21. August 2021

Netzfundstücke (98) – Flaute, Früchte, Tod

Jonas Schick / 104 Kommentare

»Ökostrom«! Schon an diesem Wort möchte man ersticken!

Kann denn »Öko»- oder »Grünstrom tatsächlich über gerodeten Wäldern, über Vogel- und Fledermausmord und über Zerstörung ganzer ökologischer Kreisläufe gewonnen werden?,

fragte der mittlerweile leider verstorbene Dirigent und Naturschützer Enoch zu Guttenberg in seinem Aufsatz »Das EEG im Spannungsfeld zwischen Politik, Heimat und Naturschutz«, der Frank Hennigs Buch Dunkelflaute aus dem Jahr 2017 nachgestellt ist.

Es ist mehr eine rhetorische Frage. Wer es mit dem Naturschutz ernst meint, der kann sie nur mit nein beantworten. Und Gutenberg beantwortete sie mit nein:

Was alles muss erst einmal sterben, zerstört und ruiniert werden, um danach ein bisschen Energie zu gewinnen!

Hennig zeigte indes in den 236 Seiten, die Gutenbergs Worten vorangingen, »warum Energie sich nicht wenden lässt«. Das Projekt »Energiewende« wird von ihm auf gewitzte Weise und kenntnisreich in seine Einzelteile zerlegt und das gängige Wunschdenken hinter »Wüstenstrom«, »Sektorkopplung«, »Power-to-Heat« etc. ridikülisiert. Dabei schafft es Hennig, technisch komplizierte Sachverhalte auch dem energietechnischen Laien verständlich zu machen.

Die Quintessenz seines Buches und die bittere Realität: Industriegesellschaften, die ökonomisch auf dauerhaftem Wachstum basieren, lassen sich nicht aus der Fläche mit Energie versorgen. Energie läßt sich eben nicht wenden. Nur Gesellschaften lassen sich anhand ihrer Energienutzung wenden und der konsequente energetische Schritt zurück in die Fläche hätte eine ganz andere Gesellschaftsform zufolge, als sich dies die Vertreter der Energiewende wünschen.

So weit möchte aber auch Hennig nicht gehen. Im Grunde verteidigt er das alte Energieregime gegen die ökologischen Anmaßungen, die industrielle Lebensweise gegen eine ökologische Wende. Die Systemfrage aus einem anderen Blickwinkel als die »Klimaschützer« zu stellen, das taucht bei Hennig nicht auf.

Ungeachtet dessen war Dunkelflaute für mich vor Jahren eine spannende Lektüre, die ich mit viel Gewinn gelesen habe und die die Unvereinbarkeit von Energiequellen der Agrargesellschaften, seien sie noch so industriell-technisch organisiert, mit dem fossilen Energieregime schonungslos vor Augen führt.

Nun ist mit Klimadämmerung sein zweiter Stockstoß in die Speichen grüner Energiepolitik erschienen. Sezession-Literaturredakteurin Ellen Kositza stellt das Buch in Ihrer Literatursendung auf dem kanal schnellroda vor:

Klimadämmerung können Sie wie immer hier bei Ihrem konservativen Versandbuchhandel des Vertrauens, Antaios, bestellen.


Smoothies werden politisch. Der Smoothie- und Safthersteller True Fruits steht wieder einmal im Mittelpunkt eines Marketingskandals. Passend zur Bundestagswahl hatte der Bonner Konzern die Flaschen seiner Smoothies mit den Namen und Auszügen aus den Programmen der relevanten Parteien bedruckt: darunter auch die AfD.

Edeka schmeckte das überhaupt nicht. Der Einzelhandelsriese reagierte auf das neue Produktdesign von True Fruits mit folgender Grafik und möchte die AfD-Flaschen nun zurückschicken:

 

 

True Fruits konterte daraufhin mit einer eigenen Grafik im Edeka-Design:

 

Die Früchtepresser haben es wieder einmal geschafft: Mit gezielter Provokation und dem richtigen Gespür für den nächsten Skandal ist man zum wiederholten Male in aller Munde. Mehr als eine Marketingaktion, bei der man die Mechanismen der Clownwelt BRD gekonnt nutzt, während man weiterhin sicher im Fahrwasser der »Guten« steuert, ist die Aktion jedoch nicht: True Fruits distanzierte sich sogleich von der AfD und natürlich jeglichem rechten Gedankengut.

In der BRD ist man lediglich so verrückt geworden, daß eine derartige Marketingkampagne zu wahnwitzigen Erregungsspiralen führt. Das System zur Kenntlichkeit entstellt – amüsant, ein Fundstück wert, mehr aber auch nicht.


Am Ende der Fundstücke steht ein Nachruf: Der Zuerst!-Chefredakteur Manuel Ochsenreiter verstarb am 18. August in Moskau. Ein herber Verlust für die rechte Publizistik. Ich durfte Manuel Ochsenreiter leider nie richtig kennenlernen, nur beim »Verteidiger Europas«-Kongreß in Linz und bei einer Akademie in Schnellroda ist man sich kurz über den Weg gelaufen. Über ein »Hallo« kamen wir nicht hinaus.

Wer Ochsenreiter hingegen sehr gut kannte, ist Volker Zierke. Als junger Redakteur bei der Deutschen Militärzeitschrift hat er von dem Mann, der »zu selten in der Redaktion« und auf »beständiger Weltreise« gewesen war, gelernt, was guten Journalismus ausmacht.

Diesem Umtriebigen hat Zierke auf dem Jungeuropa-Blog nun einen Nachruf gewidmet. Er ist sehr persönlich geworden. Wenn man ihn gelesen hat, bekommt man das Gefühl, Ochsenreiter gekannt zu haben. Es ist nicht irgendein Nachruf, von denen es tausende gibt, es ist ein ganz besonderer:

Schwer zu erreichen? Manche würden sagen, er war viel unterwegs. Auch dieses Mal, dieses erste Mal, war Manuel Ochsenreiter zu spät. Ein norddeutsches Wirtshaus, es gab Fisch, frisch aus dem See, wir saßen bereits alle am Tisch, ein Platz blieb frei, bis Manuel mit Verspätung, aber in aller Ruhe, die Wirtschaft betrat.

Woher er kam, wusste ich nicht. Auch nicht, wohin er wollte. Ich kannte ihn damals noch nicht, es war der Abend meines ersten Tages bei der Deutschen Militärzeitschrift (DMZ). Nur Geschichten hatte ich gehört, natürlich.

Vielleicht war er tags zuvor erst in Berlin gelandet, um dann mit dem Auto nach Schleswig-Holstein zu brettern, vielleicht musste er nach diesem Abend wieder aufbrechen, nach Stockholm, Damaskus, Moskau, Donezk, vielleicht. Ein kurzes »Hi!«, untypisch für die Runde, und dann ging’s los, im wahrsten Sinne des Wortes.

Ob Manuel es geliebt hat, von seinen Reisen zu erzählen oder ob er es musste, weil jeder, der ihn traf, es von ihm verlangte, weiß ich bis heute nicht sicher. Möglich, dass wir uns gleich so gut verstanden, weil wir in diesem großdeutschen Durcheinander doch irgendwie aus derselben Ecke kamen: Allgäu, schwäbische Mundart, ein bisschen preußisches Militär, ein bisschen rechts, ein bisschen CSU-Müdigkeit, ein bisschen Obstler.

 

HIER GEHT ES WEITER!

 



Kommentare (104)

Laurenz

21. August 2021 13:18

Solange es Militär gibt, zerfällt jede Energiewende in Schall & Rauch. Natürlich fahren deutsche Uboote unter Wasser mit Wasserstoff. Aber es braucht mehr Energie, um den Wasserstoff herzustellen, als man nachher aus den Zellen heraus bekommt. Abgesehen davon, daß in der syrischen oder irakischen Wüste keine Ladestationen für Militärfahrzeuge vorhanden sind, ist das hier ein gutes Beispiel https://esut.de/2019/01/meldungen/9469/mtu-stromaggregate-fuer-britische-zerstoerer/  für die Notwendigkeit von guten Diesel-Aggregaten. Oder warum protestieren f...up-for-future nicht jeden Tag vor der US-Botschaft? https://www.derbund.ch/wissen/natur/das-usmilitaer-verschmutzt-die-umwelt-staerker-als-140-laender/story/23828059

Andreas Walter

21. August 2021 14:09

Energie aus der Fläche. Eine interessante Metapher.

@Jonas Schick

Anhand der gleichen Betrachtungsweise erkläre ich Ihnen jetzt aber auch, warum auch die ökologische Wende Unsinn, unmöglich ist.

Diese müsste dann nämlich zeitgleich überall stattfinden, also die gleiche Problematik wie mit dem Kommunismus/Marxismus.

Doch betrachten wir es physikalisch: Will ich in einem Gesamtsystem lediglich punktuell die Energiemenge, oder was auch anderes immer, reduzieren, muss ich diesen Punkt (diese Region, Sphäre) vom restlichen System isolieren (mit einer Barriere), da sonst sofort das Entzogene von aussen nachströmt. Energie, Luft, Wärme, es gibt viele Beispiele dafür.

Der Aufwand aber, den Punkt zu isolieren, kostet selbst Energie (und/oder Materie), die entweder von innen oder von aussen dann dauerhaft (und zusätzlich) zugeführt werden muss.

Beim Militär wird diese Tatsache, dieses Prinzip, zum Beispiel geschickt bei der Belagerung genutzt, doch auch schon eine gezielte strategische Blockade, auch eine Seeblockade, kann bereits im Grunde das Gleiche bewirken. (Moment, geht gleich weiter)

Andreas Walter

21. August 2021 15:47

@Jonas Schick (und an im Grunde alle, die von etwas ähnlichem träumen)

Für mich ist es völlig klar, doch ich weiß darum gleichzeitig auch, warum es für so viele (auch von uns?) nicht klar ist.

Nehmen wir eine Luftblase unter Wasser. Sie wird grösser, wenn sie aufsteigt und immer kleiner, je tiefer sie unter Wasser ist (noch ist oder gedrückt wird).

Soll sie jedoch ihre Grösse beim Absinken beibehalten, muss/müsste (egal wie) von innen(!) ein höherer (Gegen-)Druck aufgebaut werden (gegen das Wasser). Weil der Druck des Wassers auf die Luftblase mit zunehmender Tiefe immer grösser wird (Höhe, Gewicht, Druck, im Grunde wegen der Menge der Wassersäule über der Luftblase).

Aus dem Grund übrigens werden auch die meisten U-Boote ab einer bestimmten Wassertiefe einfach zerstört, zerdrückt, platzen sie sozusagen nach innen auf, schlagartig, brutal.

Doch zurück zur Blase Nation. Wie schützt man also seine Grenzen von innen mit immer weniger Menschen und auch (womöglich) immer weniger Energie und Rohstoffe und dadurch wahrscheinlich auch weniger Hochtechnologie? Das geht nicht. Wobei mit viel Energie und dadurch auch Wiederverwertung man die Spanne erheblich verlängern und auch die technischen Möglichkeiten ausweiten kann. Kleine Verluste gibt es aber trotzdem immer, auch das hat mit den gleichen physikalischen Gesetzen zu tun, die bereits mit der Thermodynamik vor 200 Jahren und danach beschrieben wurden (Carnot).

Mitleser2

21. August 2021 15:55

Natürlich geht der Grünstrom nicht. Weil, wie JS richtig zitiert "Industriegesellschaften, die ökonomisch auf dauerhaftem Wachstum basieren, lassen sich nicht aus der Fläche mit Energie versorgen."

Was mir aber bei den rechten Ökologen immer fehlt, sind die wirklichen Alternativen.

Fossile Energien sind ihnen meist auch suspekt.

Wollen sie weg vom Wachstum? Und dann mit welchem Gesellschaftsmodell?

Wollen Sie Atom/Wasserstoff?  Ich vermisse die konkrete Umsetzung für eine nun mal bestehende Industriegesellschaft. Ohne billige Energie kein Wohlstand. Welche Alternative zum Lastenfahrrad soll es sein? Klar ist doch, selbst ein mittelfristiger "Rückbau" der Industriegesellschaften könnte niemals 7 Mrd. Menschen ernähren.

Glast

21. August 2021 19:37

Ochsenreiter ist mir erinnerlich als Referent in Schnellroda im Februar 2010 zum Thema Antifaschismus. Eine große Persönlichkeit ...  ein Typ Mensch bei dem die Uhren langsamer gehen, wenn sie den Raum betritt. Macht mich traurig, dass er gestorben ist. 

Niekisch

21. August 2021 19:59

Man stelle sich einen riesigen Vulkanausbruch vor, der die Atmosphäre lange Zeit verdunkelt oder schwerste Stürme, die reihenweise Windkrafträder umknicken. Wie soll dann "grüne" Energie " ausreichen?

Dietrichs Bern

21. August 2021 19:59

Das hätte der alte Morgenthau sich auch nicht erträumen können - die wollen das tatsächlich selbst.

Volksdeutscher

21. August 2021 21:43

1.

Es wäre interessant zu erfahren, ob Ochsenreiter tatsächlich an der Organisierung des Brandanschlags auf das ungarische Kulturzentrum in Ungvár (Uzhgorod) beteiligt war oder nicht, was die ausführenden polinischen Täter jedoch vor Gericht behaupteten. Sollte dies wahr sein und sich später durch die Geschichtsschreibung bestätigen, so müßte man ihm bodenlose politische Naivität, ja Ahnungslosigkeit bescheinigen, denn die Beziehung zwischen Ungarn und Ukrainern kann nicht noch schlechter sein als sie schon ist und braucht nicht extra durch eine Falsche-Flagge-Aktionen befeuert zu werden.

