15. September 2021

Bombig: Je suis Karl

Ellen Kositza / 41 Kommentare

Wir haben uns in einer sogenannten Preview den Film Je suis Karl angeschaut. Es geht um nichts weniger als die „Machtergreifung der Rechten“.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Am 16. September 2021 läuft dieser Streifen regulär in deutschen Kinos an. Weil ich ihn weniger für ein Kunststück halte denn für ein „Machwerk“ im Wortsinne, also für ein reines Propagandastück, werde ich ihn hier unkonventionell vorstellen. Da heißt, daß ich auch „spoilern“ werde, sprich: Überraschungseffekte verraten.

Christan Schwochow, der Regisseur, Jahrgang 1978, ist ein „alter Hase“. Er wirkte bereits als Kind in zahlreichen DDR-Produktionen mit. Nach der „Wende“ wechselte er mit seinen Eltern zeitig in den Westen.

Als Regisseur hat er quälende Filme (Novemberkind; Mitten in Deutschland - NSU) wie auch ganz gute (Verfilmung von Tellkamps Der Turm) verantwortet.

Je suis Karl gebe ich zunächst in den kargen Worten des Karlsruher „Büro[s] für Integration“ wieder:

In dem Film geht es darum, wie Maxi (Luna Wedler) von dem charismatischen Karl (Jannis Niewöhner) immer weiter in die Machenschaften der neuen europäischen rechten Bewegung gezogen wird. Zum Ende kommt es zu gewaltvollen Ausschreitungen gegen Ausländer*in­nen, nicht weiß gelesene Menschen und jedem, der oder die sich den neuen Rechten in den Weg stellt. Regisseur Christian Schwochow und Drehbuchautor Thomas Wendrich orientierten sich dabei auch immer wieder sehr stark an der identitären Bewegung. Christian Schwochow arbeitet bereits seit 20 Jahren filmisch zu den Themen rechter Strömungen.

So läuft der Hase!

Ich hole aus: Die binationale Familie der Oberstufenschülerin Maxi (Berlin) ist extrem weltoffen. Die Eltern (die Mutter ist Französin) sind bilderbuchhaft locker und hip. Die beiden kleinen Söhne werden vom Papa (Spaß!!) mit Schimpfwörtern tituliert. Man ist extrem easy. Man schmuggelt schon mal den armen (natürlich sehr klugen und sensiblen) Libyer Yusuf über die Grenze. "Geil, geil, geil", als es geklappt hat!

Eines Tages nimmt der Vater von einem Boten ein Paket an, das mutmaßlich für die greise Nachbarin bestimmt ist. Er tut es auf seine extrem coole Art und verläßt dann die Wohnung, um Einkäufe aus dem Auto zu holen.

Hier kommt es zur ersten Horrorszene. Eine gigantische Explosion, das Stadthaus: eine Ruine. Der Vater wird zu Boden geworfen, überlebt aber. Es gibt viele Opfer (Botschaft: Es kann jeden treffen. Wörtlich: "You could bei me. I could be you"). Seine Frau und die beiden Buben (Hans und Franz: na klar) sind tot – Maxi hat durch Zufall überlebt.

Was für ein Drama! Durch mutmaßlich islamistische Attentäter! Der Vater erinnert sich bei polizeilicher Befragung (ungern), daß der „Paketbote“ ein Schwarzbärtiger war.

Maxi nun zieht es in den folgenden Wochen immer wieder an den Ort des Anschlags zurück. Dort wird sie von „den Medien“ erkannt und flieht. Ein Typ, offenbar zufällig zugegen, hilft ihr beim Entkommen. Es ist Karl. (Karl schaut definitiv aus, als wäre ein Bruder von Roman Möseneder, und die Mutter wäre Caroline Emcke.)

Karl tut behutsam. Er redet scheu mit Maxi, nimmt ihre Trauer ernst. Vielleicht mag sie sich ja ablenken? Auf einer „Summer-Academy“ in Prag? Dort träfen hunderte junge Europäer zusammen, um über drängende Fragen der Zeit zu diskutieren.

In Wahrheit ist der schöne Karl ein Übeltäter, wie wir rasch erfahren. Nämlich: Karl selbst hat die Sprengung des Berliner Stadthauses veranlaßt! Er will (mit seiner rechten, europaweit agierenden) Bewegung Haß schüren, ein „Klima der Angst“, und er will die Spaltung vorantreiben.

In einer Rückblende sehen wir, wie sich ein Kompagnon von Karl aufwendig den Bart schwarzfärbt und dunkle Kontaktlinsen einsetzt, um als „Araber“ dechiffriert zu werden. Eine echte False-Flag-Aktion also, wie sie von rechts – so wird hier suggeriert – sehr wahrscheinlich ist. Karl, wir schauen in der Rückblende zu, freute sich diebisch, als er die Rauchschwaden über Berlin sieht.

Maxi bricht nach Prag auf und folgt dem zärtlichen Führer auf dessen Überzeugungstour durch halb Europa. Dabei gibt es bereits in Prag fragwürdige Szenen. Maxi wohnt während der Sommerakademie der Vlog-Aufnahme einer Frontfrau dieser rechten Bewegung bei. „Jitka“ beweint in ihrem Spot, wie sie von zwei Afghanen vergewaltigt worden sei. Und wie schrecklich das sei: „Ich kann sie immer noch riechen…“

Als Maxi der Frau hinterher kondoliert, bekennt Jitka kalt: Das sei doch bloß eine erfundene Geschichte. Sie wolle nur etwaigen Opfern ihre Stimme leihen.

