Netzfundstücke (101) – Wahlen, Gemeinschaft, Treffen

Jeder ist sich selbst der nächste.

Mit die­sem Sprich­wort könn­te man die vor­lie­gen­den Netz­fund­stü­cke zusam­men­fas­sen. War­um? Weil es in ihrer 101. Aus­ga­be nicht wie sonst um die ande­ren, son­dern um mich geht: drei­ein­halb Fund­stü­cke, drei Mal Jonas Schick – zumin­dest am Rande.

Und mit dem »Ran­de« möch­te ich begin­nen. Ich war näm­lich zu Gast beim Pod­cast des kanal schnell­ro­da, »Am Ran­de der Gesell­schaft«. Am Mor­gen des ers­ten Aka­de­mietags spra­chen Sezes­si­on-Chef­re­dak­teur Götz Kubit­schek, IfS-Lei­ter Erik Leh­nert, Sezes­si­on-Redak­teur Bene­dikt Kai­ser und mei­ne Wenig­keit über die Fra­gen, ob man bereits durch das Sich-tes­ten-las­sen in das Coro­na­trei­ben der Regie­rung fest ein­ge­spannt wer­de, ob die Eta­blier­ten unter dem größ­ten Legi­ti­ma­ti­ons­druck der BRD-Geschich­te ste­hen und ob sich dies am 26. Sep­tem­ber an der Wahl­ur­ne nie­der­schla­ge und wel­chen Aus­weg aus dem gan­zen Dilem­ma mei­ne Zeit­schrift, Die Keh­re, auf­zeigt.

Hier rein­hö­ren:

Die aktu­el­le Aus­ga­be der Keh­re kön­nen Sie natür­lich wie immer hier, bei Antai­os, dem größ­ten kon­ser­va­ti­ven Ver­sand­buch­han­del bestellen.


Mit Pod­casts geht es wei­ter. Der ehe­ma­li­ge Kopf von Kon­tra­kul­tur Hal­le, Mario Mül­ler (inzwi­schen Jour­na­list bei Com­pact), sprach in der »Lage­be­spre­chung«, dem von mir mode­rier­ten Pod­cast des Bür­ger­netz­werks Ein Pro­zent e.V., über die vie­len Anti­fa-Angrif­fe auf das ehe­ma­li­ge patrio­ti­sche Haus­pro­jekt in Hal­le und wie in einer Nacht im Novem­ber 2017 dar­aus eine ver­un­glück­te Akti­on zur Stel­lung der Täter ent­stand, die für Mario und sei­nen Kame­ra­den Dori­an S. lei­der ein juris­ti­sches Nach­spiel haben sollte.

Die­ses bis in die zwei­te Instanz gegan­ge­ne Nach­spiel nahm Mit­te August nun sein vor­läu­fi­ges Ende. Das Land­ge­richt Hal­le (Saa­le) sprach Dori­an erfreu­li­cher­wei­se frei und ver­ur­teil­te Mario zu sechs Mona­ten Frei­heits­stra­fe auf Bewäh­rung. In Anbe­tracht des­sen, daß bei den unzäh­li­gen und bru­ta­len Angrif­fen von Links­ex­tre­men auf das Haus in der Adam-Kuck­hoff-Str. 16 so gut wie nie Täter ding­fest gemacht, geschwei­ge denn ange­klagt wur­den, ist der gesam­te Pro­zeß plus Urteil ein Hohn.

Das Resul­tat für Mario sind zusätz­lich zur Bestra­fung des Gerichts hor­ren­de Anwalts- und Pro­zeß­kos­ten. An die­ser Stel­le ist Zeit für patrio­ti­sche Solidarität!

Wer Mario dabei unter­stüt­zen will, die Kos­ten für den Pro­zeß zu tra­gen und im Zwei­fel das Urteil des Lan­des­ge­rich­tes anzu­fech­ten, der kann hier spenden:

Mario Mül­ler

Spen­den sind aktu­ell lei­der nur via PayPal mög­lich, weil bereits das 2. Spen­den­kon­to gesperrt wurde.