Laurenz

21. August 2021 21:46

Energiewende existiert nur bei uns, als Negativbeispiel für alle. Klimawandel existiert auch bei uns & ähnlichen Staaten, interessiert 170 Staaten keine Bohne.

Volksdeutscher

21. August 2021 22:04

2.

Nach dem Brandanschlag bestellte der ungarische Außenminister, Péter Szíjjártó den ukrainischen Botschafter ins Innenministerium und legte ihm nahe, daß, wenn es der Ukraine mit ihrer Annäherung an die EU und die NATO ernst sei, müsse sie in der Lage sein, den Extremismus einzudämmen. Außerdem möchte der Außenminister beim Treffen mit der OSZE für Minderheitenfragen die Iniziative ergreifen, damit eine ständige Präsenz der OSZE-Sonderbeobachtungskomission nicht nur im Osten der Ukraine, sondern auch im Westen, in den Unterkarpaten, eingerichtet werde.

Ochsenreiter hatte offensichtlich sehr gute Beziehungen zu bestimmten russischen Kreisen. Es ist denkbar, vorstellbar und möglich, daß solche Aktivitäten wie oben erwähnt, im Interesse Russlands sind und von ihr durch geheimdienstliche Aktivitäten auch unterstützt werden. Denn solange die Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine derart vergiftet sind, wird sich Budapest in den Weg der ukrainischen Bemühungen stellen, in die EU und die NATO aufgenommen zu werden.

AmazonBesteller

21. August 2021 22:34

bei true fruits und edeka ist kein platz für rechts.

kein platz für rechts.

rechts.

 

Wo ist eigentlich anatol broder?

 

 

Carsten Lucke

22. August 2021 00:27

Mittlerweile weiß ich nicht mehr, was ich mehr hasse : Die Zerstörung unserer Kulturlandschaften ("Energiewende"), oder die unseres Volkes (Immigration).

An beidem werde ich irre.

Daß wir nicht wenigstens in Schönheit sterben, ist bitter.

Andererseits :

"Steh auf, Spengler, schon rötet der Morgen die Parkplätze.

Es ist noch alles voll Hoffnung."

Günter Eich

 

Andreas Walter

22. August 2021 00:57

@Mitleser2

Sogar fast schon 8 Milliarden sind es, davon 2 Milliarden derzeit noch unter 15.

In Afrika ist sogar etwa die Hälfte der Bevölkerung derzeit noch unter 15.

Was das allein an mehr Nahrung und Wasser die nächsten Jahre erfordert ist bereits ein logistischer Albtraum. 12,5% mehr Kalorien (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Wasser) beziehungsweise 25% (auf dem riesigen Kontinent südlich von Europa).

https://www.n-tv.de/wissen/So-gross-ist-Afrika-wirklich-article13705111.html

Da die physikalischen Gesetze von denen ich schrieb aber auch auf die Soziologie zutreffen, bedeutet das auch 25% mehr bezahlte Arbeitsplätze, die Afrika die nächsten Jahre braucht. Der Druck auf unsere Grenzen wird sich dadurch aber auch um 25% erhöhen, die Zahl der Kindersoldaten, die der afrikanischen Prostituierten, und und und. Sogar der Druck auf die aussergewöhnliche Flora und Fauna, auf Tiere, die jetzt schon vom Aussterben bedroht sind.

Andreas Walter

22. August 2021 01:32

@Mitleser2

Doch, die AfD-Sachsen hat sich jetzt ganz klar positioniert:

https://afd-fraktion-sachsen.de/eegegenschlag/

Weshalb etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung (etwas weniger) zumindest innerlich bereits auf dem Kopf steht. Darüber wird lediglich (von der nämlich überwiegend grünen Presse) nicht viel berichtet, um dadurch der AfD nicht in die Hände zu spielen. Merkt man auch daran ganz deutlich, weil es normalerweise ein Aufschrei-Thema der Grünen ist. Nur haben die eben auch mitbekommen, dass über 50% der Deutschen jetzt doch für Kernkraft sind, hihihi, viele allerdings wegen der Klimaerwärmung. Klassisches Eigentor also, das man deshalb lieber stillschweigend bis nach der Wahl übergeht. Nach dem Motto, was keiner (oder kaum einer) weiß, existiert nicht. Die Rechten haben halt auch deutlich weniger Propagandapower, mit der sie auch die Grünen damit ins Schach stellen, zu einer Stellungnahme zwingen könnten. Nur eine Webseite reicht da eben nicht aus, um Corona und jetzt auch noch Afghanistan aus den Charts zu drängen. Afghanistan liefert derzeit sogar genau die Bilder, mit denen gerade Rote und Grüne punkten können. Als Klageweiber und Jammerlappen, obwohl sie es sind, die jedes robuste Vorgehen verhindern und verurteilen.

Mitleser2

22. August 2021 10:29

Gehört zwar nicht zum Faden, ist aber trotzdem interessant, auch wenn's englisch ist:

https://www.info.cz/zpravodajstvi/svet/afghanistan-macaes-en

https://www.tabletmag.com/sections/news/articles/assabiya-lee-smith

 

tearjerker

22. August 2021 10:36

Die Energiewende zielt auf die Ressourcen des Landes: Landschaft, Flächen, Wälder, Unternehmensanteile, Patente, Talent usw. Begriffe wie Umwelt sind nur der Aufhänger um die Öffentlichkeit auf diese Thematik zu verpflichten und sie zu steuern. Die „Kritik“ an der Kernenergie zielte z.B. von vornherein darauf, die Möglichkeiten zu jedweder Nutzung dieser Technik, zivil und militärisch, in Deutschland einzudämmen. Im Ergebnis ist mit der Atomsparte von Siemens eines der weltweit leistungsfähigsten Unternehmen der Industrie ins Ausland abgewandert, während weltweit munter weiter geplant und gebaut wird. Dasselbe Spiel wird mit der Autoindustrie und anderen Bereichen abgezogen. Durch die Verbindung der hiesigen Bürokratie- und Herrschaftskaste mit Ihresgleichen in aller Welt und ihrer Einbindung in die globalen Netzwerke hat sich das Ganze zu einem Raubzug entwickelt. Für sowas führte man früher Krieg, während man heute in erster Linie damit beschäftigt ist den Charakter des dahinter liegenden Konfliktes auf allen Seiten zu vertuschen.

RMH

22. August 2021 11:03

Die Grünen erzählen das Märchen, dass die "Umwelttechnologien" ja Arbeitsplätze bringen und das Deutschland damit Weltmarktführer werden wird und dann bräuchte man die Old-Economy nicht mehr so sehr. Das Umweltschutz also die Arbeitsplätze der Zukunft für Deutschland brächte. Das Zeitfenster, wo Umwelttechnik made in Germany Arbeitsplätze bringt, ist aber meist sehr kurz. Man schaue nur die kurze Zeit an, wo Solarzellen in Deutschland produziert wurden - und dann auch einmal, wie wenige Arbeitsplätze das damals dann tatsächlich waren. Selbiges bei der Windkraft. Neudeutsch "mechatronisch", anspruchsvoller, wird hier in der Tat noch einiges an Komponenten in Deutschland für den Weltmarkt mit guten Ergebnissen gebaut. Aber auch die Windmühlen sind im Kern mittlerweile "alte Technologie" und die Produktion verlagert sich Stück für Stück woanders hin. Der Weltmarkt funktioniert auch bei der Umwelttechnologie und Deutschland ist mittlerweile im technologischen Bereich quasi ein open source Land, bei dem sich jeder nicht nur inspirieren sondern auch bedienen kann. Im Zweifel kauft man eben eine Firma auf (so das chinesische Modell). Die Grünen stellen vieles schön mit "Kreisläufen" dar und predigen, dass wenn wir Deutschland quasi zu einem Musterkoffer eines Vertreters verwandeln, würde man davon profitieren. Dabei ist das "Kreislaufmodell" nichts weiter, als die Wiederkehr des Traums vom perpetuum mobile und aus dem Musterkoffer wird sich, wenn was Brauchbares dabei ist, schamlos bedient.

Gustav Grambauer

22. August 2021 11:54

True Fruits - war da nicht mal was?

https://www.wuv.de/tech/charlotte_roche_ruft_zum_true_fruits_boykott_auf

https://sezession.de/60264/sonntagsheld-97-treue-fruechte-finden-sie

Ich bin fein raus, sozusagen innocent! Denn ich trinke ausschließlich Dean-Reed-Rum-Cola!

- G. G.

Mitleser2

22. August 2021 12:22

Nachschlag: Wenn ich schrieb, dass ein "Rückbau" der Industriegesellschaften niemals 7 Mrd. Menschen ernähren könnte, war das kein Plädoyer für ein weiteres Bevölkerungswachstum. Es gibt zu viele Menschen. Mann muss sich nur klarmachen, weltweit weniger Energie und weniger industrielle Nahrungsmittelproduktion wird zu Hungersnöten führen. Soviel autarke Subsistenzwirtschaft ist für Lagos oder Kairo oder Nairobi gar nicht möglich. Was aber wird passieren, wenn nicht Zehntausende ind die Boote steigen, sondern Millionen? Deswegen ist der Great Reset der Davos-Zombies ja so absurd. Glauben die wirklich, sie können in Ihren Refugien einfach so weitermachen?

Laurenz

22. August 2021 14:08

@Mitleser2

Die Energiewirtschaft mag in der Regel lieber Großkraftwerke, aber das gilt auch nur dann, wenn es keine Lizenz zum Gelddrucken gibt, wie das in der Bonner - & Berliner Republik der Fall war & ist.

Und hier ist Europa & ein Binnenmarkt in keiner Weise angesagt, trotz aller täglichen EU-Ergüsse & - Bekenntnisse unserer Hanswurst-Politiker. Weder Sie noch ich können bei der EdF Strom kaufen.

Dezentrale Stromerzeugung vermeidet Leitungsverluste. Überlandleitungen haben ca. einen Verlust von ca. 30%. Der billigste Strom ist nachwievor ein kleiner Schiffs- oder KFZ-Diesel, der auf niedrigen Drehzahlen im Keller läuft. Nicht umsonst habe ich oben das Beispiel des Schiffbaus verlinkt. Das einzige, was billiger & effizienter als der Diesel ist, bleibt der Wind, welcher aber wesentlich personalintensiver zu Buche schlägt. Mit dem Untergang der Pamir, 1957, war die Windkraft auf hoher See passe. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Pamir_(Schiff)

Und im Wahlprogramm der Grünen finden Sie auch nichts den Frachtverkehr betreffend. Auch als man 7 Jahre dran war, passierte rein gar nichts im Umweltbereich außer einer höheren asozialen Spritsteuer. Das Wahlprogramm der Grünen schränkt immer nur das Individuum ein, was ganz klar die totalitäre Intention der Grünen deutlich macht. Im Frachtverkehr böte sich der AfD tatsächlich die Gewinnung eines umwelt-politischen Profils. Hier gibt es einiges umzubauen.

Der_Juergen

22. August 2021 14:09

Ich bin sehr betroffen über den Tod Manuel Ochsenreiters, der u. a. für die Zeitschrift "Zuerst" ausgezeichnete Arbeit geleistet hat. Mit Fug und Recht hat er sich stets leidenschaftlich für die deutsch-russische Partnerschaft eingesetzt; er ist den Lügen über die "aggressive russische Aussenpolitik" und die "völkerrechtswidrige Annexion der Krim" ebenso nachdrücklich entgegengetreten wie der Greuelprpopaganda der Lückenpresse gegen Assads Syrien und den Iran. Im Gegensatz zu den Berufslügnern von den gelenkten Medien hat er sich in Konfliktgebieten oft an die Front begeben und dabei mehrfach Kopf und Kragen riskiert.

Ob er seine Meinung zur Person Putins und der von diesem gespielten Rolle angesichts der verheerenden innenpolitischen Entwicklung in Russland privat geändert hat, weiss ich nicht. Jedenfalls hat er sich bleibende Verdienste um eine wahrheitsgemässe Berichtserstattung erworben, und dafür sollten wir ihm jetzt, wo er sehr früh von uns gegangen ist, zurufen: Ruhe in Frieden!

Der_Juergen

22. August 2021 14:17

Vielen Dank, Ellen Kositza, für die Vorstellung des Buchs von Frank Hennig, das ich sofort bei Antaois besellen werde.

Andreas Walter

22. August 2021 15:08

@RMH

Gut erkannt, das versuche ich mir zu merken. Wir sind auch dort, wie so oft in Deutschland, nur in der Forschung höchstens führend, den Reibach aber machen dann andere und schaffen dann woanders auch die Arbeitsplätze.

Diese Kritik an Deutschland ist nicht neu, hatte ich aber lange Zeit vergessen. Wir bezahlen daher tatsächlich lediglich die Entwicklung und die Experimente an unserem eigenen Volk.

