26. August 2021

Sammelstelle für Gedrucktes (32)

Benedikt Kaiser / 52 Kommentare

Es ist so eine Sache mit dem Bundestagswahlkampf 2021. Eigentlich ist es wieder eine richtungsweisende Wahl. Aber Dynamik kommt selten auf.

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Das betrifft bedauerlicherweise teils auch die AfD. Aus fast allen Landesverbänden, Ost wie West, einwohnerstark wie einwohnerschwach, hört man trotz des erheblichen Fleißaufwandes der Kernmannschaften und trotz geographischer Positivausreißer ähnliche Töne: »Die Luft ist irgendwie raus«, »Die Leute sind diesmal nicht so zu begeistern«, »Es fehlt ein Ziel«.

Das liegt natürlich bisweilen an hausgemachten Problemen – »Wofür erstreitet man denn potentielle Wählerstimmen: Für Abgänge in spe, Verräter im Wartestand?«, »Wie geht es weiter mit diesem Bundesvorstand?« etc. –, aber auch an der medial formidabel aufbereiteten Polarisierung zwischen einem vermeintlich bürgerlichen Lager um CDU/CSU und FPD einerseits und einem linksliberalen Lager um SPD und Grüne (sowie gelegentlich Linkspartei) andererseits.

Viele Blicke richten sich auf die diversen möglichen Koalitionskonstellationen; da bleibt die einzige tatsächliche Opposition im parlamentarischen Beritt wohl für so manchen einfach auf der Strecke.

Bereits jetzt kann man erste »Liberalkonservative« raunen hören, daß man diesmal – Augen zu und durch! – doch vielleicht besser Union oder FDP stärken sollte, um Rot-Grün-Rot zu verhindern, also das größere Übel. Aber ist es das?

Muß man wirklich immer wieder daran erinnern,

  • daß in 52 von 72 Jahren BRD-Historie die Union die Geschicke des Landes verantwortete?
  • daß es die Union war, die die vielbeschworene »Normalität« des kleinbürgerlichen Deutschlands aushebelte und eine Kampagne wie »Deutschland. Aber normal« erst sinnig werden ließ?
  • daß es die Union war, die den Kampf gegen rechts entgrenzte?
  • daß es die Union war, die die Grenzen nicht schloß im Sommer der Massenmigration und bis heute keine migrationspolitische Kehre folgen ließ?
  • und daß es allerorten die Union ist, die der AfD die Türen verriegelt hat, um selbst noch restkonservative Stimmen absorbieren zu können, notfalls dann eben auch mit Alibi-Oppositionellen wie Hans-Georg Maaßen in Südthüringen?

Wäre hier ein rot-grün-roter Schock für die betont Bürgerlichen nicht eine heilsame Phase? Akzelerationismus auf den Parlamentsbetrieb bezogen: Wäre eine (weiterhin irreale!) Allianz aus Grünen, Sozialdemokraten und (radikalen) Linken nicht das, was diese Bundesrepublik und ihre Gesellschaft nach der Ära Merkel als logische Folge verdienten?

Wäre eine offene Linksallianz nicht jener parlamentspolitische Pendelschlag, der notwendig erscheint, um den folgenden Pendelschlag, den gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck, hervorzurufen, der sicherlich nicht dann zu erwarten wäre, wenn »weitergewurstelt« werden darf im altbekannten CDU/CSU-Trott, sei der Koalitionspartner der schwarzen Dauerregierer nun rot, gelb – oder beides? Darüber läßt sich doch tatsächlich konstruktiv streiten.

Das Spiel der deutschsprachigen Leitmedien indes, als »Alternative« zur alternativlosen CDU-CSU-geführten Regierung die – ebenfalls in der Regierung befindliche! – SPD stark zu machen, ist offensichtlich, und selbst die erzliberale NZZ ist davor nicht gefeit.

Hansjörg Friedrich Müllers Beitrag ebendort (v. 24.8.2021) gibt einen guten Eindruck davon, daß man auch seitens »freisinniger« Politjournalisten eine tatsächliche Alternative nur im ohnehin Arrivierten zu erblicken imstande ist. »Scholz versucht mit Detailwissen zu glänzen« heißt es da im Hinblick auf eine Wahlveranstaltung in Ostwestfalen, und, beinahe pathetisch:

In Bielefeld bleibt er keine Antwort schuldig.

Doch dabei hat Müller durchaus recht, wenn er die Startbedingungen des SPD-Spitzenkandidaten in Erinnerung ruft:

Wer noch vor einigen Wochen gesagt hätte, Olaf Scholz habe realistische Chancen, nächster deutscher Kanzler zu werden, hätte allenfalls ungläubige, vielleicht auch mitleidige oder belustigte Blicke geerntet. Als die Sozialdemokraten den 63-Jährigen vor etwa einem Jahr als Kandidaten nominierten, schien es für die Partei vor allem um Schadensbegrenzung zu gehen,

wobei an die teils dilettantische Öffentlichkeitsarbeit von Saskia Esken und ihrer Entourage erinnert werden kann, die nur dadurch in Vergessenheit zu geraten scheint, da erstens die Medien nicht darauf herumreiten, zweitens die SPD eine bemerkenswerte Geschlossenheit suggeriert (und dabei medial nicht auf den Prüfstand gestellt wird), drittens die grüne Spitzenkandidatin Annalena Baerbock von Skandälchen zu Skandälchen taumelt und viertens der Merkel-Erbe Armin Laschet neue Rekorde der Unbeliebtheit einzufahren droht.

Müllers kurze Zusammenfassung ist demzufolge korrekt:

In den Umfragen lag die SPD lange Zeit auf dem dritten Platz hinter der Union und den Grünen, doch seit einigen Wochen holt sie auf: Platz zwei erscheint mittlerweile realistisch, Platz eins zumindest nicht mehr utopisch. Das ist nicht zuletzt Scholz’ Verdienst, es ist aber auch der Schwäche seiner Gegner geschuldet: Die Deutschen halten den SPD-Mann für deutlich kompetenter als Baerbock und Laschet.

Wäre es aber nicht die Aufgabe eines Reporters, auch kritisch nachzufassen und nicht nur distanzarm zu referieren? Müller berichtet:

Über die Lage in Afghanistan sei er [Scholz] traurig. Es sei zwar gelungen, die Kaida zu besiegen, doch eine wehrhafte Zivilgesellschaft sei dabei nicht entstanden. «Wir können nichts von aussen hereintragen, was in den Ländern selbst erkämpft werden müsste», erklärt er das Dilemma des Westens. Nun müsse den Flüchtlingen in den Nachbarländern geholfen werden. Um dies zu tun, habe Berlin bereits erste Mittel an das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen überwiesen,

wobei hier doch auch ein AfD-Ferner darauf verweisen könnte, daß Scholzens Statement wohlfeil ist: Seine Parteikollegen, und von denen ist Scholz abhängig, sprechen durchaus nicht davon, daß »den Flüchtlingen in den Nachbarländern [!]« unter die Arme gegriffen werden soll; dort träumt man schon von einem neuen Spätsommer der Migration nach Europa im allgemeinen und in die BRD im besonderen.

Aber kritische Verweise auf SPD-Positionen sind nicht die Sache des besagten Artikels; vielmehr wird Scholz einmal mehr geadelt:

Warum Scholz Erfolg hat, wird bei der Fragerunde klar, die sich an seine Rede anschliesst. Selbst bei abseitigen Themen offenbart der Kandidat eine geradezu beängstigende Dossiersicherheit,

was ihn dann in der Tat von Laschet unterscheidet, der selbst seinen eigentlich gut zu vermarktenden Ortstermin mit Elon Musk versemmelte.

