29. März 2021

Wie ich meinen ersten „Corona“-Test erlebte

Martin Lichtmesz / 52 Kommentare

Letzte Woche habe ich ein bißchen nähere Bekanntschaft mit der "Corona"-Angstmaschinerie gemacht.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Sie läuft in Österreich ebenso wie in Deutschland auf Hochtouren. Hier wie dort scheint es der unbedingte Wille der politischen Eliten zu sein, einen weiteren "harten Lockdown" durchzusetzen, wie immer mit Verschärfungen, die kein denkender Mensch mehr nachvollziehen kann. Während die Propaganda-Maschine brummt, bleibt "Corona" für den weitaus größten Teil der Bevölkerung weiterhin eine eher abstrakte Bedrohung, die vor allem medial wahrgenommen wird.

Jedesmal, wenn ich ansetze, dazu einen Kommentar zu schreiben, trudelt die nächste Tartarenmeldung und die nächste grandiose Maßnahme ein, die unsere Regierung zu unser aller Schutz beschlossen hat. Neben einer dubiosen "Osterruhe" nach dem Vorbild Deutschlands sind nun auch für Teile Österreichs 24stündige Ausgangssperren und für das ganze Land verpflichtende Testungen vorgesehen, um Zutritt zu Geschäften zu bekommen.

Bedenkt man, daß "die Zahlen" nun ohnehin aus saisonalen Gründen stetig abfallen werden, wirkt das wie ein Wettlauf gegen die Zeit, den die Regierungen gewinnen müssen, um ihr Gesicht zu wahren. Sie wollen offenbar durch drastische Eingriffe eine Kausalität des "Rückgangs der Fälle" suggerieren, die auch letztes Jahr vermutlich nicht mehr als eine optische Täuschung war.

Inwiefern die Regierenden an ihren eigenen Film glauben, läßt sich nicht mehr mit Sicherheit sagen. Aber sie handeln inzwischen wie Roboter, die gleich Schwarzeneggers Terminator unbeirrt und unerbittlich auf ein vorprogrammiertes Ziel zustampfen. Dazu gehört offenbar auch, die Herde Richtung Massenimpfung zu treiben, die als einzige, unumgängliche und risikofreie Lösung präsentiert wird.

Eine wesentliche Rolle spielen dabei die sogenannten "Tests", die wohl vor allem drei Funktionen haben: a) die "Inzidenzwerte" oben zu halten, um den Lockdown zu rechtfertigen, b) das Verhalten der Bevölkerung dauerhaft zu konditionieren und steuern, c) sie für den nächsten Durchgang, die Massenimpfung, zu trainieren.

Ich muß diese Problematik für die Leser dieses Blogs wohl nicht weiter ausführen. Wer die letzten Monate bei Achse des Guten, Boris Reitschuster, Gunnar Kaiser, Multipolar, Rubikon, Ken FM, Corona-Ausschuß und anderen Seiten und Kanälen mitgelesen und mitgeschaut hat, wird wissen, wie fragwürdig und wissenschaftlich schlecht begründet die zwei wichtigsten Pfeiler der laufenden Hysterie sind: daß 1.) asymptomatische (früher: gesunde) Menschen wesentlich an der Ausbreitung des Virus beteiligt seien, und daß 2). Antigen- und PCR-Tests als massenhaft einsetzbare Diagnosemittel geeignet seien und Infizierung und Infektiosität der getesteten Personen nachweisen können.

Diese Vorstellungen haben sich jedoch, neben einigen anderen, flächendeckend durchgesetzt. Das Virus wurde zum ultimativen "unsichtbaren Gegner", den jeder jederzeit unbemerkt in sich tragen kann, weshalb er sich im Grunde pausenlos genötigt sieht, sich selbst "screenen" zu lassen, ob mit ihm auch alles in Ordnung sei.

Die Nötigung zum permanenten "Screening" wird mit moralischem und sozialem Druck aufgeladen: Dieser nährt sich nicht nur aus der Angst um die eigene Gesundheit, sondern auch um die der eigenen Angehörigen und anderer Mitmenschen. Wer sich verweigert, gilt als verantwortungslos, egoistisch, asozial und antisozial.

Ein "positiver" Test ruft außer Angst auch ein schlechtes Gewissen hervor: Man hat offenbar die Anweisungen der Regierung und ihrer "Experten" nicht streng genug befolgt, oder muß fürchten, daß man von anderen als Sünder und leichtfertiger Schlamper gesehen wird, wie in früheren Zeiten Menschen, die sich Geschlechtskrankheiten eingefangen haben (man erinnere sich auch an all die Kampagnen, die darauf abzielten, "HIV-Positive" und AIDS-Patienten sozial akzeptabel zu machen und vor "Diskriminierung" zu schützen). Die "Absolution" erfolgt dann schließlich nach bangem Zittern durch den "negativen" Test oder im Falle eines "positiven" Tests durch soziale Isolation und Buße in der Quarantäne.

Gewiß gibt es etliche Menschen, die zur Zeit an Covid-19 oder ähnlichen Atemwegserkrankungen erkranken. Die Formel von den "milden Symptomen", die sich bei der Mehrheit der Menschen zeigen, die als "Fälle" klassifiziert werden, läßt erheblichen Interpretationsspielraum offen: Ein Schnupfen mit negativem Test ist ein Schnupfen, ein Schnupfen mit positivem Test gilt als "Corona". Dasselbe gilt natürlich auch für schwerere Symptome, bis hin zur Lungenentzündung. Hier ist vielleicht der Schlüssel zu dem Rätsel zu finden, warum etwa die alte Nemesis Influenza weltweit fast vollständig aus den Statistiken verschwunden ist.

Ein Bekannter mittleren Alters von guter sportlicher Kondition, den es letztes Jahr gleich zu Beginn der "Pandemie" erwischt hatte (und der übrigens ein entschiedener Lockdown-Gegner ist), beschrieb mir seinen Verlauf etwa so:

Schlimmer als die Grippe, aber kürzer. Vier Tage Husten, hohes Fieber, Schmerzen. Am 5. Tag hat das alles aufgehört, ich habe mich noch 2-3 Wochen schwach gefühlt. Monatelang kein Geruchssinn mehr. Viele in meinem Bekanntenkreis waren gleichzeitig krank: meine Frau, Arbeitskollegen, Freunde.

Das ist eine typische und häufig anzutreffende Beschreibung. Wer nicht zur Risikogruppe gehört und keine gröberen Vorerkrankungen hat, wird in der überwiegenden Zahl der Fälle etwa einen solchen Verlauf erwarten können, falls es ihn ernsthaft "erwischen" sollte.

Ich sage hier also nicht, daß es "Corona" nicht "gibt", aber ebenso klar scheint mir zu sein, daß die aktuellen Maßnahmen dysfunktional und dystopisch sind, daß die Flut der Desinformation ungeheuer ist, daß hier politische Süppchen von enormer Tragweite gekocht werden und daß ein großer Teil unser Gefühle und Wahrnehmungen durch eine beispiellose mediale Inszenierung geformt und gesteuert wird.

Wie das abläuft, konnte ich nun durch eigene Erfahrung teilweise miterleben.

Ich habe mich bislang den Testungen entziehen können, mußte aber nun doch in den sauren Apfel beißen, weil ich einen längst fälligen Krankenhausbesuch (eine Nachuntersuchung nach einem länger zurückliegenden Unfall) nicht länger aufschieben wollte. Also buchte ich einen Termin bei einer "Checkbox" , das sind über die Stadt verstreute mobile Container mit medizinischem Personal, in denen man einen Antigen-Schnelltest machen kann.

Nachdem ein Assistent mit einem Stäbchen tief in meiner Nase herumgebohrt hatte (eine äußerst unangenehme Prozedur), mußte ich draußen etwa fünfzehn Minuten warten. Ich trage im Freien prinzipiell keine Masken, da ich das für eine medizinisch vollkommen sinnlose und gesundheitsschädigende Schikane halte, insbesondere seit in Österreich die FFP2-Tragepflicht eingeführt wurde. Um niemandem Anlaß zur Beschwerde zu geben, hielt ich jedoch meterweiten Abstand zu den anderen Wartenden, drei Damen mittleren Alters, und ein junger Mann, der den kaffeefilterartigen Kunststoffkübel made in China ebenfalls abgelegt hatte.

Ich sah auch einen jungen Vater, der mit seinem etwa sechs- oder siebenjährigen Sohn auf das Testergebnis wartete. Als die frohe Botschaft verkündet wurde, riß sich das Kind jubelnd die Maske vom Gesicht. Offenbar dachte es: Solange unklar ist, ob ich "negativ" bin oder nicht, darf ich hier nicht ohne Maske aus- und einatmen, denn ich weiß noch nicht, ob ich infiziert bin und andere gefährde oder nicht. Man stelle sich nun tausende, hundertausende, Millionen Kinder vor, die sich an ein solches Denken gewöhnt haben. 

Nach ein paar Minuten öffnete sich die Tür, und ein weißes Maskengesicht mit verärgert funkelnden Augen forderte mich auf, sofort meine Maske aufzusetzen. "Entschuldigung, ich stehe hier im Freien!", sagte ich. Durch ein Fenster im Container blickte nun ein zweites Maskengesicht, und eine weibliche Stimme rief: "Sie sind positiv! Sie sind hochinfektiös! Kommen Sie sofort herein!"

