21. März 2021

Wie der Lockdown erfunden wurde (3/4)

Martin Lichtmesz / 23 Kommentare

Teil 3 des Gastbeitrags von Eugyppius.

 

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

c. Die Rolle von viralen Influencern in Italien

Auch in China können repressive Maßnahmen von großer Tragweite nicht einfach befohlen werden. Landesweite Hausarreste erfordern auch dort die breite Unterstützung der Bevölkerung, und so überrascht es wenig, daß Lockdowns und Corona-Alarmismus Hand in Hand gehen.

Ende Januar, als die WHO noch zögerte, wegen COVID-19 eine gesundheitliche Notlage auszurufen, tauchten in den sozialen Medien Videos auf, die zu zeigen schienen, wie mutmassliche Erkrankte in den Straßen von Wuhan plötzlich zusammenbrachen. Die Welt kennt inzwischen mehr als 100 Millionen offizielle Corona-Fälle. Und doch haben sich diese Szenen nirgendwo im Westen wiederholt.

Hinzu kommt, daß sämtliche Videos dieser Art am oder kurz nach dem 23. Januar erschienen sind, also genau an dem Tag, an dem die chinesische Regierung den Hubei-Lockdown verhängte. Sie kommen uns heute als absurd vor, weil sie sich deutlich von der Corona-Mythologie unterscheiden, wie sie uns im Westen verkauft wurde.

Unsere Mythen erzählen eher davon, wie Corona unsere Großeltern töten, unsere Krankenhäuser überschwemmen, die Genesenen neu infizieren und die Gesunden verkrüppeln wird. Diese Art der Propaganda ist subtiler und gehört doch zum gleichen Drehbuch. Der Ablauf ist derselbe: Zuerst entscheidet sich eine Regierung für Masseneindämmung. Dann werden alarmierende Nachrichten verbreitet, um die beispiellosen Einschränkungen zu rechtfertigen.

In wenigen Tagen nach dem 8. März wurden Europa und Nordamerika mit koordinierten Propagandawellen überschwemmt, die vor allem zwei Ziele hatten: Sie sollten die landesweite Quarantäne, die die italienische Regierung angeordnet hatte, gegenüber der Bevölkerung des Landes rechtfertigen; und sie sollten die Strategie der Masseneindämmung anderen Nationen schmackhaft machen.

Nur wenige Tage nach Beginn der Quarantäne setzte in den italienischen sozialen Medien jene folgenreiche Informationskampagne ein, die von Michael Senger dokumentiert wurde. Sie wurde nachweislich zumindest teilweise aus China gesteuert. „Vom 11. bis 23. März“ – so Senger – „stammten etwa 46% der Tweets mit dem Hashtag #forzaCinaeItalia und 37% der Tweets mit dem Hashtag #grazieCina von Bots“. Andere, von menschlicher Hand betriebene Accounts begannen zur gleichen Zeit das Stimmungsbild zu erzeugen, daß die Angst vor Corona und der daraus folgende Wunsch nach drakonischen Maßnahmen im Volk weit verbreitet sei.

Einen Tag vor Beginn der italienischen Twitter-Kampagne, am 10. März, veröffentlichte ein „Influencer“ namens Tomás Pueyo auf dem Portal medium.com einen Meilenstein der Corona-Hysterie. Der Artikel „Coronavirus: Warum du jetzt handeln muss“ wurde innerhalb weniger Tage mehr als 40 Millionen Mal aufgerufen; innerhalb von 72 Stunden erschienen gleich zwei deutsche Übersetzungen.

Im Grunde genommen handelte es sich hierbei um nichts weiter als eine Neuauflage der Argumente, die dem verhängnisvollen WHO-Bericht vom 24. Februar zugrunde lagen. Laut Pueyo befanden sich die Kurven der Länder mit den schlimmsten Ausbrüchen, etwa China und Italien, lediglich um einige Tage oder maximal eine Woche im Vorsprung gegenüber anderen Nationen, die unweigerlich auf dasselbe Desaster zurasten:

Wenn Sie verstehen wollen, was passieren wird oder wie diese Wachstumsrate zu verhindern ist, müssen Sie einen Blick auf die Länder werfen, die das alles bereits durchgemacht haben: dazu gehören China, andere östliche Länder mit SARS-[Erfahrung] und Italien.

Neun Tage später veröffentlichte Pueyo ein weiteres einflußreiches Stück, „Der Hammer und der Tanz“, das fast ebenso große Verbreitung fand wie das erste. Darin empfahl er Lockdowns (der „Hammer“) kombiniert mit anderen Maßnahmen wie Kontaktverfolgung (der „Tanz“), um „Zeit zu gewinnen“ und Corona einzudämmen, bis Impfstoffe verfügbar wären.

