13. Juni 2021

Netzfundstücke (91) – Wasser, Konflikt, Angst

Jonas Schick / 16 Kommentare

Ein Stück Literatur, ein Stück Radio, ein Stück Film.

Diesmal strukturieren sich die Netzfundstücke anhand des Mediums. Den Anfang macht die Literatur – es geht um Wasser. Doch bevor es flüssiger wird, erst das Trockene. Der World Wildlife Fund For Nature (WWF) veröffentlichte 2018 einen Report zum Zustand der Gewässer in Deutschland: Zustand der Gewässer in Deutschland  – Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in den Bundesländern.

Anlaß für diese Gewässerstudie war die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL, 2000/60/EG). Die im Jahr 2000 von den EU-Mitgliedsstaaten verabschiedet worden war. Darin wurden Gewässer erstmals als Ökosysteme aufgefaßt, die man nun mit einem Verschlechterungsverbot und einem Verbesserungsgebot belegte.

Die Richtlinie zielt also darauf ab, daß der ökologische Zustand der europäischen Gewässer sukzessive verbessert wird. Spätestens bis 2027 sollen alle Gewässer in einem »guten ökologischen« und »guten chemischen Zustand« sein. Für Grundwässer möchte man einen »guten mengenmäßigen« und »guten chemischen Zustand« erreichen.

Die Untersuchung des WWF zeigte jedoch, daß der Zustand deutscher Gewässer sehr zu wünschen übrigläßt. Speziell die Belastungen sowohl mit Nähr- als auch mit Schadstoffen wie Quecksilber und PAK sorgen für schlechte Bewertungen. Daß die für 2027 ausgegebenen Verbesserungsgebote noch eingehalten werden können, ist höchst unwahrscheinlich.

Indes ließen erst die zurückliegenden Dürre-Sommer das Bewußtsein für eine mögliche Bedrohung der Ressource »Wasser« in der deutschen Öffentlichkeit aufkommen. Sauberes Wasser und seine dauerhafte Verfügbarkeit sind bzw. waren für uns bis jetzt immer eine Selbstverständlichkeit gewesen. Im vergleichsweise niederschlagsreichen Süden der Republik mag diese Selbstverständlichkeit immer noch intakt sein, in den niederschlagsärmeren Regionen Mitteldeutschlands sieht das schon anders aus.


Eine Welt, in der Wasser die alles bestimmende Mangelware ist, hat der österreichische Autor Christoph Ransmayer in seinem neusten dystopischen Roman Der Fallmeister – Eine kurze Geschichte vom Töten entworfen. Sezession-Chefredakteur Götz Kubitschek empfiehlt ihn mit Abstrichen in der aktuellen Sezession mit dem Titelthema »Angst«:

Ransmayer siedelt seine Geschichte in einer hochinteressanten Zukunftsszenerie an: Klimaverwerfungen haben Land und Trinkwasser rar gemacht. Die Nationen sind zerfallen, Kleinstaaten zerfleischen sich, streben Homogenität an, schieben ab (auch die kroatische Gattin des Fallmeisters, trotz der zwei Kinder), kämpfen um Zugänge zu Flüssen, um den Besitz von Quellen – und werden doch alle beherrscht und überformt von Syndikaten, die ein Netz aus Wasserbewirtschaftung, Überwachung und Ressourcenkontrolle und Privileg über di Welt gelegt haben und noch aus dem Untergang Profit schlagen.

Die Schwäche des Romans sieht Kubitschek »im schönen Doppelsinn der Bedeutung: Er [Ransmayer ] kann kaum mehr etwas schildern, ohne es unter der Last der Bedeutung an den Kippunkt zu schieben – dorthin, wo aus Pathos ein Zuviel wird«.

Ungeachtet dessen empfiehlt er die Lektüre dieser etwas anderen Dystopie.

Die aktuelle Sezession 102 erhalten Sie hier und Ransmayers Roman können Sie wie immer hier, direkt bei Antaios, dem größten konservativen Versandbuchhandel bestellen.


Auch in den folgenden Podcasts dreht sich alles um das Thema Wasser bzw. um Wasserknappheit. Auf der Podcast-Plattform detektor.fm gab Dr. Ursula Schäfer-Preuss, zum damaligen Zeitpunkt noch Vorsitzende des Netzwerks Global Water Partnership, Auskunft über die Konfliktträchtigkeit der Ressource und wies darauf hin, daß dieses Problem alles andere als neu sei, jedoch durch eine steigende Bevölkerungszahl und dem weltweit ansteigenden Wohlstand an Schärfe gewinne:

Führt die Welt bald Kriege ums Wasser?

