Wie ich meinen ersten “Corona”-Test erlebte

Letzte Woche habe ich ein bißchen nähere Bekanntschaft mit der "Corona"-Angstmaschinerie gemacht.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Sie läuft in Öster­reich eben­so wie in Deutsch­land auf Hoch­tou­ren. Hier wie dort scheint es der unbe­ding­te Wil­le der poli­ti­schen Eli­ten zu sein, einen wei­te­ren “har­ten Lock­down” durch­zu­set­zen, wie immer mit Ver­schär­fun­gen, die kein den­ken­der Mensch mehr nach­voll­zie­hen kann. Wäh­rend die Pro­pa­gan­da-Maschi­ne brummt, bleibt “Coro­na” für den weit­aus größ­ten Teil der Bevöl­ke­rung wei­ter­hin eine eher abs­trak­te Bedro­hung, die vor allem medi­al wahr­ge­nom­men wird.

Jedes­mal, wenn ich anset­ze, dazu einen Kom­men­tar zu schrei­ben, tru­delt die nächs­te Tar­ta­ren­mel­dung und die nächs­te gran­dio­se Maß­nah­me ein, die unse­re Regie­rung zu unser aller Schutz beschlos­sen hat. Neben einer dubio­sen “Oster­ru­he” nach dem Vor­bild Deutsch­lands sind nun auch für Tei­le Öster­reichs 24stündige Aus­gangs­sper­ren und für das gan­ze Land ver­pflich­ten­de Tes­tun­gen vor­ge­se­hen, um Zutritt zu Geschäf­ten zu bekommen.

Bedenkt man, daß “die Zah­len” nun ohne­hin aus sai­so­na­len Grün­den ste­tig abfal­len wer­den, wirkt das wie ein Wett­lauf gegen die Zeit, den die Regie­run­gen gewin­nen müs­sen, um ihr Gesicht zu wah­ren. Sie wol­len offen­bar durch dras­ti­sche Ein­grif­fe eine Kau­sa­li­tät des “Rück­gangs der Fäl­le” sug­ge­rie­ren, die auch letz­tes Jahr ver­mut­lich nicht mehr als eine opti­sche Täu­schung war.

Inwie­fern die Regie­ren­den an ihren eige­nen Film glau­ben, läßt sich nicht mehr mit Sicher­heit sagen. Aber sie han­deln inzwi­schen wie Robo­ter, die gleich Schwar­zen­eg­gers Ter­mi­na­tor unbe­irrt und uner­bitt­lich auf ein vor­pro­gram­mier­tes Ziel zustamp­fen. Dazu gehört offen­bar auch, die Her­de Rich­tung Mas­sen­imp­fung zu trei­ben, die als ein­zi­ge, unum­gäng­li­che und risi­ko­freie Lösung prä­sen­tiert wird.

Eine wesent­li­che Rol­le spie­len dabei die soge­nann­ten “Tests”, die wohl vor allem drei Funk­tio­nen haben: a) die “Inzi­denz­wer­te” oben zu hal­ten, um den Lock­down zu recht­fer­ti­gen, b) das Ver­hal­ten der Bevöl­ke­rung dau­er­haft zu kon­di­tio­nie­ren und steu­ern, c) sie für den nächs­ten Durch­gang, die Mas­sen­imp­fung, zu trainieren.

Ich muß die­se Pro­ble­ma­tik für die Leser die­ses Blogs wohl nicht wei­ter aus­füh­ren. Wer die letz­ten Mona­te bei Ach­se des Guten, Boris Reit­schus­ter, Gun­nar Kai­ser, Mul­ti­po­lar, Rubi­kon, Ken FM, Coro­na-Aus­schuß und ande­ren Sei­ten und Kanä­len mit­ge­le­sen und mit­ge­schaut hat, wird wis­sen, wie frag­wür­dig und wis­sen­schaft­lich schlecht begrün­det die zwei wich­tigs­ten Pfei­ler der lau­fen­den Hys­te­rie sind: daß 1.) asym­pto­ma­ti­sche (frü­her: gesun­de) Men­schen wesent­lich an der Aus­brei­tung des Virus betei­ligt sei­en, und daß 2). Anti­gen- und PCR-Tests als mas­sen­haft ein­setz­ba­re Dia­gno­se­mit­tel geeig­net sei­en und Infi­zie­rung und Infek­tio­si­tät der getes­te­ten Per­so­nen nach­wei­sen können.

Die­se Vor­stel­lun­gen haben sich jedoch, neben eini­gen ande­ren, flä­chen­de­ckend durch­ge­setzt. Das Virus wur­de zum ulti­ma­ti­ven “unsicht­ba­ren Geg­ner”, den jeder jeder­zeit unbe­merkt in sich tra­gen kann, wes­halb er sich im Grun­de pau­sen­los genö­tigt sieht, sich selbst “scree­nen” zu las­sen, ob mit ihm auch alles in Ord­nung sei.

Die Nöti­gung zum per­ma­nen­ten “Scree­ning” wird mit mora­li­schem und sozia­lem Druck auf­ge­la­den: Die­ser nährt sich nicht nur aus der Angst um die eige­ne Gesund­heit, son­dern auch um die der eige­nen Ange­hö­ri­gen und ande­rer Mit­men­schen. Wer sich ver­wei­gert, gilt als ver­ant­wor­tungs­los, ego­is­tisch, aso­zi­al und antisozial.

Ein “posi­ti­ver” Test ruft außer Angst auch ein schlech­tes Gewis­sen her­vor: Man hat offen­bar die Anwei­sun­gen der Regie­rung und ihrer “Exper­ten” nicht streng genug befolgt, oder muß fürch­ten, daß man von ande­ren als Sün­der und leicht­fer­ti­ger Schlam­per gese­hen wird, wie in frü­he­ren Zei­ten Men­schen, die sich Geschlechts­krank­hei­ten ein­ge­fan­gen haben (man erin­ne­re sich auch an all die Kam­pa­gnen, die dar­auf abziel­ten, “HIV-Posi­ti­ve” und AIDS-Pati­en­ten sozi­al akzep­ta­bel zu machen und vor “Dis­kri­mi­nie­rung” zu schüt­zen). Die “Abso­lu­ti­on” erfolgt dann schließ­lich nach ban­gem Zit­tern durch den “nega­ti­ven” Test oder im Fal­le eines “posi­ti­ven” Tests durch sozia­le Iso­la­ti­on und Buße in der Quarantäne.

Gewiß gibt es etli­che Men­schen, die zur Zeit an Covid-19 oder ähn­li­chen Atem­wegs­er­kran­kun­gen erkran­ken. Die For­mel von den “mil­den Sym­pto­men”, die sich bei der Mehr­heit der Men­schen zei­gen, die als “Fäl­le” klas­si­fi­ziert wer­den, läßt erheb­li­chen Inter­pre­ta­ti­ons­spiel­raum offen: Ein Schnup­fen mit nega­ti­vem Test ist ein Schnup­fen, ein Schnup­fen mit posi­ti­vem Test gilt als “Coro­na”. Das­sel­be gilt natür­lich auch für schwe­re­re Sym­pto­me, bis hin zur Lun­gen­ent­zün­dung. Hier ist viel­leicht der Schlüs­sel zu dem Rät­sel zu fin­den, war­um etwa die alte Neme­sis Influ­en­za welt­weit fast voll­stän­dig aus den Sta­tis­ti­ken ver­schwun­den ist.

Ein Bekann­ter mitt­le­ren Alters von guter sport­li­cher Kon­di­ti­on, den es letz­tes Jahr gleich zu Beginn der “Pan­de­mie” erwischt hat­te (und der übri­gens ein ent­schie­de­ner Lock­down-Geg­ner ist), beschrieb mir sei­nen Ver­lauf etwa so:

Schlim­mer als die Grip­pe, aber kür­zer. Vier Tage Hus­ten, hohes Fie­ber, Schmer­zen. Am 5. Tag hat das alles auf­ge­hört, ich habe mich noch 2–3 Wochen schwach gefühlt. Mona­te­lang kein Geruchs­sinn mehr. Vie­le in mei­nem Bekann­ten­kreis waren gleich­zei­tig krank: mei­ne Frau, Arbeits­kol­le­gen, Freunde. 

Das ist eine typi­sche und häu­fig anzu­tref­fen­de Beschrei­bung. Wer nicht zur Risi­ko­grup­pe gehört und kei­ne grö­be­ren Vor­er­kran­kun­gen hat, wird in der über­wie­gen­den Zahl der Fäl­le etwa einen sol­chen Ver­lauf erwar­ten kön­nen, falls es ihn ernst­haft “erwi­schen” sollte.

Ich sage hier also nicht, daß es “Coro­na” nicht “gibt”, aber eben­so klar scheint mir zu sein, daß die aktu­el­len Maß­nah­men dys­funk­tio­nal und dys­to­pisch sind, daß die Flut der Des­in­for­ma­ti­on unge­heu­er ist, daß hier poli­ti­sche Süpp­chen von enor­mer Trag­wei­te gekocht wer­den und daß ein gro­ßer Teil unse­rer Gefüh­le und Wahr­neh­mun­gen durch eine bei­spiel­lo­se media­le Insze­nie­rung geformt und gesteu­ert wird.

Wie das abläuft, konn­te ich nun durch eige­ne Erfah­rung teil­wei­se miterleben.

Ich habe mich bis­lang den Tes­tun­gen ent­zie­hen kön­nen, muß­te aber nun doch in den sau­ren Apfel bei­ßen, weil ich einen längst fäl­li­gen Kran­ken­haus­be­such (eine Nach­un­ter­su­chung nach einem län­ger zurück­lie­gen­den Unfall) nicht län­ger auf­schie­ben woll­te. Also buch­te ich einen Ter­min bei einer “Check­box” , das sind über die Stadt ver­streu­te mobi­le Con­tai­ner mit medi­zi­ni­schem Per­so­nal, in denen man einen Anti­gen-Schnell­test machen kann.

Nach­dem ein Assis­tent mit einem Stäb­chen tief in mei­ner Nase her­um­ge­bohrt hat­te (eine äußerst unan­ge­neh­me Pro­ze­dur), muß­te ich drau­ßen etwa fünf­zehn Minu­ten war­ten. Ich tra­ge im Frei­en prin­zi­pi­ell kei­ne Mas­ken, da ich das für eine medi­zi­nisch voll­kom­men sinn­lo­se und gesund­heits­schä­di­gen­de Schi­ka­ne hal­te, ins­be­son­de­re seit in Öster­reich die FFP2-Tra­ge­pflicht ein­ge­führt wur­de. Um nie­man­dem Anlaß zur Beschwer­de zu geben, hielt ich jedoch meter­wei­ten Abstand zu den ande­ren War­ten­den, drei Damen mitt­le­ren Alters, und ein jun­ger Mann, der den kaf­fee­fil­ter­ar­ti­gen Kunst­stoff­kü­bel made in Chi­na eben­falls abge­legt hatte.

