16. August 2020

Sonntagsheld (155) – Schildbrüder

Till-Lucas Wessels / 18 Kommentare

Trainiert, Leute.

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

In den Kommentarspalten dieser Kolumne kommt immer wieder die Frage auf, wie zur Hölle es denn möglich sei, dass dieser eine Sonntagsheld quasi gleichberechtigt neben jenem anderem stehe. Was etwa ein Tommy Robinson neben dem Piloten Heinrich Ehrler verloren habe, weshalb linke Journalisten ebenso Gastauftritte hatten wie Recep Erdogan, oder das Zentrum für Politische Schönheit.

Die Frage stelle ich mir selbst auch gelegentlich. Und das obwohl ich meinte, damit schon lange meinen Frieden gemacht zu haben. Einen Sonntagshelden-Standard, an dem die Auserwählten zu messen sind, gibt es schließlich nicht. Manch‘ einer, der es lange verdient hätte, hat immer noch keine Erwähnung gefunden, andere - zum Glück nur sehr wenige - würde ich heute wahrscheinlich nicht mehr so schreiben.

Nachdem ich in der nun sich neigenden Woche quasi keinen Zugang zum (und auch keinen Bedarf an) Netzfeuilleton hatte, stand ich am gestrigen Nachmittag vor der unangenehmen Aufgabe einer intensiven und konzentrierten „News-Kur“. Im Schnelldurchlauf fischte ich die üblichen Kanäle nach Heldenmaterial ab und siehe da: Ich wurde fündig.

Immer wieder flackerte das Bild eines jungen, blutüberströmten Mannes vor meinen Augen auf, der - wie sich bei meiner Recherche herausstellte - Mitglied der belgischen Bewegung „Schild & Vrienden“ ist. Gemeinsam mit einer Handvoll Freunde war er mit einer Bande von 20 Somaliern aneinandergeraten, gegen die er sich im anschließenden Faustkampf behaupten konnte.

Dass Wilhelm Priem, der junge Aktivist aus Belgien, selbst Kampfsport betreibt, mag ihm an diesem Abend den Kragen gerettet haben. Er war in der Lage einen der Angreifer zu Boden zu schicken und sich schützend vor einen jüngeren Kameraden zu stellen. Zwar trug er eine blutige Nase und eine dicke Lippe davon, aber die große Demütigung der Wehrlosigkeit blieb aus.

Kein großer Epos diesmal,  eigentlich nur eine Randnotiz, wie sie sich jeden Tag in unzähligen Großstädten Europas wiederholt. Männer kämpfen, lebenshungrige Habenichtse packen nach dem Gesetz der Eroberer zu und immer mehr Jungen müssen plötzlich und häufig unvorbereitet mit diesem Übergriff umgehen lernen.

Sie werden diese Geschichte, liebe Leser, auf die eine oder andere Art und Weise hier wahrscheinlich immer wieder lesen. Der Grund dafür ist simpel: Ich weiß, dass ich nicht nur von alternden Kommentarspaltenkriegern gelesen werde, sondern auch von dicken Computerspielern unter zwanzig, atrophischen Theorienerds und jener Sorte schmerbäuchiger Hagermänner, für die die anglophone Sprachssphäre die passende Bezeichnung „skinnyfat“ erfunden hat.

Genau für diese Leute müssen die kleinen Alltagsheldentaten von Typen wie Wilhelm Priem immer wieder erzählt werden. Sie müssen wissen, dass schon ein kleines bisschen Training, ein wenig regelmäßige Disziplin genügen kann, um derjenige zu werden, der andere mit seinem Rücken schirmt; und nicht derjenige zu sein, um den sich die eigenen Freunde im Ernstfall mit dem erniedrigenden Blick des Mitleids scharen, weil sie wissen, dass er seine Haut nicht verteidigen kann.

Sie werden’s mir also verzeihen, wenn eher häufig als selten die Straßenrowdys durch meinen Blätterwald rauschen. Und, wenn auch nur ein einziger meiner Leser sich deshalb morgen in einem Boxclub einschreibt, oder beschließt, Ringer zu werden, so hat dieser Artikel sein Ziel erreicht und ich gelobe feierlich, den ersten Monat der Mitgliedschaft zu bezahlen. 


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.


