6. November 2020

Netzfundstücke (65) – Ethnie, »Fraud«, KSK

Jonas Schick / 62 Kommentare

»Wer von den Völkern nicht sprechen will, soll von den Menschen schweigen«,

urteilte der deutsche Soziologe und einer der geistigen Urväter des Ethnopluralismus, Henning Eichberg. Speziell nach der Grenzöffnung von 2015 geistert der Begriff des »Ethnopluralismus« gehäuft durch den Äther. Schwammig konturiert wird er sowohl auf rechter Seite als exzessiv gebrauchtes, standortbestimmendes Schlagwort verwendet als auch eifrig von linker Seite herangezogen, um über seine Verfremdung den moralinsauren Vorwurf eines »Rassismus ohne Rassen« zu konstruieren.

Sein konkreter Gehalt geht dabei freilich verloren und nur die wenigsten, die den Ethnopluralismus im Mund führen, werden seine originäre Bedeutung wirklich kennen. Ein Buch, das einen Schlußpunkt hinter diese Aufweichung des Begriffs setzen und dem Konzept des Ethnopluralismus damit wieder eine eindeutige Kontur geben möchte, ist das unlängst im Verlag Antaios erschienene Ethnopluralismus – Kritik und Verteidigung von Martin Lichtmesz.

Sezession-Literaturredakteurin Ellen Kositza hat das essentielle Werk in ihrer beliebten Videorezension-Reihe vorgestellt:

Martin Lichtmesz’ Verteidigung eines unserer zentralen Konzepte können Sie natürlich direkt hier, bei Antaios, dem größten konservativen Versandbuchhandel bestellen.


Derweil zieht das Konzept des Solidarischen Patriotismus weiter seine Kreise. Nachdem der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke das namensgebende Buch, Solidarischer Patriotismus. Die soziale Frage von rechts, von Sezession-Redakteur Benedikt Kaiser per Vorstellungsvideo in den höchsten Tönen lobte (siehe hier), hatte Kaiser beim jüngst ins Leben gerufenen Podcast des Netzmagazins konflikt noch einmal die Gelegenheit, den Inhalt und die politischen Implikationen seines Werkes breit darzulegen:

Das eminent wichtige Werk können Sie hier bestellen.


Indes geht es in den USA drunter und drüber. Die Gräben, die sich in der US-amerikanischen Gesellschaft über Jahrzehnte aus verschiedensten Gründen aufgebaut haben, zeitigen Ihre Wirkung und treten immer unverhohlener zutage.

Selbst das Vertrauen in die Integrität eines der Prozesse, der einen wesentlichen Bestandteil des amerikanischen Selbstverständnisses ausmacht, nämlich der Wahl, ist massiv erschüttert.

Anstoß des Mißtrauens ist die dank Corona auf Rekordniveau liegende Briefwahl. Donald Trump vermutet weitreichende Wahlfälschungen, die ihn um den Sieg bringen sollen.

Indizien dafür gibt es einige.

  1. Verstorbene im Wählerverzeichnis, Breitbart berichtete hier, die dann auch noch wählen (siehe hier).
  2. Zahlreiche steinalte, wahrscheinlich bereits verstorbene Wähler, die noch einmal Ihre politische Seite an sich erkennen (bspw. hier)
  3. Postmitarbeiter, die versuchen Wahlzettel außer Landes zu schaffen (siehe hier), und, und, und …

Eine satirische Steilvorlage für Alex Malenki und Philip Thaler, frisch zurück aus dem Sendeurlaub widmen sie sich vor neuer Kulisse den mannigfaltigen Hinweisen zum Wahlbetrug bei der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl.

Was man im neuen Studio so alles anstellen kann, beweisen die beiden bei einer eigenwilligen Waterboarding-Einlage, um die neuen Ausbildungsbedingungen bei der von Annegret Kramp-Karrenbauer diversifizierten Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr nachzuempfinden.

Unbedingt einschalten:

 



Kommentare (62)

Franz Bettinger

6. November 2020 22:11

@RMH: Noch zum letzten Strang (falls erlaubt), weil ich die Antwort schuldig bin: Ich hatte im März darauf hingewiesen: Echte C-Kranke und viele nur als Corona-krank Etikettierte werden, um den Schwindel mit Bildern zu propagieren, in wenigen Kliniken konzentriert. Andere Kliniken sehen leer. Zu den vollen Corona-Schwerpunkt-Kliniken schickt man die Kameras; dort interviewt man die Schwestern und Ärzte. Im Übrigen bin ich’s einfach müde und werde die ganze Corona-Debatte nun nicht erneut führen. // Eine gewisse Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen: Wo ich lebe, ist im Umkreis von 100 km keiner an C verstorben oder auch nur erkrankt. Nicht einer. Es sind aber geschätzt 50% daran verblödet. 

Franz Bettinger

6. November 2020 22:18

@Wahlbetrug: Die Republikaner wollten die Briefwahl schon immer sicherer machen (indem sie, wie in Deutschland, eine Meldepflicht verlangten). Die Demokraten waren immer dagegen. Warum wohl? 

Der_Juergen

6. November 2020 22:24

Die Bücher von Lichtmesz und Kaiser sind gleichermassen wichtig als theoretisches Rüstzeug der neuen Rechten. Ich kann sie allen, die sie noch nicht kennen, herzlich empfehlen.

Skeptiker

6. November 2020 22:27

Ich lese viele Beiträge hier mit Gewinn, auch wenn ich häufig anderer Ansicht bin. Ich fand schon die Äußerungen zur Corona-Pandemie hier mitunter sehr verstörend und dem ansonstigen Niveau eher unangemessen. Nun folgen Sie dem Narrativ des amerikanischen Präsidenten Trump und reden von Wahlbetrug. Das glauben Sie doch nicht ernsthaft? Ich bin gelinde gesagt erschrocken. Es ist nicht das Niveau dieses Forums!

Gracchus

6. November 2020 22:35

Mit Sicherheit ein Standardwerk: Ich werde mich zum Ethnopluralismus also nicht mehr äußern, bevor ich Lichtmesz nicht gelesen habe.

Trump verhält sich zwar ungeschickt, aber in der Tat: das stinkt doch gewaltig, wie sich das entwickelt.

Wer bitte macht bei Höckes Videoblog die Untertitelung? Facebook? Unfreiwillig komisch: Das Coronovirus sei so gefährlich wie ein Kryptowährung ... dann: auf Geheiz der Regierung statt Geheiss!

Off topic (da mir der Bademeister im vorherigen Strang die Tür vor der Nase zugeschlagen hat):

@Maiordomus: Mit Michel Krüger hatte ich mal lose Kontakt: Gross, lustig - da verzeihe ich ihm, wenn er Alt-68er-Sprüche raushaut. Seit seinem Abgang ist das Niveau von Hanser erheblich gesunken; Mosebach und Strauß sind zu Rowohlt. 

Was halten Sie - 2x off topic - von der Schweizer Schriftstellerin Regina Ullmann, von Rilke gefördert - jetzt in Michael Maars neuem Buch gelobt (wie auch andere Schweizer: natürlich Robert Walser und Gottfried Keller, den er über Fontane stellt; dann Gotthelf und wieder in der Gegenwart: Gertrud Leutenegger ....).

Was1NiceSeite

7. November 2020 07:40

(1)

Ich habe mir die Mühe gemacht, die hier aufgelisteten „Indizien“ für eine „weitreichende Wahlfälschung“ zu recherchieren.

