2. Oktober 2021

Faktenlage (4) – Wahlanalyse Berlin und MV

Daniel Fiß / 25 Kommentare

Neben dem Bundestag wurden auch die Landesparlamente in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gewählt.

Daniel Fiß

Daniel Fiß ist freier Publizist.

  • Sezession

Beide Ergebnisse waren für die Partei sicherlich nicht zufriedenstellend.

Die Detailanalyse des Wahlergebnisses offenbart die entscheidenden Fehler, gibt aber auch Aufschluß über mögliche künftige Positionierungen und Langzeitstrategien der Partei.

Mecklenburg-Vorpommern

In Vorbereitung auf die Landtagswahl 2016 ging die Partei noch ein Jahr zuvor mit dem Slogan „stärkste Kraft für MV“ in den Wahlkampf. AfD-Landessprecher Leif-Erik-Holm sparte auch in Reden und Mitgliederansprachen nicht mit Visionen von einer AfD-Regierungsverantwortung. Auf dem Listenparteitag wurde dies insoweit relativiert, als daß man sich auf die Regierungsübernahme 2026 jetzt vorbereiten müsse und die Landtagswahlen 2021 dabei nur ein starkes Ausrufezeichen seien.  Ambitioniert, doch der konkrete strategische Weg bleibt abstrakt.

Am Wahlabend selbst war klar, daß die AfD leichte Verluste einfahren würde, die im Endergebnis nun mit einem Negativsaldo von minus 4,1% zu Buche stehen - ein Ergebnis, welches zwar auch die letzten Umfragen widerspiegelten, aber nicht wirklich die erhofften Ansprüche der Landespartei erfüllte. Die Ursachen dafür sind vielfältig und wurden schon im Vorfeld einer Wahlkampfanalyse vom Feldzug Blog analysiert. Die AfD verliert zwar vier Parlamentssitze, ist damit aber aufgrund der Austritte in der letzten Legislatur auf dem gleichen Niveau wie vor der Wahl.

Die kommende Fraktion wird im Landtag Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu den anderen Parteien im Übrigen die durchschnittlich jüngste sein.

Die SPD- Ministerpräsidentin Schwesig galt bereits zu Beginn des Jahres als große Favoritin. Die SPD hat in MV bei Landtagswahlen seit Jahren eine solide strukturelle Wählermehrheit und vermag es auch durch ein glückliches Händchen stets Spitzenkandidaten aufzustellen, die sich als volksnahe Landesväter bzw. Landesmütter zu inszenieren wissen.

Die positive Trendstimmung für die SPD im Bund dürfte für Manuela Schwesig ein zusätzlicher Katalysator gewesen sein, der ihre schon vorher unangefochtene Rolle nochmals festigte und sie fast die 40%-Marke knacken ließ. Nahezu alle Verliererparteien des Wahlabends in Mecklenburg-Vorpommern (AfD, CDU, Die LINKE) verzeichneten die stärksten Verluste in Richtung der SPD. In absoluten Zahlen verliert die AfD knapp 15.000 Wählerstimmen – 12.000 davon gingen an die SPD. Dies ist ein starkes erstes Indiz dafür, daß die vormalige Protestwählerschaft der Landes-AfD aus 2016 gehalten werden konnte. Darauf deuten auch weitere Zahlen hin.

Die AfD MV fährt ihre größten Verluste von -5% in der Altersgruppe über 60 Jahre ein. Das sind einerseits ohnehin die Bastionen der klassischen Volkparteien SPD und CDU und tatsächlich gewinnt die SPD 10% der Ü60-Jährigen im Vergleich zu 2016 hinzu.

In den anderen Altersgruppen bleiben die Verluste für die AfD moderat. Mecklenburg-Vorpommern zeigt, was auch auf Bundesebene gilt, nämlich daß der große SPD-Sieg kaum als Ausdruck der großen Wandelsehnsucht und Aufbruchsstimmung der Gesamtbevölkerung zu interpretieren ist.

Ältere Wähler suchen vor allem Orientierung und Sicherheit in der Post-Merkel-Ära, die ihnen Olaf Scholz oder auch eine Manuela Schwesig offensichtlich vermitteln konnten.

