6. Dezember 2020

Sonntagsheld (166) – Der Gott, der Eisen wachsen ließ…

Till-Lucas Wessels / 21 Kommentare

...der wollte keinen Stahlknecht.

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Die große Zukunftshoffnung der CDU in Sachsen-Anhalt ist einstweilen Geschichte: Nach einem nicht abgesprochenen Zeitungsinterview wurde Holger Stahlknecht am 4. Dezember von seinem Parteikollegen Reiner Haseloff als Innenminister geschaßt, keinen Tag später folgte der Rücktritt als Landesvorsitzender der CDU.

Dabei war es so gut losgegangen für den gebürtigen Niedersachsen. Aus der großen Bewährungsprobe des „Jahrhunderthochwassers“ 2013 ging der frischgebackene Innenminister durchaus gefestigt hervor, auch die Medien nahmen ihn als Charakterkopf und Sympathieträger wahr, gerne präsentierte er sich beim Bratwurstgrillen oder Jazz-Hören (was ja eigentlich das gleiche ist).

Darüber, daß er den Habitus eines Gentlemans pflege, wurde viel geschrieben, womöglich weil ihm der dritte Stand förmlich aus dem Kanisterschädel springt und auch sein Nachname nicht so recht zu Pfeife und Maßanzug zu passen scheint. Macht nichts, Holger Stahlknecht hatte sowieso immer etwas mehr von Gerhardt Schröder, als von Horst Seehofer – was nicht unsympathisch ist!

Es lief also ganz gut für den ehemaligen Staatsanwalt; und dann kam die „Kenia-Koalition“ - jenes schwarz-rot-grüne Parteienflickwerk, welches die Altparteien 2016 aus Angst vor einer blau-schwarzen Regierung in den Rückenwind der AfD hängten und von welchem sie seitdem zielsicher von Krise zu Krise gepustet werden. Das wird Stahlknecht, den man durchaus in der rechten Hälfte der Christdemokraten verorten kann, nicht wirklich gepaßt haben.

Dennoch hieß es für ihn: Die prominent vertretenen Zähne zusammenbeißen, durchhalten und Akzente setzen; für die nachfolgende Landtagswahl 2021 wurde Stahlknecht als Haseloff-Nachfolger und damit als CDU-Spitzenkandidat gehandelt. Entsprechend dieser Maßgabe mußte der Jäger und Hundefreund sich mit einer neuen Rolle begnügen: Jener, des Entzauberers.

Stahlknecht richtete also seinen Blick nach rechts, sah eine AfD, die aus dem Stand fast ein Viertel der Wählerstimmen hinter sich versammelt hatte, und ging an die Arbeit. Seine zwei großen Coups, die Berufung des Polizeigewerkschaftlers Rainer Wendt als Staatssekretär und eine Podiumsdiskussion mit Götz Kubitschek (siehe hier und hier) mißlangen allerdings: In beiden Fällen pfiff der selbsternannte Landesvater Haseloff seine Bulldogge zurück und Stahlknecht mußte – wenn auch knurrend – parieren.

Alle wußten zu diesem Zeitpuntk: Stahlknecht ist heiß, 2018 hatte er sich bereits den Landesvorsitz seiner Partei gesichert, nun wollte er seine Chance auf den Posten des Ministerpräsidenten und warf seinen Hut in den Ring. Eine Kandidatur gegen den amtierenden Ministerpräsidenten Haseloff hatte er von Anfang an ausgeschlossen, aber dieser hatte sich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht geäußert. Stahlknecht sagte dazu: „Es verbietet der Anstand, gegen jemanden anzutreten, mit dem man so lange vertrauensvoll zusammengearbeitet hat“ - eine Aussage, die man durchaus in zwei Richtungen lesen kann.

Es kam also, wie es kommen mußte: Haseloff machte seinen Anspruch geltend, Stahlknecht zog seinen Hut wieder aus dem Ring heraus, stellte grimmig fest, daß die Schnur desselben bis zum Platzen gespannt war und wartete auf seine Gelegenheit. Diese kam – wer hätte es gedacht – in Form der nächsten Koalitionskrise, diesmal sogar in Gestalt eines gemäßigt konservativen Paradethemas: Der geplanten Erhöhung des Rundfunkbeitrags.

