Draußen vor der Tür

Götz Kubitschek meint, wir hier wären „nicht ausgeschrieben, aber ehrlich genug, um zuzugeben, ...

Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

… daß man Durch­hal­te­pa­ro­len, Empö­rungs­tex­te und Revo­lu­ti­ons­er­war­tun­gen nicht for­mu­lie­ren möch­te“. Im Ver­such, die­sen Impuls aufzunehmen:

Soll­ten wir nicht vor allem dar­auf ach­ten, auf Abstand zu blei­ben? Nur so sehen wir klar. Dies darf aller­dings nicht in Selbst­ge­fäl­lig­keit, näseln­de Arro­ganz gegen­über den ande­ren und in Zynis­mus mün­den. Um dies zu ver­mei­den, braucht es Demut und min­des­tens Selbstdisziplin.

Wir wer­den von den Herr­schen­den und deren Zustim­mern aktiv distan­ziert, auf offi­zi­el­le wie inof­fi­zi­el­le Wei­se, aber soll­ten genau dies nut­zen. Wie gesagt, kei­ne küh­le, kei­ne bes­ser­wis­se­ri­sche, kei­ne ver­mes­sen, über­heb­li­che Distanz, son­dern eine der genau­en Sicht auf das, was geschieht – und so gleich­falls auf das unter den polier­ten Ober­flä­chen Gesche­hen­de. Genau hin­se­hen, nach­den­ken, Ana­ly­sen und The­sen for­mu­lie­ren, war­ten. Aber: prä­sent sein. Wacher als jene, die das Ram­pen­licht nut­zen. Gelas­sen­heit über, Anlei­hen neh­men an der guten alten Stoa.

Eine Schwund­stu­fe die­ser Hal­tung ken­nen wir: Laßt sie doch ein­fach machen! Die EZB- bzw. EU-Wirt­schafts- und Finanz­po­li­tik wird aus rein mathe­ma­ti­schen Grün­den in das Desas­ter der Euro-Poli­tik füh­ren, nach­dem alle seit Maas­tricht dage­gen beschwo­re­nen Siche­rungs­sys­te­me ent­we­der nie ange­schal­tet oder eben längst abge­schal­tet wor­den sind. Zuguns­ten einer Ver­ge­mein­schaf­tung irrer Schulden.

Die EU-Tech­no­kra­ten selbst wis­sen es; sie sind aber Gefan­ge­ne ihres Betriebs­sys­tems und fah­ren es bis zum Crash: Wha­te­ver it takes! Die Atta­cke der Brüs­se­ler Kom­mis­si­on gegen das deut­sche Ver­fas­sungs­ge­richt dürf­te den letz­ten Wohl­mei­nen­den belehrt haben, mit wel­cher angsge­trie­be­nen Vehe­menz sich der Super-Staat gegen die Nati­on durch­zu­set­zen bereit ist.

Eben­so unwei­ger­lich wie die Wirt­schafts- und Finanz­po­li­tik der EU muß die links­grü­ne Emanzipations‑, Migration‑, Inklusions‑, Energie‑, Gen­der- und Geschichts­re­vi­si­ons­po­li­tik schei­tern, über­haupt der leer­dre­hen­de Dis­kurs dar­über, weil er Begrif­fe nutzt, die für die Ablei­tung gedank­li­cher Schlüs­se eben­so­we­nig tau­gen wie für das Tref­fen alter­na­ti­ver Ent­schei­dun­gen. Die Auf­lö­sung der wesent­li­chen kul­tur­tra­gen­den natio­na­len Insti­tu­tio­nen ist fast vollzogen.

Über­haupt ist aus dem poli­ti­schen und media­len Deutsch­land eine links­grün domi­nier­te Talk-Show gewor­den, auf der zwar per­ma­nent gere­det wird, die den drin­gend nöti­gen Dis­kurs jedoch ver­hin­dert, indem sie ihn mit Sprach­übun­gen ideo­lo­gi­siert, ander­seits gera­de dadurch sogar neu­ro­ti­siert, so dass er eher einer the­ra­peu­ti­schen Sit­zung oder inqui­si­to­ri­schen Ver­hand­lung ähnelt und – bei aller Beschwö­rung von Tole­ranz – mehr denn je dis­kri­mi­niert und aus­schließt, ins­be­son­de­re alle, die – kon­ser­va­tiv, rechts, natio­na­lis­tisch – nicht ins Kon­zept der „Welt­of­fen­heit“ pas­sen wollen.

Es geht schon lan­ge nicht mehr um die frei­mü­ti­ge Klä­rung von Pro­ble­men, son­dern eher dar­um, dar­auf zu war­ten, bis jemand die Gren­zen der Regel­poe­tik des Poli­tik­sprech über­schrei­tet, um ihn dann als Unmen­schen, Wür­de­ver­let­zer und min­des­tens gefähr­li­chen Dem­ago­gen herauszuschreien.

Das grün­lin­ke Neu­bür­ger­tum lebt einen tri­via­lidea­lis­ti­schen Illu­sio­nis­mus, der sich ele­men­ta­ren Pro­ble­ma­ti­sie­run­gen wie aus Glau­bens­grün­den ver­schließt, so etwa dem Pro­blem, daß eine wirk­li­che Inte­gra­ti­on Frem­der nur einer Nati­on mög­lich sein wird, die über ein iden­ti­tä­res Selbst­ver­ständ­nis ver­fügt. Wer nicht weiß, wer er ist, wer sein Erbe eben­so ver­wirft wie sei­ne eige­ne Spra­che und gewach­se­ne Kul­tur, wer sich infol­ge­des­sen selbst kaum mehr kennt und auf süß­li­che Begrif­fe wie Welt­of­fen­heit und Bunt­heit zurück­zieht, der ist weder in der Lage, Gäs­te zu emp­fan­gen noch die­se bei sich gar neu zu beheimaten.

Allen gegen­wär­tig erfolg­rei­chen oder auf­stre­ben­den Natio­nen und Bewe­gun­gen eig­net abso­lut ein iden­ti­tä­res Selbst­be­wußt­sein, also genau das, was hier­zu­lan­de qua­si ver­bo­ten ist.

Mehr als um die offe­ne Argu­men­ta­ti­on, den erfri­schen­den und Optio­nen gegen­ein­an­der­stel­len­den Mei­nungs­streit geht es hier­zu­lan­de um durch­ri­tua­li­sier­te Bekennt­nis­se und Beschwö­run­gen – und eben längst nicht mehr um das nach­denk­li­che Urteil. Mal wie­der geht es also vor allem um die Fah­ne, die mehr ist als der Tod; nur ist es dies­mal die Regenbogenfahne.

