20. Dezember 2020

Sonntagsheld (168) – Die Hunde pfeifen‘s von den Dächern

Gastbeitrag / 30 Kommentare

PENG-Kollektiv? Zentrum für politische Schönheit? Schnellroda? Wir rätseln.

Lange Zeit galt die CDU, und in ihr insbesondere das Merz-Lager als Bollwerk amerikafreundlicher Gesinnung. Das könnte sich nun ändern. Scheinbar unbemerkt von den wachen Augen der Blackrock-Schergen, der sinistren Herrenrunden und der ambitionierten Umsetzer des parteiinternen Hygienekonzeptes hat sich ein Maulwurf in den zigarrengeschwängerten Gleichklang des transatlantischen Ensembles geschlichen.

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Seit Jahren immer knapp unter dem Radar befindlich, hat sich Linnéa Findeklee alias “Dr. Konservativ” mit stetigem Fleiß eine (sicherlich vornehmlich männliche) Unterstützerschaft (vulgo: Fanbase) in der Union erarbeitet.

Allein das Füllen des obligatorischen “Parteifreunde-Fotoalbums” - ein Muß für jeden Nachwuchspolitiker – dürfte Jahre gedauert haben. Und doch: Die strebsame Niedersächsin (nach Eigenangabe: „Islamkritiker. Sturmfest. Erdverwachsen. Hardliner.”) ließ sich von ihrer Mission nicht abbringen.

Neben Bildern mit Peter Altmaier und Werner Patzelt errang sie durch ambitionierten Selfie-Einsatz sogar das begehrte neokonservative „M-Triple” (Mitsch, Maaßen, Merz); bis Juni war sie zudem Vorstandsmitglied der niedersächsischen Werte Union. Bis dahin war es ihr stets gelungen, die inhaltliche Banalität der Auswürfe ihrer Parteikollegen mit großer Liebe zum Detail und zur Belanglosigkeit nachzuahmen.

Man führe sich etwa diesen Passus eines am Hohenzollerndamm geführten Interviews zu Gemüte:

Wir stehen für eine bürgerlich-konservative Politik. Genau dafür steht auch unsere CDU und die CSU, nur unter Merkel gerieten die konservativen Werte und unsere Kernthemen in Vergessenheit.”

Herrlich! Das flutscht so richtig runter, wie ein McFlurry zum Frühstück. Zum guten Ton in diesen Reihen gehört allerdings nicht nur die wortreiche Kritik an der Kanzlerin, sondern auch die stillschweigende Vereinbarung, daß dieselbe immer so zu üben ist, daß sie möglichst folgenlos bleiben möge. Und so mußte Linnéa Findeklee schmerzhaft lernen, wie schnell man auf so einem gutgeschmierten Parteiparkett ausrutschen kann.

Kaum ein paar Tage nach einem bissigen Kommentar über Angela Merkels Schulzeit, welche diese offenbar unter anderem an der Seite der linkextremen Verfassungsrichterin Barbara Borchardt verbrachte, flog die liberal-konservative Nachwuchshoffnung in hohem Bogen aus der Werte Union hinaus. Vielleicht war dieser Rausschmiss das Startsignal, jedenfalls hat Findeklee nun begonnen, ihre offenbar lange ausgeklügelte Zersetzungsstrategie in die Tat umzusetzen.

Im Rahmen einer genau orchestrierten Aufklärungskampagne konfrontiert die 23-Jährige seit einiger Zeit ihre immerhin fast 17.000 Follower mit den üblen Folgen der transatlantischen Inverventionspolitik in Europa und dem Rest der Welt. Die notwendige Behutsamkeit bei der allmählichen Aufklärung ihrer Unterstützerschaft beherrscht sie dabei gekonnt.

„Soldaten Schützen – Drohnen beschaffen“

schreibt sie etwa am 16. Dezember auf Twitter – das ist subversiver Zynismus mit doppeltem Boden, wie man ihn seit der Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama nicht mehr gesehen hat.