Bei den Nichtwählern konnte die AfD MV im Gegensatz zum Bundestrend der Partei hinzugewinnen und kommt auf ein Positivsaldo von +17.000. Hätte man die 9.000 Abgewanderten aus dieser Gruppe gehalten, wären die Verluste in absoluten Zahlen für die AfD MV im marginalen Bereich geblieben.

Die Zusammenlegung der Bundestags- und Landtagswahl sorgte jedoch auch für eine erhöhte Wahlbeteiligung von +9% im Vergleich zu 2016, wodurch sich Stagnation und leichte Verluste im prozentualen Bereich schwerer auswirken.

Bei den soziodemographischen Daten gibt es nicht sonderlich viele Verschiebungen. Die AfD bleibt in den mittleren Altersklassen zwischen 30-45 Jahren am stärksten vertreten. Auch unter Arbeitern und Selbstständigen, jenen also, die faktisch den sprichwörtlichen Laden am Laufen halten, kann sie in Summe immer noch am stärksten mobilisieren.

Auch Menschen mit einfacher Bildung, die als Facharbeiter zwar in den mittleren Einkommenssegmenten liegen, aber die ökonomische Krisen als erstes treffen, sind weiterhin die Wählerschaft, die der AfD einen soliden Wählerstamm verschafft.

Gleichzeitig muß aber konstatiert werden, daß die AfD MV vor allem bei den Arbeitern die stärksten Verluste von -8% eingefahren hat. Man bemühte sich in MV zwar knapp vor der Wahl noch mit einer kleinen Minikampagne gegen steigende Spritpreise und „Tankstellenabzocke“, aber fügte sich in der Gesamttonalität doch eher in den zurückhaltenden und defensiven Klang der Bundeskampagne ein.

Dabei waren die wahlentscheidenden Themen für die AfD-Wähler genau die Klassiker, mit der die AfD ihren Exklusivitätsanspruch ausdrücken kann, was sich auch in den Kompetenzprofilen widerspiegelt. 19% sehen die Asyl- und Flüchtlingspolitik als die Kernkompetenz der AfD.

In MV werden interessanterweise auch Kompetenzen zum Thema „ostdeutsche Interessenvertretung“ abgefragt. Auch hier kann die AfD mit 14% punkten, ein Wert, der sich durch lokale Schwerpunktsetzungen und gute Wahlkreisarbeit noch nach oben schrauben ließe.

Je nach Perspektive kann man das Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern unterschiedlich bewerten. Wie auch in anderen Ost-Bundesländern lassen alle Analysedaten - die thematischen Kompetenzzuschreibung, die soziodemographischen Wählermilieus, die Wähleransichten usw.- auf den wahrgenommenen und von der Kernwählerschaft auch so gewünschten Protestparteicharakter der AfD schließen.

Es sind Arbeiter, Unzufriedene mit der Migrationspolitik und Menschen, die ökonomisch die durchschnittliche bis untere Mitte repräsentieren und dabei den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Transformierungsprozessen skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen.

Die AfD-Wähler geben zwar an, dass bei ihnen das Thema „Soziale Sicherheit“ ein weniger ausschlaggebende Rolle spielt aber dennoch bleiben die Unzufriedenheit, das nachhallende Echo der Zuwanderungskrise und der Verdruss auf das politische Establishment zentrale Motive der Wahlentscheidung.

Diesem Umstand sollte auch vor dem Hintergrund etwaiger Planspiele von Regierungsbeteiligungen Rechnung getragen werden und zu einer kritischen Selbstreflexion in Bezug auf verfügbare personelle und strukturelle Ressourcen im AfD-Landesverband MV.

Berlin

Es war ein schwarzer Abend für die AfD in Berlin. Minus 6,2% bei der Abgeordnetenhauswahl und das schlechteste Zweitstimmenergebnis aller Länder bei der Bundestagswahl. Die ersten Hochrechnungen zeigten am Wahlabend sogar eine Halbierung des Ergebnisses von 2016.

Ohne Frage, Berlin ist kein einfaches Pflaster. Die Stadt entwickelt sich in vielen Bezirken zu einer dystopischen linken Hölle, in der politmafiöse Strukturen herrschen, arabische Clans auf der Straße regieren und linksextreme Gruppen auf der Schwelle zu echten Terrorzellen stehen. Das AfD-Ergebnis von 14,2% aus dem Jahr 2016 muß vor dem Hintergrund der politischen Umstände in der Bundeshauptstadt schon fast als ein außergewöhnlicher Erdrutschsieg betrachtet werden. Absolut verlor die AfD in Berlin 86.000 Wähler und 12 Sitze im Abgeordnetenhaus.

