21. Juli 2021

Der Sozialstaat in der Diskussion – Zehn Thesen

Gastbeitrag / 72 Kommentare

Erik Ahrens und Bruno Wolters stellen fest: Der Sozialstaat wird »rechts« kritisch beäugt. Die Gründer des konflikt-Magazins stellen zehn Thesen zur Diskussion.

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Staatsferne und Ordnungsstaat-Denken rücken vermehrt in den Fokus und werden offen diskutiert. Die vorgestellten zehn Thesen sollen eine alternative Perspektive auf den Sozialstaat bieten.

1. Der Sozialstaat ist kein Wohlfahrtsstaat

Über den Sozialstaat zu diskutieren und nachzudenken, bedeutet auch, einen Blick auf Deutschland 2021 zu richten. Vor allem Kritiker des Sozialstaates weisen immer wieder auf die aktuellen Verhältnisse hin und kritisieren sie völlig zu Recht.

Fakt ist, daß wir in einem Wohlfahrtsstaat leben und dieser vom Sozialstaat zu unterscheiden ist. Was wir erleben, ist ein hypertrophierter Umverteilungsstaat, ein falscher Sozialstaat, der Maß und Mitte verloren hat falls er diese überhaupt jemals kannte.

In diesem Wohlfahrtsstaat sind Sinn und Zweck verkehrt worden: Nicht die Selbstkultivierung des Menschen steht im Fokus, sondern die pauschale Wohlfahrt der gesamten Bevölkerung oder im Falle Deutschlands der ganzen Welt, welche zudem aus völlig materialistischen Gründen betrieben werden soll.

Sämtliche Risiken werden vom Nannystaat übernommen, jede Entscheidung soll abgesichert, der Mensch als Zootier gehalten und von sämtlichen Gefahren geschützt werden – während er zugleich überall dort geschröpft wird, wo er Leistung und Eigenverantwortung an den Tag legt. Diese Umverteilung ist alles andere als nachhaltig, gerecht oder sozial; der Wohlfahrtsstaat somit das gerade Gegenteil eines Sozialstaates.

Diese allgemeine Wohlfahrt im Sinne einer Verhausschweinung kann nicht Sinn und Zweck eines Sozialstaates sein, denn dieser existiert zu dem Zweck, dem Menschen die Möglichkeiten zu seiner eigenen Befreiung aus der ersten Natur an die Hand zu geben. In einem Sozialstaat wird der Mensch befähigt, für sich zu sorgen und somit letztendlich auch seine Freiheit zu leben – er ist eine Stütze, die das Mängelwesen Mensch zur produktiven gesellschaftlichen Teilhabe befähigen soll.

Dabei handelt er nicht nur auf der Ebene der Sozialpolitik: Er lehrt durch Bildung und Erziehung die nachwachsende Generation, Verantwortung zu übernehmen und kalkulierte Risiken einzugehen; er bestraft unsittliches Verhalten in der Wirtschaft und gibt klare ökonomische Rahmenbedingungen vor. Im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft wird der Bürger zum Unternehmer, denn nichts ist sozialer als ein erfolgreicher Unternehmer, der Arbeitsplätze erschafft und andere Mitbürger in Lohn und Brot bringt.

Dies sorgt für einen weiteren Effekt: Der Bürger kann für sich selbst sorgen, so daß die Staatsquote gering bleiben kann. Ein Sozialstaat züchtet sich keine Armee von Hilfstruppen an. Er agiert dabei proaktiv anstatt eine Mietbremse anzuschnallen, engagiert er sich im sozialen Wohnungsbau. Die soziale Hängematte wird verunmöglicht, Arbeitsunwillige zum gemeinnützigen Dienst verpflichtet.

Ein Sozialstaat ist somit keine Nanny und kein Wohlfahrtsamt. Er ist, im Gegenteil, das zur modernen Verwaltungstechnik herangereifte Prinzip der Solidarität, die über die Kleinfamilie hinausreichende familiäre Bindung im Volk. Damit reiht er sich neben Recht, Identität, Autorität und Freiheit in die ethischen Grundpfeiler unserer Zivilisation ein:

2. Der Sozialstaat ist Hochkultur und Zivilisation

Das Staatswesen an sich ist die Blüte einer Hochkultur und Zivilisation. Ein Volk bzw. eine Kultur benötigt viele entwickelte Charaktereigenschaften und Tugenden, um eine Gemeinschaft denken zu können, die über die engen Blutsbande der eigenen Sippe hinausgeht. Abstraktion und Selbstkultivierung reichen sich die Hand, um zusammen ein Gebilde zu errichten, das nicht ohne Grund vor allem in europäischen Gefilden beheimatet ist.

Diese Organisationsform namens Staat darf man nicht mit seinen Cousins verwechseln: In der orientalischen Despotie dient der Staat lediglich als Vehikel zur Verwirklichung ihrer zentralen Figur – sei diese nun der Prophet, der Gottkaiser, der Khan oder der Sultan; dem ostasiatischen Ameisenstaat hingegen gilt der Einzelne wenig, und das Ganze existiert nur um den Selbsterhalt seiner abstrakten Einheit willen.

Nur in Europa wurde die Mitte gefunden: Ohne den Sinn für das Individuum und diehigkeit zur Abstraktion hätte Hobbes den Leviathan nicht denken können. Und Hegel sah in Napoleon den Weltgeist zu Pferde reiten, bevor er sich als preußischer Staat selbst begreifen konnte.

3. Der Sozialstaat ist typisch deutsch

Deutschland ist nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch ein Land der Staatsdenker, die die Extreme zusammen denken. Citoyen und Bourgeois, den Staats- und Privatbürger in eine Synthese zu führen, war eine der Aufgaben vieler Deutscher Philosophen seit Pufendorf. Die beiden wichtigsten deutschen Philosophen des 19. Jahrhunderts, Hegel und Marx, widmeten ihr gesamtes Denken dieser Synthese, die für den Einen den perfekten Höhepunkt der Geschichte und für den anderen den instabilen Ausgangspunkt der Revolution darstellte.

Benedikt Kaiser betonte in seinem Buch Solidarischer Patriotismus die deutschen Traditionen des sozialen und sozialstaatlichen Denkens. Maß und Mitte zu finden, die Gegensätze zu vereinen und eine solidarische Gemeinschaft zu bilden, ist der Wunsch des deutschen Volksgeistes. Der Sozialstaat steht in dieser Tradition. Er ist typisch deutsch.

4. Der Sozialstaat ist rechts

Manche kritisieren den Sozialstaat und verunglimpfen ihn als links. Wie schon angesprochen, verwechseln sie den Wohlfahrtsstaat mit einem Sozialstaat und begehen dabei noch den Fehler, auf liberalen Wegen zu wandeln: Im zerstörerischen globalen Finanzkapitalismus kehrt Hegels Furie des Verschwindens zurück – die absolute Freiheit mündet in der Auflösung sämtlicher gewachsener Strukturen.

Der konkrete, geschichtliche Mensch wird zum abstrakten, geschichtslosen Erdbewohner. Doch ein Sozialstaat verankert den Menschen wieder in einer Gemeinschaft, er läßt ihm einen Sinn für Verantwortung und Gemeinsinn wachsen, er gibt ihm ein Verständnis für Kultur und Volk. Der Mensch kann in einem Sozialstaat wieder Wurzeln schlagen.

5. Der Sozialstaat ist das Gegenteil von »sozialistisch«

Der verwurzelte Mensch ist weniger anfällig für Zufall und Kontingenz. Er ist im sozialen Staat eingebettet und weiß um seien Rechte und Pflichten. Der Sozialstaat verhindert effektiv eine Pauperisierung und Proletarisierung des Volkes, sodass sozialistische Agitatoren weniger fruchtbares Feld finden. Ein Mensch, der erfolgreich im Leben steht, wird keine Umverteilung oder soziale Revolutionen anstreben. Der »sozialistische« Wohlfahrtsstaat wird durch freie und erfolgreiche Menschen verhindert.

6 Der Sozialstaat ist gerecht

Die Freiheit zu gewähren ist ein Ziel des Sozialstaats. Jedoch kennt der freiheitliche Sozialstaat auch den Zwang und die Grenze. Absolute Freiheit ist einem Sozialstaat also fremd, denn Freiheit ist nur unter dem Gesetz möglich, sofern man nicht somalische Verhältnisse als erstrebenswert ansieht.

Durch die Einhegung der Freiheit und die Verwurzelung des Menschen agiert der Sozialstaat gerecht: Ein Bürger des Sozialstaats weiß, daß er aufgefangen wird, falls er der Kontingenz des Lebens ausgeliefert und arbeitsunfähig wurde. Da der Sozialstaat Wirtschaft nicht nur als eine rationale Veranstaltung versteht, sondern erkennt, daß Wirtschaft von der Kultur zehrt, unterstützt er dezent diese Kultur und greift wenn nötig ein. +

Ein Mensch, der trotz einer Vollzeitstelle nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, wird auch nur schwer an der Kultur partizipieren können. Der Sozialstaat sichert nicht nur im Extremfall die Existenz, sondern greift auch durch, wenn Regeln verletzt werden. Too big to fail ist dem Sozialstaat unbekannt. Eine Verletzung der Freiheit ist dabei präventiv – der Zwang des Staates wird bei einem Eingriff in Wirtschaft und Gesellschaft nur deshalb eingesetzt, um einen möglichen privaten Zwang zuvorzukommen.