Wenige Tage später legt Findeklee sogar noch nach, diesmal geht es um die Rolle der Vereinigten Staaten bei der voranschreitenden Einvermarktung der Restwelt:

„Stellt euch bitte mal eine Welt ohne die USA vor. Kein WhatsApp, kein Twitter, kein Facebook, kein Apple, keine Jeans, kein Starbucks, kein McDonalds, kein Hollywood und keine Demokratisierung in vielen Teilen der Welt.“

Ich weiß nicht, wer außer Lichtmesz mit dem Satire-Account Titania McGrath vertraut ist, aber an luzider Genialität steht Findeklees Parodie einer neokonservativen Nachwuchspolitikerin diesem Phänomen wirklich in nichts nach. Und dabei ist sie auf der Höhe der Zeit: McDonald‘s und Hollywood müssen sein, klar. Die gläserne Reliefflasche mit dem roten Etikett hingegen scheint als transatlantisches Symbol schon auf dem Rückzug zu sein, hier tritt nun das Netzwerk der großen Datenverwerter in den Vordergrund.

Sogar an das deutsche Trauma der Reeducation traut sich Findeklee heran:

Die USA hat unser Demokratieverständnis und unsere Geschichte entscheidend mitgeprägt. Ohne die USA wäre unsere westliche Gesellschaft und Deutschland nicht dort, wo wir heute sind. Das Land ist in vielen Bereichen Motor von Innovation und Veränderung. @Transatlantiker

Wirklich: Wann wurden die Umerziehung der Deutschen durch die alliierte Besatzungsmacht zuletzt mit so deutlichen Worten – und das aus der CDU! - angeprangert? Ich halte diese Unterwanderung für eine veritable, wenn auch sehr aufwendige Strategie. Wer indes bereit ist, so langfristig zu planen und genug molluskenhaften Weichkäse von sich zu geben um irgendwann weit genug ins Rampenlicht gerutscht zu sein, damit die eigenen roten Pillen nicht im wertkonservativen Gleichklang untergehen, der möge sich also Frau Findeklee anschließen.

Bleibt nur die Frage, wem eine solche Teufelei zuzutrauen ist? Ähnlich kreative Aktionen kennt man sonst vor allem von Links - etwa vom PENG!-Kollektiv, oder dem Zentrum für politische Schönheit. Andererseits:
Wer weiß schon, welche Fallnetze der Chef in der Düsternis seines kerzenbeleuchteten Rittergutes spinnt, wenn am späten Abend der letzte Podcast eingedreht ist. Mit Kollegin Kositza verfügt er in jedem Fall über eine twittergeschulte Komplizin, die mit den zeichenbeschränkten Untiefen der Schnellnachrichtendienste wohlvertraut ist.

Was ich jedenfalls weiß ist, daß unserem Lager trotz Allem ein gewisses Maß an politischer Boshaftigkeit zuzutrauen ist. Wer immer also die Idee zum Satireprojekt "Linnéa Findeklee" hatte - er möge vortreten und seinen Lorbeerkranz beanspruchen! Bis dahin wünsche ich allen Lesern einen besinnlichen vierten Advent und immer genug Coca Cola im Kühlschrank.


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Kommentare (30)

Amos

20. Dezember 2020 16:59

Hallo Herr Wessels, bitte nicht so gehässig! Muss man nicht froh sein um jeden/ jede auf (im Großen und Ganzen) unserer Seite? Die Frage, was ist konservativ? Scheint ja kein so dünnes Brett zu sein. Viel Literatur wäre nicht geschrieben worden und Roger Scruton wäre nicht zu dem sagenhaften Schluss gelangt: „Konservatismus ist Liebe*“, wenn alles so einfach wäre. 

*seit Neuestem auch „Liebe“ sind:„Impfen“, bzw. gerade nicht Impfen, für oder gegen Coronamassnahmen demonstrieren, je nachdem wie man gerade (oder „quer“, mit einem „e“) in die Welt hineinblickt...

Maiordomus

20. Dezember 2020 17:24

Ja, wieso sollte man solche Stimmen nicht schätzen? Sie bringen mehr Leute zum Nachdenken als blosse insichselbereinige Blasen. 

