26. Juni 2020

Netzfundstücke (54) – #Eventszene, Öko, Verhalten

Jonas Schick / 35 Kommentare

Die Stuttgarter Party- und Eventszene sorgt auch in Schnellroda für reichlich Gesprächsstoff.

Melting Pot (Schmelztiegel) oder Salad Bowl (Salatschüssel)? Schon lange brodelt es in den zunehmend ethnisch fragmentierten Gesellschaften des »Westens«. Die aktuellen #BlackLivesMatter-Proteste mit ihren gewalttätigen Ausbrüchen in den USA und die Stuttgarter Party- und Eventszene stellen in diesem köchelnden Dampfkessel nur einen weiteren, diesmal stärkeren Ausstoß siedend heißen Wassers dar.

Das alles hatte ein lange Vorlaufzeit und egal ob nun Melting Pot oder Salad Bowl, beide Konzeptionen zeigen sich in der Praxis als nicht tragfähige Wunschvorstellungen. Der Wapppenspruch der amerikanischen Nation, E Pluribus Unum (Aus vielen eines), mag noch mit europäischen Einwanderern aus verschiedensten kulturellen Hintergründen gerade so funktioniert haben, doch je größer die Ungleichheit bzw. der Abstand zwischen den Ethnien, desto illusorischer wird dieses Leitbild. Bezüglich der auf Heterogenität abzielenden Salatschüssel sieht es noch schlechter aus, da der Konflikt ihr inhärent ist.

Die einzelnen Teile streben also nach außen – Sezession-Chefredakteur Götz Kubitschek, Sezession-Literaturredakteurin Ellen Kositza, IfS-Leiter Dr. Erik Lehnert und Sezession-Redakteur Benedikt Kaiser haben diese Fliehkräfte in der neusten Ausgabe des hauseigenen Podcasts »Am Rande der Gesellschaft« in ihre Bestandteile zerlegt:


Von einem Gespräch zum nächsten und zu Werbung in eigener Sache – am Mittwoch hatte mich Martin Sellner zum Thema »Ökologie von rechts« auf seinen YouTube-Kanal »Martin Sellner Live!« geladen. Wir sprachen über das ökologische Zeitschriftenprojekt Die Kehre, warum »Konservative« immer verlieren, was eine genuin rechte Ökologie ausmacht und warum die Rechte ihre »Kronjuwelen« an die Linke verloren hat:

Wer Antworten auf die ökologische Frage von rechts sucht, wird hier fündig.


Indessen verkauft sich die Sezession 96 mit dem Thema »Verhaltenslehren« wie geschnitten Brot. Der Vorrat auf dem Rittergut neigt sich dem Ende zu. Wer noch einen Grund braucht, warum er zugreifen sollte, für den haben Götz Kubitschek, Dr. Erik Lehnert und Benedikt Kaiser (diesmal als Triumvirat) einen eindringlichen Blick in die wichtigste rechtsintellektuelle Zeitschrift geworfen.

Dabei besprechen sie Adolph Przybyszewkis »In Zeiten der Ermüdung«, Martin Lichtmesz Portrait von »Marina Abramović«, Benedikt Kaisers Interview mit dem französischen Vordenker der Neuen Rechten, Alain de Benoist und Erik Lehnerts Einblicke in das »Stiftungswesen«.

Das lesenswerte Heft können Sie wie immer hier über Antaios, den größten konservativen Versandbuchhandel, bestellen.

Es gibt also einiges zu sehen und zu hören über das Wochenende – Medienoffensive Schnellroda!



Kommentare (35)

Rheinlaender

26. Juni 2020 22:36

Hinter den Bezahlschranken der Lokalpresse verbergen sich einige wertvolle Informationen über das Geschehen in Stuttgart, u. a. die, dass auch von den Festgenommenen mit deutscher Staatsangehörigkeit die meisten einen Migrationshintergrund hatten. Auch aus Polizeikreisen gibt es eindeutige Aussagen darüber, dass hier vor allem "südländische" Migranten am Werk waren. Antifa-Aktivisten waren demnach auch dabei, stießen aber erst später und in geringerer Zahl dazu. Hier eine Zusammenstellung der entsprechenden Meldungen: https://renovatio.org/2020/06/unruhen-in-stuttgart-hintergruende-und-bewertung/

 

Heimatliebe

27. Juni 2020 08:56

Jonas Schick ist mir zwar sympathisch und er mag gute Ansätze in der Analyse des Ist-Zustands und der Historie haben, aber die Schlussfolgerungen kommen mir doch unausgegoren und etwas weltfremd vor. Diese scheinen mir eingefärbt vom linksgrünen, gutmenschlichen Zeitgeist zu sein, obwohl er sich redlich bemüht zu „rechten“ bzw. „konservativen“ Positionen zu gelangen. Aber mit "Schrumpfung", Beschränkung der Mobilität, dem Nicht-Fördern der deutschen Geburtenrate, Untergangshysterien und der europäischen Schuld an der Umweltzerstörung braucht mir niemand zu kommen!  Diese Konzepte bzw. Forderungen werden doch schon von den Linksradikalen forciert... 