Ich war nun doch etwas perplex. Ich hatte keinerlei Symptome, keinen Schnupfen, keinen Husten, kein Fieber. Allenfalls war ich leicht "anerkältelt", und mußte mich ab und zu räuspern, aber dies schon seit Wochen in einem stabilen Dauerzustand, der mir im Alltag nicht weiter auffiel. Ich hatte mich nicht die Bohne vor einem Testergebnis gefürchtet, und die ganze Prozedur als lästige Pflicht betrachtet, die ich schnell hinter mich bringen wollte.

Nun saß ich also wieder auf einem Stuhl im Container, nun doch etwas erschreckt, mich innerlich zur Fassung ermahnend, die FFP2-Maske im Gesicht, mit leicht beschleunigter Atmung, die meine Brille beschlug (offenbar war das Ding nicht dicht).

Ich gehöre zu den Menschen, die diese Maske schwer vertragen. Ich bekomme nur schwer Luft, und nach einer Weile meldet sich ein Juckreiz. Vor allem aber empfinde ich sie als psychologisch bedrückend, als entmenschlichenden, erniedrigenden Maulkorb. Ich finde es immer wieder unfaßbar, wie viele Menschen selbst an der frischen Luft damit herumrennen. Während der ganzen Prozedur habe ich wohl keine zwei Sätze gebrummt, weil ich nicht sonderlich motiviert bin, mich mit gesichtslosen Augenpaaren durch eine Plastikwand hindurch zu unterhalten.

Während der Assistent erneut in meiner Nase bohrte, um einen zweiten Abstrich für einen PCR-Test zu machen (laut WHO der "Goldstandard" der Bestimmung), teilte mir die junge Dame, die Buch führte, erneut mit, daß ich "hochinfektiös" sei, denn man habe eine "hohe Virenlast" entdeckt, und wenn ich die Maske nicht trage, würde ich "Menschenleben gefährden". Ich müsse mich nun für 48 Stunden in Quarantäne begeben, dann werde mir mitgeteilt, ob der PCR-Test das Ergebnis bestätigt habe, in welchem Falle mir vierzehn Tage Zwangsabsonderung blühen würden.

Ich wurde noch einmal hinausgeschickt, nach ein paar Minuten in einen anderen Teil des Containers gebeten, wo mich ein Arzt mit den nötigen Papieren, Informationen und Anweisungen versorgte. Auch er bekräftigte, daß ich die Maske auf dem Heimweg, den ich unverzüglich anzutreten habe, aufsetzen müsse, da ich sonst "Menschenleben gefährde". Ich konnte weder vernünftig atmen, noch sprechen, noch ihn durch meine beschlagene Brille sehen, und hörte wortlos zu. Er wünschte mir noch zweimal "Alles Gute" in einem dramatischen, teilnahmsvollen Tonfall, als hätte ich gerade eine Krebsdiagnose erhalten. Er war aufgeregter als ich.

Das Narrativ, dem das Personal folgte, war offenbar dieses:

Antigen-Schnelltests, wie sie im Rahmen der geplanten Massentestungen in Österreich breit angewendeten werden sollen, sind laut Experten vor allem zur Identifikation von Personen geeignet, die zum Testzeitpunkt eine relativ hohe SARS-CoV-2-Viruslast haben. Damit könne man vor allem Menschen aus dem Infektionsgeschehen nehmen, die zwar kaum bis keine Symptome verspüren, aber andere anstecken können.

Siehe auch hier:

Hauptzielrichtung des empfohlenen Einsatzes dieser Antigentests sind laut der neuen Teststrategie asymptomatische Personen. Dies ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass auch symptomlose SARS-CoV-2-Infizierte ansteckend sein können. Das gilt sowohl für präsymptomatische Menschen kurz vor den ersten Krankheitszeichen als auch für die eigentlich asymptomatischen, die überhaupt keine Krankheitszeichen entwickeln.

In meiner Wohnung angekommen, sortierte ich erstmal meine Gedanken. Da ich innerlich gut vorbereitet und informiert war, geriet ich nicht in Panik.  Zwei meiner engsten Freunde, beide stramme Demo-Teilnehmer und Testverweigerer, mußten auflachen, als ich ihnen die Neuigkeiten mitteilte: Nun hat es also ausgerechnet mich erwischt?

Ich wußte natürlich, daß Antigen-Tests relativ häufig "falsch positiv" sind. Und selbst wenn ich gehustet oder geschnieft hätte, hätte man mir schwerlich glaubhaft machen können, daß ich auf offener Straße Menschen im Vorbeigehen durch meinen Pesthauch infizieren kann, wenn ich sie nicht gerade gezielt anspucke oder anhuste oder Mund und Nase mit irgendetwas anderem als einer Baustellenmaske bedecke.

Nun gab es drei Möglichkeiten:

1. Auch der PCR-Test ist positiv, ich muß mindestens vierzehn Tage in Quarantäne, und ich werde krank, in der Art, wie oben beschrieben. Das wäre fast das worst-case-Szenario, denn daß ich auch der Intensivstation lande, wie zum allgemeinen Spott FPÖ-Landesparteichef Haimbuchner , der etwa so alt ist wie ich, schloß ich erstmal aus. Ich bin im Großen und Ganzen gesund, gehe selten zum Arzt, habe allenfalls einmal im Jahr für ein paar Tage Husten, Schnupfen, Fieber und Halsschmerzen (also "Corona-Symptome").

2. Der PCR-Test ist positiv, ich muß in der Quarantäne bleiben, was lästig ist, aber ich werde zumindest nicht krank, was mir auch die Chance gibt, mich vorzeitig "heraustesten" zu lassen.

3. Best case, der PCR-Test ist negativ, und ich bin wieder frei.

Die nächsten zwei Tage gaben mir reichlich Gelegenheiten, mich selbst und meine Reaktionen zu beobachten. Wie jeder Mensch habe auch ich eine Menge Gefühle, die sich meinem Verstand nicht immer beugen und manchmal die Oberhand bekommen. Konstitutionell bin ich eher feinnervig veranlagt: Ich gehöre zu den Menschen, die es zu zwicken, zwacken und drücken beginnt, wenn sie die Symptome einer x-beliebigen Krankheit nachlesen. Zum Ausgleich besitze ich eine gut entwickelte Fähigkeit zur Verdrängung, angeblich eine sehr österreichische Eigenschaft.

Ich schloß also nicht aus, daß das oben zitierte offizielle Narrativ zutreffen könnte, zumindest in manchen Punkten: Vielleicht war ich ja wirklich ein präsymptomatischer Asymptomatischer, der gerade dabei war, etwas Unerquickliches auszubrüten.

Hypochondrische Gedanken überkamen mich: Ist der Schleim, den ich seit Wochen ab und zu hochräuspern muß, schon ein "Symptom"? Ist mein Hals erkältungsbedingt leicht geschwollen, oder spüre ich einen seelischen Kloß im Hals, weil mich die Lage bedrückt? Was genau bedrückt mich eigentlich? Die Angst, krank zu werden, oder die Angst vor einem Staat, der mir aufgrund eines Virentests Hausarrest erteilen kann, und mich für krank erklärt, obwohl mir augenscheinlich gar nichts fehlt?

Ich holte mir noch ein wenig professionellen Rat ein, unter anderem bei einem Mediziner, der sich sehr gut mit der ganzen Corona-Problematik auskennt und dem allgemeinen Hype sehr kritisch gegenübersteht. Er winkte ab, und meinte, ich sollte diesen notorisch unzuverlässigen Test als "Non-Event" betrachten: Wenn ich jetzt keine Symptome habe, ist unwahrscheinlich, daß noch etwas Signifikantes kommt. Er hatte auch "Corona" gehabt, letztes Jahr, wie ein Antikörpertest im Nachhinein nachgewiesen hatte, was sich aber lediglich in einem Schnupfen niedergeschlagen hatte. Niemand in seiner Familie hatte sich angesteckt.

Am nächsten Tag war mein körperlicher Zustand weiterhin stabil, und ich hatte nun weitaus mehr Sorge, zu einer Quarantäne verdonnert zu werden, als vor einem Ausbruch von Covid-19. Und sollte ich es doch bekommen, so machte ich mir Mut: Dann habe ich es wenigstens hinter mir, und womöglich eine gute Ausrede, die Impfung zu vermeiden. Und auch wenn der PCR-Test irgendetwas nachweisen würde, dann bedeutet das - nach meinen Informationen - noch lange nicht, daß ich wirklich infiziert oder krank bin. Nichtsdestotrotz schlief ich schlecht, und der Suspense hielt sich hartnäckig aufrecht.

Der Zettel, den ich mitbekommen hatte, las sich nicht sehr hoffnungsvoll: "Ergebnis: NACHWEISBAR/POSITIV, Relative Sensitivität: 96, 69%, Relative Spezifizität: 99,32%, Genauigkeit: 98,54%." Ich hatte keine Ahnung, was diese Zahlen bedeuten, sie klangen aber danach, als ob hier etwas sehr präzise und mit hoher Wahrscheinlichkeit gemesssen worden war. Ich begann also, mich mit dem Gedanken an vierzehn Tage Gehege abzufinden, auch wenn ich nicht mehr davon ausging, daß ich ernsthaft erkranken würde.

Am übernächsten Tag nach dem Test rief ich bei einer Auskunftsstelle an, und erkündigte mich nach dem Ergebnis des PCR-Tests. Die Dame am anderen Ende der Leitung teilte mir mit, der Test sei "negativ".  "Aha, bin ich nun also wieder frei?" fragte ich. "Ja", sagte sie.

Ich verkniff mir die Bemerkung: "Geht's das nächste Mal auch ohne Streß und Pferdescheumachen?"