Cugel

20. Dezember 2020 17:28

Zu meiner Schande war mir die heutige Sonntagsheldin bislang unbekannt.
Wackere Patriotin fürwahr.
Echter Gnadenhammer, so hübsch geht Widerstand.
Linnéa for Buntesgansler!

In schier besinnungslose Euphorie versetzte mich aber folgendes:
https://junge-transatlantiker.de/blog/2020/09/26/verstaerkung-eingestellt/
Ehrenwerte Gesellschaft, mit passendem Ehrenvorsitzenden.
@Amos: Soviel zu "auf unserer Seite".

Maiordomus

20. Dezember 2020 17:32

Als Jünger-Leser muss man sich, obwohl der alte Herr  in Wilflingen  das Leben eines aristokratisierenden Grossbürgers führte, zumindest dem Wertordnungsrahmen des Bürgertums nicht eingedenk fühlen, zumindest nicht mit dem Bürgertum, das sich längst nicht mehr im Geist von Fontane selber versteht, siehe zwar noch den frühen Thomas Mann. 

RMH

20. Dezember 2020 17:50

Es weihnachtet und in China ist endlich mal wieder ein Sack Reis umgefallen ... so ungefähr interpretiere ich diesen Beitrag.

Solution

20. Dezember 2020 22:09

Solange es noch genug Strohhalme gibt, die man greifen kann, besteht Hoffnung?

Maiordomus

20. Dezember 2020 23:00

PS. Natürlich ist, bei aller dichterischen Grösse zumal Fontanes, der Geist des von ihm geschilderten Bürgertums bei allen achtbaren Qualitäten für heute natürlich nicht mehr vorbildfähig. Am ehesten gilt es aber noch für den Bürger Fontane; der wohl grösste deutsche Romanschriftsteller und der einzige, der es mit den grossen Franzosen, Briten und Russen an "Erzählpranke" wirklich aufnimmt; wenn wir hier schon bei einer Debatte auch um literarische Werke sind, siehe die fünf wieder sehr gut gemachten Serien von Buchempfehlungen. 

Simplicius Teutsch

20. Dezember 2020 23:10

„... liberal-konservative Nachwuchshoffnung ...“ - Ich glaub, ich hab den Witz nicht verstanden, auch wenn es die Hunde von den Dächern pfeifen. Aber ich bin deswegen nicht traurig und will auch nicht weiterrätseln.

Ob die Toten Hosen oder in kurzen Hosen, - ein klar positionierter Gegenspieler der Rechten ist der Bundesliga-Fußball-Profi Leon Goretzka.

„Die AfD ist eine Schande für Deutschland“,

posaunt der Mittelfeldspieler gerade in den Qualitätsmedien mit „Sorge“ hinaus und wundert sich doch tatsächlich, dass er von Anhängern der AfD „angefeindet“ wird, bloß weil er sie in guter Absicht zum Mahnmal der bundesrepublikanischen Schande stigmatisiert.

Der FC Bayern-Millionär hat nur Gutes im Sinn und will mit seinen Haßkommentaren, wenn ich ihn recht verstanden habe, eine Wiederholung der deutschen Geschichte verhindern, indem er seine Bekanntheit einsetzt und an alle appelliert: „Der Besuch eines Konzentrationslager sollte für jeden eine Pflichtveranstaltung sein.“

Also, nicht nur banale Maskenpflicht, Impfzwang und allerspätestens um 21 Uhr : Husch! Husch! In's Haus. (Ausgangssperre zumindest in Bayern). - Sonst beißen dich die Hunde!

brueckenbauer

21. Dezember 2020 02:01

Ich lese ja nun vor allem Blogs der amerikanischen Rechten - gerade wegen des leicht sarkastischen Untertons, der da generell sehr verbreitet ist.

Wessels kommt da nicht heran. Der Sarkasmus ist so überdreht und dadurch wieder schwerfällig, vor allem: Man muss mühsam rekonstruieren, worauf genau er sich stützt und woran er Anstoß nimmt.  In solchen Stilfragen sind die Amis uns weit voraus und wir können viel von ihnen lernen.

