Trump, Biden und die unakzeptable Wahl (1)

Die erste Fernsehdebatte zwischen Donald Trump und Joe Biden wurde von beiden Teilnehmern mit bitterer, respektloser Aggressivität geführt.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

An ihrer wech­sel­sei­ti­gen Ver­ach­tung lie­ßen die bei­den Kon­tra­hen­ten kei­nen Zwei­fel. Wäh­rend Trump Biden prak­tisch unun­ter­bro­chen ins Wort fiel, tat die­ser sich beson­ders mit Belei­di­gun­gen her­vor: Trump sei ein “Clown”, “Lüg­ner”, “Ras­sist”, der “schlech­tes­te Prä­si­dent in der Geschich­te der USA”, und er sol­le doch bit­te “die Klap­pe hal­ten, Mann!”

Trump hin­ge­gen ver­such­te, Biden als “senil” hin­zu­stel­len, ein Ein­druck, den die­ser bei öffent­li­chen Auf­trit­ten in der Tat aus­ge­spro­chen häu­fig erweckt, wenn auch nicht in die­ser spe­zi­fi­schen Debat­te (ver­mut­lich war er gedopt und ver­ka­belt). Gegen die­se trau­ri­ge Schlamm­schlacht wirkt das gro­ße Duell des Jah­res 2016 zwi­schen Trump und Hil­la­ry Clin­ton gera­de­zu episch. Das Phä­no­men Trump war damals noch frisch und unver­braucht, Clin­ton eine mar­kan­te Schur­kin, die man mit Genuß has­sen konn­te und die von ihrem Her­aus­for­de­rer zum Gau­di­um des Publi­kums sar­do­nisch zer­pflückt wurde.

Biden ist alt, farb­los und unar­ti­ku­liert, aber bezeich­nen­der­wei­se immer noch der bes­te Kan­di­dat, den die Demo­kra­ten auf­zu­stel­len imstan­de waren. Das kommt Trump zugu­te, der ein gebo­re­ner, schlag­fer­ti­ger Show­man und vita­ler Kraft­mensch ist. Aller­dings wird kaum noch ein ame­ri­ka­ni­scher Wäh­ler sei­ne Mei­nung durch Argu­men­te und Debat­ten ändern. Die Fron­ten sind fest­ge­fah­ren, die jewei­li­gen Fil­ter­bla­sen abge­dich­tet, die Emo­tio­nen regieren.

Seit dem Sezes­si­ons­krieg war das Land wohl nicht mehr so tief zer­ris­sen wie jetzt. Die­ser Riß setz­te in der Ära Geor­ge W. Bush ein, ver­tief­te und erwei­ter­te sich unter Barack Oba­ma, der die uralte ame­ri­ka­ni­sche Ras­sen­neu­ro­se erheb­lich befeu­er­te, und klafft heu­te wie ein unüber­brück­ba­rer Abgrund.

Innen­po­li­tisch hat Trump kaum eines sei­ner Wahl­ver­spre­chen gehal­ten, und inmit­ten der end­lo­sen medi­al insze­nier­ten Skan­da­le und Ver­su­che des Estab­lish­ments, ihn zu dis­kre­di­tie­ren und abzu­sä­gen, hat er ver­säumt, die sozia­len und alter­na­ti­ven Medi­en, die für sei­nen Wahl­sieg so bedeut­sam waren, zu schüt­zen und zu stär­ken. Die Mei­nungs- und Infor­ma­ti­ons­kon­trol­le ist heu­te stär­ker als je zuvor, You­tube, Twit­ter oder Face­book wur­den im Lau­fe des letz­ten Jah­res sys­te­ma­tisch von rech­ten und kon­ser­va­ti­ven Kanä­len und “Influ­en­cern” gesäubert.

CNN und  Fox News sind zu rei­nen Pro­pa­gan­da-Orga­nen ver­kom­men, wobei in den deut­schen Medi­en aus­schließ­lich der Stand­punkt des ers­te­ren, scharf lin­ken Sen­ders rezi­piert und repro­du­ziert wird. Das Kräf­te­ver­hält­nis ist aller­dings asy­m­e­trisch: Fox ist bes­ten­falls als “cuck­ser­va­ti­ve” ein­zu­stu­fen, mit Aus­nah­me des gran­dio­sen Kom­men­ta­tors Tucker Carl­son. Chris Wal­lace, der Mode­ra­tor der Biden-Trump-Debat­te, ist ein Mit­ar­bei­ter von Fox, ent­blö­de­te sich aller­dings nicht, dem Prä­si­den­ten lin­ke Nar­ra­ti­ve und Framings um die Ohren zu hauen.

Und das ist erst der Anfang. An 2020 wer­den wir uns das Jahr erin­nern, in dem ein Schal­ter umge­legt wur­de, und wir plötz­lich fest­stel­len muß­ten, daß wir alle­samt in einer gigan­ti­schen Gleich­schal­tungs­fal­le sit­zen. Die “libe­ra­le”, west­li­che Welt hat sich end­gül­tig demas­kiert, die Herr­schaft der Lüge ist auf gera­de­zu obs­zö­ne Wei­se offenbar.

Die glo­ba­lis­ti­schen Eli­ten in Medi­en, Poli­tik, Big Tech und Woke Capi­tal geben sich nicht ein­mal mehr Mühe, ihre Par­tei­lich­keit und Will­kür zu ver­heh­len. Sie tun inzwi­schen, was sie wol­len, weil sie es kön­nen. Die Effek­ti­vi­tät ihrer Kam­pa­gnen, sei es nun “Black Lives Mat­ter”, “Kli­ma­wan­del” oder die glo­ba­le Covid 19-Psy­cho­se, ist ver­blüf­fend. Obwohl die Fak­ten jeder­mann frei zugäng­lich sind, läuft die Maschi­ne unver­dros­sen und unauf­halt­sam wei­ter, und alle lau­fen mit. Es ist beängs­ti­gend, wie rei­bungs­los es funktioniert.

