1. Mai 2021

Netzfundstücke (86) – Leipzig, Kollhoff

Jonas Schick / 25 Kommentare

Für die linksextreme Szene Leipzigs wird es endlich ungemütlich.


COMPACT konnte herausfinden, daß bei der Großrazzia der Polizei am Morgen des 28. April in Connewitz auch die Wohnung eines Mitarbeiters der Stadt Leipzig durchsucht wurde.

Anlaß für die Razzia war ein Angriff von BSG Chemie Leipzig Fans auf Anhänger des Stadtrivalen Lokomotive Leipzig: »Im September 2019 überfielen etwa 35 vermummte Gewalttäter aus der linksextremen Fußballszene von BSG Chemie Leipzig Fans des Rivalen Lokomotive Leipzig in einer S-Bahn. Die „Chemiker“ lauerten ihren Opfern auf, beschossen sie unter anderem mit Pyrotechnik.«

Der städtische Mitarbeiter, der an der Tat beteiligt gewesen sein soll, ist derweil kein Unbekannter: Der 33-jährige Henry A., genannt »Aule«, ist ehemaliger Geschäftsführer von Chemie Leipzig. Hier geht es zur ganzen, sehr lesenswerten COMPACT-Recherche zu »Aule«:

Razzia in Leipzig-Connewitz: Mutmaßlicher Antifa-Gewalttäter arbeitet im Rathaus


Neben COMPACT hält auch das Bürgernetzwerk Ein Prozent die Schlagzahl an Recherche-Artikeln zur linksextremen Szene hoch und ruft noch einmal ins Gedächtnis, daß Antifa (auch) Schreibarbeit ist. Denn viele Antifa-Akteure tarnen sich unter dem Deckmantel der »Pressefreiheit«.

Dabei bedient man sich dreier Mechanismen:

  • Als „Journalisten“ agierende Antifaschisten schaffen im Vorfeld sowie in der „Nachbereitung“ das geistige Klima, das linksextreme Gewalt begünstigt.
  • Sie markieren Andersdenkende als „rechts“ und geben sie damit zum Abschuss frei.
  • Im Nachgang wird die allgegenwärtige linke Gewalt relativiert und mit Verweis auf die rechte Gesinnung der Opfer gerechtfertigt.

Zum Artikel über »Journalisten« wie »Johannes Grunert« (Pseudonym) und Schweigefüchse von der Zeit geht es hier:

»Linke Anschläge: Antifa ist (auch) Schreibarbeit«


Nach den ganzen Abgründen gibt es im wahrsten Sinne des Wortes noch etwas Erbauliches.

Sezession-Literaturredakteurin Ellen Kositza hat das neueste Buch des Architekten Hans Kollhoff gelesen und empfiehlt die 126 Seiten »ganzheitlicher Bildung« ausdrücklich:

Über den Beschuß Kollhoffs, dem man vorwirft »rechte Räume« zu schaffen, hatte ich bereits hier in den »Netzfundstücken (17)« berichtet. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk verteidigte Kollhoff hier seinen Ansatz und zog die Anschuldigungen berechtigterweise durch den Kakao:

Weil es schon in den 80er-Jahren und vorher solche Verdächtigungen gab. Wenn Sie sich erinnern: Da war ja ein schräges Dach schon faschistisch.



Kommentare (25)

Laurenz

1. Mai 2021 12:00

Mir wäre es wesentlich lieber, wenn man bei den Alternativen Medien auch virtuell kaufen könnte. Das hält eine kleine Wohnung sauber. Ich hab natürlich 0 Ahnung, was die technische Einrichtung kostet. Und bei diesem Compact-Beitrag über die Tscheka für Arme, geht es ja wirklich um was.

Volksdeutscher

1. Mai 2021 12:00

Was Esra Pound, einen meinen Lieblingsschriftsteller neben T.S. Eliot betrifft: ein anderer Name der Wahrheit in unseren Tagen ist "Antisemitismus". Und sie tut vielen nach wie vor weh und wird es noch für lange Zeit wehtun. Apropo Architektur und "Antisemitismus"... War es nicht Charles Baudelaire, der wie kein anderer die Vernichtung von Alt-Paris und damit die Auslöschung der Geschichte seiner Kindheit durch den jüdischen Stadtplaner Georges-Eugène Haussmann beklagt hatte?