7. Der Sozialstaat vereint Citoyen und Bourgeois

Die Freiheit des Privatbürgers kann nur unter dem Gesetz stattfinden: Sie ist begrenzt, sofern sie nicht in Anarchie enden soll. Der Privatbürger, der aus der Natur des Menschen seine eigene Interessen verfolgt und dieses auch soll, wird vom Sozialstaat eingefangen und in eine Gemeinschaft verwurzelt. In einem Sozialstaat besitzt der Bourgeois gleichzeitig auch einen Sinn für den Staat, er versteht sich als Citoyen; er kennt seine Rechte, aber auch seine Pflichten.

8. Der Sozialstaat ist Erfolgsmodell

Ohne Stabilität kann eine Gesellschaft nicht fruchtbar agieren und walten. Der Sozialstaat sichert Stabilität und läßt somit die Kräfte des freien Bürgers sich entfalten. Er verhindert enorme soziale Ungleichheiten und dämmt die Polarisation zwischen Arm und Reich. Er sorgt für Chancengerechtigkeit, aber nicht für Gleichheit: Ein talentierter junger Mensch aus den classes populaires wird gefördert, wenn er von Hause aus nicht die Möglichkeiten besitzt; ein Unternehmer mit einer innovativen Idee bekommt Kredite.

Im Gegensatz zum Wohlfahrtsstaat, der den Menschen nur als Bezieher zukünftiger Leistungen ansieht und wie Webers »Stählernes Gehäuse« mechanistisch die Menschenmasse hin- und herverschiebt, will der Sozialstaat jedem Bürger die Chance geben, sich selbst im Dienste der Allgemeinheit zu verwirklichen. Damit übersetzt er in die Gegenwart, was die christliche Religion schon vor zweitausend Jahren erfolgreich machte: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst« setzt Selbstliebe voraus, um Nächstenliebe zu verwirklichen.

Allgemeine Solidarität, die auf persönlicher Eigenverantwortung baut, ist der ethische Kern des Gemeinwesens.

9. Der Sozialstaat ist die Zukunft

Im postliberalen Zeitalter werden diejenigen Gemeinschaften bestehen bleiben, die Zusammenhalt und eine Identität gebildet haben, die über Generationen stabil bleiben. Der Sozialstaat verfolgt nicht nur das Ziel der Selbstkultivierung seiner Bürger, sondern er besitzt auch den Auftrag, ihre Tradition und Überlieferungen zu bewahren: Er ist konservativ.

Durch die Stabilität und Mitarbeit seiner Bürger kann der Sozialstaat auch Zeiten überstehen, indem der Mensch auf Zahlen irgendwelcher Transaktionen herabgewürdigt wird. Indem er dem einzelnen Bürger eine Zukunft trotz aller Ungewißheit bietet, überwintern in ihm Volk und Kultur. Identität, Ethnie und Gemeinwesen sind notwendig mit ihm verzahnt, selbst wenn sie gegenwärtig verleugnet werden.

Dennoch ist ein Sozialstaat kein Ethnostaat: Er honoriert Leistung ohne Ansehen der Herkunft. Zugleich muß er jedoch die Einwanderung strikt regeln, um Stabilität zu gewährleisten. Das Primat des Sozialstaates ist die Wage für den schmalen Grat zwischen Exklusivität und Offenheit.

10. Der Sozialstaat bedeutet größtmögliche Freiheit

Der hier vorgestellte Sozialstaat ist eine Alternative zum kisoudischen Ordnungsstaat. Der Ordnungsstaat zieht sich zurück, um Stabilität erreichen zu können. Der Sozialstaat tut dies auch, aber er beteiligt sich diskret an Kultur und Gesellschaft. Er weiß, daß die Freiheit des Menschen schützenswert ist, diese Freiheit aber auch eingegrenzt werden muss. Was nicht explizit verboten ist, ist erlaubt.

Aber was bringt einem diese garantierte Freiheit, wenn man sie nur schwer leben kann, da das menschliche Leben eben auch kontingent und zufällig sein kann? Der Sozialstaat soll nicht jedem ein gutes Leben durch direktes Eingreifen ermöglichen, er gibt kein Versprechen für ein Paradies ab – aber er bemüht sich, seinen Bürgern die Chance und die Grundlage zu geben, sich aus schlechten in bessere Zustände zu arbeiten.

Gute Bildung, leichter Zugang zu Gründungskrediten, sichere Renten und Versicherungen für Notlagen, stabile Rechtsprechung und Gesetzgebung, eine effiziente Strafverfolgung, strikte Regeln für die Wirtschaftspolitik: Ein Sozialstaat kennt seine Aufgaben, aber auch Grenzen. Alles andere darüber hinaus, überläßt er den Menschen. Ein Sozialstaat ist der Dünger, nicht die Saat selbst. Der Staat ist kein Selbstzweck, sondern der Mensch als Bürger, denn Politik ist immer nur das vorletzte Ziel. Es wird niemals den perfekten Staat geben können; der Faktor Mensch ist nicht vollends berechenbar.

Ist dieses Verständnis realistisch, gibt es Anknüpfungspunkte? Ja, sei es das Sittengesetz im Grundgesetz oder die menschliche Natur. In einer aus den Fugen geratenen Welt wird Normalität radikal. Klassische Tugenden, Pflichtbewußtsein und das Verständnis, auch geben zu müssen und nicht nur haben zu wollen, könnten bald wieder gefragt werden.

-- --

Erik Ahrens und Bruno Wolters haben in der neuen kaplaken-Staffel einen selbstbewußten Essay vorgelegt. Der Ausgangspunkt von Postliberal lautet: Die liberale Epoche endet, die postliberale zieht auf. Das bedeutet: Es gibt keinen Punkt, auf den man die Entwicklung zurückdrehen sollte. Die Rechte muß neu ansetzen ... Doch wie? Hier bestellen. (Und hier im Dreierpack mit Kubitschek und Plöcks.)


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Kommentare (72)

Sandstein

21. Juli 2021 14:31

I

Habe jetzt leider nicht die Zeit auf alle 10 Thesen einzugehen. 
Vorweg: sehe mich als erzkonservativ und als Reaktionär. Alles was mit „sozial-„ beginnt lehne ich instinktiv ab. 

„Das Staatswesen an sich ist die Blüte einer Hochkultur und Zivilisation.“

Hochkultur und Zivilisation sind zwei sich entgegenstehende Begriffe, die so im Prinzip nichts miteinander zu tun haben. Hierzu bitte Davila lesen. 
Eines der Grundübel ist der technische Fortschritt. Verlaub: jeder halbintelligente kann sich heute dank Hartz4 (möglich durch den techn. Fortschritt: ob Agrar oder Industrieproduktion, 80% der Menschen werden nicht benötigt in der Berufswelt und machen daher Bullshitjobs die auch bald wegfallen werden) am Leben halten und fortpflanzen. Und die machen das auch wie bekloppt, gibt ja keine anderen Inhalte. Was dabei rauskommt sehen wir heute auf den Straßen. 

Sandstein

21. Juli 2021 14:32

II

..das ist eine Sackgasse. Wehrlose und Verletzte verdienen im Rahmen ihrer Sippe sicherlich Unterstützung und Schutz. Sobald das aber frei Haus von oben geliefert wird setzen wir den evolutionären Druck/die Selektion komplett aus. Am Ende gibts nur noch Jeremy-Pascals und Cayenne-Mercedes‘ mit Brillen, Bewegungsstörungen und fragwürdiger Physiognomie an Hauptschulen. 
..und dann heißt es bald und ganz sicher Sayonara Hochkultur. Und in dieser Gleichung braucht’s gar keine Umvolkung, das schaffen „die“ ganz alleine (Mit diesem „Wir“ will ich nichts zu tun haben).

Ein gebuertiger Hesse

21. Juli 2021 14:40

Kein Wohlfahrts-, aber ein Wohltatsaufsatz. Vernünftige, erfahrungsgesättigte Einsichten, in Klarheit vorgetragen - was tut heute mehr not?

Laurenz

21. Juli 2021 15:18

Der Artikel ist zwar nett, faßt rechte Logik gut zusammen, ist aber im Grunde überflüssig. Die 10 Punkte oder Thesen verstehen sich im Grunde von selbst. BKs Aussagen zum solidarischen Patriotismus stehen in der politischen Absicht mit dem stärksten prognostizierbarem Erfolg als beste Perspektive für die Rechte da.

Der heutige kranke Wohlfahrtsstaat artikuliert sich an deutlichsten in der Schröder-/Fischer-Mechanik am Raub an den Einlagen der Sozial- & Kranken- & Rentenversicherten, der bis heute anhält. Ob nun israelische oder türkische Staatsbürger in ihren Heimatländern mitversichert sind, ohne Beiträge zu leisten, oder Flüchtlinge die öffentlichen Krankenkassen belasten, geht das zurück bis Kohls Aufbau Ost, dessen ABM-Maßnahmen aus den Beiträgen von Arbeitslosen-Versicherten bezahlt wurde. Auch schon Willy Brandt plünderte die Rentenkasse zugunsten von Hilfs-Krediten für den Genossen Tito. Der Betrug am nicht-selbständigen Bürger, wie Arbeitgebern, ist Teil des staatlichen Selbstverständnisses der ehemaligen Bonner- & Berliner Republik. Es geht hier nicht um die politischen Entscheidungen an sich, aber diese müßten bis heute steuerfinanziert sein, was sie zum großen Teil nicht sind.

Der Beitrag von unserem Hilfs-Imagine, Sandstein, ist natürlich zu vernachlässigen. Niemand hält technischen Fortschritt auf, auch kein Sozialist, wie Sandstein. Der technische Fortschritt findet dann eben woanders statt.

Sandstein

21. Juli 2021 18:42

Ich weiß dass das für viele Rechte verstörend ist: die wollen Gemeinschaft, einen Stamm, ein Grund und Boden, eine Gemeinschaft. Das wollen die Kommunisten aber auch - nur eben weltweit-farbenlos. 