Ich vermute, daß es seiner Jugend und verständlicherweise damit einhergehenden Naivität geschuldet ist. Ich bin der festen Überzeugung, daß jedwede wirtschaftliche und demographische Selbstamputation und Beschränkung Deutschlands kolossal kontraproduktiv ist. Das können wir uns im Angesicht der jetzt schon übermächtigen, mannigfaltigen Überlebensherausfordeungen schlichtweg nicht leisten! Die Preisgabe z. B. der Steinkohleförderung war ein großer strategischer Fehler, die uns des wichtigsten heimischen Energieträgers beraubte und uns in die totale fossile Energieabhängigkeit gegenüber dem Ausland geführt hat. 

 

Heimatliebe

27. Juni 2020 08:56

Vielleicht bin ich ja zynisch, aber das Überleben Europas wird auf einen festen Behauptungswillen und eine relative Abschottung von demjenigen Teil der Welt angewiesen sein, der sich demographisch stark entwickelt, bis wir zur eigenen Stärke zurückgefunden haben werden. Ob dies egoistisch gescholten wird oder nicht, ist mir gleich. 

Heimatliebe

27. Juni 2020 09:03

Trotz allem oben Gesagten, werde ich der "Kehre" ihre wohlverdiente Chance geben.

Maiordomus

27. Juni 2020 09:21

Es scheint mir kein Luxus, immer wieder auf das gedruckte Heft hinzuweisen. Für mich geht es aber gerade nicht um den Aufbau von irgendwelchen Chefideologen, etwa Alain  de Benoist; vielmehr und substanziell um die geistige Auseinandersetzung, zum Beispiel die Rezeption und Kritik an Klaus Theweleit. Substanziell @Sommerfelds Aufsatz über "Entängstigung". Der "Blick nach links" ist (Benedikt Kaiser) ist stets kein Luxus, beim Faschismus darf gesagt werden, dass man diesen - analog zum Sozialismus - nicht auf den Stalinismus "reduzieren" soll; nur war und bleibt derselbe eine Sackgasse der europäischen Geistesgeschichte. Eher würde es sich lohnen, in die europäische und z.B. elsässische Mystik einzutauchen, die auch eine politische Dimension hat, bis hin zur Kritik an Kaiser und Papst bzw. der Entwicklung von Widerstandskonzeptionen. Bei der mystisch-politischen Betrachtungsweise spielt übrigens nicht die Nation, sondern die Gemeinde eine wegleitende Rolle. Sollte eigentlich zu denken geben.

Jonas Schick

27. Juni 2020 10:52

Liebe Heimatliebe,

meine Positionen entspringen weder meiner "Jugend" noch einer daran gekoppelten Naivität, sondern sind wohlüberlegte Schlußfolgerungen aus dem Ist-Zustand und den historischen Abläufen der letzten Jahrhunderte. Abgesehen davon sind sie alles andere als linksradikal - was sollte an Maßhalten, Grenzen setzen und Beschränkung linksradikal sein?
Es ist nicht von der Hand zu weisen, daß der wesentliche Antreiber der "Auflösung aller Dinge" die Industrialisierung und das damit verbundene kapitalistische Wirtschaftssystem ist. Die Einbettung in traditionale Normenstrukturen wurde dadurch vollständig zerissen - alles wurde verflüssigt, verwertet und mobilisiert.
Seit dem Beginn dieser Entwicklung war die Rechte ihr größter Kritiker gewesen. Sie hat als allererstes die verheerenden Folgen des "Fortschritts" erkannt und versucht, diesem etwas entgegenzusetzen (wie wir sehen können, ohne Erfolg). Von daher brauche ich mich gar nicht redlich bemühen, zu konservativen Positionen zu gelangen, weil ich direkt an eine genuin konservative Geistestradition anknüpfe.
Ich empfehle Ihnen in diesem Zusammenhang die Lektüre von Rolf Peter Sieferles Fortschrittsfeinde? Opposition gegen Technik und Industrie von der Romantik bis zur Gegenwart, das sollte einiges klären.Oder werfen Sie doch einmal einen Blick in Herbert Gruhls Schriften, dort finden Sie einen radikalen Konservatismus, der eben genau diese Schrumpfung propagiert, für die ich eintrete; oder etwas aktueller Alain de Benoists Abschied vom Wachstum.