Zumindest gegen Ende der Berichterstattung scheint es Müller zu dämmern, daß Scholzens Inszenierung eben auch dies sein könnte – eine Inszenierung:

Mit den Worten «Darüber könnte ich stundenlang reden» schliesst Scholz die Themenkomplexe häufig ab, so dass bei seinen Zuhörern der Eindruck zurückbleibt, er habe nur einen kleinen Teil seines immensen Wissens mit ihnen geteilt,

was ihn dann in der Tat von Baerbock unterscheidet, die selbst trivialste thematische Steilvorlagen versemmelte.

-- --

Bildquelle: https://twitter.com/EuropeElects/status/1430443393558188035

 

So sieht übrigens, glaubt man dem Umfrageinstitut INSA, die aktuelle Situation bezüglich der Wahlkreisergebnisse aus. Man lasse sich nicht irritieren: Blau ist in diesem Fall die Union, schwarz die AfD, ansonsten ist alles beim alten.

Die AfD verteidigt, Stand jetzt, wohl nur noch die Direktmandate in Ostsachsen und gewinnt eines in Westsachsen; das stärkt die mögliche sächsische Sonderrolle in der Partei. Nur in Sachsen hat man neben dem Vorzeigeverband in Thüringen schließlich auch via Liste die realistische Chance, wenigstens in einem Bundesland die stärkste Kraft zu werden und die Altparteien hinter sich zu lassen ( – obwohl die beiden großen Zentren Leipzig und Dresden wie ihre westdeutschen Pendants ins Rot-Grüne abdriften).

2017 war ein landespolitisches Resultat dieser Besonderheit der Bundestagswahl, daß Ministerpräsident Stanislaw Tillich politisch beendet wurde; nicht wenige Sachsen würden sich vier Jahre später über eine ähnliche Verabschiedung des amtierenden Ministerpräsidenten Michael Kretschmer freuen – das ist doch eine Aussicht, für die sich der Wahlkampf bereits lohnt.

Was man jenseits des positiven Sonderfalles Sachsen im Vergleich zum Wahlergebnis von 2017 wahrnimmt, ist die sozialdemokratisierte norddeutsche und nordostdeutsche Situation. Ganz Brandenburg droht an die SPD zu fallen, selbst die Hochburgen der AfD in Südbrandenburg im Raum Cottbus sind längst rot eingefärbt.

Mecklenburg-Vorpommern bewahrt zwar insbesondere im Ostteil des Landes, Vorpommern, blaue, also Unions-geprägte Landstriche. Aber auch das kippt zunehmend: In einer brandaktuellen Umfrage zur ebenfalls 2021 stattfindenden Landtagswahl steht die SPD bereits bei landesweit 36 (!) Prozent, während AfD und CDU bei 17 bzw. 15 Prozent liegen, also extrem abgeschlagen sind. Zumindest in MV darf man davon ausgehen, daß auch Manuela Schwesig eine entscheidende Rolle für den Rot-Trend spielt.

Woher kommt aber ansonsten, über ein einwohnerschwaches Land wie Mecklenburg-Vorpommern hinaus, diese neue bundesdeutsche Lust an den Sozis? Neue Ideen sind es nicht, neue Köpfe sind es nicht, neue Strategien sind es nicht.

Ein Aspekt ist die auch Corona-spezifische Lust der Deutschen an Themenbereichen der sozialen Sicherheit; hier müßte die AfD ihren konstruktiven Programmansatz von Kalkar zwingend stärker popularisieren und propagandistisch endlich in den Fokus rücken: soziale und innere Sicherheit sind die beiden Stützthemen der Zukunft.

Die SPD-Hohenflüge dürften, davon abgesehen, vor allem aber auch an der Konzeptlosigkeit der Union liegen; ferner daran, daß das Gros jener Wähler des Establishmentblocks, die mit der Union unzufrieden sind, eben nicht nach einer grundsätzlichen Alternative Ausschau halten, sondern innerhalb des herrschenden Blocks zu wechseln beabsichtigen.

Das heißt: Wer Establishment wählt, wählt es wieder; von der Merkel-CDU zur Sozialdemokratie ist der Weg ein kurzer. Die AfD wird andere Wählerpotentiale zu bearbeiten haben, und wenn es ihr gelingen sollte, ihr eigenes 8-Prozent-Stammwählerreservoir zu bewahren und 3-4 Prozent Wechsel- sowie bisherige Nichtwähler zu aktivieren, wird man in diesem Jahr mit der entsprechenden Ausbeute schon zufrieden sein müssen.


Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.


Kommentare (52)

Niekisch

26. August 2021 16:47

"Bereits jetzt kann man erste »Liberalkonservative« raunen hören, daß man diesmal – Augen zu und durch! – doch vielleicht besser Union oder FDP stärken sollte, um Rot-Grün-Rot zu verhindern,"

Und wie viele erst werden es ohne Vorankündigung tun? Hier ändert sich nichts außer dass es noch viel schlimmer kommt. 

Laurenz

26. August 2021 18:41

"Wahlkampf"

ist sicherlich der falsche Terminus. Bis auf ein paar Plakate, die traurig herumhängen, ist es eher ein Zusammentreffen abgewirtschafteter Lobbys, die sich in der Präsentation der schlechtesten Kandidaten aller Zeiten an Unfähigkeit übertreffen. Eine annähernde Analphabetin mit schweren Denk- & Sprachstörungen, ein Merkel-Stiefellecker bei dem der Familienname Programm ist & ein Sozi, der im Grunde seine eigene Partei Scheiße findet, was auch umgekehrt der Fall sein dürfte. Das bei diesem zukünftigen Desaster, wie auch immer die Wahl ausgeht, Opposition völlig irrelevant ist, dürfte auch jedem Bürger zumindest intuitiv klar sein.

Für die Merkelisten der Union geht es einfach nur darum, 4 weitere Jahre irgendwie durchzukommen. Hätte man Södolf aufgestellt, wären die Merkelisten alle abgeräumt worden. Da ist es vollkommen egal, was mit dem Land oder gar den hinten runterfallenden Parteifreunden ist, es zählt nur noch das eigene Lebensmodel.

Ich persönlich bin der Überzeugung, der Bürger braucht das, die Befriedigung durch den selbst gewählten Masochismus.

2 Gruppenvergewaltigungen pro Tag sind einfach nicht genug, bei 200 kommen wir der Sache schon näher.

RMH

26. August 2021 18:42

Der Hintergrund der Wahlplakate vom großen Bruder Scholz ist tief rot. Scholz hat also einen tiefroten Hintergrund. Die Wähler können also genau sehen, was sie bekommen werden. Aber schon seit einigen Wahlen zeigt sich ein Trend zur Sehnsucht nach einem Führer oder einer Führerin. Laschet hat einmal zu viel gelacht und stets einen Oberlehrer aus eigenen Reihen im Hintergrund, Baerbock einmal zu viel abgeschrieben und schon ist der "schlumpfig" (Söder dixit) dreinschauende Herr Scholz auf einmal gut im Rennen. Eine Wiedergeburt Merkels, nichts sagen, aussitzen, wir schaffen das, Geld drucken und unter die Leute verteilen. Mehr braucht es nicht und es wird die gesamte noch zweifelhaftere Entourage dafür eben großzügig mitgewählt.

