18. März 2021

Wie der Lockdown erfunden wurde (1/4)

Martin Lichtmesz / 98 Kommentare

Seit bald einem Jahr befinden sich Deutschland und Österreich im Zustand des sogenannten "Lockdown" .

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Die österreichische Regierung rief am 16. März 2020 eine landesweite Massenquarantäne aus, die bundesdeutsche zog am 22. März nach. Nach einigem Auf und Ab von Öffnungen und Schließungen, von Lockerungen und Verschärfungen sowie einer teilweisen "Sommerpause" hat eine geradezu kafkaeske Stagnation eingesetzt.

Täglich ist von "steigenden Zahlen" die Rede, die angeblich die fortdauernde Schließung des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens und lästige Vorschreibungen wie Masken- und Testpflicht erzwingen, trotz des inzwischen enormen finanziellen, sozialen, psychologischen und gesundheitlichen Schadens. Wann dieser Zustand ein Ende haben wird oder soll, wollen oder können uns die Verantwortlichen in den jeweiligen Regierungen nicht mitteilen.

Auf der Seite worldometers.info kann man einige dieser aktuellen und offiziellen "Zahlen" einsehen: Am Tag, an dem ich diesen Beitrag schreibe (17. 3.), sind in Deutschland 0,165% einer Bevölkerung von 83,02 Millionen an Corona erkrankt (also "mit Symptomen"), 0.0034% haben einen schweren/lebensgefährlichen Verlauf.

D. h. rund 99,84% der Bevölkerung (also fast alle) sind zur Zeit nicht davon betroffen und rund 99,999% nicht lebensgefährlich.

Dies war zu keinem Zeitpunkt signifikant anders. Am 23. Dezember 2021, als die Kurve, soweit ich es sehen kann, ihren bisherigen Höhepunkt erreicht hatte, waren 0,5% der Bevölkerung mit "milden Symptomen" erkrankt, lebensgefährlich 0,0063%.

Der prozentuale Anteil der "aktiven Infektionen", wozu praktisch jeder gerechnet wird, der Symptome und einen "positiven Test" aufweist, ist in Österreich ungefähr derselbe wie in Deutschland. Die Kurven folgen durchweg saisonalen Mustern, wie man sie etwa von Grippewellen kennt. Letztere sind seit vergangenem Jahr mirakulös aus den Statistiken verschwunden, wobei manche auch dieses Wunder dem Lockdown zuschreiben.

Man kann also mit Fug und Recht sagen, daß diese "Pandemie" kaum jemandem auffallen oder großes Kopfzerbrechen bereiten würde, wenn es nicht die "Maßnahmen" gäbe, die den Alltag so gut wie aller Menschen in irgendeiner Weise beeinflußen und beschränken. Eine gewaltige Rolle in diesem kollektiven Theater spielen die Massenmedien, die täglich Angst und Schrecken verbreiten und eine Art Scheinrealität in die Köpfe der Menschen pflanzen.

Die politischen Entscheidungsträger und ihre medialen und medizinischen Gehilfen suggerieren, daß ein allzu frühes Aussetzen des Lockdowns und der begleitenden Maßnahmen eine pandemische Explosion zur Folge haben werde, die rasch "außer Kontrolle" geraten könnte, mit anderen Worten die Krankenhäuser und Intensivstationen überfüllen und womöglich Millionen Tote fordern würde, auf die ein grauenhafter Erstickungstod wartet.

Für diese Annahme gibt es jedoch nicht den geringsten Beweis, wie es auch keinen Beweis gibt, daß landesweite Lockdowns, die in dieser umfassenden Form nie zuvor durchgeführt wurden, überhaupt ein geeignetes Mittel zur Eindämmung von Viruserkrankungen sind. Vergleiche mit Staaten, die keinen Lockdown hatten oder ihn früher als andere aufgehoben haben (Schweden, Weißrußland, Japan, US-Staaten wie Florida...) zeigen sehr ähnliche Verläufe wie Länder, die auf konsequente Masseneindämmung setzten.

Wissenschaftliche Studien, etwa von John Ioannides et al. (Stanford Universität, USA) und R. F. Savaris et al. (Brasilien) kamen zu dem Ergebnis, daß Lockdowns nur einen sehr geringen Effekt auf die Ausbreitung des Virus haben.

Die einzige Nation, in der diese Strategie angeblich funktioniert haben soll, und dies innerhalb eines Zeitraums von nur drei Monaten (Januar bis April 2020), ist China, ein totalitär regiertes Land, das nicht gerade für seinen unkontrollierten Informationsfluß nach außen bekannt ist.

So erhärtet sich zunehmends die These, daß die Ideologie des Lockdowns und der Masseneindämmung im Wesentlichen auf chinesischer Desinformation beruht, in Kollaboration mit der westlichen "Globalmafia" (Thomas Hoof), die in der laufenden Krise offenbar eine glänzende (und vermutlich nicht zufällig sich pflückreif darbietende) Chance sieht, eigene Süppchen zu kochen.

Sezession im Netz bringt im folgenden als Gastbeitrag eine vierteilige Serie des pseudonymen Bloggers "Eugyppius" (folgen Sie ihm hier auf Twitter), die diese Spur anhand ausgewählter internationaler Medienberichte verfolgt. Sie dokumentiert meiner Ansicht nach sehr überzeugend die Entstehung eines verhängnisvollen Narrativs, das unsere Länder in eine hypnotische Erstarrung versetzt hat. Es verdankt sich überwiegend politischem Kalkül und politischen Entscheidungen und hat wenig mit tatsächlicher Wissenschaft oder Gesundheitsvorsorge zu tun.

Wie viel hier Wahnsinn, wie viel Methode, und wie viel beides zusammen ist, läßt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht eindeutig erkennen. Dennoch scheint das Ziel der Reise klar zu sein: Die Installation eines totalitären Herrschaftsmodells nach chinesischem Vorbild über den Umweg einer paternalistischen "Gesundheitsdiktatur".

Martin Lichtmesz

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Die Entstehung der Lockdown-Mythologie (1)

a. Der Umschwung der öffentlichen Meinung am Beispiel des Magazins Vox

Im Februar 2020 waren sich unsere Gesundheitsbürokraten, Journalisten und Politiker einig: Covid-19 stelle keine große Gefahr dar. Nur die Ahnungslosen und Verschwörungstheoretiker interessierten sich für Corona-Alarmismus. Diese Meinung änderte sich innerhalb weniger Tage nach dem 8. März, als die globalen Eliten, eine nach der anderen, plötzlich entschieden, Corona ernster als alle Pandemien seit 1918 zu nehmen.

Warum sich die offizielle Lehre so schnell und so stark änderte, bleibt eine offene Frage. Weder neue wissenschaftliche Erkenntnisse noch unmittelbare Erfahrungen mit dem Virus scheinen gute Erklärungen zu sein. Die neue Gesinnung hatte keinerlei Grundlage in den damals eher dünnen Forschungsergebnissen, und am 8.3 kannte Europa noch sehr wenige Corona-Fälle.

Da uns die Corona-Hysterie vor allem als ein mediales Phänomen begegnet, wäre es keine schlechte Hypothese, die Ursprünge unserer Panik der Presse zuzuschreiben – besonders der amerikanischen Presse, die enormen Einfluss auf den europäischen Diskurs ausübt, und die seit Monaten ein nahezu parodistisches Niveau erreicht hat: „Gehen Sie immer noch in den Supermarkt?“ ist ein typischer Artikel vom Januar 2021. „Mit neuen Virusvarianten ist es wahrscheinlich Zeit, damit aufzuhören.“

Die Schlagzeile stammt von dem Internet-Magazin Vox. Es handelt sich hier um kein kreischendes Boulevardblatt, sondern um einen Pionier auf dem Gebiet des sogenannten „Erklärungsjournalismus“ und ein wichtiges Barometer, an dem sich die vorherrschende Meinung der globalistischen Eliten in den USA ablesen läßt. Seine ausführlichen Archive sind ein mögliches Hilfsmittel, um zu rekonstruieren, wie sich das Corona-Narrativ in den ersten Monaten des Jahres 2020 entwickelte.

Die Journalisten von Vox hatten anfangs kaum Interesse an dem Virus. Im Januar veröffentlichten sie nur zehn Artikel zu diesem Thema; im Februar waren es fünfundzwanzig. Im März änderte sich dies schlagartig, als Vox 453 Stücke über die Pandemie veröffentlichte. Der Höhepunkt kam im April mit 525 Artikeln, als die Pandemie ein obsessives Thema in der Politik geworden war und Donald Trump im Mittelpunkt der Medienangriffe stand.

Die amerikanische Presse hatte einen guten Teil des Jahres 2019 damit verbracht, wohlwollend über die Proteste in Hongkong zu berichten, und so machte sich in den frühesten Vox-Artikeln über Corona eine anti-chinesische Stimmung bemerkbar: „Wie die Proteste in Hongkong die Reaktion auf das Coronavirus prägen“, lautet eine frühe Schlagzeile; „China hat die Schwere seines Coronavirus-Ausbruchs verheimlicht und Whistleblowern einen Maulkorb verpasst – weil es kann“, eine andere.

Am 6. Februar berichtete Vox trocken, daß Corona eine „Fallsterblichkeit ... um die 2 Prozent“ hat; ein Experte sagt, daß es sich „bei den Todesfällen immer noch um Menschen zu handelt scheint, die dem Risiko ausgesetzt sind, auch an anderen Atemwegserkrankungen zu sterben.“ Am 18. Februar versicherte Vox seinen Lesern, daß die Grippe viel mehr Menschen tötet als Corona:

Während bei diesem Ausbruch bisher fast 2.000 Menschen gestorben sind, sterben jährlich zwischen 250.000 und 650.000 Menschen an der saisonalen Grippe.

Erst am 27. Februar, als Italien durch PCR-Massentests unerwartet viele Fälle in der Lombardei aufdeckte, steuerte Vox-Mitbegründer Matthew Yglesias den ersten ernsthaften Beitrag seiner Zeitschrift über Corona bei. Yglesias gab später zu, daß er zwar zu diesem Zeitpunkt persönlich bezüglich Corona besorgt gewesen sei, seine Meinung über die Notwendigkeit von Masken jedoch verheimlicht hatte, weil die staatlichen medizinischen Behörden ihren Gebrauch zu diesem Zeitpunkt als ineffektiv und sinnlos ablehnten.

In seinem Artikel beschreibt Yglesias zwei Strategien zur Bekämpfung von Corona. Erstens die „Eindämmung“ (containment), bei der die Behörden versuchen, Infektionen gänzlich zu verhindern. Dies könne nur funktionieren, wenn es sich um sehr wenige Fälle handele. Erfolge keine Eindämmung, bliebe zweitens nur die Risikominderung (mitigation), bei der man sich damit begnügen muss, die Ausbreitung zu verlangsamen, um die Krankenhäuser zu entlasten.

Diese Verlangsamung, so Yglesias, werde durch räumliche Distanzierung bzw. „Social Distancing“ bewirkt, nämlich „Verschiebung oder Absage von Massenveranstaltungen ... Schließung von Schulen ... oder Home Office“. Ziel dieser Maßnahmen sei es, die Infektionskurve abzuflachen.

Nach heutigen Maßstäben wirkt Yglesias‘ Artikel äußerst vernünftig. Nirgends empfiehlt er Lockdowns, bevölkerungsweite Kontaktverfolgungen oder Massentests. Das liegt daran, daß all diese Maßnahmen unter die Rubrik „Eindämmung“ fallen. Vor 2020 hat niemand auch nur davon geträumt, eine Masseneindämmung zu versuchen, und Ende Februar ist klar, daß auch Yglesias gar nicht erst auf die Idee kommt, eine solche Maßnahme in Betracht zu ziehen.

Während Corona Anfang März immer näher rückt, betrachtet Vox alle potentiellen Maßnahmen unter dem Gesichtspunkt der Risikominderung und der Verlangsamung. Am 3. März fragt Vox, „Was ist Social Distancing, und wie kann es den Ausbruch des Coronavirus verlangsamen?“ Am 4. März stellt Vox italienische Schulschließungen als Minderungs-Maßnahme dar und zitiert einen italienischen Beamten, der erklärt, „wir müssen eine große Welle von Fällen vermeiden.“ Am 5. März verkündet das Magazin, daß Gesichtsmasken nutzlos seien, und warnt vor Xenophobie gegenüber Asiaten.

Das führt uns zum 6. März und dem nächsten entscheidenden Vox-Artikel, verfaßt von dem Wissenschaftsreporter Brian Resnick.

Zwei Tage vor der Ankündigung des ersten Lockdowns in Italien erklärte Resnick, daß Corona „schwer einzudämmen ist, da viele es verbreiten, ohne irgendwelche Symptome zu haben.“ Auf diese frühe Erwähnung von asymptomatischer Übertragung folgte eine erneute Aufforderung zur Risikominderung (nicht zur Eindämmung):

Das Risiko ist hoch, und wir sind vielleicht gar nicht in der Lage, das Virus einzudämmen. Aber wir haben das Zeug dazu, es zu verlangsamen.

