13. November 2020

Lina E., linke Gewalt und Kontrollverlust

Benedikt Kaiser / 45 Kommentare

Der Fall von Lina E., die eine linksextremistische Kommandotruppe angeführt haben soll, verweist auf schwerwiegende Mißstände.

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Die gesamte Geschichte wird hier ausführlich dargelegt. Man kann das bei Ein Prozent analysierte Geschehen auch kurz zusammenfassen:

Am Freitag, den 6. November, führte das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen in der antifaschistischen Hochburg Leipzig-Connewitz eine Razzia bei mehreren Linksextremen durch. Verhaftet wurde die mutmaßliche Rädelsführerin Lina E., 25 Jahre alt, Studentin an der Martin-Luther-Universität in Halle/Saale, gemeldet in ihrer Heimatstadt Kassel.

Sie soll gemäß der in der Presse zitierten Ermittlerkreise eine rund 10köpfige kriminelle Vereinigung von Antifaschisten aus der ganzen Bundesrepublik geführt haben, die Anschläge auf rechte Personen plante und durchführte, wobei minutiöses Ausspähen der Opfer und brutale Gewalt zum Standardrepertoire zählten. Zum Einsatz seien verschiedene Waffen gekommen, beispielsweise als »zehn bis 15 Personen mit Reizgas, Schlagstöcken und Faustschlägen« (FAZ) die Besucher einer »rechtsradikalen« Gaststätte im dunkelrot regierten Eisenach angriffen.

Dessen Betreiber wurde im Dezember 2019 zudem Opfer eines gezielten und geplanten Überfalls – durchgeführt wohl durch besagte Gruppe. Während der Betreiber mit Reizgas außer Gefecht gesetzt wurde, schlugen die übrigen Täter »mit Schlagstöcken, einem Hammer, einem Radschlüssel und Stangen« (FAZ) auf ihn ein. Der Tod nicht nur dieser Person wurde in Kauf genommen.

Die Bundesanwaltschaft, welche die Ermittlungen aufgrund ihrer bundesweiten Relevanz und Tragweite übernommen hat, wirft der Gruppe weitere Straftaten vor: gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung, besonders schweren Hausfriedensbruch, räuberischen Diebstahl und Urkundenfälschung.

Das »Narrativ«, wonach der Linksextremismus sich primär gegen »Sachen« richte, erhält somit weit über rechte Kreise hinaus tiefe Risse. Die bisweilen auch von offiziellen Stellen kolportierte Erzählung und damit nicht nur in der Politikwissenschaft ernstlich reproduzierte Legende, zeichnet das Bild eines militanten »Rechtsextremismus«, der sich generell durch seine massive Gewalt gegen Menschen auszeichne, während »linke Aktivisten« lediglich Sachwerte beeinträchtigen würden.

Daß dieser bisher unangefochtene Propagandaerfolg der linken Szene, der speziell bei bundesdeutschen Journalisten reüssiert, die zu einem erklecklichen Teil freilich selbst aus der radikalen Linken stammen, meilenweit an der Realität vorbeigeht, erleben Nichtlinke seit Jahren am eigenen Leib. Es spielt hierbei erwiesenermaßen keine Rolle, aus welchem Spektrum des konservativen und rechten Lagers betroffene Personen stammen.

Die Gruppe um Lina E. praktizierte – ausgehend von dem Kenntnisstand heute – im Sinne der langen Elendsgeschichte antifaschistischer Barbarei nichts Neues. Sie tat es nach allen Erkenntnissen aber mit einer professionellen wie klandestinen Selbstverständlichkeit, die es nicht nötig hat, sich in gutmenschliche Phraseologie zu kleiden, um das Antlitz des eigenen Tuns zu verdecken.

Diese unverhohlen ausgelebte Gewalttätigkeit gegen Andersdenkende irritiert derweil den Verfassungsschutz, aber auch »seriöse« Medien: Linksextremisten würden »zunehmend enthemmter« agieren und den Tod von Opfern »billigend in Kauf« nehmen. Eine Erkenntnis, die in den letzten Jahren stets als rechte Zuspitzung oder Dramatisierung verworfen wurde.

Doch allein die geballten linksextremen Angriffe auf das ehemalige Hausprojekt in Halle in der Adam-Kuckhoff-Straße 16, die von der dortigen Stadtgesellschaft als »vielfältiger«, »bürgerlicher« Protest gegen ein »rechtes Schulungszentrum« relativiert bis verherrlicht wurden, zeigen, was zum Standardrepertoire linker Gewalt gehört und wie dabei der Tod von Menschen als mögliche Option einbezogen wird.

Unterschiede und neue Tendenzen bei jüngsten Entwicklungen lassen sich gleichwohl feststellen:

Denn auch »mittige« Organe wie Welt, FAZ und Co., die beim »Kampf gegen Rechts« ihrer linksliberalen Konkurrenz in nichts mehr nachstehen, können nicht länger vor ihren Lesern verbergen, welch massives linksextremes Gewaltpotential in den letzten Jahren und Jahrzehnten in der Bundesrepublik herangezüchtet und mit Safe Spaces ausgestattet wurde.

Das Bewußtsein für linke Alltagsgewalt in der BRD dürfte damit unweigerlich steigen, obschon sowohl GEZ-Presse als auch TV-Privatsender bis dato alles dafür tun, den Fall Lina E. zu verschweigen oder als Randnotiz untergehen zu lassen.

Während diverse TV-Journalisten etwa nach der Querdenken-Demonstration in Leipzig einzelne Teilnehmer zu Hause »ausfindig« machten und sie konfrontierten, warum sie dort auf die Straße gingen und warum sie potentiell gewaltbereit gewesen sein sollen, sucht man beim Connewitzer Fall nach entsprechenden Aktionen der GEZ- wie Privatpresse vergeblich.

Das hat seinen Grund nicht nur in ideologischen Vorlieben der Journalisten (92 Prozent der ARD-Nachwuchsjournalisten für Rot-Rot-Grün!), sondern auch darin, daß die Reporter selbstverständlich realistisch einschätzen können, wo tatsächlich Gefahr droht – und wo nicht.

Während also ein Besuch von kritischen Journalisten in und um Connewitz umgehend für Gewaltanwendung seitens der dortigen Antifaschisten führen würde, bleiben die zahllosen Heimsuchungen rechter Akteure der letzten Jahre ohne entsprechende Folgen: rechte Gewaltbereitschaft ist eben in weiten Teilen ein konstruierter Popanz.

Dennoch hält sich – von Mainstreampresse über Wissenschaft bis in den Alltagsverstand vieler Menschen hinein – hartnäckig die Unterscheidung in »linke Militanz« (vernachlässigbar) und »rechten Terror« (omnipräsente Bedrohung). Es verhält sich also so, wie es Antifa-Akteure der von ihnen getriebenen »Mitte« vorbeten.

Gewiß: Derartiges festzustellen heißt nicht, ausschließlich brandneue Erkenntnisse vorzuweisen. Aber solange die Wahrnehmung linker Alltagsgewalt auf Rechte jeder Schattierung beschränkt bleibt, mußte auch das Problembewußtsein auf diese marginalen Milieus und ihre unmittelbaren Umfelder beschränkt sein.

Dies ändern medial präsente Ermittlungserfolge neuer Einheiten wie der sächsischen »Soko LinX« ebenso wie blank liegende Nerven antifaschistischer Gewalttäter, die immer neue Opfergruppen in den Fokus nehmen. So hatten im Zuge der Querdenkendemo nichtrechte Demonstrationsteilnehmer unerwartete Begegnungen mit dem linken Furor.

T-Online zählt zu den wenigen Medien, die überhaupt berichteten:

Am Samstag gegen 20 Uhr hatten ein großer Reisebus und ein Kleinbus offenbar an einer roten Ampel am Herderpark anhalten müssen. Dann seien Mülltonnen vor den vorderen Bus geschoben worden, berichtete eine Frau, die nach ihren Angaben und nach Recherchen von t-online im Bus saß. Sie gehörte zu einer Gruppe abreisender Teilnehmer der "Querdenken"-Kundgebung aus dem Raum Dortmund.

Unmittelbar danach flogen Steine und Flaschen auf die Busse. "Wir haben uns auf den Boden gelegt" , berichtete die Frau t-online. Mehrere Dutzend Menschen hätten plötzlich um den Bus gestanden. "Es wurde dann im Bus gerufen, der Fahrer soll weiterfahren, damit der Bus nicht gestürmt wird."