Die­se Maschi­ne pro­du­ziert Schein­wel­ten und Phan­to­me, die in den Köp­fen der Mas­sen spu­ken und ihr Den­ken und Füh­len infi­zie­ren wie ein Virus. Dabei wird die Wirk­lich­keit auf atem­be­rau­ben­de Wei­se auf den Kopf gestellt. Auch von den deut­schen Medi­en wird sug­ge­riert, es wäre Trump, der für die Ran­da­le der letz­ten Mona­te ver­ant­wort­lich sei, von denen bis­lang über 2,000 Städ­te betrof­fen sind, und die regel­mä­ßig zu Plün­de­rung, Brand­schat­zung und Gewalt­aus­brü­chen geführt haben. Und es wird per­ma­nent insi­nu­iert, daß Trump und sei­ne Anhän­ger, die als gefähr­li­che Hin­ter­wäld­ler dar­ge­stellt wer­den, im Fall eines Sie­ges von Joe Biden mehr vom sel­ben lie­fern werden.

Die Ran­da­le gin­gen jedoch aus­schließ­lich von Links­ra­di­ka­len, Trump-Geg­nern und BLM-Anhän­gern aus, die von den Medi­en mit­tels der Geor­ge-Floyd-Lüge sys­te­ma­tisch auf­ge­hetzt wurden.

Ein Bei­spiel für die­ses per­fi­de Framing ist die­ser Arti­kel aus der ZEIT vom 24. Sep­tem­ber. “Donald Trump will eine fried­li­che Macht­über­nah­me nicht garan­tie­ren”, heißt es darin:

US-Prä­si­dent Donald Trump schürt wei­ter­hin Spe­ku­la­tio­nen, dass er eine mög­li­che Wahl­nie­der­la­ge im Novem­ber nicht ohne Wei­te­res aner­ken­nen wür­de. Auf die Fra­ge eines Jour­na­lis­ten, ob er bei “Sieg, Nie­der­la­ge oder Unent­schie­den” bei der Prä­si­dent­schafts­wahl eine fried­li­che Macht­über­ga­be zusi­chern kön­ne, sag­te Trump ledig­lich: “Nun, wir wer­den sehen, was passiert.”

Sei­ne Aus­sa­ge wird also, in Über­ein­stim­mung mit der inter­na­tio­na­len Pres­se, als eine Dro­hung prä­sen­tiert. Man kli­cke das Film­chen an, das den ZEIT-Arti­kel illus­triert: Dar­in wird behaup­tet, man hät­te Trump gefragt, “ob er im Fall einer Wahl­nie­der­la­ge umstands­los das Wei­ße Haus räu­men wür­de.” Den Ori­gi­nal­ton kann man dabei nicht hören. Die­ser klingt aber ein wenig anders, als von der ZEIT kolportiert:

Bri­an Karen (Jour­na­list): Will you com­mit here today for a peace­ful trans­fer­ral of power after the elec­tion? There’s been rio­ting in Louis­vil­le, there’s been rio­ting in many cities across this coun­try, red and – your so cal­led red and blue sta­tes. Will you com­mit to making sure the­re is a peace­ful trans­fer­ral of power after the election?

Trumps: We’re going to have to see what hap­pens. You know that I’ve been com­p­lai­ning very stron­gly about the bal­lots, and the bal­lots are a disaster.

Karen: I under­stand that, but peop­le are rio­ting. Do you com­mit to making sure the­re is a peace­ful trans­fer­ral of power?

Trump: We want to get rid of the bal­lots und you’ll have a very peace­ful…  the­re won’t be a trans­fer frank­ly, the­re’ll be a con­ti­nua­tion. The bal­lots are out of con­trol. You know it. And you know who knows it bet­ter than any­bo­dy else? The Demo­crats know it bet­ter than any­bo­dy else.

***

Bri­an Karen (Jour­na­list): Wer­den Sie sich hier und heu­te für eine fried­li­che Macht­über­ga­be nach den Wah­len ein­set­zen? Es gab Aus­schrei­tun­gen in Louis­vil­le, es gab Aus­schrei­tun­gen in vie­len Städ­ten des Lan­des, in roten und – Ihren so genann­ten roten und blau­en Staa­ten. Wer­den Sie sich dafür ein­set­zen, daß es nach der Wahl zu einer fried­li­chen Macht­über­ga­be kommt?

Trump: Wir wer­den abwar­ten müs­sen, was pas­siert. Sie wis­sen, daß ich mich sehr stark über die Brief­wah­len beschwert habe, die Brief­wah­len sind eine Katastrophe.

Karen: Ich ver­ste­he das, aber die Leu­te rebel­lie­ren. Set­zen Sie sich dafür ein, daß es zu einer fried­li­chen Macht­über­ga­be kommt?

Trump: Wir wol­len die Brief­wahl los­wer­den, und Sie wer­den einen sehr fried­li­chen…  es wird ehr­lich gesagt kei­ne Macht­über­ga­be geben, es wird eine Fort­set­zung geben. Die Brief­wahl ist außer Kon­trol­le gera­ten. Das wis­sen Sie. Und wis­sen Sie, wer es bes­ser weiß als jeder ande­re? Die Demo­kra­ten wis­sen es bes­ser als jeder andere.

In den meis­ten Video­clips, die ich fin­den konn­te, wur­de der ers­te Teil der Fra­ge Karens dreist weg­ge­schnit­ten:

Win, lose or draw in this elec­tion, will you com­mit here today for a peace­ful trans­feral of power after the election?

Wer­den Sie sich hier und heu­te für eine fried­li­che Macht­über­ga­be nach der Wahl ein­set­zen, ob Sieg, Nie­der­la­ge oder Unent­schie­den in die­ser Wahl?

Die Fra­ge ist selt­sam for­mu­liert, denn im Fal­le eines Sie­ges oder eines Unent­schie­den wür­de es ja nicht zu einer “Macht­über­ga­be” kom­men. Kla­rer­wei­se ist die Absicht Karens, Trump ein bestimm­tes Framing unter­zu­schie­ben und zu sug­ge­rie­ren, er wür­de im Fall einer Nie­der­la­ge zur Gewalt auf­ru­fen oder sie gesche­hen las­sen. Wider­sprüch­li­cher­wei­se führt er als nächs­tes die aktu­el­len “Aus­schrei­tun­gen” (riots) ins Feld, die wie gesagt auf das Kon­to der Lin­ken gehen. Trump-Anhän­ger oder soge­nann­te “white supre­macists” haben damit nicht das Gerings­te zu tun.