Dabei räumte Resnick ein, daß auch eine Verlangsamungsstrategie der Gesellschaft erhebliche „Kollateralschäden“ zufügen könne. Er zitierte Marc Lipsitch, einen der führenden Corona-Propheten der Vereinigten Staaten, der postulierte, daß 50% Infizierte genügen, um Herdenimmunität zu erreichen. Resnick wiederholte außerdem die Standardpredigt von Vox, daß manche Gruppen „zu Unrecht als Krankheitsüberträger ins Visier genommen und stereotypisiert werden“; er erwägt die Absage von Veranstaltungen, Home Office, und sogar den gezielten Schutz von gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Während diese Maßnahmen als Milderungsstrategien geschildert wurden, dräute am Rande bereits die schärfere Strategie der Eindämmung herauf. „Neue Fälle in China sind jetzt rückläufig,“ so Resnick, „dank der dramatischen Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Virus“. Offenbar ahnungslos, daß in der gesamten Provinz Hubei strikte Hausarreste verhängt worden waren, schrieb er, daß die besagten Maßnahmen „hauptsächlich“ aus „Fallfindung, Kontaktverfolgung und der Absage öffentlicher Versammlungen“ beständen.

Der Hinweis auf saisonale Effekte, inzwischen völlig aus dem seriösen Diskurs verbannt, war zu diesem frühen Zeitpunkt noch erlaubt: So hoffte Resnick, daß sich Covid-19 „im Sommer naturgemäß nicht mehr so schnell ausbreiten“ wird.

Als Italien den ersten Lockdown des Westens verhängt, wirkt Vox zunächst verwirrt. Da die Autoren das Konzept der Masseneindämmung noch nicht verinnerlicht haben, berichtet das Magazin am 9. März 2020, daß Italien „Reisebeschränkungen“ eingeführt habe. Erst am 10. März, als die Quarantäne auf ganz Italien ausgeweitet wird, spricht Vox von einem „Lockdown“.

Dennoch erklärt es fälschlicherweise, daß Lockdowns das Ziel haben, die Ausbreitung zu „verlangsamen“, anstatt sie zu einzudämmen. Es stellt die Frage, ob auch die USA einen Lockdown verhängen könnten, scheint aber gleichzeitig unsicher zu sein, ob eine solche Maßnahme überhaupt effektiv wäre: In Wuhan habe der Lockdown die Ausbreitung des Virus womöglich nur um drei bis fünf Tage verlangsamt. Außerdem wären Lockdowns äußerst kostenintensiv und würden gar „psychologische Traumata“ verursachen. Der wirtschaftliche Schaden, den sich China mit der Hubei-Quarantäne zugefügt habe, „werde noch Jahrzehnte andauern“.

Diese beiden Narrative beginnen nun miteinander zu konkurrieren – das neue des Alarmismus und das alte der resignierten „Verharmlosung“.

Am 12. März etwa kehrt Vox zur alten Tonlage zurück, mit einem Artikel, der beansprucht, Gerüchte über Corona zu widerlegen. Die einzige bemerkenswerte Änderung ist ein Gesinnungswandel bezüglich China. Nur einen Monat zuvor war Vox eifrig bemüht, China als antidemokratische Macht anzuprangern. Nun wird die Behauptung, Corona sei einem Labor in Wuhan entsprungen, als „gefährliche Verschwörungstheorie“ verworfen.

Um Corona zu besiegen, bräuchten die USA nur die richtigen Minderungsstrategien; sie müssten „mehr Menschen mit Symptomen testen, die Bevölkerung über das Risiko informieren, die Kranken isolieren und Social-Distancing-Maßnahmen wie die Absage von Veranstaltungen einführen“.

Pharmakotherapie, heute routinemäßig von der Presse verspottet, ist zu diesem Zeitpunkt noch eine Überlegung wert: Vox fragt sich etwa, mit welchen Arzneimitteln Zytokinstürme (Entgleisungen des Immunsystems, an denen in der Grippepandemie von 1918 viele gestorben sind) zu behandeln seien. Nach und nach setzt sich jedoch das alarmistische Narrativ durch. Am 13. März befürchtet Vox,Italiens Coronavirus-Krise könnte Amerikas Krise werden“, und erklärt: „Covid 19 ist keine Grippe. Es ist schlimmer“.

Der Alarmismus gewinnt schließlich Ende März die Oberhand, als sich die Covid-Todesfälle in Amerika dem Höhepunkt der ersten Welle nähern. Ein Artikel vom 29. März zeigt die neue Stimmungslage an: „Zuallererst müssen die USA den Ernst der Lage erkennen“. Es gelte, rasch zu handeln. An Italiens „größter Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“ sei die „zögerliche und inkonsequente Reaktion der Regierung“. Die Behörden hätten „nur langsam strenge Distanzierungsmaßnahmen durchgeführt.“

Auch die Corona-Skepsis wird für den Schaden verantwortlich gemacht. Wer immer noch „skeptisch gegenüber der Covid-19-Gefahr“ ist, „lebt in der Vergangenheit. Das Coronavirus breitet sich schleichend aus, und wer sich infiziert, zeigt erst nach Tagen Symptome.“ Es wird von „einer ominösen Episode“ berichtet, in der „sich eine Gruppe von Politikern ostentativ Hände schüttelte, obwohl die Covid-19-Risiken bekannt waren - und einer von ihnen wurde eine Woche später mit der Infektion diagnostiziert.“ Der Anstoß zu diesem Bericht war ein alarmistischer Aufsatz von drei Wirtschaftswissenschaftlern in der Harvard Business Review.

Es ist seltsam, aber wahr: Vox, normalerweise an der Spitze der westlichen Meinungsbildung, hinkte in Sachen Corona hinterher. Bis zu einem erstaunlich späten Zeitpunkt begriffen die Autoren nicht den Unterschied zwischen Verlangsamung und Eindämmung, und sie stimmten nur allmählich in die wachsende Hysterie ein. Als sie Ende März schließlich doch die neue Gesinnung übernahmen, schienen sie sich über die Gründe dafür nicht im Klaren zu sein.

Zieht man die deutschen Medienberichte zum Vergleich heran, sind die Ähnlichkeiten nahezu ebenso augenfällig wie die Unterschiede.

Im deutschen wie im englischen Sprachraum haben die frühesten Berichte eine klare antichinesische Tendenz. Am 11. Februar polemisiert die Süddeutsche Zeitung unter der Schlagzeile „Totale Kontrolle bedeutet auch totale Verantwortung“ gegen den chinesischen Autoritarismus: „Der Corona-Ausbruch hat Xi Jinping in die wohl schwerste politische Krise seiner Amtszeit gestürzt. Sein Streben nach immer mehr Macht könnte ihm nun zum Verhängnis werden“.

Und am 16. Februar heißt es noch zugespitzter:

Corona könnte den Beleg liefern, warum autoritäre Systeme eben nicht überlegen und allmächtig sind. Sie unterschätzen den Freiheitsdrang der Menschen, den Zorn über Bevormundung, das Quäntchen Eigenverantwortung, das jeder in sich trägt.

Die deutschen Medien schalten allerdings deutlich früher als Vox in den alarmistischen Modus um. Schon am 24. Februar – wir werden im Folgenden sehen, wie wichtig dieses Datum ist – erscheint in der gleichen Zeitung nicht mehr die chinesische Autokratie, sondern die europäische Demokratie als Problem:

Als China begann, drastische Maßnahmen gegen das Coronavirus zu ergreifen, zweifelten viele in Europa, ob so etwas in demokratischen Rechtsstaaten mit bürgerlichen Freiheitsrechten möglich wäre.

Mit Erleichterung kann der Journalist angesichts der bereits unter Quarantäne stehenden „roten Zonen“ in Norditalien feststellen: „Jetzt zeigt sich: Es ist möglich.“

Corona-Alarmismus ist kein gewöhnliches Medienphänomen. Er hat sich nicht, wie sonst üblich, zuerst im amerikanischen Zentrum des globalistischen Imperiums manifestiert, um dann später von der europäischen Presse aufgegriffen zu werden. Wenn überhaupt, dann haben die europäischen Medien die Panik früher kultiviert, darunter bedeutende Corona-Propheten wie Christian Drosten, der am 11. März immer noch der Meinung war, daß ein deutscher Lockdown unmöglich sei. „Wir können das nicht machen,“ sagte er damals in seinem NDR-Podcast (vgl. S. 727f. Hier):

Wir müssen andere Dinge machen, die keinen großen Schaden in der Organisation der Gesellschaft anrichten oder im wirtschaftlichen Leben.

Bemerkenswert ist außerdem, daß die Hinwendung zum Alarmismus mit Meinungsänderungen auf anderen Fronten einherging. Nach und nach vergaßen die Alarmisten ihre Kritik an China und entdeckten plötzlich ihre Wertschätzung für den Autoritarismus und die Disziplin der Volksrepublik. Der Alarmismus verstärkte den Ruf nach Masseneindämmung. Je besorgter die Alarmisten wurden, desto eher unterstützen sie Lockdowns und andere drastische Maßnahmen zur Eindämmung des Virus.

Woher kam diese Hysterie, die China vor Kritik schonte und den Westen einsperrte? Und warum stand Europa dieser Entwicklung näher als die USA?

Fortsetzung folgt.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (98)

Der_Juergen

18. März 2021 08:57

Wer die Entwicklung einigermassen aufmerksam verfolgt und auch andere Quellen als die Bildzeitung, den Spiegel etc. zu Rate gezogen hat, für den bringt dieser Artikel nichts wesentlich Neues. Es gibt, oder gab zumindest, jedoch auch diesem Forum Leute, welche das herschende Narrativ zumindest teilweise verteidig(t)en; so schrieb ein Forist, wenn die Rechte glaube, ausgerechnet auf diesem Feld punkten zu wollen, begehe sie einen schweren Irrtum. (Ganz zu schweigen von jenem Vielschreiber, der sich als Chef einer Lungenklinik ausgab, um den offiziellen Lügen den Glorienschein der Wissenschaftlichkeit zu verleihen.) Ich hoffe, dass die ehrlichen unter den Covid-Gläubigen, die hier schreiben oder schrieben, ihren Irrtum mittlerweile eingesehen haben. Und von dem erwähnten Fall abgesehen, unterstelle ich keinem, der sich hier zu Wort meldet, dass er bewusst lügt.

 

Franz Bettinger

18. März 2021 09:17

„Stimmt schon, Tote haben wir so gut wie keine (25) und Kranke kaum. Aber es ist doch nur deshalb nicht zu einer Epidemie gekommen, weil unsere Regierung die Grenzen dicht und Quarantänen und Lockdowns gemacht hat,“ sagte mir eine Neuseeländerin und lächelte. - Ich entgegnete wie immer: „Sie hätten mit dem selben Resultat (nämlich: "alles gut gegangen") auch Kerzen ins Fenster stellen können oder 10.000 Lämmer schlachten, oder alle Haushalte ausräuchern oder (wie vor 400 Jahren noch) Hexen verbrennen können. Dann könnten Sie jetzt das Gleiche sagen: Hat geklappt.“ Ob das Argument überzeugt hat?

Wie wiederholt geschrieben: Es gibt Gott sei Dank Kontroll-Gruppen: Weißrussland, Schweden, Norwegen, Süd-Carolina. Diese 4 Länder trafen keine Maßnahmen und hatten keinen Lockdown. Und diese 4 Länder stehen besser dar als die Maßnahmen-Fetischisten. 

Gustav Grambauer

18. März 2021 09:38

(Engl.) "(to) lock (sbd.) down" heißt:

"Niederkerkerung" bzw. "niederkerkern".

Diese PsyLab-Meme laden durch Mitbenutzung nach dem Schneeballsystem ihren Nimbus wie einen Akku auf. Auch wenn "Niederkerkerung" selbstverständlich zutreffend ist, wäre ich hierbei eher für Sabotage, wozu der noch so winzige Ausdruck der Distinktion genügt.

- G. G.

Franz Bettinger

18. März 2021 09:45

@Herr Lichtmesz schreibt, die westliche Globalisten-Mafia habe in der von China ausgelösten Krise (zu welchem Zweck eigentlich?) die Chance gesehen, ihr eigenes C-Süppchen zu kochen.

ML: So habe ich das nicht gesagt, bitte nochmal lesen.

- Nein, die Globalsten saßen mit China von Anfang an imselben Boot. Sie haben das Ding 2003 von langer Hand geplant, immer mehr ausgefeilt, sich weit zurück im Vorfeld mit Virus- und Impf-Patenten eingedeckt und 2020 das Ding endlich gedreht. Dazu dieses aufschlussreiche Video (leider in Englisch): https://www.bitchute.com/video/4u7rt61YeGox/

Franz Bettinger

18. März 2021 10:07

Der große Joachim Fernau hat in einem seiner Bücher (war's "Und sie schämten sich nicht“?) sehr drastisch und für mich unvergesslich ein paar Epidemien (Syphilis, Pest) beschrieben und vor allem die verheerenden Maßnahmen, die verzweifelt dagegen unternommen wurden. Die Maßnahmen von damals waren indessen alle von mehr Logik geprägt als die heutigen Maßnahmen gegen eine Plage, die für jeden augenfällig gar nicht existiert. So blöd wie der moderne Mensch von heute waren die im Mittelater dann doch nicht, denn die Plage war damals wenigstens überall greifbar, hörbar, nicht übersehbar. Man musste dazu keine Zeitung aufschlagen.

Franz Bettinger

18. März 2021 10:28

Es gibt eine uralte (aber grundverkehrte) Regel, nach der ein Arzt, der etwas tut, immer größeres Ansehen genießt als ein Arzt, der nichts tut. Man glaubt, ein Arzt, der nichts tut, sei kein guter Arzt. So verhält es sich wohl mit jedem Beruf, vom Automechaniker bis zum Politiker. Das kostet uns viel (Geld, Gesundheit, Glück). In Wirklichkeit ist ein abwartender Arzt weder ein Nihilist noch ein Fatalist. Gottseidank haben das in meinem Fall nicht wenige Patienten kapiert. Wichtiger als irgendeine (oft leider nutzlose, schlechtesten Falls aber sogar schädliche) Therapie ist die Bestandsaufnahme, zu der eine möglichst korrekte Diagnose und ehrliche Prognose zählen.

