14. Februar 2021

Sonntagsheld (173) – Die Einschläge kommen näher

Gastbeitrag / 33 Kommentare

Entscheidungsfreudige Zeiten

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Am gestrigen Samstag hat das französische Innenministerium erste Schritte zur „Auflösung“ der Generation Identitaire eingeleitet. Ganz überraschend kommt dieser Schritt nicht, über die Hintergründe lässt sich dennoch einiges mutmaßen.

Offiziell werfen die Behörden der GI vor, „zum Rassenhass angestachelt“ zu haben, als sie Ende Januar zwischenzeitlich einen französisch-spanischen Grenzübergang besetzten, um gegen die desaströse Einwanderungs- und Sicherheitspolitik der Republik zu protestieren.

Auffällig ist jedoch auch die zeitliche Nähe zu einem umstrittenen „Gesetz zur Stärkung der Prinzipien der Republik“, mit dem Macron stärker gegen radikale Islamisten vorgehen möchte. Es wäre nicht das erste Mal, das eine europäische Regierung im Rahmen der „Extremismusprävention“ versucht, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Der Vorgang erinnert nämlich durchaus an das derzeit verhandelte Lambda-Verbot in Österreich, welches das Kurz-Kabinett als großzügige Dreingabe an den grünen Koalitionspartner einem ebenfalls gegen Islamisten gerichteten Gesetzesentwurf beifügte. 

In beiden Fällen ist rein juristisch das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Hürden für ein Organisationsverbot sind in Frankreich verhältnismäßig hoch. Während in der Bundesrepublik Mitglieder der außerparlamentarischen Opposition meist erst im Rahmen einer Hausdurchsuchung vom Verbot ihrer politischen Gruppe erfahren, sind die entsprechenden Gerichtsverhandlungen dort in der Regel vorgeordnet. 

Es gibt also Grund zur Hoffnung. Bisher endeten alle relevanten Repressionsverfahren in Frankreich, wie auch in Österreich mit Freisprüchen. Erst im Dezember gewannen Mitglieder der Generation Identitaire, die aufgrund ihrer Teilnahme an der „Defend Europe Alps“-Mission im Jahr 2018 angeklagt und verurteilt wurden, ihr Berufungsverfahren und wurden von allen Vorwürfen freigesprochen.

Ein gutes Zeichen ist zudem, dass die Aktivisten nicht alleine dastehen: Mit Marine Le Pen vom Rassemblement National und ihrer Nichte Marion Maréchal konnte die GI bereits zwei prominente Fürsprecherinnen gewinnen, die sich gegen ein Verbot der Organisation aussprachen.

Wie tragfest diese Solidarität zwischen Straße und Parlament ist, das wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Einstweilen liegt der Ball bei der Generation Identitaire, die nun zehn Tage Zeit hat, um ihre juristischen Einwände gegen die Zwangsauflösung vorzutragen.

Dass meine Kameraden in Frankreich diese Zeit sinnvoll nutzen werden, steht außer Frage. Dass Aufgeben keine Option ist auch und so verbleibe ich in dieser Stunde weder betrübt noch zornig, sondern vor Allem gespannt darauf, zu welchem Morgen uns dieses Abenteuer am Ende noch führen wird.


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Kommentare (33)

limes

14. Februar 2021 21:50

»Sichere Grenzen seien eine wesentliche Voraussetzung für eine wirksame Terrorismusbekämpfung«, sagte laut WELT eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums zwei Tage nach Merkels illegaler Grenzöffnung. Dreist möchte man sagen.

»In Saudi-Arabien nehmen deutsche Polizisten an einem höchst umstrittenen Einsatz teil. In demselben Land, in dem der Blogger Raif Badawi zu zehn Jahren Haft und 1000 Stockhieben verurteilt worden war, bilden Bundespolizisten saudi-arabische Grenzschütz er aus«, so in dem oben zitierten WELT-Beitrag vom 07.09.2015.

Was  also ist der Génération Identitaire vorzuwerfen, die demonstriert, wie die Grenzen eines europäischen Landes geschützt werden könnten, und nicht etwa die Grenzen eines 1000-Stockhiebe-gegen Dissidenten-Regimes?

