1. Oktober 2021

Die Strategie der Sammlung

Martin Sellner / 80 Kommentare

Eine weitere Wahl in der Ära des Bevölkerungsaustauschs wurde absolviert.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Die AfD fiel zumindest nicht unter die psychologisch bedeutsame 10% Marke und blieb zweistellig. Allein - die Träume der Gründerzeit vom ungebremsten Höhenflug sind ausgeträumt.

Über allen notwendigen Debatten, sei es die wirtschaftspolitische Ausrichtung, seien es neue Marketingstrategien oder die Hoffnung auf eine „Wiederkehr des Migrationsthemas“, steht tickend die demographische Uhr. Man blendet sie aus. Viel zu selten wird zum Beispiel das Thema der ethnischen Wahl angesprochen, wenn Erst- und Jungwählerzahlen aus Ost und West verglichen werden. 

Schon am 14.9.2021 präsentierte die EU auf ihrer offiziellen Website eine Studie über den Einfluß der Migranten auf kommende Wahlen in der BRD. Das Fazit: „Diversität gewinnt Wahlen“. Parteien sollen in Zukunft gefälligst Migranten aufstellen, um ein migrantisches Wählerpotential von "24,2 Prozent der Bevölkerung" anzusprechen:

„Das bedeutet, dass die in Zukunft erwartbare Anzahl an Bundestagsmandaten, die diese Gruppe repräsentieren sollte, mindestens 142 Mandate beträgt.“ Damit wird das Ausländerwahlrecht quasi vorweggenommen. Kaum einer der Berufspolitiker bedenkt in Reaktionen und Analysen die Dringlichkeit der Lage. Keiner sprach bisher die Gefahr an, die droht, wenn eine Ampel-Koalition zu Masseneinbürgerungen und Wahlrechtsreformen führt.

Es gibt für die „evolutionäre Lösung“, also einen deutlichen Machtgewinn der AfD und eine Umsetzung ihrer Migrationspolitik, ein begrenztes Zeitvolumen. Nehmen wir den Kippunkt wie in meinem letzten Text vorgeschlagen für das Jahr 2045 an, so bleiben, sollten alle Regierungen halten, nur noch 6 Legislaturperioden.

Mit jedem Vierjahresschritt werden die Erfolgsaussichten zudem geringer, da sich die ethnokulturelle Zusammensetzung des Elektorats ändert. Die politische Aufgabe einer „evolutionären Lösung“ in diesen wenigen Wahlzyklen ist hart, aber nicht unmöglich. Oft nimmt sie jedoch nicht den nötigen Stellenwert ein. Jedes andere Thema ist meines Erachtens zweitrangig. Fragen zu Wirtschafts-, Geo- und Kulturpolitik halte ich nur insofern für relevant, als sie taktische Vorteile für das strategische Hauptziel liefern: binnen 5 kommender Wahlschlachten eine identitäre Bevölkerungspolitik sicherzustellen.

Die offenen Fragen müssen in jedem Fall beantwortet werden. Die AfD braucht eine klare Haltung und eine weltanschauliche Geschlossenheit, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Doch die Antwort auf diese Fragen bemißt sich an ihrer Nützlichkeit zum politischen Machtgewinn, um den Bevölkerungsaustausch in der genannten Frist zu stoppen. Sollte bis zum demographischen Kippunkt eine demokratische  „Reconquista“ ausbleiben, erübrigen sich auch alle Fragen nach der wirtschafts- und kulturpolitischen Ausrichtung eines deutschen Nationalstaats, weil es diesen dann schlicht nicht mehr gibt.

Die Frage, ob eine multiethnische Verwaltungszone die sich abgesehen von der Verwaltungssprache und musealen Kulturschätzen wenig von Kanada oder Australien unterscheidet, und nur mehr dem Namen nach „Deutschland“ heißt, eine gute oder schlechte Rentenpolitik betreibt, ist für mich dann ähnlich relevant wie die Rentenpolitik Kanadas und Australiens. Ein „Gemeinwohl“ existiert in dem Fall nicht mehr. Es bliebe nur der Rückzug in einen aggressiv-egoistischen Libertarismus, der in den erwähnten ethnisch fragmentierten „Einwanderungsländern“ unausweichlicher modus vivendi der weißen Konservativen ist.

Ein Plan B, die „Sezession“, der im letzten Beitrag erstmals von mir öffentlich angesprochen wurde, bietet einen Ausweg, falls die Reconquista ausbleibt. Diese Strategie und das Konzept des demographischen Kipppunkts habe ich im ersten Teil umrissen.
Die Strategie der Sammlung, welche das Ziel einer identitären Bewegung von der Eroberung gesetzgebender Macht abkoppelt, wäre die Antwort.

Ihr politisches Narrativ besteht in einer unversöhnlichen Kenntnisnahme der deutschen Multiminoritätengesellschaft und postidentitären Republik. Dieser Zustand wird als historisches Unrecht in seiner normativen Kraft anerkannt, ohne daß ein Eigentumsrecht aufs Ganze aufgegeben wird. Daraus erwächst die neue Doppelforderung: entweder Umsetzung einer identitären Bevölkerungspolitik zum Erhalt des Staatsvolks, oder regionale Volksgruppenrechte für die indigene Minorität in ihrem Ballungszentrum.

Die Reconquista und der Rückkehr ins verlorene Land werden zum Mythos, wie ihn auch andere staatenlose Minderheiten pflegten und pflegen. Das unmittelbare Ziel der alternativen Leitstrategie besteht jedoch in der Errichtung und Behauptung eines Sammlungsgebiets, in dem direkt ohne den Umweg der staatspolitischen Macht die ethnokulturelle Identität bewahrt werden kann. Hier unterscheidet sich diese Strategie auch von der „Arche-Noah“ Taktik, und Gedanken, wie sie etwa in David Engels' Was Tun?, oder Caroline Sommerfelds Selbstrettung angedeutet sind.

Akteur dieser Strategie ist nicht der je einzelne, der, als anonyme Masse angesprochen, zu privaten Initiativen animiert wird. Eine Sammlungsstrategie kann ihren nur Zweck erfüllen und den Ansatz einer Reconquista ersetzen, wenn sie als gemeinsamer Plan von rechten Parteien und Bewegungen propagiert und vom rechten Lager gemeinschaftlich umgesetzt wird. Die „Arche-Noah“-Taktik empfiehlt, sich eigene „epikureische Gärten“ zu schaffen. Sie rät vom zermürbenden politischem Aktivismus ab und rät zur persönlichen Fort,- Charakter- und Vermögensbildungbildung.

Ihr Effekt besteht jedoch maximal in Schaffung einer kleinen Wohlfühloase für den eigenen Familienverband, also einer lebensweltlichen "Arche Noah", um die herum das Land in den Fluten der Zeit untergeht. Diese Taktik ist, da sie außer dem Harren auf eine Änderung der Lage, keine echte politische Strategie aufweist, zuletzt auch ein Raubbau an der Zukunft der eigenen Kinder. Die Idylle, die man sich in harter Arbeit, durch Auswanderung, private Grundstücke und private Schulen erkauft, endet spätestens, wenn die Kinder die "Arche Noah" verlassen müssen. Das Land und die Gesellschaft, die sie dann betreten, ist aufgrund der apolitischen Flucht in viele kleine "Arche Noahs" noch lebensfeindlicher geworden.

Der ungeführte politische Kampf dieser privaten Taktik wird in noch aussichtsloserem Zustand an die Kinder vererbt, die man, oft vergeblich, von der Zeit „abschirmen“ will. Wenn man nicht auch an einer politischen Lösung arbeitet, um die ganze umgebende Gesellschaft lebenswert und sicher zu machen, ist jeder verborgene Garten und jede versteckte Siedlung eine trügerische Idylle.

Dagegen strebt die Sammlungsstrategie nach einer politischen Lösung, die das ganze Volk betrifft. Sie baut nicht auf die Unsichtbarkeit und hofft auch nicht, im Versteck vom politischen Gegner ignoriert zu werden. Nach wie vor setzt sie auf öffentlichen Widerstand wie Demos, Aktionismus und Wahlkämpfe. Deren Ziel ist jedoch nicht mehr die Eroberung der politischen Macht auf megapolitischem Weg, sondernd primär die Sammlung aller verfügbaren Ressourcen in einem konkreten Raum. Dem lathé biósas (Plutarch), dem „Leben im Verborgenen“ entgegen, das viele Resignierende uns anempfehlen, setzt die Sammlung weiterhin auf Organisation und sichtbare Opposition. Sie hofft nicht auf ein „Überwintern“ bis zu „besseren Zeiten“, sondern will diese im hier und jetzt erkämpfen.

Dazu teilt sie das Bundesgebiet strategisch in zwei Zonen auf. Die Zonen des Großen Austauschs (GAZ), stehen einem oder mehreren Sammlungsgebieten (SG) gegenüber. Letztere sollten räumlich möglichst geschlossen sein, um die maximalen Synergieeffekte zu erzeugen. Dabei ist dem Automatismus der white flight und der zerstreuten Enklavenbildung, die bereits jetzt in den Speckgürteln westdeutscher Metropolen stattfindet, entgegenzuwirken.

In den „GAZ“ findet kein langfristiger Aufbau von Infrastruktur statt. Politische Aktionen und parteipolitische Arbeit hat dort primär den Zweck, Aufmerksamkeit zu erzeugen, als Botschafter die Interessen der eigenen Volksgruppe zu vertreten und alle verfügbaren Ressourcen „auszufiltern“ und in die Sammlungsgebieten „abzuleiten“.

Selbstverständlich leben auch in den ausgetauschten Zonen noch Rechte. Sie verstehen ihre Stellungen dort aber eher als „Vorposten", die sie in Lebensabschnitten, wie z.B. in der Ausbildung, temporär halten. Alternativ arbeiten sie dort als Pendler oder „Saisonkräfte“, die ähnlich wie manche Migranten den Verdienst in die Heimat transferieren (auch der globalen deutschen Diaspora käme hier eine wichtige Aufgabe des Wissens- und Wohlstandstransfers zu, die mit der Unterstützung des Judentums für den Judenstaat vergleichbar ist). Demos, Wahlkämpfe und Aktionen in den „GAZ“ haben eher den Charakter einer „Kaperfahrt“.

Politische Ämter haben eher den Charakter „konsularischer Vertretungen“. Keinerlei Ressourcen werden dazu verschwendet, in diesen Gebieten eine politische Mehrheit in den Parlamenten oder gar eine metapoltische Dominanz über „Straße und Köpfe“ zu gewinnen, da das demographisch schlicht nicht mehr möglich ist.

Das so gesammelte Potential personeller und materieller Ressourcen soll hingegen in den Sammlungsgebieten zur Sicherung absoluter politischer Mehrheiten und einer völligen Dominanz der Gegenkultur und Zivilgesellschaft eingesetzt werden. Der Druck, den unsere Gegner derzeit fast im gesamten Staatsgebiet ausüben, könnte in den „SG“ teilweise selbst ausgeübt werden. Die Größe der Gebiete ist genau daran abzumessen, wie viele Ressourcen zur Verfügung stehen und welche Konzentration an Menschen und Mittel zu einer solchen Dominanz und Synergie benötigt wird.

Faktisch werden sich auch im Jahr 2045 noch viele Millionen rechte Deutsche und eine Zahl assimilierter Migranten im Bundesgebiet aufhalten. Die Frage ist, ob sie - wie zu wenig Butter auf zu viel Brot verstrichen - in tausende kleine, hoffnungslose Lokalkonflikte zerstreut sind, oder ob sie in einer Zone konzentriert und organisiert werden. Im Bereich der SG bildet sich so ein anderes, eigentliches Deutschland, in dem Deutsche, die es bleiben wollen, jene umfassende Parallelstrukturen aufbauen, an denen auch migrantische Minoritäten seit Jahrzehnten arbeiten. Ich will hier exemplarisch einige Bereiche aufzählen die in den SG vorstaatlich abgedeckt werden müßten.

1. Ein eigenes Schulsystem:
Über Privatschulen, Kindergruppen, Heimunterricht, eigene Lerngruppen oder einen lokalen Marsch durch die Institutionen muß eine normale Ausbildung und Kinderbertreung gewährleistet werden.

2. Eigene Kulturpolitik:
Über ein Netz an Traditions- und Brauchtsumsverbänden, Jugendbünden und Vereinen, die entweder gegründet oder entristisch übernommen werden, wird eine patriotische Identitätspolitik ohne staatliche Initiativen präfigurativ gelebt.

3. Eigene Wirtschaftskreisläufe:
Ein möglichst hohes Maß an Autonomie ist über eigene Unternehmernetzwerke, Tauschringe, Genossenschaften, Siedlungsvereine und ähnliche freie wirtschaftliche Assoziationen sicherzustellen.

4. Eigene Sicherungssysteme
Über Securityunternehmen, private Wachinitiativen, freiwillige Feuerwehren, etc. ist, soweit tunlich und rechtlich möglich, eine Überwachung und Sicherung der Gebiete vor Kriminalität und politischem Terror zu gewährleisten.

5. Eigene Sozialsysteme:
Über private Rentenversicherungen, Sparvereine und soziale Dienste, sowie einen Ring an gleichgesinnten Ärzten ist ein paralleles Grundversorgungssystem zu schaffen, das präfigurativ ebenfalls ohne staatlichen Umweg einen solidarischen Patriotismus umsetzt.