Habe lange genug in der Politik gearbeitet, der Pfad der AfD führt ins Nichts. Deutschland wie wir es kennen wird nicht auferstehen, nicht als Reich und nicht als politisches Gewicht. Wir schicken mittlerweile "Männer" wie Heiko Maaß ins Ausland. Noch Fragen? 

Meine Konsequenz: Rückzug auf das Eigentliche. Und lieber sind mir 1 Million wahre Deutsche in Kasachstan, als das was ich in Berlin oder irgendwo in NRW sehe. Das hat mit dem Land meiner Vorväter nichts (!) gemein.

..und ja, das Land ist schön, wunderbar, fruchtbar und vom Klima her angenehm. Aber das kann nicht alles sein. Muss jeder für sich entscheiden, ich denke es kann ultimativ nur darum gehen ein Maximum an echter Substanz zu retten, nicht ein Maximum an "irgendwas".

Sekundant

21. Juli 2021 19:05

Weshalb der Laurenz den Sandstein "Hilfs-Imagine" nennt, bleibt -wie so oft - das Geheimnis des Laurenz. Aber er blickt ja hinter jedes Pseudonym. Dessen - des Sandsteins -
Beitrag ist natürlich keineswegs "zu vernachlässigen". Der Grund: das Geschriebene ist schlicht und einfach menschenverachtender technikfeindlicher DRECK.

Bernard Udau

21. Juli 2021 20:39

"Doch ein Sozialstaat verankert den Menschen wieder in einer Gemeinschaft, er läßt ihm einen Sinn für Verantwortung und Gemeinsinn wachsen, er gibt ihm ein Verständnis für Kultur und Volk. Der Mensch kann in einem Sozialstaat wieder Wurzeln schlagen."

Das ist reines Wunschdenken. Sinn und Zweck des Sozialstaates war es nie, den Gemeinsinn zu stärken. Im Gegenteil, der sozialdemokratische Gemeinsinn sollte durch staatliche Bestechung gebrochen werden, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt. 

Daher bleibt mir auch ein Rätsel, warum der Sozialstaat typisch deutsch sein soll. Nur, weil Bismarck ihn als Mittel zu ganz anderen Zwecken einsetzte? Wenn alles, was auf deutschem Boden zuerst das Licht der Welt erblickte, typisch deutsch sein soll, dann gute Nacht. 

Typisch deutsch ist im Zusammenhang mit dem Gemeinsinn und der Fürsorge allenfalls der Genossenschaftsgedanke des deutschen Rechts. (Deutsches Recht im Sinne der so genannten Rechtstradition.) Da sind aber dann tatsächlich noch einige dicke Bretter zu Bohren. Mit schönklingenden Floskeln ist es jedenfalls nicht getan.

Sandstein

21. Juli 2021 22:02

Ich weiß dass das für viele Rechte verstörend ist: die wollen Gemeinschaft, einen Stamm, ein Grund und Boden, DIE eine Gemeinschaft. Das wollen die Kommunisten aber auch - nur eben weltweit-farbenlos. 

Habe lange genug in der Politik gearbeitet, der Pfad der AfD führt ins Nichts. Deutschland wie wir es kennen wird nicht auferstehen, nicht als Reich und nicht als politisches Gewicht. Wir schicken mittlerweile "Männer" wie Heiko Maaß ins Ausland. Noch Fragen? 

Meine Konsequenz: Rückzug auf das Eigentliche. Und lieber sind mir 1 Million wahre Deutsche in Kasachstan, als das was ich in Berlin oder irgendwo in NRW sehe. Das hat mit dem Land meiner Vorväter nichts (!) gemein.

..und ja, das Land ist schön, wunderbar, fruchtbar und vom Klima her angenehm. Aber das kann nicht alles sein. Muss jeder für sich entscheiden, ich denke es kann ultimativ nur darum gehen ein Maximum an echter Substanz zu retten, nicht ein Maximum an "irgendwas".

Gracchus

21. Juli 2021 22:39

Das klingt gut, d. h. wie aus einer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat. Die Grenze zwischen Sozial- und Wohlfahrtsstaat ist nicht trennscharf zu ziehen. Von sich aus wird sich der Staat nicht beschränken und diese Grenze stets zu überschreiten versuchen. In einem demokratischen Parteienstaat gilt das erst recht. 

Nordlicht

21. Juli 2021 22:50

"Der Sozialstaat ist rechts"

Siehe Bismarck. Jawoll.

Das Kaplaken-Büchlein der Beiden ist wirklich gut, kernig und gut auf den Punkt. Ich bin noch nicht ganz durch ... Teile des Kapitels über Adorno habe ich einem unbelehrbaren Linken(-Wähler) geschickt , der hatte so etwas Konzises über Adorno noch nicht gelesen.

Für die rechte Sache liefern die beiden Autoren guten Denk-Stoff.

 

Pit

21. Juli 2021 23:05

<blockquote>trotz einer Vollzeitstelle nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten kann</blockquote>

M.E. ist die Idee von "Vollzeitstelle" eine der größten derzeitigen Irreführungen: 10 Wochenstunden Arbeit reichen m.E. aus, um 1 Menschen zu ernähren. Der einzige Grund, Leute zu Vollzeitarbeit zu zwingen, ist, ihnen per Steuern / Abgaben ihre Lebensleistung zu stehlen und sie als Sklaven für den Gewinn anderer arbeiten zu lassen. Dieser bullshit wird unterstützt von einer moralisierenden Haltung, Arbeit sei irgendwie anständig: Arbeit ist ein Mittel zum Zweck; wenn keine Arbeit nötig ist, ist es jedem selbst überlassen, wie er seine Zeit verbringt.

Es ist erschreckend vordergründig und leichtgläubig, daß die Leute denken; nach 200 Jahren technischer Hyperentwicklung müßten wir heute noch im Schweiße unseres Angesichts ackern. Zwar stimmt es, daß sich auch der Lebensstandard massiv erhöht hat; dennoch, der einzige Grund, warum wir heute überhaupt arbeiten, ist weil unsere gesamte Arbeitsleistung von einem parasitären Sytem gestohlen wird, und um uns durch Arbeit zu fesseln und an Gegenwehr zu hindern.

DAS muß endlich einmal klar werden: in welchem Ausmaß wir betrogen, bestohlen und versklavt werden!

Bitte nicht mehr Mythos "Vollzeitarbeit" verbreiten !

Laurenz

21. Juli 2021 23:07

@Bernard Udau

Bis Bismarck zurückzudenken, ist zu kurz gedacht. Mal abgesehen davon, daß wir das rechts fahren, die Abschaffung der Gilden, den Gewerbeschein, Bonaparte zu verdanken haben, wurde in Deutschland (Preußen) zuerst die Schulpflicht eingeführt, Kinderarbeit -, die Prügelstrafe für Soldaten, die Leibeigenschaft abgeschafft. Den Tierschutz führten die Nationalsozialisten ein, ebenso wie die weltweite Berechnung des BSPs. Das kann man in vielen Dingen so weiter führen & sie gehören alle zur Staatlichkeit, wie der Sozialstaatlichkeit. Die Aufhebung der Säkularisierung Bonapartes durch die Nationalsozialisten war in unserer Geschichte der einzige gesellschaftliche Rückschritt. Wer den Willen zur konstruktiven politischen Gestaltung nicht hat, hat in der Politik nichts verloren & gehört weg. Darum allein lohnt sich welches politische Engagement auch immer. Letzteres ganz hervorragend in der heutigen Rede Herrn Höckes kurz zusammengefaßt.  https://youtu.be/Ye-p8kPXjIo

Frieda Helbig

21. Juli 2021 23:33

Ist es nicht die alte Formel bzw. der alte Spruch: Sozial geht nur national?!?

Es gibt eine definierte Solidargemeinschaft, die ihre Mitglieder gegen Unfall, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit etc. absichert.

Problematisch ist, daß die Solidargemeinschaft willkürlich um Leistungsempfänger erweitert wurde, die Zahl der Einzahler aber nahezu gleich blieb. Also bevor wir uns Gedanken über Sozial - und/oder Wohlfahrtsstaat machen, müssen wir klären, wer die Solidargemeinschaft ist bzw. sein soll!

Ich bin jedenfalls der Auffassung, daß mich der Klapperstorch hier nicht rein zufällig verloren hat...

heinrichbrueck

22. Juli 2021 00:57

"Alles was mit „sozial-„ beginnt lehne ich instinktiv ab."
Dann wäre es nicht gerade logisch, hier Kommentare zu schreiben. Es wäre auch nicht logisch, geboren worden zu sein. Zum Kind gehören die Eltern, eine soziale Einheit der Familie. Völker handeln historisch, bilden ihren sozialen Willen ab, und werden als Gruppen gesteuert. Niemand ist eine Insel, also für jedermann Wechselbeziehungen im sozialen Kontext. Der Eremit mag ein soziales Miteinander ablehnen, seine Funktion bleibt vernachlässigbar. Man kann ihn im Wald totschlagen, interessiert kein soziales System.
Deutscher Staat = Sozialstaat.

