13. Dezember 2020

Netzfundstücke (69) – Angst, Visier, Energie

Jonas Schick / 38 Kommentare

Das bundesrepublikanische Establishment hat Angst. Es fürchtet das Erstarken seines substantiellsten Widersachers, seine Antithese.

Die Bundesregierung fühlt sich bedroht. Das fleißig genährte Schreckgespenst der »Gefahr von rechts« bereitet ihr schlaflose Nächte. Eine ganze Sozialindustrie, deren einzige Funktion seine Bekämpfung ist, hat den Geist bisher nicht zurück in die Flasche bekommen.

Abermillionen an Steuergeld konnten die »Rassismen«, die »Demokratiefeindlichkeit« und die Ablehnung gegenüber der »offenen Gesellschaft« nicht aus den Köpfen treiben. Also muß mehr Geld her, um den »Ewiggestrigen« den Garaus zu machen – eine Milliarde Euro für »zivilgesellschaftliche« Projekte sollen den »Demokraten« den Rücken stärken.

Daß der verabschiedete Maßnahmenkatalog hauptsächlich verlorengegangene politische Deutungshoheit zurückgewinnen bzw. diese noch weiter ausweiten soll, hat der liberale Perlentaucher-Autor Peter Mathews in seinem Artikel »Der Lohn der Angst« (hier lesen) treffend analysiert.

Begünstigte der Ausschüttung aus dem staatlichen Füllhorn sind vor allem linke Vereine, Stiftungen und »Forschungsinstitute«, die auf Basis des Geldsegens ihre Definitionen von »Rechtsextremismus«, »Rassismus« und »Antifaschismus« breit ins von ihnen so verachtete Volk tragen können.

CDU/CSU! (höflicher Hinweis für alle, die von einer bürgerlich-konservativen Koalition rechts der Mitte träumen) spendieren das Taschengeld für den Umbau Deutschlands zur Einwanderungsgesellschaft und die finale Dekonstruktion deutscher Identität. Die von Mathews aus dem Papier herausgepickten angestrebten Maßnahmen der Bundesregierung sprechen diesbezüglich Bände:

- Maßnahme Nr. 7 : Gezielte Kampagnen zur Rekrutierung von mehr Menschen mit Migrationshintergrund für den öffentlichen Dienst

- Maßnahme 8: Förderung des Projekts "Zusammenhalt durch Teilhabe"

- Maßnahme 12: unter anderem Förderung des politischen und gesellschaftlichen Engagements von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

- Maßnahme 22: Stärkung der Migrantenorganisationen durch Modellprojekte zur Qualifizierung - Partizipations- und Teilhabechancen für Geflüchtete.

- Maßnahme 74: Ausbau der Forschung zu Opfererfahrungen von Personen mit Migrationshintergrund.

Die eine Milliarde Fördergeld geht den Empfängern jedoch nicht weit genug, wie beispielsweise der offene Brief zur Unterstützung eines »Demokratiefördergesetz« zeigt, den 72 »Persönlichkeiten« aus Academia, Gewerkschaften, Wirtschaftsstiftungen und Verbänden unterzeichnet haben.

Die Verteidigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der Kampf gegen Extremismus und Rassismus erfordern nicht nur verstärkte Maßnahmen des Staates auf der Ebene von Förderrichtlinien, sondern die Stärkung von politischer Bildung und demokratischem Engagement vor Ort in Form einer eigenen parlamentsgesetzlichen Grundlage,

fordern Sie darin.

Und erhoffen sich von so einem Gesetz, »dass der zivilgesellschaftliche Einsatz für eine lebhafte und wehrhafte Demokratie und gegen jede Form von Extremismus vom Staat nicht nur in hohem Maße wertgeschätzt, sondern auch auf struktureller Ebene unterstützt wird – und zwar wirkungsorientiert, verlässlich, langfristig und sichtbar«.

Ihre zentralen Forderungen haben sie in aufdringlich fetter Schrift schön hervorgehoben. Die Absicht dahinter ist augenscheinlich: »Demokratieförderung« bedeutet in diesem Kontext nichts anderes als das Zementieren und Immunisieren der eigenen linksliberalen Vormachtstellung im System.