Historische Beispiele für solche Unterfangen finden wir in der Organisation der Sudeten und anderer volksdeutscher Landsmannschaften ebenso wie in der jüdischen Diaspora und später in den zionistischen Kibbuzim. Die Südtiroler Katakombenschulen können ebenso inspirierend wirken wie die Selbstorganisation der Buren in Südafrika. Diese Beispiele lehren uns auch, daß die Sammlungsstrategie nicht die erste Wahl ist, und langfristig nur ein Nationalstaat die Nation bewahren kann. Nicht umsonst streben alle genannten Minderheiten nach Souveränität. Auch daher  ist die spanische Reconquista, von Covadonga bis Granada der historische Mythos, welcher die Sammlungsstrategie begleiten muß. Nur die Konzentration und Reorganisation der Spanier im der kargen Berglandschaft Asturiens gab ihnen die Kraft, sich schließlich ihre ganze Halbinsel zurückzuholen.

In der ersten Phase geht es aber primär darum, von den Techniken der vorstaatlichten Selbstorganisation zu lernen, die Völkern in der Diaspora das Überleben ermöglichte. Nur wenn in den Sammlungsgebieten der demographische Niedergang lokal gestoppt werden kann, können sie ihre Aufgabe als identitäre Leitstrategie erfüllen.

Die Sammlungsgebiete müssen daher zu Orten der Sicherheit, der Ordnung und des Wohlstands werden, in denen jeder Deutsche darauf vertrauen kann, sofern er hart arbeitet, auch in einer gesunden Umgebung eine Familie erhalten zu können. Der (An)Werbeeffekt dieser Gebiete muß so über praktische Beispiele und Mundpropaganda direkt und jenseits aller idealistischen und politischen Überzeugungen auf die Insassen der anderen Zone wirken. Ähnlich wie die BRD die DDR-Bürger weniger über abstrakte Werte, als über konkrete Vorteile lockte, müssen die Sammlungsgebiete durch die Erfolge der präfigurativen Politik gegen den Bevölkerungsaustausch gleichgesinnte Neuankömmlinge anlocken.

Die oben skizzierten vertrauensbildenden Maßnahmen könnten tatsächlich zu einem lokalen Bevölkerungswachstum führen, das aus sterbenden Auswanderungszonen lebendige Regionen machen könnte. In diesen wäre die Ersetzungsmigration schon aus Platzgründen schwer argumentierbar. Trotz aller politischer Absicht wäre eine Politik des Bevölkerungsaustauschs ohne Überalterung und Bevölkerungsrückgang schwer vorstellbar.

Aus dem Gesagten ergibt sich auch ein entscheidender Punkt, den ich hier deutlicher ausführen will. Die Sammlungsgebiete sind keine Sektenkommunen, keine „Ethnostaaten“, keine Fantasiekönigreiche, Prepperlager oder Experimentierfelder für Freigeld, freie Energie und esoterische Lebensreformen. Freilich kann es auch solche Paradiesvögel im Rahmen eines SG geben. Doch sie dürfen nicht tonangebend werden und müssen, sofern sie das nicht akzeptieren, konsequent ausgegrenzt werden. Nichts schreckt die kritische Masse, welche die Strategie zu ihrem Erfolg benötigt, verlässlicher ab als profilneurotische Gurus, die ihre Vision eines Mikrostaates verwirklichen wollen. Die Sammlungsstrategie setzt, anders als das Schlagwort „Sezession“ vermuten läßt, gerade nicht auf die Gründung eines eigenen Staats und auf Insignien der Autonomie, wie eigene Währung, neue Ortsschilder und eigene Ausweise. Mag sein, dass sich solche Dinge in späterer Zeit von selbst ergeben. Wer weiß schon, welche neue Ethnogenesen in kommenden Völkerwanderungszeiten, im Katalysator der technischen Kommunikation und Mobilität, möglich sein könnten?

Eine Staatsgründung ist jedoch kein Ziel der Sammlungsstrategie. Das hat zwei primäre Gründe: Erstens wird das ganze Deutschland als Eigentum und Ziel des deutschen Volks nicht aufgegeben. Zweitens bewirken solche Gründungen und Titulierungen realpolitisch nichts außer juristische Angreifbarkeit und Abschreckung der Zielgruppen.

Tatsächlich verdeutlichen solche Staatsgründungs- und Verfassungsfetische nichts anderes als die strategische Ohnmacht ihrer narzißtischen Vertreter. Das, was sie sich eigentlich wünschen, sind die synergetischen Effekte eines stabilen Sammlungsgebietes. Sie glauben sie jedoch, gleichsam magisch durch die Volte einer neuen „Verfassung“, eines „Wappens“ und einer Namens, diesen Erfolg spektakulär beschwören zu können. Tatsächlich ist er Ergebnis einer langen, unaufgeregten und anstrengenden Arbeit. Diese nutzt ähnlich wie migrantische Minoritäten alle Möglichkeiten und Nischen des rechtlichen Raums, um eine möglichst umfassende Parallelstruktur aufzubauen. Keinesfalls darf eine Verlagerung des Lebensmittelpunkts in das SG dem Beitritt in eine „Kommune“ gleichkommen, in der man alle Privatheit und persönliche Freiheit aufgeben muß. Die Sammlungsgebiete brauchen daher, gerade in ihrer Anfangsphase, ein Betretungsverbot für „LARPer“.

Anders als die erwähnten migrantischen Parallelgesellschaften werden rechte Sammlungsbewegungen nicht im Schatten der Indifferenz agieren können. Das Verschwinden unserer ethnokulturellen Identität ist für einen ideologischen Machtblock im System nicht nur Kollateralschaden der Globalisierung, sondern das offen erklärte Endziel: „Deutschland verrecke“. Unsere nackte Existenz ist in ihren Augen ein unerträglicher Frevel.

Bereits jetzt werden erste, unkoordinierte, kleine und wenig durchdachte Ansätze rechter Sammlungen als „völkische Siedler“ dämonisiert und verfolgt. Der Staat hat, wenn er will, vom Kindesentzug bis zur Enteignung alle Machtmittel auf seiner Seite, um auf seinem Gebiet seinen Willen durchzusetzen. Er wird ein identitäres Sammlungsgebiet nicht tatenlos hinnehmen. Die Repression muss von Anfang an antizipiert werden. Solidarnetzwerke, juristische Abwehrteams, die parlamentarische Unterstützung einer Partei und organisierter ziviler Ungehorsam müssen in den Sammlungsgebieten gegen die Repression aufgeboten werden. Anders als bisher könnte hier der synergetische Effekt und die Dominanz über lokale Politik und Zivilgesellschaft der Repression tatsächlich den Stachel nehmen.

Ein Beispiel dafür bieten die Akte gewaltlosen Widerstands der Zivilbevölkerung Irlands und im Baskenland. In einem Viertel in Bilbao, das als Hochburg des baskischen Widerstands galt, hängten die Anhänger politische Banner aus den Fenstern und über die Straßen. Jeden Tag kam die politische Polizei und entfernte sie. Und jeden Tag hängten die Kinder, Mütter und Frauen einen neuen Satz Banner auf. Wenn einem die Straße, die Metapolitik und das Rathaus gehört, entfalten die Techniken des gewaltlosen Widerstands, die Gene Sharp beschreibt, ihre volle Wirkung, und die Repression kann sich die Zähne ausbeißen.

Zum Abschluß dieser Vorstellung des „Sammlungsgebiets“ und meiner zweiteiligen Artikelserie will ich noch die Rolle von Partei und Bewegung in dieser möglichen Leitstrategie beschreiben. Die Bewegung betreibt als Avantgarde nach wie vor Aktionismus, Informationsarbeit, prägt Gegenkultur und betreibt ihre Theoriearbeit, während die Masse in breiten Bündnissen Demonstrationen, passiven Widerstand und Solidaritätskampagnen organisiert.

Diese Handlungsbereiche werden jedoch räumlich aufgeteilt. Vorstellbar ist ein Konzept des Aktionismus als „Kaperfahrt“ und „Ausfall“ ins fremde Territorium. Busse organisieren Demoteilnehmer aus dem Sammlungsgebiet, die in den überfremdeten Hauptstädten gegen den Bevölkerungsaustausch und für die Rechte der eigenen Volksgruppe demonstrieren. Eine Bürgerbewegung wirbt in Infozonen in gezielt ausgewählten Regionen junge Familien an für den Umzug in das Sammlungsgebiet. Gewaltfreie Interventionen  finden in den Zonen des großen Austausch als spektakuläre Nadelstiche statt und fahren der Demokratiesimulation in die Parade.

Die Aktionsgruppen organisieren sich in den demographisch ausgetauschten urbanen Zentren in provisorischen Hauptquartieren. Sie rekrutieren sich primär aus Studenten,  Lehrlingen und anderen, die einen Lebensabschnitt in der GAZ verbringen. Sobald jedoch Familiengründung und Niederlassung ansteht, ziehen diese jungen Aktivisten geschlossen in die SG um, von dort in einer neuen Rolle die nächste Aktivistengeneration zu unterstützen.

Kurz: Alle spektakulären, sichtbaren Akte des Widerstands finden primär in den überfremdeten Zonen statt, während Gegenkultur, Schulung, der Aufbau von Zentren, Bildungsarbeit und der Aufbau langfristiger Infrastruktur sich auf die identitären Sammlungsgebiete beschränkt. Ein Curriculum ist hier bereits angedeutet: Erziehung und Bildung in der SG, aktivistische Bewährung und Auseinandersetzung mit der Moderne in der GAZ und schließlich Rückkehr in die SG zur Familiengründung und weiteren Lebensführung.

Im Zuge der Errichtung von Sammlungsgebieten werden jedoch auch zahlreiche Fachleute, von Handwerkern, Hebammen, Ärzten, Juristen bis zu Imkern und Lehrern gebraucht, die ganz ohne jeden Aktivismus ihre Talente politisch einsetzen können. Ihre Aufgabe ist es, durch Exzellenz in ihrem Bereich die Sammlungsgebiet lebenswert und sicher zu machen. Was bereits jetzt an Potential im rechten Lager schlummert, könnte, Organisation und Konzentration vorausgesetzt, eine unglaubliche Synergie erzeugen. Der Fleiß, die Innovation und Disziplin, die von vielen rechten Arbeitern, Unternehmern derzeit ausschließlich für sich oder den kleinsten Familienkreis eingesetzt wird, könnte im Rahmen dieser Strategie auch dem Gemeinwohl des Sammlungsgebiets dienen.

Auch die Partei richtet im Rahmen dieser Strategie ihren Fokus primär auf die Sammlungsgebiete. Alles begabte Personal muß dort konzentriert werden, um die maximale Vertretungsmacht in lokalen Parlamenten und Stadträten zu erlangen. Bereits jetzt erleben wir, wie in den neuen Bundesländern die Landesparlamente langsam aber sicher unregierbar werden, wenn man die AfD weiter ausgrenzt.

Über diese lokalen Mandate sichert sich die Partei auch stets einen Sitz im nationalen Parlament, wo sie die identitäre Doppelforderung aufrecht erhält und zum Sprachrohr der Volksgruppe und ihres Sammlungsgebiets wird. Zweckbündnisse mit anderen Parteien, die in einer retribalisierten Postdemokratie ihrerseits immer stärker als Vertretungsgruppen ethnischer Minoritäten auftreten, sind nach taktischem Kalkül möglich.

Insofern sie weitere Überfremdung verhindern und die Interessen der Volksgruppe und ihres Sammlungsgebiets schützen, sind auch Koalitionen und Kompromisse einzugehen. Unangetastet bleibt dabei die identitäre Doppelforderung und der ursprüngliche Anspruch auf das Land. Außerhalb der SG versteht sich die Partei vor allem als Botschafter und übernimmt die Rolle eines Konsulats. Hier, wo die politische Macht demographisch unerreichbar ist, sind keine personellen und materiellen Ressourcen zu vergeuden. Sollte die Partei im Zuge der Sammlungsstrategie auch in anderen Zonen substanziell an Stimmen gewinnen, oder unter veränderten wirtschaftlichen Bedingungen gar eine minority rule ausüben können, so muß sie diese Macht konsequent für die Umsetzung einer identitäre Migrationspolitik einsetzen. Die Strategie der Sammlung ist so jederzeit bereit zum Modus der „Reconquista“ umzuschwenken, wenn sich die Möglichkeit bietet.

Nachdem die alternative Leitstrategie vorgestellt wurde, stellt sich die Frage, wo, wie und wann ein Wechsel von Parlamentspatriotismus und Reconquista zur Sammlung stattfinden muß. Die Hoffnung steht, daß wir noch einige Legislaturperioden Zeit haben, das rechte Lager zu sammeln, um eine erfolgreiche metapolitische Strategie zu entwickeln. Unter dem Druck der Verhältnisse, durch die „Wirklichkeitsschocks“ zahlreicher formativer Ereignissen, könnte eine derzeit unvorstellbare identitäre Politik Realität werden. Doch eine Strategie die zu ihrer Verwirklichung auf eine radikale Veränderung der Lage setzt, gleicht vielmehr einer frommen Hoffnung.

Bereits jetzt gilt es daher, einen halböffentlichen Nachdenkprozeß über den „Plan B“ einzuleiten. Dieser soll nicht offen propagiert werden. Bewegungen und Parteien, die bereits jetzt eine Strategie der Spannung vertreten, würden in der jetzigen Phase defätistisch und schädlich wirken. Menschen die sich bereits jetzt in einer Phase der Familiengründung befinden und seßhaft werden, sind allerdings dazu aufgerufen, sich mit Gleichgesinnten zusammenzuschließen und das bereits jetzt in künftigen Sammlungsgebieten zu tun.