Nun, Hans Kohlhoff wollte ich auf SiN schon immer empfehlen. Ein großartiger Architekt wie kein zweiter, der seine "Jugendsünden" nicht nur beichten, sondern sie auch in neue ästhetische Wege der Erkenntnis transformieren konnte. Auf einer Party unter lauter Linken konnte ich aus nächster Nähe erfahren, wie er von linken Garagearchitekten gehaßt wird. 

Klassizistische Architektur ist mehr als nur erhaben, selbst in ihrer abgeschwächten zeitgenössischen Form ist sie göttlich, die vielleicht durch die Vereinfachungen ihren wahren Geist noch stärker hervorscheinen läßt.

https://nanopdf.com/queue/hans-kollhoff-andre_pdf?queue_id=-1&x=1619801124&z=ODkuMTQuNDcuNzE=

Unter diesem Link kann man eine kleine 25 Seiten lange lesenswerte Broschüre mit dem Titel "Konservatismus und Widerstand" von Hans Kollhoff und anderen herunterladen.

Gracchus

1. Mai 2021 15:10

Hans Kollhoff rennt bei mir offene Türen ein. Mit der meisten zeitgenössische Architektur kann man mich jagen, insbesondere mit Bauhaus oder postmoderner Spektakel-Architektur. Davon hebt Kollhoff sich wohltuend ab.

@Volksdeutscher: Ihr Link funktioniert bei mir leider nicht. T. S. Elliot ist auch einer meiner Lieblingsdichter. Über Pound kann ich das nicht sagen - oder allenfalls für die Phase vor den Cantos, die für mich kaum lesbar sind. Da greife ich lieber zu Dante. Wobei ich ohnehin ein Dante-Spezial im Dante-Jahr anregen würde. 

RMH

1. Mai 2021 15:44

Und das veröffentlicht Relotius-Spiegel:

Rechter Terror in Sachsen, alleingelassene Linke, kann man ja verstehen, wenn man auf die rechte Gewalt hin wütend wird und sich wehrt, etc., etc.

Rechtsextreme Bedrohung in Zwickau: »Wir sind nicht mehr sicher in dieser Stadt« - DER SPIEGEL

 

Volksdeutscher

1. Mai 2021 16:10

@Gracchus - Sie müssen etwa 10 Sekunden warten (steht links oben auf englisch), dann werden  Sie zu der Seite weitergeführt.

Volksdeutscher

1. Mai 2021 16:19

@Gracchus - Wenn Sie zu der Seite weitergeführt wurden, geben Sie in die Suche "Kollhoff" ein. Da kommen Sie auf eine Seite, auf der Sie weiter nach unten rollen müssen und links unten finden Sie dann den Link, auf den Sie klicken müssen, um die Brüschüre herunterzuladen.

Lotta Vorbeck

1. Mai 2021 16:24

Weimar, 1. Mai 2021

--->  Videosequenz 1

--->  Videosequenz 2

--->  Videosequenz 3

--->  Videosequenz 4

Bran

1. Mai 2021 16:57

Kleine Korinthenkackerei nebenbei: Hans Kollhoffs "Architektur - Schein und Wirklichkeit" ist nicht sein "neuestes Buch", sondern es ist eines seiner besten und schon 2014 erschienen. Ansonsten habe ich hier eigentlich nichts auszusetzen oder anzumerken.