Die ganze Szenerie der von hunderten jungen Leuten besuchten Akademie ist dabei teilweise recht realistisch beschrieben. Es handelt sich um ein wirklich buntes Publikum aus sämtlichen europäischen Ländern. Es wird nicht nur politisiert, sondern auch wild gefeiert. Influencerinnen drehen Videos.

Während einer besonders schmissigen Rede von Karl ruft eine junge Südeuropäerin halb im Begeisterungstaumel, halb ironisch, ein „Sieg Heil!“ in den Saal. Sofort wird es ruhig. Grummeln steigt auf. Ein Ordner eilt herbei, um die Frau zu entfernen. Karl klärt von der Bühne herab die Situation: Man müsse das Gestern zurücklassen, unbedingt! Es gehe allein um die Zukunft! Die Dunkelhaarige darf bleiben. Sie wird es nicht wieder tun.

Später treten Bands auf. Es gibt gefühlige Songs über ein „neues Europa“, deutliche Anklänge zur rechten Frauenband "Les Brigandes", und dann tritt eine Art Industrial-Rapper namens „The Command“ auf. Er, muskulös und mit geäderter Stirn, peitscht die Menge auf: „C’est la guerre! La guerre!!“ Das Publikum tobt. Ja, man befindet sich im Krieg. Und alle sind voll aufgeladen.

Die nächste Band treibt es noch wilder. Hier geht es textlich bereits um die Weiße Rasse. Alle jubeln. Derweil werden im Hinterzimmer bereits Auslöschungsphantasien konkret. Die Botschaft (der Filmmacher) ist klar: Slippery Slope! Betrachtest Du Masseneinwanderung als problematisch, bist Du im Grunde bereits ein Rechtsterrorist!

Während Maxi und Karl (ausgedehnte Szene) Körperflüssigkeiten austauschen, entsteht bereits das nächste mörderische Komplott. Worum geht es? Das „Referendum“ in Frankreich zum Erfolg bringen. Dieses Referendum betrifft die Einführung der Todesstrafe. Der junge französische Shootingstar Odile Duval (relativ strikt angelehnt an die Nichte von Marine le Pen, Marion Maréchal) plädiert dafür. Die Zahl der Befürworter steigen rasant. Es bräuchte nur noch ein, zwei krasse Botschaften.

Die eine liefert Maxi. Sie hat sich entschlossen, in Straßburg ihre Geschichte als Opfer des (mutmaßlich islamistischen) „Berlin-Bombing“ auf großer Bühne zu erzählen. Das Video ihres Auftritts geht viral, 250.000 Aufrufe binnen zehn Minuten.

Derweil ist Maxis traumatisierter Vater natürlich in Sorge, wohin sich seine große Tochter abgesetzt hat. Wer hilft ihm beim Auffinden? Natürlich der längst vollintegrierte Yusuf.

Als die beiden in Strasbourg eintreffen, erhält das Referendum den zweiten Schub: Karl läßt sich während eines Live-Video-Streams von seiner ehemaligen Geliebten, Jilka, auf offener Straße erschießen. Jilka ist natürlich maskiert und verkleidet, alles wirkt so, als habe der politische Gegner zugeschlagen. Karl hatte in einer früheren Filmszene auf die Frage seiner neuen Geliebten, Maxi, was für ihn das Schönste im Leben sein könne, geantwortet, er wolle sinnvoll sterben. Nun liegt er tot und blutverschmiert in ihren Armen.

Unterdessen dröhnt der Schlachtruf der Bewegung durch die Straßen: "Je suis Karl!", und wie auf Kommando tobt der Bürgerkrieg los, den „die Rechten“ so lange ersehnt hätten. Wir sehen, wie arg der „rechte Mob“ bereits unter Waffen stand. Leute mit „falscher Hautfarbe“ werden gnadenlos niedergeschossen. Binnen Minuten greift der bewaffnete Aufstand der „Rechten“ auf ganz Europa über. Überall kommt es zu kriegsähnlichen Szenen. Das weiße Europa dreht frei.

Wer wird nun Maxi und ihren Vater letztlich retten und beruhigen, indem er ihnen ein Volkslied seines Stammes vorsingt? Eine Quizfrage.

Nach der Filmvorführung standen Regisseur Christian Schwochow und Drehbuchautor Thomas Wendrich dem Premierenpublikum (ca. 60 Zuschauer) für Fragen zur Verfügung.

Die erste Frage stammte von einer naturblonden Ursächsin (sie meldete sich insgesamt fünfmal hochengagiert), die den Regisseur korrigierte. Der hatte von einer „dystopischen Sicht auf heutige Zustände“ gesprochen. Sie warf ein, das sei keine Dystopie, sondern „bereits heute wahr“.

Man sekundierte ihr vom Podium aus, und auch die beiden Filmmänner nickten. Ja, es sei bereits heute wahnsinnig schlimm mit diesen Rechten. Als Gewährsleute wurden namentliche „investigative Journalisten“ wie Manuel Gogos und Christian Fuchs aufgerufen. Oh, die kennen wir!