Dazu kommen in Deutschland die neuen Bundesländer, in Österreich die östlichen Grenzregionen zu den Visegrad-Staaten infrage. Bereits jetzt können einige Ziele der Parallelstruktur angegangen und alternative Netzwerke aufgebaut werden. Sobald der demographische Kippunkt erreicht oder von der Mehrheit aller Rechten als erreicht wahrgenommen wird, ist es Aufgabe der Strategen in Partei und Bewegung, rasch und konsequent umzuschalten. Das beschriebene Narrativ wird zum Leitthema, und die Akteuere des rechten Lagers fügen sich in die neue Leitstrategie ein.

Die postdemokratische Multiminoritätengesellschaft und die ethnische Wahl sind als solche zu entlarven. Die identitäre Doppelforderung auf Volksgruppenrechte und eine Umkehrung des Bevölkerungsaustauschs ist zu propagieren. Der gebotene Zeitpunkt für diesen Strategiewechsel bietet sich vermutlich nach einer entscheidenden verlorenen Schicksalswahl, in der schon der Einfluß der ethnischen Wahl klar zutage tritt. In den USA, wo sezessionistische Tendenzen jeden Tag stärker werden, könnte die letzte Wahl diese Funktion erfüllt haben. 

Es spricht viel dafür, daß erst eine große Enttäuschung nötig ist, um das rechte Lager für einen Schwenk zur Strategie der Sammlung bereit zu machen.

Diese kann jedoch nur das Ergebnis einer vorherigen maximalen Ballung aller Kräfte sein. Ohne eine konsequente und fokussierte Strategie der Reconquista und die nötige organisatorische Durchdringung und Handlungsfähigkeit des rechten Lagers wäre auch ein fliegender Strategiewechsel nicht möglich. Stattdessen würde ein Teil verbissen und ohne langfristige Perspektive an parlamentarischen und aktivistischen Fronten weiterwerkeln, während ein anderer Teil sein Heil in der Flucht, also der "Arche-Noah"-Taktik sucht. Nur die Kraftprobe im Kampf um die Stadt und den Staat macht das rechte Lager bereit, stählt und schult es für die Herausforderung einer Sammlungsstrategie.

Ob sie als „Plan B“ nach der „demographischen Stunde Null“ nötig wird oder nicht, ist für das Hier und Jetzt deswegen sekundär. Recqonquista und Sezession haben dieselbe Grundvoraussetzung. Sie bedürfen eines insgesamt handlungsfähigen rechten Lagers mit maximalem Organisationsgrad und arbeitsteiliger Exzellenz. Die Partei, die Gegenöffentlichkeit und die Bewegung müssen in ihren Bereichen das maximale Potential mobilisieren und lernen, gemeinsam an einem langfristigen Plan zu arbeiten. Dazu braucht es vor allem bei den Wortführern und Leitern die Tugend des Feldherren.

Wir müssen Rechenschaft über unser Tun ablegen und nicht in Jahren, sondern Jahrzehnten und Jahrhunderten denken. Jeder kleinste Beitrag zu Partei, Aktivismus und Gegenkultur zählt. Er ist aber nur dann wirksam, wenn alle einem gemeinsam Plan folgen, der theoretisch unser Ziel erreichen kann. Auch in einem Betrieb zählt jeder Handgriff nur dann, wenn ein ordnender Geist alle Tätigkeiten durchdringt und aufeinander einstimmt. Daß wir endlich beginnen, in aller gebotenen Ernsthaftigkeit über einen Plan zur Erhaltung unserer ethnokulturellen Identität nachzudenken, ist das primäre Ziel dieses Textes.

Denn der Bestand des Volkes schwindet. Jahrhundertealte Disziplinen und Kulturtechniken gehen verloren. Der Bevölkerungsaustausch ist kein bloß biologischer Prozeß: Stimmungen und Gefühle, Charaktertypen, die unser Volk über Jahrtausende wiederkehrend prägten, verschwinden im steigenden Pegel der Ironie, des Konsums und der Banalität. Was bleibt, ist eine im Strom der Globalisierung diffundierende Biomasse.

Die knappste Ressource jedoch ist und bleibt die Zeit. Wir stehen vor einem Abgrund und haben keinen Anlauf, um zu springen. Gehen wir daher einige Schritte zurück. Halten wir inne im routinierten Betrieb des neurechten Widerstands. Kehren wir den Blick gegen die Betriebsblindheit. Überwinden wir den Typus des routinierten Zynikers, der insgeheim die Hoffnung aufgeben hat und bereits die  private Exit-Strategie plant. Haben wir den Mut zum Plan und zum strategischen Denken.

Ob Sezession oder Reconquista, am Ende muß unserer Identität in ihrer Kontinuität, Integrität und Homogenität gewahrt bleiben. Wagen wir große Entwürfe und kühne Projekte. Kritisieren wir uns gegenseitig, experimentieren wir, aber hören wir endlich damit auf, uns gegenseitig zu beschwichtigen und zu belügen. Die Zeit ist knapp und kein Schiff wird kommen, um uns zu retten.


Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.


Kommentare (80)

Schobbepetzer

1. Oktober 2021 12:48

Sehr schön gesprochen, Herr Sellner.

Dazu benötigt es jedoch der Vernetzung über Plattformen. Dieser Verlag kann das sicherlich nicht sein, da ansonsten die Gegenseite den Grund hätte, um gegen GK vorzugehen.
Die Grünen haben die Vernetzung durch Demonstrationen gegen AKW´s und Startbahn West hinbekommen.
Telegramm, Youtube usw alles schön und gut, aber im Vertrieb habe ich mal gelernt, solange ich einen potentiellen Kunden nicht persönlich gesehen habe, ist er kein wirklicher Potentialkunde.
Wg dem massiven Gegendruck entfallen größere Veranstaltungen, also bedarf es der Bildung von lokalen Zellen. Allein die anzustoßen, ist eine Aufgabe einer übergeordneten Institution, da diese über die entsprechende Informationsreichweite verfügt.
Habe heute bei einem Telefonat mit dem Verlag festgestellt, dass in meinem Umkreis von ca. 10km, 11 Abonnenten der Sezession sitzen. Wie finden wir uns jetzt?

Volksdeutscher

1. Oktober 2021 12:49

Eine hervorragende, ernüchternde und nüchterne Analyse, schade nur, daß gerade diejenigen, die sie so dringend lesen müßten, sie nicht lesen werden. Zum Beispiel die unzähligen Zersetzer, Leisetreter und Schlafmützen in der AfD, nebst der vielen verängstigten biodeutschen Schafe. Die Quintessenz der perversen Logik des Bevölkerungsaustausches ist diese: "Fremde Ethnien sollen zu "Deutschen" werden, gleichzeitig aber die echten Deutschen verschwinden" (Deutschland verrecke!).

Ich sprach mich schon immer gegen die liberale Sprachgewohnheit aus, Staatsangehörigkeit und ethnisch nationale Identität miteinander zu vermengen, denn auf die Austauschbarkeit folgt die Auflösung der Unterschiede. Deutscher ist nur der Biodeutsche. Andere sind lediglich deutsche Staatsbürger, bestenfalls Zugehörige zur deutschen Nation - wenn sich diese Zugehörigkeit in ihren Gedanken und Verhalten niederschlägt.

Sollte nicht die AfD ein bißchen Mittel in Flugblätteraktionen zwecks Aufklärung obiger Zusammenhänge investieren, um Licht in finstere deutsche Haushalte zu bringen? Soweit ich mich erinnere, die oben geschilderten Zusammenhänge nebst düsterer Prognose sind auch den Politikern in der AfD-Spitze bekannt. Dr. Curio sprach sogar von nur drei Legislativperioden, die man zur Wende nutzen könne, wenn ich mich recht erinnere,

Laurenz

1. Oktober 2021 13:16

Halte Ihre Sammlungsthese aktuell für völlig utopisch. Warum? Es interessiert keinen. Ich erinnere Sie, MS, an die Strategie der SPD bei dieser Bundestagswahl, deren Macher, wohl unter Klingbeil, sich quasi wortwörtlich an die Vorgaben des politischen Minimalismus von GK gehalten hatten, & das für aktuelle SPD-Verhältnisse hatte locker 10% oder mehr gebracht. Das, was Sie vorschlagen, Sammlung oder Sezession, passiert erst dann & ganz automatisch von selbst, wenn die Migrantenquote gegen 40-50% geht. Denn dann ist quasi, bis auf einzelne Regionen, jeder betroffen, vor allem auch jede linke & grüne Frau. Sie haben doch eine US Amerikanerin geheiratet, die kann Ihnen explizit auseinandersetzen, wie hoch sich die Schmerzgrenze der US-Amerikaner ansiedelt, das gilt natürlich nur für Ballungszentren, wenn wir das mit uns vergleichen. Wenn die AfD überhaupt die Migrationspolitik anspricht, dann nur dort, wo Menschen täglich betroffen sind. Das sind übrigens oft Migranten selbst.

& wir können immer noch mangelnde Professionalität bei AfD & FPÖ feststellen, wenn es sich um Kosten der Migration dreht. Niemand versteht abstrakte Summen in Milliardengröße. Politik muß sich in Zahlen immer an jeden einzelnen wenden & den finanziellen Pro-Kopf-Aufwand benennen.

Mboko Lumumbe

1. Oktober 2021 13:27

Werter Herr Sellner, bei allem Respekt vor Ihrem herausragenden Engagement und den persönlichen Opfern die Sie und viele andere bringen, doch ich halte das für einen falschen und verhängnisvollen Weg. Es ist dieser selbsternannten "Zivilgesellschaft" mit deren Spießgesellen doch recht, wenn SG entstehen.

SG = Primärziele. Das ist Ihnen natürlich klar und darauf haben Sie ja auch in Ihrem Text hingewiesen.

Die lnkn Zckn und deren teuflischen Unterstützer schrecken vor nichts zurück, vor gar nichts! Aktuell wurden wieder linksfaschistische Mordaufrufe mit 53 Namen und Adressen von AfD-Politikern bekannt.

Aus meiner Sicht ist es sinnvoller und ungefährlicher über die Fläche verteilt zu bleiben und so auch in der Fläche zu wirken. Seit Jahrzehnten wirken lnk Zckn bewusst wie Sand im Getriebe, erst seit einigen Jahren haben einige von denen (lange nicht alle) begriffen, dass sie sich ja selbst das Wasser abgraben. Vielleicht ist es nun an der Zeit, dass andere wie Sand im Getriebe wirken.

Dass "eine große Enttäuschung nötig ist", um Betroffenheit bei weiten Teile der Menschen zu erzeugen, zeigt sich mal wieder an der BTW21.

Es herrscht das Sankt-Florian-Prinzip und auch die Demographie zeigt bereits reale Verwerfungen, die unumkehrbar sind.

Und man muss es einfach mal so sagen: Die Umsetzung linksgrüner Politik ist auf einem sehr erfolgreichen Weg und hat mMn seinen Zenit noch nicht erreicht.

brueckenbauer

1. Oktober 2021 14:12

MS nähert sich nun der Realität an. Nur müsste er noch eingestehen, dass die Zahl derer, die Deutsche bleiben wollen, bereits jetzt höchstens zehn bis fünfzehn Prozent der Wahlbevölkerung umfasst. Der Anspruch auf den eigenen Staat ist also hinfällig. Der Aufbau einer Subkultur ist richtig, sie wird allerdings großenteils unter Bedingungen einer "Diaspora" entstehen, mit allenfalls langfristigen Sammlungsprozessen in Teilregionen. Insofern sind die Basken und Iren ja auch nur bedingt als Vorbild geeignet, besser sind die Juden und übrigens auch der "Gistav-Adolf-Verein". Der entscheidende Schritt im Augenblick ist aber die Gründung einer Kreditgenossenschaft mit dem Ziel der Vollbank; ohne das wird alles nicht funktionieren.

Mitleser2

1. Oktober 2021 15:15

Nur eine Randbemerkung zu Australien, weil von MS als Negativbeispiel genannt: Abgesehen von der jetztigen Corona-Diktatur (deren politische Hintergründe ich nicht kenne), fühlten sich sehr viel Weiße dort gut aufgehoben. Nicht umsonst gibt es eine riesige südafrikanische weiße Diaspora dort, aus guten Gründen. Die wird von südafrikanischen Liberalen gerne als "rasisstisch" bezeichnet. Die Situation in Westeuropa ist doch viel problematischer.

Dieter Rose

1. Oktober 2021 15:31

Traurige Zeiten, wenn wir solche Überlegungen anhören müssen.

Trotzdem: Zu wenige hören es. Konsequenzen gleich Null.

Ob es genügend Leute gibt, die mithelfen, das Steuer herumzureißen, Zögernde mitzureißen?

Marc_Aurel

1. Oktober 2021 15:58

Ein Problem des Konzeptes ist sicherlich, dass es von jenen, die es umsetzen sollen, eine hohe Flexibilität und große Willigkeit folgen zu wollen erwartet wird. Es geht von einer sich politisch und ideologisch nahestehenden Kolonne der Verfolgten aus, bei der die Bereitschaft sich für die Sache selbst einzusetzen recht hoch ist und die sich in ein Netz der Kameradschaft und gegenseitigen Unterstützung blind fallen lassen kann, vielleicht vergleichbar mit der Zeit der Völkerwanderung oder dem großen Marsch.

Die rechte Bewegung und erst recht der Sympathisantenkreis im weitesten Sinn sind aber sehr heterogen, zaghaft, die politischen Anschauungen sehr unterschiedlich und die Verbindungen, trotz des äußeren Druckes recht lose. Was vielleicht fehlt, ist die große, einigende, verbindende, mitreißende Mission oder Religion, für die man bereit wäre „ins Feuer zu gehen“, es ist alles so kopflastig und blutleer, selbst für der Bewegung Nahestehende, vielleicht ist aber der äußere Druck auch nur noch zu gering.

