Lukaschenkos “Migrationswaffe”

Am Dienstag um 7.00 Uhr früh riegelte der polnische Staat offiziell die Grenze bei Kuznica ab. Seit Wochen spitzt sich die Lage dort zu.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Migran­ten, von Staats­chef Luka­schen­ko ein­ge­flo­gen, sam­meln sich dort in einem Feld­la­ger. Durch­bruchs­ver­su­che mit Baum­stäm­men, die als Ramm­bö­cke ver­wen­det wer­den, häu­fen sich.

pic.twitter.com/zFON8LBJKE

Pol­ni­sche Beam­te reagie­ren mit Pfef­fer­sprays. Bil­der von Migran­ten mit Schuß­waf­fen kur­sie­ren im Netz. Dazu sehen wir minu­ten­la­ge Auf­nah­men von Migran­ten­ka­ra­wa­nen, die sich in Rich­tung der Gren­ze bewe­gen. Die Reak­ti­on Polens erfolgt rasch und deut­lich. 12.000, teil­wei­se berit­te­ne, Sol­da­ten bewa­chen ihr Land Tag und Nacht. Der Bau einer Grenz­an­la­ge mit bis zu 5 Meter Höhe wur­de vor kur­zem beschlos­sen. Dabei steht Polen den Migran­ten nur im Weg. Eigent­lich, das machen sie in Sprech­chö­ren wie die­sem klar, wol­len sie nach „Ger­ma­ny“.

Die Schi­zo­phre­nie der BRD wird in die­ser Lage wie­der über­deut­lich. Zwar spre­chen mitt­ler­wei­le Medi­en wie die WELT und sogar Ursu­la von der Ley­en offen von „Migran­ten“ statt von “Geflüch­te­ten”. Doch belau­fen sich deren For­de­run­gen stets auf ein Ende der
„zyni­schen Instru­men­ta­li­sie­rung von Migran­ten“ durch Luka­schen­ko. Die­ser „Chef eines staat­li­chen Schleu­ser­rings“ (Hei­ko Maas) rich­tet die Migra­ti­ons­waf­fe gegen Europa.

Luka­schen­ko hat von Erdoğan gelernt. Die Sank­tio­nen und der „Regime Chan­ge“, den die EU gegen ihn ins Feld führ­te, beant­wor­tet er, indem er die Erpres­sungs­tak­tik vom Bospu­rus imi­tiert. Unzäh­li­ge ara­bi­sche Migran­ten – die Medi­en spre­chen von min­des­tens 14.000 – wur­den nach Weiß­ruß­land impor­tiert. Indem Luka­schen­ko sie auf die Außen­gren­ze der EU los­läßt, setzt er das links­li­be­ra­le „anti­im­pe­ria­lis­ti­sche Impe­ri­um“ (José Bar­ro­so) unter Druck.

Der Staats­chef aus Weiß­ruß­land agiert natür­lich zynisch, aber eben auch nach­voll­zieh­bar. Mit den Wan­der­wil­li­gen hat er das „Kryp­to­nit“ der EU und der BRD ent­deckt. Die „Migra­ti­ons­waf­fe“ wur­de von der BRD gela­den und an die eige­ne Schlä­fe gesetzt. Luka­schen­ko muß nur abdrü­cken. Der wah­re Name die­ser Waf­fe lau­tet: „deut­sche Willkommenspolitik“.

Die fol­gen­den drei BRD-Schlag­zei­len – allein aus der letz­ten Woche – wur­den sicher auch im Aus­land zur Kennt­nis genommen:

1. Der „See­not­ret­ter“ Axel Stei­er aus dem „Team Umvol­kung“ der „Mis­si­on Life­li­ne“, der von der deut­schen Gesell­schaft ver­ehrt und finan­ziert wird, sag­te in einem Inter­view, er wür­de „wei­ter­ma­chen bis es rich­tig bunt“ sei.

2. Die BRD ver­lieh einem Anti-Abschie­bungs­ak­ti­vis­ten namens Moham­med Jouni für sei­nen Ein­satz das Bundesverdienstkreuz.

3. Sach­sen-Anhalt beschloß einen 3 Mil­lio­nen Euro “Coro­na-Bonus” als Son­der­zah­lung für Asylwerber.

Welt­weit ist bekannt, dass jeder Ille­ga­le, der es nach Deutsch­land schafft, in jedem Fall ver­sorgt und ver­pflegt, aber in fast kei­nem Fall kon­se­quent abge­scho­ben wird. Deutsch­land ist, wie Rolf Peter Sie­fer­le schrieb, eine „Beu­te­zo­ne“ für Mil­lio­nen Frem­der gewor­den. Die Anar­cho­ty­ran­nei läßt sie fast unge­hin­dert an kri­mi­nel­len Netz­wer­ken und isla­mi­sche Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten bau­en. Sogar Mor­de und Ver­ge­wal­ti­gun­gen haben oft kaum Konsequenzen.

Daß sie dabei das „nicht belei­di­gungs­fä­hi­ge“ Gast­volk nach Belie­ben beschimp­fen und demü­ti­gen kön­nen, run­det das Bild ab. Gleich­zei­tig wird jeder Deut­sche, der es wagt, sie zu „dis­kri­mi­nie­ren“ von einem bru­ta­len Über­wa­chungs- und Straf­ap­pa­rat zur Rechen­schaft gezogen.

Kurz : Der Migra­ti­ons­druck nach Deutsch­land ist ver­ständ­lich. Offi­zi­ell freut sich die BRD auch über die neue „Viel­falt“, die sich, „wert­vol­ler als Gold“ (Mar­tin Schulz) über uns ergießt. Gleich­zei­tig, das macht die Deut­sche Schi­zo­phre­nie aus, will man aber doch nicht „alle auf ein­mal“ und nicht all­zu­viel von der ersehn­ten Multikultur.

Anders ist nicht erklär­bar, war­um man von Sei­ten Ber­lins so auf eine euro­päi­sche Migran­ti­ons­quo­te drängt.

War­um will man die Fach­kräf­te und die „qua­li­fi­zier­tes­te Ein­wan­de­rung die es je gab“ nicht für sich allei­ne haben? War­um karrt man die Ille­ga­len aus Luka­schen­kos Epres­sungs­zo­ne nicht längst auf deut­sches Staats­ge­biet? War­um geht man auf den Vor­schlag Orbáns, einen Kor­ri­dor für Migran­ten bis nach Ber­lin zu legen, nicht ein? Wes­we­gen wirft man die­sem vor, „Schleu­ser“ zu sein, wäh­rend die „See­not­schlep­per“, die effek­tiv das­sel­be tun, als Hel­den gefei­ert werden?

Wie kann man über­haupt von einer „Migra­ti­ons­waf­fe“ spre­chen, wenn es doch nur um Flücht­lin­ge geht, die für unser Land ein Segen sein sol­len? Einer­seits betreibt die BRD ganz offi­zi­ell eine Poli­tik der Neu­be­sied­lung, der Erset­zungs­mi­gra­ti­on und des Bevöl­ke­rungs­aus­tau­sches und fei­ert es als „ein­zig­ar­ti­ges sozia­les Expe­ri­ment“, daß alle umlie­gen­den Län­der mit­ma­chen sollen.

Ande­rer­seits sieht man in die­ser eth­ni­schen Trans­for­ma­ti­on ein Opfer, einen natio­na­len Kraft­akt und eine schmerz­haf­te Lek­ti­on, die man sich zur his­to­ri­schen Buße auf­er­legt. Erst lädt man de fac­to die hal­be Welt ein. Dann beschwert man sich, daß sie sich auf den Weg macht. In einem Atem­zug wirft man Län­dern wie Polen und Ungarn vor, daß sie Migran­ten abweh­ren. Las­sen sie die Migran­ten jedoch durch, ist man ihnen auch gram.

Kei­ner ver­steht mehr die BRD. Die­ser Staat weiß selbst nicht, was er will. Sei­ne herr­schen­de Ideo­lo­gie ist ratio­nal nicht mehr zu begrei­fen. Sein Han­deln gleicht einem infan­ti­len Amok­lauf gegen die Realität.

Kein nor­ma­ler Staat wäre durch vor sei­ner Gren­ze aus­ge­setz­te Migran­ten „erpreß­bar“. Jeder nor­ma­le Staat wür­de wie Polen einen Zaun bau­en, sei­ne Sol­da­ten an die Gren­ze ver­le­gen und jeden Inva­so­ren wie­der hin­aus­wer­fen. Täte Deutsch­land das kon­se­quent, gäbe es den Migra­ti­ons­druck und den Exo­dus nach Euro­pa, unter dem die ande­ren Län­der lei­den, schlicht­weg nicht.

Die „Migra­ti­ons­waf­fe“ ist nichts anders als eine deut­sche Neu­ro­se. Daß sie wirkt, liegt aus­schließ­lich an der ver­dreh­ten Psy­che des damit Bedroh­ten. Die „Epres­sungs­zo­ne“ von Erdoğan und Luka­schen­ko gibt es nur auf­grund der mora­li­schen Erpress­bar­keit der BRD.

Kann man Luka­schen­ko vor­wer­fen, daß er die­se deut­sche Geis­tes­schwä­che aus­nutzt? Ist es Putins Feh­ler, wenn er von die­ser Situa­ti­on für sei­ne geo­po­li­ti­schen Inter­es­sen, nament­lich das North­stream-Pro­jekt, pro­fi­tiert? „Wer sich zum Wurm macht, kann nach­her nicht kla­gen, wenn er mit Füßen getre­ten wird“, wie schon Imma­nu­el Kant wußte.

Es ist begrü­ßens­wert, daß in der öffent­li­chen Debat­te eine gewis­se Ver­schie­bung vom „Flücht­ling“ zu „Migran­ten“ statt­fin­det und die Migra­ti­on selbst erst­mals als demo­gra­phi­sche Waf­fe mit gefähr­li­chen Fol­gen wahr­ge­nom­men und benannt wird. (Der Grund dafür ist, daß bei den trans­at­lan­tisch getrimm­ten Ver­wal­tern der Bun­des­re­pu­blik gegen den „putin­na­hen“ Luka­schen­ko jede Zurück­hal­tung fällt.)

Die AfD, die rech­te Gegen­öf­fent­lich­keit und rech­te Bewe­gun­gen wer­den die Lage hof­fent­lich für sich zu nut­zen wis­sen und die „kon­ser­va­ti­ven“ Roß­täu­scher von „The Repu­blic“, die sich urplötz­lich migra­ti­ons­kri­tisch gerie­ren, entlarven.

Doch die schi­zo­phre­ne deut­sche Bevöl­ke­rungs­po­li­tik ist kein Miß­ver­ständ­nis und kein Feh­ler im Sys­tem. Sie ist das sys­te­ma­ti­sche und geziel­te Ergeb­nis der bun­des­re­pu­bli­ka­ni­schen Iden­ti­täts­po­li­tik. Es gibt bekannt­lich per Dekret des Ver­fas­sungs­schut­zes kein auto­chtho­nes deut­sches Volk, und jeder, der etwas ande­res behaup­tet, wird als Ver­fas­sungs­feind zum moder­nen Vogelfreien.

Die­ses Dik­tum wirkt als selbst­er­fül­len­de Pro­phe­zei­ung. Egal wie und unter wel­chen aben­teu­er­li­chen Wider­sprüch­lich­kei­ten – die 14.000 Migran­ten wer­den, geht es nach den Macht­ha­bern in Deutsch­land, am Ende in Ber­lin lan­den, um Deutsch­lands his­to­ri­sche Schuld in ihrer „Bunt­heit“ zu tilgen.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

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Kommentare (111)

Laurenz

9. November 2021 14:43

Die Polen haben das Kernproblem begriffen. 

Umso mehr in Deutschland die Kosten für den Unterhalt von Primaten steigen, umso weniger wird zukünftig für die EU über bleiben.

Und falls es den Polen in 15 Jahren besser geht als uns, wollen die Invasoren dann alle nach Polen. Das wollen die Polen gewiß nicht.

Putin hat erstmal kein Problem. Mit jedem neuen Gastsozialempfänger steigt bei uns der Gas- & Ölbedarf rapide an. (Und Rußland hat riesige Siedlungsgebiete im bald eisfreien Sibirien.) 

Etwas, was Grüne nie verstehen werden.

