3. August 2020

Depressionsrisiko Waldgang? Einkehr und Defätismus

Gastbeitrag / 15 Kommentare

von Florian Sander -- In Teilen des rechtsintellektuellen Milieus herrscht eine gewisse Ermüdung.

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  • Sezession

Allen voran ein entsprechender Essay von Adolph Przybyszewski in der 96. Ausgabe der Sezession wartete hier mit provokanten Thesen auf, die darin mündeten, daß es nun Zeit für eine „Einkehr“ sei, in der man „über einen neuen Anlauf nachdenken“ müsse.

Parteien seien letztlich zum Scheitern verurteilt, da sie nur das bestehende System stabilisierten; als rahmende Theorie für diese These wurde das (durchaus wegweisende) „Eherne Gesetz der Oligarchie“ von Robert Michels herangezogen, wonach es „kein Entrinnen“ (Przybyszewski) gäbe, solange das System funktioniert.

Hierbei drohe „gar das Verfehlen des eigenen Lebens“, wenn man dabei mitmache. Das Deutschland, das wir kannten, sei nicht mehr zu retten, sei untergegangen. Metapolitisches Nachdenken über sich, die eigene Lage und Möglichkeiten des Handelns bedeute, besser „alle Hoffnung fahren“ zu lassen, sonst betrüge man sich und andere.

Etwas polemisch gesprochen möchte man annehmen, da hat sich jemand beim Waldgang verirrt und dann aus dem dichten, dunklen Geäst nicht wieder herausgefunden. Dem Leser schlägt eine dicke, graue Nebelwolke entgegen, die über dem bewaldeten Berg hängt, Finsternis, pessimistisches Raunen, ja fast ein Sich-Gefallen in der Rolle der Unke, des Auf-den-Boden-der-Tatsachen-Zurückholers, des Abgeklärten.

Dabei bietet der Aufsatz eines der klarsten Indizien dafür, daß zu viel Einkehr, zu viel Rückzug, zu viel Insichgehen, zu viel Reflexion, ja auch zu viel politisch assimilierte Belesenheit handfeste Gefahren in sich bergen kann, die in nicht weniger als waschechtem Defätismus zu enden vermögen.

Rechtsintellektuelle Milieus müssen an diesem Punkt aufpassen, sich nicht in allzu selbstreferentiellen Literatur-Zirkeln zu verlieren, die einen heutzutage zweifellos kostbar gewordenen Schöngeist darbieten, aber der gemeinsamen politischen Sache nicht mehr dienlich sind.

Irgendwann wird es Zeit für einen Eimer Wasser ins Gesicht, einen schrill klingelnden Wecker, ein Rausreißen aus der liebgewordenen Routine des allzeit kommunizierten konservativ-revolutionären, aber überintellektualisierten Tiefsinns. Schluß mit der Selbstbespiegelung!

1. Das System funktioniert nicht -- Beginnen wir soziologisch. Das Eherne Gesetz der Oligarchie, das hier im Ausgangsessay angeführt wird, birgt nämlich in der Tat einen konzeptionellen Ausweg aus der Resignation, den Przybyszewski selbst kennt und sogar aufführt. So formuliert er richtig, daß es kein Entrinnen gäbe, solange das System funktioniert. Eben! Also stellen wir doch einmal die Frage: Funktioniert das System denn?

Funktioniert ein System, das Masseneinwanderung forciert und die kollektive Identität des eigenen Volkes schrittweise zu eliminieren versucht? Funktioniert ein System, das Großbanken rettet, aber für sein eigenes Volk nichts übrig hat? Funktioniert ein System, das plötzlich, legitimiert mit teils haarsträubenden Begründungen, Geheimdienste einsetzen muß, um seine politischen Gegner zu überwachen und zu bekämpfen? Funktioniert ein System, das über einen überhasteten Shutdown die nächste Wirtschaftskrise eingeleitet hat?

Man kann durchaus berechtigt antworten: Nein, das tut es eben nicht. Genau hier zeigen sich die ersten tieferen Risse in der Fassade, es zeigen sich Auflösungserscheinungen, vor denen noch vor 10 Jahren kaum jemand zu träumen gewagt hätte.

Es empfiehlt sich auch, den Fokus mal etwas zu vergrößern, in großen Dimensionen auf die gesellschaftliche und politische Entwicklung der letzten Jahrzehnte zu schauen: Noch vor eben diesen 10 Jahren hätte auch wohl kaum jemand nur zu hoffen gewagt, daß es einmal in allen deutschen Parlamenten eine recht fest verankerte konservative Partei rechts der Union geben würde.