Das India­nern zuge­schrie­be­ne Sprich­wort, man müs­se nur lan­ge genug an der Bie­gung des Flus­ses sit­zen blei­ben, bis die Lei­chen der schlimms­ten Fein­de vor­bei­ge­schwom­men kom­men, hat etwas Beru­hi­gen­des. Nur ist sol­che Hal­tung wohl nicht zu recht­fer­ti­gen. Denn:

Ein das Land und sei­ne Kul­tur einst wesent­lich tra­gen­der Bereich ist bereits voll­stän­dig para­ly­siert – das Bil­dungs­sys­tem. Es fällt dies allein des­we­gen nicht auf, weil die Schu­len ihren Absol­ven­ten unge­deck­te Schecks aus­stel­len und so der Eltern­schaft beru­hi­gen­de Kom­pli­men­te machen. Sowohl Uni­ver­si­täts­pro­fes­so­ren als auch Lehr­meis­ter machen ande­re Erfah­run­gen mit den Absol­ven­ten und schla­gen Alarm, der über­hört wird, zuguns­ten neu­er Phra­sen: Ganz­tags­schu­le, Demo­kra­tie in der Schu­le, Kli­ma­ret­tung durch Schule.

Als ich selbst noch das Abitur abzu­neh­men hat­te, fiel mir schlech­ten Gewis­sens auf, daß ich nichts anders ver­fuhr als VW: Ich zer­ti­fi­zier­te etwas, was ich in Kennt­nis des damit ver­bun­de­nen Betru­ges aus berufs­ethi­schen Grün­den so gar nicht zer­ti­fi­zie­ren dürf­te. Sol­che Akte frag­wür­di­ger und ver­lo­ge­ner Zuschrei­bun­gen, poli­tisch genau so bedingt und gewollt, läh­men das gan­ze Land.

Wir soll­ten also auf Abstand kom­men, denn ein­grei­fen las­sen sie uns nicht. Wir wer­den stig­ma­ti­siert und kri­mi­na­li­siert; wir gel­ten dem Estab­lish­ment und sei­nen Nutz­nie­ßern und Kost­gän­gern als Nazis. Man darf dies nur nicht als Krän­kung ver­in­ner­li­chen, son­dern soll­te dar­aus pro­duk­tiv Bewe­gung erzeugen.

Sogar im ein­fa­chen Sin­ne: Mitt­ler­wei­le ver­bo­te­ne Wor­te und „Sprach­re­ge­lun­gen“ bewußt wei­ter seman­tisch genau benut­zen, ja beset­zen, sich Sprach­ver­hun­zun­gen und oktroy­ier­ten Umbe­nen­nun­gen wider­set­zen, sich min­des­tens gegen­über dem Vor­wurf, Faschist zu sein, gar nicht auf­re­gen, son­dern an Armin Moh­lers Essay denken.

Gut, daß es die AfD gibt. Sie erschien als die ret­ten­de Fre­gat­te, an deren Erschei­nen wir vor 2013 nicht zu glau­ben wag­ten; und eini­ge von uns haben mitt­ler­wei­le an Bord ange­heu­ert – fast alle eher als Boots­leu­ten denn auf der Brü­cke, wo Leu­te das Ruder füh­ren, die wir frü­her gar nicht kannten.

Ohne die AfD gäbe es in Deutsch­land kei­ne Oppo­si­ti­on, jeden­falls kei­ne von Bedeu­tung, inso­fern die Lin­ke längst nicht nur in staats­tra­gen­der Wei­se koop­tiert wur­de, son­dern direkt den Kurs bestimmt. Was sie zu ihrer eige­nen Ver­blüf­fung über­flüs­sig wer­den ließ.

Nur läuft AfD unwei­ger­lich Gefahr, sich dem Ver­häng­nis aus­zu­set­zen, das Max Weber 1919 in sei­nem Vor­trag „Poli­tik als Beruf“ beschrieb. Indem sie das Sys­tem akzep­tiert und sich min­des­tens rhe­to­risch sogar als demo­kra­ti­scher als die Demo­kra­ten geriert, könn­te sie letzt­lich zu einer Stel­len­jä­ger­par­tei unter ande­ren wer­den, eine „Pfründ­ner­ver­sor­gungs­an­stalt“ also, deren Kan­di­da­ten und Mit­ar­bei­ter an die „Staats­krip­pe“ drängen.

Man soll­te das der AfD nicht vor­wer­fen, denn sie ver­steht sich als Par­tei inner­halb des Sys­tems, nur eben als ein­schlä­gig kri­ti­sche. Hof­fen wir, daß sie im bun­des­re­pu­bli­ka­ni­schen Sys­tem nicht eben­so ins Geschmack­li­che neu­tra­li­siert und durch­ver­daut wird wie alle ande­ren Kräf­te, etwa die anfangs gleich­falls von außen dazu­ge­sto­ße­nen Grünen.

Wenn die AfD gegen­wär­tig pla­ka­tiert „Filz raus! Frei­heit rein!“, dann ist das einer­seits so ehren­wert, wie ande­rer­seits zu erwar­ten steht, daß ihr Ver­fil­zung droht, je näher sie der Macht rückt. Gewis­ser­ma­ßen so, wie die Lin­ke längst mit ein­ge­filzt ist. Das Sys­tem kor­rum­piert, so lan­ge es funk­tio­niert. Daß es funk­tio­niert, ist wie­der­um bes­ser als dys­funk­tio­na­les Chaos.

Man soll­te das min­des­tens wis­sen, um nicht ent­täuscht zu sein. Ver­füh­re die AfD anders, so wäre das ein Novum. Ob man das aktu­el­le, mehr und mehr von links­grü­ner Leit­kul­tur domi­nier­te Sys­tem nun schätzt oder es ablehnt:

Wer sich als „Demo­krat“ hin­ein­be­gibt, wird natur­ge­mäß evo­lu­tio­när ins Sys­tem ein­wach­sen, das im übri­gen weni­ger von Ideen und Hal­tun­gen bestimmt wird als von den pro­fa­nen Bedürf­nis­sen der Bür­ger, die man auf den Begriff Ver­brau­cher redu­zie­ren kann. Alle Demo­kra­tien sind Sys­te­me der Ver­brauchs­op­ti­mie­rung – nicht mehr und nicht weni­ger. Sie fol­gen allein uti­li­ta­ris­ti­schen Moti­ven; alles ande­re ist Phrase.

Daher: Es bleibt die kri­ti­sche Sicht von außen. Think out­si­te the box! Zurück­ge­wie­sen zu wer­den, sich raus­ge­schmis­sen immer wie­der drau­ßen wie­der­zu­fin­den, gewis­ser­ma­ßen ja an der frei­en Luft, das hat etwas Erfri­schen­des. Man ent­rinnt dem Mief.

Man kann über­haupt gründ­li­cher, beson­ne­ner und kon­se­quen­ter nach­den­ken und beherz­ter han­deln. Drau­ßen vor der Tür. Was innen geschieht, bekom­men wir ja mit. Wir könn­ten in der ver­brauch­ten Innen­luft an sich wenig aus­rich­ten oder gar hel­fen. Nur wird es dort im Zuge der nächs­ten Jah­re nicht wei­ter glimpf­lich abge­hen kön­nen. Mag sein, es droht das Ersti­cken oder eine Saal­schlacht. Die Fens­ter wer­den jeden­falls irgend­wann auf­ge­ris­sen. Abwarten.

Dann wird man uns viel­leicht brau­chen. Oder wir hel­fen offen­siv aus frei­en Stücken.

Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

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Kommentare (51)

Laurenz

9. September 2021 13:02

@HB

Sie verlangen aber viel. Echte oder gespielte Dummheit nicht als solche zu benennen ist äußerst schwierig. Und auf Abstand werden wir doch sowieso gehalten. Was die Menschlichkeit von AfD-Mandatsträgern angeht, so haben Sie natürlich Recht. Rechte neigen meist dazu, einen unmenschlichen Moral-Kompaß anzulegen.

Sugus

9. September 2021 13:24

"Alle Demokratien sind Systeme der Verbrauchsoptimierung – nicht mehr und nicht weniger. Sie folgen allein utilitaristischen Motiven; alles andere ist Phrase."

Und daran ist nicht Schlechtes. Ob die Früchte der Arbeit an die Bauern gehen oder an Adlige und Kirche, ob der "gemeine Mann" im Wald Holz sammeln und jagen darf oder nicht, auch das waren utilitaristische Motive - und ehrenwerte. Entsprechend sollte die Rechte nicht die Nase darüber rümpfen, sondern darüber nachdenken, wie sie es hier und heute verwenden kann. Beispielsweise der "Klassiker": Warum geht so viele deutsche Staatsknete an Nichtdeutsche? Aktueller denn je.

Mboko Lumumbe

9. September 2021 13:50

Diese Durchhalteparolen sind irgendwann auch mal müßig.

Corona geht vorbei und linksgrünschwarzrotgelbe Fantastereien, Fehlentscheidungen und "Wenden" könnten wieder gewendet werden. Doch die demographische Entwicklung und Fertilitätsrate mancher werden auf kurz oder lang unveränderliche Tatsachen schaffen, die sich auch in Politik und Staatsform niederschlagen, Stichwort Religion. Es ist mMn bereits jetzt zu spät. Wer sich aus seiner Blase und dem Waldgang mal herauswagt, mitten in die selbsternannte und bunte "Zivilgesellschaft", der weiß das. Face it. Fast kein Tag mehr ohne einMannMesserPsychischgestört.

Die AfD steht mMn einem Wandel auch im Weg. Nicht weil sie es will oder tut, sondern weil ihre bloße Existenz für gute Teile unserer Gesellschaft das willkommene Feigenblatt bietet, sich dahinter zu verstecken, auch wenn die sie nicht wählen. Manche klammern sich insgeheim an die Hoffnung, dass die AfD etwas verändern könnte. Doch selbst wenn sie 51% bekäme und allein regieren könnte, würden die (inter)nationalen Sozialisten das vierte Reich ausrufen und wir hätten Bürgerkrieg. Den wir quasi schon längst haben gegen eigene Bürger in Form des offiziellen Kampf gegen rechts. Was genau "rechts" sein soll, bleibt dabei wohlweislich unklar.

Vielen würde der Ernst der Lage klarer werden, wenn es keine AfD mehr gäbe. Und damit keine "Hoffnung" hinter der sie sich feige verstecken können.

Franz Bettinger

9. September 2021 14:11

Danke, Herr Bosselmann, für Ihren Beitrag. Was SiN an Analyse und Aufklärung leistet, ist nicht überflüssig. Die Sezession zersetzt den gern ungestört aushärten wollenden Zement des tiefen Staates, macht ihn spröde und weich. Am Ende wird er brechen. So viele Menschen stemmen sich auf allen Ebenen dem Totalitären entgegen; die Namen aufzuzählen erspar ich mir. Ich habe sogar den Eindruck, wir werden täglich mehr. Jedenfalls in meinem Umfeld. Täusche ich mich in der Annahme, dass auch die Hölle ihre Regeln hat?! Da sein für die, die uns brauchen. Nicht einknicken. Darum geht es.

Heute hat eine Nachbarin ihre Arbeit im Kindergarten gekündigt, nachdem man dort neue unsinnigere Regeln durchzusetzen versucht. Die Kinder sind zu bedauern. Das hielt sie nicht mehr aus. Statt sich erpressen zu lassen, sagte sie cool Ohne mich! Auf die Mitarbeiter hat das Eindruck gemacht. Wenn noch eine oder zwei kündigen, kann der Kindergarten nicht weitermachen; er müsste dann zurückrudern und wieder lockerer werden. Das wäre ein kleiner Sieg. Meine Nachbarin tat das Richtige, sie hat den Spieß umgedreht. Schon am gleichen Tag war sie auf dem Frauenabend von hellhörigen Unterstützern umringt. Ja, es werden mehr. Es ist nicht vergebens. Jeder an seinem Platz! Es ist mir egal, wenn dies für einige nach Pathos und Durchhalte-Parole klingt.

Charlemagne

9. September 2021 14:39

" ... keine besserwisserische, keine vermessen, überhebliche Distanz, sondern eine der genauen Sicht auf das, was geschieht – und so gleichfalls auf das unter den polierten Oberflächen Geschehende."

Schön formuliert.

Ohne das Thema 9/11 ermüdend nochmals aufzurollen, weil schon so viel darüber diskutiert wurde, möchte ich nebenbei bemerken, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die nur die polierten Oberflächen sehen. Natürlich ist mir bekannt, dass die offizielle 9/11-Version auch Mängel hat. Z.B. die suspekte Operation Neptune Spear.

"Es geht schon lange nicht mehr um die freimütige Klärung von Problemen, ..."

Das gilt für beide Seiten. Es gibt unter den alternativen Medienmachern vereinzelt Personen, die nicht ganz koscher sind.

SIN, Bosselmann, Sommerfeld u.a. halte ich für seriös.

Herold

9. September 2021 16:08

> Vielen würde der Ernst der Lage klarer werden, wenn es keine AfD mehr gäbe. Und damit keine "Hoffnung" hinter der sie sich feige verstecken können.

Das ist auch eher meine Haltung zum Thema. Es muss offenbar erst alles bis auf die Grundmauern geschleift werden, bevor hier weite Teile der Bevölkerung ihre Umwelt reflektieren. Leider(!) sind wir ein Volk von Durchhaltern, aber auch hier habe ich Hoffnung, dass die Jüngeren es nicht sind.

Meine Wahlempfehlung: Die Grünen. Ich halte die SPD für zu unfähig und selbstbezogen um wirklich gefährlich (im obigen Sinne) zu sein; sie steht für mich eher für ein Schrecken ohne Ende mit endlosem Filz. Die CDU könnte vielleicht noch auf Merz umschwenken, der noch die kompetenste Personalie derzeit wäre, also sollte die CDU umbedingt verhindert werden. Die FDP könnte versehentlich irgendwas nützliches tun, die Linke ist zu schwach und die AfD würde ich nur dort empfehlen, wo sie jetzt schon zweistellig holt, also im Osten. 

Wer kann und es noch nicht getan hat, sollte in den Osten umsiedeln und Netzwerke bilden.

Ich weiß, es schmerzt, aber es wird sowieso schmerzen.

Herold

9. September 2021 16:10

> Vielen würde der Ernst der Lage klarer werden, wenn es keine AfD mehr gäbe. Und damit keine "Hoffnung" hinter der sie sich feige verstecken können.