Was ja irgendwie auch klar ist, denn selbst Kernkraftwerke bauen die Chinesen für weniger Geld als wir. Für die Hälfte. Das ist mit allem so. Mittlerweile greifen sie sogar den deutschen Maschinenbau an, habe ich erst vor kurzem gelesen.

https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/maschinenbaubranche-im-moment-sind-wir-in-china-noch-teil-des-plans/27407540.html

Gleichzeitig ruinieren Spinner und Betrüger unser Land, denen es nur um Macht und Geld geht:

https://www.welt.de/wirtschaft/plus233266731/CO2-Sauger-von-Climeworks-soll-in-Hamburg-Treibhausgase-aus-der-Luft-ziehen.html

RMH

22. August 2021 15:21

"Und im Wahlprogramm der Grünen finden Sie auch nichts den Frachtverkehr betreffend."

Jetzt gibt es einen Vorschlag von einem Grünen:

Grüne fordern 1000-Euro-Kaufprämie für Lastenräder - Politik Inland - Bild.de

 

Laurenz

22. August 2021 15:38

@Der_Juergen

Manuel Ochsenreiter war sicherlich ein guter Journalist & ging jetzt schon ein bißchen früh. Seine Nähe zum Katholizismus ist ja noch akzeptabel & zu ertragen, aber die historisch falsch interpretierte Nähe zum Islam, die immer nur eine Notverbindung darstellte, ist, mit Verlaub, unangemessen. Weiter will ich das nicht ausführen, da der Mann nicht mehr unter uns weilt & dazu Stellung beziehen könnte.

Und es ist nichts gegen sachliche Kritik an Israel zu mäkeln, aber debattieren wir doch lieber mit den Israelis als gegen & ohne sie. Uns Sie können davon ausgehen, daß, außer @Anatol Broder, auch noch andere politisch interessierte Semiten hier mitlesen.

herbstlicht

22. August 2021 18:52

»Vogel- und Fledermausmord«

Worum geht es im Naturschutz: Tierschutz oder Artenschutz?  Kann mir jemand sagen welche Fledermausartarten durch Windräder bedroht werden?  Gewöhnlich hochfliegend kenne ich nur den Abendsegler.  Aufgewachsen mit Naturkunde, Naturbeobachtung und früher Chiropterologen unter den nächsten Bekannten, kann ich mir nicht vorstellen, daß Windräder diese besonders bedrohen.  Man muß ja Windräder nicht in Zugstraßen bauen.

Habe einigen Einblick in die Veränderungen in der Natur in NO-Bayern im 20.Jah.  --- der Vater hat als Hütbub Steine umgedreht, im Bach gefischt und war in den Dreißigern Assistent bei einem der namhaftesten Zoologen Deutschlands gewesen.  Damals gab es z.B. "überall" auf den Kirchen Wochenstuben mit meist Tausenden von Mausohren.  Vor 30 Jahren wurde in mehrjähriger Arbeit der ganze Landkreis abgekämmt: eine einzige Wochenstube des Mausohrs mit wenigen Dutzend Weibchen wurde gefunden.  Ursache dieses Zusammenbruchs sicher nicht Windräder. 

Die Zerstörungen durch Straßenverkehr, moderne Landwirtschaft, Lichtverschmutzung, wurden vor 50 Jahren von der Allgemeinheit nicht wahrgenommen.  Aber nun die Windräder.  Liegt's an deren Fuchtelei oder daran, daß auf dem Banner nun nicht mehr steht "Fortschritt" sondern "Öko"  --- unter Erhaltung der Blödheit?

herbstlicht

22. August 2021 18:55

@Mitleser2 21. August 2021 15:5

»Ohne billige Energie kein Wohlstand.«

Wohlstand, Luxus, Verschwendung?  Habe hier den "Spannagel", Der Möbelbau, Reprint der 10.Auflage von 1954.  Dies ist ein Lehr- und Hanbuch für Schreinermeister, welches einen Anhang zur Betriebswirtschaft, Kalkulation enthält.  Aus diesem zitiere ich ein paar Zahlen:

Kilowattstunde  14Pf

Kosten der Maschinenstunde Kreissäge:

Unkosten je Stunde      0,78DM
Strom je Stunde         0,39DM
Lohn je Stunde          1,40DM
Lohnnebenkosten 14%     0,20DM

Die Unkosten werden genau aufgeschlüsselt; setzen sich zusammen aus Maschinensaal, Abschreibung Maschine, Werkzeug, Wartung, Versicherung etc.

»7 Mrd. Menschen ernähren«

Ist das eine Aufgabe Europas?  Hier gibt es weniger als eine halbe Miljarde; etwa das Dreifache von dem, was der Boden, tragen kan.  Kein Kontinent ist so vom Hunger bedroht wie Europa, so lernte ich's in den Achtzigern.

»Lastenfahhrad<

Stellen Sie sich doch nicht dumm --- oder haben Sie nicht gesagt, daß Sie Naturwissenschaftler sind?  Überlegen sie doch einmal, wie viel Energie "verbraten" wird, z.B. nur weil Massen von Leuten, welche oft am Ziel genauso überflüssig sind wie dort, wo sie herkommen, in tonnenschwerer Verpackung gegen den Luftwiderstand anrasen.

 

herbstlicht

22. August 2021 18:57

Auch ergänzend zu meiner Antwort @Mitleser2: eine Skizze zum Stand der "Öko-Debatte" in Schweden; wobei ich diese nur oberflächlich verfolge.  Das globalistisch-liberale Lager kreischt dort vor "Klimaangst' --- die an der Regierung beteiligten Grünen liegen bei Umfragen im Bereich der dortigen 4%-Sperre.  

Schon vor einigen Jahren verkündete die Kraftstoffirma Preem: wir werden Kraftstoff aus der in den Wäldern erntbaren Biomasse machen.  Meine überschlägige Rechnung ließ mich vermuten, daß diese hierfür annähernd reichen wird.  Inzwischen kommt die Bauwirtschaft: wir ersetzen Kunststoffprodukt, Zement im Hochbau, durch industriell hergestellte Holzwerkstoffe  --- unsere Wälder reichen.  Dann die Textilfaser- oder Kunststoffhersteller: alles was man aus Öl machen kann, kann man auch aus Holz machen --- reicht.
Das "Öko-Holzheizmaterial" kommt derzeit meist aus dem Baltikum: in der Sovietzeit sind dort naturnahe Wälder herangewachsen, welche nun "geschnitzelt" werden um sie durch Produktionswald für Wertholz zu ersetzen.  Dann kommt auch noch der Naturschutz, welcher die biologische Vielfalt bewahren möchte, wobei aber so manche Art durch die Kahlschlagwirtschaft verdrängt/vernichtet wird.  Vielleicht habe ich jetzt noch einen großen Interessenten vergessen; aber es sind auf jeden Fall "mehrere Schweden" welche da gebraucht würden ...

f

herbstlicht

22. August 2021 19:00

Es gibt auf YT übrigens eine (schwedischsprachige) Videoserie der SLU --- Schwedens Universität für Landwirtschaft und Forsten --- zum Thema "Räcker Skogen" (Reicht der Wald) als deren Tenor ich ein behutsames "Nein" höre.

In den Siebzigern, als Student der Physik, ging ich in die Anti-AKW-Bwewegung: weil Regierung und Industrie hinsichtlich physikalischer und energiewirtschaftlicher Fragen täuschten und logen.  Heute meine ich, man wird noch auf Jahrzehnte ohne Nutzung der Kernergie (oder auch Kohle) nicht auskommen.  Der Abbau der Bevölkerung --- in Kombination mit der Entwicklung von Hochtechnik, Kriegsmaschinen, --- und das Überwinden der Dampfmaschinen-Idee, daß Energie jederzeit und fast überall vorhanden sein muß, braucht Zeit.  Daß nun Menschenmassen mit geringem Humankapital hereingelassen wurden/werden ist Irrsinn.

 

Mitleser2

22. August 2021 20:20

@herbstlicht: ich verstehe nicht genau, was Sie sagen wollen:

- Ist Wohlstand Verschwendung?

- Ist Energie verglichen mit 1954 zu billig? 14 Pf kWh zu ~70 pf kWh

- natürlich ist es nicht die Aufgabe von D, die Menschheit zu ernähren. Mein Argument in meinem folgenden Beitrag war, dass bei einer Verschlechterung der globalen Nahrungsversorgung eine Massenmigration nach Europa losgetreten würde

- sind Lastenfahrräder gut, Autos böse? Sagen Sie das mal Pendlern.

- "das Überwinden der Dampfmaschinen-Idee, daß Energie jederzeit und fast überall vorhanden sein muß, braucht Zeit."   Viel Spaß damit. Und wie passt das zu Ihrer Aussage, dass es ohne Kernenergie und Kohle nicht geht (die ich teile).

 

 

limes

22. August 2021 22:10

@ herbstlicht (»Kahlschlagswirtschaft«)

Im Schwarzwald wurden im vergangenen Herbst und auch im Frühjahr noch wochenlang tagtäglich Schlag auf Schlag Schiffscontainer aus China und anderen asiatischen Ländern mit Langholz beladen. Ausverkauf der Heimat! Wer da nicht an »Das Kalte Herz« denkt …

Aufzuzählen, welche Vogel- und Fledermausarten konkret bedroht sind, bedeutet ja schon, über die Stöckchen der Windenergielobby zu springen. Vernichtet durch Windkraftanlagen werden nicht nur massenweise Vögel und Fledermäuse, sondern auch gigantische Mengen bestäubender Insekten - während die Grünen gutmeinende Menschen, Schulklassen und Kita-Gruppen damit beschäftigen, »Insektenhotels« zu bauen, um ein paar Bienchen hier und ein paar Schmetterlinge dort zu retten. Mit dem massenweisen Verlust bestäubender Insekten aber wird es zu Hungersnöten kommen!

tearjerker

23. August 2021 06:48

Das Überbevölkerungsmärchen ist einfach nicht tot zu kriegen und wird gerade von denen weitererzählt, die die Moral von der Geschichte als Erstes treffen wird. Es ist die Wiederauflage des „Volk ohne Raum“-Märchens.

Laurenz

23. August 2021 06:50

@Limes @Herbstlicht (1)

Das Problem ist doch nicht die Abholzung die stattfindet. Das entscheiden die Eigentümer nach den gesetzlichen Vorschriften. Unter dem Export des Holzes leidet unsere eigene Versorgung mit Holz. Große Teile der Bestände, meist flachwurzelige Nadelhölzer haben in einem zukünftig wärmeren Klima keine Daseinsberechtigung mehr. Aber kennen Sie einen hochrangingen Grün-Bolschewisten, der vom Wald spricht & die Anpflanzung von Laubbäumen fordert? Ich nicht. Natürlich sehe ich genausowenig Sinn darin Wald für Windräder abzuholzen. Windräder sind enorm energieaufwendig zu bauen & die ökonomische Lebensdauer zu kurz. Holländische Windmühlen standen über Jahrhunderte um die Marschen der Niederlande trocken zu pumpen. 

Laurenz

23. August 2021 06:54

@Limes @Herbstlicht (2)

Was Vögel & Fledermäuse angeht, so existieren unterschiedliche Standpunkte, bei denen es in meinen Augen auch nicht um entweder oder geht. Man sollte beide in Betracht ziehen & die Argumentation gegen Windräder verändern. Vordergründig sollten diejenigen Windräder in den Garten gestellt bekommen, die sie befürworten. Auch eine lokale Volksabstimmung muß reichen. Das Argument vom Artenschutz wird doch nur als Platzhalter benutzt, weil die Bürger keine anderen Rechte geltend machen können, außer den Artenschutz, um ihren Unwillen gegen Windräder zu bekommen.

https://www.volker-quaschning.de/artikel/2017-11_Katze/index.php#:~:text=Die%20Zahl%20der%20get%C3%B6teten%20V%C3%B6gel,auch%20auf%20helle%20Wohnungen%20verzichten.

http://www.bund-rvso.de/windenergie-windraeder-voegel-fledermaeuse.html

Und natürlich sind die Kinderersatz-Katzen zu viele. Hunde jagen selten Vögel, aber auch hier sollte generell ein Führerschein zur Tierhaltung eingeführt werden. Vermenschlichte Haustiere sind die Regel & nicht die Ausnahme, alles arme Schweine. Natürlich ist dies kein Inhalt von Wahlwerbung.

Mitleser2

23. August 2021 09:53

Noch was zur Energie in Dummdeutschland. Anteil Elektrowärmepumpen bei Neubauten über 50%, Tendenz steigend. Millionen von E-Autos sollen kommen. Und Millionen von E-Lasträdern (bizarr, dass die Grünen immer nur von Lasträdern reden). Gleichzeitig Rückbau von Grundlastkraftwerken. Unser Vorbild ist Südafrika. Dort gibt es „Load Shedding“, also gebietsweise und stundenweise Stromabschaltung. Allerdings nicht geplant, sondern weil die schwarz-kommunistische ANC-Regierung unfähig ist. Man sitzt also im Dunkeln, wenn man nicht ein Notstromaggregat hinter dem Haus hat, oder genug Solarplatten auf dem Dach mit Speicher.  Bei uns wird man das „Spitzenglättung“ nennen, einfach im Web danach suchen. Vielleicht ist das der AfD-Knüller für 2025.

Franz Bettinger

23. August 2021 11:36

Prometheus von Heute 
Prometheus of Today 

Steck deinen hässlich kahlen Kopf ruhig in die Cloud.  
Und spionier, du geiler Greis, lins durch die Schlüssellöcher. 
Was kannst du sonst noch, tiefer Staat? Nichts. 

Stick your ugly bald head into the Cloud. 
And spy, you horny old man, peep through the key holes. 
What else can you still do, deep state? Nothing. 