Kommentare (18)

RMH

16. August 2020 22:13

Bitte den frisch gestählten Body aber hauptsächlich für die Werbung beim anderen Geschlecht verwenden und für Nachwuchs sorgen, sonst machen es die Somalis.

Frieda Helbig

16. August 2020 22:45

Kampf ist überall, ohne Kampf kein Leben; und wollen wir weiterleben, so müssen wir auch auf weitere Kämpfe gefaßt sein.

Sagte mal ein alter weiser Mann. Und ich glaube, dieser Satz wird ewig Gültigkeit behalten...mag sich jeder nach seiner Facon auf dieses gefaßt machen (Training, Colt, Bunker was auch immer)...

LotNemez

16. August 2020 22:53

Um den running gag vom Sellner richtig zu bringen, müsste das Komma weg: "Trainiert Leute". Wie gehabt vor knapp einem Jahr in "Heiratet Leute". Damit bekäme es auch nochmal einen ganz eigenen Dreh.

Laurenz

17. August 2020 06:44

Im Proleten-Staat USA wurde schnell klar, daß nur wenige Bürger Zeit haben, sich zum Adonis zu stählen. Deswegen wurde der im Grunde sozialistische "Equalizer" zu einem Allgemeingut, bei europäischer Kultur und Dämlichkeit bisher undenkbar. Die beiden großen Entwickler waren Colt, wie Smith & Wesson. In den USA sind über 300 Mio. Handfeuer-Waffen in Privatbesitz. Auch der kolonialistische Rassismus Hollywoods zeigt die daraus resultierende rohe Überlegenheit über Regionen des Planeten, wo dieser Bürger-Sozialismus nicht existiert .... hier immer wieder "lustig" mit Indiana Jones  https://youtu.be/7YyBtMxZgQs (00:25)

(Interessant ist es auch in dieser Szene zu beobachten, wie billig die Regie-Anweisungen Spielbergs für die Bewegung der Masse der Komparsen war. Die Komparsen laufen völlig deppert nur hin und her)

 

Waldgaenger aus Schwaben

17. August 2020 11:21

Ich bin zwar nur ein alternder Kommentarspaltenkrieger*), kann aber nicht darauf verzichten meinen Senf dazu zu geben.

Dem Ratschlag schließe ich mich grundsätzlich an. Nur sollte der Nachwuchs-Krieger es halten, wie die Profis bei Militär und Polizei:  Fitness und Selbstverteidigung trennen.

Für die Fitness Waldläufe und Liegestütze und eventuell Gewichte stemmen und für die Selbstverteidigung eine dazu geeignete Ausbildung, z.B. Krav Maga

*)

Hubert von Goisern und die Alpinkatzen

"Die Jungen san alt wordn
Und die Altn san g'storbn"

Hubert von Goisern im Jahre 1992, als der alterne KSK sich bei den Jungen noch wähnte und Autor noch nichts wusste von Jung und Alt. Gleichwohl wird der Autor in wenigen Jahren in den zitierten Liedtext aus  "Heast as nit" einstimmen können.

 

 
 

Freier

17. August 2020 17:56

@laurenz

Das Kaiserreich hatte liberalere, freizügigere Waffengesetze als heute der größte Teil der "Proleten-"USA.

Wir wurden maßgeblich in der Weimarer Republik, von den amerikanischen und sowjetischen Besatzungstruppen per Gewalt und dann von den Alt-68ern per Gesetz entwaffnet. Seitdem auch der enorme Fokus auf Pazifismus und Gewaltfreiheit zumindest in der BRD. In der DDR waren bewaffnete Bürger ohnehin nie vorgesehen.

Es gab eine Zeit, da sah man Waffentragen als das Recht jeden freien Mannes an, nur Sklaven war es untersagt. Diese Rechtsvorstellung von freien, starken,  aufrechten Männern wurde in den USA verwirklicht und im Kaiserreich, mit dem Ende des Feudalismus. Es ist die selbe Vorstellung, wie sie die Germanen einst hatten. Es wundert mich, wie man dies als "proletenhaft" sehen kann.

 

Volksdeutscher

17. August 2020 21:23

"Sie werden’s mir also verzeihen, wenn eher häufig als selten die Straßenrowdys durch meinen Blätterwald rauschen."