Ein gebuertiger Hesse

18. März 2021 10:38

@ Bettinger

"Jeder Tag ist neu und könnte für einen selbst der letzte sein. Aber sein Leben nach dieser schlechtesten alle Möglichkeiten einzurichten, wäre sehr unklug."

Zentraler Punkt. Es steckt darin viel, wenn nicht alles, was die heutige, staatsübergreifend und gesamtkulturell agierende Feigheits- und Schuldkult-Industrie (ein Abzweig der "Globalmafia") uns allen anzutun bestrebt ist. 

Phil

18. März 2021 10:41

Damals als es losging, die Bilder von den Leichenlastern in Italien, sie kamen sicher nicht nur mir wie inszenierte Propaganda vor.

Dabei gab es in Italien, dem Land in Europa mit dem höchsten Altersdurchschnitt, relativ früh eine Analyse, die zeigte, dass die meisten Coronatoten alt und vorerkrankt waren. Eine wichtige Information, über die RT Deutsch berichtete – aber wer sonst?

Ist es ein Plan? Ich bleibe vorsichtig gegenüber Verschwörungstheorien und Geraune. Sicher ist, dass die Situation einigen in Wirtschaft und Politik zupass kommt, Entscheidungsträger sicher Gefallen am gesteigerten Machtgefühl finden – aber sich auch in eine Lage manövriert haben, in der ein Zurück zur Normalität schwer begründbar ist, ohne bei ihren sonst so braven und naiven Wählern an Glaubhaftigkeit einzubüßen.

Niedersachse

18. März 2021 10:42

Kennt jemand den Film "Die Insel" mit Scarlett Johansson und Ewan McGregor ? In diesem distopischen Film werden die "Überlebenden"  mit Hilfe von medialen Dauerfeuer und dem Schüren von Angst in einem Zustand ständiger Kontrolle gehalten. Allen Protagonisten wird vorgegaukelt, die Aussenwelt wäre kontaminiert, weswegen sie in dieser abgeschirmten künstlichen Pseudowelt leben müssten. Es herrscht Kontaktverbot innerhalb dieses Gebäudekomplexes, ausserdem müssen alle die gleiche Kleidung tragen. Tatsächlich ist diese Einrichtung kein Schutz, sondern eine Art menschliches Ersatzteillager, wo sich Superreiche ihre Klone züchten und aufbewahren lassen. Wohlverhalten wird belohnt, vermeintliche Vergehen werden bestraft. Einmal wöchentlich gibt es eine Lotterie, wo den Protagonisten eine "Belohnung" versprochen wird, die Reise auf eine nichtverseuchte Insel. Die Wahrheit ist nur, das die "Lotteriegewinner" eben nicht auf eine Insel kommen, sondern ihnen die Organe entnommen werden.

Manchmal scheint es, als hätten sich die internationalen Eliten und ihre Komplizen diesen Film als Blaupause für "Corona" ausgedacht. Zumindest ist die Vorgehensweise ähnlich bevormundend, übergriffig und mit Lügen begründet, wie jetzt bei "Corona".Tauscht man die Einheitskleidung gegen die Masken, den Gebäudekomplex mit den einzelnen Staaten, den Hologramm- Generator mit den Medien und die Reise auf die Insel mit dem Impfen, dann könnte man zumindest den Eindruck gewinnen.

Aussenseiter

18. März 2021 11:02

Corona eignete sich in den USA schlicht sehr gut (neben "Black Lives Matter"), um Trump (was immer man von seiner tatsächlichen Politik halten mag) aus dem Weißen Haus zu befördern.

Hierzulande wurde es sehr schnell dazu benützt, Dissidenten aller Art als Gegner (üblicherweise heißt das "rechts" und "demokratiefeindlich") zu punzieren bzw zu denunzieren. Die Herrschenden betrachten jegliche Abweichung vom Dogma der linksliberalen, "inklusiven" und "bunten" Regenbogenfahnen-"Demokratie" als illegitim und somit als etwas, das "robust" bekämpft werden soll. 

Niedersachse

18. März 2021 11:08

Heino Bosselmann schrieb gestern von der "würdelosen Angst" die bei vielen vorherrscht. Tatsächlich reultiert ebendiese Angst aus mangelnder Information und Regimetreue. Wissen ist eine Holschuld und keiner kann die Menschen zwingen an etwas zu glauben, was ihnen jeden Tag erzählt wird. Viele Menschen WOLLEN aber "ihren" Politikern und Medien glauben, weil man diese seit Jahrzehnten wählt und konsumiert. Vielleicht bahnt sich mittlerweile bei einigen tief im Inneren ein "diffuses Gefühl" an, das sie sich schwer erklären können, jedoch weiter in den Kaninchenbau vorzudringen, würde bei ihnen eine emotionale Erschütterung auslösen. Darum bleiben sie an der Oberfläche. Das erklärt auch die verzweifelte Abwehrhaltung mit der man sich konfrontiert sieht, will man ihnen mit Fakten begegenen. Mit einer Lüge zu leben ist für diese Sorte Mensch leichter verkraftbar, als mit der hässlichen Wahrheit. Bei denen allerdings, die auf dem "Kippunkt" stehen und emotional bereit sind, gewisse Dinge zu hinterfragen, ist ein faktenbasiertes Gespräch immer möglich. So zumindest meine Erfahrung.

Ein gebuertiger Hesse

18. März 2021 11:16

@ Niedersachse

"Die Insel" sollte vor ein paar Jahren mal an einem von MLs schönen Filmabenden auf einer Akademie in Schnellroda gezeigt werden, doch dann gab es eine Abstimmung, bei der die Teilnehmer sich lieber für "Uhrwerk Orange" entschieden. Würde heute wohl anders laufen (und sowieso: nix gegen Kubrick). Egal, das waren glory days. Mögen die Akademien bald wiederkommen.

Isarpreiss

18. März 2021 11:28

Ernst gemeinte Frage: Kann mir jemand erklären, warum diese "Lockdowns" nicht gegen die Ausbreitung helfen sollen? Wenn sich Menschen nicht treffen, können sie sich nicht anstecken.

RMH

18. März 2021 11:32

Unsere Regierenden sind doch in aller Regel keine planvoll, voraussehend Regierenden, sondern situativ getriebene Büro- und Technokraten, die immer erst auf konkrete Vorfälle hin handeln. Da mögen anderen Ortes Pläne geschmiedet worden sein, hier wird dann doch nur reagiert, aber nicht regiert.

Das Gejammere über volle Intensivstation hatte doch seine Ursache in erster Linie darin, dass unsere auf Gewinn trainierte Kliniklandschaft diese Betten lieber mit lukrativen anderen Patienten belegen will, als mit Covid Kranken oder warum bekommen Kliniken ganz offiziell "Ausgleichszahlungen" dafür?

In den Unternehmen schlägt zusätzlich nicht so sehr der Ausfall eines positiv Getesteten zu Buche, sondern die sich daran anschließenden Quarantänen der gesunden Kollegen. Die Beispiele lassen sich noch fortsetzen. Was macht dann eine nur reagierende Regierung? Den vermeintlich einfachsten  Weg.

Franz Bettinger

18. März 2021 11:48

@Isarpreis: "Wenn sich Menschen nicht treffen, können sie sich nicht anstecken." Antwort: Sie können sich (auch wenn sie sich treffen) nicht anstecken, weil es nichts Ansteckendes gibt. Gegenfrage: Wieso gibt's diese formidablen Lockdowns und Distanz-Gebote erst seit Corona? Hätte man nicht vorher schon - Ihrer genialen Strategie folgend - alle Ansteckungen, also sämtliche Infekte vermeiden können, einfach indem man sich nicht trifft? Die Erkenntnis ist doch allzu einleuchtend. Also wieso kommt man erst jetzt drauf?

Ein gebuertiger Hesse

18. März 2021 11:53

@ Isarpreiss

Sie stellen die falsche Frage. Schauen Sie auf die in der Einleitung des Artikels aufgeführten Fallzahlen und Sie sehen, daß es da nichts Nennenswertes gibt, dessen "Ausbreitung" verhindert zu werden verdient, jedenfalls nicht mit Mitteln, die Millionen Menschen mehr in die ärgste wirtschaftliche, soziale und seelische Not stürzen.

Fritz

18. März 2021 12:52

 

Der australische Philosoph Peter Godfrey-Smith schreibt in einem lockdown-kritischen Text:

„In a December 2020 interview, Neil Ferguson, an Imperial College epidemiologist who has been very influential in UK government decisions, looked back over discussions in the first part of 2020 as the pandemic spread. As he tells the story, the idea that lockdown was a genuine possibility in a modern European context initially seemed outlandish. Then the Chinese showed lockdowns could apparently be effective, and the Italians followed. ("It’s a communist one party state, we said. We couldn’t get away with it in Europe, we thought....And then Italy did it. And we realised we could.") Similar comments were made by an Australian counterpart around the same time – "Maybe we wouldn’t have even thought of it had Wuhan not done it." In those early months, public discussion showed a degree of reluctance to go down this road. But the policy quickly took off. I suspect that all sides – those in favor and those against – were a bit surprised at the willingness of people to acquiesce in these measures.“

https://petergodfreysmith.com/wp-content/uploads/2021/03/Covid-Heterodoxy-in-Three-Layers-PGS-v3E.pdf

Also das chinesische Vorbild motivierte westliche Politiker, es auch mit einem Lockdwon zu versuchen, was man unter normalen Umständen nicht gewagt hätte.

Der Text ist generell sehr lesenswert.

tearjerker

18. März 2021 13:09

Das Lockdown-Instrument ist Teil eines bereits in den 90igern entwickelten unfassenden Massnahmenplans zur Umgestaltung der globalen Handels-, Finanz- und Produktionsstrukturen mit dem Ziel die Herrschaft der USA gegen Wettbewerber wie die EU, China, Russland sicherzustellen. Hierzu wurde seinerzeit eine Gruppe innerhalb des American Enterprise Institute, das ‚Project for a new American Century‘ begründet, dass unter Beteiligung des Teams um Donald Rumsfeld (damals u.a. in der Leitung des Pharma-Unternehmens Gilead Sciences) Ziele und Instrumente für deren Erreichung entwarf. In der Folge von 9/11 wurden diese in die US-Gesetzgebung aufgenommen. Der Lockdown soll eine Militarisierung der Gesellschaft als Ganzes erzwingen und dient nicht gesundheitspolitischen Zielen. Über die westlichen Bündnisstrukturen und informellen Strukturen wurde das Konzept an die Verbündeten gebrieft und ab 2020 dann koordiniert mittels shock-and-awe (weltweite Medienpanik-Kampagne und Präsentation der bekannten Pauschalmassnahmen in Davos/München) erzwungen. Mann der ersten Stunde  ist Dr. Richard Hatchett, ehemaliger Berater der Bush-Administration und jetzt Leiter von CEPI, einer globalen Koordinierungsgruppe für Impfstoffinvestitionen, gegründet durch die Gates-Stiftung in Davos.

Ralph

18. März 2021 13:22

@ Franz Bettinger

Ihre Kommentare sind wieder prägnant, eloquent und scharfsinnig. Wie ich bereits anregte, wäre ein medizinkritischer Grundsatzartikel aus ihrer Feder sehr zu begrüßen.

Eine Frage, wenn auch nicht unmittelbar zum Thema. U.a. auf Anregung durch Ihre Beiträge habe ich diverse Schriften von S. Lanka sowie das Buch Virus-Wahn von Engelbrecht gelesen. Folgt man deren Argumentation, gerät das gängige Virusbild aus den Fugen. Über die neuen, genveränderten Impfstoffe müssen wir keine großen Worte verlieren. Wodarg, Bhakdi etc. haben dies bereits fundiert getan. Nun meine Frage: Wie verhält es sich, sofern Zwang eintreten sollte (!), mit den klassischen Totimpfstoffen? Novavax und Sanofi werden ja sicher Mitte des Jahres zugelassen werden. Über Sinn und Unsinn von Impfungen müssen wir gar nicht diskutieren, ich bin da völlig bei ihnen. Mir geht es ausschließlich um die Risiken. Wäre es also eine überlegenswerte Option, ggf. auf Totimpfstoffe auszuweichen und die schädlichen Rückstände dieser Impfung dann durch einen kundigen Heilpraktiker ausleiten zu lassen?

Laurenz

18. März 2021 13:22

@Franz Bettinger

Absolut, in Britannien gab es Ortschaften, die 2/3 ihrer Einwohner verloren. Das führte seinerzeit auch zu soziologischen Veränderungen. Handwerker waren rar, heiß begehrt, wurden freier und natürlich besser bezahlt.

Hier unter dem Eindruck der Pest in London

https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Pest_von_London 

Henry Purcell

Immer wieder gut

https://youtu.be/8FAMYZosKTo

Was mich nur extrem berührt, ist die quasi nicht vorhandene Auffassungsgabe vieler meiner Mitbürger. Die grassierende Dämlichkeit & Blödheit schockiert mich quasi zutiefst.

Ein gebuertiger Hesse

18. März 2021 13:32

@ tearjerker

Starke Darlegung. Vielleicht haben Sie den bereits Vogel abgeschossen. Aber eine Frage: die "Militarisierung der Gesellschaft als Ganzes" durch den Lockdown - wo sehen Sie die?