Ich sah auch einen jun­gen Vater, der mit sei­nem etwa sechs- oder sie­ben­jäh­ri­gen Sohn auf das Test­ergeb­nis war­te­te. Als die fro­he Bot­schaft ver­kün­det wur­de, riß sich das Kind jubelnd die Mas­ke vom Gesicht. Offen­bar dach­te es: Solan­ge unklar ist, ob ich “nega­tiv” bin oder nicht, darf ich hier nicht ohne Mas­ke aus- und ein­at­men, denn ich weiß noch nicht, ob ich infi­ziert bin und ande­re gefähr­de oder nicht. Man stel­le sich nun tau­sen­de, hun­der­tau­sen­de, Mil­lio­nen Kin­der vor, die sich an ein sol­ches Den­ken gewöhnt haben. 

Nach ein paar Minu­ten öff­ne­te sich die Tür, und ein wei­ßes Mas­ken­ge­sicht mit ver­är­gert fun­keln­den Augen for­der­te mich auf, sofort mei­ne Mas­ke auf­zu­set­zen. “Ent­schul­di­gung, ich ste­he hier im Frei­en!”, sag­te ich. Durch ein Fens­ter im Con­tai­ner blick­te nun ein zwei­tes Mas­ken­ge­sicht, und eine weib­li­che Stim­me rief: “Sie sind posi­tiv! Sie sind hoch­in­fek­ti­ös! Kom­men Sie sofort herein!”

Ich war nun doch etwas per­plex. Ich hat­te kei­ner­lei Sym­pto­me, kei­nen Schnup­fen, kei­nen Hus­ten, kein Fie­ber. Allen­falls war ich leicht “aner­käl­telt”, und muß­te mich ab und zu räus­pern, aber dies schon seit Wochen in einem sta­bi­len Dau­er­zu­stand, der mir im All­tag nicht wei­ter auf­fiel. Ich hat­te mich nicht die Boh­ne vor einem Test­ergeb­nis gefürch­tet, und die gan­ze Pro­ze­dur als läs­ti­ge Pflicht betrach­tet, die ich schnell hin­ter mich brin­gen wollte.

Nun saß ich also wie­der auf einem Stuhl im Con­tai­ner, nun doch etwas erschreckt, mich inner­lich zur Fas­sung ermah­nend, die FFP2-Mas­ke im Gesicht, mit leicht beschleu­nig­ter Atmung, die mei­ne Bril­le beschlug (offen­bar war das Ding nicht dicht).

Ich gehö­re zu den Men­schen, die die­se Mas­ke schwer ver­tra­gen. Ich bekom­me nur schwer Luft, und nach einer Wei­le mel­det sich ein Juck­reiz. Vor allem aber emp­fin­de ich sie als psy­cho­lo­gisch bedrü­ckend, als ent­mensch­li­chen­den, ernied­ri­gen­den Maul­korb. Ich fin­de es immer wie­der unfaß­bar, wie vie­le Men­schen selbst an der fri­schen Luft damit her­um­ren­nen. Wäh­rend der gan­zen Pro­ze­dur habe ich wohl kei­ne zwei Sät­ze gebrummt, weil ich nicht son­der­lich moti­viert bin, mich mit gesichts­lo­sen Augen­paa­ren durch eine Plas­tik­wand hin­durch zu unterhalten.

Wäh­rend der Assis­tent erneut in mei­ner Nase bohr­te, um einen zwei­ten Abstrich für einen PCR-Test zu machen (laut WHO der “Gold­stan­dard” der Bestim­mung), teil­te mir die jun­ge Dame, die Buch führ­te, erneut mit, daß ich “hoch­in­fek­ti­ös” sei, denn man habe eine “hohe Viren­last” ent­deckt, und wenn ich die Mas­ke nicht tra­ge, wür­de ich “Men­schen­le­ben gefähr­den”. Ich müs­se mich nun für 48 Stun­den in Qua­ran­tä­ne bege­ben, dann wer­de mir mit­ge­teilt, ob der PCR-Test das Ergeb­nis bestä­tigt habe, in wel­chem Fal­le mir vier­zehn Tage Zwangs­ab­son­de­rung blü­hen würden.

Ich wur­de noch ein­mal hin­aus­ge­schickt, nach ein paar Minu­ten in einen ande­ren Teil des Con­tai­ners gebe­ten, wo mich ein Arzt mit den nöti­gen Papie­ren, Infor­ma­tio­nen und Anwei­sun­gen ver­sorg­te. Auch er bekräf­tig­te, daß ich die Mas­ke auf dem Heim­weg, den ich unver­züg­lich anzu­tre­ten habe, auf­set­zen müs­se, da ich sonst “Men­schen­le­ben gefähr­de”. Ich konn­te weder ver­nünf­tig atmen, noch spre­chen, noch ihn durch mei­ne beschla­ge­ne Bril­le sehen, und hör­te wort­los zu. Er wünsch­te mir noch zwei­mal “Alles Gute” in einem dra­ma­ti­schen, teil­nahms­vol­len Ton­fall, als hät­te ich gera­de eine Krebs­dia­gno­se erhal­ten. Er war auf­ge­reg­ter als ich.

Das Nar­ra­tiv, dem das Per­so­nal folg­te, war offen­bar dieses:

Anti­gen-Schnell­tests, wie sie im Rah­men der geplan­ten Mas­sen­tes­tun­gen in Öster­reich breit ange­wen­de­ten wer­den sol­len, sind laut Exper­ten vor allem zur Iden­ti­fi­ka­ti­on von Per­so­nen geeig­net, die zum Test­zeit­punkt eine rela­tiv hohe SARS-CoV-2-Virus­last haben. Damit kön­ne man vor allem Men­schen aus dem Infek­ti­ons­ge­sche­hen neh­men, die zwar kaum bis kei­ne Sym­pto­me ver­spü­ren, aber ande­re anste­cken können.

Sie­he auch hier:

Haupt­ziel­rich­tung des emp­foh­le­nen Ein­sat­zes die­ser Anti­gen­tests sind laut der neu­en Test­stra­te­gie asym­pto­ma­ti­sche Per­so­nen. Dies ist vor dem Hin­ter­grund zu sehen, dass auch sym­ptom­lo­se SARS-CoV-2-Infi­zier­te anste­ckend sein kön­nen. Das gilt sowohl für prä­sym­pto­ma­ti­sche Men­schen kurz vor den ers­ten Krank­heits­zei­chen als auch für die eigent­lich asym­pto­ma­ti­schen, die über­haupt kei­ne Krank­heits­zei­chen entwickeln.

In mei­ner Woh­nung ange­kom­men, sor­tier­te ich erst­mal mei­ne Gedan­ken. Da ich inner­lich gut vor­be­rei­tet und infor­miert war, geriet ich nicht in Panik.  Zwei mei­ner engs­ten Freun­de, bei­de stram­me Demo-Teil­neh­mer und Test­ver­wei­ge­rer, muß­ten auf­la­chen, als ich ihnen die Neu­ig­kei­ten mit­teil­te: Nun hat es also aus­ge­rech­net mich erwischt?

Ich wuß­te natür­lich, daß Anti­gen-Tests rela­tiv häu­fig “falsch posi­tiv” sind. Und selbst wenn ich gehus­tet oder geschnieft hät­te, hät­te man mir schwer­lich glaub­haft machen kön­nen, daß ich auf offe­ner Stra­ße Men­schen im Vor­bei­ge­hen durch mei­nen Pest­hauch infi­zie­ren kann, wenn ich sie nicht gera­de gezielt anspu­cke oder anhus­te oder Mund und Nase mit irgend­et­was ande­rem als einer Bau­stel­len­mas­ke bedecke.

Nun gab es drei Möglichkeiten:

1. Auch der PCR-Test ist posi­tiv, ich muß min­des­tens vier­zehn Tage in Qua­ran­tä­ne, und ich wer­de krank, in der Art, wie oben beschrie­ben. Das wäre fast das worst-case-Sze­na­rio, denn daß ich auf der Inten­siv­sta­ti­on lan­de, wie zum all­ge­mei­nen Spott FPÖ-Lan­des­par­tei­chef Haim­buch­ner , der etwa so alt ist wie ich, schloß ich erst­mal aus. Ich bin im Gro­ßen und Gan­zen gesund, gehe sel­ten zum Arzt, habe allen­falls ein­mal im Jahr für ein paar Tage Hus­ten, Schnup­fen, Fie­ber und Hals­schmer­zen (also “Coro­na-Sym­pto­me”).

2. Der PCR-Test ist posi­tiv, ich muß in der Qua­ran­tä­ne blei­ben, was läs­tig ist, aber ich wer­de zumin­dest nicht krank, was mir auch die Chan­ce gibt, mich vor­zei­tig “heraus­tes­ten” zu lassen.

3. Best case, der PCR-Test ist nega­tiv, und ich bin wie­der frei.

Die nächs­ten zwei Tage gaben mir reich­lich Gele­gen­hei­ten, mich selbst und mei­ne Reak­tio­nen zu beob­ach­ten. Wie jeder Mensch habe auch ich eine Men­ge Gefüh­le, die sich mei­nem Ver­stand nicht immer beu­gen und manch­mal die Ober­hand bekom­men. Kon­sti­tu­tio­nell bin ich eher fein­ner­vig ver­an­lagt: Ich gehö­re zu den Men­schen, die es zu zwi­cken, zwa­cken und drü­cken beginnt, wenn sie die Sym­pto­me einer x‑beliebigen Krank­heit nach­le­sen. Zum Aus­gleich besit­ze ich eine gut ent­wi­ckel­te Fähig­keit zur Ver­drän­gung, angeb­lich eine sehr öster­rei­chi­sche Eigenschaft.

Ich schloß also nicht aus, daß das oben zitier­te offi­zi­el­le Nar­ra­tiv zutref­fen könn­te, zumin­dest in man­chen Punk­ten: Viel­leicht war ich ja wirk­lich ein prä­sym­pto­ma­ti­scher Asym­pto­ma­ti­scher, der gera­de dabei war, etwas Uner­quick­li­ches auszubrüten.