Jeglicher Meinung außerhalb dieses engen Korridors, speziell rechts davon, wird der demokratische Charakter abgesprochen. Ferner wäre durch solch ein Gesetz der eigene Anschluß am Fördertropf auf Dauer gewährleistet bzw. schwieriger abzustellen, als es mit der aktuellen Förderpolitik noch möglich wäre.

Indes ist ein genauer Blick auf die Liste der Unterzeichner sehr aufschlußreich: Neben fragwürdigen Persönlichkeiten wie dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime; Aiman Mazyek, und Ferda Ataman von den neuen deutschen medienmacher*innen, findet man den umtriebigen Matthias Quent vom der Amadeu Antonio Stiftung (AAS) angegliederten Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) aus Jena.

Der linksextreme »Rechtsextremismusforscher« hat seine ersten Sporen im Büro der antifaschistischen LINKEN-Abgeordneten im Thüringer Landtag, Katharina König-Preuss, verdient. Seiner gesamten »akademischen« Arbeit haftet der Geruch antifaschistischer Agitation an.

Ein Anschauungsbeispiel wohin ein derartiges Demokratieförderungsgesetz schlußendlich führen würde, bietet die aktuelle Sperrung des YouTube-Kanals des Bürgernetzwerks Ein Prozent (Sezession-Redakteur Benedikt Kaiser hat den Fall hier aufgerollt). Ebenjene Akteure der »Zivilgesellschaft«, insbesondere aus dem Umfeld der AAS, bemühen sich darum, jede dissidente Stimme mit der schwammigen Bezeichnung der »Hassorganisation« zu diffamieren und setzen die Tech-Giganten unter Druck, diese auf ihren Netzangeboten zu deplatformen.

Angesichts der jüngsten Entwicklungen ist davon auszugehen, daß die Prognose des Althistorikers David Engels aus seinem Artikel »Der große Katzenjammer – und was man tun kann« leider zutrifft:

Die kommenden Jahre werden hart, sehr hart werden für Konservative im Westen.


Das sollte jedoch kein Anlaß sein, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern das rechte Milieu noch weiter zu stärken und seinen ideellen Kern zu festigen. Wie man das auf parteipolitischer Ebene bewerkstellig, demonstriert die Junge Alternative Brandenburg, die konsequent an ihrem Kurs der Verzahnung von politischem Vorfeld und parlamentarischem Akteur festhält, mustergültig.

Ein weiterer Mosaikstein in dieser Strategie bildet ihr neuer Podcast »mit offenem Visier«. Erster Gast war Sezession-Redakteur Benedikt Kaiser, der mit Marvin T. Neumann über die Konsequenzen des Sozialparteitags in Kalkar und die Inhalte seines Konzepts des Solidarischen Patriotismus sprach:

Wie sagt man so schön in bestem YouTuber-Deutsch: Teilen, abonnieren, liken!


Derweil haben Die Kehre-Autor Jörg Dittus und ich die Zeit gefunden, uns wieder einmal zur Besprechung der neusten Ausgabe der von mir verantworteten Zeitschrift für Naturschutz zu treffen. Bei Bier und Gin diskutierten wir über die Abhängigkeit des Liberalismus von Energieströmen, warum Ökologie und Kapitalismus nicht miteinander zu vereinbaren sind und weswegen die Energiewende auf tönernen Füßen steht. Das Ergebnis können Sie sich hier anschauen:

Die dritte und aktuellste Ausgabe der Kehre zum Thema »Energie« können Sie natürlich direkt hier bei Antaios, dem größten konservativen Versandbuchhandel, bestellen (sowie alle vorherigen Ausgaben).

Und wenn Sie noch verzweifelt auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für sich selbst oder jemand anderen sind, zeichnen Sie doch hier ein Abo des einzigen konservativ-ökologischen Magazins im deutschsprachigen Raum.