Diese konzertierte Aktion zeigt gut auf, wie extreme Linke reagieren, die wenige Stunden zuvor eine beispiellose Art der Niederlage im eigenen zentralen Wirkungsraum hinnehmen mußten.

Denn der ganze Demotag des 7. November (einerlei, wie man zu derartigen Veranstaltungen stehen mag), steht synonym für den totalen Kontrollverlust des antifaschistischen Kartells in seiner Hauptstadt Leipzig. Nun sollte man sich nie voreilig freuen; der Gegenstoß wird kommen. Eines der Ziele dürfte die unabhängige Gerichtsbarkeit werden, die radikal umgestaltet werden soll, damit derartige Versammlungen nicht mehr möglich werden.

Aber ungeachtet dieser Einschränkung wird evident, daß diese neuartigen, quer zu bisherigen Lagergrenzen verlaufenden Demonstrationen das klassische Antifa-Agieren vor unerwartete Probleme stellt. 100 Jungnationalisten können blockiert, 200 Identitäre eingekesselt, 300 Trauermärschler aus einer Stadt gedrängt werden. Aber wie umgehen mit 45.000 Menschen aller Altersgruppen und Schichten, von denen nur ein Bruchteil – vielleicht 1000, vielleicht 2000? – aus rechten oder radikal rechten Zusammenhängen kam?

Gut 2000 Antifas stellten sich sportlich formiert, aber wirkungslos dem Aufzug der Querdenker entgegen, und das in Leipzig, am Tor zur Südvorstadt, deren Hauptverkehrsader wiederum ins Herz des roten Leipzigs führt, das auf Langtransparenten angerufen wurde: »Leipzig bleibt rot!«

Gewiß, das bleibt die Messestadt in weiten Teilen auf unbestimmte Zeit. Nur kann auch linke Militanz und der marktschreierisch-verzweifelte Versuch, 45.000 Menschen unter Naziverdacht zu stellen (und damit zum Abschuß freizugeben), nicht verschleiern, daß die extreme Linke in Leipzig an diesem Tag nichts auszurichten hatte und daß – vom erwähnten Bus abgesehen – sogar ihre Angriffe auf querdenkende Fußballfans immer wieder schlagfertig pariert wurden und verpufften.

Peinlich müssen auf Beobachter jene linken Bemühungen nach dem 7. November wirken, härtere Gangart der Polizei gegenüber den Querdenkern einzufordern. Denn wenn die Polizei bei linken Demonstrationen auch nur filmt oder banale Personenkontrollen durchführen möchte, die jeder nichtlinke Stadiongänger oder Demonstrant aus dem Effeff kennt, ist bei Antifaschisten die Rede von Polizeistaat und Repression.

Aber auf der anderen Seite fordern sie, daß Demos von Andersdenkenden brutal aufgelöst werden. Das ist nicht nur bigott – wie auch die klägliche Skandalisierung durch einen antifaschistischen Fotoreporter, wonach »Rechtsradikale« ihn fotografierten: Wozu denn?, so der entrüstete Journalist –, das zeigt auch die Analyseschwäche der neuen Linken in für sie neuen Situationen mit neuen Akteuren.

Sicherlich: Eine Ansammlung von 45.000 Hippies, Impfgegnern, Coronaskeptikern, Coronamaßnahmenkritikern, Patrioten jeder Schattierung, geläuterten Alt-Linken und vielen weiteren Personenspektren macht noch keine »Querfront«; das wäre etwas wesentlich anderes.

Aber: Hier versammelt sich ein diffuses und zugleich wachsendes Potential des Aufbegehrens, das einerseits mit klassischen antifaschistischen Schwarz-Weiß-Zeichnungen nicht in den Griff zu bekommen ist. Und andererseits wird der Riß auch durch die Linke selbst gehen, die – abgesehen von Sahra Wagenknecht – jenseits ihrer militanten Machtpolitik in der gesamten Coronakrise orientierungslos vor sich hin taumelt.

Lokale Austritte aus Linksfraktionen – wie im Saalekreis (Sachsen-Anhalt) ganz aktuell – sind das eine, interne Verwerfungen auf Bundesebene, weil den Burgfrieden notorisch störende Bundestagsabgeordnete Coronaskeptiker unterstützen, das andere, und die kommende Militanzdebatte, weil sich Linksparteiabgeordnete wie Juliane Nagel ganz selbstverständlich vor Lina E. und Genossen stellen, wiederum etwas eigenes, was noch dadurch verschärft werden dürfte, daß man links der Mitte keine eigene Kritik der Coronamaßnahmen und ihrer harten sozialen sowie ökonomischen Folgewirkungen erarbeitet hat.

Derartige interne Konflikte – und es gibt, wie in Blick nach links und anderswo analysiert, reichlich mehr – treffen die gesamte Linke in einem Zustand der Ratlosigkeit, über den militante Aktionen gegen rechte Kampfsportler, AfD-Politiker oder NPD-nahe Kneipenwirte keinesfalls hinwegtäuschen können. Sie stellen vielmehr Ablenkbewegungen dar.

Bernd Stegemann, ein Dramaturg aus dem Umfeld der restlinken Vernunft um Wagenknecht, hat verschiedene Stränge der Kritik an der tonangebenden Linken in seinem Beitrag für die Wochenzeitung der freitag verdichtet.

Es geht um manische Identitätspolitik, fehlende Islam- bzw. Religionskritik und um die Unfähigkeit der heutigen Linken, nicht nur (systemkonform) einseitig »gegen Rechts«, sondern tatsächlich systemkritisch zu denken.

Diese Pulverisierung einer authentischen Linken, so nun Stegemann, helfe »vor allem der Kapitalseite, da sie die Bruchlinien strategisch für ihre Interessen nutzt«:

Globaler Kapitalismus bedeutet: Amazon, Google und Co. sind gegen Diskriminierung, bekämpfen aber Gewerkschaften und vermeiden Steuerzahlungen.

Die tonangebende Linke ist mit dem Woke Capital, also den politisch korrekt auftretenden Kapitalgruppen, im Bunde – sie bekämpft es nicht, weil man sich einig weiß in der Hoffnung auf eine offene, emanzipierte Gesellschaft freier Individuen ohne so lästige Hindernisse wie Familie, Volk und Nation.

Aus Klassenkämpfern wurde die Sprachpolizei, aus Solidarität mit den Schwachen der Fetisch des Unterdrückens.

Stegemann dazu:

Einst wollte linke Politik die Lasten und Pflichten in der Gesellschaft solidarisch verteilen, heute wird jeder Einzelne danach beurteilt, ob er der herrschenden Moral genügt. Dass die herrschende Moral die Moral der Herrschenden ist, ist dabei links der Mitte vergessen worden. (...) Vielen Linken scheint es nicht mehr um die Befreiung der Menschen aus bedrückenden Verhältnissen zu gehen, sondern um die Erziehung ihrer Mitbürger.

Und der Berliner Publizist und gescheiterte »Aufstehen«-Motor kommt zu einem (für Sezession-Leser durchaus bekannten) Fazit:

Die „woken“ Linken sind die Kettenhunde des Kapitals, denn sie halten sein Image sauber, indem sie schmutzige Worte anprangern und diese Reinheit als zivilisatorischen Gewinn verkaufen. Die Ausbeutung der Welt steigert sich, aber wir versehen die Ausgebeuteten heute mit einem Gendersternchen.

Es liegt auch an dieser Kollaboration der Linken mit den Herrschenden der »Mitte«, daß ihnen zu Coronamaßnahmen und Folgeproblemen für die Unter- und Mittelschichten ebensowenig einfällt wie zum unglaublichen Profit der Krisengewinnler in Gestalt der digitalen Kapitalisten von Amazon und Co.

Man verfolgt kein wirklich alternatives Programm, und das Träumen vom Paradies ist ohnehin passé. Vielleicht spricht das für eine zunehmende Infantilisierung im Zeichen von »Kampf gegen Rechts« und der Verlagerung in klimaideologische Nischen. Vielleicht spricht es aber auch für die zunehmende Desillusionierung, was eigene große Entwürfe betrifft.

Der linke Ideologiekritiker Wolfgang Pohrt notierte ganz in diesem Sinne lakonisch:

Für ein funktionierendes Paradies braucht man Engel. Die Menschen sind keine.