Koek Boeri

9. November 2021 14:47

Man berichtet, dass Minsk selbst ist schon voll von den Arabern aus Irak und Syrien (und Irak und Syrien sind IS). Die Strassenkriminalität in immer ruhigem Belarus ist stark gestiegen, die Belarussen haben Angst vor den Mengen der Araber in der U-Bahn und in den Stadtparken. Im Vergleich zu Russland, dass Tausende von Migranten aus dem Zentralasien absorbiert (und deswegen kommen Özbeken, Tadshiken und Kyrgysen nicht nach Europa, und auch dewegen - nicht nur wegen der Rohstoffe - ist die EU so tolerant zu Pu & Co.), oder zur Ukraine, wo der Idiot im Präsidentensessel Tausende Afghaner zu empfangen versprach, waren die Belarussen immer stolz daran, dass sie ihr Land "weiss" und "belorussisch" halten. Also, egal wie Lukaschenko Europa mit diesen Migranten schaden will, schadet er dabei auch seinem eigenen Land.

MARCEL

9. November 2021 15:10

Projekt Volkstod

Aus einem Volk wird eine Volksgruppe, vergleichbar mit Basken, Karäern, Sami oder Kosaken (letzteres wäre ehrenvoll) etc. und danach eine Art Stamm.

Geschwächt durch allerlei Booster-Impfungen unter der Jugend, wird die Regeneration langwierig und schwer, aber, so gebe Gott, nicht unmöglich. Sezession & Co setzen den Samen.

Wohlgemerkt: Regeneration, nicht Reconquista - das ist nun doch zu schön, um wahr zu werden.

AmazonBesteller

9. November 2021 17:15

"die 14.000 Migranten werden, geht es nach den Machthabern in Deutschland, am Ende in Berlin laden, um Deutschlands historische Schuld in ihrer „Buntheit“ zu tilgen."

 

Bliebe es bei Berlin, wäre ich dafür.

Bitte Rechtschreibfehler ausbessern: landen statt laden.

Gotlandfahrer

9. November 2021 17:35

Wir erleben das Ende aller Lügen.  Das läuft langsam, schmerzhaft und unter zunehmend unverhohlener Brutalität der Lügner ab.  Die Deutschen, mittels massenpsychologischer Perversionen zu einem Volk der Ritzer, zu einem dauervergewaltigten Haufen herabmanipulierter Kinderseelen gemacht, wissen derzeit nicht wo vorn und hinten ist.  Sie kennen nur Angst und Gummibärchen, um sie ihnen vorm nächsten Mal zu nehmen.  Erst ist Weißrussland ein Feind, dann nennt man es „Belarus“ um es dem noch größeren Feind unverwandt an unsere Eigenwelt des Fremdexotischen heranscheinen zu lassen.  Dann ist es wieder Feind und jetzt macht der Feind was gute Freunde tun, Gold schenken, was aber nicht freundlich ist, weil nicht freundlich gemeint.  Der Pole, auch so ein Böser, verhindert das, was der Feind tut, womit sich die Frage stellt, wer denn nun der Bösere ist:  Der Falsche, der tut, was Freunde tun, dies aber aus Bosheit, oder der Böse, der das Gute aber schlecht Gemeinte des Bösen verhindert.  Es ist zum wahnsinnig werden.  Das ist wie Impfpflicht einführen wollen, um gegen Nazis zu sein, die nur deswegen gegen die Impfpflicht sind, weil sie durch die Impfpflichtgegner an die Macht kommen könnten, um dann Impfpflicht einzuführen.  Alles zerrinnt, die Schatten an der Höhlenwand zerfließen in zuckendem Licht, das Aufstehen, es tut so weh.

quarz

9. November 2021 17:47

Ausgezeichnete Analyse! Dieser Beitrag hätte das Zeug, auch dem einen oder anderen Widersacher die Augen zu öffnen, wenn dieser in seinem ideologischen Reservat ohne Triggerwarnung auf ihn stieße und die Logik des Offenkundigen ihn beim Schlawittchen packte, bevor er seinen Kopf erschrocken zurück in den Sand stecken kann.

Flaneur

9. November 2021 17:56

Infantiler Amoklauf gegen die Realität: Treffender kann man die hiesige Politik in Bezug auf die Migrationfrage (und nicht nur in Bezug auf sie, sondern weit darüber hinaus) kaum beschreiben.

Nordlicht

9. November 2021 19:25

Es gibt weder in der Bundesregierung noch in den Mainstream-Medien Verantwortliche, die Außenpolitik "können". Überall hat sich der mit eigener Überheblichkeit verbundene Moral-Virus festgesetzt; die Interessen des eigenen Volkes und auch des Staates scheinen unwichtig zu sein.

Ob in Weissrussland ein Diktator oder der Antichrist persönlich regiert, muss einem deutschen Aussenminister egal sein. (Privat darf es sich, in vertrautem Kreise, gerne moralisch echauffieren. Vor laufender Kamera aber nicht.)

Weissrussland ist für unsere Sicherheit relevant, weil er für die EU-Aussengrenze relevant ist. Da es leider das Schengen-Abkommen gibt, müssen wir Deutsche die Abdichtung der polnischen Ostgrenze unterstützen. Ist das so schwer zu kapieren?

Und es wäre gut, wenn die auch in diesem Kreis die historisch gewachsenen bzw. motivierten Ressentiments gegen Polen zurück gestellt werden und Polen als unser Verbündeter betrachtet wird, sowohl was den Schutz gegen unerwünschte Zuwanderer als auch was den Widerstand gegen das übergriffige Brüssel angeht.

 

Nordlicht

9. November 2021 19:26

PS Es muss und kann keine Freundschaft sein, das wäre zwischen Völkern und Staaten auch unpassend. Polen hat beispielsweise in Bezug auf Russland andere Interessen als wird, und Polen wird auf die US-Truppen bauen - dieses um so stärker, desto mehr Deutschland sich feindselig gebärdet.

PS2 Die polnischen Reparationsforderungen halte ich für Spielmaterial. Aber warum sollen sie die Chance nicht sehen, wenn sogar die Hereros und Nama wg. 1904 damit Erfolg haben?

Ausguck

9. November 2021 20:51

@ Laurenz: "(Und Rußland hat riesige Siedlungsgebiete im bald eisfreien Sibirien.) 

Na, da werden Sie und Putin sich wohl noch etwas gedulden müssen! So einfach ist der Klimawandel denn doch nicht.

Siehe z.B.: https://www.pravda-tv.com/2021/04/brutaler-winter-2020-21-auf-der-nordhemisphaere-geht-in-die-rekord-annalen-ein-und-setzt-sich-fort/

 

Laurenz

10. November 2021 00:56

@Koek Boeri

Was sind denn 50k Randalierer, die Minsk unsicher machen? Da zeigt Luka mal seinen Leuten, wie das ist. Die Minsker Polizei wird auf Befehl kurzen Prozeß machen.

@Ausguck @L.

"So einfach ist der Klimawandel denn doch nicht"

Ich wollte das nur andeuten. Ist mir anscheinend nicht gelungen. Man braucht umso mehr Menschen in sibirischen Bergwerken umso kälter es ist. Oder was meinen Sie, warum die Sowjets sich schwer taten, deutsche Kriegsgefangene rauszurücken?

 

@Nordlicht

Die

"Polendebatte"

hatten wir jetzt schon oft genug abschließend debattiert. Da ich nicht für andere schreiben kann, schreibe ich für mich. Ich habe kein Problem mit dem polnischen Volk, aber eines mit dem polnischen Staat. Freundschaft kann es dann geben, wenn uns unsere illegal abgenommen Ostgebiete im Status von 1917 zurückgegeben werden. Was für Israel gut ist, ist auch gut für uns. Vor oder nach der Rückgabe unserer Gebiete kann man auch dann polnische Entschädigungszahlungen festsetzen. Aber da die Polen ja von Belarus noch die Rückgabe der polnischen Ostgebiete von 1922 fordern, wird das sowieso irgendwann so enden, daß dieser Konflikt im Osten zum wiederholten Ende Polens führen wird, wie wir es kennen. Und polnische Regierungen tun alles dafür, daß das auch passiert.

Volksdeutscher

10. November 2021 06:56

- "Unzählige arabische Migranten - die Medien sprechen von mindestens 14.000 - wurden nach Weißrußland importiert."

Von wem dorthin gebracht? Und auf wessen Betreiben? Und wie kommt es, daß Weißrussland, das nicht gerade von seiner Fremdenfreundlichkeit berühmt ist, sie auch noch aufgenommen hat? Oder hat es sie nur aufgenommen, weil es schon einen fertigen Plan in der Schublade hatte, wie es sie gegen den Westen instrumentalisieren würde?

RMH

10. November 2021 07:20

Während die Bevölkerung aktuell mit den Corona-Maßnahmen erneut in Atem gehalten wird bzw. ganz gezielt aufeinander gehetzt wird, lässt man einen Aufstau an Migranten auflaufen, der dann die berühmten Notlage-Bilder produziert, die wiederum zur humanitären Notlage führen, tja, und dann kann man ja nicht mehr anders ... es wirkt wie bestellt. In einem Interview hat ein Bundespolizist die Vermutung geäußert, die deutsche gf-Regierung macht nichts, um der kommenden Bundesregierung ein Ei ins Nest zu legen. Das wäre dann fast schon zu viel der Ehre, für eine Regierung, deren noch im Amt befindliche Chefin eigentlich immer nur reagiert, als regiert, jetzt sind sie halt da.

PS: Während sonst so schnell vom "Völkermord" durch Migration schwadroniert wird, ist man in unseren, rechten Kreisen doch etwas arg zurückhaltend bei der Beurteilung von Belarus und Russland in diesem Spiel. Eigentlich sind das klare Maßnahmen eines verdeckten Krieges, wenn man fremde Männer in ein anderes Land spült. Die müssen dafür nach der europ.- deutschen Rechtslage nicht mal mehr bewaffnet sein, um das andere Land im Modus einer Armee zu besetzen, die sich aus dem Land, in dem sie sich bewegt, ernährt.

Maiordomus

10. November 2021 09:01

@RMH. Das mit der "unbewaffneten Besetzung" trifft wohl zu. Und Sellner erweist sich hier zur Bestätigung seines wahren Talentes, das im Politischen liegt, leider eher weniger im Metapolitischen, er ist weder als Philosoph noch staatsrechtlich noch historisch über ein zwar nicht zu unterschätzendes Allgemeinwissen besonders kompetent, aber fraglos ein politisches Talent und auch sicher von der Analysefähigkeit um Welten argumentationsfähiger als z.B. der unlängst bei den Wahlen krachend gescheiterte, als Talent gehandelte CDU-Jungpolitiker und, wie ich auch schon vermerkte, selbst Joschka Fischer weniger in Sachen Geschicklichkeit und Wissen, gewiss aber charakterlich überlegen. Bedaure insofern doch, dass er z.B. in Österreich nicht in die Politik gegangen ist. Er müsste sich wohl selbst vor einem Kickl nicht verstecken. Die oben stehende Analyse ist glasklar, vor allem: sie stimmt, auch wenn Sellner aufgrund seiner persönlichen Verhetzung in der Öffentlichkeit ein weithin nicht zitierbarer "Absender" ist. Aber wo er recht hat, hat er recht. 

RMH

10. November 2021 09:19

Während beim "Volllaufen" der Handvoll Intensivbetten pro hunderttausend Einwohner, welche die durchrationalisierte und ökonomisierte Medizinindustrie gnadenhalber der Bevölkerung noch vorhält, die radikalsten Gegenmaßnahmen eingeleitet werden (und bald werden wir wieder mit "Triage"- Geschwurbel interessierter Kreise zugetextet), sind beim Thema Migration ja offenbar keinerlei Kapazitätsgrenzen vorhanden. Keine "Triage" an der Grenze möglich etc. Gute Nacht Deutschland, schlaf weiter und reg Dich weiter über die paar Hanserln auf, die noch nicht geimpft sind (btw. haben die Migranten alle ihre Tests- und Impfnachweise beim Grenzübertritt dabei?). In ein paar Jahren ist es vorbei.

Glast

10. November 2021 09:27

Sellner viviseziert in jüngster Zeit in allerbester Lichtmesz-Manier postmoderne Absurditäten und eine miefende Ulzeration namens BRD mit tonnenweise Unzulänglichkeiten und unfassbaren  Widersprüchen. Vor allem diese unsagbaren Widersprüche und die Inkohärenz der politischen Entscheidungen, die Sellner und Lichtmesz herausgearbeitet haben, tun mir fast körperlich weh. Wenn es nicht so furchtbar wär, könnte man sich über diese Grenzdebilität totlachen.