Laurenz

1. Mai 2021 17:12

Ach wenn @Lotta Vorbeck aktuelle Videos postet, kann ich das auch.... mutiger Intensiv-Mediziner .... 

https://youtu.be/Wbcs7NnDMF0

anatol broder

1. Mai 2021 17:42

«wenn schon in anbetracht der eskalation linker gewalt keine deutlichen konsequenzen von staatlicher seite gezogen werden, dann erwidert man die notorische tatenlosigkeit am besten mit der auf linker seite bewährten recherche-methode.»

am besten? das erinnert mich an eine philo­sophische kneipen­schlägerei (en).

in meiner nachbarschaft ist ein kinder­garten. die circa 1,5×10 m grosse aussen­mauer aus grauem beton wurde gross­zügig be­schmiert: fantifa, kumpane, destroy the cistem, rassismus tötet, usw. die be­treuer mit doppel­namen und die eltern in funktions­bekleidung lassen die eigene urheber­schaft vermuten. der träger des kinder­gartens stellt sich so dar:

«haus der volksarbeit ist teil der stadt­kirche frank­furt am main. er unter­stützt und be­gleitet men­schen aller gesell­schaft­licher gruppie­rungen in frank­furt am main und der region, um die gesell­schaft auf der grund­lage eines christ­lichen menschen­bildes mit­zu­gestalten.»

am besten ist da die kündigung der kirchen­steuer.

Volksdeutscher

1. Mai 2021 18:08

@Volksdeutscher > Volksdeutscher

Bitte um Verzeihung des Freudschen Versprechers, der Titel Kollhoffs Broschüre heißt nicht wie ich angegeben habe "Konservatismus und Widerstand", sondern "Konservatismus und Auflehnung".

Wahrheitssucher

1. Mai 2021 18:13

@ Volksdeutscher

“ @Gracchus - Sie müssen etwa 10 Sekunden warten (steht links oben auf englisch), dann werden  Sie zu der Seite weitergeführt.“

Das klappt bei mir leider auch nicht, geht es auch etwas einfacher?

Gracchus

1. Mai 2021 19:50

@Volksdeutscher, danke @Wahrheitssucher

Doch - bei mir hat es geklappt. 

Volksdeutscher

2. Mai 2021 00:21

@Wahrheitssucher - Leider geht es nicht einfacher oder besser gesagt, es geht gar nicht anders. Ich habe das auch schon mehrmals probiert und weiß auch nicht, warum das so ist, ich habe die Seite nicht programmiert. Aber es kommt darauf an, daß es Ihnen letztendlich doch gelungen ist, das Heftchen herunterzuladen. Das gibt es dort in verschiedenen Dateiversionen.

Elvis Pressluft

2. Mai 2021 07:52

„Ungemütlich“? – Mir klingt das viel zu optimistisch (man vermerke, wie ich das Epitheton „reißerisch“ umgehe). Der „compact“-Bericht fällt in die gleiche Kategorie wie die Recherchen von Alphonso-Meyer: aller Ehren wert, lesenswert auch allemal, aber für sich genommen wirkungslos. „Preaching to the converted“: Man findet bestätigt, was man im Grundsatz wußte oder ahnte. Daß die Justiz nunmehr harte Schläge, sei es auch nur gegen ein paar linksextreme Individuen, führen wird, glaubt hier wohl – hoffentlich – niemand. Eher kommt es zur nochmals verstärkten Solidarisierung innerhalb des Milieus.

Antifa weiß, wie man Anderen das Leben „ungemütlich“ macht; das hat einmal mehr die vergangene Nacht erwiesen. Exekutive und Judikative sind in deren Hand übergegangen. Das gilt für etliche Großstadtquartiere, zunehmend aber auch andernorts. Die Strukturen sichtbar zu machen, ist wie gesagt verdienstvoll, aber per se unzureichend.

Laurenz

2. Mai 2021 10:26

@Elvis Pressluft

Wo tut es denn richtig weh? Sendemastanlagen, Wasserspeicher, Stromverteiler....