Einen Tag später widerfuhr einem Freund, der mich damit aufgezogen hatte, daß eine Quarantäne einem "Seuchenvogel und Tunichtgut" wie mir "ohnehin NIE schaden" würde, dasselbe Schicksal: Völlig gesund, wurde er mittels Antigen-Test "positiv" bestimmt, und mußte ein Treffen mit mir absagen.

Was habe ich aus dem Drama gelernt? Auch wenn ich rational recht gut abgesichert bin, bin ich keineswegs unempfänglich für die Ängste, die seit über einem Jahr massenhaft geweckt und am Köcheln gehalten werden. Manchmal mußte ich die Emanationen, die in mir aufblubberten, bremsen, und mir sagen: "Stop! Was fühlst du jetzt, in diesem Moment?" Die Antwort: Nichts, was mich noch vor einem Jahr oder noch vor ein paar Monaten, als ich ein paar Tage lang husten mußte, in irgendeiner Weise beunruhigt hätte. Ich hatte begonnen, auf "Symptome" und Regungen in meinem Körper zu achten und mit Bedeutung zu versehen, die ich normalerweise völlig ignoriert hätte.

Ich gehöre nicht zu einer Risikogruppe und bin gegenüber dem pandemischen Heckmeck schon lange auf kritische Distanz gegangen. Wie mag es dann erst Menschen gehen, die mittendrin im Propagandanebel stecken, auf den unsichtbaren und großteils imaginierten Virus starren, wie das hypnotisierte Kaninchen auf die Schlange, und nichts darüber hinaus sehen, denken, wahrnehmen können, ja gar nicht mehr wollen?

"Schnupfen, Fieber, Husten oder Halsschmerzen" sind enorm weit verbreitete Symptome; praktisch jeder Mensch hat sie in der einen oder anderen Form praktisch jedes Jahr, vor allem in den kälteren Jahreszeiten. Darum handelt es sich hier um perfekte Anhaltspunkte, auf denen man eine flächendeckende Paranoia aufbauen kann.

Die mediale Konditionierung hat die Menschen dazu gebracht, um ihr Leben und das ihrer Mitmenschen zu fürchten, wenn sie einmal husten oder niesen müssen - ja sogar, wenn sie das nicht müssen oder wenn jemand anderes hustet oder niest, da man sich laut der offiziellen Geschichte immer und überall infizieren kann, und es oft nicht einmal bemerkt. Theoretisch müsste man jeden Tag einen Test machen, um sich und anderen zu versichern, daß mit einem alles in Ordnung ist. Bald wird niemand mehr "in Ordnung" sein, der nicht sein aktuelles Impf-Update in seinem "grünen Paß" vorweisen kann.

Daraus ergibt sich ein vortreffliches Rezept für eine gründliche kollektive Neurotisierung. Propaganda, so schrieb Jacques Ellul, zielt darauf ab, im Rezipienten ein psychisches Trauma zu erzeugen, um ihn gefügig zu machen.

Auch das dramatische Verhalten des Checkbox-Teams stand völlig im Banne und im Dienste dieser permanenten Stimmungsmache. Nüchtern betrachtet,  macht das Testergebnis aus mir erstmal einen Verdachtsfall, der noch bestätigt werden muß, etwa durch einen weiteren Test (der ebenfalls fehlerhaft sein kann) und durch meine weitere gesundheitliche Entwicklung. Ich wurde aber augenblicklich behandelt, als wäre ich ein zweifellos diagnostizierter, schwer erkrankter Typhus-Patient, dem man nun Beine machen muß.

Selbst wenn ich tatsächlich ein "präsymptomatisch Symptomloser" gewesen wäre, so bezweifle ich, daß es vor 2020 üblich war, Patienten derart in Angst und Schrecken zu versetzen, ehe noch überhaupt irgendetwas mit ihnen passiert ist. Ich bilde mir ein, Ärzte sollten eher Mut machen, die Zuversicht stärken, vernünftig und besonnen bleiben, auch wenn ihr Patient wirklich ernsthaft erkrankt ist.

Ich will dem Team der Checkbox nicht unbedingt einen Vorwurf machen. Sie stecken mittendrin im "Narrativ" wie der Fisch im Wasser und glauben vielleicht aufrichtig daran. Politik und Medien machen ihnen seit einem Jahr vor, daß es einem guten Zweck und "unser aller Sicherheit" diene, das Verhalten der Menschen durch Panikmache zu beeinflussen und zu steuern, analog zum früheren volkspädagogischen Mittel der Höllenandrohung. Man scheint sich an diesen Modus inzwischen wie selbstverständlich gewöhnt zu haben. Die zu Fischen Gemachten merken nicht, daß sie von Wasser umgeben sind.

Feststeckend in seinem eigenen, verinnerlichten Interpretationsrahmen, fühlte sich das Checkbox-Team vielleicht in seinem Drehbuch bestätigt: Da ich zu diplomatischer Verstellung reichlich unbegabt bin, werden sie in mir wohl - natürlich völlig zu Unrecht! - einen dickschädeligen Querulanten vermutet haben, der es mit den "Corona-Regeln" nicht immer so genau hält. Das hat er nun davon, dieser ignorante Covidiot, dieser Herr "Querdenker"! Da sehen wir wieder, was passiert, wenn man nicht den Experten und Autoritäten gehorcht!

Ob ich nun als "Fall" in die Statistik eingegangen bin, weiß ich nicht. Aber mir hat dieses Erlebnis gezeigt, daß nicht nur die mangelnde Zuverlässigkeit der Tests die übertriebene Seuchenstimmung am Leben erhält, sondern auch die systematische Traumatisierung und Verunsicherung der Menschen, nicht zuletzt durch viele Mediziner, eine Praxis, die mir - dummer, ahnungsloser Laie, der ich bin - nicht besonders gesundheitsförderlich erscheint.

Es scheint mir hier viel Suggestion und Autosuggestion im Spiel zu sein, was die Lage zweifellos schlimmer macht, als sie eigentlich sein müßte. Wie viele nominelle Corona-Patienten gab es im Lauf des letzten Jahres, ob symptomatische oder asymptomatische, deren Leiden durch einen medial implantierten Kopf-Film noch massiv verstärkt wurden wie durch einen Lautsprecher? Wie viele sind auf den Gedanken gekommen, daß das, was sie erleben, fühlen oder fürchten, womöglich auch ganz anders interpretiert werden kann?

Wie der nonkonforme Wiener Arzt und Lockdown-Kritiker Dr. Marcus Franz auf Twitter schrieb:

Medien und Politiker, hört jetzt endlich auf mit eurer unsinnigen #PolitikDerPanik!! Das ist nur noch skandalös. Viele Patienten sind irritiert und wir Ärzte müssen tagtäglich in den Praxen u Kliniken -zig Leuten alles erklären und sie beruhigen.

Und obwohl ich dachte, daß ich immun dagegen bin, hat diese Politik sogar mich ein wenig infiziert, zumindest einen bestimmten emotionalen Teil von mir. Allerdings mit einem recht milden Verlauf.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (52)

Franz Bettinger

29. März 2021 09:04

Kausalität ist das Schlüsselwort. Es ist unmöglich, objektiv einen Ursachen-Wirkungs-Zusammenhang zwischen Maßnahmen und Infekt-Geschehen nachzuweisen. Beides hat in der inszenierten C-Krise nichts miteinander zu tun. Aber irgendetwas tun (und sei es noch so weit hergeholt und widersprüchlich) erscheint den Leuten (erstaunlicherweise auch einigen hier auf dem SiN-Forum) fast immer richtig, während das Gegenteil (Nicht-Handeln und Abwarten) meist falsch erscheint. So ist der Mensch. 

RMH

29. März 2021 09:13

In Deutschland gab es bislang eine klare Widerstandslinie durch Industrie, Handwerk und verarbeitendes Gewerbe, die in der letzte Woche offen zu Tage getreten ist, als die Kanzlerin, ohne zuvor einen Blick ins Entgeltfortzahlungsgesetz getan zu haben, Ruhetage verordnete und dann noch nachschob, dass diese wie Feiertage zu behandeln seien. Rumms, auf einmal liefen die Lobbymühlen auf Hochtouren. Womöglich ein bezahlter freier Tag zusätzlich? Ein Tag, wo auch kein KuG greift?

Schon kam am nächsten Tag das kleine Canossa der Kanzlerin. Und beim Testen in den Betrieben wird es ähnlich sein, denn da ist nicht der einzelne positiv Getestete das Problem für die Wirtschaft, sondern die sich daran anschließenden Quarantänen der Kollegen als Kontaktpersonen, wenn kein Heimbüro möglich ist.

Gotlandfahrer

29. März 2021 09:24

Apropos eigener Film der Regierenden - kann ein der Datenlese Kundiger eine Interpretation für die zweite Grafik auf folgender Seite auffächern? Ich meine die Grafik mit den Kapazitäten... so von wegen Lage und so:

https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

Franz Bettinger

29. März 2021 09:27

Die Impfung ist ein körperlicher Eingriff, der legal bisher nur mit dem Einverständnis des Betroffenen erlaubt war. Man erinnere sich an den links-grünen Zirkus, der aufzog, als zur Alters-Bestimmung vieler auf jung machender Merkel-Gäste aus'm Morgenland das vergleichsweise kaum belastende Röntgen der Handwurzel vorgeschlagen wurde. Das war obsolet. Nun aber sind WIR dran, die weißen Eingeborenen. Da ist nichts mehr obsolet. Da wird erpresst, gedroht, genudged, bestraft und erzwungen auf Teufel komm raus.