Beste Grüße

Maiordomus

27. Juni 2020 11:14

@Jonas Schick. Ihre Ausführungen über "Grenzen setzen, Masshalten und Beschränkungen" sind gewiss nicht "linksradikal", sondern, wenn schon, in bemerkenswerter Übereinstimmung mit dem konservativen Kapitalismus-Kritiker aus der Zeit der deutschen Romantik und noch vor Karl Marx: Franz von Baader. Wobei ich mit ständigen Hinweisen auf diesen Denker, den ersten Analytiker der "Proletairs" in Deutschland und wie Will Erich Peuckert  (als Bergbau-Ingenieur) ein noch besserer Kenner der praktischen Verhältnisse als Marx/Engels, seit dem Tod meines Weggefährten Gerd-Klaus Kaltenbrunner weitgehend allein auf weiter Flur bleibe. Über Baader gibt es gute, auch neuere Forschungsliteratur. Meist hört man, bei rechtslibertären Kreisen, nur von Roland Baader (ebenfalls verstorbener Weggefährte), jedoch nicht vom philosophisch und metapolitisch weit bedeutenderen älteren Namensvetter. Ein dritter Baader, frühverstorbener Vater des RAF-Terroristen, gehörte zum rechtskonservativen Widerstandskreis der "Weissen Blätter" um die Guttenberg, Reinhold Schneider, Klaus Bonhoeffer und Ida Friederike Görres.

GuntherManz

27. Juni 2020 12:26

Heimatliebe

"Diese scheinen mir eingefärbt vom linksgrünen, gutmenschlichen Zeitgeist zu sein,"

 

Ja. Das kann man indirekt sehen. Er ist so linksgrün wie eben ein früherer Landwirt gewesen ist, oder ein Indianer gewesen wäre. Auch so wahrhaft gutmenschlich.

Beide, Landwirt und Indianer hatten den gleichen Blick auf die Natur. Lebenserhaltende schöne und grausame Welt, ohne kitschige Beimischungen. Den Kitsch haben dann Anfang der 80er Jahre die Grünen eingebracht, von Kitsch ist Hr.Schick jedoch meilenweit entfernt.

Die rechten"Alten" sahen diese Art der Naturzerstörung sehr genau. Sie hielten auch mit Wertungen nicht zurück. Die Grünen  haben sich dieser ganzen Natur-Themen angenommen  und auch mit unsäglicher Gefühlsduselei aufgeladen (Kettenbildung: Wasser-Mensch-Baum und ähnlichem halbesoterischem Unsinn). Selbst den stramm linken Medien wie z.B. der Titanic war das zuviel und wurde deshalb oft Ziel von Satire.

Auch von Gefühlsduselei/Satire ist Hr. Schick auszunehmen.

 

 

sok

27. Juni 2020 12:35

Es wird überlegt, ob man für die eigenen  Leute, den Rest des Volkes oder für die Zukunft schreibt. Vielleicht sollte man gar nicht schreiben  und mehr zuhören, um mehr Wahlerfolge zu erzielen.

Dem Volk zuhören kann man, indem man Umfrgaen macht, wie es Schmidt-Denter mit seiner Idenditätsstudie gemacht hat. Man würde sich dann Fehlleistungen wie den Vogelschiss ersparen und lernen, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen.

Selbst wenn man Merkel für ein Unglück hält, muss man zugeben, dass sie excellent zuhören kann. Sie nutzt die Leitmedien als Politikberater und überprüft durch Kurzumfragen, welche Politikentscheidungen mehrheitsfähig sind.

Maiordomus

27. Juni 2020 14:07

@sok. Kurz, knapp, leider zutreffend.

Kuonirat

27. Juni 2020 15:17

@heimatliebe

Mit Ihrem Pseudonym wollen Sie wohl Ihre besondere „Heimatliebe“ herauskehren, doch ich vermag Ihren Worten nicht zu entnehmen, worin diese bestehen könnte. Denn wer es jetzt noch nicht verstanden hat, dass auf verlorenem Posten steht, wer an solch alten (wirtschafts-)chauvinistischen Zöpfen festhält, der tut mir leid. Götz Kubitschek hat es im Podcast #2 »Am Rande der Gesellschaft« bei Minute 30:02 hervorragend auf den Punkt gebracht. Das dort gesagte sei jedermann zum Mitschreiben empfohlen.

Gern möchte ich Jonas Schick bei dieser Gelegenheit meinen ganz besonderen Dank aussprechen. Neben Benedikt Kaiser, der sich hier sich große Verdienste bei der nationalen Rekultivierung des sozialen Feldes erwirbt, erobert Jonas Schick wichtiges Gelände auf ökologischem Terrain für uns zurück. Zwei Nachwuchshoffnungen, denen man ihre Jugend nicht zum Vorwurf machen, sondern stattdessen alle Unterstützung angedeihen lassen sollte, derer sie für ihr weiters Wirken bedürfen.

Paleo Libertarian

27. Juni 2020 15:42

Der Westen Europas ist am verlorensten. Er entbehrt dem robusten Freiheitsgeist von Flyover-Amerika ebenso wie der christlichen Renitenz des europäischen Ostens. 

Ratwolf

27. Juni 2020 15:51

Man kann den Menschen im Osten mit aller Nachdrücklichkeit nur nahelegen, sich nicht solche Zustände wie im Westen zuzulegen. Der Westen ist verloren. Er funktioniert. So wie in den USA.

MARCEL

27. Juni 2020 16:19

Zum ersten Video:

Die IB wurde zerschlagen, weil man sie zerschlagen konnte. Jemand, den man nicht sehen kann, den kann man auch nicht zerschlagen. Gleichwohl hat die IB in der "Festung" in Halle Nehmerqualitäten erworben. Nicht zu verachten, Respekt!