Und für alle Freun­de von Kryp­to­wäh­rung die Bit­coin-Wal­let: bc1qtvz3q8gycvxartrfgy4g9u9800w64gzvvrnhw6

 

Las­sen wir Mario nicht im Stich! Der gesam­te Fall zeigt ein­drück­lich, war­um Akti­vis­mus ohne Soli­da­ri­tät auf Dau­er wir­kungs­los bleibt.

Hier geht es zum hörens­wer­ten Gespräch mit Mario:

War­um Akti­vis­mus Soli­da­ri­tät braucht – Mario Mül­ler im Gespräch


Für das Bür­ger­netz­werk Ein Pro­zent ist die Not­wen­dig­keit, Soli­da­ri­tät in unse­rem Milieu kon­zen­triert zu orga­ni­sie­ren, nicht erst seit dem Gerichts­pro­zeß von Mario Mül­ler offen­kun­dig. Seit Bestehen der Initia­ti­ve küm­mert sie sich um die­je­ni­gen, die von Anti­fa-Gewalt und/oder Jus­tiz­ver­sa­gen betrof­fen sind.

Der tra­gi­sche Fall »Kars­ten Hem­pel« oder auch die Unter­stüt­zung der beherz­ten Hel­fer in Arn­stadt soll­te jedem Sezes­si­on im Netz-Leser ein Begriff sein. Jetzt hebt das Netz­werk sei­ne Akti­vi­tät als soli­da­ri­scher Unter­stüt­zer in der Not auf die nächs­te Stu­fe: Seit letz­ter Woche Don­ners­tag ist der aller­ers­te patrio­ti­sche Soli­fond am Netz und aktiv!

Mit Stand von heu­te sind bereits acht­ba­re 30.000 Euro im Spen­den­topf gelan­det. Die ers­te Soll­mar­ke von 50.000 Euro kommt näher. Was macht Ein Pro­zent mit dem Geld?

Das Prin­zip ist ein­fach: Ein gro­ßer Geld­topf – zum Teil von »Ein Pro­zent«, zum Teil durch Spen­den gefüllt –, der aus­ge­schüt­tet wird, wenn wie­der ein­mal ein »Anti­fa­schist« einen Patrio­ten hin­ter­rücks atta­ckiert und ins Kran­ken­haus prü­gelt. Oder ein »min­der­jäh­ri­ger« Asy­lant zuschlägt. Oder ein Auto brennt. Oder, oder, oder: Sie sehen, die Fäl­le sind zahl­reich. Des­we­gen müs­sen wir alle helfen.

Also spen­den Sie! Jeder noch so klei­ne Betrag hilft. Und sind Sie von Anti­fa-Gewalt betrof­fen oder wer­den wegen Ihres patrio­ti­schen Akti­vis­mus mit zwei­fel­haf­ten juris­ti­schen Mit­teln belangt, mel­den Sie sich beim Solifond!

Hier geht es zur Netz­prä­senz des unter­stüt­zens­wer­ten Projekts:

SOLIFOND


Zum Schluß ein Ver­an­stal­tungs­hin­weis in eige­ner Sache: Am Sams­tag, den 02. Okto­ber, ver­an­stal­ten die Ver­la­ge Hydra, Oikos (Die Keh­re) und Jun­g­eu­ro­pa ein Leser­tref­fen in Dresden.

