20. Juli 2020

Sonntagsheld (154) – Bridger, der Krieger

Till-Lucas Wessels / 24 Kommentare

Jungs machen Jungssachen

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Manchmal begegnen einem Geschichten, bei denen einfach alles stimmt. Die Erzählung von unserem dieswöchigen Sonntagshelden Bridger aus Wyoming ist so eine. Ich habe jetzt nicht nochmal nachgesehen, aber mit seinen sechs Jahren dürfte er der jüngste in der Reihe der Heroen sein; verdient hat er sich diesen Platz auf jeden Fall.

Am 9. Juli spielte Bridger Walker gemeinsam mit seiner vier Jahre alten Schwester auf einem Hinterhof, auf welchem sich auch zwei Hunde befanden. Plötzlich sprintete einer der Hunde, ein Schäferhund, aggressiv auf die beiden Kinder zu. Um seine Schwester zu schützen, stellte sich Bridger dem Tier, das es offenbar auf das Mädchen abgesehen hatte, in den Weg.

Mehrmals versuchte der Hund an ihm vorbeizukommen, aber Bridger bewegte sich immer wieder hin und her und schirmte seine Schwester mit seinem Körper ab. Daraufhin sprang er den Jungen an und verbiss sich in seine Wange.

Obwohl das Tier nicht von ihm abließ, rief der Sechsjährige seiner Schwester zu, sie möge sich in Sicherheit bringen. Kaum hatte er sich aus den Fängen des Schäferhundes befreit, eilte er zu dem verstörten Mädchen und brachte sie in einer Ecke des Hofes in Sicherheit.

Als sein Vater ihn im Krankenhaus fragte, weshalb er sich zwischen seine Schwester und den Hund gestellt habe, antwortete er: „Ich dachte: Wenn jemand sterben muss, dann sollte ich es sein“ - Worte, die nicht nur berühren, sondern beschämen, wenn man sie aus dem zerfetzten Gesicht eines Sechsjährigen hört.

Mit 90 Stichen wurden die Fleischwunden in Bridgers Gesicht genäht; seine Schwester blieb bei dem ganzen Vorfall unverletzt. Inzwischen sind die beiden wieder zuhause, die Geschichte verbreitete sich indes rasend schnell im Netz. Dieser Verbreitung haben wir es auch zu verdanken, dass wir ein bisschen über die Hintergründe des jungen Helden wissen.

So liegt der Kampfgeist bei den Walkers offenbar in der Familie: Sowohl Bridgers Vater, als auch sein älterer Bruder trainieren die Kampfsportart Brazilian Jiu Jitsu; kaum verwunderlich, dass auch Bridger in diesem Bereich bereits Wettkämpfe bestritten hat.

Auf die Tat des Jungen reagierte seine Familie mit Stolz und Liebe. Und sie veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie darum bat von Geldspenden abzusehen. Wer gerne für eine gute Sache spenden wolle, solle lieber Veteranenverbände, oder den Kampf gegen Kinderhandel unterstützen.

Selbst für den Hund ging die ganze Geschichte gut aus. Er wurde nicht eingeschläfert, sondern ist nach wie vor in der Obhut seiner Besitzer. Auch gegenüber den Herrchen hegen Bridger und seine Eltern keinen Groll: „Unsere Familie ist den Besitzern des Hundes nicht böse. Im Gegenteil: Wenn überhaupt, dann ist das Verhältnis zwischen unseren Familien durch den Vorfall noch herzlicher geworden.“

Ich wünsche Bridger, dass seine Verletzungen rasch verheilen und er bald wieder fit für die Matte ist. Und ich wünsche ihm, dass er seine Narben Zeit seines Lebens mit dem Stolz des Kriegers tragen kann. Möge sein Lächeln der Schild seiner Liebsten und der Schrecken seiner Feinde sein!


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.


Kommentare (24)

Ratwolf

20. Juli 2020 05:13

Das Wehrbereite und die körperliche Ertüchtigung schätze ich auch an der IB. Eine Dame der IB sage mir mal, dass die Übungen sie nerven würde und das sie es übertrieben finden würde. Ich fragte sie, was wohl wäre, wenn ein potentiell zukünftiger Partner sie nicht in dieser neuen verrückten Welt verteidigen könnte...