Kommentare (38)

Franz Bettinger

13. Dezember 2020 10:18

Es gab schon mindestens einmal eine Zeit, in der man größte Anstrengungen unternahm, das Volk umzuerziehen - und es misslang: die Ära der Prohibition in den USA. Es wird auch der Merkel-Junta nicht gelingen, aus bloß Andersdenkenden Nazis zu machen und aus einer Maus einen Elefanten. Schon bald wenden sich die Leute ab mit Grausen.

tearjerker

13. Dezember 2020 11:11

Der Hinweis auf die Ängste der Linken trifft einen guten Punkt, wird im konservativem Spektrum aber unterschätzt und nicht richtig eingeordnet und daher auch nicht bearbeitet. Der Grund sind wohl die starken Interessenüberschneidungen in den angeblich unterschiedlichen politischen Lagern und die Taboos, denen sich die Rechte unterwirft. Wenn ich die Kehre im Netz suche, wird mir als zweites Ergebnis gleich die Immunreaktion der ‚linken Kampfpresse‘ (G. Stoltenberg) angezeigt, in der im üblichen weinerlichen und hysterischen Ton wegen rechts gebitcht wird. Der Pathologie dieser Leute muss noch vor der Politik Rechnung getragen werden, wenn man weiterkommen möchte. In diesem Sinne wird auch die im Gespräch thematisierte „Energiewende“ nur ein Erfolg sein können, so wie die „Agrarwende“ der Umgestaltung der Ukraine in den 30iger Jahren ein Erfolg war und bis heute nicht in Frage gestellt wird.

Gustav Grambauer

13. Dezember 2020 12:42

The Great Reset = 1:1 die "Kehre" des Scharlatans Heidegger.

- G. G.

Heinrich Loewe

13. Dezember 2020 12:58

Danke für den Engels-Link; dessen Text ist wirklich gut! Aber die Filmemacher: Fangt an, Euch von YouTube zu lösen, gleich konsequent von Anfang an. Es gibt Alternativen.

anatol broder

13. Dezember 2020 13:04

@ franz bettinger 10:18

der genau blick auf die drogenpolitik offenbart, dass die ära der prohibition noch lange nicht vorbei ist. beispielsweise finden verbotene rauschmittel wie t-h-c oder m-d-m-a wegen ihrer ungiftigkeit breiten anklang. auch in deutschland sind diese stoffe zu beliebt, um deren verbot als unbedeutend abzutun.

tardigrade

13. Dezember 2020 13:12

Wie man so dämlich sein kann, das "Visier"-Video in Frakturschrift und perfekter NS-(Sprach-)Ästhetik zu betiteln, erschließt sich mir allerdings nicht. So könnte rein optisch auch ein Bericht vom Reichsparteitag dahergekommen sein. Die Löschbrigade auf Youtube wird selbigen daran haben. Man mag es kaum anklicken. Ein komplettes PR-Desaster, günstigstenfalls.

Gelddrucker

13. Dezember 2020 13:33

Jeder Patriot sollte bei Facebook, Youtube etc aktiv sein, um dort den Meinungskorridor zu verschrieben. ZDF heute, tagesschau, die Kommentarspalten dort sind ein ideales Feld zum Bestellen. Wer das über die Jahre beobachtet, kann schon deutliche Erfolge erkennen. Echte Menschen, die Ansichten verbreiten sind mehr wert als irgendwelche stupiden Regierungsprogramme.

Dietrichs Bern

13. Dezember 2020 13:37

Ich halte diese Analyse für falsch. 

Die Maßnahmen sind nicht von Angst bestimmt (vor wem sollte der Politmediale-Komplex realistisch Angst haben?) sondern folgen der stringenten Strategie die Macht, die man mit dem Marsch durch die Institutionen aufgebaut hat Stück für Stück auszubauen und sich dann eben nutzbar zu machen. 

Das daraus folgende Konstrukt wird nur sehr schwer wieder abzubauen sein und darum geht es ja auch.

sok

13. Dezember 2020 13:50

Am stärksten wackelt das System im Schulbereich. Gegen die frühkindliche Sexualerziehung hat sich eine Initiative Besorgte Eltern gebildet, die sich nicht gegen rechts abgrenzt. Gegen den Gesinungsterror durch die Holocaust-Erziehung wehren sich immer mehr Schüler und Eltern. 

Ordo

13. Dezember 2020 13:50

Die Kanzlerin schützt die Demokratie. Davon ist auch meine Mutter überzeugt. Ich hingegen bin aus Schnellroda ferngesteuert, dem Hort der Reaktion. Kubitschek, dieser Rattenfänger, hat mich verführt. Und dann noch dieser Pirincci, schrecklich. Der ist Türke? Ein Feigenblatt für die völkische Agenda von Antaios,ganz klar. Im Deutschlandfunk sagen Sie das auch. Und die sind bekanntlich unabhängig, professionell und seriös. Ich habe ernste Selbstzweifel jetzt. Ich muss beten. Ich entsage dem Bösen, ich entsage dem Bösen, weiche von mir, Kubitschek, weiche von mir...

