18. September 2020

Endgame? Hybride Kriegsführung und der Möglichkeitssinn

Caroline Sommerfeld / 89 Kommentare

Unter „hybrider Kriegsführung“ versteht man Kriegsführung mittels Propaganda, Sabotage und Destabilisierung des Gegners.

Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

Sie ist nichtkonventionell, also nicht ausschließlich militärisch: Vordergründig ganz disparate Mittel werden zu einer hybriden, also mischgestaltigen Waffe gebündelt. Den „hybriden Krieg“ muß kein Staat explizit einem anderen erklären, er zeigt sich ganz plastisch in seinen verheerenden Auswirkungen.

Die Schweizer "Expresszeitung" hat eine gar scheußlich boulevardesk-memhafte Aufmachung, doch inhaltlich viel Brauchbares zu bieten. Sie verfährt dabei strikt nach der Devise, die Manfred Kleine-Hartlage in seinem NWO-Kaplaken formuliert hat: es gibt keine "geheimen" Verschwörungen, denn die großen Spieler (UNO, WHO, WEF, CIA usw.) legen ihre Absichten selbst offen, man muß nur ein wenig graben und kombinieren, dann hat man die "Pläne" präsent und kann im Falle eines Falles ihrer Ausführung beiwohnen.

Ebendiese Zeitung wartete Anfang des Jahres mit einer Nummer unter dem Titel "Hybride Kriegsführung" auf, in der die globalistischen Eliten als Strategen, die westliche Welt als Feind und als Ziel die multiple Schwächung dieser Völker zugunsten der Eliteninteressen beschrieben werden. Zusammengefaßt:

Die Migrationswaffe ist ein längst bekanntes und bewährtes Mittel von Militärs und Geostrategen. Auch das Bildungssystem der Aufnahmeländer wird durch unkontrollierte Migration, ebenso jedoch auch durch Digitalisierung destabilisiert. In einem hybriden Krieg gilt es, die Bildungs- und kulturellen Standards des „Feindes“ herabzumindern bzw. durch konkurrierende Systeme des Mächtigeren zu ersetzen.

Im Feld der Demographie ist eine „soziale Sterilisierung“ durch psychologisch-soziale Maßnahmen effektiver als jeder Krieg: Frauen im Westen „wollen“ eben „frei sein“ statt Kinder zu bekommen, da das herrschende Mode- und Karriereideal dies gebietet. Unter dem Deckmantel der CO²-Reduzierung und – hier ist das Ausmaß noch nicht absehbar – der „Corona-Pandemie“ findet ein hybrider Krieg gegen die Wirtschaft einstmals ökonomisch mächtiger Staaten statt.

Die Maßnahmen des hybriden Krieges sind ineinander verschränkt: so beeinflußt beispielsweise die Digitalisierung auch die „soziale Sterilisierung“ und die globalistische Vereinheitlichung der Völker. Der „Feind“ in diesem Krieg ist nicht allein Deutschland. Durch bestimmte Voraussetzungen ist ein hybrider Krieg hier jedoch besonders wirkungsvoll: Masseneinwanderung und Übernahme von Siegernarrativen stehen nur pars pro toto.

Verfolgen wir das Denkmodell der hybriden Kriegsführung einmal weiter und betrachten die unmittelbare Gegenwart. Der amerikanische Fox-News-Moderator Tucker Carlson hat am 2. September auf den inneren Zusammenhang zwischen der "Corona"- und der "Klimakrise" hingewiesen und folgende Behauptung gewagt:

Beide sind nützliche Vortests für die soziale Massenkontrolle. Beides sind im Grunde unlösbare Krisen, die sie sich zunutze machen können, um die Demokratie zu umgehen. Und machtlose Bevölkerungen zu zwingen, ihren Befehlen zu gehorchen. Jetzt macht es Sinn.

Er bezieht sich in seinem Kommentar auf einen Text, den Bill Gates auf dessen Homepage veröffentlicht hat. Darin insinuiert Gates zuerst, daß "Corona" womöglich eine Strategie zur CO²-Reduktion sein könnte, streitet dies plausibel ab und kommt dann zu dem Schluß, daß beide "Krisen" dieselben Lehren nach sich ziehen müssen: Vertrauen in die Wissenschaft, eine Art Weltsozialismus und Arbeiten unter gesteigertem Zeitdruck. Es handelt sich dabei um genau dieselben Schlußfolgerungen, die der Film "The Great Reset" des World Economic Forum entwickelt, auf den ich hier näher eingegangen bin.

Martin Lichtmesz stellte nun vor ein paar Tagen ein Bündel Twitterverlautbarungen der UNO aus diesem Monat zusammen und kommentierte es wie folgt:

Das ist nun offenbar wirklich das globalistische Endgame. Diese Leute wissen ganz genau, was Sucharit Bhakdi und alle anderen auch wissen. "Teuflisch ist, wer das Reich der Lüge aufrichtet und andere Menschen zwingt, in ihm zu leben." (Gehlen).

Ich will einmal versuchen, das Denkmodell der hybriden Kriegsführung darauf anzuwenden. Offenbar geht es nicht nur um Gates' zwei "Krisen", sondern um eine geballte Ladung (oberflächlich gesehen völlig disparater!) Ziele, die geradezu meisterhaft kombiniert werden.

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Mit dem Argument, "Demokratien" kämen besser mit den Herausforderungen der "Coronakrise" zurecht, wird gefördert, was Woodrow Wilson einst in die Formel packte: "to make the world safe for democracy", um die USA in den II. Weltkrieg hineinzuführen. An den phänotypischen Merkmalen der Figuren ist ersichtlich, daß es sich um afrikanische, arabische und asiatische Völker handelt - neben dem traditionellen Gewand ordentlich mit der Welteinheitsmaske ausstaffiert -, denen die "Demokratie" per Farbenrevolution geschenkt werden soll.

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Dann kommt ein Argument, das sich auch bei Gates in ähnlicher Form findet: die weltweite Durchimpfung wird als "Volksimpfung" geframed, die jeder Mensch überall auf der Welt kostenlos ("access", also Zugang steht euphemistisch für Vollversorgung) erhalten müsse.

 

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Wem die Zusammenhänge zwischen "Corona" und Klima, "Corona" und Demokratie, sowie "Corona" und Internationalsozialismus nicht hanebüchen genug sind, der wird in dieser Verlautbarung fündig: das Patriarchat "damages everyone" (schadet allen), und zwar genauso wie "Corona". Die UNO zitiert den Redebeitrag ihres Generalsekretärs aus dem Film "The Great Reset", aber nicht ganz vollständig, damit es überhaupt möglich ist, das Zitat mit der Abschaffung des Patriarchats zusammenzuschustern:

We must build more equal, inclusive and sustainable economies and societies that are more resilient in the face of pandemics, climate change and the many other global changes we face. - Wir müssen Ökonomien und Gesellschaften errichten, die gleicher, einschließender und nachhaltiger sind, diese sind belastbarer angesichts von Pandemien, Klimawandel und all den anderen globalen Veränderungen, die uns bevorstehen.

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Das letzte Bildchen bietet eine ganze Völkerschau, diesmal wird die Globalisierung durch das Welteinheitshandy ausgedrückt. Alle Menschen dieser Welt sollen nur die Wahrheit damit kommunizieren, nichts als die lautere Wahrheit aus den "verläßlichen Quellen" der Propagandaorganisation selbst. Andernfalls sieht die UNO, so scheint es, ihre anderen Ziele in Gefahr.

Das "Endgame" sieht ganz nach einer hybriden Kriegsführung aus, die augenscheinlich ihrem Kulminationspunkt zustrebt. Die Theorie der hybriden Kriegsführung arbeitet mit einer Zielunterstellung: mannigfaltige Phänomene werden so interpretiert, daß sie ein von den Strategen uneingestandenes gemeinsames Ziel haben.

Wenn nun zwei große Akteure, die UNO und das WEF (bei dem auch noch der "Antirassismus" hinzukommt), die Bündelung der disparaten Themen selber offerieren, liegt es umso näher, sie auf ein großes Ziel hin zu interpretieren: Tucker Carlsons Formulierung von den "nützlichen Vortests für die soziale Massenkontrolle" paßt genauso gut auf das antipatriarchale Sprachregime und die Informationszensur.

Daß das Ziel selbst nicht offenkundig ist und niemals mitkommuniziert wird, ist im Falle hybrider Kriegsführung ein Bestandteil derselben. Ein typisches Argument gegen sogenannte "Verschwörungstheorien" ist hier indes schnell bei der Hand: die Theorie macht sich selbst unangreifbar, da sie zirkulär ist ("Wir wissen von x nichts, weil sie es geheimhalten; denn hielten sie es nicht geheim, wüßten wir von x").

Auch dieses antiverschwörungstheoretische Argument nun könnte seinerseits Bestandteil der hybriden Kriegsführung sein: wenn es wahr wäre, daß es ein gemeinsames Ziel der disparaten Waffen gibt, wäre diese Wahrheit nicht aussagbar außer in der Form einer leicht zu widerlegenden "Verschwörungstheorie" und somit Teil und Bestätigung des Kampfes gegen fake news. Wir kommen so nicht weiter.

Der Blick auf die Phänomene sollte sich befreien von jeder Art von Beweisführung. Es läßt sich mit unseren gegenwärtigen Bordmitteln nicht beweisen, daß die UNO, das WEF oder Bill Gates einen hybriden Krieg gegen uns führen - vielleicht wissen in hundert Jahren die Historiker mehr, aber auch sie werden keinen vollständigen Beweis generieren können.

Phänomenologie bleibt stets in der Möglichkeitsform des Denkens: was wäre wenn? Auf diese Weise können wir sehr wohl die versammelten Twitterverlautbarungen der UNO auf ein großangelegtes Ziel hin interpretieren. Ich würde mich sogar Tucker Carlsons Sinngebung anschließen, sie aber niemals für wahr halten. Dafür ist mein "Möglichkeitssinn" (Robert Musil) zu stark ausgeprägt, andernfalls ich mich auch nicht so grundsätzlich fremd fühlen würde in Gehlens "Reich der Lüge". "Wenn es einen Wirklichkeitssinn gibt", schreibt Robert Musil in seinem Roman Der Mann ohne Eigenschaften,

muß es auch etwas geben, das man Möglichkeitssinn nennen kann. Wer ihn besitzt, sagt beispielsweise nicht: Hier ist dies oder das geschehen, wird geschehen, muss geschehen; sondern er erfindet: Hier könnte, sollte oder müßte geschehen; und wenn man ihm von irgendetwas erklärt, daß es so sei, wie es sei, dann denkt er: Nun, es könnte wahrscheinlich auch anders sein.


Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.


Kommentare (89)

Grobschlosser

18. September 2020 09:35

hervorragend.

quarz

18. September 2020 09:47

Des reflexartig, routiniert und strategisch vorgebrachten Vorwurfs der "Verschwörungstheorie" kann man sich tatsächlich ein für alle mal entledigen, indem man sich nicht mit den Intentionen beschäftigt, die hinter unheilvollen Maßnahmen stecken mögen, sondern sich auf eine Kritik der Auswirkungen dieser Maßnahmen beschränkt.

Hier muss man dann auch keineswegs im Möglichkeitsdenken verharren, sondern kann auf empirisch belegte Fakten verweisen. Als die UNO noch weniger auf dem Globalisierungstrip war, hat ihre Menschenrechtskommission (1998) eine Entschließung verlautbart, in der sie "jegliche Praxis oder Politik, die das Ziel oder den Effekt hat, die demographische Zusammen­setzung einer Region, in der eine ... eine autochthone Bevölkerung ansässig ist, zu ändern" für rechtswidrig erklärt.

In diesem Sinne: unterlassen wir die Spekulation über Ziele und fokussieren wir unsere Kritik auf die Effekte. Diese sind, anders als die Ziele, nicht nur nachweisbar, sondern nachgewiesen.

Adler und Drache

18. September 2020 10:02

Mein Möglichkeitssinn reicht nicht aus, um mir vorzustellen, was die Eliten davon haben. Geht es ihnen besser, wenn es uns schlechter geht? 

Kommentar Sommerfeld: So wird ein Schuh draus https://sezession.de/63128/ordo-ab-chao - man muß sich die Sache auf einem Zeitstrahl angeordnet denken.