Eine weitere Zuschauerin fragte, warum denn hier nur junge Leute vorkämen. Die Treiber des Rechtsrucks seien doch gar nicht jung?

Schwochow stellte klar, daß sowohl die „Identitären“ (denn natürlich hatte sein Film diese zum Vorbild) als auch die französischen Rechten fast ausschließlich blutjunge Leute rekrutiere.

Eine der zahlreichen weitere Fragen ging an den Drehbuchschreiber Wendrich: Da sei auf der einen Seite Rechtsterror. Auf der anderen Seite gäbe es aber doch auch moderate rechte Stimmen und Bewegungen? Wo wäre da die Verbindung?

Wendrich, kühn (und aus dem Gedächtnis zitiert): „ Nehmen Sie die Personalie Hans-Georg Maaßen. Ein Mann mit einem geschlossen rassis…, nein, sagen wir, nationalkonservativen Weltbild. Er selbst würde es wohl bloß 'konservativ' nennen.“ Dieser Maaßen jedenfalls (und wir erinnern uns: Maaßen hatte als Präsident des Verfassungsschutzes beizeiten die „Beobachtung“ der Identitären Bewegung angeordnet, EK) fungiert hier als Scharnier zwischen einer moderaten und einer gewalttätigen Rechten. Diese Leute sind ganz tief vernetzt.“

Regisseur Schwochow sagte der linken Zeitung vorwaerts.de:

Meine Hoffnung ist, dass der Film das Bewusstsein dafür schärft, dass Rechte immer unterschätzt wurden und auch heute noch unterschätzt werden. Dass sie sich weiterentwickelt haben, dass sie viel schlauer sind, als wir annehmen. Man muss sich glaube ich damit auseinandersetzen, was Menschen fasziniert bei den Rechten. Es reicht nicht, zu sagen: es ist falsch, es stimmt nicht, sie sind lächerlich. Weil man glaubt, dass die Rechten und ihre Ideen unterkomplex sind, nähert man sich ihnen oft unterkomplex. Deswegen zeige ich die Rechten mit einer starken Sexiness, weil es das gibt.

Man kann es sich nicht ausdenken! Aber es hilft noch nicht so recht, denn nun wurde, man glaubt es kaum, der Film ausgerechnet „von links“ bereits heftig kritisiert.

Die Jungle World kritisierte bereits den Titel. Der Aursuf „Je suis Charlie“ sei ein Bekenntnis zur Meinungsfreiheit gewesen. Hier nun betreibe man eine „verdrehte Analogie“. Das Neue Deutschland findet die ganze Geschichte „krude“ und „an den Haaren herbeigezogen“.

Filmstarts.de beklagt, daß hier die „wahre Gefahr“ stark „verharmlost“ werde. Schwochow hingegen gab sich im Kino optimistisch: Man habe den Film bereits hunderten Schülern gezeigt, und er sei verdammt gut angekommen. Der Hoffnung einer Premierebesucherin, daß Je suis Karl bald an jeder deutschen Schule gezeigt werde, schloß er sich an.

Beim Verlassen des großstädtisches Kinos gegen Mitternacht in Leipzig trafen wir zufällig auf eine (Mainstream)-Journalistin, zu der ich früher Kontakt hatte. Sie hatte Je suis Karl (wie übrigens zahlreiche Medienleute) bereits Monate zuvor gesehen. Sie hörte sich meine Kurzkritik an.

Dann, sie: „ Aber ich meine - dieser Karl, der ist doch hochattraktiv. Das sollten Sie doch wenigstens als schmeichelhaft für Ihre Szene begreifen, nicht? Ist das alles nicht ein interessantes Gedankenspiel?“

Ah. Ja. Natürlich. Bombig.

-- -- --


Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.


Kommentare (41)

Laurenz

15. September 2021 16:15

"Aber ich meine - dieser Karl, der ist doch hochattraktiv. Das sollten Sie doch wenigstens als schmeichelhaft für Ihre Szene begreifen, nicht?"

Schöne Bombenleger haben mehr Legitimation als die häßlichen?

Meint der Filmemacher tatsächlich, wir "Rechten" seien/wären so, wie in der Filmbeschreibung dargestellt? Oder kriegt er einfach nur Geld dafür?

Nemo Obligatur

15. September 2021 17:15

Das nenne ich Pech: Da waren "wir" schon dank Heiko Maaßen oder wie der heißt kurz vor der Machtergreifung, und dann kommt irgend so ein Regisseur und deckt alle Pläne auf. Jetzt wird das natürlich nichts mehr.

Bleibt nur noch die Hoffung, dass die Schuljugend und der Verfassungsschutz von der Szene mit den Körperflüssigkeiten so weit abgelenkt wird, dass sie dem Rest von dem Quark nicht mehr wahrnehmen.

Marc_Aurel

15. September 2021 17:16

Sellner würde dazu sagen: "Ein Tugendporno für Linksextreme" ;-)

Der Beschreibung aus dem Artikel nach ein weiteres filmisches Produkt spätbundesdeutschen Zeitgeistes, das in seiner Absurdität nur knapp an unfreiwilliger Komik vorbeischrammt und die Realität in ihr Gegenteil verkehrt…erinnert mich an den Tatort in dem 3 weiße Yuppies des Nachts die Straßen unsicher machen, indem sie im Vorbeigehen muslimische Frauen zusammentreten.