Musst mir meine Welt doch lassen,
Und meine Hütte, die du nicht gebaut,
Und meine Liebe, von der du nie Ahnung hattest. 
Und meinen Herd, um dessen Glut Du mich beneidest. 

Though, you cannot rob me of my world
And of my home, which you have not built
And of my love, of which you know nothing.
And of my hearth, whose amber you envy me. 

Ich kenne nichts Ärmeres unter der Sonn' als euch Elitioten!
Ihr nähret kümmerlich von Lügen und Geboten Eure Eitelkeit.
Und darbtet, wären nicht Kinder und Bettler hoffnungsvolle Toren.

ff

Franz Bettinger

23. August 2021 11:39

ff

I know of nothing poorer under the sun than you, Elitiotes. 
Miserably you feed your vane majesties with lies and awful  laws.
You would suffer, were there not children, beggars and hopeful fools. 

Da ich ein Kind war, und nichts wusste, 
Kehrt' ich mein verirrtes Auge zum Staate hin, 
als wenn's dort Seelen gäbe zu hören meine Klage,
Und Herzen, sich des Bedrängten zu erbarmen. 

When I was a child and knew nothing of the world
I looked dazzled at the mighty state and governors
As if up there were real souls to hear my wailings 
Or a heart that would take pity on my oppression.  

Wer half mir im Leben durch und voran zu kommen?
Wer rettete mich vor den Tretmühlen der Gesellschaft?  

Who helped me to get through and ahead in live?  
Who saved me from the treadmills of society?

Hab ich nicht alles selbst gemacht, vollbracht, vollendet?
Und dankte dennoch - jung, gut, aber betrogen - dem Regime dafür.  

Have I not done, achieved and accomplished all by myself? 
And yet I praised - young, good but betrayed - the regime
Who never cared, but stayed asleep - up there.  ff

Franz Bettinger

23. August 2021 11:42

ff

Ich euch ehren, ihr Strippenzieher? Wofür? 
Für eure Großlügen, eure Tabu-Sprüche?
Eure Steuern, Kriege und Verbrechen?
Euer Gender-Gefasel und alle andren
Perversitäten, die ihr zum 'Neuen
Normalen' adeln wollt?

To honor you, puppet masters? What for? 
For your Grand Lies and your tabus?
Your taxes, wars and atrocities? 
Your gender drivel and all the 
other perversities, which you 
want us to acknowledge 
as the New Normal.

Hat nicht zum Manne geschmiedet mich die Arbeit und etwas Glück?

Was I not forged into manhood by my work alone and some good luck? 

Wähntet Ihr etwa, Ich sollte das Leben hassen, 
meine Natur verfluchen, verleugnen und in Wüsten 
fliehen, weil nicht alle Knabenmorgen-Blütenträume reiften?

Have you really believed, I should detest life 
and hate my nature, deny it and escape to deserts
Only because some blooming boyhood dreams didn't survive reality? 

ff

Franz Bettinger

23. August 2021 11:43

ff

Hier sitz’ ich und forme die Menschen neu nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei, zu leiden, weinen, genießen und zu freuen sich, Und dein nicht zu achten, du Schlange, wie ich. 

I sit here, forming new human beings according to my image,
A race, like me, able to suffer, cry, enjoy and love 
And not to worship you, snake.  
Just like myself. 

(Ende)

AmazonBesteller

23. August 2021 12:44

@tearjerker 23. August 2021 06:48

"Das Überbevölkerungsmärchen ist einfach nicht tot zu kriegen..."

 

Und warum das ein Märchen ist, wollen Sie uns nicht verraten? 

Mit Leuten wie Ihnen ist immer sehr schlecht zu reden. Grundsätzlich sind Ihre Aussagen eher von verkündender Natur.

Niekisch

23. August 2021 14:46

"Ausverkauf der Heimat!"

@limes 22.8. 22:10: Ja, und deswegen ist mir auch die BT-wahl völlig schnuppe. Die Deutschen haben längst gewählt: den Untergang nämlich.  

Charlemagne

23. August 2021 14:57

Frank Hennigs Buch Klimadämmerung ist mit Sicherheit ein gutes Buch. Ich habe es auf amazon angelesen.

Irritiert hat mich das Vorwort von Prof. Dr. Vahrenholt. Er behauptet, dass Blindleistung zum Transport von Strom benötigt wird. Eine abenteuerliche Aussage. Kann es sein, dass ein promovierter Naturwissenschaftler, der jahrelang in der Energiewirtschaft tätig war, nicht weiß was Blindleistung ist?

Um zu verstehen was Blindleistung ist, muss man zunächst den Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom kennen.

Den Gleichstrom kann man mit Wasser, das in einem Rohr in eine Richtung fließt vergleichen. Den Wechselstrom kann man sich vorstellen als gäbe es jemanden, der mit einer Pumpe, vor und zurück, ständig den Wasserstrom in seiner Richtung umkehrt. 

Wenn der Vorgang des Pumpens (Spannung) und des Wasserflusses (Strom) nicht synchron (zeitverzögert) verläuft, spricht man von einer Phasenverschiebung. Dann entsteht Blindleistung.

Die Blindleistung ist aber von keinem Nutzen sondern unerwünscht, weswegen man sie  kompensiert.

herbstlicht

23. August 2021 18:15

@Charlemagne 23. August 2021 14:5

»nicht weiß was Blindleistung ist?«

Soweit ich sehen kann, hat Varenholt in Chemie promoviert und da halte ich das für gut möglich (hab' in TheoPhys diplomiert, vergnügte mich mit dem Teil, welcher Grundlage ist der modernen Theorie der Chemischen Bindung).

Aber Danke für den Hinweis, daß "Hennig" auf dem Amazonas teilweise lesbar ist.  Scheint mir von Niveau her FH-Ingenieur und einer "Tendenz" nicht unverdächtig.  Wer wirklich "auf eigenen Füßen denken" will, sollte sich lieber auch ein Lehrbuch der Physik vornehmen.

Blindleistung im Netz: stellen Sie sich eine Schaltung vor, bestehend aus Generator und Ohmscher Last, verbunden durch die Leitung.  Die Leitung bildet "pro Meter" eine Induktivität; wir haben also im Grund als Last eine Reihenschaltung einer Induktivität und eines Ohmschen Widerstandes, also einen "komplexen Widerstand" --- im Sinne dieses eleganten Formalismus.

@Mitleser2: Sie kommen bald d'ran.

 

Carsten Lucke

23. August 2021 19:02

@ Franz Bettinger

Da haben Sie aber ganz wunderbar einen gucken lassen - bin verzückt !

Mein Großvater hätte gesagt : "Mit Dir hat der liebe Gott 'nen Fang gemacht."

Könnte die Rede Zarathustras zur Bundestagswahl sein. 

Und : Thank you !

Laurenz

23. August 2021 21:11

@Charlemagne

Das Stromnetz von ca. 11.000 Kommunen Deutschlands stammt meist aus den 50ern & 60ern. Keine Kommune besitzt die Mittel ihr lokales Netz von Grund auf zu erneuern. Dazu muß man weder Prof noch Doktor sein, um zu verstehen, daß wir aufgrund unserer veralteten Infrastruktur schlicht nicht unsere Mobilität auf Elektrizität umstellen können. Das wissen natürlich auch die Autokonzerne, die angeblich ab 2030 keine Verbrenner mehr bauen wollen. Wir, das Volk, werden permanent in ein schlechtes Theater gedrängelt, von dem leider viele glauben, es sei die Wirklichkeit. Im Grunde kann sowas auch nur in Deutschland passieren. Unser Sendungsbewußtsein ist unser miserabelster Charakterzug & gerade unsere Grünbolschewisten, wie Linksradikalliberalen sind hier besonders deutsch & überholen uns deutlich weit rechts außen. Hier immer wieder sehenswert, unser Supersystemschranze Lesch über die völlig irre Vorstellung einer elektro-mobilen Gesellschaft.... https://youtu.be/TswNLBnAPjU (ab 04:30)

Andreas Walter

23. August 2021 21:44

Ich muss mich korrigieren!

Vor ein paar Tagen schreib ich in einem anderen Kommentarstrang etwas von 2000-2500 Helfer plus Familienangehörige, dachte also darum an etwa insgesamt 10.000 Leute.

Die Zahl, die auch ich irgendwo gelesen hatte, ist aber bereits inklusive Familienangehörige:

https://reitschuster.de/post/anstieg-der-ortskraefte-inflationaer/

Wobei ich eh ein Freund einer anderen Strategie bin, die nämlich nur den Schutz und die Entwicklung des Nordostens und Nordens Afghanistans anstrebt, gemeinsam mit China, während man den Paschtunen (den Taliban) den Süden und Osten überlässt, einschliesslich Kabul. Beides getrennt durch eine hochmoderne "Chinesische Mauer" dort wo es bereits hohe Berge nicht eh schon von selbst machen. Der Ausbau und die zum Teil Renovierung der großen Ringstraße war daher auch so ein törichter Einfall von Leuten, die den Hals nicht voll genug bekommen können. Kapitalisten wie aber auch Sozialisten ohne Grenzen eben.

herbstlicht

23. August 2021 22:23

@Mitleser2 22. August 2021 20:20

»Ist Energie verglichen mit 1954 zu billig? 14 Pf kWh zu ~70 pf kWh«

Ist doch eine Banalität, daß man, über fast 70 Jahre hinweg, nicht absolute Zahlen vergleichen darf?  Meine gezeigt zu haben, daß die Kilowattstunde 1954 etwa 1/10 des Stundenlohns eines Facharbeiters kostete.  Die von Ihnen angeführten gut 30 Cent betragen etwa 1/30 des heutigen Mindestlohns.  Folglich meine ich gezeigt zu haben, daß elektrische Energie 1954 teuerer war als heute.

Eigentlich geht es mir aber darum Ihre Behauptung »Ohne billige Energie kein Wohlstand.« anzugreifen oder zumindest abzuklopfen.  Was bedeutet hier Wohlstand?  Herrschte 1954 Wohlstand?  Ich tendiere zu einem "Jein".  Die vorhergehenden 15 Jahre waren allerdings, historisch gesehen, "ungewöhnlich" gewesen.  Aber der Mittelstand konnte sich schon wieder "etwas leisten".  Ich habe keine Erinnerung an die frühen 50-er; deshalb eine Anekdote: Bei einem Vortrag von Klaus Traube im Großen Hörsaale stand ein Ordinarius für Physik, wohl aus Hamburg stammend, in der Diskussion auf und sagte etwa:  "Wir haben in den frühen 50-ern auch schon ganz gut gelebt; (schmunzelnd) aber ich habe damals meiner Mutter beim Geschirrspülen geholfen".  Trifft, meiner Meinung nach.

f

 

herbstlicht

23. August 2021 22:24

2/5

»Verschlechterung der globalen Nahrungsversorgung eine Massenmigration nach Europa«

Daß es, wohl noch in meiner Lebzeit, zu katastrophaler Verschlechterung der globalen Nahrungsversorgung kommen wird, halte ich fast für genauso sicher, wie daß auch morgen wieder die Sonne aufgehen wird; diese Lawine sehe ich bereits in Bewegung; höchstens durch Seuche, Massenvernichtungswaffen noch ablenkbar.  Europa  sollte deshalb erstens weitgehend aus seiner Fläche leben können, zweitens über eine Rüstung, "Kriegsroboter" verfügen, welche einen Angriff für jeden Angreifer zu einem unübersehbaren Risko macht, drittens bereit sein, diese Waffen einzusetzen --- auch gegen die "Flotte der Hungrigen".  Das wäre mein Leitstern; wahrscheinlich werden wir aber in ganz andere Richtung getrieben werden.

f

herbstlicht

23. August 2021 22:26

3/5

»sind Lastenfahrräder gut, Autos böse? Sagen Sie das mal Pendlern.«

Bitte, nicht auf dem Niveau eines Papperls aus den 70-ern: "Atomkraftgegner überwintern in Höhlen mit kaltem Hintern".  (Die Atomkraft-nein-danke Sonnenblume war fast genauso blöd.)  Welche Pendler gäbe es ohne den privaten PKW?  Warum ist es für Betriebe sinnvoll, sich insbesondere in Städten anzusiedeln?  Warum arbeiten Viele zwar in der Stadt, wollen aber "im Grünen" leben?  Könnte das etwas mit der Trostlosigkeit der Ballungsgebiete zu tun haben; den hohen Grundpreisen?  Wenn ja: welche Rolle spielt hierbei das KFZ?  Derbes Gleichnis, falls jemand einen Denkanstoß braucht:  nach der Besetzung des Kahlschlages auf dem WAA-Gelände 1985, war der naheliegende Wald recht bald versch...  Die Leute gingen dann halt zunehmend weiter hinaus.

