eine Tendenz zur Hygiene-Erziehung, die übrigens alle Diktaturen kennzeichnete, war bereits vor der sogenannten Corona-Krise deutlich. Noch in den Neunzigern erschien ein Rauchverbot in Kneipen gar nicht vorstellbar. Selbst wenn man lieber ohne Qualm am Tresen sitzen mag, so bleibt doch erstaunlich, wie problem- und widerstandslos das Rauchfrei-Dekret umgesetzt werden konnte. Überhaupt gilt namentlich der Raucher in der öffentlichen Wahrnehmung entweder noch positiv als Alltags-Outlaw oder schon negativ als Asozialer, der – als Süchtiger - sein Leben nicht im Griff hat und nicht leistungsfähig sein kann. Die Diskriminierungstendenz ist deutlich. Auf den Bahnhöfen hat er sich in ein gelbes Schandquadrat zu stellen und wird so mindestens kulturell selektiert. Ähnlich wie ein alter auszurangierender Diesel.

Alkohol, ohne Frage ein Gesundheitsrisiko, aber wie jedes Risiko eben deswegen der Freiheit bedürfend, findet sich ähnlich negativ stigmatisiert. Deswegen gibt es kaum mehr derbe Kneipen; das Saufen findet sich in Nischen und hinter die Gardine gebannt, wo es zwar intensiv erfolgt, aber nicht mehr in die Wahrnehmung der „gesellschaftlichen Öffentlichkeit“ fällt.

Berlin mag eine Ausnahme sein, so wie in mancherlei Hinsicht. Es steht zu seiner Späti-Anarchie, die sich noch etwas Schmutz leisten darf, „arm, aber sexy“, teils aus Verklärung verlorener Identität, eher wohl als touristische Eigenwerbung. Wer aber dort mit dem Bier in der Hand lässig über den Kiez flaniert, will nicht als unkultivierter Säufer gelten, sondern als Hipster und Individualist.

Hinter der forcierten Hygiene-Maßnahmenpolitik steht der Puritanismus einer maßgeblich linksgrün dominierten Mitte. Wenn schon Kapitalismus, dann zum einen bitte immer chancen- und besser noch verteilungsgerechter, zum anderen ökologischer und gesünder, die Wertschöpfungen angetrieben von „sauberer“ Energie.

Die Ernährung erfolgt in neuer ökologischer Verantwortung – ohne Gentechnik, ohne Massentierhaltung, ohne Glyphosat, klimaneutral sowieso. Das Klima avancierte überhaupt zum Maßstab der gesamten Welt-Haushaltung, und gewissermaßen erscheint der Abschied vom Schmutz der diskreditierten fossilen Energieträger als eine globale Hygienemaßnahme.

Symbolisierten qualmende Schlote einst Hoffnung und Fortschritt, darf es sie im durchsterilisierten postindustriellen Zeitalter überhaupt nicht mehr geben. Kohle, Erdöl und Erdgas gelten als böse Naturprodukte, als Fehler der Schöpfung oder Genschaden der Phylogenese, so wie CO2 den Greta-Jüngern als pures Gift erscheint, obwohl es die pflanzliche Biosphäre erst ermöglicht.

Daß die verqualmten Jahrzehnte der industriellen Revolution die Grundlagen für den heutigen, in sich selbst völlig maßlosen Lebens- und Konsumluxus ermöglichten, verdrängen die grünen Volkserzieher, gilt ihnen der frühere Mensch doch per se als ökologisch unvernünftig – im Gegensatz zum wieder mal „neuen Menschen“ mit seinem globalen Verantwortungsempfinden.

Die Didaktik greift mittlerweile überall ein: Zucker, Fett und Salz bekommen die rote Lebensmittelampel gezeigt. Schokolade ist nurmehr statthaft, wenn sie „fair“ gehandelt wurde und anderswo die Menschen schon auf den Plantagen und in der Herstellung garantiert glücklich machte. Überhaupt wird dem Verbraucher erst beim Betreten des Bioladens die Absolution erteilt, obwohl letztlich doch nur der konsequente Veganer dem Absolventenbild der neuen Lehre des sozialistischen Ökologismus entspricht.

Die in den keimfreien Eigenheimgebieten der Leistungs- und Entscheidungsträger der Neunziger und der Nullerjahre aufgewachsenen Saftpappenkinder, die ihre ideologische Ausrichtung in den von empfindungslinken Lehrern dominierten Schulen erfuhren, werden die alternativ uniformierten Aufpasser und Denunzianten im Sinne der neuen gesunden Ordnung sein und finden sich mit Autoritätsbeweisen ausgestattet, die keinen Widerspruch dulden: Weltoffenheit, Toleranz, Vielfalt als Losungen für das Gegenteil dessen, was diese Begriffe an sich meinen.

Aber der „neue Mensch“ war immer vorzugsweise der gesunde Mensch, ob im National- oder im sonstigen Sozialismus. Er ist es wieder. Und wieder auf radikale Weise. Wo die Möglichkeiten zur großen Gesundheit bestehen, werden sie umgesetzt, von der Architektur bis zum artigen Händewaschen. Die Hygiene wird im Weltanschaulichen wie Medizinischen zum totalen Richtmaß, kontrollierbar durch „Big Data“. Daß die durchbefohlene Sterilität an sich dem Ökologischen entgegensteht, ist ein Selbstwiderspruch der zu jenem zwischen angestrebter politischer Normierung und verkündeter Toleranz und Vielfalt paßt.

Wo in der Leistungsgesellschaft der Erfolgreichen des heimatlosen „anywhere“ Religion und Ideologie ebenso fehlen wie die frühere Sicherheit und heimatliche Einbindung, bleiben nur das hochzuhaltende eigene Ich im Sinne des praktizierten Egoismus und letztlich der eigene Körper.

Zum einen spiegelt er sich im Narzißmus der Selfie-Kultur, zum anderen wird er optimiert und effektiviert, was letztlich wiederum das neurotische linksgrüne Kompensationsbedürfnis bedingt, eine harte Basis der Hochleistung möge doch durch einen weichen menschlichen, allzu menschlichen Überbau ausgeglichen werden, vor allem mit der Schule als Hort der großen Gerechtigkeit für all und jeden. Zwar läuft die Ausbeutung weiter, weil die nun mal wesentlicher Teil der conditio humana ist und für den Hedonismus der Neubürger unerläßlich bleibt, aber sie erscheint viel ökologischer, viel verantwortungsvoller und vor allem urgesund wie ein Bio-Apfel.


Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

  • Sezession

Kommentare (68)

Andreas Walter

19. Mai 2020 07:00

Ausbeutung ein wesentlicher Teil der conditio humana?

Heutzutage mag das zutreffen, doch Parasitismus tritt auch in der Flora und Fauna nur sehr begrenzt auf. Von Mikroorganismen mal abgesehen.

Wettbewerb ja, ist sehr verbreitet, auch die Jagd, aber nicht Ausbeutung.

Selbst Nomaden achten normalerweise sehr genau darauf, die Narbe, Steppe, Sträucher oder sogar Bäume nicht zu überfordern. Pflanzen wappnen sich aber auch von sich aus mit Gift und Dornen vor Übernutzung, aus ihrer "Sicht" Missbrauch.

Das Phänomen, von dem Sie schreiben, betraf daher früher nur eine Minderheit, die es aber auch schon sehr lange gibt. So alt wie die Sklaverei selbst, vermute ich mal, wobei sich auch die Geschlechter schon immer nicht nur gegenseitig geliebt haben. Dass wahrscheinlich aber auch ein Khan oder Häuptling auch unverdiente Privilegien schon genossen hat kann auch mit relativer Sicherheit vermutet werden.

Der exponentielle Zuwachs auch an Ausbeutung ist daher ein Phänomen der Neuzeit, das sich dadurch zum Einen allein schon quantitativ, zum Teil aber auch qualitativ-neu erklären lässt, und zum Dritten auch der neuzeitlichen Aufmerksamkeitsökonomie geschuldet ist. Das Netz hat eine ganz neue Markttransparenz mit sich gebracht, die es so vorher noch nie gab. Dass nicht alle Tiere (und Menschen) gleich sind wissen aber (spüren?) auch die Tiere.

RMH

19. Mai 2020 07:24

In der Aufzählung des Alltags-Hygiene-Wahns fehlt, dass Sex zwar "freizügig" sein darf, aber nur, wenn Kondome benutzt werden. Ausnahme, über die man nicht so offen spricht: Homosexuelle. Denen wird die AIDS-Prävention per Medikamenten mittlerweile auf Rezept von den Krankenkassen bezahlt (hat sich die Pharmaindustrie gegen die Gummiindustrie durchgesetzt).

Was die Jugend angeht: Es gab sie immer schon, die Mittläufer (denen droht aber neuerdings das schreckliche "Burnout" - das Leben ist eben voller Risiken), aber es gab immer schon genügend von denen, die sich eher darüber lustig machen, wie sich ihre Lehrer im verkaufen des politisch Gewollten entblöden. Ich habe den Eindruck, dass letztere aktuell sogar häufiger vorkommen, als erstere. Gut, diese letzteren findet man oft in Bereichen, die man auch kritisch sehen darf, nämlich bei den sog. "Gamern", die als bewegungsarme potentielle Fetties recht genau den Stempel sehen, der ihnen aufgedrückt wird bzw. werden soll.