Das ist auch eher meine Haltung zum Thema. Es muss offenbar erst alles bis auf die Grundmauern geschleift werden, bevor hier weite Teile der Bevölkerung ihre Umwelt reflektieren. Leider(!) sind wir ein Volk von Durchhaltern, aber auch hier habe ich Hoffnung, dass die Jüngeren es nicht sind.

Meine Wahlempfehlung: Die Grünen. Ich halte die SPD für zu unfähig und selbstbezogen um wirklich gefährlich (im obigen Sinne) zu sein; sie steht für mich eher für ein Schrecken ohne Ende mit endlosem Filz. Die CDU könnte vielleicht noch auf Merz umschwenken, der noch die kompetenste Personalie derzeit wäre, also sollte die CDU umbedingt verhindert werden. Die FDP könnte versehentlich irgendwas nützliches tun, die Linke ist zu schwach und die AfD würde ich nur dort empfehlen, wo sie jetzt schon zweistellig holt, also im Osten.

Wer kann und es noch nicht getan hat, sollte in den Osten umsiedeln und Netzwerke bilden, Investitionen dort hin verlagern (Land, Häuser, Unternehmen) ist auch eine gute Idee.

Ich weiß, es schmerzt, aber es wird sowieso schmerzen.

Laurenz

9. September 2021 16:11

@Charlemagne

Nachrichten, Artikel existieren nur in der Gegenwart. Nach einer gewissen Zeit werden sie Geschichte. Und es fraglich, ob Nachrichten oder Geschichtsschreibung jemals "seriös" waren, denn Nachrichten sind ein Geschäft, wie jedes andere auch. Schönes Beispiel ist das Rolandlied. Die Schlacht fand statt, aber nicht zwischen Franken und Musels, sondern zwischen Franken auf der einen Seite, Basken & Westgoten auf der anderen. Man kann also in den Raum stellen, die SiN-Redaktion kämpft hart um Plausibilität, die vielen anderen abgeht.

@Mboko Lumumbe

"Unfug"

Ein repräsentative Demokratie, die ich persönlich nicht als Demokratie erachte, repräsentiert aber zumindest politische Strömungen, nicht mehr & nicht weniger. Allerdings werden bei unserem Wahlrecht zu Unrecht, die Nicht-Wähler nicht durch leere Sitze repräsentiert, was zumindest in einem Werte-Kontext nicht in Ordnung ist. Corona geht nur dann in den Orkus, wenn dies der gesellschaftliche Druck erzwingt. Wenn es nach unserer Berliner Junta geht, bleibt der Corona-Faschismus für immer.

@Franz Bettinger

"Arme Kinder"

Nein, Franz, das sind sie nicht. Wer nicht hören will, muß fühlen, ob Kinder, Eltern oder sonstwer. Nur der Schmerz, gegen den es kein Schmerzmittel gibt, bringt gesellschaftliche Veränderung.

Charlemagne

9. September 2021 17:33

Zum Thema polierte Oberflächen (übrigens ein schöner Ausdruck) gibt es einen interessanten Podcast: 

www.youtube.com/watch?v=GKHhT8bkhuw&t=2121s

Die Position von Frau Kositza (die unter den Kommentatoren für Unmut sorgte) teile ich zu 100%. 

Vornehmlich beschäftigt man sich in Schnellroda mit politischer Theorie, wobei mir manches unklar erscheint.

Insbesondere habe ich (als Technik-Freak) zu dem Thema "Kritik an der Moderne" noch keine abschließende Meinung.

Für Literaturvorschläge wäre ich dankbar.

quarz

9. September 2021 18:25

Draußenbleiben und "schärfer sehen" genügt nicht. Draußen müssen alternative Strukturen aufgebaut werden, die erfolgreich sind und dadurch eine anziehende Wirkung entfalten. Die Wirkungsmacht des Arguments scheint ausgeschöpft zu sein. Wer jetzt noch Schaf ist, wird es lange bleiben, wird nicken, schlucken, wiederwählen und brav den nächsten Irrsinn tragen, den die Lenker planen. Überläufer, das zeigt die Geschichte, gewinnt man jenseits des überschaubaren Kreises denkender Menschen nur dadurch, dass man den Wunsch erzeugt, einer erfolgreichen Gemeinschaft anzugehören und sich als überzeugendes Modell anbietet.

Laurenz

9. September 2021 19:25

@Quarz

"einer erfolgreichen Gemeinschaft anzugehören und sich als überzeugendes Modell anbietet."

Haben Sie dafür ein historisches Beispiel?

quarz

9. September 2021 20:10

@Laurenz

Ganz prominent: das Christentum. Die frühen Christen gingen nicht bei Kaisers ein und aus und hatten wenig Mittel und Wege, um an politisch einflussreicher Stelle zu antichambrieren. Aber durch die Vorbildwirkung ihrer Lebensführung und ihres sozialen Wirkens gewannen sie bald viele Anhänger. Es dauerte dann zwar noch drei, vier Jahrhunderte, aber ihr Sein und Tun war so eindrucks- und wirkungsvoll, dass sie es am Ende zur Staatsreligion brachten.

Volksdeutscher

9. September 2021 21:30

"Karlsruhe hatte sich in früheren Urteilen zum Thema Europa immer eine Art "Notbremse" vorbehalten, quasi das Recht zum "letzten Wort" für bestimmte Fälle. Es ist im Moment nicht davon auszugehen, dass das Bundesverfassungsgericht von dieser Rechtsprechungslinie abrücken wird. Der EU-Kommission geht es aber augenscheinlich genau darum. Sie will erreichen, dass das Gericht dem EuGH mit Blick auf europarechtliche Fragen das Letztentscheidungsrecht einräumt - mit dem großen, eigentlichen Ziel vor Augen, dass sich dann auch andere Verfassungsgerichte von Problemländern wie Polen der EuGH-Rechtsprechung dauerhaft beugen werden."

Ja, darum geht es ihr. Aber weder die Polen noch die Ungarn noch andere werden von ihrem nationalen Recht abrücken. Es wird keinen Nachahmungseffekt bei ihnen auslösen, selbst wenn Deutschland einknickte, denn in Karlsruhe wird nicht für alle anderen Mitgliedsstaaten mitentschieden. Schon die Absicht, was die EU damit erreichen will, zeigt, daß sie nicht im Recht ist. Ihr Rechthabenwollen in der vorliegenden Frage ist nur ein Mittel zu dem einen Ziel, sich ein "Gewohnheitsrecht" zuzuschustern, auf das sie sich später immer gegen alle berufen kann.

Volksdeutscher

9. September 2021 21:34

Und nein, Polen und Ungarn wollen nicht das EU-Recht beugen, sondern sie kämpfen lediglich um ihr nationales Überleben. Die EU ist das linke/globalistische Bollwerk gegen die Nationen, und dieses Fingerziehen mit Brüssel wird entlang austauschbarer Themen solange von Neuem aufgelegt, wie dieses Monstrum von Institution existiert. Was wir bräuchten, wäre ein rechter Theseus, der der linken Medusa das Haupt abschlägt. Gleich wäre damit Ruhe im Kasten namens Europa. Aber auf ihn warten wir vergeblich, wenn wir warten.