Lotta Vorbeck

14. Februar 2021 23:19

@limes - 14. Februar 2021 - 09:20 PM

"... Wie absurd, dass die Hauptstrom-Konsumenten nicht stutzig werden, wie willkürlich Grenzen geschlossen und geöffnet werden! Um dass zu begreifen, braucht es doch nicht einmal freie Medien, möchte man meinen."

---

Das Schlucken einer kleinen, rot dragierten Pille würde genügen, möchte man meinen.

 

anatol broder

15. Februar 2021 00:01

(zum sonntagsheld nr 164)

vor 3 monaten besprachen wir hier die besonders faulen helden vom deutschen staats­funk. ich behauptete, dass mich diese filmchen zu sehr an echte werbung von nahrungs­mitteln erinnern. ihr erscheinen brachte ich mit einer heran­nahenden versorgungs­krise zusammen.

vorgestern meldet saarland:

als erstes bundesland wird das saarland ein werbeverbot beschliessen für produkte, die nicht zum täglichen bedarf oder zur grund­versorgung gehören.

die uploadfilter (faq) kommen jetzt plötzlich auch. es bleibt spannend. mahlzeit.

Laurenz

15. Februar 2021 01:12

Unter solchen miesen Juntas in West-Europa ist es ja auch angebracht, sich nicht so offensichtlich zu benennen. Kaninchen-Züchter-Verein zur Rettung aussterbender heimischer Arten, ist weniger auffällig.

Franz Bettinger

15. Februar 2021 05:12

Parabel zu „Wehret den Anfängen“ 

Hans läuft mit einem Sprühgerät durchs Dorf. Die Polizei wird gerufen. „Was versprühen Sie denn da?“ „Etwas gegen Krokodile.“ "Hier gibt’s keine Krokodile!“ „Aber nur, weil ich was dagegen tue!“ „Ist ja toll. Das machen wir bekannt.“ Die Maisernte fiel schlecht aus, Kühe verendeten, ein paar Kinder hatten Hautausschläge; ein Verdacht kam auf. "Aber das ist doch weniger schlimm als Krokodile, die die Kinder fressen.“ Das sah jeder ein, denn Fakt war: Seit Hans sprüht, wurde kein Krokodil mehr gesichtet.

Franz Bettinger

15. Februar 2021 06:16

Was tun die Identitäten? Und was wir auf SiN? Wir wärmen uns am Feuer unserer eigenen Subkultur. Das ist schön. Ich möchte es nicht missen, bevor wir alle früher oder später im Feuerofen enden. Also, tun wir wie die Kinder: Nehmen wir unser Spiel (unsere Kommentare, Aktionen) todernst, auch wenn wir tief im Innern ahnen, dass es ein Spiel ist, das wir nicht gewinnen werden. Seitdem ich mich bemühe, ein wenig spiritueller zu werden - lacht nur! - geht es mir etwas besser. Das Spiel mit dem Glauben an ein Jenseits tut mir gut. Die Devise ist ganz klar: Das Beste geben. Immer. 

RMH

15. Februar 2021 10:00

Sog. "Aktivismus" ( was für ein Ka.. - Wort!) in Form von offiziellen Vereinen und Verbänden mit Logos etc. überlebt sich auch unabhängig von Verboten seit einiger Zeit. Die Corona- Isolation spielt zusätzlichen Totengräber, siehe das Vereinswesen allgemein.

Berufs- Rechte wie Sellner sind auch schon mehr oder weniger weitergezogen. Für einen Konservativen ist ein Abgesang natürlich schwer zu ertragen, aber ich denke, Good Bye, Identitäre, rechtzeitig auf zu neuen Ufern, ist sinnvoll.

Maiordomus

15. Februar 2021 12:04

@Wessels. Ihre Solidarität mit den "Kameraden" in Frankreich, was schon fast nach Front riecht, sei Ihnen unbenommen und ist auch wegen der sich  auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts bedrohlich zuspitzenden Lage in Richtung Ausgrenzung, zu respektieren. Für Ernst Jünger galt noch: "Der Anarch führt seinen eigenen Krieg", und zwar an seinem Ort, "selbst wenn er in Reih' und Glied marschiert", was heute nur noch bedingt die reale geschichtliche Situation abbildet. .