Im Übrigen auch voller „kruder Verschwörungstheorien“, die versuchen islamistischen Terror als von irgendeiner fünften Kolonne inszeniert darzustellen und Vergewaltigungen durch Migranten als frei erfunden…vielleicht ein unterschwelliger Versuch das durch Doppelmoral und Heuchelei geplagte schlechte Gewissen (einfühlsamer Einwanderungshumanismus kontra zynische Kälte und Ignoranz in Bezug auf einheimische Opfer) zu entlasten, wer weiß.

Wenn mir solcherlei „Kunst“ zu Ohren kommt, steigt in mir regelmäßig das Bild eines Sektenschulungsvideos auf, in dem versucht wird den Mitgliedern zu suggerieren, dass die unethischen Unterdrücker draußen sitzen und hier drinnen (im "Vereinshaus") die Guten.  

Wir danken dem Operierenden Gesinnungsthetan Schwochow für sein Werk.

RMH

15. September 2021 17:22

Die Filmemacher scheinen ja ziemliche Ahnung von False Flag, Mimikry etc. zum Zwecke der politischen Agitation zu haben. Da stellt sich die Frage, wie viel vom "rechten Terror" ist eigentlich linker oder gar dunkel-staatlicher?

PS: In einer Radio-Vorstellung des Films sprach der Spielleiter davon, dass er bewusst plakativ gearbeitet habe, um auf "das Problem" hinzuweisen und das Publikum zu ergreifen ... Ah ja ...

Niekisch

15. September 2021 17:49

Vielleicht bewirkt das Machwerk das Gegenteil des Beabsichtigten. Um es beurteilen zu können, muss man ihn wohl komplett gesehen haben.

"Karl tut behutsam. Er redet scheu mit Maxi, nimmt ihre Trauer ernst."...folgt dem zärtlichen Führer"

Das ist doch schon mal was...

quarz

15. September 2021 17:56

"Durch mutmaßlich islamistische Attentäter"

Wahrlich: eher obsiegt das Krokodil über das Kasperle, als dass sich ein solcher Verdacht in einer deutschen Filmproduktion bewahrheitet. Am Ende enpuppt sich immer der rechte Eingeborene mit dem verkrampften Mienenspiel als der Bösewicht, für den die dumme Polizei zunächst den sympathischen Edelmigranten halten soll. Gegen diesen hundertfach wiedergekäuten Drehbuchdeterminismus erscheint selbst der Laplacesche Dämon als ratloser Spekulant.

Rheinlaender

15. September 2021 18:06

Das Feindbild einer das absolute Böse repräsentierenden gefährlich schlauen kleinen Minderheit, die in Wahrheit hinter dem Weltgeschehen steht, im Hintergrund die Strippen zieht, die Menschen manipuliert und Verschwörungsnetzwerke spinnt, um die ganze Welt ins Unglück zu stürzen, ist ganz klar strukturell antisemitisch. Der Film enthält wirklich alle einschlägigen Codes, sogar das Klischee, dass diese Minderheit die unschuldigen Töchter der Deutschen sexuell verführen will. Man sollte diesen Film umgehend melden.

Dieter Rose

15. September 2021 18:11

Es ist einfach nur noch zum Kotzen!

(Pardon, brauchen Sie nicht zu veröffentlichen!)

brueckenbauer

15. September 2021 19:10

Okay, der Film ist fürs Kino gerade mal tauglich, aber gut für die Schulen geeignet. Ob man Schüler auch propagandistisch überfüttern kann? Und was ist, wenn sie später merken, dass in der Realität das Attentat doch von einem Islamisten verübt wurde?

Immerhin: nach zehn Jahren Propaganda waren Jugendliche wie Carola Stern wirklich begeisterte und gläubige Hitlerfans. Insofern mag dieser Film ja auch eine Wirkung haben ...

Leander

15. September 2021 19:25

Manchmal gibt es eine nicht beabsichtigte induzierte Wirkung. Könnte Karl in unserer feminoiden Welt für den einen oder anderen unwerten jungen Mann zum Influencer werden?

Sandstein

15. September 2021 19:57

Kann jetzt den Brass den hier einige äußern nicht ganz teilen.

Je absurder das Spiel wird desto mehr Menschen bergreifen doch im Abgleich mit ihrer Lebenswelt eben genau diese Absurdität. Oder auch nicht, da sind unsere Deutschen ja speziell, aber ich zumindest finde es ziemlich lustig. 

Werde mir den Film angucken, dafür renne ich sogar in mein lokales Antifa-Kino. Das wird lustig, ganz sicher.  

Franz Bettinger

15. September 2021 20:06

Mit dem Hexen-Argument soll nur eins erreicht werden: Wachheit. Es soll die überhebliche Gewissheit weggefegt werden, die da lautet: Das kann uns heute nicht mehr passieren. Wir sind heute weiter, schlauer als im Mittelalter. Und ja, wenn jemand behauptet, die Erde sei flach, dann möge man seine Gründe hören und, wenn möglich, widerlegen. Immer wieder. Nur so geht (Natur-) Wissenschaft. Und sie ist bitter nötig.