Freilich, man darf Leute, welche für Jahrzehnte geplant, oft die größte Investition ihres Lebens getätigt haben, nicht plötzlich vor ganz andere Spielregeln stellen; ich schrieb, daß die notwendigen Veränderungen Zeit brauchen --- haben Sie das nicht wahrgenommen?

f

 

herbstlicht

23. August 2021 22:28

4/5

»das Überwinden der Dampfmaschinen-Idee, daß Energie jederzeit und fast überall vorhanden sein muß, braucht Zeit."   Viel Spaß damit.«

Anstatt Spaß zu wünschen hätten Sie besser meinen ganzen Satz zitiert.  Vielleicht fehlen Ihnen aber einfach technikgeschichtliche Kenntnisse, um verstehen zu können; kennen auch nicht die Abhängigkeit des Landwirts vom Wetter.  Klar ist, daß es Institutionen gibt, welche jederzeit arbeiten können müssen: Militär, Polizei, Notdienst, Krankenhaus, etc.  Und die sollen verwenden, was funktioniert und wirtschaftlich ist.  Die sonstige Produktion wird aber doch teils durch den Konkurrenzdruck, teils durch Arbeitsrecht zu festen Betriebszeiten gezwungen.  Könnte man da nicht gesetzlich eingreifen?  Warum auf aufwändige Speichertechniken für Energie spekulieren, wenn man auch teilweise umstellen kann, daß der Strom aus Wind dann genutzt wird, wenn er anfällt?  Die höheren Frequenzen in der Zeitabhängigkeit könnten durch Pumpspeicherwerke weggefiltert werden --- so sie nicht schon ausreichend durch die Phasenverschiebungen in der Leistung der Räder ausgeglichen werden.  

f

 

herbstlicht

23. August 2021 22:31

5/5

Drei Beispiele der Anpassung an die Witterung, allerdings nicht den Wind betreffend sondern die Wasserkraft: In den 50-er wurde der kleine Bach einer Mühle/Sägewerk im Oberpfälzer Wald einige Kilometer oberhalb der Mühle abgezweigt und fast auf Höhenlinie in einen Speicher oberhalb der Mühle geführt.  Nun lagen einige 10 Meter Wassersäule an der Pelton-Turbine an und der Betrieb konnte die meiste Zeit seinen Energiebedarf daraus decken.  In Trockenperioden kam es aber vor, daß der Speicher bereits am Donnerstag leer wurde.  Der Chef schickte dann die Arbeiter heim; die Nebenerwerbsbauern hatten ja auch zuhause zu tun.  

Fast überall in Bergslagen/Mittelschweden, wo es Wasserkraft gibt, stand früher ein Hütte: Holzkohle befeuerter Hochofen mit von der Wasserkraft betriebenen "Bälgen" (Luftpumpen).  Diese Hochöfen wurden oft erst im November angeblasen und waren dann bis höchstens Sonnwend im Betrieb; nur wärend dieser Zeit reichte das Wasser.  Kurzzeitige, also "hochfrequentige" Schwankungen wurden durch Stauweiher im Oberlauf ausgeglichen.

In Schweden und Norwegen gibt es "feste" und "bewegliche" Tarife für elekrische Energie; bei letzteren ist bei Hochwasser in Lappland der Strom "spottbillig", im kalten Winter aber vielleicht zehnmal so teuer.

 

 

herbstlicht

23. August 2021 22:32

@limes 22. August 2021 22:10

Große Kahlschläge scheinen mir in NO-Bayern nicht mehr gemacht zu werden und auf Satellitenbildern sehe ich auch im Schwarzwald keine.  Allerdings verstehe ich unter "groß" mehr als ein Hektar.

»Aufzuzählen, welche Vogel- und Fledermausarten konkret bedroht sind, bedeutet ja schon, über die Stöckchen der Windenergielobby zu springen.«

Ganz und gar nicht! Ich will "beweisen" können, was ich behaupte; zumindest will ich meine Ansicht plausibel machen können.  Es ginge auch überhaupt nicht um Aufzählung, sondern nur um wenigstens einen Nachweis.

 

Franz Bettinger

23. August 2021 23:21

@Ökobilanzen / Footprints: Es wird manche überraschen, manche auch verärgern, aber es ist wie immer ganz anders. Die Ökonomen David Coley und Michael Winter berechneten, dass die Strecke, die ein Nahrungsmittel vom Erzeuger zum Konsumenten zurücklegt, kein geeigneter Indikator für dessen Öko-Bilanz ist. Der Transportweg macht nur 4% aus. Entscheidend sind andere Faktoren.

In Neuseeland werden Rinder (extensiv) in natürlichen Biotopen gehalten. Das macht die Fleisch-Erzeugung wesentlich billiger als beim deutschen Bauer. Eine Rose aus einem Gewächshaus in Berlin hat einen 6-mal höheren ökologischen Fußabdruck als eine Rose aus Kenia. Bei vielen Nahrungsmitteln ist die Energiebilanz trotz des langen Weges um die halbe Welt günstiger als die Produktion vor Ort. Wenn chilenischer Honig bei uns billiger ist als Biohonig der Region, dann weil die Transportkosten kaum ins Gewicht fallen. Den höchsten Beitrag zur Öko-Bilanz verursacht übrigens der Endverbraucher. Wer mit seinem SUV 50 km zum Öko-Bauer fährt...  Ok, natürlich gibt es noch andere Gründe, weswegen man vielleicht doch lieber Produkte der Region kaufen sollte. Aber dann argumentiert national, und redet nicht vom ökologischen Fußabdruck.  …  ff

 

Franz Bettinger

23. August 2021 23:24

ff

Andererseits: Die Natur ist verschwenderisch. Wenn man sich die biologischen Prozesse im Detail bei Pflanzen und Tieren anschaut, ist man verwundert, wieviel Material und Energie 'verschwendet' wird. Die Natur ist nicht ökoeffizient und muss es auch nicht zu sein, denn sie wählt nicht grün. Ein Vulkan-Ausbruch oder  Steppen- und Wald-Brände (und das passiert täglich, steht nur nicht in der Lügenpresse) bringen mehr Staub und CO2 in die Luft, als Millionen Autofahrer. Der Mensch ist nichts im Vergleich zur Natur. Und das Klima macht er schon gar nicht.  (Verkürzt und franzelt nach: https://frankjordanblog.wordpress.com/2021/07/28/food-miles/) 

tearjerker

24. August 2021 07:33

@ABest: Niemand konnte sich vor 200 Jahren vorstellen, dass die Erde Milliarden zusätzliche Menschen ernähren kann. Kann sie wie wir sehen aber ganz gut und es kann locker noch was draufgelegt werden. Generation auf Generation wird seitdem dieser Überbevölkerungs-Quark widerlegt, der in der politischen Auseinandersetzung weiter von denen verwendet wird, die zu schwach oder zu feige sind ihre Ansprüche (gib mir Frau, Geld und Dein anderes Zeug) offen zu verhandeln und stattdessen auf die passiv-agressive Strategie inklusive Ausrottungsphantasien setzen. Die werden irgendwann wahr, wenn wir die technisch/zivilisatorischen Voraussetzungen zerstören, die überhaupt erst ermöglichen frühmorgens entspannt zum Kühlschrank zu schleichen und anschliessend hier das Forum vollzuposten.

Der_Juergen

24. August 2021 08:01

@tearjerker

Der Ausdruck "Übervölkerungsmärchen" trifft auf die weisse Welt durchaus zu. Russland, die Ukraine, das Baltikum und andere weisse Staaten leiden sogar an akuter Unterbevölkerung. Doch wollen Sie ernsthaft bestreiten, dass z. B. Bangladesch und die meisten schwarzafrikanischen Staaten ein enormes Übervölkerungsproblem haben? Sehen Sie sich bei Wikipedia beispielsweise die demographische Entwicklung im Niger an, einem der ärmsten Länder der Welt. Dort bringt eine Frau im Schnitt ca. sechs Kinder zur Welt. Früher oder später ist eine gigantische Hungersnot dort unvermeidlich, besonders wenn die Hilfsleistungen aus Europa und Amerika eines Tages zu Ende gehen, weil man dort seine eigenen Völker nicht mehr adäquat versorgen können wird. 

Laurenz

24. August 2021 12:39

@Herbstlicht

Nicht quatschen, machen. Für wie viele Stunden, Tage, Wochen, Monate schalten Sie den Strom ab?

Laurenz

24. August 2021 12:48

@Franz Bettinger

Ja, es mag sein, daß der chilenische Honig billiger ist & eine bessere Ökobilanz aufweist. Aber ist es nicht eine Frage der Souveränität, wenn wir unseren eigenen Honig haben? Hier zähle ich Europa nochmal großzügig zu uns, auch wenn das die Linke wieder falsch versteht. Der größte Teil Europas befindet sich im Osten. Dort wäre genug Platz, Rinder & sonstige Ferkeleien frei weiden zu lassen. Aber da Belarus, Rußland & die Ukraine nicht zur EU gehören, ist das politisch schwierig. Aber dafür sind Israel & die Schweiz quasi gleichgeschaltet. Hier sieht man den Unsinn kranker politischer Konstrukte.

Auch die Debatte um Nordstream zeigt auf, daß wir uns dafür stark machen sollen, von 2 Staaten abhängig zu sein, anstatt einem. Das ist der rein Wahn. Deswegen ist es auch irre, die Kohleförderung komplett aufgegeben zu haben. Man kann als Staat nicht rein ökonomische & ökologische Faktoren als Grundlage der eigenen Entscheidungen geltend machen.

Laurenz

24. August 2021 12:55

@Tearjerker @Amazonreichmacher

"Überbevölkerung"

Vielleicht schauen Sie Sich einfach mal die Zahlen an. In Australien leben 3 Einwohner pro Quadratkilometer, in Wyoming 2, in Israel 410, im Ruhrgebiet 1152, in Singapur 7867. Was macht es für einen Sinn, bestimmte Gebiete & Regionen so zu überlasten? Die Menschen leben dort quasi im Gulag. Das ist in keiner Weise artgerecht. China kauft weltweit Agrarflächen auf oder pachtet sie. Das machen die Chinesen nicht einfach so zum Spaß. 

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/flaechenverbrauch-die-erde-in-der-zange-100.html#:~:text=Etwa%2037%20Prozent%20der%20weltweiten,f%C3%BCnf%20Milliarden%20Hektar%2C%20sind%20Agrarfl%C3%A4chen.&text=Die%20Landoberfl%C3%A4che%20der%20Erde%20betr%C3%A4gt,f%C3%BCr%20den%20Menschen%20nutzbar%20sind.

Mitleser2

24. August 2021 13:34

@herbstlicht: Danke für die Mühe der Beschreibung Ihres Gesellschaftsmodells. Kann man natürlich so planen/wünschen. Es ist nur nicht meines. Meines ist eher das jetzige, mit einigen Modifikationen. Ob es haltbarer ist als Ihres, sei dahingestellt. Bei einem bleibe ich: Energiearmut ist keine Lösung.

Pferdefuss

24. August 2021 13:56

@ Franz Bettinger

Den 'Prometheus von Heute': Ich mag ihn! Sehr sogar! Endlich mal wieder Pathos!

Ich habe mir die auf gut Deutsch gedichteten Verse zusammengeschnitten, damit sie auf mich ungehinderter, reiner, wirken können.

Könnten Sie sich vorstellen, dass jemand das Gedicht im Netz kunstgerecht deklamierte? Und gibt es noch mehr Adaptionen der Klassik/Romantik 'von Heute' aus Ihrer Feder?    

Franz Bettinger

24. August 2021 14:44

@Carsten und @Pferdefuß: Ich danke Ihnen. Der "Prometheus von Heute“ war mein erster Versuch, und ich habe ihn, weil er mir gefiel, nach der 2. Überarbeitung gleich auf SiN gestellt, wo er zu meiner Freude und Überraschung nicht gelöscht wurde. So ein Gedicht lässt einen nicht los. Ich bin natürlich am „Verbessern“, aber nicht selten ist der erste Wurf der beste. Eignen Sie's sich an, wie ich mir Goethes unübertreffliche Vorlage angeeignet habe, und deklamieren Sie es im Netz oder wo auch immer, wenn Sie wollen! Vielleicht kriegen wir die Bande ja per Pathos zu Fall. Alles soll mir recht sein. 

heinrichbrueck

24. August 2021 14:45

"Überbevölkerungsmärchen" im luftleeren Raum. Das globale Wirtschaftssystem ist ein schuldenbasiertes Zinssystem. Alle Völker müssen sich verschulden, sonst kein Geld. In diesem Zusammenhang kann entschieden wereden. Staaten werden überbewertet, da ihre Macht nicht ausreicht, diesen Entscheidungen trotzen zu können. Den Staaten fehlt die oberste Steuerungsebene. Dabei ist der Begriff Staat nicht eindeutig definiert. Die meisten Staaten sind Nachahmungen weißer Staatskonzepte. Mehrheitlich haust die nichtweiße Welt in Stammesverbänden, eine unfähige Verschiebemasse. Dieser Zustand kann jederzeit verwertet werden. Es dürfte den weißen Völkern nicht gleichgültig sein, in einem solchen Zustand existieren zu müssen. 

AmazonBesteller

24. August 2021 17:04

@ tearjerker

Sie sind nicht auf meine Frage eingegangen. Das, was Sie anbringen, ist auch der Sicht der Logik schlicht falsch. Sie nehmen zwei Zeitpunkte in der Vergangenheit, verbinden diese und schreiben den Trend fort. Das ist mir als Argument zu einfältig. Überbevölkerung tritt erst nicht dann ein, wenn es knallt. Es geht schlicht um Rohstoffe wie Süßwasser, Brennstoffe jeder Art und Erden. Für uns sind ganz einfach m² entscheidend. Mit allem was darunter liegt. Die kann man nicht beliebig vermehren.

 

Interessant ist diese Aussage: "...Ansprüche (gib mir Frau, Geld und Dein anderes Zeug) offen zu verhandeln..." 