Maiordomus

15. Februar 2021 12:18

@Bettinger. Ihre Parabel bewegt sich irgendwohin von Johann Peter Hebel (Dorf), zu Franz Kafka (Skurrilität) bis Bertolt Brecht (politische Dimension), wobei nicht inhaltlich, aber vielleicht formal die letzte sprachliche Kompaktheit fehlt. Es wäre ja schade, in einem Blog Genie zu verausgaben. 

anatol broder

15. Februar 2021 12:56

bettinger: «was tun die identitären?» (6:16)

wessels: «… als sie [generation identitaire] ende januar zwischenzeitlich einen französisch-spanischen grenzübergang besetzten.»

diese tat der gi verdient mehr aufmerksamkeit. mindestens zwei fragen sind erlaubt:

(1) wie viele mitglieder der gi waren am grenzübergang?
(2) wie lange ist «zwischenzeitlich» in minuten?

Laurenz

15. Februar 2021 13:04

@Maiordomus @TLW

Daß TLW Kontakt mit den Franzmann-Patrioten hält, ist doch vollkommen in Ordnung. Daß die Franzmänner unsere Solidarität für 1.000 Jahre verspielt haben, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ernst Jünger war, Ihren Worten zufolge, die letzten 50 Jahre seines Lebens nicht mehr in der Lage, militärische Konflikte, ihre Entwicklung, politisch & realistisch einzuschätzen. Ebenso, daß die heute Art des asymmetrischen Krieges eine Folge der Erfahrungen aus beiden Weltkriegen ist, welche Er Selbst erlebte. Das gilt vor allem für die schwächeren Nationen.

@Maiordomus @Franz Bettinger

Franz Bettingers Beiträge waren doch klar verständlich. Warum können Sie es nicht einfach stehen lassen. Franz ist ja nicht angetreten, um den Literatur-Nobel-Preis zu gewinnen.

Laurenz

15. Februar 2021 13:11

@Anatol Broder

Da haben Sie aber Schwein gehabt, daß Ihr Beitrag durch ging. Mein Beitrag, welcher den Unterschied zwischen MS & TLW auf der einen Seite & BK auf der anderen Seite deutlich machte, wurde nachträglich kurzerhand ins Nirwana befördert.

Einerseits, weil er Ihrer suggestiven Fragestellung zufolge die Arbeit der Identitären diskreditiert hätte, was aber so nicht stimmt, und andererseits, die theoretische Arbeit BKs in eine system-relevante Gefährlichkeit gerückt hätte.

Da hatte es auch nichts genutzt, daß @Maiordomus Mücken & Elefanten auf der SiN  mochte.

heinrichbrueck

15. Februar 2021 16:21

@ Franz Bettinger

Feindpropaganda: "Wehret den Anfängen".

Internetfund: Geht ein Mann durch Moskau und schnippt mit den Fingern. „Warum machen Sie das?“ fragt ein Passant und bekommt die Antwort „Ich vertreibe die Tiger.“ Der Passant lacht „Aber es gibt doch gar keine Tiger in Moskau!“ – „Da sehen Sie mal“ erwidert der Mann „wie gut das Fingerschnippen wirkt.“

So haben die Maßnahmen gegen die Corona-Krokodile gewirkt. Die Argumentation beißt sich in den Schwanz. Medizinische Argumente funktionen nicht, siehe Bhakdi, der von „dummen Deutschen“ spricht. Corona ist global möglich gewesen, nix da eigenständige Regierungen. Es nützt auch nichts, Akademiker zu sein, um politisch nicht den Bhakdi geben zu können. Der Kerl denkt an die Möglichkeit einer Auswanderung, noch nicht an ein Jenseits. Aber die Musik spielt im Diesseits. Keine Ausreden ratsam. 

Maiordomus

15. Februar 2021 17:59

@Bei Bettinger, Laurenz, könnten Sie sich in Sachen Potential noch täuschen. Was ich schrieb, war im Prinzip Anerkennung einer literarischen Idee. Aber als Quelle für eine noch nicht ausgereifte Erstfassung in einer historisch-kritischen Ausgabe macht ein Blog-Forum einen suboptimalen Eindruck. 

limes

15. Februar 2021 21:11

@ Laurenz (»Daß die Franzmänner unsere Solidarität für 1.000 Jahre verspielt haben …«)

Neulich haben Sie festgestellt, dass wir uns in einem asymmetrischen Krieg befinden, aus dem es kein Entrinnen gibt. Ungefragt finden wir uns in einer Schicksalsgemeinschaft mit Patrioten anderer Länder. Aber Laurenz spinnt unverdrossen auf seiner Tastatur abgestandene Konflikte der Vergangenheit fort.