Wie immer hat Trump ver­sucht, dem Framing aus­zu­wei­chen und sei­ne Ant­wort war im Grun­de völ­lig logisch: Wie kann bit­te­schön er garan­tie­ren, daß sei­ne Geg­ner nicht aus­ras­ten, wenn ihr Kan­di­dat ver­liert? Expli­zi­te und impli­zi­te Dro­hun­gen in die­se Rich­tung sei­tens der Lin­ken gibt es mitt­ler­wei­le zuhauf – eini­ge hat Jim Goad gesammelt.

Shadi Hamid schrieb in der links­li­be­ra­len Zeit­schrift The Atlan­tic vom 13. 9.:

Ich glau­be zwar nicht, daß Donald Trump ein Faschist oder zukünf­ti­ger Dik­ta­tor oder daß Ame­ri­ka ein geschei­ter­ter Staat ist, aber ich ertap­pe mich dabei, wie ich mir stän­dig über ein ein­zi­ges Sze­na­rio ernst­haf­te Sor­gen mache: daß Trump die Wahl gewin­nen wird, und die Demo­kra­ten und ande­re auf der Lin­ken sich wei­gern oder sogar außer­stan­de sein wer­den, das Resul­tat zu akzeptieren.

Eine Nie­der­la­ge Joe Bidens wür­de „den Glau­ben an die Demo­kra­tie unter­mi­nie­ren, und noch mehr sozia­le Unru­hen und Stra­ßen­kämp­fe her­vor­brin­gen, wie wir sie in den letz­ten Mona­ten in Port­land, Ore­gon und Seat­tle gese­hen haben.“ Dar­um lie­ge ein Sieg Bidens auch im Inter­es­se der „Law and Order“-Republikaner, „die auf die Ran­da­le und Plün­de­run­gen mit Abscheu reagiert haben“.

Gewiß wür­de auch eine Nie­der­la­ge Trumps gro­ße Tei­le des Lan­des in Frus­tra­ti­on stür­zen, aber eine Nie­der­la­ge Bidens wür­de weit­aus bedeu­ten­de­re Impli­ka­tio­nen haben, was „Mas­sen­un­ru­hen und poli­ti­sche Gewalt in Ame­ri­kas Städ­ten“ angeht.

Damit hat Hamid zuge­ge­ben, daß die Gewalt­be­reit­schaft auf der Lin­ken um etli­ches höher ist als auf der Rech­ten, und man geht wohl nicht fehl, wenn man hier einen Unter­ton von Erpres­sung heraushört.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (37)

Ein gebuertiger Hesse

1. Oktober 2020 18:59

Wichtiger Artikel, danke.

"Obwohl die Fakten jedermann frei zugänglich sind, läuft die Maschine unverdrossen und unaufhaltsam weiter, und alle laufen mit. Es ist beängstigend, wie reibungslos es funktioniert."

Ja, das ist das Schlimmste. Solange den Mitläufern, deren "Lager" sich 2020 in all seiner widerlichen Riesenhaftigkeit erweist, das Mitlaufen nicht verleidet, auf ein Haltmachen umgeleitet werden kann, ist die Hoffnung auf ein mehrheitliches Erwachen der ein oder anderen Art nur messianischer Selbstzweck. 

Der_Juergen

1. Oktober 2020 19:23

Teil 1

Kein Mensch glaubt, dass Biden im Falle seiner Wahl lange Präsident sein wird. Er wird schon bald zurücktreten und durch die hartgesottene Linksextremistin Kamala Harris ersetzt werden. Als eurasisch-afrikanische Mischlingsfrau mit jüdischem Ehemann ist sie eine Bilderbuch-Vertreterin der Neuen Weltordnung. Bis zu den nächsten Wahlen 2024 werden die Demokraten folgendes Programm durchführen:

De facto-Abschaffung des First Amendment. Jede missliebige Meinungsäusserung wird als "Fake News" oder "Hate Speech" unterdrückt werden. Viele Millionen illegaler Einwanderer werden zunächst in den Genuss einer Amnestie kommen und als nächsten Schritt das Bürgerrecht erhalten, mit dem Ergebnis, dass weitere Millionen über die Grenzen strömen werden. Da 95% der Neubürger ihre Stimme den Demokraten geben werden, heisst dies, dass kein Republikaner mehr zum Präsidenten gewählt werden kann (es sei denn, die Republikaner rücken so weit nach links wie die CDU unter Merkel und unterscheiden sich nicht mehr merklich von den Demokraten).

 

 

Der_Juergen

1. Oktober 2020 19:30

Teil 2

Parallel dazu wird nackter Terror gegen alle Weissen entfesselt werden, die ihrer Versklavung nicht kampflos zusehen wollen. Die kriminelle schwarze Unterschicht dient den Drahtziehern (teils sehr hellhäutige Schwarze, meist aber Weisse und grossenteils Juden) schon heute als Soldateska gegen die Verteidiger der Überreste von Tradition und Ordnung. Natürlich wird man dem schwarzen Mob nie erlauben, selbst die Macht zu ergreifen; wenn der Mohr seine Schuldigkeit getan haben wird, wird er gehen können.

Kurzum, den USA steht im Fall eines Sieges der Demokraten ihre Bolschewisierung ins Haus. Allerdings werden die vielen schwerbewaffneten weissen Gruppen nicht Gewehr bei Fuss abwarten, und es wird furchtbares Blutvergiessen geben. Da die Armeespitze grösstenteils auf der Seite der NWO steht, ist ein erfolgreicher Putsch unwahrscheinlich (aber nicht unmöglich). Den Demokraten als Vertretern von Zerstörung und Barbarei stehen mit Trump und seinen Leuten sehr unvollkommende Verteidiger von Bewahrung und Zivilisation gegenüber.