Der_Juergen

18. September 2020 10:17

Mai 1453. Die Türken haben einen Ring um Byzanz gezogen und schicken sich an, die Stadt zu erstürmen. Thema einer kirchlichen Synode, die damals stattfindet: Was geschieht, wenn eine Fliege in ein Becken mit Weihwasser fällt - wird das Weihwasser entheiligt oder die Fliege geheiligt?

September 2020. Die Strategen der Neuen Weltordnung holen zum tödlichen Schlag aus, um die Welt zu versklaven. Thema rechter Foren: Welche Strategie muss die AFD anwenden, um bei den nächsten Bundestagswahlen 15% statt 13% der Stimmen zu erhalten?

 

Gustav Grambauer

18. September 2020 10:37

"Corona" - Klima - BLM: Ich sehe nicht, daß da irgendwer meisterhaft komponiert. Die erwähnten Signale werte ich nur zweitrangig als Propaganda zur Erziehung der Massen (ich komme noch hierauf zurück), vorrangig sehe ich da "Feedbacks" an den gegnerischen Klügel mit der Geste der Unterwerfung. ("Corona"ist eure Kampagne, wir akzeptieren das. Als Geste der Loyalität lassen wir in unseren Bilderberger-gesteuerten Kaufhäusern brav das Endlosband durchlaufen, daß auch "unsere" Schafe den "MNS" zu tragen haben.")

- G. G.

Gustav Grambauer

18. September 2020 10:37

Nicht alle unterwerfen sich. Der Clinton-Klüngel rast vor Wut über diese Untwerwerfungsgesten, dem gehen die viel zu weit, zumal damit deren BLM-Kampagne in Grund und Boden sabotiert wurde. Hat jemand Clinton, Obama oder z. B. Soros schon jemals mit Mund-Nasen-Schutz gesehen? Never ever! Denen würden eher Mund und Nase verfaulen ehe sie einen aufsetzen würden. Auch etwa die Esken trägt den nur selten und mit allergrößtem Widerwillen.

- G. G.

Ein gebuertiger Hesse

18. September 2020 10:38

@ Adler und Drache

"Mein Möglichkeitssinn reicht nicht aus, um mir vorzustellen, was die Eliten davon haben. Geht es ihnen besser, wenn es uns schlechter geht?"

Zentrale Frage. Haben wir sie schon mal anders als vielgestaltig beantworten können?

Der_Juergen

18. September 2020 10:39

@Adler und Drache

Eine wichtige Frage. Zunächst gilt Schopenhauers Weisheit "Der Reichtum gleicht dem Salzwasser; je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man" nach wie vor. J. Bezos hat dank dem Corona-Betrug zusätzliche Milliarden in seine ohnehin schon vollen Kassen gescheffelt. Aber es geht natürlich nicht nur um das Materielle, vielleicht nicht einmal in erster Linie. Die führenden Gestalten, die uns die Neue Weltordnung bescheren wollen, sind Satanisten. Sie tun das Böse um des Bösen willen. Sie streben in ihrem Machtrausch die totale Kontrolle über eine beliebig manipulierbare Sklavenmasse ohne Wurzeln, Kultur und Tradiitonen an.

 

 

Gustav Grambauer

18. September 2020 10:40

Mutti hat neulich Greata im Kanzleramt empfangen. Ich hatte bereits geschrieben, wie dies m. E. einzuordnen ist, wiederhole es noch einmal:

Obama hatte nach seiner Niederlage fünf Stunden mit ihr im Adlon antechambriert und ihr dort sozusagen die Bundeslade der WASP-Weltkabale zu treuen Händen übergeben. Aber sie ist nun mal eine Opportunistin vor dem Herrn der Käßmannkirche, erfüllt in keiner Weise die von dieser Kabale in sie gesetzten Erwartungen. Sie hätte sich viel mehr bei "Klima" (beachte: insoweit Davos-Projekt) und BLM "reinwerfen" und die "Corona"-Kampagne viel mehr bremsen sollen, und zwar am Besten per ordre de mufti wie nach der Thürigen-Wahl. Stattdessen hat man den Eindruck, sie sei geradezu mit wehenden Fahnen als Verräterin in das IBM-KPChina-WHO-Technokratenlager übergelaufen. Auch wenn dieses Lager "ökologisch" dasselbe Ziel hat, so ist ihm Greta zutiefst zuwider (emotional, kindisch, selbstbezogen, exzessiv in die eigene Tasche wirtschaftend usw.), die würden mit so einer niemals eine Zusammenarbeit eingehen. (Ja, man kann diese Klüngel charakterlich und habituell zu unterscheiden lernen!) Nun haben aber die beiden Massenkundgebungen in Berlin offenbart, daß der Abgrund zwischen den beiden Fronden an der Basis aufzureißen beginnt. Deshalb hat Mutti Greta im Kanzleramt empfangen, die Atmosphäre war offenbar eisig, aber Hauptsache die verstörte Herde ist erstmal wieder etwas beruhigt und denkt, ihre Gegner respektive Hirten seien sich schon alle "irgendwie" einig. 

- G. G.

MARCEL

18. September 2020 10:57

Schließe mich an, ausgezeichnete und wichtige Darstellung!

Wie sehr Ethik zum Waffenarsenal dazugehört, erleben wir gerade. Jean Raspail hat in seinem "Heerlager" die grundsätzliche Aporie unserer Gesellschaften in diesen Fragen schonungslos offengelegt. Der Gegner weiß das. Er muss demaskiert werden.

Diese Art der Kriegsführung verlangt ein radikales strategisch-taktisches Umdenken, eine schonungslose, geradezu psychoanalytische Ehrlichkeit den eigenen Motiven gegenüber (woher der Drang, um jeden Preis "gut" sein zu müssen?) und einen radikalen Mut, notfalls gegen "Ethik" zu verstoßen. Vielleicht sollte man noch hinzufügen, einen radikalen Glauben, der diese Art "Sünde" aushält ("Was nennst Du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein, Lk 18,19). Es sei unterstellt: Wer nur auf die eigene Güte baut, der hat keinen Glauben an Gott.

Dieser Krieg zielt zuerst auf die Psyche und die muss stabil sein. Denn danach zielt er auf den Rest. Dann wird er durchaus konventionell (wann greift Erdogan Griechenland offen an?)

Last not least: Der Psychoanalytiker Georges Devereux (1908-1985) sagte einmal, die Identität bildet sich in dem Augenblick, in dem das Kleinkind zum ersten Mal "Nein" sagt.

Niekisch

18. September 2020 10:59

"um die USA in den II. Weltkrieg hineinzuführen."

Frau Sommerfeld, Sie meinen sicher den I. Weltkrieg. Ich hätte es schön gefunden, wenn Sie auch erwähnt hätten, welcher geheimbündlerichen Organisation mit dem Ziel des Sturzes der Monarchien als Speerspitze des Autokratischen Woodrow Wilson angehörte. Nur so läßt sich sein betrügerisches Verhalten gegenüber den Mittelmächten erklären.

Kommentar Sommerfeld: Ja! Tippfehler. Dazu: Rudolf Steiner Zeitgeschichtliche Betrachtungen I und II, Gesamtausgabe Bde. 173a und b.

Franz Bettinger

18. September 2020 11:02

"Es läßt sich mit unseren gegenwärtigen Bordmitteln nicht beweisen, daß UNO, WEF oder Bill Gates Krieg gegen uns führen; vielleicht wissen Historiker (!) in 100 Jahren mehr.“

Echt jetzt? Verzeihen Sie die Drastik, aber man muss nicht Biologie studiert haben, um Kacke Scheiße zu finden. Deep State führt seit 9/11 (2001) einen Krieg an allen Fronten und simultan gegen das niedere Volk. 

(1) Der im Gefolge des 9/11-Verbrechens vom Kongress beschlossene Patriot-Akt macht das Abhören, Überwachen und Ausspionieren aller Menschen auf der Erde legal. (2) Boykott, Sanktionen, Destabilisation und Krieg werden gegen Gehorsams-verweigernde Staaten geführt wie (Serbien), Irak, Afghanistan, Ukraine, Syrien, Libyen, Yemen, Iran, ... (3) falsche Epidemien erfunden wie Creutzfeldt-Jakob (BSE), HIV, Schweine-, Vogel-, SARS- und Corona-Grippen, (4) von Global Warming geschwafelt (CO2, C-footprint, travel guilt), (5) für Immigration geworben (Kindersoldaten - ihr werdet's noch sehen), (6) für culture change, ... ff

Franz Bettinger

18. September 2020 11:03

ff (7) Islam pampering, (8) für Gender und Gender-Sprache, für Früh-Sexualisierung von Kindern, (9) deren politische Indoctrination an Schulen und Unis, (10) das impotent Machen der Polizei, (11) die BLM-Hysterie (colonization guilt), (12) das Aufbrechen sämtlicher Loyaltäten innerhalb von Nationen und Families. Es passiert all dies gleichzeitig. - Ziehen die FFF nicht mehr, lässt man einen erfundenen Virus von der Leine. Reicht das nicht zum gewünschten Chaos, lässt man die Schwarzen Innenstädte verwüsten und zwingt Polizisten auf die Knie. Wozu? Um das Volk zu verwirren, zu schwächen und um die Kontrolle über jeden Lebensaspekt zu erlangen. Und Sie erkennen den Krieg nicht? 

Niekisch

18. September 2020 11:09

 "Sie tun das Böse um des Bösen willen."

@ Der_Juergen: Und warum tun sie das? Weil Sie ihre Wurzeln seit Adam Weishaupt in einer negativen Nebenlinie der Aufklärung haben, die das Herausführen des Menschen aus seiner Unmündigkeit infolge des Absolutismus dadurch bewerkstelligen wollten, indem sie ganz bewusst Satan zu Gott erhoben und  alles Traditionale verteufelten. Diese Absicht verfolgen sie zielstrebig bis heute und morgen. Wir erkennen es gerade daran, dass sie missliebige Systeme und Staaten als "autokratisch" brandmarken.

Ein gebuertiger Hesse

18. September 2020 11:15

@ Jürgen

Danke für die klare grausige Antwort.

Nächste Frage: Wie legt man Satanisten - und zwar solchen, die bei ihrem Treiben offenbar erfolgreich sind, im schlimmsten Fall mit höllischem Zutun - das dreckige Handwerk?

Niekisch

18. September 2020 11:22

"die Identität bildet sich in dem Augenblick, in dem das Kleinkind zum ersten Mal "Nein" sagt."

@ Marcel 10:57: Typisch Analytiker. Immer aus der Sicht des Kindes. Als ob nicht Ja- und Neinsagen im Kind schon bei der Verschmelzung von Samenzelle und Ei angelegt sind und dann bei der Geburt wie ein Negativ belichtet und zum Foto wird. A l l e s  ist schon angelegt. Sei, wer Du bist!

Niekisch

18. September 2020 11:26

""Es lässt sich mit unseren gegenwärtigen Bordmitteln nicht beweisen,""

@ Franz Bettinger 11:02: Es gibt aber auch den sog. Anscheinsbeweis aufgrund regelmäßiger Beobachtung über lange Zeiträume hinweg. 

Franz Bettinger

18. September 2020 11:36

@Adler + Drache schreibt "Ich kann mir nicht vorzustellen, was die Eliten davon haben. Geht es ihnen besser, wenn es uns schlechter geht?“ Ich weiß nicht, ob auch auf so kleiner Flamme gekocht wird, aber die Flugzeugfirma Boeing ist pleite wegen strukturell gefährlicher Flugzeuge. Was tun, denkt sich Boeing? Wenig später sind auch alle Konkurrenten, inklusive Airbus, pleite wegen Corona. Oh doch, das tröstet ungemein. 

Lotta Vorbeck

18. September 2020 11:47

"Nicht aufgeben. Standhaft bleiben in seiner Meinung, dem persönlichen Blick auf den rein politisch initiierten Wahnsinn seit März diesen Jahres. Es wird für alle Menschen in diesem Land ein anstrengendes Jahresende werden. Vor allem für diejenigen, die jetzt schon erkannt haben, wie mit List und Tücke weiterhin die Bürger hintergangen und getäuscht werden.

Mit welchen Tricks die Verordnungen, ausgehend einer vermeintlich "epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, künstlich und völlig unangebracht in diesem Land aufrecht erhalten bleiben. Immer mehr Menschen verzweifeln lassen. Krank machen.