Haben Sie Sellners Buch gelesen? Es hat mich beeindruckt, wie unvoreingenommen sich die Jugend Europas austauscht. Unrecht der Vergangenheit muss sachlich und tabulos aufgearbeitet werden, keine Frage. Aber die Vergangenheit darf den Weg in eine gedeihliche Zukunft nicht unnötig verstellen.

Hat es Sie kalt gelassen, wie Tommy Robinson und seine Kameraden dafür gekämpft haben, Martin Sellners Ansprache in London im Namen der Redefreiheit zu verlesen, als dieser auf Grund fadenscheiniger Anschuldigungen inhaftiert war?

Die Kameradschaft der Jugend verschiedener europäischer Nationen, die keinen Revanchismus zulässt, ist ein Lichtblick in finsteren Zeiten.

limes

15. Februar 2021 21:14

@ Lotta Vorbeck

Sicher ist Ihre Empfehlung, »einfach« ein rote Pille zu schlucken, humoristisch gemeint. Dennoch ist dies eine Erwiderung wert.

»Schlucken« werde ich niemals und mich auch niemals kritiklos einer Sichtweise ausliefern.

Franz Bettinger

15. Februar 2021 22:07

@heinrichbruek: „Es machen doch alle,“ ist in der Tat das stärkste Argument der Corona-Gläubigen. Was antworten? Den Aderlass machen doch alle. Hexen töten machen doch alle. Den Göttern opfern machen doch alle. Für das Vaterland in den Krieg ziehen und töten und sterben, das machen doch alle. An diesen Beispielen jedoch sehen wir: Keines unserer Argumente zieht richtig.  ff

 

Franz Bettinger

15. Februar 2021 22:07

ff

Es ist auch etwas noch nie Dagelegenes passiert. Hinter den Kulissen, hat sich (wer weiß, wie lange schon) eine Macht-Clique zusammengefunden (Freimaurer, Bilderberg, Davos, jetzt Singapore), die sich, erstmalig in der Geschichte, nicht mehr gegenseitig bekämpfen, sondern entdeckt haben, dass sie zusammen in ihrem Sinne viel Größeres bewerkstelligen können, wenn sie gemeinsam koordiniert gegen die Narren, die unter ihnen leben und dienen, vorgehen.  Das ist so neu, dass das Fußvolk ein solches Vorgehen für unmöglich hält. Der Schlüssel zum Erfolg des Tiefen Staates lag im Erwerb aller wichtiger Medien. Ein paar kleine Fehler hat der Plan dennoch. Und man ist dabei, diese zu korrigieren: z.B. das Internet unter Kontrolle zu bringen. Ein Fehler war auch, die vollständige Debilsierung nicht abgewartet zu haben, also die als Schul-Reformen getarnte Verdummung, die nach dem Wegsterben der letzten Bildungs-Generation, = der 1970-er Abi-Jahrgänge, vollendet gewesen wäre. Sattdessen hat man eine halbe Generation zu früh losgeschlagen. Ob diese Fehler des Teufels relevant sind? Keine Ahnung. Es bleibt uns  (d.h. der letzten halben Generation) nur übrig, wie Penelope emsig das Totentuch an den fehlerhaften Stellen aufzuknüpfen. Ob das reicht? Nomaské!

Lotta Vorbeck

15. Februar 2021 22:21

@limes - 15. Februar 2021 - 09:14 PM

an @Lotta Vorbeck

"Sicher ist Ihre Empfehlung, »einfach« ein rote Pille zu schlucken, humoristisch gemeint."

---

Nicht ganz, liebe @limes.

Lassen Sie den oben verlinkten Videoschnipsel vielleicht bis zur am Ende eingeblendeten Textsequenz auf sich wirken. Innerhalb des 1.500-Zeichen-Limits ist es nicht möglich, Ihnen die Transkription dieser Filmszene zu liefern. Im Kern geht es um den Unterschied zwischen der blauen und der roten Pille, die in der optischen Umsetzung nicht wie Pillen, sondern eher wie Gelatinekapseln erscheinen.

