29. Juni 2021

Anja Reschke unterzeichnet eine Unterlassung

Götz Kubitschek / 25 Kommentare

Letzte Woche feierte die Journalistin Anja Reschke den 60. Gründungstag der Sendung Panorama, die sie selbst seit 20 Jahren moderiert.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Diese Jubiläen waren der Anlaß für ein Interview mit Reschke, in dem sie sich selbst als kritische, unabhängige und gewissenhafte Journalistin darstellte und unter anderem mich als Gegenbild aufbaute. Sie behauptete, ich hätte wörtlich folgende Losung ausgegeben:

Wir möchten nicht am Diskurs teilnehmen, wir möchten ihn zerstören.

Normalerweise halten wir es hier ja mit Gottfried Benn, dem es völlig egal war, ob ihm einer "Sex mit Stubenfliegen" (so seine Wortwahl!) andichtete. Aber die Behauptung, ich wolle nicht am Diskurs teilnehmen, sondern ihn zerstören (und hätte dies sogar als Losung ausgegeben, also Menschen, die schon etwas länger oder auch erst seit kurzem in diesem Land leben, dazu aufgefordert, nicht mehr miteinander zu sprechen, schon gar nicht öffentlich): Dies mir zu unterstellen (dem nach allen Seiten offenen Dorfbrunnen der Neuen Rechten), schlug dem Faß den Boden aus.

Unterlassungsaufforderung also: Anja Reschke (diese lebende Ikone journalistischer Äquidistanz, unabhängig bis auf die paar Kröten, die aus dem öffentlich-rechtlichen Säckel ihr ausbezahlt werden) solle fortan so Schlechtes, mich Verkennendes nicht mehr über mich behaupten dürfen und habe dafür zu sorgen, daß es dort, wo es schon hunderttausende Leser gefunden habe, getilgt würde, verbunden mit einer Richtigstellung.

Alles in allem kein ungewöhnlicher Vorgang, jeder kann sich mal irren, kann einen raushauen, ohne nochmal genau nachgeschaut zu haben, ob Diskurszerstörung oder Konsensstörung gemeint war, ob also der Diskurs (ab jetzt: die Auseinandersetzung, das Gespräch, der Streit) abgelehnt oder eben nur in seiner um echt alternative Meinungen erweiterten Form für interessant befunden werde.

Letzteres natürlich, darauf wiesen wir Frau Reschke anwaltlich höflich hin, bloß: Sie sah es nicht so. Die beiden Zeitungen, die das Reschke-Interview auch online gebracht hatten, lenkten sofort ein und tilgten das Falschzitat, indem sie es durch eine schwammige Formulierung ersetzten. Der Hinweis, daß da zuvor eine miese Unterstellung gestanden hatte, unterblieb freilich.

Dafür kam ein Anwaltsschreiben, in dem die seit 2007 empört zitierte Passage aus meinem Büchlein Provokation (zum Glück vergriffen) erneut herhalten mußte:

Und so sind denn auch die Provokationen vieler Künstler, Quer-, In- und Vordenker von der Sorte Provokation, über die wir sprechen, zu unterscheiden. Für jene ist Provokation der Versuch, eine Einladung an die Futtertröge zu erhalten. Für uns ist Provokation keine Verkaufsstrategie, und die Hoffnung auf den Einbau in den satten Diskurs gäbe all unser Tun der Lächerlichkeit preis. Unser Ziel ist nicht die Beteiligung am Diskurs, sondern sein Ende als Konsensform, nicht ein Mitreden, sondern eine andere Sprache, nicht der Stehplatz im Salon, sondern die Beendigung der Party.

Das fett markierte ist jener unvollständige Satz, den die Kanzlei zitierte, um Reschkes Unterstellung zu rechtfertigen. Bloß wäre selbst dann, wenn man Sätze ganz zu lesen und zu verstehen nicht fähig ist, die richtige Zitierweise eben diese gewesen und nicht die erfundene "Losung" aus dem Interview. Man sollte aber als kritische, tolle Journalistin auf sensiblem Feld überhaupt nicht verkürzt zitieren. Für die Doofen dieses Berufsstands:

Ich trinke nie Alkohol

ist etwas anderes als

Ich trinke nie Alkohol vor dem Mittagessen.

oder? Gut. Und weil hier einer nicht nie Alkohol trinkt, sondern zum und ab dem Mittagessen vielleicht sogar jede Menge, ist die aus drei Wörtern bestehende Einschränkung "vor dem Mittagessen" eigentlich eine Ausweitung vielleicht sogar ins Exzessive hinein.