Etwas akademischer wird es beim Helmholtz Zentrum für Umweltforschung. Prof. Dr. Dietrich Borchardt skizziert in dem sechsminütigen Beitrag die großen Wasserfragen: Wie können die neun Milliarden Menschen, die im Jahr 2050 auf der Erde leben sollen, ausreichend mit Wasser und Nahrungsmitteln versorgt werden? In welchen Weltregionen ist eine Verschärfung der Wassersituation zu erwarten?

Und hält eine bittere Wahrheit für die Vegetarier dieser Welt bereit: Zwar verbraucht der Anbau von Gemüse und Obst weniger Wasser als die Herstellung tierischer Produkte, jedoch ist selbst dieser geringere Wasserverbrauch immer noch viel zu hoch.

Wasser und globaler Wandel

Alle wasserbezogenen Podcasts des Hemlholtz Zentrums finden Sie hier:

Podcasts: In Sachen Wasser


Das Vertiefen in die Wasserthematik kann einem stellenweise Angst einflößen. Sie führt vor Augen wie dünn der Firnis der westlichen Zivilisation tatsächlich ist und auf welchen teils unsicheren und begrenzten Voraussetzungen sie beruht. Eine Angst, die nach Sezession-Redakteur Benedikt Kaiser in seinem neusten Artikel »Angst und Ökonomie« in der Sezession 102 durch die soziale Dynamik der (neo)liberalen Ordnung des »Westens« selbst noch einmal verstärkt wird und den Einzelnen in ein Meer aus Unsicherheiten taucht:

Statt Sicherheit, Stabilität und Ordnung im Lebensvollzug und des begründbaren Vertrauens in stabile Familienverhältnisse (als den Kern gemeinschaftlichen Zusammenhalts) grassieren zu oft Unsicherheit, Unbeständigkeit und mögliche Wirren, was subkutan oder offen Angst entstehen läßt – jedenfalls bei denen, die als Seßhafte und Heimatverbundene nicht stetig und abschnittsweise »der Arbeit nach« ziehen wollen und denen das propagierte smarte »Lebensgefühl« der dauermodernisierten Arbeitswelt, das geprägt ist von »Ungebundenheit, Freiheit und Weltbürgertum« (Wagenknecht), zuwider ist.

Das auf Ungewißheiten beruhende System strahlt keine rückversichernde Stabilität aus, sondern propagiert die ständige Neuerfindung, ein sich stets wandelnden Lebensentwurf. Im Grunde regiert die Ordnung des Chaotischen.

In einem etwas anderen chaotischen Zustand Deutschlands – zwischen den beiden Weltkriegen – und die mit ihm verbunden spezifischen Unsicherheiten drehte der deutsche Regisseur Fritz Lang ein Stück deutscher (Stumm)Filmgeschichte, das die Dekadenz, in der breite Gesellschaftsschichten der Weimarer Republik ihre Angst ertränkten, aufs Korn nahm: Dr. Mabuse, der Spieler. Mabuse, weiß diese Angst für sich einzusetzen und schwingt sich zu den Höhen der Macht auf.

Den zweiteiligen Stummfilm-Klassiker sehen Sie hier:



Kommentare (16)

Laurenz

13. Juni 2021 16:42

Ein Klimawandel, welcher die Erde erwärmt, macht Deutschland zu den Profiteuren dieses Wandels. Denn wir können mit einem mediterranen Klima mehrere Ernten im Jahr einfahren, sparen Heiz-Energie. Die Kälte war in unserer Geschichte immer ein Grund für 2. & 3. Geborene nach Süden auszuwandern. Unser Umgang mit Wasser war bisher verschwenderisch, & die Probleme der Land - & Forstwirtschaft rühren nicht aus echtem Mangel, sondern basieren auf einer fachlichen Inkompetenz & der Gier, zB Flachwurzler (schnell wachsende Nadelbäume) zu pflanzen. Einfach mal Plantagen der Israelis in der Negev etc. anschauen. https://www.heise.de/tp/features/Israel-Landwirtschaft-im-Trockenklima-4071238.html

Mit Verlaub, hier gibt es einfach nichts zu jammern.

Andere Staaten, wie in Südamerika, wo nach dem Rausschmiß der Spanier durch Cochrane, anglo-amerikanische Konzerne die politische Macht übernahmen, sieht das entsprechend dem JS-Artikel aus, vor allem in wasserarmen Staaten wie Chile. 

https://www.deutschlandfunkkultur.de/superfood-als-umweltkiller-die-schattenseiten-des-avocado.979.de.html?dram:article_id=426828

Niekisch

13. Juni 2021 19:00

"Das Vertiefen in die Wasserthematik kann einem stellenweise Angst einflößen."