Franz Bettinger

21. Dezember 2020 03:07

Wenn schon Heldin, dann eine andere. Der Linnéa Findeklee entgegen setze ich die eloquente Carolin Matthie (28). Sie ist wirklich eine von uns. Carolin studiert Physik und Informatik, ist Sportschützin, Model, seit 2018 in der Politik und nun im Vorstand der AfD Treptow-Köpenick. Sie zähle ich zu den Jungen, die wichtig sind und in höhere Positionen aufsteigen sollten. https://de.everybodywiki.com/Carolin_Matthie und https://www.facebook.com/carolinmatthie/  

RMH

21. Dezember 2020 09:27

Indes erleben einige Flugzeugladungen an Passagieren aus UK, was es bedeutet, Bürger und Mensch in diesem Land zu sein und wie schnell man in umfunktionierten Bereichen von Wartehallen separiert und konzentriert werden kann. Wenn nur bei wenigen davon jetzt der Prozess des Nachdenkens eintritt, werden sie hoffentlich zur Schar der für den Staat Verlorenen stoßen.

Volksdeutscher

21. Dezember 2020 09:55

Linnéa Findeklee kenne ich nicht, schon allein ihr Nachname erzeugt in mir tiefes Mißtrauen. Wem es damit ebenso ergeht wie mir, der weiß, warum. Ohne mit ihrer politischen Fähigkeiten, Taten und Erfolgen vertraut zu sein riskiere ich ein Urteil: Karrierefrau, die bei allem politischen Wind und Wetter vorankommen will.

Wenn ich nun auch meine naive Empfehlung machen kann, dann wäre meine Heroine Wiebke Muhsal. "Weibchen" verschwand leider vor einiger Zeit aus der Öffentlichkeit. Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein nach ihr.

Von Franz Bettinger empfohlene Caroline Matthie ist wirklich eine ästhetische Nummer. Wenn ihre politischen Fähigkeiten ihren politischen Ambitionen in nichts nachstehen, sollte sie gefördert werden. Die Erkennbarkeit politischer Zuverlässigkeit bei ihrem Alter ist jedoch nicht einfach. Ihr Äußeres erschwert nur deren objektive Einschätzung.

Flaneur

21. Dezember 2020 10:26

Linnea Findeklee als deutsche Titania McGrath? Natürlich! Sie haben mir die Augen geöffnet, Herr Wessels. Das wirft allerdings die Frage auf, ob die Werteunion selbst nicht vielleicht auch nur Satire ist. Und wenn ja, welcher hinterfotzige Geist steckt dahinter und lacht sich heimlich ins Fäustchen?

Ein gebuertiger Hesse

21. Dezember 2020 10:36

@ Volksdeutscher und Bettinger

Erfreulich, daß sich die Frage, "Ist die junge Dame nur hübsch oder stimmt sie auch politisch?" überhaupt mal wieder stellt. It's been a while.

MartinHimstedt

21. Dezember 2020 13:35

Sie ist 23 und mir definitiv lieber, als 95% der anderen Menschen in dieser Partei. Außerdem hat sie schon heftige Repression innerhalb der eigenen Reihen erfahren, weil sie mal "Grüß Gott" zu jemandem aus der AfD gesagt hat. Eine derart attraktive Frau überzeugt mehr Menschen als hundert Höckes. Als angehende Medizinerin gehört sie wohl auch nicht zu den dümmsten Teilen unseres Volkes. Ich finde, wir sollten uns nicht über sie lustig machen. 

Ordo

21. Dezember 2020 13:38

Etwas mehr Nachsicht bitte. Wir Jungen sind mit der vollen Dröhnung US-Kultur aufgewachsen. Sesamstraße und Sendung mit der Maus waren schon Ende der 90er bei uns nicht mehr angesagt, dafür Entenhausen und Gotham City umso mehr. Am Wochenende haben wir unsere Eltern angebettelt, um bei MC Donalds Burger zu essen.