Zurück zum Dorfbrunnen:

Unser Ziel ist nicht die Beteiligung am Diskurs, sondern sein Ende

ist etwas völlig anderes als

Unser Ziel ist nicht die Beteiligung am Diskurs, sondern sein Ende als Konsensform.

Und vor allem: Es könnte sogar die Ausweitung des Gesprächsbedarfs bis ins Exzessive hinein sein, denn stellen wir uns einmal vor, es gäbe plötzlich echte Debatten. Die Konsensdiskurse, dieses 4 gegen 0 bei Maischberger oder Will, dieses Gerede mit nur einer Meinung, dieses Diskurs-Gespiele, Debattenvortäuschen, Mündigkeitstheater - es wäre abgelöst. Das ist es, dessen Ende nicht nur ich mir wünsche, sondern die vielen Millionen Leute ebenso, die trotz des Dauerfeuers aus den Panoramakanonen von Reschke und Co. ihr Kreuzchen dort gemacht haben, wo sie die dringend notwendige Ergänzung und Aufmischung des "Diskurses" vermuten.

Leute wie Reschke betreiben, was sie uns unterstellen: Diskursverhinderung. Indem sie die Lüge verbreiten, wir hätten kein Interesse an einem Gespräch, einer Auseinandersetzung, einem Wortgefecht, in dem sich tatsächlich einmal zwei oder vier Leute mit ganz unterschiedlichen Auffassungen duellieren, stehen sie selbst als die Wächter der Demokratie, der Meinungsfindung, der offenen Gesellschaft und der Gesprächsbereitschaft da. Dabei sind sie vor allem eines: Umbauhelfer und Sturmgeschütze der Cancel Culture.

Ich saß ja nun gestern mit meinem Anwalt vier Stunden über dem Schriftsatz, der am Donnerstag unseren Sieg vor Gericht in Halle an der Saale hätte herbeiführen sollen. Aber dann flatterte auf den Abend die gerichtliche Nachricht ein, daß Frau Reschke nun doch den Rechtsstreit nicht mehr fortsetzen wolle, sondern die Unterlassung unterzeichnet habe.

Damit die Arbeit an unserem Schriftsatz nicht ganz umsonst war, hier die entscheidenden Auszüge:

-- -- --

Der Antragsteller wird zum Beleg für seine möglicherweise mangelnde Bereitschaft zum Diskurs mit folgender Aussage aus seinem Buch "Provokation" (2007) zitiert:

Unser Ziel ist nicht die Beteiligung am Diskurs, sondern sein Ende als Konsensform.

Das vollständige Zitat, immer noch ohne den davor und danach ganze Buchseiten umfassenden Kontext lautet:

Unser Ziel ist nicht die Beteiligung am Diskurs, sondern sein Ende als Konsensform, nicht ein Mitreden, sondern eine andere Sprache, nicht der Stehplatz im Salon, sondern die Beendigung der Party.“

Das entscheidende, vom Antragsteller auf Nachfrage stets erläuterte, von politischen Gegnern stets unterschlagene Wort lautet "Konsensform". Der Antragsteller ist der Auffassung, daß über wesentliche Themen öffentlich nicht debattiert werden sollte, indem man beispielsweise in einer Talkrunde vier Teilnehmer mit grundsätzlich derselben Auffassung sprechen lassen sollte. Das Motto der Diskursbeteiligung des Antragstellers ist "Konsensstörung", also das Einbringen alternativer, streitbarer, nicht von vornherein auf den Konsens ausgerichteter Auffassungen und Standpunkte. Daß es ihm darum geht und nicht um die Zerstörung des Diskurses, zeigen die folgenden drei (von noch viel mehr möglichen) Punkten.