Volksdeutscher

10. November 2021 10:10

@RMH - "Während sonst so schnell vom "Völkermord" durch Migration schwadroniert wird, ist man in unseren, rechten Kreisen doch etwas arg zurückhaltend bei der Beurteilung von Belarus und Russland in diesem Spiel."

Das ist wahr. Es gibt auf der rechten Seite eine Menge Leute, die die Illusion nähren, Russland wolle uns nur Gutes und wenn die bösen Amerikaner erst einmal weg sind, wird durch das Zusammenwirken Deutschlands und Russlands das Paradies auf Erden errichtet werden. Auch hier unter den Kommentatoren befinden sich solche. Ich habe schon mindestens zweimal deren seichten Ansichten diesbezüglich über mich ergehen lassen müssen. Die relativ hohe Impfquote verdankt sich ebenfalls diesem blinden, naiven Vertrauen in die vermeintlich guten Absichten der anderen Seite.

Koek Boeri

10. November 2021 11:15

Ob in Weissrussland ein Diktator oder der Antichrist persönlich regiert, muss einem deutschen Aussenminister egal sein. (Privat darf es sich, in vertrautem Kreise, gerne moralisch echauffieren. Vor laufender Kamera aber nicht.)

 

Mehr noch - fünf Male wurde Lukaschenko wiedergewählt, und zumindest drei letzte Male gab es Besorgnisse und Zweifel, ob die Wahlen "korrekt" waren. (Ich persönlich meine, dass er alle Male gewonnen hat, aber nicht mit dem Resultat, der veröffentlicht worden ist. Er hatte zwar Mehrheit, aber nicht so hohe, wie erklärt.) Und jetzt plötzlich - an  den SECHSTEN Wahlen - hat die EU die Wahlen nicht anerkannt und eine Kampagne gegen Lukaschenko gestartet. Das ist zweifach dumm. Erstens, will die EU wirklich, dass die "Opposition" zur Macht in Belarus kommt? Das ist die Gasprom-Opposition, von Russland finanziert und kontrolliert, egal mit welchen "pro-westlichen"Parolen sie spielt. Zweitens, will die EU wirklich, dass Belarus seine Unabhängigkeit verliert und zu einer Provinz von Russland wird? Wenn ja, dann sind die Euro-Bürokraten sogar dümmer, als man normalerweise denkt. Und dann- ist das doch den "Europäern" und dem "Westen" nicht EGAL, ob es in Belarus oder irgendwo noch "Menschenrechtverletzungen" gibt, wenn diese "Verletzungen" den Europäern und dem Westen nicht direkt irgendwie schaden, d.h. ein internes Problem bleiben. Hat die EU nicht genug eigene Probleme?

Koek Boeri

10. November 2021 11:25

Und ich habe den Eindruck, dass Lukaschenko nur deswegen PLÖTZLICH im Jahre 2020 so "schlecht" geworden ist, weil er der COVID-Hysterie nicht mitspielt. Und es geht nicht darum, ob Lukaschenko dabei recht hatte oder sich irrte. Wichtig ist nur, dass er nicht seinen Rücken vor den GLOBALISTEN gebeugt hat. Deswegen will man ihn entmachten, und auf seine Stelle eine gehörige Marionette der Weltregierung (und Putin als Gendarme des Osteuropas) stellen. Die Erfahrung zeigt aber, dass nach einem schlechten Regierer, nach dem dieser gestürzt wurde, immer noch ein schlechterer kommt, viel mehr tyrannisch und blutdürstig. Louis XVI und Robespierre/Danton/Marat. Nikolaus II und Lenin/Trozki/Stalin. Batista und Castro. Schach Reza Pahlavi und Homeini. Arabische Diktatoren und Führer des "Arabischen Frühlings". oder besser gesagt - Dshichadisten. Janukowitsch und Maidaniten. Beispiele gibt es genug. Die "Freiheitskämpfer" bringen nur ihre eigene Diktatur, was auch von Orwell in "The Animal Farm" und "1984" so gut beschrieben worden ist. Demokratie, Freiheit, Menschenrechte - das alles sind nur leere Worte für Dummköpfe und Schlingen in Händen der Globalisten, die ALLE organisch gewachsenen Nationalstaaten ruinieren wollen.

RMH

10. November 2021 11:40

@Volksdeutscher,

das ist das alte Problem. Deutschland steht seit seiner Einigung 1871 stets mehr oder weniger alleine da und hat immer Probleme, brauchbare Partner und Verbündete zu finden, auf die auch Verlass ist. 

 

MARCEL

10. November 2021 12:19

@Volksdeutscher

Natürlich ist Russland kein Blutsbruder, geschweige denn ein angenehmer Partner, alles andere wäre naiv. Trotzdem: Können künftig die woken USA noch echte Partner sein? Oder ist Ihnen (der offiziell verbündete) Erdogan an der Südostflanke lieber? Ich ziehe Russland jedenfalls vor, auch wenn persönliche Sympathien eine Rolle spielen mögen.

Was wir erleben, ist die selbstverschuldete Verachtung des Auslands uns gegenüber.

Deutschland allein (selbst der Popanz EU) ist kaum noch handlungsfähig.

Bedingungslose Kapitulation - diesmal in zivil, mit einer kampfunfähig gespülten Bundeswehr im Rücken

 

 

Laurenz

10. November 2021 12:24

@Volksdeutscher @RMH

"Russland wolle uns nur Gutes"

Was erwarten Sie von einem Staat, der durch uns, die USA, die EU massiv sanktioniert wird?

https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2021/weissrussland-migranten-durchbrechen-grenzzaun-eu-bereitet-neue-sanktionen-vor/

Da wird aus allen Geschützen nach Osten geschossen.....

Ehrlich gesagt, ich würde als russischer Regierungschef auch nach den Schwachstellen im Westen suchen. 

Und, da beißt die Maus keinen Faden ab, wir sind die schwächste Stelle.

Simplicius Teutsch

10. November 2021 12:42

@ Martin Sellner: „Die Schizophrenie der BRD wird in dieser Lage wieder überdeutlich.“

Sie haben ja so recht. Ja, wir sind ein krankes Volk. Furchtbar, Ihre Analyse zu lesen, über diese deutsche Hirnrissigkeit, über das, was unsereiner aber prinzipiell schon weiß und jeder doch eigentlich erkennen müsste. 

Klardenker – und Klarformulierer - wie Sie, @ Sellner, bekämpft das schizophrene Merkelregime mit verbissener Vernichtungswut.

Simplicius Teutsch

10. November 2021 12:54

Stimme dem Kommentar zu Sellner von @ Maiordomus natürlich voll zu:

„Die oben stehende Analyse ist glasklar, vor allem: sie stimmt, auch wenn Sellner aufgrund seiner persönlichen Verhetzung in der Öffentlichkeit ein weithin nicht zitierbarer "Absender" ist. Aber wo er recht hat, hat er recht.“

@ Sellner, schade, Sie wären sicherlich ein guter, mutiger, wirksamer, d.h. für die bescheuerten Linken ein gefährlicher rechter Parlamentarier. - Und die wissen das. Darum werden Sie auch mit allen Mitteln mundtot gemacht.

anatol broder

10. November 2021 15:47

(1/2)

die russische isvestia meldete am 19 juni (meine übersetzung):

«in litauen denkt man über den bau einer mauer an der grenze zu weissrussland nach. […] der hauptgrund für den eventuellen bau einer mauer ist die migrantenflut in litauen. im laufenden jahr sind 405 flüchtlinge ins land gekommen. die meisten von ihnen sind irakische bürger. dabei wurden im gesamten letzten jahr 81 ausländer festgenommen, im vorletzten waren es 46. […] in litauen glaubt man, dass weissrussland absichtlich die flüchtlinge ins land schickt. der aussenminister gabrielius landsbergis nannte die migranten ‹neue hybridwaffe des weissrussischen regimes›. dem beamten nach warten in minsk rund ein tausend syrer und iraker auf die möglichkeit, die grenze illegal zu überqueren. landsbergis gibt an, dass ein staatlicher weissrussischer reiseveranstalter den transport von migranten übernimmt.»

anatol broder

10. November 2021 15:48

(2/2)

«die litauische innenministerin agne bilotaite sagt, dass leute aus dem nahen osten für den transport in die europäische union 15 tausend us-dollar zahlen, der transport einer familie kostet 35. ‹ähnliche muster gibt es auch in polen. deshalb arbeiten wir mit unseren polnischen kollegen zusammen›, sagt die ministerin. sie rechnet damit, dass 10 prozent der illegalen nicht erwischt werden und diese dann weiter nach westeuropa vordringen. in vilnius macht man darauf aufmerksam, dass die krise nach dem auftritt des weissrussischen präsidenten alexander lukaschenko ende mai begann. damals, nach einer erneuten verschärfung der beziehungen mit der eu, sagte der weissrussische führer, dass minsk drogen und migranten aufgehalten hatte, ‹nun werdet ihr sie selbst essen und fangen›. als ergebnis wurden in litauen allein im juni mehr als 200 flüchtlinge festgenommen.»

heinrichbrueck

10. November 2021 19:17

1945 und kein Ende. 
Was es nicht gibt: Staaten als souveräne Gebilde. Einige Punkte stimmen, der Rest ist rechte Wut und mitgeteiltes Unverständnis. "Deutsche Schizophrenie" ist ein Scherz. Wie Österreichische Erkältung. Und was sonst noch hinter den Kulissen läuft. In der Politik gibt es kein Versagen. Es werden Steuerungen ausgeführt, immer sichtbar nach einer gewissen Zeit. 
Mit der Realität auf Kriegsfuß stehen; (Demokratie und Diktatur oberflächlich definiert, Marx als Humanist auch nicht ohne), in einer noch freischaltbaren Zusammenfassung: https://www.youtube.com/watch?v=VXXewsokz4s (Ernst Wolff: Die Vierte Industrielle Revolution). 
Die Rechte möchte einen eigenen Staat haben? Eigenes Internet? Und so weiter. 
IN WELCHER ORDNUNG WOLLEN WIR LEBEN? Der gemeinsame Nenner hätte eine umfangreichere Geltung, wäre klarer, was die EUROPÄER nicht werden WOLLEN. 
In diesem Artikel gibt es einige Schlenker, bei denen überdeutlich wird, was gesamthistorisch nicht stimmt. Und die Führung sieht auch: die können es nicht. Langfristig gesehen stimmen die Pläne eben nicht! 

Loxismus

10. November 2021 21:32

Die gesamte Gemengelage stellt meiner Meinung nach eine ziemlich verlogene Show dar.
1. Die Menge an Migranten, die da in einem Monat kommen, hat Deutschland in seinen besten Zeiten zwischen dem zweiten Frühstück und der Mittagspause abgefertigt.
2. Über Lukaschenko wird gejault als wäre er der leibhaftige "Gott sei bei uns" - zeitgleich werden die Leutchen z.B. aus der Türkei noch immer massenweise direkt nach Deutschland eingeflogen - kommentarlos.
3. Die EU hackt nicht erst seit gestern auf Lukaschenko herum. Destabilisierungsversuche wurden auch aus Polen heraus dirigiert. Das ist dann jetzt eine "schöne" Gelegenheit die Spannungen zwischen Polen und Weißrußland hoch zu jazzen.
4. Lukaschenko wird gebasht - gemeint wird aber Putin. Und wenn die wandelnde Katastrophe aus der Uckermark jetzt Putin um Hilfe bittet (er soll auf Lukaschenko einwirken) ist das vermutlich nichts anderes als ein dreckiger Winkelzug um Putins indirekte Verantwortung zu insinuieren.
Conclusio: Das Übliche - auf der Geschichte kochen Viele ihr Süppchen... .

Volksdeutscher

10. November 2021 21:41

@Laurenz

Ich erwarte vom russischen Staat nichts Gutes - ob mit oder ohne Sanktionen - im Gegensatz zu meinen naiven Landsleuten in der BRD. Ich bin zwar der Meinung, man sollte auf gute Beziehungen mit Russland hinarbeiten, es muß jedoch auf Gegenseitigkeit und auf gleicher Augenhöhe beruhen. Das, was Krah und Chrupalla geleistet haben, darf sich nicht wiederholen. Wehret den Anfängen! Und die Zusammenarbeit muß natürlich mit dem feierlichen Öffnen der Geheimarchive für die historische Forschung und der Zugänglichmachung der als Staatsgeheimnis gehüteten, Deutschland im zweiten Weltkrieg entwendeten Dokumenten beginnen.