1. Angeblich hätten 21.000 tote Menschen in Pennsylvania abgestimmt. Wie Breitbart schreibt, geht dieser Vorwurf auf eine Anklageschrift einer konservativen non-profit Organisation zurück, die dem Secretary of State vorwirft, Tote nicht aus dem Wählerverzeichnis genommen zu haben. Ein Sprecher des Generalbundesanwalts von Pa hat darauf geantwortet: “The court found no deficiency in how Pennsylvania maintains its voter rolls. There is currently no proof provided that any deceased person has voted in the 2020 election.” Die Anklageschrift ist ohne Beweise, ebenso wie die Vorwürfe des zweiten Links, wo ein Tweet behauptet, 14.000 Tote hätten in Wayne County abgestimmt, wobei dem Tweet eine Liste der Namen angehängt ist. Diese kommen allerdings erstens nicht alle aus besagten Wayne County und etliche der dort gelisteten Namen haben nach offiziellen Angaben weder Briefwahlunterlagen erhalten (bzw. angefordert), noch überhaupt eine Stimme abgegeben. 

Was1NiceSeite

7. November 2020 07:41

(2)

2. Tatsächlich wurde mindestens eine der angeblich toten Wählerinnen, eine 74-jährige Frau als noch lebendig identifiziert. Aufgrund eines Softwarefehlers wurde ihr im Wählerverzeichnis allerdings ein falsches Geburtsdatum gegeben, nämlich der 01/01/1900. Wenn man sich das Foto der angeblich „steinalte[n], wahrscheinlich bereits verstorbene[n] Wähler“ genauer anschaut (https://twitter.com/ChristianLauder/status/1324237623943200768/photo/1), dann wird man feststellen, dass ALLE dort gezeigten Wähler_innen am 01/01/1900 geboren sind. Das ist kein kosmischer Zufall, sondern – wie bei der 74-Jährigen oben – ein Beweis dafür, dass es sich hierbei um einen Schreibfehler der Software handelt.

Was1NiceSeite

7. November 2020 07:42

(3)

3. „Postmitarbeiter, die versuchen […]“ ist schon alleine deshalb irreführend, weil es genau einen einzigen dokumentierten Fall gibt, nämlich den hier verlinkten. Das, was hier aber in Wirklichkeit geschehen ist, ist, dass ein New Yorker Postmann mit seinem Postauto aus noch ungeklärten Gründen über die Landesgrenze nach Kanada gefahren ist, obwohl sich noch 813 Poststücke bei ihm im Van befunden haben, darunter auch 3 (!) Briefwahlen. Der Mann beteuerte, dass er noch vorhatte, die 813 Briefstücke auszuliefern, was sich allerdings erst vor beweisen müssen wird, denn der Mann steht jetzt einem juristischen Verfahren mit potenziell schwerwiegenden Nachspiel wegen „destruction of mail“ gegenüber. Hierbei von einem Indiz für systematische Wahlfälschung zu sprechen, ist lachhaft.

Alle drei „Indizien“ sind entweder falsch oder haltlos. #FakeNews

Niekisch

7. November 2020 11:33

"einer der geistigen Urväter des Ethnopluralismus, Henning Eichberg."..Ein interessanter, ereignisreicher Abschnitt der Zeitgeschichte, zu dem  ich noch Unterlagen besitze. Ich gehe in den Keller und suche nach "Junges Forum, Henning Eichberg, ANR, Solidaristen, Rebell usw., melde mich dann zurück, wenn ich gefunden habe, wann der Begriff  Ethnopluralismus erstmals aufgetaucht ist. 

RMH

7. November 2020 11:49

@Skeptiker,

Betrug hat einen objektiven Tatbestand. Da kann man auch sachlich darüber diskutieren. Im Falle von Wahlen muss er zudem auch noch entscheidungsrelevant sein, denn eine gewisse Grauzone wird sich nie ganz vermeiden lassen. Trump jedenfalls hat die Chance, dass Ding ehrenhaft zu beenden, nicht genutzt. Jetzt geht halt alles seinen Lauf. Beschissen wurde Trump die letzten 4 Jahre, wo er seitens der linken Meute nie fair behandelt wurde, am Wahltag eher kaum.

PS: ich war schon immer ein Gegner des inflationären Gebrauchs der Briefwahl. Auf der  anderen Seite gehört das ständige Geschrei um irgendwelchen Beschiss offenbar zur Folklore der neurechten, alternativ rechten Szene.

Laurenz

7. November 2020 12:20

@Skeptiker

Historisch ist das in den USA nichts Neues. Wie beschrieben, gibt es in den USA kein Melderecht. Wie Sie Sich vielleicht selbst vorstellen können, ist es dann für viele Behörden schwierig, überhaupt irgendwen ohne Adresse ausfindig zu machen. Vor allem wo wollen Sie dann Briefwahl-Unterlagen als Behörde hinschicken? Die einzige Möglichkeit besteht, über die Steuer-ID jemanden zu identifizieren. Das ist mit ein Grund, warum in den USA die Polizei- und Intelligenz-Dienste exorbitant ausgebaut sind. Und wenn Sie Sich über Covid-, Herpes- oder Heuschnupfen-Krisen-Beiträge hier beschweren wollen, schreiben Sie bitte sachlich. Ihr Beitrag sagt nichts mehr aus, als "nachts ist es kälter als draußen". Wertlose Meinungs-Bekundungen können wir alle selbst abgeben.

tearjerker

7. November 2020 12:30

Ein Kandidat, der zum xten mal den Versuch unternimmt, ins Amt zu gelangen und die ersten male unter ‚kann kein Publikum ziehen‘ im Kröpfchen verklappt wurde, erzielt die höchste absolute Stimmenzahl in der Geschichte des Landes, mehr als der angeblich beliebteste Amtsträger zwischen 08/16, obwohl er quasi keinen persönlichen Wahlkampf unternimmt, Termine mit nur einer Handvoll Publikum absolviert, sich phasenweise weder an den Namen seines Opponenten, noch an den Titel des Amtes,für das er kandidiert, erinnert, durch Freudsche Fehlleistungen die Integrität seine Kampagne selbt in Frage stellt und mit der Äusserung zitiert werden kann ‚er brauche keine Wähler um Präsident zu werden‘. Das kann man besser machen. Sei‘s drum, das Kind liegt im Brunnen und die Stunde der nach Politikern und Journalisten meistgehassten Berufsgruppe schlägt: Anwälte.

RMH

7. November 2020 12:44

Nachtrag:

Da ich vorhin etwas von ehrenhaften Abtreten seitens D.T. schrieb: Evtl. hat sein Getöse ja auch den Hintergrund, dass die Mehrheit der Rep im Senat stark wackelt. Das wäre dann wirklich schlimm für den Konservatismus in den USA (auf der Welt?). Ein Biden (bzw. eine Frau Harris) mit Mehrheiten in beiden Kammern ...

so könnte am Kampf von D.T. um die Wahlen ja doch deutlich mehr dahinter stecken, als gekränktes Ego. Dann sollten die REP in den USA aber auch solidarisch mit ihm sein.

MartinHimstedt

7. November 2020 12:54

Zum Thema KSK muss dringend, auch im Kommentar-Strang, auf diesen Bericht hingewiesen werden (welt.de, Stand: 2. November 2020). Zitat: 

"In Phasen größter körperlicher Erschöpfung werden Anwärtern hier politische Fragen zu Klimawandel oder Einwanderung gestellt. Die Hoffnung ist, dass Extremisten sich in einer solchen Situation nicht verstellen können."

Leider kann ich meine Meinung zu solchen Aussagen hier nicht schreiben, da diese, verständlicherweise, nicht freigeschalten werden würde. 