Angesichts der grundsätzlichen Umstände, steht die AfD doch noch überraschend gut da und ich wage die Vermutung, dass sie für eine kleine Überraschung sorgen kann, wenn man dort jetzt konsequent den Wahlkampf durchzieht. Im Übrigen halte ich vom "Akzelerationismus" nichts. Da wird noch mehr irreversibel kaputt gemacht, also ohnehin.

Ordo

26. August 2021 21:05

Könnte sein, dass die Union doch noch den alten Corona-Taliban Söder ins Rennen schickt. Das gibt dann nochmal einen kleinen, vielleicht auch größeren Umfragezuwachs. Die neue Volksgemeinschaft der geimpften und gesinnungszertifizierten Staatsfrömmler hätte dann den Häuptling, der sie angemessen repräsentiert. Die restlichen höchstens 20% der Bevölkerung müssen dann entweder auswandern oder abtauchen. Man sieht sich im Untergrund. 

Niedersachse

26. August 2021 22:31

@ "Die Leute sind diesmal nicht so zu begeistern«, »Es fehlt ein Ziel"

 

Oha. Wenn das so ist, dann ist es ja wirklich bald zappenduster hier. Und das bei den Zuständen?! Oder nehmen nur wir die Zustände als unhaltbar wahr? Warum stören sich so wenige - in Relation zum Gesamtvolk -  nicht an der hiesigen Politik? Die Themen drängen sich doch förmlich jedem auf: Weitergehende Überfremdung, das Schleifen von Grundrechten, Messerstechereien im Wochentakt, die defakto Entwertung von Sparguthaben...die Liste ist unvollständig und kann beliebig erweitert werden. Besonders schlimm ist, mit welcher Teilnahmslosigkeit und stummen Zustimmung dieser Wahnsinn hingenommen wird. Merken die Leute denn nicht, dass sie für das Gesocks im Kanzleramt, im Bundestag und in den Ämtern und Behörden nichts als Vieh sind?! Vieh, das man beliebig rumkommandieren kann und mit dem ordentlich Geld zu verdienen ist?! Große Ratlosigkeit...oder steckt einfach nicht mehr in unserem Volk drin? Man weiß es nicht...

Gelddrucker

26. August 2021 23:23

"Wäre eine offene Linksallianz nicht jener parlamentspolitische Pendelschlag, der notwendig erscheint, um den folgenden Pendelschlag, den gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck, hervorzurufen"

 

Ja, das wäre er.

 

Natürlich ist es vollkommen egal, ob RRG oder Gelb-Schwarz regiert. Am Volksaustausch ändert sich nichts.

 

Die einzige Gefahr bei RRG ist die psychologische Komponente. Bei RRG werden wohl wieder ein paar Cuckservative auswandern, die man hätte nach rechts ziehen können. Generell sehe ich mittlerweile die größte Gefahr nicht beim Gegner, sondern im patriotischen Lager selbst, nämlich die Defätisten, die Zeit und Energie kosten, und eben die Auswanderer. Man sollte tunlichst eine Kampagne starten und den Leuten klarmachen, dass sie nichts anderes sind als die die kommen - Flüchtlinge und Glücksritter.

Gelddrucker

26. August 2021 23:25

Im übrigen sehe ich tendenziell jetzt schon einen leichten Rechtsruck in der Gesellschaft, der sich leider nicht in Wahlergebissen niederschlägt.

 

Trotzdem hat sich der Ton stark geändert, etwa auf Facebook in den Kommentarspalten - zu unseren Gunsten. Migrationskritische Stimmen sind prozentual häufiger und werden schärfer. Leider "schaffen" es viele, die sich dort beklagen nicht, die AfD zu wählen.

 

Auch die Distanz und die Vorbehalte zur AfD haben klar abgenommen - sehe ich am persönlichen Umfeld und höre ich auch von Mitstreitern, unisono.

Volksdeutscher

27. August 2021 00:04

Es mangelt dem Volk in Deutschland an politischer Bildung, um Not und Gefahr zu erkennen und an Mut, die gewohnte Bahn zu verlassen und die Richtung zu wechseln. Es ist inzwischen vollkommen unfähig, politisch zu denken, d.h. in Nation zu denken, das wurde ihm gründlich ausgetrieben, daher kann es nur in Parteien denken - wenn es überhaupt denkt.

Franz Bettinger

27. August 2021 02:46

@Wahlkampf-Fairness: In den Städten des Saarlandes sind innerhalb nur einer Nacht alle (alle) Wahlkampfplakate der AfD verschwunden, also von Unbekannt entfernt worden. Das Kopf an Kopf Rennen der CDU mit der SPD oder sonst einer System-Partei ist inszeniert und Taktik, um Bürger vom Wählen der Alternative abzuhalten. Zu den bekannten Umfrage-Fälschungen kommt die übliche Wahlfälschung. Nichts Neues also. 

Valjean72

27. August 2021 09:54

Niekisch:

...oder steckt einfach nicht mehr in unserem Volk drin?

Doch, es steckt auch heute noch mehr in unserem Volk als es gegenwärtig den Anschein hat. Allerdings wird dieses Volk manipuliert, psychologisch bearbeitet, belogen, betrogen und aufgespalte

Von Kindergärten angefangen bis hin zu den Universitäten, darüber hinaus ein Leben lang flankiert von Mainstream-Medien und Mainstream-Parteien.

Auch die AFD übt nichts weiter als die ihr zugedachte, das System stabilisierende Funktion aus.

 

ordo:

Die neue Volksgemeinschaft der geimpften ...

Wenn es an etwas Essentiellem mangelt, dann eben genau daran. Aber mit "gemässigten Patrioten", denen bereits dieser Begriff suspekt ist, wird man mE im vaterländischen Sinn nichts grundlegendendes zum Positiven verändern können.

 

---

Eine handzahme politische Alternative ist angesichts der Situation keine ernsthafte Alternative und das spüren viele potentielle Wähler.

 

Aussenseiter

27. August 2021 10:14

Die Union bekommt nun die Rechnung für die eigene beschleunigte programmatische Entkernung und die Linkswende (wobei "Links" hier va die linksgewirkte Identitätspolitik meint, denn ökonomisch hat die Union ihre gewohnte Klientelpolitik für ausgewählte Industrieverbände gemacht). Sie wird den Weg der übrigen ehemals Christlichsozialen Parteien Europas in die Bedeutungslosigkeit gehen. Ist die Union erst mal weg von der Macht wird sie rapide zerfallen. 

Was die AfD angeht, kann sie wohl nur noch zusätzliche bzw neue Stimmen aus dem stetig wachsenden Strohm der Nichtwähler holen. Bei den verschiedenen Wahlen sind schließlich Anteile der Nichtwähler von mindestens 25% inzwischen an der Tagesordnung. Was auch nicht verwundert, da es zumeist egal ist, wo man brav das Kreuzchen macht, denn die Politik, die dann folgt(e), wird als "Alternativlos" hingestellt und wird von den Blockparteien, egal wie sie nun heißen mögen (Massenimmigration, "Euro-Rettung" usw), durchgezogen.  

Daniel

27. August 2021 10:56

 @ AfD: Wenn man Kaninchen züchtet, sieht die Welt auch aus würde sie aus lauter Kaninchenzüchtern bestehen. Einen allgemeinen Rechtsruck oder Trend zur AfD kann ich nicht feststellen, weder im Bekanntenkreis noch auf der Straße. Bei den meisten eher Desinteresse, man versucht, die eigene Pfründe ins Trockene zu bringen. Ansonsten die üblichen Störer/"Höcke-Hitler"-Kommentare (interessanterweise gerade auch von älteren Einheimischen)
 
@ Wahlfälschung: Kann man immer behaupten, wenn einem das Ergebnis nicht gefällt - und die Belege dann schuldig bleiben. Man kann aber auch durch eigene Vor-Ort-Beobachtung darauf kommen, dass die Abweichung allenfalls 3-4 % betragen kann. Aufwand/Risiko und Nutzen stehen hier wie bei den meisten VTs also in einem krassen Missverhältnis. Der Nachweis systematischen(!) Wahlbetrugs wäre das Ende des aktuellen Systems. So bescheuert sind die nicht. 