Also entweder etabliert man eine verbindende Ideologie, wobei ich mir nicht sicher bin, ob dies unter den gegebenen Umständen der Jetztzeit so ohne weiteres möglich ist, oder man strickt das Ganze so, das es mehr mit einer Masse rechnet, die als loser Verbund von Kleinstgruppen, der von Unzufriedenheit mit den Zumutungen von außen getrieben und so wie Seetang durch die Gezeiten angespült wird.

Niekisch

1. Oktober 2021 16:17

Gerade komme ich vom Rundgang zurück, vorbei an der ehemaligen katholischen Maristenschule. Jetzt hausen dort Dutzende Mahmoudis und dazwischen 2 Deutsche. Die Haustür wohl mehrfach eigetreten, im verkommenen Garten verschimmelte Möbel und ein verrosteter Grill. Müll verteilt über das einst gepflegte Grundstück.

Lieber Herr Sellner, am liebsten möchte ich Sie umarmen! Unsere Herzen schlagen im Gleichklang. Denken und planen Sie bitte weiter so revolutionär deutsch, nicht biodeutsch, der Begriff ist entwürdigend für uns.

Trotz allem werde ich den Ruhrpott nicht verlassen. Darf ich angesichts dessen vorschlagen, als allererstes zu realisieren: Jeder meldet hier in einem offenen Strang für seine Stadt oder bei Orten seine nähere Umgebung ganz konkrete Ansatzpunkte für Aktionen jeder metapolitischen Art. Sternförmig wird aus der Nähe autonom agiert und hier rückgemeldet. So entstehen "Nester" im Sinne Codreanus als erster Schritt.

MARCEL

1. Oktober 2021 16:19

Gefällt mir gut!

Die Balkanisierung Deutschlands muss als traurige Tatsache anerkannt werden - keine Zeit- und Energieverschwendung mehr!

Mit der Balkanisierung geht eine Re-Tribalisierung einher - das bürgerlich-juridische Zeitalter geht zu Ende, auch wenn rot-rot-grün im Parlament verhindert wurde.

Hic Rhodus, hic salta!

 

 

MARCEL

1. Oktober 2021 16:33

Kurze Nachträge:

Vor dem Territorium kommt der Personenverband als "Stammes-Ersatz".

Es kann nötig werden, solch einen Verband aufzubauen, ohne Bindung an ein konkretes Territorium (insbesondere im Westen). Vorbild: Logen oder Orden

Territorien werden vom Gegner identifiziert und angegriffen - wer sich hier verteidigt, erlangt einen propagandistischen Sieg mit hohem symbolischen Wert

(P.S. Der Osteraufstand in Dublin 1916 war ein totaler Reinfall, aber der Beginn der Republik Irland)

Allnichts

1. Oktober 2021 16:55

1/3

Für sich genommen klingt oben skizzierter Plan schlüssig und in gewisser Weise naheliegend, wenn man diese Art von Weg in Betracht zieht. Er orientiert sich an dem, wie andere Minderheiten in solchen Situationen handeln und handelten, an grundsätzlichen Organisationsprinzipen, an speziell bundesdeutschen Verhältnissen und auch am "gesunden Menschenverstand". Er sollte, genauso wie der vorhergehende Artikel, genau gelesen werden, allein schon um eine Übersicht über all die unterschiedlichen Faktoren zu bekommen, welche von Bedeutung sind, und sicherlich kann für das wohl bald erscheinende Buch ebenfalls eine klare Leseempfehlung ausgesprochen werden.

Ich halte den Plan in der Form trotzdem nicht für realistisch, da er von Bedingungen ausgeht, die so nicht vorliegen. Mein Hauptkritikpunkt ist genauso wie beim letzten Text, dass es letztendlich nur eine eher kleine Menge von Menschen gibt, welche sich überhaupt für die demographische Entwicklung interessieren, noch weniger solche, die sich daran stören, und davon wiederum nur wenige, die auch im Sinne der obigen Strategien handeln oder handeln würden. Im Text wird davon gesprochen, dass sich im Jahre 2045 immer noch Millionen Rechte im Bundesgebiet aufhalten werden. Gibt es diese Millionen Rechten im Bundesgebiet denn heute noch?

Allnichts

1. Oktober 2021 16:58

2/3

Man könnte damit argumentieren, dass in 20, 25 Jahren alles anders sein und die Überfremdung viel mehr Menschen empfänglich für unsere Botschaften machen wird oder diese von sich aus in unsere Richtung drängen werden. Dies ist allerdings spekulativ und müsste begründet werden. Es mag auch jetzt schon Sammlungspunkte von Deutschen geben, die Abstand von Multikultiwelten halten wollen, allerdings wollen sie zu rechten Welten ebenso Abstand halten. Eine solche selbstverwaltete Zone klingt noch dazu nicht danach, als wäre sie dazu in der Lage, den Menschen materiell viel bieten zu können, und materielle Vorteile greifen noch immer mehr als ideologische Überzeugung.

Würden solche SG geschaffen, wäre es sehr viel wahrscheinlicher, dass sie genauso skeptisch und negativ wahrgenommen werden wie in dem Text manch andere rechte Konzepte und Versuche, eigene Zonen zu schaffen, beschrieben werden. Es ist also nicht anzunehmen, dass die eigene kleine Gruppe - und es wäre eine kleine Gruppe bzw. wären mehrere kleine Gruppen - von der Allgemeinheit einen solchen Status zugesprochen bekäme, dass sie als Vertretung der Deutschen betrachtet werden kann, zumal in dem Text trotz mehrfacher Betonung des Sammlungscharakters immer wieder durchscheint, dass genau geordnet werden soll, wer in die eigenen Gebiete darf und wer nicht und wer bleiben darf und wer nicht.

Allnichts

1. Oktober 2021 16:59

3/3

Auch untermauert durch den eigenen Machtanspruch, ist das alles also gar nicht erst darauf ausgelegt, die unterschiedlichen Strömungen unter ein Dach zu bekommen, sondern die eigene Idee durchzusetzen, an der sich alle anderen anpassen sollen, also: Es würden sich allerlei Gruppierungen und mal mehr, mal weniger miteinander konkurrierende Gebiete bilden. Wer fällt alles unter "LARPer" und wer bliebe noch übrig, wenn die alle ausgegrenzt werden? Es wäre wie heute, wo sich auch jeder fleissig von jedem distanziert und seine kleine Nische besetzt.

Wichtig an dem Text ist u.a. auch, dass er davon spricht, nicht in Jahren, sondern in Jahrzehnten und Jahrhunderten zu denken. Das ist unsere Perspektive und deswegen geht es in gewisser Weise doch ums Überwintern. Die gesamte Eigendynamik des deutschen Volkes spricht dafür, dass dieser grossangelegte Kampf nur unwahrscheinlicherweise ausgefochten wird, nicht mal ausgefochten werden kann, weil schlicht die Streitkräfte und das Selbstbewusstsein dazu fehlen. Einfach ausgedrückt müssen sich die Bestände erst wieder erholen, die Deutschen kein altes Volk mehr sein, sondern ein junges, um dann ganz naturgemäss zurückzukehren.

Viel Kritik, daher noch einen ausdrücklichen Dank an Martin Sellner für die wertvolle Grundlagenarbeit.

Karl Otto

1. Oktober 2021 17:27

Auffallend ist, dass es bei den Grünen relativ wenige Migranten gibt, Bilder von Parteitagen usw. zeigen das. Bei der SPD nach meiner Eimschätzung deutlich mehr. Das dürfte damit zu tun haben, dass die grüne Programmatik mit Abtreibung, Feminismus, Schwulenrechten usw. nur für wenige Migranten attraktiv ist.

Belit Onay, der gefeierte erste Bürgermeister einer Großstad (Hannover) mit Migratiosnhintergrund (Grüne) wurde  gewählt, weil in den Stadtvierteln mit besonders hohem türkischen  Anteil die Wahlbeteiligung gragdezu explodierte. Das geschah natürlich nicht weil die Türken plötzlich Sympathien für die Grünen haben, sondern weil einer der ihren zur Wahl stand.

 

Gelddrucker

1. Oktober 2021 18:18

TEIL EINS

Hätte man dort nach einer Übernahme durch andere Völker gefragt, wäre das Ergebnis noch deutlich ausgefallen. Im Übrigen wurde die Umfrage nur in Städten gemacht, also wäre das echte Ergebnis noch besser für uns.

Darüber hinaus ist eine überwältigende Mehrheit der Europäer gegen die Islamisierung, selbst nach Mainstreammedien-Umfrage:

https://www.focus.de/politik/videos/repraesentative-umfrage-70-prozent-der-deutschen-finden-dass-der-islam-nicht-zu-deutschland-gehoert_id_6027429.html

 

Oberstes Ziel muss also sein, wie Sellner (schon länger) richtig erkannt hat, das "Endziel" dieser aktuell herrschenden Politik, herauszustellen, nämlich die Auflösung der Völker Europas und Mehrheiten anderer Völker.

 

Gelddrucker

1. Oktober 2021 18:19

TEIL ZWEI

Was es meiner Meinung dazu grundsätzlich bräuchte: Eine Seite, die ohne Verbindung zu jeglicher Organisation, symbolfrei, die demographische Lage JETZT skizziert und seriöse (!) Hochrechnungen bietet, wie das ganze 2050 aussehen wird. Wenn ich sage seriöse, sollte das ein Prof Dr. oder sonst jemand mit Reputation tun und nicht Twitter-Account von Daniel aus München.

Außerdem, um nicht zu entmutigen, sollte eine Einordnung des Begriffes "Migrationshintergrund" erfolgen: Viele im eigenen Lager vergleiche das mehr oder weniger mit feindlich gesinnt, nicht hierher gehören usw. Was ist mit den 3 Millionen ethnischen Russlanddeutschen, mit all den assimilierten und assimilierbaren Europäern mit deutschem Elternteil usw.? 

Ich denke ein solches Projekt wäre eine gute Grundlage zur demographischen Aufklärung und sollte sich nicht auf einzelne Städte/Länder beschränken sondern könnte wachsen (mehr Städte, mehr Länder).

Elvis Pressluft

1. Oktober 2021 19:02

Schöner Beitrag MSs, wobei ich allerdings befürchte, daß ich mit der kritischen Replik @Marc_Aurels übereinstimme. – Fundsache in einer (linkslastigen) Tageszeitung:

„Nusret Urdem (! laut Artikel türkischer Staatsbürger mit deutscher Ehefrau – EP) lebt seit 1973 in Gaarden (Stadtteil Kiels – EP). ‚Hier war es mal wunderschön‘, sagt er, ‚doch der Stadtteil hat sich zu einem Ghetto entwickelt, der Müll und der Dreck und die vielen Ausländer, das sieht hier aus wie in den US-amerikanischen Slums.‘ Viele seien von hier weggegangen, ‚heute denkt man, man ist in Istanbul und sieht ab und an deutsche Touristen.‘“ – Grausamer Witz: Ein Türke (identifiziert mit vollem Namen und Farbfoto) darf es aussprechen; ein autochthoner Deutsche wäre sofort seines Lebens unsicher …

Gelddrucker

1. Oktober 2021 19:14

Bitte um Entschuldigung, ich habe Kopieren + Einfügen vermasselt, hier also noch nachträglich der wahre TEIL EINS

Grundannahmen der Strategie zur Verhinderung des Bevölkerungsaustausches muss sein:

Die eindeutige Mehrheit der Europäer will ihn nicht, wenn neutral befragt. Dazu poste ich zum wiederholten Male diese Umfrage, die in Deutschland wohl ähnliche Ergebnisse liefern würde:

https://wewereneverasked.co.uk/home

 

Im Übrigen möchte ich noch anmerken, dass ich jegliche Mehrheiten für extrem unwahrscheinlich bis ausgeschlossen halte, auch im Osten, höchstens sehr lokal (Landbevölkerung).. Die braucht es aber auch nicht. Wenn eine kritische Masse "nicht mehr mitmacht" (wie auch immer das aussehen) möge, ist der Gegner am Ende.

RMH

1. Oktober 2021 19:51

Nur einmal folgendes Gedankenspiel:

Im Wahlkreis Dresden II/Bautzen II fehlten dem AfD Kandidaten gerade mal 39 Stimmen. Wenn nur 1 Reisebus voll mit AfD-Gesinnten Westrentnern ihren Altersruhesitz dort genommen hätten, wäre eine Entscheidung anders ausgefallen.

Nächstes Jahr sind Landratswahlen in Sachsen.

Ich selber beabsichtige, sobald einige persönliche Dinge geklärt sind, in den nächsten 5 Jahren die paar km "rüber" nach Thüringen zu machen. 1 Wähler mehr.

PS: Diese Überlegungen sind natürlich unausgegoren. Aus persönlicher beruflicher Erfahrung in den neuen Ländern, insbesondere Sachsen, weiß ich, dass man dort auf "Wessis" gerade noch gewartet hat ... (wäre also nicht einfach, dort sich anzusiedeln).

 

Gelddrucker

1. Oktober 2021 21:35

@RMH

Ernste Frage, beabsichtigen Sie tatsächlich, Deutschland auf die Größe Sachsens und Thüringens zusammenzuschrumpfen?

Niemand kann dieses Vorhaben ernst nehmen. Es ist verrückt. Es gibt vielerlei Möglichkeiten zur Rettung des Landes. Von einer derartigen Schrumpfung aus eine langfristige Rückeroberung starten zu wollen ist ungefähr so aussichtsreich wie jetzt Schlesien zurückzuholen.

Ordo

2. Oktober 2021 01:24

@Gelddrucker

Wenn die demografische Frage endlich mal das bestimmende Thema eines Wahlkampfes werden sollte, wird es schon zu spät sein. 