Nath

9. September 2021 21:56

 Vielleicht stehe ich hier alleine da, aber ich halte die Tatsache, dass es für die Rechte in absehbarer Zeit keine wirklichen Machtoptionen gibt - weder auf der politisch-administrativen Ebene, noch im Hinblick auf eine Beeinflussung des "Zeitgeistes" - nicht unbedingt für einen Nachteil. Falls man nämlich das Los des Dissidententums innerhalb der nächsten Jahrzehnte dazu nutzt, sich sozusagen "in Klause" zu begeben und mehr, als das bis jetzt geschehen ist, eine wirkliche geistige Auseinandersetzung mit der Geschichte zu wagen (unparteilich und ergebnisoffen), dann erreichte man gegenüber der "anderen Seite“ langfristig einen Vorsprung, den diese nicht mehr aufholen könnte. Bei dieser lässt sich nämlich exemplarisch der rapide Erosionsprozess aller weltanschaulichen Setzungen beobachten, auch und gerade bei denen, die sich in ihrem Pragmatismus auf der nicht-ideologischen Seite wähnen. Die von Bosselmann ins Spiel gebrachte Stoa, aber auch die antike Skepsis, könnte sich dabei vorläufig als eine Art Tonikum erweisen. 

Franz Bettinger

9. September 2021 22:14

„Genaue Sicht auf das, was geschieht“? - Ich hielt die Präambel des GG bisher für eine hohle Phrase. Nun nicht mehr. Erstmals nach 1945 ergibt sie einen Sinn. Unter dem Corona-Regime bekam der Satz von der Würde des Menschen eine konkrete Bedeutung. Masken-Tragen und Abstandsgebote sind entwürdigende Forderungen, wie auch die Impfpflicht. Sie degradieren den Menschen; machen ihn zum Affen.

Franz Bettinger

9. September 2021 22:29

@Volksdeutscher: Perseus, nicht Theseus, tötete Medusa. 

Nath

9. September 2021 22:45

II

Nicht darum sollte es gehen, die gegnerischen Standardbegriffe (Menschheit, Fortschritt, Individualismus etc.)  schlechthin zu verdammen, sondern das in ihnen absolut Gesetzte in die Tiefe zu denken, in Frage zu stellen, nicht um Inhumanität und Rückschritt an ihre Stelle zu setzen, sondern um aufzuzeigen, dass sie einer entscheidenden Dimension ermangeln. Dazu scheint mir die heutige Rechte noch nicht in der Lage. Vielleicht bedarf es Angehöriger zukünftiger Generationen, denen an dieser „Ortsbezeichnung“ nichts mehr liegt.

Volksdeutscher

9. September 2021 22:57

"Sollten wir nicht vor allem darauf achten, auf Abstand zu bleiben? Nur so sehen wir klar. Dies darf allerdings nicht in Selbstgefälligkeit, näselnde Arroganz gegenüber den anderen und in Zynismus münden. Um dies zu vermeiden, braucht es Demut und mindestens Selbstdisziplin."

Grenzt disziplinierte Demut nicht an Masochismus? Das ist eine Frage, die ich nicht beantworten möchte. Eine mögliche Antwort kenne ich jedoch, und die stammt von dem ordo-liberalen Engländer Nigel Farage. Er lieferte mit seiner Rede ein Musterbeispiel, wie man mit diesen Leuten reden muß. Ihm gelang es, ohne daß seine Partei jemals die Regierungsverantwortung übernommen hätte, England aus dem linkskollektivistischen Sumpf, genannt EU, herauszuführen. In diesem heroisch-sarkastischen Ton von oben herab müßte jede Art Rede an die globalistischen Flegel gerichtet sein: daß sie nichts können, daß sie nichts sind und daß man sie nicht braucht. Der Ton von oben herab bestimmt, wer oben und wer unten ist - oder zumindest sein sollte. Dies wäre der Gegensatz zu Reden mit der Wirkung von Schlaftabletten, die Politiker der AfD regelmäßig (abgesehen von einigen Ausnahmen) liefern. Wer den Stil der Debattenkultur verändert, dominiert auch deren Inhalte, denn die Form folgt nicht der Funktion (dem Inhalt) entgegen der linken Setzung, daß form follows function (content). Aber das müßte man nicht nur verstehen, sondern auch langsam begreifen.

https://www.youtube.com/watch?v=wHvTq6Bf_pg

Volksdeutscher

9. September 2021 23:03

@Franz Bettinger - "Sie degradieren den Menschen; machen ihn zum Affen."

Wir sind längst über den Zustand der Degradierung hinausgekommen und haben den Zustand der Erniedrigung erreicht. Nicht der Affe ist das Ziel, sondern der willenlose, folgsame und hörige Untertan.

Gelddrucker

9. September 2021 23:12

Hier in den Kommentaren liest man fast nur noch Blödsinn.

Weniger schlau daherreden wäre gut, stattdessen neben Abwarten, dass sich das widernatürliche, völlig absurde Weltbild des Gegners selbst zerlegt, Folgendes tun:

- Aufklären über die demographische Lage in Europa 2050, sowohl im eigenen Lager, das die Verhältnisse zu pessimistisch sieht, und natürlich im Mainstream, der nicht die geringste Ahnung hat, was ihn erwartet. Jetzt ist eine gute Zeit dazu. Raus in die Fußgängerzone und an die Infostände der Altparteien, dort Leute abfischen.

 

- Rechtfertigung umkehren. "Natürlich wähle ich AfD, wieso du nicht?";  "Wäre eine Partei in Land X, die das eigene Volk/Kultur erhalten will auch rechtsradikal etc."

- Defätisten und Unkenrufer im eigenen Lager neu motivieren und vor allem vom Auswandern abhalten. Leuten wie Mboko Lumumbe, die anscheinend nichts als Unkenruferei beizutragen haben, klarmachen, dass sie entweder von ihrem Pessimisten-Trip runterkommen sollen oder sich bitte auszuklinken/selbst zu zensieren haben, um andere nicht runterzuziehen.

- Facebook-/Youtube- etc.-Accounts machen und sich dort in Feindesland begeben. Nicht im elitären Zirkel bleiben.

- Diese Handlungsempfehlungen möglichst breit streuen.

Gelddrucker

9. September 2021 23:21

@Mboko Lumumbe

"Wer sich aus seiner Blase und dem Waldgang mal herauswagt, mitten in die selbsternannte und bunte "Zivilgesellschaft".

 

Würden Sie das wirklich tun, wären Sie nicht so depressiv. Ich war letztes Wochenende bei sämtlichen Parteien am Wahl-Werbestand und habe die Menschen dort gefragt, ob sie in einem Europa mit nichteuropäischer Mehrheit leben wollen. Bis auf psychopathische Grüne und ein bis zwei Linke habe ich sehr klar immer die gleiche Antwort bekommen: Nein. Bzw. wurde als Lügner und Faktenerfinder beschimpft, als ich vorrechnete, wann es soweit sein wird. Da man das Szenario nicht will, hängt man den Botschafter der schlechten Nachricht verbal oder tut dessen Warnung als Fantasiegeschichte ab. Ich war meist 1 gegen 5. Dieses Verhältnis muss umgekehrt werden, nur so wird man sie in die Realität zurückholen können.