So ich mich recht entsinne war das "Redpilledsein" oder "Redpilledwerden" gar Thema im vor wenigen Jahren bei Antaios verlegten Sommerfeld-Lichtmesz-Standardwerk "Mit Linken leben".

Laurenz

16. Februar 2021 00:10

@limes @ Laurenz

Naivität ist ein deutscher oder germanischer Charakterzug. Arglosigkeit hat im spirituellen Bereich Vorteile, aber nicht im politischen Sinne. Denn Naivität artet auch gerne in Dämlichkeit aus.

Nach wie vor sind die Waffen der Force de frappe auf Deutschland gerichtet, welch ein freundschaftliches Gehabe.

Wir zahlen seit der Montanunion bis zum heutigen Tag Tribut an unsere "Freunde" für nicht-Krieg, obwohl die Deutschen nicht die "Reichsten" in Europa sind. Wir sind nicht mal in der oberen Hälfte. Daß Frankreich mittlerweile 0 auf 0 rauskommt, hat im weiteren Sinne mit der EU-Osterweiterung zu tun.

Deutsche Steuerzahler  - garantieren die Französische Notenbankpolitik seit der Einführung des Euros, vor allem Deutsches Gold steht als Sicherheit.

-  retten vordergründig Französische Banken.

Straßburg ist neben Brüssel Sitz des EU-Theater-Parlaments, weil Frankreich davon profitiert.

Deutsche Soldaten vertreten im Einsatz vor allem Französische Interessen, siehe Mali.

Und Sie glauben, wenn Marine Le Pen Staatspräsidentin wird, ändert sich irgendetwas an diesem Deutsch-Französischen "Zustand"?

Der Franzmann wird dann keinen D-Day in der Normandie mehr feiern?

Wenn hier einer ewig gestrig schreibt (Argumente hatten Sie ja keine), steht außer Frage, wer von uns beiden dafür nur in Frage kommt.

RMH

16. Februar 2021 06:52

"... der letzten Bildungs-Generation, = der 1970-er Abi-Jahrgänge"

Das - und die Jahrgänge der 60er Jahre - sind maßgeblich die Jahrgänge, die in der überwiegenden Mehrheit den Karren in den Dreck gefahren haben und nach wie vor an den Schaltstellen der Macht sitzen und nichts daran ändern, bzw. ihn fester in den Dreck fahren. Und da sind 5-10% kritische Stimmen innerhalb dieser Kohorte, die es immer und überall geben mag, dann doch zu wenig, um eine derartige Einseitigkeit abzufeiern.

In einem Beitrag, bei dem um die Generation Identitaire - also einer Generation, die sich ja aus Jahrgängen bildet, die nach der obigen These ungebildet ab Schule sein sollen - wirkt so eine Selbstgefälligkeit besonders bizarr. Wir Älteren sollte vielmehr endlich unseren Hintern, unseren überall doch auch vorhandenen Einfluss und unser Geld hoch bekommen, um Netzwerke, die über Laberei und literarische Ergüsse hinaus gehen, zu schaffen, damit die jüngeren, die bspw. als "Identitäre" längst erfasst, registriert und geblacklistet wurden, auch noch gescheite jobs bekommen können und Familien ernähren können (Übrigens, das Fehlen solcher ist einer der Gründe, warum eine linksradikale Jugend langfristig ungefährlich ist und eine normal-rechte Jugend hingegen unmittelbar toxisch). Das ist wichtiger, als Renten und Pensionen in Neuseeland oder sonst wo auf der Welt zu verballern. 

KlausD.

16. Februar 2021 09:32

@limes  15. Februar 2021 21:11

"Die Kameradschaft der Jugend verschiedener europäischer Nationen ..."