Ok, das klappt nicht. Bin wohl verloren an den rechten Ungeist. Aber es fühlt sich so gut an... Hab erstmal ein paar Bücher bei Antaios beordert, auch zum unter den Baum legen. Eins für Mutti, zwei für mich selbst. Die wird sich freuen. :-) 

Lotta Vorbeck

13. Dezember 2020 14:16

@Franz Bettinger - 13. Dezember 2020 - 10:18 AM

D'accord!

Noch mehr, viel, viel, viel, viel mehr vom Selben also.

Wer immer wieder dasselbe macht, bekommt erfahrungsgemäß auch immer wieder dasselbe Ergebnis.

Maßnahme №.7  ---> siehe "Biedermann und die Brandstifter", sorgt kurzfristig betrachtet für Unfrieden und Mißstimmung innerhalb des ÖD und wird auf längere Sicht betrachtet eine Libanonisierung des bisherigen ÖD herbeiführen.

Die Dinge werden nun zur Kenntlichkeit entstellt.

Wenn im oberen Zylinder einer Eieruhr der Sand zur Neige geht, wird sämtliches FIAT-Money der Welt es nicht vermögen, diesen Sand entgegen der Schwerkraft vom unteren in den oberen Zylinder zurück zu befördern. Die einzig wirksame Methode kennt jedes Kind: das Umdrehen der Eieruhr

 

 

Laurenz

13. Dezember 2020 15:26

Bei den Nazis wurde die Demokratie schlicht abgelehnt. Die DDR, bis auf das Verbot von Privateigentum und der Kollektivierung, unterschied sich sonst nicht vom III. Reich, trug aber den Terminus "Demokratie" sogar in der Staatsbezeichnung. Tatsächliche Demokratie hieße, daß alle Fördermittel den Wählerstimmen entsprechend aufgeteilt würden. Ist aber nicht so. Wir sind wieder in der DDR.

Die Aufhebung des Marktes, auch in der privatwirtschaftlichen Medienwelt, zeigt, daß sich weder Medien, noch linke Vereine etc,pp., selbst tragen können. Das heißt, die Motivation zum "Kampf gegen Rechts" ist rein monetärer Natur. Es weiß eben sogar jeder Linke, daß der "Kampf gegen Rechts" was für Blöde ist. Er dient nur der Linken, hat aber sonst wenig Bewandtnis. Ohne Rechts, keine Linke, die Generalsekretärin langweilt auch schon so, wie Honecker oder Ulbricht.

Gustav Grambauer

13. Dezember 2020 16:02

Anatol Broder

"der blick auf die drogenpolitik"

Der Begriff "Drogen" wurde in den 70ern auf dem Höhepunkt der Heroinwelle lanciert, weil er so schöne Assoziationen zum seriösen netten Drogerieonkel e. K. im weißen Kittel mit Halbbrille am Kettchen weckte, der die Hausfrauen aus der Hildegard-Kräuterselbsthilfegruppe so prima seriös und nett über Frauenkräutergesundheit beraten konnte.

Warum die auf dieser Einseifung gründende "Sprachregelung" mitbedienen, warum nicht klar adressieren, was es sind: Rauschgifte.

- G. G.

Lotta Vorbeck

13. Dezember 2020 16:11

@Ordo - 13. Dezember 2020 - 01:50 PM

... wir sind demnach, ohne bisher je etwas davon geahnt zu haben, zumindest Halbgeschwister.

Unterschied: Von mir bekommt unsere Mutter keine Antaios-Literatur mehr.

Lotta Vorbeck

13. Dezember 2020 16:20

@tardigrade - 13. Dezember 2020 - 01:12 PM

"Wie man so dämlich sein kann, das "Visier"-Video in Frakturschrift und perfekter NS-(Sprach-)Ästhetik zu betiteln ..."

---

Werter @tardigrade,

wer gab eigentlich den Erlaß zur Abschaffung der als "Judenlettern" bezeichneten Frakturschrift seinerzeit heraus?

Schauen Sie vielleicht mal ---> hier.