Gelddrucker

9. September 2021 23:22

Nachtrag, es war in einer westdeutschen Stadt.

Gelddrucker

9. September 2021 23:26

@Herold

Im Gegenteil, es sollten all diejenigen, die sich in ostsächsische Orte geflüchtet haben, nur um unter ihresgleichen zu sein, wieder zurückgeholt werden. Netzwerke sollten überall gebildet werden, auch in scheinbar(?) oder vorübergehend(?) verlorenen Gebieten wie Ruhrpott usw. Was bringt es, den Widerstand im Westen auszudünnen und stattdessen dahin zu verlagern, wo er sowieso schon groß genug ist, um eine Rettung anzustoßen?

Maiordomus

10. September 2021 06:24

@Bosselmann; trotz überwiegendem zwar nicht unrealistischem Pessimismus überzeugt die erste Hälfte Ihrer Ausführungen, wobei Sie die Haltung einer neuen "Stoa" jedoch nicht mit Erfolg fordern können, wenn es dazu die bildungsmässigen Voraussetzungen gibt, aus denen Sie entweder ausgestiegen sind oder vielleicht "ausgestiegen wurden", da bin ich weniger im Bild. Ihre bildungspolitischen Vorstellungen, die Sie hier seit Jahren begründen und repräsentieren, verdienten natürlich auf irgendeinem Weg in die Praxis umgesetzt zu werden, so wie ich schon ein paar mal angedeutet habe, dass mir Höcke als Lehrer wohl mehr bringen würde wie als Parlamentarier, wo er zumindest einmal für wenige Tage erfolgreich war. Was nun aber für langfristige Wirkungen nicht ausreicht. 

Maiordomus

10. September 2021 06:27

@Bosslemann II. Das Problem der AfD liegt natürlich im Mangel an politischer Erfahrung und zum Teil auch im Mangel an politischem Talent, wie es seinerzeit Fr. Petry oder Petri leider bilderbuchmässig vorgemacht hat. In der Schweiz wurde sie übrigens von der AUNS (Organisation gegen EU-Beitritt) zusammen mit Sarrazin vor zwei Wochen als Referentin eingeladen, es war mir die Reise nach Bern nicht wert. 

Maiordomus

10. September 2021 07:52

@Bosselm: Ja, die Stoa!. Was aber wäre, wenn es dazu die bildungsmässigen Voraussetzungen, die Sie als Lehrer repräsentierten, nun mal n i c h t  gibt? Bei jüngeren Medizinern, solchen, die heute in Sachen Corona viel zu sagen haben,  fällt ein spürbarer Mangel an lebenslang zu erwerbender medizinhistorischer Bildung auf.  Wie wenn ein Gehirnforscher nichts von Erkenntnistheorie oder strukturaler Logik verstünde, was mit  biologischem Wissen über das Gehirn nicht zu kompensieren wäre. Wer kaum theoretisch denken kann, bleibt bei langfristigen Aussagen auf nur suggestivem Konsens-Niveau. Trotz weit geringerem Wissen als heute möglich, war aber z.B. Kepler als Astrologe von Wallenstein aufgrund seiner Intelligenz  Prognosen von guter Treffsicherheit; erst recht, weil er an die Astrologie als damals gängigem Wissenschaftskonsens nicht "glaubte" Er verwendete sie, weil er mit diesem Zeichensystem  überzeugen konnte, seine Lageanalysen deswegen geglaubt wurden. Diese beruhten auf einer mathematischen, praktischen und empathischen Intelligenz, vgl. Keplers heute noch lesenswerte "Weltharmonik", dank Max Caspar aus dem Lat. ins Deutsche übersetzt. Das Werk zähle ich zu den 5 intelligentesten unter etwa 10 000 Texten meiner persönlichen Orientierung, eine freilich subjektive Wertung.

Franz Bettinger

10. September 2021 08:31

Was passiert, wenn die Philosophie den Philosophen überlassen und nie mit der Wirklichkeit verglichen wird? Dies: Man lässt sich, wie der eitle Argus-Fasan, einen immer bunteren längeren und schwereren Schweif wachsen, um beim Balzen im Vorteil zu sein, und wird damit zur leichten Beute für die Adler. Die Hähne aber meinen, das sei eine unwahre Verschwörungs-Theorie und verändern ihr Verhalten nicht. Argus-Hähne sterben, so schön sie sind, aus.  

Es gibt Verschwörungen. Es hat sie immer gegeben, und wir leben gerade in einer der größten. Doch wird sie von der Mehrheit nicht wahrgenommen. Dabei wären Klima- und Virus-Lügen viel leichter zu durchschauen als etwa jene Verschwörung von Big Pharma oder die der W.-Bush-Clique einst gegen Saddam Hussein oder Obamas V. gg. Syrien (Assad) und den Iran oder Sarkozys V. gegen Libyen (Gaddafi). Um in diesen Machtspielen zu siegen, muss der Soziopath nur öffentlich lügen, während er privat konspiriert. Das war noch nie anders. ff

Franz Bettinger

10. September 2021 08:42

ff  Was ist es, das die Leugner von Verschwörungen mit solcher Inbrunst, Rechtschaffenheit und Herablassung nicht anerkennen wollen? Wieso verteidigen sie gegen jeden Augenschein und Beweis geradezu höhnisch und verächtlich die Illusion, dass „die Großen da oben" alles im Griff hätten, dass sie nicht ihr, sondern unser Bestes wollen und weise sind und besonnen handeln? Warum verteidigen Verschwörungs-Leugner die Illusion, dass die Presse dem Volk und der Wahrheit dient und nicht jenen Gaunern, von denen sie bezahlt wird? Warum glauben sie, dass Fehler und Unrecht aus Versehen passieren, aber nie aufgrund einer Verschwörung? 

Welcher vernünftige Mensch möchte in einer solchen Fantasie-Welt leben? Der Streitpunkt liegt doch nur in der Frage des Ausmaßes der Verschwörung. Wer wirklich neugierig auf die Pläne von mit Macht ausgestatteten Soziopathen ist, wird den Umfang seiner Neugier nicht auf einen Politiker oder einen Konzern beschränken. Wieso sollte er? Eine skeptisch gewordene Person geht vernünftigerweise davon aus, dass die Muster, die sich an einem Ort zeigen, wahrscheinlich auch in der gesamten Nahrungskette der Macht zu finden sind. Doch der V- Leugner glaubt, dies sei absurd. Warum denkt er so? - Aus einer persistierenden Naivität heraus. ff

 

Franz Bettinger

10. September 2021 08:44

ff  Das Kleinkind hat ein angeborenes Vertrauen in die Menschen; anders könnte es gar nicht überleben. In einer heilen Gesellschaft würde sich dieser angeborene Instinkt zeitlebens bewähren und nicht nur der Mutter gegenüber, sondern auch dem Vater, dem Lehrer, dem Patron und dem Staat gegenüber vorhanden sein. Nur ist die Welt so nicht. Verschwörungs-Leugner leben mit ihrem Ur-Vertrauen jedoch weiter in ihrer lieb gewordenen Fantasie, einem Welt-Kindergarten - und werden am Ende gefressen. Nomaské! 