Daß diese Partei, wie auch schon die Grünen und die Linke in ihren Anfängen, grundlegende interne Auseinandersetzungen auszufechten hat, daß es dabei auch mal hart zur Sache geht – das ist politische Normalität, sicherlich aber kein Grund zur „Hoffnungslosigkeit“. Herzlich willkommen im politischen System.

2. Die Tugend der Geduld -- Als klüger mit Blick auf perspektivische Fragen hat sich der französische Vordenker und Philosoph Alain de Benoist erwiesen, der in seinem Schlüsselwerk Kulturrevolution von rechts deutlich macht, daß das Projekt der Neuen Rechten womöglich über ein Jahrhundert hinweg gedacht werden muß, daß der rechte Aktivist seine Vollendung womöglich nicht mehr selbst erleben wird.

Steter Tropfen höhlt den Stein, aber eben sicherlich langsam. Eine der Kernkompetenzen des Konservativen Revolutionärs ist daher nicht primär die Fähigkeit zur inneren Einkehr (diese sicherlich auch, aber eben nicht zuallererst), sondern: Geduld. Enttäuscht und hoffnungslos wird nur sein, wer mit Ungeduld zu Werke geht, und irgendwann nach einigen Jahren nicht aus Gründen meditativer innerer Einkehr, sondern wegen eines handfesten Burnouts in den Wald zurück muß.

Es wäre so gesehen grundfalsch, gerade jetzt, im Zuge dieser ersten Risse, dieser ersten Auflösungserscheinungen im System, den Rückzug anzutreten. Vielmehr gilt es, gerade jetzt weiterzumachen, nicht nachzulassen, sich politisch festzubeißen und jeden dieser Risse und der daraus folgenden systemischen Überreaktionen schonungslos über die eigene Gegenöffentlichkeit zu thematisieren.

Und diese Gegenöffentlichkeit, ja auch die sich aus ihr ergebende Kontrakultur gibt es! In der letzten Dekade ist diesbezüglich viel geschehen, eben nicht nur im Parteienspektrum, sondern auch weit darüber hinaus, im vorpolitischen Raum.

Das Netz entfaltete hier eine für uns positive Wirkung, da es einen sozialen Gegenraum zu den etablierten Medien ermöglichte und dadurch alternative mediale Berichterstattung und sogar alternatives kulturelles Leben und Jugendkultur begründete (wie sie sich z. B. in Publikum und Leserschaft des Arcadi-Magazins manifestiert). Derlei Entwicklungen gilt es zur Kenntnis zu nehmen, bevor man über „Hoffnungslosigkeit als Grundlage von Metapolitik“ lamentiert.

3. Die sich selbst erfüllende Prophezeiung -- Viele von uns kennen die Macht der „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“. Und dies ist nicht irgendeine Motivationstrainer-Psychofloskel, sondern handfest empirisch belegt: Wer fest daran glaubt, daß die Lage hoffnungslos ist, der wird unbewußt so handeln und darauf hinarbeiten, daß sich diese Sichtweise am Ende bestätigt.

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl gehen weniger gerade, halten den Kopf vorgebeugter, sprechen leiser und unsicherer, halten weniger Blickkontakt. Treten sie in Konkurrenz zu jemandem, der flammend, leidenschaftlich und von seiner Sache überzeugt auftritt (das können übrigens gerade die linksgrünen Überzeugungstäter sehr gut!), werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit übersehen und ignoriert, womöglich sogar verspottet werden.

Dem kann man jedoch – Achtung, Psychofloskel – vorbeugen: Indem man mit einem unzerstörbaren Optimismus an die Sache herangeht, indem man den Widrigkeiten – seien sie auch noch so finster und übel – kühn ins Gesicht lächelt. Optimismus, Sportlichkeit, positives Denken schaffen eine Grundhaltung, die so schnell nicht erschüttert werden kann, und die nach außen hin zudem eine mobilisierende Wirkung entfaltet, da sie ermöglicht, Mitstreiter zu gewinnen. Mißlingen wird die Mobilisierung jedoch ganz sicher, wenn man jede Hoffnung zergrübelt und das auch noch allen Ernstes – und fälschlicherweise – zur Grundlage von Metapolitik macht.

