18. Juli 2020

Netzfundstücke (56) – Korridore, Rom, Bücherschrank

Jonas Schick / 18 Kommentare

In den liberalen Diskussionsräumen sind die Meinungskorridore auf eine Spaltbreite zusammengeschrumpft.

Namhafte anglo-amerikanische Liberale wie Francis Fukuyama, Margaret Atwood und Gloria Steinem beklagen in einem offenen Brief die Einschränkung des freien Austauschs von Information und Ideen. Die von Ihnen so wertgeschätzte »Toleranz« und die Ambivalenz des Denkens verliere zusehends an Boden. Dabei möchte man jedoch jeden Verdacht, zur »falschen« Seite zu gehören, sogleich zerstreuen: Rassismus, Geschlechtergerechtigkeit, Kolonialismus und LGBTQ-Themen seien wichtige Diskussionen, denen sich die westlichen Gesellschaften zu stellen hätten. Nur das »Wie« behagt den Damen und Herren nicht ganz.

Derweil es den Liberalen in ihrem eigenen Stübchen zunehmend ungemütlich wird, öffnet sich der Meinungskorridor, je mehr man zum »Rande der Gesellschaft« vorstößt. Dort entlarvt in der fünften Gesprächsrunde vor Mikrofon am Tisch auf dem Rittergut Schnellroda IfS-Leiter Dr. Erik Lehnert das Klagen der Unterzeichner sogleich als die verlogene Heuchelei, die es ist.

Denn was man moniert ist nicht die Verbannung der Stimmen, die ein grundsätzliches Problem mit dem liberalen Rahmen an sich haben und denen seit jeher kein Platz im öffentlichen Diskurs zusteht, sondern, daß man nun selbst vor die Tür des eigenen Hauses gesetzt wird. Mit anderen Worten: sie bekommen jetzt ihre eigene Medizin zu schmecken und es behagt ihnen überhaupt nicht.

Neben liberalen Selbstzerfleischungen sind im aktuellen Podcast auf dem kanal schnellroda außerdem ein »kontroverses« Interview des Historikers Wolfgang Reinhard in der FAZ, das im Nichts verhallt und keine Wirkung zeitigen möchte, sowie die eigene Aktivität als Virusschleudern subversiven Gedankenguts Thema.

Unbedingt hier reinhören:

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Beim Ausmisten alter Lesezeichen in meinem Browser stolperte ich über einen Text des Althistorikers Alexander Demandt aus dem Jahr 2016, der, nachdem ihn die Zeitschrift Die politische Meinung abgelehnt hatte, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht worden war. Auf der Höhe der Migrationskrise schrieb er über „Das Ende der alten Ordnung – Untergang des Römischen Reichs“.

Für Demandt steht ein zentraler Faktor des Untergangs des Römischen Reichs fest: die massenhafte Einwanderung germanischer Stämme ab dem Jahr 376 n. Chr. Rom war nicht dazu in der Lage gewesen, die in das Reich einströmenden Massen in die römische Gesellschaft zu integrieren, wie dies noch über die vorigen Jahrhunderte mit kleineren Mengen an Fremden bewältigt werden konnte.

Es liegt auf der Hand, warum Die politische Meinung diesen von ihnen zuerst noch ausdrücklich bestellten Text nicht abdrucken wollte. Die Analogiebildung zu unserer heutigen Zeit drängt sich auf, aber wer will schon aus der Geschichte lernen:

Man sollte nun annehmen, dass die Einbürgerung der Fremden zu einer Integration führen müsste, wie es dreihundert Jahre lang der Fall war. Aber je mehr Germanen kamen und je höhere Posten sie errangen, desto schwieriger wurde das. (…) Es ist eine alte Frage, weshalb die reiche, hochentwickelte römische Zivilisation dem Druck armer, barbarischer Nachbarn nicht standgehalten hat. Man liest von Dekadenz, von einer im Wohlstand bequem gewordenen Gesellschaft, die das süße Leben des Einzelnen erstrebte, aber den vitalen und aktiven Germanenhorden nichts entgegenzusetzen hatte, als diese, von der Not getrieben, über die Grenze strömten. Überschaubare Zahlen von Zuwanderern ließen sich integrieren. Sobald diese eine kritische Menge überschritten und als eigenständige handlungsfähige Gruppen organisiert waren, verschob sich das Machtgefüge, die alte Ordnung löste sich auf.