Die Kampagne war wie auch in MV hinsichtlich des Slogans, der Visualität und der Botschaften eng an die der Bundespartei orientiert. Dennoch hat der Landesverband in der Gesamtaufmachung und der Zielgruppenansprache doch noch einige innovativere Akzente gesetzt. Mit Dr. Kirstin Brinker konnte man eine Spitzenkandidatin aufstellen, die im Wahlkampf durchaus viel Engagement und Einsatz zeigte, aber nur wenige Monate vor der heißen Wahlkampfphase Zeit hatte, sich ein eigenes Bekanntheitsprofil zu erarbeiten.

Das Ergebnis muß vor allem auch insoweit enttäuschen, als daß prozentual die stärksten Verluste in den Ost-Bezirken der Stadt eingefahren wurden. In Westberlin liegt die Partei ohnehin auf einem sehr schwachen Niveau und fiel dementsprechend nicht besonders tief.

 

Was wie in MV auch in Berlin am deutlichsten wird und für nachfolgende Strategiedebatten der AfD definitiv unterstrichen werden sollte: Die AfD verliert am stärksten in den sozialen Milieus, wo sie auch traditionell am stärksten ist.

Diese These dürften auch die Verluste im Berliner Osten zum Teil bestätigen. Die Kampagne „Deutschland. Aber normal“ war in ihrer Aufmachung ein experimenteller Versuch, neue gesellschaftliche Schichten und soziale Gruppen anzusprechen und mit weniger Kontur und Reibungspunkten aufzutreten.

Wenn die Verluste aber in den Wählergruppen, die von der AfD ohnehin schwach repräsentiert werden, eher moderat ausfallen (Akademiker, Angestellte, Beamte – die Gruppen also, die so gern als „bürgerliche Mitte“ präsentiert werden) und zugleich aber die starken Kernmilieus (Männer, Arbeiter, 30-45 Jahre, einfache Bildung) zunehmend abwandern, so muß hier doch der Finger in die Wunde gelegt und hinsichtlich der strategischen Ausrichtung nachgebohrt werden.

Allein bezogen auf Berlin könnte man argumentieren, daß bei Betrachtung der Wählerwanderungen die AfD am stärksten an die CDU abgegeben hat. Dazu muss jedoch auch erwähnt werden, daß die CDU ihre Kampagne durchaus auf einen sehr starken Oppositionskurs gegen den Rot-Rot-Grünen Senat zugeschnitten hat und möglicherweise viele Wähler sich hier von einem „Anti-Links“-Angebot haben täuschen lassen.

Einzig aus dem Lager der Nichtwähler konnten 6.000 neue Stimmen für die AfD hinzugewonnen werden.

Die sozioökonomische Wählerverteilung ist in Berlin teilweise noch klarer als in manch anderen Verbänden. 99% der AfD-Wähler und damit weit mehr als der Durchschnitt der Gesamtwählerschaft sehen eine zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich. In der Beurteilung der eigenen wirtschaftlichen Lage geben 28% der AfD-Wähler an, daß sie ihre eigene Lage eher als schlecht bewerten.

Damit stellen sie auch die prozentual größte Gruppe aller anderen Wählerblöcke dar und auch bei den Wählern mit einfacher Bildung zeigt sich unter den AfD-Wählern der größte Anteil. Der ehemalige Berliner AfD-Landeschef und Ex-Fraktionsvorsitzende Georg Pazderski sprach in internen Chats über diese Wähler verächtlich von der „Joggingshosenfraktion“.

Dies sind in Berlin aber genau die Milieus, die in großen Scharen von der AfD abgewandert sind. Das Ergebnis von Berlin zeigt also: Die Ansprache von Milieus der „bürgerlichen Mitte“ darf unter keinen Umständen mit einer Vernachlässigung der Stammklientel verbunden sein, sondern muß in einem ausgeglichenen Verhältnis stattfinden.

Für die Berliner waren vor allem jene Themen wichtig, in denen die AfD nur schwerlich ein eigenes Profil und Alleinstellungsmerkmal schaffen konnte. Auch hier zeigt sich einmal mehr die Konstante der Zuwanderungskritik, die vom Wähler am stärksten wahrgenommen wird.