Hypo­chon­dri­sche Gedan­ken über­ka­men mich: Ist der Schleim, den ich seit Wochen ab und zu hoch­räus­pern muß, schon ein “Sym­ptom”? Ist mein Hals erkäl­tungs­be­dingt leicht geschwol­len, oder spü­re ich einen see­li­schen Kloß im Hals, weil mich die Lage bedrückt? Was genau bedrückt mich eigent­lich? Die Angst, krank zu wer­den, oder die Angst vor einem Staat, der mir auf­grund eines Viren­tests Haus­ar­rest ertei­len kann, und mich für krank erklärt, obwohl mir augen­schein­lich gar nichts fehlt?

Ich hol­te mir noch ein wenig pro­fes­sio­nel­len Rat ein, unter ande­rem bei einem Medi­zi­ner, der sich sehr gut mit der gan­zen Coro­na-Pro­ble­ma­tik aus­kennt und dem all­ge­mei­nen Hype sehr kri­tisch gegen­über­steht. Er wink­te ab, und mein­te, ich soll­te die­sen noto­risch unzu­ver­läs­si­gen Test als “Non-Event” betrach­ten: Wenn ich jetzt kei­ne Sym­pto­me habe, ist unwahr­schein­lich, daß noch etwas Signi­fi­kan­tes kommt. Er hat­te auch “Coro­na” gehabt, letz­tes Jahr, wie ein Anti­kör­per­test im Nach­hin­ein nach­ge­wie­sen hat­te, was sich aber ledig­lich in einem Schnup­fen nie­der­ge­schla­gen hat­te. Nie­mand in sei­ner Fami­lie hat­te sich angesteckt.

Am nächs­ten Tag war mein kör­per­li­cher Zustand wei­ter­hin sta­bil, und ich hat­te nun weit­aus mehr Sor­ge, zu einer Qua­ran­tä­ne ver­don­nert zu wer­den, als vor einem Aus­bruch von Covid-19. Und soll­te ich es doch bekom­men, so mach­te ich mir Mut: Dann habe ich es wenigs­tens hin­ter mir, und womög­lich eine gute Aus­re­de, die Imp­fung zu ver­mei­den. Und auch wenn der PCR-Test irgend­et­was nach­wei­sen wür­de, dann bedeu­tet das – nach mei­nen Infor­ma­tio­nen – noch lan­ge nicht, daß ich wirk­lich infi­ziert oder krank bin. Nichts­des­to­trotz schlief ich schlecht, und der Sus­pen­se hielt sich hart­nä­ckig aufrecht.

Der Zet­tel, den ich mit­be­kom­men hat­te, las sich nicht sehr hoff­nungs­voll: “Ergeb­nis: NACHWEISBAR/POSITIV, Rela­ti­ve Sen­si­ti­vi­tät: 96, 69%, Rela­ti­ve Spe­zi­fi­zi­tät: 99,32%, Genau­ig­keit: 98,54%.” Ich hat­te kei­ne Ahnung, was die­se Zah­len bedeu­ten, sie klan­gen aber danach, als ob hier etwas sehr prä­zi­se und mit hoher Wahr­schein­lich­keit gemess­sen wor­den war. Ich begann also, mich mit dem Gedan­ken an vier­zehn Tage Gehe­ge abzu­fin­den, auch wenn ich nicht mehr davon aus­ging, daß ich ernst­haft erkran­ken würde.

Am über­nächs­ten Tag nach dem Test rief ich bei einer Aus­kunfts­stel­le an, und erkün­dig­te mich nach dem Ergeb­nis des PCR-Tests. Die Dame am ande­ren Ende der Lei­tung teil­te mir mit, der Test sei “nega­tiv”.  “Aha, bin ich nun also wie­der frei?” frag­te ich. “Ja”, sag­te sie.

Ich ver­kniff mir die Bemer­kung: “Geht’s das nächs­te Mal auch ohne Streß und Pferdescheumachen?”

Einen Tag spä­ter wider­fuhr einem Freund, der mich damit auf­ge­zo­gen hat­te, daß eine Qua­ran­tä­ne einem “Seu­chen­vo­gel und Tunicht­gut” wie mir “ohne­hin NIE scha­den” wür­de, das­sel­be Schick­sal: Völ­lig gesund, wur­de er mit­tels Anti­gen-Test “posi­tiv” bestimmt, und muß­te ein Tref­fen mit mir absagen.

Was habe ich aus dem Dra­ma gelernt? Auch wenn ich ratio­nal recht gut abge­si­chert bin, bin ich kei­nes­wegs unemp­fäng­lich für die Ängs­te, die seit über einem Jahr mas­sen­haft geweckt und am Köcheln gehal­ten wer­den. Manch­mal muß­te ich die Emana­tio­nen, die in mir auf­blub­ber­ten, brem­sen, und mir sagen: “Stop! Was fühlst du jetzt, in die­sem Moment?” Die Ant­wort: Nichts, was mich noch vor einem Jahr oder noch vor ein paar Mona­ten, als ich ein paar Tage lang hus­ten muß­te, in irgend­ei­ner Wei­se beun­ru­higt hät­te. Ich hat­te begon­nen, auf “Sym­pto­me” und Regun­gen in mei­nem Kör­per zu ach­ten und mit Bedeu­tung zu ver­se­hen, die ich nor­ma­ler­wei­se völ­lig igno­riert hätte.

Ich gehö­re nicht zu einer Risi­ko­grup­pe und bin gegen­über dem pan­de­mi­schen Heck­meck schon lan­ge auf kri­ti­sche Distanz gegan­gen. Wie mag es dann erst Men­schen gehen, die mit­ten­drin im Pro­pa­gan­da­ne­bel ste­cken, auf den unsicht­ba­ren und groß­teils ima­gi­nier­ten Virus star­ren, wie das hyp­no­ti­sier­te Kanin­chen auf die Schlan­ge, und nichts dar­über hin­aus sehen, den­ken, wahr­neh­men kön­nen, ja gar nicht mehr wollen?

“Schnup­fen, Fie­ber, Hus­ten oder Hals­schmer­zen” sind enorm weit ver­brei­te­te Sym­pto­me; prak­tisch jeder Mensch hat sie in der einen oder ande­ren Form prak­tisch jedes Jahr, vor allem in den käl­te­ren Jah­res­zei­ten. Dar­um han­delt es sich hier um per­fek­te Anhalts­punk­te, auf denen man eine flä­chen­de­cken­de Para­noia auf­bau­en kann.

Die media­le Kon­di­tio­nie­rung hat die Men­schen dazu gebracht, um ihr Leben und das ihrer Mit­men­schen zu fürch­ten, wenn sie ein­mal hus­ten oder nie­sen müs­sen – ja sogar, wenn sie das nicht müs­sen oder wenn jemand ande­res hus­tet oder niest, da man sich laut der offi­zi­el­len Geschich­te immer und über­all infi­zie­ren kann, und es oft nicht ein­mal bemerkt. Theo­re­tisch müss­te man jeden Tag einen Test machen, um sich und ande­ren zu ver­si­chern, daß mit einem alles in Ord­nung ist. Bald wird nie­mand mehr “in Ord­nung” sein, der nicht sein aktu­el­les Impf-Update in sei­nem “grü­nen Paß” vor­wei­sen kann.

Dar­aus ergibt sich ein vor­treff­li­ches Rezept für eine gründ­li­che kol­lek­ti­ve Neu­ro­ti­sie­rung. Pro­pa­gan­da, so schrieb Jac­ques Ellul, zielt dar­auf ab, im Rezi­pi­en­ten ein psy­chi­sches Trau­ma zu erzeu­gen, um ihn gefü­gig zu machen.

Auch das dra­ma­ti­sche Ver­hal­ten des Check­box-Teams stand völ­lig im Ban­ne und im Diens­te die­ser per­ma­nen­ten Stim­mungs­ma­che. Nüch­tern betrach­tet,  macht das Test­ergeb­nis aus mir erst­mal einen Ver­dachts­fall, der noch bestä­tigt wer­den muß, etwa durch einen wei­te­ren Test (der eben­falls feh­ler­haft sein kann) und durch mei­ne wei­te­re gesund­heit­li­che Ent­wick­lung. Ich wur­de aber augen­blick­lich behan­delt, als wäre ich ein zwei­fel­los dia­gnos­ti­zier­ter, schwer erkrank­ter Typhus-Pati­ent, dem man nun Bei­ne machen muß.

Selbst wenn ich tat­säch­lich ein “prä­sym­pto­ma­tisch Sym­ptom­lo­ser” gewe­sen wäre, so bezweif­le ich, daß es vor 2020 üblich war, Pati­en­ten der­art in Angst und Schre­cken zu ver­set­zen, ehe noch über­haupt irgend­et­was mit ihnen pas­siert ist. Ich bil­de mir ein, Ärz­te soll­ten eher Mut machen, die Zuver­sicht stär­ken, ver­nünf­tig und beson­nen blei­ben, auch wenn ihr Pati­ent wirk­lich ernst­haft erkrankt ist.

Ich will dem Team der Check­box nicht unbe­dingt einen Vor­wurf machen. Sie ste­cken mit­ten­drin im “Nar­ra­tiv” wie der Fisch im Was­ser und glau­ben viel­leicht auf­rich­tig dar­an. Poli­tik und Medi­en machen ihnen seit einem Jahr vor, daß es einem guten Zweck und “unser aller Sicher­heit” die­ne, das Ver­hal­ten der Men­schen durch Panik­ma­che zu beein­flus­sen und zu steu­ern, ana­log zum frü­he­ren volks­päd­ago­gi­schen Mit­tel der Höl­len­an­dro­hung. Man scheint sich an die­sen Modus inzwi­schen wie selbst­ver­ständ­lich gewöhnt zu haben. Die zu Fischen Gemach­ten mer­ken nicht, daß sie von Was­ser umge­ben sind.

Fest­ste­ckend in sei­nem eige­nen, ver­in­ner­lich­ten Inter­pre­ta­ti­ons­rah­men, fühl­te sich das Check­box-Team viel­leicht in sei­nem Dreh­buch bestä­tigt: Da ich zu diplo­ma­ti­scher Ver­stel­lung reich­lich unbe­gabt bin, wer­den sie in mir wohl – natür­lich völ­lig zu Unrecht! – einen dick­schä­de­li­gen Que­ru­lan­ten ver­mu­tet haben, der es mit den “Coro­na-Regeln” nicht immer so genau hält. Das hat er nun davon, die­ser igno­ran­te Cov­idi­ot, die­ser Herr “Quer­den­ker”! Da sehen wir wie­der, was pas­siert, wenn man nicht den Exper­ten und Auto­ri­tä­ten gehorcht!