Gotlandfahrer

18. März 2021 14:07

Es freut mich, nach vielen aufschlussreichen, aber nabelschauenden Beiträgen, hier etwas lesen zu können, das versucht, den Suppentopf, in dem wir köcheln, als Teil der großen Küche einzuordnen.

@ Der_ Juergen mag recht haben - hätte man auch selbst verfolgen können.  Aber um es als Plot zu erfassen, ist die vorgelegte Leistung von großem Wert!

Es gibt in DE ja keinen bündelnden, auswählenden und zwecks Auftragsklärung einordnenden Denktank, sondern nur kakophonisch rauschende Webseitenwälder.  Durch den ziehen mutige Einzelkämpfer und versprengte Gruppen, manche versuchen Schulterschluss herzustellen.  Was am Freiheitsgeist scheitert – faszinierend, stets unsere vorchristliche Mentalitätsdisposition aufscheinen zu sehen.  Meine nie erloschene Hoffnung ist weiter darauf gerichtet, SiN könne die notwendige, sammelnde Strahlkraft aufbringen.

Erinnern darf ich an den vom Kameraden @Heinrich Loewe eingerichteten Kanal t.me/WarroomEssentials, den zu besuchen ich trotz fehlender Kommentarfunktion jedem des Englischen Nichtmächtigen sehr empfehle, denn hier bekommt man einen Eindruck davon, wo andernorts in der Küche Stellungen bezogen werden.  In einfacher Sprache: Die KPC weist enorme Interessensübereinstimmung mit der westlichen Finanzaristokratie sowie ihren herangezüchteten Bürokratie- und Medienbütteln auf, was ihre Absicht, weißen Bürgern den Garaus zu machen, jeden Tag wahrscheinlicher werden lässt.  Eine strategische Gegenwehr wünschte ich hier entstehen zu sehen.

Solution

18. März 2021 14:21

Ich bin von Anfang an "Maßnahmen"kritiker. Es gibt Corona und in vielen Fällen auch einen schweren Verlauf. Ob absichtlich, durch einen Laborunfall oder einfach so entstanden, ist für mich zweitrangig. Wichtig sind hingegen die Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen, der Übergang in ein totalitäres System, die finanziellen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen. Ein Epochenwechsel steht an, dessen Dimensionen noch nicht einmal abgeschätzt werden können.

Alle, die es können, müssen jetzt auf die Straße gehen. In diesem Frühjahr werden Massen mobilisert, wie kaum zuvor. Die schieren Massen wird nichts und niemand aufhalten, ist sie tatsächlich groß genug.

Diese Massen erfahren, wie verwerflich ihr eigener Staat mit ihnen umgeht, wie die Medien lügen, wie das Parteienkartell mit den "gesellschaftlich relevanten" Organisationen feindlich abseits steht und wie von linker Seite (Antifa) die Freiheitsbewegung im Sinne der Erhaltung der Merkel-Regierung attackiert wird. 

Ein Schlag mit einem Polizeiknüppel, ein Wasserstrahl aus einem Wasserwerfer und das Reizgas der Polizei, die Ordnungswidrigkeitsanzeigen und die schiere körperliche Gewalt der Staatsorgane werden nicht wirkungslos bleiben. Das kann ich persönlich bestätigen.

Hier ist die größte Nachkriegsbewegung auf der Straße. Egal, wieweit und von welcher Seite man den Komplex Corona kritisch betrachtet: Wer jetzt zuhause bleibt, versäumt was.

 

limes

18. März 2021 14:37

In seinem neuen Buch »Die Krise hält sich nicht an Regeln« macht Max Otte auf den Seiten 40 und 41 auf das »unheimliche „Gleichschritt“-Szenario der Rockefeller-Stiftung aus dem Jahr 2010« aufmerksam. Darin werden Reaktionen auf eine künftige Pandemie durchgespielt:

»Während der Pandemie spannten viele Staatsoberhäupter ihre Muskeln an und erließen umfassende Regeln und Restriktionen, vom zwingenden Tragen von Gesichtsmasken bis zur Fiebermessung […] Selbst nachdem die Pandemie abebbte, hielt diese mehr autoritäre Kontrolle und Aufsicht über die Bürger und ihre Aktivitäten an und intensivierte sich sogar noch. Um sich vor der Verbreitung von globalen Problemen – von Pandemien über transnationalen Terrorismus und Umweltkrisen bis hin zu steigender Armut – zu schützen, festigten die Regierungschefs rund um den Globus ihre Macht. […] Die Bürger waren gegenüber Anweisungen und Überwachung von oben toleranter, ja sogar versessen …|«

Vom »Gleichschritt-Szenario« der Rockefeller-Stiftung hatte ich auch zuvor schon gehört und gelesen, ich meine, es war bei Michael Morris und Paul Schreyer.

Uodal

18. März 2021 15:04

Teil 2

...warum und vor allem wie, schafft ein fernes Entwicklungsland, die globale Erzählung zu drehen? Nicht die Ami's, nicht die üblichen Verdächtigen. Aber China! - und wir bekommen so etwas nicht hin? Mind. seit der Aufklärung verlieren wir jede Auseinandersetzung mit der Linken. Was machen die besser? Warum bringen wir es nicht fertig, auch nur ein Fitzelchen am Spin der west. Talfahrt zu ändern?

Was uns immer noch fehlt, ist eine überzeugenden Analyse und Theorie des Ist-Zustandes und unseres Ziels. Was es gibt, sind Bruchstücke, Bauchgefühle, Stimmengewirr. Aber eben kein Gesamtkonzept! 

Ein Gesamtkonzept, daß die intellektuellen Schwächen des einen oder anderen neutralisiert, weil er es einfach nur nachplappern muß. Also das, was die Linke (so schlau sind die in der Masse ja auch nicht) seit Jahrzehnten vormacht. Eine gute Regie, bei der auch der kleinste genau weiss, was er vor Ort zu tun hat. Wie oft wurde genau dieses Manko hier von verschiedenen Foristen angemerkt. Wie oft hat man sich statt dessen mit "Politikberatung" beschäftigt!

 

Laurenz

18. März 2021 16:47

@Isarpreiss

Explizit für Sie, die berühmten Worte, die Marie-Antoinette in den Mund gelegt wurden.

"Wenn sie denn kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen."

Was Franz Bettinger & Ein gebuertiger Hesse vergessen haben, zu erwähnen, ist, daß auch eine Kontaktsperre eminente Konsequenzen hat. Anfang April letzten Jahres ist mein Onkel im Heim an diesen Kontakt-Sperre-Maßnahmen gestorben. Diese Toten zählt aber niemand.

Desweiteren ist eine Kontakt-Sperre auch nicht wirklich zuträglich für unser Immun-System. Unser Immunsystem ist zwar nicht auf urbanes Leben, aber auf soziale Gruppen ausgelegt, die engen Kontakt pflegen.

Masken verhindern vielleicht fliegende Tröpfchen, aber atmen Sie doch mal Tabak-Qualm durch eine Maske aus.

Und Hand auf's Herz, Isarpreiss, wie viele Corona-Tote haben Sie schon beerdigt?

Natürlich kann man an Infektionen sterben, aber das kann man mehr oder weniger an allen Infektionen. Aktuell sterben die meisten Menschen weltweit an Cholera. Corona ist noch nicht mal unter den ersten 10 oder 20 Infektionskrankheiten.

Niekisch

18. März 2021 17:40

"Wie oft wurde genau dieses Manko hier von verschiedenen Foristen angemerkt. Wie oft hat man sich statt dessen mit "Politikberatung" beschäftigt!"

@ Uodal: Seien Sie bitte nicht traurig. Wir leben eben in der Zeit der Fertiggerichte ohne  echten Nährwert. 

Isarpreiss

18. März 2021 17:45

@Franz Bettinger

Sie schreiben:

"Hätte man nicht vorher schon - Ihrer genialen Strategie folgend - alle Ansteckungen, also sämtliche Infekte vermeiden können, einfach indem man sich nicht trifft?"

Ich habe nie behauptet, eine geniale Strategie zu haben, sondern eine Frage gestellt. Um Ihre Frage zu beantworten: Ja, ich denke, man kann Ansteckungen verhindern, indem man den Menschen verbietet, sich zu treffen. Ob diese radikale Maßnahme in einem angemessenen Verhältnis zum Risiko z. B. einer Schnupfeninfektion steht, ist ein anderes Thema.

Wenn man sagt, eine ansteckende Krankheit ist gefährlich, kann ein "Lockdown" meiner Meinung nach sinnvoll sein. Und ich frage mich, wie das jemand ernsthaft anders sehen kann. Die Frage ist einzig und allein, ab wann eine Krankheit als gefährlich genug für diese Maßnahme gelten soll - Sterblichkeit von 0,1%? 10%? 50%?

Und keine Sorge: Auch ich glaube, dass dies bei der Sterblichkeit bei Corona nicht sinnvoll ist, noch dazu, wenn sich das Risiko auf eine bestimmte Altersgruppe konzentriert.

Silent Reader

18. März 2021 17:50

@Solution

Warum gibt es jedes Mal Gegendemonstrationen, wenn ein Querdenker-Protest stattfindet? Einige von ihnen stehen unter dem Motto "Tod dem Faschismus". Was hat Corona-Kritik mit Faschismus und den Nazis überhaupt zu tun? Sollen Anarchokommunisten nicht für die Freiheit und gegen staatliche Unterdrückung sein?

Niekisch

18. März 2021 18:50

"Warum gibt es jedes Mal Gegendemonstrationen, wenn ein Querdenker-Protest stattfindet?"

@ Silent Reader 17:50: Warum?- weil sie gerade denken? 

Niekisch

18. März 2021 18:55

"ist mein Onkel im Heim an diesen Kontakt-Sperre-Maßnahmen gestorben."

Mein tiefempfundenes Beileid, @ Laurenz. Ist es zu indiskret zu fragen, was genau im Einzelnen von diesen Maßnahmen den Tod verursacht hat?

Imagine

18. März 2021 20:00

Wer hat den Mut zur Wahrheit, offen zu thematisieren, was hinter dem Pandemie-Szenario steckt, so wie dies Prof. Bhakdi am Ende des Interviews macht?
https://www.corona-aufklaerung.tv/2021/01/30/exklusivinterview-mit-prof-dr-sucharit-bhakdi/
 

Franz Bettinger

18. März 2021 21:21

@Isarpreiss: Man kann, wenn’s regnet, um nicht nass zu werden, im Haus bleiben. Man kann auch einen Regenschirm nehmen und raus gehen. Man kann sogar ohne Regenschirm rausgehen und halt nass werden. Wo ist das Problem? - Ein Problem aber hat man, wenn man drin bleibt, obwohl es nicht regnet, bloß weil einer sagt, es regne draußen (man sähe den Regen aber nicht). - Und man kann auch mit Regenschirm in der Sonne rumlaufen, nur käme das jedem Normalen komisch vor. (Ersetze Regenschirm durch Maske etc…) Lieber Mann: Warum trauen sie nicht Ihren eigenen 5 Sinnen?

@Ralph: Sie fragen nach meiner Einstellung zu den klassischen (sogenannten Tot-) Impfstoffen. Antwort: Ich würde sogar die 7 klassischen (und im Vergleich weit weniger gefährlichen, aber eben nicht ganz ungefährlichen) Impfstoffe heute nicht mehr verimpfen: Polio, DTP uns MMR. Schon einer meiner Chefärzte (der berühmte Kinderarzt Prof. Dr. Keuth vom Kohlhof) unterließ es z.B., gegen Tbc zu impfen (eine extrem schmerzhafte Impfung, wenn sie korrekt intrakutan statt subkutan durchgeführt wird). Dr. Lanka weist anschaulich und überzeugend anhand von offiziellen Infektions-Kurven nach, dass sämtliche Infekte längst am Verschwinden waren, als man gegen sie zu impfen anfing, unddass erst diese Impfungen wieder zu einem leichten (im Vergleich zu früher) Anstieg der Infekte geführt hat. 

Wahrheitssucher

18. März 2021 22:10

@ tearjerker

„Das Lockdown-Instrument ist Teil eines bereits in den 90igern entwickelten unfassenden Massnahmenplans zur Umgestaltung der globalen Handels-, Finanz- und Produktionsstrukturen mit dem Ziel die Herrschaft der USA gegen Wettbewerber wie die EU, China, Russland sicherzustellen.“

Einmal angenommen, diese ihre Aussage träfe zu. Hätte da nicht auch ein Präsident Trump reingepasst? Und warum musste er dann fallen?

Solution

18. März 2021 22:34

@ Silent Reader

Kommunisten und Anarchisten bilden den Kern der Antifa. Diese ist eine horizontale Bewegung, keine hirarchische Organisation. Sie sind sich nur einig im Kampf "gegen Nazis und System". Ihre Zukunftsvisionen laufen wiederum alle auf Terrorsysteme hinaus. In ihren "Handbüchern" und Szenepublikationen findet sich wenig Konkretes dazu. Gelingt es mit einem zu diskutieren, was kaum möglich ist, weil sie den Gegner vernichten, nicht überzeugen wollen, kommen sie bei gezielten Gegenfragen zu ihrer Vision schnell ins Trudeln. Deshalb konzentrieren sie sich darauf, wogegen sie sind. Und das ist sehr weit gefaßt. Man lese Andy Ngo und Gabriel Nadales. 

Alter weiser Mann

18. März 2021 22:36

Text und Kommentare erinnern mich an die ewige Opfer-Litanei der Linken. Die korrupten Mächten sinnen auf Böses, geleitet von verheimlichten Zielen.