Es gibt keinen Grund, sich zu entschuldigen. Wir brauchen Helden, mehr Helden. Wir können nicht genug Helden brauchen. Ansonsten halte ich es mit Nietzsche:

"Aber bei meiner Liebe und Hoffnung beschwöre ich dich: wirf den Helden in deiner Seele nicht weg! Halte heilig deine höchste Hoffnung!"

Hartwig aus LG8

17. August 2020 22:36

40 Liegestütze und 10 Klimmzüge nach dem Wecken in der Nacht um 03 Uhr sollten für jeden das Ziel sein. Wer's schon drauf hat, sollte sich höhere Ziele setzen. So viel zur körperlichen Seite.

Bewaffnung, selbstverständlich im Rahmen der Gesetze, sollte jeder erwägen. Für mich ein absolutes Muss.

Grund meines Kommentars ist aber eigentlich, ein Lob für Heft 97 unterzubringen. Die Kommentarspalten werden neuerdings schneller geschlossen als man "Blaubeerkuchen" sagen kann, so dass ich die Gelegenheit unter Wessels Artikel nutze.

limes

18. August 2020 14:39

#DankeAnAlleHelden – so steht es in großen Buchstaben über dem Foto einer jungen Frau, die mit ihren Händen ein Herz formt und es fertigbringt, trotz großer dunkelrandiger Brille hübsch auszusehen. Nanu? Weil in der bunten Republik keine »Alltagshelden« gemeint sein können, die Till-Lucas Wessels in seiner Kolumne erwähnen würde, erweckte die Optiker-Reklame mein Interesse.

Tatsächlich ist da von »Alltagshelden« die Rede, aber damit sind weder Feuerwehrmänner noch die Jungs vom THW oder Rettungsdienst gemeint, die hierzuland – weil wehrlos – als politisch korrekte Helden durchgehen dürfen. Auch richtet sich die Ansprache nicht an Müllmänner, Krankenschwestern oder Supermarktkassiererinnen, die im Zusammenhang mit der Corona-Panik medial zu Helden erklärt wurden. Vielmehr soll sich ganz einfach jeder angesprochen fühlen.

Vermutlich ist es keine Unterstellung, dass mit »Alltagsheld« hier genau das Gegenteil von Wessels Sonntagsheld Wilhelm Priem gemeint ist: In »Alltagsheld« klingt die »Alltagsmaske« an, der Maulkorb, der den »Alltagshelden« im politisch korrekten Sinne auszeichnet.

Seine Nächte und Tage fristet der Held der Konsumgesellschaft vermutlich im »Boxspring-Gaming-Bett«. Keine Realsatire! Das Produkt wird tatsächlich in einem Discounter-Prospekt beworben, der mit der Optiker-Reklame ins Haus flatterte.

Also weiter so, Herr Wessels! Möge Ihre »Straßenrowdy«-Epik den von Ihnen erwünschten Effekt haben.

Laurenz

18. August 2020 14:42

@Freier

Sie sind schlecht informiert.

In der Schweiz hat aufgrund der dortigen Tradition der Mitforist @Maiordomus ein Gewehr und eine Uniform im Haus. Natürlich ist das längst überholt. Um die Schweiz heute nieder zu ringen, brauchen Italien, Frankreich und Deutschland/Österreich nur die Grenzen und den Luftraum schließen, und die Schweiz kapituliert nach 2 Wochen spätestens, ohne, daß ein Schuß fällt.

Wenn Sie Bilder/Photos/Filme aus dem III. Reich, der Weimarer Zeit und dem 2ten Reich betrachten, sehen Sie, daß kein Zivilist bewaffnet ist. Nur Polizei und Militärs, im relativen Verhältnis zu heute häufiger vorhanden, tragen Waffen, meist Degen, Säbel etc. 

Sie haben es richtig formuliert, Freie durften in unserer Tradition Waffen tragen. Seit den Kreuzzügen ist aber bereits die Zahl der Freien (Bauern) rapide (auf 10% Adel) gesunken. Um nicht zur Eroberung der heiligen Geröllhalde zu Jerusalem herangezogen zu werden, begaben sich die meisten Freien des I. Reiches in eine Lehens-Abhängigkeit und verzichteten damit auf ihr Recht, eine Waffe tragen zu dürfen. Schauen Sie Sich den großen Ritterkrieg 1523 und den Bauernkrieg 1525 an, dort sehen Sie die wahrhaftigen Realitäten einer Volks-Bewaffnung.