Nein, man sollte nicht nach Australien, Israel, Spanien oder Frankreich blicken, um feststellen zu dürfen, wie gut es uns doch hier in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten und ihren individuellen Maßnahmen geht. Es geht um das Leben in diesem Land. Den Vorgaben, Verboten, Drohungen und Sondergesetzen, die inzwischen nicht mehr zum Schutze der Menschen verordnet werden, sondern schlicht einer politischen Agenda dienen."

Bill, wie Gates weiter? Folge ∞ - Herbstoffensive 2020 | von Bernhard Loyen

veröffentlicht am 17. September 2020

---> Weiterlesen ...

 

MARCEL

18. September 2020 12:06

@Niekisch

Die Psychoanalyse verdient es nicht, ein Fass aufzumachen, dennoch:

Angelegt ja, deterministisch aber nein. Dazu gibt es zu viele Ja-Sager, zu ihrem (und anderer) Leidwesen.

Laurenz

18. September 2020 12:37

Auch ich empfinde den Artikel als meisterhaft, weil er wesentliches kurz & bündig zusammenfaßt. 

Hierzu ein Beispiel der Handhabung von offener Verschwörung gegen einen kleinen Despoten durch das Europa-Parlament im Relotius.  https://www.spiegel.de/politik/ausland/belarus-alexander-lukaschenko-will-grenzen-nach-westen-schliessen-a-42e62609-b3e9-43cd-a473-2771e140c84e

Das wäre ungefähr so, als wenn die Parlamente Chinas, der USA und Rußlands Götz Kubitschek als Repräsentanten der EU anerkennen würden.

Die Frage nach Zitat - "Mein Möglichkeitssinn reicht nicht aus, um mir vorzustellen, was die Eliten davon haben. Geht es ihnen besser, wenn es uns schlechter geht?" - Zitatende

ist einfach zu beantworten. Was bewegte Jakob Schiff dazu, die Bolschewisten zu unterstützen? Ganz einfach totalitäre Macht, die unter seinesgleichen an der Ostküste so nicht gegeben war. Der Haken an Schiffs in Rußland stattfindender Verschwörung war, daß Trotzki, welcher das ökonomische Kopf-Schuß-Problem des Bolschewismus klar erkannte, sich nicht durchsetzen konnte. Dasselbe Problem droht auch jetzt. Welt-Organisationen schwächen exakt die Staaten, welche die Welt-Organisationen am Leben erhalten. Was folgt, ist eine Verschiebung der Macht weg von globalen Organisationen.

Laurenz

18. September 2020 12:45

@Der_Juergen

Sie machen Sich mit Ihrem "Teufelswerk" nur die Dialektik derer zu eigen, die Sie bekämpfen wollen. Sie vertauschen nur die Perspektive diametral.  Sie scheitern daher in Ihrer Argumentation, wie Faust im Faust.

Würden Sie weniger polarisierend, neutraler schreiben, könnten Sie Sich diesem "Teufelskreis", welcher Sie gefangen hält, entziehen. Nur sind nicht andere für Ihre Situation verantwortlich, sondern nur Sie Selbst. Was wäre schon ein Bill Gates im Vergleich zu Der_Juergen, wenn Der_Juergen nicht dieselben Sprüche kloppen würde, wie Gates?

Sandstein

18. September 2020 12:47

Mein Möglichkeitssinn reicht nicht aus, um mir vorzustellen, was die Eliten davon haben. Geht es ihnen besser, wenn es uns schlechter geht? 
 

——

Ich denke nicht dass diese Elite altruistisch veranlagt ist. Jeder Euro der irgendwo landet wurde ja auch irgendwo generiert und dann abgezweigt. Wer zur absoluten Finanzspitze gehört, kommt da nicht hin ohne eine gesunde Portion Kaltblütigkeit. 
 

@Laurenz ...

Inhaltlich mit Ihnen zu debattieren macht keinen Sinn, weist man Sie auf Ihre Widersprüchlichkeiten hin, übergehen Sie dies ganz einfach. Und der Rundumschlag war nötig, ob Sie es glauben oder nicht. Wir haben sehr wenig Gemeinsamkeiten, das entspringt Ihrem Wunschdenken, damit Sie jetzt ja nicht reflektieren müssen. 
 

Ein gebuertiger Hesse

18. September 2020 14:08

@ Laurenz

"Sie [ein bewährter Forist] machen Sich mit Ihrem "Teufelswerk" nur die Dialektik derer zu eigen, die Sie bekämpfen wollen."

Wollen Sie sagen, daß man die Bösen (= Böses Wollende, Böses Tuende) nicht mehr beim Namen nennen darf, nur weil diese ihrerseits "polarisiseren"? Dann wäre die aber fein raus und der Teufelskreis, den sie gebaut haben, wäre um eine Spirale reicher. Den Gefallen wollen wir ihnen nicht tun, oder?

tearjerker

18. September 2020 15:03

„FBett: @Adler + Drache schreibt "Ich kann mir nicht vorzustellen, was die Eliten davon haben. Geht es ihnen besser, wenn es uns schlechter geht?“ Ich weiß nicht, ob auch auf so kleiner Flamme gekocht wird, aber die Flugzeugfirma Boeing ist pleite wegen strukturell gefährlicher Flugzeuge. Was tun, denkt sich Boeing? Wenig später sind auch alle Konkurrenten, inklusive Airbus, pleite wegen Corona. Oh doch, das tröstet ungemein.“

Politik zielt auf den Zugang zu Ressourcen (Geld, Güter, Arbeitskräfte, junge Menschen). Der, der Ressourcen erschliesst wird mit Anerkennung und einer Verbesserung der Lebensperspektive belohnt. Dafür baut man die eigenen Fähigkeiten auf oder schränkt die Möglichkeiten des Wettbewerbers ein, was die Ausübung von Gewalt, Diebstahl und Betrug als Möglichkeit einschliesst. Die Frage, was die grossen Konzerne davon haben, den weltweiten Wettbewerb und ihre kleineren Konkurrenten zu destabilisieren, liegt damit auf der Hand. Den Eliten geht es dann auch persönlich besser, vergleichbar mit dem Statusgewinn, den die unter Druck stehende Mittelschicht für sich sieht, wenn sie eine neues Subproletariat aus asiatischen und afrikanischen Einwanderern ins Land holt, um sich gleichzeitig über diese zu erheben und grosszügig herabzulassen, um dann als Samariter ihren Lohn einzuholen.

Maiordomus

18. September 2020 15:07

Nachtrag an Lotta V.

 

Das mit der im vorletzten Strang angesprochene Motiv für den  während des Krieges vorgenommenen Wechsel der Druckschrift "Verteidigung des Abendlandes" hat mir ein deutscher Professor, der zu jenem Zeitpunkt etwa 14 Jahre alt war, als Pimpf-Schulerfahrung so berichtet. Es ist insofern authentischer als die fürwahr byzantinische  Geschichte von der Fliege und dem Weihwasser, die man nun oben auch wieder gehört hat; so wie man sich über die Scholastiker lustig macht im Zusammenhang mit den Engeln im Stecknadelknopf. Bei genauerem Studium sind die Problemlagen, auch die spirituellen, weniger lächerlich, A propos Anekdoten dieser Art: Sie glauben etwas satirisch zu erhellen, verdecken es aber eher, am krassesten die hier schon mehrfach zurückgewiesene Geschichte von Marie Antoinette und dem Volk, das bei Brotmangel doch Kuchen essen solle. So blöd hat sich die hochintelligente Frau nie ausgelassen, zumal die Ersterzählung dieser monarchiekritischen Wandersage  aus einer Zeit stammt, da sie zwei Jahre alt war!

 

 

 

Elvis Pressluft

18. September 2020 15:14

Empfohlene Lektüre, aus multiplen Gründen: S. Zweigs Die Welt von gestern. Der Autor sieht alles, das ihm heilig und teuer war, zweimalig im Chaos versinken. Sprachlich (dies gilt es abseits alles Politischen festzuhalten) auf einem Niveau, das heute kaum einem von zehntausend Germanistikstudenten zuzutrauen wäre – und gelegentlich, was die Stimmungen betrifft, von fast schmerzhaftem Wiedererkennungswert. Es braucht keine Millionenheere, um eine Welt zu vernichten. Heute genügt die Dummheit einer besseren Handvoll Politikerdarsteller, fallweise entzündete Lumpen in einem Lager, das gar nicht existieren dürfte. Was wäre, nach heutiger Lesart, im Sommer A.D. 1914 eine „Verschwörungstheorie“ gewesen? Die Deutschen könnten durch Belgien marschieren! – Zweig, obwohl intelligent und belehrt, weigerte sich bis zuletzt, dieses Szenario ernstzunehmen.

Er sieht im Londoner Exil seinen einfältigen Kosmopolitismus zerschellen: Nach dem Anschluß der Ostmark seiner (bevorzugten) Staatsbürgerschaft verlustig, gilt er als Deutscher und mithin als enemy alien. Höchststrafe. – Gegen Ende sucht er sich mit der Sichtweise zu trösten, aktuelle und noch kommende Geschehnisse könnten ihm jedenfalls nicht den Schatz seiner schon gelebten Jahre nehmen. Ich selbst fühle mich noch nicht ganz alt genug für solche Relativierungen, vielleicht (obwohl selbst kinderlos) auch nicht egoistisch genug. Kommende Generationen erwartet nach aller Voraussicht ein einziger Albtraum.

Uodal

18. September 2020 15:59

1.

Fr. Sommerfeld, ganz ausgezeichneter Artikel. Werde ich auf jeden Fall verteilen. Dagegen waren einige der vorherigen Beiträge nur schwer nachvollziehbar. Nur zu verstehen als eine Art Übersprung-Handlung, gleich einem Studenten kurz vor'm Examen, der zum 7ten Mal sein Zimmer saugt, anstatt zu lernen. Ich muß hier "Der_Jürgen" zustimmen: "Die Strategen der Neuen Weltordnung holen zum tödlichen Schlag aus ... Thema rechter Foren: Welche Strategie muss die AFD anwenden, um ... 15% statt 13% ... zu erhalten?". Was soll in unserer aktuellen Situation (!) ein Artikel über die Frage, ob für Rechte politische Manipulation moralisch o.k. ist? Wir haben diese Option auf lange Sicht gar nicht! Was soll ein handlungsanweisender Artikel über die strategische Ausrichtung der AfD? Wir haben darauf keinen Einfluss - und ihr auch nicht. Das sind alles Träumereien, wenn nicht linker Utopismus. MS hat sehr überzeugend dargelegt, dass es erfolgreicher für eine metapolitische Struktur ist, gegenüber einer Partei einen gewissen (!) Abstand zu wahren. Ich wünsche mir eine SiN zurück, in der, für das gesamte mosaik-rechte Spektrum, grundlegende Texte ...

Uodal

18. September 2020 16:02

2.

...erarbeitet werden und nicht, dass durch eine innerparteiliche Positionierung eine völlig unnötige Spaltung produziert wird. Dies wäre jedenfalls das einem Führungsanspruch angemessene Verhalten. Auch ein Teil der Kommentare geriet bei dieser Steilvorlage seitens SiN leider unnötig polarisierend, allen voran der bereits mehrfach auffällig gewordene Laurenz, siehe hier: "Daher finde ich Ihren Beitrag... selten dämlich. Sie lesen hier zwar auf der SiN mit, verstehen aber die Beiträge nicht... Aber ... starhemberg, ist eben ... krankhaft.", oder gegenüber einem anderen Foristen: "Sie haben die historische Tragweite nicht begriffen". Ja sach mal, Laurenz, geht's noch?!? - oder wie man in Wien sagt: "geh scheißn". Sollten alle Wessi-AfD'ler derart arrogant und überheblich sein, haben wir ja bereits eine Erklärung für deren fulminanten Erfolg. Interessant waren aber andererseits z.B. Kommentare, die zur Klärung, was "Rechts" ist, aufgefordert haben. Hieran sollte unbedingt weiter gearbeitet werden. Ein Beispiel: Als eine Überlegung bzw. Definition wurde genannt "links ist antifaschistisch, rechts ist antimarxis-tisch". Aber kann das sein? Ich denke, jeder von uns würde die franz. Revolution zu Recht als ein linkes Projekt bezeichnen. Ein Ereignis, weit vor Marx oder Mussolini. Also kann zwar ein Rechter antimarxistisch eingestellt sein, umgekehrt kann aber "antimarxistisch" kein Bestandteil einer Definition, was ...

Uodal

18. September 2020 16:05

3.