Dieter Rose

27. August 2021 11:02

Zum AfD-Wahlkampf:

Kein Anbiedern! 

Ganz klare Aussagen treffen, ohne Rcksicht auf Angriffe (die kommen sowieso und immer).

Antworten auf Fragen klar und ohne Zurückweichen.

Dann kann das Wahlergebnis wie eine Volksbefragung betrachtet werden. Dann wird auch klar werden, ob das Land noch zu retten ist! 

 

Franz Bettinger

27. August 2021 12:03

Hier ein Artikel über den Lockdown Neuseelands von einem, der mal auf SiN kommentierte: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/kiwi-neuseeland-in-covid-zeiten/  (NB: In NZ gibt es nicht wenige, die SiN lesen.)

Glast

27. August 2021 12:11

Rotgrünrot kann ich durchaus was abgewinnen. Ein freier Fall aus dem 30. Stockwerk eines Hochhauses ist doch 'attraktiver' als der Fall aus dem 80. Stockwerk. 

heinrichbrueck

27. August 2021 13:46

"Nichts Neues also."

Doch, sich Dinge auszudenken: "Das Kopf an Kopf Rennen der CDU mit der SPD oder sonst einer System-Partei ist inszeniert und Taktik, um Bürger vom Wählen der Alternative abzuhalten." Nennt sich Mitbestimmungsdenken. Bis der letzte Demokrat unter der Erde ist. Dann kommen wir der Sache schon näher.

Niedersachse: "Man weiß es nicht..." Ein guter Ausgangspunkt. Man muß es aber schon wissen, will man Macht. Machtumsetzung entscheidet. Der Gutmensch verschenkt sein Land nicht, es wurde ihm weggenommen. Was er machen soll, unterstützt sein Verschwinden. Darin ist nichts gut; es sei denn, man fände Völkermord gut. Die Demokraten müssen aufwachen.

Verkommene Wirtschaftsflüchtlinge wollen ins gelobte Land: Europa. Diesen Ausländern muß man die Frage beantworten, wie das Weiße Europa so bleiben kann. Es wird ihnen nicht gefallen, muß es auch nicht. Niveauanpassung wäre Potentialverschwendung. Es muß also Ziel sein, das gelobte Land nicht zu verkleinern. 

Mitleser2

27. August 2021 16:20

Manche wünschen sich RRG für den schnellen Niedergang, damit das Pendel auf die andere Seite schwingt. Fraglich ob das so sein wird. Es werden auch in D immer mehr abhängig von staatlichen Transferleistungen (siehe Berlin, die Hartz IV Stadt). Solange RRG genug Geld drucken kann, sind die ruhig gestellt. Und dazu käme noch, dass unter RRG die staatliche und mediale Indoktrination neue Höhepunkte erreichen würde.

Mein Beispiel ist immer Südafrika, da sind 60% (!) der Bevölkerung abhängig von Sozialtransfers. Genau deswegen wählen sie weiter die korrupte und unfähige ANC-Regierung, weil sie fürchten, dass eine andere Regierung ihnen das streicht oder kürzt. Natürlich kann das nicht ewig gehen, aber sehr lange.

Ordo

27. August 2021 16:29

@Valjean72

Wissen Sie, der Begriff Volksgemeinschaft hatte ja schon immer etwas künstliches, weil von oben verordnetes. Aber da man das Volk heutzutage, zum größten Teil, eh abschreiben kann, erübrigt sich auch dieser Disput. Positiv wäre es in unserer Lage schon, wenn man diejenigen, die nicht das Knie vor dem Staat beugen und sich in die nächste Impfspritze stürzen möchten, einfach in Ruhe lassen würde. Denn das Eine ist ja vom Anderen nicht mehr zu trennen. Die Impfung ist jetzt zum Lackmustest für die richtige, staatshörige Gesinnung geworden und jeder Ungeimpfte ein potentieller Staatsfeind und Konterrevolutionär. So leicht wird man uns nicht davonkommen lassen. Aber wir können auf Schonung hoffen. Wenn Sie darüber hinaus noch irgendwelche Pläne mit diesem Land und Volk haben, ist Ihnen eh nicht mehr zu helfen. Habe die Ehre. 

Niekisch

27. August 2021 16:54

"es allerorten die Union ist, die der AfD die Türen verriegelt hat,"..."Wäre eine offene Linksallianz nicht jener parlamentspolitische Pendelschlag, der notwendig erscheint, um den folgenden Pendelschlag, den gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck, hervorzurufen,"

Deshalb ist es eine ernsthafte Überlegung wert, bei etwa gleich hohen Voraussagen für SPD und CDU/CSU ganz gezielt die SPD zu wählen, damit die boshafte Senilenpartei CDU nicht die Regierung bilden kann.

Andreas Walter

27. August 2021 20:45

Vor ein paar Tagen habe ich mich noch gefragt, wie das so schnell möglich ist, dass die SPD jetzt gerade wieder so populär wird.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/cum-ex-affaere-um-warburg-bank-das-geheimnis-der-gruenen-tinte-a-814c2f41-75a4-4031-a9d7-68ca53c839f6

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/thema_nt/article118550853/Der-Minister-schreibt-in-gruen.html

Ein (Superduperschurken-)Schelm, der dabei zum bösen auch noch streng verbotenes denkt.

https://youtu.be/6LUfw4NjB6U

 

RMH

27. August 2021 20:52

"(interessanterweise gerade auch von älteren Einheimischen)".

Das überrascht überhaupt nicht. Irgendwann ab ca. 55 beginnen die Generationen, die noch eine Tageszeitung abonniert haben und für welche die Tagesschau um 20.00 Uhr immer noch das ausreichende und glaubwürdige Medium zur Information ist. Dort wird aber genau das, H = H, mehr oder weniger ständig gepredigt. Die selben Medien, die jedes Sommergewitter, jeder Sommerhitze groß zum "Klimawandel" deklarieren und die gesunde Menschen zu "Impfgegnern" und "Gefährder" erklären etc.

Die selben Generationen (bzw. dann ab Ü60) haben noch ihre 4 bis 5- Prozenter Lebensversicherungen bekommen und hatten oft das Glück, rechtzeitig versterbender Eltern, deren Häuschen sie jetzt in ein völlig überdimensioniertes Wohnmobil umtauschen.

Diese Generationen wählen nicht abweichend, die wählen im Zweifel lieber ausnahmsweise mal einen schlumpfigen Scholz (in kindlich- jugendlicher Prägung und Erinnerung an einen ganz anders gelagerten Schmidt), der die Gelddruck-Maschinen laufen lässt, als einen a, falschen Ort kichernden Laschet. Diese Generationen gehen auch zur Wahl und sind die Wahlentscheider. Fertig.

Trotzdem halte ich 15% AfD minus 3% Stimmenunterschleif = wieder um 12% für die AfD für gut möglich. 

Langsax

27. August 2021 20:58

Egal wie die Wahl im September ausgeht (und es ist wirklich völlig egal, welche Parteien Stimmen gewinnen und welche Stimmen verlieren), der deutsche Staat ist auch heute schon funktionsunfähig und wird es nach der Wahl auch bleiben (bzw. die Funktionsunfähigkeit wird sich verstärken!). 