Ob ich nun als “Fall” in die Sta­tis­tik ein­ge­gan­gen bin, weiß ich nicht. Aber mir hat die­ses Erleb­nis gezeigt, daß nicht nur die man­geln­de Zuver­läs­sig­keit der Tests die über­trie­be­ne Seu­chen­stim­mung am Leben erhält, son­dern auch die sys­te­ma­ti­sche Trau­ma­ti­sie­rung und Ver­un­si­che­rung der Men­schen, nicht zuletzt durch vie­le Medi­zi­ner, eine Pra­xis, die mir – dum­mer, ahnungs­lo­ser Laie, der ich bin – nicht beson­ders gesund­heits­för­der­lich erscheint.

Es scheint mir hier viel Sug­ges­ti­on und Auto­sug­ges­ti­on im Spiel zu sein, was die Lage zwei­fel­los schlim­mer macht, als sie eigent­lich sein müß­te. Wie vie­le nomi­nel­le Coro­na-Pati­en­ten gab es im Lauf des letz­ten Jah­res, ob sym­pto­ma­ti­sche oder asym­pto­ma­ti­sche, deren Lei­den durch einen medi­al implan­tier­ten Kopf-Film noch mas­siv ver­stärkt wur­den wie durch einen Laut­spre­cher? Wie vie­le sind auf den Gedan­ken gekom­men, daß das, was sie erle­ben, füh­len oder fürch­ten, womög­lich auch ganz anders inter­pre­tiert wer­den kann?

Wie der non­kon­for­me Wie­ner Arzt und Lock­down-Kri­ti­ker Dr. Mar­cus Franz auf Twit­ter schrieb:

Medi­en und Poli­ti­ker, hört jetzt end­lich auf mit eurer unsin­ni­gen #Poli­tik­Der­Pa­nik!! Das ist nur noch skan­da­lös. Vie­le Pati­en­ten sind irri­tiert und wir Ärz­te müs­sen tag­täg­lich in den Pra­xen u Kli­ni­ken ‑zig Leu­ten alles erklä­ren und sie beruhigen. 

Und obwohl ich dach­te, daß ich immun dage­gen bin, hat die­se Poli­tik sogar mich ein wenig infi­ziert, zumin­dest einen bestimm­ten emo­tio­na­len Teil von mir. Aller­dings mit einem recht mil­den Verlauf.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (52)

Franz Bettinger

29. März 2021 09:04

Kausalität ist das Schlüsselwort. Es ist unmöglich, objektiv einen Ursachen-Wirkungs-Zusammenhang zwischen Maßnahmen und Infekt-Geschehen nachzuweisen. Beides hat in der inszenierten C-Krise nichts miteinander zu tun. Aber irgendetwas tun (und sei es noch so weit hergeholt und widersprüchlich) erscheint den Leuten (erstaunlicherweise auch einigen hier auf dem SiN-Forum) fast immer richtig, während das Gegenteil (Nicht-Handeln und Abwarten) meist falsch erscheint. So ist der Mensch. 

RMH

29. März 2021 09:13

In Deutschland gab es bislang eine klare Widerstandslinie durch Industrie, Handwerk und verarbeitendes Gewerbe, die in der letzte Woche offen zu Tage getreten ist, als die Kanzlerin, ohne zuvor einen Blick ins Entgeltfortzahlungsgesetz getan zu haben, Ruhetage verordnete und dann noch nachschob, dass diese wie Feiertage zu behandeln seien. Rumms, auf einmal liefen die Lobbymühlen auf Hochtouren. Womöglich ein bezahlter freier Tag zusätzlich? Ein Tag, wo auch kein KuG greift?

Schon kam am nächsten Tag das kleine Canossa der Kanzlerin. Und beim Testen in den Betrieben wird es ähnlich sein, denn da ist nicht der einzelne positiv Getestete das Problem für die Wirtschaft, sondern die sich daran anschließenden Quarantänen der Kollegen als Kontaktpersonen, wenn kein Heimbüro möglich ist.

Gotlandfahrer

29. März 2021 09:24

Apropos eigener Film der Regierenden - kann ein der Datenlese Kundiger eine Interpretation für die zweite Grafik auf folgender Seite auffächern? Ich meine die Grafik mit den Kapazitäten... so von wegen Lage und so:

https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

Franz Bettinger

29. März 2021 09:27

Die Impfung ist ein körperlicher Eingriff, der legal bisher nur mit dem Einverständnis des Betroffenen erlaubt war. Man erinnere sich an den links-grünen Zirkus, der aufzog, als zur Alters-Bestimmung vieler auf jung machender Merkel-Gäste aus'm Morgenland das vergleichsweise kaum belastende Röntgen der Handwurzel vorgeschlagen wurde. Das war obsolet. Nun aber sind WIR dran, die weißen Eingeborenen. Da ist nichts mehr obsolet. Da wird erpresst, gedroht, genudged, bestraft und erzwungen auf Teufel komm raus.

Mit der Impfung soll der Damm gebrochen werden, hinter dem sich bisher die körperlichen Unversehrtheit einigermaßen in Sicherheit wägte. Impfen ist der erste Schritt in weitergehende Eingriffe in den Körper

Maiordomus

29. März 2021 09:52

@Lichtmesz. Interessanter Bericht, so weit authentisch Widerfahrenes erzählt wird. Natürlich handelt es sich nicht um ein rein mediales Phänomen; selber kenne ich in meinem Bekanntenkreis 21 Personen, die deswegen zumindest hospitalisiert waren, auch wenn es eine Lüge ist, den über ein Jahr währenden schweren Todeskampf einer 92jährigen Bekannten einseitig Covid-19 in die Schuhe zu schieben. In der eigenen Familie sind bisher 5 Personen erkrankt, dabei aber nur ein naher Verwandter (81) relativ gefährlich betroffen, wiewoh es nur die drittschlimmste Krankheit, unter der er gleichzeitig leiden musste, im Moment stehen Wassersucht und Herzprobleme im Vordergrund. Einer meiner Schrfitstellerfreunde (89), liess sich dieser Tage impfen, was bei ihm, ob Zufall oder nicht, heftiges schlimmes Erbrechen zur Folge hatte. Selber werde ich mich indes aus guten Gründen, nicht bloss Überzeugung, nicht impfen lassen, zumal faktisch der Tatbestand der Erpressung vorliegt. Möglicherweise gäbe es dieses Jahr noch einige öffentliche Auftritte, die mir unter Umständen nur mit Impfnachweis oder zumindest Testnachweis gestattet würde, wobei unter Ausschluss komplizierten Vorgehens ein Getestetwerden allenfalls noch akzeptiert würde, wiewohl aus Protest gegen faktische Erpressung eher zu meiden. 

Maiordomus

29. März 2021 09:53

@Bettinger. Was Sie hier ausführen, ist nicht alles, was es zu sagen gibtg, aber es gehört zu dem, was unbedingt auch noch gesagt werden muss. 

Gustav Grambauer

29. März 2021 10:37

I

Spiegelbildlich war es in der DDR genau umgekehrt. Der Arzt, der zuallermeist ein Staatsangestellter war, durfte und wollte "unsere Menschen" nicht beunruhigen. Bei ernsteren Krankheiten wurden den Patienten niemals Diagnosen mitgeteilt. Dies betraf sogar vor allem die Todeskandidaten, welche allesamt noch im oft zusätzlich suggerierten Glauben an die Heilung gewiegt wurden. Habe beim Tod meiner Großmutter selbst dramatische Szenen deshalb miterlebt. Dieser Usus ist auch der Grund dafür, daß man mit dem DDR-Arzt so sehr die unleserliche (kryptische), würdelose, schofle Latein-Zettlschmiererei assoziiert hat, damals grassierte dafür der Begriff Doktorschrift (z. B. auf den "Verordnungen", ein Wort, das das damalige quasi-militärische Unterstellungsverhältnis des Patienten unter den Arzt treffend bezeichnet hat; selbst in den Apotheken wurden die Kunden übrigens nicht Kunden sondern "Patienten" genannt, für die Möglichkeit dieser Anmaßung wurde sogar der pathogenetische und damit eigentlich wehr- und arbeitskraftzersetzende Impetus in Kauf genommen). Vielleicht hatten die Ärzte in der gesamten Geschichte der Medizin noch nie so viel bewußt und systematisch gelogen wie damals. Uns hat immer gewundert, daß der Arztberuf, auch der Krankenschwesternberuf, damals dennoch so hoch geachtet war.

Gustav Grambauer

29. März 2021 10:37

II

Qua Lothar Warneckes Kinofilm "Dr. med. Sommer II" von 1971 hat Honecker gleich nach seinem Machtantritt den Ärzten klarmachen lassen, daß er an dieser Praxis nicht rütteln läßt. Dieser Film stellt die äußerstdenkbare Situation dar: ein neuer Assistenzarzt wurde vom Todgeweihten, der zur Steigerung der Groteske sogar zuz 90 % schon selbst ahnte, daß er bald sterben wird, am Kragen genommen und zur Rede gestellt, wie lange er noch zu leben hätte. Dieser Arzt ließ sich - sehr bezeichnend - erst erweichen, als der Patient seinerseits auf seinen Akademikerstatus insistierte und teilte ihm seinen bald bevorstehenden Tod mit. Daraufhin brannte in der Klinik die Luft, eine "Sitzung" jagte die nächste, der Arzt wurde sofort von qualifizierteren Arbeiten suspendiert, durfte nicht mehr an den Visiten teilnehmen usw. und hat aus "tiefer Einsicht in seinen Fehler" Selbstkritik und "Wiedergutmachung"

https://www.filmportal.de/film/dr-med-sommer-ii_5e4d7078e9674109abe4a8d40ca47e68

geleistet. (Er wurde als Totschläger verdammt, noch bevor sich der Patient, wenig sozialistisch-realistisch, von einer Brücke stürzte.) Die eigentliche Begründung für die forcierte Lüge, die auch in dem Film vorgebracht wird, war aber, daß der Fortschritt der Medizin ja selbst dem Todeskandidaten überraschend noch ein Heilmittel bringen könne.

Gustav Grambauer

29. März 2021 10:38

III

In Wahrheit ging es

- um die Zementierung des Systems der Herrschaft der Lüge über die Wahrheit,

- um die Zementierung des Machtanspruchs des staatlichen Gesundheitswesens und um die totale Entmündigung ("selbst dein Körper gehört uns") und damit Erniedrigung derjenigen, die ihm ausgeliefert waren,

- (wie immer im Erziehungskino) um die Abwendung jedweder noch so vagen Aussicht auf einer Gefährdung der "Arbeitskräftesituation" z. B. duch die befürchtete "Demoralisierung" der Familienmitglieder und

- um die Durchsetzung der "Ruhe und Ordnung" im Land.