Pueyos Artikel wurden von den Gesundheitsbürokraten weitgehend gutgeheißen. Sein erstes Stück wurde in vierzig Sprachen übersetzt. Aus ihm stammt eines von nur zwei Zitaten in einem vieldiskutierten offenen Brief, in dem fünfhundert Wissenschaftler am 14. März die britische Regierung zur Ergreifung „stärkerer Maßnahmen“ aufforderten.

Wer ist dieser Tomás Pueyo, dessen Aufsätze die internationale Lockdown-Debatte so stark beeinflussten? Vor Corona beschäftigte er sich vor allem mit „Verhaltenspsychologie, Design und Storytelling“, also der „Kunst des Geschichtenerzählens“. So schrieb er 2017 ein Buch über die narrative Struktur von Star Wars. Im selben Jahr hielt er einen TED-Vortrag mit dem Titel "Warum uns Geschichten fesseln". Er behauptet, die Online-Lernplattform Course Hero zu verantworten.

Während Pueyos Manifest von Millionen gelesen wurde, änderte sich der Tonfall der Presseberichte über die italienische Pandemie drastisch.

Vor der ersten Quarantäne in der Lombardei findet man nur vereinzelte Artikel über die gesundheitlichen Verhältnisse in Italien. Ein Bericht beschreibt das italienische Gesundheitssystem als „angespannt“ (2. März); ein anderer schildert, wie einige italienische Krankenhäuser Triage-Zelte aufstellen ließen, um Corona-Patienten zu identifizieren (4. März). In den Tagen nach dem 7.3. fing die Presse an, sich auf die dramatischen Erfahrungen des Gesundheitspersonals zu fokussieren und zu prognostizieren, daß die Gesundheitsversorgung auch in den jeweils eigenen Ländern bald rationiert werden müsste.

Dieser Gesinnungswandel scheint seine Ursprünge in den sozialen Medien zu haben, wofür nur eine kleine Handvoll Postings genügte.

Der mit Abstand einflußreichste Beitrag war ein emotionaler Appell, den ein Arzt in Bergamo namens Daniele Macchini am 7. März auf Facebook veröffentlichte. Italiens meistgelesene Tageszeitung, der Corriere della Sera, veröffentlichte Macchinis Post auf ihrer Website noch am selben Abend wortwörtlich und ohne die geringste zusätzliche Berichterstattung.

Eine Ärztin namens Silvia Stringhini lieferte zwei Tage später eine virale englische Übersetzung auf Twitter. Diese Posts inspirierten innerhalb einer Woche unzählige Nachrichten in mehreren Sprachen (siehe z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier).

Die Details von Macchinis Appell sind ziemlich aufschlußreich. Bevor das Corona-Virus nach Italien gelangt war, war seine Facebook-Seite monatelang inaktiv. Am 24. Februar tauchte er wieder auf und leitete die Stellungnahme eines Kollegen weiter, der versuchte, zu erklären, warum Corona schlimmer und weitaus infektiöser als die Grippe sei, und sich deshalb zu viele Menschen auf einmal infizieren und die italienischen Krankenhäuser überlasten würden, wenn man nicht sofort drastische Maßnahmen ergreife.

Dies geschah am selben Tag, an dem die WHO-Mission in Peking die entscheidende Pressekonferenz abhielt, in der sie die Masseneindämmung befürwortete, und an dem Italien seine Eindämmungsversuche im Norden neu zu organisieren begann.

Am 4. März leitete Macchini die „klinischen Eindrücke“ eines anderen Kollegen weiter, mitsamt Behandlungsempfehlungen für Corona-Patienten, darunter die Aufforderung, bei schweren Fällen invasive Beatmung anzuwenden, und zwar auf hohem positivem endexspiratorischem Druck. Ein weiteres Posting vom 7. März wiederholte lediglich Aussagen aus diesen früheren Nachrichten, und untermalte sie mit Auskünften über seine persönlichen Gefühle der Erschöpfung und Dringlichkeit.

Macchini beschrieb, wie sein Krankenhaus umorganisiert werde, um den anwachsenden Zustrom von Corona-Patienten aufzunehmen, und berichtete, daß er und seine Kollegen sich buchstäblich rund um die Uhr bemühen müssten, viele ältere, an Lungenentzündung leidende Italiener zu behandeln. Er erklärte ausführlich, warum Corona keine Grippe sei, und pries die Beatmungsgeräte als „so wertvoll wie Gold“.

Am Vorabend der Ankündigung des Lockdowns in der Lombardei ermahnte er seine Leser,

geduldig zu sein, auch wenn Sie nicht ins Theater, in die Museen oder ins Fitnessstudio gehen können. Versuchen Sie, Mitleid mit all den alten Menschen zu haben, die Sie umbringen könnten.