Alle Parteien (außer die AfD) sind in ihrer neokommunistischen Weltbeglückungsideologie gefangen, sie glauben wirklich daran, daß die Welt am deutschen Wesen genesen kann..... Das Gutmenschentum führt schnurstracks in den Untergang. 

Die große Frage ist: Wird das Sichtum des deutschen Vaterlandes noch lange anhalten oder wird es relativ bald zu einem großen "Knall" führen? 

Valjean72

27. August 2021 21:51

@ordo

Um ein mögliches Missverständnis auszuräumen: keineswegs ist es mein Ansinnen einer C-Impfung das Wort zu reden. Weder bin ich aktuell derart geimpft, noch habe ich vor, dies in Zukunft über mich ergehen zu lassen und zwar so lange es sich vermeiden lässt.

Die Leitfiguren der Querdenker-Bewegung sind mir dennoch, ob ihrer offenen, zum Teil krass anti-patriotischen Einstellung suspekt (B.Schiffmann: "Ich verspüre keine Liebe für das deutsche Volk").

Mit dieser "C-Plandemie" werden die Völker, Nationen, Gesellschaften keineswegs zum ersten mal massiv getäuscht, belogen und gespalten.

Dass eben dies auch in Bezug auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts (und darüber hinaus) der Fall sein könnte, übersteigt das Vorstellungsvermögen der meisten "Querdenker" als gelernten "BRD-Bürgern".

Breckert

27. August 2021 22:25

Ich sags ja nur ungern, weil ich weiß, daß meine Stimme wie immer ohne Widerhall verklingen wird, aber an der Situation sind die Rechten (hier) selbst schuld.

 

Was habt Ihr den Leuten denn zu bieten?

 

Hochgeistige Ergüsse interessieren doch das Wahlvolk nicht.

Was genau ist denn von den Rechten bisher auf die Beine gestellt; was ist initiiert worden?

Wo blieben die Spontanaktionen und Gruppenbildungen, als zu Silvester in Köln die ganze Wehrlosigkeit deutscher Männer klar wurde und den Auftakt für weitere antideutsche Aktionen der Blockparteien bildete?

Einschließlich dieses unerträglichen Salbaderns unseres, in allen vorangegangenen Ämtern furios gescheiterten Bundes-Uhus?

Die paar konservativen/rechten Aktivisten sind doch meistens nur deswegen in der Renegatenrolle, weil sie mehr oder weniger unglücklich aus der Gesellschaft herausgefallen sind und jetzt die Außenseiterrolle annehmen müssen, weil ihnen gar nicht anderes mehr übrig bleibt.

Von Kubitschek bis Sellner, von Maaßen bis Guido Reil.

Hier dagegen wird nur noch um sich selbst gekreist.

Was, frage ich Euch; was habt Ihr einem 18 jährigem Mädel (Hardcoreversion: Lehrertochter) zu bieten, damit es überzeugt konservativ wählt und sich deswegen sogar mit ihren Freundinnen überwirft?

Was?

limes

27. August 2021 22:39

@ Laurenz (»Für die Merkelisten der Union geht es einfach nur darum, 4 weitere Jahre irgendwie durchzukommen.«)

Wer sind die Merkelisten der Union? Günstlinge? Karrieristen? Das wären quantitativ relativ wenige, aber eine stattliche Hausmacht, wenn man alle Ebenen der Parteihierarchie betrachtet.

Dazu kommen die Getäuschten und die Nibelungentreuen. So wie der konservative Handwerksmeister, mit dem ich mir in der Ablehnung von LinksGrün einig bin. Kann ihn dennoch nicht davon überzeugen, AfD zu wählen. »Ich bleibe meiner CDU treu«, sagte er, indem er mich in den Arm nahm (ohne Maske oder Frage nach dem Impfstatus…).

Verdammte deutsche Treue?

Der_Juergen

28. August 2021 11:15

"Die Leute sind nicht so zu begeistern..."

Das begreift man sehr gut. Der liberale Flügel der AFD betreibt den Totalausverkauf an das System, und der patriotische mit Höcke an der Spitze hat zur Corona-Diktatur nicht ein Zehntel dessen gesagt, was man hätte sagen müssen. Auch Curio, ein ausgezeichneter Orator spricht immer nur von "Fehlern", "Irrtümern" und "Versäumnissen" der Herrschenden, obgleich er als hochintelligenter Mann doch sicherlich kapiert, was gespielt wird. Von "Irrtümern" kann keine Rede sein; die Volkszerstörer versuchen ihren Plan unbeirrt durchzusetzen, und bisher ist das ihnen weitgehend gelungen. Wozu braucht es eine "Alternative für Deutschland", wenn sie - bestenfalls - an den Symptomen herumkritisiert?

Als deutscher Staatsbürger hätte ich 2017 noch AFD gewählt, obwohl mir schon damals längst klar war, dass mit Wahlen nicht viel zu ändern ist. Diesmal würde ich mir den Gang zum Wahllokal sparen. Ob die AFD zehn, dreizehn oder siebzehn Prozent der Stimmen bekommt, ist mir mittlerweile ziemlich egal. Die Alternative lautet Aufstand oder Volkstod. Tertium datur, aber nur infolge von Geschehnissen ausserhalb Deutschlands, auf die der deutsche Stimmbürger null Einfluss hat.

RWDS

28. August 2021 11:50

Auch ich habe über einen solchen Akzelerationismus nachgedacht, aber unterm Strich bleibt, wir werden die Orientalen die kommen nie wieder los. An einen Rechtsruck dank RRG glaube ich nicht wirklich, woher soll denn der Sinneswandel der Union kommen? Insofern ist mir weiterwursteln trotz allem immer noch lieber, als die totale Öffnung hin zur Migrantenapokalypse.

RWDS

28. August 2021 12:29

@Aussenseiter

Wieso sollte die Union zerfallen? Das macht die SPD schließlich auch nicht und da erklingt der Abgesang seit Jahren. Jetzt sehen wir uns ernsthaft einem SPD-Kanzler gegenüber, also der Partei die noch lange vor den Grünen für die Islamisierung und die Shitholeisierung Deutschlands stand.

Laurenz

28. August 2021 17:56

Auch wenn dieser Beitrag etwas abseits des Themas "Bundestagswahlkampf" ist, so möchte ich meinen Mitforisten deutlich machen, daß im Schnitt die Achgut-Artikel (es gibt natürlich auch schlechte) besser sind, als die von Tichys oder der JF. Und, es werden auch inhaltlich weniger Kompromisse gemacht.

Hier 2 aktuelle Beispiele, die mich einfach mit ihrer Durchschlagskraft in eminenten gesellschaftlichen Themen schon vom Stil her verblüfft haben. 

https://www.achgut.com/artikel/die_vertuschungs_spirale

https://www.achgut.com/artikel/afghanonomics_die_inkompetentesten_imperialisten_der_geschichte

Mit der Reminiszenz an alte Zeiten, Pro-Amerikanismus für Blöde, können da Tichys & JF einfach nicht mithalten. In Fragen des Schuld-Kults ist Achgut natürlich genauso geschlagen, wie die anderen auch.

Schwarzseher

28. August 2021 18:42

Wieso findet man nichts zu diesem geheimnissvollen "Patriotischen Sozialismus" oder "Sozialem Patriotismus"? Ich weiss ja nicht einmal wie das Ding genannt wird. Wieviele Bücher haben Sie verkauft Herr Keiser? Wenigstens fünfstellig? 