Sie wollen also das Zusammenleben jeden Tag neu verhandeln. Gehen Sie nicht davon aus, dass es dabei zu Konflikten kommt? Wer wird Ihnen freiwillig Frau, Geld und anderes Zeug überlassen (okay, die Deutschen z.B. aber die lassen wir mal weg)? Haben Sie das schon einmal ausprobiert? Erzählen Sie mir davon!

Wenn Sie schon hier im Forum schreiben, dann tragen Sie wenigstens inhaltlich etwas dazu bei und beenden das Pöbeln.

Pferdefuss

24. August 2021 18:04

@ Franz Bettinger

Bitte die holprige Beschreibung im Voraus entschuldigen.

'Die Natur ist verschwenderisch.' Und wie! Viel zu gering wird dieses Naturgesetz beachtet.  Zu vermuten ist, weil sie dem späten Humanismus unseres Menschenrechts und Menschenbildes widerspricht.

Wie jeder Baum Überfluss produziert, dafür möge die Kulturpflanze Kirschbaum  herhalten. Weißgetünchte Stämme, falls noch später Nachtfrost kommt. Setzen aber doch noch s Fröste ein, fallen Bienen aus und erfrorene Blüten ab.

Falls die Kirschen in voller Blüte stehen, ein Blütenmeer, wir lieben es, kommen Frühlingswinde und reißen viele Blüten und Fruchtknoten ab. Mit den übriggebliebenen Fruchtknoten geht das so bis zur Reife kontinuierlich weiter. Sind sie reif, kommen Stare und plündern. Was der Natur wiederum entspricht, denn sie säen mit dem Kot irgendwo die Kerne aus. Aber eben nur irgendwo. Auch dort, wo sie nicht gedeihen und der Mensch sie nicht will. Den Rest plündern die Münder. Die dienen dann nicht der Vermehrung (siehe Bibel). Muster Streuobstwiese. Konzentriert sich auf den gepflanzten Baum; wilde Triebe ignoriert, beseitigt   

Überangebot an Zapfen in Nadelbäumen ist nicht gut, sondern 'Angstblüte', Abgesang. Im Vergehen begriffene Bäume produzieren auf Teufel komm raus für die Nachkommen. 

Ist das auf die Gesellschaft übertragbar? 

Charlemagne

24. August 2021 18:24

@herbstlicht

Studium der theoretischen Physik, alle Achtung. Dennoch bringen Sie die Begriffe etwas durcheinander. Was Sie "komplexen Widerstand" nennen gibt es gar nicht. Vermutlich meinen Sie damit die physikalische Größe Impedanz. 

Der gewöhnliche Elektriker kennt die komplexen Zahlen gar nicht. Wozu auch? 

Trotzdem haben Sie mich inspiriert. Ich habe mir u.a. die Leitungsgleichungen angesehen und bin inzwischen der Meinung, dass ich mit meiner obigen Kritik an Prof. Dr. Vahrenholt etwas voreilig war.

anatol broder

24. August 2021 18:35

«passend zur bundestagswahl hatte der bonner konzern die flaschen seiner smoothies mit den namen und auszügen aus den programmen der relevanten parteien bedruckt: darunter auch die afd.»

diese darstellung ist für eine politische zeitschrift zu kurz. die flaschen sind nicht bloss mit auszügen aus den wahlprogrammen beschriftet.

eine flasche der serie die qual der wahl fordert ihren besitzer heraus, darauf zwei falschaussagen zu finden. das ratespiel wird so eingeleitet:

«im september hat man wieder die qual der wahl. aber wofür stehen die parteien eigentlich? wir haben für dich mal nachgelesen, was in den programmen der grossen deutschen parteien drinsteht. auf dieser flasche geht es um [parteiname] verpackt in ein true-oder-false-spielchen. welche der punkte sind nur blabla, also von uns ausgedacht, und welche sind wirklich wahr und stehen so im parteiprogramm? wirst du die zwei falschen entdecken?»

die auflösung ist bereits im klartext auf der flache drauf. zusätzlich findet man dort einen verweis auf saubere quellenangaben.

die flaschen mit der cdu und der linken sind beide rosa.

tearjerker

24. August 2021 19:20

@Jürgen/@Laurenz: Offensichtlich bestreite ich das. Natürlich kenne ich auch die Zahlen. Deutschland selbst ist in einem Ausmass dicht besiedelt, dass man noch vor 7 Generationen für nicht tragbar hielt. Praktisch heute kein Thema. Die erste Welt hat die Voraussetzungen für den Unterhalt von 8 Milliarden Menschen geschaffen und nutzt das. Das Potential witd noch nicht mal vollständig ausgeschöpft. Lieber werden weitere Verbesserungen blockiert, die eigene Substanz aufgefressen anstatt erhalten und in einem Akt der Selbstverstümmelung die Basis wegen einer Erkältungswelle zerstört. Unsere Probleme liegen hier vor Ort und werden nicht dadurch gelöst, dass wir uns Gedanken machen, ob wir am Hindukusch lieber 2 oder 20 Millionen Einwohner hätten. Das Thema wird noch dazu von den üblichen Verdächtigen gesetzt und ist Teil des globalistischen Framings. Die Gefahr der daraus erwachsenden Diskussion für die erste Welt ist  real. Finger weg!

limes

24. August 2021 21:25

Herbstlicht (23. August 2021 22:32)

Große Kahlschläge werden vermieden. Der einstige »Schwarzwald« wird halt immer durchsichtiger.

Und was den Nachweis des Vogel-, Fledermaus- und Insektenschredderns angeht: Solche Nachweise gibt es. Aber müssten nicht die Betreiber von Windkraftanlagen die Unbedenklichkeit nachweisen? Wer trägt die Beweislast?

Franz Bettinger

25. August 2021 09:04

@tearjerker: Worin besteht für Sie der Reiz, in einer immer dichter besiedelten Welt zu leben? Es muss diesen Reiz geben für Sie, sonst würden Sie eine solche Welt nicht verteidigen, „deren Potential wir immer noch nicht erschöpft haven“? Mein Instinkt wehrte sich schon vor 50 Jahren gegen die vielen Ellbogen in der Gesellschaft, und das hatte eine (mindestens eine) folgenschwere Konsequenz. Ich meine nicht die übervolle Welt Liberias oder Hongkongs, sondern hier vor Ort in Deutschland. Dennoch freue ich mich, gesunde einheimische Familien mit 7 großartigen Kindern zu sehen. 

Laurenz

25. August 2021 09:24

@Heinrichbrück

"Staatsschulden"

Norwegen & die Schweiz haben keine nennenswerten Staatsschulden & schwimmen im Geld. Die Schweiz ist sogar deswegen "gezwungen", Geld zu drucken, damit der Franken nicht ins "Unermeßliche" steigt. Sie sehen, "Verallgemeinerungen" nennen meist einen Haken ihr eigen.

Laurenz

25. August 2021 09:33

@Tearjerker @Jürgen/@Laurenz

"besiedelt, dass man noch vor 7 Generationen für nicht tragbar hielt. Praktisch heute kein Thema."

Alle politischen Themen der Altparteien berühren exakt diesen Punkt, mit der Konsequenz, das Gegenteil der Vernunft zu unternehmen & hier weiter aufzufüllen. Es ist vollkommen egal, ob Sie Überdüngung, CO2, Mieten, Schulden, Energie, Verkehr etc. zur Hand nehmen. Überbevölkerung ist in allen politischen Bereichen das zentrale Thema für uns. Wir brauchen dringendst Abwanderung. Geschieht ja auch, jedes Jahr 300.000, aber natürlich die falschen. Ich muß einfach feststellen, in meinen Augen, sind Sie vollkommen auf dem Holzwege...

RMH

25. August 2021 11:17

'Die Natur ist verschwenderisch.' 

Kann jeder Hobbygärtner bestätigen. Was in diesem Jahr, wo es ausreichend Wasser gibt, an Vegetation entsteht, ist enorm. Das ist alles gebundenes CO2.

Aber jetzt kommen ja die ersten bestellten Studien und behaupten, das Ausnahme-Hochwasser an der Ahr etc. sei wegen des Klimawandels erfolgt.

War gerade in einem westeuropäischen Nachbarland. Dort in den Nachrichten (immer wieder aufschlussreich: Sobald man die Deutschen Grenzen verlässt, unbedingt dort einmal die Nachrichten im TV ansehen. Regelmäßig deutlich unterschiedlich in den Themen, viel lokaler, als bei uns). beschwerte man sich über eine drohende, schlechte Ernte. Das Wort Klimawandel fiel in diesem Zusammenhang kein einziges Mal. In deutschen Nachrichten undenkbar. Bauer Heinrich fällt ein Apfel auf den Kopf - Klimawandel war sicher schuld.

Das Thema interessiert nur die öffentlich-rechtliche Medien in Deutschland und dem Rest der Welt ist es - irgendwelche Uni-Nischen, die dafür Fördergelder bekommen wollen, außen vor - zwar nicht egal, aber es wird in der Wichtigkeit irgendwo einfach nur zwischen allem Möglichen einsortiert.

tearjerker

25. August 2021 11:34

@ABest: Angeblich endliche Ressourcen sind Aberglauben (‚Die 10 Kästen Bier reichen, glaube ich, aber nur wenn wir einen von uns Dreien rausschmeissen’). Die Überbevölkerungserzählung zielt darauf, Ihnen den Zugang zu Ressourcen zu erschweren oder ihn ganz zu verwehren, damit Andere davon profitieren können. Die dahinter liegenden Motive sind die von mir genannten allgemein menschlichen Motive. Sie wird als Instrument gewählt, weil man auf Ihre/unsere Gutmütigkeit baut, die garantiert, die Sache widerstandsfrei durchziehen zu können. Nahezu jeder Aspekt dieser Geschichte wird bereits gegen das hiesige Lager gewendet. Man sollte sich nicht darauf einlassen.

Andreas Walter

25. August 2021 11:36

@tearjerker

Vertreten nicht gerade Sie damit die (unausgesprochenen) Argumente der Globalisten?

Mehr Menschen bedeutet Lohndumping.

Mehr Menschen bedeutet mehr Kanonenfutter.

Mehr Menschen bedeutet mehr Konsum.

Mehr Menschen bedeutet mehr Sklaven, mehr Huren, mehr Killer, mehr Drogen, mehr von allem, was eigentlich verboten ist.

Zumindest der Unter- und Mittelschicht.

Mehr Menschen bedeutet mehr Konflikte, die man instrumentalisieren kann und um von den wahren Verursachern/Ursachen abzulenken.

Sagen Sie doch dann lieber, ich liebe Gewimmel, gerammelt volle Strände, Städte wie Neu-Delhi oder Lagos, Tokyo und New York, citys that never sleep, Hard Rock statt Wiener Café.

Gerade junge Leute können mit Barcelona auch mehr anfangen als sagen wir mal mit Lüchow-Dannenberg.

Mehr Menschen mehr Vielfalt, das stimmt. Aber auch mehr Einfalt. Wie auch mehr Genies.

Aber sonst?

Gustav Grambauer

25. August 2021 12:10

Jüngster PsyLab-Affentest - klar, EDEKA, wo es die Kunden ja auch mit der DeutschlandCard "heimgezahlt" ("Pay-Back"-Punkte, sic!) bekommen, wieder an vorderster asymmetrischer Kriegsfront mit dabei.

- G. G.

tearjerker

25. August 2021 15:45

@Andreas Walter: Für die Globalisten und ihre Propagandisten, Bürokraten und Mitläufer ist das Thema nur ein Vorwand ihnen demnächst den Strom abzustellen. Wer möchte, dass Lagos nicht vor der eigenen Haustür auftaucht, sollte das einfach sagen, anstatt Begriffe wie Überbevölkerung, Ressourcenknappheit usw. vorzuschicken, damit es nicht so hart rüberkommt.  Wir müssen doch nicht deren angebliche Probleme lösen und wir schulden diesen Leuten nichts.

herbstlicht

25. August 2021 16:06

@RMH, Ahr

https://www.cedim.kit.edu/download/FDA_HochwasserJuli2021_Bericht1.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Hochwasser_der_Ahr_am_13._Juni_1910

Video der NZZ auf YT.

"Man hat die Hochwässer von 1910 und 1804 bei den Planungen weggelassen (Als Ausreißer?)."

@charlemagne: später.

Laurenz

25. August 2021 16:41

 

@Gustav Grambauer

Richtig, aber 10 Mio. zahlende Kunden weniger, die sich "rechts" glauben, sind auch ein Argument. Edeka schießt sich ins eigene Knie damit. EDEKA, dumm geboren, nichts dazu gelernt.

@Tearjerker @Amazonbücker

"Die 10 Kästen Bier reichen, glaube ich, aber nur wenn wir einen von uns Dreien rausschmeissen"

Absolut, diese Argumentation stimmt. Nur aus 10 Kästen Bier sollen 3 werden, aber wir schmeißen nicht einen von uns Dreien raus, sondern laden noch 2 ein, die aber kein Bier holen gehen & auch keins brauen.

@Andreas Walter liegt hier mit Seiner Sicht der Dinge richtig. Vielleicht erkennen Sie ja Ihren Denkfehler.

AmazonBesteller

25. August 2021 16:42

@ tearjerker

"Sie wird als Instrument gewählt, weil man auf Ihre/unsere Gutmütigkeit baut, die garantiert, die Sache widerstandsfrei durchziehen zu können."

Ja, da stimme ich Ihnen zu. Ein interessanter Aspekt.