..."Rechts" bedeutet, sein. Eine treffsichere Definition müsste wesentlich grundlegender sein. "Rechts" und "Links" sind, in dieser Sicht ewige und universelle Prinzipien. Der Mensch ist, als Teil der Natur, auch Teil des Kosmos. Deshalb gelten die im gesamten Universum gültigen Naturgesetze sowie die grundlegenden Prinzipien natürlich auch in der Menschenwelt. Die Fibonacci-Zahlen, der goldene Schnitt sind in diesem Sinne "rechts". Die Feigen-baum-Konstanten links. Die Raupe steht für das "rechte" Prinzip, das sich verpuppende Insekt für das "linke" Prinzip, der Schmetterling wieder für das "rechte" Prinzip. Das Schwarze Loch repräsen-tiert das "linke" Prinzip, die Erde das rechte Prinzip. Die schöpferische Kraft/der Schöpfer das rechte Prinzip, der Durcheinanderwerfer und Verwirrer das linke Prinzip, u.s.w ... 

Die politische Rechte schreitet, spätestens seit der franz. Revolution von Niederlage zu Niederlage. Als ob ein Schicksal oder böser Fluch dies bestimmen wurde. Aber warum ist das so? Weil die Linke ganz genau weiß, was ihr grundlegendes Prinzip ist - und es aus vollem Herzen und mit ganzem Einsatz auslebt, in der Überzeugung, vom Lauf der Geschichte, genannt Fortschritt, getragen zu werden. 
Die Rechte wird erst dann wieder die ihr von Anbeginn an zugedachte Aufgabe erfüllen können, wenn sie sich ihrer eigenen universellen Wesenheit bewusst wird.

starhemberg

18. September 2020 16:08

Ein stimmiger Text von Frau Sommerfeld. Gut zusammengefasst, nur überraschen sollte das hier niemand. Egal ob der "Arabische Frühling" (geplante Destabilisierung), die "Orange Revolution" (Maidan, geostrategischer Schachzug der USA), die momentanen Vorgänge in Weißrussland (selbes Rezept wie Ukraine), Nord Stream 2 (false flag), oder auch der "Ibiza-Skandal" in Österreich ("Honigfalle", klassische Methode geheimer Dienste), hybride Kriegsführung passiert jeden Tag, ununterbrochen, interessant dabei ist vor allem wer gegen wen. Und dies ist, logischerweise, unklarer zu sehen, so z.B. arbeitet der türkische Geheimdienst zurzeit sowohl mit den Russen wie auch den US-Amerikanern zusammen. Über "Massenimmigration" als Waffe wurden schon Bücher geschrieben, die kritische Durchleuchtung der Vorgänge innerhalb multinationaler Organisationen hingegen ist sehr schwach. Hier hoffe ich (noch) auf Trump. Jedenfalls wäre Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi wohl recht zufrieden, mit diesen Entwicklungen. 

Der Kampf ist noch offen und wird mindestens weitere 20 Jahre andauern. Typisch (und sehr vorteilhaft) für die hybride Kriegsführung ist nämlich der weite Zeithorizont. Es eilt nicht, man schwächt den Gegner im Zeitlupentempo.

starhemberg

18. September 2020 16:29

Vielleicht noch ein Nachsatz, bezüglich einiger Kommentare die ich hier las. Ich denke, es ist ein logischer Fehlschluss, davon auszugehen, die andere Seite wäre "böse". Denn die andere Seite hält ganz sicher unsere Seite für "böse". Ich glaube nicht, dass Hitler oder Mao sich für "böse" hielten (bei Stalin bin ich mir nicht so sicher), ich denke im Gegenteil, die Herren glaubten tatsächlich, hauptsächlich Gutes zu tun. Oder tun zu müssen. Sprechen wir daher nicht vom "Bösen", denn dadurch entmenschlichen wir den Gegner. Genau davor hat Schmitt immer gewarnt. Wir sind in einem unsichtbaren Krieg, wir haben verschiedene Gegner, vielleicht aber auch verschiedene Verbündete. Wir wollen nicht verlieren, aber wir wollen auch niemand vernichten. Wir wollen uns verteidigen, und das ist unser gutes Recht. 

limes

18. September 2020 17:46

Für das Thema »Corona« geben Bhakdi/Reiss in einer elf Punkte umfassenden Liste Antworten auf die Frage »Was hat unsere Regierung falsch gemacht?«. Zuvor stellten die Autoren die Frage: »Was hat unsere Regierung richtig gemacht?«

Darunter findet sich als Antwort:

  • ?

Das Kapitel wird durch die Frage abgeschlossen: »Was hätte unsere Regierung tun sollen?«, und die Antwort lautet: »Das, was die Kanzlerin und die Minister in ihrem Amtseid geschworen haben«, der dann wiedergegeben wird:

»Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem WOHLE des deutschen Volkes widmen, seinen NUTZEN mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.« Großbuchstaben wie im Buch von Bhakdi/Reiss.

Bei welchen der politischen Untaten der letzten 20 Jahre, die @ Franz Bettinger aufgeführt hat, würde man das Handeln  unserer Regierung, im Einklang mit den »großen Spielern«, besser beurteilen als in der »Corona«-Krise?

limes

18. September 2020 18:02

@Sandstein: » Jeder Euro der irgendwo landet wurde ja auch irgendwo generiert und dann abgezweigt.«

Auch dazu einige Sätze aus dem Buch von Bhakdi/Reiss. Die Autoren beschreiben, unter welchen Umständen zu Zeiten der Schweinegrippe von Bund und Ländern Millionen Dosen Impfstoff zur flächendeckenden Impfung gekauft wurden, und …

»… das geschah zu einem Zeitpunkt, an dem schon klar war, dass die Schweinegrippe-Pandemie beinahe die harmloseste Grippewelle aller Zeiten  war«. Am Schluss landete alles im Magdeburger Müllheizkraftwerk.

»So auch das Geld der Steuerzahler … nein, natürlich nicht, es wechselte den Besitzer. Geschätzter Gewinn der Pharmaindustrie: 18 Milliarden US-Dollar.«

Niekisch

18. September 2020 18:52

@ Marcel 12:07: Determinismus dürfte schon wegen stattfindender Gensprünge in diesem Bereich entfallen. Sie kennen sicher die Zwillingsforschung, in welcher herausgefunden wurde, dass die Verhaltensweisen eineiiger Zwillinge unter diversen Aufwuchs- und Lebensbedingungen parallel verliefen. Wir sind und bleiben von Anfang an diejenigen, die wir sein sollen. Weichen wir ab, so kehren wir zumeist auch wieder zurück. Das jedenfalls ist neben dem Wissen auch meine Lebenserfahrung.

Laurenz

18. September 2020 19:16

@Sandstein

Unwahrscheinlich. Wir sind sogar miteinander verwandt.

ratatoskr

18. September 2020 20:24

Schöner Artikel!

Ich lese ja komischerweise gerade jetzt in dieser Zeit wieder dieses eine uralte, verstaubte, total überholte, obskure, wahnhafte, hasserfüllte und vor allem stinklangweilige Buch eines gewissen Douglas Reed. Trotz allen Schwächen, ist es streckenweise sehr erhellend und aufschlussreich. Man erkennt da durchaus gewisse Tendenzen.

 

Lotta Vorbeck

18. September 2020 20:46

@Maiordomus - 18. September 2020 - 03:07 PM

Falls Frau Sommerfeld und der Bademeister diese Abschweifung gestatten:

Hatte selbst Leute in der Verwandtschaft - jene sind damals etwas jünger gewesen als Ihr Pimpf-Professor - die wegen des Bormann-Erlasses zwei Mal Schreiben lernten, zunächst Deutsch dann Latein.

Ihr Professor liefert keinen Hinweis darauf, was das Aufgeben eigenen, elementaren Kulturguts zur "Verteidigung des Abendlandes" beigetragen haben soll.

Bemerkenswert, daß die Besatzungsmächte diesen Bormann-Erlaß nach dem Krieg nicht wieder rückgängig gemacht haben.

Lotta Vorbeck

18. September 2020 21:08

@Uodal - 18. September 2020 - 03:59 PM

"Ich wünsche mir eine SiN zurück, in der, für das gesamte mosaik-rechte Spektrum, grundlegende Texte ..."

---

Diesen Wunsch hegen Sie nicht allein, werter @Uodal.

Höchste Zeit um nüchtern Bilanz zu ziehen, was es überhaupt gebracht hat, sich nach anfänglichem Distanzhalten mit dieser Partei einzulassen.

"Teilen" / "Spalten" ist semantisch bereits im Wort "Partei" enthalten.

Die AfD saugt uns das Mark aus den Knochen, schleppt uns in Minenfelder, in denen wir nichts, aber auch garnichts verloren haben.

Jahrelange "Sezession", um sodann durch das Schlüsselloch der Hintertür zum parteieigenen Holodeck den Vollzeit-Bonzen bei ihren Intrigen und Karrierespielchen zuschauen zu dürfen? - Nein danke!

 

Der_Juergen

18. September 2020 21:56

@Starhemberg

Teil 1

Sie halten es für falsch, unsere Gegner pauschal als "böse" zu etikettieren. In Bezug auf das Fussvolk gebe ich Ihnen recht. Ein grüner Wähler oder Parteifunktionär ist ein Opfer der Gehirnwäsche und glaubt - von den selbstverständlich auch dort überreichlich vertretenen Karrieristen abgesehen - in der Regel aufrichtig an die Segnungen der multikulturellen Gesellschaft, die untilgbare Schuld der weissen Menschheit und insbesondere der Deutschen, die Gleichwertigkeit von Heterosexualität und Homosexualität und den ganzen anderen Irrsinn. Bei den Führungsgestalten sehen die Dinge anders aus. Sie sind, wie Arnold Gehlen in seinem bekannten, von Lichtmesz auf Twitter erwähnten Zitat sagte, teuflisch, weil es teuflisch ist, den Menschen in ein Reich der Lüge zu zwingen. Sie wissen z. B., dass Corona nicht annähernd so gefährlich ist, wie sie uns mit Hilfe der Lügenindustrie weismachen, quälen unsere Schüler aber dennoch mit Masken, verbieten es sterbenden alten Menschen, ihre Kinder und Enkel nochmals zu sehen, und fahren die Wirtschaft bewusst an die Wand, um die angepeilte neue Weltordnung zu schaffen.

Sandstein

18. September 2020 22:03

@monika

"Auch dazu einige Sätze aus dem Buch von Bhakdi/Reiss.[...]"

Ich habe das Buch nicht gelesen, aber was Sie beschreiben reiht sich nahtlos ein ich all das, was wir alle erleben: Umverteilung. Der Klimawandel ist ein Vehikel, die Migration, die EU. Wir leben ja praktisch schon im Sozialismus 2.0! Gruselig...

Ich antworte mit: "Wer viel sät, soll viel ernten. Wer wenig sät, soll wenig ernten." (Frei nach Korinther 2,9)

_____

@Laurenz ..ich verstehe Ihren Kommentar nicht. Lassen wir es gut sein, SiN ist sicherlich schon gelangweilt. Als Friedensangebot: ich lese etliches von Ihnen mit Gewinn, aber mir klappt das Messer auf wenn ich Hybris bemerke. Unterdrücken Sie das und wir können gut kameradschaftlich umgehen.

_____

@CS: dass Sie sich bei Twitter rumtreiben bringt mir den Schalk in den Nacken, irgendwie sympathisch :> 

Der_Juergen

18. September 2020 22:05

@starhemberg

Teil 2

Unter keinen Umständen können diese Menschen geltend machen, ihre Politik bringe ihrem Volk irgendwelchen Segen. Hitler, Stalin und Mao waren hiervon jedoch meiner Meinung nach felsenfest überzeugt. Ihre Politik hat einen hohen Blutzoll gefordert (bei Hitler unter fremden Völkern, bei Stalin und Mao unter dem eigenen), aber sie haben auch gewaltige Triumphe errungen. In Russland wird seit vielen Jahren bis zur Ermüdung darüber gestritten, ob die vielleicht zehn Millionen Opfer des Stalin-Terrors durch die enorm rasche Industrialisierung des Landes und den Aufstieg der UdSSR zur Weltmacht aufgewogen werden. Wenn man einst über Kreaturen wie Soros oder Merkel urteilen wird, wird man feststellen, dass sie zerstört, zerstört und nochmals zerstört, aber nichts erwähnenswert Positive geschaffen haben. Und man wird ihnen nicht den geringsten guten Willen zubilligen können.

starhemberg

18. September 2020 23:08

@ Der _Juergen 

 

diese Menschen denken nicht in "Völkern", sondern in anderen Kategorien.  Wie auch immer - wichtig ist es, kühlen Kopf zu bewahren, und die Länge des Kampfes zu verstehen. Ein Jahr, fünf Jahre - sind nichts. Wir stehen erst am Anfang, noch ist alles offen. Es wird einen Krieg geben, und der wird mindestens 20 Jahre andauern. Und niemand kann im Moment sagen, wie dieser enden wird. Wichtig ist erst mal, dies so zu verstehen. Alles andere folgt danach.