Im Übrigen kann man aus verschiedensten Gründen Vorbehalte gegen den Islam haben. Vor allem auch aus westlich-linksliberalen. Das würden solche Leute natürlich nie öffentlich zugeben, weil Nazi und so. Aber das heißt dann natürlich nicht automatisch, dass sie auch gegen mehr Ausländer sind. Denn wir sind ja so liberal, wohlhabend und sexy, dass diese manchmal etwas ruppigen Orientalen mit ihren archaischen Bräuchen sich schon irgendwann anpassen werden. Außerdem sind ja nicht alle so. Und bisher ist es immer gut für uns ausgegangen. So ungefähr jedenfalls geht die Erzählung oder vage Zukunftsvision, an die diese Leute wirklich glauben.

Also, aus so einer Umfrage zukünftige rechte Mehrheiten abzuleiten, ist schon sehr eindimensional gedacht. 

adrianCH

2. Oktober 2021 07:10

@Martion Sellner.

Herzlichen Dank für Ihre Überlegungen. Ob alles richtig ist was Sie schreiben, ist nicht von belangen. Sie haben wenigstens einen Plan und machen sich ernsthafte Gedanken um die Zukunft. 90% der sogenannten "Rechten" haben keinen Plan wie es weitergehen soll, da kommt nur Kritik und "aber" sonst nichts... 

Grüße aus der Schweiz

Gelddrucker

2. Oktober 2021 07:46

@Ordo

Keine Mehrheiten, sagte ich ganz klar. Allerdings eine kritische Masse, die Nein zu all dem sagt.

Und wieso glauben Sie, dass diese Frage zu spät auf den Tisch kommt? Das liegt zu 100% im Verantwortungsbereich von uns. Von mir, Ihnen und all dem Rest der dagegen ist. Und statt den Kommentar zu schreiben, den Sie gerade geschrieben haben, hätten Sie irgendwo ein paar ÖRR-Konsumenten aufklären können. Sind Sie bei Facebook und Youtube?

Laurenz

2. Oktober 2021 09:54

@adrianCH @MS

"Rechte haben keinen Plan"

Wie kommen Sie zu dieser Behauptung? Worauf stützen Sie bitte Ihre Erkenntnis?

 

@Gelddrucker @Ordo

"ÖRR-Konsumenten aufklären"

Auf Telepolis debattiere ich aktuell öfters mit Gläubigen & Ignoranten, wobei die dortigen alternativen Medien-Konsumenten vielschichtiger sind als hier, alleine schon wegen der Masse. Heise haut ca. das 5-10-fache an Artikeln raus, im Vergleich zur SiN, Tichys oder Achgut.

Das ist in etwa so, wie freitags in die Moschee und sonntags in die Kirche zwecks Aufklärung zu gehen. Oder man stellt sich vor eine große Arztpraxis um Impfwillige aufzuklären. Ich erachte Ihren Ratschlag zugunsten des SiN-Genossen Ordo als Schwachsinn. Es funktionieren nur Trigger zugunsten des Geldbeutels der Gläubigen.

 

@Ordo @Gelddrucker

"wird es schon zu spät sein"

Falsch, nur dann kommt es zur gewünschten Eskalation, die Untergang oder Überleben kennzeichnet. In Syrien, übrigens, herrscht auch eine Minderheit über eine Mehrheit & nicht nur dort.

RMH

2. Oktober 2021 09:54

"Ernste Frage, beabsichtigen Sie tatsächlich, Deutschland auf die Größe Sachsens und Thüringens zusammenzuschrumpfen?"

@Gelddrucker

Selbstredend Nein - es geht eher um eine Abwandlung der Auswanderungsthese. Man kann seine Rente und seinen Vorruhestand in beiden genannten Ländern preiswerter verleben und dabei ggf. auch mal das Zünglein an der Wage werden, wenn es zu einer Bürgermeisterwahl etc. kommt. Zudem: Wenn es gelänge, einmal in einem Bundesland die Regierung mitstellen zu können. Das würde etwas in Gang setzen. Wie geschrieben, der Beitrag von mir war eher auf Brainstorming-Niveau. Ich selber beabsichtige aber in der Tat, das Bundesland zu wechseln, aber nicht, weil ich mir naiverweise einbilde, meine Einzelstimme würde etwas ändern. Das hat vielschichtige Gründe.

Gelddrucker

2. Oktober 2021 10:09

@Laurenz

Irgendwas machen Sie falsch.

Wenn ich auch bisher keine Massen an AfD-Wählern "erschaffen" konnte, so gelingt es mir tagtäglich, Menschen von der Anti-AfD-Bahn abzubringen, was der erste Schritt zur Besserung ist.

Telepolis ist ein sehr schlechtes Betätigungsfeld, denn dort sind so gut wie nur Leute, die bereits eine sehr gefestigte Meinung haben.

Es geht hier um die riesengroße unpolitische Massen, die aufgeklärt werden muss und die aktuell linke bzw. liberale Parteien wählt, weil die Medien es ihnen eintrichter.

 

Niekisch

2. Oktober 2021 10:36

Zum mitreißenden Artikel noch ein paar Fragen:

"Die AfD braucht eine klare Haltung und eine weltanschauliche Geschlossenheit, um ihre Aufgabe zu erfüllen." Ist damit noch jemals zu rechnen? 

"Sicherung absoluter politischer Mehrheiten und einer völligen Dominanz der Gegenkultur und Zivilgesellschaft" Ist das gespiegelt nicht das, was der Gegner täglich versucht?

"Faktisch werden sich auch im Jahr 2045 noch viele Millionen rechte Deutsche und eine Zahl assimilierter Migranten im Bundesgebiet aufhalten." Ist das hinsichtlich der ersteren nicht zweifelhaft?

"in den SG verstaatlicht abgedeckt"..Ist da nicht Vorsicht wegen §§ 80 ff. StGB geboten?

"die spanische Reconquista, von Covadonga bis Granada der historische Mythos, welcher die Sammlungsstrategie begleiten muß." Gibt es da keinen deutschen, nichtreligiösen Mythos?

"wäre eine Politik des Bevölkerungsaustauschs ohne Überalterung und Bevölkerungsrückgang schwer vorstellbar." Sind da nicht z.B. die Niederlande ein Gegenbeispiel?

"Halten wir inne im routinierten Betrieb des neurechten Widerstands." Ist es mit der Routine so weit her?

 

 

URN

2. Oktober 2021 11:14

Richtig, RMH, man kann "seine Rente und seinen Vorruhestand in beiden genannten Ländern preiswerter verleben...". Dies hat seinen Grund aber allein darin, daß hier die Miet- und Kaufpreise für Wohngelegenheiten geringer sind; die Preise bei ALDI-Nord und LIDL sind die gleichen wie in NRW oder Hamburg bzw. Bremen. Und w a r u m sind Wohngelegenheiten hier billiger zu haben? Richtig, weil soooooooo viele hier hin wollen. Aber kommen Sie ruhig, Rentner und Vorruheständler werden dringend gebraucht.

tearjerker

2. Oktober 2021 12:13

@RMH: Im Falle einer Krise gilt es die Übergänge von West nach Ost (Rheinbrücken, Pässe usw) in den mittel, osteuropäischen Raum zu sperren oder zu zerstören, damit diejenigen, die den Schlamassel angezettelt haben, solange er sich für sie lohnte, mit ihrer Mentalität nicht die noch freien Gebiete genauso wie ihre alte Heimat abrocken.

AmazonBesteller

2. Oktober 2021 13:40

Das, liebe Mitforisten, ist der einzig gangbare Weg.

Zwei Ausgestaltungen:

a) man zieht in den Osten. Mit allem was dazu gehört. Das braucht jetzt auch keine weiteren Absprachen mehr. Alles Weitere vor Ort. Arbeiten oder Sozialleistungen beziehen kann man auch im Osten.

b) man verbleibt im Westen, muss dann aber lokale Zusammenschlüsse organisieren. Diese Zusammenschlüsse können dann später immer noch rüber machen. Es ist keineswegs ausgemachte Sache, dass westliche Gebiete verloren sind. Das liegt nur an der Vereinzelung der Rechten. Man muss sich vielleicht auch daran Gewöhnen, wieder Briefe zu schreiben und auf Elektronik zu verzichten.

Zu Beginn braucht es nicht mehr als a) oder b).

Aus beruflicher Erfahrung kann ich allen versichern, dass sich die unterschiedlichen, zugewanderten Ethnien spinnefeind sind. Der Friede wird nur durch das gemeinsame Plündern der deutschen Ressourcen ermöglicht. Wir haben es also nicht mit einem Block zu tun, auch wenn es von außen so aussieht. 

Gefährlich sind die hasserfüllten Spießer und rotgrün Terroristen. Da ist wirklich alles möglich "SG = Primärziele".

Fangen wir doch erstmal klein an und dann sehen wir schon. Aller Anfang ist schwer, schon klar. Wer aber denkt, der Anfang wäre eine Bank zu gründen, der muss zuerst noch in die Lehre.

 

Nordlicht

2. Oktober 2021 13:59

Wichtig und ernüchternd, dieser Beitrag. Einige Anmerkungen bzw Ergänzungen:

1. Migrant ist nicht Migrant bzw. die in den Statistiken zusammengefassten Zahlen zu "Migrationshintergrund" müssen differenziert werden. Es ist von Bedeutung, dass die (- im Artikel genannten) 24,2 Prozent nicht nur Sozialhilfeempfänger aus Syrien, Afghanistanm Nigeria etc sind, sondern auch arbeitsame, integrationswillige Menschen aus Russland, Polen etc.

2. Eine rechte Politik, die auf "Migrationshintergrund" nach der üblichen Statistik-Ordnung absetzt, halte ich für ungeeignet und auch eher abstossend. So gerne ich die Deutschen mit Stammbaum in den Grenzen von 1914 bevorzugt und weiterhin politisch allein regieren sähe, so irreal ist diese Vorstellung. 

3. Die gesellschaftlich und ökonomisch gut integrierten Bürger mit ausländischen Wurzeln sind keine Gegner, sondern Deutsche, die teilweise konservativ sind und auch AfD wählen. Ein Inder, der in den 60er zum Studium nach Deutschland kam, hier blieb, eine Deutsche (Blonde) heiratete, deren Kinder wohlgeraten, aber "mit Migrationshintergrund" in der Statistik auftauchen, ist kein Problem.

4. Daher sollte der politische Kampf gegen die Nicht-Integrierten, Kriminellen, Faulen, Islamisten etc in Parallelgesellschaften geführt werden.

Mboko Lumumbe

2. Oktober 2021 14:51

Vor Jahren habe ich ähnliche Ideen vorgetragen und dabei in stille Gesichter Gleichgesinnter geschaut. In den Folgejahren haben einige davon sich aktiv umgeschaut im Ausland, gegangen ist bisher keiner. So wie auch keiner reale widerständige Konsequenzen gezogen hat, es blieb beim Davon-Reden. Dort habe ich bereits skeptisch zu Auswanderung argumentiert, wohin denn?

SG wird stillgelegt nach Schema FfF/Hambi/etc. durch Sitzblockaden und Straßensperren. Da muss noch nicht mal mit Kot geworfen werden. Kein Fahrzeug kommt mehr durch und ob die Polizei für den Notarzt räumt? Warenlieferungen bleiben aus, Arbeitsplatz nur zu Fuß, Kinder nicht zur Schule, keine Post, usw.

Stromnetz, Wasserversorgung, Kanalisation wird lahmgelegt, usw.

Bewohner des SG sind durch die Adresse quasi identifizierbar.

Man darf sich sicher sein, dass lnk Zckn viel mehr wirksame Ideen haben. Und sie haben Unterstützung im Kampf gg rächtz. Die SG bezahlen ja mit Steuern und Abgaben noch den Faschismus gg rächtz.

Siehe Ungleichbehandlung bei C-Demos, CSD, FfF, usw. Die einen werden mit Schlagstöcken von der Polizei und lnk Zckn blutig geprügelt, falls die C-Demo nicht gleich untersagt wird und Hausdurchsuchungen stattfinden. Bei den anderen passiert... Nix. Und das ganze mit linientreuer Unterstützung durch den Staatsfunk. Auch das wieder finanziert durch SG und Co.

Ich bleibe hier. Für mich jetzt keine Auswanderung und kein SG aus genannten Gründen und noch mehr.

Allnichts

2. Oktober 2021 15:16

AmazonBesteller:

Allerdings sind wir nicht am Anfang. Man sollte doch realistisch sein und anerkennen, dass es oft schon bei viel kleineren Projekten, aber auch bei so grundsätzlichen Angelegenheiten wie einer Kontoeröffnung schwierig wurde und wird, was ich keinem der jeweils Handelnden und Betroffenen zum Vorwurf machen will. Hier fehlt eine nüchterne Analyse vergangener und noch bestehender Projekte und Versuche sowie eine dementsprechende Einschätzung der realen Möglichkeiten.

Die Ausführungen von Martin Sellner sprechen viele wichtige Dinge und Möglichkeiten an, die Gedankengänge und Schlüsse sind insgesamt nachvollziehbar, auch wenn man einiges natürlich ganz anders sehen kann. Irgendwie in diese Richtung würde es wohl gehen, es ist ja auch nicht das erste Konzept dieser Art, dessen Vorgehensweise ungefähr die hier skizzierte ist. Der beste Plan nützt allerdings nichts, wenn es kaum jemanden gibt, der ihn umsetzen kann und will.

Diese Tatsache muss in einen Plan eingearbeitet sein. Der Denkansatz wäre also vielmehr, wie wenige den Bestand eines Volkes über die Zeit retten können, während die meisten Volksangehörigen daran nicht mehr interessiert sind, bis dieses Volk wieder genügend Menschen hervorbringen kann. denen ihr Volk wichtig ist.