Ihnen würde es besser stehen, einfach diesen Standpunkt der Manipulation zu vertreten. Wirklich anzunehmen, die Erde könnte 10 Milliarden Menschen beherbergen (das kann sie) und dies hätte keinen negativen Einfluss auf uns, scheint mir nicht fertig gedacht. 

Das wir trotzdem fordernder werden müssen, auch da gebe ich Ihnen recht. Ihre Aussagen gefallen mir, auch wenn ich nicht immer zustimme.

 

@ anatol broder

Danke für den Hinweis. Das erinnert mich doch glatt an die App: AfD oder NPD. Da konnte man an einem Quiz teilnehmen in dem eine Aussage postuliert wurde. Die Frage war dann: wer hat's gesagt: AfD oder NPD? 

So ungefähr: "Deutschland ist das Land unserer Ahnen. Es zu erhalten ist unsere Pflicht"

Alle so: Voll NPD, ey!

App: AfD.

Alle so: *voll geschockt* krass die AfD ist ja wie die NPD!

Eine herrlich, kindische Manipulationsmaschine. Und funktioniert natürlich. Aggressives Marketing.

Franz Bettinger

26. August 2021 09:50

Prometheus Heute  (Endfassung)

Steck in die Cloud den hässlich kahlen Kopf.
Lins, geiler Greis, durchs Schlüsselloch. 
Niemals bekommst du Volkes Segen 
zum Maulkorb gegen freies Reden. 

Gessler-Hüte grüßen wir nur unter dem Zwang
von Polizeiknüppeln und Reizgas und nur dann. 
Immer schärfere dümmere Gesetze liegen parat.
Das kältestes aller kalten Ungeheuer heißt Staat.  

Musst mir meine Welt doch lassen,
und meine Hütte, die du nicht gebaut,
meine Liebe, von der du keine Ahnung hast, und 
meinen Herd, um dessen Glut Du mich beneidest. 

Ich kenn nichts Ärmeres unter der Sonn' als euch Elitioten!
Ihr nähret kümmerlich von Lügen und Verboten Eure Eitelkeit
und darbtet, wären nicht Kinder und Bettler hoffnungsvolle Narren.

Da ich ein Kind war, und nichts wusste, 
Kehrt' ich mein verirrtes Auge zum Staate hin, 
als wenn's dort Seelen gäbe zu hören die Klage,
Und Herzen, sich des Bedrängten zu erbarmen. 

Wer half mir über die Tretminen des Regimes und 
gegen die Ellbogen der Gesellschaft hinweg 
und voran zu kommen? 

Hab ich nicht alles selbst gemacht, vollbracht, vollendet?
Und dankte doch - jung, gut, aber betrogen - dem Staat dafür,
Den nichts kümmert, nur sein eigen fettes Süppchen.   ff

 

Franz Bettinger

26. August 2021 09:50

ff

Ich euch ehren, ihr Strippenzieher? Wofür? 
Für die Großlügen und Gedankenkäfige? 
Eure Terror-Kriege und Verbrechen?
Das Gender-Gefasel und all die
Perversitäten, die ihr zum 
'Neuen Normalen' 
adeln wollt? 

Beispielhaft 
Die Irren, die nach Bomber-Harris plärren 
und Dresden ein 2. Mal verbrennen wollen. 
Sie wurden nicht als Wahnsinnige geboren. 
Eure Lügenpresse hat sie dazu gemacht. 

Wähntet Ihr etwa, Ich sollte das Leben hassen, 
meine Natur verfluchen, verleugnen gar, und in Wüsten 
fliehen, weil nicht alle Knabenmorgen-Blütenträume reiften? 
Hat nicht zum Manne mich geschmiedet die Arbeit und ein wenig Glück? 

Eure Gestapo mag gleich jener Inquisition ihre Prozesse gewinnen. 
Den letzten aber werdet ihr verlieren, vor dem Gericht der Geschichte.

Hier sitze ich und forme die dumm gewordenen Menschen neu nach meinem Bilde,
Ein härteres Geschlecht diesmal, das fähig sei, zu leiden, lieben und zu freuen sich,
Und Wirklichkeiten zu erkennen, anzuerkennen und auch auszuhalten,
Und Dich, erbärmlich tiefen Staat, nicht zu achten, wie ich. 

(von Franz Bettinger - eine Adaptation an Goethe) 

Franz Bettinger

26. August 2021 09:58

Wieso leisten die Völker / Nationen keinen Widerstand gegen ihre Auslöschung? Eine gute Antwort auf diese Frage formulierte einst Ernst Jünger in den Marmorklippen: „Es ließen sich noch viele Zeichen des Untergangs nennen; sie sind wie ein Hautausschlag, der kommt und geht. Dazwischen gab's aber durchaus auch heitere Tage, in denen alles wie früher schien. Hierin lag ein meisterhafter Zug des Diktators. Er gab uns ein paar Freiheiten frei in kleinen Dosen, wie auch die Furcht, die er stetig steigerte und deren Ziel die Lähmung des Widerstandes war.“  Der Diktator (Oberförster) hatte alles gut durchdacht. 

herbstlicht

26. August 2021 12:03

@Charlemagne 24. August 2021 18:24
»Was Sie "komplexen Widerstand" nennen gibt es gar nicht. Vermutlich meinen Sie damit die physikalische Größe Impedanz.«

Richtig, die E-Technik, wer sich mit trigonometrischen Funktionen müht, spricht hier von Impedanz; mir fiel das Wort nicht ein und Sie haben ja meine Umschreibung verstanden.  "Unsereins" definiert aber Widerstand als Verhältnis von Spannung und Strom, welche auch komplexwertig sein können.  Durch das mächtigere mathematische "Vokabular" erübrigt sich Unterscheidung von Gleich- und Wechselstromkreisen weitgehend.

"physikalische Größe", "gibt es nicht": das wären Stichworte für einen langen Vortrag; habe viel mit dem Lehrbuch der Theoretischen Physik von Günther Ludwig studiert, dessen hintergründiger Zweck es ja ist, Antworten zu geben auf die Frage: was ist eine physikalische Theorie.

»Trotzdem haben Sie mich inspiriert. ...«

Schön.  Und die angegebene Ersatzschaltung wäre noch zu ergänzen: wir haben "pro Meter" auch noch eine Kapazität, gegen einen parallelen Draht oder Masse.  Also einen Blindstrom, selbst dann, wenn die Leitung am Ende offen ist.  Und durch den Blindstrom entstehen Ohmsche- und Strahlungsverluste.  Stolperte beim Querlesen Leseprobe Über eine Bemerkung in dieser Richtung; dort leider ohne Begründung oder quantitativer Angabe.

 

Laurenz

26. August 2021 13:48

@Anatol Broder

Jeder kann den Relotius Wahl-o-Mat benutzen & sehen, was er ist.

Laurenz

26. August 2021 13:51

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/514112/Politik-verweigert-Afghanistan-Veteranen-den-ihnen-zustehenden-Grossen-Zapfenstreich

heinrichbrueck

26. August 2021 14:25

Prometheusspielerei. Aufstand der Titanen? 
Elitioten. Beschimpfungen sind keine intellektuelle Herausforderung. So können die Beschimpften weitermachen, keine nachvollziehbare Infragestellung. Vereinzelungsagonie ohne Widerspruch. Fehlendes Konzept. Marx hatte ein Manifest. 
Gestapo (Verfassungsschutz?). Demokratie ohne Repression gleich falsche Vorstellung. Die Lähmung des Widerstandswillens ein Wahngebilde des Unwahren. Diese Politik zur Vernunft zu bringen, es darf schon etwas mehr Wahrheit erforderlich sein. DIE GRÜNEN: "Bereit, weil Ihr es seid." Bei den Taliban*innen dürfte man wohl ähnlich gelenkt werden. 

Andreas Walter

26. August 2021 16:17

@tearjerker

Es sind aber nicht nur deren Probleme, sondern auch unsere (dafür haben sie auch schon immer bewusst gesorgt [für Abhängigkeit], eben damit sich keiner ausklinken kann). Es ist doch fast alles miteinander verbunden, ausser vielleicht Nordkorea und Cuba. Wobei - auch da - gibt es Import Export. Was glauben Sie, wie viele Marxisten deswegen gerade auch heimlich jubeln, weil der Ami die Taliban auch weder unterwerfen noch umerziehen konnte.

Die Deutschen aber sind keine Taliban. So waren wir höchstens noch zu der Zeit der Römer oder auch in der Zeit der Völkerwanderung erfolgreich, als die allgemeine Not Nettigkeit und Arschkriecherei nicht erlaubt hat. Doch heute und zudem auch noch nach WW2? Ist selbst in der Kunst DH, NDH und "Deutsche, wehrt euch!" nicht mehr erlaubt, beziehungsweise, wird verpönt, wird diskreditiert (H steht für Härte).

Ausser unsere Weiber, in der Tat, die werden von Tag zu Tag immer mehr zu Taliban*innen.

Hier übrigens die (neo-)marxistische, antieuropäische Sicht zum Thema Weltbevölkerung:

http://www.wernerboote.com/cms/wernerboote/index.php?idcatside=9

Ob Boote wohl ein vermögender Mann ist? Das lässt sich sicherlich rausfinden.

 

Laurenz

26. August 2021 18:54

@Heinrichbrück

"Beschimpfungen"

Nur die besten Beschimpfungen sind politisch noch relevant. Bei einer 18 oder 20% Partei stellt man das dümmste Mitglied der Partei als Kandidatin auf. Eine intellektuelle Ebene ist doch damit längst aus der Welt gefallen. Wo leben Sie? Das zieht sich doch durch alle Parteien. Auch die jüngste TV-Kampagne der Bundesregierung zur Motivation der Ungeimpften sich doch endlich zu kontaminieren, schlägt die überhaupt vorstellbare Dummheit um Längen, die sich nur noch in Lichtjahren messen lassen. Eine dümmere politische Führung hat es in der gesamten Menschheitsgeschichte nie gegeben. Und sie wird noch dümmer werden.

Ich kann Sie nur auf die Servus-TV-Talkshow erinnern, was man da an intellektuellen Tieffliegern gegen GK & Broder aufbot. Da muß doch jeder Denkende spätestens begriffen haben, daß es eine intellektuelle Debatte nur noch als Hobby Gelangweilter, die aus der Zeit gefallen sind, gibt. Franz Bettinger tut exakt das Richtige. Er haut einfach auf die Kacke, allerdings ist das Niveau noch zu hinterfragen.

Andreas Walter

26. August 2021 19:09

@tearjerker

“Wir müssen doch nicht deren angebliche Probleme lösen und wir schulden diesen Leuten nichts.“

Da bin ich durchaus fast zu 100% Ihrer Meinung.

Wer es verbockt hat, natürlich die Linken (WHO und Co.), ist aber im Nachhinein egal, und wenn Millionen von denen jetzt nach und nach unsere Grenzen einfach überrennen wird es auch zu unserem Problem. Wobei es medial sogar schon länger zu unserem Problem gemacht wird, natürlich auch durch die Linken*, einfach nur durch die massive Propaganda schon seit Jahrzehnten in dieser Richtung, die auch auf uns, unsere Frauen und unsere Kinder prasselt.

Wie wollen Sie, sollen wir das lösen? Durch Trotz? Durch Aufklärung, die uns a) eh nicht erlaubt wird und b) dem Aggressor, den Aggressoren, zudem am Arsch vorbei geht? Unsere Vernichtung von manchen sogar gewünscht ist? Sogar aus mehreren Gründen, die diese Leute aber nur sehr selten offen aussprechen?

Mit sogar Frauen und Feministinnen (Feministen), die uns auch noch in den Rücken fallen?

Die Kirchen mittlerweile auch? Massenpsychose? Massenmanipulation? Kulturkrieg?

Der (mittlerweile globale) Krieg um alles?

*bzw. auch die Internationalisten, Globalisten, Wirtschaftsliberalisten usw. 

tearjerker

26. August 2021 20:27

@Andreas Walter: Boote ist jedenfalls nicht vermögend genug, um sich eine vernünftig lesbare Webseite zu leisten. Ihre Punkte Krieg, Hunger usw mögen ja für andere Teile der Welt zutreffen, aber warum sollen denn wir daraus für diese Leute die Konsequenzen ziehen. Für uns haben wir das ja bereits. In Lagos weinte sich jedenfalls keiner in den Schlaf als sich die Europäer an die Gurgel gingen und wir sollten das umgekehrt auch nicht tun, geschweige denn uns auf fadenscheinige Begründungen mit dem Ziel einzulassen diesen Leuten irgendwas opfern zu müssen. @Bettinger: Keinen Reiz. Aber das Thema appeliert ja nicht an persönlichen Eindruck, sondern bemüht eine Räuberpistole um mich auf fremde Interessen zu verpflichten. Wie bei der Saisongrippe 2019. Nein, danke. @Laurenz: Es liegt erstmal an uns, den Einladenden nicht durch die Übernahme Ihrer halbharten Argumente bei  der Umsetzung ihrer krausen Ideen entgegen zu kommen. Ich möchte hier ausdrücklich einmal die Bibelschüler vom fernen Hindukusch loben, die bereits einen Schritt weiter sind und ihre Absicht bekundeten, die Auswanderung zu unterbinden und gleichzeitig den eigenen Leuten das Saufen zu verbieten. Deren Probleme bleiben da, wo sie hingehören. Vorbildlich.

limes

27. August 2021 21:38

@  Andreas Walter (26. August 2021 19:09): »Der (mittlerweile globale) Krieg um alles?«

https://www.auf1.tv/stefan-magnet-auf1/monika-donner-wir-haben-die-pflicht-zum-widerstand-gegen-die-corona-diktatur/

Andreas Walter

28. August 2021 18:55

Netzfundstück (aber beeilen, wird nämlich regelmässig aktualisiert):

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-infizierte-genesene-tote-alle-live-daten-a-242d71d5-554b-47b6-969a-cd920e8821f1

(neue Fälle): Wie ist das denn möglich? Ist die Mauer zurück? Oder bringen vornehmlich Ausländer, Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund die Viren nach Berlin und Westdeutschland mit? Aus dem Ausland als erstes darum in ihre Kreise? Reisende aber gibt es doch auch im Osten. Anderes Reiseverhalten? Andere Herkunfts-/Urlaubsländer?