RMH

18. September 2020 23:30

"Ich wünsche mir eine SiN zurück, in der, für das gesamte mosaik-rechte Spektrum, grundlegende Texte ... "

Einen Vorschlag für etwas Grundlegendes hätte ich:

Hegels 250er Geburtstag war schon im August - Zeit, sich mit diesem auch für die Rechte wirkmächtigen Autor auseinanderzusetzen.

Im Übrigen würde ich mir - einmal als advocatus diaboli formuliert - wünschen, wenn man von "Kriegsführung" spricht, dass sehr konkret Roß und Reiter genannt werden. Wer konkret führt Krieg gegen wen.

Das soll jetzt nicht gegen den Artikel an und für sich gerichtet sein - Sommerfeld gehört zu den besten Autoren, die bei SiN und für die Zeitschrift schreiben. Rein intellektuell betrachtet ist sie, nach meiner eigenen unerheblichen Einschätzung, vermutlich die beste.

Gracchus

19. September 2020 00:15

Der allgemeinen Zustimmung schließe ich mich an. Es macht Spaß, Sommerfelds Gedanken aufzugreifen. 

Mein Möglichkeitssinn eröffnet mir die Möglichkeit, diese Phänomene vor dem Hintergrund oder mit der Brille von Dostojewskis "Dämonen" und Solowjews "Antichrist" lesbar oder überhaupt beobachtbar zu machen. Insoweit gehen meine Gedanken in eine ähnliche Richtung wie die von der_juergen. Dann ist man bei der Mutter aller Verschwörungstheorien gelandet. Und der Teufel ist der Vater hybrider Kriegsführung. Damit hat sich jeder Versuch einer Beweisführung erledigt. 

Der Teufel zieht es heute, vielleicht aber schon immer, vor, im Gewand des Ethischen aufzutreten. Er verführt durch das Ethische, nicht allein durch Geld und Macht. M. E. erklärt das einiges. Insoweit braucht man den Akteuren nicht unbedingt böse Absichten zu unterstellen, auch wenn sie natürlich Eigeninteressen verfolgen, im Gegenteil, die guten Absichten sind das, wo sie der Teufel packt. Erst recht kein Bewusstsein, dämonischen Einflüssen zu unterliegen. Das Ziel ist aber das alte: wie Gott zu werden. Die Vorstellung, das Klima bestimmen, einen großen Reset durchführen oder mal gerade 7 Milliarden Menschen impfen zu können, ist der Ausdruck blanker Hybris.

 

Laurenz

19. September 2020 01:33

@Ein gebuertiger Hesse

Das ist rein eine Frage des Standpunkts, den man einnimmt. Die Deutsche Sprache ist genau auf diesen Gesichtspunkt fixiert, und gibt dem Schreiber/Sprecher die exakte Möglichkeit einen Standpunkt oder mehrere zu definieren. 

Natürlich bin ich genauso, wie Sie und alle anderen von diesem orientalischen Unsinn des Bösen, Teuflischen geprägt. Mutmaßlich sah das Goethe schon lange vor Castaneda so, und beschrieb die Konsequenz der Polarisierung. Froh wäre ich, ich könnte mich perfekt letzterer entziehen. Natürlich kann ich das nicht. Aber zumindest probiere ich es, sooft ich mir dessen bewußt bin. Castaneda empfiehlt statt Ablehnung oder Befürwortung die Begriffe "zugeneigt" und "abgeneigt". Um Goethe zu folgen, wird der Teufel erst durch die Polarisierung derer, die an ihn glauben, erschaffen, ihres eigenen Egos willen. Von daher ist es günstiger, wir nutzen den Humor, oder beschreiben nur das, was ist. Den klar ist doch, und das nehme ich ihm auch nicht übel, daß Der_Juergen selbst in diesem Zusammenhang zu den Guten zählt. Aber wenn wir darüber nachdenken, bleibt das orientalischer Unsinn, und nur der eingenommene Standpunkt in der Sache zählt.

HomoFaber

19. September 2020 07:44

Diese Analyse war überfällig; versuchen zu verstehen, was da eigentlich gerade vor sich geht. Welche gesellschaftlichen Mechanismen greifen hier, warum funktionierte es und was sind die Motivationen ?

Gustav Grambauer

19. September 2020 07:53

"Der Blick auf die Phänomene sollte sich befreien von jeder Art von Beweisführung. Es läßt sich mit unseren gegenwärtigen Bordmitteln nicht beweisen, daß die UNO, das WEF oder Bill Gates einen hybriden Krieg gegen uns führen." 

- I. -

Weil hierzu noch kaum etwas gekommen ist, mache ich mal einen Vorstoß:

1. Der Möglichkeitssinn mag vor Dogmatismus schützen und etwa beim Auffächern von Varianten hilfreich sein, aber sonst ist er unbrauchbar, eine Luftnummer, was das Musil-Zitat ja auch nahelegt.

2. Beweise auf Basis z. B. der Strafrechtsdogmatik (Tatbestandsmäßigkeit resp. Kausalität, Rechtswidrigkeit und Schuld) sind vielleicht irgendwann Sache der Strafjustiz, wobei diese ohne die vonvornherein rechtsbeugende Zuhilfenahme des Naturrechts qua Radbruchscher Formel ggf. keinen Millimeter vorankommen wird, deshalb würde ich nicht mal hypothetischerweise Richter über Bill Gates sein wollen. Der Umstand, daß dies weder auf der Tagesordnung steht noch uns überhaupt zu interessieren hat (es wird, wie gesagt, wenn überhaupt allein einen hoffentlich unabhängigen Richter etwas angehen), führt uns zu der Frage, ob wir ganz grundsätzlich Wert auf äußerliche Beweisführungen legen sollten.

- Kommentariat

Gustav Grambauer

19. September 2020 07:54

- II -

Wer nicht Richter über Bill Gates & Co. sein wird, - und ich denke, dafür kommt keiner hier bei SiN jemals in Frage -, sollte es sich leisten, hier gar nicht erst den Anspruch auf äußerlich-stringente Beweisführungen zu stellen. Erst mit dem Verzicht hierauf wird der Kopf frei für das Erschließen ganz anderer Hintergründe und Zusammenhänge fernab der Rechts-Dogmatik (sic!).

Abgesehen davon sind die so erbrachten Beweise auch nur mit dem "Kombinieren" des Kriminalisten im Ermittlungsverfahren gefunden worden, also mit einer Methode, die so unzulänglich ist, daß mir zu ihr die Assoziation des Stocherns mit der Stange im Nebel kommt. Meine Methode hingegen vergleiche ich gern mit der Arbeit des Bergmanns, der mit der Zeit ein organisches Gefühl, ein organisches Gespür für das jeweilige Gefüge der Adern im Berg bekommt.

"Der Blick auf die Phänomene sollte sich befreien von jeder Art von Beweisführung.": Meyers Lexikon (DDR / 1967 also Ulbricht-Zeit) ordnet Rudolf Steiner bei den Phänomenologen ein. Dies ist überraschend und bei näherer Betrachtung nicht nur plausibel sondern auch feinsinnig - geht aber lange nicht weit genug. Steiner war Phänomenologe, ist aber dabei nicht stehengeblieben, er hat eine Methode entwickelt, die er Geschichtliche Symptomatologie nannte, und die jeder zu seinen Bordmitteln machen kann.

- Kommentariat

Kommentar Sommerfeld:
Ich wollt doch bloß nicht schoooon wieder mit Steiner antanzen. Hier https://sezession.de/62982/das-unsichtbare-boese habe ich die Symptomatologie eingeführt, diesmal ließ ich's beim Möglichkeitssinn als - wie Sie richtig bemerken - phänomenologischer Auffächertechnik bewenden.

Gustav Grambauer

19. September 2020 07:55

- III -

Die Juristen können damit zwar nicht ihre Dogmatik erweitern, die Beweismittel gem. StPO, ZPO oder VwGO ("S-A-P-U-Z") werden niemals um "G" für Geschichtliche Symptomatologie erweitert werden. Aber die Juristen könnten mit ihr ihr die Rechtstatsachenforschung um ganze Dimensionen erweitern, was enorm auf die Rechtspraxis durchschlagen würde. 

- Kommentariat

Der_Juergen

19. September 2020 09:56

@ratatoskr

Ich nehme an, die abfälligen Bemerkungen über Douglas Reed, den Sie so beflissentlich lesen, sind ironisch gemeint.  (Von "Hass" kann bei dem überzeugten Christen Reed natürlich keine Rede sein.) Vermutlich lesen Sie die - nur online verfügbare - deutsche Version, die mir sehr gut bekannt ist. 

Mit seinen Prophezeiungen hat sich Reed, zumindest was die Datierungen betrifft, allerdings gründlich vertan.

 

Franz Bettinger

19. September 2020 12:43

@Starhemberg (16:29): Dass die Satanisten oder wer auch immer ihre NWO im Zeitlupentempo vorantrieben, sehe ich im Moment nicht. Im Gegenteil. Es hagelt von allen Seiten Bomben. Vielleicht ist gerade dies der entscheidende Fehler des Tiefen Staates, vom Rhythmus seit 200 Jahren, also vom langsamen Tempo der Chaotisierung abgewichen zu sein. Es plötzlich eilig zu haben. In nur einer Generation (30 Jahren) will man das große Ziel, Global Governance, erreicht haben. Aber noch leben zu viele (alte) Menschen mit Grips. Noch sind nicht alle debilisiert. Ja, hätte der Tiefe Staat noch ein Generatiönchen länger gewartet, so hätte er die Menschheit samt und sonders im Sack gehabt. Aber so?  ... besteht ein Funken Hoffnung.

Laurenz

19. September 2020 12:53

@Uodal (1)

Gebe das Kompliment gerne zurück. Weder Sie, Uodal, noch Der_Juergen, noch MS in Seinem Artikel, haben irgendwelche plausiblen Perspektiven eines rechten Handelns aufgezeigt. Von daher sind Ihre Beiträge alle mehr oder weniger belanglos. CS hat nichts anderes getan, als einen IST-Zustand sehr gut in Kürze, für jeden verständlich, zusammen gefaßt zu haben. Einen höheren Anspruch, im Gegensatz zu Ihnen allen, die einfache Partei-Arbeit als zu popelig diskreditieren und zum gewaltigen Gegenschlag ausholen wollen ("The Empire strikes back"), hat CS nicht gestellt. Sie, Uodal, bieten hier nur leere Phrasen feil. Denn hinter Ihnen steht kein Imperium, nur heiße Luft.

Ich hatte bereits auf SiN berichtet, daß ich im letzten Winter auf einer AfD-Veranstaltung hinter Bald Vilbel die Gelegenheit hatte, Frau Dr. Fürst (eine echte Granate von der Sorte EK) von der FPÖ kennenzulernen. Auf meine Frage hin, ob die FPÖ ein Problem mit den Identitären hätte, antwortete Frau Dr. Fürst:" Keineswegs, die Identitären und die FPÖ gehen nur unterschiedliche Wege, wir parlamentarisch, und die Identitären als APO". Und ab und an ist es notwendig, sich voneinander zu distanzieren." Was anderes hat also Frau Dr. Fürst anderes, als MS, in einem Satz gesagt, allerdings ohne den alternativen Weg des MS herab zu würdigen? Genau, nichts anderes.

Um es auf den Punkt zu bringen. Der Krieg, von dem CS berichtet, ist kein Krieg, sondern eine asymmetrische Invasion, die quasi ohne Gegenwehr stattfindet.