Der Aufbau weiterer Kompetenzfelder und eines breiteren Themenportfolios wird in der gesamten AfD mit der Konsolidierung weiterer Fraktionen sicherlich Priorität haben.

Doch es gilt gleichermaßen auch die bereits erarbeiteten Kernkompetenzen zu schärfen und auch programmatische Querbezüge wie zwischen der Migration und der sozialen Frage herzustellen, um innerhalb der Wahrnehmungshorizonte der eigenen Wählerschaft zu bleiben.


Daniel Fiß

Daniel Fiß ist freier Publizist.

  • Sezession

Kommentare (25)

Laurenz

2. Oktober 2021 10:35

Sehr geehrter Herr Fiß, Ihre Wahlanalysen sind kürzer aber nicht schlechter als die von BK früher, also in meinen Augen hervorragend. In der Schlußfolgerung kann man aber Kritik ansetzen.

Die SPD gibt wohl am meisten Geld für gute Werbeagenturen aus, ein entscheidender Faktor. Die Programmatik dient doch nur dazu den Mitbewerbern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, deswegen muß diese perfekt sein. In Berlin stellt sich die Frage doch erst gar nicht. Pazderski & von Storch wollen nur 6%-Partei sein. Wer in solch gehobener Position keinen Macht-Instinkt entwickelt, hat in einer gehobenen Position nichts verloren. Das hat alleine die Berliner AfD zu verantworten. Nirgendwo in der Republik ist es leichter Wahlen zu gewinnen, als im Kalkutta an der Spree. Die SPD hat exakt GK & BK genutzt. minimalisierter Themenbereich & die soziale Frage bedient.

& die SPD in verschiedenen Bevölkerungsschichten zu schlagen, ist doch kein Menetekel. 1. Du willst 30% mehr Rente? AfD 2. Du willst 1.000 Euro Kindergeld? AfD 3. Du willst dieselben guten Ärzte haben, wie Frau Schwesig? AfD 4. Du hast denselben Bildungsanspruch für Deine Kinder, wie Frau Schwesig für ihre? AfD usw. & sofort. Was ist daran denn so schwer?

Mitleser2

2. Oktober 2021 10:51

"Was wie in MV auch in Berlin am deutlichsten wird und für nachfolgende Strategiedebatten der AfD definitiv unterstrichen werden sollte: Die AfD verliert am stärksten in den sozialen Milieus, wo sie auch traditionell am stärksten ist."

Fiß macht dann aber zu wenig draus zu erklären, warum das so ist. Es darauf zu reduzieren, dass „Deutschland. Aber normal“ ein experimenteller Versuch gewesen sei, neue gesellschaftliche Schichten und soziale Gruppen anzusprechen, und damit traditionelle Milieus nicht erreicht hätte, kann es ja wohl nicht sein?

Soll es mehr SolPat sein? Und warum wurden Nichtwähler nicht erreicht? Oder ist die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung für die Ziele der AfD tatsächlich nicht mehr erreichbar?

Mitleser2

2. Oktober 2021 12:10

@Laurenz: "Die SPD hat exakt GK & BK genutzt. minimalisierter Themenbereich & die soziale Frage bedient."

Ist ja richtig, nur: In Ihrer Liste drunter kann man eben deswegen überall AfD durch SPD ersetzen, wo will man da derzeit die SPD schlagen? Deswegen ist die Wahl ja so ausgegangen, die SPD hat die soziale Frage besetzt, und für die AfD hat Migration etc. nicht gereicht.