Die einen Kräfte der Linken führt diese Erkenntnis in die einseitige Fokussierung auf »weiche«, immaterielle Fragen der Identitätspolitik, bei anderen Kräften der Linken führt dies in die einseitige Fokussierung auf kriminelle Anti-Rechts-Militanz: Engel werden zu Dämonen.

Frappierend bleibt allein, wie es Stegemann, Wagenknecht und Konsorten in diesem Irrenhaus aushalten und sich tagtäglich aufopferungsvoll für dessen Sanierung einsetzen. Man wird es wohl abreißen müssen.


Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.


Kommentare (45)

Fuechsle

13. November 2020 17:00

Nüchterne, geistreiche Analyse von BK! Die "woken" Linken als "Kettenhunde des Kapitals"(so Stegemann im Freitag) oder  auch die dümmsten Linken aller Zeiten, Lakaien des globalen Kapitals und sie merken`s noch nicht einmal -  vielleicht aber doch im Unterbewusstsein, was sie dann so aggressiv werden läßt!

RMH

13. November 2020 17:53

Linke, die die Putztruppen fürs Kapital stellen .... hier bei SiN und im Debattenteil ist das in der Tat schon länger festgestellt worden. Es wird Zeit, dass das bei den Fronttruppen der AntiFa auch mal ankommt. Also, Alerta, alerta, antifascista! Bitte mal an den richtigen Türen klingeln, dann gibts auch Respekt.

Skeptiker

13. November 2020 18:24

Die Sympathien, die hier immer mal wieder zu der sog. "Querdenker-Bewegung" gezogen werden, irritieren mich zunehmend. Ich habe den Youtube-Kanal eines gewissen Samuel Eckert abonniert und von Zeit zu Zeit tue ich es mir an, in die Videos zu schauen und überfliege die Kommentare. Ich habe selten einen derartigen Unsinn gehört und gelesen. Ich kann einigen dieser Leute nur eine schwere narzitische Störung bescheinigen. Mittlerweile nervt es mich nicht nur irgendwelche Falschmeldungen über das Corona-Virus zu hören; ich halte die Vorgehensweise einiger Protagonisten dieser Bewegung schlichtweg  für kriminell. Ihr Handeln erschwert eher einen vernünftigen Diskurs über einzelne Maßnahmen, denn selbstverständlich ist z.B. die Kritik des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DeHOGa) vollkommen gerechtfertigt.

Von daher hat mich an dem obigen Artikel nur dieser nicht notwendige Vergleich gestört!

 

Niekisch

13. November 2020 18:33

"die dümmsten Linken aller Zeiten, Lakaien des globalen Kapitals"

@ Fuechsle 13.11. 17:00: Ich habe noch die 60iger Jahre miterlebt. Da bildeten sie zumindest an den Hochschulen noch eine intellektuelle Elite, die ihren politischen Anspruch weltanschaulich-marxistisch zu begründen suchte und der als Annex den "Antifaschismus" umfasste. Gewalttätig -und nicht zu wenig- waren sie schon damals, was neben ihrer geschwurbelten Sprache die Arbeiterschaft abstieß. Höchst erfolgreich waren sie im Laufe der Zeit im Durchdringen der Institutionen, insbesondere im Bildungsbereich. 

Den Jetztzustand beschreibt Benedikt Kaiser ganz hervorragend.

pBackfisch

13. November 2020 19:25

In Ergänzung zu Fuechsle

....auch Verabschiedung vom Antiimperialismus, dafür Fürsprache für Biden und seine kriegstreiberische Administration. Das hat aber schon bei Obama angefangen. Das große Idol der Linken Bernie Sander sitzt im Senat und wird Bidens Kurs bei Klima, Freihandel, Russland, Iran tatkräftig unterstützen.

limes

13. November 2020 20:32

@ Benedikt Kaiser: »Es geht um manische Identitätspolitik, fehlende Islam- bzw. Religionskritik und um die Unfähigkeit der heutigen Linken, nicht nur (systemkonform) einseitig »gegen Rechts«, sondern tatsächlich systemkritisch zu denken.«

Damit ist das ganze Elend zusammengefasst! Ihr Buch »Solidarischer Patriotismus« hingegen bietet nachvollziehbar systemkritisches Denken, soweit ich das nach der Lektüre der Hälfte sagen kann. Allerdings bekommen erstarrte linke Ideologen Pickel und Schnappatmung angesichts einer  »rechten« Perspektive zur Lösung der brennenden gesellschaftlichen Probleme.

Schade nur, dass schier endlose verschachtelte Sätze die Lektüre Ihres Buches etwas mühsam machen. An einer Stelle zählte ich mehr als 20 Zeilen bis zum Schlusspunkt.

Was aber die Fähigkeit zur Systemkritik angeht, kann die erstarrte, machtgierige Linke einem solchen Werk nichts entgegensetzen, das objektiv sein kann und keine Rücksicht auf weltanschauliche Widersprüche nehmen oder Folgen von »Verwerfungen« vertuschen muss.

Lügen und Leichen, die den Weg der Linken pflastern, werden dank Kartellmedien trotz allem wohl kaum ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten, die erfolgreich darauf konditioniert wurde, Islam- bzw. Religionskritik, vor allem aber Massenmigrationskritik, reflexhaft mit »Nazi« und »Rassismus« zu verknüpfen.

limes

13. November 2020 20:59

@ Niekisch

Meine Erinnerung an die Linke im Hochschulmilieu gründen in der zweiten Hälfte der 1970-er Jahre, Tübingen. Die Linken begannen ganz sacht, gewalttätig zu werden, indem sogenannte »Streiks« die Belagerung von Büros zur Einschreibung bedeuteten. Das war aber noch so mild, dass man sich auch als junge Frau in Petite-Größe mehr oder weniger sanft »durchboxen« konnte. Hausbesetzungen wurden damals von Burschenschaftlern satirisch kommentiert mit Schildern wie »dieses Klo ist besetzt«.

Mir selbst war damals keineswegs bewusst, welch ernsten Hintergrund die Auseinandersetzung der Weltanschauungen hat: Es fühlte sich an wie ein akademischer Ponyhof, vor allem in einer kleinen WG mit ganz unterschiedlichen Bewohnern, in der der linksextreme Aktivist politisch nicht ernst genommen wurde, der die WG nach Wilhelm Pieck benennen wollte. Wilhelm wer?

Volksdeutscher

13. November 2020 21:54

Die Linke braucht keine Systemkritik, seit ihr System an der Macht ist. Wozu soll sie ihr eigenes System kritisieren? Systemkritik in dieser Zeit wäre eigentlich pure Selbstkritik. Dazu braucht man Mut und intellektuelle Höhe. Die fehlte ihnen schon immer.

Gelddrucker

13. November 2020 22:14

Sehr guter Artikel.

Dies ist der Umstand, dass die radikale Linke ja nichts weiter ist als der Fußtrupp des Kapitals, um offene Grenzen zu verteidigen, also die Möglichkeit, beliebig Arbeitssklaven und Geldmengen hin- und herzuschieben.

Und Migration eben die Sicherstellung des Nachschubs an Arbeitssklaven und neuen Konsumierenden.

Diese Tatsachen sollten auf allen Kanälen gestreut werden, mit viel mehr Nachdruck als jetzt. Das geht völlig unter, auch bei Martin Sellner und anderen Vorkämpfern unserer Sache.

Gracchus

13. November 2020 23:41

Alles richtig. Schlimm, schlimm. Womöglich zähle ich mich zur restlinken Vernunft, weil ich Identitätspolitik generell - also auch von rechts - kritisch beäuge. (Andererseits: Politik ist, wie man als Leser nicht nur von Carl Schmitt weiss, immer Identitätspolitik. Zur politischen Mobilisierung und Wirksamkeit - auch der von Stegemann an- und in Erinnerung gerufenen "Arbeiterklasse" - gehört immer die Stiftung einer Gruppenidentität. Deshalb würde ich nicht von einer "soften" Kategorie sprechen.)

Natürlich trifft auf sie selber zu, was die Linke auf die Rechte projiziert - dass nämlich die physische Gewaltentladung einhergeht mit verbaler Enthemmung. 

Simplicius Teutsch

13. November 2020 23:42

@ Skeptiker, was soll das schon wieder?