Venator

20. Juli 2020 08:09

Tolle Sache, zweifelsohne, aber das mit den Hunden kann man auch anders sehen. Jemand der Ahnung von Hunden hat weiß, daß man kleine Kinder niemals unbeaufsichtigt mit Hunden alleine lassen darf und ein Hund, der grundlos einen Menschen (Kind!) angegriffen hat, muß eingeschläfert werden, weil er ganz offensichtlich einen Fehler in der Rübe hat. Was will man auch machen? Wenn man ihn jetzt nur noch im Zwinger hält, wird sein Dachschaden nur noch größer und das man ihn nicht mehr draußen rumlaufen lassen kann, hat er ja bereits bewiesen. Doch offenbar fürchtet man sich wieder vor den notwendigen Konsequenzen, inzwischen wohl auch in den USA Alltag.

Solution

20. Juli 2020 09:33

Wird hier nicht ein wenig zu dick aufgetragen? Ein entstelltes Gesicht und Verständnis für den Hund und seine "Hundehalter"?

Respekt vor dem kleinen Jungen. Seine Narben werden ihn allerdings sein Leben lang stark belasten. Ein "Stolz" auf die Narben wird da wohl kaum helfen. Manch ein Kind/Jugendlicher kann sowas gar nicht verkraften.

Wenn man ein nichtentstelltes Gesicht hat, Herr Wessels, kann man leicht hohle Phrasen dreschen. Ich hoffe, Sie haben bald selbst Kinder. Dann sollten Sie Ihren Artikel noch einmal lesen.

Ihre früheren Artikel las ich übrigens mit viel Zustimmung. 

Carsten Lucke

20. Juli 2020 23:33

Lieber Herr Wessels.

das ist Kitsch !

Seit geraumer Zeit gewinne ich den Eindruck, Sie stürben gern den Heldentod - so früh, wie möglich ... ?!

Verstehe ich.

Wohlan - jedoch nicht mit solch süßlichen Texten !

Da muß Anderes her !

Trotzdem : Hochachtungsvoll !

Carsten Lucke

Ein gebuertiger Hesse

21. Juli 2020 08:37

Ein Kind, an dessen Handeln man sich ein Beispiel nehmen kann. Großartig.

Clint Eastwood zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=GvdXvRmENsI

Der_Juergen

21. Juli 2020 09:11

Auch ich empfinde diesen Text des - ansonsten von mir sehr geschätzten - Herrn Wessels als unglücklich. Obwohl leidenschaftlicher Hundefreund, bin ich der Ansicht, dass ein Hund, der ein Kind unprovoziert angreift und beisst, eingeschläfert werden sollte. Die Wiederholungsgefahr ist in solchen Fällen einfach zu gross, und ein Tier lebenslang in einen Käfig zu sperren, ist sehr viel grausamer als ein schmerzloser Tod durch die Spritze.

Niekisch

21. Juli 2020 12:10

Ein cleveres und warum auch immer tapferes Jüngelchen...aber wohin sind wir Deutsche gekommen, wenn wir immer wieder Ersatzheroen bejubeln?

AfDHSKind

21. Juli 2020 17:36

Von vielen dieser Artikel gehört Bridgers Kampf zu den inspirierendsten. Ein 6-Jähriger hat den Mut, das Verantwortungsgefühl und die Reife, die das Idealbild jedes Mannes sein sollte.

 

Kahlenberg

21. Juli 2020 23:39

Diese Geschichte ist extrem, grenzwertig unter einigen Gesichtspunkten. Aber, diese Kolumne will sichtlich auch ein Themenfeld abstecken. Ein Feld wird nun einmal durch seine Extreme umgrenzt, insofern passend placiert.
Mein persönlicher Favorit wird immer Heinrich Ehrler sein.

 

RMH

22. Juli 2020 07:08

"... die Reife, die das Idealbild jedes Mannes sein sollte."

Mit Verlaub, dass ist Schwachfug, ein vorbeikommender Mann hätte sich nen harten Gegenstand geholt und die Töle erschlagen oder ihr einen Tritt gegeben, dass sie in die Ecke fliegt.