Maiordomus

7. November 2020 13:45

@Skeptiker. Auch ich bin und bleibe Skeptiker, nicht nur bei jener Krankheit, die in ihren bisherigen Auswirkungen sicher nicht zu den 200 gefährlichsten der Menschheit gehören kann. Das mit dem Wahlbetrug in Amerika ist seit mindestens 20 Jahren ein sich aufdrängendes Thema, wobei unterdessen unglaubliche weitere Details an den Tag gekommen sind. Halte den Aufbau der unsichtbaren Welt in 9 Chöre der Engel durch Ps-Dyonisius Areopagita für noch längst  transparenter begründet als die Meinung, an den diesjährigen US-Wahlen sei es wirklich mit rechten Dingen zugegangen. Eine effektive Wahlbeobachtung war in diversen Bundesstaaten nachweislich nicht möglich, was Beweisverhinderung bedeutet. Insofern ist "unbewiesen" kein Argument.  Dabei hätten Trump und seine Partei zwar nicht unbedingt die Macht, aber immerhin die Möglichkeit gehabt, hier in den letzten 4 Jahren zumindest Vorstösse zu machen. Aber warum wohl wollten auch sie dies nicht? Trumps Widersprüchlichkeit in vielen Fragen ändert nichts daran, dass er häufiger recht hat als seine Gegner. 

Maiordomus

7. November 2020 14:23

PS. Sidney Powell; führende Korruptionsforscherin in Amerika, ist gerade daran, ihren Ruf aufs Spiel zu setzen, weil sie in der Tat auf konkrete Ungereimtheiten bei den Wahlen in dieser Woche hingewiesen hat. Das Minimum, was man sagen kann, scheint: Der Verdacht ist dringend. Nicht ausgeschlossen bleibt meines Erachtens, dass die Betrugsmöglichkeiten von beiden Seiten benutzt werden konnten. 

RMH

7. November 2020 15:21

Im Moment kommt mehr und mehr Bewegung in die USA-Wahl (habe gerade ein wenig bei Fox-News mich umgesehen). Da werde ich wohl ein bisschen was von meinem oben Geschriebenen zurück nehmen dürfen. Warten wir es ab.

Bitter finde ich aber, das offenbar immer noch gezielt in solche unsicheren "Gefechte" gegangen wird. Wahlen von vorneherein halbwegs sicher zu gestalten, sollte doch möglich sein. Die Diskussionen und auch tatsächlichen Auseinandersetzungen nach Wahlen treten ja bekanntermaßen nicht erst seit dieser Wahl auf.

Und alleine, dass auch bei uns immer mehr der eigentlich als Ausnahmefall gedachte Fall der Briefwahl zum Regelfall wird, ja immer mehr dafür geworben wird (Corona wird sein übriges dazu tun), sollte einem zu denken geben (siehe auch die Forschungen von Prof. Renz).

heinrichbrueck

7. November 2020 15:36

Eine Massendemokratie lebt von Wählermanipulation. In einer gemischtrassigen Bananenrepublik: Wahlbetrug, Rechtsstreitigkeiten, Gewalt. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn die Medien Biden wollen, dagegen Trumpwähler von Wahlbetrug sprechen.

Über deutsche Journalisten muß man kein Wort mehr verlieren.

„Bewiesen“ ist leider auch kein Argument. Demokraten verstehen ihr eigenes System nicht. Man hat zwar nicht die Macht, aber immerhin die Möglichkeit... Malenki war witziger.

nom de guerre

7. November 2020 15:57

@ Skeptiker

Da Sie die Themen Corona und möglichen Betrug bei der US-Wahl ansprechen und offenbar eine andere Meinung als Ihre für niveaulos halten, möchte ich auf beides antworten, obwohl ich das 1. „Fass“ hier nicht mehr aufmachen wollte. (Und obwohl es vllt. unsinnig ist, über diese Stöckchen zu springen.)

Eigentlich habe ich nur 2 Fragen an Sie: 1. Stellen Sie sich vor, ich hätte vor einem Jahr in der Grundschule meiner kleinen Sophie-Charlotte verkündet, diese habe fürderhin den gesamten Schultag (minus das Verspeisen des Frühstücksbrots) mit einer von mir selbst genähten Maske zu verbringen und dürfe ihre Mitschüler keinesfalls berühren. Die Lehrer sollten bitte darauf achten, dass S-C dies einhalte, in der Freizeit des Kindes würde ich selber dafür sorgen. Ich hätte nämlich schreckliche Sorge wegen der ganzen Keime, die überall unterwegs sind. Wie hätte die Schulleitung Ihrer Meinung nach reagiert? Halten Sie es für unwahrscheinlich, dass man das Jugendamt informiert hätte, wegen akuter Kindeswohlgefährdung?

2. Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass ein Greis, von dem es Dutzende Videos gibt, in denen er kaum zu wissen scheint, wer er ist, wo er ist und für welches Amt er kandidiert, von den merkwürdigen Aufnahmen mit kleinen Mädchen einmal ganz abgesehen, tatsächlich so viele Stimmen wie kein Kandidat zuvor bekommen hat?

Waldgaenger aus Schwaben

7. November 2020 16:15

@Skeptiker @ Was1NiceSeite

Ich bin nun wirklich kein Freund von Verschwörungstheorien, 9-11 war ein islamistischer Terroranschlag, Covid-19 ist eine bedrohliche Pandemie. Einzelne Massnahmen kann man kritisieren, aber grundsätzlich stimmt die Richtung bei uns.

Aber der gesunde mathematische Menschenverstand schlägt bei mir manchmal Alarm. So auch jetzt bei der US-Wahl: In Pennsylvania zum Beispiel führte Trump mit über 11% bei einem Auszählungstand von 75%. Von den restlichen 25% müssten um die 80% Biden gewählt haben, während es bei den Wahllokal-Wählern ca 40% waren. In anderen Staaten (Floria, Arizona ) ist dieser grasser Unterschied nicht zu sehen.

siehe auch Tichys Einblick

Die offizielle Version der NSU-Morde zweifle ich aus dem selben Grund an: acht Morde  und nirgendwo DNA-Spuren hinterlassen. Glaube ich nicht.

Doch da Trump im supreme court drei Richter ernannt hat, ist noch Hoffnung, dass ein allfälliger Wahlbetrug entlarvt wird.

 

anatol broder

7. November 2020 17:02

treffen sich ethnopluralismus (ep), solidarischer patriotismus (sp) und suchalgorithmus (sa) in der bar.

ep: mir ist es zu bunt hier.

sp: mir auch.

sa: das finde ich nicht. meintest du bund?

Niekisch

7. November 2020 17:52

"werde die ganze Corona-Debatte nun nicht erneut führen."

@ Franz Bettinger 6.11. 22:11: besten Dank dafür! ich war nämlich gerade mit einem Corona-Fall konfrontiert und will nicht dauernd hören, dass es diese Pandemie gar nicht gibt. 

Dietrichs Bern

7. November 2020 18:02

1. Ich mag keine Form des Sozialismus, auf wenn irgenwie das Wort Patriotismus enthalten ist. Allen gleich sind die unterschiedlichen Formen des Kevin K. Des ehrlichen, anstrengenden Werkes abholt, Verteiler dessen was andere erwirtschaftet haben. Ich sehe darin nichts anständiges im besten Sinne des Wortes, nichts genuin deutsches nichts konservatives, nichts rechtes.

2. Glückliche USA, wo es wenigstens Widerstand in nennenswertem Umfang gibt, mag man auf geregeltere bundesrepublikanische Verhältnisse stolz sein, mir wäre mehr Chaos bei der Wahl lieber, hätte ich mehr Menschen, die Widerstand gegen Umerziehung und staatlichen Zwang leisten würden.

anatol broder

7. November 2020 18:25

treffen sich ethnopluralismus (ep), solidarischer patriotismus (sp) und suchalgorithmus (sa) in der bar.

ep: wenn eine frau immer nörgelt, dann weiss man nie, ob sie glücklich ist.

sp: geht mir genauso.

sa: das finde ich nicht. meintest du glückliche weisse frau?