- Wir sollten uns keineswegs in eine ablehnende Haltung zu den QUERDENKERN manövrieren lassen. Von den Querdenkern, wie ich sie u. a. auf zwei größeren Demonstrationen kennengelernt habe, egal ob manche vielleicht verschrobene Ansichten haben, droht uns insgesamt keine existentielle Gefahr. Ich fühle mich in der Gemeinschaft sogar relativ wohl. Die sind eigensinnige, widerständige, weit überwiegend Bio-Deutsche, Frauen, Männer, Junge, Alte, Familien mit Kindern, sind teils esoterisch, pluralistisch und wollen uns rechte Deutsche jedenfalls nicht kriminalisieren oder abschaffen. Devise: Demokratisch leben und leben lassen.

Ist doch eine Genugtuung, im Querdenker-Demonstrationszug mitzulaufen gegen die aufziehende HYGIENE-DIKTATUR, wenn die (eher wenigen) antifaschistischen und organisierten Gewerkschafts-Linken am Straßenrand alle korrekt mit ihren aufgesetzten Corona-Masken die GEHORSAMKEITSPRÜFUNG des übergriffigen Maßnahmen-Staats brav absolvieren.

Find ich gut: „Verschwörungstheoretiker“ von rechts wie links GEGEN die illegale Ermächtigung des Merkel- und Söderregimes, gegen die Einschränkung von Grundrechten, gegen Impfzwang, Maskenzwang, Versammlungsverbot und staatliche Digitalüberwachung, gegen Zensur und Löschung in den sozialen Medien, - FÜR die Unverletzlichkeit der Wohnung, für eine offene Diskussion in den gleichgeschalteten Massenmedien. - WER SIND DIE VERFASSUNGSFEINDE?

Nath

13. November 2020 23:47

@Skeptiker "....irritieren mich zunehmend...
Sehen Sie, genauso geht es mir mit Ihren substanzlosen Äußerungen in diesem Forum, zum Beispiel mit Ihren obigen ehrabschneidenden Invektiven gehen Leute wie Schiffmann, Eckert und andere. Sie könnten ja sagen, "Ich bin bei Corona anderer Meinung", und dafür Begründungen liefern. Stattdessen nehmen Sie Zuflucht zu Gehässigkeiten, was verräterisch genug ist..Mit keinem Wort gehen Sie auf die von Bhakdi, Wodarg und anderen angeführten Fakten ein - um nur ein Exempel zu geben, dass Drostes unvalidierter, auf der Basis von Computermodellen kreierter PCR-Test keinesfalls die  wissenschaftlichen Kriterien eines Infektions-Nachweises erfüllt und daher überhaupt nicht als Begründung für einen neuen Lockdown fungieren dürfte usw.
Dass Sie jetzt - ganz im Einklang mit den Regierenden und Ihren Helfern in den gleichgeschalteten Medien - dazu übergehen, besagte Leute zu kriminalisieren, passt ins Bild.

Solution

14. November 2020 08:03

Würde mich nicht wundern, wenn Lina E. beispielsweise auch in die Brandanschläge auf Autos von Rechten und AfDlern in Kassel involviert gewesen wäre. Die letzten beiden Brandanschläge sind noch gar nicht so lange her. 

Skeptiker

14. November 2020 08:37

@Nath

Meine Quellen sind u.a. das Deutsche Ärzteblatt und zu Bhakdi ist z.B. in dem öfentlichen Brief des Instituts der Uni Kiel alles gesagt. Dieser ist von allen derzeit dort aktiven Ärzten unterschrieben. Vielleicht sollten Sie einfach Ihre Quellenlage erweitern. Alle abweichenden Positionen als Mainstreampresse zu titulieren, ist auch eher ein schwaches Argument.

Ich beziehe mich u.a. auf die von Schiffmann und Eckert verbreitete Lüge, es wäre bei Kindern durch das Tragen von Masken zu Todesfällen gekommen. Obwohl alle genannten Fälle nachweislich falsch sind, hindert dieses die Herren nicht daran, es weiter zu verbreiten. Auch Bhakdis Auffassung zu Masken steht im Gegensatz zu allen weltweit verbreiteten aktuellen Studien.

Gestehen Sie sich einfach ein, dass Sie zumindest bei Ihrer Einschätzung zum Corona-Virus völlig auf dem Irrweg sind. Ich kenne nicht einen aktiven/ernstzunehmenden Arzt, der die Thesen von Bhakdi teilt. Es ist auch merkwürdig still geworden um ihn. Offensichtlich hat er mit seinem schnell "rausgehauenen" Buch, zu einer Zeit als auch bei denen, die im Gegensatz zu Bhakdi noch aktiv geforscht haben, die Erkenntnislage sehr dünn war, ausreichend verdient. 

Niekisch

14. November 2020 10:46

"Es fühlte sich an wie ein akademischer Ponyhof"

@ limes 13.11. 20:59: Tübingen, ja Tübingen. Aus unserer Sicht war Tübingen damals tatsächlich eine Art Linksrevolutionäres Erholungsheim. Ganz anders in Frankfurt, Gießen, Marburg. Legendär der Sturm auf das Gießener Amtsgericht: ich bin Augenzeuge dafür, dass Gerichtsakten aus den Fenstern geworfen wurden. Spannend auch die Besetzungen der juristischen Fakultät. Auf dem Weg in die oberen Stockwerke habe ich -ohne über die Gefahr nachzudenken- sämtliche roten Fahnen, die aus den Fenstern hingen, in den Abgrund befördert. Ich war im Zwiespalt: Marxistisches wollte ich nicht, den Kampf gegen bürgerlich-reaktionäres Spießertum konnte ich bejahen, ja unterstützen. Man bedenke, dass die Ehefrau damals nur mit Zustimmung des Ehemannes ein Konto eröffnen oder eine Arbeit annehmen konnte. Da es längst verjährt ist, erwähne ich auch, dass wir damals allzu prokommunistische Parolen an öffentlichen Gebäuden nachts in antiimperialistische Parolen aus deutscher Sicht umfunktionierten oder auch mal unter den Eingangstüren linker Buchläden durchpinkelten. 

Maiordomus

14. November 2020 11:15

@Skeptiker. Unbestritten, dass es bei Corona-Opposition traditionelle Medizin-Sektierer gibt, etwa aus dem Lager der fundamentalistischen Impf-Gegner; wobei ich mich aber auf dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Stand nicht gegen Corona impfen lassen würde, es beruht noch zu viel auf Vermutung. Ja, es gibt Sektierer auf beiden Seiten; und ein Dr. Caimi in Basel gehört, wenn er einleitend zu seinen Videos ein Meinungsbekenner-T-Shirt zum Verkauf anbietet, dazu. Aber es schleckt keine Geiss weg, wie man bei uns sagt, dass es zum Thema keine ergebnisoffene Debatte gibt, und dass Skeptiker von hohem Niveau, wenn sie gleichzeitig wie zwei meiner Bekannten amtsärztliche Funktionen ausüben, ihren Job riskieren würden. Auch weis ich nun mal um massenpsychologische Effekte bei Mehrheitsmeinungen von Fachleuten, siehe le Bon u. Canetti,. Um 1831 bei der Cholera war klar, dass, wenn eine Regierung Luftreinigung durch Kanonenschüsse anordnet, dies andere auch machen müssen, weil man ihnen sonst mangelndes Verantwortungsbewusstsein betr. Volksgesundheit vorwerfen würde.  

nom de guerre

14. November 2020 11:29

@ Skeptiker

„Ihr Handeln erschwert eher einen vernünftigen Diskurs über einzelne Maßnahmen, denn selbstverständlich ist z.B. die Kritik des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DeHOGa) vollkommen gerechtfertigt.“

Wurden denn bspw. bei der Energiewende und der Migrationsfrage die dringend notwendigen Debatten auch von Ihrer Ansicht nach narzisstisch gestörten Personen, deren Youtubevideos Sie sich ab und zu antun, verhindert? Oder lag es vielleicht doch eher daran, dass schon seit Jahren kein offener Diskurs geführt wird, in diesem Land, dessen Außengrenzen angeblich nicht geschützt werden können, sehr wohl aber, mittels eines beachtlichen Polizeiaufgebots, eine Handvoll friedlicher Bürger dieses selben Landes daran gehindert wird, mit einem Bus nach Mecklenburg-Vorpommern zu fahren?

Ihre Diffamierung der Coronamaßnahmenkritiker und deren Protagonisten ist billig und frei von jeder sachlichen Argumentation.