Mit der Impfung soll der Damm gebrochen werden, hinter dem sich bisher die körperlichen Unversehrtheit einigermaßen in Sicherheit wägte. Impfen ist der erste Schritt in weitergehende Eingriffe in den Körper

Maiordomus

29. März 2021 09:52

@Lichtmesz. Interessanter Bericht, so weit authentisch Widerfahrenes erzählt wird. Natürlich handelt es sich nicht um ein rein mediales Phänomen; selber kenne ich in meinem Bekanntenkreis 21 Personen, die deswegen zumindest hospitalisiert waren, auch wenn es eine Lüge ist, den über ein Jahr währenden schweren Todeskampf einer 92jährigen Bekannten einseitig Covid-19 in die Schuhe zu schieben. In der eigenen Familie sind bisher 5 Personen erkrankt, dabei aber nur ein naher Verwandter (81) relativ gefährlich betroffen, wiewoh es nur die drittschlimmste Krankheit, unter der er gleichzeitig leiden musste, im Moment stehen Wassersucht und Herzprobleme im Vordergrund. Einer meiner Schrfitstellerfreunde (89), liess sich dieser Tage impfen, was bei ihm, ob Zufall oder nicht, heftiges schlimmes Erbrechen zur Folge hatte. Selber werde ich mich indes aus guten Gründen, nicht bloss Überzeugung, nicht impfen lassen, zumal faktisch der Tatbestand der Erpressung vorliegt. Möglicherweise gäbe es dieses Jahr noch einige öffentliche Auftritte, die mir unter Umständen nur mit Impfnachweis oder zumindest Testnachweis gestattet würde, wobei unter Ausschluss komplizierten Vorgehens ein Getestetwerden allenfalls noch akzeptiert würde, wiewohl aus Protest gegen faktische Erpressung eher zu meiden. 

Maiordomus

29. März 2021 09:53

@Bettinger. Was Sie hier ausführen, ist nicht alles, was es zu sagen gibtg, aber es gehört zu dem, was unbedingt auch noch gesagt werden muss. 

Gustav Grambauer

29. März 2021 10:37

I

Spiegelbildlich war es in der DDR genau umgekehrt. Der Arzt, der zuallermeist ein Staatsangestellter war, durfte und wollte "unsere Menschen" nicht beunruhigen. Bei ernsteren Krankheiten wurden den Patienten niemals Diagnosen mitgeteilt. Dies betraf sogar vor allem die Todeskandidaten, welche allesamt noch im oft zusätzlich suggerierten Glauben an die Heilung gewiegt wurden. Habe beim Tod meiner Großmutter selbst dramatische Szenen deshalb miterlebt. Dieser Usus ist auch der Grund dafür, daß man mit dem DDR-Arzt so sehr die unleserliche (kryptische), würdelose, schofle Latein-Zettlschmiererei assoziiert hat, damals grassierte dafür der Begriff Doktorschrift (z. B. auf den "Verordnungen", ein Wort, das das damalige quasi-militärische Unterstellungsverhältnis des Patienten unter den Arzt treffend bezeichnet hat; selbst in den Apotheken wurden die Kunden übrigens nicht Kunden sondern "Patienten" genannt, für die Möglichkeit dieser Anmaßung wurde sogar der pathogenetische und damit eigentlich wehr- und arbeitskraftzersetzende Impetus in Kauf genommen). Vielleicht hatten die Ärzte in der gesamten Geschichte der Medizin noch nie so viel bewußt und systematisch gelogen wie damals. Uns hat immer gewundert, daß der Arztberuf, auch der Krankenschwesternberuf, damals dennoch so hoch geachtet war.

Gustav Grambauer

29. März 2021 10:37

II

Qua Lothar Warneckes Kinofilm "Dr. med. Sommer II" von 1971 hat Honecker gleich nach seinem Machtantritt den Ärzten klarmachen lassen, daß er an dieser Praxis nicht rütteln läßt. Dieser Film stellt die äußerstdenkbare Situation dar: ein neuer Assistenzarzt wurde vom Todgeweihten, der zur Steigerung der Groteske sogar zuz 90 % schon selbst ahnte, daß er bald sterben wird, am Kragen genommen und zur Rede gestellt, wie lange er noch zu leben hätte. Dieser Arzt ließ sich - sehr bezeichnend - erst erweichen, als der Patient seinerseits auf seinen Akademikerstatus insistierte und teilte ihm seinen bald bevorstehenden Tod mit. Daraufhin brannte in der Klinik die Luft, eine "Sitzung" jagte die nächste, der Arzt wurde sofort von qualifizierteren Arbeiten suspendiert, durfte nicht mehr an den Visiten teilnehmen usw. und hat aus "tiefer Einsicht in seinen Fehler" Selbstkritik und "Wiedergutmachung"

https://www.filmportal.de/film/dr-med-sommer-ii_5e4d7078e9674109abe4a8d40ca47e68

geleistet. (Er wurde als Totschläger verdammt, noch bevor sich der Patient, wenig sozialistisch-realistisch, von einer Brücke stürzte.) Die eigentliche Begründung für die forcierte Lüge, die auch in dem Film vorgebracht wird, war aber, daß der Fortschritt der Medizin ja selbst dem Todeskandidaten überraschend noch ein Heilmittel bringen könne.

Gustav Grambauer

29. März 2021 10:38

III

In Wahrheit ging es

- um die Zementierung des Systems der Herrschaft der Lüge über die Wahrheit,

- um die Zementierung des Machtanspruchs des staatlichen Gesundheitswesens und um die totale Entmündigung ("selbst dein Körper gehört uns") und damit Erniedrigung derjenigen, die ihm ausgeliefert waren,

- (wie immer im Erziehungskino) um die Abwendung jedweder noch so vagen Aussicht auf einer Gefährdung der "Arbeitskräftesituation" z. B. duch die befürchtete "Demoralisierung" der Familienmitglieder und

- um die Durchsetzung der "Ruhe und Ordnung" im Land.

Fallen jemandem die Spiegelbildlichkeiten, fällt jemandem das Muster dieser operativen Varianten bei einunddemselben Ziel auf - damals bis zur Groteske gemauert, heute der gläserne Patient?

- G. G.

ML: Sehr interessanter Kommentar, vielen Dank!

Maiordomus

29. März 2021 11:04

@Grambauer. Ein hochkompetenter historischer Kommentar! Die einschlägige Mentalität ist aus China ebenfalls nachgewiesen. Die Verhältnisse bei uns sind nicht die selben, aber im Zusammenhang etwa des gläsernen Patienten und anderen Aspekten zutiefst überschneidend. 

tearjerker

29. März 2021 11:20

Wenn ich die „Annehmlichkeiten“ des Gesundheitssystems wegen eines sogenannten positiven Tests nicht im Anspruch nehmen darf, kann ich mich auch aus der Finanzierung desselben zurückziehen, oder?

Laurenz

29. März 2021 11:27

@ML

Man kann über Strohmänner leben, das empfehle ich Ihnen. Sobald man Geld besitzt, ist man satisfaktionsfähig, ohne nicht.

ML: Das ist mir jetzt etwas zu kryptisch...

Ich werde mich weder impfen, noch testen lassen, auch nicht, wenn ich ins Krankenhaus muß. Bin ich krank, mache ich den Jesus & der Arzt darf mir Blut abnehmen, mich untersuchen. Das erlaube ich ihm. Das muß reichen. Wenn mich jemand im Krankheitsfall nicht ins Krankenhaus lassen wollte, ist das unterlassene Hilfeleistung, ein Straftatbestand.

Und Sie, ML oder sonstwer darf mich auch gerne anstecken. Sterbe ich daran, wäre ich sowieso in absehbarer Zeit gestorben. Da braucht auch niemand ein schlechtes Gewissen haben.

Der_Juergen

29. März 2021 12:31

@Skeptiker

Das ganze Kommentariat wartet schon sehnsüchtig auf einen Erlebnisbericht aus Ihrer Lungenklinik, deren Namen Sie uns leider immer noch nicht mitgeteilt haben. Sie müssen ja ganz schön unter Stress stehen, denn vor Ihrem morgendlichen Arbeitsbeginn müssen Sie sich zweifellos stets mühsam den Weg durch die Leichenberge bahnen, die sich im Verlauf der Nacht angehäuft haben.

Phil

29. März 2021 12:40

Schöner Artikel!

Meine Bekannte aus Florida hatte diesen Monat Covid-19. Als sie mir traurig ihren Verdacht (noch vor dem Test) mitteilte, beruhigte ich sie damit, dass es keine große Sache sei; sie es sich wie eine Grippe vorstellen solle; der alte, übergewichtige Trump es weggesteckt habe; sie nicht auf die politisch-mediale Angstmacherei hereinfallen solle. Sie (31) hatte zwei Wochen Gliederschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen, Erschöpfung und eine weitere Woche "Gehirnnebel": definitiv nichts, das man gerne hätte. Aber auch nichts, dass die Maßnahmen und ihre Folgen (wirtschaftlich, sozial, gesundheitlich, psychisch) rechtfertigt, ebensowenig die Angstmacherei.

Kleine Anekdote: Weil ich die Maske nicht über der Nase trug, hat ein Kassierer im Supermarkt mir eine Standpauke gehalten. Als der 110-prozentige – trotz Brille masketragend hinter Plexiglas – mir von "Maskenverweigerung" und "Hausordnung" erzählte, hörte ich ruhig und gelassen zu, ohne meine Maske einen Millimeter zu korrigieren. Und blieb stumm – meine Verteidigung übernahm eine mir unbekannte alte Dame, zweifellos zur Risikogruppe zählend, die in der Nähe saß. Sie antwortete ihm mit einer Tirade über  "Zumutung", ob er eine Anzeige wegen Nötigung wolle, dass deren Klimaanlage die größte Virenschleuder sei usw. Das war's. Ich zahlte, und er wünschte mir mit ironischer Freundlichkeit einen schönen Tag.