1. Der Antragsteller hat im August des vergangenen Jahres den Erlös aus dem Verkauf einer Festschrift für eine Veranstaltung bereitgestellt, auf der er und einige seiner Mitarbeiter dezidiert mit weltanschaulich links verortete Wissenschaftlern ins Gespräch kommen wollen. Bisher ist es dem Antragsteller nicht gelungen, geeignete Gesprächspartner aufzutreiben. Die Absagen weisen im Tenor stets auf das Phänomen der sogenannten Cancel Culture hin, das in den vergangenen Monaten in der politischen Kultur kontrovers diskutiert wurde: Man wolle sich durch eine Zusage zur Diskussion mit dem Antragsteller nicht den Mechanismen der Cancel Culture aussetzen. Cancel Culture herrscht dort, wo Vertreter abweichender Meinungen nicht mehr am Diskurs beteiligt werden sollen. Prominente Beispiele der jüngeren Zeit, die zu Diskussionen über die Legitimität der Cancel Culture führten, sind:

+ die Ausladung des Malers Axel Krause von der Leipziger Jahresausstellung 2019,

+ die Löschung eines Beitrags von Dieter Nuhr zum 100. Jahrestag der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Frühjahr 2020 und

+ die Ausladung der der Kabarettistin Lisa Eckhart vom Harbour-Literatur-Festival in Hamburg, ebenfalls 2020.

Cancel Culture als Diskussionsverhinderungsstrategie lehnt der Antragsteller nicht zuletzt deshalb ab, weil er selbst, wie soeben ausgeführt, Leidtragender dieser Machttechnik wurde.

+ So hat auf Druck von Politik und Medien der ehemalige Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht, seine Zusage zu einer öffentlichen Debatte mit dem Antragsteller in Magdeburg im November 2016 wieder zurückziehen müssen.

+ Ebenso konnte eine Diskussion des Antragstellers im Rahmen der Studienstiftung des Deutschen Volkes im Februar 2019 nicht durchgeführt werden. Unter dem Titel "Diskurs(-), Feindschaft und das Politische" sollte der Antragsteller sich in einer Arbeitsgruppe den Fragen von Studenten stellen und danach an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Der öffentliche Druck, medial inszeniert von der Frankfurter Rundschau, war so groß, daß sich die Studienstiftung zuletzt sogar für die Einladung entschuldigte.

2. Der Antragsteller war im April 2019 neben Henryk M. Broder und zwei weiteren Diskussionsteilnehmern zu Gast in der Talkshow "Hangar 7" des österreichischen Senders Servus TV. Er nahm diese Einladung so selbstverständlich an, wie er auch Einladungen zum Talk in deutschen Fernsehsendern annehmen würde.

3. Der Antragsteller hat vor wenigen Wochen ein Buch veröffentlicht, das zwei Briefwechsel mit den Professoren Armin Nassehi und Claus Leggewie dokumentiert: Nassehi, ich und Leggewie, kaplaken 75. Diese Briefwechsel mit eher linksstehenden Persönlichkeiten sind in den Medien vielzitierte Belege für die Diskussionsbereitschaft des Antragstellers. Und mehr: Gerade an dieser Diskussionsbereitschaft wurde von den politischen Gegnern scharfe Kritik geübt: Man warf Nassehi und Leggewie wiederum ihre Bereitschaft zur Diskussion vor, weil man im Dialog eine Form von Öffnung für die Denkweise des Antragstellers sah und sieht.

Zusammengefaßt: Die Behauptung der Gegenseite, der Antragsteller habe die Losung ausgegeben, den Diskurs zu zerstören, entbehrt jeder Grundlage. Erschwerend kommt hinzu, daß "Losung" mehr ist als eine persönliche Meinung. Die Gegenseite hat damit behauptet, der Antragsteller habe nicht nur selbst kein Interesse am Diskurs, sondern habe darüber hinaus seine Leser und Zuhörer dazu aufgefordert, den Diskurs zu zerstören.

Diese Unterstellung hat vor dem Hintergrund der Mechanismen der Cancel Cultur, aufgrund der Prominenz und der medialen Reichweite der Gegenseite und der bisher nicht erfolgten Gegendarstellung die Diskurswilligkeit des Antragstellers öffentlich ins Gegenteil verkehrt – ein Beispiel für die subtile Zerstörung des Diskurses.