Gracchus

14. November 2020 13:04

@Skeptiker

Das haben Sie leider provoziert. Was hat Ihr Beitrag mit dem BKs zu tun? Mag sein, dass sich einige Protagonisten der Querdenker verrennen und das als Bühne für ihre Selbstdarstellung nutzrn.

Kriminell ist aber für mich tatsächlich , wenn man Schulkinder dazu zwingt, Maske im Unterricht zu tragen und die Abstandsregeln einzuhalten. Weniger wegen möglicher physischer Schädigungen; mehr noch aus psychologischen Gründen. Mit Maske ist eine menschliche Kommunikation, die erheblich von Mimik lebt, nicht möglich. 

Der Nutzen von Masken ist nach Informationen umstritten, wobei es ja auch darauf ankommt, was für eine Maske man trägt. Der Präsident der Ärztekammer hat sich zu Masken kritisch geäußert. Arbeitsmediziner ebenfalls, weil normalerweise wohl Untersuchungen erfolgen müssen, ob jemand eine Maske verträgt. Sie werden auch nicht abstreiten, dass das Atmen sich durch die Maske verschlechtert und sie ihren Ausatem teilweise wieder einatmen. Dazu braucht man keine Studie, das merkt man doch selber, wenn man eine Maske trägt

 

Maiordomus

14. November 2020 13:18

PS. Was ich oben angegeben habe über Kanonenkugeln für die Luftreinigung bei Cholera-Pandemie ist nicht etwa eine Legende, sondern z.B. dokumentiert mit noch vielem anderem im zweibändigen Standardwerk (Habilitationsschrift) von Olaf Briese "Angst in den Zeiten der Cholera - Über kulturelle Ursprünge des Bakteriums".  Akademie-Verlag Berlin 2003. Zum massenpsychologischen Verständnis zur Wirkung öffentlicher Pandemie-Kampagnen ein so wichtiges Werk, dass man es eigentlich kennen muss, wenn man über dieses wichtige Thema mitdiskutieren will. Auch über die Wirkungen der Pestangst gibt es fast halbe Bibliotheken medizinhistorischer Fachliteratur. Die jüngere Generation gut ausgebildeter Spezialärzte, nicht ausgeschlossen Epidemologen, ist gerade wegen hoher Ansprüche an ihr Fachstudium meist medizingeschichtlich kaum auf der Höhe, nähme mich wunder, wie viele die "Astrum"-Theorie von Paracelsus kennen, von Schipperges geschildert, betr. die auch psychologische Wirkung des Zeitfaktors bei Krankheiten, z.B. die Syphilis als einstige Epochen-Leitkrankheit. 

limes

14. November 2020 17:36

Ines Kappstein legt dar: »Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit«, die MNB ist sogar potenziell kontraproduktiv.

Aus gegebenem Anlass habe ich mir einige »Meinungsbekenner-Masken« zugelegt: »COVID 1984«, »Denkpflicht statt Maskenpflicht«, »Wer Angst sät, will Macht ernten« …

Nicht gekauft habe ich mir hingegen eine Maske, die ich als kuriosen Netzfund präsentiere: „realsatire“?

Die Helios-Kliniken scheinen einen Beitrag zur Transparenz  leisten zu wollen, mit pflichtschuldiger Distanzierung von politischen Schmuddelkindern. Wobei es bei den aktuell 199 Intensivpatienten »mit COVID 19« auch nicht klar ist, ob sie »wegen COVID 19« auf Helios-Intensivstationen liegen. So wie es bei den täglich medial herausgestellten Todesfällen stets offen bleibt, ob diese Menschen »an oder mit« COVID 19 gestorben sind.

Laurenz

14. November 2020 20:23

Finde den Artikel hervorragend recherchiert, hat er sogar Nachrichten-Charakter für mich.

In der Schlußfolgerung sehe ich eine andere Entwicklung als BK. Was hier die letzten Jahre passiert, ist, wie wir Dank der Staatsratsvorsitzenden alle wissen, ihr tatsächlich unglaublicher Erfolg alle politischen Kräfte, bis auf die AfD, in die Neo - (Inter-) Nationale Einheitsfront einzugliedern. Der lahme Putsch von oben, den IM Erika durchzog, ist im Ursprung extrem links verortet. Bei fast allen erfolgreichen gesamtgesellschaftlichen Putsch- & Umsturz-Versuchen in den letzten 100 Jahren setzten sich fast immer linke Kader durch, bis runter in die Astas der Unis. Im Iran waren es halt früh-mittelalterliche Bolschewisten.

Wenn die Neu-Rot-Front wieder marschiert, heißt das nichts anderes, daß auch alle Konformisten, die sich in die Einheitsfront haben eingliedern lassen, wie historisch bereits gehabt, das Schicksal der konservativen oppositionellen Rechte teilen werden, was martialische Unterjochung für alle bedeuten wird. Neu-Wandlitz ruft Neues Deutschland aus.....

Skeptiker

14. November 2020 20:24

Kennen Sie den oben erwähnten Artikel von Frau Prof. Dr. Kappstein? Wissen Sie in welchem thematischen Zusammenhang die Aussagen stehen? Haben Sie mit Ines Kappstein einmal persönlich gesprochen? Ist ihnen bewusst, wie sehr Ines Kappstein (und auch der Verlag) es bedauern, dass ihre Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen, eine völlige Verdrehung ihrer Studie ermöglichen? Die Studie spricht sich keineswegs gegen das Tragen von Masken aus, sondern plädiert für einen sachgerechten Umgang. Zudem ist das Fazit eben kein Verharmlosen einer Übertragung, sondern der Einsatz von über das Tragen von Masken hinausgehender Schutzmaßnahmen.

Ich beende die Diskussion. Sie hat für viel Licht gesorgt. Es geht nicht um Sachargumente, sondern um "Rechthaben wollen" - mit allen Mitteln. Das macht mir wirklich Sorge und ich bin mir sicher, dass deswegen sich auch immer mehr Wähler (vor allem im Westen) von der AfD abwenden. Sie werden von den überschaubaren "Querdenkern" (von denen ein nicht unerheblicher Teil ohnehin der AfD fern ist) nicht kompensiert. Wer eine Alternative darstellen will, kann Fakten nicht verdrehen. Das machen schon andere!

limes

14. November 2020 21:51

@ Niekisch: »… dass die Ehefrau damals nur mit Zustimmung des Ehemannes ein Konto eröffnen oder eine Arbeit annehmen konnte«, war in den Ponyhof-Jahren bereits kein Thema mehr. Schnell nimmt der Mensch Errungenschaften für selbstverständlich  – und wird dekadent.

Meine Alterskohorte – eine Generation liegt ja nicht zwischen Ihnen und mir, sondern nur wenige Jahre – war weitgehend damit beschäftigt, mit den neuen Freiheiten zu experimentieren, wobei so mancher mit dem Verlust von Vorbildern und Autoritäten auch den inneren Kompass verlor und Schiffbruch erlitt. Fast regelmäßig stürzte sich ein Studiosus vom Hochhausdach der Studentensiedlung »Waldhäuser« in den Tod.

Der »Kampf gegen bürgerlich-reaktionäres Spießertum« trieb im provinziellen Tübingen seltsame Blüten: Proletarische Pedelle, die sich gegen die Auflösung von Ordnung und Sitten in ihrem Beritt stemmten, wurden vom arroganten akademischen Nachwuchs gepiesackt.

Wir »Unpolitischen« bewegten uns neugierig und offen in einer internationalen Studentenschaft, freuten uns über die Freundschaft eines japanischen Kommilitonen mit einer Koreanerin. Allerdings zeichneten sich Probleme mit anderen Kulturen und Akteuren ab.

Mir scheint, in Ihrer Alterskohorte gab es klare Fronten und Ziele. In meiner galt es, den Kompass nicht zu verlieren, was allzu viele nicht geschafft haben. Dabei ist nichts wichtiger: Wenn man sich verirrt hat, weist der Kompass den Weg nach Hause.