Aussenseiter

29. März 2021 12:54

Habe mir kürzlich nach ca einem Jahr Pause wieder einmal eine ORF-Nachrichtensendung angetan, da ich Niederösterreicher bin, war es "NÖ-Heute". Die COVID-Daueraufgeregtheit in dieser regionalen ÖR-"Informations"-SEndung erinnerte mich an die "Angstgeilheit" in den Zeiten um 9-11, als in lustvoller "Erwartung" auf immer neue "Horror-Nachrichten" (wann kommt der nächste Mega-Anschlag? Wie werden die USA zurückschlagen?) regelrecht gehofft wurde. Ähnlich hier: die Intensivbetten gehen uns aus! Inzidenz wieder höher! Infiziertenzahlen wieder gestiegen!!! 

Wahrheitssucher

29. März 2021 13:01

Werter Herr Lichtmesz, 

bin Ihnen verbunden im Geiste.

Imagine

29. März 2021 13:02

Dass die Corona-Welle vor einem Jahr Angst machte, kann angesichts der damaligen Bilder aus China und Norditalien als „normal“ angesehen werden.

ML: Diese "Bilder" sind nicht zufällig auf der Nudlsuppn dahergeschwommen.

Heute wissen wir jedoch, dass die Krankheitsverläufe bei Covid19 ähnlich einer Grippe verlaufen, viele der Kontaminierten (geschätzt ca. 90%) bleiben symptomlos, die meisten Infizierten weisen einen leichten Verlauf auf, wie bei der Grippe gibt es vereinzelt schwere und tödliche Verläufe. Die Sterblichkeit bei Covid19 liegt in der Dimension von Influenza-Epidemien.

Menschen, die ins Pflegeheim kommen, sind zur selbständigen Lebensführung aufgrund unterschiedlicher Organbeeinträchtigungen und –ausfällen nicht mehr in der Lage. Realistisch betrachtet, befinden sie sich in der Sterbensphase. Mit moderner Medizin wird die Sterbensphase protrahiert. Ein Grund dafür ist, dass Altenpflege so profitabel ist, für die Pharmaindustrie, für die Investoren in Pflegeheime etc.

In den letzten 50 Jahren sich eine hochprofitable Pflegeindustrie entwickelt.

Zugleich produziert das System verblödete, verweichlichte und hypochondrische Menschen, die nicht mehr zu logischem Denken und  rationalem Handeln in der Lage sind..

Wenn jemand zuvor gesund ist oder nur leichte Grippesymptome aufweist, warum sollte der Angst vor einem positiven PCR-Test haben? Denn selbst wenn er mit Corona-Viren kontaminiert ist, so zeigt der Verlauf, dass sein Immunsystem damit gut fertigwerden kann.

 

RMH

29. März 2021 13:06

@G.G.,

Danke für den Kommentar. Meiner Meinung nach war der Umgang mit der Wahrheit gegenüber Schwerstkranken auch in der West-BRD nicht viel anders. Evtl. mag der Pensionär F.B. etwas zu den früheren Zeiten aus ärztlicher Sicht sagen, aber so wie ich das aus Fällen in der eigenen Familie (70er bis 80erJahre) kenne, fragten Ärzte oft erst einmal die nächsten Angehörigen, ob sie gegenüber dem Todgeweihten mit der Wahrheit raus rücken dürfen. Man wollte ja die letzten Tage nicht zu früh beschweren und so kam es zu unwürdigen Situationen, wo Angehörige mehr wussten, als der Patient.

Ich vermute, der Ursprung solcher Praktiken ist deutlich älter als DDR und BRD.

Franz Bettinger

29. März 2021 13:47

@RMH: Da Sie mich ansprachen: Ich habe bei sehr alten oder sterbenden Menschen das Thema Tod nie gescheut; habe es im Gegenteil bewusst angesprochen. Die Betroffenen waren überaus dankbar, dass endlich jemand den Mund aufmachte und über das redete, was ihnen wichtig war und mit dem würdelosen "Das wird schon wieder“-Gerede bricht. Sie waren erleichtert, da jemand sie ernst nahm. Ich habe niemals eine negative Reaktion vernommen. // (Eine Rente beziehe ich erst seit 5 Monaten.)

Monika

29. März 2021 14:34

Vielen Dank für den sehr unterhaltsam geschriebenen Erfahrungsbericht. Bei der Beschreibung von Lichtmesz‘ „feinnerviger Veranlagung“ musste ich laut lachen. Das kenne ich nur zu gut von mir. Als Kind fiel mir der Roman „Leib und Seele“ von Maxene van der Meersch in die Hände. ( Er stand im Bücherschrank meiner Eltern) . Mit Lust und Schrecken las ich über die sog. Schulmediziner der 50 er- Jahre, die als „Halbgötter in Weiß“ auftraten, als Herren über Leben und Tod  (was der Autor kritisierte) Auch  kenne ich das Verschweigen von Todesdiagnosen u.ä. Die katholische Einstellung, Sterbenden keine Schmerzmittel zu verabreichen, erlebte ich im Umfeld. Da wird man schon feinnervig.

Wenn in Zeiten von Corona die Lust am Grauen zunimmt, hat das vielleicht damit zu tun, dass die „Virologen  die Rolle der Theologen übernommen haben“ . Arnold Stadler spricht von den Hohepriestern einer rein diesseitigen Gesundheitsreligion. Inzwischen traue ich weder Virologen noch Theologen. Am ehesten noch dem gesunden Menschenverstand. 😀

Gustav Grambauer

29. März 2021 14:44

RMH

"Meiner Meinung nach war der Umgang mit der Wahrheit gegenüber Schwerstkranken auch in der West-BRD nicht viel anders."

Im Sozialismus war ein machtvoller politischer Spin dahinter. Würden Sie den Streifen mal anschauen,

www.ebay.de/itm/Dr-med-Sommer-II-1970-DDR-Doktor-Sommer-2-DEFA-Filmjuwelen-DVD/223954959364?hash=item3424c17c04:g:jYcAAOSweR1eeLfF

würden Sie sehen, wie hoch das Regime das Problem gehängt hat, wie verbissen und unnachgiebig es hierbei war, wie beschwörerisch hierzu das Wort "Warnung" ausgesprochen wurde. An dem Streifen ist noch etwas anderes interessant: er stellt die Agitprop dafür dar, die Kranken in den Krankenhäusern zu Arbeitsbrigaden zu mobilisieren (was sich aber nicht durchgesetzt hat).

- G. G.

Phil

29. März 2021 14:51

Dass die Corona-Welle vor einem Jahr Angst machte, kann angesichts der damaligen Bilder aus China und Norditalien als „normal“ angesehen werden. (Imagine)

Bilder! Wie z.B. auch 2015. Es sind selektiv ausgewählte Bilder und insgesamt die (manipulative) Berichterstattung, die gewünschte Reaktionen hervorruft.

Laurenz

29. März 2021 15:00

@RMH

Ein Herzspezialist, Prof. an der Uni-Klinik zu Frankfurt sagte meinem Herrn Vater vor ungefähr 4 oder 5 Jahren in etwa, "Sie wollen nicht sterben, aber ich kann nichts dagegen tun".

@Aussenseiter (In Ösiland)

Mußte echt grinsen, Sie haben die Situation empathisch erfaßt. Es ist ähnlich, wie bei Schaulustigen auf der Autobahn....jeden kann es im Grunde treffen, & viele wollen sehen, wie diejenigen, die es erwischt hat, verbluten oder verbrennen. Das ist auch keine Problematik des KFZ, in Zeiten der Postkutsche passierte das noch häufiger, da Pferde weniger kontrollierbar sind, als PS unter der Motorhaube, und im gewissen Sinne mehr Dreck machen.

@Imagine

Trinken wir eine auf Ihre Läuterung.

@Gustav Grambauer

Sie habe den damaligen Zeitgeist gut eingefangen & zu "Papier" gebracht.

Imagine

29. März 2021 19:05

1/3

Die heutigen Mediziner haben sich seit meiner Studienzeit völlig verändert.

Das hat mehrere Gründe.

Zum einen die Schule mit ihrem Punktesystem, was Papageien produziert.

Zum anderen das Studium. Mediziner mussten schon immer viel auswendig lernen. Aber während meines Studiums (Examen 1976) mussten wir in mündlichen Prüfungen in der Diagnostik noch unsere Denkprozesse darlegen.

Zu dieser Zeit wurde das Studium völlig umgestellt.

Heute sind alles Multiple-Choice-Prüfungen, wo man nur ankreuzen muss. Das ist etwas ganz anderes als das dialektische Denken, was früher bei der Diagnostik in den Prüfungen unter Beweis gestellt werden musste.

Heute sind 70% der Medizinstudenten Frauen.

Schon immer hatten die meisten Frauen Probleme mit abstraktem und dialektischem Denken. Das liegt in ihrer Natur, weil sie als Mütter konkret denken und handeln müssen. Unter unseren Medizinstudentinnen gab es jedoch auch eine kleine Minderheit, die kognitiv besser waren als 2/3 ihrer Kommilitonen. Die Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt „männliche Frauen“, wie die ein Männerleben leben und ein „männliches Gehirn“ entwickeln, wie z.B. Simone de Beauvoir.

Die Mediziner wurden so zu unkritischen Papageien gemacht. Ziel war immer, Mediziner zu unkritischen Pharmagläubigen und Anwendern von Medizintechnik zu machen.