Für den Stopp der Erhöhung braucht die CDU die Stimmen der AfD, mit der zusammen abzustimmen ist bekanntlich verfemt und so drohen SPD und Grüne wieder einmal mit der Aufkündigung der Koalition. Grund genug, für Holger Stahlknecht der Magdeburger „Volksstimme“ (nomen est omen) ein vermeintlich unverfängliches Interview zu geben, in welchem er auf der Position der CDU beharrt und ankündigt, daß die CDU bei Zerfall der Koalition bis zu den regulären Landtagswahlen im Juni eine Minderheitsregierung bilden werde.

Auch hierfür – man ahnt es – wäre die Unterstützung der AfD notwendig; wenige Stunden nach Veröffentlichung war Stahlknecht seinen Ministerposten los und trat als Vorsitzender des Landesverbandes zurück. Reiner Haseloff sprach von einem „tief gestörten Vertrauensverhältnis“, die Vorsitzende der grünen Landtagsfraktion, Conny Lüddemann, urteilte gar: "Herr Stahlknecht hat auf offener Bühne einen Königsmord angekündigt […].“

"Königsmord" – auch das ist so ein Teil des blumigen Parlamentsjargons, das eigentlich bloß nach Kasperletheater klingt. Jeder weiß: Einen König zu ermorden ist einer Grünen nur zuzutrauen, wenn sie ihn abtreiben kann. Bei Stahlknecht bin ich mir da wiederum nicht so sicher, und wenn ich so darüber nachdenke, meine ich das als Kompliment.


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.


Kommentare (21)

Langsax

6. Dezember 2020 19:22

" ... sächsischen „Volksstimme“...."

Mit Verlaub, die Volksstimme ist im ehemaligen Bezirk Magdeburg verbreitet.... das ist nördliches Sachsen-Anhalt! 

Ansonsten: Stahlknecht hat doch schon des öfteren gezeigt, dass er ein Antideutscher ist.

Simplicius Teutsch

6. Dezember 2020 20:52

Als südlich wohnendem Söder-Knecht ist mir Stahlknecht bisher kaum dem Namen nach bekannt, aber das hat Witz: „Jeder weiß: Einen König zu ermorden ist einer Grünen nur zuzutrauen, wenn sie ihn abtreiben kann.“

Lotta Vorbeck

6. Dezember 2020 22:20

@Simplicius Teutsch - 6. Dezember 2020 - 08:52 PM

"Als südlich wohnendem Söder-Knecht ist mir Stahlknecht bisher kaum dem Namen nach bekannt ..."

---

Das Wichtigste beim Schweißen ist das "w".

Das Wichtigste beim Stahlknecht ist das "h".

Laurenz

7. Dezember 2020 01:35

Im Grunde war das doch ein ganz nettes Theater für die Konservativen. Die Mehrheit der Bürger ist gegen eine Beitrags- oder (in Wahrheit) Propaganda-Steuer-Erhöhung. Wer die Ablehnung durchzieht, hat beim Wähler gute Karten. Hier zeigt sich am deutlichsten, wie die meisten Partei-Politiker in die Einheitsfront gekauft sind. Daß sich überall gewählte Abgeordnete gegen die Willen der Bevölkerung des eigenen Wahlkreises wenden, zeigt, wie wenig Gewissen in den Parlamenten vorhanden ist. 

Mitleid mit den Beitragszahlern ist allerdings nicht angebracht. Immerhin haben diese die schmarotzenden Blutegel an ihren eigenen Adern gewählt.

Auch hier fehlt mir so ein bißchen die Angriffslust der konservativen Szene, wenn sich ein CDU-Landes-Kabinett "zerlegt". Wir sollten uns im politischen Blute des Umfallers und Wähler-Betrügers Haseloff suhlen.

RMH

7. Dezember 2020 06:52

Mal wieder ein übliches Trauerspiel. Der Sarg der Demokratie wird nicht mit ein paar Handvoll Sargnägeln zugemacht, sondern mit tausenden, damit es ja keine unerwünschten Wiederkehrer gibt.

Die Bevölkerung will keine GEZ-Gebühren und schon gar keine Erhöhung des Zwangsbeitrages. In SA scheint es noch genug Abgeordnete zu geben, die diese Stimmung ihrer Wähler wahrnehmen und noch nicht die clear-Stufe erreicht haben, um sie deshalb trotzdem zu verarschen. Also muss zu offensichtlichen Disziplinierungsmethoden gegriffen werden. Und dann kommt, was kommen muss - kein Mitleid mit dem Stahlfred. Zu mehr als nur Sonntagshelden könnten Unionsabgeordnete werden, wenn sie zur AfD wechseln würden. Aber das ist unwahrscheinlicher, als das der Osterhase an Weihnachten auftritt.