Es wird von 15–22 Uhr ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm bei reich­hal­ti­gem Buf­fet mit klei­ne­ren Spei­sen gebo­ten, das vor allem im Zei­chen des gemein­sa­men Aus­tauschs steht. Es soll expli­zit kei­ne Aka­de­mie oder Klau­sur­ta­gung mit straf­fem Vor­trags­takt, son­dern ein gesel­li­ger Abend mit losem Rah­men­pro­gramm werden:

 

Das Pro­gramm

Ein­lei­tung und Gruß­wor­te der Veranstalter

Jonas Schick: Die Keh­re 2021/2022

Jörg Dit­tus: Archi­tek­tur und Ökologie

Micha­el Schä­fer: Hydra 2021/2022

Phil­ip Stein: Jun­g­eu­ro­pa 2021/2022

Vol­ker Zier­ke: Lesung aus sei­nem neu­en Buch

Podi­ums­dis­kus­si­on mit Jonas Schick, Wolf PMS und Phil­ip Stein: „Öko­lo­gie und Aktivismus“

Die genau­en Uhr­zei­ten der Vor­trä­ge und Lesun­gen wer­den dann vor Ort ausliegen.

 

Offi­zi­el­ler Anmel­de­schluß war der 22. Sep­tem­ber gewe­sen, doch sind noch 10 Plät­ze frei geblie­ben und wir haben eine Ver­län­ge­rung der Anmel­de­frist bis mor­gen früh (24. Sep­tem­ber) 10 Uhr erhal­ten. Also, jetzt anmel­den und die letz­ten Plät­ze ergat­tern, bevor die­se ver­ge­ben sind!

Ich kann Ihnen ver­spre­chen, daß es sich loh­nen wird.

 

Die Rah­men­be­din­gun­gen 

2. Okto­ber 2021 in Dresden

Ein­lass ab 15:00 Uhr (Ende der Ver­an­stal­tung gegen 22:00 Uhr)

Kos­ten: 30 Euro (Schüler‑, Stu­den­ten- und Jugend­ti­cket), 40 Euro (Nor­mal­preis), 50 Euro (Unter­stüt­zer- und Fördererticket)

Ent­hal­ten ist der Ein­tritt zur Ver­an­stal­tung, das Red­ner- und Vor­trags­pro­gramm sowie ein reich­hal­ti­ges Buf­fet klei­ne­rer Spei­sen; Geträn­ke müs­sen selbst bezahlt werden.

Die Anmel­dung zur Ver­an­stal­tung erfolgt – unter Anga­be des voll­stän­di­gen Namens, der Adres­se, Tele­fon­num­mer und des Ticket­wun­sches („Jugend“, „Nor­mal­preis“ oder „För­de­rer“) – per E‑Mail an [email protected]

Nach Ihrer Anmel­dung erhal­ten Sie von uns eine Bestä­ti­gung mit den Zah­lungs­da­ten für Ihr Ticket. Erst nach Ein­gang Ihrer Zah­lung erhal­ten Sie dann die ver­bind­li­che Bestä­ti­gung Ihrer Anmel­dung. Denn so ist es für alle am ein­fachs­ten – Wir haben unse­re Kos­ten (und nicht mehr!) gedeckt, Sie haben eine ver­bind­li­che Zusa­ge für einen der ohne­hin knap­pen Plätze

Den Ort der Ver­an­stal­tung erhal­ten Sie am 2. Okto­ber gegen 12:00 Uhr per SMS auf Ihre ange­ge­be­ne Tele­fon­num­mer. Kei­ne Sor­ge: Der Ver­an­stal­tungs­ort ist mit Öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln sowie dem eige­nen PKW gut zu erreichen.

 

Wir sehen uns am 2. Okto­ber in Dresden!

P.S: Lei­der unter­lie­gen auch wir den lei­di­gen Coro­na-Bedin­gun­gen des Lan­des Sachsen.Wir sind gezwun­gen, die „3G-Rege­lung“ anzu­wen­den und Sie zu über­prü­fen. Sie dür­fen uns glau­ben, dass die­ser Umstand uns kei­ner­lei Freu­de berei­tet … Nichts­des­to­trotz benö­ti­gen Sie am Ein­lass der Ver­an­stal­tung ent­we­der einen Nach­weis dar­über, dass Sie geimpft, gene­sen oder getes­tet sind. Wir sind gezwun­gen, die­sen Sta­tus zu über­prü­fen – und wer­den, um her­be Stra­fen zu umge­hen, gar die Auf­lö­sung der Ver­an­stal­tung zu ris­kie­ren, auch kon­trol­lie­ren. Sie wis­sen, bei uns schau­en Staat und Ord­nungs­hü­ter ger­ne ganz genau hin.