Maiordomus

15. September 2021 20:35

Es tut mir leid, @Ellen Kositza, diesmal waren Sie analytisch in Unterform, der Film nervte Sie schlicht zu stark. Dabei war er aber vermutlich noch viel schlechter, als Sie es schaffen beim Versuch eines Verrisses.  Ein solcher erfordert eine viel ruhigere, konkretere und genauere Analyse. 

Andreas Walter

15. September 2021 21:24

Das sind alles Kinder der DDR, die Macher des Films, und die SED musste ja nie flüchten, bis auf ein paar wenige. Ganz im Gegenteil. Die waren hier bei den vielen Roten und Grünen auch in Westdeutschland sogar sehr willkommen, gerade auch im Kunstbereich oder in der Politik. Im Schulwesen und an Universitäten wahrscheinlich auch.

Es gab ja nie so etwas wie eine massive "Ent-stalin-isierung" (De-marx-ierung) der Deutschen. Auch übrigens der Russen nicht, nirgendwo im Ostblock. Jenes bisschen Show nach Stalins Tod kann man ja nicht ernst nehmen, hat ja nicht viel an der grundsätzlichen Richtung der SU oder des Warschauer Pakts geändert. Memorial hat darum heute noch Probleme, das System GULag in seinem ganzen Umfang zu erforschen und auch öffentlich zu machen. Ein paar von Euch wissen ja warum. Hahaha, wegen Informationen, die die (Welt-)Bevölkerung verunsichern könnten.

Eo

15. September 2021 21:24

 

Nun, der Karl
schaut schon ein wenig wie ein junger Haider aus, nur nicht ganz so österreichisch.

Der Film scheint mehr
eine  (r)echte Räuberpistole zu sein, um einen rechten Fanatiker, der es darauf anlegt, zum Märtyrer zu werden, um so ... . Na klar, die rechte Gefahr ist das größte Problem bzw. die ultimative Bedrohung für die Bunte Republik der alternativlosen Demokraten, die ihr Heil im grenzenlosen Multikulti sehen.

Aber wo wir hier gerade
 bei Karl sind -- habe letztens das Buch 'Karl und das 20. Jahrhundert' von Rudolf Brunngraber gelesen, falls den jemand kennt.

Ist eigentlich zu empfehlen,
da es recht flott geschrieben ist und immer wieder mit gerafften zeittypischen Fakten und dazu mit interessanten Zusammenhängen aufwartet bzw. unterlegt ist, die heute nicht mehr so sehr geläufig sind.  Das Buch ist übrigens 1933 erschienen.

 

AmazonBesteller

15. September 2021 21:31

Der Nachfolgefilm zu: Die Welle.

Hab gehört, dass der auch in der Schule geschaut wurde. Dann mussten die Schüler*innen einen Aufsatz darüber schreiben. Mindestens 5 A4 Seiten.

Letztlich wurde immer nur von der rechten Gefahr gewarnt. Andere totalitäre Systeme, andere Ungerechtigkeiten und Unterdrückungen gibt es natürlich nicht. Denn das würde schließlich den NS relativieren und diesem Auftrieb verleihen. Man sei damit dann mitschuldig.

Psychologisch nennt man das Konditionierung. Da das vermittelte Bild und Sitz (also Aufsatz schreiben) machen nicht mit der Realität übereinstimmt, wird es zu Dissonanzen kommen. Um diesen Konflikt zu lösen, werden die letzten Deutschen sagen, dass sie überhaupt keine Deutschen sind. Werden die letzten Weißen sagen, sie sind nicht weiß. Werden die letzten Christen sagen...

Und da auch das nicht stimmt. Werden sie handeln, bis der Konflikt oder sie selbst erledigt sind. Was soll man von Kindern erwarten? Dass einer von denen die Vorführung unterbricht und sich gegen diese geistige Vergewaltigung vor dem Rektor beschwert? Oder, dass alles geschluckt wird?

Der Film ist pure Hetze und psychologische Kriegsführung.

Gracchus

15. September 2021 22:13

Oh, mein Gott! 

Ich vermute, dass der Film sich ästhetisch auf einer durchschnittlichen Tatort-Folge bewegt. Für Film-Regisseure muss es frustrierend sein, in Deutschland Filme zu drehen. In den Nuller-Jahren war engagierte Kunst mit plakativen politisch-moralischen Botschaften noch verpönt - wie ist dieser Mentalitätswandel zu erklären? 

Interessant wäre ein semi-affirmativer Film über die IB. Dafür fehlt es im rechtem Milieu an allem (ausser vielleicht an einem Drehbuch; Lichtmesz könnte als Regisseur fungieren); damit ist Schwochow widerlegt.

Volksdeutscher

15. September 2021 23:08

@AmazonBesteller - "Der Film ist pure Hetze und psychologische Kriegsführung."