Typologisch ist der Rechte der staats- und prinzipientreue Arbeitnehmer, der kaum noch Zeit und Nerven hat, in so etwas wie Widerstand zu investieren. Er hat Angst vor dem Chaos, braucht Strukturen, ist ein Gewohnheitstier und will eigentlich seine Ruhe haben. Ungeeignete Eigenschaften für den verdeckten Krieg, der gerade läuft (es sei denn, sie sind nur seine Tarnkappe) 

Evgenij Messner (1891-1974), Offizier der weißen Bewegung im russ. Bügerkrieg, hat im argentinischen Exil Grundlegendes zum verdeckten Krieg verfasst und ist im heutigen Russland in den maßgebenden Kreisen Pflichtlektüre. Diese Form des Krieges ist mies, hinterhältig, macht alles zur Waffe, zielt auf die Psyche und kann sehr lange gehen, mit aktiven und passiven Phasen. Nur ein gewisser Menschentyp, der Fanatiker, kann ihn führen. Wer dies früh genug erkennt, kann diesen Krieg aber auch gewinnen.

brueckenbauer

27. Juni 2020 17:57

Zu Stuttgart eben noch:

Ich lese gerade, dass die "Junge Freiheit" Stuttgart als "Vorstufe zum Vorbürgerkrieg" verstehen möchte. Sollten wir nicht einmal alle diese Bürgerkriegsträumereien im Keim ersticken? Was uns bevorsteht, ist nicht der Bürgerkrieg, sondern eine Diktatur - diese Diktatur wird sich breiter Zustimmung in der Bevölkerung erfreuen, gerade weil sie sich als die einzige Chance offerieren wird, einem Bürgerkrieg zuvorzukommen. Und einen Bürgerkrieg GEGEN die einmal errichtete Diktatur wird es noch weniger geben können. Was wir brauchen, sind keine Verhaltensregeln für die Führung eines Bürgerkriegs, sondern für das maximal mögliche Überleben in einer Diktatur!

Heimatliebe

27. Juni 2020 18:49

Lieber Jonas Schick!

Zuerst einmal vielen Dank für die Literaturempfehlungen! Damit wir nicht aneinander vorbeireden: Ich erkenne gewiß an, daß Konservative sich traditionell für den Naturschutz einsetzten und daß Linke sich das Thema zugeeignet haben. Allerdings bezieht sich meine Kritik unter anderem darauf, dass eine Schrumpfung der Deutschen propagiert wird und das halte ich für sehr gefährlich. Die überalterte autochthone deutsche Bevölkerung schrumpft bereits ohne unser Zutun dramatisch und wird in 30 Jahren wahrscheinlich eh nur noch die Hälfte von jetzt vielleicht 60 Millionen betragen.

Heimatliebe

27. Juni 2020 18:49

Das deutsche Volk, wie die meisten europäisch-stämmigen Völker weltweit, wird von verschiedenen Seiten in die Kneifzange genommen: Durch starkes demographisches Wachstum anderer Bevölkerungsgruppen, verbunden mit deren Einwanderung in unser Land in grosser Zahl einerseits, vonseiten der Regierungen und überstaatlichen Organisationen, welche totalitäre, freiheitsbeschränkende Systeme aggressiv vorantreiben andererseits, sowie von kulturell-marxistischer Dominanz der Medien und Institutionen, um nur einige Punkte zu nennen. Die Beschränkung der Individualmobilität gehört mit zum Repertoire der Anti-Freiheitsagenda der kulturrevolutionären Kräfte, einhergehend mit Totalüberwachung, welcher durch sogenanntes "autonomes Fahren" mit den Weg geebnet werden soll. Ein Tempolimit auf Autobahnen wäre nur ein weiterer Sargnagel für uns Deutsche...

Naturschutz ist Heimatschutz; damit stimme ich überein! Aber ein Zurückweichen, ein rücksichtsloses wirtschaftliches wie demographisches "Schrumpfen", kann nicht die Antwort sein!

 

Nordlicht

27. Juni 2020 19:15

Die Ökologie-Texte in der Sez 96 wie auch auf der Webseite der Kehre habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. 

Einerseits ist es wichtig, die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlage als zentrales Anliegen des politischen Konservativismus in Erinnerung zu rufen und die rot-grünen Konzepte primär als Kampf gegen die bestehende Gesellschaftsordnung der Bonner Republik zu entlarven. (Eindeutig sichbar wird das bei der Schizophrenie "gute Atomkraft bei den Kommunisten, schlechte Atomkraft im Westen", ebenfalls bei Extremforderungen nach Ausstieg aus der Industriegesellschaft bei gleichzeitiger Blindheit gegenüber den Ökokatastrophen in den RGW-Ländern.

Andererseits halte ich die gegenwärtigen Öko-Lage NICHT für gefährlich oder gar desaströs. Dies auszuführen würde die erlaubte Textlänge überschreiten.