Fallen jemandem die Spiegelbildlichkeiten, fällt jemandem das Muster dieser operativen Varianten bei einunddemselben Ziel auf - damals bis zur Groteske gemauert, heute der gläserne Patient?

- G. G.

ML: Sehr interessanter Kommentar, vielen Dank!

Maiordomus

29. März 2021 11:04

@Grambauer. Ein hochkompetenter historischer Kommentar! Die einschlägige Mentalität ist aus China ebenfalls nachgewiesen. Die Verhältnisse bei uns sind nicht die selben, aber im Zusammenhang etwa des gläsernen Patienten und anderen Aspekten zutiefst überschneidend. 

tearjerker

29. März 2021 11:20

Wenn ich die „Annehmlichkeiten“ des Gesundheitssystems wegen eines sogenannten positiven Tests nicht im Anspruch nehmen darf, kann ich mich auch aus der Finanzierung desselben zurückziehen, oder?

Laurenz

29. März 2021 11:27

@ML

Man kann über Strohmänner leben, das empfehle ich Ihnen. Sobald man Geld besitzt, ist man satisfaktionsfähig, ohne nicht.

ML: Das ist mir jetzt etwas zu kryptisch...

Ich werde mich weder impfen, noch testen lassen, auch nicht, wenn ich ins Krankenhaus muß. Bin ich krank, mache ich den Jesus & der Arzt darf mir Blut abnehmen, mich untersuchen. Das erlaube ich ihm. Das muß reichen. Wenn mich jemand im Krankheitsfall nicht ins Krankenhaus lassen wollte, ist das unterlassene Hilfeleistung, ein Straftatbestand.

Und Sie, ML oder sonstwer darf mich auch gerne anstecken. Sterbe ich daran, wäre ich sowieso in absehbarer Zeit gestorben. Da braucht auch niemand ein schlechtes Gewissen haben.

Der_Juergen

29. März 2021 12:31

@Skeptiker

Das ganze Kommentariat wartet schon sehnsüchtig auf einen Erlebnisbericht aus Ihrer Lungenklinik, deren Namen Sie uns leider immer noch nicht mitgeteilt haben. Sie müssen ja ganz schön unter Stress stehen, denn vor Ihrem morgendlichen Arbeitsbeginn müssen Sie sich zweifellos stets mühsam den Weg durch die Leichenberge bahnen, die sich im Verlauf der Nacht angehäuft haben.

Phil

29. März 2021 12:40

Schöner Artikel!

Meine Bekannte aus Florida hatte diesen Monat Covid-19. Als sie mir traurig ihren Verdacht (noch vor dem Test) mitteilte, beruhigte ich sie damit, dass es keine große Sache sei; sie es sich wie eine Grippe vorstellen solle; der alte, übergewichtige Trump es weggesteckt habe; sie nicht auf die politisch-mediale Angstmacherei hereinfallen solle. Sie (31) hatte zwei Wochen Gliederschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen, Erschöpfung und eine weitere Woche "Gehirnnebel": definitiv nichts, das man gerne hätte. Aber auch nichts, dass die Maßnahmen und ihre Folgen (wirtschaftlich, sozial, gesundheitlich, psychisch) rechtfertigt, ebensowenig die Angstmacherei.

Kleine Anekdote: Weil ich die Maske nicht über der Nase trug, hat ein Kassierer im Supermarkt mir eine Standpauke gehalten. Als der 110-prozentige – trotz Brille masketragend hinter Plexiglas – mir von "Maskenverweigerung" und "Hausordnung" erzählte, hörte ich ruhig und gelassen zu, ohne meine Maske einen Millimeter zu korrigieren. Und blieb stumm – meine Verteidigung übernahm eine mir unbekannte alte Dame, zweifellos zur Risikogruppe zählend, die in der Nähe saß. Sie antwortete ihm mit einer Tirade über  "Zumutung", ob er eine Anzeige wegen Nötigung wolle, dass deren Klimaanlage die größte Virenschleuder sei usw. Das war's. Ich zahlte, und er wünschte mir mit ironischer Freundlichkeit einen schönen Tag.

Aussenseiter

29. März 2021 12:54

Habe mir kürzlich nach ca einem Jahr Pause wieder einmal eine ORF-Nachrichtensendung angetan, da ich Niederösterreicher bin, war es "NÖ-Heute". Die COVID-Daueraufgeregtheit in dieser regionalen ÖR-"Informations"-SEndung erinnerte mich an die "Angstgeilheit" in den Zeiten um 9-11, als in lustvoller "Erwartung" auf immer neue "Horror-Nachrichten" (wann kommt der nächste Mega-Anschlag? Wie werden die USA zurückschlagen?) regelrecht gehofft wurde. Ähnlich hier: die Intensivbetten gehen uns aus! Inzidenz wieder höher! Infiziertenzahlen wieder gestiegen!!! 

Wahrheitssucher

29. März 2021 13:01

Werter Herr Lichtmesz, 

bin Ihnen verbunden im Geiste.

Imagine

29. März 2021 13:02

Dass die Corona-Welle vor einem Jahr Angst machte, kann angesichts der damaligen Bilder aus China und Norditalien als „normal“ angesehen werden.

ML: Diese "Bilder" sind nicht zufällig auf der Nudlsuppn dahergeschwommen.

Heute wissen wir jedoch, dass die Krankheitsverläufe bei Covid19 ähnlich einer Grippe verlaufen, viele der Kontaminierten (geschätzt ca. 90%) bleiben symptomlos, die meisten Infizierten weisen einen leichten Verlauf auf, wie bei der Grippe gibt es vereinzelt schwere und tödliche Verläufe. Die Sterblichkeit bei Covid19 liegt in der Dimension von Influenza-Epidemien.

Menschen, die ins Pflegeheim kommen, sind zur selbständigen Lebensführung aufgrund unterschiedlicher Organbeeinträchtigungen und –ausfällen nicht mehr in der Lage. Realistisch betrachtet, befinden sie sich in der Sterbensphase. Mit moderner Medizin wird die Sterbensphase protrahiert. Ein Grund dafür ist, dass Altenpflege so profitabel ist, für die Pharmaindustrie, für die Investoren in Pflegeheime etc.

In den letzten 50 Jahren sich eine hochprofitable Pflegeindustrie entwickelt.

Zugleich produziert das System verblödete, verweichlichte und hypochondrische Menschen, die nicht mehr zu logischem Denken und  rationalem Handeln in der Lage sind..

Wenn jemand zuvor gesund ist oder nur leichte Grippesymptome aufweist, warum sollte der Angst vor einem positiven PCR-Test haben? Denn selbst wenn er mit Corona-Viren kontaminiert ist, so zeigt der Verlauf, dass sein Immunsystem damit gut fertigwerden kann.

 

RMH

29. März 2021 13:06

@G.G.,

Danke für den Kommentar. Meiner Meinung nach war der Umgang mit der Wahrheit gegenüber Schwerstkranken auch in der West-BRD nicht viel anders. Evtl. mag der Pensionär F.B. etwas zu den früheren Zeiten aus ärztlicher Sicht sagen, aber so wie ich das aus Fällen in der eigenen Familie (70er bis 80erJahre) kenne, fragten Ärzte oft erst einmal die nächsten Angehörigen, ob sie gegenüber dem Todgeweihten mit der Wahrheit raus rücken dürfen. Man wollte ja die letzten Tage nicht zu früh beschweren und so kam es zu unwürdigen Situationen, wo Angehörige mehr wussten, als der Patient.

Ich vermute, der Ursprung solcher Praktiken ist deutlich älter als DDR und BRD.

Franz Bettinger

29. März 2021 13:47

@RMH: Da Sie mich ansprachen: Ich habe bei sehr alten oder sterbenden Menschen das Thema Tod nie gescheut; habe es im Gegenteil bewusst angesprochen. Die Betroffenen waren überaus dankbar, dass endlich jemand den Mund aufmachte und über das redete, was ihnen wichtig war und mit dem würdelosen "Das wird schon wieder“-Gerede bricht. Sie waren erleichtert, da jemand sie ernst nahm. Ich habe niemals eine negative Reaktion vernommen. // (Eine Rente beziehe ich erst seit 5 Monaten.)

Monika

29. März 2021 14:34

Vielen Dank für den sehr unterhaltsam geschriebenen Erfahrungsbericht. Bei der Beschreibung von Lichtmesz‘ „feinnerviger Veranlagung“ musste ich laut lachen. Das kenne ich nur zu gut von mir. Als Kind fiel mir der Roman „Leib und Seele“ von Maxene van der Meersch in die Hände. ( Er stand im Bücherschrank meiner Eltern) . Mit Lust und Schrecken las ich über die sog. Schulmediziner der 50 er- Jahre, die als „Halbgötter in Weiß“ auftraten, als Herren über Leben und Tod  (was der Autor kritisierte) Auch  kenne ich das Verschweigen von Todesdiagnosen u.ä. Die katholische Einstellung, Sterbenden keine Schmerzmittel zu verabreichen, erlebte ich im Umfeld. Da wird man schon feinnervig.

Wenn in Zeiten von Corona die Lust am Grauen zunimmt, hat das vielleicht damit zu tun, dass die „Virologen  die Rolle der Theologen übernommen haben“ . Arnold Stadler spricht von den Hohepriestern einer rein diesseitigen Gesundheitsreligion. Inzwischen traue ich weder Virologen noch Theologen. Am ehesten noch dem gesunden Menschenverstand. 😀

Gustav Grambauer

29. März 2021 14:44

RMH

"Meiner Meinung nach war der Umgang mit der Wahrheit gegenüber Schwerstkranken auch in der West-BRD nicht viel anders."

Im Sozialismus war ein machtvoller politischer Spin dahinter. Würden Sie den Streifen mal anschauen,

www.ebay.de/itm/Dr-med-Sommer-II-1970-DDR-Doktor-Sommer-2-DEFA-Filmjuwelen-DVD/223954959364?hash=item3424c17c04:g:jYcAAOSweR1eeLfF

würden Sie sehen, wie hoch das Regime das Problem gehängt hat, wie verbissen und unnachgiebig es hierbei war, wie beschwörerisch hierzu das Wort "Warnung" ausgesprochen wurde. An dem Streifen ist noch etwas anderes interessant: er stellt die Agitprop dafür dar, die Kranken in den Krankenhäusern zu Arbeitsbrigaden zu mobilisieren (was sich aber nicht durchgesetzt hat).