So ist es, vollkommene Hetze und primitivste Propaganda. Linke Gehirnwäsche schizophrener und larmoyanter Leute. Das bei Weitem Schlimmere ist jedoch: die Rechte hat keine adäquaten Mittel, Machwerken dieser Art Paroli zu bieten, da die Kunst- und Kulturbranche fast flächendeckend linksliberal verseucht ist - von den finanziellen Mitteln ganz zu schweigen. Zwei Positiva dazu fallen mir aber ein: 1. man kann es abtun als ein Werk einer (kranken) Phantasie, das mit der Wirklichkeit nicht korrespondiert, und 2. es ist nicht möglich, einen zweiten Film gleichen Inhalts nach eventuellem Erfolg auf diesem aufzupfropfen. Die Fortschreibung der Hetze in Form einer Serie ist also nicht möglich. Welche Ängste und Nöte müssen diese Leute durchstehen, wenn sie zu solch primitiven Mitteln greifen? Sehen wir es mal von der positiven Seite: Es scheinen bei ihnen die Hosen zu kleben.... Und das ist gut für die Rechte.

ede

16. September 2021 00:24

Guter Kommentar.

Schade, dass man nicht rauskriegt wer das ehrenwerte Kunstwerk finanziert.

Laurenz

16. September 2021 00:33

Ist der Film nicht eine Projektion & Karl in Wirklichkeit einer von der Antifa?

Der einzige Haken dabei ist, die Antifantasten haben kein Mitgefühl mit Opfern.

Andreas Walter

16. September 2021 01:50

Meine Frage darum an Schwochkow:

Wenn die Rechten bereits in ganz Europa unter Waffen stehen, so wie wohl im Film, wozu dann noch das Referendum oder irgendwelche Inszenierungen? Auf wen sollten sie denn dann noch Rücksicht nehmen oder wen gar täuschen wollen? Doch so kann eben nur ein Linker denken. "Gutmenschen" müssen sich immer erst etwas einfallen lassen, irgendwelche Lügen, um dadurch ihre Gewalttätigkeit zu legitimieren. 

Dabei hat nicht ein einziger der angeblich rechten Attentäter in den letzten Jahrzehnten jemals versucht, sich als Muslim zu verkleiden oder auszugeben. Die letzten Beiden, die das gemacht haben, waren glaube ich Winston Churchill und Lawrence von Arabien.

Doch das wäre mal eine Idee. Für einen Film - oder ein Buch. Anis Amri war in Wirklichkeit ein Nazi und auch WTC7 verdanken wir der Adomwaffendivision. Das mit den Arabern war doch alles nur Täuschung.

RMH

16. September 2021 07:54

"Anis Amri war in Wirklichkeit ein Nazi und auch WTC7 verdanken wir der Adomwaffendivision. Das mit den Arabern war doch alles nur Täuschung."

@A.W.,

jetzt verraten Sie doch bitte keine Geheimnisse, sonst geht der Blog schnell in die "Wartung" ... :)

t.gygax

16. September 2021 09:12

@EK   "rechte Frauenband "les brigandes":

"les brigandes "- die sich zurückgezogen haben, weil sich die jungen Mütter um ihre kleinen Kinder kümmern wollen, was ich sehr begrüßenswert finde - waren eine Gruppe mit z.t. hochgradig kritischen Texten, philosophischer Tiefe und einem undogmatischen altkatholischen Bekenntnis- und die einzigen Frauen, die mit süssen Mündern uind strahlendem Lächeln übelste argot-Worte singen konnten, was bei allen anderen zu tödlicher Frivolität geführt hätte.

Tierschützer sollten sich mal "BB Blues" anhören, eine hommage an die große Tierschützerin Brigitte Bardot,  politisch  Andersdenkende werden bei " ne m´ appellez president" , eine herrliche Parodie auf die Kreaturen, die  sich Politiker nennen, fündig werden, und gläubige Leute werden bei " Le proces de Rouen" ( musikalisch sehr eindrucksvoll interpretiert) mutmachende Sätze finden.

Waldgaenger aus Schwaben

16. September 2021 11:17

Der Plot sei an den Haaren herbeigezogen, ist noch freundlich formuliert. Das geht schon beim Anschlag auf das Stadthaus los. Warum sollte ein false-flag-Attentäter sich irgendein Haus rauspicken, statt eines symbolträchtigeren Ortes, zum Beispiel einen christlichen Kindergarten.

Ein schlimmer Logikfehler ist, dass der Vater als Tatzeuge den Anschlag knapp überlebt. Wäre er tot, wäre die ganze Bart-Ankleberei umsonst gewesen. Ein false-flag-Terrorist würde einfach abwarten, bis ein Tatzeuge aus dem Haus kommt, ihn passiertt und dann den Anschlag durchführen, wenn der Zeuge in Sicherheit ist.

Das Sich-Erschiessen-Lassen Karls ist sowas von talentfrei. Es gäbe unzählig andere Möglichkeiten durch eine false-flag-Aktion, einen Bürgerkrieg in aufgeheizter Stimmung lozutreten. Die Autoren wollten halt neben der Sex-Szene eine kitschige Sterbeszene einbauen und ihnen ist  nichts Besseres eingefallen.

„Kunst sucht die Wahrheit, Kitsch illustriert die Lüge“ schreibt heute jemand auf achgut.

Ich vermute, die Autoren sind Krypto-Nazis, die eine Satire auf linke Agit-Prop-Filme verfasst haben.

Gustav

16. September 2021 12:43

@ ede

"Schade, dass man nicht rauskriegt wer das ehrenwerte Kunstwerk finanziert."

Mit Sicherheit die Weltmeister der Projektion..... Von Alexander Solschenizyn im Archipel Gulag gut beschrieben.