-- -- --

Dem ist nicht viel hinzuzufügen, es steht hier wie immer fürs Protokoll.


Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.


Kommentare (25)

Laurenz

29. Juni 2021 14:19

Interessant, daß in 2007 Querdenker noch als Teil der linken Meinungsdiktatur galten. Wie sich die Zeiten & Begrifflichkeiten ändern (können).

Zu 2. Bei der Hangar-7-Sendung in 2019 waren 5 Gäste geladen. 3 namenlose linke Pseudo-Intellektuelle gegen Broder & Kubitschek. "Bessere" ließen sich damals wohl nicht auftreiben, da kein namhafter (Salon-) Linker sich die Blöße geben wollte, die Debatte zu verlieren. Den linken Hanswursten in der Sendung fiel ja auch nichts besseres ein, als Kubitschek zum einzigen Thema zu machen oder sich bei Broder über dessen Verrat indirekt zu beschweren. Die Debatte fand also abseits jeglicher Sachthemen statt, was ganz sicher nicht die Schuld von Broder oder Kubitschek war. Mehr als Inquisition ist eben bei der Linken nicht vorhanden.   

Zu Panorama läßt sich sagen, daß sich, abseits einer politischen Richtungsbestimmung im Inland, durchaus qualitativ hochwertige Berichterstattungen in der Geschichte der Sendung festzustellen waren, wie die us-amerikanische Industrie-Spionage Nummer in der Windkraft-Technologie oder auch das Haverbeck-Interview kann man vielleicht nicht als gelungen bezeichnen, aber sie hatten es zumindest gemacht.

Daß Reschke im innenpolitischen Bereich mit gezinkten Karten spielt, ist wohl mutmaßlich ihr Auftrag. Persönlich frage ich mich immer, wie solche Mitmenschen ein solch unaufrichtiges Leben, welches sie führen, ertragen können, ohne sich jeden Morgen beim ersten Blick in den Spiegel übergeben zu müssen.

limes

29. Juni 2021 14:53

Großer Respekt gebührt GK für schöpferische, schöne, treffende Sätze und Begriffe, die präzise sind, stets präzise sein müssen, in einer Situation gnadenloser Überwachung.

Ich hoffe, er nimmt es mir nicht übel, wenn mich die Situation an ein Lied erinnert, das einen ganz anderen Charakter preist: Billy The Kid. Bob Dylans Lied »Billy 1« beginnt mit dem Vers:

»There’s guns across the river aimin’ at ya
Lawman on your trail, he’d like to catch ya
Bounty hunters, too, they’d like to get ya
Billy, they don’t like you to be so free.«

Ein gebuertiger Hesse

29. Juni 2021 14:55

Schöner Punktgewinn. Gratulation!

MARCEL

29. Juni 2021 15:01

Anja R. hat erreicht, was sie wollte: Wirbel und Stress machen, nach der Devise: Irgendwas wird schon hängenbleiben. Die Arbeit blieb an GK und Co hängen. Das ist kein Sieg.

Vier Stunden beim Anwalt: Welch eine Zeitverschwendung! Der schreibt jetzt seine Rechnung.

Lernt, anders zu kämpfen! Würzburg und die offiziellen (Nicht-)Reaktionen sind Menetekel (nicht nur an den Kampfhund, sondern an seine Halter muss man ran)

Wer sich für die Neue Rechte engagiert, wird damit nicht in Rente gehen können! Das ist kein Lebensentwurf sondern Notwehr!

Der Verteidigungsfall ist längst schon eingetreten

Beowulf

29. Juni 2021 15:49

Glückwunsch für den Erfolg. 

Es wird leider für Frau Reschke eine Fußnote bleiben, wenn sie sich überhaupt damit richtig auseinander setzen muss. Die Kosten zahlt wahrscheinlich der Arbeitgeber und beim nächsten Mal wird halt etwas anders behauptet.

Oder man inszeniert sich gleich als Opfer und wirft den anderen Meinungsbeschränkung von rechts vor. Das kann man auch gleich mit einer Spendensammlung kombinieren.