Im Gegensatz dazu wird jeder AfDler ständig und überall mit dem liberalen Quatsch gefüttert. Kostenlos. Und das ist auch alles was man von denen hört. Die ich befragt habe, wussten nichts vom "Sozialistischen Patriotismus". Die meisten sind Liberale, nennen sich Bürgerliche. Und wenn sie wütend werden, weil man etwas mehr als debile Parolen hören möchte, dann heisst es "Rechtextremer" ich soll die NPD wählen usw.

Ich denke das größte Problem der AfD ist dass jeder weiss dass "Alternative", "Grenzen dicht", "Deutschland Normal" u.Ä. einfach Blödsinn ist. 

KlausD.

28. August 2021 19:37

@Breckert  27. August 2021 22:25

"Was habt Ihr den Leuten denn zu bieten? ... Wo blieben die Spontanaktionen ..."

Sie meinen also Patriotismus als Ware, etwa zu erhalten an einem Stand auf dem Wochenmarkt ... und dann frei nach dem Motto "Wer hat noch nicht, wer will nochmal - heute 30 Prozent billiger im Sommerschlussverkauf!" Und für ein 18-jähriges Mädel (Lehrertochter) selbstverständlich fein verpackt in Goldpapier mit rosa Schleifchen - und klimaneutral natürlich ... 

AmazonBesteller

29. August 2021 00:57

@RWDS

"Insofern ist mir weiterwursteln trotz allem immer noch lieber, als die totale Öffnung hin zur Migrantenapokalypse."

Die deutsche Mentalität in einem Satz. Und die Migrantenapokalypse kommt natürlich trotzdem. Mal wieder einen auf schlau gemacht und trotzdem verloren.

 

@Breckert

Ihr Kommentar ist zum Fremdschämen. Sie sehen sich selbst als eine Art Coach, der dem jungen Team die Leviten liest. Oder als jemand, der über den Dingen steht und hier einen auf Weise macht. 

Ihre Fragen sollten Sie der AfD stellen. Haben Sie das getan? Die Sezession ist keine Partei.

Rechte Renegaten sind in der Tat Geächtete. Allerdings adelt es sie. Und Sie erdreisten sich diese Leute auch noch als Penner hinzustellen, die aus der Not eine Tugend machen.

Was haben Sie der grünen Lehrertochter anzubieten?

Was?

Der_Juergen

29. August 2021 09:36

@RWDS

"Wir werden die Orientalen nie wieder los."

Wenn der Great Reset gelingt, in der Tat nicht; dann werden noch sehr viel mehr Orientalen, erst recht aber Schwarzafrikaner kommen, um die von den weggespritzten Deutschen hinterlassenen Wohnungen zu besetzen. Scheitert der Great Reset jedoch, und kommt eine nationale Regierung ans Ruder, ist alles möglich. Wer die Armee, die Polizei, die Justiz, die Medien und das Finanzwesen kontrolliert, kann auch die unerwünschten Millionen Migranten wieder zurückschicken. 

@breckert

Ich schliesse mich der Kritik von @AmazonBesteller an Ihnen. Was sollen die gehässigen Attacken auf Sellner und Kubitschek? Leisten Sie mal ein Zehntel von dem, was diese beiden Männer vollbracht haben. Glauben Sie, Götz Kubitschek sei ein geborener Versager, dem nur die Dissidentenrolle geblieben sei? Mit seinen Fähigkeiten hätte er im System ohne weiteres Karriere machen können. Dasselbe gilt für die meisten (zugegebenermassen nicht alle) anderen Führungsgestalten des patriotischen Widerstands.

 

Daniel

29. August 2021 09:48

@ Valjean72: Es ist genau diese Mischung aus verschwörungstheoretischem Geschwurbel und geschichtsrevisionistischem Geraune, die den BRD-Bürger zuverlässig davon abhält, sich rechts der C-Parteien nach politischen Alternativen umzusehen. Und was Ihre Einschätzung der Ober-Querdenker betrifft: In der Tat sind das zumeist komische Vögel, die sich - mitunter mit dem Geld ihrer Jünger - aus dem Staub machen, wenn die angekündigte und immer wieder aufgeschobene Apokalypse dann ausbleibt (was heute als Great Reset verkauft wird, war ja bis vor 10 Jahren noch der Euro-/Systemcrash). 

@ RWDS: Alle Einwanderungswellen haben bisher unter CDU-geführten Regierungen stattgefunden. Insofern war das "kleinere Übel" in der Praxis das größere. Die Profiteure einer Massenzuwanderung von Billiglöhnern/Sozialhilfeempfängern und Mietkonkurrenten sind sicher auch nicht in den unteren Gesellschaftsschichten zu finden.

Laurenz

29. August 2021 10:39

@Limes

Ja, seit Merkel dran ist, leidet die Basis an Magengeschwüren ohne Konsequenzen zu ziehen. Jetzt hatte die Reichstags-Fraktion der CDU das erste Mal opponiert, als Merkel kurz vor knapp den Sozen noch Geschenke machen wollte. Die einzigen Konflikte in den vergangenen Jahren gab es mit der CSU, weil dort immer ein anderer Parteivorsitzender herrscht. In den Spitzenetagen wurden alle, die auch nur den Hauch von irgendeinem Format hatten, in die Wüste geschickt & alle die unfähigen Speichellecker, wie Altmeier, Laschet, Braun, Tauber etc., die nirgendwo sonst einen Job kriegen würden, von Merkel nach oben gespült.

@Breckert

Solange Sie nicht konkret in der Sache werden, sondern nur persönlich, kommt keine Debatte auf. Die Umfragen der "Großen" bewegen sich um 20%, das kann man jetzt nicht gerade als gelungenes Angebot verkaufen. Von daher reicht Ihr Niveau nicht mal für einen Stammtisch. Und Sie erhalten durch Antworten, wie meine, schon mehr Widerhall als Ihnen zusteht.

 

Niedersachse

29. August 2021 10:55

@Breckert

 

Abgesehen davon, das die Sezession keine Partei stelle ich mal die Gegenfrage: Was haben die Altparteien denn "anzubieten" ausser dem Wahnsinn, der hier grassiert?! Ist das eigentlich so schwer zu begreifen, dass sämtliche Altparteien bewusst eine Politik gegen die Interessen der übergroßen Mehrheit machen? Das Problem dabei ist, dass jene ominöse "Mehrheit" überhaupt nicht merkt, dass nicht in ihrem Sinne Politik gemacht wird. Natürlich ist beispielsweise die AfD nicht perfekt, auch ich bin nicht mit allem zufrieden. Aber in der gegenwärtigen Lage ist sie zumindest parteipolitisch das einzige, was wählbar ist. Auch, wenn einige Mitforisten der Meinung sind (so wie @der Juergen) Wahlen wären zwecklos, so sollte man eben doch bei jeder Gelegenheit AfD wählen. Oder Ähnliches. Im Klartext: Jede Stimme für die AfD, ist eine Stimme gegen die Altparteien und ihre verbrecherische, asoziale Politik. Man darf da auch die Signalwirkung nach aussen nicht unterschätzen. Wenn in einem Bundesland - unabhängig von der Wahlbeteiligung - 90 Prozent den Altparteiendreck wählen, ist das ein Signal für weiterso! Und genau dieser Narrensaum, fordert mittlerweile einen eventuellen "Lockdown für Ungeimpfte". Heute zu lesen im Focus und anderswo. Und Sie fragen ernsthaft, was "WIR" anzubieten haben?! Die Altparteien gehören zertrümmert!