Niedersachse

2. Oktober 2021 12:39

Fest steht doch, dass dieses Land durch die Politik, dahinterstehenden NGO`s und anderen gesellschaftlich relevanten und tonangebenden Kräften, zerstört werden soll. Und zwar auf allen politischen Themenfeldern, die es gibt. Das zu sehen, ist insbesondere im "failed State Berlin" nicht besonders schwer. Von daher hält sich mein Verständnis für das schwache Abschneiden der AfD insbesondere in Berlin, stark in Grenzen. Etwaigen Wahlbetrug (der immer im Raum steht) mal aussen vor gelassen, ist das Abschneiden bei den gesellschaftlichen Verhältnissen, nämlich Clan- Kriminalität, Polizeigewalt, Rauschgiftkriminalität, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und Rohheitsdelikte, miserabel. Insbesondere die beiden letztgenannten Delikte, haben im Jahr 2020 in Vergleich zu 2019 noch einmal leicht zugelegt (Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik Berlin 2020). Dafür gibt es Gründe und politisch Verantwortliche! Man muss entweder alle seine Lampen ausgetreten haben, oder diese asozialen Verhältnisse toll finden, um daraus keine politischen und wahlentscheidenden Konsequenzen zu ziehen - ist einfach so. Natürlich ist die AfD teilweise ein zerstrittener Haufen, natürlich gibt es 24/7 Dauerpropaganda auf allen Kanälen, natürlich kommt auch hier die ethnische Wahl schon zum Tragen - aber all das sind auch nur Erklärungsfragmente und kein Grund, denselben Verbrechern immer wieder hinterherzulaufen!

Niekisch

2. Oktober 2021 12:42

"Ex-Fraktionsvorsitzende Georg Pazderski sprach in internen Chats über diese Wähler verächtlich von der „Joggingshosenfraktion“."

Na, ja und jetzt sind die Jogginghosenträger eben von der AfD weggejoggt...

RMH

2. Oktober 2021 12:43

Ich gebe jetzt einmal den advocatus diaboli:

Die Zahlen - auch die für den BT - sprechen doch eher dafür, dass die Leute, die soziale Themen beantwortet haben wollen, dann das Original, welches als Regierungsbeteiligte auch die Chance hat, die Themen umzusetzen wählen, als eine Paria-Partei, die irgendwann in Wolkenkuckuckshausen ihre Themen umsetzen kann. Der Rentner will seine statistischen 8-10 Jahre Lebensrestzeit gesichert sehen, die prekär Entlohnten wählen die Partei, die 12 Euro Mindestlohn auch gleich umsetzen kann und nicht eine Partei, die davon nur labert, aber im Übrigen aus Pensionisten, Beamten, Akademikern etc. besteht.

Von daher kann man die aktuellen Zahlen entweder in Richtung dann eben Soz.-Pat. total oder aber eben auch in die Meuthen-Richtung auslegen, dass nur eine Partei, bei der absehbar ist, dass sie ihre Kraft auch in die Regierung bekommt, um ihre Ideen ansatzweise umsetzen zu können, die Zukunft hat. Am Ende geben die Zahlen aus meiner Sicht weder ein objektives Indiz für die eine noch die andere Richtung - es ist "Glaubensfrage". Die AfD kann aus dem Wahlkampf nur lernen, geschlossener zu werden, zumindest wenn Wahlkämpfe sind.

Laurenz

2. Oktober 2021 15:32

@Mitleser2 @L.

"Ihre Bedenken"

verstehe ich nicht. Da bei der SPD eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, auch in Regierungsverantwortung zu kommen, blieben die SPD-Versprechen eher unbestimmt, wenn wir mal vom 12 Euro Mindestlohn absehen. Es wurden also eher Emotionen angesprochen.

Als Oppositionspartei kann man also/aber ganz leicht einen oder 2 oder auch 10 Scheffel drauflegen. man braucht ja auch niemandem verraten, wo man das Geld dafür einzusparen gedenkt.

(Man kann die zB den ÖRR vor der Bilanz mit 90% versteuern (auch wenn das die Länder betrifft), das spart dann schon mal 7 Milliarden, etc.pp.)

Kahlenberg

2. Oktober 2021 22:47

Die parlamentarische Rechte, i.e. die AfD in D, wie auch die FPÖ in Ö, muß das Thema der Netzneutralität in den sozialen Medien endlich mit aller Macht angehen. Die vorherrschende Zensur verunmöglicht  den Erfolg in der riesigen digitalen Sphäre. Dies ist eine Aufgabe, die klar den Parteien zufällt, mit ihren legistischen  Kompetenzen und Ressourcen. Dann kann die Metapolitik mit ihrem inzwischen sehr großen Reservoir an intellektuellen Köpfen und Konzepten helfen. 

Der_Juergen

3. Oktober 2021 10:58

@Niedersachse

Völlig richtig, was Sie schreiben. Ich schwanke seit März 2020 wie nie zuvor zwischen Optimismus und tiefstem Pessimismus hin und her. "Lange kann dieser Wahnsinn doch nicht mehr weitergehen; die Menschen werden sich nicht endlos für dumm verkaufen lassen", hoffe ich in meinen optimistischen Phasen, um dann gleich wieder mit der bedrückenden Realität konfrontiert zu werden, die Sie in Ihrer Wortmeldung umreissen.