Gustav Grambauer

19. Mai 2020 08:08

Habe im Alter von etwa 8, 9, 10 Jahren heimlich - glaube ziemlich spät abends - im Fernsehen eine Erwachsenenkomödie gesehen, die sehr stark auf meine Reservation gegenüber dem medizinisch-industriellen Komplex (damals in seiner östlichen Ausprägung) gewirkt hat, kann mich aber nicht mehr an Näheres erinneren. Glaube es war ein US- oder britischer Film, vielleicht aus den 30er bis 50er Jahren, er wurde ganz sicher nicht im Ostfernsehen gezeigt.

Es war die schonungslose Parodie einer Gesundheitsdiktatur, mit schwarzem, abgründigem, sarkastischem Humor wurde nach jedem Tag der Handlung das allabendliche Ritual als zentrales Mem gezeigt: die Kamera schwenkte über die Stadt, in der nach und nach die Lichter in den Schlafzimmern angingen, weil sich alle gegenseitig zur staatlich festgesetzten Zeit die Fieberthermometer in die Ä... schoben.

Der Streifen wäre, wie ich finde, in der heutigen Zeit wichtig. Vielleicht können die Cineasten mit ihren Kenntnissen aushelfen ...

- G. G.

Laurenz

19. Mai 2020 08:23

@RMH

Es mag ja sein, daß Gamer fett sind, aber was unterscheidet sie von Skat-, Doppelkopf-, Schafskopf- und Schachspielern? Bitte weniger Klischee und mehr Fakten.

Maiordomus

19. Mai 2020 08:50

@Bosselmann. "Die bei allen Diktaturen feststellbare Tendenz zur Hygiene-Erziehung" fiel mir bei meinem ersten Referat in der ehemaligen DDR auf, Herbst 1990 im Hygiene-Museum Dresden, bei einem unvergesslichen Publikum: Paracelsus und Luther waren die  damals befreiende Themenstellung, die Paracelsische These lautete: "Heilung kommt durch Reinigung". Ich durfte damals den grossen Gelehrten Siegfried Wollgast kennenlernen, zwar SED-Mitglied, dessen Publikationen ich schon seit 1984 mit Genugtuung verfolgte, waren sie doch frei von einem Zungenschlag, der noch heute das akademische Leben in Deutschland, zumal Westdeutschland, als verspiessertes Abfallprodukt von 1968 durchwebt. Meine Weggefährten in der DDR erhielten zuvor übrigens vor Vorträge zum Beispiel in Salzburg in der Regel keine Ausreiseerlaubnis. Eine Ausnahme bildete das Ehepaar Hirsch-Rosemarie Schuder, die 1983/84 sogar mit einem VW Golf in Salzburg und Bad Ragaz aufkreuzten: Repräsentanten der damaligen Nomenklatura.

Maiordomus

19. Mai 2020 09:11

Meine Weggefährten in der DDR erhielten  f ü r  Vorträge in Salzburg meist keine Ausreiseerlaubnis. Eine Anekdote mit Rudolf Hirsch, dem einflussreichen Mann von Rosemarie Schuder, beide heute in Berlin beigesetzt. Die begeisterten Ausführungen über das Verlagswesen in der DDR (es war in der Tat beim "Kulturerbe" gar nicht so schlecht) konterte ich mal mit dem Hinweis, dass man hinter der Mauer nicht mal die Gedichte von Gottfried Benn lesen dürfe, zu schweigen von Ernst Jünger, der bei Fritz Rudolf Fries (ohne Quellenangabe) klandestin zitiert wurde. Dazu Hirsch, der als privilegierter DDR-Jude nichtsdestotrotz Israel als "militaristisch" abqualifizierte, mit welchem  Prädikat er sogar das Andenken von Benn nicht verschonte. Meiner Bemerkung, ich fände Benn weniger militaristisch als den Stechschritt der NVA, gab Hirsch zur Antwort: "Der Stechschritt ist nicht militaristisch. Die Neutronenbombe ist militaristisch." 

qvc1753

19. Mai 2020 09:45

So ganz überzeugend finde ich die Zusammenstellung nicht. 
Ja, wir leben in einer Kultur der dauerhaften Selbstoptimierung die sich dauernd selbst vergewissern will und in der die Gesundheit zum höchsten Gut erhoben wird. Aber dazu gehört nicht zwingend die Eindämmung der Pandemie. Im Umkehrschluss wird es ja nicht sinnvoller - laufen lassen kann man die Pandemie ja auch nicht.
Was die - bisweilen - wahnhaften Ernährungmoden angeht, so stimme ich zu. 

Man darf aber nicht außer acht lassen, das mit all der vorgeblichen "Verzärtelung" der Menschen auf der Nordhalbkugel auch ein unfassbarer Fortschritt in der medizinischen Versorgung einhergeht. Das beinhaltet auch, dass man eben auch länger lebt und bestimmte Risiken meidet. Das Rauchen ist letztendlich dem genauso zum Opfer gefallen wie das Verhalten der Masse der Autofahrer. 1967 haben wir noch knappe 17Tsd Tote im Straßenverkehr akzeptiert - etwas das sich heute kaum jemand vorstellen möchte. 

Dahinter den Nanny-Staat zu vermuten ist - was Gesundheitsfürsorge angeht - eher falsch. 
Ich persönlich schätze ein vernünftiges Gesundheitssystem. Genau so schätze ich es, nicht mehr überall vollgqualmt zu werden, sei es vom Kohleofen, sei es vom Raucher.

Maiordomus

19. Mai 2020 09:53

PS. Pflichteifrige "Drittleser" von SiN mögen einen Ausdruck wie "privilegierter DDR-Jude" als antisemitische Trouvaille registrieren. Wenn ich nur schon mal denke, dass eine auf politische Korrektheit versessene Lektorin mir noch vor wenigen Jahren für eine Milieuschilderung, ländliche Verhältnisse im Jahre 1911 charakterisierend, den Ausdruck "Dorfjude" nicht durchgehen lassen wollte, drohte mit Einstellung der Zusammenarbeit, sollte der Ausdruck im Text bleiben. Dabei kam mir aber 1983/84 beim VW-Golf-Fahrer Rudolf Hirsch die pflichtmässige permanente Distanzierung von Israel äusserst widerwärtig vorkam, wiewohl ich als (nachmaliges) Mitglied der Gesellschaft Schweiz - Palästina, mit Erfahrungen vor Ort seit 1966, keineswegs zionistisch gesinnt war. Der Ausdruck bleibt nun mal für jenen Hirsch absolut zutreffend.

zeitschnur

19. Mai 2020 09:56

@ Andreas Walter

"Heutzutage mag das zutreffen, doch Parasitismus tritt auch in der Flora und Fauna nur sehr begrenzt auf. Von Mikroorganismen mal abgesehen."

Und hier liegt bereits ein schwerer Denkfehler: bei Mikroorganismen selbstverständlich auch nicht - woher haben wir dieses fast psychopathische Bild von den invasiven, "feindlichen" Mikroorganismen, auf dem ja der ganze Hygienewahn aufgebaut wird. Würden wir hier endlich erkennen, dass das ein pseudowissenschaftliches Wahnbild ist, bräche auch der Hygienewahn sofort in sich zusammen.

Gotlandfahrer

19. Mai 2020 09:58

Es ist, wie eh und je, ein Irren, ein Wanken und Schwanken. Der Mensch, Arm und Bein mit Gummiseilen fixiert an gegenüberliegenden, entfernten Wänden seines schwarzen Erkenntnisgefängnisses, ringt in der Mitte der Dunkelheit um Hinfortkommen.  Ein Hin und Her.  Wer ihm Böses will, kappt die Seile nur einer Seite, schon schlägt er sich an dunkler Wand den Schädel ein.  Denn weniger Verschmutzung und mehr Gerechtigkeit ist ja nicht verkehrt. So heißt es nun:  Die Hygiene muss leben, und wenn wir sterben müssen.

Jetzt ist mir ganz blümerant.

Franz Bettinger

19. Mai 2020 10:01

Bosselmann schreibt: "Das Klima avancierte überhaupt zum Maßstab…“. Ich bin immer noch am überlegen, was fast alle Regierungen dieser Erde zeitgleich dazu gebracht haben könnte, den Corona-Zirkus, also die Disziplinierung der Massen zu inszenieren. Vielleicht die Warnung vieler Astronomen vor einer enormen Abschwächung der Sonnenaktivität? Sie warnen also nicht vor einer Warmzeit, sondern vor einer Eiszeit. Der Erde drohe 'one of the deepest periods of sunshine recession which could trigger long periods of cold and famine'. Der Erde drohe eine der schwersten Kälte- und Hunger-Perioden. Ist das die kosmische Katastrophe, auf die wir uns durch Isolation, Hamsterkäufe und bedingungslosen Gehorsam vorbereiten sollen? Keine Ahnung. Nee, ich glaube, es sind andere Ungeheuerlichkeiten, die uns bedrohen. Aber ich wollte es dennoch einmal erwähnt haben. 

zeitschnur

19. Mai 2020 10:04

Ich finde, dass die beiden Teile des Aufsatzes in sich nicht zusammenpassen und zwei ganz verscheidene Perspektiven einnehmen, die aber nicht verbunden werden.