Deutschland muss technisch Weltliga bleiben, um eine unabhängige Politik führen zu können. Das spricht gegen Industrie- und Weltmarktabkehr, gar eine "Rückkehr-zur-Scholle".

Laurenz

27. Juni 2020 19:28

@Heimatliebe

Kann Ihre Kritik an Herrn Schick nicht nachvollziehen. Was hat Heimatliebe mit einem permanenten Bevölkerungs-Zuwachs zu tun? 

Unser Land ist völlig übervölkert, 231 Einwohner pro Quadrat-KM. Wir versiegeln jeden Tag mehr als einen Fußballplatz. Wer seine Heimat liebt, kann das nicht wollen. Wir brauchen dringend Abwanderung, am besten jener, die noch nicht so lange hier leben oder derer, deren multi-ethnisches Glück in den Staaten Amerikas längst vorhanden ist, Reisereise. 

Noch vor mehr als 50 Jahren ernährte ein deutscher Landwirt doch recht nachhaltig 4 weitere Einwohner. Mit unserer hochgerüsteten & hochtechnisierten Agrarwirtschaft, die das Land nachhaltig schädigt, 140 Einwohner. Von daher bleibt Ihnen nur die Option, Ihr Land zu lieben oder es mit immer mehr Einwohnern vor die Hunde gehen zu lassen.

Laurenz

27. Juni 2020 19:34

@Paleo Libertarian

Der Mehrheit der Einwohner West-Europas fehlt nur eines, persönliche Betroffenheit ob der Umstände. Denn der Westeuropäer ist entzückt, wenn importierte Billiglohn-Anbieter das Leben komfortabel gestalten. Neo-Kolonialismus oder sagen wir nicht-tarifäre Sklaverei trifft es am besten. Stattdessen bringen die Hofschranzen-Schreiberlinge "Black Lives Matters", einfach nur um von der wahren eigenen Identität einer staatlich verordneten modernen Sklaven-Kultur abzulenken.

Laurenz

27. Juni 2020 19:37

@GuntherManz

Sie haben vollkommen Recht, Indianer, wie Germanen sind Volks-charakterlich  föderal strukturiert. Der Nachteil dieser Lebensart ist die mangelnde Wahrnehmung globaler Aspekte.

Laurenz

27. Juni 2020 19:46

@Nordlicht

Zitat-Deutschland muss technisch Weltliga bleiben, um eine unabhängige Politik führen zu können. -Zitatende

Das ist reines Wunschdenken. Wann waren wir jemals unabhängig? Die gesamte industrielle Revolution basiert auf deutscher Technik. Die Patente dafür wurden in der Vergangenheit gestohlen, mit Kriegen geraubt, oder einfach weggekauft. Für was sollen wir die anderen damit füttern?

Und die Erträge aus unserer Technik führen wir als Tribut an unsere europäischen "Freunde" oder die in Übersee, für Nicht-Krieg ab.

Die einzige Technik, die unabhängig macht, ist die Rüstungs-Technologie, wie sie an Rußland, ein Riesenreich mit der Wirtschaftskraft Spaniens, gut wahrnehmen können. Mit ein Grund für den letzten Krieg war unsere Führungsrolle in der nuklearen Technik. Bevor wir die Bombe hatten, mußten wir alleine schon aus diesem Grund, Unabhängigkeit, zwingend nieder gerungen werden. Wo kämen wir denn dahin, ein freies Deutschland.

Aber der Michel wünscht keine eigenen Atom-Waffen, weil er wohl auch keine politische Unabhängigkeit wünscht. Von daher, machen Sie Sich nichts vor.

Paleo Libertarian

27. Juni 2020 23:36

@Marcel: Kann man das Buch auf Deutsch irgendwo auftreiben?

 

@brueckenbauer: Treffer! Der Kladderadatsch, der von vielen seit Jahren herbeigesehnte große Knall, wird abgewendet durch Errichtung einer Dystopia. Die Frage wird also sein, wie stählt man sich so, dass man überleben & gegen diese totalitäre Ordnung in statu nascendi subversiv tätig sein kann? Habe darauf auch noch keine Antwort. 

 

 

heinrichbrueck

28. Juni 2020 00:19

@ sok / Maiordomus

Jedes Unternehmen hat eine Marketingabteilung. Man will seine Produkte zu Geld machen. Das politische Theater im Reichstag, nur eine Marketingfiliale der Globalisten, wird als politische Bühne wahrgenommen, um Bedürfnisse des Volkes zu bewältigen. Die Politiker kommunizieren ein Produkt, die Wähler geben ihre Zustimmung, und die Medien liefern die Informationen; damit das falsche Bewußtsein der Demokraten nicht gestört werden kann. In welcher Reihenfolge: Die Medien brauchen die Politiker, nicht umgekehrt, und die Unternehmensführung kontrollieren Medien und Politiker. Hierarchie: Führung, Medien, Politiker und andere Sprechpuppen. Eure schöne Demokratie ist eine gefährliche Illusion. Bildung wird dort überschätzt, wo der Realität Illusionen beigemengt werden. Kohl schrieb die Geschichte seiner Überschätzung, drei Wälzer, in einem demokratischen Deutsch. Und die Führung wird nie mit faulen Eiern beworfen, solange der dicke Kohl sich dafür dingen läßt. Merkel oder Kohl, es bleibt ein Basarschwindel. Merkel geht, die Umvolkung bleibt. Wen interessieren Wählerstimmen? Nur den Demokratiegläubigen, dessen Ziele konstant verraten werden; aber die Demokratie bleibt stabil, warum Demokraten immer verlieren.