RMH

14. November 2020 22:08

@Skeptiker,

jetzt werfen Sie mal bitte nicht diese Diskussionsplattform - bei der ja wahrlich nicht alle einer Meinung sind - mit der AfD und etwaigen Wahlerfolgen in einen Topf. Zum Thema Corona gibt es bspw. genug Reden im Bundestag von AfD-Abgeordneten, die nichts leugnen, aber eben so altmodische Dinge wie Verhältnismäßigkeit von Mitteln noch erwähnen während andere schon im Rausch des Durchregierens via Verordnung und ggf. Abnick-Parlament sind.

limes

14. November 2020 22:08

@ Skeptiker

Sie fragen: »Kennen Sie den oben erwähnten Artikel von Frau Prof. Dr. Kappstein?«

Ist Ihnen entgangen, dass ich diesen »oben erwähnten« Artikel in seiner vollen, 17-seitigen Länge verlinkt habe? Der Artikel spricht für sich. Aus welchem Zusammenhang sollte er gerissen sein?

Ich hoffe, er wird nicht gelöscht!

Sie fragen: »Haben Sie mit Ines Kappstein einmal persönlich gesprochen?« Gegenfrage:  Haben Sie einmal mit Professor Bhakdi (mit Wodarg und all den anderen …) persönlich gesprochen?

Franz Bettinger

14. November 2020 22:21

Schon im März 2020 wurde ein Strategiepapier* Merkels bekannt, aus dem klar wird, dass Corona harmlos ist, das Virus aber für ein Ermächtigung-Gesetz und Systemwechsel Richtung NWO benutzt werden soll. Fazit: Für die nächsten 3 Jahre kann keine Dystopie zu düster und versponnen sein, um nicht doch Realität zu werden. 

Eine griechische Bekannte erzählte, in Hellas bekäme man die Beerdigung vom Staat bezahlt, wenn man bestätigt, dass der verstorbene Angehörige an Corona verstorben sei. Ob's wahr ist? Angesichts des 750 Mrd.€ Corona-Wiederaufbau-Fonds, bei dem man umso mehr Geld einstreicht, je mehr (angebliche) Corona-Tote man vorweisen kann, scheint die Sache plausibel.

*Strategiepapier Innenministerium: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/szenarienpapier-covid-19.pdf?__blob=publicationFile&v=4

 

Simplicius Teutsch

14. November 2020 23:23

@ Skeptiker,

Ihre nachgeschobenen, ablenkenden Argumentationen mit Bezug auf das Coronavirus und irgendwelche Studien und Quellen helfen Ihnen auch nicht weiter. Die Maske ist ab.

Mit Ihrer dreisten, provokativen Abwertung der „Querdenker-Bewegung“ bis hin zur KRIMINALISIERUNG (13.11., 18:24: „Ich habe selten einen derartigen Unsinn gehört und gelesen. Ich kann einigen dieser Leute nur eine schwere narzitische Störung bescheinigen. Mittlerweile nervt es mich nicht nur irgendwelche Falschmeldungen über das Corona-Virus zu hören; ich halte die Vorgehensweise einiger Protagonisten dieser Bewegung schlichtweg  für kriminell.“) haben Sie sich in meinen Augen als Agent oder nützlicher Idiot des Verfassungsschmutzes oder als Söder-im-Geiste geoutet, der einen brutalen Ausgrenzungskurs gegen die AfD fährt.

Vielleicht sind Sie ja nur ein CSU-Troll von Markus Söder, der aktuell im Interview im Münchner Merkur (auch online), also öffentlich und ausdrücklich, den Arbeitsauftrag an den Verfassungsschmutz ausgegeben hat: „Das sogenannte „Querdenken“ entwickelt sich zunehmend sektenartig: die Abschottung von Argumenten und eine Radikalisierung in Blasen. Jeder sollte genau hinschauen, mit wem man demonstriert. Es entwickelt sich ein wachsendes Konglomerat von Rechtsextremen, Reichsbürgern, Antisemiten und absurden Verschwörungstheoretikern, die der Politik sogar Satanismus vorwerfen. Auch der Verfassungsschutz muss genau unter die Lupe nehmen, was sich da entwickelt.

Skeptiker

14. November 2020 23:38

@limes

Ja, der Artikel spricht für sich. Er geht von Übertragungswegen aus, die mittlerweile nicht mehr den aktuellen Forschungsstand widerspiegeln. Und er ist nur im Zusammenhang mit weiteren Aufsätzen, die in dem gleichen Tagungsband erschienen sind, zu lesen, da es Zweck der Schulung war (für die der Aufsatz verfasst ist), das Thema aus verschiedenen Blickrichtungen darzustellen. Das müssten Sie dann schon auch erwähnen! Aber: ENDE!

Wissen Sie, wenn ich dürfte, dann würde ich Sie einfach gerne einen Tag auf die Intensiv-Station mitnehmen. Gerne ohne Maske ... 

 

 

RMH

15. November 2020 10:17

"Wissen Sie, wenn ich dürfte, dann würde ich Sie einfach gerne einen Tag auf die Intensiv-Station mitnehmen. Gerne ohne Maske ... "

@Skeptiker,

jetzt wird es albern. Der sog. Mund-Nasenschutz, den wir im Alltag zu verwenden haben, soll ja die anderen, also nicht den Träger, schützen. Nach Ihrem Argument würden Sie also Patienten auf der Intensivstation (da liegen ja mitnichten nur Corona-Patienten sondern auch andere) der Gefahr des Besuchs einer  - da Maskenkritisch eingestellten - Risikoperson ohne Maske aussetzen ...

Im Übrigen warte ich immer noch auf den Nachweis des Anstiegs von Corona-Infektionen durch Open-Air-Großdemonstrationen.

Maiordomus

15. November 2020 11:04

@Skeptiker hat leider nicht flächendeckend unrecht, aber klar fehlt bei ihm wie bei manchen ihm Widersprechenden die Differenzierung. Mittlerweile bestätigten mir 4 Ärzte mit aussergewöhnlich überdurchschnittlichem Leistungsausweis und sogar auch Kenntnissen von erkenntnistheoretischen Grundlagen, dass offene Wortmeldung in der Öffentlichkeit nicht ohne Schaden, die eigene Berufsausübung und den entsprechenden Ruf in der Öffentlichkeit betreffend, möglich seien. Diesen Befund schleckt buchstäblich keine Geiss weg!

Dietrichs Bern

15. November 2020 12:16

Benedikt Kaiser beschreibt sehr ausführlich die Realität, allerdings ist mein Staunen darüber längst vorbei, nachdem Frau Kahane mit Staatsmitteln dazu in den Stand versetzt wurde, was sie eben schon immer getan hat, nachdem Zahlungen aus dem Bundesfamilienministerium nicht mehr an Verfassungstreue gebunden wurden (wer hätte je nachdrücklich dagegen protestiert und nachdem die Radikalisierung der öffentlich rechtlichen Berichterstattung immer weiter fort schritt).

Allerdings: Gerade Corona hat gezeigt, dass der Justizapparat nicht gänzlich übernommen ist. Und ich bin überzeugt davon, dass - entsprechende juristische Expertise vorausgesetzt, bei der AFD zweifellos vorhanden, Widerstand gegen jeden der o. g. Punkte möglich wäre und darüber hinaus. Leider ist das wohl nicht öffentlichkeitswirksam oder sonst nicht  attraktiv genug. 

Und das ist aus meiner Sicht ein Hauptproblem.

Elvis Pressluft

15. November 2020 12:21

(ich versuche, zum Thema des Artikels zurückzunavigieren) Interessant, weil anschaulich wird’s auf der persönlichen Ebene. Eine Ex-Kommilitonin fiel durch wiederholtes Kokettieren mit ihren Kontakten zu linksextremistischen Kreisen auf; das ging bis zur Rechtfertigung von potentiell tödlichen Angriffen. Weil es ihr wichtig war, von ihrem großbürgerlichen Vater keine Unterstützung anzunehmen, „jobbte“ sie während des gesamten Studiums, das sie – offenbar auch aufgrund psychischer Probleme – erst nach fast dem Dreifachen der Regelstudienzeit abschloß. Diese subalterne Tätigkeit übt sie bis heute aus (findet sich alles im Netz), d.h. seit ungefähr 30 Jahren. Als sie vor einiger Zeit bei einer Beförderung übergangen wurde, erregte sie sich erheblich; andererseits kritisierte sie – viele Jahre her – einmal im Gespräch meine fehlende Neigung zur Selbstausbeutung. Mir macht es wie gesagt greifbar, wie vorbehaltlos manche Personen Frieden mit dem System geschlossen haben, dessen Repräsentanten sie einstens als legitime Ziele ansahen.