Taktisches Ziel scheint zu sein bestimmte Aussagen in den Medien zu platzieren. Ob ein Widerruf ggf. nötig wird, ist m. E. von vorne herein einkalkuliert.

Isarpreiss

29. Juni 2021 16:14

Dialoge zwischen Rechten und Linken oder Liberalen sind meine Lieblingstexte unter den Veröffentlichungen in Sezession und bei Antaios. Derjenige zwischen Kubitschek und Nassehi wurde ja in Nassehis Buch "Die letzte Stunde der Wahrheit" 2015 bereits veröffentlicht. Da ich dafür damals kein Geld ausgeben wollte, habe ich es in der Bibliothek ausgeliehen und alle 344 Seiten abfotografiert - auch, weil die darin erwähnte Veranstaltung, bei der Nassehi sich nicht mitzudiskutieren traute (in München im Januar 2011, wenn ich mich richtig erinnere, mit Felix Menzel und Alexander Kissler), mich überhaupt erst zur Sezession gebracht hat (Ihr habt da jedem Besucher ein kostenloses Exemplar geschenkt). Kommt mir jetzt vor, als wäre es eine Ewigkeit her... Was ist seitdem alles geschehen!

Carsten Lucke

29. Juni 2021 16:20

@ MARCEL

Doch - es ist ein Sieg ! Und schon gar keine "Zeitverschwendung" !

Auch bei den Rechten sind die "Mühen der Ebene" (B.B.) zu bewältigen.

Wollen Sie denn diesen Typen der anderen Seite alles durchgehen lassen ?!

Sie sprechen Würzburg an und belehren imaginäre Adressaten, "anders kämpfen zu lernen" - wie denn bitte !? Machen Sie doch mal einen konkreten, praktischen Vorschlag !

Wenn der gut ist, folge ich Ihnen gern. Aber bitte nicht von "Kampfhunden und deren Haltern" schwätzen !

 

 

Laurenz

29. Juni 2021 17:13

@Limes

Robert Dylan hin oder her .... Sie wissen Selbst, der Vergleich hinkt, da Wilhelm der Jungspund, ein Schwer-Krimineller war, auch wenn das wohl in seinem damaligen Lebensraum viele waren. Wenn Sie die angedachten Rollen vertauschten, würde eher ein Schuh daraus.

@Marcel

Diese Großmaul-Nummer haben wir schon ausführlichst mit der Schlußfolgerung debattiert, daß Gewalt in das Reich der Psychopathen gehört. Selbst die Polizei macht sich keine Freunde, wenn Gewaltanwendung ihrerseits völlig unangemessen stattfindet, wie das die letzte Zeit häufig der Fall war. 

 

@Beowulf

"Es wird leider für Frau Reschke eine Fußnote bleiben"

Für Reschke vielleicht. Aber irgendwelche linken Holzköpfe müssen die Bücher GKs bestellen, kaufen & komplett auf der Suche nach Schwachstellen durcharbeiten. Und wenn man sich dann das Ergebnis dieser Mühen auch noch in Anbetracht einer nicht statthaften Reduktion betrachtet, ist das Ergebnis nicht nur als dürftig zu bezeichnen, es ist kein Ergebnis vorhanden, alles nur Schall & Rauch, die miserable Inszenierung einer illusionären Rechten, die es in diesem Komödiantenstadl gar nicht gibt..

Einsiedler

29. Juni 2021 18:16

Gratuliere zum Erfolg! 

Leider muß ich ansonsten @Beowulf  vollkommen zustimmen.

Vielleicht sollte man allerdings in dem Satz "Unser Ziel ist nicht die Beteiligung am Diskurs, sondern sein Ende als Konsensform."  Konsens durch Nonsens ersetzen.

Nichts für ungut.

micfra

29. Juni 2021 19:18

Sehr gut gemacht, Herr Kubitschek. Ihr großes Talent zum offenen Diskurs ohne sich vorführen zu lassen, haben Sie ja in Ihrem letzten Kaplaken der Öffentlichkeit vorgelegt. Ein Lesegenuss, der seinesgleichen sucht.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und freue mich auf den Tag der offenen Tür!