Volksdeutscher

10. November 2021 21:48

Martin Sellner wird besser wissen als wir, warum er als Identitärer tätig ist und nicht als Politiker. Ich kann ihn mir sowieso nicht als Politiker vorstellen. Was er für deutschen Kulturraum leistet, könnte er als Politiker (gleich welchen Staates) nicht leisten. Als Identitärer kann er so die rechte Sache sinnvoller und erfolgreicher zur Geltung bringen.

Volksdeutscher

10. November 2021 22:36

@RMH

Da haben Sie recht, es gibt nicht viele in Betracht kommende Verbündete. Die allerwichtigste Frage dabei ist die, für und/oder gegen welche politische Sache man sich mit jemandem verbünden will. In diesem Sinne muß man nach Verbündeten Ausschau halten, denn es gibt keinen "universalen" Verbündeten für alle politische Sachen. Aber Russland als Verbündeter? Eine Zusammenarbeit mag mir möglich erscheinen, jedoch kein Bündnis, da Russland nach Dominanz und Wiederherstellung des alten imperialen Glanzes sucht, erst recht dann, wenn die Amerikaner endgültig aus Europa verschwinden. Wie Russland sich zu Deutschland auch immer verhält, welche schmeichelhafte Propaganda es auch immer betreibt: wir sind mit ihm nicht in derselben Gewichtsklasse. Nach der totalen wirtschaftlichen Ruinierung Deutschlands, an deren Anfang wir uns gerade befinden, erst recht nicht. Ich wünschte mir, ich hätte mit meiner Einschätzung nicht recht.

Volksdeutscher

10. November 2021 22:49

@MARCEL - "Ich ziehe Russland jedenfalls vor..."

Ich ziehe auch Russland als Partner, nicht jedoch als politisch-militärischen Verbündeten vor. Die deutsche Waffenindustrie kann Leistungen erbringen, die für unseren Schutz vollkommen ausreicht. Wir müssen "nur" unsere Souveränität zurückerlangen, wir brauchen keine russische Glucke.

- "Was wir erleben, ist die selbstverschuldete Verachtung des Auslands uns gegenüber."

Wir brauchen keine Neuauflage der Schuldkult. Wir sind nicht mit unserer Regierung identisch, sie vertritt ja bekanntlich nicht die Lebensinteressen des deutschen Volkes. Ausländische Regierungen handeln ihrem anvertrauten Volk gegenüber übrigens nicht minder verachtungsvoll als die hiesige es tut. Ein Panoramablick in Europa ringsherum dürfte hierfür ausreichen.

Kurativ

11. November 2021 01:36

Ich muss sagen, ich genieße diese Situation. Denn was ist die Wirkung auf die Allgemeinheit, also auf die Zuhörer der Medien? Migranten von Schleppern über das Mittelmeer sind gut. Migranten von Weißrussland sind schlecht. Aber die Parole lautete auch: "Keiner ist Illegal". Also was nun? Ein Widerspruch.

Es erscheint wie ein Machtspiel: Nur WIR (die transatlantische Herrschaft + Medien) entscheiden, wenn das Volk von fremden Völkern überrollt und vernichtet werden soll. Nicht einer aus Russland oder Weiß-Russland. Es wird also die Frage der Macht der Medien sichtbar.

Denn warum soll man nicht auch die so genannten Flüchtlinge aus Weißrussland nehmen, wenn alles Menschen so schlimm verfolgt werden und nur Deutschland alle retten kann?

Es ist eine Machtgebärde: Wir sagen euch, wann es für Menschen schlimm ist (Mittelmeer) und wann nicht (Grenze: Russland/Polen)

Es bleibt so: Wir werden beherrscht. Es gibt keine Demokratie,

Die kontrollierten Medien bestimmen, was wir zu denken, zu tun und zu wählen haben. Dabei zählt die Masse der Melungen und nicht der Inhalt

PS: Glückwunsch auch zur 100. Sendung. Große Leistung, einflußreich bisher und Talent als ein Versprechen für die Zukunft. Schon jetzt eine geschichtliche Persion ohne Zweifel.

Laurenz

11. November 2021 07:52

@Volksdeutscher @L.

"Rußland"

Sie debattieren hier wieder über völlig unterschiedliche Themen, die Sie in einen Topf werfen. Russisch-sowjetische Geschichtsklitterung um deren Volksseele über 70 Jahre Stillstand zu trösten, war nicht das Thema.

Aber die Russen sind unsere Brüder & Schwestern, sie nehmen keinen ernst, der nicht wirklich seine Interessen vertritt. In russischen Augen sind wir ein lächerlicher Staat, fallen daher als potentieller Verbündeter, der wir nach 120 Jahren destruktiver us-amerikanischer divide-et-impera-Politik eigentlich sein müßten, aktuell aus. 

Desweiteren können wir nicht auf Augenhöhe mit Rußland agieren, weil Rußland über Atom- & Hyperschallwaffen verfügt. Davon sind wir Lichtjahre entfernt. Nur wer über eine militärische Option verfügt, zählt geo-politisch.

Als Hofnarr der USA müssen wir eben mit ökonomischen Anfeindungen rechnen. Das ist die Konsequenz unseres Handelns.

Laurenz

11. November 2021 08:00

 

@Volksdeutscher

"Martin Sellner wird besser wissen als wir, warum er als Identitärer tätig ist und nicht als Politiker. Ich kann ihn mir sowieso nicht als Politiker vorstellen. Was er für deutschen Kulturraum leistet, könnte er als Politiker (gleich welchen Staates) nicht leisten. Als Identitärer kann er so die rechte Sache sinnvoller und erfolgreicher zur Geltung bringen."

Sie behaupten das einfach so, ohne jegliche Argumentationsgrundlage. Das ist mit Verlaub, kein Beitrag, sondern eine wertlose Stellungnahme.

Ich sehe das völlig anders.

Auch ein MS kann Fehlentscheidungen treffen. Außerdem wird Er für die identitäre Nummer zu alt. Stellen Sie Sich vor, Kurz machte bei FFF mit. Das ist dasselbe Altersverhältnis. Auch ein Kühnert hat sich mit 33 Jahren längst bei den Jusos abgeseilt.

Die Frage stellt sich doch ganz anders. Welche Partei hätte jetzt ein Interesse, diese lodernde Figur, MS, in eine verantwortungsvolle Position zu setzen? Die FPÖ?

Koek Boeri

11. November 2021 09:21

Erst ist Weißrussland ein Feind, dann nennt man es „Belarus“

Belarussen nennen ihr Land Belarus. Wieso soll es WeissRUSSLAND heissen? Belarus hatte nichts mit Russland zu tun, bis diese Länder in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts an "Russisches" (von Deutschen geleiteten) Reich angeschlossen worden sind. Belarus war ein Teil des Grossfürstentum Litauen, danach von Rzecz Pospolita.  Noch bis Mitte 19. Jh. nannten die Einwohner des Landes sich selbst "Litwyny", "Litauer" - und waren dabei Slawen, nicht Balten. Wenn Ihnen schon das Wort "Belarus" nicht gefällt, dann kann man es WeissRUTHENIEN nennen, nicht aber Weissrussland. "Weiss", übrigens, bedeutet wahrscheinlich nicht die weisse Haar- oder Hautfarbe der Belarussen, sondern die geographische Lage des Landes. In der Tradition der Türkvölker bedeutet die weisse Farbe (ak) immer den Westen, und das Grossfüstentum lag zum Westen von Moskowien, vom Teil des Grossen Uluses, den man oftmals "Goldene Horde" nennt, obwohl dieser Staat sich selbst nie so (Altin Orda) genannt hat.

 

Koek Boeri

11. November 2021 09:38

@Laurenz

Was sind denn 50k Randalierer, die Minsk unsicher machen? Da zeigt Luka mal seinen Leuten, wie das ist. Die Minsker Polizei wird auf Befehl kurzen Prozeß machen.

Klar, kännen die Polizisten die Belarussen brutal schlagen, aber die Kurden und Araber nicht. Die "Weltöffentlichkeit" wird zu ihrem Schutz laut schreien. Mit den Slawen darf man alles machen, sie sind schliesslich für den Westen nur "Untermenschen", doch die Kurden nicht.

 

 

Koek Boeri

11. November 2021 09:39

Ich habe ein Stückchen eines russischen TV-Interviews gesehen. Der Journalist hat eine Frau interviewiert, eine Fluchtlingin oder Migrantin, wie Sie wollen. Man hat nicht gesagt wer sie ist, aber sie sah wie Turkomanin oder Kurdin aus, nicht wie eine Araberin. Sie hat im Pass ein gültiges belarussisches Visum gezeigt und gesagt, dass sie und ihre grosse Familie, insgesamt 12 Menschen einschl. Kinder, pro Person 2600 Dollars fürs Visum bezahlt haben. In der belarussischen Botschaft in Ankara, Türkei. Das Visum kann natürlich nicht 2600 $ kosten, sondern 50 oder 60, das heisst, dazu gehörte vielleicht auch Flugticket und 2 Wochen Unterkunft im Hotel in Minsk - so hat die Frau gesagt. Aber sie sagte auch, man hat sie betrogen, nach 3 Tage wurden sie aus dem Hotel weggeworfen, man hat denen gesagt, ihre Unterkunftszeit ist vorbei. Die Dame sprach relativ gut Englisch, d.h. die Familie war nicht nur nicht arm, sondern auch relativ gut gebildet - und für 12 Menschen haben sie 30 Tausend Dollars bezahlt.

 

Koek Boeri

11. November 2021 09:39

Also. 1. Diese Menschen bekommen belarussische Visa legal und offiziell, von belarussischen diplomatischen Behörden. Sie haben dafür und auch für die Reise das Geld bezahlt. 2. Sie wurden von belarussischen Behörden betrogen. Sie sind also auch die Opfer in dieser Situation. 3. Die Würzel dieser Situation liegen in den Nahostkonflikten, und für diese Konflikte ist die Situation vor 100 Jahre schuld, nämlich die Politik von Entente nach der Niederlage des Osmanischen Reiches - und sogar davor, seit Sykes–Picot Agreement (1916) und danach, die Teilung des ehemaligen osmanischen Territoriums ohne Beachtung der nationalen und religiösen Eigenschaften der Bevölkerungsgruppen dort.

Maiordomus

11. November 2021 10:20

@Laurenz. Ich glaube, dass Sie das richtig sehen. Die sog. Identitären waren in ihrem Augenblick ein Impuls, darüber hinaus bleibt es aber längerfristig beim Rendement einer Sekte. "Identitär" ist aber ein sinnvoller Begriff, der in die richtigen Proportionen verwiesen werden muss. Ich hätte auch nichts gegen "völkisch", könnte man es auf das Verständnis von Herder auf seinen Ursprung eingrenzen. Leider nicht gerade praktikabel. Schrieb das übrigens mal im Zusammenhang der sich als zwecklos erwiesenen Verteidigung von Politikerin Frauke, die sich definitiv als ungeschickt erwies. Gilt auch, nachdem man sie als Referentin für die schweizerische rechtskonservative AUNS eingeladen hat. Vernünftiger wäre es gewesen, Krah oder, vom familiären Hintergrund her, Fest einzuladen oder die in Einsiedeln zweitwohnhafte Parteivorsitzende.  

URN

11. November 2021 10:45

Sind Sie, Laurenz, schizophren, oder haben Sie am frühen Morgen 07:52 schon genascht? In Absatz eins schreiben Sie von "70 Jahre Stillstand", um im dritten Absatz dann die "Atom- & Hyperschallwaffen" zu erwähnen. Ab wann war Rußland/UdSSR Atommacht? Nach Ihrer Theorie entweder schon zur Zarenzeit oder seit Gorbatschow, wahlweise Jelzin oder Putin..... 

Gustav

11. November 2021 11:14

@ An alle

Wir Wissenschaftler, die der Wahrheit verpflichtet sind, sind dazu gezwungen, das an die Öffentlichkeit zu bringen. Ich ertrage es nicht, eine Nachricht nach der anderen von „Impfdurchbrüchen“ zu lesen und jetzt sogar noch von „Super-Immunisierungen“.