Das nämlich wäre das eigentliche „Verfehlen des eigenen Lebens“, da es am Ende, auf dem Sterbebett in der Erkenntnis zu münden droht, vielleicht doch nicht alles versucht zu haben, was möglich war. Diese Frage muß sich der Optimist, der, der zu hoffen wagt, der, der mit Leidenschaft ans Werk geht, der sich nicht vertreiben läßt, am Ende hingegen nicht stellen.


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Kommentare (15)

quarz

3. August 2020 22:05

Die Frage, ob ein System (noch) funktioniere, bleibt ohne Sinn, solange sie nicht an eine Zwecksetzung gekoppelt wird. Funktionieren heißt: ein taugliches Instrument zur Erfüllung eines Zweckes sein. Da meist stillschweigende Übereinkunft über einen unterstellten Zweck herrscht, wird dieser oft nicht ausdrücklich genannt. Wenn sich aber, wie in der anhängigen politischen Situation, die Zwecke der Beteiligten so deutlich unterscheiden, muss der in der Frage mitgedachte Zweck benannt werden. Wenn die "Risse" von den Machthabern erwartete und in Kauf genommene oder gar intendierte Erscheinungen sind, dann können sie nicht als Belege für Funktionsstörungen gelten. Anstatt zu fragen, was uns oder auch einer großen Masse von Bürgern zunehmend Probleme bereitet, müssen wir deshalb darauf achten, wo den Herrschenden die Zügel entgleiten. Und es kann durchaus sein, dass sie diese noch fest in Händen halten, obwohl dem Michel bereits Teile seiner Lebensgrundlage wegbrechen.

Gelddrucker

3. August 2020 23:55

Es wäre geradezu absurd, in den nächsten Jahren, in denen sich alles entscheidet, ein Schneckenhaus zu suchen und sich darin zu verkriechen.

Es mag denen, die schon lange im Dunkeln Gefechte geführt haben, wie eine elende Quälerei vorkommen, sie müssen sich allerdings eines klarmachen: Das war Vorgeplänkel. Die Gruppenphase bei einem Sportereignis, wo nur die Hälfte zuschaut. Jetzt kommt die KO-Runde.

brueckenbauer

4. August 2020 02:19

Danke schon.

Das war eigentlich der Punkt, auf den ich hinweisen wollte, als ich letztens auf die Erfahrungen der Christen verwiesen habe - zum einen der frühen Christen, zum anderen der englischen Katholiken. Die saßen (teils selbstverschuldet, wie die deutsche Rechte ja auch) mehr als zweihundert Jahre in der Scheiße, aber schließlich konnte das System ihre Unterdrückung nicht mehr aufrechterhalten.

Eine Partei wird man nebenher immer brauchen, und es gibt keinen Grund, die jetzige wegzuwerfen und dann anschließend wieder nach einer neuen zu suchen. Man darf nur keine zu hohen Erwartungen haben. Und im Zentrum der Identitätsfindung darf weder der Staat stehen noch die Partei, sondern die auf freiwilliger Zusammengehörigkeit beruhende Gemeinschaft bzw. Subkultur bzw.Parallelgesellschaft - praktisch also doch wohl die Volksgruppe.

RMH

4. August 2020 07:06

1. Ich sehe den Gegensatz zwischen den Positionen nicht, wie ihn der Autor hier beschreibt.

2. Es geht nicht um "Gegenkultur" - es geht um DIE Kultur, und hier in unserem Falle die DEUTSCHE. Gute Orientierung, wie sich diese zu einer hohen Blüte entwickeln konnte, ohne dass es den allumsorgenden Papa Staat und den Zugang zur Macht gab, ist die Zeit, in der es keine deutsche Einheit gab, ein Dahinsiechen/Sterben der einstmaligen Reichsform und die staatliche Einheit Deutschlands dann am Ende (aus kultureller Sicht: LEIDER!) nur kleindeutsch ausgefallen ist. Ich spreche die glorreichen 2 Jahrhunderte der deutschen Kultur, das 18. und 19 Jahrhundert an. Schon eine tiefere Beschäftigung mit Schiller genügt, um sich das entsprechende "mindset" auch für heutige Tage anzueignen.

3. Die AfD spielt für die Überlegungen der Metapolitik keine Rolle, außer dass ihr Zugang zu Pfründen einigen klugen Köpfen auch einen Brotberuf geben mag. Für die Masse ist sie die einzige Möglichkeit bei einer Wahl eine Stimme abzugeben, die nicht im Papierkorb landet. Wahlen sind aber unter den Voraussetzungen von Punkt 2 ohnehin überbewertet bis unerheblich. Insofern kann man in diesem Punkt entspannt am Spiel teilnehmen.