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Jemand, der vor der Bildung historischer Analogien nicht zurückschreckt, ist der belgische Althistoriker Prof. Dr. David Engels. Sein Buch Auf dem Weg ins Imperium (hier bestellbar) zieht ganz in der Tradition Oswald Spenglers Parallelen zwischen der Krise der Römischen Republik, die schlußendlich in der Transformation zum augusteischem Prinzipat endete, und einer taumelnden Europäischen Union: Immigrationsproblematik, Materialismus, Werteverlust und Politikverdrossenheit sind nur ein Ausschnitt von Phänomenen, die beide Systeme miteinander teilen.

Seine aktuellste Buchpublikation Was tun? ist im katholischen Renovamen-Verlag erschienen und versucht eine Antwort darauf zu geben, wie man mit dem Niedergang Europas; mit der Gewißheit, daß morgen schlimmer sein wird als heute; mit dem Wissen, daß die Tage der abendländischen Zivilisation, so wie wir sie heute kennen, lebt. Was tun? kann hier, bei Antaios, dem größten konservativen Versandbuchhandel bestellt werden.

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Da unser Milieu viel und tief liest, geht es direkt weiter mit gedruckten Buchstaben auf Papier. Das Buch im Haus nebenan (hier bestellbar) hat bei vielen Lesern erhebliches Interesse an den im Sammelband vorgestellten Schlüsselwerken der einzelnen Autoren geweckt und die Nachfrage nach den Titeln ist hoch.

Wir haben daher extra für Sie einen Bücherschrank zusammengestellt, der alle erwähnten Werke enthält und Ihnen die Suche erspart. Hier geht es zum virtuellen Regal. Besonders Ernst von Salomons Der Fragebogen (hier bestellbar), Hans Falladas Wolf unter Wölfen (hier bestellbar), Gustave le Bons Psychologie der Massen (hier bestellbar) und Uwe Krügers Meinungsmacht (hier bestellbar) werden nachgefragt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein lektürereiches Wochenende.



Kommentare (18)

Der_Juergen

18. Juli 2020 17:26

Ein guter Artikel zum Wochenabschluss. 

"Das Buch im Haus nebenan" habe ich mit grossem Gewinn gelesen; neben sehr vielen mir bekannten Werken wie "Der Fragebogen", "Wolf unter Wölfen", "Die Psychologie der Massen" oder "Die letzte Welt" stiess ich bei der Lektüre auch auf eine Reihe mit nicht oder nur dem Titel nach bekannten Büchern, von denen ich etliche in naher Zukunft lesen möchte. Am stärksten beeindruckt hat mich übrigens Bosselmanns Besprechung des "Zauberbergs", da ich darin viele für mich neue Facetten in einem an sich altbekannten Meisterwerk entdeckte.

Laurenz

18. Juli 2020 18:54

Ja, jetzt sind soweit, daß auch konforme Links- oder Rechtsabweichler (zB Otto) ans Messer geliefert werden. Im Prinzip doch ganz nett für uns.

Franz Bettinger

19. Juli 2020 11:13

@Untergang des Römischen Reiches: Spengler ahnte 1933 die heutige Endzeit voraus: "Gleiche Rechte sind wider die Natur. Sie sind Zeichen altgewordener Gesellschaften. Sie sind der Beginn ihres Zerfalls. Es ist Dummheit, den durch Jahrhunderte gewachsenen und durch Tradition gefestigten Bau der Gesellschaft ersetzen zu wollen. Man sehe sich nur die Figuren an, bei all diesen Krawallen: irgendwie sind sie alle Missgeburten, die nur Rechthaberei und Rache für ihr verfehltes Leben im Kopf haben, und an denen der Mund der wichtigste Körperteil ist. Vermischt ist die traurige Bagage mit ein paar Schwärmern für abstrakten Ideale. Was sie treibt? Ein Rachegefühl für irgendein Pech, das ihnen das Leben verdarb, und die Abwesenheit jeden Instinktes für Ehre und Pflicht und ein hemmungsloser Durst nach Geld ohne Arbeit und nach Rechten ohne Pflichten." (hier abgeschwächt und verfranzelt aus "Jahre der Entscheidung", wieder aufgestöbert von M. Klonovsky) 

Franz Bettinger

19. Juli 2020 11:15

Nochmals Klonovsky: "Der Germane sei nur ein Konstrukt, beruhigte Odoaker den letzten römischen Kaiser, bevor Odi den Laden übernahm."