Es sind keine „Impfdurchbrüche“, so wie es verharmlosend ausgedrückt wird!

Im Prinzip haben wir es mit einer Biowaffe zu tun, die aus zwei Komponenten besteht und die nun scharf wird. Sie besteht aus den eigentlich harmlosen, weil wohl über Millionen Jahre evolutionär sehr gut an uns Menschen angepaßten CoronaViren – es sind vier dieser Untergattungen bekannt – und aus den im Labor manipulierten SARS-CoV-2-Spikes, die sich durch vier integrierte HIV-Inserts und durch eine Furin-Spaltstelle in vielerlei Hinsicht von den Spikes typischer CoronaViren unterscheiden.

..... die Zündschnur und das artifizielle Komponenten-SARS-CoV-2, das sich aus den beiden Bestandteilen SARS-CoV-2-Spike-Protein und Corona-ErkältungsVirus zusammensetzt (das entweder in der menschlichen Population nur zirkuliert oder – so wie von tierischen CoronaViren in Tieren auch bekannt – im Menschen persistiert, also im Körper dauer-haft verharrend existiert), die eigentliche Bio-Bombe oder der binäre Bio-Sprengstoff.

https://axelkra.us/botschaft-eines-molekularvirologen-an-die-menschheit/

kikl

11. November 2021 11:33

I. "Doch die schizophrene deutsche Bevölkerungspolitik ist kein Mißverständnis und kein Fehler im System. Sie ist das systematische und gezielte Ergebnis der bundesrepublikanischen Identitätspolitik. Es gibt bekanntlich per Dekret des Verfassungsschutzes kein autochthones deutsches Volk, und jeder, der etwas anderes behauptet, wird als Verfassungsfeind zum modernen Vogelfreien."

Vollkommen richtig, aber diese "Identitätspolitik" ist letztlich nichts anderes als das Resultat des psychologischen Krieges gegen Deutschland nach dem Ende der Kampfhandlungen im 2. Weltkrieg. Ein Volk das sich selbst hasst, das begeht irgendwann Selbstmord. Die Bundesregierung setzt nolens volens diese Kriegsziel um. So geht psychologischer Krieg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kollektivschuld#Kollektivschulddebatte_zu_Krieg_und_Holocaust

kikl

11. November 2021 11:34

II.

Nach dem Krieg führte die Psychological Warfare Division des SHAEF eine Kollektivschuld-Kampagne durch: ...

Direktive Nr. 1 von Robert A. McClure, Leiter der Information Control Division und Spezialist für Psychologische Kriegsführung, an die USA Heeresgruppenpresse erläutert das Verfahren:

„Die ersten Schritte der Reeducation werden sich streng darauf beschränken, den Deutschen unwiderlegbare Fakten zu präsentieren, um ein Bewusstsein von Deutschlands Kriegsschuld zu erzeugen sowie einer Kollektivschuld für solche Verbrechen, wie sie in den Konzentrationslagern begangen wurden.“[4]

 https://de.wikipedia.org/wiki/Kollektivschuld#Kollektivschulddebatte_zu_Krieg_und_Holocaust

kikl

11. November 2021 12:25

Also, das mit der Biowaffe ist mir zu hoch. Aber es sind jetzt einige Bomben geplatzt.

Aufgrund der Daten aus England wissen wir, ab 30 Jahren haben Geimpfte ein höheres Risiko zu erkranken als Ungeimpfte, teils doppelt so hoch! Diese "Impfung" schwächt das Immunsystem:

https://twitter.com/SHomburg/status/1458732103567392769

https://www.transparenztest.de/post/zunehmend-mehr-neuinfektionen-bei-geimpften-vs-ungeimpften-uk-report-tilgt-fallraten-und-grafiken.

Wahrscheinlich ist die höhere Gesamtsterblichkeit in diesem Jahr im Vergleich zum letzten Jahr auf die Impfkampagne zurückzuführen. Den genauen Nachweis dafür haben wir noch nicht. Aber wir haben auch keine andere Erklärung für diese deutliche Diskrepanz:

https://reitschuster.de/post/auch-im-oktober-wieder-deutliche-uebersterblichkeit-nicht-wegen-corona/

Zudem wissen wir, dass bei den Zulassungsstudien durch Biontech/Pfizer betrogen wurde:

https://www.bmj.com/content/375/bmj.n2635

Hals und Beinbruch kann man nur allen Impflingen wünschen. Ich drücke euch fest die Daumen.

Die Impfkampagne wird als einer der größten medizinischen Skandale in die Geschichte eingehen.

kikl

11. November 2021 12:46

Man möge das Verhalten von Merkel, Scholz, Lindner und Co. in dieser "Flüchtlingskrise" einmal vergleichen mit der Versenkung der deutschen Kriegsflotte in Scapa Flow im Juni 1919. Merkel und Co. hätten gewiss noch ein Schleifchen um die Flotte gebunden und ein paar 100 Milliarden Euro reingelegt.

Arte hat darüber diese Dokumentation veröffentlicht:

https://www.youtube.com/watch?v=0VuC305JG2w

Laurenz

11. November 2021 12:56

 

@URN/Der_Juergen

"Sandkastenförmchen schmeißen"

Wenn Sie Ihre Kindergarten-Spielereien zur Definition & zur Existenz Ihres Egos brauchen, bitte."

"70 Jahre Stillstand"

Warum tun Sie permanent Ihre historische Ahnungslosigkeit kund?

Die Sowjetunion entwickelte ihre Raketen mit der Hilfe deutscher Raketen-Techniker. Die Sowjetunion stahl den USA per Spionage die Technik zum Atombombenbau. Bei Juri Gagarin sind die Meinungen über seinen ersten Raumflug geteilt.

Bis auf den Sport, den Großen Vaterländischen Krieg & Gagarin hat die Sowjetunion nichts eigenes vorzuweisen. Das beste Ballett der Welt stammt traditionell noch aus der Zarenzeit.

Hyperschallwaffen sind eine russische Entwicklung. Immerhin existiert das heutige Rußland bereits 30 Jahre.

Volksdeutscher

11. November 2021 13:00

@Laurenz

Haben Sie vielen Dank für Ihre Stellungnahme. Ob die wertvoll oder wertlos ist, will ich nicht beurteilen. Sie wissen es ja selber nicht.

Lotta Vorbeck

11. November 2021 14:20

@Koek Boeri - 11. November 2021 - 09:21 AM

Erst ist Weißrussland ein Feind, dann nennt man es „Belarus“

Belarussen nennen ihr Land Belarus. Wieso soll es WeissRUSSLAND heissen? 

---

Беларусь = Weißrussland

 

Laurenz

11. November 2021 14:23

@Volksdeutscher @L.

"MS"

Aktuell ist MS Journalist. Seine Videos & Artikel sind sehens-, bzw. lesenswert. Aber die Zahl der identitären Aktionen hat, zumindest in meiner subjektiven Wahrnehmung. abgenommen. Aktionen sind aber das, was die Identitären, vor allem in der Alpenrepublik, bisher ausgemacht hat.

Die Frage, wie man sich politisch engagiert, hat auch etwas mit Absprechen, wer sich wo reinhängt, zu tun.

Aber an dem Fakt des gesetzten Alters kommt keiner vorbei. 

Volksdeutscher

11. November 2021 15:31

@Laurenz

Ich weiß nicht, ob das so stimmt, was Sie  behaupten, da ich weder Ihre subjektive Wahrnehmung auf Stichfestigkeit überprüfen kann noch den Aktionsplan der Identitären kenne. Aber Sie müssen zugeben, daß zwischen Aktivitäten und Aktionen unterschieden werden muß. Gesetzt den Fall, daß die Aktionen der Identitären insgesamt abgenommen haben, wäre es doch falsch daraus abzuleiten, daß ihre Aktivitäten deshalb mit abgenommen hätten. Da wir bei der Identitären Bewegung nicht engagiert sind, wissen wir beide nicht, was es alles an Aktivitäten anfällt und was für Aktionen vorbereitet werden, die einer überlegten finanziellen und logistischen Planung bedürfen. Planung, Entwurf, Gestaltung sind Arbeitsschritte, die allesamt notwendig sind, bevor etwas in Form einer Aktion in Erscheinung tritt. Das wird, je nach Größe des Vorhabens, Zeit für sich in Anspruch nehmen (dürfen).

anatol broder

11. November 2021 16:48

@ koek boeri 9:21

«weiss, übrigens, bedeutet wahrscheinlich nicht die weisse haar- oder hautfarbe der belarussen, sondern die geographische lage des landes. in der tradition der türkvölker […]»

ich teile die türkische these nicht.

in den indo-germanischen sprachen entspringt das weisse dem glanz, was auch für sümpfe als glänzende oberflächen benutzt wurde. sowohl die weissrussische wurzel «bel» als auch die litauische wurzel «balt» bedeuten heute weiss, deuten aber etymologisch auf die dortigen sumpflandschaften hin.

URN

11. November 2021 16:53

Vielen Dank, Laurenz, für Ihre historische Nachilfestunde auf dem Niveau von "Geo Spezial" und "ZDF-History". Mir alles ganz neu.... Übrigens: haben Sie an Niekisch die Quellen für die Zehntausenden Rechten, die in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts von Kommunisten ermordet wurden, privat übermittelt? Hier jedenfalls gaben Sie vor Monaten nur einen Zwischenstand Ihrer diesbezüglichen Studien bekannt... 

Laurenz

11. November 2021 17:14

@Volksdeutscher @L.

"Aktivitäten & Aktionen"

sind jeweils auch eine Geldfrage über die wir nichts wissen & nichts wissen müssen.

Ob im Parlament oder einer APO stellt sich bei Aktivitäten & Aktionen immer die Frage nach der Reichweite. Existiert noch eine Reichweite der Identitären?

Im Falle Thüringens hat die AfD wohl bei der Bundestagswahl mehr Wähler erreicht. Gegen den Trend ist das kein Zufall.

 

Dancehall Rumsfeld

11. November 2021 17:59

Ich würde sehr gerne all meinen verbliebenen Freunden diesen Artikel zusenden.

Zumal sie alle, wie ich genau weiß, diesem, Sellners Artikel zusammenfassenden, Satz zustimmen würden:

"Die 'Migrationswaffe' wurde von der BRD geladen und an die eigene Schläfe gesetzt. Lukaschenko muß nur abdrücken. Der wahre Name dieser Waffe lautet: 'deutsche Willkommenspolitik'."

Ich mache es aber nicht, weil ich meine Freunde davor bewahren möchte, auf der Beobachtungsliste des Verfassungsschutzes zu landen.

PS: https://protokollsatz.blogspot.com/2021/11/polenweirussland.html

Koek Boeri

11. November 2021 18:12

Беларусь = Weißrussland

 

Nein, weisse Russen - das waren die weissgardistischen russischen Emigranten, die nach dem verlorenen Bürgerkrieg ihre Heimat verlassen mussten. Die Einwohner von Belarus waren entweder Ruthenen, oder Litwyny ("Litauer") oder Belarussen, oder Weissruthenen, aber keine "Weisse Russen". Das ist ein anderes Volk, das viel mehr gemeinsames mit den Balten, Prussen, Goljad und Westslawen, zu tun hat, als mit den Russen.

kikl

11. November 2021 19:27

Reportage aus der Parallel-Gesellschaft in Paris, Bd. Barbès. Gefragt wird, was die Menschen vom Präsidentschaftskandidaten Zemmour halten. Die Meinung ist einhellig, sofern französische gesprochen wird. Ein interessantes Gesellschaftsbild und ein Bild in die Zukunft Frankreichs und in die Zukunft Deutschlands vermutlich auch.

https://www.youtube.com/watch?v=BsC-N-jPXl8

Lotta Vorbeck

11. November 2021 19:44

@Koek Boeri - 11. November 2021 - 06:12 AM

Нет, Koek Boeri,

geben Sie die Eigenbezeichnung des Landes "Беларусь" doch einfach mal in den → DeepL Übersetzer ein und schauen, welches Ergebnis dieser liefert.

Da steht nix von "weisse Russen", "weissgardistischen russischen Emigranten", oder "Litwyny ("Litauer")" und auch nicht "Belorussen" sondern der Übersetzer gibt schlicht "Weißrussland" als Übersetzungsergebnis aus.