Was1NiceSeite

7. November 2020 19:57

@Waldgaenger aus Schwaben

1. Es war schon weit vor der Wahl bekannt, dass es einen sog. "blue shift" geben würde,
diverse Medienplattformen haben das detailliert beschrieben und mit Graphen veranschaulicht. 

2. Ja, es gibt Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten - auch das war bereits vor der Wahl bekannt. So wurde immer wieder betont, dass in Arizona bspw. die Briefwahlen schon in der Vergangenheit von rep. Wähler_innen stark genutzt wurde, da Mail-in-Voting insb. in Arizona schon eine lange Tradition hat, sodass die Unterschiede in einer späteren Auszählung der Briefwahlen nicht so dramatisch ausfallen würden wie in bspw. Pennsylvania.
3. Ihre (und somit Tichys) Daten und Mathematik ist falsch. Als Pennsylvania 75% gezählte Stimmen hatten, standen noch ca. 1.7 Millionen Stimmen aus, von denen Biden 67% hätte gewinnen müssen. Zudem waren die ausstehenden Distrikte stark demokratische Distrikte (wie z.B. Philadelphia, wo Biden 82% geholt hat, oder 71% in Northhampton). 

Waldgaenger aus Schwaben

7. November 2020 21:18

@Was1NiceSeite

Dass Biden in manchen Distrikten 82% geholt hat glaube Ihnen unbesehen. Ich habe mir die Ergebnisse von 2016 angeschaut, in Philadelpia waren es 2016 ebenfalls 82% Clinton, von daher scheint das möglich. 

Was auffällt ist die Gesamtzahl der Stimmen. Sie ist 2020 um 10% gewachsen

Und dass die Distrikte mit überwiegend Biden-Stimmen erst so spät ausgezählt wurden, ist seltsam. Die Städte sind eher rot, aber wo es mehr Wähler gibt, sind es auch mehr Auzähler.

Zu den statistischen Ausreißern kommen dann noch Anekdoten hinzu, wie die von Stefan Niemann, als Leiter des ARD-Studios in Washington wahrlich kein Trump-Fan. Er hat nach eigenen Angaben gleich dreimal Unterlagen für die US-Präsidentschaftswahl am 3. November zugeschickt bekommen. Obwohl nicht wahlberechtigt, kamen an seine Washingtoner Adresse drei Wahlzettel: für die vor fünf Jahren verzogene Vormieterin, die in Puerto Rico lebende Vermieterin und deren verstorbenen Mann.

 

Skeptiker

7. November 2020 21:35

@Was1NiceSeite

Danke für die sachliche Darstellung und Aufklärung! 

Für mich war die Strategie Trumps, sich der drohenden Niederlage entgegenzustellen, indem er schon frühzeitig den Verdacht eines Wahlbetruges äußerte, viel zu leicht durchschaubar. Unglücklich ist sicherlich, dass in bestimmten Staaten nicht zuerst die Briefwahlstimmen ausgezählt wurden, denn dann wäre das Ergebnis von vorneherein klarer gewesen. Für mich ist es nicht besonders ehrenhaft, eine Wahlniederlage nicht anzuerkennen. Die Verdienste, die sich ein Präsident Trump zweifelsohne für das Land erworben hat, verspielt er jetzt durch sein völlig unstaatsmännisches Auftreten. Ich kann hier auch keine Manipulation durch die Presse sehen, denn ich habe Ohren und Augen, um zu hören und zu sehen, wie dieser Präsident sich angesichts der Niederlage verhält. Dass die Alternative zu ihm blass ist, entschuldigt dieses in keiner Weise. Offensichtlich hat selbst ein farbloser greiser Präsidentschafts- bewerber ausgereicht, um eine so hohe Anzahl von Wählern zum Wahlgang zu motivieren wie nie zu vor. Hiervon nun auch einen Betrug abzuleiten, ist mehr als albern. Ich glaube auch nicht, dass die deutsche Rechte ihren Wähleranteil mehren kann, wenn sie die Propaganda Trumps unkritisch übernimmt.

Was1NiceSeite

7. November 2020 21:39

@Waldgaenger aus Schwaben

Ich verstehe das Problem nicht. Im Vergleich zu 2016 ist die Zahl der insgesamt abgegebenen Stimmen um ca. 12.4% (Tendenz noch leicht steigend) angewachsen. Dazu kommt, dass bspw. Philadelphia ein sehr großer Stimmbezirk ist und (wie andere Städte bzw. urbane Ballungsräume) primär demokratisch wählt.

Abgesehen davon wurden die Biden-Distrikte nicht später ausgezählt, als die Trump-Distrikte, sondern es wurden die  Briefwahlen - regelkonform nach dem amerikanischen Gesetz! - nach den direkte abgegebenen Stimmen ausgezählt. Und da die Biden-Distrikte nun einmal mit überwältigender Mehrheit per Briefwahl gestimmt haben, verwundert es keineswegs, dass die Biden-Distrikte scheinbar später ausgezählt werden.

Solution

7. November 2020 21:45

Die für mich einzige Lehre aus der Wahl: Werden die Weißen weniger und die Nichtweißen mehr, kommt der Zeitpunkt, an dem die Nichtweißen jeden Wahlausgang zu Ungunsten der Weißen bestimmen werden.

Es ist wahrscheinlich, daß mit der Wahlentscheidung 2020 nie wieder ein republikanischer Präsident gewählt wird, es sei denn, die Republikaner folgen verstärkt einer Agenda des Ethnosuizids der Weißen, wie es die Demokraten seit langem tun. In diesem Falle wäre es bedeutungslos, wer gewinnt.

Wenn die 30-40 Millionen illegalen Chicanos (fälschlich als "Latinos" bezeichnet) eingebürgert werden, ist es ebenfalls vorbei.

RMH

7. November 2020 22:11

Hallo Was1aniceSite

da Sie ja offenbar so gut informiert sind, was sagen Sie denn zu dem Video, welches man hier finden kann und den Anschuldigungen von Frau Sydney Powell?

https://sciencefiles.org/2020/11/07/unfassbares-ausmas-an-wahlfalschung-und-wahlbetrug-in-den-usa-neue-indizien-und-belege/

 

RMH

7. November 2020 22:14

"Die für mich einzige Lehre aus der Wahl: Werden die Weißen weniger und die Nichtweißen mehr, kommt der Zeitpunkt, an dem die Nichtweißen jeden Wahlausgang zu Ungunsten der Weißen bestimmen werden."

@Solution,

scheint so auf die jetzige Wahl nicht ganz zuzutreffen. D.T. scheint bei Nichtweißen recht gut abgeschnitten zu haben. So denn keine Wahlfälschung im Spiel war, was wir hoffen sollten, dann wurde D.T. vor allem von Weißen abgewählt. Ein Umstand, der, wenn sich der Sturm gelegt hat, einmal in Ruhe diskutiert werden sollte.

Franz Bettinger

7. November 2020 22:37

@Wahlbetrug:

https://sciencefiles.org/2020/11/07/unfassbares-ausmas-an-wahlfalschung-und-wahlbetrug-in-den-usa-neue-indizien-und-belege/  Auszug: 

Für die Panne (glitch) ist eine Software-Änderung (vor der Wahl) verantwortlich. Das 'Update' sei missbraucht worden, um die Betrugs-Programme “Hammer” und “Scorecard” zu installieren. Damit ist man in der Lage, Wahlergebnisse zu fälschen. “Hammer is a counter-intelligence surveillance program used to spy on activities on protected networks (like voting machines) without detection while Scorecard is a vote-manipulation application that changes votes during transfer.”