RMH

7. Dezember 2020 08:47

Respekt, Herr Wessels,

Ihre Titel zeigen Wirkung. Heute öffnete die tägliche Radioglosse "Ende der Welt" (läuft täglich kurz vor halb neun) auf Bayern 2 exakt mit der gleichen Einleitung, "Der Gott ... " zum gleichen Thema.

Der Verfasser sagte dazu "Woher ich das wohl wieder habe? Na ja, egal ... " ( Sinngemäße Wiedergabe).

Schöne Grüße an den Bayern 2 Autor, evt. lesen Sie ja häufiger hier mit.

Imagine

7. Dezember 2020 11:20

Der Kniefall in Warschau am 7.12.1970

1/2

Mit der Zustimmung der SPD zu den Notstandsgesetzen 1968 und mit dem Radikalenerlass des SPD-Kanzlers Brandt wurde die freiheitlich-demokratische Nachkriegsordnung in der BRD beendet.

Brandts Kniefall in für Warschau am 7.12.1970 bestätigte die Kollektivschuldthese und verstärkte den Schuldkomplex der Deutschen.

Für mich ist Brandt nicht niedergekniet, auch nicht für meine Eltern und Großeltern. Denn das waren keine Nazis oder Hitler-Anhänger.

Auch Brandt war kein Nazi. Allerdings aber auch kein wirklicher Widerstandskämpfer. Bei Kriegsende kehrte er nach Deutschland in norwegischer Militäruniform zurück.

Wenn Ex-Nazis oder Nazi-Verbrecher wie ein Kiesinger, ein Strauß, ein Schleyer, ein Filbinger und andere als Ausdruck eines Schuldeingeständnis und persönlicher Reue niedergekniet wären, dann wäre dies nachzuvollziehen gewesen.

Aber Brandt war kein Ex-Nazi, so wie die meisten Deutschen keine Nazis gewesen waren. Man kann dies bei Sebastian Haffner nachlesen.

Imagine

7. Dezember 2020 11:21

2/2

Der deutsche Kanzler Brandt kniete nieder. Was war dies anderes als eine Geste des Eingeständnisses einer Kollektivschuld? Jedoch ist dies historisch falsch. Und war ein Kniefall vor den Siegermächten, die Brandt immer als „unsere amerikanischen Freunde“ bezeichnete.

Damit wurde jene Mehrheit der Deutschen beleidigt und erniedrigt, die keine Nazis und Hitleristen waren und die keinen Krieg wollten, geschweige denn die Verbrechen der Nazis guthießen.

Brandt wurde dafür von den Siegermächten belohnt. Der SPIEGEL:
„Am 7. Dezember 1970 kniete Willy Brandt vor dem Mahnmal für die Opfer des Aufstandes im Warschauer Getto. Für seinen Mut wurde der Sozialdemokrat gefeiert und bekam später den Friedensnobelpreis.“

Laurenz

7. Dezember 2020 11:40

@RMH

Auch ohne Stasi-Programm zur Kontrolle der Rechner-IDs, kann man davon ausgehen, daß hier viele mitlesen. Die einen, weil hier noch die meiste Freiheit des geschriebenen Wortes gegeben ist, und die anderen, weil sie davon leben, hier in den Krümeln zu suchen. Letztere sind eben niedere, ekelhafte Existenzen ... unproduktiver, destruktiver Abschaum. Anstatt selbst Freiheit zu suchen und kreativ zu werden, besteht das Leben von Linken aus den Inhalten anderer.

Und ja, ich fand den Artikel, wie den am letzten Sonntag, auch richtig gut.

Ein gebuertiger Hesse

7. Dezember 2020 12:53

Schon ein Ding, wer zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Situation nicht alles zu einem Quasi-Helden werden kann. Mit gefällt, von dem miesen Fall an sich abgesehen, daß hier alles zutiefst konkret und wirklichkeitsbedingt ist. Anders gesagt: daß ein Herr Stahlknecht es in der hiesigen geschätzten Rubrik zum Sonntagshelden gebracht hat, ist reine Realita - was  geschieht, geschieht ausschließlich in echt, nicht auf dem Papier oder im Parteibuch.