Quelle: Universität Heidelberg

heinrichbrueck

13. Dezember 2020 18:10

„Marsch durch die Institutionen“: Einen leitenden Angestellten gibt es in jedem Supermarkt. Nennt man Filialleiter, zu dem er sich hocharbeiten durfte. Er bestimmt aber nicht die Konzernpolitik.

„Die Kanzlerin schützt die Demokratie.“ Sie schützt auch die Illusionen. Die Demokratie ist nicht falsch, sie wurde nur noch nicht richtig umgesetzt. Irgendwann kommt die richtige Partei, und bis zu diesem Zeitpunkt, müssen alle weg!

„Wir sind wieder in der DDR.“ Die Innenstadt frequentiert. Keine Bürger der DDR gesehen. Und nur zwei aus der BRD.

Wer „Merkel-Junta“ sagt, macht aus einer Maus einen Elefanten. Wieso ist diese Frau so mächtig? Die ganze Welt maskiert, also muß Merkel weg? Und wenn Merkel weg ist, die Invasionsprozesse bleiben, und täglich grüßt der Seehofer: https://www.youtube.com/watch?v=wGaWg2rgQ7A 

Ordo

13. Dezember 2020 18:31

@Lotta Vorbeck

Haben Sie die Hoffnung schon aufgegeben? Also ich noch nicht. Ich glaube bei meiner schlummert noch unentwickeltes rechtes Potential. Besonders in familienpolitischer Hinsicht. Lassahns Trilogie zur Rettung der Liebe ist da wahrscheinlich ein besserer Einstieg, als meinetwegen Lichtmesz, Sommerfeld oder der Oberschurke vom Rittergut. Und unverfänglicher, ist nicht mal von Antaios, also nicht schon "kontaminiert". Damit kann ich sie ködern harhar.

Aber selbst wenn nicht, bei uns steht die Familie zum Glück immer noch vor der Politik. Ich hoffe, bei Ihnen verhält es sich genauso. 

anatol broder

13. Dezember 2020 18:45

@ gustav grambauer 16:02

ich habe bewusst nur rauschmittel mit geringer giftigkeit erwähnt. ihre liebhaber fühlen sich vom staat ungerecht behandelt. da wir über mindestens ein viertel der bevölkerung sprechen, haben die verbote deutliche politische folgen. auch die polizei wird dabei aufgerieben. die cdu und die spd, die diesen sinnlosen kampf fortführen, sind für die betroffenen nicht wählbar.

@ ordo 13:50, lotta vorbeck 16:11

ich empfehle für die mutter ein scheinbar perfektes leben von michelle hunziker.

Cugel

13. Dezember 2020 19:24

Schick über eine Folge der Zerstörung unserer Energieversorgung per "Ökostrom":"Man muß dann auf einmal Strom aus dem Ausland importieren..."
Womit schon einer der Zwecke des Projekts erreicht ist. Das Versprechen der heilen Zukunft per sogenannten "Erneuerbaren" ist eine der großen Lügen unserer Zeit. Tatsächlich geglaubt wird sie wohl nur in Europa, inbrünstig in der BRD. Sie ist Teil des Projekts der Auflösung der Nationen durch Zerstörung ihrer Industrie und Erhöhung ihrer Interdependenz. "Erneuerbare" sind auch nicht "nachhaltig". Nachhaltig ist allein die Zerstörung, die man mit ihnen anrichtet, ökonomisch wie ökologisch. Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Nutzung von Energieträgern immer höherer Energiedichte. Der Ökostromschwindel ist eine radikale Umkehr dieses Prinzips, also seinem Wesen nach reaktionär. Progressivisten sind nicht reaktionär. Man wird das ganze Ding in die Tonne treten, sobald es seinen Zweck erfüllt hat. Die Zukunft ist nuklear, und die Verantwortlichen wissen das. Ihre Propaganda steuert bereits um.

heinrichbrueck

13. Dezember 2020 19:42

@ tardigrade

Mir kam es gleich komisch vor, diese eine Milliarde für die Antiqua. Der Grund war nicht sofort klar, bis mir auffiel, daß die Summe ziemlich niedrig angegeben war.