Laurenz

19. September 2020 13:04

@Uodal (2)

Exemplarisch ist hier @Lotta Vorbeck. Uns allen hier fällt es schwer, sich mit einem Partei-internen deutsche Bürokratismus über Flug-Post und AfD-Stände, wie Satzung und langweilige Programmatik auseinanderzusetzen. Und mir geht es genauso wie Lotta, die lokalen Macher meiner Partei gehen mir auf den Sack. Aber das ist noch lange kein Grund das Licht deren mühseliger Kleinst-Arbeit unter den Scheffel zu stellen. Es ist viel einfacher für unsereins auf der SiN klug daher zu palavern. Wenn man hier schreibt, wäre es auch sinnvoll, Perspektiven aufzuzeigen, wie wir zB an Geld kommen. Aber der Weg an Geld zu kommen, ist schon wieder unangenehm holprig und vielleicht moralisch verwerflich. Denn, WIR haben es doch nicht nötig, mit dem Establishment zu paktieren. Wenn Bill Gates, unser kleiner Möchtegern-Stalin, der SiN, statt dem Relotius 2,7 Mio. US$ hätte zukommen lassen, wäre doch genau diese Debatte entstanden.

starhemberg

19. September 2020 14:10

@ Franz Bettinger

Das sehe ich doch etwas anders. Die Geschwindigkeit ist meiner Meinung nach nicht gestiegen, sie scheint nur durch die Digitalisierung und die Sozialen Medien "schneller" zu sein. Jetzt werden Dinge umgesetzt, deren Saat z.B. bei der UNO in den Neunziger Jahren gelegt wurde. Man arbeitet klassisch ab, Corona hilft dabei im Moment, wird aber vorübergehen. Und anhand der politischen Entwicklungen in bestimmten mittel-osteuropäischen Ländern ist auch der zukünftige Widerstand bereits erkennbar. Der Witz beim "Tiefen Staat" ist übrigens ein besonders unangenehmer - als seelenloser Apparat könnte er genauso von rechts genutzt werden, wenn man an der Macht wäre. Es ist daher eine besondere Verantwortung rechter Denker, sich von dieser theoretischen Möglichkeit nicht verführen zu lassen, so meine ich zumindest.

 

heinrichbrueck

19. September 2020 14:17

Politik ist im Kern ausgeführte Religion. Laurenz hadert mit dem „orientalischen Unsinn“, was uns noch lange nicht den „germanischen Überlebenssinn“ erkennen läßt. Über das Pseudochristentum herrscht JHWH und die Menschenrechte, eine eigene Konzeption fehlt. Deutsche haben kein eigenes AT, als Christen auch kein überarbeitetes; ein Problem mit den Geldwechslern im Tempel, aber kein Verständnis des Geldsystems. Sozusagen Religionsfreiheit, aber ohne Verständnis der Religion und ihrer Steuerbarkeit. Freiheit bleibt ein leerer Begriff, bezugslos. Religion definiert die Freiheit, auch wenn es eine Religion des Denkens ist. Die Menschenrechte definieren den neuen Staatsbürger, Völker werden in Mischvölker verwandelt, eine eigene Rechtslage gibt es nicht. Und wer steuert das Ganze? Bestimmt nicht diejenigen, deren eigene Spiritualität – in Selbsthaß gesteuert – in die Umvolkung wandelt. Die Körper werden getötet, der fremde Geist abgelehnt. Sie feiern ihren Tod. Der „orientalische Unsinn“ wird nicht verstanden. Sonst würde JHWH im Orient bleiben müssen, eine Infiltration wäre nicht möglich. Ist diese Wahrheit global gültig, zumal sie christliche Relevanz besitzt, wird ihr Steuerungszweck mit anerkannt. Und das Geldsystem (globale Kredit- und Finanzsystem) erledigt den Rest.

limes

19. September 2020 14:43

@ Sandstein 18. September 2020 22:03

Das Stichwort »Umverteilung« unterschreibe ich, ebenso Ihre Ergänzung: »Der Klimawandel ist ein Vehikel, die Migration, die EU.« Wenn Sie vom gruseligen Sozialismus 2.0 reden, ist das aber nur die eine Seite der Medaille.

Das von Bhakdi gelieferte Beispiel der Umverteilung zu Gunsten der Pharmaindustrie zeugt ja gerade nicht von Sozialismus.

Umverteilung im Sinne eines »Sozialismus 2.0«, durchaus auch mit gewaltsamen Zügen, wird unter anderem deutlich, wenn man Berichte über Lesbos und andere griechische Orte mit Asyllagern in der Nachbarschaft liest, wo die Einheimischen drangsaliert werden. In Deutschland sehen wir die Umverteilung in noch anderer Form. Doch Umverteilung findet ja nicht nur zu Gunsten wohlstandssuchender Migranten und Machthaber in »Herkunftsländern« statt, in die riesige Transferbeträge fließen.

Umverteilung findet auch zu Gunsten der »großen Spieler« statt, die ihren immensen Reichtum so einsetzen, dass er immer schneller immer mehr Profite einbringt, welche dann wiederum in Aktivismus, Politik und Propaganda für »Gerechtigkeit«, »alles für alle« und angeblichen »Minderheitenschutz« investiert werden, was die sattsam bekannte Zerstörung gewachsener Bindungen, Nationen und Werte mit sich bringt.

Die Medaille mit den zwei verschiedenen Seiten nennt sich neuerdings »Woke Capital«.

Monika

19. September 2020 15:00

Mit Hartlage bin ich der Meinung, dass es keiner Verschwörungstheorie bedarf , da die Absichten der großen Spieler der NWO offenliegen. Die NWO ist völlig unspektakulär. Nachdem der sog. Ost-West- Konflikt überwunden ist, zeigt sich, dass „Kommunismus“ und „Kapitalismus“ wunderbar zusammenpassen (siehe Staatskapitalismus in China) und die globalistische Konsum-Vereinheitlichung der Völker nimmt ihren sozialistischen Lauf. Solange es ein Nord-Süd-Wohlstandsgefälle gibt, wird die Migration nicht stoppen und es kommt zur großen Umverteilung. Das geht natürlich auf Kosten des reichen, weißen Nordens. Die Frage ist, wem die NWO dient, außer ein paar Superreichen, einer riesigen Nomenklatura und sonstigen NWO- Gewinnern. Und wer und was auf der Strecke bleibt.Die Ordnung der schönen, neuen Welt ist zudem eine rein innerweltliche.

Oder mit Sloterdijk :

„Ohne transzendenten Rückzugspol sind wir dem Ungeheuer Welt eingefügt.“

Fortsetzung folgt 

Monika

19. September 2020 15:20

Teil 2 Die offizielle Religion der neuen Weltordnung ließe sich so beschreiben: Es gibt keinen Gott, aber es gibt das KonsumParadies auf Erden, und zwar hier und jetzt, nicht erst in einer Zukunft oder im Jenseits. Nicht jeder kann hineinkommen und schon gar nicht alle. Es gibt keine Gerechtigkeit. Es liegt an der Aktivität des Einzelnen, ob er zu den Erlösten oder Verdammten gehört. Es fehlt der Aspekt, dass einzelne Völker sich ausrichten auf eine Zukunft, die besser zu gestalten sei. Die „strukturell Überflüssigen“ ( Zygmunt Baumann) der armen Länder treibt es in die reiche Welt, deren Bewohner geschichtslos in einer ewigen Gegenwart leben. Völker sind bedeutungslos geworden. Vielleicht ist das, was wie der Beginn einer neuen, schönen Welt aussieht, auch nur der Beginn eines großen Zerfalls. 

Lotta Vorbeck

19. September 2020 15:28

@starhemberg - 19. September 2020 - 02:10 PM

"Der Witz beim "Tiefen Staat" ist übrigens ein besonders unangenehmer - als seelenloser Apparat könnte er genauso von rechts genutzt werden, wenn man an der Macht wäre. Es ist daher eine besondere Verantwortung rechter Denker, sich von dieser theoretischen Möglichkeit nicht verführen zu lassen, so meine ich zumindest."

---

Der Begriff "Tiefer Staat" - wer's besser weiß möge es berichtigen - stammt aus der Türkei. Das, was man heutzutage "Tiefer Staat" / "Deep State" nennt, wurde einst als "Militärisch-Industrieeller-Komplex" bezeichnet. Es gibt weitere Bezeichnungen für den Tiefen Staat, die an dieser Stelle nicht genannt zu werden brauchen.

Das Wesen des Deep State besteht darin, sich Nichts & Niemandem gegenüber, außer sich selbst verpflichtet zu fühlen.

Nicht die Linke nutzt den Deep State. Der Deep State produziert symmetrisch, asymmetrisch und hybrid ausgetragene Kriege und unterstützt/protegiert in jedem dieser gezielt herbeigeführten Konflikte immer beide/sämtliche Konfliktparteien.

Der Deep State bringt es mühelos fertig gleichzeitig mit dem Vatican und der KP Chinas im Lotterbett zu liegen.

Der Deep State würde sich, sähe er seinerseits Bedarf dafür, der Rechten bedienen - nicht umgekehrt.

limes

19. September 2020 16:11

@ CS: »Es läßt sich mit unseren gegenwärtigen Bordmitteln nicht beweisen, daß die UNO, das WEF oder Bill Gates einen hybriden Krieg gegen uns führen.«

Eine Variante der Geschichte vom nackten Kaiser als Mitmach-Märchen mit ungewissem Ausgang: Der Kaiser lässt sich immer und immer wieder bestätigen, dass ihm das entspannte Hippiegewand mit aufgedrucktem »Imagine«-Statement vortrefflich steht, und erst der Lorbeerkranz der Menschenrechte, der Palmzweig des Friedensstifters …

Da kommt der neurechte Lümmel und ruft: »Aber der Kaiser ist geharnischt und trägt verborgene Waffen in eiserner Faust!« Da dies maßgeblichen Meinungsmachern zufolge eine glatte Lüge ist:

  1. tätschelt der Kaiser dem Tunichtgut gütig den Kopf und sagt: »Du musst noch viel lernen, Junge!«
  2. hält der Hofstaat dem Knaben den Mund zu, um zu verhindern, dass die Bevölkerung verunsichert wird
  3. zieht man ihm vor aller Augen die Hosen stramm, damit jedermann erkennen kann, was einem bei Verbreitung von Fake News und Hate Speech blüht
  4.  ….?

Sandstein

19. September 2020 18:29

@limes 

zunächst bitte ich um Entschuldigung dass ich Sie in meinem letzten Post als „Monika“ adressiert habe. 
 

Dass die Umverteilung eben zu Gunsten der großen Player geschieht ist dem Begriff Sozialismus 2.0 immanent, vllt hätte ich das dazu schreiben sollen. In der zukünftigen Welt wird es wenige riesige Konzerne geben, die Politik, Lebensweise und unsere Gesellschaften bestimmen werden. Google und amazon sind da nur ein kleiner Vorgeschmack, von dem, was uns erwarten dürfte. 
Und diese Player mit ihren fast unbegrenzten Ressourcen bedienen sich eben der Sozialismus-Tarnung um den Umbau voranzutreiben. Überspitzt: die Antifa gehört zu den Fußtruppen der Finanzelite und Konzernelite - ein Treppenwitz der Geschichte. 
 

Ich bin bei dem was Sie schreiben also ganz bei Ihnen - vorausgesetzt ich habe Sie jetzt nicht falsch verstanden. Tippe und lese augenblicklich am Handy - Tippfehler bitte ich zu entschuldigen. 
Grüße 🤓

 

starhemberg

19. September 2020 18:38

@Monika

Dieser Ihrer Analyse stimme ich weitgehend zu. 

@Lotta Vorbeck

Dieser Ausdruck stammt tatsächlich aus der Türkei, bei uns gibt es den schon viel älteren Ausdruck "Staat im Staate". Egal wie man es nennen will, auch in diesen verdeckten Strukturen sind die es Menschen aus Fleisch und Blut. Nämlich solche, die, nachdem sie Profit und persönliche Freiheit schon im höchsten Grade erreicht haben (z.B. Gates oder Soros), nun nach der größten Droge, nämlich globalem Einfluss gieren. Hier spielt dann die Ideologie dieser wenigen Keyplayer in ihrer Zusammenarbeit mit dem Tiefen Staat sehr wohl eine erhebliche Rolle. Allerdings, und das meinte ich ja mit meinem Kommentar, können diese Strukturen mit jedermann zusammenarbeiten bzw. gegen jedermann.

limes

19. September 2020 21:13

@ Sandstein

Mit @ Monika adressiert zu werden, bedarf in diesem Kommentariat mir gegenüber keiner Entschuldigung. Ohne der Mitforistin einen inhaltlichen Blankoscheck auszustellen, gebührt Monika meine aufrichtige Hochachtung für ihre profunden, in puncto Bildung und Urteilskraft für mich vorbildlichen Beiträge.