RMH

22. Juli 2021 07:15

Sozialstaat ist schon einmal ein komplett verdrehter Begriff. Staat ist Staat und der sollte, wenn er ein organisch gewachsenes Ergebnis jahrhunderterlanger Tradition ist, innerhalb seiner Bürger von alleine solidarisches Bewusstsein erzeugt haben, so dass er selber sich auf wesentliche Kernbereiche, wie sie bspw. die Sozialversicherungen (die ideal gedacht ja auch nur eine Organisation von Selbsthilfe nach dem Versicherungsprinzip darstellen), beschränken kann, ohne dass damit etwas vermisst werden würde. Nach jahrzehntelanger kulturmarxistischer Dekonstruktion stehen wird einer atomisierten, weitgehend von Grund auf entsolidarisierten Gesellschaft gegenüber, deren Staat Sozialleistungen in Form von "Ansprüchen" definiert hat, die man - wenn man die Menschenwürde als universelles, allgemeingültiges, unverhandelbares Recht aller Menschen auf dieser Erde ansieht - zumindest jedem nicht verwehren kann, der auch nur einen Fuß breit in das Hoheitsgebiet dieses Landes kommt. Und konsequenterweise müsste man auch Leute außerhalb des Hoheitsgebietes "helfen". Vor diesem Hintergrund erschüttern einen sozial-darwinistische Ansätze, wie sie @Sandstein im Grunde genommen formuliert hat, nicht mehr.

Sozialer Patriotismus ist bei dieser Ausgangslage zudem durchschaubarer Wahlkampf- Zinnober. Dann doch eher die leicht puritanischen Bußpredigten von H.B - Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.

Maiordomus

22. Juli 2021 09:17

Auch diese Art Sozialstaat mündet, wie Röpke in seinen Standardwerken zur Lehre von der Wirtschaft dargelegt hat, in der Sackgasse. @Sandstein hat etwas Wichtiges bemerkt, auch wenn man den Gedanken der Selektion nicht im sozialdarwinistischen Sinne überbetonen sollte; sehr bedeutend wäre der oben ebenfalls genannte Genossenschaftsgedanke, der zum Beispiel von den vorsozialistischen schweizerischen Grütlivereinen gepflegt wurde. Auf diesem Gedanken beruhte auch im Mittelalter schon die direkte Demokratie der Teilhaber an der Alpwirtschaft mit übrigens gegenseitiger Hilfspflicht beim Kampf mit den Elementen. Die Idee der Genossenschaft war auch bei der Hegelschen Rechten bedeutsam, einer bei "Sezession" viel zu wenig berücksichtigten antireaktionären Entwicklung im 19. Jahrhundert, z.B bei Philipp (oder Friedrich?) Albert Lange, vor 1870 im schweizerischen Exil Kämpfer für die direkte Demokratie. 

MARCEL

22. Juli 2021 09:38

@Sandstein

bin völlig Ihrer Meinung. Die Entitäten werden kleiner, die Räume (EU/UNO) übergroß.

Zudem würde ich "Sozialstaat" durch "Volksstaat" ersetzen.

RMH

22. Juli 2021 09:43

@M.D.,

Es war Friedrich Albert Lange, dessen Werk "Geschichte des Materialismus ..." zu den Werken zählt, die sehr allgemein bildenden Charakter haben. Nietzsche soll es auch oft zur Hand genommen haben.

Apostat

22. Juli 2021 10:15

Als SV Beiträge zahlender AN kann ich keinen Nannystaat erkennen. Bevor ich Leistungen erhalte- ALG z.B., muss ich Vorleistungen erbringen (Anrechnungszeiten, eigenes Vermögen...) und mich wohlverhalten. Meine private Altersvorsorge wird mittels Nullzinspolitik  beschnitten. DasHauptproblem hat @Laurenz beschrieben- die Plünderung der Sozialversicherung für zweckfremde Anliegen. Hier bietet die gesetzliche Rente das größte Trauerspiel. Und ich hätte es begrüßt, wenn die AfD sich auf eine Privatisierung dieser geeinigt hätte.

@ Bernard Udau 

Sie haben Recht. Der Sozialstaat ist nicht typisch deutsch. Er ist typisch preußisch.

@ Sandstein

"Eines der Grundübel ist der technische Fortschritt"

Diese Aussage sollten sie bei ihrem nächsten Zahnarztbesuch  noch einmal prüfen.

 

 

 

 

quarz

22. Juli 2021 10:37

@RMH

"Und konsequenterweise müsste man auch Leute außerhalb des Hoheitsgebietes "helfen""

Zumal es ja nicht die "Ärmsten der Armen" und die Hilflosesten bis zu uns schaffen, sondern im Gegenteil die relativ Wohlhabenden, die Stärksten und wohl auch die Rücksichtslosesten. Oft genug wurde von durchaus prominenten Migrationsforschern eingemahnt, dass man mit demselben finanziellen und organisatorischen Aufwand, den die Versorgung eines einzigen Ankömmlings hier kostet, Dutzenden von Bedürftigeren in ihren Herkunfsländern (oder in der Nähe der Herkunftsländer) versorgen könnte. Dass dieser Widerspruch zum unterstellten Anspruch der Verantwortlichkeit gegenüber der ganzen Welt so hartnäckig ignoriert wird, offenbart wie kein anderer Umstand die Vorgeschobenheit der angeblichen Motivation und die Verlogenheit des Autostereotyps.

Franz Bettinger

22. Juli 2021 10:53

Ich habe es öfters erwähnt: In Neuseeland gibt es keine Kranken-, Renten- und sonstige Sozial-Versicherungen. Diese Leistungen sind allesamt steuerfinanziert. Wer immer dümmer wird (wie die BRiD-Regierungen), sollte tun, was er in der Schule mit Erfolg tat: einfach bei Besseren abschreiben. In NZ beschwert sich keiner über zu wenig Rente oder zu wenig Medizin. Einen Numerus Clausus gibt es auch nicht. Erst die Uni selektioniert (anhand von Anatomie-Kenntnissen) aus, nicht der Mathelehrer in der Oberprima (anhand Trigonometrie-Leistungen). Ach, Vieles könnte so einfach sein.

RMH

22. Juli 2021 10:53

@Apostat,

auf der einen Seite kritisieren Sie völlig zu Recht die Null- oder besser Negativzinspolitik und auf der anderen Seite sprechen Sie sich für eine Privatisierung der Altersvorsorge aus. Der Widerspruch liegt auf der Hand. Er lässt sich nur mit einer harten Währung korrigieren, aber die wird weltweit nicht mehr angestrebt. Und so wird ein Arbeitnehmer neben der "Abschöpfung des von ihm geschaffenen Mehrwerts" auch ein zweites Mal ausgebeutet, in dem ihm sein hart Erspartes entwertet wird. Bei Geldwertthemen sind sog. Sozialpolitiker meistens komplett blind.

 

Adler und Drache

22. Juli 2021 11:34

Es irritiert mich immer noch, wenn jemand "sozial" sagt, obwohl er "finanziell" meint. Sozial - so wie ich es verstehe - wäre ein Staat, der nach dem Subsidiaritätsprinzip organisiert ist, also das Gegenteil zur Zentralverwaltung bildet, die immer mehr Macht und Geld an sich reißt, um sie dann von oben herab zu verteilen (je nach Gusto). Die Geschichte der Bundesrepublik ist auch eine Geschichte der schleichenden Entmachtung der Bundesländer und der Schleifung des Föderalismus. Da verliert das Wort "sozial" doch seinen Sinn, es ist nur noch ein Etikett, das man sich an die Brust heftet, um bella figura zu machen. 

Wo war der Kommentar, in dem letztens jemand sinngemäß sagte, man solle dem Arbeiter endlich die Macht über seinen Lohn zurückgeben? Ich finde es leider nicht mehr ... Hätte es mir speichern sollen. Das wäre sozial, so wie ich es verstehe. 

Sandstein

22. Juli 2021 11:41

@Apostat 

Es lassen sich noch unendlich weitere Beispiele finden. Sie haben dann aber den Punkt nicht verstanden. Es geht nicht um techn. Entwicklungen per se, sondern die Reaktion des Menschen darauf.

Sehen Sie, ich putze zweimal täglich Zähne und habe einen guten Schmelz geerbt. Das reicht dann. Fortschrittsfanatiker wissen es gibt schon eine Lösung von Mutter Krankenkasse. 

Der Mensch ist eben in seiner Gesamtheit nicht in der Lage verantwortungsvoll mit techn. Entwicklungen umzugehen. Fahren Sie mal mit der U-Bahn und beobachten die Leute, die gucken auf ihre Tamagochis als gäbs kein morgen. Ich nutze selbstverständlich auch ein Handy...will mich da gar nicht ausnehmen. Nur eben nicht hohl sondern bewusst.

 

Uwe Lay

22. Juli 2021 13:18

Warum wird der Sozialstaat jetzt kritisiert?, diese Frage ist jetzt zu stellen! Bis 1989 war die BRD der Frontstaat gegen den Osten und wurde so auch zum Sozialstaat ausgebaut: Selbst einem Arbeitslosen im Westen sollte es noch besser gehen als einem Werktätigen der DDR. Der ausgebaute Sozialstaat war so ein erfolgreiches Konzept im Kampf der Systeme.Jetzt wird er als zu teuer und als nicht mehr nötig angesehen, da der Westen in diesem Wettkampf siegte.

Zudem: Solange wir ein hohes Wirtschaftswachstum hatten,wurden die Besserverdiener ob dieses Wachstumes beständig reicher. Jetzt, bei sehr geringem Wirtschaftswachstum kann nur noch der dazugewinnen, der anderen nimmt; also wollen die Besserverdiener steuerlich entlastet werden, um zu mehr zu kommen, indem man die Sozialleistungen kürzt.Der Kampf gegen den Sozialstaat ist einfach liberale Umverteilungspolitik zu Gunsten der Besserverdiener. Mehr ist dieser Sozialstaatskritikdiskurs nicht.

RMH

22. Juli 2021 15:10

@Uwe Lay,

Wo findet denn bitte aktuell ein "Kampf gegen den Sozialstaat" statt?

Im Bereich des etablierten Parteien- Establishment wohl kaum und selbst die FDP kämpft hiergegen nicht bzw. stellt ihre Forderungen nach mehr Eigenverantwortung traditionell spätestens dann ein, wenn in Koalitionsverhandlungen die Posten vergeben werden.