4. Bezeichnungen wie "Aktivist" sollte man der Tagesschau und anderen Trägern einer nichtdeutschen Kultur überlassen.

5. Waldgang ist immer auch ein Feststellen der eigenen IST- Position, bei manchen ein bewahren derselben, bei vielen aber auch erst FINDEN dieser Position. Ohne ist aber auch kein soll.

Laurenz

4. August 2020 07:45

(1) Herr Sanders, bei gutem Wetter ist der Himmel blau, richtig? Sie beschreiben im Westen nichts Neues. Das ist die Geschichte der Rechten, schon lange bevor das politische Projekt des Nationalsozialismus gescheitert war. Der nationale und internationale politische Gegner brauchte 70 Jahre um zum heutigen Status Quo zu gelangen, und nur deswegen, weil die Rote Armee nicht, wie geplant, bis Brest kam. Selbst bei dieser Betrachtung können wir nicht bei 1945/50 anhalten. Die beiden Weltkriege waren rassistische Vernichtungskriege gegen die weiße oder sagen wir besser, kreative Bevölkerung des Planeten und die politische Planung der Weltkriege nahm auch noch mal mehrere Jahrzehnte in Anspruch. Lesen Sie doch einfach mal den verfemten Léon Degrelle, um in ältere Welten einzutauchen. Auch die Reden Adolf Hitlers haben selten, was im Grunde traurig ist, in der politischen Aktualität etwas eingebüßt. Insofern zitiert de Benoist doch nur das Offensichtliche. Nur derjenige, der Politik über die eigene Lebensspanne hinaus denken kann, ist in der Lage Politik grundsätzlich zu verstehen. Das sind mutmaßlich nicht so viele, links, wie rechts. Das ist doch der wesentliche Grund, warum die Linke (wie die Taliban) permanent dran ist, Identitäten oder Kultur zu zerschlagen, um die Verbindung und die Bildung des Menschen über größere Zeitabläufe hinweg und über sich selbst hinaus, die kollektiven Erinnerungen auszulöschen. Denn diese identitären Erinnerungen sind der größte Feind des totalitären Wahns.

Laurenz

4. August 2020 07:47

(2) Die Philosophie macht erstmal gar nichts. Sie sitzt vordergründig am Schreibtisch. Sie tröstet und therapiert nur alle diejenigen, die sich im Weltschmerz, im Herzeleid, in der Perspektivlosigkeit befinden und denen die primitiven Religionen nicht ausreichen, um die angeschlagene Seele zu heilen. Die Philosophie erklärt eben dort noch Sachverhalte, wo der eigene begrenzte Verstand auch einen Wissenschaftler verzweifeln läßt.

Das epochale Verdienst GKs liegt in der Instrumentalisierung der Philosophie begründet. GK gab im neuen Jahrtausend dem zutiefst humanen politischen Anspruch der Rechten eine (intellektuelle) Stimme, eine Ordnung und Er ließ die rechts-intellektuelle Philosophie eigentlich nicht gegen die Linke, sondern gegen die linke Karikatur des Nationalsozialismus antreten, gegen die vom Verfassungsschutz geführte Glatzen-Legion agitieren. Im Grunde hat es in der Geschichte der Berliner Ex-Republik nie einen größeren Anti-Faschisten als GK gegeben. Damit wird der Linken natürlich die einzige Existenz-Berechtigung genommen, wogegen diese sich natürlich infernalisch wehrt. 

Das, Herr Sanders, können Sie aber nach Konrad Lorenz nur 2,5% einer menschlichen Bevölkerung erklären. Darüber hinaus macht es keinen Unterschied zu den Lorenz'schen Gänsen. Bei 97,5% entscheidet, laut Brecht, zurecht nur der volle Magen und keine Philosophie der Welt wird daran etwas ändern.

Ein gebuertiger Hesse

4. August 2020 09:26

Guter Artikel, der für gebotene, "entmüdende" Klarheit im Kopf sorgt.

Allerdings: "Funktioniert ein System, das Masseneinwanderung forciert und die kollektive Identität des eigenen Volkes schrittweise zu eliminieren versucht? (...) Funktioniert ein System, das über einen überhasteten Shutdown die nächste Wirtschaftskrise eingeleitet hat?"