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Kommentare (19)

Allnichts

23. September 2021 18:10

Jede Folge von "Am Rande der Gesellschaft" ist absolut hörens- und empfehlenswert, die letzte fand ich jedoch besonders interessant, da eine Vielzahl von wichtigen Themen und Punkten im Grunde eher angerissen, aber trotzdem sehr ergiebig behandelt wurden. Daneben geht es auch nicht immer nur darum, was wie tiefschürfend oder auch nicht besprochen wird, es bewirkt schon viel, Menschen zuhören zu können. Früher gab es Namen, Texte, Bücher, es fehlte aber das Zwischenmenschliche, alles war fern. Daher will ich dazu anregen, auch die Folgen von "Am Rande der Gesellschaft" immer auf Video festzuhalten, das schafft Bindungsmöglichkeiten und zeigt, dass überraschenderweise auch in Schnellroda Menschen leben, keine Ungeheuer.

Wer in den nächsten Jahrzehnten politisch etwas melden will, der muss sich die Ökologie auf die Fahnen schreiben. Die Rechte verschläft dies grösstenteils, obwohl es auch und gerade für sie ein Grundlagenthema ist und sie diesbezüglich eigentlich überzeugender argumentieren könnte als alle Grünen und Linken, die am Ende doch nur das Weltweite anstreben, was nicht ökologisch wäre. Dafür darf man sich rechts aber auch nicht gegen alles wehren, was an Studien, Erkenntnissen und Maßnahmen im Raume steht. Es braucht vor allem eine eigene Erzählung.

Am Ende rufe ich noch dazu auf, solche Projekte wie "Die Kehre" zu unterstützen, also bestenfalls zu abonnieren, selbst in dem Fall, dass der Inhalt weniger interessiert. Die Kosten sind überschaubar, die Wirkung aber ist vielfach.

Laurenz

24. September 2021 09:49

 

@Allnichts

"Ökologische Fahne"

Nein, das ist nur bei uns so, eine Oase oder Blase, & auch nur in den Bevölkerungsschichten, die sonst nichts zu tun haben, wie mit reinen Luxus-Problemen (Wohlstand) gesegnet & beschäftigt sind.

Für über 5 Milliarden Menschen, die in relativer Armut leben (mit unter 2 US$ & erweitert unter 5 US$ Einkommen am Tag) spielt die Ökologie keine Rolle.

Da wir uns aber dem globalen Sog nicht entziehen können, werden wir ökologisch nichts erreichen, außer, daß wir die Natur unserer Heimat schützen könnten. Der Heimatschutz, also der Schutz unserer Natur, funktioniert aber nicht ohne militärische Option & schon gar nicht über Natur-vernichtende Masseneinwanderung.

Laurenz

24. September 2021 11:13

(1)

BK bezeichnet hier die politische Corona-Situation in Europa oder weltweit als diffus (kein rechts-links-Verhältnis). Hier fehlt aufgrund mangelnder Wahrnehmung & Desinteresse von Philosophen der Bezug zum Geld. Geld ordnet die politische Situation augenblicklich in die Korrupten & Corona-Propagandisten einerseits, wie in die Nicht-Profiteure, Unbestechlichen & Leugner andererseits, also eine ganz normale Ordnung im aktuellen Zeitgeist. Das Beispiel Orban zeigt, Orban ist vor allem geizig & wird deswegen vom Westen gehaßt. Orban will die Ungarn alleine, also national ausbeuten & nicht mit dem Westen teilen. Bei Salvini wird das ähnlich sein. Auch Putin macht das mit Sputnik nicht anders.