Die erste Beobachtung von der heranrollenden Hygiendiktatur ist rein deskriptiv und sogar etwas satirisch aufgebaut. Es werden verschiedene symptomatische Felder als Beispiel für diese Lawine herangezogen (Rauchen, öffentliches Trinken, Ernährungsfixierung, etc.)

Aber das alles ruft in mir die Frage hervor, worauf denn dieser wahnhafte Umgang mit der Gesundheit bzw was man dafür hält, kommt, worauf er gründet.

Dafür wieder mal den guten alten, breitflächig unterstellten Hedonismus und Egoismus herhalten zu lassen, finde ich allzu wohlfeil. Das klingt ja bald nach Papst Franziskus. Mich macht der ständige Angriff auf den angeblichen Egoismus allmählich eher hellhörig, weil er eben doch gerade diese diktatorische Drohung  begründet. Ich habe dazu neulich in meinen Mediatationen über das Grundgesetz im Zsgh mit Artikel 2 was geschrieben: https://zeitschnur.blogspot.com/2020/05/meditationen-uber-das-grundgesetz.html

Ich gehe an der Stelle auch auf Franziskus' unsägliche Osterpredigt ein.

Gustav Grambauer

19. Mai 2020 10:04

Heino Bosselmann: "Eine Tendenz zur Hygiene-Erziehung, die übrigens alle Diktaturen kennzeichnete"

Ulbricht!

Der wechselte zunächst aus Mißtrauen (---> `52er Ärzteprozesse) sändig im RK36 ("Regierungskrankenhaus") seine Leibärzte aus, die er allesamt lediglich mit "Duggdur" anredete - bis er endlich einem ein Mindestmaß an Vertrauen entgegenbringen konnte.

Ruderte täglich nach Stoppuhr auf dem Liepnitz- oder Döllnsee, aber nie, ohne sich - ganz Kybernetiker - vorher und nachher (wie auch sonst mehrmals täglich zu festgelegten Uhrzeiten) von seinem Duggdur, der ihm wie der treue Hund nie von der Seite weichen durfte, den Blutdruck messen zu lassen, worüber penibel Buch geführt werden mußte. Ebenso begleitete ihn sein, wie es hieß, "personengebundener" Diätkoch überallhin. (Der Idiot: getreu der Wirtschaftslenkungskampagne der Plankommission "Nimm ein Ei mehr!" und entgegen dem ärztlichen Rat hat er regelmäßig wochenlang Eierkuren gemacht.)

Aber mit Antisocial Distancing / Mummery hatte er`s nicht so, im Gegenteil, sein Hang zum FKK war gerade Teil seines Gesundheitsfanatismus, als `66 Dierhagen bezogen wurde hat er sich zum Entsetzen des Personenschutzes immer sogleich an der FKK-Gemarkung die Hosen runtergezogen: "Sozialistische Menschengemeinschaft" als Abwendung vom (permanenten) Klassenkampf!

- G. G.

Maiordomus

19. Mai 2020 10:08

¦@qvc1753. Was Sie über das Rauchen schreiben, bestätigt Bosselmann-These über die "bei Diktaturen feststellbare Tendenz zur Hygiene-Erziehung". Das radikalste Programm für die Durchsetzung des Nichtrauchens, spätestens nach dem "Endsieg", stammt von dem 1943 von der SS entmachteten Reichsgesundheitsführer Leonardo Conti, zu welchem Thema es Literatur gibt. Die Anti-Raucherkampagne, im Kampf gegen den Krebs, war 1939 weit fortgeschritten, war aber zur Zeit des Krieges mit Stress-Situationen nicht nur an der Front (wo eine Zigarette oder Zigarre oder Pfeife in der Tat eine palliative Wirkung entfaltete) weder opportun noch Priorität. Im Gegensatz zu Schriftstellern und Künstlern sieht man höhere Nazis, am wenigsten den "Führer", nie oder kaum je mit Glimmstengel im Mund abgebildet. Die "Bewegung" war nun mal progressiv, weswegen mir vom Verlag von einer Darstellung dieser Geschichte abgeraten wurde. 

Caroline Sommerfeld

19. Mai 2020 10:11

Das Recht auf Dreck, au fein! In der Pädagogik wird es schon länger feilgeboten, ich erinnere an Andreas Webers "Mehr Matsch!" und den Umstand, daß die New Yorker und Silicon-Valley-high-society ihre Kinder auf irrsinnig teure Waldorf- und Montessorischulen schickt, "weil sie sich dort schmutzig machen dürfen".

Das Fiese an der Feindstellung Gesundheit vs. Leben ist, daß der Gesundheits-Pol grundsätzlich moralisch Oberwasser hat, die Formel lautet "... unless you don't want people to die!?" Selbst Trump kann damit alles rechtfertigen: https://youtu.be/rNUiXvXktp8.

Man kann der Gesundheitsdiktatur nur mit den eigenen Waffen entschlüpfen: dem ärztlichen Attest, das gewissermaßen ein hochindividualisiertes Recht auf Krankheit verbürgt - wegen Asthma oder Herpes keine Untertanenmaske, wegen Neurodermitis keine Impfung, wegen psychischer Instabilität kein Krankenhausaufenthalt etc.. Geht alles. Ist aber nur der individualisierte Notausgang - die alte "Systemfrage" bleibt damit weit unterboten.

Gustav Grambauer

19. Mai 2020 10:12

Maiordomus

"... das Ehepaar Hirsch-Rosemarie Schuder, die 1983/84 sogar mit einem VW Golf in Salzburg und Bad Ragaz aufkreuzten: Repräsentanten der damaligen Nomenklatura."

Na, hoffentlich hat man denen nicht hinterrücks in der IFA-Werkstatt die Bremsen und sonstige Teile durch solche vom Polski-Fiat ersetzt! Unser Nachbar war der Schauspieler Erwin Geschonnek, der sich für 42.000 Aluchips einen weissen Volvo / DDR-Variante gekauft hatte. Sein Sohn hat mir mal erzählt, dass sein Vater diesen Kauf schnell bereut hat, denn da war schnell der Lack über ganze Längen aufgekratzt, die Reifen waren immer wieder "entlüftet", die Spiegel abgebrochen usw. - "Neidgesellschaft DDR", wobei sich wieder mal bestätigte, dass hierbei die Rotesten die Schlimmsten waren (denn all das geschah nicht etwa bei Reisen vielleicht nach Leipzig oder Dresden, sondern immer direkt auf dem "Leninplatz"-Parkplatz in Ostberlin). Und in der Werkstatt wurde er sicher immer gleich süffisant gefragt "Forum handelt es sich?".

Grüsse!

- G. G.

zeitschnur

19. Mai 2020 10:14

Eine weitere Frage wäre, ob das, was derzeit passiert, wirklich auf eine Vertiefung allseitiger Sterilität abzielt. Wie das BMI-Kohn-Papier nachweist, verstärken die Regierungsmaßnahmen vielfaches Krankheitsgeschehen. Die Quarantäne für alle ruft schwere gesundheitliche Schäden hervor (Depressionen, Suizide, Übergewicht, Fehlernährung, Flucht nun gerade in Drogen "hinterm Vorhang"). Die geplante Impfung mit genetischen Impfstoffen wird massiv in unser Erbgut eingreifen und alle, die sich das verabreichen lassen, gesundheitlich mit hoher Wahrscheinlichkeit schwerer schädigen, als es ihnen auch nur das Geringste helfen wird, zumal der angebliche Infekt viel zu gering ist, als dass er überhaupt eine Impfung für jedermann rechtfertigen würde. Es wurde das alte AKW Philipppsburg vor wenigen Tagen nun gesprengt, aber zugleich zieht man überall 5G-Masten hoch, die das nächste hohe Gesundheitsrisiko über alle verhängen werden.

Man triggert, um das alles möglichst glatt durchziehen zu könne, die Menschen an ihrer Lebensangst und hat schon jetzt einen hohen Grad an gesellschaftlicher Traumatisierung, Desinformation und gelähmten Denkprozessen erreicht. Mit Egoismus hat das alles nichts mehr zu tun. Der Egoismus, der doch auch seine natürliche Berechtigung hat, wird so aufgeweicht und macht den einzelnen fahrlässig und willig, sich physisch und psychisch schwer berschädigen zu lassen.

Ein gebuertiger Hesse

19. Mai 2020 10:19

Sehr gute Bewertungen des klammheimlich alltäglich Gewordenen im Haupttext. Der Begriff "Schandquadrat" für die jammervolle Raucher"zone" auf Bahnhöfen ist ein besonderer Geistesblitz, Bravo.

Überhaupt: wieviel Duckmäusertum steckt in dem Verhalten der armen Hascherl, die sich tatsächlich auf dieses winzige Quadrat stellen und dort ihre Kippen durchziehen? Wie abgrundtief uncool ist das? Der willfährige Maskenträger kommt dort, auf diesen 2x2 Metern, bereits zur vollen Geltung.

zeitschnur

19. Mai 2020 10:32

@ Franz Bettinger

Kosmische Katastrophen? Und man will uns so wohl, dass man uns über Corona-Zirkus-Veranstaltungen zum Preppen bringt? Eher nicht, oder...