Macchinis Beitrag war sicherlich der einflußreichste seiner Art, aber nicht der einzige, der eine breite Leserschaft fand, insbesondere in der Anglosphäre.

Am 9. März postete ein Twitter-Account im Namen eines angeblichen Londoner Arztes namens Jason Van Schoor einen vielgelesenen Thread im gleichen Stil. Van Schoor behauptete, die Erfahrungen „eines angesehenen Freundes und Intensivmediziners, der sich derzeit in Norditalien aufhält“, weiterzugeben. Dieser Arzt soll sich mit Van Schoor in Verbindung gesetzt haben, um ihm „ein schnelles, persönliches Update über die Geschehnisse in Italien zu geben“ und um mit ihm zu beraten, „was man tun sollte."

Nun scheint es in London zwar tatsächlich einen Arzt zu geben, der Jason Van Schoor heißt, und es besteht gewiß auch kein Zweifel daran, daß die Zustände in den lombardischen Krankenhäusern im März 2020 schlimm waren. Warum jedoch Berichte darüber aus zweiter Hand kommen mussten, in perfekter Koordination mit der Propaganda-Kampagne nach dem 8. März, ist eine andere Sache.

Wir haben alle Routinebehandlungen gestoppt, alle OP-Säle wurden in Intensivstationen umgewandelt, während alle anderen Notfälle, wie Traumata oder Schlaganfälle, weitergeleitet oder nicht behandelt werden,

las man in Van Schoors Thread. „Es gibt Hunderte von Patienten mit schwerem Atemversagen und viele von ihnen haben keinen Zugang zu etwas Besserem als einer Beatmungsmaske.“ Jeder „über 65 und jeder jüngere mit Ko-Morbiditäten“ werde „auf den Intensivstationen nicht einmal angeschaut.“ Der anonyme Arzt hat Freunde, die „in Tränen aufgelöst sind, weil sie Menschen vor ihren Augen sterben sehen und sie nichts weiter tun können, als ihnen etwas Sauerstoff anzubieten.“

Van Schoors Informant prophezeite, daß dieses Schicksal auch anderen Krankenhäusern im Ausland blühe, und zwar nach einem „Muster“, das „überall gleich ist“. Zuerst werde man „ein paar positive Fälle“ haben, die Leute würden aber „immer noch in Gruppen herumhängen, und alle werden sagen, daß man nicht in Panik geraten soll“. Dann werde man von „Unmengen von Patienten mit moderatem Atemversagen“ überflutet. Deren Zustand würde sich stetig verschlechtern, während

das medizinische Personal krank wird, sodaß es schwierig wird, den Schichtbetrieb aufrechtzuerhalten, wodurch die Sterblichkeitsrate auch bei allen anderen Krankheitsursachen steigt, die nicht richtig behandelt werden können.

Obwohl sich dieser mysteriöse Freund angeblich mit Van Schoor in Verbindung gesetzt hatte, um Behandlungstipps zu geben, tat er nichts dergleichen und erklärte bizarrerweise, daß „alles darüber, wie man sie behandelt, im Internet zu finden“ sei („everything about how to treat them is online“).

Sein einziger Rat ist politischer Natur: „Wir“ sollten „keine Angst vor massiv strengen Maßnahmen haben, um die Menschen zu schützen“. Unsere Regierungen müssten diese „strengen Maßnahmen“ durchsetzen; wenn sie es nicht täten, werden unsere Angehörigen, die nicht an Corona erkrankt sind, aufgrund der Triage keine Hilfe bekommen können:

If governments won’t do this (…), your loved ones with history of cancer or diabetes or any transplant will not be tubed if they need it even if they are young.

Er fordert seine Leser auf, es nicht den Ignoranten gleichzutun, die zwar sagen „Oh weh, das ist aber schlimm“, und anschließend auswärts zum Essen gehen.

Die Parallelen zu Macchinis Posting liegen auf der Hand, und das Timing scheint eine direkte Verbindung nahezulegen: Van Schoors Thread wurde knapp vierzehn Stunden nach Stringhinis Macchini-Übersetzung gepostet, und beide Threads sind gleich formatiert.

 

 

 

Ein Journalist fragte Van Schoor, ob er ihn mit diesem anonymen italienischen Arzt in Kontakt setzen könne. Van Schoor antwortete nicht (zumindest nicht öffentlich); soweit ich weiß, sind keine Artikel erschienen, in denen sich weitere Informationen über seine Quelle finden lassen.

Ein skeptischer Leser verlangte Beweise, und bekam als Antwort zwei Fotos, ein leeres und ein mit medizinischen Geräten überfülltes Krankenhauszimmer: „Das sind die OP-Säle, die in Bergamo geräumt werden“.

Danach wurde es um Van Schoors Account fast völlig still; seit dem 10. März 2020 hat er nur viermal getwittert.