Wie wäre es mal mit einer klaren eigenen strategische Positionierung?

Da gibt es m.E. drei Möglichkeiten.

Modell Australien (zero Covid): Kurzer harter Lockdown, danach Einreise nur mit Quarantäne. Für die Inländer folgt ein normales Leben.

Modell laufen lassen: Keine Maßnahmen, Definition eines Belastungslevel für die Intensivstationen. Bei Überlast Umleitung der Kranken auf Palliativ-Stationen mit humaner Sterbebegleitung.

Modell Deutschland: Strategie des Mittelwegs. Ein bisschen Lockdown, der nichts bringt und deshalb ewig läuft, bis die Leute nervlich am Ende sind. Wirtschaftlicher Ruin, bei hohen Todeszahlen.

M.E. sind alle Varianten denkbar. Man sollte aber jeweils die moralische Verantwortung übernehmen. Bei Variante laufen lassen hieße das: Es muss halt 1% sterben, damit 99% ihre Freiheit behalten. Eine solche Aussage fehlt mit bei den Maßnahmenkritikern. Sich mit der Unwirksamkeit der Maßnahmen rausreden, ist kneifen vor der moralischen Verantwortung.

Ich bin übrigens der Überzeugung, dass der deutsche Staat, als er noch einer war (stark und nicht schwach), die Variante Australien gewählt hätte.

Laurenz

18. März 2021 22:52

@Niekisch

Kontaktsperre für die Kinder, also Besuchsverbot für meine Cousine & meinen Cousin, schlechtere Betreuung, also weniger Aufsicht, weil aufwendiger. Sein allgemeiner Zustand wurde dadurch in kürzester Zeit schlechter. Er ist alleine mehrmals hingefallen, was ihn ans Bett fesselte, dann das übliche, nämlich Lungenentzündung durchs Liegen, tot.

Gotlandfahrer

18. März 2021 23:48

Sehr geehrter Herr Lichtmesz,

wenn ich auf https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/

nachschaue, finde ich zwar Ihre Angabe von - aktuell - 2.848 "serious or critical" "active cases", was dem Anteil von 0,0034% entspricht. Auf dieser Seite finde ich aber keine Quelle speziell zu dieser Teilmenge, nur etwas weiter unten einen Link auf den 

https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/

(!), wo ich den Zuschnitt auf "serious or critical" jedoch ebenfalls nicht finden kann. Auch beim RKI, wo aber gerade nicht alle Links funktionieren, sehe ich das nicht.

Das mag an mir und meinem abendlichen Zustand liegen, ich hielte es aber für interessant zu wissen, ob das "wasserdicht" ist. Fällt es Ihnen leicht, hier einen Deeplink zu nennen, der auch Angsterfüllten vertrauenswürdig erscheint?

[Wenn nicht, brauchen Sie sich bitte nicht die Mühe machen, das hier freizuschalten, das Leben geht auch so weiter.]

ML:
" What are the sources for Coronavirus-19 numbers?

Official reports, directly from Government's communication channels or indirectly, through local media sources when deemed reliable. We provide the source of each data update in the "Latest Updates" (News) section. Timely updates are made possible thanks to the participation of users around the world and to the dedication of a team of analysts and researchers who validate data from an ever-growing list of over 5,000 sources.

Worldometer's Covid-19 data is trusted and used by Johns Hopkins CSSE, Financial Times, The New York Times, Business Insider, and many others.

Over the past 15 years, our statistics have been trusted by: Oxford University Press, Wiley, Pearson, CERN, World Wide Web Consortium (W3C), The Atlantic, BBC, Milton J. Rubenstein Museum of Science & Technology, Science Museum of Virginia, Morgan Stanley, IBM, Hewlett Packard, Dell, Kaspersky, PricewaterhouseCoopers, Amazon Alexa, Google Translate, United Nations Rio+20. and many others."

https://www.worldometers.info/faq/

Isarpreiss

19. März 2021 06:39

Lieber Franz Bettinger,

ich habe den Eindruck, sie unterstellen mir eine Meinung, die ich gar nicht habe.

Ich versuche es nochmal zu verdeutlichen: Ich habe keine Angst vor Corona und halte es auch nicht für ein gefährliches Virus. Ich halte die Maßnahmen für nicht angemessen.

Aber: Jemanden, der das anders sieht, wird man nicht vom Gegenteil überzeugen können, indem man behauptet, lockdowns helfen ohnehin nicht. Man muss ihm stattdessen seine Angst vor der Erkrankung nehmen. Das kann man mit offiziellen Zahlen tun und mit der persönlichen Erfahrung im Umfeld.

Um bei Ihrem Vergleich zu bleiben: wenn es draußen Säure regnete, bliebe ich im Haus. Da braucht es auch keine Vorschrift, das mach ich dann freiwillig, und es würde mich retten. Aber auch hier nochmal: damit meine ich nicht das Coronavirus.

 

Ralph

19. März 2021 07:25

@ FranzBettinger

Danke für Ihre Antwort. Sehe ich genauso. Mir ging es vielmehr darum, ob man, sofern es zu einem Corona-Impfzwang kommen sollte, sich für einen der Totimpfstoff-Kandidaten entscheiden sollte, da diese prinzipiell jene mit den am besten abschätzbaren Langzeitwirkungen wären. 

Laurenz

19. März 2021 07:43

Hier @ alle SpreeBarzis

Tichys, in Form von Alexander Wendt, schreibt gerade aktuell über den Mandela-Effekt. Das paßt doch ganz gut hierher.... bei Tichys ohne Abo immer 2x klicken.

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/mandela-effekt-ich-glaube-dass-ich-weiss-und-es-ist-das-richtige/

Müssen wir auch eine Religion erfinden?

RMH

19. März 2021 09:13

Man sollte doch einmal auf folgendes hinweisen:

Ein konkreter Arzt vor Ort, haftet für seine Ratschläge und Empfehlungen. Er hat de lege artis sein Handwerk auszuführen und wenn er die gröbste Mindermeinung vertritt und es zum Schaden kommt, dann versagt ihm wegen grober Fahrlässigkeit und ggf. Vorsatz auch noch die Versicherung den Schutz und schon können die Lebenspläne sich dann ändern - bye bye Altersruhesitz im Ausland, wo es schön ist etc..

Leute, die keine praktizierenden Ärzte sind (ein Herr Lanka bspw.), tun sich daher sehr leicht, ihre Auffassungen in den Weltäther zu posaunen - das System braucht sie zudem als positiv-Nachweise für angebliche Meinungsfreiheit.

Und jetzt kann ja jeder beim Heilpraktiker versuchen, sein "Pharma-Gift" neutralisieren zu lassen. Irgendwelche Zuckerkügelchen wird der schon im Angebot haben.

Da gehe ich doch lieber gleich zum Schamanen, da gibts ggf. wenigstens Drogen und eine psychonautische Erfahrung.

Alter weiser Mann

19. März 2021 09:18

@Isarpreiss

Die Sterblichkeit von Corona liegt in Deutschland wohl bei 1%. Bei bisher 78000 Toten, würde das heißen, dass 7,8 Mio schon mal Covid hatten, also jeder zehnte. Dürfte so passen. Ohne Maßnahmen würden wohl 80% Covid kriegen (die meisten symtomlos) und wir hätten dann ca. 600.000 Tote. Kann man m.E. vertreten: 1% stirbt, damit 99% frei leben können. In manchen Kriegen der jüngeren deutschen Vergangenheit war das Verhältns ungünstiger.

Zwei Anmerkungen:

Ich glaube, dass die Überlastung der Krankenhäuser der Trigger für den Lockdown ist. Das staatliche Gesundheitssystem verliert seine Legitimität, wenn es nicht mehr adäquat behandeln kann. Würden die Leute einfach tot umfallen, gäbe es keinen Lockdown.

Wenn der deutsche Staat noch stark und nicht multikulturell-egoshooter schwach wäre, dann hätte er die Variante Australien gewählt: kurzer harter Lockdown, Grenzen dicht mit amtlich überwachter Quarantäne bei Einreise, danach freies Leben der Menschen im Land.

Laurenz

19. März 2021 09:30

@RMH

Ein echter Schamane läßt Sie nur dann Pilze rauchen & Peyote (fr)essen, wenn Sie ohne Hilfsmittel Ihr Bewußtsein nicht willentlich verschieben können, was zugegeben, nicht ganz so einfach ist. Ein Anfang wäre es, wenn Sie es schaffen, 10 Sekunden lang nicht zu denken, also den "inneren Dialog" abzuschalten. Kleiner Tip, beim Duschen geht es einfacher. Das ist der Grund, warum Tibetanische Buddhisten dauernd vor sich hin beten & Trommeln rühren, ein Kniff, um nicht denken zu müssen.

Gotlandfahrer

19. März 2021 10:19

1/2

@Isarpreiss

Auch mein Gefühl ist, Sie wurden missverstanden und haben keine Antwort auf Ihre wichtige Frage erhalten. Die habe ich so aufgefasst: Vorausgesetzt es gibt „Infektionen“ (zu dieser Annahme kann ich nichts beitragen) und sie verbreiten sich über „Ansteckung“ von A auf B, so wie ein Floh von Wirt zu Wirt hüpft, dann müsste der verhinderte Kontakt von A zu B dies vermeiden.  Folglich müssten „Lockdowns“ helfen.  Wenn nicht: Warum?

Sie bezweifeln nicht die Unangemessenheit des Lockdowns, sondern anerkennen, dass man diese Frage beantworten muss, um ausschließen zu können, dass Schweden und Südkorea ggf. einfach nur Glück hatten und ein Lockdown doch besser als kein Lockdown ist.

Interessanterweise geben die genannten Studien, sofern ich nicht die entscheidenden Stellen verpasst habe, zu dieser Frage keine Auskunft, sie belegen „lediglich“, was aber schon hinreichend für die Ablehnung der Maßnahmen ist (!); DASS Lockdown keinen Effekt hat, zum WARUM fand ich lediglich ein wenig Prosa:

Savaris:

Regional differences in treatment methods and the natural course of the virus may also be major factors in this pandemic, and further studies are necessary to better understand it.further studies are necessary to better understand it.“

Was für mich die Frage aufwirft, ob die Expertenwelt überhaupt Kenntnisse darüber hat, WIE Virenverbreitung abläuft? Vielleicht weiß hier jemand dazu mehr.

Gotlandfahrer

19. März 2021 10:20

2/2

Peter F. Mayer (Ioannides vorgeschalteter Blog):

„In räumlich sehr beengten Bereichen hat sich auch gezeigt, dass Hausarrest die Ansteckung beschleunigt hat. Mit anderen Worten: Es ist möglich, dass Hausarrestanordnungen die Übertragung erleichtern, wenn sie den Kontakt von Person zu Person dort erhöhen, wo die Übertragung effizient ist, wie z. B. in geschlossenen Räumen.“

Ioannides:

„Empirical data […] show that the proportion of COVID19 deaths that occurred in nursing homes was often higher under [lockdowns] rather than under lessrestrictive measures.This further suggests that restrictive measures do not clearly achieve protection of vulnerable populations. Some evidence also suggests that sometimes under more restrictive measures, infections may be more frequent in settings where vulnerable populations reside relative to the general population.“

Mit anderen Worten: Sperrt man anfällige Hühner in kleinen Gruppen in Käfige, in denen aber auch jeweils ein ggf. sogar abgehärtetes Huhn steckt, das zum Körnerholen raus darf, wirken sich die ungesunden Lebensverhältnisse im Käfig nicht nur nicht schützend, sondern teilweise verheerend für die anfälligen Hühner aus. Oder: Wenn ein Lockdown den Übersprung der Flöhe verhindern soll, dann müssen alle Hühner in Einzelkäfige solange weggeschlossen werden, bis das letzte verreckt ist.

Imagine

19. März 2021 10:26

Es gibt Wahrheiten und Lügen bezüglich der Corona-Pandemie.

Eine Wahrheit ist, dass sich die Corona-Pandemie innerhalb weniger Monate unter Kontrolle bringen und zuverlässig unter Kontrolle halten lässt.

Eine andere Wahrheit ist, dass so, wie hier bei uns die Corona-Pandemie-Maßnahmen erfolgen, die Pandemie nicht unter Kontrolle zu bringen ist. Auch nicht mit Impfungen.

Eine andere Wahrheit ist, dass man dieses Corona-Szenario noch Jahre laufen lassen, solange die Staaten und Bürger noch über Geld verfügen bzw. kein ernsthafter Widerstand dagegen entsteht.

Zugleich werden folgende Lügen verbreitet:

1. Covid19 sei keine gefährliche Krankheit, sondern nur ein Fake.

2. Man könne die Corona-Pandemie allein mit den hier praktizierten Methoden, wie Maskenpflicht, Lockdown, Menschen einsperren, Impfen etc., erfolgreich bekämpfen.

3. Es handele sich beim ganzen Szenario um eine „Naturkatastrophe“ und nicht um einen verbrecherischen Raubzug und eine Diktatur des herrschenden Establishments.

ML: "Corona" ist weitgehend eine Fake-Krankheit, deren Gefährlichkeit weit übertrieben wird.

Imagine

19. März 2021 10:27

China zeigt, dass und wie sich die Corona-Pandemie innerhalb weniger Monate unter Kontrolle bringen und zuverlässig unter Kontrolle halten lässt.
Die dafür erforderlichen Maßnahmen beeinträchtigen und schränken weitaus weniger die Freiheit, die Gesundheit, den Wohlstand und die soziale Sicherheit ein, als es bei uns der Fall ist.