Aber ich finde, dass der Corona-Zirkus inszeniert wird wie ein Alienangriff, basierend auf einem psychopathischen, aber lange angelegten, feindseligen Verhältnis zur Natur (was man leider immer noch nicht erkennt): Mikroorganismen als ein "Außen", wir dagegen ein intaktes "Innen". Schon der Name für das Teil ist dabei interessant: nicht so etwas wie struntium idiote oder virus mente alienari oder so, sondern "corona": die Vorhut für den Einfall einer feindlichen Krone, eines Alienheeres, unsichtbar, aber brrr-hui-schnell zurück in die Häuser, Frauen und Kinder zuerst, sonst müsst ihr alle sterben, aber wir kämpfen für euch und schaffen euch den Impfpanzer ...

Mal ehrlich, @ FB, was wetten wir, dass uns demnächst auch noch ein echter Alienangriff inszeniert wird? Das Volk glaubt doch wirklich jeden Bullshit, solange er nur geschlossen medial propagiert wird, und man ihm sagt, das alle Zweifler "Leugner" sind. Top?

Franz Bettinger

19. Mai 2020 10:52

@1753 freut sich über den "unfassbaren Fortschritt der Medizin. Dieser beinhalte auch, dass man eben auch länger lebt." Nein, die Medizin wird total überschätzt. Sie kann viel weniger, als sie dem Laien (und vielen Ärzten) weismacht. Dass wir heute länger leben, liegt daran, dass wir (1) genug zu essen haben (Hunger war historisch bis noch vo kurzem immer die Todesursache Nummer 1 gewesen), (2) weniger lang und schwer arbeiten, und (3) wegen technischer (nicht medizinischer) Leistungen wie der Kanalisation der Abwässer weniger Seuchen haben als früher. DAS sind die drei Hauptgründe für unsere körperliches Besser-Befinden. Die Medizin hat folgende Fortschritte dazu beigetragen: generell Schmerzmittel (Opiate, Ibuprofen), lokale und allgemeine Anästhesie (die das Operieren erst ermöglicht), Antibiotika (vor allem Penicillin G) und die Antibaby-Pille (12 Kinder zu bekommen, war meistens nicht bekömmlich). Damit hat es sich schon. Der ganze superteure Rest bis hin zu Herz- und Leber-Transplantationen dient einem sehr kleinen Teil der Menschheit nur, aber nicht der Volksgesundheit. Pauschaliert gesagt, es gibt nur drei Risiken: (Dis-) Stress (der für die ganze Latte an psychosomatischen Störungen verantwortlich ist), Rauchen und die Gene. 

Franz Bettinger

19. Mai 2020 10:57

Zum Hygiene-Fetisch, George Carlin, einfach großartig: https://www.youtube.com/watch?v=X29lF43mUlo

Franz Bettinger

19. Mai 2020 11:00

@1753 meint "laufen lassen kann man die Pandemie ja auch nicht“. Doch, genau das hätte man tun sollen. Insgesamt hat die Sterblichkeit in Deutschland im Corona-Jahr um keinen Deut zugenommen. Sie liegt wie in allen Jahren zuvor bei knapp 1 Million Toten (genauer: 830 - 950.000). Wäre Corona kein Medien-Hype, sondern eine wirkliche Seuche gewesen, hätte man das anhand der Zahl der Toten feststellen müssen. Hat man aber nicht. Es gibt im Vergleich zu den Vorjahren keine nennenswerte Übersterblichkeit. Die Arztpraxen sind leer, die Krankenhäuser auch. Sie sollen ihre Kapazitäten frei halten für die Corona-Patienten, die da kommen sollen. Nur bisher kamen keine. Sie werden auch nicht mehr kommen. Werden die Menschen erkennen, dass man sie wie schon oft zuvor, verarscht hat? Ich glaube nicht. Ich glaube nicht mehr an die Menschen. Was wir allerdings in der Tat haben, ist eine mediale Seuche. Und die ist bedenklicher als jede biologische. Sie ist sogar gefährlicher als die Pest z.B. von 1666, wo in London 20% der Menschen starben. Die mediale Seuche hat sich unser Land schon vor dem Virus eingefangen, und sie wird leider noch lang bleiben. Sie wird uns sehr viel kosten, und am Ende die Freiheit und das Leben. 

Der_Juergen

19. Mai 2020 11:36

Was Bosselmann über den Hygiene-Fanatismus von Sozialisten jeder Couleur schreibt, dürfte schon stimmen. Das rot-grüne Fussvolk akzeptiert die dramatischen Einschränkungen der individuellen Freiheit aus diesem Grund ohne zu murren. Anders verhält es sich natürlich mit der dünnen Schicht der Eingeweihten, die das Virus als Vorwand für die Einführung einer Tyrannei benutzen.

@Bettinger

Ich habe mich auch schon mehrmals gefragt, warum Länder wie Russland oder Indien den Wahnsinn mitmachen, und bisher keine überzeugende Antwort erhalten. Aus im allgemeinen gut informierten russischen Kreisen wird angedeutet, Putins Einverständnis zu den irrsinnigen Massnahmen sei der Preis, den er dafür bezahle, dass Russland in der geplanten Weltregierung eine wichtige Rolle spielen dürfe. Andere Russen wie Valeri Pjakin behaupten, die Quarantäne diene dem Kreml als Anlass, geheime Terrorzellen auszuheben. Welche von den beiden Theorien stimmt, oder ob beide stimmen, oder ob keine zutrifft, können wir momentan nicht beurteilen. Ebenso unklar ist das Verhalten Trumps. Das im allgemeinen gut informierte "National Journal" meint, er könne im Moment nicht anders vorgehen, weil die Armee zu einem Putsch und einer Zerschlagung des Deep State heute noch nicht bereit sei.

 

Carsten Lucke

19. Mai 2020 11:40

Wieder einer der hervorragenden Texte Heino Bosselmanns - ganz wunderbar ! Bin längst Fan.

Bemerkenswert ist ja, daß in der DDR fast ausschließlich eine Erziehung zu "geistiger" Hygiene stattfand - heute zunehmend zu "totaler".

Es galten zwar 0 Promille hinterm Steuer und auf der Arbeit - Letzteres indes wollte sich in weiten Teilen z.B. des Baugewerbes und vor allem der Nationalen Volksarmee nie nennenswert durchsetzen - ansonsten konnte man "nach der Schicht" soviel saufen, rauchen, fressen und der Unzucht frönen, wie die Umstände hergaben. 

Die DDR-Kommunisten - wie alle Roten und Linken zwar denkbar schlechte Psychologen - wußten immerhin noch, daß ein paar Ventile nötig waren, um den Druck in der Bevölkerung so lang wie möglich nicht zu groß werden zu lassen.

Insofern : Voller "Lockdown" - mal sehen, was passiert !

Maiordomus

19. Mai 2020 11:57

@Grambauer. Falls ich mal Memoiren schreibe, muss ich Ihre Bemerkungen betr. die Verhältnisse in DDR-Autowerkstätten unbedingt einbeziehen! Privilegien waren offenbar nicht nur zu geniessen, sondern auch mit Ärger verbunden. Selber hat mich an den Rezensionen über Christa Wolfs Aufzeichnungen über ihren Aufenthalt in Griechenland immer gestört, dass man sich zwar über mythologische Motive bei der Autorin ausliess, aber nie die Frage stellte, warum sie dort keine ost- bzw. mitteldeutschen Landsleute antraf, wenn man denkt, wie es damals in allen Urlaubsländern von Bundesdeutschen längst nur so wimmelte! Das Feuilleton war schon ab den 60ern, bei wenigen Ausnahmen - in Österreich Herbert Eisenreich, in der Schweiz Werner Weber - ein Refugium des Linksdralls.

zeitschnur

19. Mai 2020 12:01

@ Carsten Lucke

Vielleicht wollen sie das ja: eine Explosion des Volkszorn, damit sie endlich - dem Lissaboner Vertrag nach - auf die Bürger schießen und sie aktiv töten dürfen. Sehen Sie sich doch diese schwarzen Polizeieinheiten an in Berlin und wie sie selbst noch die öffentliche Brutalität der DDR oder des NS toppen. Und es ist den Tätern scheißegal, was das Volk darüber denkt, sie haben keinerlei Ehre im Leib. Sie springen irgendwelche wehrlosen und unschuldigen Leute an, eine feige Drecksbande sind sie und Gewalttäter, gesetzlose und bewaffnete Rechtsbrecher von Staates Gnaden, denn sie springen sie meist 5:1 an, ohne irgendeine stichhaltige Begründung, am Samstag sogar die arme alte Angelika Barbe, die bloß einkaufen wollte. Barbe sagt sogar, die Polizei schütze die gewalttätige Antifa und gehe gegen friedliche Bürger los. Solche Zustände hatten wir in Deutschland schon lange nicht mehr, und da sie nun aus ihren Gullys wieder hervorkriegen, diese Kreaturen, die das inszenieren und durchführen, sollten die Alarmglocken schrillen. Wir haben es mit Bernays- und Goebbelsgeschulten Psychologen zu tun. Machen wir uns nichts vor.