Presseberichte aus der gleichen Zeit bestätigen zwar, daß viele lombardische Krankenhäuser in der Tat überlastet waren, jedoch nicht die extremeren Details von Van Schoors Geschichte. Sein zweifelhafter Bericht wurde dennoch von britischen Boulevardzeitungen wie The Daily Mail und Metro massenhaft verbreitet.

Man kann es vielleicht so zusammenfassen:

Machinis Bericht richtete sich an die Italiener; Van Schoors Bericht ist eine Überarbeitung Macchinis (ein „spin-off“) und ein politischer Appell an die Briten.

Macchini richtete sich an diejenigen, die schon einen Lockdown hatten. Van Schoor war eine Neufassung für diejenigen, die einen Lockdown wollten bzw. wollen sollten.

Wenn man diese Geschichten heute liest, sticht vor allem die Rolle der Beatmungsgeräte ins Auge.

Vor März 2020 wurde die Beatmung von Covid-Patienten in den Medien kaum erwähnt. Entscheidend war ein Lagebericht der WHO vom 1. März, in dem die Nationen aufgefordert wurden, ihren Vorrat an Beatmungsgeräten aufzustocken.

Eine Woche später machte Macchinis Aufsatz die Beatmungsgeräte zu einem gängigen Thema, während der Mythos vom drohenden Mangel an diesen Geräten sofort und überall aufgegriffen wurde.

Zu den frühesten Multiplikatoren zählte das Weltwirtschaftsforum; ein Artikel auf seiner Netzseite verwies am 9. März sowohl auf Macchinis als auch auf Van Schoors Bericht: „Jedes Beatmungsgerät ist nun Gold wert“.

Die Anweisung, schwere Covid-Fälle früh und mit hohem Druck zu beatmen, stammt indes von chinesischen Gesundheitsberatern, was Macchini bekannt war.

Der Engpaß bei den Beatmungsgeräten wurde in Großbritannien zum ausschlaggebenden Argument, die Strategie der Risikominderung und Verlangsamung zugunsten der Strategie der Masseneindämmung („Lockdown“) aufzugeben.

Man warf den Briten vor, lediglich für eine Grippeepidemie geplant und dabei versäumt zu haben, die erhöhten Beatmungsanforderungen der Corona-Patienten zu berücksichtigen.

In Wahrheit wurden die Corona-Patienten übermäßig beatmet, und der Mythos des Engpasses brach bereits in der ersten Aprilhälfte zusammen, als die Ärzte erkannten, daß diese Methode ihre Patienten tötete.

Sobald sich jedoch ein Land für die Masseneindämmung entschieden hatte, war die Falle zugeschnappt und es konnte nicht mehr aussteigen. Niemand durfte zur Strategie der Risikominderung zurückkehren.

Fortsetzung folgt.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (23)

Laurenz

21. März 2021 18:59

Klingt irgendwie alles nach einer Pistolen-Nummer aus einem Western.... irgendwie herrschen die Gesetzlosen....

Simplicius Teutsch

21. März 2021 19:04

Man muss Verschwörungs-THEORETIKER sein, um den Verschwörungs-PRAKTIKERN auf die Spur zu kommen. Die Verschwörungs-LEUGNER sind die naiven Deppen oder opportunistischen Gehilfen der Verschwörungs-PRAKTIKER.

Berufsmäßig bezahlte Verschwörungs-TROTTEL:INNEN hörte ich heute im Radio Kanal BR5, die den „Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen“ auf den Prüfstand stellten, der mit „Halbwahrheiten“ seine „populistischen Verschwörungsmythen“ verbreitet und von den Fakten- und „Fiktions“-Checker:Innen als gefährlicher Feind der Wahrheit markiert wird. - Und sie sehen nicht den Balken im eigenen Auge. 

Nachdem ich das ganze Wochenende hier in den Beiträgen und darüber hinaus auf der CORONA-Welle durch die Medien gesurft bin, möchte ich als Fazit Jan Fleischhauer (focus-kolumne) zustimmen, den ich nicht ganz richtig zitiere:

„Die Regierung in Berlin treibt uns in den Wahnsinn: Jetzt kann uns nur noch Karl Lauterquatsch retten.“

Wie bestellt dazu wurde Karl Quatschbach im Radio zitiert: „Wir brauchen einen härteren Lockdown.“

Simplicius Teutsch

21. März 2021 19:05

Ich bleibe bei @ Martin Lichtmesz:

Wie viel hier Wahnsinn, wie viel Methode, und wie viel beides zusammen ist, läßt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht eindeutig erkennen. Dennoch scheint das Ziel der Reise klar zu sein: Die Installation eines totalitären Herrschaftsmodells nach chinesischem Vorbild über den Umweg einer paternalistischen "Gesundheitsdiktatur".