Die DDR 2.0 Korridore & Nischen, welche angesprochen wurden, gehen ja noch viel weiter. Wenn man sich die Achgut-Interpretationen von Ärzten anschaut, müssen sich Ungeimpfte, wie auch noch gesunde Geimpfte wahrscheinlich zukünftig vor allem von frisch Kontaminierten (Geimpften) fernhalten, die mutmaßlich viel gefährlicher als die Krankheit selbst sind, da durch Impfung geschwächte Immunsysteme anderen Krankheiten viel mehr Raum geben. In dieser Konsequenz kann es durchaus bald zu systemischen Verwerfungen kommen.

Laurenz

24. September 2021 11:21

(2)

Das in der Debatte angesprochene Wahlverhalten des Bürgers, welches im "Establishment" verbleibt, ist sozusagen primitiv. Auch Affen oder Hunde würden nicht anders wählen.

Die armen Rentner, die aus den neu geschaffenen sozialen Brennpunkten mit Orientalen & Afrikanern nicht wegziehen können, stinkt das gewaltig, aber die wählen trotzdem CDU oder SPD. Warum ist das so? Der neue diverse Schmerz ist noch nicht groß genug.

Es macht also überhaupt keinen Sinn, dies mit einem solchen Rentner, der als Zeichen seiner Blödheit alleine auf der Straße Maske trägt, den diametralen Widerspruch seines Lebens & Handels zu debattieren.

Das einzige, was ich dieser Masse an verblödeten Nachkriegsrentnern verständlich versprechen kann, ist eine schöne neue Wohnung mit altengerechter Infrastruktur in einer Neger- & Kamelficker-freien Zone.

Allnichts

24. September 2021 12:38

Laurenz, 09:49:

Das ist zwar richtig, ändert meiner Ansicht nach aber nichts daran, dass in hiesigen Gefilden Ökologie als Thema einfach präsent ist, sicherlich auch immer präsenter gemacht wird, und bei der Frage, wer wieviel an Macht erringen kann, eine immer grössere Rolle spielen wird, nicht nur bei Wahlen. Dabei ist es auch nachrangig, ob nun wirklich eine Notwendigkeit für Handeln besteht oder nicht und ob eine bestimmte Maßnahme sinnvoll ist oder nicht, es genügt, dass eine bedeutende Masse sowie Entscheidungsträger meinen, das Thema sei wichtig. Die Jüngeren, die Wähler und Entscheider der nächsten Jahrzehnte ticken nun mal so, damit muss man umgehen.

Laurenz

24. September 2021 13:01

@Allnichts @L.

"Ökologie als Thema"

Ich habe das sehr wohl verstanden. Das ist ja wohl auch der Grund, warum JS losgeschickt wurde, "Die Kehre", soweit es geht, zu etablieren. Ich persönlich finde das auch richtig.

Aber wie @RMH zurecht bemerkte, haben wir mit der Blödheit unserer Mitbürger zu rechnen & zu kalkulieren, die sich zwar gegen Feinstaub & Nanopartikel wehren wollen, aber sich gleichzeitig exakt dieses Zeugs injizieren lassen.

Man muß sich also unseren Mitbürgern wohl journalistisch mit Urlauten nähern, damit sie überhaupt einen tatsächlichen Bezug zur Ökologie bekommen. Jetzt ist das Thema ein religiöses, der Nachfolger der alten orientalischen Religionen. JS wäre ein Genie, wenn er eine noch zugkräftigere Religion als den Klima- oder Feinstaub-Gott etablieren könnte. Aber ich befürchte, dazu ist JS viel zu vernünftig.

Allnichts

24. September 2021 16:11

Ich ging weniger davon aus, die Etablierung einer eigenen Ökologie-Erzählung als allgemeines Leitbild anzustreben, die Grünen also sozusagen zu übertrumpfen, einen solchen Einfluss wird die Rechte auf absehbare Zeit ja auch nicht haben.