Imagine

29. März 2021 19:06

2/3

Der Arzt als „Tankwart der Pharmaindustrie“, so kritisierten wir als kritische Mediziner damals die Situation. Heute ist die kritische Medizin Vergangenheit.

Die Ärzte wurden von der Pharmaindustrie völlig manipuliert. Mit kostenlosen Fachzeitschriften überschwemmt, die Schleichwerbung waren.
Sie wurden in ihren Praxen durch Bestechung motiviert, bestimmte Medikamente zu verschreiben.
Angebliche Fachvorträge in gutem Restaurants mit kostenlosen Essen waren verdeckte Werbung.

Der Funktionärsapparat der Mediziner wurde systematisch durch Nebeneinkünfte korrumpiert.

Die Professoren wurden abhängig von der Pharmaindustrie gemacht. Wenn sie Forschungsmittel wollten, mussten sie diese als „Drittmittel“ einwerben. Zu meiner Studienzeit gab es noch pharmakritische Professoren, heute sind die Universitäten korrumpiert

Aus den Klinken wurden Profitbuden gemacht. Korrupte Chefärzte sind heute die Regel. Es herrscht das Primat des Profits gegen das Patientenwohl. Vieles ist kriminell. Wer nicht den Direktiven des Kapitals folgt, macht keine Karriere.

Die Privatmedien sind korrumpiert, da sie von Anzeigenwerbung abhängig ist.
Zudem wurde der SPIEGEL mit „2.537.294 US-Dollar von der Bill and Melinda Gates Foundation gefördert (Cicero 22.5.20).

Big Pharma hat die Berufspolitiker nahezu völlig korrumpiert. Inzwischen ist sogar ein Pharmalobbyist Gesundheitsminister geworden.

Das Medizinsystem ist zu einer „Medizin des Kapitals“ geworden.

Imagine

29. März 2021 19:11

3/3

Erschreckend ist, dass so viele Mediziner unfähig sind, den Corona-Fake zu durchschauen. Obwohl wissenschaftliche Studien und Statistiken ein klares Bild liefern.

Kliniken bekommen mehr Geld, wenn sie Patienten mit einer Corona-Diagnose etikettieren. Wodarg hat darauf hingewiesen, dass mit dem Zeitpunkt der Sondervergütung die Corona-Diagnosen in die Höhe geschnellt sind.

Mediziner wie @Skeptiker sind kognitiv nicht in der Lage, zwischen typischen und pathognomonischen Symptomen unterscheiden.

Mit ihrem empiristischen Tunnelblick können sie nicht über ihren Tellerrand hinausblicken.

Die hohe Zahl von Corona-Infizierten auf Intensivstationen kommt dadurch zustande, dass sich die Einweisungskriterien völlig verändert haben.

Keiner der Kollegen aus meiner Medizinergeneration wäre auf die Idee gekommen, einen pflegebedürftigen Menschen im Alter von 80+ Jahren mit Pneumonie und Atemnot zur invasiven Beatmung auf die Intensivstation einzuweisen. Man hätte diese Quälerei diesen Patienten erspart in dem Wissen, dass die Überlebenschance gegen Null geht.

Aber heute ist dies normal. Man will bei diesen pflegedürftigen Menschen mit aller Gewalt verhindern, dass das natürliche Lebensende eintritt. Man will ihre Sterbensphase maximal ausweiten, mit Medikamenten, künstlicher Ernährung und Apparaten.

Dahinter stecken die Interessen der Pharma-, Sondenernährungs- und Pflegeindustrie.

Menschen in der Sterbephase werden so zu profitablen Biomassen gemacht.

Gracchus

29. März 2021 22:10

Danke, Herr Lichtmesz!

Mir steht ein solcher Test auch bevor, wenn ich mir die Haare schneiden lassen will! Und was Lichtmesz schreibt, befürchte ich eben auch - bei der geringen Zuverlässigkeit der Tests.

Sie @Maiordomus haben ganz recht: Es ist Erpressung. 

Die meisten merken nicht, wie sie konditioniert werden. Mürbe vom Lockdown akzeptieren sie alles, um wieder ... ja was ... Eine Freiheit, die von Tests und Impfung abhängt, ist keine Freiheit mehr  

Lichtmesz weist auf eins der teuflischsten Narrative hin, den a- oder präsymptomatisch Infektiösen. M. W. gibt es keinen Beweis dafür. Das RKI schreibt (oder schrieb) auf seiner Seite, dass der asymptomatische Infizierte keine grössere Rolle spielte. 

Und noch was: Zoonosen spielen - so das tiermedzinische Pendant zum RKI - ebenfalls keine Rolle, die Virenlast bei Tieren sei zu gering. Wie aber kann dann die Übertragung durch eine Fledermaus ursächlich sein?   

Gracchus

29. März 2021 22:12

"Aber sie handeln inzwischen wie Roboter, die gleich Schwarzeneggers Terminator unbeirrt und unerbittlich auf ein vorprogrammiertes Ziel zustampfen." Auch mein Eindruck. Diskussionen - ohnehin nicht erwünscht - kann man sich sparen. 

Franz Bettinger

29. März 2021 23:54

@Skeptiker: Wenn die AfD und Herr Bothe (Beruf Krankenpfleger; AfD) tatsächlich, wie Sie im anderen Strang schrieben, in der Beurteilung Coronas um 180° umgeschwenkt haben, wäre dies nicht nur beachtlich (weil selten), sondern vor allem achtenswert. Seine Meinung aufgrund neuer Erkenntnisse zu ändern, ist ehrenhaft. Es bedeutet keineswegs, dumm (gewesen) zu sein.

Franz Bettinger

30. März 2021 00:18

Die Macht der Medizin bzw. das Können der Ärzte ist viel geringer als der Laie annimmt. Viele der Erfolge, die Mediziner sich anrechnen, gehen auf das Konto der selbstheilenden Natur. Daher wünscht die Medizin (Big Pharma in erster Linie) auch gar keine exakte Überprüfung ihrer 'Erfolge', denn das Ergebnis wäre mehr als peinlich; es wäre niederschmetternd. Dieses vernichtende Urteil betrifft nach meiner Einschätzung rund 85% aller Therapien und auch einen guten Teil diagnostischer Verfahren, deren Allergie-, Embolie-, Infarkt- oder Todes-Risiko (z.B. bei Angiographien) ja gegen den Diagnose-Gewinn abzuschätzen wäre. Auf beiden Feldern, Therapie wie Diagnostik, sind wieder einmal die Kontrollgruppen augenöffnend - und daher werden sie medial unterm Tisch gehalten. Mich selbst hat das Studium der Epidemiologie und das Cochrane-Institut zu einem anderen Mediziner gemacht.

Franz Bettinger

30. März 2021 00:22

Manchmal aber schlüpft die Wahrheit sogar bis in den öffentlichen Ballsaal durch: So brachte der Spiegel vor 15 (?) Jahren eine große US-Studie, die belegte, dass die Diabetes-Typ II-Behandlung (mit SH, Biguaniden; mittlerweile sogar mit Insulin) obsolet sein müsste, da keinerlei Wirkung hinsichtlich Lebenserwartung oder Lebensverbesserung erzielt wird. Ich kann mich noch an den irren Schlusssatz im Spiegel-Artikel erinnern: „All das kann man nicht auf Deutschland übertragen. Die Situation in den USA ist eine andere.“ Lachhaft. 

Hat jemand gelacht?  Ich habe kein Lachen gehört, und auch keinen Aufschrei. Ich aber habe Diabetiker fortan anders (milder) behandelt.

Die Beweise ! für die Wirkungslosigkeit oder gar die Gefährlichkeit vieler Therapien (und diagnostischer Verfahren) liegen schon seit 40 Jahren vor. Und was haben sie gebracht? - Soviel wie jener revolutionäre Spiegel-Artikel. Nichts. Man macht weiter, als wäre nichts geschehen. Dasselbe erleben wir ja auch heute mit den Ankündigungen eines Great Reset und "dass nichts mehr sein wird wie früher". Die Leute gehen drüber weg, als wäre es nie gesagt worden oder nicht ernst gemeint. 

Niedersachse

30. März 2021 00:32

@Imagine

 

Ist Ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, dass die meisten oder vielleicht sogar alle Mediziner bereitwillig mitmachen, obwohl sie es besser wissen (müssten)?! In einem Staat, wo ein derart totalitäres Klima herrscht, dürften mittlerweile auch viele Mediziner Angst haben, aus der Deckung zu kommen. Das muss so nicht sein, liegt aber im Bereich des Möglichen. Wer weiß, was hinter den Kulissen alles passiert von dem wir nur mutmaßen können. Im Juni 2020 sagte Spahn noch, man dürfe nicht zuviel testen, da sonst die Gefahr bestünde, zuviele falschpositive Ergebnisse zu bekommen - heute wird jedes Kind getestet und damit die Zahl in die Höhe getrieben. Im September des gleichen Jahres sagte er (Spahn) dass...mit dem Wissen von heute der Einzelhandel nicht wieder geschlossen werden dürfe - seit 4 Monaten (16.12.2020) ist alles dicht. Im Grunde wissen wir alle nicht wirklich viel, was geplant und politisch/ ökonomisch zu welchem Zweck durchgedrückt werden soll. Die Nutzniesser sind klar, Big Pharma, Big Tech und der Machtzuwachs für die Executive. Aber die viel wichtigere Frage, mit der ich mir das Hirn zermatere ist die, wie man damit umgeht und was man tun kann?!

ede

30. März 2021 01:27

Herrlich Herr Lichtmesz, habe mich köstlich amüsiert. Überzeugende Methode, die Fragwürdigkeit konsequent in Anführungszeichen zu setzen.