Skeptiker

15. November 2020 13:13

Nur noch ein Nachtrag:

Über die Art der Maske und zu welchem Anlass welche Ausführung angeraten ist, haben wir noch gar nichts gesagt. Ich befürworte die kostenfreie Abgabe medizinischer Masken an Risikogruppen, die diese dann in best. Situationen zum Eigen- und Fremdschutz nutzen können.

Die Evidenz der Wirksamkeit von Alltagsmasken zeigt u.a. auch die Eindämmung der Pandemie in Süd-Korea (mit brachialeren Maßnahmen auch China):

 - konsequentes Tragen von Masken

- Krankheitskontrolle durch Fiebermessen und Testen

- konsequente Kontaktnachverfolgung

- große Solidarität der Gesamtbevölkerung durch Einhaltung der Regeln

Ein Nachweis inwiefern es bei Großdemos zu Infektionen gekommen ist, kann nicht erbracht werden, da mittlerweile 75 % der Erkrankungen nicht mehr nachverfolgt werden können und Sie genau wissen, dass viele symptomfrei bleiben. (Zudem ist das Risiko außerhalb geschlossener Räume eher gering, aber eben nicht z.B. bei der Anreise.)

Maskentragen an der frischen Luft halte ich (bei Abstand) auch eher für fragwürdig. Nichts anderes hat übrigens der Präsident der Kassenärztlichen Vereinigung gesagt!

Ich werde hier nur wenige erreichen; denn einigen geht es um etwas ganz anderes.

Die AfD ist mit der FDP zu Beginn der Pandemie für ein konsequentes Maskentragen eingetreten, um ein Herunterfahren der Wirtschaft zu verhindern.

Deswegen ist für mich die Solidarität mit der "Querdenker-Bewegung" auch nicht glaubwürdig. 

harastos

15. November 2020 13:28

Skeptiker: "Wissen Sie, wenn ich dürfte, dann würde ich Sie einfach gerne einen Tag auf die Intensiv-Station mitnehmen. Gerne ohne Maske ... "

Das ist, wie RMH schreibt, wirklich albern. Es ist doch genau dieser moralistische Kitsch, mit dem heute jede Diskussion abgewürgt bzw. verhindert wird. Natürlich gibt es auf der Intensivstation schwere Corona-Fälle. Aber das Gesundheitssystem gerät dadurch doch nicht an seine Grenzen. Nicht mal annähernd.

Am Ende läuft alles auf die Verhältnismäßigkeit hinaus. Und die scheint mir überhaupt nicht mehr gegeben. Es gibt keine Übersterblichkeit. (Das kann man verdammt leicht nachrecherchieren.) Die müsste es aber geben, wenn Corona wirklich der Killer wäre, als den man uns den Virus seit Monaten verkauft.

Der_Juergen

15. November 2020 14:11

@Skeptiker

Auch wenn es kaum noch einer lesen wird, eine kurze Antwort an Sie.

Samuel Eckert irritiert mich auch weil er behauptet, so etwas wie Viren gebe es nicht. Da Dr. Schiffmann diese seltsame These nicht teilt, fällt es mir schwer zu verstehen, wie die beiden immer wieder gemeinsam auftreten können. Selbstverständlich hat Eckert das  Recht auf seine Meinung, aber was würden ausgewiesene Virologen wie Bhakti und Wodarg zu seiner Behauptung sagen?

Ansonsten sind Ihre Angriffe auf die Querdenker-Bewegung völlig fehl am Platz. Wer die offiziellen Lügen über Covid 19, das ungefähr so gefährlich ist wie eine mittlere Grippe, verteidigt und nur einzelne Massnahmen des Regimes für diskutabel hält, hat sich in meinen Augen vollkommen disqualifiziert, und seine Ansichten zu anderen Fragen interessieren mich nicht mehr. Da Sie, Skeptiker, weder dumm noch naiv sind und ich auch nicht annehme, dass Sie z. B. Bhakti/Reiss, "Corona-Fehlalarm", nicht kennen, halte ich Sie für einen Provokateur, wie es früher @imagine (sind Sie womöglich mit diesem identisch?) war.

Niekisch

15. November 2020 14:59

@limes, 14.11. 22:08: Besten Dank für die offenen Worte. Sie zeigen, wie unterschiedlich wir diese Zeit erlebt haben. Auch ich hatte Orientierungsschwierigkeiten, was sich anhand meines Studienbuchs feststellen lässt. Ich habe alle möglichen Vorlesungen belegt, Seminare durchgezogen, die wenigsten zum Studienfach. E i  n e wichtige Erkenntnis aus dieser Zeit: Versuche, Freundschaften nicht an den diversen politischen Auffassungen scheitern zu lassen, versuche immer im Gespräch zu bleiben und bedenke, dass Dein Partner im Recht sein könnte. Seitdem versuche ich "linkes" und "rechtes" Denken in Einklang zu bringen.

Nebenbei: Meine Enkelin -21 und kerngesund- hat sich gerade mit "Corona" infiziert, Geschmacks- und Geruchssinn weitgehend verloren, starke Kopfschmerzen quälen sie. 

Es beunruhigt mich natürlich nicht. Ist ja nur die übliche Grippe! Eine Pandemie hat es nie gegeben, gibt es nicht und wird es nie geben....Alles fake! 

 

Skeptiker

15. November 2020 15:18

@Der_Juergen

Ich kenne @imagine nicht und habe überhaupt kein Interesse daran, als Provokateur aufzutreten. 

Ich bin hier vor allem, weil ich ein großes literarisches Interesse habe und hier viele Impulse bekomme.

Zu Bhakti/Reiss ist nun schon so viel gesagt/geschrieben. Es ist müßig, es zu wiederholen. Das Buch entpricht überhaupt nicht mehr dem aktuellen Erkenntnisstand. Unwissenschaftlich argumentiert hat es aber schon zum Erscheinungszeitpunkt, weil es schlichtweg andere schon damals vorliegende Erkenntnisse ignoriert hat. Das wissen Sie doch auch alles ganz genau! Es ist nichts weiter als ein reißerisch aufgemachtes populärwissenschaftliches Buch, das dem Autor viel Aufmerksamkeit und Geld eingebracht hat. Diesem Nachzueifern begründet die Motivation einiger, die tatgtäglich sich bemüßigt fühlen, uns ihr Halbwissen über SocialMedia mitzuteilen.

Ich bin einfach erstaunt, weil der Diskurs in anderen Bereichen hier auf einem ganz anderen Niveau stattfindet.

Ich wiederhole mich: Über viele Maßnahmen kann man sicherlich geteilter Ansicht sein. Wir lernen hier jeden Tag über das Virus hinzu. Die Behandlungserfolge haben sich deutlich verbessert. Aber wenn Sie täglich mit Patienten zu tun haben, um deren Gesundheit und auch teils Überleben kämpfen, dann empfinden Sie Äußerungen wie "es handelt sich um nicht mehr als eine Grippe" schlichtweg als zynisch. Diese Auffassung müssen Sie mir nun schon zugestehen. Meine Frau hat übrigens gestern von 7.00 bis 23.30 Uhr Dienst gehabt.

Skeptiker

15. November 2020 15:27

@ Der_Juergen

Im Übrigen ist weder Prof. Dr. Bhakti und erst recht nicht Herr Wodarg "Virologe". (Ich bin es auch nicht!) Es bedarf sogar einer Spezialisierung innerhalb der Virologie, um wirklich fundierte Aussagen zu diesem neuen Virustyp machen zu können. Warum akzeptieren wir das nicht? 

Ich höre/lese mit großem Interesse die Ausführungen zu Jünger usw. Weil sich hier Fachleute qualifiziert und mit ihrem Erfahrungswissen äußern. Es ist das Dilemma des Internets, dass jeder meint, dass wer bei YouTube ein Video hochzuladen vermag, dadurch etwas Wesentliches mitzuteilen hat.

 

limes

15. November 2020 18:09

@ Niekisch (15. November 2020 14:59)

Ein Studium generale in eigener Regie spricht doch keineswegs für Orientierungsschwierigkeiten! Vielmehr habe ich den Eindruck, dass Sie mit Mut - und früher sicher auch mit dem gehörigen jugendlichen Übermut - Ihrem Kompass stetig gefolgt sind. Dies kann ich von mir leider nicht behaupten, aber immerhin: Mein Kompass ging nie verloren, und auf einem Schlingerkurs heimzukehren ist besser als gar nicht. Ihre Fiktion deutscher Reservate an anderer Stelle klingt traurig und schön, wie ein Requiem in Moll.