Aber das eigene Ökologie-Profil zu schärfen bzw. teils überhaupt erst einmal zu entwickeln, aus eigenem Interesse, aber auch, um jene anzuziehen, welche mit anderen Ökologie-Erzählungen nicht so recht glücklich werden oder zwar grüne Öko-Modelle befürworten, die Grünen an sich jedoch ablehnen, halte ich für sehr wichtig, weil es wie gesagt doch um eine ganze Menge Menschen gehen kann. Dabei auch mehr auf Emotion und Zugänglichkeit zu setzen, wäre sicherlich nicht verkehrt, Massentauglichkeit ist aber leider keine neurechte Stärke.

heinrichbrueck

24. September 2021 16:52

@ Laurenz
"Auch Affen oder Hunde würden nicht anders wählen."
Affendemokratie: https://www.youtube.com/watch?v=tm5nsCKZxb4 Es fehlt wohl der Glaube und die Heuchelei. Das Glaubenssystem der Demokratie weglassen. 

Niekisch

24. September 2021 17:46

"Wer in den nächsten Jahrzehnten politisch etwas melden will, der muss sich die Ökologie auf die Fahnen schreiben."

@ Allnichts 18:10: komme gerade von der "Fridays for future- Demo. Habe mehr deutsch-germanisch-affines gesehen als bei jeder "rechten" Demo: Plakate mit "Jeder Baum ist heilig", Musik auf alten Instrumenten und Volkslieder, sehr jung bis sehr alt vereint, keinerlei Ausgrenzung anderer Gruppen usw. Sprach mit Schülern über die klimatologisch negativen Folgen der Masseneinwanderung uns Fremder. Aggressionen kamen nicht auf. Erstaunlich, wie gesprächsbereit viele junge Menschen sind, wenn sie ernst genommen werden.

 

Mitleser2

25. September 2021 09:16

Auf Twitter hat BK retweeted: "Schon gespannt auf die Entschuldigungen linker Politiker, wenn in ein paar Jahren nicht mehr zu leugnen ist, auf wessen Kosten die von Kapital und Klimaschutzbewegung forcierte grüne Transformation geht."

Ich ergänze: Schon gespannt auf die Entschuldigungen rechter Politiker ...

Das Parteiprogramm der AfD ist doch eindeutig: "Den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung und Dekarbonisierungsmaßnahmen lehnt die AfD ab"

Die Kehre ist mir hier viel zu einseitig öko-grün.

 

Allnichts

25. September 2021 13:17

Niekisch, 17:46:

Abgesehen von der Einwanderungsthematik kann ich mir das sogar als recht verbreitetes Phänomen vorstellen, zumal diese Bewegung ja auch deutlich von im Ursprung Deutschen getragen sein soll, was angesichts des Durchschnittsalters interessant ist.

Überhaupt gibt es eine ganze Reihe von Szenen und Subkulturen, welche alte Traditionen, Bräuche, kulturelle Praktiken usw. zum Mittelpunkt machen und grösstenteils von Deutschen und allgemein Weissen bevölkert werden. Ich denke da an die Mittelalterszene, an Metal im Musikbereich, an "Reenactment" oder auch das anhaltend grosse Interesse an Märchen und Sagen. Da geht es mitunter um eine grosse Anzahl von Menschen, die eigentlich erreichbar sein müssten.

Leider scheint es für die meisten aber eher eine ästhetische Sache zu sein, man findet es irgendwie schön und romantisch, sieht sich damit aber nicht real verbunden und unterstützt genau jene Politik, die all das kaputtmacht. Das halbe Leben lang mit Mjölnir-Kette herumlaufen, aber "Seenotrettung" unterstützen, alles schon erlebt.

Nordlicht

25. September 2021 20:37

Betr. Spende Prozesskosten

In dem "Gespräch mit Mario:

Warum Aktivismus Solidarität braucht – Mario Müller im Gespräch"

sind das Konto und ein funktionierender PAYPAL-Link enthalten. Spendet!