 

 

Der_Juergen

1. Oktober 2020 19:34

Teil 3

Es ist bedrückend, dass Trump es nicht wagt, das lügenhafte linke Narrativ im Kern anzugreifen. Er wagt es nicht, den "menschengemachten Klimawandel" als Schwindel anzuprangern. Er widerlegt die Mär vom "systemimmanenten weissen Rassismus" und der schwarzen Opferrolle nicht mit nackten Fakten, obgleich er die Kriminalitätsstatistiken sehr genau kennt und weiss, dass die wahrhaft Diskriminierten die Weissen (sowie die Ostasiaten) sind; siehe "Affirmative Action" und die "Dekonstruktion" der von Weissen gemachten amerikanischen Geschichte. Er hebt nicht hervor, dass von den offiziell 200.000 Corona-Opfern nach Eingeständnis des Gesundheitsministeriums nur 6% wirklich an Corona gestorben sind und der Rest an anderen Krankheiten. Täte er all dies, wüchse die Medienhetze so einem Orkan an, gegen den er wohl machtlos wäre. (Zudem müsste er sich dann fragen lassen, warum er überhaupt einen Shutdown verhängt hat.)

Vermutlich wird Trump trotz allem klar gewinnen, aber die Demokraten werden das Wahlergebnis nicht anerkennen, und es wird überall die Hölle losgehen. Ob die Armee dann die Befehle des Präsidenten befolgen und die Krawalle endlich mit aller Härte niederschlagen wird, bleibt abzuwarten. 

RMH

1. Oktober 2020 19:35

Das Trump in Europa und insbesondere in Deutschland mit allen Mitteln, einschließlich Fakes und aus den Zusammenhang gerissenen Äußerungen, konsequent runter geschrieben wird, ist nichts Neues. Das begann ja schon mit der Bekanntgabe seiner Kandidatur bei der ersten Wahl. Das die Trump- Kolonne (er ist ja wahrlich kein Solitär oder eratischer Block sondern seinerseits eingebettet) es in knapp 4 Jahren nicht geschafft hat, die mediale Übermacht halbwegs in den Griff zu bekommen oder dieser etwas ernsthaft entgegenzusetzen, wird ihr jetzt evtl. auf die Füße fallen.

Und eines dürfte klar sein: Biden - sollte er tatsächlich gewinnen und seine Chancen sind sicher nicht schlecht - wird vermutlich nicht die 4 Jahre durchziehen und wir werden den feuchten Traum aller Linken erleben: Kamala Harris wird ihn sehr frühzeitig beerben. Die Kampagne ist daher nicht Trump vers. Biden sondern realistischerweise Trump vers. K. H.

Aber bis November ist noch ein bisschen Zeit: Ich denke, wir werden noch die eine oder andere Überraschung sehen.

Eisenach

1. Oktober 2020 20:14

Lieber Herr Lichtmesz,

 

eine Randbemerkung dazu:

Shadi Hamid ist ein klassischer small-c-conservative und ganz gewiss niemand, der solch einen Artikel als "unterschwellige Drohung" formuliert. Das läge ihm fern, und sein "Atlantic"-Artikel ist im linken Milieu auch als eine Art Verrat am gemeinsamen Fokus auf das Feindbild Trump rezipiert worden.

ML: Danke!

Solution

1. Oktober 2020 20:21

Wie vom ML gewohnt, wieder einmal eine sehr gute Analyse. Im Falle von Tucker Carlson kann ich die Einschätzung allerdings nur bedingt teilen. 

Niedersachse

1. Oktober 2020 21:08

 "Obwohl die Fakten jedermann frei zugänglich sind, läuft die Maschine unverdrossen und unaufhaltsam weiter, und alle laufen mit. Es ist beängstigend, wie reibungslos es funktioniert."

 

1.

Weil viele genau das für die Fakten halten, was man ihnen permanent in Dauerschleife erzählt. Eben habe ich auf Welt Online gelesen, dass "die Angst der Deutschen vor Corona- Infektion zunimmt". Ja wat ne Überraschung! Wenn man einer sowieso schon überwiegend denkfaulen Bevölkerung einem solchen politisch-medial inszenierten Psychoterror aussetzt und man gleichzeitig ein "moral bombing" gegen Kritiker der Covid-19 Maßnahmen betreibt, dann ist dieses Ergebnis kein Wunder. Ohne zu wissen, wie in anderen Ländern die Regierungsmaßnahmen beurteilt werden, muß ich leider konstatieren: In Deutschland gibt es nicht nur betreutes Wohnen, sondern auch betreutes Denken. Ist einfach so, auch wenn ich mir etwas anderes wünsche. Natürlich gibt es hier Demonstrationen und zwar in einer Vielschichtigkeit und Größe, die die Machthaber erfreulicherweise nervös werden lassen lies. Nur, ist eben selbst das noch die Minderheit. In Hannover am 12.09 waren etwa 3-4000 Menschen bei der Corona- Demo und auch war dort. Nur, was bringt das bei über 500.000 Einwohnern?! Es bleibt einfach festzustellen, dass nur ein minimaler Prozentsatz seinen Hintern hochbekommt, der Rest ist zu faul, zu feige, es ist ihm egal oder er ist gegenteiliger Meinung.

 

Niedersachse

1. Oktober 2020 21:25

2.

Trump hat natürlich mächtige Feinde, angefangen beim Kongress, wo die Demokraten die Mehrheit haben. Bei den Medien, bei den Silicon- Valley Start-Ups, wo Google, Facebook und Apple beheimatet ist. Die Frage, die ich mir stelle ist: Inwieweit hätte Trump genügend Kompetenz und Macht gehabt, um seinen "medialen Feinden" den Saft abzudrehen, bzw. mit Leuten zu besetzen, die ihm positiv gegenüberstehen oder zumindest neutral sind? Da CNN zu WarnerMedia gehört, wäre der auszutauschende Präsident Jeff Zucker. Ist das technisch überhaupt möglich, als US- Präsident korrigierend in den Medienbetrieb einzugreifen?  Was ist mit Twitter und Google? Ich bin da ehrlich gesagt nicht im Bilde...