Laurenz

2. Oktober 2021 15:44

Meine lieben Mitforisten,

Sie leiden teils an Wahnvorstellungen & durchstreifen lächerliche Phantasiewelten im nie stattfindenden Sonntagswunschkonzert.

Es findet Sezession, Bewegung statt, ganz von selbst. Aktuell hat eine Stadtflucht eingesetzt. Und die ist auch vollkommen logisch & konsequent.

Denken Sie doch lieber mal darüber nach, anstatt sich Projekte vorzustellen, an denen maximal 20k Mitbürger teilnehmen.

Nitschewo

2. Oktober 2021 16:34

@Lumumbe 

 

SG??? WTF!!!

Diese dämliche Abkürzeritis verleidet einem mehr und mehr das Lesen. Ink Zkn? Wovor haben Sie Angst, dass Sie Hausbesuch bekommen? 

links ist wo der daumen rechts ist

2. Oktober 2021 16:54

Bockig oder biestig 1

Sind die erneut präsentierten vermeintlichen Alternativen „Reconquista“ und „Sezession“ als Angriff und Rückzug nicht Ausdruck purer Verzweiflung? Wurde das nicht stellvertretend auf den jeweiligen Buchmessen durchexerziert, um bei der – melancholisch-stoischen – Einsicht Kubitscheks zu landen, daß die Strategie der „Verzahnung“ die bessere Option wäre? Also (angesichts der neuen Frontverläufe im Corona-Krieg) auf zu neuen (Kanon-)Ufern? Weit gefehlt. Lieber auf ausgetretenen Pfaden weitertrampeln.

Was das neurechte Projekt so hoffnungslos macht, ist die Verstocktheit, mit der man Radikallösungen denkt, ohne die Voraussetzungen und Folgen auch nur annähernd zu reflektieren.

Nehmen wir also an: Umgehender Stopp des Flüchtlingszuzugs, Integration der Willigen und Fähigen, „Repatriierung“ (wie auch immer die aussehen mag) der Unwilligen und Unfähigen, „Umerziehung“ Andersdenkender usw.

Macht das die Masse der Autochthonen plötzlich zu begeisterten Gefolgsleuten? Lösen sich alle Probleme (allen voran die sozialen) von alleine? Und v.a.: Wie soll sich denn nach den neoliberalen Verheerungen in der Welt und den Köpfen eine neue Geisteshaltung gestalten, wie sie die „Ideen von 1914“ vorbildlich verkörpert haben?

Ich frage mich dann immer, wer hier wirklich visionär-wirklichkeitsfremd ist.

 

bb

2. Oktober 2021 17:13

Eine Strategie zur räumlichen Erschließung eines Siedlungsgebiets könnte eine dezentral organisierte Unterwanderung von Polizei und Justiz sein. Junge, in ihrem Weltbild gefestigte, Studenten und Abiturienten sollten versuchen, einen Posten als Richter, bei der Polizei, beim Verfassungsschutz oder in der Lokalpolitik und den angeschlossenen Ämtern zu ergattern. Sind in einem Siedlungsgebiet genug Deutsche mit gesundem Menschenverstand an Schlüsselpositionen platziert, kann mit der „vollen Härte des Rechtsstaats“ gegen Übeltäter vorgegangen und ein sicherer Raum für normale Menschen geschaffen werden.

Die offene Frage ist, wie dieser Prozess gestaltet werden könnte, sodass er sich diskret und zeitnah vollzieht. Die Beteiligten sollten untereinander vernetzt und an das rechte Lager angebunden sein, aber gleichzeitig unter dem Radar der bestehenden Institutionen segeln. Kein leichtes Unterfangen in einem sich immer weiter radikalisierenden, totalitären Überwachungsstaat…

heinrichbrueck

2. Oktober 2021 17:53

Wenn wir das Demokratiegedöns (Selbstbestimmung der Völker durch die Coronamaßnahmen offenbart) weglassen, ist eine Machtverschiebung nur global denkbar. Das Geld bezahlt. Rathaus und Bank im zeitlichen Vergleich. Dieser Kampf geht in die nächsten Jahrhunderte, und er wird ausreichend Anschauungsmaterial zur Verfügung stellen. 
-
„Ideen von 1914“ - sichtbar in den Luftaufnahmen ab 1945. 

AmazonBesteller

2. Oktober 2021 18:04

@ Allnichts

Die nüchterne Analyse habe ich für mein Umfeld bereits durchgeführt. 

1. gab es nie die Absicht dieser Gruppierungen eine Überlebensstrategie umzusetzen, sondern es war vielmehr das Ausharren auf die Armee Wenck. Und das Verheizen der Leute in saudummen politischen Aktionen.

2. absolute Vollidioten. Es war unmöglich normale Bürger für das Politische zu begeistern. Der Druck und die Einsicht waren nicht da. Der Leidensdruck wie Laurenz sagen würde, fehlte. Corona hat viel geändert.

3. Großmannssucht. Man debattierte im Stammtischstil über große Verwerfungen unserer Zeit, war aber unwillig auch nur kleinere Unternehmungen lokal umzusetzen.

Ich könnte den ganzen Tag weiter machen. Die Erziehung diesbezüglich wurde durch politische Feinde vorgenommen - daher hat sich viel von selbst erledigt. Und wer die Konsequenzen daraus nicht erkennen will oder kann, der soll weg bleiben. 

Außerdem: was meinen Sie mit "viel kleineren Projekten" ? Es muss nicht gleich die SG sein. Fangen Sie doch mal klein an. Sie scheinen jemand zu sein, der auf den großen Plan wartet. Der wird nicht kommen. SELBST ANFANGEN und die Konsumentenmentalität abstellen!

AmazonBesteller

2. Oktober 2021 18:21

@ links ist wo der daumen rechts ist

Ein sehr wichtiger Einwand. Ich bevorzuge die Verzahnung aber mit lokalen Gruppen. Die Vereinzelung der Rechten ist ein Desaster. Das muss beendet werden und dazu ist jeder aufgerufen, das in seinem Umfeld zu ändern. 

Ab Absatz 2 Ihres Kommentars wird's ärgerlich. Versuchen Sie doch mal der Reihe nach vorzugehen. Eines nach dem anderen. Leider erinnert mich Ihr Kommentar an die traurigen, alten Zeiten am Stammtisch. Unfähig und unwillig Kleinigkeiten im eigenen Umfeld umzusetzen aber von der globalen Umwälzung träumen. Sie suggerieren jedenfalls, dass IHR Problem so wichtig sei, dass ohne die Lösung dazu, alles nichts sei.

Die von Ihnen gestellten Fragen sind zwar berechtigt aber nicht relevant für lokale Sammlungen. Warum schreiben Sie überhaupt, wenn hier alle so weltfremd sind. Gehen Sie raus und trinken Sie einen Kaffee in der Shisha-Bar. 

 

@ Mboko Lumumbe

Ja, Zustimmung. Die würden uns aushungern und von allem abschneiden. Ganz friedlich versteht sich. Deswegen: klein und lokal anfangen. Lokal sind die Wege kurz und man kann öfter auf Elektronik verzichten. 

Charlemagne

2. Oktober 2021 19:20

Die Idee des Sammlungsgebiets liegt auf der Hand.

Jeder westdeutsche AFD-Wähler hat sich sicher schon mal Gedanken über Auswanderung gemacht.
Bei mir persönlich mit Homeoffice würde es gehen. Ich könnte auch in Uruguay 
arbeiten, was ich durch Spanisch-Abendkurse bereits vorbereitet habe.

Die ostdeutsche Variante finde ich besser.

Allerdings müsste man dann mal konkret werden und ein Bundesland benennen, indem die Sammlung stattfinden soll.

Dass so was nicht in allen ostdeutschen Bundesländern (und darüber hinaus auch in österreichischen Bundesländern) gleichzeitig geht, kann sich wohl jeder ausrechnen.

links ist wo der daumen rechts ist

2. Oktober 2021 19:39

Bockig oder biestig 2

Und welches Personal soll denn den großen Umschwung bewerkstelligen? Die paar Schiachperchten und Parvenüs in der AfD, über die nachzudenken jede Sekunde vergeudete Lebenszeit ist?

So gern ich Klonovsky als den intelligentesten Kopf in dieser Szene lese, er ist einfach kein Politiker. Und den Spagat zwischen neoliberalem Besitzbürgertum und dem bißchen Bekämpfen sozialer Mißstände schafft nicht einmal seine funkelnde Rhetorik, vgl.

https://www.sachsen-fernsehen.de/mediathek/video/chemnitz-zur-bundestagswahl-die-parteien-im-portrait-michael-klonovsky-afd/

Noch einmal: es verschieben sich gerade angesichts der Corona-Krise die liebgewordenen Fronten – und die (Neu-)Rechten erkennen wieder einmal die Zeichen der Zeit nicht. Wie schon Ende der 90er, als sich linke und rechte Globalisierungskritiker hätten verbünden können.

Nein, es müssen sich die Fronten weiter verschieben, ehe sich wieder zwei annähernd gleich große Lager von „Progressiven“ und „Konservativen“ gegenüberstehen; am Rande dürfen sich dann Liberale, Nationale und Alternative tummeln – wie schon bis in die 80er Jahre.

Der gemeinsame Feind heißt (Neo-)Liberalismus und steht im Westen – das ist die Anknüpfung an die „Ideen von 1914“. Und wer Sombart, Spengler, Scheler, den Thomas Mann der „Betrachtungen eines Unpolitischen“ u.a.m. nicht lesen mag, dem seien die Mitteleuropa-Schriften von Rudolf Steiner empfohlen.

Meierhoff

2. Oktober 2021 20:26

Man braucht eine Organisation, die eine gewisse Orientierung gibt, wo das oder die am besten geeigneten Sammlungsgebiet(e) liegen soll. Dies kann als Anziehungspunkt für diejenigen wirken, die an einer solchen Sammlungsbewegung teilnehmen wollen. 

Diese oder eine andere Organisation müsste einen "Nationalfonds" gründen, in den spendenbereite Deutsche und deutschfreundliche Akteure Mittel einbringen, die zum Erwerb von Land eingesetzt werden, das dann an die deutschen Individuen oder Familien verkauft oder verpachtet werden kann. 

Dies war das Rezept zur Errichtung des jüdischen Nationalstaats Israel. Die Staatsgründung basiert nicht auf Landraub, sondern wesentlich auf regulärem Kauf von Land von arabischen Eigentümern über den jüdischen Nationalfonds. 

Für eine zukünftige (Quasi-)Neugründung eines potentiellen deutschen Staates ist es entscheidend, dass das Landeigentum nicht individuell-privat geschieht, sondern über eine Körperschaft (z.B. Aktiengesellschaft), die das Gesamtinteresse des Volkes verkörpert. Rein individueller Bodenbesitz könnte frei an Gegner einer Sammlungsbewegung verkauft werden, die das Projekt zerstören könnten. Das Land kann von dem Nationalfonds zwar an Individuen verkauft werden, aber der Verkauf darf nur zurück an den Nationalfonds erfolgen. Dann geht das einmal erworbene Land nicht mehr der Gemeinschaft verloren. 

Slentz

2. Oktober 2021 20:57

@links ist wo der daumen rechts ist

Haben Sie die letzten zehn Jahre (oder zumindest die letzten vier) nicht aufgepasst? Es dreht sich bei der Sezession (und SiN) doch alles darum, dass eben nicht „die Ausländer“ oder „der Islam“ an sich der politische Gegner wären, sondern die 80-90% der Deutschen, die (bewusst oder unbewusst) antideutsch wählen. 

Und diese Zahl wird sich eben, trotz aller Krisen auch nicht genug ändern, als dass ein parlamentarischer Machtwechsel auf Bundesebene zu erwarten ist. Es ist also klar und das wurde hier nun schon in zig Texten festgestellt, analysiert, prognostiziert, dass „die Masse der Autochthonen“ NIEMALS zu „begeisterten Gefolgsleuten“ wird. Die Masse wird NIEMALS eine grundlegend alternative Politik und Lebensweise anstreben und befürworten (egal in welchem Bereich, ob Naturschutz, Konsum, Demographie). Daher ist die BRD und ihre Bevölkerung in ihrer Gesamtheit eben kein sinvolles Betätigungsfeld, hier ist die Lage tatsächlich ziemlich hoffnungslos. Und wenn Ihr Vorwurf jetzt ist, Sezession und Sammlung seien „Radikallösungen“, verstehe ich nicht, was daran negativ wäre. Auch wenn die soziale Frage und neoliberale Verwerfungen zweifellos bestehen, will ich (und nach meinem Empfinden die meisten jungen Rechten) nicht Niedergang, Kulturverlust und Volkstod verwalten, sondern für mich und meine Kinder einen zukunftsfähigen Lebensraum schaffen.

AmazonBesteller

2. Oktober 2021 21:20

Man braucht eine Organisation, die eine gewisse Orientierung gibt

Man braucht eine Organisation

Fangen wir doch erstmal damit an... herrje, das ist ja wie im Kinderclub. Zutritt ins Baumhaus nur mit Ausweis (aus Karton). Da werden dann geheime Dinge besprochen. Und der blöde Max darf nicht rein :(

Dabei fällt mir ein, dass der VS mitliest. Himmel ist das peinlich.