Und trotz Ihrer, Sandstein, Handynutzung und Autovervollständigung, während ich konservativ an der »Workstation« (bitte um einen deutschen Begriff dafür) arbeite, sind wir uns wohl wirklich einig.

Der_Juergen

19. September 2020 21:38

@Monika

Eine intelligente Analyse Ihrerseits. Kommt die Neue Weltordnung zustande, wird sie eine Mischung aus Huxley und Orwell sein, mit sehr viel Orwell in der Anfangsphase, in der alle Aufmüpfigen aus dem Verkehr gezogen werden. In einer zweiten Phase, so kalkulieren die Drahtzieher, wird es keinen Massenterror mehr brauchen. Da alle Medien und die ganze Erziehung unter totaler Kontrolle des Systems stehen werden, werden keine Informationen mehr verbreitet werden können, die dem System schaden. Die ganz wenigen Querdenker, die es dann noch geben wird, kann man mühelos verschwinden lassen, ohne dass es viele merken. In der anschliessenden Phase, die nach den Plänen der One-World-Strategen bis zum Ende der Geschichte reichen soll, braucht es keinen Gulag mehr, weil es keine Andersdenkenden, sondern nur noch zufriedene Sklaven geben wird.

Rothschild und Marx, die scheinbar verfeindeten Brüder, werden dann völlig miteinander verschmelzen. Die Kooperation zwischen diesen zwei oberflächlich gesehen unvereinbaren Ideologien ist schon längst Wirklichkeit. Die heutige Linke mit der Antifa als Speerspitze ist nur noch die Schlägertruppe der Hochfinanz.

Jeder von uns möge nun sein kleines Scherflein dazu beitragen, dass diese Pläne nicht in Erfüllung gehen.

 

Sandstein

19. September 2020 23:07

@limes

..bin froh dass mein Fauxpas zu keinen Verwerfungen geführt hat.

Workstation hat seine Entsprechung im Deutschen "Arbeitsplatz", ansonsten halt Heimcomputer, wenn es spezifisch um Arbeit am PC geht.  

Wie dem auch sei, Zeit für eine gute Nacht @SiN, der letzte macht das Licht aus ;> 

Marc_Aurel

19. September 2020 23:26

@Lotta Vorbeck
„Nicht die Linke nutzt den Deep State. Der Deep State produziert symmetrisch, asymmetrisch und hybrid ausgetragene Kriege und unterstützt/protegiert in jedem dieser gezielt herbeigeführten Konflikte immer beide/sämtliche Konfliktparteien.“

Ohne diese Leute in Schutz nehmen zu wollen, Gott bewahre, aber wenn man es nüchtern betrachtet hat die Linke im Westen auch gar keine anderen Handlungsoptionen, als es sich als Parasit und Handlanger der Globalisten (=tiefer Staat=Turbokapitalisten) in ihrer Nische bequem zu machen, zu kassieren und ausschließlich auf „die Richtigen“ (=Gegner der Globalisten) zu feuern. Alle Logikbrüche und Widersprüche, die aus dieser Rolle und den eigentlichen linken Ideen an einigen Stellen entstehen, werden ignoriert oder notdürftig mit Phrasen zugekleistert. Die Grünen sind in dieser Hinsicht noch enthemmter, weil sie keine Altlasten mit sich herumtragen, die im Stillen ein schlechtes Gewissen bereiten könnten.

Würde die Linke ernsthaft in Opposition zu diesen Oligarchennetzwerken gehen, könnte man sie ganz schnell vom Thron schreiben und ihr den Geldhahn zudrehen, sie würde dann früher oder später in die Randbereiche gedrängt, so wie die Rechte jetzt. Ersatzhandpuppen wären schnell gefunden, zum Beispiel die besagten Grünen.

@limes

Wenn sie mit "Workstation" ihren PC meinen, dann sagen sie doch einfach "Rechner" zu dem Ding ;-)

Der_Juergen

20. September 2020 11:48

@ratatoskr

Einige vielleicht nützliche Informationen zu dem von Ihnen eifrig gelesenen Douglas Reed und seinem Buch finden Sie hier:

https://docplayer.org/129992-Einleitung-zur-deutschen-uebersetzung-von-douglas-reeds-buch-the-controversy-of-zion-der-streit-um-zion.html

Caroline Sommerfeld

20. September 2020 12:58

Michael Klonovsky, 19. September 2020

Die stygischen Lügner
 

Im düstern Auge glimmt die Hyäne,
Sie sitzen am Laptop und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir lügen dein Leichentuch,
Wir lügen hinein den vierfachen Fluch –
Wir lügen, wir lügen!
 

Ein Fluch der Wirtschaft, den Wertschöpfungsketten,
dem Eigentum andrer, das wir gern hätten:
Mit Diskriminierung und Klimawandel
Treiben wir sie in den Ablasshandel –
Wir lügen, wir lügen!
 

Ein Fluch der Physik, der Biologie,
der Mathematik, KI und Chemie:
Wir haben Sozialwissenschaften studiert,  
Damit man uns nicht mit Wissen traktiert –
Wir lügen, wir lügen!
 

Ein Fluch der Familie, der Mutterschaft,
Der patriarchalischen Geiselhaft:
Wir bringen schon Kindern Analsex bei
Und machen sie für die Geschlechtswahl frei –
Wir lügen, wir lügen!
 

Ein Fluch dem erfundenen Vaterlande,
Dem Volke, den Nazis, der braunen Bande:
Wir heilen den Morbus deutsche Nation
Durch Diversität und Ersatzmigration –
Wir lügen, wir lügen!
 

Der Finger fliegt, der Lügner wacht,
Wir lügen emsig Tag und Nacht:
Restdeutschland, wir lügen dein Märchenglück,
Wir lügen den Sozialismus zurück –
Wir lügen, wir lügen!

Kommentar Sommerfeld: ein Webfehler - die KI gehört mit zur Lüge, sogar zu einer besonders tiefen Schicht.

Lotta Vorbeck

20. September 2020 13:26

@Kommentar Sommerfeld: ein Webfehler 

---

1844 hatten sie den Aufstand gewagt.

In Heines Original webten die Schlesischen Weber das Leichentuch.

Retrospektiv nannte man die Epoche "Vormärz".

Einstweilen nicht zu beantworten ist die Frage: Riecht's nach Vormärz und Hambacher Fest? Oder Riecht's eher nach - wie von @Der_Juergen angedeutet - nach Huxley & Orwell & Dr. Frankenstein aka KI?

Nath

20. September 2020 13:36

"Phänomenologie bleibt stets in der Möglichkeitsform des Denkens: was wäre wenn?"

Dem ist zu widersprechen, jedenfalls von Husserl her, der den Begriff "Phaenomenologie" schliesslich gepraegt hat. Vielmehr ist dasjenige, was nach der phaenomenologischen Reduktion uebrigbeleibt, die prima substantia (tode ti) selbst, also gerade nicht das im aristotelischen Sinne "bloss Moegliche" oder neuzeitlich "bloss Denkbare". Vom Standpunkt der natuerlichen Einstellung aus betrachtet, die das Sein im sinnlich Vorhandenen verortet, verhaelt es sich selbstverstaendlich umgekehrt, da in ihr einerseits das Bewusstsein psychologisiert und andererseits sein hyletisches Korrelat (die Aussenwelt) verabsolutiert wird. Husserls ganzes Phaenomenologie-Projekt widmet sich aber gerade dem Ziel, jene Verabsolutierung der Aussenwelt und, damit einhergehend, die Marginalisierung des Bewusstseins zu ueberwinden.

 

Lumi

20. September 2020 14:05

Stimmt schon: Klimawahn, Flüchtlingswahn und der aktuelle Viruswahn - im Grunde alles offene Verschwörungen. Wobei ich dann ein anderes Wort wie Lügenkampagne oder Lügenpropaganda passender fände.

Aber andere Sachen - wie 9/11 oder die bemannte Raumfahrt - sind überhaupt nicht offen, sondern sehr wohl geheim, wenn auch als große Operationen natürlich mit vielen Mitwissern, die alle auch materiell ordentlich profitieren, was sehr wichtig ist. Teilhabe an der Verschwörung *und* am Profit. So einfach funktioniert es.

Offen oder geheim, im Effekt nimmt es sich nicht viel, da die Masse weder liest noch denkt, sondern einfach alles schluckt, was die Obrigkeit ihnen serviert.

Hier ein schönes Video zur ISS, um diesen Schwindel auch mal in die Runde zu werfen:

Bogus Reentry Vehicles

https://youtu.be/mt_qySI10VI

3.5.2014 - 39 Minuten

Nath

20. September 2020 14:13

Teil 2

Heidegger modifiziert den Phaenomenologiebegriff seines Lehrers Husserl dahingehend, dass er M o e g l i c h k e i t (das Seinkoennen des Daseins) als Existenzial in Anschlag bringt, aber gerade n i c h t als defizient gegenueber der Wirklichkeit sondern ihr uebergeordnet, aber auch nicht anthropologisiert und auf das menschliche "Subjekt" bezogen. Und dies wiederum ruehrt daher, dass er Sein nicht mehr platonisch-aristotelisch als bestaendige Anwesenheit bzw. Gegenwart des Seienden, sondern von Anaximander und Heraklit her streithaft als gewesende Zukunft auffasst (Wahrheit nicht mehr als Uebereinstimmung von Erkenntnis und Seiendem sondern als Un-Verborgenheit, als zoegerndes Sich-Versagen des Seins selbst).

In beiden Faellen, bei Husserl wie bei Heidegger, steht das W e s e n, schon von seiner worthaften Verwendung her, im Zentrum, wenn es auch jeweils voellig anders gefasst wird. So erweisen sie sich als die letzten d e u t s c h e n  Denker in sensu eminenti: als Erben naemlich des griechichen Anfangs, was fuer Leibniz, Kant und Fichte nicht weniger als fuer Schelling, Hegel und Nietzsche gilt. Koennte vielleicht ein zukuenftiger Denker (der kein "Deutscher" sein muss) jene bekannt-beruechtigten Aussagen voellig ironielos in eine einzige zusammenfasssen? : Deutsch sein heisst, das Wesen wieder genesen lassen. Im Augenblick vermag sich das kaum jemand vozustellen (die "Anti-Essentialisten" unter den Rechten am allerwenigsten), aber das heisst ueberhaupt nichts.

Kommentar Sommerfeld:
Das ist absolut wichtig als Hintergrund. Mein musilscher "Möglichkeitssinn" geht jedenfalls so wie ich ihn denke nicht am dem Denken vorausgehenden Wesen träumend vorbei, oder bleibt gar auf der von Husserl abgelehnten mehr oder minder materialistisch gedachten Alltagswahrnehmung stehen, sondern stellt jederzeit das von den Verwaltern der metánoia als "Realität" Ausgegebene in Frage bzw. versetzt dieses in die Möglichkeitsform. Daß man damit in Konstruktivistens teuflische Küche kommen kann, bleibt als Problem bestehen.

Lumi

20. September 2020 14:24

@ Limes, Sandstein:

Workstation = leistungsstarker Rechner für dedizierte Aufgaben wie 3D oder Video, früher gebräuchlicher als heute.

Heimcomputer = die Rechner der 8 und 16 Bit Ära, zum Beispiel ZX Spectrum (Z80), C64 (MOS 6510), Amiga und Atari ST (beide Motorola 68K), also der bunte Zoo vor dem Siegeszug des IBM PC, heute ausgestorben.

PC = ursprünglich IBM, vielfach kopiert, Intel x86 oder kompatibel bzw. heute amd64.

Rechner oder Computer ist das generische Wort. Ich glaube, Sie meinen hier einen PC. Oder einen Mac, der aber seit dem Umstieg von IBM PowerPC auf Intel im Grunde auch ein PC ist.

Laurenz

20. September 2020 16:02

@heinrichbrueck

Auch, wenn ich Ihre Sicht der Dinge nicht teile, fand ich Ihren letzten Beitrag sehr gut, weil er mehr durchdacht und weniger von Haltung geprägt ist. 

Falls ich Sie richtig verstanden habe, nehmen Sie eine übliche Position @zeitschnurs ein, und verorten beim "orientalischen Unsinn" den Mangel beim ausführenden Menschen und nicht bei der Lehre an sich.

Wenn Sie Sich an "Linke Begegnungen" in Ihrem Leben erinnern, werden Sie zugeben müssen, daß Linke sich dieselbe Argumentations-Basis zu eigen machen. Marx ist gut, nur die Menschen sind zu blöde für den Sozialismus, deswegen müssen wir sie umerziehen.