Einfach weniger Sissi-Filme schauen.

Laurenz

18. August 2020 14:47

@Volksdeutscher & Hartwig aus LG8

Will niemanden abhalten. Aber die Helden sind heute Elon Musk oder bisher Hollywood- Hanswurste und irgendwelche Leute, die absaufende Tiere retten.

In meinen Augen haben Sie Beide die politische Situation nicht begriffen. Wir brauchen Depression, tiefgreifende Depression, um Veränderung zu erwirken. Nur dann können wir "Trump"fen.

Grobschlosser

18. August 2020 19:32

Kurse belegen ; alle spanabhebenden Techniken erlernen ; Schweißen , spezielle Literatur beschaffen ; wie werden Stähle bearbeitet , gehärtet ; wie werden nahtlose Röhren hergestellt ; welche Legierungen werden für bestimmte Anwendungen benötigt .

Blick ins Netz : gute gebrauchte Werkzeugmaschinen gibt es ab 4k , man beginnt mit einfachen Werkstücken und bis 2025 ist jeder halbwegs begabte Mensch in der Lage die erforderliche Ausrüstung zu produzieren . Vorteil : die Herstellung kann nicht überwacht werden 

Sandstein

18. August 2020 20:08

Habe selber jahrelang Kampfsport ausgeübt (Shaolin Kung Fu, Muay Thai) und respektiere jeden, der einem Kampf nicht aus dem Weg geht. Ich selbst mache mittlerweile einen großen Bogen um jeden Stress, das ist es mir nicht mehr wert. Egal wie gut du bist - gegen ein Messer hast du keine Chance und fairen Faustkampf auf der Straße gibt es nicht mehr. 
Gegen Waldlauf, Klimmzug und Liegestütz ist nichts einzuwenden. Aber 3 Tage Sonne machen noch keinen Sommer. 
Grüße gehen raus nach Belgien! 
 

bb

18. August 2020 22:10

Starke Männer, von denen Gegenwehr zu erwarten ist, werden auf der Straße selten angegriffen. Straßenkämpfe werden häufig aus einer Position der Übermacht oder aus dem Hinterhalt eröffnet. Den Tätern geht es nicht darum, Gegner zu finden, sondern Opfer. Daher ist es zwar der eigenen Sicherheit dienlich, sich auf einen Kampf vorzubereiten, es trifft dann jedoch einen Schwächeren.

Dieser Sonntagsheld stellt uns also auch vor interessante theoretische Fragen: Welche Verantwortung hat eine Gemeinschaft für den durch sie beanspruchten öffentlichen Raum? Sind die schwächsten Mitglieder dort willkommen oder nur geduldet? Was ist der richtige Umgang mit zwielichtigen Gestalten? Insbesondere die letzte Frage drängt sich jedem Großstadtbewohner auf.

Volksdeutscher

19. August 2020 01:08

@Laurenz

"Aber die Helden sind heute Elon Musk oder bisher Hollywood-Hanswurste und irgendwelche Leute, die absaufende Tiere retten."

Und wessen Helden sind denn jene Leute, die in ihren Tränen die Welt ertränken möchten? Mir scheint, Sie haben nicht verstanden, zwischen "Helden" und Helden zu unterscheiden. Die von Ihnen präferierten Leute mit ihren rührseligen Taten sind die harmlosen "Helden" fürs ordinäre Volk, das sich wieder einmal über die Bosheit der Welt ausheulen möchte. Es wird speziell mit jenem rührseligen Videomüll gefüttert, den es auch noch dankbar entgegennimmt: "Thank you for this posting!" Von diesen Leuten ist keine Veränderung zu erwarten, die Herr Wessels und wir benötigen. "Gute Taten vollbringen und davon reden" war zu allen Zeiten das Erkennungzeichen des geschwätzigen, unverschämten Pöbels: vor der Kamera Verhungernde streicheln und sich dabei nach Kräften ausheulen - und das dann zu barer Münze umwandeln.... 