- G. G.

Phil

29. März 2021 14:51

Dass die Corona-Welle vor einem Jahr Angst machte, kann angesichts der damaligen Bilder aus China und Norditalien als „normal“ angesehen werden. (Imagine)

Bilder! Wie z.B. auch 2015. Es sind selektiv ausgewählte Bilder und insgesamt die (manipulative) Berichterstattung, die gewünschte Reaktionen hervorruft.

Laurenz

29. März 2021 15:00

@RMH

Ein Herzspezialist, Prof. an der Uni-Klinik zu Frankfurt sagte meinem Herrn Vater vor ungefähr 4 oder 5 Jahren in etwa, "Sie wollen nicht sterben, aber ich kann nichts dagegen tun".

@Aussenseiter (In Ösiland)

Mußte echt grinsen, Sie haben die Situation empathisch erfaßt. Es ist ähnlich, wie bei Schaulustigen auf der Autobahn....jeden kann es im Grunde treffen, & viele wollen sehen, wie diejenigen, die es erwischt hat, verbluten oder verbrennen. Das ist auch keine Problematik des KFZ, in Zeiten der Postkutsche passierte das noch häufiger, da Pferde weniger kontrollierbar sind, als PS unter der Motorhaube, und im gewissen Sinne mehr Dreck machen.

@Imagine

Trinken wir eine auf Ihre Läuterung.

@Gustav Grambauer

Sie habe den damaligen Zeitgeist gut eingefangen & zu "Papier" gebracht.

Imagine

29. März 2021 19:05

1/3

Die heutigen Mediziner haben sich seit meiner Studienzeit völlig verändert.

Das hat mehrere Gründe.

Zum einen die Schule mit ihrem Punktesystem, was Papageien produziert.

Zum anderen das Studium. Mediziner mussten schon immer viel auswendig lernen. Aber während meines Studiums (Examen 1976) mussten wir in mündlichen Prüfungen in der Diagnostik noch unsere Denkprozesse darlegen.

Zu dieser Zeit wurde das Studium völlig umgestellt.

Heute sind alles Multiple-Choice-Prüfungen, wo man nur ankreuzen muss. Das ist etwas ganz anderes als das dialektische Denken, was früher bei der Diagnostik in den Prüfungen unter Beweis gestellt werden musste.

Heute sind 70% der Medizinstudenten Frauen.

Schon immer hatten die meisten Frauen Probleme mit abstraktem und dialektischem Denken. Das liegt in ihrer Natur, weil sie als Mütter konkret denken und handeln müssen. Unter unseren Medizinstudentinnen gab es jedoch auch eine kleine Minderheit, die kognitiv besser waren als 2/3 ihrer Kommilitonen. Die Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt „männliche Frauen“, wie die ein Männerleben leben und ein „männliches Gehirn“ entwickeln, wie z.B. Simone de Beauvoir.

Die Mediziner wurden so zu unkritischen Papageien gemacht. Ziel war immer, Mediziner zu unkritischen Pharmagläubigen und Anwendern von Medizintechnik zu machen.

Imagine

29. März 2021 19:06

2/3

Der Arzt als „Tankwart der Pharmaindustrie“, so kritisierten wir als kritische Mediziner damals die Situation. Heute ist die kritische Medizin Vergangenheit.

Die Ärzte wurden von der Pharmaindustrie völlig manipuliert. Mit kostenlosen Fachzeitschriften überschwemmt, die Schleichwerbung waren.
Sie wurden in ihren Praxen durch Bestechung motiviert, bestimmte Medikamente zu verschreiben.
Angebliche Fachvorträge in gutem Restaurants mit kostenlosen Essen waren verdeckte Werbung.

Der Funktionärsapparat der Mediziner wurde systematisch durch Nebeneinkünfte korrumpiert.

Die Professoren wurden abhängig von der Pharmaindustrie gemacht. Wenn sie Forschungsmittel wollten, mussten sie diese als „Drittmittel“ einwerben. Zu meiner Studienzeit gab es noch pharmakritische Professoren, heute sind die Universitäten korrumpiert

Aus den Klinken wurden Profitbuden gemacht. Korrupte Chefärzte sind heute die Regel. Es herrscht das Primat des Profits gegen das Patientenwohl. Vieles ist kriminell. Wer nicht den Direktiven des Kapitals folgt, macht keine Karriere.

Die Privatmedien sind korrumpiert, da sie von Anzeigenwerbung abhängig ist.
Zudem wurde der SPIEGEL mit „2.537.294 US-Dollar von der Bill and Melinda Gates Foundation gefördert (Cicero 22.5.20).

Big Pharma hat die Berufspolitiker nahezu völlig korrumpiert. Inzwischen ist sogar ein Pharmalobbyist Gesundheitsminister geworden.

Das Medizinsystem ist zu einer „Medizin des Kapitals“ geworden.

Imagine

29. März 2021 19:11

3/3

Erschreckend ist, dass so viele Mediziner unfähig sind, den Corona-Fake zu durchschauen. Obwohl wissenschaftliche Studien und Statistiken ein klares Bild liefern.

Kliniken bekommen mehr Geld, wenn sie Patienten mit einer Corona-Diagnose etikettieren. Wodarg hat darauf hingewiesen, dass mit dem Zeitpunkt der Sondervergütung die Corona-Diagnosen in die Höhe geschnellt sind.

Mediziner wie @Skeptiker sind kognitiv nicht in der Lage, zwischen typischen und pathognomonischen Symptomen unterscheiden.

Mit ihrem empiristischen Tunnelblick können sie nicht über ihren Tellerrand hinausblicken.

Die hohe Zahl von Corona-Infizierten auf Intensivstationen kommt dadurch zustande, dass sich die Einweisungskriterien völlig verändert haben.

Keiner der Kollegen aus meiner Medizinergeneration wäre auf die Idee gekommen, einen pflegebedürftigen Menschen im Alter von 80+ Jahren mit Pneumonie und Atemnot zur invasiven Beatmung auf die Intensivstation einzuweisen. Man hätte diese Quälerei diesen Patienten erspart in dem Wissen, dass die Überlebenschance gegen Null geht.

Aber heute ist dies normal. Man will bei diesen pflegedürftigen Menschen mit aller Gewalt verhindern, dass das natürliche Lebensende eintritt. Man will ihre Sterbensphase maximal ausweiten, mit Medikamenten, künstlicher Ernährung und Apparaten.

Dahinter stecken die Interessen der Pharma-, Sondenernährungs- und Pflegeindustrie.

Menschen in der Sterbephase werden so zu profitablen Biomassen gemacht.

Gracchus

29. März 2021 22:10

Danke, Herr Lichtmesz!

Mir steht ein solcher Test auch bevor, wenn ich mir die Haare schneiden lassen will! Und was Lichtmesz schreibt, befürchte ich eben auch - bei der geringen Zuverlässigkeit der Tests.

Sie @Maiordomus haben ganz recht: Es ist Erpressung. 

Die meisten merken nicht, wie sie konditioniert werden. Mürbe vom Lockdown akzeptieren sie alles, um wieder ... ja was ... Eine Freiheit, die von Tests und Impfung abhängt, ist keine Freiheit mehr  

Lichtmesz weist auf eins der teuflischsten Narrative hin, den a- oder präsymptomatisch Infektiösen. M. W. gibt es keinen Beweis dafür. Das RKI schreibt (oder schrieb) auf seiner Seite, dass der asymptomatische Infizierte keine grössere Rolle spielte. 

Und noch was: Zoonosen spielen - so das tiermedzinische Pendant zum RKI - ebenfalls keine Rolle, die Virenlast bei Tieren sei zu gering. Wie aber kann dann die Übertragung durch eine Fledermaus ursächlich sein?   

Gracchus

29. März 2021 22:12

"Aber sie handeln inzwischen wie Roboter, die gleich Schwarzeneggers Terminator unbeirrt und unerbittlich auf ein vorprogrammiertes Ziel zustampfen." Auch mein Eindruck. Diskussionen - ohnehin nicht erwünscht - kann man sich sparen. 

Franz Bettinger

29. März 2021 23:54

@Skeptiker: Wenn die AfD und Herr Bothe (Beruf Krankenpfleger; AfD) tatsächlich, wie Sie im anderen Strang schrieben, in der Beurteilung Coronas um 180° umgeschwenkt haben, wäre dies nicht nur beachtlich (weil selten), sondern vor allem achtenswert. Seine Meinung aufgrund neuer Erkenntnisse zu ändern, ist ehrenhaft. Es bedeutet keineswegs, dumm (gewesen) zu sein.

Franz Bettinger

30. März 2021 00:18

Die Macht der Medizin bzw. das Können der Ärzte ist viel geringer als der Laie annimmt. Viele der Erfolge, die Mediziner sich anrechnen, gehen auf das Konto der selbstheilenden Natur. Daher wünscht die Medizin (Big Pharma in erster Linie) auch gar keine exakte Überprüfung ihrer 'Erfolge', denn das Ergebnis wäre mehr als peinlich; es wäre niederschmetternd. Dieses vernichtende Urteil betrifft nach meiner Einschätzung rund 85% aller Therapien und auch einen guten Teil diagnostischer Verfahren, deren Allergie-, Embolie-, Infarkt- oder Todes-Risiko (z.B. bei Angiographien) ja gegen den Diagnose-Gewinn abzuschätzen wäre. Auf beiden Feldern, Therapie wie Diagnostik, sind wieder einmal die Kontrollgruppen augenöffnend - und daher werden sie medial unterm Tisch gehalten. Mich selbst hat das Studium der Epidemiologie und das Cochrane-Institut zu einem anderen Mediziner gemacht.

Franz Bettinger

30. März 2021 00:22

Manchmal aber schlüpft die Wahrheit sogar bis in den öffentlichen Ballsaal durch: So brachte der Spiegel vor 15 (?) Jahren eine große US-Studie, die belegte, dass die Diabetes-Typ II-Behandlung (mit SH, Biguaniden; mittlerweile sogar mit Insulin) obsolet sein müsste, da keinerlei Wirkung hinsichtlich Lebenserwartung oder Lebensverbesserung erzielt wird. Ich kann mich noch an den irren Schlusssatz im Spiegel-Artikel erinnern: „All das kann man nicht auf Deutschland übertragen. Die Situation in den USA ist eine andere.“ Lachhaft. 

Hat jemand gelacht?  Ich habe kein Lachen gehört, und auch keinen Aufschrei. Ich aber habe Diabetiker fortan anders (milder) behandelt.