Franz Bettinger

10. September 2021 08:55

Vergessen: Obiges war eine starke Verfranzelung nach Tim Foyle:   www.sein.de/die-psychologie-der-verschwoerungsleugner/

Andreas Walter

10. September 2021 09:37

Nur ganz kurz eine Randbemerkung (weil es so faszinierend wie bezeichnend ist):

https://www.welt.de/politik/bundestagswahl/article233705928/Hatte-vier-Jahre-Zeit-Scholz-SPD-nach-Razzia-unter-Beschuss.html

Warum greift ausgerechnet ein Linker jetzt Olaf Scholz an?

Frau Kositza liegt daher gold-richtig, wenn sie auch betreffend Scholz auf die Bilderberger verweist. Die Dinge sind eben nie das was sie vorgeben zu sein. Dazu ist man hier bei der Sezession jedoch zu idealistisch (romantisch) um zu erkennen, um wahr haben zu wollen, dass es bei allem nur um Geld geht. Was übrigens auch den Konflikt erklärt, zwischen dem Flügel und dem Rest. Tendenziell. Realos und Idealos gibt es eben auch unter den Patrioten.

Ist keine Kritik, nur eine Feststellung. Ge-Fühle mich ja trotzdem nicht zufällig mit Euch verbunden. Verstand, Gefühl und Vernunft. "Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, ..."

 

Mboko Lumumbe

10. September 2021 10:11

@ HB

Der Professor und Dozent für Philosophie Peter Boghossian wird aus der Uni Portland gemobbt, weil er u.a. linke Ideologie hinterfragt.

Bei diesem Satz von ihm musste ich an Sie denken: "This is why I became a teacher and why I love teaching."

Hier sein Kündigungsschreiben:
"My University Sacrificed Ideas for Ideology. So Today I Quit."

Der_Juergen

10. September 2021 11:00

@Andreas Walter

Nachträglicher Glückwunsch zu Ihrem Kommentar auf dem Lehnert-Strang (es war der letzte vor Badeschluss), und Dank an die Hausherren für dessen Freischaltung.

"... dass alles nur um Geld geht". Hier liegen Sie wohl schief. Es geht, wenigstens teilweise, auch um Macht. Wer Schulkinder, die nicht an Corona erkranken, mit den abscheulichen Masken quält, wer alte Menschen mit seinen Lügen so verschreckt, dass sie bei strahlendem Sommerwetter mit Masken spazierengehen, wer es einer sterbenden Oma verbietet, ihre Enkel noch einmal zu sehen - sie könnte ja sonst an Corona erkranken -, der tut das kaum nur um des Geldes wegen, sondern auch zur Befriedigung seiner sadistischen Triebe.

Laurenz

10. September 2021 11:31

@Der_Jürgen @Andreas Walter

"sondern auch zur Befriedigung seiner sadistischen Triebe"

Das kann man für die nächsten 1.000 Jahre im Reich des Westens so stehen lassen. Und, es war noch nie anders. Durch Masken wird es "augenscheinlich".

https://www.achgut.com/artikel/schweden_beendet_faktisch_die_pandemie_f

Eo

10. September 2021 13:09

 

Hallö Franz,
zu Perseus gibt's auch ein wunderschönes Bild von Burne-Jones in hochdramatischer Szenerie, welches ich für sinnbildlich für unsere vorgerückte und angespannte historische Situation halte ...

Ist übrigens eins meiner
absoluten Lieblingsbilder und letztendlich von einer gewissen hoffnungsvollen Aussicht.

 

https://www.staatsgalerie.de/g/sammlung/sammlung-digital/einzelansicht/sgs/werk/einzelansicht/15977112496FA27DCE890699A80AF33B.html

 

Laurenz

10. September 2021 13:36

@Anatol Broder

Frage:

Stimmt das, was die "Juden in der AfD" in der JF publizieren?

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/juden-in-der-afd-bundestag-zentralrat/

Nordlicht

10. September 2021 13:38

"Draussen vor der Tür" kann es im Winter unerträglich kalt sein. Wir Zwei Ausgetretene (- aktiv wie passiv ausgetreten) sind - wie ich meine, alle Menschen - Herdentiere und brauchen die wärmende und schützende Gruppe. Daher sind wir mit Meinungsäusserungen ohnehin zurückhaltend, sonst wären die Fäden zu den meisten Familienmitgliedern 1. und 2. Grades schon zerrissen.

Blut verursacht nun einmal dicke Bindungen, und als Vater und Großvater, Patenonkel etc. behalte ich viele Meinungen für mich.- Die meisten entfernteren Verwandte und Ex-Kollegen-Freunde haben sich ohnehin schon (aus)sortiert, solche Klärungsprozesse sind ja auch erleichternd.

Ernsthafte Frage: Was machen wir mit dem zu vererbenden "Vermögen"?

Laurenz

10. September 2021 14:23

@Nordlicht

"mit dem zu vererbenden "Vermögen""

Machen Sie Sich keine Gedanken. Bis zu Ihrem Lebensende ist das längst verbraten.

Flaneur

10. September 2021 19:05

Warum braucht die Rechte eigentlich immer diese stereotyp wiederholte Selbstvergewisserung, mit den richtigen Vorstellungen im Falschen zu leben? Das hat ein bischen was von verzweifelt-frustrierten Durchhalteparolen, mit dem man sich und den Seinen den "Waldgang" schönzureden versucht. Und es hat auch ein bischen was von Brechts Durchblicker.

URN

10. September 2021 19:16

Das von Gelddrucker gestern zwischen 23:12 und 23:26 Niedergeschriebene ist als Handlungsorientierung gar nicht genug zu würdigen, zum Mindesten in der Theorie. Die ständige Lobhudelei des Ostens, insbesondere Sachsens, ist schwer erträglich. Ich selbst bin dort, die Mauer stand gerade sieben Monate, geboren und aufgewachsen. Vor deren Abbau noch in die Kurpfalz gewechselt und von dort vor ziemlich kurzer Zeit aus deren Metropole - Bewohner aus mehr als 120 Nationen, Quote bei ca. 40 von Hundert, in manchen Stadtteilen 60, gefühlt fast 100 - zurück in den Erzgebirgskreis. Notgedrungen. Entgegen aller Hudelei,  auch und gerade hier Stumpfsinn, wohin man schaut und tritt. Und noch dazu im Bullerbü des Scheinwiderstands - die niedrigsten Löhne im ganzen Land. Herzlich willkommen.....

Gracchus

10. September 2021 20:41

@Nordlicht

Je nachdem stünde ich als Erbe bereit.

Franz Bettinger

10. September 2021 21:32

@Eo: Betörende Hinter(n)ansicht der schönen Andromeda. Dafür zogen Männer immer schon in den Kampf. Ha.

Franz Bettinger

10. September 2021 21:41

@Nordlicht fragt „Was tun mit dem zu vererbenden Vermögen“? - Wahlverwandtschaften suchen! Großzügig sein denen gegenüber, die man wirklich mag. Auch sich selbst gegenüber. Mal etwas spenden. Bestimmte Menschen unterstützen. Aber nicht blind. Je näher und persönlicher die einem sind, desto besser. 