Waldgaenger aus Schwaben

7. November 2020 23:02

@was1nicesite

Das Problem ist, dass ich nicht verstehe, warum das Auszählen in den Biden-Bezirken auszuzählen so viel länger dauern soll. Die  Briefwahlstimmen auszuzählen ist ja nicht soviel schwieriger, auch wenn es mehr geprüft (Unterschrift, etc.) werden muss. Dafür kann man ja früher anfangen. vielleicht wollte man noch etwas warten, ob und in welchem Umfang zusätzliche Stimmen benötigt werden. Inzwischen gibt es die erste richterliche Anweisung Stimmen, die nach dem Wahltag eingetroffen sind separat zu zählen, falls sie später für ungültig erklärt werden. Die Frage ist, wie genau da die Uhrzeit festgehalten wurde 

 

@RMH 

Das ist mir auch aufgefallen, Konkret waren es die weißen Frauen die Biden wählten. Dass Hispanics zu Trump tendieren lässt hoffen. Die wissen wenn noch mehr ihrer Landsleute nachströmen, bringen sie ähnliche Verhältnisse mit, wie jene, denen sie entflohen  sind. Eine Haltung, die ich auch bei manchen wirtschaftlich erfolgreichen Türken ausmachen kann. 

Solution

7. November 2020 23:33

@ RMH

Ist es ein Erfolg, wenn z.B. die schwarzen Frauen mit 8% statt 4% Trump gewählt haben? Interessant ist, daß kurioserweise nach Hautfarbe gilt: Je dunkler, umso weniger Trump. Ebenso: Je dunkler, umso weniger Frauen wählten Trump. Das gilt grundsätzlich für die beiden Wahlen.

Bemerkenswert ist, daß der Anteil der weißen Männer geringfügig zurückging, während der der weißen Frauen anstieg. Wäre es eine Wahl unter Weißen, hätte Trump gewonnen. Wäre es eine Wahl unter weißen Männern, hätte Trump ebenfalls gewonnen. 

https://counter-currents.com/2020/11/a-trump-victory/#more-123113

Das sind die nüchternen Fakten.

Laurenz

8. November 2020 01:05

@Solution

"Wenn die 30-40 Millionen illegalen Chicanos (fälschlich als "Latinos" bezeichnet) eingebürgert werden, ist es ebenfalls vorbei."

Chicanos, Latinos, was auch immer, was spielt das für eine Rolle, solange jeder weiß, was gemeint ist? Der größte Anteil dieser Menschen ist Indianer/Indio. Umso höher der Anteil spanischen Blutes ist, umso höher der soziale Status.

Und wie kommen Sie darauf, daß, wenn Weiße eine Minderheit sind, alles vorbei sein soll? Seit Bolivar lebt Süd- und Mittelamerika mit einer weißen Minderheit. Die Weißen der Oberschicht verbarrikadieren sich in ihren heimatlichen Festungen, wie anno Romeo und Julia. Bei den Cariocas leben sogar Arme und Reiche auf der jeweiligen Straßenseite gegenüber. Und es heißt, "die einen sterben vor Hunger und die anderen vor Angst". Jedem das Seine und den Deutschen das, was Sie selbst gewählt haben.

Franz Bettinger

8. November 2020 01:39

Off Topic? Könnte sein, dass solches bald ins Haus steht: Ich lese gerade in Edlef Köppens packendem Heeresbericht auf S. 224, wie die deutsche Bevölkerung im Februar 2016 auf Kriegskost gesetzt wurde. Ich (175cm, 68kg) werde mich für 1 Woche nun auf diese Kriesgsdiät setzen: 2500 g Kartoffel, 210 g Zucker, 100 g Butter, 100 g Schmalz oder Speck, 80 g Margarine, 125 g Hülsenfrüchte, 3500 g Milch. Mal sehen, wie sich das anfühlt. 

Volksdeutscher

8. November 2020 03:35

Ich bin kein Fan Donald Trumps, aber für mich ist es evident, daß er die trotz allem die bessere Wahl für einen Konservativen oder Nationalisten darstellt/dargestellt hätte, als sein Gegner Joe Biden. Was wird aus unserer deutschen Nation im Besonderen und aus den europäischen Nationen im Allgemeinen, jetzt, wo es sich herausgestellt hat, daß ein Freund der NGOs der Präsident Amerikas geworden ist? Ich bin ratlos, enttäuscht und maßlos traurig, weil ich Schlimmes für uns Deutsche und Europäer befürchte. Dazu kommen noch die Nachrichten über die Pläne der Bundesregierung, die bürgerlichen Freiheiten auf unbestimmte Zeit zu beschränken, wenn nicht gar zu vernichten unter dem Vorwand der "Gesundheitsvorsorge"....

Gelddrucker

8. November 2020 09:02

@RMH

Die Tatsache, dass er bei anderen Ethnien zugelegt hat, heißt nichts weiter, als dass er zugelegt hat, im einstelligen Prozentbereich. Die überwiegende Mehrheit der Nichtweißen wählt weiterhin Demokraten und wird das auch in Zukunft tun.

Die einzige friedliche Möglichkeit, ein westliches Amerika zu retten, ist eine Sezession. Das Territorium ist groß genug, man sollte das also schnellstmöglich in Angriff nehmen.

Nath

8. November 2020 09:20

Eine Anmerkung zu dem obigen Podcast mit Schick und Kaiser.

Teil 1

Ich muss gestehen, bei dem kürzlich zu hörenden Vierergespräch zwischen Kositza, Kubitschek, Lehnert und Kaiser, in welchem es hauptsächlich um Corona ging, sympathisierte ich eindeutig mehr mit den beiden ersteren, die eine staatskritische, sozusagen anti-leviathanische Tendenz erkennen ließen, während mich Kaisers Insistieren auf einer beinahe kategorischen Gehorsamspflicht gegenüber dem "Staat an sich"  doch ziemlich irritierte ("Die Leute gehorchen zwar den falschen Anordnungen der Merkel-Regierung, aber wenigstens gehorchen sie üb e r h a u p t.") - Damit war das Trennende zwischen einem "linken Rechten" (Kaiser) und einem "rechten Linken" (z.B. meine Wenigkeit) aufs Schärfste bezeichnet.

Nath

8. November 2020 09:27

Teil 2

In obigem Podcast präsentiert sich Kaiser nun aber wieder von seiner überzeugendsten Seite, und besagte Differenz mutet weniger antagonistisch an, als es in dem Vierergespräch den Anschein  hatte. Zwischen der Idee eines paternalistischen und der eines libertären Sozialismus liegen "ideologisch" zwar Welten, doch dies ist eben die Frage, ob solche ideologischen Antinomien im 21. Jahrhundert noch eine große Zukunft haben sollten. Kurzum: die Antworten, die Kaiser Jonas Schick auf fünf seiner Fragen gab, hätten vielleicht selbst dem früheren marxistischen Foristen "Imagine" ein zustimmendes Lächeln entlockt.: (Anm.: Man durfte nur mit "based" (eher positiv) oder "cringe" (schauderhaft) antworten.)

Frage: Marx?  - based

Hayek? : cringe

Libertäre? - cringe

Sarah Wagenknecht? - based

Neoliberalismus? - cringe

Laurenz

8. November 2020 11:24

@Nath

Der Gehorsam der Deutschen liegt in unserer Geschichte begründet. Im Prinzip ein 30jähriger Krieg im letzten Jahrhundert und 5e in den letzten 2.000 Jahren, das zermürbt.