Laurenz

7. Dezember 2020 15:18

@Imagine (1)

Für Ihren Thema-fremden Gedenktag möchte ich Ihnen gerne etwas mit auf den Weg geben. Bei dem, worüber Sie Sich beschweren, unterliegen Sie einer Täuschung. Ob Brandt/Fram oder sonstwer ein Nazi war, spielt überhaupt keine Rolle. (FJS war außerdem viel zu jung, um zu zählen, er war in der Moped-HJ.) 

Die Nationalsozialisten-Nummer ist nur eine propagandistische Ablenkung, natürlich zum Unterhalt des Schuldkultes. Daß die Nationalsozialisten eskaliert sind, ist zwar einerseits grauenhaft, andererseits wußten sie, daß sie dran sind. Mit dem vorzeitigen Tod/Scheitern vor Augen, ist es recht menschlich, so viele "Gegner" mitzunehmen, wie man habhaft werden kann. 

Für die Alliierten spielten die Nationalsozialisten politisch und geo-strategisch überhaupt keine Rolle. Hier ging es nur um die totale Vernichtung Deutschlands, deren Planung man schon in der Amtszeit von Disraeli mutmaßen kann. Vor allem das Interesse der US-Amerikaner ist schon vor dem I. Weltkrieg in der Zersplitterung Europas zu finden (Wilson).

Laurenz

7. Dezember 2020 15:19

@Imagine (2)

Auch am Ende des I. Weltkriegs stimmte der Oberbefehlshaber der us-amerikanischen Streitkräfte, Pershing, gegen einen Waffenstillstand. Es ging einfach darum, den wichtigsten Mitbewerber auf den Weltmärkten zu eliminieren, zumindest zu demütigen.

Beide Weltkriege wurden im endgültigen Resultat von den Europäern (inklusive Britanniens) gemeinsam verloren, & von USA gewonnen. Nur die Wahrnehmung dieses historisch eindeutigen Fakts ist gestört, nicht nur bei Ihnen, sondern von einer gigantischen Mehrheit.

anatol broder

7. Dezember 2020 15:35

die große zukunftshoffnung der cdu in rheinland-pfalz ist schon viel weiter. sie heisst sinngemäss ellen demuth. diese schrieb neulich:

Freue mich zukünftig als stellv. Mitglied im ARD-Programmbeirat des Deutschen Fernsehens mitarbeiten zu dürfen. Herzlichen Dank den Mitgliedern des SWR-Rundfunkrates für die heutige Wahl und das Vertrauen. [2020-12-04]

vorher verriet demuth, was in deutschland fehlt:

Nein zu Gewalt gegen Frauen! In Deutschland fehlen tausende Frauenhausplätze. In unserer Wohlstandsgesellschaft eine blamable, unerträgliche Realität! Die Gewaltzahlen steigen stetig. Ich bin das kraftlose Gerede leid. Wir brauchen eine Verdoppelung der Plätze! #orangetheworld [2020-11-25]

demuth verriet auch die lösung:

Die wesentlich bessere Finanzierung der Frauenhäuser in RLP wird ein Schwerpunkt für uns als CDU-Fraktion RLP bei den Haushaltsberatung in der Dezember Plenarsitzung sein. #neinzugewaltanfrauen [2020-11-25]

natürlich sind frauenhäuser wie kirchen oder windräder beitragsfrei.

 

anatol broder

7. Dezember 2020 15:37

@ laurenz 11:40

die hessischen frauenhäuser helfen auch gegen digitale bedrohungen:

Ihr Internetbrowser speichert Informationen, Daten und Grafiken von Webseiten, die Sie zuletzt besucht haben. Damit andere Personen diese nicht nachverfolgen können, löschen Sie die gespeicherten Daten über die Einstellungen Ihres Browsers.

Cugel

7. Dezember 2020 15:43

@Imagine

Herr Frahm wurde nicht allein mit Prestige belohnt. Man hat ihm seine Treue auch direkt  in klingender Münze vergütet, mit einem niedrig siebenstelligen Betrag, irgendwwas zwischen 2-3 Mio, wenn ich recht erinnere. Die betreffende Meldung war medial eine Randnotiz, wie die des Heiligen Joschkas Kompromatkoffers. So mies der Willy war, gegen die heutigen Chargen nimmt er sich beinahe als Lichtgestalt aus.

heinrichbrueck

7. Dezember 2020 15:51

@ Laurenz

Wir alle wurden in dieses System hineingeboren. Sie können das Geldsystem (Rothschild und den Zinseszins) nicht abwählen. Die AfD ist doch nur ein Scherz für konservative JF Leser. 2008 gab es diese Finanzkrise, deren Formel lautete: Bankrotte Banken müssen gerettet werden. Wer rettete sie? Staaten. Diese Staaten sind aber auch bankrott. Und wer leiht diesen Staaten das Geld? Banken. Bankrott rettet bankrott.