Cugel

26. September 2021 00:48

@Niekisch    24. September 2021 17:46
Daß Sie gesittete Gespräche über dieses Thema führen konnten, zumal zur Einwanderungsproblematik, ist schön und gut und auch bemerkenswert. Haben Sie aber mit Ihren Argumenten Hirn erreicht? Wie lauteten die Antworten? Sicher sind die schwänzenden Kinder und wohl auch viele der erwachsenen Ökobewegten edelster Absicht, doch eben das ist ein wesentlicher Teil des Problems, weil das gefühlig gute Gewissen beim närrischen Treiben das Hirn frißt. Haben Sie die entflammten Kinder gefragt, wie es sich mit der Heiligkeit der für "Ökostrom" abgeholzten europäischen und nordamerikanischen Wälder und den für WKA gefällten Bäumen in deutschen Mittelgebirgen verhält? Der vermaisten Landschaft? Ich halte diese Leute für größtenteils entsetzlich dumm und egoistisch, vor allem natürlich die Erwachsenen unter ihnen. Von Kindern kann man nicht erwarten, daß sie die Thematik im Ansatz verstehen, und es ist auch nicht nötig, weil Kinder politisch nicht mitzureden und auf politischen Demonstrationen erst recht nichts verloren haben. Daß man nicht das geringste moralische Problem mit brachialer Instrumentalisierung von Minderjährigen hat, zumal eingedenk der Analoga des 20. Jhdts. mit ihren anschließenden Exzessen, spricht doch Bände über diese Leute. Die zotteln hinter ihren Leitziegen her, ohne im Ansatz nach den Netzwerken im Hintergrund zu fragen. FFF ist eine dermaßen derbe Luftnummer, daß es einem die Schuhe auszieht. Es ist wirklich zum Kotzen.

Franz Bettinger

26. September 2021 08:58

@An alle Wahlmuffel:

Klar, gibt es in der AfD Deppen und Absahner - wie in jeder Partei. Ich denke aber, man sollte eine Partei nicht wegen der Personen darin wählen (die kommen und gehen) sondern wegen ihres P-Programms, und das Partei-Programm der AfD ist super. Ich wähle AfD, weil ich die Alt-Parteien und deep state auf allen Ebenen bekämpfe, auch auf deren Spielwiese: der Pseudo-Demokratie inklusive Wahlzirkus. Ist doch ganz einfach: Man fragt sich, was ärgert Merkel und Roth am meisten? Antwort: Wenn die AfD stärker wird. Konsequenz: AfD wählen! Denn auch wenn ich Meuthen + Co nicht mag, so mag ich Merkel + Roth noch weniger. Gruß und Nomaské, Franz

Niekisch

26. September 2021 18:45

"Ich halte diese Leute für größtenteils entsetzlich dumm und egoistisch, vor allem natürlich die Erwachsenen unter ihnen."

@ Cugel 00:48: Ein dramatischer Fehler, diese Unterstellung angesichts des Wählerpotenzials von max. 5 % für die AfD unter den jungen Leuten. Nein, blöd sind sie nicht, denn sie sind durchaus in der Lage, Argumente zu bewerten, sogar zu Gegenargumenten zu greifen, die nicht so leicht zu widerlegen sind, Natürlich habe ich auf den Naturverlust z.B. durch WKA hingewiesen. Antwort: "Das ist ein geringer Verlust angesichts des Verlustes bei Weiterarbeit mit fossilen Brennstoffen." Zur Überfremdung: "Wenn unsere Familien aus finanziellen Gründen keine oder wenige Kinder bekommen, dann greifen wir eben zu ausländischen Kräften." Wenn die jungen Leute die Politik für verantwortlich halten, ist es doch naheliegend, dass sie ohne Aufklärung keine andere Lösung sehen. Genau das ist doch unsere Aufgabe.