Ja, leider funktioniert es durchaus, wenn es genau dies im Schilde führt. Das Böse, das uns angetan wird, waltet in seinen Wirkungen offen, unmaskiert. Wir scheuen uns häufig bloß, es für bare Münze zu nehmen.

MARCEL

4. August 2020 10:53

Endlich, vielen Dank!

Konservativer Revolutionär ist wie eine binomische Formel (vgl. chalkedonisches Dogma), die oft so aufgelöst wird: Der Konservative ist nicht revolutionär sondern resigniert, und der Revolutionär ist nicht konservativ genug.

Neben die Erkenntnis müssen das Wollen und der Glaube treten. Vielleicht ist dies das schwerste psychologische Erbe der alten BRD, dass es ein rein funktionales Staatsgebilde war, das keinen Glauben (da kein Mythos) gefordert, geschweige denn erweckt hat. So etwas verteidigt man nicht.

Ohne eine uns "heilige" Sache wird es nicht gehen, so pathetisch das für manche klingen mag. Wir brauchen die Energie eines Glaubens. Und ein Glaube ist stets unabhängig von Realitäten

Der_Juergen

4. August 2020 11:45

Guter Artikel, der bereits zu klugen Kommentaren den Anstoss gab. Ausnahmsweise möchte ich @Laurenz diesmal lobend erwähnen. Allerdings hat er Unrecht, wenn er meint, wäre die Rote Armee bis zum Atlantik vorgestossen, hätte der Feind keine 70 Jahre gebraucht, um den heutigen Zustand zu erreichen. Umvolkung, Rassismus gegen das Staatsvolk, Förderung aller möglichen Perversionen - all das gab es unter Stalin und seinen Nachfolgern nicht. Und der Krieg gegen die Vergangenheit wurde längst nicht so erbittert ausgefochten wie heute unter den Linken/Liberalen.

Über die AFD und Parteipolitik sollten wir künftig deutlich weniger reden. Es ist jedem Einsichtigen klar, dass noch so viele gute Curio-Reden nichts am Lauf der Dinge ändern werden. Das teuflischste System, das die Welt je sah, schickt sich an, die Erde in ein riesiges elektronisches Konzentrationslager zu verwandeln, und wenn dies jemand verhindern kann, dann ganz bestimmt keine parlamentarische Opposition.

 

Grobschlosser

4. August 2020 12:12

Flugblätter drucken bzw. beim Portal bestellen ; diese dann verteilen .

"Nun war ich doch sooo bienenfleißig - aber NIX bewegt sich ".falsch - die Veränderungen sind objektiv messbar : wichtigster Indikator : das Unbehagen des rot-rot-grünen juste-milieus : ( ohveyohvey-sind so viele Seiten im Internetz und wir können die freie Rede nicht überall unterbinden ( Kameraschwenk zum Fachmann Dr.Sülz ; der "erklärt" dann die Welt ) . 

die frechen Lügen einer durchgeknallten Linksbourgeoisie glaubt nicht einmal ein rotlichtbestrahlter Gymnasiast - das Deutungsmonopol der o.g. pol. Gegner beschränkt sich auf bestimmte Schulen und Hochschulen - der pol. Gegner ist brutal und gefährlich ; äußerst rücksichtslos und moralfrei - aber er ist nicht allmächtig - er macht Fehler , er lügt , er manipuliert Nachrichten und er lehnt den Diskurs auf Augenhöhe grundsätzlich ab ( ist eine Sache "wissenschaftlich" bewiesen ist die Debatte eben beendet - Problem : "wissenschaftlich" "arbeiten" eben NUR verbeamtete Linkshegelianer und rote Kaufmünder . Die furchtbare Realität deutscher Großstädte ist ein Problem für Arbeiter und Angestellte ; für die untere Mittelschicht - die Schönschwätzer vom GEZ - Funk haben in den vergangenen 2 Jahren sehr viel Geld in den Schutz ihrer Immobilien investiert - sie meiden den öffentlichen Raum der aufgrund ihrer Politik ein Ort des Terrors geworden ist 

 

 

Langsax

4. August 2020 12:53

Laurenz

4. August 2020 07:47

.... Er ließ die rechts-intellektuelle Philosophie eigentlich nicht gegen die Linke, sondern gegen die linke Karikatur des Nationalsozialismus antreten,..."