Franz Bettinger

19. Mai 2020 12:14

Danke @Jürgen für Ihre Einschätzung. Ich sehe, wir tappen alle im Dunkeln. Mir kommt es vor, als arbeite Deep State an einem Systemwechsel weg von der Freilufthaltung der Hühner (wir) hin zur Käfighaltung. In der Suppe landen wie so oder so. Aber wenn schon depressiv, dann lieber an der Sonne, denke ich. 

Intensivmediziner Dr. Schäufele (Schweiz) zum Corona-Unsinn. Eindrücklich die Mimik und Physiognomie des Arztes. Er ist verzweifelt und verbittert:  https://www.youtube.com/watch?v=__0fi7ugj6s

Gustav Grambauer

19. Mai 2020 13:02

Maiordomus

"Falls ich mal Memoiren schreibe ..."

Auch wenn wir dabei weit weg von Thema sind, kurz noch hierzu: Sehen Sie den Golf in der DDR als Einstiegsdroge in einen Wirtschaftskrimi, bei dem ein Investitionsvolumen von 7,3 Millarden Ostmark gezielt fehlgeleitet und das Prinzip der verlängerten Werkbank in der Kolonie durchgesetzt wurde. Mittag und Frau Breuel pars pro toto für die Hannovermafia haben die Geschäftsbeziehung mit Volkswagen strategisch als Hebel zur Zerstörung der thüringisch-sächsischen Motorenentwicklung genutzt, siehe hier ab 35:03:

- G. G.
 

Lotta Vorbeck

19. Mai 2020 13:08

@zeitschnur - 19. Mai 2020 - 12:01 PM

Sehen Sie sich doch diese schwarzen Polizeieinheiten an in Berlin und wie sie selbst noch die öffentliche Brutalität der DDR oder des NS toppen. Und es ist den Tätern scheißegal, was das Volk darüber denkt, sie haben keinerlei Ehre im Leib. 

---

Jahrelang ließ man sich intern nach allen Regeln der Kunst schikanieren, extern ging man regelmäßig als zweiter Sieger vom Platz, hatte alle Kräfte aufzubieten, um sich "deeskalierend" ohne nennenswerte personelle Verluste aus der Affäre zu ziehen.

Nun sind sie losgelassen, dürfen sich endlich mal stark fühlen, indem sie in Überzahl über unbewaffnete Deutsche, alte Frauen, junge Mädchen, Leute die sich erdreisten öffentlich das Grundgesetz vor sich herzutragen oder gar offensichtlich Gehbehinderte herfallen.

Und es macht den außer Rand & Band geratenen Büttel-Trupps offenbar auch garnichts aus, während des Vollzuges ihrer "Heldentaten" gefilmt zu werden.
 

Laurenz

19. Mai 2020 13:36

@Der_Juergen  @Franz Bettinger

Die Russen haben relativ hohe Corona-Infizierten-Zahlen, aber dafür wenig Tote. Die Russen sezieren quasi jeden Toten aktuell, um die Todesursache festzustellen, sehr aufwendig.

Wohl um zu vermeiden, daß alle Toten mit einem Corona-Molekül intus Corona-Tote sind.

Und alles angeblich.

Laurenz

19. Mai 2020 13:39

@Maiordomus

Ich hatte schon mal meinen Besuch im Spielzeug-Museum zu Sonneberg 1985 erwähnt. Auf der einen Seite standen die Frieden stiftenden T-Panzer des NVA und auf der anderen Seite die faschistischen Angriffs-Nato-Panzer der BRD etc.

Diese fast biblische Art der Wahrheitsfindung existiert heute noch in russischen Medien und in unseren Medien wieder.

RMH

19. Mai 2020 13:57

@Laurenz,

Habe keine empirischen Feldforschungszahlen, aber ganz guten Zugang. Rein subjektiv sind die jugendlichen "Gamer" ganz weit weg von dem, was sich unsere Politik und Wahrheitsmedien von jungen Menschen vorstellen - und fett sind die meisten wider Erwarten und Klischees sogar auch (noch?) nicht ...

zeitschnur

19. Mai 2020 14:01

@ FB

Wir tappen im Dunkeln, ja, v.a. was das angebliche "Virus" betrifft: Niemand hat es je gesehen oder genauer untersucht, niemand weiß was Sicheres darüber, wichtige Studien wurden bis heute absichtsvoll nicht durchgeführt. Wir haben nichts außer der bloßen Behauptung, gewöhnlichen winterlichen Atemwegserkrankungen und einen lumpigen, ungeeigneten Test, der alles oder nichts misst.

Dass in jedem Winter Atemwegsinfekte unterwegs sind, kann jede Tyrannis voraussetzen. Nichts eignet sich besser als eine solche, um mithilfe eines Idioten-PCR-Tests zu behaupten, da sei eine schlimme Krankheit unterwegs. Die Versterbenden sterben an ihren Vorerkrankungen und dem unspezifischen Atemwegsinfekt, werden mal positiv mal nicht getestet, und die vielen "Positiven" ohne Symptome passen auch gut in diese Erklärung. Dr. Lanka sagt ja, das, was man da unterm E-Mikroskop sehe, sehe eben aus wie ganz normale untergehende Humanzellen. Im Windschatten der medialen, nie bewiesenen Behauptung eines Killervirus, dessen Symptomidentität mit zahlreichen sicher vorhandenen Infekten immer Zündstoff bietet, kann man nun alles feilbieten. Und 30 Jahre Bildungsniedergang und verlorene mathematische und logische Kompetenz bei breiten Schichten der Bevölkerung bieten hervorragenden Nährboden für diese eigentlich leicht zu durchschauende Manipulation.

Laurenz

19. Mai 2020 14:11

@RMH

Die Frage nach digitalen Media kann nur jeder selbst beantworten. Sie orgen heute keine Demo mehr ohne smartes Mobil-Telefon, obwohl das genau das Objekt darstellt, welches als Synonym für Müll und Menschenverachtung/-mißbrauch darstellt.

tearjerker

19. Mai 2020 15:13

Sehr guter Beitrag des Autors.

qvc: “Genau so schätze ich es, nicht mehr überall vollgqualmt zu werden, sei es vom Kohleofen, sei es vom Raucher.“ Genau die passiv-agressive Übergriffigkeit, die sich als Bitte um Rücksichtnahme tarnt und jeglicher Veränderung zum Besseren im Wege steht.

„Ich persönlich schätze ein vernünftiges Gesundheitssystem.“ Hier haben Sie doch den Zusatz ‚und deshalb lasse ich den Staat in meinem Auftrag meine eigenen Kinder un die der anderen Leute bestehlen‘ vergessen, oder?

Bett: „Ich bin immer noch am überlegen, was fast alle Regierungen dieser Erde zeitgleich dazu gebracht haben könnte, den Corona-Zirkus, also die Disziplinierung der Massen zu inszenieren.“ Die Massnahme des Lockdowns ist eine Kriegsrecht-Variante, die innerhalb amerikanischer und britischer Thinktanks bereits im Vorfeld zu 9/11 ersonnen wurde und als Reaktion auf einen bioterroristischen Angriff nach 2001 in die nationale Verteidigungsstrategie der USA übernommen und an die Nato-Partner gebrieft wurde. Sie soll die Militarisierung der Gesellschaften im Konfliktfall herbeiführen. Wenn also ein Macron ‚wir sind im Krieg‘ sagt, dann sind wir vielleicht tatsächlich bereits im Krieg selbst wenn die Raketen in diesem Krieg erst in einigen Jahren abgefeuert werden.

 

 

 

 

Andreas Walter

19. Mai 2020 17:20

Rauchen ist absoluter Dreck. Nach 35 Jahren täglich Tabak und Zigaretten weiß ich, wovon ich schreibe. Doch schon Edward Bernays hat dämlichen Weibern, im Grunde Suffragetten und/oder Huren, Zigaretten als Torches of Freedom, als Fackeln der Freiheit, verkauft:

https://youtu.be/Ljj6H3B3oAs

Das Gelbe Quadrat wie auch der Gelbe Stern sind auch keine deutsche Spezialität. Die Gesundheitsbewegung wie auch noch viele andere neumodische Erscheinungen stammen fast alle ausschliesslich aus Kalifornien in den VSA, immer auch tatkräftig unterstützt durch Hollywood und später auch durch das Tal des Siliziums bei San Francisco. In San Diego, südlich von Los Angeles, liegt dazu der grösste Marinestützpunkt der Ostküste der VSA. Weit draussen im Meer davor liegt als zweite Verteidigungslinie der auch recht große Marinestützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii. Um sicherzustellen, dass das auch noch lange so bleibt. Wo die erste "Verteidigungslinie" im "Osten der VSA" verläuft ist derzeit etwas unklar beziehungsweise schon seit dem Spanisch-Amerikanische Krieg 1898 heftig umstritten.

Herr Bosselmann liegt daher falsch wenn er glaubt, der Hygiene-Fimmel, Jugend- und Gesundheitswahn wären ein Kennzeichen oder eine Erfindung der Sozialisten. Die Sowjetunion hat die Gesundheit der Kumpel der Wismut einen Dreck interessiert.