 

 

 

 

Gracchus

11. November 2021 20:04

Wegen mir: alle reinlassen. Damit sie uns erlösen von den SödolfKlabauterbachBrinkmannDrostenAmpelSaschaLobovandenBenckenSteinmeierBöhmermann etc.

Gracchus

11. November 2021 20:08

Ich stimme zu: Martin Sellner sollte in die Politik. (MS ist vielleicht keine so gute Abkürzung; auch HJ für Hanna Jüngling habe ich mir neulich verkniffen.)

heinrichbrueck

11. November 2021 20:17

"(Zumal sie alle, wie ich genau weiß, diesem, Sellners Artikel zusammenfassenden, Satz zustimmen würden:
Die 'Migrationswaffe' wurde von der BRD geladen und an die eigene Schläfe gesetzt. Lukaschenko muß nur abdrücken. Der wahre Name dieser Waffe lautet: 'deutsche Willkommenspolitik'.)"
Besser kann man diese unselige BRD-Zöglingswelt nicht zusammenfassen. Ihre Freunde haben den Weltkrieg auch gewonnen, wofür dann die BRD eingerichtet wurde. Diese BRD ließ danach viele Gastarbeiter ins Land, denn der BRD wurde es langweilig. Und die BRD wurde immer deutscher, bis zur zweimaldeutschen Willkommenspolitik und einem unbedeutenden Sumpfbewohner mit einer komischen Waffe irgendwo... Ich würde diesem Satz nicht zustimmen. Er bleibt freischaltbar, aber wie man daraus eigene Politik ableiten will, wenn das Geschichtsverständnis dermaßen tolerant schreiben und verstehen läßt, steht auf einem anderen Blatt. Und sollte die Metzgerinnung eine Vegetarierkonferenz abhalten, muß man keine Angst vor dem Verfassungsschutz haben. 

Ausguck

11. November 2021 20:34

@ Laurenz: "Ich wollte das nur andeuten. Ist mir anscheinend nicht gelungen. Man braucht umso mehr Menschen in sibirischen Bergwerken umso kälter es ist. Oder was meinen Sie, warum die Sowjets sich schwer taten, deutsche Kriegsgefangene rauszurücken?"

Und mir gelingt es tatsächlich nicht, Ihre Andeutung zu verstehen:

"Rußland hat riesige Siedlungsgebiete im bald eisfreien Sibirien."

Wieso wird Sibirien bald eisfrei sein? Worauf stützen Sie diese Behauptung?

Wieso braucht man (z.B. in Workutas Steinkohlebergwerk, wo mein Vater als Kriegsgefangener unter Tage in beachtlicher Wärme schwitzend schuftete, bis ihm schließlich zusammen mit einem Kameraden die erfolgreiche Flucht gelang) mehr Menschen, wenn es kälter ist?

Außerdem: Die deutschen Kriegsgefangenen rückte Stalin nicht heraus, weil er "sich schwer tat", sondern, weil er nicht wollte und niemand ihn dazu zwingen konnte. Das ist ein großer Unterschied. Als er dann doch einige der allerletzen freigab, war dies nichts anderes als eine wohl berechnete politische Geste. Schließlich hatte er mit Deutschland anderes vor, wie wir wissen.

 

Laurenz

11. November 2021 21:01

@Ausguck @L.

"Sibirien"

Das ist viel Platz & viel Arbeit, egal, ob es kalt oder warm ist.

Laurenz

11. November 2021 21:05

@Gracchus

Die Abkürzungen, die ich nur für SiN-Autoren nutze, hätten für mich persönlich woanders keinen Platz. Hier sind sie wohl akzeptiert, weil jeder Buchstaben oder Zeichen spart. Ich kürze mein eigenes Pseudonym deswegen auch mit L. ab.

Sonst antworte ich Herrn Sellner, Herrn Kaiser oder Herrn Kubitschek.

Volksdeutscher

11. November 2021 23:20

1. @anatol broder

Daran könnte etwas sein und doch darüber hinausweisen. Gewiß kommt das Wort aus dem Indogermanischen. In den romanischen Sprachen bedeutet bello schön, während belo in den slawischen Sprachen die Bedeutung von weiß hat. Das sind zwei Seiten derselben Medaille, zwei Erscheinungsformen, die in der Glaubensvorstellung indogermanischer Völker der Muttergottheit zugeschrieben wurden: weiß-ist-schön-ist-weiß. Nicht ausschließlich, sondern non plus ultra. Weiß sein bedeutet aber auch tot sein - deshalb heißt die Muttergöttin der Germanen Hel/Holle und heißt die Unterwelt Hell/Hölle. Wie das alles sprach- und kulturgeschichtlich miteinander zusammenhängt, erörtert Robert Ranke-Graves in seinem berühmten Buch Die Weiße Göttin.

Volksdeutscher

11. November 2021 23:24

2. @anatol broder

Übrigens wurde in vergangenen Zeiten oft von europäischen Seefahrern darüber berichtet, daß Eingeborene glaubten, sie hätten in Gestalt der weißen Männer Besuch von den Göttern bekommen. Das legt nahe, daß auch in deren Glaubensvorstellung - ohne Einfluß weißer Zivilisation -  weiße Haut ein Erkennungsmerkmal der Götter war und damit zum Höchsten und Anbetungswürdigsten ihrer Kultur gehörte. Daraus kann man ferner ableiten, daß weiß-ist-schön-ist-weiß im kollektiven Gedächtnis der menschlichen Gattung einen festen Platz einnimmt. Vielleicht ist die Feindlichkeit der Linken gegen die weiße Zivilisation nichts anderes als eine neue alte Form einer verkappten quasi-religiösen Himmelsstürmerei.

Ausguck

12. November 2021 05:11

@ Laurenz: "Sibirien"

Tja, so ist das wohl. Wer hätte das gedacht?  Schön, daß wir mal drüber gesprochen haben, nicht wahr? Auch ohne eine Antwort auf meine Fragen an Sie.

RMH

12. November 2021 07:16

 "Als er dann doch einige der allerletzen freigab, war dies nichts anderes als eine wohl berechnete politische Geste."

Was ihm nicht schwer gefallen sein dürfte, da er zu diesem Zeitpunkt ja schon fast 2 Jahre tot war ...

Zum Thema:

Deutschland wurde - und Merkel ist dafür zwar maßgeblich in den letzten, langen Jahren verantwortlich, aber die Wurzeln liegen tiefer - zu einem Land gemacht, dem wirklich jeder auf der Nase herumtanzen kann und welches seine Probleme einzig und allein mit Geld lösen kann. Pumpt man nach Belarus ein paar Milliarden, dann wird es die "unschönen" Bilder bald nicht mehr geben. Es werden aber dennoch jeden Tag Flugzeuge in Deutschland landen, deren Passagiere nur one way tickets gelöst haben ... was dann nicht so dramatisch aussieht, wie Stacheldraht in der Pampa mit davor sich sammelnden Migranten, aber zum gleichen Ergebnis führt.

Niekisch

12. November 2021 10:43

" ..haben Sie an Niekisch die Quellen für die Zehntausenden Rechten, die in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts von Kommunisten ermordet wurden, privat übermittelt?"

@ URL 11.11. 16:53: da @Laurenz erwartungsgemäß Ihre Frage nicht beantwortet hat: er hat bis heute keinen Beleg benannt. Die von ihm angezogene Quelle "Propyläen", die ich im Schrank habe, macht hinsichtlich der Zahlen keine konkrete Angabe.

Gotlandfahrer

12. November 2021 10:46

Wenn ich kurz nachbrennen darf zum obigen Nebenstrang "Weiss-"vs "Belarus": Ich lerne immer gern dazu, aber um etymologische Korrektheit ging es nicht, sondern um die in den deutschen Medien angewandte Manipulationsstrategie (die dort auch so benannt wird, man bekennt sich ja zu seinem Erziehungsauftrag als journalistischer Volkstherapeut) zur klanglichen Unähnlichmachung des Volkes mit Hauptstadt Minsk gegenüber dem Volk mit der Hauptstadt Moskau.  Wo zuerst deren Verwandtschaft aufgrund beiderseitiger Bösartigkeit bereits im Namen zum Ausdruck kommen sollte, galt es im Verlauf der Verwerfungen die Gegenseite zu spalten und westliche Eingemeindungsversuche dieses Moskowiter Vorpostens für den deutschen Medienkonsumenten nachvollziehbarer sich anhören zu lassen.  Denn das, wovon man noch nie gehört hat, wird ja dann auch wohl nix mit Russland zu tun haben können.

Valjean72

12. November 2021 11:04

@kikl

Reportage aus der Parallel-Gesellschaft in Paris, Bd. Barbès.

Vielen Dank für die Verlinkung des Videos. Schon erschreckend in wie weit dort die Afrikanisierung fortgeschritten ist. Aber nein, ein "grand remplacement" fand und findet natürlich nicht statt.

Aber ich traue auch Eric Zemmour nicht über den Weg und dies aus mehreren Gründen.

Schon allein die im Video thematisierte Forderung Zemmours, dass in Frankreich geborenen Kinder nur mehr "französische" Namen bekommen sollten, halte ich für Makulatur. Schlimmer noch: für Irreführung. Die alte Mär der Integration und dass alle Menschen Franzosen (oder halt Engländer oder Deutsche) werden können, wenn sie sich nur an bestimmte Regeln hielten.

Man stelle sich vor, die im Video interviewten Personen hiessen nicht Abdelerahid und Mohammed sondern Jean-Jacques und Yves. Was wäre gewonnen? Antwort: nichts.

URN

12. November 2021 11:41

Ich danke Ihnen, Niekisch. Aber - Sie ahnen es - meine Frage an den, den es betrifft, war natürlich keine solche, die eine Antwort erwartet. Bei dem, den es betrifft, ist es wie mit dem Schottenrock.....

Laurenz

12. November 2021 13:22

@Ausguck @L.

"Sibirien"

Der Menschen-Verschleiß war dort immer enorm. Daher besteht auch immer Bedarf an Arbeitskräften. Und wie Ihr Vater Ihnen sicher erzählt hatte, kriegen die Russen jeden zum arbeiten.

Laurenz

12. November 2021 13:31

 

@Volksdeutscher

"Frau Holle/Hel"

Erst die katholischen Missionare machten aus der Hel/Frau Holle Hell oder Hölle. In der Darstellung dieser erkennt man heute noch die kranken Hirne & Phantasien dieser Propagandisten. In der Corona-Angst-Propaganda wird dieses alte propagandistische Mittel wieder eingesetzt.

@Niekisch & URN/Der_Juergen

"Mord & Totschlag in der Weimarer Republik"

Es handelt sich um Band 8 der Propyläen. Mir fehlen aber immer noch 200 Seiten & es sind 30 Jahre her, als ich das las. Ich führe nebenher auch noch ein alltägliches Leben. Anstatt hier großkotzig Maulaffen feilzubieten, könnten Sie mich bei der Suche unterstützen.

Monika

12. November 2021 13:36

Ich kann das Gejammer über Bevölkerungsaustausch und Ersetzungsmigration nicht mehr hören. Seit 1975 wurden in Deutschland Millionen von Kindern abgetrieben. Vielleicht liefert jemand die genauen Zahlen. Diese Kinder fehlen im kulturellen und demographischen Sinne. Sie werden jetzt sozusagen ersetzt. Biologie oder Strafe Gottes ? Ein Volk, dass seine Kinder aus überwiegend egoistischen Gründen tötet, hat seine Kultur längst verloren. Und wer jetzt jammert, dass er die Fremden mit deren Sippe lebenslang alimentieren muss und sich deshalb keine eigenen Kinder leisten kann, lügt sich was vor. Die fetten Jahre sind einfach vorüber. Und das ist  gut so. Vielleicht besinnen wir uns einmal , statt dumm zu labern.

Volksdeutscher

12. November 2021 14:19

@Laurenz

Das ist richtig. Aber ich bezog mich nicht auf die christliche Interpretation des Wortes, mein Bezug war auch kein moralischer. Ich rede über Hölle als über ein Phänomen, das gleichbedeutend mit Unterwelt ist. Es gibt ein anderes, verwandtes und gemeingermanisches Wort mit Hölle, das ist im Deutschen das Wort Höhle. Das verdeutlicht etwas plastischer, das es sich bei der Vorstellung von Hölle um einen Raum handelt.