Warum deutsche Schrift? https://www.bfds.de/wp-content/uploads/02-35_Warum-deutsche-Schrift.pdf Mehr Ästhetik geht nicht. Die Antiqua schaffte es noch nie, typographisch mitzuhalten. Eine Zweischriftigkeit wäre wünschenswert. Aber manchmal liefert Hollywood das passende Kleid.

Amos

13. Dezember 2020 20:07

Die Rede, nachdem ich sie zuerst als destruktiv empfunden habe, jetzt noch mal auf Youtube. Bei näherem Hinsehen: kein Kotau vor dem Mainstream, sondern eher ein insgesamt patriotischer Duktus. Was richtig ist: der Schwerpunkt Einigung, Sammlung, Einschwörens auf den Erfolg 2021 fehlt, stattdessen dieser Ruf zur Ordnung. Den Ärger über das Medienecho und den Streit mal beiseite: Was, wenn es beiden Seiten um eine Strategie der Macht geht?  Ist es legitim, wenn jeder darum kämpft, dass "seine" Klientel nicht verschreckt wird? Meuthen und Freunde wollen offenbar nicht, dass die Wirkung ins Bürgertum nicht durch schrille Auftritte des "Narrensaumes" (Bendikt Kaiser) kaputt gemacht wird. Kann man auf das Bürgertum großzügig verzichten? Das Bild der Burg ist insofern schief. Es ist nicht so, dass er bei Merkel oder den Medien lieb anklopfen will, um in die Burg gelassen zu werden, sondern beim Bürger, beim Wähler. Dem kann man sich nur als echte Alternative empfehlen ohne augenzwinkern mit der Vergangenheit. Hier heißt es, sich zusammenreißen, Jünger- Jünger! Die Meuthen -Beute Rhethorik verfängt nicht, wenn man ehrliches Streben nach politischer Macht zur Abwendung des täglich Schlimmeren unterstellt. Die Alternative: politische Schmollecke? Ist es nicht möglich auf schrille Töne zu verzichten, ein bisschen schlau zu sein, das ganze konservative Feld offen vor uns, von dem sich ein Söder aktuell in geradezu schamloser Wendigkeit verabschiedet?

brueckenbauer

13. Dezember 2020 20:37

Zur Fraktur: Ich würde mehr Fraktur vorschlagen, wenn es um das Schöne geht, und weniger in der Politik. So kommen alle zu ihrem Recht.

Ansonsten sagt der Artikel mir: Schnellroda ist noch alive and kicking - sehr schön, freut mich wirklich, aber werden die bisherigen Misserfolge auch analysiert, um daraus zu lernen? Oder stillschweigend abgebucht? Was ist dem mit diesem Hallenser Haus genau passiert, dessen Existenz anfangs so wichtig war und dann auf einmal nicht mehr?  Wäre doch gut zu wissen, wenn jemand anders mal anderswo wieder so ein Haus aufmachen will!

 

Rautenklause

13. Dezember 2020 22:31

Zur aufgekommenen "Fraktur" (= gebrochene Schrift) Debatte:

Über Ästhetik etc. kann man sicher geteilter Meinung sein, Wichtiger ist aber: wenn schon, dann richtig - will meinen mit langem "s" in "Visier" (ist ein An- bzw. Inlaut).

Lotta Vorbeck

13. Dezember 2020 23:38

@Rautenklause - 13. Dezember 2020 - 10:31 PM

Rautenklause ist wieder da!

Sie hatten sich aber lange absentiert.

Franz Bettinger

14. Dezember 2020 00:26

@anatol broder: Stimmt, was Sie sagen. Es gibt sie noch, die Prohibition. THC unterliegt (allerdings schon immer in der BRD) einem Verbot. In NZ stimmten gerade 48% für die Freigabe des hier sehr verbreiteten Cannabis und unterlagen knapp der Mehrheit. Geraucht wird weiter, illegal scheißegal halt. Nikotin und Alkohol (die beide tatsächlich abhängig und krank machen können) bleiben legal. Tradition halt, etwa wie das Opium-Rauchen in Asien. Mit Wissenschaftlichkeit hat das alles nichts zu tun.