Laurenz

28. Juni 2020 09:31

@brueckenbauer & Paleo Libertarian

Im Westen nichts Neues. Diktaturen zu überleben ist kein Problem. 14 Mio. DDR-Bürgern gelang dies. Um dieses Thema dreht sich die ganze rechte Opposition, vor allem die, welche die DDR noch bewußt erlebt haben, sind dafür sensibel. Erst vor ein paar Wochen (Ende Februar) stellte GK eine Autorin & das gallige Gelächter, als entsprechende Strategie, vor https://youtu.be/9c0ZoAM6NHI

Die JF liegt in der Begriffs-Nutzung falsch, weil es sich bei der marodierenden Randale, zumindest in rechter Denke, nicht um Bürger, sondern um Invasoren handelt.

Die Weimarer Republik befand sich im Jahre 1931 in einem Bürgerkrieg.

Die Linke nutzt den Begriff "Party-Szene Stuttgarts", weil sie die Stuttgarter Vorkommnisse oder G20 als solche empfindet, im Grunde unnötig. Der Michel ließ sich leicht zum eigenen Lager-Häftling & -Wächter in Personal-Union mutieren. Wer will schon ein Corona-Leugner sein? https://www.spiegel.de/panorama/winfried-kretschmanns-facebook-seite-voruebergehend-geschlossen-a-9f17dca5-e702-48f9-8ed0-8a35dd4008ea 

Den großen Knall erwarteten schon viele Rechte oder - Linke, am besten vor dem eigenen Ableben. Er kommt auch. Nur im Zeitfenster sollte man sich einfach flexibler zeigen, ob morgen oder in 200 Jahren, das weiß niemand. Vor daher ist es nötig, beim oppositionellen Denken das eigene ICH außen vor zu lassen.

Stefanie

28. Juni 2020 10:19

1/2

Da es Andreas Walter noch nicht getan hat, möchte ich nur kurz darauf hinweisen, daß die deutsche Landwirtschaft, ohne ihren industriellen Aspekt (die Zufuhr von Energie aus fossilen Trägern in Form von Düngemitteln, Landtechnik und Pflanzenschutzmitteln) wohl keine 40 Millionen Menschen auf dem derzeitigen Territorium ernähren könnnte. Daran ändern auch Rechenspiele in Richtung ökologisher Kreislaufwirtschaft nichts, denn die Groß- und Mittelstädte sind auf eine funktionierende Kanalisation angewiesen und können daher (in Nährstoffhinsicht) nicht allzuviel in diesen Kreislauf zurückführen. Ein Deutschland mit rein ökologischer Landwirtschaft wäre damit paradoxerweise eben noch stärker auf eine funktionierende exportorientierte Industrie angewiesen, als jetzt, da es eben noch stärker auf den Import von Nahrungsmitteln angewiesen wäre. Man kann den Auslöser für die industrielle Revolution auch darin sehen, daß Gebiete mit einem geringen Landwirtschaftlichen Ertragspotential (natürlich dichtbesiedelte Städte, aber gerade in Deutschland auch Mittelgebirgsregionen) durch den Export von fabrizierter Ware (Textilen, Glas etc.), die Zufuhr von Nahrungsmitteln in diese  Gebiete finanzierten.

 

Stefanie

28. Juni 2020 10:20

2/2

Es stellt sich tatsächlich die Frage, ob "Gesundschrumpfen" am Ende nicht doch ein Zurückweichen vor denen sein wird, die durch as Aufrecht erhalten von Handelsströmen noch eine ganze Weile länger ihre Dominanz behalten können. Am Ende läuft es wohl auf das "last-man-pumping"-Szenario hinaus: Wer sichert sich den Zugang zu den verbliebenen fossilen Energieträgern oder erschließt neue (Thorium?). Daß einzige,was diese Entwicklung aufhalten könnte, wäre, daß ihnen die Köpfe derjenigen ausgehen, die solch eine technische Zivilisation am Laufen halten können - nicht nur die Tüftler und Entwickler dieser "Zukunftstechnologien", sondern auch das Personal im Maschinenraum, also die Ingeneure, Handwerker, selbst Fließbandarbeiter. Wobei es wiederum nicht nur auf die Intellegenz in diesen "Köpfen", sondern eben auch auf ihre Arbeitsmoral, ihr Sozialverhalten etc., man könnte vielleicht sagen, ihre sittliche Verfassung, ankommt. In diesem Sinne könnte das "Gesundschrumpfen" der europäischen Völker eventuell diesem industriellen Fortschrittskomplex eben doch eine unabdingbare, nicht zu substituierende Ressource entziehen - aber eben leider unter Inkaufnahme des eigenen Verschwindens.