Franz Bettinger

30. März 2021 01:55

@Gracchus: Ich lege jedem dringend nahe, den PCR-Test (und auch das Impfen) kategorisch abzulehnen. Denn damit begibt man sich in die unehrliche manipulative Hand eines Unrechtsstaates. So einfach! Eine Nachuntersuchung wie bei @Lichtmesz, oder ein Haarschnitt? Sind diese Dinge wirklich so dringend und unaufschieblich, dass sie das Risiko einer totalen Entmündigung rechtfertigen würde?

Laurenz

30. März 2021 03:21

@ML

"Das ist mir jetzt etwas zu kryptisch..."

Wenn man mit Einkünften oder Vermögen über der Pfändungsfreigrenze lebt, ist man eben mit Geld "haftbar". Lebt man offiziell innerhalb der Pfändungsfreigrenze, dann ist man nur noch haftbar, in dem man in den Knast gesteckt wird. Aber Knast kostet den Staat 200 Euro + am Tag, wodurch Geldstrafen -, umgewandelt in Knaststrafen, wie Beugehaft, schnell sinnentleert werden.

Natürlich kann man so nicht oder nur schlecht leben, wenn man nicht die Unterstützung haftbarer Mitmenschen genießt.

Juristen im Staatsamt gehen in der Regel davon aus, daß man Geld haben muß, werden aber schnell machtlos, angesichts dessen, daß locker 10% der Bevölkerung gar nicht mehr haftbar sind.

RMH

30. März 2021 07:08

Vor wenigen Tagen habe ich einen Vortrag der Leitung der hiesigen Klinik anhören dürfen. Unsere Klinik ist kein kleines Landkrankenhaus, sondern schon etwas größer, mit satter, vierstelliger Beschäftigtenzahl. In dem Laden ist man mit dem Impfen des Personals mehr oder weniger "durch". Im allgemeinen Jubelton, verbunden mit der Kritik, dass der Rest der Bevölkerung doch viel, viel schneller geimpft werden "muss", damit man endlich wieder Oberwasser bekäme, stand auf einer der Präsentationsfolien unter einigen anderen Zahlen, dass 22% des Personals es bislang abgelehnt habe, sich impfen zu lassen. Das wurde im Vortrag nicht groß erwähnt oder gar thematisiert, man musste die Folien schon selber lesen, um da drüber zu stolpern. Leider gab es keine weitere Aufschlüsselung nach Berufsgruppen, so dass bei den 22% auch andere, als direkt am Patienten arbeitende Berufsgruppe enthalten sein werden. Aber immerhin: Trotz aller Kampagnen, trotz der Anordnungen und Euphorie der Klinikleitung: Jeder 5te des Klinikpersonals hat sich irgendwie gedrückt oder drücken können. Von Mehrheiten, wie bei einer DDR-Wahl oder in Nordkorea, sind wir offenbar dann doch noch etwas entfernt. Man kann nur hoffen, dass die 22% standhaft bleiben, denn bei einer Zahl dieser Dimension haben sie sich eine eigene Art von "Herdenimmunität" geschaffen - und zwar gegen arbeitsrechtliche Maßnahmen, denn 22% sind zu viel für solche Aktionen.

KlausD.

30. März 2021 09:23

@Gustav Grambauer  29. März 2021 10:37

"... Todeskandidaten, welche allesamt noch im oft zusätzlich suggerierten Glauben an die Heilung gewiegt wurden."

Der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski wurde 1849 als Mitglied eines geheimen Zirkels zum Tode verurteilt und erst auf dem Richtplatz (Scheinhinrichtung) begnadigt. Diese Erfahrung verarbeitete er in seinem Roman "Der Idiot". Darin läßt er Fürst Myschkin sagen (sinngemäß): "Die größte seelische Grausamkeit, die man einem Menschen antun kann, ist, ihm den genauen Zeitpunkt seines Todes mitzuteilen".

ML: Das kann kein Arzt.

Monika

30. März 2021 10:02

Leute, Corona macht mir irgendwie keine Angst ( mehr) . Seit Beginn der sog. Pandemie bis Anfang März gab es 545 junge Tote ( Altersgruppe unter 5O). Das ist nicht viel. Im gleichen Zeitraum werden aus dieser Altersgruppe vermutlich  inzwischen mehr an Bahnhöfen abgestochen. Dass 80 bis 90 jährige vermehrt sterben, liegt in der Natur der Sache. Eine so hohe Lebenserwartung gab es nie zuvor. Zudem ist das Land überaltert. Man braucht jährlich 300 000 Wohnungen für Neubürger. Umso besser, wenn es Platz gibt. Zudem soll nach der Machtübernahme durch die Grünen kräftig umverteilt werden. Die Alten haben Kohle, die Jungen keine Arbeit. Alles ist doch stimmig. Finis Germania.

Nicht klagen, meine Generation hat flott gelebt. Etwas Demut ist angesagt. Auf die Jugend kommen harte Zeiten zu. Im Rückblick wird uns das alles sehr,sehr komisch vorkommen.Also denen, die noch zurückblicken können...

Imagine

30. März 2021 10:50

@Niedersachse  30. März 2021 00:32
„die meisten oder vielleicht sogar alle Mediziner bereitwillig mitmachen, obwohl sie es besser wissen“

Nach meiner Erfahrung ist das Gegenteil der Fall.

Sie wissen es nicht besser. Denn wider besseres Wissen als Arzt die Patienten schlecht zu behandeln, erfordert Zynismus und ist meist durch Geldnot oder Geldgier motiviert. Auch wenn sie die Patienten objektiv schlecht behandeln, so haben die allermeisten Medizinerinnen subjektiv dennoch ein positives Selbstbild.

Wir leben in einer schizophrenen Gesellschaft, in der objektive Realität und subjektive Wahrnehmung im Widerspruch stehen und die wenigsten Individuen dies wahr nehmen.

Weil die heutige Medizin so schlecht ist und im Dienste des Kapitals steht, gehe ich nur zu Ärzten, von denen ich weiß, dass diese in kritisch-reflexiver Distanz zum herrschenden Medizingeschäft stehen. Ärztinnen meide ich generell, aber es gibt einige wenige Ausnahmen, die echt sehr gut sind.
 

Krankenhausaufenthalte beinhalten das größte Risiko, da man dort fast völlig dem Medizinbetrieb ausgeliefert ist.

Um nicht als profitabel verwertbare Biomasse zu enden, die durch Medikamente, Sondenernährung und Maschinen am Sterben gehindert wird, habe ich eine juristisch wasserdichte Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.

Mich wird niemand bei einer Pneumonie invasiv beatmen und zu Tode quälen dürfen.

Volksdeutscher

30. März 2021 11:33

Schade, daß mein Kommentar, in dem ich auf Unstimmigkeiten in den Erklärungen von AfD-Politikern zur Corona-Thematik hinwies, nicht durchging, obwohl mein Kommentar nicht nur Behauptungen enthielt, sondern auch belegt war. Offensichtlich ist hier keine konstruktive Kritik mehr erwünscht, wenn es um die AfD geht. Ob das der Partei hilft, aus der selbstverschuldeten Krise herauszukommen, möchte ich mal bestreiten. Dafür gibt es hier eine Weltuntergangsstimmung und düstere Kommentare wie z.B. von Monika (unter Lichtmesz´Artikel). Was ich hier vermisse, von Anfang an vermisse, sind Kampfgeist und Durchhalteparolen. Melancholiker sind nicht zum Sieg bestimmt. Offensichtlich wurden dem deutschen Volk in der Nachkeigszeit alle Fähigkeiten zur Selbstzuversicht ausgetrieben. Allen voran die Fähigkeit zum Durchhalten (weil das die bösen Nationalsozialisten vom deutschen Volk abverlangten). Nun rächt sich das: es ist ein wirtschftlicher Kollaps zu erwarten, den Muckis geht die Kraft aus, die Nerven liegen blank. Es gibt kaum noch etwas, was die Menschen innerlich stützen könnte. Auf Fleiß und Arbeitskraft, wie wichtig sie im praktischen Leben auch immer sein mögen, kann man keine nationale Identität stützen! Den Zugochsen kann man für seine Kraft bewundern. Aber für seine Schönheit wird man nur das Rennpferd rühmen!

Valjean72

30. März 2021 13:44

@RMH:

Aber immerhin: Trotz aller Kampagnen, trotz der Anordnungen und Euphorie der Klinikleitung: Jeder 5te des Klinikpersonals hat sich irgendwie gedrückt oder drücken können.

Passend hierzu folgende Meldung aus Niedersachsen:

Hannover: Viele Ärzte und Personal nicht zum Impfen gekommen

Am Sonnabend vor einer Woche sollten eigentlich 600 Ärztinnen und Ärzte sowie Praxispersonal aus Stadt und Region Hannover geimpft werden. Zum Termin erschienen sind aber nur 200 Impfwillige.

(Quelle: NDR.de; 29.03.2021)

 

 

Valjean72

30. März 2021 14:03

@Franz Bettinger @Gracchus:

Ich lege jedem dringend nahe, den PCR-Test (und auch das Impfen) kategorisch abzulehnen. Denn damit begibt man sich in die unehrliche manipulative Hand eines Unrechtsstaates.

Ich misstraue sowohl den Tests (durch die Nase) als auch den Impfungen und traue "denen" zu, dass in beiden Fällen dem Körper/Organismius gezielt Schaden zugefügt wird.