Hempels Sofa

2. Oktober 2021 21:32

Ein wenige erinnert mich der Text an Planungen der Altrechten aus den Achtzigern. Da hat man auch schon zukünftige Ministerien und Verfassungen akribisch geplant, ohne auch nur ansatzweise in einer Position zu sein, die sowas rechtfertigt. Rumspinnen ist erlaubt. Ob es was bringt, sei dahingestellt

Allnichts

2. Oktober 2021 21:50

1/2

AmazonBesteller:

Sie müssen eigentlich nur genau lesen, um herauszufinden, dass es mir eben nicht um den grossen Plan geht, da für einen solchen die erforderlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind, und ich eher von dem Versuch der Schadensbegrenzung ausgehe. Dies ist zwar ebenfalls eine Überlebensstrategie und deckt sich in manchen Grundsätzen auch mit dem von Martin Sellner dargelegten Plan, geht jedoch von viel schlechteren Bedingungen, sehr viel weniger Handlungsmöglichkeiten, geringeren Erfolgschancen, mehr Unsicherheit und vermutlich ganz anderen Zeiträumen aus.

Es wird zu einer meiner Ansicht nach eigentlich unvermeidbaren, umfassenden Marginalisierung der Deutschen in Deutschland kommen. Dafür, dass in unabsehbarer Zeit - xxx, nicht xx Jahre - eventuell wieder wirklich viele heranwachsen könnten, die überhaupt auf die Idee kommen, etwas zurückzuerobern und wiederaufleben zu lassen, und das dann auch umsetzen wollen und können, weil sich die Verhältnisse wieder gedreht haben, das Volk sich erholt hat, und dafür auch noch genügend Anknüpfpunkte an die Vergangenheit vorfinden, genug Erbe, dafür kämpfen wir eigentlich. Nicht für uns, für die, falls sie jemals auf der Bühne der Geschichte auftreten werden.

Allnichts

2. Oktober 2021 21:51

2/2

Mit - im Vergleich zu dem im Artikel beschriebenen Plan - kleineren Versuchen meine ich z.B. so etwas wie Flamberg oder altrechte Siedlungsprojekte, überhaupt (verhinderte) Immoblienkäufe, aber auch Netzprojekte und alles, wobei es sich um die Etablierung eigener Strukturen handelt. Wenn sie nicht im Vorfeld oder im Verlauf gescheitert sind, so blieben und bleiben sie entweder nur zeitweise erfolgreich oder klein und eigentlich nur für die Szene, ihre Gegner und eventuell Journalisten und Wissenschaftler dauerhaft relevant.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass sich viele hier doch einige Illusionen über Grösse und Handlungsmacht des eigenen politischen Lagers machen.

Gracchus

2. Oktober 2021 23:15

Da muss ich @Laurenz, gestern, 13:16 Uhr, recht geben. Mir klingt das, was MS schreibt, eher akademisch, vor allem wenn derart detaillierte Pläne für 2045 ausgegeben werden, wo doch unterschiedliche Szenarien vorstellbar sind und die zukünftige Entwicklung nicht im Detail, in dem aber der Teufel steckt, antizipierbar. 

Natürlich ist es sinnvoll, sich bereits jetzt Gedanken darüber zu machen und zu handeln. Sinnvoll erscheint es mir, den Widerstand - und zwar gegen den Globalismus - auf eine breitere Basis zu stellen, und insoweit stellt sich die Frage, ob das rechte Lager in der Lage ist, sich geistig zu öffnen und mit anderen Bewegungen, die sich aus anderen Motiven gegen den Globalismus richten, zu kooperieren. Für mich gehören Masseneinwanderung und Corona-Massnahmen gleichermaßen zur globalistischen Agenda. Es ist auch daran zu erinnern, dass Deutsch- und Rechtssein nicht deckungsgleich sind. 

 

 

 

AmazonBesteller

3. Oktober 2021 00:19

@Allnichts

Aus Ihren Kommentaren lese ich vor allem eines heraus: selber bloß nichts machen. Hände in den Schoß legen und auf bessere Zeiten warten.

Sugus

3. Oktober 2021 01:32

"Die Strategie der Sammlung" - es gab und gibt diese Mechanismen, aber die Wahrheit ist, dass eine (zentrale) Organisation für ihr Funktionieren unnötig bzw. sogar eher schädlich ist. Schädlich deshalb, weil die Organisation für Verfolger früher oder später greifbar sein wird - und wird sie eliminiert, bricht auch der Widerstand zusammen.

Ein Freund, der in den neunziger Jahren längere Zeit in Irland verbrachte, erzählte mir, wie Iren in einem Pub auf das Auftauchen eines Engländers reagierten. Die Gespräche verstummten, niemand unterhielt sich mit dem Engländer. So etwas wird nicht "organisiert", das sind Erfahrungswerte bzw. Verhaltensweisen, die man quasi mit der Muttermilch eingetrichtert bekommt.

Maiordomus

3. Oktober 2021 04:49

Der  Hinweis eines Foristen auf die "kritische Masse", die vielleicht noch was bewegt, ist bedenkenswert. Der "gut gemeinte" Rest mit den gemachten Vorschlägen von MS führt aber wohl doch nur zum Sektierertum. Möglich, dass 100 000 das mitmachen, wenn der Aufwand riesig genug ist. Das ändert aber an den Gesamtverhältnissen nichts. 

Allnichts

3. Oktober 2021 07:45

AmazonBesteller:

Dann lesen Sie auch hier wieder sehr oberflächlich, denn an der Notwendigkeit eines alltäglichen und umfassenden politischen Kampfes ändert sich durch die beschriebene pessimistische Grundhaltung nicht allzu viel.

Franz Bettinger

3. Oktober 2021 09:18

@bb: Das geschieht längst. Polizei, Justiz, Militär, Politik, Medien, Logenbrüder, der tiefe Staat selbst, diese armen Pyramidalen wissen alle gar nicht, wie sehr wir sie bereits ausspioniert und unterwandert haben. Ha! Unsere Sonne wird aufgehen und deren Sonne versinken.

Schwarzseher

3. Oktober 2021 09:29

Eine titanische Leistung ist es fünf bis acht Kinder in die Welt zu bringen, sie durchzufüttern und zu anständigen Deutschen zu erziehen. Kinder in deutscher Kultur, mit deutscher Identität, aufzuziehen heiß neben der Arbeit noch ein volles Programm, Bücher lesen usw. Kein Fernsehen, erst recht kein You Tube und ähnlichen amerikanischen Dreck. Wer das bis etwa 35 vollbring, und für seine Enkelkinder noch da ist, der hat etwas tatsächlich für das Volk geleistet.

Alles andere, sogenannter Aktivismus, ist völlig Nutzlos. Was haben die unzähligen Demos und Aktivitäten der letzten Jahrzehnten gebracht, sofern sie nicht zur Kindererziehung dienten, Jugendlager und Fahrten. Nichts, verschwendete Zeit und verheizte Leute. 

Und solche Deutsche Familien, die tatsächlich eine deutsche Identität bewart haben, sind abzählbar. Eine "Identitäre Politik", auch nur auf Landes oder Kreisebene, in der amerikanischen Besatzungszone ist alberne Spinnerei. Und das nicht erst seit oder wegen der Demographie.
Man sollte doch unterscheiden können. Unter Kameraden und reichlich Met die Weltherschaft zu Planen, und die eine oder andere Frage zu lösen ist das eine, aber allein schon seine Kinder davor zu bewahren mit irgendwelchem You Tube Dreck angefixt zu werden ist etwas anderes.

URN

3. Oktober 2021 10:24

Und, Schwarzseher, sind Sie solch ein Titan? Bei mir Wurm hat es nur zu zwei Söhnen gereicht. Die nun wieder - Anfang und Mitte 30 - haben mir bisher keine Enkel "geschenkt"; und genau deshalb suche ich mir, da an der von Ihnen gestellten Aufgabe kläglich gescheitert, einen festen Strick und mach mich auf den Weg in Richtung Dachboden.

Laurenz

3. Oktober 2021 10:35

 

@Schwarzseher

Hier, Ihr Jutjub-Dreck 

https://youtu.be/opRoD5be5s4

oder hier

https://youtu.be/NlqyBIQ-Cac

Warum geben Sie Ihre pauschalen Urteile, die nichts anderes als Vorurteile sind, nicht Ihren Hasen anstatt uns?

Ruediger Aloysius

3. Oktober 2021 11:26

Ein paar Eindrücke aus dem Auge des Sturms, Berlin Prenzlauer Berg / Pankow:

Wie hoch der Anteil an Migranten in Berlin insgesamt ist, dürfte den meisten bekannt sein. 

In meinem Viertel bzw. Stadtteil sieht man selten eine Kita mit nicht mindestens 90% weißen Kindern. Bei den Grundschulen dasselbe Bild. Bei den meisten Gymnasien hier im Umkreis existiert die Ausländerproblematik nicht. Anteile von Migranten unter 8-10% (darunter kaum Muslime) sind keine Seltenheit. Von den privaten Schulen mal ganz zu schweigen.

Die Eltern dieser Schüler wählen grün, hasse die AfD, machen bei "Wir sind mehr Demos" mit und registrieren mit feinsten Antennen jede abweichend anmutende Meinungsäußerung. Der Äußernde riskiert sofortige soziale Exklusion. Und dennoch wird hier die europäische (nicht unbedingt deutsche) ethnische Zusammensetzung rigoros verteidigt.

Man sollte bei den Überlegungen des Hrn. Sellner nicht den Fehler machen, nur mit den Rechten zu rechnen. Die, die sich für links halten, treiben bereits jetzt das von MS beschriebene Szenario voran, und dass in vielen Fällen recht erfolgreich (und mit freundlichem Gesicht!).

Adler und Drache

3. Oktober 2021 11:33

Den Gedanken des "Bewahrens" oder "Rettens" verfolge ich kaum noch - auch Völker gehen offenbar ihren organischen Weg und werden am Ende wieder umgepflügt. So will es das Leben, und wer wäre ich, gerade als Rechter, dies nicht anzuerkennen? Und will man wirklich das bewahren und retten, was aus diesem Volk geworden ist? Wozu denn eigentlich?

Die Fallhöhe innerhalb von nur 100 Jahren ist gewaltig, und das Ergebnis endgültig. Wenn man betrachtet, wo diese ehemalige Kulturnation gelandet ist: Ist dann nicht der linke Selbsthass, der Ekel vor dieser Nation, die Ablehnung des Eigenen die angemessene Reaktion, auch wenn sie unverdientermaßen, cum grano salis, eine große, herrliche Vergangenheit einschließt?  

Ich versuche strengen Abstand von utopischen und dystopischen Träumen einzuhalten - die machen einen bloß wirr im Kopf. Mir scheint es wichtiger, in einer zunehmend bedrückenderen Umwelt mir selbst immer mehr Festigkeit, Standhaftigkeit, Souveränität zu erarbeiten. Alles weitere geht über meinen Horizont, zumal ich glaube, dass Zukunftspläne nur sinnvoll sind, wenn sich eine Gesellschaft verfestigt, also im Aufstieg und Aufbau begriffen ist. Jetzt verflüssigt sich alles und kommt ins Strömen, und die Strömung ist unberechenbar.  

 

 

Laurenz

3. Oktober 2021 12:26

 

@Ruediger Aloysius

Ihre grüne deutsche (teils auch woke) Stadtbevölkerung ist charakterlich deutscher als wir es sind. Rechte sind meist mit einem flexibleren Charakter ausgestattet, da wir in derselben Welt leben, aber mit einer anderen Haltung in dieser klarkommen müssen. Ihre deutschen Grünen sind die Nachfahren derer, die das II. Reich verlieren ließen & das III. Reich ermöglichten.

@Adler und Drache

Gut geschrieben. Sehe das ähnlich. Entweder entsteht so viel Schmerz, daß Erneuerung sich von selbst generiert, oder man geht eben unter. Da sind wir nicht die ersten.

Schwarzseher

3. Oktober 2021 12:27

@UHN

Wieso gleich so dramtisch? Sie können ja Sezessionist werden, in den Osten ziehen und dort eine "identitäre" Politik durchdrücken, eigene Schulsysteme, Sicherungsysteme, Kulturpolitik, Wirtschaftskreisläufe und Sozialsysteme usw. aufbauen. Das ist sicherlich realistischer als wenigstens einige Kinder groß zu ziehen. Bezüglich meinem Kommentar haben sie Fragen, nicht zum Ge­schreib­sel vom Sellner?

Niekisch

3. Oktober 2021 12:30

"Ich versuche strengen Abstand von utopischen und dystopischen Träumen einzuhalten - die machen einen bloß wirr im Kopf. "

@ Adler und Drache 11:33: Aber träumen wir nicht wenigstens doch auch des Nachts? Ich träume des öfteren von ellenlangen Trecks deutscher Landsleute, die das Ruhrgebiet verlassen, nachdem sie die Kraft verloren haben, ihre Wohnviertel tags und nachts mit brennenden Fahrzeugen und Stacheldraht um Gärten und auf Mauern abzuriegeln, mit Spaten, Mistgabeln, Werkzeugen aller Art verteidigen. Ist der Wesel-Datteln-Kanal Richtung Norden überschritten, stoßen sie auf Stellungen münsterländischer Bauern und Freikorps, die den Weg aufs Land freihalten. 

Eine Vorahnung, die das Bemühen Martin Sellners doch nicht so völlig utopisch erscheinen lässt? Gab es nicht schon früher germanische Wanderungen aus ethnischer Bedrängnis und/oder existenzieller Not, später den Rückzug in Fliehburgen, im 30-jährigen Krieg in die Wälder, die Flucht in den Westen vor der Roten Armee? 

Natürlich spricht einiges für absolute Vergeblichkeit, den endgültigen Untergang durch Verdrängung und Vermischung. Wer nicht bis zuletzt auf politischem Gebiet kämpfen will, der mag wie ich die Lage künstlerisch aufzuzeigen versuchen. Da lässt sich noch unerwartet aufkreuzen und provozieren...

Gelddrucker

3. Oktober 2021 13:27

Das ist ja einfach nur noch grausig hier.