Niekisch

12. November 2021 14:26

@ URN @ Laurenz: In meiner Ausgabe der Propyläen-Weltgeschichte von 1986 in 10 Bänden ist das zwanzigste Jahrhundert in Bd. 9 abgehandelt. Der Abschnitt des Historikers Karl Dietrich Bracher "Zusammenbruch des Versailler Systems und Zweiter Weltkrieg" beschreibt ab Seite 329 recht kurzgefaßt das Ende der Weimarer Republik, betont eher partielle Zusammenarbeit zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten denn Mord und Totschlag zwischen beiden Bewegungen. Ich habe Laurenz hier bereitsvor längerer Zeit darauf hingewiesen, dass er die Zehntausende von Morden der Kommunisten an Nationalsozialisten nirgends finden wird. Er veräppelt uns ein wenig, um seinen geistigen Schnellschluss vergessen zu lassen.

kikl

12. November 2021 14:41

@Valjean72

Freut mich, dass sie es interessant fanden. Der Kurzfilm in dem Stadtviertel beweist eindrücklich, dass es ein "grand remplacement" gibt, aber das ist laut Verfassungsschutz eine Verschwörungstheorie. Wer so etwas sagt, gilt in Deutschland als Staatsfeind.

Ich habe mich auch ein wenig mit Zemmour beschäftigt, weil er relativ große Chancen hat, der nächste Präsident Frankreichs zu werden.

Auf die Frage, was er vom Versailler-Vertrag hält, hat er in einem Interview geantwortet, der Vertrag sei zu lasch und die Deutschen seien nicht ordentlich geknechtet worden (sinngemäß). Das wäre der Grund dafür, dass es Hitler und einen zweiten Weltkrieg mit Frankreich gegeben habe.

Zemmours Einlassung ist so kurzsichtig und mangelhaft, dass ich nicht an eine nüchterne Analyse der Ereignisse glaube, sondern ein Ressentiment dahinter vermute. Wir haben schon eine antideutsche Kanzlerin, da können wir nicht noch einen antideutschen Präsidenten Frankreichs gebrauchen.

Valjean72

12. November 2021 14:48

@Monika:

Ich kann das Gejammer über Bevölkerungsaustausch und Ersetzungsmigration nicht mehr hören. Seit 1975 wurden in Deutschland Millionen von Kindern abgetrieben.

So, so "Gejammer". Ich sehe das zunächst einmal als nüchterne Feststellung.

Sowohl hinter der Massenmigration nach Deutschland (und anderer "westlicher" Länder) als auch hinter der Implementierung - (d.h. der propagandistischen Wegbereitung) - eines materialistisch orientierten, hedonistischen und somit in Konsequenz kinderfeindlichen Lebensstils steht mE die selbe Agenda, getragen von den, mehr oder weniger, selben "Akteuren".

Beide Sachverhalte stehen sich also nicht gegenüber, sondern sind beide Teil der gegen uns gerichteten Politik.

 

anatol broder

12. November 2021 16:55

@ gotlandfahrer 10:46

vermutlich haben die legosteinzeitdenker bei weissrussland sogar drei probleme: (1) weiss ist rassistisch; (2) russ ist imperialistisch; (3) land ist nationalistisch. sie urteilen ähnlich über ostdeutschland: (1) ost ist imperialistisch; (2) deutsch ist rassistisch; (3) land ist nationalistisch.

Monika

12. November 2021 16:58

@ Valjean Es gibt sicher eine Agenda , aber es muss ja im Menschen auch etwas Unverfügbares geben, was dieser Agenda widerstehen und widersprechen kann. Und zwar in einem ganz existentiellen Sinne. Sonst gäbe es kein Entkommen aus Totalitarismen. Es gibt nicht nur „Akteure“, die was mit uns machen, sondern wir können auch „agieren“. Damit meine ich weder linken noch rechten Aktivismus, der einer Idee folgt, sondern einen wirklich  inneren Aufbruch. Ich bin sicher, dass es den irgendwann gibt. Noch tappen wir im Nebel. Vielleicht auch noch durch ein Metaversum. Aber irgendwann kommen wir auf die Lichtung. 

 

Laurenz

13. November 2021 00:36

 

@Monika

"Abtreibungen"

Aus meinen Erfahrungen mit Bert Hellingers Familienaufstellungen bin ich seit gut 20 Jahren gegen Abtreibungen, weil bei solchen Aufstellungen die seelischen Konsequenzen nur allzu deutlich werden. Wer poppt, kann auch Kinder großziehen.

Aber, wer weiß, daß wir weniger Geburten haben als in den geburtenstarken Zeiten, ist vielleicht gar keine egoistische, sondern eine natürliche Reaktion. Unser kleines Land ist viel zu voll. Und es macht keinen Sinn es mit Fremden weiter zum Überlaufen aufzufüllen.

Sie vermischen 2 verschiedene Themen miteinander, das bringt nichts.

Maiordomus

13. November 2021 08:58

@Ja, Monika. Sie bringen Wesentlichstes auf den Punkt.

Venator

13. November 2021 09:00

Ich führe nebenher auch noch ein alltägliches Leben. Anstatt hier großkotzig Maulaffen feilzubieten, könnten Sie mich bei der Suche unterstützen.

Das ist zweifelsohne, das lustigste, was ich seit langem hier gelesen habe!

Laurenz

13. November 2021 09:41

@Venator

"Lustig"

Mein Leben ist auch manchmal lustig, keine Frage. Aber es ist manchmal, wie bei jedem, auch weniger lustig. Dafür, daß ich Sie anscheinend gut unterhalten habe, wären doch mindestens 20 Euro in die Kasse zu Schnellroda angemessen.

Hier der Profi

https://youtu.be/Z_IGwKKFzec

Monika

13. November 2021 10:03

@Laurenz

Klar, Deutschland könnte auch mit nur 40 Millionen Einwohnern gut leben und überleben. Dazu noch klimaneutral. Wenn das die Menschen in Nigeria auch so sehen würden, hätte ich damit Null Probleme. Und ein Land mit fremden Menschen aufzufüllen, um den Wohlstand zu sichern, ist natürlich Nonsens. Die Einwohnerzahl sollte man aber nicht durch Abtreibungen reduzieren. Und vielleicht hängen beide Themen ja doch zusammen, wo wir schon bei Hellinger sind. Ich vermute mal, dass viele Kinder und Jugendliche nicht wissen, dass sie noch ein Geschwister hätten haben können. (Erzählen Mütter ( Eltern) ihren Kinden, dass sie abgetrieben haben ? ) Daraus resultiert unbewusst ein schlechtes Gewissen, dies durch Aufnahme fremder  Kinder gutmachen zu wollen. Steile These ?

Niekisch

13. November 2021 12:56

"Versailler-Vertrag"

@ kikl 12.11. 14:41: Verträge sind gegenseitige Verinbarungen aufgrund übereinstimmender Willenserklärungen. Ist das, was ohne Verhandlungsbeteiligung einer Seite und unter Androhung des Weiterführens der Hungerblockade unterzeichnet wird, ein rechtswirksamer Vertrag? 

Laurenz

13. November 2021 14:45

@Monika @L.

"Bert Hellinger & die 40 Mio."

Sie wissen genausogut wie ich, daß Kinder dann gezeugt werden, wenn Frauen die kurze Phase des Eisprungs durchleben. Dann sind sie auch am willigsten, das ist das "Problem". Und das sollte auch jedem Erwachsenen klar sein. Es würde damit auch verantwortlicher umgegangen werden, wenn der Staat nicht diesbezügliche Verantwortlichkeiten potentiellen Eltern abnehmen würde. Und ich weiß gar nicht, was die Feministinnen haben. Natürlich ist der Inhalt eines schwangeren Unterleibs nicht ihr Eigentum mit dem sie machen können, was sie wollen. Schon gar nicht rechtfertigt diese Sicht einen Mord. Mord bleibt Mord, auch wenn es sich um Embryonen handelt.

Und das nichts von potentiellen Geschwistern wissen, nutzt nichts, es steht trotzdem im Raum. Ein Schamane würde sagen, es handelt sich um einen energetischen Fakt.

Was Ihre 40 Mio. & Nigeria angeht, so verstehe ich das nicht. Die Slowenen sind auch glücklich mit 2 Mio.

Slentz

13. November 2021 15:06

@Monika

"Seit 1975 wurden in Deutschland Millionen von Kindern abgetrieben. Vielleicht liefert jemand die genauen Zahlen."

Insgesamt noch offizieller Zählung von 1975-2020  etwa 6,3 Millionen. Die Dunkelziffer liegt nach Schätzungen noch deutlich höher, man wird, ohne die Lage zu übertreiben, wohl von mehr als 8 Millionen ausgehen dürfen.

https://zeltmacher.eu/bisher-etwa-8-millionen-abtreibungen-deutschland/

https://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article109235990/5-432-350-Leben.html (von 2012)

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/232/umfrage/anzahl-der-schwangerschaftsabbrueche-in-deutschland/ (von 1996-220)

Monika

13. November 2021 17:15

@ Slentz

Danke! Soviel etwa wie Dänemark Einwohner hat. Im Jahr eine Großstadt. Dafür bekommen wir Menschen geschenkt. Anderer Kulturen. Das nenne ich Austausch.

Monika

13. November 2021 17:24

@ Laurenz 

In Nigeria stieg die Einwohnerzahl von 1960 bis 2020 von 45 auf über 200 Millionen an. Die Menschen können dort sicher nicht die Zeit des Eisprungs berechnen...Das ist übrigens meine Haupkritik an meinem Schöpfer . Wieso hat ER beim Menschen nicht eine Art Brunftzeit eingerichtet. 🤔

kikl

13. November 2021 17:57

@Niekisch

Nennen wir es Versailler Diktat

kikl

13. November 2021 18:08

Neue Stellungnahme von Professor Wagner zum Verfassungsschutz:

https://www.youtube.com/watch?v=OgMBGthpKqI

Ausguck

13. November 2021 19:18

@ RMH: "Was ihm nicht schwer gefallen sein dürfte, da er zu diesem Zeitpunkt ja schon fast 2 Jahre tot war ..."

Nein, das ist falsch. 1949, als die KPdSU entschied, die letzten, unbelasteten Kriegsgefangenen freizulassen, erfreute Stalin sich noch durchaus seines Lebens.

Ausguck

13. November 2021 20:24

@Laurenz: "Natürlich ist der Inhalt eines schwangeren Unterleibs nicht ihr Eigentum mit dem sie machen können, was sie wollen."

Na, damit gehen Sie als Mann ja recht locker um, das muß man schon sagen!

Können Sie sich tatsächlich nicht in gewisse Situationen einer Schwangeren hineindenken, die ganz einfach verzweifelt ist, die sogar Selbstmord in Kauf zu nehmen bereit ist?

Carsten Lucke

13. November 2021 21:28

@ Monika

.Das ist übrigens meine Haupkritik an meinem Schöpfer . Wieso hat ER beim Menschen nicht eine Art Brunftzeit eingerichtet. 🤔

Ha, da haben Sie ja herrlich einen gucken lassen - so schade, daß man Schmunzeln oder helles Gelächter schriftlich nicht fixieren kann !

Soviel ich weiß, ist allein der Mensch mit einer immerwährenden "Brunftzeit" von "IHM" bedacht worden. 

Und ja - das war einer "SEINER" Fehler !

Laurenz

13. November 2021 22:13

@Ausguck @L.

"Können Sie sich tatsächlich nicht in gewisse Situationen einer Schwangeren hineindenken"

Denke ja.

Ich habe mich in meinem Leben auf einige Frauen eingelassen. Ich war mir immer dessen bewußt, was da passieren kann. Bei einigen Frauen wäre es schön gewesen, wenn es geklappt hätte. 3x ist es schief gegangen, das war traurig.

Bei den anderen, wo es mir nicht schön vorgekommen wäre, Vater zu werden, habe ich von mir aus dafür gesorgt, daß nichts passiert.

Jeder Erwachsene kennt die optionalen Folgen des Geschlechtsverkehrs. Damit Kinder überhaupt entstehen, existiert die Fleischeslust.

Wenn ich also Ihrer Sicht der Dinge folgen wollte, gehört also jemanden auf Gedeih und Verderb ein anderes Leben? Ist das in Ihren Augen so?