Apostat

22. Juli 2021 15:45

@ RMH

Ohne die Bundeszuschüsse zur gesetzlichen Rentenversicherung(2020 100 Milliarden Euro) wäre diese zahlungsunfähig. Im Kern handelt es sich bei der finanziellen Altersvorsorge doch nur  um  langfristiges Sparen, nicht um ein versicherungswürdiges Lebensrisiko. Deshalb möchte ich frei sein in der Entscheidung, wie ich vorsorge. Diese Freiheit schließt auch die Bereitschaft ein, die Risiken zu tragen. Die fast unlösbare Aufgabe sehe ich in der praktischen Umsetzung eines Ausstiegs aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

 

 

 

RMH

22. Juli 2021 16:30

@Apostat,

Um privat verlässlich abseits des Börsenzirkusses und der Immobilienspekulation sicher fürs Alter vorsorgen zu können, benötige ich eine stabile Währung und festverzinsliche Anlagemöglichkeiten. Aktuell und auf absehbare Zeit ist das nicht mehr gegeben, so dass das Umlagesystem trotz seiner Probleme noch am ehesten für so etwas wie Rentenzahlungen sorgen kann. Aber machen wir uns nichts vor: Spätestens nach der Wahl wird mindestens das Renteneintrittsalter nach oben gesetzt werden und es werden weitere Korrekturen kommen, die dafür sorgen werden, dass Rente zukünftig bestenfalls Sozialhilfe-Charakter bekommen wird. Aber evtl. kommt es ja doch noch zu verstärktem "sozialverträglichem" Ableben ...

Schwarzseher

22. Juli 2021 18:50

Hört sich wie typisches Broder oder Tichy Geschwafel an. Was die Zukunft sein wird haben Leute wie Schwab erklärt. Die Zukunft wird sein dass 90 % der Leute überflüssig sein werden. Für die Mehrheit heißt das Niedriglohnsektor oder Stütze an der Armutsgrenze. Der Großteil der Mittelschicht, das ganze nutzlose Büroplangton wird durch KI ersetzt und muss runter in die Unterschicht. Der Kapitalismus ist eben an einem entscheidenen Wendepunkt angekommen. Eine Mittelschicht wird es nicht weiter geben.

Schwarzseher

22. Juli 2021 18:53

Im Übrigen. Ein Volk errichtet den Staat. Und nicht der Staat erzeugt Gemeinschaft und Solidarität. Auch wenn man ihn „Sozialstaat“ nennt. Eine solidarische Gemeinschaft wird erst recht kein moderner Nationalstaat erzeugen können. Ganz im Gegenteil. Dieser macht aus Volk/ Gemeinschaft eine Gesellschaft unabhängiger Individuen. D.h. er vernichtet Gemeinschaft/ Volk/ Solidarität und setzt an seine Stelle die Gesellschaft. Gemeinchaft vs Gesellschaft, (Tönnies). Eine Gesellschaft von Individuen ist das Gegenteil von Solidarität und Gemeinschaft. Siehe USA.
Wenn der Staat Solidarität haben möchte, muss er aufhören ein moderner Staat zu sein und das Volk in den Mittelpunkt stellen. Völkerechte statt Menschenrechte.

Laurenz

22. Juli 2021 22:26

@Sandstein

Habe Sie jetzt Ihre "Technik-Aversion" verstanden, so kann man sie auch teilen.

@RMH

Der Kampf gegen den Sozialstaat findet an der Währungsfront oder viel mehr an der Inflationsfront statt.

@Franz Bettinger & Apostat

Ihre geschönten Rentenphantasien sind arg an den Haaren herbeigezogen. In Neuseeland gibt es eine steuerfinanzierte Grundrente von ca. 370 NZ$. Zum Leben zuwenig, zum Sterben zuviel. Daß der Bund Zuschüsse zur Rentenversicherung leisten muß, hat er historisch selbst verursacht, weil der Bund schon vor mehr als 50 Jahren massiv mit langen Fingern in die Rentenkasse griff, anstatt Steuermittel für gesamtgesellschaftliche Aufgaben zur verwenden. Dadurch wurden alle diejenigen, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung oder in andere Rentenkassen, wie die der Rechtsanwälte, zahlten, steuerentlastet, der Grund warum wohl überhaupt die Rentenkasse staatlicherseits geplündert wurde. Und das dumme Volk ließ sich diesen kriminellen, historischen Groß-Raub gefallen, ohne die Brandts, Schmidts & Kohls am nächsten Baum aufzuhängen. Meine Herren, etwas mehr exakte Recherche wäre angebracht.

Laurenz

22. Juli 2021 22:42

 

@Apostat

"Und ich hätte es begrüßt, wenn die AfD sich auf eine Privatisierung dieser geeinigt hätte."

Damit ginge die AfD zu Recht unter 5% nachhause. Das kapiert intuitiv selbst der dümmste Deutsche, daß dies nicht funktioniert. Es ist auch eine intellektuelle Mißachtung unserer Vorfahren, die sicherlich Fehler gemacht haben, aber nicht umsonst eine staatlich organisierte Rente geschaffen haben. Denn ohne Staat gäbe es keine Rente. Die Arbeitgeber würden mehrheitlich auf eine Abschaffung des AG-Anteils hinwirken (siehe die Amerikas), denn Rentenversicherungskosten sind enorm. Und die Steuerersparnis der Riesterrente wurde sofort von den Anbietern (Banken & Versicherungen) in der Rendite-Kalkulation als Gewinn einkassiert. Zudem gab es nur Kapital-Garantien, was schon nach 10 Jahren des Ansparens eine Lächerlichkeit darstellt. Die Renditen waren alle bei Euribor - 200 oder schlechter.

Höckes Rentenvorschlag ist der einzig verantwortliche.

@Mir mißfällt hier in der Rentenfrage eine allgemeine ökonomische Unterbelichtung. Philosophie hat hier nichts verloren. Gerade Maiordomus müßte wissen, warum in der Schweiz jeder in die Rentenkasse zahlt (auch jeder Arzt) & zwar ohne Beitragsbemessungsgrenze. In Klein-Habsburg ist das nicht viel anders. In der nicht mal schlechten Debatte fehlt etwas die sachliche Bodenhaftung & ein wirkliches Verständnis von (Volks-) Solidarität.

Laurenz

22. Juli 2021 22:50

 

@Schwarzseher

Das ist einzig eine Frage des politischen Willens. Warum geht Schwab nicht mit gutem Beispiel auf dem Weg ins Glück voran & enteignet sich zuvorderst selbst.

China hat aufgrund der Einführung des nationalen Sozialismus durch Deng Xiaoping in den letzten 30 Jahren 700 Mio. Menschen von ganz unten in die untere- und obere Mittelschicht geführt, eine in der Menschheitsgeschichte nie dagewesene Leistung. Deswegen kann sich China auch seiner Bevölkerung sicher sein. Und hier liegt der Hund begraben. Deswegen ist China mittlerweile hochoffiziell zum Hauptgegner der USA erklärt worden. Aber die USA haben auf Dauer keine Chance, weil sie völkisch degenerieren. Wenn die USA noch eine Chance haben wollen, müssen sie den militärischen Konflikt bald suchen, aber eigentlich ist dieser Zug fast schon abgefahren.

Gracchus

23. Juli 2021 00:07

Ich meine, es handelt sich um ein Problem der Wirtschaft, das an diese auch adressiert werden sollte. Die Wirtschaft sollte sich sozial, d. h. am Gemeinwohl ausrichten. Wie soll denn auf Grundlage einer kapitalistischen Gesellschaft eine solidarische Gemeinschaft entstehen? Der Sozialstaat zeigt, dass keine Gesellschaft ohne Solidarität auskommt. Es handelt sich aber um ein Surrogat. Diejenigen, die können, zahlen dafür, dass sie nicht solidarisch sein können, sondern im Konkurrenzkampf stehen. 

Der Staat kann Probleme der Wirtschaft nicht lösen. Hinsichtlich Religion ist dies zum Beispiel klar. Niemand fordert einen "Religionsstaat", der sich um das Seelenheil kümmert; niemand (ausser Jonathan Messe) einen "Kunststaat", der ästhetische Kriterien vorgibt. 

Frieda Helbig

23. Juli 2021 08:03

@Laurenz und alle anderen:

Zur freundlichen Beachtung - auch zur Frage, wer zahlt ein etc.

https://www.blauenarzisse.de/die-pflegepolitik-der-afd/

RMH

23. Juli 2021 09:53

@Frieda Helbig,

So,so, Sie fordern also die Einführung einer Berufskammer für Pflegekräfte. Fragen Sie doch einfach mal tatsächlich bei "verkammerten" Berufsträgern anderer Berufe nach, was die für Erfahrungen mit den dortigen Zwangsmitgliedschaften haben und wie viel sie einzahlen dürfen und welche Leistungen dagegen stehen. Eine große Ahnung von der Berufs- und Einkommenswelt (siehe auch  Ihre Ausführungen zu den Zuschlägen und den Tarifen) in Deutschland  scheinen Sie nicht zu haben. Aber mal gleich locker aus der Hüfte heraus generell und maximal "AfD sei unwählbar" formulieren ... 

Franz Bettinger

23. Juli 2021 09:56

@Laurenz: Weekly not monthly! Du musst genau lesen, mein Lieber. Die von dir genannte steuerfinanzierte Rente in NZ beträgt mehr als 4-mal die Summe, die du genannt hast. Umgerechnet bekommt jeder alleinstehende Rentner in NZ pro Jahr: (nicht zu versteuernde)14.000 €. Ein Ehepaar: 42.000 €. Genug zum Leben. Daneben hat man seine Ersparnisse. Tipp an Merkel: einfach NZ kopieren!