Die empirischen Beweise dafür liegen vor. Man kann die Daten und Diagramme bei Wikipedia googlen, so für die Corona-Neuinfektionen und die Corona-Toten in China.. Beides tendiert seit rund einem Jahr gegen Null.

ML: Pardon, aber Sie wiederholen chinesische Staatsprogaganda und Desinformation. Das ist ja genau der Punkt dieser Serie, dass Chinas wundersamer Weg, die "Pandemie unter Kontrolle zu bringen" eine Lüge ist. Diese Zahlen sind genauso manipuliert wie bei uns. China hat irgendwann einfach zum Testen aufgehört, und schwupp, waren die "Neuinfektionen" verschwunden.

Benedikt Kaiser

19. März 2021 10:45

@Imagine: So sieht es aus!

ML: So sieht es mitnichten aus, das ist chinesische Desinformation und beruht auf denselben Methoden, mit den "Corona" auch im Westen manipuliert bzw. überhaupt erst erzeugt wurde.

Ralph

19. März 2021 11:41

Imagine

In China wird gerade die totale (!) Überwachung perfektioniert und installiert. Wer sich so etwas auch nur im Entferntesten wünscht, muss von Sinnen sein. Es gibt hierzu unzählige Berichte und Dokumentationen. U.a. diesen Kurzbeitrag, welcher zu Ernüchterung genügen sollte: https://sz.de/1.5207525?jwsource=cl

Niekisch

19. März 2021 11:50

@ Laurenz 18.3. 22:52: Danke für diese Nachricht. Meine Frau als ehemalige Krankenschwester auch auf Intensiv hält das für ein sehr bedauerliches, schlimmes Schicksal. In der heutigen Ausgabe meiner Heimatzeitung fand ich aufwühlendes Beispiel eines schwer an Corona - ohne Vorerkrankung - 14 Wochen lang mit Beatmung behandelten noch nicht sehr alten Ehepaares, dass nur knapp dem Tod entronnen ist und auch jetzt noch kaum das täglich Notwendige erledigen kann. 

Erkennen wir, dass die Einweltler auch sehr gut ohne Corona ihre perfiden Pläne zu Ende bringen können, die sie schon seit mehr als 300 Jahren zielstrebig verfolgen.

Andreas Walter

19. März 2021 12:24

Müsste doch eigentlich sogar jedem ungebildeten Bürger auffallen:

Obwohl sich in den letzten Wochen lockerungs-orgien-technisch nichts ernsthaft verändert, nichts groß getan hat, außer ein bisschen mit der Frisöse gefummelt, steigen schon wieder die Inzidenzwerte wie blöde.

https://www.welt.de/vermischtes/article222523568/Corona-Zahlen-Sechs-Bundeslaender-liegen-jetzt-ueber-der-100er-Marke.html

Das Eine hat mit dem Anderen daher nichts zu tun, das Gleiche also wie bei der Klimademie.

Nun sind sie halt da, die Viren und Mutanten, und sie sind gekommen um zu bleiben.

https://youtu.be/eVkC47zKQWc

Imagine

19. März 2021 12:27

@Ralph   19. März 2021 11:41
„In China wird gerade die totale (!) Überwachung perfektioniert und installiert.“

Überall wird die totale technische Überwachung installiert.

Wobei die technische Überwachung in London City durch Videokameras, Kennzeichenerfassung und Gesichtserkennung höher ist als in Peking und Shanghai. Und die technische Überwachung insgesamt in der Schweiz höher ist als in China.

Wie perfekt die technische Überwachung bei uns längst ist, zeigt der „Snowdon“-Film von Oliver Stone.

Das ist die Realität.

Wer sich nicht verhält wie die bekannten drei Affen und nicht den Fake-Narrativen in den Medien naiven Glauben schenkt, sondern selbst recherchiert, fällt nicht auf die medialen Horrordarstellungen hinein.

Besser ist noch, eine China-Reise zu machen und sich eigene Eindrücke zu verschaffen. Wir haben uns nach einer China-Rundreise noch eine Woche auf eigene Faust in Peking umgesehen, auch dort, wo gewöhnlich keine Touristen hingeführt werden. Das konnten wir ganz frei machen, ohne irgendwelche Kontrolle oder Begleitung.

Andreas Walter

19. März 2021 12:50

@Imagine

Wann war das? Seit Trump soll es für Europide nämlich schwieriger geworden sein, in China.

Laurenz

19. März 2021 13:08

@Alter weiser Mann @Isarpreiss & @Imagine

Was erzählen Sie da? Um festzustellen,. woran jemand tatsächlich gestorben ist, muß man den Toten obduzieren. Also können wir letztendlich nicht feststellen, woran unsere Sterbenden sterben. Ärzte äußern bei der Feststellung des Exitus daher nur Vermutungen als Todesursache, denn einerseits müssen Obduktionen gerichtlich genehmigt werden & andererseits haben wir nicht genügend Gerichtsmediziner. Bei uns sterben im Jahr so an die 900k Menschen, so oder so, das sind so ca. 2.500 am Tag, im Winter etwas mehr, im Sommer etwas weniger, woran auch immer.

Das Politbüro hätte diesen famosen Tierarzt vom RKI auch den gefährlichen Herpes-Virus als Verursacher der Fakedemie publizieren lassen können, es machte im Nachweis, daß wir alle mehr oder weniger ausnahmslos damit unheilbar infiziert sind, keinen Unterschied zu Corona, auch nicht in den Statistiken der Sterbequote.

@Niekisch

Ihre Frau wird Ihnen bestätigen, daß Patienten, die an einer Lungenmaschine hängen, weswegen auch immer, eine Überlebenschance von 10% haben.

Laurenz

19. März 2021 13:17

@Ralph & Imagine

Das was Sie Beide debattieren, hat unterschiedliche Grundlagen, die einen Vergleich schwierig machen.

In China ist eine Mehrheit für Überwachung, weil die Chinesen sich selbst gut kennen. In Europa ist das nicht so. Hier möchte eine Mehrheit nicht überwacht werden.

Man kann natürlich in keiner Weise behaupten, daß es vor der Masseneinwanderung in Europa keine Verbrechen gab, siehe das berühmte fiktive Beispiel von Dürrenmatt  https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Versprechen_(D%C3%BCrrenmatt)

Aber die Statistiken gehen eben zu Lasten der Masseneinwanderung.

Von daher hätte es der Wahl-Bürger in der Hand, hier Veränderungen herbeizuführen, aber andere Parameter stehen in der Eminenz des Bürgers eben weiter oben. 

ML: Innerhalb Chinas gibt es massive mafiöse und korrupte Strukturen und Sumpfgebiete, die der Staat trotz all seiner Überwachungsfinessen nicht in den Griff kriegt.

Imagine

19. März 2021 13:29

Darauf hinzuweisen, dass China eine totalitäre Diktatur sei und dort alles schlimmer sei, entspricht zum einen nicht der Realität, zum anderen ist es Ausdruck politischer Dummheit.

Unstrittig ist, dass China eine Diktatur ist. Nur leben auch wir längst in einer Diktatur.

Und im aktuellen Vergleich zwischen dem Leben in China und hier, muss man objektiv feststellen, dass die Individuen in China mehr Freiheiten besitzen.

Politisch intelligent wäre es, diesen Vergleich als Argument gegen die hier herrschende Corona-Diktatur einzubringen.

Und zu fordern, dass auch wir so viel Freiheit wie die Menschen in China bekommen.

Aber so intelligent sind die Menschen hier nicht.

Alter weiser Mann

19. März 2021 13:35

@ ML

War die spanische Grippe 1918 / 1920 (25. Mio Tote) auch eine Fake-Krankheit?

ML: Warum stellen Sie mir diese dumme Frage?

Laurenz

19. März 2021 13:56

@Imagine

Das, was Sie schreiben, formulieren Sie zu gemeingültig. Die Analyse von Freiheiten, die jeweils gewährt werden, sind ganz unterschiedlich gelagert. Ein Beispiel ist, Sie können in China keinen Grundbesitz erwerben, Ihr chinesisches Kader-Pendant hier schon.

In China herrscht ein sogenanntes autoritäres Regime. Bei uns haben Sie zumindest die theoretische Chance, Staatsratsvorsitzender zu werden. Sie können zwar auch politisch verurteilt werden, aber bis auf wenige informelle Ausnahmen, werden Sie hier nicht öffentlich exekutiert, nur virtuell.

Imagine

19. März 2021 14:06

@ML:
Pardon, aber Sie wiederholen chinesische Staatsprogaganda und Desinformation. Das ist ja genau der Punkt dieser Serie, dass Chinas wundersamer Weg, die "Pandemie unter Kontrolle zu bringen" eine Lüge ist. Diese Zahlen sind genauso manipuliert wie bei uns. China hat irgendwann einfach zum Testen aufgehört, und schwupp, waren die "Neuinfektionen" verschwunden.

Es gibt nicht nur diese Zahlen, sondern auch Video-Dokumentationen und Berichte.

Siehe beispielsweise:
Die Arte-Dokumentation „China: In Wuhan legen sie die Masken beiseite“ vom 2.10.20, n-tv-Artikel vom 13.9.2020 „Hat China das Virus bereits besiegt?“, DW-Artikel und Video von 24.10.20 oder AFP-Video vom 31.12.2020.

Das ist sicherlich keine „chinesische Staatsprogaganda und Desinformation“.

Ralph

19. März 2021 14:12

„Unstrittig ist, dass China eine Diktatur ist.“

Danke, dass diese Gegebenheit nochmal klargestellt wurde. Ich dachte schon, es gibt zwei chinesische Volksrepubliken auf unserem Planeten. Ansonsten ist hier in Deutschland die Nachverfolgung durch eine App eben noch nicht verpflichtend. Das ist durchaus ein Unterschied. Um nur bei diesem einen Beispiel zu bleiben.

tearjerker

19. März 2021 14:20

@Hesse: Die Militarisierung bezog Rumsfeld auf den Konfliktfall, in dessen Verlauf ein bioterroristischer Angriff eine Unterscheidung ziviler und militärischer Gruppen im Kampf gegen den Feind obsolet machen würde und alle unterschiedslos denselben Regeln unterworfen werden sollen. Die NYT hat dazu ein  Konvolut von emails veröffentlicht, dass auch auf die kontroverse Diskussion um das Lockdown-Instrument in 2006 Bezug nimmt. Dort ist auch Hatchett präsent, der vor knapp einem Jahr in einem Treffen mit Macron von Krieg sprach, was Macron dann in seiner Einschätzung  zur Situation aufnahm.

@Sucher: Trumps wirken war äusserst disruptiv. Er dimmte die militärischen Aktivitäten, über die im Kern die politische Agenda umgesetzt werden soll. Zudem kamen weite Teile des Gesetzgebungsprozesses und die damit verbundenen Geldflüsse in Form von Spenden an Abgeordnete, Stiftungen usw. zum Erliegen. Das kam nicht gut an.

@China: Das Vorgehen der Chinesen hatte ausschliesslich politische und nicht medizinische Gründe. Wie bereits bei anderen Gelegenheiten zuvor  wurde das Märchen vom ach so tödlichen Virus genutzt um Kader und Gesellschaft zu säubern und zu disziplinieren.

Alter weiser Mann

19. März 2021 14:30

@ ML

Ich versuche die Gesprächsgräben (Caroline Sommerfeld) zu überwinden. Ich möchte verstehen, wann man Ihrer Meinung nach von einer Pandemie sprechen kann. Ich möchte Ihre Kriterien verstehen. Dann verstehe ich vielleicht, warum Corona - oder besser: das was die Regierung daraus macht - für Sie ein Fake ist.

ML: Schauen Sie sich einfach an, wieviele Menschen daran sterben. Und gugeln Sie, was zB Wodarg über die Schweinegrippe als Beispiel für eine Fake-Pandemie (im Grunde fast alles seit SARS 2003) schrieb.

Niekisch

19. März 2021 15:21

"Patienten, die an einer Lungenmaschine hängen, weswegen auch immer, eine Überlebenschance von 10% haben."

@ Laurenz: Deswegen schrieb ich ja auch, sie seien knapp dem Tode entronnen.

@ Alter weiser Mann: Ich schließe mich Ihren Fragen an. Der Grund liegt darin, dass alle in meiner Verwandtschaft und im Umfeld Erkrankten sowie mehrere Intensivpfleger und Ärzte übereinstimmend schilderten, dass die Symptome  n i c h t  denjenigen einer Grippe gleichen. Dass die "Spanische Grippe" sich relativ kurzfristig erledigt hat, könnte an der damaligen militärischen Organisation auch des Zivillebens im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg und kurz danach liegen. Da unsere heutigen Verwalter auch sonst nicht viel vernünftig erledigen, ist hinsichtlich Corona erst recht nicht viel zu erwarten.

Laurenz

19. März 2021 15:58

@Alter weißer Mann, bzw. Imagine, bzw. Augustinus

@ ML

Es sind nicht mehr krank & es sterben auch nicht mehr, als sonst auch. Damit ist die Debatte beendet.

Andreas Walter

19. März 2021 16:36

@Imagine

Wann waren Sie denn in China? Vor oder nach Trump?

Lotta Vorbeck

19. März 2021 17:05

@Alter weiser Mann - 19. März 2021 - 01:35 PM

War die spanische Grippe 1918 / 1920 (25. Mio Tote) auch eine Fake-Krankheit?

---

Der Spanischen Grippe von 1918 ging eine Impfkampagnie voraus.

Frage: Womit endete diese, im Gefolge des WK I aufgekommene Epidemie?

Antwort: Mit der sogenannten Weltwirtschaftskrise.