Cugel

13. November 2021 22:42

Es ist ofenkundig, daß der Verweis auf niedrige Geburtenraten eine vorgeschobene Begründung für massenhafte Einwanderung ist. Ein Blick aufs 20. Jhdt. der Geschichte der Industrienationen (anschaulich hier insbesondere die USA) untermauert diesen Schluß. Forcierte Masseneinwanderung ist keine Funktion chemischer Empfängnisverhütung.

Franz Bettinger

14. November 2021 02:22

@Monika: Wenn Abtreibung verboten wäre oder - aus welchen Gründen auch immer - nicht stattfinden würde, hätten die betroffenen Frauen nicht ein Kind mehr, aber viel weniger Wunschkinder. 

links ist wo der daumen rechts ist

14. November 2021 08:23

@ Monika

Zitat:

Es gibt sicher eine Agenda, aber es muss ja im Menschen auch etwas Unverfügbares geben, was dieser Agenda widerstehen und widersprechen kann. Und zwar in einem ganz existentiellen Sinne. Sonst gäbe es kein Entkommen aus Totalitarismen. Es gibt nicht nur „Akteure“, die was mit uns machen, sondern wir können auch „agieren“. Damit meine ich weder linken noch rechten Aktivismus, der einer Idee folgt, sondern einen wirklich inneren Aufbruch. Ich bin sicher, dass es den irgendwann gibt. Noch tappen wir im Nebel. Vielleicht auch noch durch ein Metaversum. Aber irgendwann kommen wir auf die Lichtung. 

Großartig formuliert, das ist ungefähr der Tenor in unseren Corona-kritischen Gruppen quer durch alle politischen Lager. Es geht um eine innere, also geistige Haltung und um spirituellen Widerstand, und da darf ruhig – bei aller Problematik - an das Beispiel der Urchristen erinnert werden.

Was das eigentliche Thema im Artikel und die deutsche Neurose betrifft, erinnere ich wieder einmal an Schelers erstaunliche Worte während WK1, die Deutschen seien die wahren Kosmopoliten, bzw. an Friedrich Meineckes Klassiker „Weltbürgertum und Nationalstaat“; 80 Jahre hat die Nationsfindung gedauert, in weiteren 80 Jahren war alles verspielt, jetzt nähert sich der Zeitraum der nächsten 80 Jahre…

Die ganze Welt umarmen und beglücken zu wollen, hat also nur bedingt mit dem „Schuldkult“ zu tun.

Monika

14. November 2021 12:07

@ Franz Bettinger Es geht mir nicht um eine Neubelebung einer längst abgeschlossenen Diskussion um die Abtreibung, sondern um eine innere Haltung zum Leben . Die Diskussionen um liberale Freiheiten und die sog. Selbstverwirklichung der Frau sind schlicht zu einem langweiligen Thema geworden. Ich bin auch kein Wunschkind, sondern nach Auskunft meiner Mutter ein sog. Knaus-Ogino Kind ( wer noch weiß, wer das war) und in katholischen Elternhäusern somit von Gott gewollt. Davon abgesehen könnte man selbst gewünschte Kinder manchmal ver-wünschen. „Das Tiefste, Beste kann man nicht machen, es wird“, sagt Guardini. Das würde auch Dostojewski sagen, dessen 200 ster Geburtstag hier leider unterging. In seinen Büchern finden wir die Tiefe, die in der globalisierten Welt immer mehr verloren geht. Das soll um Himmels Willen kein Wort zum Sonntag sein. 

Maiordomus

14. November 2021 13:13

Abtreibung ist insofern nicht Mord, als die Ungeborenen zumal in den frühen Stadien den Status der Person im Sinn der Voraussetzungen dieser Diagnose noch nicht erbringen, sowieso führt der Begriff "Mord" im Moment nicht weiter. Es wäre schon viel erreicht, wenn man einem Embryo wenigstens den Status eines geschützten Vogels, z.B. eines Eisvogels, unterstellen könnte oder mit ihm wenigstens so solidarisch zu sein wie beispielsweise dem immerhin etwas gefährlicheren Wolf. Es fehlt jedoch jegliches Gefühl für das effektiv Kriminelle dieser  Art Kindstötung. 

Niekisch

14. November 2021 15:28

"Nennen wir es Versailler Diktat"

@ kikl 13.11.  17:57:  Ja,  und verschärft "Versailler räuberische Erpressung", weil uns unter Gewaltandrohung Land und Gut weggenommen wurde.

quarz

14. November 2021 20:00

@Maiordomus

Ob der personale Status eines Menschen ein relevantes Kriterium für die Anwendung des Mordbegriffes ist, hängt vom jeweiligen Rechtssystem ab, in Bezug auf das die Einordnung getroffen wird. Der gemeinsame Nenner solcher Systeme ist der Umstand, dass mit "Mord" ein besonders verwerfliches Tötungsdelikt bezeichnet wird. In dieser Allgemeinheit kommt der Status der Person nicht zwangsläufig ins Spiel.

Aber das ist ja auch gar nicht gemeint, wenn umgangssprachlich von Abtreibung als Mord gesprochen wird. Denn wer so spricht, will in der Regel keine juristische Einordnung treffen, sondern ein moralisches Urteil fällen. Man verfehlt deshalb sein Anliegen, wenn man ihn in die Schranken juristischer Begrifflichkeit verweist, anstatt auf die ethische Argumentation einzusteigen.

Aus dem Ergebnis der ethischen Erörterung erwächst dann in natürlicher Weise die Frage, welche rechtliche Konsequenzen aus dem ethischen Befund zu ziehen sind.

Ausguck

14. November 2021 20:33

@ Laurenz: "Denke ja."

Offenbar ist dem nicht so, oder Sie bilden es sich nur ein. Offensichtlich haben Sie "meine Sicht der Dinge" nicht verstanden oder wollen sie nicht verstehen. In diesem Zusammenhang ist es auch gänzlich unerheblich ob Sie sich, wie Sie es bemerkenswerterweise formulieren: "auf einige Frauen eingelassen haben". Ja, diese Darstellung läßt einigermaßen tief blicken und mag auch erklären, wie wenig Sie von der von mir angeschnittenen Problematik verstehen. Was ich meinte, ist die Lage, in der sich eine Frau z.B. durch eine Schwangerschaft infolge einer Vergewaltigung befindet.

Ihre anschließende, in diesem Zusammenhang rein theoretische Frage: "Wenn ich also Ihrer Sicht der Dinge folgen wollte, gehört also jemanden auf Gedeih und Verderb ein anderes Leben? Ist das in Ihren Augen so?" wird außerdem der Sache nicht gerecht, weil sie bewußt verzerrt. Gedeih und Verderb? Was soll das heißen? Es geht auch gar nicht darum, ob jemandem ein anderes Leben gehören soll, sondern ob dieses andere, noch gar nicht lebensfähige Leben (und dabei stellt sich sowieso sofort die Frage, wie sich Leben definiert) ein bereits etabliertes und womöglich wichtiges gefährdet. Ja, es sieht leider so aus, als ob Ihnen diese Einsicht fehlt.

Franz Bettinger

14. November 2021 22:34

Die Natur ist verschwenderisch. Wer im Mai nicht schwanger ist, wird’s im Juli. Man braucht darüber nicht zu weinen. Die Zahl der Geborenen, vor allem aber die Zahl der später auch Überlebenden, hängt nicht von natürlichen und künstlich induzierten Aborten ab, sondern vom (nicht nur sozialen) Umfeld (Abwesenheit von Stress, Hunger, Verfolgung...). Weinen sollte man eher über das oft elende Leben der Überlebenden: Sklaven, Kindersoldaten, Geknechtete, Verdummte und zu Fronarbeit Gepresste, Hungernde, Missbrauchte.  Sorgen wir dafür, dass die Überlebenden ein würdiges Leben haben können. Mehr wäre nicht nötig.

Laurenz

15. November 2021 00:08

@Ausguck @L.

"Einsicht"

fehlt wohl Ihnen. Da wir Gott & die Welt finanzieren, kann es nicht an materiellen Auskommen von alleinstehenden Müttern oder Vätern, als am mangelnden Geld hängen.

Und mal Butter bei die Fische, Vergewaltigungen sind ein gesondertes Thema, ganz egal, wer gerade vergewaltigt wird.

Von den von Slentz zitierten 6,3 oder 8 Mio. Abtreibungen seit 1975 waren wie viele das Ergebnis von Vergewaltigungen? Das wird nicht mal 1% gewesen sein.

Ich teile auch nicht die Haltung @Franz Bettingers als Arzt. Franz hat die seelischen Schäden, die Abtreibungen auslösen, mutmaßlich nicht berücksichtigt.

Da Japanerinnen historisch wenig die Pille genommen hatten, haben Japanerinnen im großen Ausmaß abgetrieben. Aber der Umgang damit ist dem Seelenleben aller Beteiligten (der Familie) ganz anders angemessen als bei uns.

In Japan bekommen abgetriebene Kinder einen Namen, ein Grab, werden nicht verschwiegen & bleiben Teil der Familie, wie die lebenden Mitglieder.

Bei uns hingegen kommen Embryonen auf den Müll. Man versucht sie, in die Schublade des Vergessens zu stecken, was aber in der Realität gar nicht möglich ist.

Frauen (& Männer) denken immer wieder daran, wie alt denn ihr Kind jetzt wäre.

Und lassen Sie es, mich moralisch in eine Ecke stellen zu wollen, weil ich eine andere Moralvorstellung als Sie es bevorzugen, lebe. Das haben Sie nicht zu beurteilen. Käufliche Liebe ist vor allem in katholischen & muslimischen Staaten angesagt. Bei mir nicht.

Maiordomus

15. November 2021 08:23

@quarz. Wie auch immer, die Tötung eines Tieres war bis anhin rechtsgeschichtlich noch nie als "Mord" zulässig, wobei aber Tiere im Mittelalter immerhin Rechtssubjekte sein konnten und also z.B. verurteilungsfähig waren, so wurde in Basel einmal ein Hahn hingerichtet, weil er ein Ei gelegt hatte, ein klares Zeichen von "witchcraft" usw. Der Personencharakter macht jedenfalls rechtlich einen absolut wesentlichen Unterschied, weswegen etwa die Verspottung von Menschen aus Afrika als "Affe" heute bereits als Verbrechen geahndet wird, um Welten anders und schlimmer als z.B. eine Abtreibung. Natürlich müsste man sich über die Phänomenologie der Person wissenschaftlich verständigen können, welche bildungsmässigen Voraussetzungen heute in der  Regel an den Schulen fehlen, auch die meisten Ethiklehrer bzw. Lehrerinnen verfügen selten über die nötigen Grundlagen. Der Personbegriff wurde übrigens zumal durch die Lehre von der heiligen Dreifaltigkeit in Richtung der heutigen Menschenwürde entwickelt, insofern der Personcharakter als so etwas beansprucht wird wie "das Göttliche im Menschen". In dieser Hinsicht wurde Theologie für die Geschichte der Ethik der Menschenwürde wichtig. 

Monika

15. November 2021 09:38

@ Laurenz Sind wir hier jetzt beim „Goldenen Blatt“? Und erzählen uns unsere Liebesabenteuer? Ja, der November ist trist. Da denkt man an vergangene schöne Zeiten.

Um zum Thema zurückzukommen. Was reden wir vom großen Austausch und Ersetzungsmigration ohne der Sache wirklich auf den Grund zu gehen. Wieso war es ab den 70 er Jahren nicht möglich, die Mehrheit der sozialen Indikationen zu verhindern ( durch entsprechende finanzielle Unterstützung von deutschen Familien) um jetzt Hunderttausende fremder Familien zu alimentieren ? Ich kenne Frauen, die abgetrieben haben, um sich eine Reise nach Teneriffa zu gönnen oder eine schicke Wohnungseinrichtung.

Da würde meine Kritik ansetzen. 

Franz Bettinger

15. November 2021 09:55

@Lau: "Ich teile nicht die Haltung Franz Bettingers als Arzt. Franz hat die seelischen Schäden, die Abtreibungen auslösen, mutmaßlich nicht berücksichtigt.“ Lieber Lau, ich gebe dir recht. Ja, es gibt diese Reminiszenzen, diese flash-backs, die schlechten Gewissen. Aber sie sind verdaubar wie andere Traumata, von denen es im Leben ja viele gibt. Sie führen nicht immer zu Depressionen, am wenigsten noch bei denen, die später „ihre Wunschkinder“ bekommen haben. Aber Klein-reden will ich die Auswirkungen nicht. 

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