Danach hätten die Kleinen für ihre Unvorsicht jeweils rein vorsorglich ne Backpfeife bekommen und der Mann wäre zu Tisch gegangen (und idealerweise, um das kitschige Bild zu vervollkommnen, wäre Abends dann noch an die Arbeit für das nächste Kind gemacht worden)

Heute wird aus jeder Alltagsbagatelle irgend etwas aufgebauscht. Lenkt davon ab, dass kleine blonde Jungs wie Bridger auch mal 14, 15 oder 16 werden und dann entweder mit den N. heulen (pardon, rappen) dürfen oder wegen irgend einer nichtigen Nichtigkeit sich ne Kugel oder ein Messer fangen - zumindest ist die Wahrscheinlichkeit dafür deutlich größer, als jemals nochmals von nem Köter angefallen zu werden.

 

Waldgaenger aus Schwaben

22. Juli 2020 18:47

In selben Alter wurde ich von einem Hund auch in's Gesicht gebissen. Die Verletzungen waren nicht so schlimm wie die des kleinen Bridger. Narben habe ich kaum sichtbare behalten. Der Hund wurde auch nicht eingschläfert, weil der Biss das Ergebnis einer Mutprobe war. "Freunde" rissen mir die neue Mütze vom Kopf und warfen sie über dem Zaun einem als scharf bekannten Hund zu. "Hol sie Dir, wenn Du Dich traust." Ich traute mich. Stolz war ich nie darauf.

Der Hund meinte es nicht wirklich ernst, so wie im Fall des Bridger wohl auch. Sonst würden größere Stücke des Geschichts fehlen. So ist zu hoffen, dass kaum Narben zuürckbleiben, Der Hund hat wohl, wie mir auch, nur kurz zugeschnappt. Das läuft bei Hunden noch unter Schaukampf. Die nächste Stufe ist der Beschädigungskampf. Der B. sieht nicht so wild aus wie der S., nur die Verletzungen sind heftiger. Ich konnte es einmal sehen, als mein Hund von einem anderen angegriffen wurde, der dann als zweiter Sieger vom Platz humpelte. Es hat es überlebt, kostete aber den Besitzer 1000 Euro für den Tierarzt.

1/2

Waldgaenger aus Schwaben

22. Juli 2020 18:47

Das auch als Hinweis an das Kommenaritat. In solcher Situation den Hund nicht angreifen, sonst kann er in der Panik nicht mehr unterscheiden von wo der Angriff kommt und reißt Stücke aus dem Kind bzw. Menschen."Eine Töle totschlagen" dauert ein Weilchen, in der sie noch viel Schaden anrichten kann.

Laut schreien, wenn man einen Stock hat, damit auf den Boden schlagen. Alles von hinten, damit der Hund weiß, dass die Gefahr nicht vom Opfer der Beißattacke ausgeht, sondern woanders steht.

 

2/2

RMH

22. Juli 2020 21:37

@Waldgänger,

Sie haben recht - mit Hunden muss man sorgsam umgehen. Mein Beitrag war aber auch eher eine Art Glosse (nicht bierernst zu nehmen).

Waldgaenger aus Schwaben

23. Juli 2020 13:05

@RMH

Hunde haben durch ihre Gene und Sozialisierung ein komplexes Sozialverhalten entwickelt, das es ermöglicht, Konflikte in der Regel gewaltfrei oder gewaltarm zu lösen. Wenn es doch zu blutigeren Konflikten kommt, ist ein Hund falsch sozialisiert, oder eben ein Kind/Mensch, der die Regeln der Konfliktregelung zwischen Hunden nicht kennt.

Voraussetzung: Es handelt sich um Hunde gleicher oder ähnlicher Rassen und Sozialisierung.

Ich befürchte, dieser Beitrag bringt beim mitlesendenVerfassungschutz nun schon wieder einen negativen Eintrag in die SiN - Akte und in meine, falls die meinen Klarnamen kennen.

Laurenz

23. Juli 2020 22:11

 

@Waldgaenger aus Schwaben

Einfach sich selbst weniger wichtig nehmen. Beim Verfassungsschutz arbeiten doch im wesentlichen Psychos und Idioten. Wer hat denn tatsächlich Lust sein Leben als NPD-Vorstand oder mit destruktivem Staats-Terrorismus zu verbringen? Das kann nicht gesund sein. Und der VS behauptet vieles, wenn der Tag lang ist, siehe hier

https://www.frankenpost.de/region/bayern/Gericht-Verfassungsschutzbericht-nicht-zulaessig;art2832,7323533

limes

23. Juli 2020 23:34

@ Waldgaenger aus Schwaben

Ich gehe davon aus, dass der Verfassungsschutz unser aller Klarnamen kennt.