RMH

29. August 2021 10:55

@Breckert,

hier wird Ihnen in der Tat keine Extrawurst geboten, nur weil Sie jung und Frau sind - wenn Sie Frau sind und deshalb Sonderrechte haben wollen, dann bitte zu den Grünen, aber dort sollten Sie dann mittlerweile mindestens noch eine sexuell queere Neigung und einen weiteren Pass haben, denn mit "nur Frau" geht selbst dort nichts mehr.

Spaß bei Seite: Die Rechte bietet sapere aude, gnothi seauton, Ausgang des Menschen aus seiner selbst- (und heutzutage auch fremd-) verschuldeten Unmündigkeit. Die Schönheit des Geistes. Deutscher Idealismus. Die Entdeckung der Möglichkeiten des eigenen Potentials. Alle anderen haben sich hingegen in den letzten Jahrzehnten geistig selbst verzwergt und durchproletisiert.

Wer sich auf das Abenteuer der echten Freiheit einlassen will, wer die Welt als reale Vielfalt und nicht als globalisierte Einfalt, als general issue, erfahren und erkennen will, ist hier richtig. Nur erfordert dass eben  - was unsexy ist  - auch ein gutes Stück weit offen sein sowie Arbeit und Freude an der Lektüre von Stoffen, die man unter Umständen nicht sofort begreift.

Werden Sie Führer ihrer Freundinnen, statt sich mit ihnen zu überwerfen. Verlieren Sie einige und gewinnen dafür neue dazu. Willkommen in der echten Welt.

Laurenz

29. August 2021 10:56

 

@Schwarzseher

Warum wählen Sie denn nicht die NPD?  Deren Programm ist genauso im Wahl-o-Mat des Relotius, wie die der anderen auch. Die Basis hat schon 23.000 Mitglieder & die werden sich wundern, wenn sie ihre Eigen-Analyse im Wahl-o-Mat vornehmen. 

Mit der NPD habe ich politisch ganz sicher die meisten Gemeinsamkeiten. Aber ich kann diese nicht wählen, da Politik viel mehr mit Auftreten, als mit Inhalten zu tun hat. Da aber in der NPD immer noch viele VS-Leute sitzen, wird das Auftreten der NPD seit jeher dämlich & blödsinnig gehalten.

Um Ihnen ein Beispiel zu geben: Wenn man sich mit einem gut gelaunten Dr. Adam abends in einer Kneipe zu Oberursel unterhält, macht das Spaß & ist anregend, auch wenn er politisch nur wenig mit uns zu tun hat. Aber kurz nach 2013 noch in Amt & Würden verhielt sich Adam eher wie ein narzißtischer Stalinist, der die Limes'sche Nibelungentreue einforderte, also das, was man eher Rechtsaußen unterstellen würde. Und diese Phänomen wird sich nach meiner Erfahrung durch die ganze Politik ziehen, gerade dann, wenn zB 87% der CDU-Delegierten Mandatsträger & von ihrem politischen Job abhängig sind.

Mir gehen schlecht informierte Debattenteilnehmer, wie Sie, einfach nur am Allerwertesten vorbei.

Niekisch

29. August 2021 11:59

"Was haben Sie der grünen Lehrertochter anzubieten?"

@ AmazonBesteller 29.8 00:57: Wenn ich @ Breckert wäre: die Frage, warum sich das Grün hinter ihren Ohren auf die Gesinnung ausgedehnt hat...

Adler und Drache

29. August 2021 13:23

Ich glaube nicht, dass Wahlen einem rational begründeten Muster folgen. Das dürfte nur bei einer Minderheit der Fall sein. Viel interessanter fände ich eine Analyse der irrationalen Anteile. 

Vielleicht kommt die AfD ja deshalb nicht weiter, weil die Menge sehen will, wie sie sich im Abseits bewährt (sofern die Menge etwas wollen kann, und sofern sie wollen kann, ohne zu wissen) ... 

In der Geschichte war es häufiger der Fall, dass politische Neuansätze erstmal die Durststrecke zu überwinden hatten - es sei denn natürlich, sie wurden revolutionär verwirklicht. Vielleicht liegt ja auch darin eine "Weisheit der Menge".

Die Weisheit der Vielen – Wikipedia

Nur nicht verrückt machen lassen! Ruhe bewahren und souverän bleiben, auch wenn alle rundherum durchdrehen - gerade dann!

Ordo

29. August 2021 16:18

Ich glaube, vielen hier ist nicht ganz bewusst, was es bedeutet, sich in diesem Land öffentlich zur AFD zu bekennen,völlig egal ob man sich nun eher zu Meuthen oder zu Höcke hingezogen fühlt (politisch versteht sich #nohomo). Da schmilzt der Freundeskreis dahin, wie Butter in der Sonne und die berufliche Perspektive ist auch passé. Meuthen, Stein und Co glauben eben wirklich, mit betont liberalkonservativer Harmlosigkeit könnte man das angegrünte Bürgertum doch noch zum Umdenken bewegen. Ein Trugschluss, aber irgendwelchen sinistren Motive sehe ich hier nicht. Ich habe Respekt vor jedem aktiven Afdler, z. B. jenen in unserer ostwürttembergischen Kleinstadt, die vor ein paar Tagen überall Wahlplakate aufgehängt hatten, wovon ungefähr die Hälfte Stunden später schon wieder heruntergerissen worden waren. Am nächsten Morgen waren sie schon wieder ersetzt und noch mal etwas höher platziert worden. Wahre Helden des Alltags. 

RWDS

29. August 2021 18:10

@Amazonbesteller

Na das klingt jetzt aber spannend. Deutsche Mentalität also. Meinen Sie man sollte undeutsch denken und handeln, um Deutschland zu retten? Wollen Sie das überhaupt?

anatol broder

30. August 2021 01:57

@ amazonbesteller 0:57

die sezession sieht durchaus eine verbindung zur afd:

«vieles, was an der afd […] grundsätzlich […] ist, wurde in unserer zeitschrift […] in die debatte erst eingespeist.»

Ein gebuertiger Hesse

30. August 2021 14:34

Abseits des Hauptthemas: Gutes neues Profilbild, Benedikt. Man braucht heute mehr denn je den Anblick von Gesichtern, DURCH DIE INHALTE HINDURCHGEGANGEN SIND. Ähnliches geschieht in den großartigen Fotografien in dem neuen Antaios-Mäander-Band.

Schwarzseher

30. August 2021 17:39

@Laurenz, da haben sie Recht. Auftreten statt Inhalte. „Politik“ ist halt eine Show. Man sollte nicht erwarten dass Parteien die Zukunft der BRD bestimmen können.  Als Teil des westlichen Finanz und Wirtschaftsraumes, und wichtigster geopolitischer Angelpunkt der „Hegemonie“ in Westeuropa, können da nicht einfach irgendwelche dahergelaufenen, abgehalfterten CDU Hinterbänkler mit einer neuen Partei kommen und die westliche Welt auf den Kopf stellen. Und zum Beispiel, die so dringend benötigte Migration stoppen. Alles ist unter Kontrolle. Es wird nie zu viel auf einmal geben etwa mit Rot/Grün, und es wird unaufhaltsam die gewollte Zielsetzung erreicht werden auch mit der AfD. Für diese Projekt wurden seit Jahrzehnten gewaltige intellektuelle, finanzielle und organisatorische Ressourcen aufgebracht.