Ebenso erlebten wir 4, bzw. 5 Währungsreformen in den letzten gut hundert Jahren. Bei den meisten Bürgern war dann jedes mal das Ersparte wertlos. (Momentan verlieren wir jedes Jahr ca. 4% des Ersparten, freundlich gerechnet.) Wer permanent so auf die Fresse kriegt, wird gefügig, quasi wie in einem gigantischen KZ/Gulag.

Auf der anderen Seite die USA, das sind diejenigen, die abgehauen sind & meinen den ehemaligen Herren in Übersee dasselbe antun zu müssen. Dadurch hat sich politisch-historisch wenig für den Planeten geändert.

Das, was BK vertritt, hat sich doch über Jahre in unserer Debatte hier kristallisiert & es ist historisch evident nachweisbar. Sozial-Staaten funktionieren nur mit weitestgehend indigener Bevölkerung.

Schauen Sie Sich bei den uns sehr verwandten Säugetieren um, Ratten, Schweine, Wale/Delphine, Wölfe, etc.pp,, nicht dem Rudel angehörige, Fremde, kriegen sofort eine Abreibung, werden getötet oder vertrieben. Das ist natürlich, nix mit Refugees Welcome.

Grobschlosser

8. November 2020 14:21

Trump hat keinen Krieg geführt - das spart Steuergeld .

Trump hat ( ansatzweise ) das systematische Lohndumping unterbunden ( scharfe Grenzkontrollen im Süden ) - nun werden die prekär lebenden Amerikaner erneut mit den mex. Arbeitsmigranten leben müssen . Trump war clever als er Jerusalem als israelisches Eigentum anerkannte . J.Biden ist kein "Heiler" wie Frau Harris glaubt sondern ein kühl kalkulierender Konzernmensch. Biden hat auch eine Meinung :https://www.wiwo.de/politik/ausland/designierter-praesidentschaftskandidat-joe-biden-loest-mit-aussage-ueber-afroamerikaner-kritik-aus/25853868.html

es werden keine Jobs aus Asien zurückgeholt - das wissen die us - Eliten . Aktuell wird man die (politisch naiven ) rednecks dämonisieren .Wandern demnächst noch mehr Migranten aus Afrika und Südamerika in die USA ein werden die Bidens dieser Welt für immer herrschen - und sie werden Kriege führen , Rechtfertigungen in die Köpfe der Nachwuchselite pflanzen und vom Frieden reden . 

RMH

8. November 2020 15:30

"Sozial-Staaten funktionieren nur mit weitestgehend indigener Bevölkerung."

Dann wird es allerhöchste Zeit, dass sich die Deutschen überstaatlich solidarisch organisieren, "Mafias und Clans" bilden, sich gegenseitig diskret bevorzugen, sich jobs zuschustern etc.

Wer hier noch fast treudoof auf einen Staat hofft, bei dem die Gleichheitsmaxime direkt aus der Menschenwürde kommt, bei dem mithin jedes bisschen an Sozialstaat immer auch von Nichtdeutschen zwingend abgegriffen werden darf und in Folge auch wird, der macht Schritt 2 vor Schritt 1. Aus diesem Grunde ist ein Zurückschneiden des Sozialstaates politische Maxime Nr.1, denn dass lässt sich auch ohne "Verfassungsfeindlichkeit" ein gutes Stück weit (aber nie ganz, Schlagwort: Sozialstaatsprinzip) realpolitisch bereits jetzt verwirklichen. Wenn alle weniger bekommen, trifft es auch die aus "ethnopluralistischer" Sicht richtigen.

Zusammengefasst: Ich ordere das Buch von Lichtmesz und das von Kaiser darf im Warenlager bleiben.

Lotta Vorbeck

8. November 2020 16:06

Herzlichen Glückwunsch USA!

heinrichbrueck

8. November 2020 17:18

"Herzlichen Glückwunsch USA!"

"Das Land der Möglichkeiten..." Kamala Harris 

anatol broder

8. November 2020 17:27

@ rmh 15:30

Dann wird es allerhöchste Zeit, dass sich die Deutschen überstaatlich solidarisch organisieren, "Mafias und Clans" bilden, sich gegenseitig diskret bevorzugen, sich jobs zuschustern etc.

du kommst etwas zu spät. der fernsehrat des zweiten deutschen fernsehens lässt grüssen:

Der Fernsehrat hat 60 Mitglieder aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. Sie bilden die Vielfalt der Gesellschaft ab. […] Die genaue Zusammensetzung ist im ZDF-Staatsvertag geregelt.

so sieht die viefalt dann aus:

  • anke, hans ulrich;
  • bäumer, beate;
  • becker, christoph;
  • bluschke, friedrich;

der bundesvorstand der grünen handelt genauso:

  • baerbock, annalena;
  • habeck, robert;
  • kellner, michael;
  • lang, ricarda;
  • schäfer, jamila;
  • urbatsch, marc.

proculoprocul

8. November 2020 17:34

Weshalb werden Diskussionen geschlossen? Sehe nicht ein, weshalb Niekisch und Laurenz Atheismus verbreiten müßen, der bloß zum Nihilismus führt. Schopenhauer war tiefer; diese Welt ist gefallen, der Gott dieser Welt ist Satan, wie wir in Joh. lesen. Vor Christus gab es keine materialistisch-atheistischen Kulturen. Siehe Vox Day: The Irrational Atheist. Hatte mich mit 23 erhängt, und sehe auch nicht, weshalb ich, wäre ich nicht dank Vox Day zum Glauben gekommen, weiterleben sollte. Der Akt, der uns in die Welt bringt, ist bereits ein Schlag ins Gesicht. Hat unter den Zeitgenossen keiner besser dargelegt als Andy Nowicki. Moral muß objektiv sein, daher der Atheist diese nicht setzen kann. Gibt schlicht keinen Grund, weshalb man sich als Atheist nicht töten dürfte; daher mein damaliges Rumoren gegen die Unehrlichen, die mir Zugang zu Barbituraten verwehrten. Mit welchem Recht? Der Atheist muß zugeben, daß seine "Gründe" gegen Selbstmord irrational ist. "Gefällt" ihm nicht. Am Ende natürlich besser, daß er nicht erleichter wird. Da man sich auf Spengler-Nietzsche beruft: beide Männer haßten ihr Leben. Keinen Monat ohne Selbstmordgedanken (Spengler). Nachlaß u. Briefe F.W.N.s von 1882/83 sind deutlich genug. Existierte Gott nicht, man müßte den Mond in die Erde rammen; hat keiner das Recht, mich hier hineinzubetrügen. Das Gefasel über Frauen und daß sie "schön" seien verbitte ich mir; das ist white knight beta cuckery. Sex Folge des Sündenfalls. EOF.

Laurenz

8. November 2020 18:20

@RMH

"Dann wird es allerhöchste Zeit, dass sich die Deutschen überstaatlich solidarisch organisieren, "Mafias und Clans" bilden, sich gegenseitig diskret bevorzugen, sich jobs zuschustern etc."

In Dörfern und Kleinstädten läuft das ja auch noch so, also in der Provinz. Aber Sozial-Finanzen sind abstrakt. Das scheinen Sie immer noch nicht verstanden zu haben. Bei einer direkten Erhöhung der Kindergarten-Kosten stürmt die reiche Bürgerschaft das Gemeinde-Parlament, eben weil dies nicht abstrakt ist. Läuft alles im großen Gemenge können die wenigsten Abstraktes wahrnehmen. Und jetzt kassiert die Politik nicht über Steuern, sondern rabiat über Inflation und 0-Zins-Politik. Der Bürger solidarisiert sich nicht über Vernunft, sondern dann, wenn es ihm schlecht geht, siehe Leipzig. Die Betroffenen, bei den Relotius-Umfragen 20% haben Verständnis für die Demonstranten, der ignorante Rest nicht.