Skeptiker

21. März 2021 19:52

Unabhängig zu den unterschiedlichen Auffassungen zu der "Corona-Problematik" (zu der ich mich hier nicht mehr äußern werde!) wird aus dem Artikel auch deutlich, wie sehr das Internet (und die Informationsverbreitung über dieses) alles -wirklich alles - verändert hat und weiter verändert. Keine politische Richtung hat hier auch nur ansatzweise eine Lösung. Die Hilflosigkeit wird hinter der Worthülse "mehr für die Digitalisierung  tun zu wollen" verborgen. Was eigentlich? Tablets in die Schulen, noch mehr Kameras in Autos/Wohnungen/öffentliche Plätze, ungefragte Ablösung gewohnter Alltagsroutinen wie dem Bargeldverkehr ...

Die Internetgiganten gestalten derweil munter die Welt nach ihren Vorstellungen. Die "Weltmacht" sitzt im Silicon Valley. Sie müssen gar nicht Corona erfinden, um die Welt mittels der Krake des "Überwachungs-Kapitalismus" der Datensammler von Google, Facebook und Co zu steuern!

Gracchus

21. März 2021 22:38

Und welche Schlüsse sind daraus zu ziehen? Wie viel schlauer sind wir nach 1 Jahr?

Offenkundig: Ohne mediale Hysterie keine Pandemie. Nicht klar: Was treibt die Massenmedien dazu? BILD zum Beispiel trommelt aktuell gegen den Inzidenzwert als einzigem Lockdown-Kriterium, zugleich für Impfen, Impfen, Impfen - und gegen die Querdenker-Demo. 

Wenn @imagine in einem anderen Thread die Massnahmen Chinas als vorbildhaft hinstellt, kann ich mir nur die Augen reiben, zumal wenn man sich imagines sonstige antikapitalistischen Invektiven in Erinnerung ruft. Mit den Massnahmen soll die Entwicklung zum Überwachungskapitalismus angestoßen  werden, durchaus nach chinesischen Vorbild, nur dass dies im Westen von Konzernen betrieben wird. Möglicherweise spekuliert man darauf, dass China auch bald "fallen" wird, und zwar insofern, als die Wirtschaft bei zunehmender Komplexität von der kommunistischen Partei nicht mehr gesteuert werden kann, und dann zu dem absinkt, wozu die Parteien und Regierungen im Westen bereits abgesunken sind, nämlich zu Erfüllungsgehilfen von Grosskonzernen.  

 

 

Lotta Vorbeck

22. März 2021 00:05

@Skeptiker - 21. März 2021 - 07:52 PM

"Unabhängig zu den unterschiedlichen Auffassungen zu der "Corona-Problematik" (zu der ich mich hier nicht mehr äußern werde!) ..."

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Skeptiker, das klingt wie eine Drohung.

ede

22. März 2021 02:23

Ich kann nur sagen, die Serie von Eugyppius ist das bisher sinnstiftendste was ich bisher zum Phänomen zur Kenntnis nehmen konnte (einschl. der Kommentare von Taerjeker, Bettinger u.a). Dabei wurden einige Details nicht mal erwähnt, wie nächtliche Lastwagen & 1000 Mann /10 Tage Krankenhaus und der jungverstorbene "Entdecker".

Danke Herr Lichtmesz & Sin dafür.

Mein Eindruck: Mag sein, daß es dafür Szenarien in Schubladen gab und gibt. Für naheliegender als raffinierte globale Pläne, halte ich aber die Neutralisierung von Chinas Hongkong-Problem (Erwartungshaltung & Massenproteste).

Im Grunde gilt ähnliches auch für Italien, Frankreich, GB (Brexit) und Spanien. Ein Seuchenkrieg transzendiert da einiges an innenpolitischen Großproblemen.

Warum Deutschland auch? Deutschlands verordnete Aufgabe ist halt den westeuropäischen Laden auf Kurs zu halten.

Wer sich daran erinnert, Ende Februar/Anfang März war Merkel zwei Wochen in Denkklausur, während Spahn und Medien abwiegelten.

Damit wurde auch das Trumpproblem gelöst. Der Floh ist innerhalb kürzester Zeit von Ischgl in die ganze USA gesprungen.

RMH

22. März 2021 06:52

Im Moment läuft aus Sicht des Tankers Berlin noch schlicht gar nichts aus dem Ruder. Die Mannschaft murrt zwar immer stärker und sieht, wie offenkundig ein Lotse an Bord fehlt, macht aber das, was in allen Ablaufplänen steht. Sie geben ihr Kreuzchen im normalen Parteienspektrum ab oder bleiben bei Wahlen zu Hause. Die sog. "einzige" parlamentarische Opposition kann sich auf den Kopf stellen, an Querdenker ranwuppen, sich rote Kriegsbemalung ins Gesicht schmieren, wie sie will, sie bekommt die Unzufriedenen nicht zu sich.