Erst nach intensiver Lektüre konnte ich diese Prägung teilweise wieder ablegen, obwohl ich wahrscheinlich trotzdem immer noch weniger Abneigung gegenüber dem "großen Bruder" in Übersee hege, als der Großteil der deutschsprachigen Rechten. Zumindest die US-Paläokonservativen kann man immer mit Gewinn lesen. 

anatol broder

21. Dezember 2020 13:57

@ brueckenbauer 2:01

Der Sarkasmus ist so überdreht und dadurch wieder schwerfällig, vor allem: Man muss mühsam rekonstruieren, worauf genau er sich stützt und woran er Anstoß nimmt. 

bei diesem text geht es mir genauso.

RMH

21. Dezember 2020 14:20

@Ordo,

Nicht nur die Paläokons.  - vieles von der amerikanischen Literatur. So halte ich bspw selbst Fenimore Cooper in Bezug auf das Indianerthema für realistischer und authentischer als bspw. Fernau.

Die kleinen, naiven Atlantiker träumen doch nur von ihrer eigenen Karriere und plappern nach, was gefällt. Ihre Spiegelung erhalten sie bei Rechten und Linken, dir ihrerseits die vermeintliche Ursache Nr. 1 gefunden zu haben glauben. 

Volksdeutscher

21. Dezember 2020 14:39

@MartinHimstedt - Ästhetische Eigenschaften von Politikern müssen ihren politischen Taten untergeordnet werden. Die Politik als die Sphäre der Moral muß strengstens von der Kunst als die Sphäre der Ästhetik unterschieden werden. Was haben wir davon, wenn ein Politiker ein Hingucker ist, aber nur Unsinn erzählt, sein Wort bricht und gegen seine Aussagen handelt, weil der neue Wind es von ihm so erfordert? Wir sollten eine Politikerin auch nicht betrachten und behandeln, als wären wir in sie verliebt.

Ich finde übrigens, daß Björn Höcke nicht nur ein fähiger Politiker, sondern auch ein attraktiver Mann ist (das sage ich, der ich ihn schon des öfteren kritisierte und noch kritisieren werde). Die Größe und die Fähigkeiten, die Höcke aufweist, werden wir vergeblich bei Frau Findeklee suchen (das ist keine Frage des Geschlechtes). Mögen Sie selbstverständlich recht haben und Frau Findeklee mit ihren politischen Taten uns eines Tages überzeugen. Hatte uns nicht der verblichene Helmuth Schmidt mal erzählt, sein Widerstand im III. Reich bestand darin, nicht mit Heil Hitler, sondern mit Guten Tag gegrüßt zu haben?

Cugel

21. Dezember 2020 15:30

Als Sonntagsheld weit besser geeignet wäre dieser US-Amerikaner, Betreiber eines Fitneßstudios, der sich dem Maulkorbzwang widersetzt:

https://videos.files.wordpress.com/7kPtJgQx/gym-owwer-1_dvd.mp4

Waldgaenger aus Schwaben

21. Dezember 2020 19:54

Satireprojekt "Linnéa Findeklee"?

Ne, Leute, die Dame ist echt. Sie muss echt sein. Kein Satireprojekt würde sich je so einen Namen ausdenken.

heinrichbrueck

21. Dezember 2020 21:22

"Man muss mühsam rekonstruieren, worauf genau er sich stützt und woran er Anstoß nimmt.  In solchen Stilfragen sind die Amis uns weit voraus und wir können viel von ihnen lernen."

Nö. Man muß zuerst die Kommentare lesen, dann Wessels' Beitrag. 

Laurenz

22. Dezember 2020 01:58

Irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft, waren wieder alle beim Widerstand, diesmal beim Widerstand gegen Merkel.

Laurenz

22. Dezember 2020 02:01

@Ordo (1)

Da liegt einfach nur an Ihren Eltern, wenn Sie denn welche haben/hatten.

Gotham Moloch wird zwar für die 7 Kinder der KKs ein  Begriff sein, aber Grimms Märchen oder generell Deutsche Dichtkunst wohl geläufiger.