Empfehlenswert zu den Ressourcenproblemen aufgrund Erwärmung und deren Folgen, insbesondere rasant anstrengender Ortswechsel großer Menschenmassen: Khanna, Parag, Move, Das Zeitalter der Migration, rowohlt, 4/2021. Ein Globalfetischist und "Vordenker" schildert geradezu genüsslich, was da auf uns zukommt.

Nordlicht

13. Juni 2021 19:53

"Die Untersuchung des WWF zeigte jedoch, daß der Zustand deutscher Gewässer sehr zu wünschen übrigläßt."

Das sagt - nicht nur zum Wasser - jede Presseäusserung jedes Vereins, der von Öffentlichen Geldern und von Spenden lebt. Je schlimmer der Zustand beschrieben wird, desto grösser ist die Spendenbereitschaft, und desto mehr Projektmittel gibt es aus dem Steuertopf. 

Der Zufall wollte es, dass heute in der Schweiz drei Volksabstimmungen zu - im weitesten Sinne - ökologischen Themen stattfanden: Zu Wasser-Richtlinie (- sie hätte es den Bauern sehr erschwert, Dünger einzubringen), eine Forderung nach dem Verbot von künstlichen (- also nach allen effizienten) Pestiziden und zu dem von der Bundesregierung eingebrachten CO2-Gesetz (- das einen Riesen-Staatsfond aus Steuermitteln etabliert hätte, wie gerade für die EU).

Diese drei Volksabstimmungen sind mit "Nein" ausgegangen, wobei die Stadtbevölkerungen jeweils dafür, mit JA, gestimmt hat. 

Ich freue mich über das NEIN in den drei Fällen.

 

Andreas Walter

13. Juni 2021 21:45

Passt ja.

Nächste Woche wird es nämlich auch in den etablierten Medien wieder vermehrt um die Klimaerwärmung und ihre möglichen Folgen für die Menschheit gehen.

Der Grund:

Laut Wettervorhersage soll es eine recht warme Woche werden, die erste Hitzewelle des Jahres.

Dabei ist eine Erwärmung des Planeten Erde immer eine günstigere Phase für die Menschheit als eine Abkühlung.

Der Grund dafür:

Es gibt nach Norden hin deutlich mehr Landfläche (die dann urbar wird) als am Äquator.

Dem Rest empfehle ich Kernkraft der 4. Generation, mit der man gleichzeitig nicht nur Seewasser entsalzen kann, sondern später dabei auch noch das Uran daraus extrahieren.

https://www.tech-for-future.de/uran/

https://festkoerper-kernphysik.de/nukleare_ressourcen

limes

13. Juni 2021 21:46

Angst ist der beste Zuchtmeister. Angst vor Corona, Angst vor Nähe und Berührungen, Angst vor Klimawandel, Angst vor Rechten, Angst vor dem Verlust von Arbeitsplatz und Freunden, Angst vor Ausgrenzung, Angst vor Hausdurchsuchung ... Läuft doch!

RMH

14. Juni 2021 08:53

Wasser ist in der Tat ein ganz zentraler Punkt. Hier ist jeder, der selber noch einen größeren Garten bewirtschaftet, der seine nähere Heimat schon erwandert oder mit dem Fahrrad erkundet hat, bevor es zur großen Mode wurde (der Fluch der 20er Jahre: E-Bikes), empirisch klar im Vorteil. Solange es Wasser gibt und es häufig genug regnet, sind höhere Temperaturen kein Thema, die Natur gedeiht ohne Ende. Wenn dagegen Dürre ist, dann leidet die Vegetation enorm. In meiner Heimatgegend (Unterfranken) ist trotz der Niederschläge in diesem Jahr der Grundwasserspiegel nachwievor derart abgesunken, dass manch stolzer Bach, der in den letzten Jahren, als wir erhebliche Dürrephasen hatten ausgetrocknet ist, aktuell immer noch mit einem komplett trockenen Bachbett aufwartet. Man steht dann als Wanderer daneben, oft auf durch Regen matschigen Wegen und fragt sich, ob sich dass nochmal ändert? Wird anderen Ortes zu viel Wasser entnommen?

Auf jeden Fall muss beim Thema Wasser Vorsorge getroffen werden.