 

---> Die Grippe-Impfung ist ein Verbrechen – und das bereits seit 78 Jahren - veröffentlicht am 16. November 2020

Ein gebuertiger Hesse

19. März 2021 17:09

Also, nochmal: Wegen einer Grippe-Variante, die 99,999% aller Deutschen nicht lebensgefährlich bedroht (siehe die Einleitung dieses Artikels) wird unser gesamter Mittelstand kaputtgemacht, werden Millionen Leute in ärgste seelische, soziale und finanzielle Nöte gestürzt? Und das hält irgendwer für vertretbar? Get real.

Niekisch

19. März 2021 17:55

"Es sind nicht mehr krank & es sterben auch nicht mehr, als sonst auch. Damit ist die Debatte beendet."

@ Laurenz 15:58: Ob sich Martin Lichtmesz durch Sie am Antworten hindern lässt? Wohl kaum...

Niekisch

19. März 2021 18:13

"Der Spanischen Grippe von 1918 ging eine Impfkampagnie voraus.

Frage: Womit endete diese, im Gefolge des WK I aufgekommene Epidemie?

Antwort: Mit der sogenannten Weltwirtschaftskrise."

@ Lotta Vorbeck 17:05: Der "spanischen Grippe" ging das Lagern einer großen Zahl US-amerikanischer Rekruten 1917 zu dicht nebeneinander in einer Halle voraus, sodass die Krankheit nicht "im Gefolge", sondern mitten im ersten Weltkrieg ausbrach, als diese Soldaten in Europa angelandet waren. Sie endete auch nicht mit der Weltwirtschaftskrise, sondern bereits einige Jahre zuvor.

@ Ein gebuertiger Hesse 17:09: Dass im Abarbeiten der Krankheit Unfähigkeit und Überreaktionen herrschen, darf nicht den Blick dafür verstellen, dass nicht hinreichend getestet, geimpft und die besonders Gefährdeten geschützt werden. 

Dass unsere Verwalter Verschwörungsgehilfen sind, dem stimme ich zu. Allerdings handeln sie in doppelter Loyalität "bei Gelegenheit" der Krankheit, nicht monokausal. Es mag ja sein, dass den Transatlantikern und Auflösern aller Dinge die Entwicklung zum heißgeliebten Welteinheitsstaat wegen der wachsenden Stellung Chinas zu langsam geht und sie eben bei dieser Gelegenheit nachhelfen. Corona werden wir überleben, aber nicht den totalen Austauschkrieg. 

Imagine

19. März 2021 18:21

@Andreas Walter  19. März 2021 12:50
„Wann war das? Seit Trump soll es für Europide nämlich schwieriger geworden sein, in China.“

Für bestimmte Journalisten. Das war aus den Medien zu erfahren.

Aber für Touristen? Davon habe ich nichts mitbekommen. Jedenfalls nichts vor der Corona-Pandemie.

Meine letzte China-Reise war 2014.

Die verlinkten Videos sollte man sich unbedingt ansehen, wenn man sich für China interessiert.

Alter weiser Mann

19. März 2021 19:37

@Niekisch 15:21

Mich interessiert die spanische Grippe, um einen Vergleich zu haben. Die spanische Grippe verlief in drei Wellen von 1918 bis 1920. Interessanterweise waren die Wellen kurz, jeweils nur 2 - 3 Monate. Gestorben sind vor allem junge Menschen, oft binnen weniger Stunden. Es gibt dazu eine gute Sendung des BBC von 2019 (!). Damals gab es keine systematischen Maßnahmen. Mir konnte noch kein Virologe erklären, warum die Pandemie trotzdem temporär zusammengebrochen ist. Vielleicht wäre unsere Pandemie auch zusammengebrochen, wenn man nichts getan hätte (wegen der Intensiv-Überlastung hätte natürlich kein Politker den Mut dazu gehabt). In Afrika gab es in vielen Ländern ein für die Virologen unerklärliches Verschwinden von Corona.

Niekisch

19. März 2021 19:58

@ Alter Weiser Mann 19:37: Es gibt ein paar Bücher zur damaligen Grippewelle. Ich habe darüber aber keine genaue Kenntnis, weiß nur, dass massiv unter militärischer Organisation isoliert wurde, die Toten sofort in Massengräbern beigesetzt wurden. Die Todeszahlen waren zeitweise derart groß, dass es über das Verbleiben des Großvaters meiner Frau, der als Niederländer 1919/20 in Mülheim/Ruhr arbeitete und dort an der span. Grippe verstarb, weder detaillierte Unterlagen gibt noch eine zu identifizierende Grabstelle existiert. Ich vermute, dass sich die Infektiosität im Laufe der Zeit abgeschwächt hat und dann die zumeist betroffenen kräftigen jungen Leute genug Eigenimmunität hatten, um davonzukommen. Mutanten dürften dann die weiteren Wellen ausgelöst haben, bis sie sich wiederum abschwächten und dann die Epidemie auslief.

Spannend wird in der nächsten Zeit, was passiert, wenn Impfungsdefizit und Mutantenspread längere Zeit aufeinandertreffen. 

Alter weiser Mann

19. März 2021 20:13

@ ML 14:30

Die Todes-Zahlen werden ja veröffentlicht. Dass die Maßnahmen sie senken, kann doch  nicht ernsthaft bestritten werden. England hat durch einen harten Lockdown die Zahlen in 4 Wochen von 60.000 auf 5.000 gesenkt. Der Dilletanten-Lockdown unserer Regierung kommt da natürlich nicht mit. Er zerstört die Wirtschaft und macht die Leute mürbe.

Eines frage ich mich: wenn Sie Regierungschef wären und erhielten die Nachricht, die Intensivkapazitäten wären ausgelastet. Würden Sie dann Maßnahme ergreifen oder die Einrichtung von Palliativstationen mit Sterbebegleitung einrichten lassen. Wenn Sie die moralische Kraft zu letzterem aufbringen würden - es wäre bei Ihrer Corona-Position konsequent - dann würden ich Ihnen Respekt für Ihren Mut zollen, die Freiheit zu verteidigen. Ich habe aber den Eindruck, Sie stellen sich dieser moralischen Frage gar nicht.

Alter weiser Mann

19. März 2021 20:47

@Niekisch:

Ich glaube auch, dass wir die "interessante" Phase noch vor uns haben. Es soll in Brasilien schon Leute geben, die mit zwei Varianten zugleich infiziert sind. Ein Virologie sieht da die Gefahr von Kreuz-Mutationen, die dann komplett impfresistent sind.

Mal schauen, wie es weiter geht. So wie die letzten Monate gehts nicht mehr lange, das halten die Leute nicht aus (keine Ahnung, wie lange die EZB noch Geld drucken kann).

limes

19. März 2021 22:30

@ Niekisch (19. März 2021 19:58)

»Spannend wird in der nächsten Zeit, was passiert, wenn Impfungsdefizit und Mutantenspread längere Zeit aufeinandertreffen.« Impfungsdefizit?

Es könnte ganz anders kommen, als die Geschichten und Erklärungen des politischen und publizistischen Hauptstroms nahelegen: »Einer der weltweit führenden Virologen und ein starker Befürworter von Impfstoffen schlägt Alarm. Geert Vanden Bossche, der im Bereich der Infektionsforschung und Impfstoffentwicklung für die Pharmaunternehmen Novartis und GlaxoSmithKline, sowie für die Organisation GAVI und die Bill & Melinda Gates Stiftung tätig war, warnt, dass die Massenimpfkampagnen gegen das Corona-Virus, eine globale Katastrophe „epischen Ausmaßes“ auslösen wird. […] Die Impfung von Menschen gegen das Corona-Virus mitten in einer Pandemie wird seiner Ansicht nach dazu führen, dass das Virus ansteckender wird. Damit werde auch die Resistenz der Viren gegen die Impfstoffe weiter zunehmen.«

https://www.epochtimes.de/politik/ausland/dramatischer-appell-an-die-who-top-virologe-warnt-vor-massensterben-durch-corona-impfungen-a3473412.html

limes

19. März 2021 22:53

@ Niekisch, @ limes

Gut, habe soeben selbst in einem meiner bei Telegram abonnierten Kanäle Widerspruch zu Vanden Bossche gefunden:

» Nochmal zu den falschen Theorien über Immunflucht von Vanden Bossche«

https://tkp.at/2021/03/19/nochmal-zu-den-falschen-theorien-ueber-immunflucht-von-vanden-bossche/

Franz Bettinger

19. März 2021 23:33

@Isarpreiss: Ihre Frage war eigentlich prima. Wenn meine Antwort schief und unfreiwillig persönlich ausfiel, dann sorry, war nicht so gemeint. Aber Ihre Vorlage war halt sehr gut. Ich halte einfache Antworten (zum Kapitalismus und was Rechts ist) und Metaphern (wie mit Regenschirm in der Sonne herum laufen) für besser als komplexes Klamüsern und Formulieren. Nix für ungut! - Ich fahre gerade die Westcoast der Südinsel (NZ) runter und habe viele Pub- (Biertisch-) Gespräche mit Minenarbeitern über Corona. Herrlich, diese simplen Fragen und die Dankbarkeit, wenn sie simpel und doch verständlich beantwortet werden (können). Dieses ehrliche Staunen! Das macht so viel mehr Spaß als mit Professoren zu reden. 

Lotta Vorbeck

19. März 2021 23:59

@Alter weiser Mann - 19. März 2021 - 08:47 PM

"Es soll in Brasilien schon Leute geben, die mit zwei Varianten zugleich infiziert sind." 

---

Leute, die mit der Trommel um den Christbaum rennen, soll's nicht nur in Brasilien geben.

 

Franz Bettinger

20. März 2021 01:48

@Spanische Grippe: Was damals wirklich ablief und ob in der Tat eine Infektionskrankheit vorlag (und welche), wissen wir nicht. Der Name SG wurde ja auch erst später erfunden. Und das Konzept Viren (also eine Grippe) war damals noch völlig unbekannt. Man nahm eine bakterielle (!) Erkrankung an, und man impfte wild (!) drauflos (was die Todeszahlen eventuell befördert hat). Es könnte sich bei der SG auch um eine ganz andere Todesursache gehandelt haben. Was erwartet man nach einem auszehrenden und psychisch verheerenden Krieg und nach Hungerperioden? Genau: AIDS, eine weit verbreitete Immunschwäche, die die Leute wie die Fliegen sterben lässt. Allgemein: Wir sollten nicht vor den Haustüren der vor über 100 Jahren Verblichenen kehren (was wissen wir schon davon) sondern vor unseren eigenen. Hier könnten wir wissen, wenn wir denn wollten. 

Lotta Vorbeck

20. März 2021 02:32

@Alter weiser Mann - 19. März 2021 - 08:13 PM

an Martin Lichtmesz

"Eines frage ich mich: wenn Sie Regierungschef wären und erhielten die Nachricht, die Intensivkapazitäten wären ausgelastet. Würden Sie dann Maßnahme ergreifen oder die Einrichtung von Palliativstationen mit Sterbebegleitung einrichten lassen."

---

2020, im Jahr eins des Corona-Zeitalters, wurden 21 Kliniken deutschlandweit vom Netz genommen. Von 30 weiteren Krankenhäusern ist bekannt, dass ihnen die Schließung droht oder ihr Aus schon abgemachte Sache ist. Der Abbau hat in den zurückliegenden Jahren an Fahrt aufgenommen. 1991 gab es im gerade vereinten Land 2411 Kliniken, 2018 waren es 1925, zwölf Monate später nur noch 1914 Krankenhäuser in Deutschland.

Das Kliniksterben ist politisch gewollt, wird empfohlen von Gesundheitsökonomen und befeuert von ihren Gutachten. Ein bundesweiter Fonds über bis zu 750 Millionen Euro jährlich fördert die Konzentration auf große Standorte. Noch Ende Februar des vergangenen Jahres hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu mehr Mut bei Krankenhausschließungen geraten. Der Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach (SPD) hielt 2019 einen Abbau der Kapazitäten grundsätzlich für richtig.
 

Laurenz

20. März 2021 06:32

"Spanische Grippe"

In Europa verlief die Spanische Grippe vergleichsweise harmlos.

Die meisten starben daran in Asien.

Franz Bettinger

20. März 2021 08:04

@Alter w Mann: Sie haben das nachweisbar beste Modell vergessen; das Modell Nichts Tun. Es ist das Modell, nach dem sich Schweden, Norwegen, Weißrussland, S-Carolina, Florida, Süd-Korea und Japan gerichtet haben. Resultat: Note 1 in allen Disziplinen (von Wirtschaft bis Gesundheit).

Aber Sie glauben, der König trage Kleider und wir müssten uns nur entscheiden, welchen Maßnahmen (Kleidern) wir zujubeln sollten. Nein, der König ist nackt. Splitternackt!

Übrigens: der abzuschreibende Anteil Toter ist nicht wie von Ihnen behauptet 1%, sondern (offiziell) 0,0034%. Ist das echt besorgniserregend? In Wirklichkeit kann die C-Sterblichkeit aber gar nicht ermittelt werden, weil der PCR-Test (auf dem die Diagnose ja beruht) invalide (ungültig) ist. So einfach ist das! Und da habe ich nicht mal den offensichtlichen Betrug der Umetikettierung (Diagnose-Fälschungen) eingerechnet. Die von Ihnen zitierten 78.000 C-Tote in Deutschland sind: eine erfundene Zahl, aka eine politisch gewünschte (hohe). Fauler Zauber. 