Im Dezember hatte ich wieder mal mit einer Art leichter, verschleppter Bronchitis zu tun. Das habe ich so alle 2, 3 Jahre. Als ich zur Apotheke ging, um mir ein lösendes Medikament zu holen, hätte ich einen Schnelltest (Nase) machen sollen. Dies lehnte ich ab.

Mein Hausarzt machte ohnehin später ein Blutbild von mir im Rahmen einer Nachsorgeuntersuchung. Ergebnis: kein Corona ...

zeitschnur

30. März 2021 23:41

Reden wir nicht drumherum: Noch bis 2020 wurde das, was sich derzeit abspielt, als eine "hypochondrische Fehlhaltung" klassifiziert ... im Rahmen von Neurosen, Psychosen und Persönlichkeitsstörungen.

Dass unsere PolitikerInnen nicht unbedingt mental gesund wirken - geschenkt.

Dass aber das Volk derart kindisch ist, dass es sich in eine solche Psychose manipulieren lässt, das zwingt zu einem niederschmetternden Realismus. Früher sagte man: Miss Dir nicht dauernd den Blutdruck, miss Dir nicht dauernd Fieber,vertrau auf Dein Gesundheitsgefühl ... wer sich gesund fühlt, ist es mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit auch ...

Ich fürchte, diese Lawine muss jetzt durchrollen mit allen Konsequenzen. Wie der Herr so's Gescherr und umgekehrt, auch wenn ich nicht dazugehöre. Aber schön, dass auch hier allmählich wieder so etwas wie gesunder Menschenverstand einkehrt.

Wenn die Umnachteten aus ihrem Wahn erwachen, werden sie sich als Sklaven wiederfinden, sofern sie die Test- und Impfselektionen überlebt haben werden. Das Virus wurde nie isoliert, wogegen wird also geimpft? Gegen die "Wirte", nur begreifen die es nicht ...

Ob Merkel sich den Schwachsinn glaubt, den sie verzapft? Ich denke, sie muss die narzisstische Kränkung ihrer Ruhetage-Schlappe kompensieren und arbeitet an einer Ostervermiesung, um sich wieder für zwei Tage euphorisch zu fühlen.

Franz Bettinger

31. März 2021 10:35

@Zeitschnur: Schön, dass Sie zurück sind.

Wahrheitssucher

31. März 2021 17:57

@ zeitschnur

Darf mich den Worten Franz Bettingers anschließen, Dank für Ihre Ausführungen!

Schade nur, dass eine Frau wie Sie nicht auf das Gender-Deutsch verzichten kann...

zeitschnur

31. März 2021 22:01

Ähm ... @ Wahrheitssucher ... ich verzichte in meinen kontemplativeren und analytischen Texten natürlich drauf, lesen Sie meine Bücher, dann wissen Sie das ... aber wissen Sie, es gibt da auch die rhetorischen Formen und v.a. das Satirische. Und hier oben schwingt durchaus eine Bitterkeit mit, dass ausgerechnet eine Frau Deutschland so sehr ins Unglück stürzt, wenngleich ihre männliche Entourage eigentlich auch das Gender-I verdient - es sind keine Männer und keine Frauen ... Es sind diese seltsam I-Memes. Wobei das I für die fehlende bodenständige und vernünftige I-dentität steht.

Aber dazu wollte ich mich nicht weiter verbreiten.

Wahrheitssucher

31. März 2021 23:12

@ zeitschnur

Ich erbitte Nachsicht, das Satirische in Ihrer Verwendung des Binnen-I nicht entdeckt zu haben. Gleichwohl bin ich Ihnen wie auch mir dankbar, Ihnen auf diese Weise die Möglichkeit gegeben zu haben, sich eben in der Hinsicht erklärend zu verbreiten. Empfinde ich doch Ihre Ausführungen zu dem I im Sinne von Identität als gleichermaßen geistreich wie zutreffend.

Laurenz

1. April 2021 09:21

@zeitschnur

Willkommen zurück!

"Aber schön, dass auch hier allmählich wieder so etwas wie gesunder Menschenverstand einkehrt."

Der gesunde Menschenverstand war nie abhanden gekommen. Natürlich tobt auch auf der SiN, wie überall, die Schlacht zwischen Idioten und Vernunftbegabten.

Wenigstens kam keiner der vielen Katholiken hier auf die Idee, das Virus als Strafe Gottes für unsere Sündhaftigkeit in die Argumentation einzuspannen. Mit der ewigen Verdammnis droht schon die Berliner Junta, das reicht für jedes existierende Hirn aus um, jeden Tag gen Berlin zu pinkeln und mit Lippenstift den Namen Merkel auf den Boden der Toilettenschüssel zu schreiben.

Ernst-Fr. Siebert

1. April 2021 12:49

@ Herrn Grambaer: Wo um Gotteswillen haben Sie den diese medizinische Ungemach in der DDR erlebt? Ich selbst bin in einem Medizinerhaushalt aufgewachsen, hatte und habe Ärzte (m,w, nicht d) im Freundeskreis, die alle, ich betone alle!, ihren Beruf sehr engagiert ausgeführt und ausgefüllt haben. Der Ärger der Genossen war doch gerade der, daß die Ärzte konservativ waren.

Ein "Vorteil" der "DDR-Ärzte" war eben der, daß sie keine "Pharmareferenten" erst zu ertragen und dann deren heute teils üppigen Zuwendungen zu erzielen hatten.

Daß man damals Todkranken nicht, aus heutiger Sicht korrekt, informiert hat, geschah aus Gründen der Rücksichtnahme auf ihre Psyche, keinesfalls ideologisch begründet. Die Angehörigen wurden wohl in Kenntnis gesetzt, soweit sie das verkrafteten.

Glauben Sie mir, die heutigen Ärzte sind weitaus mehr auf Linie, als die damaligen.

 

zeitschnur

2. April 2021 12:24

@ Laurenz

Nana, das mit dem Lippenstift und ... aber Sie haben schon irgendwie recht ... ist dieser Name "Angela Merkel" nicht fast wie ein literarischer Kunstname, das Engelchen Merkel

(@ Wahrheitssucher: Wie wird man in Zukunft noch grammatisch eindeutige Vornamen aushalten, werden wir im heiligen Unum dann Angelum, Monikum, Seisdrum oder Markum heißen? Mache ich es also vorsorglich mal genderneutral durch die wesenhaft vorhandene Infantilisierung)

hat was von Benjamin Blümchen, der Murkelmaus, JR, Dr Hyde oder dem ebenfalls genderneutralen und trotzdem ausgschamten Rumpelstilzchen.

Es also ich meine sie ist wie "nicht wahr", eine Fiktion, genauso wie dieses ominöse nie isolierte, nie gesehene, dafür "sequenzierte" (also erfundene) "Virus" äh Virum, aber nee, weil es bös ist, kann es ruhig männlich bleiben, ach so: das ist Neutrum trotz .. Sie sehen, es wird ... die Sprache gehört einfach auf den Müll ... sie taugt nicht für eine organisierte Schwarzweiß-Welt. Wie kann es sein, dass männlich neutrum ist, das ist ein Nogo, geht gar nicht, und warum wirkt "aquila" so weiblich und erst recht der "papa" (Papst) ...

und was die Katholiken betrifft - ach vergessen wirs. Give me five!

nietzschikus

6. April 2021 21:37

#1
Ist der Unterschied zur Schweiz soo groß? Kann viele der Diskussionen nicht nachvollziehen. Ich konsumiere keine nicht-rechten Medien, wähle nur aus, was mich interessiert und ergo ist für mich Corona eher begrenzt. Ich muss auf Arbeit Maske tragen (berechtigt), im Büro kommt sie sofort runter. Fertig.

Im ÖNV & Supermarkt macht die Maske noch rudimentären Sinn, könnte ich theor. mit leben. Trage sie dort aber nicht wirklich. Habe einen Joker & Totenkopf Stoffschlauch, so dünn, dass bereits der Dreitagebart durchpikst. Ergo kaum merklich beim Tragen & meine Haltung entsprechend kommuniziert. Jeder lässt mich in Ruhe. Habe noch nie Stress gehabt. Ich finde es reichlich befremdlich zu diskutieren, was wie wo sinnvoll ist. Scheißt doch drauf. Ich halte mich nicht an den Unsinn. Freunde werden umarmt, wer nicht will, der hat schon. Mir einfach egal, jedem seine Entscheidung. Treffe mich mit Freunden ganz normal. Käme doch die Polizei, können die Leute hinten über den Garten raus und in 15mins wiederkommen. Alternativ kann man auch Methode Ali-Mohammed anwenden & gleich noch paar Freunde dazurufen. Ob die Polizei darauf Bock hat???

nietzschikus

6. April 2021 21:38

#2
@ML: Auch wenn ich das Testen vor dem Krankenhausbesuch nachvollziehen kann, wer darauf keine Lust hat, kommt auch drum. Bei "akuter" Lage kann die Behandlung ja nicht verweigert werden. Vielleicht sind wir Sachsen ja einfach anders, renitentes Bergvolk oder dergleichen. Und auch wenn eine Impfpflicht gegen alle Widerstände durchkäme. Egal? Einen Hausarzt suchen, der "impft". Fertig. Das ist doch wirklich nicht so kompliziert. Wenn ich DE / A wäre, würde ich zum Haareschneiden privat gehen. Auch nicht schlimm, sieht der Staat halt keine Kohle. Und einige Fragen nach Lösungen: das Wirtschaftsleben vor Ort informeller gestalten. Ging in der DDR ja auch. Insofern: alte Probleme, alte (bewährte) Lösungen. Wer nicht Opfer werden will, sollte sich nicht wie eines verhalten.