Grobschlosser

14. Juni 2021 09:38

der "deutschlandfunk" fabuliert regelmäßig von "erforderlichen" "Trinkwasserrationierungen" - derartige Behauptungen sind ( bezogen auf Deutschland und Mitteleuropa ) grundsätzlich falsch ; sofern die brd Regierung gewillt ist den Zuzug durstiger Weltmitbürger zu unterbinden werden die Reserven großer Städte für weitere 400 bis 600 Jahre reichen - richtig ist : man soll sauberes Trinkwasser nicht verschwenden - auch der Aufbau geeigneter Grauwassersysteme für Toiletten ist sinnvoll .Regenwasser sammelt jeder vernünftige Mensch , auch die Aufbereitung des Urins ist sinnvoll ( absehbare Phosphatkrise )- der absehbare Hunger in der 3.Welt ist das Ergebnis einer hemmungslosen Vermehrung unvernünftiger Menschen - die absehbare Bewirtschaftung des afrik. Kontinents durch Rotchina wird ganz neue Lösungsansätze liefern . Bleiben wir gelassen.

Valjean72

14. Juni 2021 10:27

@limes:

Angst ist der beste Zuchtmeister. Angst vor Corona, Angst vor ...

Angst und Schuld. Zur ganz besonderen, da immerwährenden und untilgbaren Schuld für uns Deutsche, gesellt sich noch eine allgemeine Schuld des Europäisch- und des Weißseins: Schuld einer Industrienation anzugehören, Schuld durch Kolonialismus, etc. pp.

Es ist doch recht simpel, doch den wenigsten fällt es auf, dass mit Schuld und Angst die Gesellschaften, Völker gelenkt, eingehegt und in die gewünschte Richtung gelenkt werden.

Laurenz

14. Juni 2021 10:52

@limes

Ja, das haben Sie gut, kurz & bündig beschrieben.

Und, das muß ich gestehen, bin ich zwar nicht frei von Ängsten, das wäre auch ungesund, aber nicht vor den von Ihnen präsentierten Aspekten & Attributen. In meiner Wohnung gibt es quasi nichts zu durchfinden.

Und so, wie mich meine Intuition Ihre Perönlichkeit einschätzen läßt, dürf(t)en Sie mich auch so oder so berühren.

Natürlich sind unsere persönlichen Befindlichkeiten kein Maßstab für Allgemeinheit. Das haben Sie explizit gut erkannt.

Allerdings, ist die Offensichtlichkeitswerdung von ängstlich-blöd, wie das Kaninchen vor der Schlange sitzend & dem Mut eine eigene Meinung außerhalb des betreuten Denkens zu vertreten, noch nie so offenbar geworden, wie jetzt.

Am Samstag war ich wieder bei einem Auto-Korso durch Oberursel beteiligt mit den Schlagworten "Kinder sind keine Laborratten".  Die Rückmeldungen von Passanten färben quasi Menschen in grün oder blau ein.

@Andreas Walter

Nichts gegen Ihren Beitrag. Aber die CO2-Frage ist keine. Von daher braucht man auch keine AKWs. AKWs bedeuten auch wieder Abhängigkeit, also Nicht-Souveränität durch Uran-Importe & die Bedrohung von AKWs erhöht die staatliche Erpreßbarkeit.

Franz Bettinger

14. Juni 2021 11:52

Nichts ist verlogener als die H2O-Politik (+garniert mit Orwellismen) auch in Neuseeland, das in sauberem Wasser geradezu ertrinkt. Doch der Regierung fiel ein, Wasser "schützen" zu müssen, qualitativ und quantitativ. Viele Leute haben ihre eigene private Quelle oder Bach, den sie immer schon mit den Nachbarn teilen. Nun haben wir neue Gesetze: Wer mehr als ein Haus mit Wasser versorgt, gilt als water supplier (Versorger) und ist neuerdings zum Monitoring verpflichtet (Wasseruhr, wöchentliches Messen...). Schikane, nichts anderes, und das ist erst der Beginn. Der Staat nimmt einem eine Freiheit nach der anderen unter dem Vorwand der Fürsorge. Am Ende steht Chlor und bottled water. Die Leute aber sehen nicht das große ganze Teuflische der Methode; sie nehmen jede der vielen Freiheits-Beraubungen als Einzelfall und kämpfen dagegen, statt den ganzen verlogenen Laden hoch zu nehmen. 

Laurenz

14. Juni 2021 12:07

@Valjean72 @limes

Ja, die "Ewige Verdammnis" läßt grüßen......

Franz Bettinger

14. Juni 2021 12:10

"Im Grunde regiert die Ordnung des Chaotischen." So ist es. Man will den Menschen sogar noch den Lebensnerv Wasser abschneiden und sie von Zuteilungen abhängig machen. Es ist genug Wasser da, und es ist auch sauber, aber das stört diese Profi-Lügner nicht. Sie reden es schmutzig. Alles in der geplanten NWO läuft auf die Kontrolle eines jeden Lebensbereichs hinaus. 