Ihrer Enkelin meine herzlichen Genesungswünsche! Aus Ihren abschließenden Zeilen spricht Bitterkeit. Wenn es um »Corona« geht, was wünschen und fordern Sie unter dem Eindruck persönlicher Betroffenheit von Medien und Politikern? Und vor allem: was von den Mitstreitern?

harastos

15. November 2020 18:15

@Skeptiker

Dass es einzelne Menschen gibt, die ums Überleben kämpfen, bestreitet doch niemand. Das gibt und gab es jeden Winter; man nennt es Grippe. Und bei der letzten wirklich harten Grippewelle (ich glaube 2017/18) gab es sogar eine recht deutliche Übersterblichkeit. Aber auch bei schwachen Grippewellen gibt es Einzelne, die "ums Überleben kämpfen". Dennoch haben wir noch nie die Wirtschaft komplett runtergefahren - weder bei harten noch bei weichen Wellen.

Und schon wieder haben Sie's getan: "Aber wenn Sie täglich mit Patienten zu tun haben, um deren Gesundheit und auch teils Überleben kämpfen, dann empfinden Sie Äußerungen wie 'es handelt sich um nicht mehr als eine Grippe' schlichtweg als zynisch. Diese Auffassung müssen Sie mir nun schon zugestehen." Müssen wir das? Ist es nicht eher zynisch, ein Land in den Lockdown zu schicken und damit unglaubliche Schäden zu verursachen - oder sie billigend in Kauf zu nehmen - anstatt zum Beispiel selektiv zu verfahren? Also gefährdete Personen gezielt zu schützen.

 

 

Trim

15. November 2020 18:35

@Skeptiker

Sie schreiben: "Über viele Maßnahmen kann man sicherlich geteilter Ansicht sein. Wir lernen hier jeden Tag über das Virus hinzu."

Eben. Die geteilten Ansichten kann man u.a. in diesem Forum nachlesen, und das soll auch so bleiben. Sie können im Grunde froh darüber sein, daß Ihr Vorhaben, der Diskussion zum C.-Thema einen schmalen Meinungskorridor (zwischen - von Ihnen definiert - "Nervigkeit" und "Kriminalität") anzuempfehlen, scheitern wird.

Weiter oben in Ihrem Kommentar beklagen Sie das "Halbwissen", welchem Sie irgendwo in den sog. sozialen Medien begegnet sind. Was erwarten Sie denn? Zudem: der erste Mensch, der über etwas anderes als Halbwissen verfügt, ist auch auf diesem Forum noch nicht vorstellig geworden. Sollen also weiterhin mehrere schreiben.

Ihr populärwissenschaftlicher Hinweis zu den Arbeitszeiten Ihrer Frau sei Ihnen übrigens unbenommen.

Viele Grüße!

 

limes

15. November 2020 18:44

@ Skeptiker »Es ist das Dilemma des Internets, dass jeder meint, dass wer bei YouTube ein Video hochzuladen vermag, dadurch etwas Wesentliches mitzuteilen hat.«

Früher wurde »Wesentliches« durch Redakteure mitgeteilt, und durch freie Journalisten, denen Redakteure das Wort erteilten. Früher herrschten auch Markt- und Wettbewerbsbedingungen bei den von diversen Verlegern verantworteten privaten Medien, und der früher funktionierende politische Wettbewerb sorgte für leidliche Ausgewogenheit sogar bei den ÖRM.

Heute hingegen wird Meinungsmacht von undurchsichtigen Medienkonzernen ausgeübt, und die Macht über diese Konzerne konzentriert sich über nationale Grenzen hinaus. Gerade die digitalen Medien werden von wenigen Personen kontrolliert, und deshalb vermag auch längst nicht mehr jeder, bei YouTube ein Video hochzuladen. Internetgiganten, die »Masters oft he Universe« (Formulierung von Breitbart), beherrschen die Welt.

Sofern wir uns darüber einig sind, dass für eine freie Gesellschaft ein Gleichgewicht der Kräfte unerlässlich ist, so sollten Sie die verbliebenen Möglichkeiten freier Akteure, im Internet zu Wort zu kommen, wertschätzen. Oder bevorzugen Sie die Regulierung durch ein Wahrheitsministerium?

Nordlicht

15. November 2020 22:36

Über die Corona-Gefahren lässt sich trefflich streiten; eine Bewertung der Mortalität wird erst in zeitlichem Abstand (> 2021) möglich sein. Die EUROMOMO-Zahlen auf Wochenbasis sind - zumindest für Deutschland und einige andere Länder - erst einmal eher beruhigend.

Was in den täglichen Horrornachrichten als "Corona-Tote" gebucht wird, gibt ebenso wenig eine stabile Diskussionsgrundlage wie die fälschlich als "Infizierte" bezeichneten Personen mit positiven PCR-Tests. Das ist nichts neues in diesem Kreis.

Interessanter wird es m. E. bei der Betrachtung des mit dieser weichen Daten- und Sachgrundlage vollzogenen gesetzlichen Umbaues; das wird nicht umsonst als "Ermächtigungsgesetz" bezeichnet. Dass ein Ministerium sehr weitgehende Verordnungen wird erlassen können, am Bundestag und am Bundesrat vorbei, ist schon eine veränderte Qualität. Wir sind damit näher am totalitären Staat, der den Bürger bis in seine Wohnung hinein und mit der Drohung von Zwangseinweisungen am Haken hat.

Der_Juergen

16. November 2020 09:23

@Skeptiker

Sie preisen China und Südkorea als Vorbilder, weil diese u. a. mit striktem Maskenzwang die Epidemie unter Kontrolle bekommen hätten. Sehen Sie sich mal diesen Bericht an; 70.000 Zuschauer bei einem Fussballspiel in China, und keiner trägt einen Maulkorb,

https://dailystormer.su/china-70000-people-in-a-football-stadium-no-masks/

Schon im August fanden in Wuhan, dem Epizentrum, ausgelassene Massenveranstaltungen ohne Maulkörbe statt. Rigoros durchgegriffen wurde lediglich in der Anfangsphase, und auch dort nicht landesweit, sondern nur in der Provinz, wo das -vermutlich, aber bewiesen ist es nicht - in einem Labor hergestellte Virus zuerst aufgetreten war. Übrigens hat China dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von ca. acht Prozent, und die "Corona-Toten" fallen statistisch überhaupt nicht ins Gewicht. Dies alles spricht für die These, dass die Chinesen mit der WHO, Gates und Kräften, über deren Identität und Position man nur spekulieren kann, die Corona-Epidemie gemeinsam gestartet haben, weil alle Beteiligten gewaltig davon profitieren. China wird zu Spottpreisen massenweise bankrottgegangene Betriebe in der westlichen Welt aufkaufen können. Dass Operation Covid gerade zu diesem Zeitpunkt eröffnet wurde, hängt sicherlich mit den US-Wahlen zusammen.

 

Der_Juergen

16. November 2020 09:28

@Skeptiker

2. Teil

Ohne Corona hätte Trump die Wahlen spielend leicht gewonnen, mit noch weit grösserem Abstand, als er sie tatsächlich gewann (in der realen Welt, nicht in der fiktiven, die durch Wahlfälschungen und Lügenmedien geprägt wird). Die Chinesen wollten Trump aus wohlbekannten Gründen weghaben, und für die Globalisten ist er eine tödliche Bedrohung, weil sich die NWO, das geplante Welt-Gefängnis, mit ihm nicht verwirklichen lässt. Trump fand es für richtig, die Hysterie anfangs mitzuspielen und unnötige Massnahmen zu verhängen: vermutlich war er von Schwindlern a la Fauci falsch informiert worden, und die Medien hätten ihn, hätte er keinen Lockout verhängt, buchstäblich zerrissen. Er hat dann getan, was er konnte, um das Land wieder zu öffnen.Setzt sich die Mumie Biden mit ihren Strippenziehern durch, gehen in den USA die Lichter aus, und nicht nur dort.

A propos: Warum türmen sich in Weissrussland, wo es keinen Lockdown und keinen Maskenzwang gab und gibt, nicht die Leichenberge? Warum ist die Sterblichkeit dort nicht höher als normalerweise?

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