@Franz Bettingers "Tiefen Staat" gab es schon immer. Wäre der Mensch nach Nietzsche zum Übermenschen erzogen worden, bräuchten wir keine Verkehrsschilder und es gäbe keine Grippe- und keine Wetter-Krise. Denn der Mensch würde immer göttlich, also perfekt handeln. Darüber schert sich Franzens "Tiefer Staat" aber einen feuchten Kehrricht. Und nach heinrichbrueck, "ist Politik im Kern ausgeführte Religion", absolut plausibel. Und zu behaupten, zeitschnurs "wahre Lehre" unterscheide sich davon, ist in meinen Augen an jedem einzelnen Haar herbeigezogen, nicht plausibel. Jegliche Moralisierung in einer Lehre, lenkt davon ab, daß die Lehre ohne Inhalt ist, sonst bräuchte es keine Moral.

Lotta Vorbeck

20. September 2020 20:46

@Lumi - 20. September 2020 - 02:05 PM

"Stimmt schon: Klimawahn, Flüchtlingswahn und der aktuelle Viruswahn - im Grunde alles offene Verschwörungen. Wobei ich dann ein anderes Wort wie Lügenkampagne oder Lügenpropaganda passender fände."

---

... oder: "Truman-Show"

Gracchus

20. September 2020 21:51

Trotz teilweise erhellender Ansätze bleibt das Phänomen noch schemenhaft. Nicht klar ist, warum westliche Institutionen, gesteuert von westlichen Eliten, westliche Staaten und ihre Wirtschaften schwächen sollten, mit dem Ziel, ihre westliche Ideologie zu verbreiten. Ausserhalb des Westens zieht da kaum einer mit - auch innerhalb des Westens oder der EU ziehen längst nicht alle Staaten an einem Strang.

Wenn es - wie @Monika meint - um die Errichtung eines "Konsumparadieses" ginge, spricht dagegen, dass Covid19, aber v. a. der Klimawandel dazu benutzt werden, um Konsumverzichte einzufordern - bzw: es soll moralisch konsumiert werden. Wie passt das dazu? 

Sinn ergibt das nur, wenn man einen Plan unterstellt, der China zum Vorbild hat. Nur soll dies staatenübergreifend durch supranationale Organisationen erfolgen; auf staatlicher Ebene bleiben demokratische Verfahren noch formell bestehen, die politische Musik spielt aber woanders. Das alles im Sinne des grossen Kapitals. So einfach?

 

 

 

Gracchus

20. September 2020 22:20

Ich weiss nicht, ob man Hintermänner und -hintergründe so genau kennen muss. Was sich davon manifestiert, reicht, um argwöhnisch zu sein. Ich sehe seelenlose Sozialingenieure und Funktionäre am Werk. Was sie eint, ist ein materialistisches Bewusstsein, gepaart mit Hybris, die v. a. vom technischen Fortschritt befeuert wird. 

Dieses Bewusstsein hat sich vom Seelen- und Geistesleben weitgehend abgekoppelt, wie schon Rudolf Steiner vor 100 Jahren gesehen hat. Deshalb bedarf es keiner expliziter Ziele, für ein materialistisches Bewusstsein sind die Ziele sehr beschränkt.

 

Franz Bettinger

21. September 2020 01:48

Das ist zu gut, um verloren zu gehen. Das sollte sich jeder ansehen: Die Kirche, ein Priester, das Virus und Wahrheit: https://www.youtube.com/watch?v=lXVY6rpwtfA&feature=youtu.be

tearjerker

21. September 2020 08:03

„Trotz teilweise erhellender Ansätze bleibt das Phänomen noch schemenhaft. Nicht klar ist, warum westliche Institutionen, gesteuert von westlichen Eliten, westliche Staaten und ihre Wirtschaften schwächen sollten, mit dem Ziel, ihre westliche Ideologie zu verbreiten. Ausserhalb des Westens zieht da kaum einer mit - auch innerhalb des Westens oder der EU ziehen längst nicht alle Staaten an einem Strang.“

Die NWO strebt die unipolare Welt unter Führung der USA an. Das Konzept  teilt die Welt in eine globalisierte und eine nicht globalisierte Zone. Ausserhalb der globalisierten Zone sollen alle staatlichen Strukturen zerstört werden, während innerhalb der globalisierten Zone die lokalen Strukturen in  neue auf den Globalismus verpflichtete Strukturen transformiert werden. Hierzu werden Ökologie, Klima, Geschlechterkampf usw als Welt- und Kernthemen platziert um als Teil einer Strategie der Subversion die neuen Institutionen um sie herum aufzubauen, in die fortlaufend mehr und mehr Personen eingebunden werden. Das Spiel läuft in jedem Land der ersten Welt und es wirkt wie von den Globalisten beabsichtigt, auch wenn andere althergebrachte Konflikte und Frontstellungen zwischen Staaten in der globalisierten Zone damit vorerst nicht zum Verschwinden gebracht werden.

ratatoskr

21. September 2020 08:17

@der_Juergen:

Vielen Dank für den freundlichen Hinweis. Der Text von Herrn Graf war mir schon bekannt. Habe diesen aber nochmals mit Gewinn gelesen.

Wie gesagt sind mir die Schwächen des Buches durchaus bewusst. Gewisse Beschreibungen finde ich aber sehr erhellend.

links ist wo der daumen rechts ist

21. September 2020 08:24

Agenten

Da die Corona-Maßnahmen im Forum noch nicht aufgehoben wurden, ein paar wirre gedankliche Puzzlesteine als Cliffhanger zum nächsten CS-Artikel.

1. Zizek sprach einmal davon, daß in einem Land, das von Norman Bates regiert würde, die Züge pünktlich fahren würden. Würde man hingegen uns durchschnittlichen Forumsneurotikern (= Intellektuelle ohne Machtbefugnisse) zusätzlich 100 Mrd. in die Hand drücken, wären wir demnächst Opfer ungeklärter Todesumstände oder übernächsten Dienstag würde der Dritte Weltkrieg ausbrechen. Frage also: warum dauert die ganze Chose so lang?

2. Das eigentliche Zeitalter der totalitären Propaganda begann 1917 mit der Devise Wilson oder Lenin; Hitler war dann später nur die dummdreist bösartige Persiflage auf die mehr als legitimen „Ideen von 1914“. Wer bis heute weiterhin im Namen von „Demokratie“ und „Freihandel“ siegt, wissen wir. (Nicht nur) Orwell wußte es schon 1948.

3. Theweleit, der mit seinem neuesten Werk endgültig zu einem linken Oswald Spengler mutiert ist, hat in seinem „Seelandschaft mit Pocahontas“ nicht nur unfreiwillig den Jargon der Landser rehabilitiert (sofern sie nicht killen, sondern f….n), sondern auch in seinen „Deutschlandfilmen“ anhand Hitchcocks „Torn Curtain“ die Feststellung getroffen, daß erst ein Brite gezeigt habe, daß es anscheinend doch nicht so leicht gewesen sein kann, millionenfach zu morden.

ff

links ist wo der daumen rechts ist

21. September 2020 08:36

[…]

Gemeint war die Szene, in der ein vermeintlicher Überläufer (Paul Newman) einen Ostagenten (Wolfgang Kieling) minutenlang ins Jenseits befördert. Eine Verteidigung von Hitchcocks mißlungenem Film „Topaz“ ist wiederum ein Vorwand, die zeitgleichen James-Bond-Filme als bloße Gadget-Lieferanten abzutun. Irrtum, es ginge nämlich nicht darum, anhand etwa der Figur eines Breivik von einem „universalen SS-Mann“ zu schwadronieren, sondern diesen in der Figur eines angelsächsischen Geheimagneten „mit der Lizenz zu töten“ zu erkennen; die deutsche Variante wäre eine smarte Mischung aus Schellenberg und Skorzeny gewesen. Vermutlich wußte auch da Hitchcock mehr.

Vorläufige Antworten:

Es scheint einerseits ein nervendes Kräfteparallelogramm der Verschwörerkreise zu geben, also so in etwa Sufi-Faschisten gegen Wallstreet-Jesuiten (vgl. auch E.R. Carmins Mammutwerk „Das schwarze Reich. Geheimgesellschaften und Politik im 20. Jhdt.“), während sich die tatsächlichen ewigen Kriegsgewinnler vergnügt und gar wenig "satanisch" die Hände reiben und weiterhin abräumen.

Anderseits zitiere ich aus Gary Allens berüchtigtem Buch über Kissinger dessen Antwort auf die Frage, warum er so handle, wie er handle: Weil ich die Macht dazu habe.

Valjean72

21. September 2020 08:44

@tearjerker:

Die NWO strebt die unipolare Welt unter Führung der USA an.

Das sehe ich insofern anders als dass ich meine, dass die Strukturen des "Tiefen Staates" geographisch flexibel sind.

Kurzum: ich halte es für möglich, dass sie sich schon längst in China (ebenso in allen anderen Staaten von Bedeutung) eingenistet haben (bzw. von Anfang an dabei waren) und sie nun bereit sind dort ihr "Mutterschiff" einzurichten. Die USA lässt man u.U. über die Klinge springen.

Daneben teile ich die Position von "der_Juergen", dass es hier eben nicht alleine um die Mehrung von Profit geht (eine typische Kritik der Linken) sondern dass andere, z.T. irrationale Motive eine entscheidende Rolle spielen.

 

 

Monika

21. September 2020 09:37

@ Gracchus Wie passen KonsumParadies und  Konsumverzicht zusammen? M.E. sehr gut.Im Neu-Sozialismus ( siehe Beitrag Bosselmann) gibt es Teilhabe ohne Leistung. Die Migranten haben per Ideologie (der großen, bunten Welt)  rechtmäßig Teil am weißen Wohlstand. Das geht natürlich nur, wenn die „reichen“ Normalverbraucher Verzicht üben. Die Notwendigkeit des Verzichts kann man am besten vermitteln durch den moralischen Druck einer Öko-Religion. Deren Funktionäre leben natürlich etwas besser als „der doofe Rest“(  DDR). Alnatura entspricht Exquisit, Lidl und Aldi der HO. Und Reisen ins Ausland gibt es für die richtige gutmenschliche Gesinnung. Die große Frage ist, wie lange das ganze ein Paradies bleibt. Und für wen? Und wann die höllischen Momente ( Kriminalität, Bürgerkrieg, Verteilungskämpfe) zum Inferno ausarten, 

Fritz

21. September 2020 10:13

Wieso sind eigentlich die Rechten genauso fasziniert von der deutschen idealistischen Philosophie wie die Linken?

limes

21. September 2020 12:55

@ Monika » Die große Frage ist, wie lange das ganze ein Paradies bleibt.«

Aus dem Paradies werden wir doch längst vertrieben! Das »Paradies« hatten wir, als ein Arbeiter mit Fleiß und Sparsamkeit und ein wenig Selbstversorgung es zu einem eigenen Haus bringen konnte und der Nachwuchs bei entsprechender Begabung und mit Fleiß und Verzicht einen akademischen Abschluss machen konnte; als die Renten noch verlässlich und auskömmlich waren; als noch keine Rentner im Abfall nach Pfandgut wühlten oder sich in Tafelläden herumschubsen lassen mussten; als sich das Sparen noch lohnte; als man als Frau unbegleitet noch beste Chancen hatte, auch bei Dunkelheit unbeschadet heimzukommen (nicht dass ich das unbegleitete Heimkehren gutheiße!); als die Wochenenden nicht von Messermorden geprägt waren, wie das vergangene; …

Wenn ich früher in Freiburg zu tun hatte, genoss ich die Fahrt mit der Höllentalbahn durch die malerische Landschaft in die Breisgau-Metropole, wo ich auch gerne zum Bummeln und Restaurantbesuch verweilte. Heute fahre ich nur dorthin, wenn es sein muss, und dann nehme ich das Auto. Und ja, ich weiß, dass das ein Luxusproblem ist.

Aber Moria kommt näher.

limes

21. September 2020 12:58

Nachtrag: Ich meine einen akademischen Abschluss, mit dem man einer sinnvollen, wertschöpfenden Tätigkeit nachgehen und ein standesgemäßes Einkommen erzielen konnte, ohne sich politisch zu verbiegen.

Götz Kubitschek

21. September 2020 13:04

badeschluß! danke!

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