Ihr

mf

kikl

29. Juni 2021 19:43

Lese ich die Kommentare hier, dann beschleicht mich Folgendes: Wenn Reschke die Unterlassung erklärt, hat sie gewonnen, weil sie dann Opfer ist, wenn sie es nicht tut, dann hat sie auch gewonnen, weil sie dann Sieger ist. Eigentlich hat Reschke immer gewonnen. Der Defätismus hier nervt nur noch.

Nein, das ist keine Niederlage sondern ein Sieg. Reschke weiß, dass sie keine Chance hat. Aber zu dieser Erkenntnis hätte sie schon vor langer Zeit kommen können. 

Solution

29. Juni 2021 19:56

Gratuliere. Wer sich nicht wehrt...

MARCEL

29. Juni 2021 20:10

Die meisten, die hier kommentieren, habe ich auch nicht gemeint.

Einen wunden Punkt habe ich wohl getroffen? Anja R, hat den Punkt auch getroffen, das war ihr Ziel.

Hand aufs Herz: In welchen Hirnhälften gibt es wohl keine Vorstellungen von Gewalt (von der ich übrigens gar nicht sprach)?

 

 

Laurenz

29. Juni 2021 23:53

@Marcel

"Die meisten, die hier kommentieren, habe ich auch nicht gemeint."

Ihre wenig konkreten Äußerungen nerven etwas. Gehen Sie bitte mehr in medias res. Warum soll hier jemand darüber nachdenken müssen, ob Sie ihn gemeint haben oder nicht? Wir sind hier nicht bei einer Quiz-Sendung.

"Einen wunden Punkt habe ich wohl getroffen? Anja R, hat den Punkt auch getroffen, das war ihr Ziel."

Tim Kellner, der schon mehrere fruchtlose Hausdurchsuchungen, teils mit SEK-Einsatz hier sich hat, war tatsächlich Sieger in einem Gerichtsverfahren gegen Chebli. Natürlich ist das ein Sieg. Da Reschke, aufgrund ihrer Herkunft, 5 IQ-Punkte mehr als Chebli hat, wollte sie eben nicht den Arsch vom Dienst, wie Chebli, machen & hat vorher klein beigegeben. Das ist eine gewonnene Schlacht & kein gewonnener Krieg. Die Nummer war einfach nur dämlich. Von daher kann ich Ihre persönliche Wahrnehmung in keiner Weise nachvollziehen, Marcel.

"In welchen Hirnhälften gibt es wohl keine Vorstellungen von Gewalt"

Gewalt ist immer dann legitimiert, wenn man am Ende gewinnt. & bevor man nicht weiß, ob man gewinnt, ist dringend von Gewalt-Vorstellungen, von mir aus auch im Gesäß, abzuraten.

"Gewalt (von der ich übrigens gar nicht sprach)?"

Von was sprachen Sie denn? S.o.

EddyNova3122

30. Juni 2021 03:36

WAS juckt es den Baum wenn die Hunde dagegen pinkeln ?! Was bringen Pyrrhussiege ,am Ende werden die Volksvernichter den Fall als Beleg für "Rechtsstaat & Meinungsfreiheit" nutzen. Schaut her selbst der Rechtsaussen Kubitschek kann im BRD Stadl sein Recht einklagen.

Vielleicht sollte der Spieß umgedreht werden - wenn schon GEZ Zwang dann auch Proportz,Sendezeit exakt gemäß Wählerwillen verteilt. Macht bei rd. 75% Wahlbeteiligung knapp 10% Sendezeit allein für die AfD. Ergibt allein bei ARD ,ZDF ,Phoenix rund 100 Stunden Sendezeit pro Monat oder anders ausgedrückt minimum 2 Sendungen im Panorama Format für "A Pünktchen Klientel",

Gleiches gilt für Sendelizenzen - per se ein antifreiheitlicher Irrsinn , aber jede zehnte steht gemäß Wählerwille der AfD zu. Öffentlicher Rundfunk schimpft sich der Staatsfunk -die Definition "öffentlich" scheint das Problem.