Caroline Sommerfeld

19. Juli 2020 11:51

FAS untetitelt heut ein Photo:

"Black-Lives-Matter-Demonstranten auf dem Berliner Alexanderplatz. Benannt nach dem russischen Zaren Alexander I., dem aufrechten Antidemokraten und Reaktionär".

Laurenz

19. Juli 2020 12:11

 

@Caroline Sommerfeld

Auch Karl Marx war ein bekennender Rassist und zog den Genozid "Minderwertiger Rassen oder Völker" als zwingend in Betracht.

Hier, immer wieder schön "Der hat Neger gesagt" von Harald Schmidt 

https://youtu.be/HZZNcyykiog (06:31)

Franz Bettinger

19. Juli 2020 12:55

Der Heilige Mauritius war ein afrikanischer (ägyptischer) General im Dienste Roms, der die Christen (der Schweiz) schonte und deshalb selbst (als Märtyrer) sterben musste. Dieser Maure, von den Schweizern Moritz oder Mauritius genannt, wird in vielen Stadtwappen und Stadtnamen verehrt, auch in Gotha und St.Moritz. Das verstehen Grüne + Linke nicht: Dass man Afrikaner auch verehren kann, geht nicht in grüne Köppe.

Der Joseph

19. Juli 2020 17:26

Nach 12 Monaten mitlesen und seit kurzem auch mit Sezession-Abo, mein erster Kommentar.

Sezession als Seismograph und Stichwortgeber für andere. Der gestrige Artikel in Zeit-Online zum linken digitalen Spießer paßt wunderbar zum aktuellen Podcast und zum Spießer-Beitrag in der Sezession Druckausgabe.

https://www.zeit.de/kultur/2020-07/identitaetspolitik-linke-intoleranz-zensur-demokratie-meinungsfreiheit

brueckenbauer

19. Juli 2020 19:01

Das neue Interesse für die "Psychologie der Massen" wundert mich doch ein bisschen. Gilt da nicht der Einwand, den René König gegen Adorno vorgebracht hat: Es wird "Kulturkritik" geboten statt wissenschaftlicher Analyse?

Ich hab Le Bon nicht im Original gelesen. Aber gegen spätere Schüler wie Hendrik de Man gilt dieser Einwand auf jeden Fall. Da wird mit den "Massen" alles mögliche in Beziehung gebracht, ohne klare Kausalzusammenhänge aufzuweisen.

Gracchus

19. Juli 2020 23:05

1. Den Aufruf - oder wie immer man das bezeichnen soll - der Intellektuellen beurteile ich nicht so streng, sehe darin ein gewisses Aufwachen. Ebenso die von @Der Joseph verlinkte Polemik, deren Autor man auch ankreiden könnte, dass er dem Antirassismus etc. seine Reverenz erweist, aber er analysiert sehr gut, was da falsch läuft. 

Ich dachte neulich: Die Dinge wären einigermaßen wieder im Lot, wenn Lichtmesz Kazim auf ZON antworten dürfte - ich meine mit Artikel, nicht in der Kommentarspalte.

2. Das Interview mit Wolfgang "Django" Reinhardt ist hinter einer Bezahlschranke verschwunden. Man kriegt's auch nicht, wenn ein 14-tägiges Gratislesen abschließt.

Zu dem "verklemmten" (Rainald Goetz, loslabern) Patrick Bahners fällt mir sein infamer Artikel zur Affaire Bernig ein - sodann sein Eintreten via Twitter für die Polizei=Müllhalde-Satirikerin von der taz - eine "Satire", die selbst H. Prantl zu weit ging. 

Ratwolf

20. Juli 2020 05:21

Die Analogie zum Römischen Reich ist offensichtlich.