Franz Bettinger

23. Juli 2021 10:01

Verschreiber: Ein Ehepaar bekommt in NZ:  25.000 € / 42.000 NZD Rente pro Jahr (ob Bettler oder Millionär). 

Laurenz

23. Juli 2021 10:12

@Gracchus

"Wirtschaft"

Die meisten mittelständischen Produktionsbetriebe auf denen der bisherige Erfolg der Deutschen Wirtschaft beruht, bezahlen ihre Mitarbeiter besser, als es die Tarifverträge vorsehen. In den mittlerweile amerikanisierten Dax-Konzernen, allerdings nur, was die Mitarbeiter betrifft, hapert es viel mehr, denn die Vorstände selbst haben den Schritt der Amerikanisierung nicht mitvollzogen. Nur die privatisierte deutsche Flugsicherung & die Piloten der Lufthansa haben sich die Neoliberalisierung zunutze gemacht. Die dummen Lokführer lassen sich immer noch an der Nase unterbezahlt durch die Arena ziehen.

@Frieda Helbig

Wissen wir. Das liegt aber an der Blockade-Haltung der Hayekisten in der AfD, die, wie schon oft erwähnt, entweder vom politischen Gegner gekauft - oder strunzhohl sind. Selbst die miserablen Wahlergebnisse dieser Leute im Westen hat nicht zu einem Umdenken geführt, was die Vermutung der bezahlten Destruktivität nahelegt. Aber auch hier im Forum hören viele, ob ihrer "libertären" Gesinnung, die Einschläge nicht.

Franz Bettinger

23. Juli 2021 10:21

@Laurenz: Auch bei deiner 2. Annahme liegst du falsch. Zwar hat der Bund in der Vergangenheit die Rentenkassen zweckentfremdet, dafür bezuschusst er sie heute. Wie sieht es im Vergleich dazu bei den privaten Versorgungswerken aus, z.B. den (verschiedenen) der Ärzte: Die haben sich nämlich ebenfalls in den 90-ern schwer verspekuliert und darben. (Ich beziehe seit kurzem eine Monatsrente von 18.027 €, die auch noch versteuert werden muss.) Wer hilft den privaten Versorgungswerken? Niemand. (Zu recht.) 

Franz Bettinger

23. Juli 2021 10:47

Schon wieder ein Verschreiber, sorry: Meine monatliche Rente ist 1.827 € (nachdem ich ca. eine halbe Mio. DM ins Versorgungswerk für Ärzte einbezahlt hatte). Ich bin nicht einmal enttäuscht. Warum nicht? Weil ich nie glaubte, dass die Hornochsen der Ärztekammer von Geld etwas verstehen und also solide haushalten würden. Ergo: Auf die Rente habe ich mich nie verlassen.

Gustav

23. Juli 2021 14:53

 

Wir hatten ja einmal ein funktionierendes System:

...selbst der mentalitätslinke, us-amerikanische Soziologe Richard Sennet weiß in seinem Ekel vor dem neoliberalen Furor heute nicht mehr, wohin er gedanklich anders flüchten sollte als in das preußische Modell, auf das er wehmütig zurückblickt: »Es funktionierte ja. Immerhin sorgte es für soziale Integration ..., das Modell bildete einen bemerkenswerten Gegensatz zum Kapitalismus von heute, der Menschen nicht einbezieht, sondern ausschließt .... Es diente den gewöhnlichen Leuten, indem es ihnen eine Lebensgeschichte gab; sie wußten, wo sie hingehörten. Doch im ausgehenden 20. Jahrhundert zerfiel es.«  (Weltwoche Nr. 31, 2005).

Was die in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren hochkritisch gewordene Freiburger Schule um Rüstow und Röpke gegen die »Staatskrippen-Tendenzen« argumentativ aufbietet und als »Vitalpolitik« auf einen faßbaren und klingenden Begriff bringt, lohnt heute jedes Studium.

Thomas Hoof

Letzte Ausfahrt weiter hinten: der deutsche Sonderweg

AmazonBesteller

23. Juli 2021 15:27

@ Frieda Helbig

Ich habe Ihre Kommentare zum Thema Pflege und Krankenversorgung gelesen. Es freut mich, dass jemand die Dinge beim Namen nennt und Sie sich sogar tatsächlich in der echten Welt politisch engagieren.

Nur zum Thema Rente habe ich eine komplett andere Meinung. Je geringer die Beträge sind die dort einbezahlt werden, desto besser. Daher sind steuerfreie Zuschläge für Nach- und Wochenendarbeit ein Muss. Das fühlt sich auch anders an, wenn alles in die eigene Tasche wandert. Verdientermaßen.

——

Ansonsten kann man hier gut sehen, wie unterschiedlich das Wort sozial gedeutet wird. Im Prinzip haben wir nur zwei Maßnahmen: 1. schlichtes Umverteilen von Geld an Leute die nicht mehr arbeiten können, weil alt oder krank und 2. das Auffangen von Arbeitslosigkeit ebenfalls durch Umverteilung ALG I + ALG II. Familienpolitische Maßnahmen wie Kindergeld oder Elterngeld dienen auch nur dazu, Einkommen ohne Arbeit zu erhalten. Daneben haben sich Sozialindustrien entwickelt, die nur von dieser Umverteilung leben. 20 Std/Woche Kräfte arbeiten in der Pflege als Helfer und lassen sich die Miete vom Jobcenter bezahlen. Diese ganzen ambulanten und stationären Pflegehelfer sabotieren einen anständigen Umgang mit dem Bereich weil sie billig Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Billig für den Betreiber, teuer für Deutschland. Daher wäre ich auch vorsichtig Hilfe von der Bundesagentur für Arbeit / Jobcenter zu fordern. Eine höhere Qualifizierung wäre angeraten.

AmazonBesteller

23. Juli 2021 15:48

Die Rentenkasse als auch die Arbeitslosenversicherung mit steuerfinanziertem ALG II dient nur Ausländern. Das ist ein trauriger Fakt. Aus eigener beruflichen Erfahrung kann ich allen nur versichern, dass die Verteilung von deutschem Eigentum an alle Dahergelaufenen Ausmaße angenommen hat, die jeder Beschreibung spotten. Auch die viel gepriesene Verrechnung von innereuropäischen Sozialleistungen funktioniert nicht. Wenn z.B. Italien die italienische Rente nicht zur Verrechnung nach Deutschland auszahlt, dann zahlt Italien nicht. Punkt. Es gibt niemanden, der das durchsetzt. Zynischer Weise funktioniert die Verrechnung mit beispielsweise Polen sehr gut. Je südlicher es geht, desto egoistischer und desinteressierter werden dort die Behörden.

 

Mein Vorschlag lautet: Qualifizierung und Aufwertung der Berufe. Nicht nur arbeitslose sollen mit (teils sinnfreien) Maßnahmen gefördert und beschäftigt werden sondern auch ganz normale Angestellte müssen die Möglichkeit zum beruflichen Aufstieg erhalten.

Menschen die beruflich zufrieden sind, arbeiten länger, sind weniger krank, verdienen mehr Geld und sind einfach besser in ihrem Job. Gerade das sollte man im Hinblick auf Pflegekräfte beachten. Es gilt aber eigentlich für alle.

Der unwillige Rest kann mit einem Minimum an Transferzahlungen auskommen. Da braucht es keine teuren Arbeitsvermittler. Damit werden es auch die Chantalles und Mike Kevin Jusuf Mohammeds mit „fragwürdiger Physiognomie“ schwer haben.

Wir sehen: Sozialpolitik ist in erster Linie Arbeitspolitik. 

Laurenz

23. Juli 2021 16:07

@Franz Bettinger @L.

Ok, Du hast Recht. Allerdings funktioniert das auch nur mit den Einreise- & Aufenthaltsregelungen Neuseelands.

Laurenz

23. Juli 2021 16:15

@Franz Bettinger @L.

" Gesetzliche Deutsche Rentenversicherung"

Falsch, Franz. Natürlich muß man Zinsen & Zinseszinsen mit kalkulieren, wie die nachwievor vorhandene Fremdbelastung der Rentenkasse. 

https://www.rentenreform-alternative.de/versifr_antw.htm#:~:text=Trotz%20Bundeszuschuss%20und%20Transferleistungen%20aus,aus%20der%20Rentenkasse%20zweckentfremdet%20worden.

Es fehlen 524 Milliarden, die natürlich historisch wesentlich mehr wert sind, als das Geld heute. Auch, daß Du & Deinesgleichen nie in die Rentenkasse einzahlen mußtet, ist ein gesellschaftliches Unding. Ärzte, Rechtsanwälte, Beamte etc.pp. sollten alle die historischen Fremdleistungen der Rentenkasse nachzahlen müssen.

 

Laurenz

23. Juli 2021 16:21

@AmazonBesteller @Frieda Helbig

Es fehlt hier einfach die historische Auseinandersetzung mit unserer Geschichte bezüglich des Alt-seins. Mein Urgroßvater war Reichsbahner, also Beamter und bezahlte seine private Rente seinerzeit in Goldmark ein. Es gab aber dann kein Gold mehr in Deutschland (von den Alliierten geraubt) & Er bekam wertlose Papiermark. Es kann nicht sein, daß wir unsere Alten schäbig behandeln & das wäre die Konsequenz aus Ihrer Gesinnung.