@Gracchus,

China ist meist mindestens ein Schritt weiter, als wir erkennen können. Heizt bei denen der Wohlstand zu sehr auf, können sie mit außenpolitischen Scharmützeln bei Bedarf lüften. Seit einiger Zeit verdichten sich die Hinweise, dass evtl. bald die Fenster geöffnet werden. Und wie bei der Vorhersage einer "Pandemie" gilt: Es kann morgen passieren, nächstes Jahr, in 5 oder 10 Jahren - es wird passieren.

Gustav

22. März 2021 09:19

"Sie müssen gar nicht Corona erfinden......"

Tun sie aber. Dazu den Klimawahn, Rassismus, Antisemitismus, Genderismus und was sonst noch alles an -ismen unterwegs ist. Kommunismus und Superkapitalismus als zwei Seiten ein und derselben Münze, oder auch These, Antithese und die Synthese ereilt uns bald.

Seit Jahrhunderten führt immer das gleiche Pack in den unterschiedlichsten Verkleidungen und Masken dieses Trauerspiel auf, läßt jetzt auch die letzten Hüllen fallen und wird von den Massen aber immer noch nicht gesehen.

Die Völker sind anscheinend zufrieden, wenn sie zwischen Pest und Cholera wählen dürfen.

ratatoskr

22. März 2021 10:11

Als Ergänzung anbei Links zu zwei PDF?s, welche auf dem lesenswerten Blog corodok.de (Ausrichtung links, aber politisch doch sehr offen und gesprächsbereit)  vom dortigen Kommentator some1 erareitet und zur Verfügung gestellt wurden:

https://www.corodok.de/wp-content/uploads/2021/03/WHO-Pandemie-verstehen.pdf

https://www.corodok.de/wp-content/uploads/2021/03/FINAL-WHO-die-Impfagenda.pdf

Imagine

22. März 2021 11:20

1/2

Zwei Dinge sind zu unterscheiden:

1. Der Ausbruch der Covid 19-Welle in Wuhan.
2. Das weitere Public-Health-Management nach Eindämmung der Covid 19-Welle in Wuhan und Hubei.

Die chinesische Regierung hat schnell mit einer konsequenten Abriegelung Hubeis und mit einem totalem Lockdown reagiert und damit die Ausbreitung der Corona-Welle in China verhindert.

Danach wurde ein Public-Health-Management entwickelt, um ein Neuauftreten von Corona-Infektionen früh und schnell zu erkennen sowie effektiv unter Kontrolle zu halten.

Das Fazit daraus:
China zeigt, dass und wie sich die Corona-Pandemie innerhalb weniger Monate unter Kontrolle bringen und zuverlässig unter Kontrolle halten lässt.

Zwei Phasen sind zu unterscheiden.

- Die erste Phase der Eindämmung der Corona-Welle in Hubei und der Verhinderung einer weiteren Ausbreitung in China geschah mit totalitären Mitteln.

- Das anschließende Public-Health-Management im gesamten China war und ist hinsichtlich der individuellen Freiheit weniger einschränkend als die Corona-Maßnahmen in Europa, hat den wirtschaftlichen Wohlstand der Bevölkerung nicht beeinträchtig und ist zugleich wesentlich effektiver

Imagine

22. März 2021 11:24

2/2

Die Reaktionen auf die Corona-Pandemie sind in China und im US-NATO-Imperium systemtypisch und unterscheiden sich grundlegend.

In China sind die Ziele und das Handeln der Eliten ausgerichtet auf effektive Kontrolle der Corona-Pandemie, auf den Erhalt der nationalen Ökonomie sowie des allgemeinen Wohlstands und auf die Stärkung der global-strategischen Position Chinas.

Im Kapitalismus hingegen  geht es primär um „marktkonforme“ und hochprofitable Geschäftsmodelle im Interesse von globalen Unternehmen und der Plutokratie sowie um Herrschaftserhalt in postdemokratischer Form.

Im Grunde geht es nur um maximale Selbstbereicherung der Eliten, während man globalstrategisch davon ausgeht, dass der Aufstieg Chinas nicht mehr aufzuhalten ist.

Systemtypisch ist der „Klassenkampf von oben“, also das Regieren gegen die Interessen des Volkes.

Während man in den USA – auch unter Biden - noch Nationalismus propagiert („Amerika first!“), sehen wir in der BRD eine pro-atlantische und „anti-deutsche“ Regierungspolitik im Interesse der USA und der globalen Unternehmen.

Weil das Ganze so profitabel ist und der Herrschaftserhalt längst in „postdemokratischer Weise“ erfolgt, ist ein Ende der „Corona-Diktatur“ nicht abzusehen.