Ein wahrer Held geht seinen eigenen Weg, handelt aus innerer Notwendigkeit und will nicht für seine Taten bewundert werden. Des Helden Schicksal ist sein Untergang, in dem er seine Vollkommenheit erlangt.

Laurenz

19. August 2020 10:37

@Volksdeutscher

Gegen die Auswahl von Sonntags-Helden durch Herrn Wessels ist grundsätzlich erst einmal nichts einzuwenden. Je nach Gusto gefällt wohl jedem individuell der eine oder andere besser oder weniger gut, alles fein. Sie, Volksdeutscher, verwechseln Ihrem letzten Beitrag zufolge wohl Volks-Held mit Märtyrer. Momentan fällt uns eine Mythos-Bildung schwer, es scheint fast unmöglich. Die Gründung der AfD in Oberursel ist vielleicht ein Mini-Mythos. Und echte soldatische Helden der Weltkriege haben einerseits, dem Ende entsprechend, nichts bewirkt, vergammeln in Büchern & werden namentlich von der aktuellen Staatsmacht de-installiert. Helden sollen Hoffnung bringen, aber genau das war meine Aussage, ist kontra-produktiv. Jede Existenz über den Minimum bestätigt die aktuelle NomenKlatura. Nichts, außer eine mehrheitliche Existenz unter dem Minimum erzeugt die Notwendigkeit einer politischen Veränderung. Auch wenn diese These extrem links ist, ändert das nichts am tatsächlichen Sachverhalt. Der historische Unterschied ist die jetzige Machtergreifung der Linken. Das ist immer endzeitlich. Und wir müssen die Endzeit beschleunigen, nicht verzögern.

Gustav Grambauer

19. August 2020 22:36

Grobschlosser

"gute gebrauchte Werkzeugmaschinen gibt es ab 4k"

`Ne Säge und `ne Feile vom Grabbeltisch bei TEDI oder McGeiz tun`s auch:

https://www.youtube.com/watch?v=pq1TXEE_QK4

Wer`s gehobener mag:

http://www.buechsenmacher-ausbildung-suhl.de

In den Hobbykellern zwischen Steinbach-Hallenberg, Zella-Mehlis und St. Kilian erwachen bestimmt auch heute noch, wenn rundum die Lichter erlöschen, die Ein-Mann-Feierabendbrigaden zum Leben ...

Siehe auch:

https://www.youtube.com/watch?v=iKwm8vnI9mU

Witz hierzu: Väterchen Maxim Semjonowitsch arbeitet in der 45. geheimen Nähmaschinenfabrik in der 58. geheimen Siedlung im 35. geheimen Rayon. Da ihm sein Lohn nicht reicht, schmuggelt er regelmäßig Nähmaschinenteile nach Hause, die er dort zu Nähmaschinen zusammenbauen will, welche er auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen plant. Aber wie er die Teile auch zusammenbaut - es kommt immer eine Kalaschnikow dabei heraus!

- G. G.

Volksdeutscher

20. August 2020 00:22

@Laurenz

"....verwechseln Ihrem letzten Beitrag zufolge wohl Volks-Held mit Märtyrer."

Nein, ich rede vom Helden des Mythos, der aus innerer Notwendigkeit und in eigenem Willen handelt im Gegensatz zum Märtyrer der Religion, der von Gott gesandt wurde und einem fremden Willen horcht. Ob die Auswirkung ihrer Handlungen letzten Endes das Gleiche bewirken, sei dahingestellt. Der wesentlicher Unterschied zwischen beiden dürfte wohl die Beschaffenheit der Gesellschaft sein, in welcher sie beide die Bühne betreten. Und ich meine sehr wohl, daß wir Helden und keine Märtyrer brauchen.

Ihrer Theorie der Beschleunigung stehe ich skeptisch gegenüber, da ich mir nicht vorstellen kann, wie diejenigen, die abgedrängt sind und abseits stehen, das Ende von etwas beschleunigen sollen, worauf sie keinen Einfluß haben. Das Fußballspiel dauert 90 Minuten. Der Spieler, der die rote Karte bekam, kann dem Spiel nur noch zusehen und hat auf das Ergebnis fortan keinen Einfluß. Hier ist die Spieldauer wenigstens voraussehbar. In unserem Falle der gesellschaftlichen Wirklichkeit ist sie leider nicht.