Laurenz

23. Juli 2021 16:25

@Franz Bettinger

"Meine monatliche Rente ist 1.827 €"

Eben, aufgrund der Fremdleistungen & des Generationenvertrages würdest Du von der Deutschen Rentenversicherung nur die Hälfte bekommen. Das gehört sofort geändert. Auch Dir reichen 900 Euro Rente & der Rest geht dann in die gesamtgesellschaftlichen Aufgaben, welche die Politik für uns vorgesehen hat.

Frieda Helbig

23. Juli 2021 17:08

@RMH:

Offensichtlich haben Sie den Beitrag gelesen, was mich freut. Jedoch stimmt so nicht, was Sie rauslesen.

Ich schrieb: "Derzeit ist aus berufspolitischer Sicht die Partei (leider) nicht wählbar, genau wie viele andere Parteien auch!" Wenn ich meine Wahlentscheidung rein als Pflegekraft treffen müßte, dann ist sie nicht wählbar. Ich bin aber politisch gesehen nicht nur Pflegekraft und gewichte deshalb auch andere Themen, wie z.B. Migrations- und Geldpolitik, Gender-Thema etc pp. Daher wähle ich die Partei evtl. doch und schlucke diese berufspolitische Kröte. Aber deswegen darf ich als Pflegekraft auf Unzulänglichkeiten im Programm hinweisen. Ich denke auch, daß der Satz so zu verstehen ist und dies ausdrückt.

Zur Kammer: Ich sage auch nicht, daß ich eine Kammer in Gänze total dufte und super finde. Ich frage jedoch, warum gerade andere Gesundheitsberufe eine haben und warum man meint, daß Pflegekräfte keine bräuchten. Ich finde im Programm eben keine generelle Forderung zur Abschaffung von Kammern, was ja logisch wäre, böten sie keine Vorteile.  

Frieda Helbig

23. Juli 2021 17:08

weiter @RMH:

Warum ein Industriearbeiter (BMW, Siemens etc) für seine Samstagsarbeit Zuschläge erhält, die sein RV-Brutto erhöhen und auch noch im Netto spürbar sind, Pflegekräfte aber nicht, erschließt sich mir tatsächlich nicht. Aktuell bekommt eine Pflegekraft im Krankenhaus je nach Tarifvertrag zwischen 1,28 und 1,70 Euro pro geleistete Nachtdienststunde, also bei 10 Stunden/Nacht 12,80 bzw. 17,00 Euro.

Dies in Kürze zur Einordnung und evtl. Klärung. 

Sugus

23. Juli 2021 18:23

@AmazonBesteller

"20 Std/Woche Kräfte arbeiten in der Pflege als Helfer und lassen sich die Miete vom Jobcenter bezahlen."

Sie meinen sogenannte "Aufstocker"? Ja, das ist halt die Krux: Mache ich mich selbst kaputt in einem 40h-Pflegeberuf oder erniedrige ich mich zwangsläufig soweit, vom Amt zusätzlich Geld erbetteln zu müssen, wenn ich Teilzeit arbeite? Glauben Sie, das ist für die Betroffenen ein Vergnügen? Wissen Sie, wie wenig ein geordnetes Leben möglich ist, selbst wenn man "nur" in Teilzeit Schicht arbeitet (und Schichtarbeit ist normal in dieser Branche)?

Gracchus

23. Juli 2021 22:29

@Lauren 10:12

widerspricht mir nicht. Der Lobbyismus grosser Konzerne ist m. E. eins der größten Übel. 

Ansonsten: Richtig. Die Arbeitsbedingungen müssten generell verbessert werden. Das kann der Staat nicht. 

Franz Bettinger

24. Juli 2021 00:00

 

@Soziales; ein Freund: Ich war im Ahr-Tal; hab als Zivilist Schlamm geschippt und Häuser von nassem Müll entrümpelt. Auf Telegram wird erzählt, Polizei, Feuerwehr + Bundeswehr schicken HiWis heim. Es mag den einen oder anderen Fall gegeben haben, aber nun ist alles bestens organisiert. Regelmäßige Shuttles fahren die Ortschaften an und setzen dort die freiwilligen Helfer ab. Ich sah ein hervorragendes + unkompliziertes Zusammenspiel, kurze Wege, keine lange Debatte. Feuerwehr ansprechen "Keller dort muss leergepumpt werden,“ und es läuft. Ebenso bei der Bundeswehr, super, dieser Einsatzwille! Man spricht einen Soldaten an „Wir brauchen da hinten einen Bagger und eine Seilwinde," zehn Minuten später ist jemand zur Stelle. Was vor Ort bewältigt wird, ist beeindruckend. Alle 2 Minuten fliegt ein Heli mit angeseilten Paletten über einen hinweg. Auf der Heimfahrt ist mir eins klar geworden. Die Soldaten sind polit. ordentliche Menschen die stolz auf ihr Land sind, gute Patrioten! Das Beste: C war kein Thema. Keine Maskenpflicht, auch nicht bei Polizisten + Feuerwehr. Als ob der Virus dort einfach nicht mehr existiert. Das hat mein Weltbild ziemlich verändert. Vielleicht ist die echte (!) Krise ja ein Ausweg, um die falsche (C) loszuwerden.

Franz Bettinger

24. Juli 2021 00:12

@Laurenz: Auch die privaten Versorgungs-Werke haben historische Lasten zu tragen, auch bei ihnen gibt es das Umlagesystem, auch wir Ärzte hatten für die Ärzte Rente bezahlt, die im Krieg waren und nie in irgendeine Rentenkasse eingezahlt haben. Wir tun es heute noch. Und das ist auch in Ordnung. Und im Gegensatz zu dir habe ich rund 500.000 DM eingezahlt, die ich besser anders angelegt hätte und von denen jetzt 1.827 € / Mo. Rente abfallen. Und nun rechne mal deine Einzahlungen gegen die 900 €, die du bekommst! Rechnen kannst du doch!

Laurenz

24. Juli 2021 22:08

@Gracchus @L.

Wenn eine AG oder KGaA (die bessere & ehrlichere Variante, AGs gehören abgeschafft) funktioniert, ist es immer ein Kampf zwischen der Belegschaft & den Aktionären, wer sich wie viel vom Kuchen abschneidet. Im aktuellen Zeitgeist findet diese Auseinandersetzung nicht statt.

Grobschlosser

25. Juli 2021 12:53

re Franz : stimmt. Dem wdr -"Presseclub" schwimmen aktuell die internationalistischen Felle davon- denn eine Sache ist klar : Heimatschutz ist immer eine nationale Aufgabe ( und ja : der Buntmensch in der Runde fabuliert von globalen "Lösungen" ( die natürlich der deutsche Arbeiter zu bezahlen hat ) - der Chinese ahnt : ohne deutsche & europäische ( holländische ) Wasserbautechnik gibt es auch in China keine Perspektive ( fehlender Siedlungsraum; Bausünden der Vergangenheit; Korruption) - es wird also keine Weltrettung geben - es wird Tote geben und selbstverständlich wird der böse weiße Mann ganz viel SCHULD auf sich laden ( oder eben auch nicht ). Vorsprung durch Technik -na gut : das Klima kippt (oder auch nicht ) -bleibt die Frage : muss sich der asiatische-afrikanische Massenmensch massenhaft vermehren ? Kann man Grund und Boden erneuern ? Nein -das geht eben nicht. Keine Gutmenschveranstaltung wird Afrika oder Asien retten . Holland und Europa werden Deiche bauen - und der Chinese hat eine Nahrungsmittelreichweite von max. 50 Tagen. Der kapitalismus funktioniert eben nur bedingt - wir brauchen hier keine Migranten die das Problem verschärfen - wir brauchen ein Abschiebeprogramm für alle Wirtschaftsflüchtlinge .Lebensraum ist ein knappes Gut -und ich teile meinen Lebensraum NIEMALS mit den Kopftuchmädchen und den nutzlosen Messermännern 

RMH

25. Juli 2021 20:15

"Und im Gegensatz zu dir habe ich rund 500.000 DM eingezahlt, die ich besser anders angelegt hätte und von denen jetzt 1.827 € / Mo. Rente abfallen."

Ist doch super - muss man nur ca. 11.5 Jahre Rente beziehen und man ist nominal im Plus. Da heutzutage auch Männer die 80 im Schnitt reißen, dürfte das gut möglich sein.

Und bei der gesetzlichen Rente fährt die aktuelle Rentnergeneration sehr oft auch nominell ins Plus - ich weiß, jetzt lacht das berühmte Milchmädchen.

Laurenz

25. Juli 2021 21:20

@Franz Bettinger @L.

"Rente"

Das geht vielen so, daß sie meinen, sie könnten finanzielle Vorsorge-Aufwendungen besser anlegen als Versorgungskassen.

Allerdings nutzt es gar nichts, wenn Du bundesrepublikanischen Fakten ignorierst. Keine Versorgungskasse jedweder Berufsgruppe außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung war je mit versicherungsfremden Leistungen belastet. Die Versorgungskasse der Rechtsanwälte zahlt in etwa das doppelte aus bei etwa dengleichen Beitragssätzen.  Das wird bei den Ärzten nicht viel anders sein. Deswegen ist das Schweizer Modell das einzig wahre, keine Bürger 1., 2. oder 3. Klasse mehr.

Leander

25. Juli 2021 22:08

Der Sozialstaat ist der Zwillingsbruder der Industrienation, mit der alleinerziehenden Mutter Bildung. Nach 170 Jahren Wachstum von lokal zu global, mit einhergehender materieller Überversorgtheit, ist dieses Pärchen im ehemaligen Land der Dichter, Denker und Malocher alt und multimorbide, mit erwartbarem fatalen Ende. Was kommt danach? Ich habe im Artikel und den Kommentaren nichts zu dieser siamesischen Verbindung gelesen, was mir ermöglichen würde meinen Kindern zu sagen: „das kommt auf euch zu, das wird euere Basis sein“.