Die Beweise ! für die Wirkungslosigkeit oder gar die Gefährlichkeit vieler Therapien (und diagnostischer Verfahren) liegen schon seit 40 Jahren vor. Und was haben sie gebracht? - Soviel wie jener revolutionäre Spiegel-Artikel. Nichts. Man macht weiter, als wäre nichts geschehen. Dasselbe erleben wir ja auch heute mit den Ankündigungen eines Great Reset und "dass nichts mehr sein wird wie früher". Die Leute gehen drüber weg, als wäre es nie gesagt worden oder nicht ernst gemeint. 

Niedersachse

30. März 2021 00:32

@Imagine

 

Ist Ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, dass die meisten oder vielleicht sogar alle Mediziner bereitwillig mitmachen, obwohl sie es besser wissen (müssten)?! In einem Staat, wo ein derart totalitäres Klima herrscht, dürften mittlerweile auch viele Mediziner Angst haben, aus der Deckung zu kommen. Das muss so nicht sein, liegt aber im Bereich des Möglichen. Wer weiß, was hinter den Kulissen alles passiert von dem wir nur mutmaßen können. Im Juni 2020 sagte Spahn noch, man dürfe nicht zuviel testen, da sonst die Gefahr bestünde, zuviele falschpositive Ergebnisse zu bekommen - heute wird jedes Kind getestet und damit die Zahl in die Höhe getrieben. Im September des gleichen Jahres sagte er (Spahn) dass...mit dem Wissen von heute der Einzelhandel nicht wieder geschlossen werden dürfe - seit 4 Monaten (16.12.2020) ist alles dicht. Im Grunde wissen wir alle nicht wirklich viel, was geplant und politisch/ ökonomisch zu welchem Zweck durchgedrückt werden soll. Die Nutzniesser sind klar, Big Pharma, Big Tech und der Machtzuwachs für die Executive. Aber die viel wichtigere Frage, mit der ich mir das Hirn zermatere ist die, wie man damit umgeht und was man tun kann?!

ede

30. März 2021 01:27

Herrlich Herr Lichtmesz, habe mich köstlich amüsiert. Überzeugende Methode, die Fragwürdigkeit konsequent in Anführungszeichen zu setzen.

Franz Bettinger

30. März 2021 01:55

@Gracchus: Ich lege jedem dringend nahe, den PCR-Test (und auch das Impfen) kategorisch abzulehnen. Denn damit begibt man sich in die unehrliche manipulative Hand eines Unrechtsstaates. So einfach! Eine Nachuntersuchung wie bei @Lichtmesz, oder ein Haarschnitt? Sind diese Dinge wirklich so dringend und unaufschieblich, dass sie das Risiko einer totalen Entmündigung rechtfertigen würde?

Laurenz

30. März 2021 03:21

@ML

"Das ist mir jetzt etwas zu kryptisch..."

Wenn man mit Einkünften oder Vermögen über der Pfändungsfreigrenze lebt, ist man eben mit Geld "haftbar". Lebt man offiziell innerhalb der Pfändungsfreigrenze, dann ist man nur noch haftbar, in dem man in den Knast gesteckt wird. Aber Knast kostet den Staat 200 Euro + am Tag, wodurch Geldstrafen -, umgewandelt in Knaststrafen, wie Beugehaft, schnell sinnentleert werden.

Natürlich kann man so nicht oder nur schlecht leben, wenn man nicht die Unterstützung haftbarer Mitmenschen genießt.

Juristen im Staatsamt gehen in der Regel davon aus, daß man Geld haben muß, werden aber schnell machtlos, angesichts dessen, daß locker 10% der Bevölkerung gar nicht mehr haftbar sind.

RMH

30. März 2021 07:08

Vor wenigen Tagen habe ich einen Vortrag der Leitung der hiesigen Klinik anhören dürfen. Unsere Klinik ist kein kleines Landkrankenhaus, sondern schon etwas größer, mit satter, vierstelliger Beschäftigtenzahl. In dem Laden ist man mit dem Impfen des Personals mehr oder weniger "durch". Im allgemeinen Jubelton, verbunden mit der Kritik, dass der Rest der Bevölkerung doch viel, viel schneller geimpft werden "muss", damit man endlich wieder Oberwasser bekäme, stand auf einer der Präsentationsfolien unter einigen anderen Zahlen, dass 22% des Personals es bislang abgelehnt habe, sich impfen zu lassen. Das wurde im Vortrag nicht groß erwähnt oder gar thematisiert, man musste die Folien schon selber lesen, um da drüber zu stolpern. Leider gab es keine weitere Aufschlüsselung nach Berufsgruppen, so dass bei den 22% auch andere, als direkt am Patienten arbeitende Berufsgruppe enthalten sein werden. Aber immerhin: Trotz aller Kampagnen, trotz der Anordnungen und Euphorie der Klinikleitung: Jeder 5te des Klinikpersonals hat sich irgendwie gedrückt oder drücken können. Von Mehrheiten, wie bei einer DDR-Wahl oder in Nordkorea, sind wir offenbar dann doch noch etwas entfernt. Man kann nur hoffen, dass die 22% standhaft bleiben, denn bei einer Zahl dieser Dimension haben sie sich eine eigene Art von "Herdenimmunität" geschaffen - und zwar gegen arbeitsrechtliche Maßnahmen, denn 22% sind zu viel für solche Aktionen.

KlausD.

30. März 2021 09:23

@Gustav Grambauer  29. März 2021 10:37

"... Todeskandidaten, welche allesamt noch im oft zusätzlich suggerierten Glauben an die Heilung gewiegt wurden."

Der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski wurde 1849 als Mitglied eines geheimen Zirkels zum Tode verurteilt und erst auf dem Richtplatz (Scheinhinrichtung) begnadigt. Diese Erfahrung verarbeitete er in seinem Roman "Der Idiot". Darin läßt er Fürst Myschkin sagen (sinngemäß): "Die größte seelische Grausamkeit, die man einem Menschen antun kann, ist, ihm den genauen Zeitpunkt seines Todes mitzuteilen".

ML: Das kann kein Arzt.

Monika

30. März 2021 10:02

Leute, Corona macht mir irgendwie keine Angst ( mehr) . Seit Beginn der sog. Pandemie bis Anfang März gab es 545 junge Tote ( Altersgruppe unter 5O). Das ist nicht viel. Im gleichen Zeitraum werden aus dieser Altersgruppe vermutlich  inzwischen mehr an Bahnhöfen abgestochen. Dass 80 bis 90 jährige vermehrt sterben, liegt in der Natur der Sache. Eine so hohe Lebenserwartung gab es nie zuvor. Zudem ist das Land überaltert. Man braucht jährlich 300 000 Wohnungen für Neubürger. Umso besser, wenn es Platz gibt. Zudem soll nach der Machtübernahme durch die Grünen kräftig umverteilt werden. Die Alten haben Kohle, die Jungen keine Arbeit. Alles ist doch stimmig. Finis Germania.

Nicht klagen, meine Generation hat flott gelebt. Etwas Demut ist angesagt. Auf die Jugend kommen harte Zeiten zu. Im Rückblick wird uns das alles sehr,sehr komisch vorkommen.Also denen, die noch zurückblicken können...

Imagine

30. März 2021 10:50

@Niedersachse  30. März 2021 00:32
„die meisten oder vielleicht sogar alle Mediziner bereitwillig mitmachen, obwohl sie es besser wissen“

Nach meiner Erfahrung ist das Gegenteil der Fall.

Sie wissen es nicht besser. Denn wider besseres Wissen als Arzt die Patienten schlecht zu behandeln, erfordert Zynismus und ist meist durch Geldnot oder Geldgier motiviert. Auch wenn sie die Patienten objektiv schlecht behandeln, so haben die allermeisten Medizinerinnen subjektiv dennoch ein positives Selbstbild.

Wir leben in einer schizophrenen Gesellschaft, in der objektive Realität und subjektive Wahrnehmung im Widerspruch stehen und die wenigsten Individuen dies wahr nehmen.

Weil die heutige Medizin so schlecht ist und im Dienste des Kapitals steht, gehe ich nur zu Ärzten, von denen ich weiß, dass diese in kritisch-reflexiver Distanz zum herrschenden Medizingeschäft stehen. Ärztinnen meide ich generell, aber es gibt einige wenige Ausnahmen, die echt sehr gut sind.
 

Krankenhausaufenthalte beinhalten das größte Risiko, da man dort fast völlig dem Medizinbetrieb ausgeliefert ist.

Um nicht als profitabel verwertbare Biomasse zu enden, die durch Medikamente, Sondenernährung und Maschinen am Sterben gehindert wird, habe ich eine juristisch wasserdichte Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.

Mich wird niemand bei einer Pneumonie invasiv beatmen und zu Tode quälen dürfen.

Volksdeutscher

30. März 2021 11:33

Schade, daß mein Kommentar, in dem ich auf Unstimmigkeiten in den Erklärungen von AfD-Politikern zur Corona-Thematik hinwies, nicht durchging, obwohl mein Kommentar nicht nur Behauptungen enthielt, sondern auch belegt war. Offensichtlich ist hier keine konstruktive Kritik mehr erwünscht, wenn es um die AfD geht. Ob das der Partei hilft, aus der selbstverschuldeten Krise herauszukommen, möchte ich mal bestreiten. Dafür gibt es hier eine Weltuntergangsstimmung und düstere Kommentare wie z.B. von Monika (unter Lichtmesz´Artikel). Was ich hier vermisse, von Anfang an vermisse, sind Kampfgeist und Durchhalteparolen. Melancholiker sind nicht zum Sieg bestimmt. Offensichtlich wurden dem deutschen Volk in der Nachkeigszeit alle Fähigkeiten zur Selbstzuversicht ausgetrieben. Allen voran die Fähigkeit zum Durchhalten (weil das die bösen Nationalsozialisten vom deutschen Volk abverlangten). Nun rächt sich das: es ist ein wirtschftlicher Kollaps zu erwarten, den Muckis geht die Kraft aus, die Nerven liegen blank. Es gibt kaum noch etwas, was die Menschen innerlich stützen könnte. Auf Fleiß und Arbeitskraft, wie wichtig sie im praktischen Leben auch immer sein mögen, kann man keine nationale Identität stützen! Den Zugochsen kann man für seine Kraft bewundern. Aber für seine Schönheit wird man nur das Rennpferd rühmen!

Valjean72

30. März 2021 13:44

@RMH:

Aber immerhin: Trotz aller Kampagnen, trotz der Anordnungen und Euphorie der Klinikleitung: Jeder 5te des Klinikpersonals hat sich irgendwie gedrückt oder drücken können.