Ronny Licht

28. Juni 2020 12:48

Teil 1/2

Meine Frage bzw. mein Einwand aus der Zukunft an die Gesprächsgruppe am Tisch mit @Kositza, @Kubitschek, @Kaiser und @Lehnert:

Ab 36:20 richtet sich das Gespräch auf die Aussage "White Life Matters" (WLM) und deren Gehalt im Bezug zu BLM und dem Ethnos-Volksbegriff.

Was ich mich hierbei - wie auch schon vor drei Jahren bei Sellners Video "3 Fragen die 'Antirassisten' fertig machen" (hier an aber "White Pride" abgehandelt) - gefragt habe, ob die unterschiedliche Konnotation hinter den Begriffen entweder nicht erkannt oder gar bewusst verschwiegen wird. Ich ahne die Antwort.

Im vorliegenden Gesprächsvideo operiert man mit "WLM" partiell auch wie Sellner mit dem "White Pride"-Begriff umgeht, in dem man beide Slogans rein semantisch betrachtet, die Bedeutungsebenen und Umstände der Entstehung aber außen vor lässt. Während BLM aus einer Postion der Unterdrückung und Benachteiligung entstand, ist "WLM" eine reaktionistische Floskel um die alleinstellende Berechtigung der POC-Commutiny zu relativieren.
 

Ronny Licht

28. Juni 2020 12:49

Teil 2/2

"White Pride" geht da sogar noch einen Schritt weiter, enstpringt der Begriff einer weiß- suprematistischen, stark rassistischen, antisemitischen und bisweilen in allen Facetten rechtsextremen Szene. Der Unterschied zu "Gay Pride", "Asian Pride" und BLM/"Black Pride" liegt auf der Hand.

Vor diesem Hintergrund sollte doch auch @Dr. Erik Lehnert klar sein, wieso "WLM" als rassistisch aufgefasst wird.

Laurenz

28. Juni 2020 14:22

@Stefanie

Die Frage ist, gerade heute, in der Ära des asymmetrischen Krieges, nicht die Zahl der Einwohner, sondern die der Wehrhaftigkeit. Frankreich & Britannien waren Weltmacht mit einer immer geringeren Bevölkerungszahl als im Vergleich das Deutsche Reich.

Die einzigen, die sich jemals um ihre Bevölkerungszahl Gedanken gemacht - & gehandelt haben, sind die Chinesen. Sie halten ihre Bevölkerung stabil auf 1,4 Milliarden mit leicht sinkender Tendenz. Sie können auch rechnen & wissen, daß für 30 Jahre die Alten den Gürtel enger schnallen müssen. In Anbetracht der grundsätzlichen Existenz spielt das aber keine Rolle. Auch die aktuellen 1,4 Milliarden lassen sich nur mit einer quasi nationalsozialistischen Vorstellung von Kolonial-Politik ernähren. Pachtung & Kauf von Agrarflächen weltweit.

Kein Konservativer, auch ich nicht, vertritt die links-grüne These einer De-Industrialisierung, aber nix für ungut, @Heimatliebe hatte Ihr Thema explizit angesprochen. Ich kann immer wieder nur Paul Kennedy empfehlen https://de.wikipedia.org/wiki/Aufstieg_und_Fall_der_gro%C3%9Fen_M%C3%A4chte

Er beschreibt & begründet vordergründig ökonomisch die individuelle Überlegenheit des einfachen Deutschen Soldaten gegen die 50-fache Übermacht Seines Gegners im letzten Krieg mit Seiner Intelligenz & Seiner besseren Berufsausbildung. Aber hier liegt der Hund begraben, es existieren keine Deutschen Soldaten mehr, nur noch ein Sauhaufen, der sich Deutsch hochstapelt.

paernu

29. Juni 2020 09:03

Hallo
Gibt es eventuell die Möglichkeit die Podcasts als MP3 abzulegen, damit man sie downloaden und unterwegs hören kann? Die ca. 40min entsprechen ziemlich meiner Joggingrunde :) wäre sehr nett.

Gruss
Kositza: Kann diesen Wunsch gut nachvollziehen und habe das mal in Auftrag gegeben.

Laurenz

29. Juni 2020 09:42

@JS & Heimatliebe

Auch ganz ohne Sieferle & Gruhl ist der Traum, nackig auf einer Südsee-Insel zu leben, vielleicht legitim, aber nicht zwingend notwendig, ein Relikt der kurzen deutschen, mehr oder weniger sinnlosen Kolonialzeit, die Bismarck ablehnte.

Ich gehe schlicht davon aus, daß JS in der Vorstellung, traditionellen Konservatismus zu pflegen, natürlich in die heutige Zeit transformiert, denkt.