Mit Verlaub, dem Kommunismus gebührt der Verdienst den Internationalismus in die reale politische Welt eingeführt zu haben. Der Nationalsozialismus (nicht nur in Deutschland!) war nur die Antwort drauf. Ernst Noltes Verdienst war es, genau dieses zu beschreiben. (Und der Historikerstreit hatte es doch schon damals gezeigt, aus welchem Holz die Mietmäuler der Obrigkeit geschnitzt sind].

Der Kommunismus (egal welcher Prägung - Stalin, Mao, Pol Pot etc.) war das grausame Original und bisher unerreicht in seiner Menschenvernichtung! 

marcusmueller

4. August 2020 15:25

@Laurenz....Ihr Kommentar gefällt mir äußerst gut, aber irgendwie wäre es interessant zu wissen, wo sie überall die "Linken" erblicken? Bzw. was sind eigentlich die "Linken"? Karl Marx, Rezitierer (etwa auch ihr Jungspund Benedikt Kaiser?), Lenin-Versteher? Zizek-Liebhaber*Innen.

marcusmueller

4. August 2020 15:33

@Langsax, Hm - aber die kommunistische Partei regiert eines ökonomisch erfolgreichsten Länder der Welt - China?

Laurenz

4. August 2020 16:11

Der Form halber antworte ich

@Der_Juergen  .... Sie irren Sich über Stalin und seine Nachfolger, kann Ihnen nur Stéphane Courtois & Konsorten (inklusive unserem Gauckler, als er noch normaler war) mit dem Groß-Werk "Das Schwarzbuch des Kommunismus" empfehlen. Wenn ich mich recht erinnere, besitze ich sogar die Deutsche Erstausgabe und bin bereit diese Ihnen gerne über die Redaktion zu schicken, falls diese mitmacht. Nachdem die jüdischen Bolschewisten die Kosaken fast ausgerottet hatten, ließ Stalin die übrigen Kosaken die Juden bewachen. Die Juden überwachten die Russen und die Russen den Rest. Unter Stalin haben wir etwa 1,4 Mio. Rußland-Deutsche Opfer zu beklagen, Umsiedlungen, heute Um-Volkungen, reichten bis nach dem Krieg durch den gesamten Ostblock, bedenken Sie alleine die Vertreibung von 14 Mio. Deutschen aus den Ostgebieten. Ohne die Zustimmung und dem Agieren der Roten Armee wäre das nicht möglich gewesen. Kleiner Rückschritt, auch die Wolga-Deutschen wurden im großen Maßstab umgesiedelt, von Krim-Tartaren, Krim-Deutschen usw. und sofort brauchen wir erst gar nicht anfangen. Dazu reicht der Platz in diesem Forum nicht aus. Bedenken Sie, daß Karl Marx sich schon 1849 für den Genozid an "minderwertigen" Rassen öffentlich aussprach. Heute sind das eben diejenigen, die nicht als sozialistische Menschen zu gebrauchen sind.

Laurenz

4. August 2020 16:29

@Langsax & marcusmueller

Bleiben wir doch sachlich, ich schrieb im neuen Jahrtausend. Alle aktiven Alt-Linken, wie Albrecht Müller & Co. sind doch mittlerweile Rechtsabweichler. & mit die Linke meine ich die Nationale Einheitsfront 2.0, eben alles links von uns. Die Nationale Einheitsfront 1.0 der ehemaligen DDR "koalierte" noch mit der NPD, davon will kein Ex-SEDler mehr etwas wissen. Wenn wir linke Werke analysieren, so ist das legitim, machten die Nationalsozialisten & andere übrigens auch. Wahrscheinlich haben mehr Konservative Karl Marx gelesen als die aktiven Antifanten dieser BRD. Im Gegensatz zu einer Mehrheit der SiN-Leser sehe ich Geschichte längerfristig & erachte die Bibel, wie den Quran als Ur-bolschewistische Werke. Marx schrieb seinen Werte-Kontext weitestgehend bei Augustinus ab. Abrahamitische Religionen wirkten sich historisch ebenso feudal oder totalitär aus, wie der Marxismus/Leninismus/Bolschewismus. Und mit Verlaub, Globalisierungs-, wie Nationalisierungsphasen gab es schon immer. Sie dauerten im Schnitt meist jeweils 60 Jahre, also früher ein Menschenleben etwa. Und was die KP Chinas angeht, so hat Deng Xiaoping nur vergessen die Partei in NSCAP um zu benennen. Das war sicherlich Absicht, denn bis heute rätselt die linke Journaille im Westen über den nicht existenten, inneren Widerspruch der KP Chinas.

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