Wie stellt man es an, ein Volk zu retten, das gar nicht gerettet werden will? Schon vor Jahrzehnten sah ich mich der Frage gegenüber: "Warum soll man das Volk über eine für seine Existenz tödlich gefährliche Lüge aufklären, wenn es in seiner übergrossen Mehrheit gar nicht aufgeklärt werden will und die Lüge mit fanatischer Inbrunst verteidigt?"

Man kann da wirklich nur noch zum Zyniker werden und darauf bauen, dass die Verhältnisse sich rasch dermassen katastrophal verschlechtern werden, dass, bis auf eine Minderheit unbelehrbarer Volltrottel, den Menschen endgültig der Kragen platzt und sie endlich kapieren, dass sie von diesem System verkauft und verraten worden sind. Auf die jetzige Situation übertragen heisst das: Es ist zu hoffen, dass das infolge der Impfung zu erwartende Massensterben möglichst rasch und nicht erst in ein paar Jahren beginnt. Im letzteren Fall wird die Zahl der Opfer ohnehin weitaus grösser sein.

Niekisch

3. Oktober 2021 12:09

"Es ist zu hoffen, dass das infolge der Impfung zu erwartende Massensterben möglichst rasch und nicht erst in ein paar Jahren beginnt."

@ Der_Juergen 10:58: Werter Herr Kollege, wollen Sie wirklich auf meine unmaßgeblichen Beiträge verzichten ? Ich bin doppelt geimpft und werde dann wohl in Kürze das Zeitliche segnen. Ich werde keinesfalls versäumen, Ihnen Nachricht von den Folgen der Impfung post mortem zu geben...

Nordlicht

3. Oktober 2021 14:18

Zu "Corona-Impfung-Massensterben"

Diese Prognose halte ich für vergleichbar irre wie die eines Hitzteodes der Erde wg. menschengemachtem CO2.

Schwere Schäden bei 1 von 50.000, slbst bei 1 von 10.000 sind schlimm genug, aber eben nur statistisch auffällig.

Laurenz

3. Oktober 2021 15:12

@Niekisch @ Der_Jürgen

Viel schlimmer als das "Massensterben" ist, daß man den Geimpften die Impfung anmerkt. Es verändert bei vielen die Persönlichkeit & den individuellen Geist. Würde ich meine Aussage übertreiben, so stellt ich 60% Zombies in unserem Land fest. Dann doch lieber tot.

anatol broder

3. Oktober 2021 15:34

«die stadt [berlin], in der arabische clans auf der strasse regieren.»

das verstehe ich nicht. was gibt es auf der strasse zu regieren? was machen sie denn genau?

Niekisch

3. Oktober 2021 16:26

"man den Geimpften die Impfung anmerkt. Es verändert bei vielen die Persönlichkeit & den individuellen Geist."

Zeit zu gehen?

Skeptiker

3. Oktober 2021 16:48

Ich bin doppelt geimpft und schreibe daher folglich aus dem Himmel. Es ist ein ruhiger Ort hier: Weder Antifa noch durchgeknallte Rechte. Gott nimmt sich allen verwirrten Seelen an. Oder habe ich das alles nur geträumt? Und dieses Forum ist wirklicher der reale Irrsinn Deutschland 2021. 

Laurenz

3. Oktober 2021 17:49

 

@Skeptiker @Forum

"Irrsinn"

Naja, wie in der gesamten Republik, sind auch hier eben Irrsinnige. Oder wie bezeichnen Sie Menschen, die sich freiwillig Medikamente injizieren lassen, die keine ordentliche Zulassung besitzen? Ich nenne diese Mitbürger "Labor-Ratten", der mutmaßliche neue Kanzler Scholz nutzt den Begriff "Versuchs-Kaninchen".