Volksdeutscher

2. Mai 2021 10:35

@ Elvis Pressluft - Unzureichend? Elsässer macht seine Sache gar nicht schlecht. Was uns Kommentatoren betrifft, brauchen wir den Kopf für unsere Kommentare hier nicht hinzustrecken. Ich weiß aber auch nicht, wie Elsässer seine Sache wirkungsvoller machen könnte. Sie vielleicht? Was soll der Satz, daß es zur Solidarisierung unter dem roten Abschaum kommt? Wen juckt es? Und ob man all das ahnte oder wußte, ist kein Argument. Ab jetzt ist das aber nicht mehr nur etwas subjektiv Geahntes oder Gewußtes, sondern ist durch die Veröffentlichung ins öffentliche Bewußtsein geraten, hat auf jeden Fall die Chance dafür. Diejenigen, die sich bislang versteckt hielten, geraten in Erklärungsnot, falls sie darauf angesprochen werden. Wenn das nichts ist... Mit subjektiv Geahntem und Gewußtem kann man keine Gegenaufklärung betreiben. Man braucht die aufzuklärende Öffentlichkeit dazu. Dazu macht Elsässer seine Sache sehr gut. Im Sinne Ihrer Kritik müßte man eigentlich auch die intellektuelle Arbeit von Kositza/Kubitschek verwerfen, denn sie betreiben schließlich keinen investigativen Journalismus, daher trägt ihre Arbeit noch langsamer Früchte als die von Elsässer. Oder sehen Sie das anders?

herbstlicht

2. Mai 2021 10:59

Download Kollhoff-Broschüre: hier

(Hab halt den URL rausgesucht aus dem Ramsch und direkt verlinkt.)

Wahrheitssucher

2. Mai 2021 16:28

@ herbstlicht

Es gibt sie noch die Experten! Danke dafür, jetzt habe ich es auch gefunden.

Elvis Pressluft

2. Mai 2021 19:00

Zur Klärung: Mir liegt fern, investigativen Journalismus für wertlos zu erklären. Ich bezweifle allerdings die angedeutete sich jetzt vermeintlich ausbreitende Nervosität im linksextremen Lager. Dafür bräuchte es 1) eine handlungsfähige und (!) handlungswillige Polizei und Justiz sowie 2) eine im besten Sinne kritische, meinethalben auch im besten Sinne (sofern es das gibt) bürgerliche Öffentlichkeit. Beide Voraussetzungen scheinen mir kaum erfüllt. Mir ist auch bekannt, daß bspw. Einprozent hilfreiche Ratschläge für die Basisarbeit vor Ort veröffentlicht, die aber nicht allerorts und jederzeit anwendbar sind.

Ach so, ansonsten: Die Diskussion über technische Infrastruktur und deren Neuralgien (@ Laurenz) führen wir hier m.W. aus gutem Grund nicht. Ich möchte das nicht erörtern; es war wohl auch "irgendwie" gemeint.

Solaris Post

2. Mai 2021 19:06

Ihr seid spät dran mit der Nagel. Ihre Ziele und ihr Potential hat sie schon vor 15 Jahren offenbart.

Kurz zum Aufarbeiten:

Das Linxxnet wurde jahrelang von Conny Ernst (MdEP/ehm. sächs. Landesvorsitzende Die Linke- die mit den Soros-Geldern), von Katja Kipping und von Heike Werner (MdL Sachsen, später Sozialministerin bei Ramelow in Thüringen) finanziert.

Die Nagel war in den Parteistrukturen und inder Linksjugend eingebunden und hat von dort aus agiert und ihre Gelder und nur die passenden Leute positioniert.

Die Leute vom Linxxnet waren die Ersten überhaupt die gegen Elsässer mobilgemacht haben, da war dieser noch beim Neuen Deutschland und später als freier Mitarbeiter für die BT-Linksfraktion, schon damals 2006 haben die sich auf Elsässer (und Oskar Lafontaine) eingeschossen.

Die Nagel war führend dabei, als ein "Bündniss gegen Antisemitismus" in Leipzig 2003-2005 gegen die Ringvorlesung des Prof. Meggle an der Uni z.T. gewaltätig protestiert hatte. In dieser Ringvorlesung ging es um Israel, Palestina und die dt. Linke und um Fragen der Entstehung von Terrorismus im Nahen Osten. Gegen Referenten wie Noam Chomsky wurde genauso protestiert wie gegen die Besucher.

Die Nagel war Teil der Verschwörung in der Linkspartei gegen die eigenen Genossen und die maßgebliche Akteurin bei der Zerstörung der altlinken Tradition und Inhalte in Sachsen.