Ich empfehle ganz einfach Basisarbeit vor Ort und genau da, wo Bewegung ist. Andernfalls entsteht eine nicht zu korrigierende Realitätsferne. Dass solche Gruppen wie FFF, amnesty usw. fremd- und ferngesteuert sind, ändert daran nichts. 

URN

26. September 2021 22:06

Sie, Niekisch, haben völlig recht. Aber in der Diskussion die FFF-Kinder und die mitlaufenden erwachsenen Deppen doch hoffentlich darauf aufmerksam gemacht, daß WKA bei Windstille genauso viel Strom liefern wie Solarpanele bei Dunkelheit. Im Gegensatz dazu liefert ein Braunkohlenkraftwerk sowohl ohne Wind als auch ohne Sonne den Saft für das neueste mobile Endgerät - welches Gegenargument kam daraufhin von den Hüpfenden und deren depperten Begleitern?

Laurenz

27. September 2021 00:55

 

@Niekisch

"die nicht so leicht zu widerlegen sind"

Da mußte ich herzhaft lachen.

Schlimm ist doch, daß auch die heutige Jugend unsere negativen Volkscharakterzüge geerbt haben, zB den Größenwahn.

Was Deutschland macht oder nicht macht, hat im globalen Maßstab 0 Relevanz, vor allem in ökologischen Fragen.

Und der Volkssuizid ist an Dämlichkeit nicht mehr zu überbieten, wenn jedes Jahr die Erdbevölkerung um 1x Deutschland wächst. Wenn man in Mathe nie über die 2te Klasse hinauskommt, ist das natürlich ein Dorf mit 7 Siegeln.

Da ist jede Debatte über. Diese jungen Leute wissen nicht, wie es zB in der Ukraine läuft, wenn fast jeden Tag viele Stunden Wasser oder Strom abgeschaltet werden. Diese Erfahrung muß einfach nur gemacht werden, besser als jedes Gespräch.

Niekisch

27. September 2021 11:10

"doch hoffentlich darauf aufmerksam gemacht, daß WKA bei Windstille genauso viel Strom liefern wie Solarpanele bei Dunkelheit."

@ URN 26.9:22:06: ... habe ich. Habe sogar darauf verwiesen, dass es schon Vulkanausbrüche gab, die jahrelang jegliche Sonneneinstrahlung verhinderten. Auch, dass wir in Deutschland in Zukunft neben längeren Sonnenperioden auch solche mit verstärkter und länger anhaltender Bewölkung zu erwarten haben. Möglicherweise Sturmperioden, die reihenweise WKAs umstürzen. Antwort: Ebenso, wie die Globalisierung zu weltweiten Lieferketten geführt hat, wird es solche eben auch bei der Energie geben. Da sitzt die AfD z.B. dann in der Falle. Ich aber nicht, denn ich habe den Globalismus schon immer abgelehnt. Zusätzlich verwies ich auf Mahatma Gandhi, der auf weitgehende indische Autarkie setzte. Um mit solchen jungen Leuten klar zu kommen, ist es zwingend notwendig, die "rechte Wurst" in "linken" Blätterteig zu packen. 

Laurenz

27. September 2021 13:29

@Niekisch

Das wichtigste Argument gegen die ökonomische Globalisierung ist der Verlust der politischen Souveränität.

Staaten werden erpreßbar, vor allem diejenigen ohne militärische Option.

Das beste aktuelle Beispiel ist Rußland & Rußland besitzt sogar noch eine militärische Option.

Auch wir sind ein gutes Beispiel, wieso haben wir eine Verpflichtung an Polen oder die Ukraine Gas-Transferleistungen bezahlen zu müssen? Das wurde in den Nachrichten über den Bau der Nordstream-Leitung einfach so vorausgesetzt, völlig irre.

Wer diese einfachen Sachverhalten nicht begreift, sollte in den Zoo ziehen.

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