Und die Dämlichkeit oder gar Idiotie eines Lockdowns kann man sogar, wohl nicht ganz so gewollt, dem Relotius entnehmen. Wäre hätte das denn gedacht?  https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/nach-corona-lockdown-viele-kinder-holen-atemwegsinfekte-nach-a-a792fecc-aae1-4dec-9eac-b25fd11a715d

Ich teile nicht die extremen Befürchtungen von @Der_Jürgen, aber diese Impfstoffe haben den Effekt, das Immun-System zu schwächen. Lesen Sie dazu doch einfach die 4 ML-Artikel https://sezession.de/64747/das-impf-regime-4 & https://sezession.de/64728/das-impf-regime-3 & https://sezession.de/64720/das-impf-regime-2 &  https://sezession.de/64687/das-impf-regime-1

Laurenz

3. Oktober 2021 17:54

 

@Anatol Broder

"Straße zu regieren?

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/antisemitische-attacke-hamburg-holocaust-film/

Mboko Lumumbe

3. Oktober 2021 18:43

@ Laurenz @Forum
"Naja, wie in der gesamten Republik, sind auch hier eben Irrsinnige. Oder wie bezeichnen Sie Menschen, die sich freiwillig Medikamente injizieren lassen, die keine ordentliche Zulassung besitzen? Ich nenne diese Mitbürger "Labor-Ratten", der mutmaßliche neue Kanzler Scholz nutzt den Begriff "Versuchs-Kaninchen"."

Man könnte sie als Geimpfte bezeichnen oder wie in meinem Fall als doppelt geimpft.

Morituri te salutant, Imperator.

Niedersachse

3. Oktober 2021 19:17

@Forum @Skeptiker

1.

Es ist an der Zeit, einmal grundlegende Dinge klarzustellen: Ich bin kein Arzt, kein Biochemiker oder sonst ein medizinischer Experte. Ich habe keinen blassen Schimmer, ob an den Impfungen sehr viele Menschen sterben (können)  Ebensowenig wünsche ich denjenigen, die sich _aus welchen Gründen auch immer - haben impfen lassen, den Tod oder Erkrankungen. Wir reden hierbei zuviel über medizinische Fragen und zuwenig über politische. Viele pieksen sich, weil sie wirklich Angst haben, weil sie aus dem unmittelbaren Umfeld unter Druck gesetzt werden, oder einfach nur, um wieder ein vermeintlich "normales" Leben haben zu können. Jedoch, die entscheidende Frage, die sich jeder stellen muss ist: In was für einem Staat möchte ich eigentlich leben? Inwieweit bin ich erpressbar und bereit, die Hoheit über meinen Körper und meiner Gesundheit aufzugeben? Wieviel Vertrauen und Verantwortung schenke ich einer politischen Führung, die nachweislich aus Gaunern, Schiebern und politischen Hütchenspielern besteht? Warum einer Führung vertrauen, die (beim Thema Corona) nach dem Erreichen eines Ziels immer weiter krampfhaft nach neuen Zielen sucht und dabei vor Zensur, Lüge und Betrug nicht zurückschreckt? Ich jedenfalls, möchte mich nicht erpressen lassen von Leuten, die sich ansonsten keinen Deut um das Wohlergehen und die Sicherheit des Bürgers scheren. Diese geheuchelte Menschlichkeit, hinter der sich finanzielle und machtpolitische  Interessen verbergen, ist unerträglich

 

 

Niedersachse

3. Oktober 2021 19:25

2. Die massenpsychologischen Auswirkungen auf die Gesellschaft und auf jeden Einzelnen sind wirklich schlimm. Viele wundern sich über den fast peinlichen Gehorsam und die Übererfüllung des "Plansolls" der Corona- Regeln gegenüber einem anmaßenden  und autoritär auftretenden Staates. Ich nicht. "Corona" hat, natürlich in Begleiterscheinung einer nie dagewesenen Propaganda, nur das zutage gefördert, was seit langem in dieser Republik vorhanden ist: Eine Degeneration von Körper, Geist und Seele. Eine Autoritätsanbetung, politische Verwirrtheit und Unmündigkeit. Corona "erlaubt" jedem kleinem Loser, sich wie ein Hilfspolizist aufzuspielen und sich einmal im Leben wichtig zu fühlen wenn er Leute wegen einer zu tief sitzenden Maske anschwärzt, oder "Zusammenrottungen" von im Schnee spielenden Kindern meldet. Das typische  Radfahrer- Symptom: Nach oben hin buckeln, die Ellenbogen nach außen und nach unten hin treten. Wir müssen als Volk ersteinmal gesunden und uns von den Wahnideen und Anmaßungen dieser fanatischen und volksfeindlichen  Corona- Sekte distanzieren. Die Wahnidee als solche zu erkennen, das wäre der erste Schritt. Sich klarzumachen, wer die Nutzniesser dieser Politik sind, der zweite. Insofern wäre das der wirkliche "Great Reset" und zwar des Geistes!