In der politischen und wirtschaftlichen Realität Frankreichs sieht es allerdings anders aus, da heißt es "La France first" und es geht knallhart um die Durchsetzung französischer Interessen. Laut Berechnungen der Pariser Analysefirma AlphaValue unterliegen 83 Prozent der Umsätze der 40 größten börsennotierten Firmen Frankreichs mittlerweile irgendeiner Form staatlicher Kontrolle.

https://paz.de/artikel/hauptsache-der-chef-ist-ein-franzose-a3063.html

Laurenz

16. Februar 2021 11:28

@RMH

Stimme Ihnen vorbehaltslos zu. 

Eines möchte ich dazu aber gerne bemerken. Alle alternativen Medien, außer SiN & ein paar kleine Blogs, wie auch alle NGOs, die keine öffentlichen Fördermittel erhalten, wie 1%, die Identitären, Abgeordnetenwatch, etc.pp., leben von sogenannten Spenden oder privaten Fördermitteln. 1% spricht von Förderern. 

Sind Sie bei all diesen Läden über die Bilanzen, Mittelverwendung, Rechenschaftsberichte informiert? Ich nicht, wäre ich aber gerne, und zwar ohne, daß ich danach suchen muß.

anatol broder

16. Februar 2021 13:06

@ rmh 6:52

als ergänzung: symbolbild.

limes

16. Februar 2021 14:36

@ Laurenz, @ KlausD.

Dass die etablierte »deutsch-französische Freundschaft« eine recht einseitige Sache ist, will ich nicht bestreiten. Das Problem ist aber zum großen Teil hausgemacht und gehört zum Gesamtpaket selbstzerstörerischer Tendenzen in der BRD, deren Establishment samt NWO-»Zivilgesellschaft« gegen deutsche Interessen arbeitet. Um das zu ändern, unterstütze ich ja die Opposition und bin sehr zuversichtlich, dass eine künftige deutsche Regierung, die unsere Interessen standhaft vertritt, sich im Ausland Respekt zu verschaffen und mit diplomatischer Kunst gute nachbarschaftliche Beziehungen zu pflegen vermag.

Und mit teutonischer Naivität, Laurenz, vertraue ich auf die Fähigkeiten der identitären Jugend in Deutschland und Österreich, mit ihren Kameraden in Frankreich und anderen Ländern selbstbewusste Beziehungen zu pflegen. Der Jugend gehört die Zukunft. Eine Weile können wir sie noch – teils kritisch, teils unterstützend – begleiten. Dann müssen wir endgültig loslassen.

limes

16. Februar 2021 14:43

@ Laurenz

Abgeordnetenwatch halte ich für ein grünes, globalistisches Kuckucksei.

https://www.abgeordnetenwatch.de/ueber-uns/umwelt-sozial-gender-profil

tearjerker

16. Februar 2021 14:56

@RMH: „Sog. "Aktivismus" ...in Form von offiziellen Vereinen und Verbänden mit Logos etc. überlebt sich auch unabhängig von Verboten seit einiger Zeit.“

Die Rechte muss die gesamte linke Strategie spiegeln, wenn die Sache zu irgendwas führen soll. Aktivismus ist nur ein Teil davon.

@Laurenz: „Daß TLW Kontakt mit den Franzmann-Patrioten hält, ist doch vollkommen in Ordnung.“

Der Hauptinitiator hinter der Gid-Einstufung in Wien ist Paris, da die vertretenen Ideen mit den Vorgängen um die Gelbwesten verbunden werden und so etwas wie Widerstand am Nächsten kamen und Berlin/Wien hier lediglich auf den Zug aufspringen, weil man Handlungsfähigkeit larpen kann. Die Frage ist, ob es lohnt, gemeinsame Ziele mit den Franzosen zu beschwören, deren Nationalismus sich traditionell auf Kosten der westlichen Nachbarn auslebt. Merkel fuhr bisher genau diesen Ansatz um das Gewicht des US-Hegemons in Europa zu verringern: Mit Frankreich kungeln. Dabei bietet die vertrottelte Berliner Politik jenseits davon genug Material um seinen Punkt zu setzen, ohne sich auch noch die Neurosen unseres westlichen Nachbarn ans Bein zu binden.

Lotta Vorbeck

16. Februar 2021 18:12

@RMH - 16. Februar 2021 - 06:52 AM

Das - und die Jahrgänge der 60er Jahre ...

---

Dieser Tage in Berlin-Friedrichshain:

1:54 "Das gibt einem ja keine Legitimation, weil man gewählt ist, äh, danach das Land zu spalten, also ..."