Laurenz

8. November 2020 19:04

@proculoprocul

Richtig lesen, bitte. Breche keine Bresche @Niekisch, aber für mich sehr wohl. Bin kein Atheist. Atheisten glauben auch nur, so wie Sie. Und für mich glauben Atheisten, auch wie Sie, nur an das "nichts". Ob die Gläubigen das nichts "nichts" nennen oder Gott, bleibt sich für mich völlig gleich. Richard Dawkins ist nicht umsonst der Atheisten-Papst. Das ist meine persönliche Sicht der Dinge. Denn, wer weiß schon wirklich irgendwas. Sokrates war bis heute schlauer als die meisten. Und weil das so ist, frage ich, wie Sokrates. Wollte ich glauben, bräuchte ich, ungleich Sokrates, nicht fragen. Also für Sie explizit, ich bin Heide, gehöre also zu jenen, die von Ihresgleichen mit dem Schwerte gemessen oder verbrannt wurden, weil sie nicht glauben wollten, sondern wissen.

Und daß GK Debatten schließt, also der sogenannte SiN-Badeschluß, betrifft alle, damit leben wir. Habe zwar keine Ahnung, aber ich gehe davon aus, die Redaktion entscheidet so, weil man Debatten nicht zu weit verwässern will. Wir debattieren hier philosophische -, historische - & politische Themen-Welten, und nicht wie man eine Karmann Ghia, Baujahr '62, repariert.

Niekisch

8. November 2020 19:47

"Sehe nicht ein, weshalb Niekisch und Laurenz Atheismus verbreiten müßen, der bloß zum Nihilismus führt."

@ proculoprocul 8.11. 17:34: Ich meine, keinen Atheismus zu verbreiten, will nur darauf hinweisen, dass Jesus als guter Mensch in schlechter Umgebung für mich ein großes Vorbild ist und es eine menschliche Anmaßung darstellt, ein höheres Wesen einzuspannen, um wirklich Mensch zu sein. 

Gracchus

8. November 2020 23:36

Bidens Stimmenvermehrung im Verlauf der Auszählung ist zwar verdächtig. Letztlich vermute ich aber, dass es bei dem Ergebnis bleibt. Im Übrigen ist es nicht weniger verstörend, wenn es keinen regelrechten Wahlbetrug gab. Denn dies bedeutet, dass die "Globalisten-Phalanx" quasi jeden x-beliebigen Kandidaten ins Amt hieven kann, der ihr passt. Bei Durchsicht der deutschen Leitmedien stellen sich wiederum kognitive Dissonanzen ein - bis auf einen ZON-Artikel, der Trumps Stimmenzuwächsen bei Minderheiten nachgeht (weshalb ich nur heftig widersprechen kann, wenn die Spaltung ethnisch begründet und auch noch angefeuert wird: Man kann es nicht oft genug wiederholen, dass es vor allem Weisse sind, die ideologisch verrückt spielen. Was immer man von dem Konzept hält: Für die USA kommt der Ethnopluralismus zu spät.) Da - also in den sogenannten Leitmedien - wird immer noch das Narrativ bedient, wonach Trump die Demokratie bedrohe; da kann ich nur den Kopf schütteln.

Franz Bettinger

9. November 2020 00:34

An die Eiserne Kanzlerin 

Die Zahlen steigen. Tun Sie endlich was! Um gegenüber einem so mächtigen Feind wie dem Virus handlungsfähig zu sein, kann man unmöglich immer das Parlament zusammen trommeln.  Es muss ein Triumvirat her! Ein Ausschuss, der allein für alles zuständig ist. Damit waren die Römer schon zweimal erfolgreich; ich erinnere an den berühmten Cäsar. Auch Robespierre gründete einen Wohlfahrts-Ausschuss mit durchschlagendem Erfolg. Ich schlage Söder, Lauterbach und Sie selbst vor. Sie haben alle 3 Diktator-Qualitäten. In Zeiten der Not darf der Staat nicht durch parlamentarische Orgien gelähmt sein. Hohe Zeit, dass Deutschland ein Debatten- und Viren-freier Raum wird. Frühestens 2050 wäre zu prüfen, ob das Ermächtigungs-Gesetz aufgehoben wird. Allein prüfungs-berechtigt ist der Wohlfahrts-Ausschuss. Auch am legendären 33-er Kanzler kann man sehen, wie man effektiv mit Quassel-Buden, Gesetzen und Kritikern fertig wird. An die Arbeit! Nomaské und Nognadé! 

RMH

9. November 2020 06:46

"und es eine menschliche Anmaßung darstellt, ein höheres Wesen einzuspannen, um wirklich Mensch zu sein. "

Achtung, auch dafür hat das Christentum eine Bezeichnung: Hochmut, auch wenn er höflich verpackt wurde.

Zudem kann es das kleine bisschen Mensch auch noch überfordern, auf göttlichen Beistand zu verzichten ...

Fritz

9. November 2020 11:11

Viele der hiesigen Schreiber machen aus meiner Sicht den gleichen Fehler wie die Linken: Sie gehen davon aus, dass Weiße und Nichtweiße instinktiv Feinde sind. Für die Linken sind sie daher Verbündete im Kampf gegen die weiße, westliche Kultur, für die Rechten sind sie Feinde und können keine Verbündeten sein bei der Verteidigung der westlichen Kultur.

Beides stimmt nicht.

So schreibt die TAZ: "Trump statt Sozialismus - Der amtierende US-Präsident hat in Florida viele Stimmen bei Latinos geholt. Laut Beobachtern haben sie dabei gegen eigene Interessen gewählt."

Kennt jemand Latinos? Latinos sind katholisch, sie sind gegen Abtreibung und Homoehe, die Familie nimmt in ihrem Wertsystem einen hohen Rang ein, sie pflegen ihre alten Sitten und Gebräuche. Wieso wählen die gegen ihre Interessen? Die TAZ schreibt da Unsinn.

Ebenso falsch ist aber die gegenteilige Auffassung. Ein Mensch kann unabhängig von seiner Hautfarbe seine politischen Prioritäten setzen. Wer anders behauptet. ist aus meiner Sicht Rassist.

Niekisch

9. November 2020 12:22

" Es muss ein Triumvirat her! " Warum nicht gleich ein Virumvirat, verehrter Herr Bettinger?

anatol broder

9. November 2020 12:51

@ fritz 11:11

Viele der hiesigen Schreiber machen aus meiner Sicht den gleichen Fehler wie die Linken: Sie gehen davon aus, dass Weiße und Nichtweiße instinktiv Feinde sind.

richtig, paranoia ist überall anzutreffen. die einhergehende selbstbezogenheit verunmöglicht jeden kompromiss, weshalb identitäre gruppen schnell zerfallen.

«die hölle sind die anderen» (sartre)

limes

9. November 2020 12:53

@ Niekisch (»Ich meine, keinen Atheismus zu verbreiten, will nur darauf hinweisen, dass Jesus als guter Mensch in schlechter Umgebung für mich ein großes Vorbild ist und es eine menschliche Anmaßung darstellt, ein höheres Wesen einzuspannen, um wirklich Mensch zu sein.«)

Beim Glauben an Gott bin ich bekanntlich anderer Meinung als Sie. Doch selbst wenn Sie Atheismus verträten, müssten Sie sich dafür nicht rechtfertigen, und @ Laurenz mag seiner Freude an weiblicher Schönheit ohne Schuldgefühle Ausdruck verleihen.

@ proculoprocul meint: »Der Akt, der uns in die Welt bringt, ist bereits ein Schlag ins Gesicht«, spricht von Lebensüberdruss und von »white knight beta cuckery«. Was immer das sein mag: Wenn ohne white knight beta cuckery das Leben und seine Grundlagen schwer zu ertragen sind, kann white knight beta cuckery so verkehrt nicht sein.