Gotlandfahrer

1. Oktober 2020 21:44

Werter ML,

wenn ich nichts verpasst habe, war von Ihnen ja für längere Zeit hier nichts zu lesen.  Umso mehr freue ich mich heute über einen Beitrag von Ihnen.  Mich würden Meinungen interessieren zu folgenden Fragen:

1. Sollten wir uns nicht wünschen, dass Biden gewinnt? Nicht nur, weil Trump zwar das geringere Übel, aber ja doch irgendwie nicht "koscher" ... zu sein scheint.  Sondern insbesondere, weil ein Trump-Sieg entweder zu einem heißen Angriff der Linken auf die Weißen führt, oder "bestenfalls" zu dessen zeitweiliger Verschleppung.  Selbst wenn Trump noch einmal vier Jahre ohne Eskalation macht:  Wer hält die Welle nach ihm auf?  Wird der freiheitsliebende weiße US-Mensch ab 2024 in Frieden leben dürfen? Denn der "Drive" bleibt ja vorhanden und die Zeit läuft für den Gegner. Ein Biden- bzw. besser: Antifa-Sieg legte zwar die (inoffiziell ohnehin längst ausgeübte) Macht in deren Hände, damit aber auch die Verantwortung und mit ihr die Fehlerpotenziale.  Anders: Das beste (leider auch teuerste und gefährlichste) Mittel, Bolschewisten scheitern zu lassen, ist sie regieren zu lassen. Also: Je früher, desto besser.

2. Was passiert eigentlich hierzulande, wenn der US-Bürgerkrieg eskaliert und entweder a: die freien Bürger gewinnen oder b: die Antifa oder c: sich Amerika teilt bzw. d: bis zu einer Entscheidung des Konfliktes?

 

Lotta Vorbeck

1. Oktober 2020 21:51

Es gibt Photos, die die Vermutung nahelegen, Biden sei "verkabelt" und mit einem miniaturisierten Souffleurgerät im Ohr für das TV-Duell präpariert worden.

Wäre es völlig ausgeschlossen, daß man den sichtbar verbrauchten, in eine Ukraine-Erdgas-Affäre seines Sohnes Hunter verstrickten, bei offiziellen Auftritten an den Haaren kleiner Mädchen herumschnüffelnden Greis Biden antreten läßt, weil der gar nicht gewinnen soll? 

Da der Election-Day wegen des hohen Anteils an Briefwahlstimmen vorhersehbar kein eindeutiges Wahlergebnis liefern wird, die ebenso vorhersehbar langwierig und zäh verlaufende Stimmenauszählung landesweit von einem Crescendo an weiteren Riots begleitet sein dürfte, ließen sich - medial orchestriert - diese bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen ebenfalls Trump in die Schuhe schieben.

Hartwig aus LG8

1. Oktober 2020 22:44

Ich gehöre zu jenen "Verschwörungstheoretikern", die annehmen, dass die großen Linien der Politik nicht an Wahlurnen entschieden werden. Der Brexit wurde nicht im Juni 2016 entschieden, sondern spätestens mit den Entschluss, ein solches Referendum abzuhalten. Brexit und Trump gehen m.E. Hand in Hand. Wenn man sieht, mit welcher Selbstsicherheit die Briten zur Stunde die EU brüskieren, dann scheinen mir vier weitere Jahre Trump fast wie eine Selbstläufer. Ich kann mir beim besten Willen nichts anderes vorstellen.

 

 

Der_Juergen

1. Oktober 2020 22:55

@Gotlandfahrer

"Sollten wir uns nicht wünschen, dass Biden gewinnt?" Ein Rechter, der das wünscht, huldigt dem "Akzelerationismus": Lieber ein Ende mit Schrecken, damit möglichst rasch ein Neubeginn erfolgten kann, als eine schier endlose Agonie. Ich spreche dieser Denkweise die Logik nicht ab, aber im Fall der USA ist sie brandgefährlich. Wie ich in meiner ersten Wortmeldung festhielt, werden die linksradikalen Demokraten nach einem Wahlsieg Bidens, der dann alsbald durch Harris ersetzt wird, in rasendem Tempo irreversilbe demographische Fakten schaffen. Das Beste, was die Weissen dann noch erhoffen können, ist ein weisser Staat in einem Teil der USA. Zudem würde ein ultralinkes Regime in Washington natürlich die Rotgrünen und andere extreme Globalisten in Europa voll unterstützen, während eine konsolidierte Trump-Regierung mit deutschen und europäischen Patrioten zu einer Verständigung gelangen und einen isolationistischen Kurs einschlagen könnte. Schliesslich hat Trump die Nato mehrfahc als obsolet bezeichnet.

ML: Vermutlich wird sich eher ein Wahlsieg Trumps "akzelerationistisch" auswirken, wenn die Linke so richtig ausflippt.

RMH

2. Oktober 2020 07:08

Überraschung 1:

D. Trump und seine Frau wurden auf Covid positiv getestet.

Bis zur Wahl werden weitere folgen ...

Laurenz

2. Oktober 2020 09:50

Die Frage, die sich mir stellt, ist eine ganz andere. Seit Trumps Wahl ballert der Relotius quasi täglich Schauermärchen über Trump in den deutschsprachigen Äther. Das hat, wenn ich mich richtig entsinne, nicht einen Tag aufgehört. Es hat auch Wirkung, bei den bundesrepublikanischen Buntländern ist Trump nicht beliebt, aber in Wirklichkeit interessiert man sich für us amerikanische Politik doch noch weniger als für europäische -. Ich lese den langweiligen Haufen publizistischer Exkremente des Relotius über Trump schon lange nicht mehr. Und, was hat der Relotius davon? Hier wählt keiner us amerikanische Präsidenten. Es erscheint schon fast surreal, mit welchem Haß man diesen Mann verfolgt. 

MARCEL

2. Oktober 2020 11:03

Amerika wird nicht mehr zur Ruhe kommen, ganz gleich mit welchem Präsidenten. Zeit, sich zu verabschieden und es mit Russland zu probieren. Warum denn nicht (sorry für die Polen)?