Passend hierzu folgende Meldung aus Niedersachsen:

Hannover: Viele Ärzte und Personal nicht zum Impfen gekommen

Am Sonnabend vor einer Woche sollten eigentlich 600 Ärztinnen und Ärzte sowie Praxispersonal aus Stadt und Region Hannover geimpft werden. Zum Termin erschienen sind aber nur 200 Impfwillige.

(Quelle: NDR.de; 29.03.2021)

 

 

Valjean72

30. März 2021 14:03

@Franz Bettinger @Gracchus:

Ich lege jedem dringend nahe, den PCR-Test (und auch das Impfen) kategorisch abzulehnen. Denn damit begibt man sich in die unehrliche manipulative Hand eines Unrechtsstaates.

Ich misstraue sowohl den Tests (durch die Nase) als auch den Impfungen und traue "denen" zu, dass in beiden Fällen dem Körper/Organismius gezielt Schaden zugefügt wird.

Im Dezember hatte ich wieder mal mit einer Art leichter, verschleppter Bronchitis zu tun. Das habe ich so alle 2, 3 Jahre. Als ich zur Apotheke ging, um mir ein lösendes Medikament zu holen, hätte ich einen Schnelltest (Nase) machen sollen. Dies lehnte ich ab.

Mein Hausarzt machte ohnehin später ein Blutbild von mir im Rahmen einer Nachsorgeuntersuchung. Ergebnis: kein Corona ...

zeitschnur

30. März 2021 23:41

Reden wir nicht drumherum: Noch bis 2020 wurde das, was sich derzeit abspielt, als eine "hypochondrische Fehlhaltung" klassifiziert ... im Rahmen von Neurosen, Psychosen und Persönlichkeitsstörungen.

Dass unsere PolitikerInnen nicht unbedingt mental gesund wirken - geschenkt.

Dass aber das Volk derart kindisch ist, dass es sich in eine solche Psychose manipulieren lässt, das zwingt zu einem niederschmetternden Realismus. Früher sagte man: Miss Dir nicht dauernd den Blutdruck, miss Dir nicht dauernd Fieber,vertrau auf Dein Gesundheitsgefühl ... wer sich gesund fühlt, ist es mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit auch ...

Ich fürchte, diese Lawine muss jetzt durchrollen mit allen Konsequenzen. Wie der Herr so's Gescherr und umgekehrt, auch wenn ich nicht dazugehöre. Aber schön, dass auch hier allmählich wieder so etwas wie gesunder Menschenverstand einkehrt.

Wenn die Umnachteten aus ihrem Wahn erwachen, werden sie sich als Sklaven wiederfinden, sofern sie die Test- und Impfselektionen überlebt haben werden. Das Virus wurde nie isoliert, wogegen wird also geimpft? Gegen die "Wirte", nur begreifen die es nicht ...

Ob Merkel sich den Schwachsinn glaubt, den sie verzapft? Ich denke, sie muss die narzisstische Kränkung ihrer Ruhetage-Schlappe kompensieren und arbeitet an einer Ostervermiesung, um sich wieder für zwei Tage euphorisch zu fühlen.

Franz Bettinger

31. März 2021 10:35

@Zeitschnur: Schön, dass Sie zurück sind.

Wahrheitssucher

31. März 2021 17:57

@ zeitschnur

Darf mich den Worten Franz Bettingers anschließen, Dank für Ihre Ausführungen!

Schade nur, dass eine Frau wie Sie nicht auf das Gender-Deutsch verzichten kann...

zeitschnur

31. März 2021 22:01

Ähm ... @ Wahrheitssucher ... ich verzichte in meinen kontemplativeren und analytischen Texten natürlich drauf, lesen Sie meine Bücher, dann wissen Sie das ... aber wissen Sie, es gibt da auch die rhetorischen Formen und v.a. das Satirische. Und hier oben schwingt durchaus eine Bitterkeit mit, dass ausgerechnet eine Frau Deutschland so sehr ins Unglück stürzt, wenngleich ihre männliche Entourage eigentlich auch das Gender-I verdient - es sind keine Männer und keine Frauen ... Es sind diese seltsam I-Memes. Wobei das I für die fehlende bodenständige und vernünftige I-dentität steht.

Aber dazu wollte ich mich nicht weiter verbreiten.

Wahrheitssucher

31. März 2021 23:12

@ zeitschnur

Ich erbitte Nachsicht, das Satirische in Ihrer Verwendung des Binnen-I nicht entdeckt zu haben. Gleichwohl bin ich Ihnen wie auch mir dankbar, Ihnen auf diese Weise die Möglichkeit gegeben zu haben, sich eben in der Hinsicht erklärend zu verbreiten. Empfinde ich doch Ihre Ausführungen zu dem I im Sinne von Identität als gleichermaßen geistreich wie zutreffend.

Laurenz

1. April 2021 09:21

@zeitschnur

Willkommen zurück!

"Aber schön, dass auch hier allmählich wieder so etwas wie gesunder Menschenverstand einkehrt."

Der gesunde Menschenverstand war nie abhanden gekommen. Natürlich tobt auch auf der SiN, wie überall, die Schlacht zwischen Idioten und Vernunftbegabten.

Wenigstens kam keiner der vielen Katholiken hier auf die Idee, das Virus als Strafe Gottes für unsere Sündhaftigkeit in die Argumentation einzuspannen. Mit der ewigen Verdammnis droht schon die Berliner Junta, das reicht für jedes existierende Hirn aus um, jeden Tag gen Berlin zu pinkeln und mit Lippenstift den Namen Merkel auf den Boden der Toilettenschüssel zu schreiben.

Ernst-Fr. Siebert

1. April 2021 12:49

@ Herrn Grambaer: Wo um Gotteswillen haben Sie den diese medizinische Ungemach in der DDR erlebt? Ich selbst bin in einem Medizinerhaushalt aufgewachsen, hatte und habe Ärzte (m,w, nicht d) im Freundeskreis, die alle, ich betone alle!, ihren Beruf sehr engagiert ausgeführt und ausgefüllt haben. Der Ärger der Genossen war doch gerade der, daß die Ärzte konservativ waren.

Ein "Vorteil" der "DDR-Ärzte" war eben der, daß sie keine "Pharmareferenten" erst zu ertragen und dann deren heute teils üppigen Zuwendungen zu erzielen hatten.

Daß man damals Todkranken nicht, aus heutiger Sicht korrekt, informiert hat, geschah aus Gründen der Rücksichtnahme auf ihre Psyche, keinesfalls ideologisch begründet. Die Angehörigen wurden wohl in Kenntnis gesetzt, soweit sie das verkrafteten.

Glauben Sie mir, die heutigen Ärzte sind weitaus mehr auf Linie, als die damaligen.

 

zeitschnur

2. April 2021 12:24

@ Laurenz

Nana, das mit dem Lippenstift und ... aber Sie haben schon irgendwie recht ... ist dieser Name "Angela Merkel" nicht fast wie ein literarischer Kunstname, das Engelchen Merkel

(@ Wahrheitssucher: Wie wird man in Zukunft noch grammatisch eindeutige Vornamen aushalten, werden wir im heiligen Unum dann Angelum, Monikum, Seisdrum oder Markum heißen? Mache ich es also vorsorglich mal genderneutral durch die wesenhaft vorhandene Infantilisierung)

hat was von Benjamin Blümchen, der Murkelmaus, JR, Dr Hyde oder dem ebenfalls genderneutralen und trotzdem ausgschamten Rumpelstilzchen.

Es also ich meine sie ist wie "nicht wahr", eine Fiktion, genauso wie dieses ominöse nie isolierte, nie gesehene, dafür "sequenzierte" (also erfundene) "Virus" äh Virum, aber nee, weil es bös ist, kann es ruhig männlich bleiben, ach so: das ist Neutrum trotz .. Sie sehen, es wird ... die Sprache gehört einfach auf den Müll ... sie taugt nicht für eine organisierte Schwarzweiß-Welt. Wie kann es sein, dass männlich neutrum ist, das ist ein Nogo, geht gar nicht, und warum wirkt "aquila" so weiblich und erst recht der "papa" (Papst) ...

und was die Katholiken betrifft - ach vergessen wirs. Give me five!

nietzschikus

6. April 2021 21:37

#1
Ist der Unterschied zur Schweiz soo groß? Kann viele der Diskussionen nicht nachvollziehen. Ich konsumiere keine nicht-rechten Medien, wähle nur aus, was mich interessiert und ergo ist für mich Corona eher begrenzt. Ich muss auf Arbeit Maske tragen (berechtigt), im Büro kommt sie sofort runter. Fertig.

Im ÖNV & Supermarkt macht die Maske noch rudimentären Sinn, könnte ich theor. mit leben. Trage sie dort aber nicht wirklich. Habe einen Joker & Totenkopf Stoffschlauch, so dünn, dass bereits der Dreitagebart durchpikst. Ergo kaum merklich beim Tragen & meine Haltung entsprechend kommuniziert. Jeder lässt mich in Ruhe. Habe noch nie Stress gehabt. Ich finde es reichlich befremdlich zu diskutieren, was wie wo sinnvoll ist. Scheißt doch drauf. Ich halte mich nicht an den Unsinn. Freunde werden umarmt, wer nicht will, der hat schon. Mir einfach egal, jedem seine Entscheidung. Treffe mich mit Freunden ganz normal. Käme doch die Polizei, können die Leute hinten über den Garten raus und in 15mins wiederkommen. Alternativ kann man auch Methode Ali-Mohammed anwenden & gleich noch paar Freunde dazurufen. Ob die Polizei darauf Bock hat???

nietzschikus

6. April 2021 21:38

#2
@ML: Auch wenn ich das Testen vor dem Krankenhausbesuch nachvollziehen kann, wer darauf keine Lust hat, kommt auch drum. Bei "akuter" Lage kann die Behandlung ja nicht verweigert werden. Vielleicht sind wir Sachsen ja einfach anders, renitentes Bergvolk oder dergleichen. Und auch wenn eine Impfpflicht gegen alle Widerstände durchkäme. Egal? Einen Hausarzt suchen, der "impft". Fertig. Das ist doch wirklich nicht so kompliziert. Wenn ich DE / A wäre, würde ich zum Haareschneiden privat gehen. Auch nicht schlimm, sieht der Staat halt keine Kohle. Und einige Fragen nach Lösungen: das Wirtschaftsleben vor Ort informeller gestalten. Ging in der DDR ja auch. Insofern: alte Probleme, alte (bewährte) Lösungen. Wer nicht Opfer werden will, sollte sich nicht wie eines verhalten.