Comics wurden in den USA wohl erfunden, weil so wenig Leute lesen & schreiben konnten. Früher waren auch auf den Kassen-Tasten von MCDoof Hamburger & Salat-Bildchen eingepflegt, weil auch Analphabeten damit klar kamen. 

Die Superhelden-Geschichten sind im Grunde überzogene Krimis, also Erlöser-Geschichten, die Konsumenten an entsprechende Lebensumstände gewöhnen sollen. Mir persönlich ist aber ein Erlöser "Hercule Poirot" von Agatha Christie lieber, auch wenn Agatha Christie, wie die "Toten Hosen", System-Schranze/n - und Deutsch-feindlich war/sind.

Das muß man auch nicht alles ganz so eng sehen. Aber welches Kind weiß denn, ab welchem Punkt es in einer Prägungs-Phase mißbraucht wird?

Ein gebuertiger Hesse

22. Dezember 2020 07:17

@ Cugel

Tolles Video, danke. "Free men don't ask permission. Or forgiveness." Sowas gerade in dieser Zeit gesagt zu bekommen, erdet.

Mboko Lumumbe

22. Dezember 2020 07:36

Linnéa Findeklee habe ich zuvor nie gehört und jetzt kenne ich halt den Namen, genügt auch erst mal.

Würdige Sonntagshelden sind für mich alle LT-Abgeordneten von Sachsen-Anhalt, die standhaft geblieben sind gegen die Erhöhung der ÖRR-Gebühren und diese (zunächst?) verhindert haben. Zumindest wurde dieses überaus wichtige Thema ÖRR wieder sichtbar und wird diskutiert mit Blick auf Reformen.

Der MP Haselhoff sagt gemäß WeLT, der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow hat den Abgeordneten erklärt, dass sie in diesem Verfahren im Grunde nur eine notarielle Funktion hätten. Also dem Vertrag zustimmen müssten. Später hat er gesagt, sie seien „Verantwortungsverweigerer“.

Allein für diese Hybris sollte Buhrow sofort entlassen werden, doch er dient damit einer guten Sache, nämlich seiner Abschaffung. So gesehen kann man auch Buhrow als Sonntagshelden sehen.

anatol broder

22. Dezember 2020 12:44

findeklees begründung für ihre standhaftigkeit hat schon satirische züge:

Mein Traum ist die konsequente und harte Abschiebung aller abschiebeflichtigen Migranten, eine Trennung zwischen Asyl und Einwanderung, sowie ein Einwanderungssystem nach kanadischen Vorbild. Dafür werde ich auch weiter in der CDU rumstänkern und mich keinen Zentimeter bewegen. [2020-12-21]

Ordo

22. Dezember 2020 14:05

@Laurenz

Damit hatten meine Eltern recht wenig zu tun. Ich bin zumindest noch mit klassischen deutschen Märchen in Berührung gekommen, weil wir die entsprechenden Bücher noch zuhause hatten. Anziehender waren aber natürlich schon damals die US-Superhelden und sonstige Zeichentrickexporte. Ich und mein Bruder sind am Wochenende extra früh aufgestanden, um auf Pro 7 den Zeichentrickmarathon anzuschauen. Meine Eltern lagen da noch im Bett. Später haben sie uns sogar verboten Dragonball zu schauen, ich war so wütend.

Der Einfluss der Eltern auf die Kindesentwicklung ist zwar immer noch beträchtlich, nimmt aber stetig ab. Popkultur und Social Media werden die Erzieher der Zukunft sein, unter subtiler staatlicher Lenkung. 

Volksdeutscher

22. Dezember 2020 15:13

@anatol broder - Das nennt man einen Schritt nach vorne, einen zurück. Sie ist genauso ein Befürworter der Einwanderung - sie sagt es selbst - nur, sie versucht es durch scheinbar markige Worte zur Täuschung der Dümmsten der Dummen zu übertünchen. Bei mir kommt sie damit nicht an. Widerlich ist diese Rethorik.

Götz Kubitschek

22. Dezember 2020 22:10

Feierabend.

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