Natürlich, man ist wieder abhängig, aber von wem sonst, etwa von Brüssel, von Peking, vielleicht sogar von Ankara? Nein danke. Und keine Sorge, demokratisch wird es ohnehin nicht mehr.

Zu guter Letzt ein wenig Lyrik: "die verschweinten Staaten von Amerika" (Nikolaus Lenau)

Glast

2. Oktober 2020 11:05

Endlich wieder ein Lichtmesz! 

Faszinierende Thematik. Muss schon zugeben, dass ich ob der Wahlen in heller Aufregung bin. War bei der vergangenen Wahl überhaupt nicht der Fall, seltsam. 

Las unlängst,  dass Trump es versäumt habe, Positionen in Verwaltung, Justiz, Militär und Geheimdiensten systematisch mit eigenen Leuten zu besetzen. Das wäre in den Vereinigten Staaten bei Machtwechseln nicht unüblich. Falls das stimmen sollte, verstehe ich es wirklich nicht!!!! Trump stünde doch eine regelrechte Armee aus erzkonservativen Richtern, Anwälten etc. zur Verfügung. Die stünden doch in den Startlöchern. Die vakante Position im Obersten Gerichtshof ist da doch nur die Spitze. 

Trotz der widerlichen Küsteneliten mit ihren Medien und Schlägern muss man dennoch festhalten: Demografie hin oder her, die Weißen in Amerika haben noch ein ein unglaubliches Potential - kein Vergleich zu Westeuropa meines Erachtens. 

Lumi

2. Oktober 2020 12:49

Ich teile die Einschätzung Lottas, daß der senile Biden nominiert wurde, damit es gar nicht erst ein überzeugendes Narrativ für eine Niederlage Trumps gibt.

Und auch die Einschätzung Hartwigs zum Brexit. Es ist nicht nötig, tatsächlich die Mehrheit der abgegebenen Stimmen zu erhalten: ein plausibles Narrativ für eine solche reicht hin.

Das Ergebnis der Abstimmung über die schottische Unabhängigkeit wurde angezweifelt, aber es stand trotzdem fest.

Es sind schon etliche weit schwierigere und aufwendigere Täuschungen gelungen.

ratatoskr

2. Oktober 2020 14:00

Schön wieder was von Martin Lichtmesz zu lesen!

Die drei ersten Kommentare von @Der_Juergen treffen wohl den Kern der Sache.

Ich bin ganz bei @Hartwig, der schreibt: "…die annehmen, dass die großen Linien der Politik nicht an Wahlurnen entschieden werden". Mittlerweile nehme ich an, dass es noch nie und nirgends „Demokratie“ gegeben hat - das ist mehr eine "Demokratie-Simulation". Ein Kuhhandel folgt dem Nächsten. Medial aufbereitet. Und die Menschen stimmen wie sie nun mal stimmen sollen.

@RMH: "…es in knapp 4 Jahren nicht geschafft hat, die mediale Übermacht halbwegs in den Griff zu bekommen"

Die Medienmacht ist nicht zu brechen. Keine Chance!  Schon Douglas Reed schrieb, dass ab Anfang der 50er die Medienkontrolle in VSA und GB total war. Viele andere Autoren haben ähnliches festgestellt – hüben wie drüben, oben wie unten, links wie rechts. Man kann sich denken wie das heute aussieht. Eigentlich muss man nur eine Zeitung aufschlagen oder Radio und TV einschalten, um zum gleichen Ergebnis zu kommen.

Der_Juergen

2. Oktober 2020 15:18

@Glast

Sie stellen eine kardinal wichtige Frage: Weshalb hat sich Trump nicht von Anfang an mit loyalen Mitarbeitern umgeben? Dass er seinen Schwiegersohn Jared Kushner zu seinem Berater ernannte, kann man noch notdürftig damit erklären, dass er hoffte, hierdurch wenigstens einen Teil des US-Judentums für sich zu gewinnen. Doch welcher Teufel ritt ihn, als er Mad Dog Mattis zu seinem Kriegsminster und den üblen neokonservativen Kriegshetzer John Bolton zu seinem Sicherheitsberater erkor? Mit Justizminister Barr, der seine Bemühungen zur Bekämpfung der Antifa-Terroristen sabotiert, und Aussenminister Pompeo, dem nichts besseres einfällt, als wüste Kriegsdrohungen gegen China auszustossen und sich um die Demokratie in Weissrussland zu sorgen, hat Trump ebenfalls zwei fette, hässliche Schlangen an seiner Brust genährt. Weitere Frage: Warum hat er, statt sich auf Fox News zu verlassen (das, wie Lichtmesz erwähnt, längst nicht mehr voll hinter ihm steht), keine eigene Medienmacht aufgebaut, keinen eigenen Fernsehsender, keine eigene Tageszeitung gegründet? Ich glaube nicht mehr daran, dass mit diesem Mann die grosse Wende zu schaffen ist. Vielleicht ist er allerdings der Wegbereiter eines sehr viel Grösseren. Hoffen wir das.

Laurenz

2. Oktober 2020 15:49

@RMH & andere

Die Macht eines US-Präsidenten wird eben überschätzt. So ein Präsident kann halt entscheiden, ob der Kuhtreiber irgendwo rumballert oder nicht, aber das war es weitestgehend. Daß während der Amtszeit Trumps viele demokratische Richter am obersten Gerichtshof wegstarben, hat nichts mit Trump zu tun, sondern mehr mit der früheren Personal-Politik der Demokraten. Trump und Biden sind alt, so ein bisserl wie die Politbüros früherer Warschauer-Vertrags-Staaten. Falls Biden dran kommt, gibt es wieder mehr Barack-Care und es wird mehr in der Welt herum geschossen. Prognosen abgeben oder an Umfragen zu glauben, ist wohl für die Katz. Das war auch schon bei der letzten Wahl komplett für die Füße. Clinton hatte vor der Wahl die Wahl gewonnen. Und ob sich die Wirtschaftskriege Trumps einfach so zurückdrehen lassen, wage ich zu bezweifeln. Oder glaubt irgendwer, daß Biden die Sanktionen gegen Nordstream II aufheben würde? Ich nicht. Wir sind direkt an einem Wirtschaftskrieg beteiligt, und keiner kann weg.