Cugel

3. Oktober 2021 20:23

@Der_Juergen
"Es ist zu hoffen, dass das infolge der Impfung zu erwartende Massensterben möglichst rasch und nicht erst in ein paar Jahren beginnt. Im letzteren Fall wird die Zahl der Opfer ohnehin weitaus grösser sein."

Es wird kein Massensterben per COVID-Impfung geben, weil Kontrolle, nicht Massenmord das Fernziel ist. Eine massive Reduktion der Erdbevölkerung ließe sich weit eleganter durchführen, etwa durch massenhafte Fertilitätsdegradation (z. B. per Medikation ([Covid-]Impfung?) oder über die Nahrung). Ich sehe Covid, ob nun aus einem chinesischen oder amerikanischen Labor (die Fledermaustheorie darf man wohl abschreiben) absichtlich oder als Unfall in die Welt gekommen, als gelungenes Experiment, das reiches und nützliches Datenmaterial geliefert hat, mit dem angenehmen Nebeneffekt weiterer traumhafte finanzieller Gewinne und wirtschaftlicher Vorteile für globale Konzerne. Banken, Großkonzerne (Pharma, Medien, Handel), Politik, Massenmedien, Kirchen, im Grunde alle gesellschaftlich relevanten Akteure, im Mark korrupt, dürfen hochzufrieden sein.

kikl

3. Oktober 2021 20:29

Ich frage mich mittlerweile, ob man nach den massiven Problemen mit der Wahl in Berlin überhaupt eine Auswertung auf Grundlage der offiziellen Zahlen möglich ist. 

Ich vermute, dass man in Zukunft unabhängige Untersuchungen wird durchführen müssen, um eine Wahlanalyse durchzuführen. 

Es ist zwar schwer vorstellbar, aber Deutschland bewegt sich mit großen Schritten in Richtung Bananenrepublik. In Berlin ist es schon so weit.

Cugel

3. Oktober 2021 20:55

sciencefiles.org haben heute ein Video der Aussage eines texanischen Universitätsmediziners vor dem texanischen Senat bzw. einem Senatsausschuß. Thema ist die unterlassene und behördlich massiv behinderte bzw unterdrückte  Behandlung der SARS-Cov2-Erkrankung. Der Arzt geht davon aus, daß 85 % (mehr als 400000) der Todesopfer in den Staaten per Behandlung verhindert worden wären. 20 Minuten, die sich lohnen.

 

Laurenz

4. Oktober 2021 01:40

@Mboko Lumumbe @L.

"Geimpfte"

Das ist Ihre freie Entscheidung. Sie können von mir aus Arsen oder Wodka antesten. Ich habe hier den Begriff des Irrsinns nicht ins Spiel gebracht, sondern nur den Ball aufgefangen, der mir zugespielt wurde.

Aber ist es nicht interessant, daß wir jahrelang mit der Gefährlichkeit von Feinstaub, Miniplastik & Nanopartikel von den Mainstream-Medien fast täglich gefoltert wurden, um uns uns jetzt diesen Rotz direkt zu injizieren?

Was Schmiergelder & Medien-Manipulation anrichten können, finden Sie hier auf der Konzertansprache zur Schweinegrippe von Campino (Tote Hosen) aus dem Jahre 2009.  https://youtu.be/3dIyqxx_JD4

Meinen Sie tatsächlich, das würde Campino heute noch so bringen?

Und Sie können Sich Selbst den aktuellen Film von Till Schweiger anschauen, der u.a. einen eklatanten Impfschaden Seiner Tochter durch die Schweinegrippe-Impfung zum Thema hat.

Laurenz

4. Oktober 2021 10:46

@Cugel 

(nach der Wahl ist vor der Wahl)

Demgegenüber stehen heute diese 2 aktuellen Artikel

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/in-schottland-steigerung-der-herzinfarkte-durch-geblockte-arterien/

&

Dr. Ziegler bei Achgut

https://www.achgut.com/artikel/fda_impf_hearing_es_wird_ernst_sehr_ernst

 

 

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