Was das Hundethema angeht, so meine ich als Hundehalterin mit jahrzehntelanger Erfahrung verschiedenster Rassen, deren Hunde niemals in Beißvorfälle verwickelt waren, dass Hunde tatsächlich vollkommen abhängig von der Kompetenz ihrer Halter und von den Haltungsbedingungen sind.

Das bedeutet keineswegs, dass ich mich und meine Schutzbefohlenen nicht mit aller Kraft gegen angreifende Hunde verteidigen würde.

Aber es bedeutet, dass ich eine Art Hundeführerschein (weiß schon, Projekt der Grünen) durchaus befürworten würde. Das Problem dabei ist, dass es viel zu wenige wirklich gute Hund-Menschen-Trainer gibt.

Der Schlüssel zur guten, erfolgreichen Hundeführung liegt einerseits in der artgerechten Kommunikation. »Ihr sollt nicht eure Hunde vermenschlichen, sondern euch selbst verhundlichen«, so oder ähnlich formulierte es der Caniden-Forscher Günther Bloch. Dazu kommt andererseits die Regel »autoritär aber gewaltlos« des »Hundeflüsterers«, bei dem ich gelernt habe.

ARoemelt

24. Juli 2020 07:23

Ich habe sowohl Hunde als auch Kinder und kann mir einige relativ harmlose Erklärungen für das Verhalten des Hundes vorstellen. Möglicherweise war die 4jährige gestolpert und hat den Beutegreifinstinkt provoziert. Aber darum geht es ja im Text gar nicht, sondern darum, dass ein 6jähriger in der Lage war, das Wohlergehen eines anderen, seiner Schwester, vor das eigene zu stellen. Das ist eine Tugend, die neben Männern vor allem Mütter haben sollten, fehlt auch diesen in erschreckendem Maße heutzutage. Ich höre noch heute die Stimme der Mutter eines 18 Monate alten Jungen im Kindergarten, die sagte, als sie wieder anfing zu arbeiten:” Ich musste jetzt so lange auf alles verzichten.” 18 Monate! Alles! Eine kleine Dosis Bridger täte uns allen gut!

Lotta Vorbeck

24. Juli 2020 08:54

@ARoemelt - 24. Juli 2020 - 07:23 AM

Ich höre noch heute die Stimme der Mutter eines 18 Monate alten Jungen im Kindergarten, die sagte, als sie wieder anfing zu arbeiten:” Ich musste jetzt so lange auf alles verzichten.” 18 Monate! Alles! 

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Erziehung kaputt

von seidwalk

Hätte ich gewußt, wer an der Tür steht, ich wäre nicht öffnen gegangen. Dabei hätte man es an der Art des Klingelns bereits ahnen können. Es ist eine Bekannte nebst Kind. Sie, alleinerziehend, aus Nord- also Westdeutschland stammend, hat das Organ eines Janitscharen. Der Junge, dreieinhalb Jahre alt, gilt allgemein als unerziehbar, ist laut, unruhig […]

Weiterlesen ...

Laurenz

24. Juli 2020 10:13

 

@ARoemelt & limes

Kannte mal vor Jahrzehnten eine damals schon alte Bull-Terrier-Hündin. Die war recht friedlich, außer gegen andere Hunde. Und solange sich diese anderen Hunde unterwarfen, sich den Napf leer fressen ließen, tat sie auch diesen nichts. Nur Kinder mochte sie nicht, was wahrscheinlich daran lag, daß, wenn die alte Hunde-Dame in der warmen Mittags-Sonne am Zaun zur Straße hin ein kleines Schläfchen hielt, Kinder auf dem Nachhause-Weg (von der Schule) gegen den Zaun traten.