4:54 "Es gibt ja Berichte darüber, daß da sogar Entführungen von Abgeordneten geplant waren, also, da müssen wir garnicht drüber reden … so … das kann man überhaupt nicht vergleichen … das können wir jetzt abbrechen an der Stelle … wenn jemand sagt, da wären Antifa-Mitglieder, also, da müssen wir gar nicht drüber reden … ."

7:20  "Na also ich glaube, da … d … d … da sind wir alle aus dem Alter raus … und wissen genug über die Realität bescheid, daß man von gut und böse und schwarz und weiß in der Politik nie wird reden können … gerade bei … bei mächtigen Positionen wie … die immer auch ein stückweit mit großen Kompromissen konfrontiert sind … darum geht's glaube ich nicht, aber es geht um 'ne differenzierte Sichtweise und Trump ist einer der größten Gegner einer differenzierten Sichtweise, das ist offensichtlich."

Quelle

 

Laurenz

16. Februar 2021 19:41

@limes

"Abgeordnetenwatch halte ich für ein grünes, globalistisches Kuckucksei."

Ja, kann sein. Aber wenn Sie Sich deren Agenda anschauen, so hat auch ein Kuckuck eine brutale Lebensberechtigung.

"Das Problem ist aber zum großen Teil hausgemacht und gehört zum Gesamtpaket selbstzerstörerischer Tendenzen in der BRD"

Sie haben das immer noch nicht verstanden. Die französischen Atomwaffen sind eine permanente Drohung, welche gegen unser Volk gerichtet ist. Der Franzmann hält uns täglich die Knarre an die Brust. Dagegen hilft nur eins, kalter Stahl. Nur das hat der Franzmann schon immer verstanden, obwohl er nie daraus gelernt hat.

Laurenz

16. Februar 2021 21:12

 

@tearjerker

Ja, ich stimme Ihnen zu. Aber so, wie die Linke international organisiert ist, so schadet es auch nichts, wenn wir ebenso über unsere Grenzen hinweg schauen.

heinrichbrueck

16. Februar 2021 23:34

Konzeption für das Zusammenleben (russische Gesellschaftsperspektive): https://www.youtube.com/watch?v=A9UtCJMD8Pw Wie ist ein Volk (eine Gesellschaft?) aufgebaut? Gehirnwäsche und Ressourcenverteilung. Steuerung sozialer Systeme. Wie ein Gemeinwesen leben möchte; Funktionsweise der Demokratie. Was ist Opposition? Alles ein bißchen abstrakt und unklar. Bevor aber klar ist, worüber geredet werden soll, muß Klarheit herrschen. Die Globalistendemokratie ergibt keinen positiven Sinn, wenn sie dem Volksganzen schadet. Beschwerden richten nichts aus. Diskussionen bleiben unverständlich.

Demokratie (EKD): https://www.ekd.de/faqs-zur-seenotrettung-49588.htm Frage: „Wer gehört zu dem breiten gesellschaftlichen Bündnis?“ Antwort: „Mittlerweile gehören dem Bündnis mehr als 600 Organisationen und Unternehmen an. Partner sind neben der EKD und Sea-Watch, andere Seenotrettungsorganisationen wie Mission Lifeline und Sea-Eye sowie weitere Nichtregierungsorganisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Diakonie und die Popband Revolverheld sind dabei. Außerdem ist das Bündnis ökumenisch und interreligiös. Neben zahlreichen Kirchengemeinden und der katholischen Laienbewegung „Wir sind Kirche“ zählen auch muslimische Verbände wie der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland zu den Partnern. Unterstützung kommt auch aus der Wirtschaft, etwa vom Eishersteller Ben & Jerry's.“

Demokratie und 600 Organisationen. Welche Diskussionen? 

Seneca

17. Februar 2021 04:58

Der nächste Sonntagsheld sollte der Country-Music-Sänger Morgan Wallen sein. Top 1 in den Album-Charts in den USA trotz bzw WEGEN cancel-culture. Die Interessantes Phänomen! 

tearjerker

17. Februar 2021 12:40

@Brück: „Demokratie und 600 Organisationen“.

Tiefe Strukturen kann man übernehmen und/oder zersetzen.

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