Viele Beiträge von Alexander Demandt sind bemerkenswert. Er nahm auch an einen Film des ZDF teil.

"Kampf um Germanien - Die Schlacht im Teutoburger Wald"

https://www.youtube.com/watch?v=gcDigKHYkHs

Ratwolf

20. Juli 2020 05:23

Zur Varusschlacht: Hier das Original (unzensierte Version)

"Die Varusschlacht"

https://www.youtube.com/watch?v=kCO8q5nqcRo

 

links ist wo der daumen rechts ist

21. Juli 2020 08:24

Die Ostgoten, die Westgoten, sie zogen dahin…

 

So ganz klar ist mir die Wertung als Analogie des bei Demandt beschriebenen Szenarios nicht.

Hätten die Römer dazumal mit einer „Fahrradltruppe“ (Broder über den Abwehrwillen der Schweizer während WK2) die germanischen Invasoren aufhalten sollen?

Und was ist – gerade wenn man sich auf Spengler beruft – prinzipiell am Ende von Imperien schlecht? Das geschieht halt.

Westrom und Ostrom gingen zugrunde – ja und?

Byzanz wurde auch wesentlich von seinen "westlichen Verbündeten" mitzerstört.

Europa hat seine Vormachtstellung mit dem Ende seines Kolonialreiches verloren; seitdem geht es nur mehr darum, wie man der „Verdammten dieser Erde“ Herr werden kann (kann man in the long run wahrscheinlich nicht).

Ein mögliches Szenario einer augusteischen Neubesinnung hat Houellebecq genial beschrieben; allein die Rechten haben diesen Witz einer Koalition aus Islamisten und Identitären bis heute nicht verstanden.

Etwas schärfer hat diese Symbiose H. in seinen berüchtigten „Tischgesprächen“ geschildert, als er meinte, es wäre für Europa besser gewesen, wenn Karl Martell in der Schlacht von Tours und Poitiers nicht gesiegt hätte.

ff

 

links ist wo der daumen rechts ist

21. Juli 2020 08:36

Ein anderes Szenario wäre natürlich auch eine durchgehende Metökisierung der Zugewanderten, also die Fortsetzung des europäischen Kolonialismus vor der Haustüre bzw. eine Art Apartheid-System; wie lange mag das gutgehen?

Die Hauptfrage aber lautet:

Welches Geschichtsbild vertritt dieses Gejammere über den Untergang welcher Imperien auch immer bzw. der hypertrophe Glaube daran, mit einer Handvoll verwegener Burschen und Mädel skandierend geschichtliche Prozesse aufhalten zu können?

Da lese ich lieber bei Gottfried Benn nach.

Jenseits von dieser Art Geschichtsnihilismus liegt der Denkfehler vieler Neurechter liegt darin, daß man Regionalismus meint, wenn man Nation sagt.

Und ich bin vermutlich der einzige im Forum, der mögliche Aufgaben unserer deutschen Kulturnation (und das Scheitern daran) seit den „Ideen von 1914“ zumindest ansatzweise thematisiert hat.

Unabhängig davon empfehle ich – neben den Klassikern Spengler und Toynbee – die Lektüre von Franz BorkenausEnde und Anfang: Von den Generationen der Hochkulturen und von der Entstehung des Abendlandes“

Es beruhigt die Nerven.

Der_Juergen

21. Juli 2020 10:47

@links, wo der Daumen rechts ist

"Ein mögliches Szenario einer augusteischen Neubesinnung hat Houellebecq genial beschrieben; allein die Rechten haben diesen Witz einer Koalition aus Islamisten und Identitären bis heute nicht verstanden."

Eine solche Koalition ist radikal unmöglich, weil die beiden genannten Seiten vollkommen entgegengesetzte Ziele verfolgen. Die Islamisten wollen Europa islamisieren, die Identitäten wollen dies verhindern. Wie soll eine Synthese aus diesen Gegensätzen wohl aussehen? Dass es punktuelle Gemeinsamkeiten gibt (z. B. in der Ablehnung von Schwulenkult und Schwulen-"Ehe", Gender-Irrsinn, Abtreibung u. a. ändert hieran nichts. Würden Islamisten und Identitäre gemeinsam eine Gay Parade aufmischen, empfände ich darüber hämische Genugtuung, sowie ich schadenfreudig schmunzle, wenn die Antifa in Wien von den Grauen Wölfen zu Paaren getrieben wird. Aber für eine Allianz reicht dergleichen wirklich nicht aus.