Franz Bettinger

22. März 2021 12:13

Nun endlich zu @Jürgens Frage: Ja, ich vermute, dass die Zwangsimpfung beschlossene Sache ist. Die Frage wird sein, was wir alles ohne Impfung nicht mehr tun dürfen. Ich selbst sehe für mich und meine Frau wenig Ansatzpunkte der Erpressbarkeit. Unsere Aktivitäten liegen in der freien Natur und die wird man uns nicht nehmen können und ich würde es auch nicht zulassen. Ich halte es für undenkbar, dass man die Läden und Supermärkte nur noch für Geimpfte offen hält. Das würde die Leute zur Weißglut reizen und das Fass explodieren lassen. Man kann Impfunwillige ja nicht verhungern lassen! Ich empfehle jedem, jetzt den ersten Zwängen (Masken, Distanz-Auflagen, Impfen) zu widerstehen. Später wird es schwerer und irgendwann unmöglich. 

Franz Bettinger

22. März 2021 12:18

@Jürgen: Der Grund für das manische Beharren auf das Impfen? Ich schließe nicht aus, dass die Gauner gerade ein großes Bio-Experiment laufen haben, bei dem sie verschiedene Impfstoffe und Dosierungen (LD100 bis LD25 = letal dose, bei der 25% sterben) testen. Es kann also sein und ist sogar wahrscheinlich, dass gute Länder wie NZ nur zum Schein geimpft werden und böse Länder wie Afrika eine LD75 vor den Latz kriegen, um sie zu töten oder zu sterilisieren. Ich schließe das nicht aus. Doch halte ich unsere ganz natürliche biologische Abwehr für viel viel stärker. Es wird, selbst wenn beabsichtigt, der Saubande nicht gelingen. 

 

Franz Bettinger

22. März 2021 12:21

Ich glaube, die Impfung ist wie die Masken und die Abstands-Regeln nur ein Einüben von Gehorsam. Es wird nicht die letzte Übung in Sachen Unterwürfigkeit sein. Mt jedem Zugeständnis an die Globalisten-Mafia wird unsere Widerstandskraft schwächer. Das wissen Klaus Schwab und seine Merkels, Trudeaus, Macrons nur zu genau. Deshalb gilt: Je früher wir Nein sagen, desto besser. 

Ein gebuertiger Hesse

22. März 2021 13:25

Beabachtung aus meiner Nachbarschaft: Es werden täglich mehr Maskenträger, etwa sonntags um 7 Uhr morgens, wenn keiner sonst auf der Straße ist. Oder Kinder unter 10 auf ihren Fahrrädern.

Der medial dauerbefeurte Dreck, den diese Leute verinnerlicht haben, wird so bald nicht mehr rausgehen. DAS ist ein Problem. Denn ist nicht hier wie bei einer Partnertrennung: Man braucht mindestens halb so lange darüber hinwegzukommen, wie die Beziehung gedauert hat? Auch in dieser Hinsicht mag die Corona- irgendwann der Holocaust-"Leugnung" (ein Begriff, der nur mit AZ geht) Konkurrenz machen.

Laurenz

22. März 2021 15:17

@RMH

"Im Moment läuft aus Sicht des Tankers Berlin noch schlicht gar nichts aus dem Ruder."

Insgesamt betrachtet ja. Aber für die Mannschaft der CDU/CSU ist erstmals seit Merkels Machtergreifung der Ofen am ausgehen. War es bisher so, daß wenn, die Koalitionspartner, SPD oder FDP, litten, so geht es momentan den Lebensmodellen der CDU/CSU-Mandatsträger an den Kragen. Laschet ist ungeliebt an der schwarzen Basis und Merkel ist dort quasi bereits tot. So läßt sich bis in den Herbst kein Wahlkampf gewinnen. Die einzige Chance ist, daß Södolf antritt. Aber wenn der Bayern-Führer so weitermacht, wird er die ehemals Konservativen nicht an die Wahlurne kriegen, weder davor noch dahinter.

Laurenz

22. März 2021 15:21

 

@Ein gebuertiger Hesse

Stimme Ihnen zu. Wenn ich meiner Friseurin oder sonstwem erzähle, daß Berlin am Wahnsinn nagt, schauen die mich alle still und verschreckt an.

Imagine

22. März 2021 15:56

Die Paranoia, dass mit der Impfung „überflüssige“ Menschen beseitigt werden sollen, ist Ausdruck der Logik des Kapitalismus, welcher immer mehr „Überflüssige“ schafft.

Überflüssige sind in der Logik des Kapitals Menschen, deren Arbeitskraft nicht profitabel verwertet werden kann.