Die erste Welle fing auch im Westen an, in den Arbeiter und Industrieregionen Ruhrgebiet, Bayern und Baden-Württemberg. Das ist kein Zufall:

https://service.destatis.de/DE/karten/migration_integration_regionen.html

Doch auch folgende Grafik, seltsam (gesamt): Haben ausgerechnet "die Nazis aus dem Süden Sachsens" besonders viel Kontakt mit Ausländern? Sind jedoch ausgerechnet die "Bergleute“ und “Bergziegen" Sachsens weniger robust, widerstandsfähig als der Rest der Deutschen? Hier mussten aber doch auch alle Maske tragen und haben es auch gemacht. In den Läden, im Bus. Oder stammen womöglich die meisten Rebellen aus dieser Region? Waren/sind die Demos dann also doch keine "Superspreaderereignisse“, "Supergefahrenzonen"? Die zweite Grafik ist mir daher weniger klar, aber ganz ohne Frage auch auffällig.

Screenshots machen und weiterleiten.
 

Andreas Walter

28. August 2021 23:28

Oder auch das, eben erst so schön nebeneinander gesehen (die beiden Karten):

https://www.tutzinger-diskurs.de/migration-in-deutschland-zahlen

Was mich zu folgender Frage gebracht hat: Warum machen die das?

Warum siedeln sie diese Leute, angeblich sogar Schutzsuchende, ausgerechnet dort an, wo sie bekannterweise am wenigsten willkommen sind, verstanden werden?

Warum nicht dort, wo bereits Menschen leben, die aus ihrer Kultur stammen und auch ihre Sprache sprechen, meistens sogar die gleiche Religion teilen. Wo sie sich automatisch darum auch gleich viel wohler und sicherer fühlen würden.

Mit welcher Absicht missbraucht daher die deutsche Regierung also sowohl ein Teil der einheimischen Bevölkerung wie auch den überwiegenden Teil der angeblich Schutzsuchenden? Missbrauch von Schutzbedürftigen und Schutzsuchenden?

Doch so wie es aussieht steht ein solches Verhalten in Deutschland nicht unter Strafe:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/misshandlung

Obwohl es sogar beides ist, ein 100.000facher Miss-(ge)brauch wie auch eine 100.000fache Miss-(be)handlung von Menschen, sowohl von Ausländern wie auch von Einheimischen.

 

 

Franz Bettinger

29. August 2021 09:09

@Andreas Walter und andere: Ihr sucht immer noch eine Logik im Hexenhammer? 

tearjerker

29. August 2021 10:01

@Andreas Walter: Die Ansiedlungen zielen darauf die lokale Organisation und gewachsene Struktur der aufnehmenden Länder zu schwächen. Das soll Eingriffe von ausden vereinfachen. Sie sind Teil der Strategie der Vereinigten Staaten, die global auf Destabilisierung dieser Strukturen und deren Umgestaltung bzw. auf komplette Zerstörung dieser Strukturen zielen, je nach geostrategischer Einordnung und Status der betroffenen Länder.

Andreas Walter

29. August 2021 11:13

P.S.: Weil ich's vergessen habe explizit zu erwähnen, was ich überhaupt meine:

Ich meine natürlich jeweils die Karten (weil auch hier die Bilder mehr sagen als Worte).

Das Grenzgebiet nach Polen? Frei. Das Grenzgebiet nach Tschechien? Frei. Ostdeutschland bis auf Berlin und ein bisschen in ein paar Großstädten? Frei. Die bösen Anti-Impf-"Nazis" und wir scheißen auf Masken "Covidioten" im Süden von Sachsen? Auch nix.

Westdeutschland dagegen bereits völlig verseucht, am schlimmsten wieder in den industriellen Ballungszentren, wo traditionell eben auch ... die meisten Gastarbeiter und Menschen mit Migrationshintergrund leben. Die im Sommer womöglich auch, viele sogar wahrscheinlich Urlaub aber eben in ihren Herkunftsländern machen.

Genau die (und nur die) sind nämlich weder in Ostdeutschland noch in Tschechien noch in Polen in den Massen vorhanden wie "in den industriellen Ballungszentren" Westdeutschlands bzw. in Westeuropa im allgemeinen. Selbst alle Urlauber oder auch die Vietnamesen in den Ostgebieten schaffen es statistisch nicht (von der Menge) im Vergleich zu Westdeutschland auch nur ein minimales, sichtbares Signal (Infektionsgeschehen) in der Grafik der Neuinfektionen zu erzeugen.

In Westdeutschland dagegen korreliert die Grafik zum Teil sogar bis ins Details mit Regionen, in denen auch überdurchschnittlich viele Migranten sich angesiedelt haben.

Und von wo sind die? Das zeige ich gleich.

 

Franz Bettinger

29. August 2021 11:41

Leute, es ist Zeit, den Kopf aus dem Sand zu ziehen. Meine Frau und ich waren überein gekommen, Andersdenkende (auch innerhalb der Familie) mit Informationen zu verschonen, die jene ohnehin als V- Theorien wegwischen würden. Aufwachen muss man immer selbst; denn wenn man geweckt wird, ist man ungehalten. 

Wie ich die Lage sehe? Wir befinden uns im Jahr 1933. Keiner weiß was Zukunft bringt. "Nous sommes en guerre“, das hat Macron nicht einfach nur dahingesagt. Es ist eine neue Art Krieg und doch Krieg.  Existenzen werden zerstört; zunächst die, die Regime-kritisch sind. Die verlieren ihren Job, ihr Konto; manchen nimmt man die Kinder weg. All das steht nicht in der Lügenpresse. Mitläufer dürfen noch mitlaufen. Für eine kurze Weile.

Aber die Wahrheit ist durchgesickert. Zu viele haben von ihr gehört. Die Impfbereitschaft stockt. Die Repressalien nehmen zu. Es nutzt nichts. Deep state hat ausgespielt. Das ist meine Prognose. - Unsere Devise: Farbe bekennen. Nicht feige sein, aber auch nicht zu mutig. Und das wirkt.  Episode eines Freundes: ff
 

Franz Bettinger

29. August 2021 11:45

ff "Wir müssen alle ran! Nicht mehr nur quasseln und sich die Finger wund schreiben. Gerade komme ich aus dem Ort zurück. A. und ich waren,wie fast jeden Tag am Strand und wollten noch einen Kaffee trinken und was einkaufen. Dazu gingen wir zum einzigen, kleinen aber feinen Four Square. Davor saß auf der Bank ein befreundetes Ehepaar in der Sonne. Wir begrüßten sie mit den üblichen hugs (Um-armungen) und hielten deshalb keinen "Sicherheitsabstand" ein. Als ein Covidiot mit Maske uns wütend darauf hinwies, dass dies nicht statthaft sei, schauten wir 4 uns an und lachten aus vollem Hals. Der Kerl fühlte sich schlecht.  Dann gingen wir, selbstverständlich ohne Maske, hinein in den Supermarkt, wo mich der Manager sofort stellte und nach meiner Maske fragte. Einige Kunden versammelten sich um uns. Ich wies auf unsere Ausnahme-Genehmigung hin und A. zeigte ihre Plakette rum. Großes Staunen! Als wir das Geschäft verließen, applaudierten die geplagten Kassiererinnen, die seit Stunden unter den idiotischen Masken stöhnten.“ - Beispielhaft sein!

Andreas Walter

29. August 2021 12:18

Denn Industrie- und Ballungsgebiete gibt es auch in Ostdeutschland (Berlin zähle ich nicht zu Ostdeutschland), nur scheint da bisher kaum jemand infiziert zu sein. Unlogisch, wenn also dort nicht irgendwas fundamental anderes wäre als im Westen. Polen denke ich kann man aus der folgenden Liste darum streichen und Tschechien kommt eh darin nicht vor, doch der Rest?:

https://www.bib.bund.de/DE/Fakten/Fakt/B95-Bevoelkerung-mit-Migrationshintergrund-Auslaend-Bevoelkerung-Herkunftslaender.html;jsessionid=666C60308A45493ABC1490ABE1D7AF1B.2_cid389?nn=9992206

https://interaktiv.morgenpost.de/corona-virus-karte-infektionen-deutschland-weltweit/

Der Infektionsdruck auf Westdeutschland kommt derzeit daher überwiegend wahrscheinlich aus der Türkei und aus Russland, aber auch vom Balkan und aus Italien (zu Syrien und Afghanistan zeigt diese Karte leider keine Daten).

Der Infektionsdruck bei den Briten könnte übrigens hauptsächlich aus Indien stammen, zum durchgeimpften Israel sage ich lieber nichts. Die haben ja eh Narrenfreiheit, are accountable for nothing. Am besten darum das Fliegen komplett verbieten und auch alle Vögel und Fledermäuse schreddern, Mosquitos gleich mit. Die Affen werden schon die Afrikaner ausrotten. Wobei man auch mit dem Zug oder Auto in wenigen Tagen in Moskau oder am Bosporus ist, bringt also alles gar nichts. Auch nicht das Impfen. 

Andreas Walter

30. August 2021 01:56

Nanu, da fehlt ein Kommentar. Oder gehen Sie von der Red. davon aus, dass auch so jeder bereits die beiden davor versteht? Weil ich manchmal vergesse zu erwähnen, wodurch ich zu bestimmten Schlüssen komme. Hier ist ja nicht jeder Statistiker oder Naturwissenschaftler.

@limes

Danke, limes. Ich muss nur mal schauen, wie/wann ich mir das ansehen kann. Habe derzeit nur wenig Geld und darum auch nur sehr wenig Datenvolumen. Bin nämlich noch nicht richtig angekommen hier in Sachsen und ohne Kontakte und Auto ist es hier auf dem Land etwas schwierig mit Arbeit. Hätte vielleicht doch noch etwas weiter bis nach Dresden ziehen sollen, auch um mein Spanisch mit in die Waagschale bei Bewerbungen werfen zu können. Doch daran habe ich letztes Jahr noch nicht gedacht, war einfach nur froh, dass ich mich überhaupt endlich lösen konnte aus meiner Vergangenheit. Allein ist man glaube ich weniger bereit, die gewohnte Umgebung und auch alle Freunde einfach aufzugeben, doch zurück will ich jetzt nicht mehr. Ausser vielleicht mal zu Besuch. Wobei ich richtig gern hier auf dem Land bin, das hätte ich nie gedacht - oder ich war früher womöglich dafür zu jung. Hier im Erzgebirge ist es wunderschön. Ähnlich wie im Harz. Hätte gleich nach der Wende hierher kommen sollen, habe ich jetzt schon manchmal gedacht, doch damals hatte ich auch noch die üblichen Vorurteile gegenüber den Ossis.

 

 

Andreas Walter

30. August 2021 10:01

Ahhh, vielen Dank!

Das war mir jetzt wirklich wichtig, weil ich sogar selbst sehr überrascht war über meine Entdeckung und sie darum unbedingt weitergeben wollte.

Allein schon weil ich weiß, was es für wirklich gefährliche Krankheiten auch in Afrika gibt und wir auch immer mehr Afrikaner hier haben. Denn noch gibt es Flugzeuge und eine völlig unpraktische, völlig überflüssige Erfindung sind sie nicht. Die wird es darum noch lange geben, auch ohne Jet Fuel A1 (Kerosin), Diesel oder Benzin.

Ich liebe übrigens den Geruch von Kerosin, den ich schon als Kind ganz oft in der Nase hatte. Wahrscheinlich ist das auch der Grund.

Mir geht es, das weiß auch Gott, daher nicht um Rassismus, obwohl ich sogar den zum Teil verstehen kann (es gibt eben auch optische Präferenzen, Gewohnheiten bei der Partnerwahl und ähnliche, rein physische Gründe, die man respektieren sollte). Es steht eben nicht jeder auf Rothaarige, oder auf mulatas, negras und so weiter, oder auf chinitas, gordas oder flacas.

https://youtu.be/uCRX3fNlO5c

Laurenz

30. August 2021 14:50

@Andreas Walter

Auf der tschechischen Seite des Erzgebirges ist das Bier billiger & schmeckt besser.

limes

31. August 2021 21:19

@ Andreas Walter (30. August 2021 01:56)

Respekt vor Ihrem Mut zum Ortswechsel. Nicht allein ist man aber meiner Ansicht nach eher noch gehemmter. Man kann das ja in diesem Fall ja gar nicht alleine entscheiden.

Richtig gern auf dem Land bin auch ich. Das weiß ich schon seit meiner Jugend, und das ist lange her, wenn man bedenkt, dass ich in weniger als einem Jahr in Rente gehe.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.