RWDS

2. Oktober 2020 16:01

Was Biden völlig abgeht ist der Humor. Einfach ein unlustiger Cuck. Trump hingegen ist Entertainer auf ganzer Linie. Inwieweit das eine gute Eigenschaft für den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ist, lasse ich offen.

Das von ML vermutete Doping Bidens, hat er ja, wortgewaltig wie immer, im Vornherein schon als Möglichkeit in den Raum gestellt.

Ich hoffe weiterhin auf den Sieg Trumps, zur Not auch ein krummes Ding der Reps, um Biden/Harris zu verhindern.

Es geht um die Optik. Die Welt braucht rechte Regierungen.

Außerdem wäre es ein wahres Vergnügen, einen Minister der kommenden schwarz-grünen Koalition (machen wir uns nichts vor) beim Umgang mit der Trump-Administration zuzuschauen.

tearjerker

2. Oktober 2020 17:16

Der Präsident hat sich ja jetzt vergif..., äh, erkältet. Die Presse parodiert schon wieder Journalismus, indem sie vermutet, die USA seien jetzt führungslos. Vollkommen egal wie die Wahl ausgeht: Der Einfluss der USA in Europa wird weiter sinken, weil das US-Imperium nach mehr als 200 Jahren Wachstum den Weg in den Zerfall angetreten hat. Die Möglichkeit einer Sezession einzelner Bundesstaaten wird in 10-15 Jahren Thema werden. Ich tippe auf den Versuch des entstehenden franco-chinesischen Blocks als Erstes Hawaii zum Austritt zu animieren, was einen grossen Konflikt in Aussicht stellt, der die Amerikaner zwingen wird, die Zelte in Europa und in Südasien weitgehend abzubrechen. Eine grosse Chance.

Mboko Lumumbe

2. Oktober 2020 17:17

Außerdem wäre es ein wahres Vergnügen, einen Minister der kommenden schwarz-grünen Koalition (machen wir uns nichts vor) beim Umgang mit der Trump-Administration zuzuschauen.

Das wird auch nicht anders wie jetzt bei der Bundesbretzel und dem Aussenmini.

Auch ich hoffe auf weitere 4 Jahre Trump im weissen Haus, doch nicht wegen ihm als Person, denn er bietet genügend berechtigten Anlass für Kritik. Doch er ist mir immer noch lieber als eine senile DemonRat und dessen Kamel.

Marc_Aurel

2. Oktober 2020 18:59

Eine Frage die auch interessant ist, von Gotlandfahrer schon gestellt: wie wird sich der ganze Zauber auf uns auswirken? Ich könnte mir vorstellen, dass das Selbstbewußtsein der Berliner Junta erheblich gestiegen ist durch die Tatsache, das sich durch Trump hier nicht viel geändert hat. Wenn Biden gewinnt, gibt man vermutlich dann wieder richtig Vollgas bei der Fahrt in den Abgrund.

Brandolf

2. Oktober 2020 19:20

Frau Harris ist indisch-afroamerikanischer Abstammung und keine Linksextremistin, sondern eine postmodernistische Linke. 

Glast

2. Oktober 2020 19:33

Denke, dass Trumps Chance auf einen Wahlsieg durch seine Coronainfektion gestiegen ist. Vital und robust wie er ist, wird er diese mit Leichtigkeit überstehen und das Possenspiel genüsslich für sich ausschlachten - seht her, euer großer Anführer. 

Biden vermutlich wird sich einnässen oder wahlweise in einen Winterschlaf verfallen. Dieser Lust- und Tattergreis, dieser Kinder- und Frauenschnüffler. 

Mboko Lumumbe

2. Oktober 2020 19:40

"...Kamala Harris ... Als eurasisch-afrikanische Mischlingsfrau..."

"Frau Harris ist indisch-afroamerikanischer Abstammung..."

Der Computer sagt „nein“

Auf, lasst uns beckmessern. Die Wikinger sagen:
"Harris ist die Tochter ... einer ethnischen Tamilin ..., die ... aus ... Indien emigrierte, und von ..., einem aus Jamaika stammenden...

Mboko Lumumbe

2. Oktober 2020 19:59

Nachtrag zur Beckmesserei wegen Abstammung Harris:

Ich ziehe meinen Einwand zurück und behaupte das Gegenteil. Will heissen, indisch-afrikanische Abstammung trifft wohl zu, da die meisten Einwohner von Jamaika von afrikanischen Sklaven abstammen, bzw. mit denen vermischt wurden.

ullrich

2. Oktober 2020 20:28

Woke capital wird sich noch wundern wenn Harris/Biden gewinnt. Wenn die Demokraten wirklich machen, was sie angekündigt haben sind sie die Ersten, die viel, wenn nicht alles verlieren werden. Alleine die Stromausfälle, wie man sie aus Kalifornien kennt, werden sie Milliarden kosten. Die Steuererhöhungen werden sie auch voll treffen. Der Standort USA wird nach 4 Jahren Harris Administration erledigt sein. Die Demokraten machen ja keinen Hehl daraus, das ihnen die Befindlichkeiten der "Reichen" egal sind.

Vor allem die Juden in den USA werden grosse Probleme bekommen. AOC hat vor kurzem sogar ein Treffen mit Peace Now abgesagt - wegen Jitzchak Rabin. Er war ihnen zu rassistisch. Eliot Engel wurde schon abgewählt. Und Bloomberg hatte trotz Milliardeneinsatz keine Change in den Vorwahlen. Auch BLM, die ihren Kampf mit dem der sogenannten Palästinenser verbinden, sind antisemitisch. Im Falle eines Wahlsieges der Demokraten wird es richtig häßlich. Ich glaube den einzigen Juden, den die Demokraten wirklich mögen ist Bernie. Aber das wird sich auch ändern.

Cugel

2. Oktober 2020 23:06

Kasper gegen Krokodil, das Publikum ist gebannt.