Unlogisch ,ARD ,ZDF und Co rühmen sich politisch unabhängig zu sein - dazu paßt dann allerdings keine politisch erzwungene Zwangsgebühr. 

Maiordomus

30. Juni 2021 05:24

@Kubitschek. Las dieser Tage im Buch "Das Schweigen der Mitte" von Ulrike Ackermann als Beispiel für ein Denken, das von Reschke nicht weit entfernt zu sein scheint; eine Autorin, die sich für eine Liberale hält, sich auf John Stuart Mill beruft, aber geistig weit unter dem Durchschnitt von "Sezession" anzusiedeln ohne die nötigen Grundlagen deutscher Geistesgeschichte, mit der allenfalls auch die Rechte kritisiert werden könnte. Es genügt natürlich nicht, in Steinbach eine"Betonkonservative" zu sehen oder in Nicolas Fest und Michael Klonovsky "hitzige Charakterköpfe", in Matussek, einen fürwahr mittelmässigen Geist eine "professionelle Krawallschachtel". Ich glaube nicht, dass man mit dieser Ackermann über Jochen Klepper oder Hans Fallada diskutieren könte, auch nicht, dass sie Frau Kositza als Publizistin annähernd das Wasser reicht. Wer da von "diffusem Unbehagen an den Zuständen in diesem Land" schwafelt, grenzt an politisch korrekten Analphabetismus, es liegt auch reine Dummheit vor, sich mit "Mitte" verwechselnd.

Maiordomus

30. Juni 2021 05:34

PS. Ab 1954 habe ich über 50 Jahre lang die deutsche Fussballnationalmannschaft mit meiner Sympathie unterstützt, bei der schweizerischen war Schluss, als sich Protagonisten des Teams mit Bekenntnissen zu innerbalkanischen nationalistischen Auseinandersetzungen hervortaten. Aber eines ist klar: bei Niederknien, und zwar nicht für Leute, die in Deutschland auf offener Strasse gemetzget werden, sondern als Bekenntnis zu einer neuen Zivilreligion: hier kann man als nicht Gleichgesinnter nur noch beten, dass diese Mannschaft so schnell wie möglich ausscheidet. Was glücklicherweise geschehen ist. Ich hätte es auch als unangemessen empfunden, was zwar undenkbar gewesen wäre, hätte die deutsche Elf die Gelegenheit benützt, sich mit den Opfern von "Würzburg" zu solidarisieren. Es gehörte so wenig hierher wie seinerzeit der Hitlergruss noch auch unter Trainer Herberger, der freilich wohl nicht schlechthin freiwillig erfolgte, wiewohl vermutlich bei den meisten damals noch aus Überzeugung. Letzteres zu demonstrieren gehört aber nicht in den Sport, wiewohl ich für Demonstrationen einzelner Schwarzer etwa bei Olympia 1968 Verständnis hatte; es war keine Kollektivhandlung politischer Korrektheit!

Laurenz

30. Juni 2021 08:27

 

@Maiordomus

Die Einführung von Internationalmannschaften im Fußball ist so offensichtlich dämlich, selbst in der Schweiz, daß Selbst Ihnen das irgendwie ziemlich spät aufgefallen ist.

Wenn man mit einheimischen Spielern verliert, verliert man eben.

Aber gekaufte Söldner haben mit Frankreich oder Deutschland, wie auch der Schweiz, nur so viel zu tun, daß sie von dort ihren Sold beziehen.

Man würde besser auslosen, welche Spieler für welches Land spielen. Das wäre ehrlicher.

Und klären Sie uns bitte auf, welche/r/s Blog/Zeitung/Forum liegt denn nicht unter Sezessions-Niveau, sondern darüber?

Das könnte doch nur ein/e Zeitung/Blog sein, wo Sie alle Artikel & Kommentare Selbst schreiben.

RMH

30. Juni 2021 09:19

Da war ein schöner kleiner Erfolg für G.K., wobei er und seine Familie vermutlich mittlerweile einen Anwalt alleine mit solchen Sachen beschäftigen könnten, bei all dem Müll, der über sie verbreitet wurde/wird.