Nicht missverstehen: Ich hab nichts gegen Rauschmittel, und @GG: Rausch-Gifte sind es übrigens meistens nicht. Nicht mal beim Opium ist erhöhte Sterblichkeit oder Erkrankungs-Rate nachgewiesen. Opiumraucher werden im Gegenteil uralt. Jedem sein Pläsierchen, und jedem sein selbst gewählter Tod, meine ich. DAS ist Freiheit! Immer dieses Betüteln (aka das übertrieben Betreuen)! Es gibt eh zu viele Menschen, sagt der deep state Vorsitzende Klaus Schwab. Ach, von dieser Freien Gesellschaft sind wir meilenweit entfernt, wir gehen grade in die entgegengesetzte Richtung. Deshalb Herr Kubitschek: nie den Schnaps vergessen, trotz der Unkenrufe im Forum.  // Insgesamt viele gute Kommentare! 

Slentz

14. Dezember 2020 00:31

@brueckenbauer

"Was ist dem mit diesem Hallenser Haus genau passiert, dessen Existenz anfangs so wichtig war und dann auf einmal nicht mehr?" 

Wurde eigentlich schon mehrfach erzählt: abgefackelte Autos, Einbrüche in die Privatwohnungen von Aktivisten, Angriffe mit Exkrementen und Säure, körperlicher Gewalt, kein Schutz durch die Polizei usw.. Am Ende konnte man die Gefahr für die Aktivisten vor Ort nicht mehr rechtfertigen und musste das Projekt aufgeben.

Laurenz

14. Dezember 2020 02:08

 

@Gustav Grambauer & anatol broder

Im II. Weltkrieg war die ganze kämpfende Truppe, aufgrund massiver, zahlenmäßiger Unterlegenheit, mehr oder weniger Crystal-Meth- oder Methamphetamin-süchtig. Im damaligen Jargon hieß das Zeug "Panzerschokolade". Es ist ja auch nicht lustig, bei einem Aufklärungsflug über dem Atlantik wegen Müdigkeit abzustürzen. Auch bei ständiger Gefechtsbereitschaft, wie in den letzten 3 Tagen der Bismarck, wie soll das ohne Medikamente gehen? Die permanente Gefechtsbereitschaft ging schon vor der Seeschlacht in der Dänemarkstraße los. Auch auf der Scharnhorst ging es vor Ihrem Untergang sicher nicht anders zu, 2.000 Mann, die, im wahrsten Sinne des Wortes, bis zum letzten Atemzug kämpften. Und ich kann mir auch vorstellen, daß die Wahrnehmung und Entscheidungsfähigkeit der kommandierenden Offiziere öfters durch Medikamente eingeschränkt war. 

Rausch- oder von mir aus Drogenprobleme sind meist sehr individueller Natur.

anatol broder

14. Dezember 2020 02:42

welches wort ist in fraktur schöner: frau oder fraw?

 

 

Laurenz

14. Dezember 2020 08:59

@anatol broder

Weib!

Volksdeutscher

14. Dezember 2020 09:56

@Dietrichs Bern - "....sondern folgen der stringenten Strategie die Macht, die man mit dem Marsch durch die Institutionen aufgebaut hat Stück für Stück auszubauen und sich dann eben nutzbar zu machen."

Ja, die Politik besteht aber nicht nur aus Strategie. Ihre Beschreibung könnte stimmen, aber es ist eine Beschreibung der Handlung und nicht das Motiv der Handlung. Angst kann sehr wohl das Motiv hinter jenen Handlungen sein, das die Regierenden zu jenen Handlungen animieren/evozieren/provozieren. Motiv - Absicht - Handlung - Ziel... - oder sehen Sie das anders?

Ein gebuertiger Hesse

14. Dezember 2020 11:04

@ Anatol Broder

" welches wort ist in fraktur schöner: frau oder fraw? "

Fraw ist sogar schöner, wenn man es ausspricht. Weiß jeder anständige Hesse unterhalb von Kassel noch heute und sagt: "Mei Fraw".

Ah, der Mutter- und Vaterdialekt. Unauslöschlich, eingebrannt ins verbale Gemüt. Wenn ich mal sterbe, möchte ich die letzten Worte von einem Landsmann, einer Landsfrau gesprochen hören. Alles andere wäre alles andere.