Anhand grün-angemalter Politik, die aus reinen Lippenbekenntnissen und Plagiaten besteht, kann man viel mehr konservativ ökologische, maßvolle Politik herleiten, auch ohne groß einen, wenn vorhanden, Wohlstand einschränken zu müssen. Die Grünen, an der Macht in Berlin, bekamen nicht mal den Dosen-Pfand in den Griff. Der Online-Handel hat unseren Verpackungs-Müll verdoppelt. Pflicht-standardisierte Gehäuse für Elektronik existieren nicht, nur eine Gießkannen-Abgabe um eine Entsorgung, die dann doch in Afrika (Ghana zB) stattfindet, zu finanzieren. Eine KFZ-Steuer, die sich nach Hubraum bemißt, anstatt nach Fahrzeug-Gewicht, fördert nicht wirklich Innovation oder eine technische Verbrauchs-Reduzierung, einfach nur blöde. Das kann man immer so weiter führen. Von daher braucht man nicht immer auf bekannte Autoren verweisen, um sich quasi zu rechtfertigen, Herr Schick. Wenn Sie es schreiben, ist das mindestens genauso gut, wie Sieferle, auch wenn ich keinen davon abhalten will, letzteren zu lesen.

Stefanie

29. Juni 2020 20:16

@Laurenz

Um die Bevölkerungszahl Deutschlands brauchen wir uns keine Gedanken machen, die wird wohl, komme was wolle, gehalten werden. Es geht eben um jenen Teil, der die entsprechende Leistungsfähigkeit trägt - und der schrumpft nicht nur demographisch, vielmehr verschwindet seine Seele. 

Dazu kommt, wie sie beschrieben haben, der klassisch "grüne" Weg,  ökologische Ziele durchzusetzen: durch die Implizierung eines riesigen Bürokratieapparats, der z.B. Landwirten aufgedrückt wird, die Fördermittel aus entsprechenden Programmen abrufen wollen, um ihre Ertragsverluste bzw.  Mehrkosten wieder einzuspielen.

Hier: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/neue-wege/der-neue-green-deal-oder-das-grosse-bauernlegen/

Und hier: https://www.bauerwilli.com/

Können Sie praktische Beispiele finden.

Ich würde davon ausgehen, daß auch die Ernährungsfrage in absehbarer Zeit ein Teil des "chao" werden wird, aus dem die neue Ordnung wachsen soll. Oder glauben sie tatsächlich,  daß die Debatte, die um Tönnies losgetreten wurde, dazu führt, daß nun wieder kleinere Schlachtereien dessen Marktanteil übernehmen? Doch eher Unilever oder jemand aus dieser Liga. 

Laurenz

30. Juni 2020 10:04

@Stefanie (1)

Habe die Befürchtung, Sie verkennen die Lage. Bio-Gas-Anlagen funktionieren nicht mit dem Müll eines Wohngebiets mit einem Ausländeranteil von mehr als 5%. Der historische Landschaftswandel, die Verwüstung, im Nahen -, Mittleren Osten & Nord-Afrika ist Menschen-gemacht & wir importieren diesen. Wenn Sie tatsächlich der Natur Raum geben wollen, siehe hier Holger Douglas https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/neue-wege/der-neue-green-deal-oder-das-grosse-bauernlegen/

dann leben hier zu viele Menschen. Um die gesündere Bevölkerungsdichte Frankreichs zu erreichen, muß Deutschland seine Bevölkerung um über 50% reduzieren. Das geht nur über Abwanderung. In 30 Jahren, wenn meine Generation der Säuglings-Boomer tot ist, stimmt die Alters-Pyramide auch wieder. Das Problem ist längst durch das natürliche Ableben gelöst.

Laurenz

30. Juni 2020 10:16

@Stefanie (2)

Das, was Sie beschreiben, ist schlicht alte kommunistische Strategie. Ob Tönnies oder die Bauern, es geht schlicht um die Vernichtung des Mittelstands, des Bürgertums & um die Verblödung der Massen. Ob die Massen ein formales Abitur haben, spielt doch keine Rolle, solange sie sich fügen, was Ziel der Bildungs-Ferne ist. Leute wie Tönnies gehen doch nur soweit, wie die Politik sie läßt. Die De-Regulierung des Arbeitsmarktes wurde von Rot-Grün eingeführt. Man kann keine Unternehmer Politik machen lassen. Noch in den 80-/90ern verließen Unternehmer Deutschland um im Ausland billiger produzieren zu können, das Trump-Syndrom. Im Ausland fehlt aber oft die Rechtssicherheit & die Infrastruktur, daher erfüllte Rot-Grün den Wunsch der Unternehmer, die Lohnsklaven zu importieren. Die langfristigen Konsequenzen sind Unternehmern egal, wenn sie ihre aktuelle Bilanz anschauen. Daß Merkel die falschen Billig-Lohn-Sklaven importierte, erkannte auch zu spät der BDI. Lenin hatte schon Recht: Die Kapitalisten werden uns den Strick liefern, an dem wir sie aufhängen werden.

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