Der Begriff Projektion umfasst das Übertragen und Verlagern innerpsychischer Inhalte oder eines innerpsychischen Konfliktes durch die Abbildung eigener Emotionen, Affekte, Wünsche, Impulse und Eigenschaften, die im Widerspruch zu eigenen und/oder gesellschaftlichen Normen stehen können, auf andere Personen, Menschengruppen, Lebewesen oder Objekte der Außenwelt. Die „Abwehr“ besteht dabei darin, dass durch Projektion vermieden wird, sich mit Inhalten bei sich selbst auseinanderzusetzen, die man beim anderen sieht.

Rheinlaender

16. September 2021 14:03

Passend zum Start des Films über einen vollständig imaginierten, präzedenzlosen identitären Terrorismus wurde wieder einmal ein realer islamistischer Terroranschlag in Deutschland verhindert. Was ist eigentlich der psychiatrische Fachbegriff für den auf der Flucht vor der Wirklichkeit begangenen Rückzug in imaginäre Welten?

Waldgaenger aus Schwaben

16. September 2021 16:04

@Rheinlaender

Eskapismus

Ich halte das für keinen Eskapismus, sondern eben Agit-Prop. Das scih abzeichende Scheitern von Utopien wird mit verstärkter Propaganda beantwortet. Das erste Problem, das dabei auftaucht ist, dass Wirklichkeit und Propaganda immer weiter auseinander laufen. Das zweite, dass die Kulturschaffenden der Agit-Prop-Werke zunehmend frustiert sind und immer schlechtere Arbeit abliefern.

anatol broder

16. September 2021 16:56

bei propaganda sind namen meistens beladen. kositza hebt bereits hans und franz hervor. ich versuche mich an den anderen erwähnten figuren (ausser jilka).

jitka: jitka gruntova (1945–).

karl: karl ludwig sand (1795–1820).

maxi: diverser übermensch.

yusuf: edler flüchtling (sohn jakobs, ziehvater jesu).

wie heisst maxis vater?

Kositza: Alex. Die Mutter: Isabel. Der beste Freund vom bösen Karl: Pankraz.

RWDS

16. September 2021 18:26

@Niekisch

Ob ich den Film je komplett sehen werde, kann ich nicht sagen. Aber ich habe mir den Trailer gegeben und dachte mir nur "Geil, wenn das doch echt wäre".

Die Zielgruppe (indoktrinierte Schüler) wird davon sicherlich wie gewollt abgeschreckt werden, aber rechte Jugendliche werden es feiern und vielleicht auch ein Stück weit in den Aktivismus getrieben. Man kann es sich nur wünschen.

Gotlandfahrer

16. September 2021 20:39

Im Grunde tun die mir alle leid, weil diesen Krabbellinken das Recht auf Wachsen am Widerstand vorenthalten wurde. Ihrerseits verschuldet ist natürlich, ihre Schonhaltung als solche nie wahrzunehmen gewollt zu haben.  Wenn es aber auch immer nur "weiter, immer weiter" hieß - ja wie sollen sie jemals erlebt haben, wo Schluss mit lustig ist? Auf der Rechten mag es auch allerlei schräge Vögel geben, krächz, aber hier lernste wenigstens die Rückenmuskulatur einzusetzen und sei es nur die geistige innere. Nur dieser Gegenwind lässt einen die Welt über die Ich-Umweltgrenze erfahren.  Als Woker hast Du schlicht kein inneres Verfahren, mit Signalen umzugehen, die eine Überprüfung des eigenen Denkens herausfordern. So fangen sie an, freizudrehen und sich Geschichten von debiler Konsistenz  zu erzählen. Lalaland, einfach weil es sich "anfühlt",  obwohl es den Anspruch von Semantik erhebt, die wiederum Kategorien und Hierarchie braucht, was gleichzeitig auch wiederum nicht sein darf. So trudeln sie ungebremst ins Nichts, während man uns erfolgreich abhält, ihnen Halt zu geben.  Die betriebene Abspaltung unseres Yin, und sie können es nicht sehen. Dann eben hasta la vista.

links ist wo der daumen rechts ist

17. September 2021 05:41

Die Kernfrage ist doch, warum dieser Film gerade jetzt auftaucht.

Zu einer Zeit, in der die mit sadistischer Gleichmut vollzogenen Corona-Maßnahmen in Deutschland und Österreich plötzlich ungeahnte zeitgeschichtliche Analogien erlauben; die Täter-Opfer-Perspektive verschiebt sich. Während beim „Kampf gegen rechts“ vieles noch selbstgefällige Rhetorik war, müssen nun anscheinend die Koordinaten wieder brachial geändert werden.

Wie war das mit 9/11 und dem Hollywood-Schinken „Pearl Harbor“? Nachtigall ick hör dir…

Trotzdem amüsiert mich immer wieder, daß die lieben Rechten alles Mögliche unter False flag/Staatsterrorismus subsumieren, nur halt nicht den „islamistischen“ Terror. Das scheint das Los von hatschenden (= hinkenden) Geschichtstheologen zu sein.

ff

Laurenz

17. September 2021 10:11

 

@Waldgaenger aus Schwaben

Ihr vorletzter Beitrag trifft den Nagel tatsächlich auf den Kopf.

Terrorismus, wie in der Filmbeschreibung, ist immer Staatsterrorismus und er entsteht nur in den Köpfen derer, die im Namen des Staates verdeckt agieren, so auch in den Köpfen der Filmemacher hier.