Was ist Geld?

Es geht doch hier nicht um Mitleid. Der Zinseszins ist ein Vampir, der nicht nur allen Überschuß absaugt. Die Verschuldung ist global systemimmanent. Was ist aus Deutschland geworden? Kalifate im Westen, blühende Landschaften im Beitrittsgebiet, alles so gewollt? Das Land der Nachkommen verschenken, brauchen wir nicht; aber von deutscher Politik reden, als ob in diesem Lande deutsche Politik unterwegs wäre.

Ich gehe nur noch dann zur Wahl, wenn eine Partei verspricht, alle Staatsschulden zu annulieren, ein Programm deutscher Entwicklung, kein Zinseszins. Alles andere ist eine Falle in einem Gefängnis, und politisches Theater für den Insassen. Verfügungsgewalt über Sklavenhaltergesellschaften, jedoch keine Freiheit. Ein Gott des Goldes.

Wahrheitssucher

7. Dezember 2020 17:03

@ Imagine

„Wenn Ex-Nazis oder Nazi-Verbrecher wie ein Kiesinger, ein Strauß, ein Schleyer, ein Filbinger...“

Ein „Verbrecher“ war keiner der genannten Herren, Franz Josef Strauß nicht einmal ein „Nazi“.

Ihre Qualifizierung mittels der Nazikeule entwertet ihre übrigen Äußerungen, über die sich diskutieren ließe.

Laurenz

7. Dezember 2020 17:09

@Cugel @imagine

Die Ost-Politik Brandts oder vielmehr die Egon Bahrs was total gescheitert.

Der harte Ronald Reagan hatte mit Seiner Politik Erfolg.

Hier die immer noch bemerkenswerte (heute wieder aktuelle) und sehr bewegende Rede von Ronald Reagan bei Seinem 2ten Berlin-Besuch:"Mr. Gorbachev, Open This Gate, Mr. Gorbachev, Tear Down This Wall!"

https://youtu.be/GCO9BYCGNeY

Damals war die Moral lascher als heute. Wenn das Kanzleramt heute für die Generalsekretärin dauernd Stricher engagieren würde, gäbe das einen handfesten Skandal. Früher war man eben freier, auch diejenigen an der Macht.

Cugel

7. Dezember 2020 21:04

@Laurenz

Ob die sozialliberale Ostpolitik gescheitert ist, weiß ich nicht. Müßte dazu ihren Zweck kennen. Bei den Amerikanern, egal mit welchem ihrer Chefverkäufer, fällt mir die Bewertung leichter: Mit dem Eisernen Vorhang ist der letzte Schutz gegen die Auslöschung gefallen. Willys Nutten und die hypothetischen Stricher der Großen Vorsitzenden: Selbst wenn die für solche Verwendung hätte: Solange sie treu ergeben bleibt, wird man sie auch nach Schnitzern nicht fallenlassen. siehe Volker Beck (Wie geht's eigentlich Edathy?).

Cugel

7. Dezember 2020 21:13

@Wahrheitssucher, Imagine

Schleyer hat ja nun doch einen sehr hohen Preis gezahlt. Fragt sich nur, für welche Verbrechen (abgesehen - natürlich - von seiner schrecklichen unverzeihlichen menschenverachtenden SS-Angehörigkeit, die selbstredend durch keine Strafe der Welt zu sühnen ist). Imagine wird aber die Güte haben, die Ahnungslosen  zu erhellen.
 

Franz Bettinger

8. Dezember 2020 09:00

@HBrueck schreibt "ich gehe nur noch zur Wahl, wenn eine Partei verspricht, alle Staatsschulden zu annullieren". - Aber diese Schulden hat der Staat doch bei seinen Bürgern! Wenn der Staat heute „seine Schulden“ annulliert, aka sich bankrott erklärt, dann haben die Bürger und auch Sie HBruek morgen nichts mehr auf dem Konto ihrer Bank. Und darauf läuft es ja auch hinaus. Genaus dies ist ein Element (vielleicht sogar das wesentliche), das deep state (Klaus Schwab) mit dem Großen Reset angekündigt hat: Die Bürger zu enteignen. Die können oder wollen sich das nur nicht vorstellen. 

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.