Herold

10. September 2021 22:27

@Gelddrucker, @URN

Da können wir ewig streiten. Nur: Der Osten ist nicht so sicher "unseresgleichen, wie man/ihr denkt. Meiner Ansicht nach haben wir mit sicheren 4 oder 5 "ostblauen" Bundesländern mehr erreicht als mit 30% Ostblauen ohne stabile Mehrheit und einer zersplitterten Westlandschaft.

Die Demographie unserer Grundschule hier im Westen gibt mir übrigens recht, denn dort sind die echten deutschen Kinder schon lange in der absoluten Minderheit. Du kannst mit Kindern so viel netzwerken, wie du willst, aber gegen die geballte Macht der Schulindoktrination kam man nur während Corona an (weil der Lehrkörper glücklicherweise so faul wie unfähig ist). Bleib im 80%-Ausländerkinder-Westen und du wirst den demographischen Wettbewerb sicher verlieren. Und ich kann keine 15 Kinder gleichzeitig in die Welt setzen, um den Schnitt in einer(!) Klasse zu drehen ...

Meinetwegen sucht euch halt Enklaven im Westen, in denen ihr überwintern könnt. Ich freue mich über Vorschläge. Wir tun uns auch schwer, von hier weg zu gehen, aber es wird nicht anders gehen.

Laurenz

10. September 2021 22:31

@URN & Gelddrucker

"Ost-West-Ost-Bewegung"

Bin der Auffassung, sie haben die Situation in Sachsen & sonstwo in den Neuen Ländern nicht genau analysiert & kommen daher zu vagen Schlußfolgerungen. 

In den 90ern waren zuerst die weg, die Goethe am liebsten waren, die Blondinen & sonstigen Schönheiten, die normalerweise in Sachsen auf den Bäumen wachsen. Dann waren die weg, die man beruflich im Westen gebrauchen konnte. Desweiteren hatten wir in der DDR, nicht ganz so extrem, wie in der Sowjetunion, eine eklatante (politisch gewollte) Ausdünnung der Mittelschicht, inkl. des Bildungsbürgertum, dessen Angehörige oft auch schon vor '61 abgehauen sind. Viele der Hochqualifizierten aus der Nationalen Volksarmee, wie auch der Staatssicherheit, also hunderttausende wurden "nutzlos", eben viele gebrochene Karrieren. Es mag daher sein, daß in den Neuen Ländern daher die untere soziale Schicht überrepräsentiert ist, aber trotzdem wissen diese Mitbürger genauso wie Sie auch, was sie wollen & was sie nicht mehr wollen. Und wenn Sie Sich mal das lange Höcke-Interview bei 1% abgehört hätten, wüßten Sie auch, wie dort die strategische Planung aussieht. Höcke ist der recht plausiblen Meinung, daß man den Westen nur mit ökonomischen & sozialen Erfolgen im Osten bewegen kann. (Das habe ich jetzt mal recht frei zitiert.) Und in meinen Augen ist da auch was dran.

Laurenz

10. September 2021 22:45

@Franz Bettinger & Nordlicht

Selbst bei den Relotius-Lesern herrscht eine eklatante Angst vor Steuererhöhungen & weiterer Inflation. Die EZB hat ihren illegalen Anleihe-Aufkauf leicht zurück gefahren, was wohl den hoch sensiblen (geplanten) leichten Zinserhöhungen der FED geschuldet ist. Daran erkennt man auch, wer immer noch die Nummer 1 ist. Wenn also die Gelddruckmaschine stottert, wird sich der Staat nötiges Geld bei wem holen? Bei den Armen, wo nichts zu holen ist? Bei den Dax-Vorständen & deren Gefolgschaft? Natürlich, Sie wissen es Selbst, beim Mittelstand. Die Deutschen sind beim Vermögen & den Renten schon fast Schlußlicht in Europa. Meint hier jemand, die anderen Europäer werden für uns in die finanzielle Bresche springen? Eher geht die Sonne im Westen auf. 10% des Vermögens kann man in effektivem Gold anlegen & verbuddeln. Weitere 40% legt man aktuell in ETFs an. Den Rest wird man brauchen, um seine eigene Pflege zu finanzieren, wenn das überhaupt reicht. Arme brauchen sich hierüber keine Illusionen machen. Die geburtenstarken Jahrgänge werden in Heimen so verkommen, wie sie Salieri hier segnet.  https://youtu.be/1FSJVqVeHnA

Gracchus

10. September 2021 23:12

@Nath: Mit Ihrer Einschätzung stehen Sie nicht allein da. Tatsächlich verfüge ich über keine Ortsbezeichnung, und die gegnerischen Standardbegriffe verdamme ich auch nicht; ich verstehe sie nur anders und würde sie auch nicht verabsolutieren.

Die dominierende Linke begegnet der Rechten mit der Arroganz der Macht, für die intellektuell betrachtet jedoch kein Grund besteht. Zumindest stellt die Rechte die richtigen Fragen.

Gelddrucker

11. September 2021 09:01

@Herold:

Was soll diese sinnlose Zahl 80% Ausländerkinder? Klar ist das so, wenn sie gewisse Großstadtviertel hernehmen.

Hier bei mir im Westen ist das in jedem Ort und in jeder Kleinstadt ca. genau umgekehrt, eher 80% oder mehr deutsche Kinder. 

Auch in der nächstgelegenen "größeren" Stadt sind deutsche Kinder die klare Mehrheit.

Nehmen Sie nicht ein paar Negativbeispiele und bauen Sie darauf Ihr pessimistisches Bild auf. Machen Sie das in allen Lebensbereichen so?

Andreas Walter

11. September 2021 09:48

@Nordlicht

Ich könnte auch eine Energiespritze vertragen. Sagen wir mal 10.000 E.E.?

Seltene Bücher halte ich allerdings auch für etwas sehr Wertvolles. Wobei die dann auch noch digitalisiert und zusätzlich auf Mikrofilm (in analoger Form) übertragen werden sollten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mikroform

So etwas wäre daher schon ein richtiges Projekt.

 

 

URN

11. September 2021 11:22

Wenn ich das, was Sie, Herold, gestern 22:27 in meine und Gelddruckers Richtung schrieben, lese, kann ich nur zweifeln. Sind Sie wirklich der Ansicht, die Geschicke dieses Landes werden davon beeinflußt, wer die immer zahlreicher werdenden Sessel des Plenarsals im Reichstag warmfurzt? Oder davon, wem die Warmfurzer von ihren jeweils allein dafür ca. 20.000 EUR monatlich einen Bürojob finanzieren. Nur darum geht es z.B. am 26.09. diesen Jahres.  Mich bewegt dagegen eher die Frage, warum die Eltern in dem ach soooooooo schönen mittelsächsischen Schlafdorf (vor dem Mauerabbau 4.000, jetzt 2.800 Bewohner) ihre Brut überhaupt zur Schule schicken; für den späteren Broterwerb stehen ein Altenheim  (nennt sich natürlich anders) und eine kleine Metallbauklitsche mit gefühlt fünf Beschäftigten zur Verfügung. Unn nuuuh?

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