 

brueckenbauer

14. Dezember 2020 12:39

@Sientz

Die Gefahren für die Aktivisten kannte man doch vorher. Und manche kann man ganz gut vermeiden. Wenn Autos abgefackelt werden, kommt man halt nicht mit dem Auto. Oder war das auch nicht "zumutbar"? Außerdem: Wer mutete denn da wem etwas zu? Wollten die Aktivisten selber sich das nicht mehr zumuten, oder wollte jemand anders das den Aktivisten nicht mehr zumuten? Und was für eine Botschaft geht davon aus, wenn Antifa-Gruppen lernen, dass sie so ein Haus binnen weniger Jahre eliminieren können. Welche Rückwirkungen wird das auf zukünftige Hausprojekte in anderen Städten haben?

Bei solchen Entscheidungen geht es in Wirklichkeit immer um eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Mein Eindruck ist, dass der Nutzen nicht so groß war , wie man sich vorgestellt hatte - denn die Kosten waren von Anfang an bekannt.  Das Haus wurde so aufgegeben, wie eine Filiale aufgegeben wird, wenn sie nicht den geplanten Umsatz erwirtschaftet.

Volksdeutscher

14. Dezember 2020 13:09

@Ein gebürtiger Hesse - Die niederländische Schreibweise des Wortes ist noch schöner, die Niederländer schreiben es als vrouw bei gleichlautender Aussprache. Man könnte die deutsche und die niederländische Schreibweisen kombinieren und Frouw daraus machen.

KlausD.

14. Dezember 2020 14:48

@brueckenbauer  14. Dezember 2020 12:39

"Die Gefahren für die Aktivisten kannte man doch vorher."

Kannte man nicht, behaupte ich mal, zumindest nicht so, wie sie sich dann später darstellten. Ich selbst habe mehrfach an Veranstaltungen in dem Hause teilgenommen, in größeren zeitlichen Abständen, und jedes Mal derselbe kriegsähnliche Zustand mit grölenden, drohenden Antifahorden, die nur durch ein ziemlich großes Polizeiaufgebot auf Abstand gehalten wurden. Ein Alptraum, hätte ich so nie für möglich gehalten. Ich hätte gedacht, daß die Aufregung mit der Zeit abflacht und eine Art Normalität einkehrt. Aber das Gegenteil war der Fall, das Regime setzt zum Kampf gegen patriotische Kräfte rigoros "Himmel und Hölle" in Bewegung. Eine nochmalige Steigerung des Vernichtungswillens stellten dann die nächtlichen Angriffe mit massiven Sachbeschädigungen der Fassade, Eingangstür, Fenster und Bedrohung von Leib und Leben dar (Polizei nur passiv, nicht vor Ort!). Angesichts dieser Umstände hätte ich schon früher die Reißleine gezogen ...

anatol broder

14. Dezember 2020 16:13

@ franz bettinger 00:26

die weltgesundheitsorganisation strich vor zwei wochen den hanf von der ganz bösen liste. wenn kamala harris demnächst tatsächlich das weisse haus übernimmt, wird sie wahrscheinlich die landesweite freigabe des hanfs umsetzen. zusätzlich wird sie auch die entsprechenden verbrecher begnadigen. das allein wird harris zur ikone der gerechtigkeit machen, egal wie viele kriege sie zeitgleich anzettelt.

@ ein gebuertiger hesse 11:04

danke für das bekenntnis.

H. M. Richter

15. Dezember 2020 07:54

 @anatol broder / @volksdeutscher

 

Noch bei Walther von der Vogelweide heißt es mit wunderbaren Diphtongen in frouwe und bluomen u.a.:

‚Nemt, frouwe, disen kranz!‘

alsô sprach ich zeiner wol getânen maget.

‚Sô zieret ir den tanz,

mit den schœnen bluomen, als irs ûffe traget.

Schon damals war alles nur ein troume, ein Traum ...:

do ich sô wünneclîche

was in troume rîche,

dô taget ez und muos ich wachen.

Doch war es von dort bis zur frô welt in seiner Alterslyrik noch ein weiter Weg.

Volksdeutscher

15. Dezember 2020 12:06

@H.M.Richter - Besonders schön ist die zweite Strofe:

do ich sô wünneclîche

was in troume rîche,

dô taget ez und muos ich wachen.

 
 

Glast

16. Dezember 2020 09:19

Wiep und frouwe haben ja im Laufe der Jahrhunderte die Bewertung getauscht. Weib, heute negativ konnotiert, war früher als wiep positiv konnotiert. 

Und wie ist wie ich finde ein wunderbares Wort. 

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