Natürlich berührt dieses Thema @ Niekischens Interesse an der Wechselwirkung von Instinkten und Vernunft (»gehirngesteuerte Seele«). Ob es nun die Gottheit ist oder »launische Natur«, die sie uns in die Wiege legt: Instinkte sind es, die uns für Freuden und Schönheit des Lebens empfänglich machen, nicht der »kalte« Verstand. Erziehung und das menschliche Miteinander helfen uns, Verstand und Instinkt in Balance zu bringen, wobei wir unsere Sinne und unser Verhalten kultivieren.

Laurenz

9. November 2020 13:07

@RMH

Ist es nicht der am meisten gigantische Hochmut, einem höheren Wesen rein menschliche Worte & Befindlichkeiten in den Mund zu legen?

Wieso durften manche spirituelle Wahrnehmungen haben, aber der das Haupt beugende Mob nicht? (Exodus, Kapitel 22 ... Du sollst die Zauberinnen nicht leben lassen.)

Woraus soll Ihr göttlicher Beistand bestehen? Mal Butter bei die Fische, bitte...

 

@Fritz

Ihre Hispanics der USA stammen zum größten Teil aus Mittelamerika. Katholische und islamische Staaten weisen eine extrem hohe Gewaltbereitschaft im Vergleich zu buddhistischen Staaten auf. Die historischen Mittelamerikanischen Hochkulturen zeichneten, zB im Vergleich zu den diplomatischen Inkas, durch eine extrem blutrünstige staatliche Gewaltausübung aus. Das ist auch heute noch in Mexiko gegenwärtig. Natürlich, da haben Sie Recht, gibt es überall erfolgreiche Akif-Pirinçcis, die tatsächliche westliche Lebensart annahmen, & sich darüber beschweren, daß ihre alte, zurückgelassene Lebensart sie einholt. Aber die Pirinçcis sind es, die den Zurückgelassenen das Beispiel geben. Gegenwärtige ethnische Auseinandersetzungen in den USA gab es schon immer. Nur berichteten deutsche Medien (ideologisch motiviert) darüber nicht.

Laurenz

9. November 2020 14:04

Um das hier noch mal anzusprechen. Es gab bezüglich der Wahl zum US-Präsidenten und den Bananen-Republik-Momenten in den USA die letzte Zeit viele Untergangs-Propheten der Weißen in den USA auf der SiN, wieder das übliche undeutsche Gejammer.

Wenn dem so wäre, ist das doch in Ordnung so. Vor gut 500 Jahren setzten die ersten Weißen ihren Fuß (nachhaltig) auf diesen Kontinent. Jetzt sind diese 500 Jahre vergangen und die Ur-Einwohner hohlen sich durch eine höhere Geburten-Rate ihren Kontinent zurück. Ich gehe nicht davon aus, daß es in 200 Jahren keine Weißen mehr in den Amerikas gibt, dazu sind die Weißen einfach zu produktiv, um sie zu eliminieren. Aber andere Mehrheiten werden dann, historisch und kulturell zu Recht, ihre Interessen wahrnehmen. Wenn in 100 oder 200 Jahren mexikanische Verhältnisse in den USA und Kanada herrschen werden, was abzusehen ist, muß sich der Planet auf ein gigantisches Mexiko einstellen. Die Chinesen werden dann leichteres Spiel haben, als heute.

Dietrichs Bern

10. November 2020 09:26

@Laurenz: Also was die "Rückeroberung" des Kontinents durch Ureinwohner angeht, sollte man bedenken, das die des Nordamerikanischen Teils dem Untergang entgegendämmern und weit davon entfernt sind, zurückzukommen. Inwieweit man Einwanderer aus Süd-oder Mittelamerika den Ureinwohnern zurechnet, bleibt Geschmacksache, auch dort sind Maya oder Azteken z. B. und viele Stämme an den großen Strömen ja auch untergegangen.

Es mag sein, dass man die derzeitigen Vorgänge eher als Wiederholung der Geschichte ansehen kann, wonach jede Hochkultur irgendwann den Zenit überschreitet und durch andere ersetzt wird, wobei das ja nicht unbedingt heißen muss, dass die Völker dieser Hochkulturen verschwinden ggf. zu neuer Blüte gelangen, die Chinesen fallen einem in der Tat ein.

Was das gigantische Mexiko angeht, sehe ich dies recht ähnlich, wobei ich hier zunächst Europa als Ausgangpunkt sehe, während Staaten, die eine bestimmte Form der Zuwanderung nicht haben, dazu gehören die USA aus meiner Sicht durchaus, erst mal die Gewinner sein werden.

Andererseits kann auch ein, weite Teile der Welt beherrschender, Totalitarismus einsetzen, der diesmal auf nie gekannte Entwicklungen in der Überwachungstechnologie zugreifen kann, man wird sehen, welche Entwicklung das Ganze nimmt.

Laurenz

13. November 2020 01:07

@Dietrichs Bern

Da ich Prognosen abgelassen hatte, kann ich schlecht schreiben, daß Sie falsch liegen.

Wo Sie falsch liegen, sind die Ureinwohner. Klar, die amerikanischen Hochkulturen (in den USA die 5 Civilized Nations, meist am Mississippi liegend) sind entweder an Makro-Klima-Katastrophen gescheitert oder wurden fremdbestimmt ausgezählt. Aber die Einwohner sind natürlich noch da. Die Ureinwohner, zB die Clovis, stammen nach jetzigen Erkenntnissen ausnahmslos aus Asien und sind somit sind die Ur-Einwohner Amerikas asiatischen Ursprungs. Diese Sicht der Dinge kann sich natürlich bei neuem Erkenntnisstand auch wieder ändern.

Ich verlinke Ihnen mal ein Nightwish-Video von "Ghost Love Score" von Dezember 2012 in Buenos Aires. Der spanische Anteil im Blut der Bevölkerung der Argentinischen Hauptstadt liegt höher als im Landes-Durchschnitt. Der Kameramann hält hier oft voll ins temperamentvolle Publikum und Sie können in jedem einzelnen Gesicht exakt sehen, wie hoch oder niedrig der Anteil der Ureinwohner in ihm ist.

https://youtu.be/4V_eoR6r1Tw

Ich erachte diese ganzen Untergangs-Thesen, auch Ihre, als problematisch. Diese Thesen sagen mehr über die Propheten aus, als über die Objekte der Prophezeiung selbst.

 

Dietrichs Bern

13. November 2020 15:38

@Laurenz: Ich kannte die Aufnahme, wenngleich ich sie nicht unter dem Gesichtspunkt der "Publikumszusammensetzung", sondern um sie mit der von 2013 in Wacken zu vergleichen, gesehen habe.

Mir ist jetzt aufgefallen, dass wir beide etwas anderes meinen, wenn wir vom gigantischen Mexiko sprechen; wobei ich sagen kann, dass mir weniger wichtig ist, ob die Menschen ähnlicher aussehen, als das die nun einmal zu Mexiko gehörende Rechtlosigkeit, Armut und Gewalt sich noch weiter verbreiten, als das ohnehin schon der Fall ist. 

Wie im Zuge der bei uns vorherrschenden, muslimischen Zuwanderung. muss doch konstatiert werden, dass die Verhältnisse in den Auswanderungsländern auch mit den Menschen dort zusammenhängen und dass diese ihre Kultur eben mitbringen.

Von daher weiß ich nicht, was daran eine Untergangphantasie sein soll; wobei ich die USA hier im Vorteil sehe, da Einwanderung aus Lateinamerika sicher vorteilhafter ist, als die aus dem nahen Osten.

 

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