Ein echter Terrorist tötet nicht 3 oder 5 völlig (politisch) unwichtige Menschen, sondern er legt, wie jetzt geschehen, Stromnetze, Mobilnetze lahm, oder blockiert sonstige Infrastruktur-Einrichtungen, welche die Schwäche des Staates offenbar werden lassen.

Franz Bettinger

17. September 2021 11:58

@t.gygax: Leider hat YT viele tolle Musikvideos von Les Brigandes gelöscht. Weiß jemand, ob man diese sonstwo noch finden kann?

Mein Kommentar um 20:06 ist hierher gerutscht statt in den Strang von Lichtmesz, sorry. Zu diesem die Fakten auf den Kopf stellenden Karl-Film frage ich mich, ob dieses billige Machwerk einst wie sein Gegenstück Jud Süß (Veit Harlan, 1940) als Demonstrationsbeispiel linker Propaganda herhalten kann. 

t.gygax

17. September 2021 12:36

Sehr geehrter Herr Bettinger,

die unzensierten Video-Clips von "les brigandes" finden Sie auf bitchute.com , auch viele mit einer deutschen Übertragung- die puristischen Romanisten wohl nicht gefallen würde, aber : besser als garnichts. Und die spezifisch französischen Anspielungen zwingen, sich etwas näher mit der französischen Welt/Kultur/Geschichte zu befassen.

freundliche Grüße nach Neuseeland

t.gygax

RMH

17. September 2021 13:16

Nur fürs Protokoll:

Selbst SPON bringt heute einen Verriss über diesen Film und auch dort kommt man sich für dumm verkauft vor (vermutlich aber eher aus Enttäuschung). Ich verlinke nicht.

Marc_Aurel

17. September 2021 13:40

links ist wo der daumen rechts ist

"Trotzdem amüsiert mich immer wieder, daß die lieben Rechten alles Mögliche unter False flag/Staatsterrorismus subsumieren, nur halt nicht den „islamistischen“ Terror. Das scheint das Los von hatschenden (= hinkenden) Geschichtstheologen zu sein."

Einige Anschläge derjüngeren Vergangengenheit wurden mit Sicherheit dem Islam in die Schuhe geschoben, ich denke da nur an die 3 Türme die alle im freien Fall runter gingen, schön brav auf dem eigene Grundriß, was aus physikalischen Gründen nur mit kontrolliert sprengen geht und bei dem der "Einsturz" des dritten Turmes bereits im Fernsehen zu sehen war, als er noch stand...für die Art von unter falscher Flagge Operation gibt es einige Beispiele. Dennoch: ein sicherlich nicht unerheblicher Teil der islammotivierten Anschläge, vorallem auch der alltägliche Wahnsinn, wie Messerstechereien, Vergewaltigungen etc., die der Film ja auch thematisiert, sind authentisch.

Herold

18. September 2021 00:08

Liest sich wie die filmische Fortsetzung der Die-Welle-Serie (von Netflix, glaube ich). Das war auch eher seichte Kost mit Pseudoterrorismus und blauer Nazi-Partei.

Glücklicherweise, so hörte ich, kann man solche Werke ja in ein paar Wochen auf den einschlägigen Seiten beziehen ohne dass dafür Geld an die Gegenseite fließen müsste. Wenn die Neugier zu sehr sticht.

Wo wir beim Kino sind: Die Dune-Neuverfilmung ist ebenfalls eine woke Produktion, die man nicht unterstützen müsste oder sollte. Und die Kinos auch nicht.

Laurenz

18. September 2021 08:21

@Herold

"Dune"

Die Vorschauen verraten viel Geld bei der Produktion.

Allerdings kommt der historisch vorangegangene Djihad zwischen Mensch & KI, ein wesentlicher Bestandteil von Herberts Werk, nicht wirklich zum Tragen.

Der politische Inhalt ist für jede Herrscherkaste ein gefährlicher. Also müssen die woken Anywheres die Aufrührer sein.

brueckenbauer

18. September 2021 16:35

Zur Lebensform der Brigandes als kontrakulturelles Projekt gibt es übrigens ein Buch:

"Das Manifest der Zukunft im Klan" von Der Klan der Briganden (Autor), Uwe Lammla (Vorwort), Wolfgang Schühly (Übersetzer) . Arnshaugk 2017. Ist wohl schon vergriffen.

GoetzGeorg

18. September 2021 22:20

Verkitschte linke Hirne delirieren ihre Orwellsche Gegenteilswelt und stellen die Fakten auf den Kopf. Wenn hier jemand "auf Kommando" auch international mobilisieren kann, dann sind es ausschliesslich Linksextremisten wie BLM, Antifa, NGO's, Gewerkschaften und Stiftungen. Siehe USA George Floyd und die transatlantischen Kampagnen, die sofortige Mobilisierung der (andauernd bis zum Rücktritt geplanten) Großdemo in Wien nach der ausszugweisen Veröffentlichung des Strachevideos oder der sofort einsetzenden Demonstrationen in Thüringen nach dem "Preussenschlag".

Laurenz

19. September 2021 10:18

 

@GoetzGeorg

" international mobilisieren"

Sie haben die Wirtschaft vergessen.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.