Einen Schlag ins Kontor gab es hingegen für die IB, die mit ihrer Klage gegen die Nennung im VS Bericht vor dem OVG B-B scheiterte. Das Gericht bestätigte damit die voll auf Linie des 2. NPD Verbotsurteils liegende Auffassung der Vorinstanz, dass eine Forderung nach ethnisch-kultureller Homogenität gegen die Menschenwürde verstoßen würde, selbst wenn die Forserung nicht absolut gelten soll.

Das eigentlich klar egalitäre Prinzip des Ethnopluralismus geht offenbar nicht in die Normopathen-Juristenschädel (Fall von Apperzeptionsverweigerung). Dagegen dürften auch Freiexemplare von M.L.s Verteidigung des E.P. nichts ändern. Also, gewöhnen wir uns daran, "gesichert rechtsextrem" genannt zu werden.

Maiordomus

30. Juni 2021 09:28

@Falsch! Von den Schweizer Spielern, die gegen Frankreich gewonnen haben, spielte aus der einheimischen Liga nur einer von Anfang an mit, ein zweiter kam in der Verlängerung dazu. Wahr ist aber, dass sie in der Schweiz zu Fussballern ausgebildet wurden. Was die Deutschschweiz betrifft, akzeptiere ich jeden, der schweizerdeutsch spricht; hingegen keineswegs nationalistische Balkan-Gesten während eines Spiels gegen Serbien; so einer ist schlicht kein Schweizer, so wie Niederknieende mir so wenig nahe stehen wie Islamisten.

PS. Der Schweizer Captain, Klasse-Spielmacher, ein Balkan-Nationalist, reklamierte beim Stand von 1 : 3 wohl weil er ehrlich nicht mehr ans Weiterkommen glauben wollte. Nun muss er gegen Spanien zuschauen, wo es vermutlich ein 0 : 3 absetzt, womit ich gut werde leben können. 

 

Laurenz

30. Juni 2021 10:39

@RMH

Wenn dem so wäre, wie Sie schreiben, RMH, was ich auch gar nicht bezweifle, dann müßte sofort jedes Reservat geschlossen werden & die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein müßte stante pede ihre garantierten Sitze im Landesparlament zu Kiel verlieren.

Dietrichs Bern

30. Juni 2021 11:55

Glückwunsch, zum Erfolg und vor allem zu der Bereitschaft sich nicht alles bieten zu lassen.

Aus meiner Sicht der größte Fehler, dass man sich von der Seite, die umgekehrt alles und jeden wg, Kleinigkeiten verklagt, alles bieten lässt, zumal rechts jawohl genug juristischer Sachverstand vorliegen sollte.

Ja ich weiß, die "bringt nix, bringt nix" Rufe folgen dann immer, dabei haben wir hier eine der wenigen Möglichkeiten, praktisch gegen Unrecht vorzugehen.

 

heinrichbrueck

30. Juni 2021 15:15

Das Niederknien ist die Präsentation des eigenen Kopfes auf dem Silbertablett. Die Europäischen denken an Demutsgeste, die Bunten sehen das Schuldeingeständnis. Es scheint kein konkretes Wissen vorhanden zu sein, welche Mentalitätsunterschiede zu berücksichtigen wären, wollte man das gemeinte Ergebnis erzielen. Natürlich wird das gewünschte Resultat erzielt: Gewalttaten gegen Europäer. Unterschiedliche Wahrnehmung, ungleiches Konzept von Realität. Das Schuldeingeständnis zeigt dem Bunten das eigentliche Geschehen, dagegen ohne Zustimmung keine Schuld und keine Aufforderung Rache ausüben zu dürfen. Wieder einmal Fremdeinflüsse, anstatt eigenes Steuerungsdenken. 

Andreas Walter

30. Juni 2021 20:53

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/attentaeter-von-wuerzburg-lka-prueft-verbindung-zu-krawallen-in-chemnitz-17415121.html

Der_Juergen

30. Juni 2021 22:40

Man freut sich ja über diesen Erfolg Kubitscheks, aber ist dieser Punktgewinn gegen eine erbärmliche Vertreterin der Schmutz- und Lügenpresse wirklich den Aufwand, und die vermutlich anfallenden Anwaltskosten, wert gewesen? 

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