 

Andreas Walter

19. Mai 2020 18:45

@zeitschnur

Herr Bosselmann benutzt schon in seinem ersten Satz das Wort “übergriffige“.

Sie schreiben mir etwas von den “invasiven, "feindlichen" Mikroorganismen“, setzen das Wort feindlichen allerdings in Anführungszeichen.

Würde ich jetzt wiederum Grüne fragen, was sie von invasiven Arten halten, wäre die Antwort auch klar.

Vergewaltigte Frauen haben für gewöhnlich aber auch eine ganz klare Meinung dazu, auch wenn sie häufig genau das Gegenteil davon träumen. Hahaha, Männer allerdings auch, nur eben bewusst. Nennt man dann Tagträume oder sogar denken.  

Womit wir schon beim Kern des Problems, der Diskussion, des Disputs, sind.

Wer oder was ist übergriffig, invasiv, und ist das gut oder schlecht und für wen?

Ab wann oder was gilt als übergriffig, invasiv, und wer bestimmt das und mit welchem Recht, mit welcher Begründung, Religion oder was auch immer?

Es spielt dabei keine Rolle, welche Ebene wir dabei betrachten, denn auf allen hat das Phänomen, der Vorgang, eine Auswirkung.

Egal ob Flora oder Fauna, aber auch menschlich, also beim Menschen, egal ob materiell oder geistig bis hin sogar zu seelisch, wenn es denn letzteres, also auch die sogenannte Feinstoffliche Ebene, tatsächlich gibt. Würde man Wolfgang Pauli und Carl Jung fragen, aber auch Alexander Gurwitsch oder Samuel Hahnemann, jeden Schamanen wie auch Religionsstifter, gibt es die auf jeden Fall. Einstein benutze dafür den Ausdruck Spukhafte Fernwirkung.

Gustav Grambauer

19. Mai 2020 20:45

Andreas Walter

"Das Gelbe Quadrat wie auch der Gelbe Stern sind auch keine deutsche Spezialität"

Zur Farbe Gelb lese man hier in historischer Herleitung. Gelb wird aber auch heute noch vom System denen zugewiesen, die es für Abschaum hält. Warum sind wohl der Staatsangehörigkeitsausweis ("Gelber Schein"), der Krankenschein ("Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung"), der Impfausweis, die Blinden-Armbinde, das BtmG-Arztrezept, der "Schufa Bonitäts Check" usw. immer gelb; warum waren in der DDR z. B. die Urkunde über die Entlassung aus der Statsbürgerschaft oder die MfS-Karteikarte zur operativen Personenerfassung gelb?!

zeitschnur

"Sehen Sie sich doch diese schwarzen Polizeieinheiten an in Berlin"

... und Schwarz ist die Farbe der Piraterie.

- G. G.

Gustav Grambauer

19. Mai 2020 20:48

Maiordomus

"Falls ich mal Memoiren schreibe ..."

Oh, falsche Verknüpfung oben. Die hier ist die richtige.

- G. G.

Valjean72

19. Mai 2020 22:36

Gewiss nur eine Nebensächlickkeit aber mir missfällt der Titel des Artikels. 

Es mag sein, dass ich überempfindlich reagiere aber diese betont negative Aufladung des Deutschlandliedes kannte ich aus dezidiert linken, antideutschen Kreisen.

Ein Song-Titel aus den 1980er Jahren der US-Amerikanischen Punk-Band "Dead Kennedys" kam mir sogleich in den Sinn: "California über alles"

Die US-Punks wählten diesen Titel natürlich aus vollkommener Unkenntnis über Bedeutung, historische Einordnung und Intention des Verfassers, Hoffmann von Fallersleben und übernahmen die hollywoodeske (guido-knoppisierte) Lesart.

Deutsche Patrioten sollten sich damit nicht gemein machen.

 
Kositza: Ja, das ist wirklich unter "Überempfindlichkeit" zu verbuchen, herrje....

Franz Bettinger

19. Mai 2020 23:02

@tearjerker schreibt „Der Lockdown ist seit 9/11 eine Kriegsrecht-Variante nach einem Bio-Angriff. Wenn Macron sagt 'Wir sind im Krieg', sind wir es ja vielleicht.“ - Nun, wie Krieg fühlt es sich nicht an, aber könnte es sein, dass wir nichtsahnend an einem Kriegs-Manöver teilnehmen? Und dass das Resultat dieses Testes negativ ausgefallen ist? Wollte man etwa herausfinden, (1) ob es überhaupt möglich ist und (2) welche Sofort- und Langzeit-Effekte (vor allem auf die Wirtschaft) ein Lockdown hat? - Kritik: Man hätte locker voraussehen können, dass diese Effekte vor allem negativ sein würden. 

@Zeitschnur: schön, dass Sie sich intensiv mit Dr. Lanka beschäftigt und verstanden haben, was der Mann sagt. Das ist der Schlüssel zum „Viren“-Missverständnis! 

Andreas Walter

20. Mai 2020 07:01

@Gustav Grambauer

Leider fehlt mir derzeit das Geld und die Muße, hauptsächlich aber die innere Ruhe und die Zeit, wegen meinem jetzt doch unvermeidlichen Umzug, bestimmte Angaben zu überprüfen, da auch Wikipedia sich hierbei auf nur sehr wenige Quellen beruft:

https://www.bessarabia.altervista.org/deu/5_ethnien/juden/judenverfolgung/7.1_juden_kleiderordnung.html

Da ich aber nichts glaube, was ich nicht selbst überprüft habe, bleibt mir im Augenblick nichts anderes übrig als auch Ihnen die bisher von mir nicht geprüften Quellenangaben dieses Artikels weiterzuleiten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gelber_Ring

Was die Farbe Gelb an sich betrifft, so war das Färben mit Safran auch schon früher eine sehr teure Angelegenheit, die darum nur ganz besonderen Persönlichkeiten vorbehalten war:

https://youtu.be/Whn42zq-lSI

In China das Gleiche. Dort war Gelb die Farbe, die darum nur dem Kaisers zugestanden wurde oder nur er sich leisten konnte:

https://theasiadialogue.com/2015/07/22/imperial-yellow-a-costume-colour-at-the-top-of-the-social-hierarchy/

 

Andreas Walter

20. Mai 2020 08:42

Wobei man Gelb auch noch mit einigen anderen, auch preiswerteren Rohstoffen, natürlich hinbekommt. Beispielsweise mit dem im Orient weit verbreiteten Kurkuma:

https://www.wilde-farben.de/?cat=29

Die Farbe mag darum auch in Asien rein symbolisch gewesen sein oder im Fall der Christen und Juden in Spanien sogar gar keine besondere Bedeutung gehabt haben ausser, dass die Muslime sie dann wahrscheinlich nicht in dieser Form benutzt haben. Die Farben dort also nur als Unterscheidungsmerkmal gedient haben, denen erst später aussergewöhnliche Bedeutungen zugesprochen wurden. Man darf ja auch nicht vergessen, dass Juden und Muslime erst seit relativ kurzer Zeit (zum Teil) quer stehen, während das Christen und Juden wohl schon (allerdings auch nur zum Teil) länger machen.

War die Farbe also schon immer nur in Europa negativ besetzt? Ab wann und warum tatsächlich. Was gibt es über die Farbe Gelb in der nordischen Mythologie?

“In der Antike zählte Safrangelb neben Purpur und Indigo zur wichtigsten Farbe. Freya, der germanischen Göttin wurde die Farbe Gelb zugesprochen. Ihr Tag, der Freitag, galt den Germanen als Glückstag. Das änderte sich im Zuge der Christianisierung: Gelb mutierte zur Schandfarbe und Freitag zum Unglückstag. In Asien dagegen ist Gelb als Symbol des Lichtes heilig und die Mönche tragen gelbe Kleider.“

https://app.koppelstaetter-media.de/de/magazine/agenda-farbe-33/stimmung-farben-317

Das mit Freye scheint auch zu stimmen:

http://franz.immoos.eu/farbenergie/gelb.html

Max

20. Mai 2020 08:48

Warum die Russen Corona mitspielen, ist recht klar - für die ist auch so die Digitalisierung und Computerisierung des Staates Programm, der Regierungschef Mischustin ist ja der, der das Steuersystem durchdigitalisiert hat und dabei faktisch nur durch Schließen von Lücken und der Erfassung immer größerer Teile der Schattenwirtschaft die Steuereinnahmen deutlich erhöht hat.  Schulen zu Hause, Home-Office, das sind alles Punkte wo Russland sich gerne an der Weltspitze sähe.  

Überhaupt ist jeder Staat, der so eine Krise nicht nutzt, um die Staatsmacht auszubauen, einfach nur dumm.  Da braucht es überhaupt keine globale Verschwörung. Alle freuen sich darüber auch völlig unabhängig voneinander. 

Monika

20. Mai 2020 11:02

Ich möchte jetzt doch nochmals auf den Podcast 2 „Am Rande der Gesellschaft“ hinweisen.

https://www.youtube.com/watch?v=Tw9usdy1U4k

Götz Kubitschek als „Graswurzler“, das hat was ! Und das meine ich ernst.