Nichts gegen Lichtmesz, dieser Chronist ist ne Wucht, aber niemand hält den Zug der Zeit auf. Die Dinge nehmen ihren Lauf.

Laurenz

3. Oktober 2020 21:17

@ullrich

Ausnahmsweise, was selten vorkommt, muß ich schon das 2. Mal in einer Woche,  @Der_Juergen Recht geben, Seine Sicht der Dinge unterstützen. Nicht, daß es bei den Republikanern nicht auch Juden gäbe, aber die Demokraten sind mehr oder weniger eine jüdische Partei. Juden sind in der us amerikanischen Politik extrem über-repräsentiert. Juden haben in den USA einen Bevölkerungsanteil von ca. 2%. Aber kein demokratisches Bundes-Kabinett in der jüngeren Vergangenheit kam ohne Juden aus. Und bis auf den aktuellen FED-Chef waren seine 3 Vorgänger Juden. Vor wem sollen also die Juden in den USA Angst haben, wenn sie denn an der Macht sind? Die Situation ist doch eher umgekehrt. Als Nicht-Jude muß man vielleicht vor den Juden Angst haben. Um das zu vermeiden, haben die Demokraten wohl beschlossen, eher einen WASP an die Spitze zu stellen (Clinton, Biden) anstatt des Juden Bernie Sanders. Und wie gut für die Juden in den multi-ethnischen USA, daß dort keiner, wie in Israel (100%) eine ethnische Quote in der politischen Vertretung fordert.

ML: Der Bevölkerungsanteil von Juden in Israel ist etwa 75%. Wären es 100%, würde niemand ethnische Quoten fordern.

Laurenz

4. Oktober 2020 02:20

@ML

Ja, aber nur dann, wenn Sie Semiten in Juden oder Araber unterscheiden.

ML: Das nennt man wohl "shifting the goalpost". Danke jedenfalls für diesen Lacher.

Angeblich sind knapp 5% der Bevölkerung Israels keines von beiden. Aber haben die dann auch einen Paß? Die Informationen darüber sind aufwendig zu recherchieren. Deshalb sind und werden die Begrifflichkeiten, wie Anti- oder Pro-Semitismus, oder auch Semitismus allgemein, fälschlich oder verfälschend benutzt. Wenn schon von einem islamischen Anti-Semitismus gesprochen wird, bleibt das, mit den Ausnahmen der dem Islam angehörigen Turk-Völkern und abseits in Südostasien, doch eine Pharce. Semitische Anti-Semiten..... Klar, wir haben auch in Buntland semitische und germanische Anti-Germanisten. Der schönste Anti-Germanismus kommt, wenn, aus der Knesset, wenn deutsche (Europa-)Politiker, wie Martin Schulz, meinen, dort reden zu müssen.

Zurück zu den USA, mich wundert, daß keine politisch ethnische Quoten-Forderung bis in die Tagesschau oder den Relotius reicht. Vermutlich ist da Schluß mit lustig und auch BLM.

Laurenz

4. Oktober 2020 11:16

@Cugel

Das ist, wenn ich mich recht erinnere, mehr oder weniger ein Bismarck-Zitat. 

Aber irgendein Trottel muß auch die Gleise bauen.

Christa Ludwig

5. Oktober 2020 14:48

Was erwarten wir von Donald Trump? Wir überschätzen und gleichzeitig überfordern wir ihn mit unseren Erwartungen. Er ist ein gewiefter Geschäftsmann; was zum Teufel ihn geritten hat, kurzfristig in die politische Arena zu treten, weiß keiner. Es war kein anderer da, uns vor Hillary zu bewahren.  Verglichen mit unseren Polit-Darstellern, die nicht mal das Finanzielle übersehen geschweige denn berechnen können, sind die Amerikaner noch gut dran.

Vor der NRW-Wahl habe ich einen Deutsch-Amerikaner gesprochen. Er erzählte, er habe während seines Politik-Studiums drüben gedacht, seine amerikanischen Landsleute seien politisch dumm. Als er nach Deutschland kam, in das von ihm hochgeschätzte Land der Dichter und Denker und Nobelpreisträger, mußte er entsetzt feststellen, daß die Deutschen politisch noch dümmer seien. Dennoch sei er bemüht, die deutsche Kultur hochzuhalten. Ich sagte, dann seien wir schon zwei.

 

 

ullrich

5. Oktober 2020 20:24

Jürgen, die Demokraten haben schon längst die Kontrolle über diese extremen Gruppen verloren. Tatsächlich werden sie von ihnen getrieben. Als ich die Reportage über das Progrom (nicht in Anführungszeichen) in Los Angeles gelesen habe, wusste ich es sofort. https://forward.com/news/national/447696/black-lives-matter-protests-in-los-angeles-tear-through-jewish/ "Jeder Laden ist zerstört." 

Auch hat sich Kamela Harris mit Jacob Blake senior getroffen, der wirklich ein fundamentalistischer Antisemit ist und die Familie gelobt. https://www.timesofisrael.com/right-wing-media-calls-attention-to-anti-semitic-posts-by-jacob-blakes-father/

Das ganze ist nicht so einfach, dass manche linke Reiche das Geld geben und dann lesen die Fußtruppen nur vom Blatt ab. Diese Massen haben durchaus ihre eigenen Gedanken und ihre eigenen Anführer wie Lois Farakhan.

Ich habe mir es mal angetan und mir einige Reden angesehen. Das was dort verbreitet wird hätte Rosenberg, Goebbels oder Hitler auch nicht anders formuliert.

Die Demokraten haben sich als Partei extrem verändert nur nicht zum Guten.

Laurenz

6. Oktober 2020 09:59

@Christa Ludwig

Donald Trump ist kein gewiefter Geschäftsmann. Er war schon 3x bankrott. Er kennt sich gut mit staatlichen Bau-Fördermaßnahmen aus. Damit machte er sein jetziges Vermögen. 

Und ziehen Sie vielleicht mit in Erwägung, daß in den USA Wirtschaft und Politik noch viel mehr verflochten sind, als in Buntland. Ronald Reagan war Schauspieler, nur zur Erinnerung.

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