Franz Bettinger

20. März 2021 08:12

@Überlastung der Krankenhäuser? Die waren nie überlastet. Haben Sie das denn nicht mitgekriegt, @AwM? Es wurde auf SiN rauf und runter gebetet. Wenn Krankenhäuser (von oben) dicht gemacht werden, hat das Nachbar-Krankenhaus eben viel zu tun. Beispiel: Das Kreiskrankenhaus St.Ingbert wurde geschlossen (weil ein paar gesunde Schwestern mit positiv getestet wurden). In der Folge war die Klinik in Sulzbach (5 km entfernt) voll belegt. Was glauben Sie, wohin man die Journaille schickte? Nach IGB oder Sulzbach? Dasselbe Schema wurde mir von Freunden aus Mailand und Bergamo berichtet. Durch Konzentrierung schaffte man Hot Spots, und die gab man als landesweit typisch aus. So läuft’s überall auf der Welt. Alles nicht mitbekommen? Ist doch eigentlich nicht schwer zu recherchieren. Fahren Sie einfach die Kliniken in ihrer Umgebung ab. 

Franz Bettinger

20. März 2021 08:32

@Alter w Mann schreibt: „Die C-Todeszahlen werden ja veröffentlicht“. Hier etwas zur Logik bzw. Kausalität: „Am Monat starb die König und zwei Tage später aus Kummer auch die Königin“.  Was ist an diesem Satz Fakt, und was ist Fake? Was sind die harten Tatsachen, und was ist eine nicht beweisbare Behauptung?

Antwort: Aus Kummer klingt gut und könnte auch stimmen. Nur: Könnte die Königin nicht auch vergiftet worden sein? Anders gefragt: Warum glauben Sie den C-Zahlen? Auf die Zahlen der Gesamtmortalität ist Verlass. (Sie liegen in der selben Größenordnung wie all die Jahre zuvor.) Über die Todes-Ursachen wissen wir hingegen: nichts. Die Ursachen können erlogen sein; und sind es im Falle C mit Sicherheit. 

Alter weiser Mann

20. März 2021 10:42

@ Franz Bettinger 8:04

Das Modell nix tun habe ich nicht vergessen, siehe meine posts vom 18. März 2021 22:36 und 19. März 2021 09:18. Ich halte das für eine echte Option, zumal die spanische Grippe gezeigt hat, dass die Infektionzahlen nach dramatischem Ausbruch auch ohne Maßnahmen schnell wieder zurückgehen. Es hat bisher aber keine Regierung den Mut dazu gehabt (sie hätte es m.E. auch nicht überlebt). Dass die  Schweden nix gemacht haben, gehört in die Welt der Märchen. Sie haben keinen Lockdown gemacht, aber viele Einschränkungen (keine Veranstaltungen, viele Empfehlungen an die Bürger) und die höheren Todeszahlen in Kauf genommen. Wie der Chef-Virologe sagte: die Maßnahmen müssen von den Menschen lägere Zeit akzeptiert werden. Das funktionierte auch ganz gut, weil die Menschen sich an die Empfehlungen gehalten haben. Irgendwie gibt es dort (wie auch in Japan) noch einen Gemeinschaftssinn. In unserer multikulti-egoshooter-Welt ist da natürlich Fehlanzeige.

Gustav

20. März 2021 10:47

 @ Imagine @ Alle

Wer sich von den Ergüssen Imagines bezüglich China erholen möchte:

"Halten wir fest: Im Inneren hat China diverse grosse Probleme, von denen der Kulturbruch durch die junge Generation meiner Ansicht nach das grösste ist. Die private Verschuldung der Haushalte und das für einen Industriestaat völlig unzureichende Rechtssystem sind andere ernste Probleme. Aussenpolitisch ist die Lage Pekings alles andere als beneidenswert.

China läuft in eine Scylla-und-Charybdis-Problematik hinein. Entweder man entschliesst sich, die Digitalisierung der Wirtschaft zu einer Ausweitung der Regierungskontrolle zu nutzen – dies würde meiner Ansicht nach in eine innere „over-extension” des Staates münden. Oder man lässt konkurrierende innere Machtzentren zu. Beides wäre für die Pekinger Herrschaft dysfunktional. Wir sehen hier, dass totalitäre Regimes, wenn ihre Wirtschaften wachsen, in eine quasi „kybernetische” Falle laufen: Die Komplexität des Systems wird irgendwann so gross, dass eine zentrale Steuerung entweder aufgegeben oder zu einer Art „Organversagen” führen muss."

Sehr lesenswert: https://www.klonovsky.de/2020/12/prognosen-ueber-chinas-zukunft/

 

Laurenz

20. März 2021 11:11

@Alter schwarzer Mann @Franz Bettinger

Hier berichten die "Exberde" (hoch-hessisch). 

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/119371/Schweden-meldet-hoechste-Zahl-an-Todesfaellen-seit-Spanischer-Grippe am 15.12.20.

Aber es lohnt sich, den Text durchzulesen.

Und hier die Statistik in Schweden.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1111495/umfrage/fallzahl-des-coronavirus-in-schweden/

Und wie @Franz Bettinger sagen würde, sagt die nächste Statistik alles aus. 

https://www.indexmundi.com/g/g.aspx?c=sw&v=26&l=de

Über einen längeren Zeitraum, hier dargestellt 20 Jahre, sinkt die Sterberate pro 1.000 Einwohner, das heißt, der Schwede und seine Gäste haben eine höhere Lebenserwartung, auch mit Corona.

scivila

20. März 2021 11:47

März 2020. Sowohl Kurz als auch Merkel verkünden: danach wird nichts mehr so sein wie es war, dies wird ein anderes Land sein. Sinngemäß. Erstaunlicherweise kam niemand auf die Idee zu fragen, woher sie das jetzt schon  so genau wissen können, wo sie sonst so tun, als wüssten sie nicht, was es mit diesem Virus auf sich hat. Ich denke, man sagt nicht einfach mal, eure Welt wird sich komplett verändern, wenn man kein Plan hat, und nicht weiß was vor sich geht. Und es klang nicht so, als ob diese Welt danach besser sein würde. Die Aufmerksamkeit der Leute wird pausenlos auf Viren, Mutationen, Inzidenzwerte gelenkt, auf Zahlen die sie völlig kirre machen, Sachen wo die meisten überhaupt nicht durchsteigen. Ich find‘s merkwürdig, daß sich viele hier nicht für den great reset interessieren, und nur auf Corona fixiert sind , wo beides zusammen gehört, und die Auswirkungen des einen viel verheerender sind, und für jeden spürbar sind, als die des anderen, die keiner überhaupt bemerkt hätte, wenn nicht dieselben Leute, die ihr am liebsten auf den Mond schießen würdet, gesagt hätten, da ist ein Virus, jetzt tragt mal alle Maske, und bleibt gefälligst zu Hause. Auf einmal sind sie vertrauenswürdig, oder wie?

„Jetzt zeigt sich: Es ist möglich.“

Die Frage ist, warum sollten sie freiwillig jemals wieder davon abrücken, wenn es funktioniert.  

Niekisch

20. März 2021 11:58

"In Europa verlief die Spanische Grippe vergleichsweise harmlos."

@ Laurenz 20.3. 6:32: Ja, genau. Deswegen wurden ja auch in den westdeutschen Großstädten Massengräber ausgehoben, weil die Friedhöfe nicht ausreichten.

Imagine

20. März 2021 12:23

Auf die Frage von @Isarpreiss (18. März 2021 11:28 )
„Kann mir jemand erklären, warum diese "Lockdowns" nicht gegen die Ausbreitung helfen sollen? Wenn sich Menschen nicht treffen, können sie sich nicht anstecken.“

habe ich bewusst nicht geantwortet, weil eine ausführliche richtige Antwort zu komplex und kompliziert gewesen wäre.

China macht es richtig, nämlich die wirklich Infizierten identifizieren und konsequent frühzubehandeln und zu isolieren. Kann man in den verlinkten Videos beobachten und analysieren.

Was soll der - aus medizinischer Sicht - Unsinn, nach einem positiven PCR-Test die Menschen nach Hause zu schicken und abwarten, ob sich eine ernsthafte Covid19-Erkrankung entwickelt?

Inzwischen stecken die wirklich Infizierten (geschätzt 1 von 10 positiv Getesteten) die anderen Menschen an, weil sie nicht konsequent isoliert wurden.

Inzidenz 50 bedeutet 50 positiv Getestete auf 100.000, also statistisch 5 Infizierte auf 100.000.

Es ist Unsinn, wegen dieser 5 Infizierten 99.995 Menschen einem Lockdown zu unterwerfen, zumal durch das Nach-Hause-Schicken von Infizierten die Infektionskette nicht unterbrochen wird.

Im Gegenteil, so hält man die Corona-Infektionen am Laufen.

Natürlich auch die damit verbundenen Geschäftsmodelle.

Imagine

20. März 2021 12:54

Solange es Infizierte gibt, produzieren diese immer weiter neue Corona-Viren mit Mutationen. Und wenn die Infizierten nicht früh erkannt werden und konsequent isoliert werden, läuft das Infektionsgeschehen immer weiter.

Viren sind tote Materie, die können sich nicht selbst vermehren. Man kann sie als Botenstoff bezeichnen, vergleichbar mit einer Hormontablette.

Nur die wirklich Infizierten sind als Virenproduzenten und Viren-Emittenten ansteckend.

Tote können niemanden anstecken. Wie denn?

Wie bei der normalen Grippe werden sich die Menschen immer wieder erneut anstecken, vor allen an Mutationen.

Zweitinfektionen können potentiell – cf. Dengue Fieber – viel gefährlicher und tödlicher sein als die Erstinfektion.

Diese Phänomen wird als „fehlgesteuerte Immunreaktion“ bezeichnet.

Prof. Bhakdi – s. verlinktes Video – befürchtet und begründet, warum aufgrund der hier verwendeten gentechnischen Impfstoffe eine solche „fehlgesteuerte Immunreaktion“ verheerende Folgen haben könnte.

Welche? Einfach „fehlgesteuerte Immunreaktion“ googlen.

Laurenz

20. März 2021 13:59

@Niekisch @Laurenz

"Spanische Grippe & die Massengräber"

Die Bürger Europas waren ausgezehrt, auch die Asiens, alleine der arabische Kriegsschauplatz kostete Mio. Soldaten & Partisanen das Leben.

Die Ernährung war auch nach dem Kriege sehr schlecht, dazu kamen Wirtschaftskrisen. Die Versorgung von Kriegsversehrten, deren Arbeitskraft natürlich eingeschränkt war, kam auf der ökonomisch-sozialen Seite der Medaille noch hinzu. 

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1126441/umfrage/todesfaelle-aufgrund-der-spanische-grippe-nach-weltregion-1918-1920/

2,3 Mio. Tote in Europa waren, im internationalen Vergleich betrachtet, harmlos.

Alleine in Indien waren 17 Mio. Tote zu verzeichnen. Elend ist immer relativ, nur nicht für Betroffene.

Laurenz

20. März 2021 14:02

@Imagine

"Und wenn die Infizierten nicht früh erkannt werden und konsequent isoliert werden, läuft das Infektionsgeschehen immer weiter."

Exakt, und wenn man isoliert, verschiebt man nur die Infektionen. Warum sollte man also isolieren? Damit zögert man die Infektion in sinnloser Weise hinaus.

Niekisch

20. März 2021 14:53

"2,3 Mio. Tote in Europa waren, im internationalen Vergleich betrachtet, harmlos."

@ Laurenz 13:59: im Vergleich vielleicht wenig, aber harmlos?...Wie Sie mit solchen Hekatomben von Toten umgehen...

Alter weiser Mann

20. März 2021 14:56

@ Laurenz 20. März 2021 11:11:

Finde ich gut, mit ofiziellen Daten zu argumentieren. Das schützt vor dem Vorwurf Verschwörungstheorie. Das Vorgehen der Schweden, mit Empfehlungen zu arbeiten, ist in the long run durchaus überzeugend. Man muss sich aber auf das Volk verlassen können. Das scheint dort zu funktionieren. Im Mulit-Kulti-Ego-Deutschland wäre ich da eher skeptisch.

Die Sterbetafel geht nur bis Anfang 2020. Da gabs kein Corona. Oder übersehe ic da was. 

Laurenz

20. März 2021 16:16

@Alter gelber Mann @Laurenz

Naja. statt Corona gab es Grippe, die es aktuell statistisch nicht mehr gibt. Und die historischen Grippe-Toten stehen statistisch den Corona-Toten in nichts nach. Also geht die Fortführung der Statistik aus wie das Hornberger Schießen.

Laurenz

20. März 2021 16:25

@Niekisch @Laurenz

"Wie Sie mit solchen Hekatomben von Toten umgehen..."

Ich gehe damit statistisch um. Wie sollte ich sonst damit in dieser Debatte umgehen?

Wenn Sie mit dem Stichwort "Spanische Grippe" in der vorgegeben in der deutschsprachigen Suchmaschine suchen, ist es eklatant auffallend, daß die (Masse an) guten und weniger guten Beiträge/Artikel zu diesem Thema sehr einseitig auf eine europäische Sicht getrimmt sind, vor allem die, welche durch unsere Staats-Büttel & Hofnarren-Berichterstatter geprägt sind. Man liest immer Zahlen zwischen 17 und 55 Mio. zeigt aber nur Bilder oder erzählt Geschichten aus Europa oder den USA. Man betrauert sich historisch selbst. Die Mehrzahl an Opfern in Asien interessiert im Grunde kein Schwein. Das zeugt davon, wessen Geisteskinder tatsächlich in unserer Medienwelt vorherrschen.

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