Laurenz

26. Juli 2021 01:07

@Leander

"das wird euere Basis sein"

Wenn in 30 Jahren spätestens die Geburtenstarken Jahrgänge tot sind, stimmt die Alterspyramide wieder. Man wird weiter auf Inflation setzen, um Renten "finanzierbar" zu machen. Obwohl Deutschland mit die höchsten Steuern Europas hat, griff die Politik in die Sozialkassen um ihre Projekte zu finanzieren. Und auch die jetzt jungen Leute wählen immer noch dieselben Parteien, wie unsere Generation oder auch ältere. Ist das Fatalismus, Ignoranz oder Blödheit? Sagen Sie es uns, Leander.

@Franz Bettinger

"Meine Rente"

Meine Arbeitgeber & ich haben während meines Daseins als Nicht-Selbständiger irgendwas zwischen 800.000 & 900.000 Deutschmark oder das Äquivalente in Euro in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt. Trotzdem erhalte ich weniger Rente als Du. Mein bester Freund, ein Anwalt, erhält im Prinzip das doppelte von mir.

bb

26. Juli 2021 01:17

Der Sozialstaat funktioniert wie der Sozialismus in der Theorie ganz exzellent.

Franz Bettinger

26. Juli 2021 02:49

@RMH: Sie haben sich schwer verrechnet. 1827 € mal 12 = 22.000 € / Jahr Rente. Bei über 40 Jahre eingezahlten 500.000 DM, die mit Zinsen + Zinseszins einem aktuell angesparten Betrag von 2 Mio DM = 1 Mio € entsprächen, müsste ich min. noch 40 Jahre leben, um das Geld rauszubekommen. Selbst wenn Sie die Zinsen weglassen (aber dafür gibt es keinen Grund) müsste ich noch 15 Jahre leben, um den eingezahlten Betrag in Netto rauszubekommen. Aber jeder Banker wird Ihnen bestätigen: Zins + Zinseszins gehören in die Rechnung. 

@Laurenz: Versicherungsfremde Leistungen hin oder her: Hätte ich’s erlaubt bekommen, hätte ich viel lieber in die gesetzliche als in eine leider vorgeschriebene private Rentenversicherung einbezahlt; heute wäre ich damit viel besser dran, vor allem hätte ich viel weniger einzahlen müssen. 

Aber das ist alles Larifari. Kopiert NZ und basta! Seltsam, dass auf das neuseeländische Renten- (und Gesundheits-) System nie jemand eingehen wollte. Kopfschütteln. Zu simple für deutsche Großhirne?

 

Leander

26. Juli 2021 13:21

@ Laurenz

Ich habe für den Verfall einer Gesellschaft in einer durchfeminisierten Gefühls-Idiokratie noch keinen Begriff gefunden. „Wohlstandsverblödung“ klingt dafür zu nett.

Wie kann das enden? In 20 Jahren, vielleicht früher, wird Deutschland restlos „dekonstruiert“ und ausgeplündert sein und dann im globalen Spiel  uninteressant sein. Uninteressant auch für die nach einem „besseren Leben Suchenden“, denn es wird nichts mehr zu holen sein. Es müssen auch keine mehr kommen, denn die Fertilität der „noch nicht so lange hier Seienden“ wird in 30 Jahren dafür sorgen, dass die flaumbärtigen deutschen Jünglinge mit leisen Stimmen, die sich heute mal als Mann, morgen als Frau fühlen, begreifen müssen, was eine Faust ist. Auch die Luisas werden sich noch wundern, sofern sie sich entscheiden in Deutschland leben zu wollen. Die neu formierten Institutionen eines Bundeskanzlers, dessen Name mit vielen Üs gesprochen wird, werden möglicherweise das Zusammenleben mit vielen Regeln radikal neu gestalten.

Das könnte die Basis sein, wobei mich eine Frage quält: die Häfen in Genua, Bordeaux, Rotterdam und Hamburg müssten für Putins Strategen doch viel zu interessant sein, als dass sie die westeuropäische Infrastruktur den Arabern, Türken und Schwarzafrikanern überlassen wollten.

Ach, ich schlage meinen Kids jetzt mal vor, doch mal ausgiebig Urlaub in NZ zu machen.

Laurenz

26. Juli 2021 13:54

 

@Franz Bettinger

Neuseeland hat ganz andere Resident- oder Einreise-Bestimmungen. In den Augen unserer Bundes-Junta ist Neuseeland ein Fascho-Staat.

Frieda Helbig

26. Juli 2021 22:55

@AmazonBesteller:

Ich hoffe nicht, daß Ihr Name Programm ist. Aber danke für das Lob. In der Tat kam es im Bereich der Pflege zu einer gesellschaftlichen Abwertung des Berufes. In meinem Beitrag versuche ich Wege aufzuzeigen diesen Trend umzukehren.

@Sugus wies auf die Folgen der Schichtarbeit hin. Daher schlage ich einen früheren abschlagsfreien Renteneintritt vor als eine mögliche Honorierung.

Aber selbst hier im Kommentarstrang gehen die Meinungen, was eine angemessene Bezahlung dieser Belastungen des Berufes ist auseinander, siehe @RMH. Letztendlich drückt sich darüber auch Wertschätzung aus. 

@Laurenz: Wie hier schon mehrfach thematisiert und angesprochen - ein Sozialstaat funktioniert nur bei klarer Definition der Solidargemeinschaft. Daher völlig richtig - Debatten um eine Ausgestaltung des Sozialstaates können wir erst führen, wenn wir das Thema Migration gelöst haben. Zur Zeit profitieren die Nichtschonlängerhierlebenden vom Sozialstaat zuungunsten der Schonlängerhierlebenden jetzt im Altenheim-Wohnenden. Dies ist abzulehnen und sollte stärker parteipolitisch thematisiert werden!   

Sandstein

27. Juli 2021 12:24

Auf die Gefahr hin dass ich hier die Gefühle einiger verletzte, aber was bitte soll diese Rentendebatte? 

Finde ich irgendwie amüsant, wie sich die Boomer gegenseitig vorrechnen was sie eingezahlt haben und um was sie betrogen worden sind. Ich zB: werde von diesem Staat überhaupt keine Rente mehr erhalten, da heißt es selbstverantwortlich vorsorgen. 

Die BRD von heute ist doch vor allem auch ein Produkt ihrer Lebensleistungen und ihrer Wahlentscheidungen. War dann ja anscheinend jahrzehntelang (sic!) nicht so wichtig wer einwandern darf, oder wie unsere Rentenpolitik aussieht. Na dann jetzt aber schnell auf die Barrikaden! 

So uns jetzt darf geprügelt werden :) 

Laurenz

27. Juli 2021 14:44

@Sandstein

"Rente" der Exklusiv-Kinder

Wenn dem so ist, wie Sie schreiben & die Geburtenstarken sich hier beschweren, so ist festzuhalten, daß diese das wenigstens tun. Ihre Generation wählt wissentlich dieselben Deppen, von denen sie weiß, daß sie diesen beschissen wird, ohne jegliche Beschwerde. Dieser masochistische Zug der jüngeren Generation haben gewiß nicht "wir" zu verantworten.

 

Carsten Lucke

27. Juli 2021 15:19

@ Sandstein

Sie kleiner Witzbold ! Womit wollen Sie denn "selbstverantwortlich vorsorgen" - mit Konserven ?! Mit getrocknetem Obst ?!

Sie vertrauen doch offenbar mindestens so inniglich in "Zusagen" für Ihre Generation wie die, welche Sie sich hier anmaßen, vorknöpfen zu können.

Der Unterschied ist, daß Sie es diesmal ob besserer Informationsmöglichkeiten auch besser wissen könnten. - Tja, sieht nicht danach aus.

Die einzig sichere Altersvorsorge scheint mir derzeit eine Karriere beim VS zu sein. Und das ist kein Witz, Sie Witzbold !

heinrichbrueck

27. Juli 2021 20:30

Diese Demokratiegläubigkeit ist verblüffend. Ihr habt einen Deutschen Staat? Woher kommt dieser Glaube? Das 20. Jahrhundert hat nie existiert; also wählen wir uns etwas zusammen, oder wie? 
Wahlentscheidungen? Gläubige und Ungläubige. Das Spiel: Schlagt die Ungläubigen tot. Trennung bis null. Es funktioniert: https://www.youtube.com/watch?v=-TQT796dO3E

Cugel

28. Juli 2021 01:10

Das Schönste an der Demokratie ist doch, daß der Peter of Colour (PoC) immer beim Wähler landet. War schon beim Adolf so wie hernach beim Erich und bei Birne. Hättste halt mal die Andern jewählt...! Was die "Boomer" betrifft, so kommt mir zuweilen der Gedanke, daß den größeren Griff in die Porzellanschüssel deren viele doch bei der Erziehung ihrer Kinder getan haben mögen.

Dieter Rose

28. Juli 2021 09:40

Was sollen in diesem Staat die Rentendiskussionen.

Viel wichtiger ist lt. von der Telekom geschalteter Anzeigen:

"Das Netz vergisst nie - Hate -Speech"

Ich vermisse allerdings:

"Das Netzt vergisst nie - Knife-Death oder Truck-Death"

oder ganz banal;

", , , Einwanderung in das Sozialsystem" - früher hieß es: Man kann nur soviel ausgeben, wie man einnimmt, Heute: Man kann soviel ausgeben, wie man Geld drucken kann.

Laurenz

28. Juli 2021 15:14

 

@Dieter Rose

"Viel wichtiger ist lt. von der Telekom geschalteter Anzeigen"

Damit gewinnt man keine Wahlen. Mit einem entsprechenden Rentenkonzept schon.

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