Und da sie hier diese Broder Links posten. Sagen sie mir bitte, wie die liberale AfD verbieten möchte, dass die Oberliberalen der Wall Street und Londoner City ihre Geschäfte mit der Migration treiben. Natürlich garnicht. Das wäre ja Faschismus und „Antiliberal“. Ein Soros hat eben seine liberale Freiheit hier umzuvolken so viel er bezahlen kann. Und jeder liberale Deutsche hat die liberale Freiheit and der Migration zu verdienen.

Franz Bettinger

31. August 2021 00:33

@BK: Auch ich finde Ihr neues Profilbild gelungen.

Andreas Walter

31. August 2021 09:36

Klar könnte man die CDU jetzt wählen, um womöglich RRG zu verhindern.

Doch wird es die CDU der AfD (und FDP) danken? Mit einer mal anderen Koalition?

Nein. Wir würden damit lediglich weiter in das bereits ewige Verlängerungsspiel der großen Koalition gehen und wenn es dafür nicht reicht käme vielleicht noch die FDP an Bord oder die Grünen (Oder können/würden vielleicht auch CDU, die Grüne und die FDP koalieren).

Daher ganz klar: CDU nicht unterstützen, nicht belohnen, für menschenverachtendes, undemokratisches, antideutsches Verhalten.

"Engst ist nämlich a) ein schlechter Berater" und b) "dort wo die Engst ist geht's lang".

Dann eben Weimarer Republik 2.0. Was danach kam wisst Ihr. Wer die Macht nicht Teilen kann, keine Kompromisse eingehen kann, der muss eben sterben. Beides trifft ebenso auf Marxisten und Grüne zu (die SU). Wir wollten nur unseren Teil, das behalten, was uns ist.

 

RMH

31. August 2021 09:48

"Und jeder liberale Deutsche hat die liberale Freiheit an der Migration zu verdienen."

Ja - und niemand hindert Sie daran, dass zu benennen und zu kritisieren oder selber ein paar Aktien mit Potential zu kaufen (Aktien von Impfstoffherstellern liefen recht gut). Das ist ja das schöne am Liberalen. Aber diese Münze gibt es nur ganz oder gar nicht. Insofern greift auch der in einer der letzten Ausgaben der Sezession entwickelte Begriff des "Notfall-Libertären" nicht. Wenn man Freiheit nur dann braucht, wenn es einem selber gerade passt, ist es eben keine Freiheit.

Der Besuch westeuropäischer Großstädte, ja schon von großen Städten in Ba-Wü und NRW zeigt, dass auch Akzelaration nichts ändern wird, da dort das Migrations-Gaspedal schon auf kick down steht - und das nicht erst seit gestern. Es ist eine Umarmung, bei der sich der Linke wohl fühlt und der Rechte sich zurückzieht. Bis nichts mehr geht. Der Konservative versucht pragmatisch das beste aus der Situation zu machen.

 

Laurenz

31. August 2021 13:29

@Schwarzseher @L.

"Liberaler Westen"

Bismarck war ein Genie im Ausgleich ausländischer Interessen, auch wenn Ihm nicht immer Erfolg beschieden war. Und Bismarck führte nur dann Krieg, wenn Er wußte, daß Er ihn gewinnt.

Treue oder auch Nibelungentreue haben in der Politik nichts verloren. Sobald jemand moralisiert, will er bescheißen.

Und das Theater gehört dazu. Aber das ist auch schon oft schief gegangen, ob in Vietnam, Irak, Iran, Ägypten oder jetzt Afghanistan etc.pp. Und warum ist das so? 

Weil jeder zwar gerne westliche Werte finanziell in Anspruch nimmt, aber aus diesem Selbstverständnis heraus niemand für diese Werte militärisch kämpft, außer man sitzt am Joy-Stick. Letzteres ist aber auch nichts anderes als Tontaubenschießen auf lebendige Ziele, wie das die Amis auch schon vor Obama praktizierten. Damit zerstört man, gewinnt aber keinen Krieg.

Es gibt kein Wunschkonzert, auch nicht für Rechte. Umso früher das die Rechten begreifen umso besser ist es. Der ideale Staat würde sofort vernichtet. Viele, wie @Lotta Vorbeck, sind da leider unbelehrbar renitent.

Andreas Walter

31. August 2021 14:02

Wobei, das geht ja eh nicht. Jedes %, was die AfD verliert um die CDU zu stützen, würde der AfD dann in der/für die Koalition fehlen (die ja eh utopisch ist).

Wann ist die Wahl? Na gut. In 4 Wochen kann noch viel passieren. Die Deutschen wählen ja auch nach Tagesform (Presselage), auch darum darf man auch "Demokratie" nie zu ernst nehmen.

Der Niedergang kommt nämlich so oder so, ist womöglich sogar bereits geplante Sache. Da braucht man sich um das ganze Deutschland (soll es sein) eh keine Gedanken mehr zu machen.

Doch die CDU trotzdem belohnen, weil vielleicht das kleinere Übel? Nein - und zudem ist sie genauso populistisch und räuberisch, erpresserisch und auf dem falschen Dampfer wie die Grünen:

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/union-setzt-auf-klimaschutz-als-wahlkampf-turbo/

 

 

Gotlandfahrer

31. August 2021 14:44

Staat, Land und Volk, wer wüsste das besser als das SiN-Forum, sind nicht das gleiche. Dieser Staat ist eine windschiefe Attrappe, aus deren Fassade zwar auf die, die glauben, noch Staatsbürger zu sein, geschossen wird, aber sie steht doch nur, weil sie bislang das effektivste Mittel zu diesem Zweck war. War, denn selbst die Fassade hat mittlerweile ausgedient und wird mit C-Personal noch so lange bestückt, bis sich das Neue auf seine interne Hierarchie geeinigt hat. Dann kippt die Fassade im Funkenflug auf die vor ihr Hyperventilierenden.  Na klar wählt man AfD, was denn sonst, auch wenn niemand dort wirklich artikuliert, was Phase ist. Aber man wählt sie doch nicht, weil man an die Fassade glaubt und Erwartungen richtet. Nicht wir werden die Fassade zum Einsturz bringen, das könnte ihnen so passen, das werden sie ganz alleine tun müssen.  

Andreas Walter

31. August 2021 18:45

@Ordo

Doch, Ordo, ich habe den Terror zum Teil sogar persönlich miterlebt einschliesslich einer Prügelei und erst danach Polizeischutz. An einem friedlichen Werbestand der AfD in der Fussgängerzone und das andere mal bei einer Veranstaltung, da sogar in Gegenwart der Polizei. Gerangel, körperliche Provokationen, Trillerpfeifen zum Teil auch von hinten oder von der Seite plötzlich direkt ins Ohr, man merkt, dass diese Leute darin Übung haben.

In Hinterfotzigkeit.

Plakate abreissen und beschmieren, sogar tätliche Angriffe auf die Plakateure? Standard.

Für mich auch faszinierend, als (auch) Sozialwissenschaftler, doch als Mensch entsetzend, die Reaktion teilweise der Leute in der Fußgängerzone auf den Stand. Da kann man Dinge sehen, miterleben, die sonst nur im Lehrbuch stehen.

Privat, das hat allerdings mit meiner Persönlichkeit zu tun, zum Glück nur wenig bis gar nichts, bei denen die mich kennen und darum um mein Leben wissen. In der Zweck-WG allerdings zum Teil auch die Hölle, weil im Grunde alles Fremde. Zudem war der Vermieter eine weltweit bekannte christliche Organisation, was das Ganze dann plötzlich kompliziert gemacht hat. Ich habe hier davon ein bisschen berichtet, ist schon eine Weile her.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.