Tiefergehende Gedanken zum Leben in der Coronakrise. Vor aller Politik. Leider ist das m. E. etwas  untergegangen in dem drögen Parteiengezänk. Vielleicht dazu mehr in schriftlicher Form ? 

Andreas Walter

20. Mai 2020 11:21

Jetzt aber mal ganz rational.

Die Freiheit, die sich Herr Bosselmann wünscht, funktioniert nur ohne gemeinsame Krankenkasse und nur mit einer guten Haftpflichtversicherung für jeden.

Dann kann er sich meinetwegen auch totrauchen und im Vollsuff um einen Baum wickeln.

Symbolisch gesprochen, denn beides wünsche ich ihm natürlich nicht.

Es geht daher auch bei dieser Diskussion um die Frage der Zuordnung von Kosten, die risikofreudigere Zeitgenossen dadurch auch auf die weniger Gefährdeten und Risikobereiten abwälzen.

Im Grunde also das Gleiche wie mit den Banken oder Großkonzernen. Gewinne werden eingestrichen, Verluste der Gemeinschaft aufgelastet, externalisiert.

Wenn jeder nur für sich und für seine Taten ganz allein die volle Verantwortung übernimmt ist das OK, gilt aber spätestens nicht mehr mit Familie. Oder wenn man eine Vorbildposition innehat oder viel und hohe Verantwortung für andere trägt.

Darum können das auch hauptsächlich sehr junge aber auch ältere Menschen oft nicht verstehen. Die Einen nicht, weil sie noch nie Verantwortung getragen haben, und die Anderen nicht, weil sie keine nennenswerte Verantwortung mehr tragen.

AndreasausE

20. Mai 2020 11:52

Als kleine Ergänzung zum "Gesund über alles" sei der vielfach ganz freiwillig getragene Fahrradhelm genannt.

Abseits des Radsports ein für den Träger völlig nutzloses Zubehör, nützlich nur für Hersteller und Händler, aber auch so ein Ding, das zu tragen von vielen Politikern gefordert wird, wohl aus Freude am Vorschriftmachen.

Maulkorb, Maokutte, Fahrradhelm, fertig ist der Sowjetmensch.

Andreas Walter

20. Mai 2020 12:01

Aus dem Grund auch die Überreaktion der Regierung derzeit auf Kritiker ihrer Gesundheitspolitik.

Sie kann gar nicht in der Frage von Corona zurückrudern, nichtmal einen einzigen Meter, also Fehler eingestehen, denn dann hagelt es sofort Klagen in Milliardenhöhe wegen der Vernichtung ganzer Existenzen und Gewinneinbußen in unbekannter Höhe. Zurücktreten kann dann aber auch die ganze Regierungsmannschaft einschliesslich die aller Bundesländer.

Die Regierung steht daher komplett an der Wand. Wer sie jetzt weiter unter Druck setzt, riskiert daher womöglich auch Reaktionen, die man sonst nur aus echten Krisenregionen oder von Revolutionen oder Staatsstreichen, Militärübernahmen kennt.

Die Anschläge und Überfälle der letzten Tage auf Demonstranten und ihre Unterstützer sind ja lediglich ein Vorgeschmack durch regierungsnahe Schlägertruppen.

Viele der Demonstranten wissen nämlich gar nicht, in ihrer verfassungstreuen Naivität, was für ein Fass sie da gerade wirklich aufmachen, welchen Teppich sie da gerade tatsächlich lüften wollen. Denn wo Rauch ist, da ist immer auch Feuer. In dem Fall viel Feuer, im Wert von 3 Billionen Euro.

 

zeitschnur

20. Mai 2020 13:12

@ Andreas Walther

Gelb kann man sehr leicht mit unzähligen Blättern und Wurzeln färben. Ich habe mich in jungen Jahren intensiv mit Pflanzenfärberei befasst. Wesentlich sind dabei die Beizmittel, die man zuvor auf das Textil aufziehen lassen muss. Ohne sie ist das Färbemittel meist nicht waschecht. Eine andere Frage ist die Lichtechtheit. Das Färben ist eine alte Handwerkskunst mit vielen Finessen, von denen wir heute kaum mehr wissen.

Gelb ist jedoch in unseren Breiten der am leichtesten zu erzielende Farbton. Sie erhalten ihn aus Birkenblättern etwa, ein sehr schöner, wachsgelber bis zitroniger Gelbton, wenn sie mit Alaun beizen. Jeder konnte sich das herstellen. Safran dagegen musste eingeführt werden und war/ist sehr teuer, ergibt aber einen sehr schönen goldenen Gelbton, den man für königlich ansah. Fast genauso schön ist Kurkuma, aber weniger wasch- und lichtecht.

Kurzum: die gelbe Kennzeichnung kommt im Gegenteil daher, dass man die Farbe Gelb am leichtesten färben kann und konnte, wenn man Pflanzenfärbemittel nimmt und sie darüber hianus auch von naturfarbener oder schwarzer/brauner Kleidung absticht. Viele fäbrten mithilfe von Walnussschalen braun, ein Stoff, der auch sehr haltbar ist. Darauf das Gelb - jeder sieht es schon von weitem.

Monika

20. Mai 2020 13:37

@ Zeitschnur 

Gelb & Gesundheit - eine nette Plauderei, da kann ich ein Anekdötchen beisteuern. 

Da ich sehr gerne male, hat mir ein lieber Freund aus China einen wunderschönen Kasten mit zahlreichen  Farbpigmenten mitgebracht, der herrlich anzuschauen war. Gelbpigmente in allen Schattierungen. Doch halt, ich erinnerte mich aus meiner Laborantenzeit an das schöne  Chromgelb, das giftiges und  krebserregendes Blei(II)-chromat enthält. Damit hat u.a. van Gogh gemalt . Jetzt wird das in Europa aber nicht mehr verwendet.

https://www.seilnacht.com/Lexikon/chromgel.html

Ich habe die Farben sachgerecht entsorgt. Mein Herz hat geblutet.

Soviel zur gelben Gefahr:) 

 

Monika

20. Mai 2020 13:42

Korrektur zum Chromgelb 

Es heißt natürlich Blei(II)-chromat  

https://de.wikipedia.org/wiki/Blei(II)-chromat

Gustav Grambauer

20. Mai 2020 14:28

Andreas Walter

"... Gelb ..."

Die Ambivalenz hat doch der Autor im verknüpften Artikel sehr klar harausgearbeitet. (Ich denke solche Ambivalenzen immer unausgesprochen mit. Sowieso will die Sprache der Farben in ihrer Vielschichtigkeit und Subtilität eher spielerisch erfaßt werden, zumal es sich auch meist eher um Anspielungen als um Futter für Fact-Checker handelt.)

- G. G.

Gustav Grambauer

20. Mai 2020 14:53

AnderasausE

"Fahrradhelm"

Es geht um etwas ganz anderes. In wessen Eigentum stehen der Titel an Ihnen (die sog. Person) sowie Ihr Geist, Ihre Seele und Ihr Körper? Sehr lange waren diese Fragen in der Schwebe, jetzt mit der globalen Verknotung drängen sie an die Öffentlichkeit - und zu einer Lösung (wobei die favorisierte Marx mit "Vergesellschaftung" vage angedeutet hat). Die (Kranken-)Versicherungswirtschaft, wie z. B. auch das Zertifizierungs-, Evaluierungs-, "Verbraucher"-Schutz- und Bewertungswesen (bei Amazon & Co.) ist derzeit eine Front im Krieg gegen Ihre Souveränität. Zunächst muß Ihnen ja beigebracht werden, daß Ihre Unfallvorsorge nicht Ihre eigene Angelegenheit ist. Eignet sich der Fahrradhelm nicht bestens als Anschauungs- und Disziplinierungsmittel hierzu? Nur mit diesem Konditionierungsschritt kann später die Manipulation an Ihrer DNA, verbunden mit Implantaten auf Basis globaler Patentierungen (die dann Ihren (?) Geist, Ihre (?) Seele und Ihren (?) Körper in den Schutzbereich des Titels einbeziehen werden) erfolgen, flankiert vom Internet of Things / 5-G / 6-G, dem angeblich bedingungslosen Grundeinkommen, der Totalisierung des Giralgeldes und, wir sind beim Thema, der Totalisierung der Medizin, welche ja noch ganz am Beginn steht. Wenn Sie es seelisch ertragen, hören Sie sich an, was die Polly hierzu zu sagen hat.

Muß es soweit kommen? Entscheiden Sie selbst ... 

- G. G. 

zeitschnur

20. Mai 2020 15:10

@ AW, @ Monika

Gelb war zwar als liturgische Farbe nicht erlaubt, aber das trifft seit Trient seltsamerweise auch auf Blau zu (von regionalen Ausnahmeregelungen abgesehen). Ob das eine Schandfarbe war und mit Krankheit in Verbindung gebracht wurde? Nichts im MA ist pauschal anzusehen - es gibt stets Beispiele für alles. Ich bleibe dabei: man konnte Fahlgelb am allerleichtesten herstellen von allen Farben. Andererseits findet sich das goldene Gelb in der Vatikanflagge und in jedem Papstwappen. Das Gelb-Weiß der Papstflagge geht auf Pius VII. im Jahr 1808 zurück, zuvor war es rot.