AfDHSKind

24. Juli 2020 18:24

@RMH

Um Ihre Glosse noch weiterzutreiben: Ein richtiger Amerikaner zieht selbstverständlich seinen Revolver und erschießt das Vieh.

limes

24. Juli 2020 21:08

@ Laurenz

»Und solange sich diese anderen Hunde unterwarfen, sich den Napf leer fressen ließen, tat sie auch diesen nichts. Nur Kinder mochte sie nicht, was wahrscheinlich daran lag, …«

Das geht gar nicht! Der Hundehalter ist verantwortlich für das Verhalten seines Vierbeiners und hat dafür zu sorgen, dass nichts passiert! Alles andere ist Laissez-Faire, wie in dem Beispiel der versagten Kindererziehung beschrieben, das Lotta Vorbeck verlinkt hat und wird entsprechende Ergebnisse erzeugen.                                              

Es gibt natürlich einen wesentlichen Unterschied zwischen Kinder- und Hundeerziehung: Kinder sollen dazu erzogen werden, mehr und mehr Verantwortung zu übernehmen – mehr und mehr selbständige - freie - Entscheidungen zu treffen; und möglicherweise eines Tages sogar die Verantwortung für ihre Eltern übernehmen. Hunde hingegen sollen immer nur »nach Rücksprache« mit ihrem Hundeführer handeln, im wohlverstandenen Interesse nicht zuletzt des Hundes.

Martin Heinrich

25. Juli 2020 22:17

Lieber Herr Wessels,

lassen Sie sich von der Alten Garde des Kommentariats nicht unterkriegen. Sie sind vermutlich - wie ich auch - im falschen Jahrhundert geboren. Da gab es ganz andere Zeiten. Lesen Sie beispielsweise von - ja, genau der! - Winston S. Churchill "Weltabenteuer im Dienst". Amüsant zu lesen und ist zugleich bester Geschichtsunterricht. Ihre Haltung findet sich dort 1:1 wieder ...

Beste Grüße

Martin Heinrich

limes

25. Juli 2020 22:46

Ergänzung zu meinem gestrigen Beitrag, also zum fundamentalen Unterschied zwischen der Erziehung und Entwicklung eines Menschenkindes und der eines Hundes, den die Geschichte von Bridgers Heldentat beleuchtet.

Bei Bridger haben gute Erziehung und gute Vorbilder sowie familiäre Verwurzelung offensichtlich dazu geführt, dass der Knabe in zartem Alter schon imstande war, in freier und äußerst mutiger Entscheidung Verantwortung zu übernehmen. Wahrscheinlich spielte auch die angeborene Persönlichkeit eine Rolle. Eine Hebamme erklärte mir einmal, dass sie bei jedem Neugeborenen schon einen eigenen Charakter feststellen könne.

Der Nachbarshund aber war ohne Aufsicht und Führung. Schäferhunde erfordern extrem viel Einsatz bei der Erziehung, da sie über Hüte- und Schutztrieb sowie oft auch Jagdtrieb verfügen. Auf jeden Fall bringen sie viel Arbeitseifer mit, und wenn sie nicht ausgelastet werden, suchen sie sich selbst Aufgaben. Eine artgerechte Auslastung des Schäferhundes kostet enorm viel Zeit. Sogenannte »Schutzdienst«-Ausbildung privater Vereine aber macht viele Schäferhunde zu Problemhunden. Die Ausbildung eines Hundes zum Angriff auf Kommando sollte der Polizei überlassen bleiben. Ein Hund mit Schutztrieb bleibt auch ohne »Scharfmachen« immer ein Beschützer, der allerdings bei guter und vorausschauender Führung in privater Hand im besten Fall gar nicht als solcher zum Einsatz kommen sollte.

Laurenz

26. Juli 2020 14:27

 

@Martin Heinrich @TLW

An Herrn Wessels Stelle wüßte ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, wenn ich mit dem dümmsten Politiker der Menschheits-Geschichte in eine Schublade geworfen würde. Machen Sie das doch mit Sich Selbst, Martin Heinrich, aber warum beleidigen Sie Redakteure von der SiN? 

Winston Churchill, schwerer Alkoholiker, hat über Europa 2 Weltkriege herein brechen lassen, die bis heute Europa bis ins Mark geschwächt haben .... das größte Imperium, welches die Erde je sah, in einem Menschen-Leben zusammen brechen lassen, quasi ausverkauft, und sich die Welt-Leit-Währung abnehmen lassen. Dümmer geht's nimmer.

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