Andreas Walter

14. Juni 2021 20:47

Das Schauermärchen (die Gruselgeschichte):

https://www.welt.de/wissenschaft/article231816553/Erderwaermung-Extremes-Klima-in-Deutschland-im-Suedwesten-und-Osten.html

Und wo der Wind tatsächlich herweht:

https://de.rt.com/meinung/119039-gute-alte-zeiten-nato-erweiterung-madeleine-albright-gibt-impulse-gruenen-parteitag/

Es ist immer die gleiche Kombination, und wer verstehen will warum, der muss sich nur mit dem Thema Propaganda beschäftigen (Edward Sauce Bernays). Wer nicht hören will muss nämlich fühlen. Wer die Massen also erreichen (oder manipulieren) will, muss ihre Gefühle ansprechen, denn viel (genug) Verstand und Wissen (um die Täuschung zu durchschauen) besitzen ja nur die wenigsten. Schlicht aus Zeitmangel. Bei Unsicherheit oder unter Druck verlassen sich Menschen zudem traditionell (ist biologisch so veranlagt) auf ihre Gefühle, und diese Eigenschaft wird vorausberechnend missbraucht. Sogar Krieg wird so geführt.

Andreas Walter

14. Juni 2021 21:03

P.S.: Im Spiegel zeigen ein paar Künstler, wie es noch geht (das Manipulieren). Dass es so ähnliche Bots schon lange vor ihnen gibt und gab erwähnen sie nur nebenbei, um den Unterschied zu ihrem zu erklären.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/klima-wie-100-bots-der-klimakrise-zu-mehr-aufmerksamkeit-verhelfen-sollen-a-26d00885-7986-4b66-8072-65194336b700

RMH

15. Juni 2021 09:35

Ja, ja, alles wieder nur Lenkung hin für finstere Ziele.

Ich kann jedem nur empfehlen, einfach selber ein Stück Land zu bewirtschaften und zwar in Deutschland und nicht in Neuseeland. Ich selber habe ca. 2,5 Hektar, um die ich mich in meiner Freizeit kümmere und kann nur sagen, es gibt ein Problem mit Trockenheit und Dürre auch in Deutschland. In diesem Jahr war es endlich Mal wieder besser, aber dennoch sammle auch ich Wasser, wo es geht und muss bewässern, damit neue Bäumchen wachsen etc. - und ich habe alte, einheimische Sorten angepflanzt, die schon besser mit trockenen und heißem Klima leben können sollen.

Diese Debatte hier hat leider großen Maulwerker statt Handwerker Charakter. Sprecht mit Landwirten und Winzern! Deutschland hat gute Voraussetzungen, muss aber auch handeln bzw. kommt da nicht darum herum.

Laurenz

15. Juni 2021 11:31

@RMH

"Diese Debatte hier hat leider großen Maulwerker statt Handwerker Charakter. Sprecht mit Landwirten und Winzern!

Warum? 

Der Taunus hatte noch vor 10 Jahren bis auf die Krone des Altkönigs (alte keltische Höhenfestung), keine nennenswerten Lücken im Wald. Das sieht jetzt ganz anders aus. Es sieht aus, als wären zig Windhosen durch den Wald gefegt, alles verursacht durch Trockenheit & die falschen Bäume. Wieso sollten wir mit Förstern & dem Adel sprechen, damit die richtigen Bäume angepflanzt werden? Das ist meist deren Land & deren Aufgabe. Unsere Winzer & Bauern kommen heutzutage meist von der FH. Als ob die nicht wüßten, was sie versäumt haben & mit was sie sich hätten vorbereiten müssen. Hier auf den Staat oder uns zu verweisen, kann nicht wirklich Ihr Ernst sein. 

"Deutschland hat gute Voraussetzungen, muss aber auch handeln bzw. kommt da nicht darum herum."

Ach nee. Wir haben für die Erderwärmung die besten Voraussetzungen überhaupt & wir können uns tatsächlich glücklich schätzen, daß sie stattfindet, der göttlichen Sonne sei Dank. Nicht jeder gehört der Partei grüner Vollidioten an & versteht daher, daß wir mit mehr Wärme von den Göttern gesegnet sind. Meine Mutter (bald 83), mehr Garten-Gestalter als Gärtner, hat von sich aus einen Tank gekauft, um Regenwasser zum Gießen zu sammeln.