Gelb ist aber in der Moderne v.a. eine Signalfarbe, etwa als Farbe der Post oder vielfach in Leuchtreklamen, Autoscheinwerfern etc.. In der Natur ist sie sonnenhaft. In Kombination mit Schwarz eine Drohung (Wespen, Tiger, Panther, Feuersalamander etc.). Und genau letzteres nehme ich im öffentlichen raum wahr: nicht das Gelb alleine, sondern eben in Kombination mit Schwarz. ZB Polizeieinheiten in Fr. hier: https://www.heise.de/tp/features/Paris-Brutale-Polizisten-gegen-Feministinnen-4678925.html

 

Andreas Walter

20. Mai 2020 15:11

@zeitschnur

Vielen Dank für die Infos. Ist mir dann auch gleich aufgefallen, auch wenn es Birken in Spanien meines Wissens nicht gibt. Darum auch meine Vermutung, dass dort womöglich Kurkuma zu dem Zweck genutzt wurde. In China wiederum andere Rinden, doch auch die Rinde des Weltenbaums, Yggdrasil, die Weltesche, scheint einen gelblichen Farbton zu liefern.

Ja, ein spannendes Thema, das auch meine spontane Faszination heute wieder ausgelöst hat. Das Unternehmen hessnatur sagt Ihnen vielleicht etwas, doch solche schönen Klamotten könnte ich mir nie leisten. Die Färberdistel, habe ich gesehen, kommt für Gelb wohl auch noch in Frage, wobei so ein Tuch als Gürtel um die Taille ja auch nicht die Welt ist, da man ja höchstens 2 davon haben musste, auch in el-Andaluz.

Das Tuch der Christen, der Gürtel, musste allerdings blau sein, wenn das stimmt, was ich bisher gelesen habe. Ich frage mich allerdings, wie man das damals hätte überprüfen wollen, wer was für ein Landsmann jemand ist. Die Strafen für Betrug müssen daher drakonisch gewesen sein. Knallgelb war früher übrigens meine Lieblingsfarbe, doch da war ich auch noch ein unbewusster Narzisst.

Lach. Mittlerweile ist das alles schon etwas entspannter, möchte gar nicht mehr von allen gesehen werden. Menschen ähnlich wie man selbst wünscht man sich trotzdem manchmal in seiner Nähe, doch die scheinen sehr selten, weit gestreut, so selten wie Safran zu sein.

Kositza: Gelber Wau, Reseda luteola, war/ist auch europaweit verbreitet (als Färbepflanze)

AndreasausE

20. Mai 2020 17:12

@Gustav Grambauer 20. Mai 2020 14:53

 

Genau darauf stellte ich doch ab. Man soll völlig entpersönlicht werden, ganz dem "großen Ganzen" überantwortet, der Masse.

Wenn man so will, könnte man bereits den Sicherheitsgurt im Auto ablehnen (den für den Fahrer!) oder sogar den Motorradhelm - aber das sind immerhin Sachen, die wohl überwiegend tatsächlich schützen, anders als der alberne Fahrradfahrerdeckel, der schlicht, mit Verlaub, scheiße aussieht (und zudem das ehrwürdige Friseurhandwerk schädigt). Einen typischen Fahrradhelmträger sehen wir hier im Bild: https://pbs.twimg.com/media/EB622B2WwAE6Nwf.jpg

@Valjean72 19. Mai 2020 22:36

Bei Dead Kennedys dachte ich im Zusammenhang mit Masken eher an "Halloween", wohl eines der besten Stücke der Band.

Bei "California über alles" dürfte Biafra schon klar gewesen sein, daß er damit in erster Linie seinen Landsleuten einen Spiegel vorhielt, Klischee hin oder her.

Monika

20. Mai 2020 17:43

@ Zeitschnur 

Gelb in Kombination mit schwarz stellt eine Bedrohung dar, auch im öffentlichen Raum 🤔

Aha

https://www.identitaere-bewegung.at/

zeitschnur

20. Mai 2020 19:03

... ja, @ Monika, das ist nicht das einzige, was mich an der Symbolik der IB sehr nachdenklich macht und ehrlich gesagt tief abstößt. Das hat sehr wohl eine psychologische oder sagen wir archetypische Symbolik.

Denken Sie weiter an die Klamotten, die man den Gefangenen in Guantanomo aufzwingt:

https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/das-guantanamo-tagebuch-ein-ueberlebensbericht-eines-haeftlings

Und vielleicht wacht der eine oder die andere hier angesichts des oberen Bildes im Link auf: Der rechtlose Status in Guantanamo geht neben schwarzgelbem Zwangsoverall mit dem Tragen einer Gesichtsmaske einher. 

Wir haben derzeit noch ca. 10 000 angebliche "C-Positive" unter 83 Millionen Bürgern. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Phantom "anzustecken" liegt selbst bei klassischer Sichtweise bei 0,0125, also abgerundet bei ziemlich glatt 0. Und deshalb müssen wir alle unsere Atemexkremente einatmen? Eine liebe Mitbürgerin, der ich das vorrechnete, sagte ungläubig: naja, aber wir wollen doch alles dafür tun, was an uns liegt.

Pardon noch mal an @ Bosselmann: aber Egoismus sehe ich da nicht, sondern Traumatisierung und mit Verlaub auch schlichte Alltags-Inkompetenz und Medienverdummung.

Laurenz

20. Mai 2020 23:18

@zeitschnur

Farben erregen Aufmerksamkeit. In Zeiten der totalen Reizüberflutung muß jeder schauen, wo er bleibt, wenn er Reichweite erzielen will.

Das war vor 2.000 mit den Vorgängern Herrn Sellners & Seiner Identitären-Bande, Brennus & Senonen oder 400 Jahre später, Jesus & Aposteln, auch nicht anders. Um Verfolger zu generieren brauchen Sie Medien-Reichweite. Was wäre unser antiker Karl Marx, Paulus, ohne seine Briefe gewesen?

Und Ihre Ansprache an Herrn Bosselmann ist total widersprüchlich. Von was bitte soll denn wer aktuell traumatisiert sein? Die Katholiken? Weil sie ihre gesegneten Oblaten nicht zu essen bekamen? 

Carsten Lucke

21. Mai 2020 09:01

@ zeitschnur

Mich deucht, Sie sind ein rechter Papiertiger.

Mit Leuten wie Ihnen beißt man höchstenfalls ein Formular weg.

Immerhin waren Sie so realistisch, sich nicht "Zündschnur" zu nennen.

Schöne Himmelfahrt!

zeitschnur

21. Mai 2020 22:07

@ Laurenz

Aktuell sind all jene traumatisiert worden, die aufgrund der 24-7-Medienhetze zum "gefährlichen Coronavirus" immer noch ernsthaft glauben, es bestünde ein schwerwiegende gesundheitliche Gefahr.

Nein, es geht nicht immer um Ihr antichristliches Lieblingstrauma, pardon - aber wenn man Menschen so gezielt Angst einflößt wie das derzeit geschieht (es geht auch ohne Religion...), erwischt man immer sehr viele, die aufgrund früherer biografischer Traumata sehr leicht zu ängstigen sind. Sie werden so maximal diszipliniert, weil die Angst verhindert, dass sie selbst denken. Das wiederum hat dann auf der Verhaltensebene nichts mit Egoismus zu tun.

Und was den netten Kommentar des, wie  heißt er noch mal ... Lucke oder so .. betrifft: mit den schönsten, mannhaften Grüßen ins Frauengemach auf dem Rittergut. Busserl aufs Arscherl, hätt das Wolferl gesagt. Aber das verkneif ich mir selbstverständlich.

Carsten Lucke

21. Mai 2020 23:37

@ zeitschnur

Sie blamieren sich ja mit einer Inbrunst, daß es mir fast schon Respekt abverlangt !

Ich befürchte allerdings, daß wir beide den baldigen "Badeschluß" provozieren, wenn wir so weitermachen.

Schade eigentlich ...

Wahrheitssucher

22. Mai 2020 13:31

@ Zeitschnur

Bleiben Sie weiter wie Sie sind und sagen Sie weiter, wie es ist!

 

Laurenz

22. Mai 2020 14:08

@Wahrheitssucher

Bleiben Sie weiter Sucher und werden nie Finder.

Wahrheitssucher

22. Mai 2020 16:07

@ Laurenz

Gönnen sollten Sie können...

Ratwolf

22. Mai 2020 21:26

Das alles sind Emanationen einer verzweifelten Suche nach Heilung durch re-creation religiöser Riten abseits des verlorenen Christentums.

Laurenz

22. Mai 2020 21:51

@Wahrheitssucher

Verstehe Ihren Beitrag nicht? Ich gönne Ihnen doch das, was Sie Sich Selbst erwählt haben.

Wahrheitssucher

22. Mai 2020 22:50

@ Laurenz

Habe mir das Suchen erwählt, um Ihre Wortwahl zu gebrauchen. Und das Finden wollen Sie mir nicht gönnen! Warum bloß nicht? Wenig kameradschaftlich!

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