 

Solaris Post

2. Mai 2021 19:31

Die Leipziger Antifa-Szene hat auch den Abschuss von Michael F. Vogt zu verantworten. Dieser wurde wegen seines Heßfilms verleumdet.
In der sogenannten Anhörung der Uni trat dann neben dieser einen Studentin eine zweite auf und thematisierte in der Tat seine Herausgabe der deutschen DVD-Fassung von Loose Change mit dem Hinweis, daß das ja typisch für den linken und rechten Rand unserer Gesellschaft sein, beim 11. September an eine Verschwörung zu glauben.

Warum durfte ein Sebastian Voigt den Irak-Krieg gut heißen,  und trotzdem als Referent zur int. Politik für die linksjugend Sachsen durch die Lande ziehen. Fragt die Frau Conny Ernst(MdEP), warum eine Frau Kaufmann (auch Linxxnet, ehm. MdEP/DIE LINKE) das Bundesverdienstkreuz kriegt und dann anschließend zur SPD übertritt, nachdem sie jahrelang in den Hinterzimmern den EU- Verfassungsvertrag mitgestalten durfte, ohne darüber jemals Rechenschaft gegenüber der Basis ablegen zu müssen.  Fragt nach den Beziehungen zum Conne-Island -Netzwerk, zur israelischen Botschaft, nach Kontakten zu solchen Gestalten wie Udo Wolter, Mathias Küntzel, Stephan Grigat, Steffen Kunath, Benjamin Krüger (der BAK Shalom-Chef, der jahrelang bei Ramelow im BT-Büro gearbeitet hatte), fragt, wieso sächsische Linke-Funktionäre und Abgeordnete nie das Wort US-Imperialismus/Militarismus in den Mund nahmen und doch als Linke gelten konnten.

Wenn diese merkwürdigen Seilschaften vor 10-15 Jahren wirklich aufgeklärt worden wären, hätte die Linke heute ein ziemliches Problem.

Volksdeutscher

2. Mai 2021 20:57

@ Elvis Pressluft - Es wäre an der Stelle interessant, wenn Elsässer selbst hier auftauchen würde und zu Ihrer Abhandlung Stellung bezöge. Das kann man alles so sehen wie Sie es schreiben und vieles ist daran auch wahr. Die Nervosität bei den Linksterroristen ist vielleicht auch nur herbeigesehnt und damit Wunschdeneken nach all den Widerlichkeiten, die sie gegen Rechte begingen.

Laurenz

2. Mai 2021 21:07

@Elvis Pressluft

"Zur Klärung"

Das haben Sie meinerseits genau richtig verstanden.

Wollte nur klarstellen, wo echte terroristische Ziele liegen würden.

anatol broder

5. Mai 2021 21:03

peter j preusse (das sogenannte gute) redet morgen (2021-05-06 18:00) von recht und liebe über schopenhauers immanente ethik hinaus:

«in diesem vortrag möchte ich insofern mit der tradition der praktischen philosophie brechen, als ich ethik nicht mehr als den versuch betreibe, die moral rational zu begründen – denn das ist immer und immer wieder gescheitert. statt dessen fasse ich ethik als die rationale, lebensbejahende und universalisierbare lehre vom eigentum und selbsteigentum auf, die einen transsubjektiven gültigkeitsanspruch gegenüber allen menschen erfüllt, die angesichts von knappheit friedlich und erfolgreich kooperieren wollen. ergänzend zur alternativlosen und allgemeinverbindlichen ethik als verhaltenskodex der prinzipiell globalen gesellschaft von anonymen fremden wird das soziale verhalten im nahbereich der zahlreichen überlappenden gemeinschaften freiwilliger mitgliedschaft jeweils geprägt von differenziert entwickelten moralkodizes, die die jeweils gruppenspezifischen werte repräsentieren. dabei wird in übereinstimmung mit schopenhauers immanenter mitleidsmoral der vorrang des verletzungsverbots vor dem hilfsgebot begründet.»

für den zugang (kostenslos) reicht eine kurze anfrage bei crass-ät-affenspass-de.