Aus marktradikaler Sicht sind sie daher nur unnütze Kostenverursacher und „Ballastexistenzen“, weil sie vom Staat alimentiert werden müssen. Dafür müssen Steuern erhoben werden. Und das geht ins Geld derer, die es haben.
 

Die Liebhaber des Kapitalismus hassen daher den Sozialstaat und meiden Steuern wie der Teufel das Weihwasser.

Anders sieht es in einer gemeinwohlorientierten („sozialistischen“) Ökonomie aus.

Welches Interesse sollten die Herrschenden in China haben, um ihre Bürger zu gefährden oder sogar umzubringen? Dies würde überhaupt keinen Sinn machen.

Wenn man den Impfzwang nicht unterlaufen kann, weil man ansonsten von „Lockerungen“, sozialer Teilnahme, Reisen etc. exkludiert wird, dann lässt man sich eben mit „Sinovac“ impfen, das es irgendwann geben wird.

Laurenz

22. März 2021 16:56

 

@Imagine

"Welches Interesse sollten die Herrschenden in China haben, um ihre Bürger zu gefährden oder sogar umzubringen?"

Das haben sich Tibetaner und Uiguren bis zum heutigen Tage auch gefragt. (Und allerdings bis zum heutigen Tag keine Antwort bekommen.)

Franz Bettinger

22. März 2021 21:42

Der anerkannte Top-Virologe Geert Vanden Bossche warnt eindringlich vor der C-Impfung. Diese werde zu einem Massensterben führen. Der Mann ist - anders als ich - ein klassischer Impfbefürworter, der aber auf einen enormen Kunstfehler bei der jetzigen C-Impfung hinweist: Die jetzt durchgeführte Impfung findet (auch nach klassischen med. Gesichtspunkten, also nach den alten ehernen Impf-Regeln) zum falschen Zeitpunkt statt, nämlich in der vulnerablen Phase, d.h. mitten im (wie uns ja laufend suggeriert wird) Infekt-Geschehen, d.h. zu einer Zeit, in der die Menschen durch das Virus (oder auch sonsteigen Stress) manifest oder latent immungeschwächt sind. Diese vulnerablen Menschen werden alle durch die Impfung weiter geschwächt und können sterben. Deshalb impft man ja auch gegen die Grippe immer VOR der erwarteten Grippewelle (vor dem Winter).

Die aktuelle Impf-Gefahr der Immun-Schwächung besteht übrigens auch dann, wenn man nicht an das Virus glaubt, denn Impfungen schwächen (vor allem durch die stabilisierenden, aber oft aggressiven Neben-Bestandteile) das Immunsystem auch dann, wenn die Impfung per se (gegen Grippe oder so) wirkungslos sind. 

https://www.epochtimes.de/politik/ausland/dramatischer-appell-an-die-who-top-virologe-warnt-vor-massensterben-durch-corona-impfungen-a3473412.html?email=1

Gustav

23. März 2021 08:42

@ Imagine

1.

Gewaltenteilung fehlt in China völlig, sein System ist ebenso unmodern wie ein Feudalstaat.

China hat sich und die Welt in Rekordzeit überholt. Eine Reise nach China scheint eine Reise in eine technisierte Zukunft zu sein, auf die ich gern verzichten würde. Das je nach Belieben national-sozialistische oder national-kommunistische China der Han-Chinesen ist mit aller gnadenlosen Brutalität auf gottlosen marxistischen Materialismus ausgerichtet. Jede Volksbewegung, die sich der Mäßigung, der Rückbesinnung auf das Menschsein und der inneren Einkehr neben dem Gelderwerb verschreibt, wie die Falun Gong-Bewegung, wird mörderisch verfolgt, da die national-kommunistische Partei eine Macht-und Expansionsbremse in ihr entdeckt. Es ist von Hinrichtungswagen die Rede, in denen die Opponenten durch Organentnahme umgebracht werden.

Gustav

23. März 2021 08:44

@ Imagine

2.

Die chinesischen Kommunisten haben die gesamte dreitausendjährige Kultur des letzten seit der Antike bestehenden Reiches abgeräumt und alle Fäden zur Vergangenheit zerrissen. Geblieben ist eine führbare Menschenherde, die erneut energisch mobilisiert wird, um die Ziele der Kommunistischen Partei zu erreichen. Mao prangt immer noch schamlos über dem Portal der „Verbotenen Stadt“. Alle, die den Faden zur chinesischen Tradition vor den Kommunisten wieder aufnehmen wollen, werden rücksichtslos verfolgt, wie Falun Gong. Diese Tendenzen sehen wir auch bei den Linken in Deutschland gegenüber den eigenen Konservativen, daher deren Begeisterung für die gegen die eigene Kultur gerichtete Radikalität im Rotchina von heute.

http://www.familienwehr.de/deutsch-chinesischer-nationalsozialismus.pdf

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