Boreas

21. Juli 2020 11:38

(Lidwddri)

Die Zuströmenden sind ja schon metökisiert. Die einzige Chance ist das Halten der ballungsgebietsfernen Räume.

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ jammert heute:

„Sachsen-Anhalt steht in einem globalen Wettbewerb um die besten Köpfe, außerdem meiden Zuwanderer tendenziell strukturschwache ländliche Regionen ohne ethnische Netzwerke“

Dabei ist das unser Pfund: die urbanen Moloche werden wahlweise gentrifiziert oder metökisiert.

Wir halten die ländliche Region. Bildet Rittergüter! Und dann mit Benn: „...dennoch die Schwerter halten vor die Stunde der Welt.“

Laurenz

21. Juli 2020 14:04

@links ist wo der daumen rechts ist

Da brauchen Sie gar nicht so in die Tiefe gehen. Asterix, Rambo etc., die mit ein paar Hanseln ganze Groß-Mächte ins Taumeln bringen, sind die Relikte von nicht bewältigten, kollektiven Traumata. 

@die Geschichts-Beflissenen

Rom war nie so stabil, wie es aussah. Schon während der frühen Republik Rom setzte der bayerische (Senone) Feldherr Brenner (lat. Brennus) über die Alpen und plünderte Rom.

Auch der karthagische Feldherr Hannibal verpaßte nur wenig später die große Chance, Rom dem Erdboden gleich zu machen, weil Ihm schlicht das politische Gespür fehlte, wann denn die "richtige Zeit" ( heute timing) gekommen ist, um zuzuschlagen. Hannibal verpaßte schlicht diesen Zeitpunkt.

Die Niederlagen und Siege des Cherusker-Fürsten Hermann und des gallischen Adligen Vercingetorix sind in ihrer lokalen Begrenztheit dem damals herrschenden Föderalismus zuzuschreiben. Beide lebten im Prinzip 200 Jahre vor Ihrer Zeit.

So pauschale Urteile, wie die des Dr. Engels bleiben fragwürdig. Die Alemannen-Stürme zerstörten wenig römische Infrastruktur, der Sturm der Araber, 600 Jahre später, bis hinein nach Frankreich schon. Die Germanen tauschten im Grunde nur die Oberschicht aus. Als ob Clodwig I anders als die Römer Frankreich beherrscht hätte, alles Unsinn. Der kulturelle Niedergang des Römischen Reiches basiert schlicht auf dem totalitären Verhalten christlicher Führer. Hier ist, wenn, die Parallele zur Linken heute.

Gustav Grambauer

22. Juli 2020 00:30

Fanz Bettinger

"Dieser Maure, von den Schweizern Moritz oder Mauritius genannt, wird in vielen Stadtwappen und Stadtnamen verehrt, auch in Gotha und St. Moritz."

Der im Wappen von Gotha ausgewiesene Patron der Stadt ist St. Got(t)hardus, kein PoC.

https://img.fremdenverkehrsbuero.info/staedte-wappen/g/wappen_gotha.jpg

Vielleicht haben Sie Gotha wegen des einstigen Hztm. Sachsen-Coburg-Gotha mit Coburg verwechselt, wo im Wappen jemand zu sehen ist, dessen Leben etwas bedeutet?

Wer denkt auch bei St. Gotthardus nicht an die Schweiz ...

Hier ein Bild vom Steuersatz

https://ibb.co/S6Q5sX0

meines Fahrrads / Velos, in den 70er Jahren von einer Manufaktur in Olten AG angefertigt, immer gut für augenzwinkernde Witze in öffentlichen Verkehrsmitteln. Habe z. B. neulich in eine Runde von Wandersleuten, aus der heraus jemand ironisch sagte: "Sie, des gahd aber nöööd!" eingeworfen:

"Isch es Lebesrecht für Wissi elminieret /
fährd sich`s gliich ganz ungenieret".

Köstliche Lacher in der Runde!

- G. G.