Ich glaube aus dem Kommentarbereich wurden sämtliche aktiven Kräfte durch das Dauer-gezeter schon vertrieben und zurück bleiben nur noch verbitterte, zumeist alte Herren, die nicht verstanden haben, dass die letzten Jahrzehnte nur Vorspiel waren zum großen Finale.

 

Kann jedem empfehlen, sich eine Auszeit vom Kommentarbereich zu nehmen und sich zu Facebook oder YouTube zu begeben. Dort herrscht trotz der beschissenen Wahl eine andere Stimmung

Adler und Drache

3. Oktober 2021 14:08

Mit den urchristlichen Gemeinden hat man ein Modell fürs Überleben in feindlicher Umwelt vor Augen - und nicht nur fürs Überleben: Hier wurde der Grundstein gelegt für die mittelalterliche Zivilisation. 

Kein noch so gut gemeinter und noch so energisch betriebener Aktivismus wird der Kultur des Todes Einhalt oder gar Umkehr gebieten. Der "Fürst dieser Welt" verfügt nach wie vor über Macht, die zwar begrenzt, aber deshalb nicht gering ist. Aber es gilt auch: "Das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen."

Selbst das Licht ergreifen, zu seinem Träger und Hüter werden! 

 

Mboko Lumumbe

3. Oktober 2021 14:11

@ Gelddrucker 3. Oktober 2021 13:27
"Das ist ja einfach nur noch grausig hier."

Ach sehen Sie doch nicht gleich wieder so schwarz ;)
Darf ich Ihnen zum Sonntag vielleicht ein kluges Buch zur Hand reichen?
Na ja, eigentlich sind es 3 Bücher in einem:

Esther Vilar - Der dressierte Mann / Das polygame Geschlecht / Das Ende der Dressur

Hier bei Antaios bestellbar.

Adler und Drache

3. Oktober 2021 14:19

@Niekisch:

Freilich träume auch ich, nachts und nicht selten auch am Tage: Deshalb ja die immer wieder selbst auferlegte Distanzierung! 

@Laurenz: 

Der "Untergang" des Volks ist angesichts von ca. 60 Millionen Herkunftsdeutschen im In- und ca. 10 (?) Millionen im Ausland ein Szenario, das ich mir nicht recht vorzustellen vermag und deshalb auch nicht fürchte (zum Vergleich: Es gibt 4 Millionen Georgier). Da fürchte ich eher den Verlust - den Verlust von Zivilisation, Sicherheiten, Lebensfreude und lebensbejahender Kraft und ja, durchaus auch Moral ... oder sagen wir besser Sittlichkeit! 

Allnichts

3. Oktober 2021 14:55

Gelddrucker:

Das grosse Finale steht schon seit Jahrzehnten immer wieder kurz bevor, aber dieses Mal ist es ganz sicher soweit. Auch diese zwangsoptimistische Denkweise hat dazu geführt, dass andauernd falsche Hoffnungen geweckt und realitätsferne Analysen erstellt wurden, was dann wiederum oft sinn- und nutzlose Maßnahmen nach sich gezogen hat. Natürlich wirkt eine pessimistische Prognose meist nicht sonderlich motivierend, niemand will hören, dass es schlecht aussieht. Es muss diese skeptischen Stimmen aber geben, und ich will einen sehen, der überzeugend dahingehend argumentieren kann, dass in Anbetracht der Gesamtlage Skepsis nicht angemessen ist.

Das möglicherweise vorerst letzte wirklich gemeinsame Aufbäumen gab es irgendwann im letzten Jahrhundert. Der Gedanke, dass man heuzutage nicht Wegbereiter oder Endkämpfer ist, sondern Überbleibsel, sollte zumindest einmal in Erwägung gezogen werden.

Laurenz

3. Oktober 2021 15:03

 

@Gelddrucker

"Kann jedem empfehlen, sich eine Auszeit vom Kommentarbereich zu nehmen"

Tun Sie Sich keinen Zwang an & nehmen Sie Sich die empfohlene Auszeit, solange Sie sie brauchen.

Mir geht häufiges undeutsches Gejammere auch auf dem Senkel, aber die Frontlage ist nun mal bescheiden. Und in einer solchen Lage ist der Realist von Clausewitz hilfreicher als jeder Philosoph oder Heilsbringer auf FB, Telegram oder sonstwo.

Die Richtungsdebatte der AfD hat sich in der Ratio durch Wählerentscheid geklärt, was aber noch nicht heißt, daß sich die libertären Verlierer der Wahl auch fügen werden. Auf derselben Ebene fand auch die Meinungsverschiedenheit in der Betrachtung der CDU zwischen BK und mir statt. Wie soll sich eine CDU erneuern, wenn alle Listenplätze im neuen Reichstag mit Merkelianern besetzt sind? 

anatol broder

3. Oktober 2021 15:15

@ hempels sofa 21:32

wo kann man die «zukünftigen verfassungen der altrechten aus den achtzigern» nachlesen?

ich wundere mich, dass hier nicht ständig auf eine solche verfassung verwiesen wird. die würde des menschen wird ja regelmässig bemängelt.

 

Laurenz

3. Oktober 2021 15:22

@Adler und Drache @Laurenz

"Untergang"

Das war historisch gemeint.

Formal gibt es auch noch Nachfahren von Preußen. Aber neben EL sind das nicht mehr viele, denen man das anmerkt. Sie sehen, der kulturelle Untergang geht manchmal schneller als der ethnische. Und ob wir morgen untergehen oder erst in 170 Jahren, spielt historisch doch keine Geige.

Und was das Urchristentum angeht, so muß ich Ihnen natürlich widersprechen. Damit wurde alles Urdeutsche, zB das Prinzip "primus inter pares", in kurzer Zeit eliminiert. Nur noch Reste, wie unser Föderalismus sind noch rudimentär vorhanden. Und unsere Pastorentöchter in der Politik haben doch leichtens christliche Gemeinden in Klima-Gemeinden (Ausrufung des Klimanotstands) transformiert.

Niekisch

3. Oktober 2021 15:28

"..zurück bleiben nur noch verbitterte, zumeist alte Herren, die nicht verstanden haben, dass die letzten Jahrzehnte nur Vorspiel waren zum großen Finale."

@ Gelddrucker 13:27: ...und woraus genau schließen Sie das? Sind die verbitterten, zumeist alten Herren, vielleicht nicht gerade deswegen hier, weil sie schon lange um das "finale furioso" wissen, es zumindest erahnen oder sogar persönlich Erfahrung im Vorspiel haben und um große, wenn auch kurze Finale wissen? Sie, Gelddrucker bekommen vielleicht noch mit, wer im großen Finale orgiastische Gefühle empfindet... 

Niekisch

3. Oktober 2021 15:38

"Freilich träume auch ich, nachts und nicht selten auch am Tage: Deshalb ja die immer wieder selbst auferlegte Distanzierung!"

@ Adler und Drache 14:19: Das ist vollkommen verständlich und angesichts der umfassenden Psychisierung ein richtiges Verhalten.  

"Das möglicherweise vorerst letzte wirklich gemeinsame Aufbäumen gab es irgendwann im letzten Jahrhundert."

@ Allnichts 14:55: Für meinen Großvater bis zum 8.10.1918 - Gefangennahme bei Cambrai -, für meinen Vater bis zum 13.8.1944 - Gefangennahme bei Trun nördlich von Falaise-, für mich die letzte wirkliche Kameradschaft im Aufbäumen in den 70iger Jahren.

Volksdeutscher

3. Oktober 2021 16:59

Noch einmal: Unabhängig von der hohen Qualität Martin Sellners Beitrags, würde ich an seiner Stelle den Fragen nachgehen, wer die obige statistische Auswertung in Auftrag gab, welches statistische Institut sie durchführte und insbesondere nach welchen Kriterien die Auswertung erfolgte: Welche Personenkreise in welchem Zeitraum werden in dieser Statistik als Migranten und/oder solche mit Migrantenhintergrund bezeichnet? Diese Fragen zu klären wäre äußerst wichtig, denn die Bestandteile der Statistik müssen in ihren Einzelheiten öffentlich zur Überprüfbarkeit vorliegen, ehe man ihr vertraut und sich auf sie beruft. Denn bekanntlich sollte man keiner Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat.... Warum? Ich möchte im vorliegenden Fall zum Bedenken geben: Bei allem Ernst um die demographische Lage des Deutschtums, die ich nicht herunterspielen möchte, besteht doch die Möglichkeit, daß man eine Statistik in defätistischer Absicht erstellt, um dem Volk die Aussichtslosigkeit in seiner Lage vorzugaukeln, damit es die Waffen strecke, um ihm im Folgenden dann weitere Hunderttausende oder gar Millionen nichtdeutsche Migranten den Rachen hinunterzustopfen und so die letzte tödliche Dosis zu verabreichen. Wir haben keinen Grund, der Gegenseite, die uns physisch ausradieren will, zu vertrauen.

URN

3. Oktober 2021 17:18

Ich gehe davon aus, daß Sie, Schwarzseher, um 12:27 mich meinten. Meine Frage nach dem von Ihnen verlangten/empfohlenen Titanenstatus ging eindeutig an Sie und blieb unbeantwortet. Ihrer Empfehlung zum Wohnsitzwechsel kann/will ich nicht nachkommen: nach 27 Jahren Sachsen, dann 32 Jahren Kurpfalz, lebe ich nun (notgedrungen) seit über einem Jahr wieder in Sachsen. "In den Osten ziehen" würde demzufolge bedeuten, ins heutige Polen. Scheitert bereits daran, daß ich zwar deutsch, englisch, russisch und norwegisch spreche (sächsisch natürlich auch...), nicht aber polnisch. Ich würde dort also - zu recht - gnadenlos beschissen und ginge unter.

Gelddrucker

3. Oktober 2021 17:37

Laurenz

Die Lage ist ernst. Es gibt positive Zeichen und negative. Die Wahl war negativ. Ich bin es leid hier Defätisten aufzurichten. Zum Glück sind hier nur null komma null nochwas Prozent unseres Lagers es macht also keinen Sinn hier weiter die Zeit zu verschwenden. Da gehe ich wie gesagt lieber zu YouTube, aber da sind ja aus Sicht der intellektuellen Elite hier sowieso nur Nichtsblicker die die Lage noch nicht erkannt haben.

Gelddrucker

3. Oktober 2021 17:44

Allnichts

Aus soziologischer und historischer Sicht entscheiden sich derlei demografische Ereignisse dann wenn die Gastgesellschaft kurz davor ist zur Minderheit zu werden. Der Punkt ist noch lange nicht erreicht. Aber es ist zwecklos mit ihnen zu diskutieren. Sie haben ihre Meinung in Stein gemeißelt. Hier im Afd Kreisverband sieht man die Lage glücklicherweise anders. Ich werde also nicht weiter an sie zeit verschwenden.

Laurenz

3. Oktober 2021 18:18

@Anatol Broder @Hempels Sofa

Zwischen 97 und 05 habe ich etwa 10 oder 12 unterschiedliche Reichs-Exil-Regierungen kennengelernt, die alle ihre eigene Reichsverfassung geschrieben hatten. Diese Leute waren, als selbsternannte Häuptlinge, dauernd auf der Suche nach Indianern. Das wollte aber in rechten Kreisen niemand sein. Dazu hätte man doch eher linke Kreise aufsuchen müssen. Und bei einer so fehlgeleiteten Lageanalyse sind wohl auch die ganzen Verfassungen vergebene Liebesmüh'. Nennen Sie uns doch einen Staat, in dem die Verfassung gelebt & nicht hintergangen wird?

Adler und Drache

3. Oktober 2021 21:20

Werter Mitforist Laurenz,

geben Sie doch nicht sogleich dem Angetriggertsein nach, wenn es ums Christentum geht. Die urchristlichen Gemeinden hatten mit germanischen oder gar deutschen Verhältnissen doch gar nichts zu tun.

Es ging lediglich um eine (religiös wertungsfreie) Alternativvorstellung zu Sellners Sezessionsgedanken: Die urchristlichen Gemeinden haben in feindlicher jüdischer und römischer Umgebung ihre Kultur bewahren und ausbauen können. Also lediglich ein Beitrag zum Thema "vom Sieger lernen", oder wenigstens "von jemandem, der das alles schon mal durch hat".     

Anders gesagt: Die Alternative "Präsentierteller oder Katakomben" sind mir in Diskussionen in unseren Kreisen schon mehrmals begegnet. Mir scheint, dass "Präsentierteller" einen sehr viel höheren Energieverbrauch hat, ein längerfristiger Erfolg deshalb hochgradig unsicher ist. Man denke nur an das Haus in Halle. 

Anders gesagt: Ein Tsunami entwickelt sich unterhalb der Meeresoberfläche. Fischer fahren in ihren Booten darüber hinweg und bemerken ihn nicht. 

Anders gesagt: Die Katakomben schließen den Präsentierteller durchaus nicht aus, der Präsentierteller saugt aber den Katakomben die Energie ab. Man muss wissen, welche Jahreszeit ist - am Feigenbaum lernet ein Gleichnis!  

Laurenz

4. Oktober 2021 01:57

@Gelddrucker @L.

"Jutjub"

Ich halte mich dort auf, wo es Freude bereitet oder spannend ist, ganz gleich ob es sich um einen historischen Kanal, wie der Marc Feltons handelt, oder einen historischen Kriegsschiff-Kanal oder was auch immer.

Was ich aber feststellen muß, ist, daß der Mangel an Bildung auf Jutjub oft ganz anders durchschlägt als hier. Bei schlechten ARTE-Dokus, wie ZB die recht aktuelle über die punischen Kriege fällt das ganz besonders auf. Sowas werden Sie hier nicht erleben.

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