Krise, Corona, Kapitalismus und Profit (1)

von Florian Sander -- Vor einigen Tagen machte ein Transparent am Rande einer Corona-Demo von sich reden.

 Gastbeitrag

Fremde Federn reichen Beiträge ein. Sind sie gut, bringen wir sie.

Zunächst spe­ku­lier­te man, es hand­le sich bei den Urhe­bern und Trä­gern um JA-Akti­vis­ten; spä­ter bekann­te sich eine Grup­pie­rung namens „Revol­te Rhein­land“ dazu, die dem Kon­flikt-Maga­zin ein inter­es­san­tes und in sei­nen Dia­gno­sen äußerst tref­fen­des Inter­view dazu gab. Auf­schrift des Trans­par­ents: „Mas­ken­de­als – Phar­ma­lob­by­is­mus – Inten­siv­bet­ten-Abbau. Die Kri­se heißt Kapitalismus“.

Als noch spe­ku­liert wur­de, die JA sei für die Kam­pa­gne ver­ant­wort­lich, sol­len (einem News­let­ter von Jun­g­eu­ro­pa-Ver­le­ger Phil­ip Stein zufol­ge) tat­säch­lich For­de­run­gen erklun­gen sein, Aus­schluß­ver­fah­ren gegen die Betref­fen­den zu initiieren.

Wenn dem tat­säch­lich so wäre: Eine pein­li­che Selbst­ent­lar­vung feh­len­der Debat­ten­kul­tur aus­ge­rech­net von libe­ra­ler Sei­te, die einer Par­tei, die für Mei­nungs­frei­heit steht, äußerst schlecht zu Gesicht stün­de. Wirt­schaft­li­che Frei­heit für Groß­kon­zer­ne, aber kei­ne dis­kur­si­ve Frei­heit zur Kapi­ta­lis­mus­kri­tik? Herz­lich will­kom­men im auto­ri­tä­ren Neoliberalismus.

Doch dar­um soll es hier nicht schwer­punkt­mä­ßig gehen. Viel­mehr soll der Ver­such einer sozio­lo­gi­schen Ein­ord­nung jener tref­fen­den The­se gestar­tet wer­den – einer The­se, die mit Blick etwa auf die Erkennt­nis­se über die Natur des „Gre­at Reset“ mehr als plau­si­bel erscheint.

Eines muß man Klaus Schwab, dem Prä­si­den­ten des Welt­wirt­schafts­fo­rums und Autoren des inzwi­schen berühmt-berüch­tig­ten Wer­kes „The Gre­at Reset“ (dt.: „Der gro­ße Umbruch“) las­sen: er weiß, wie man Leser­zah­len gene­riert. Eben die­se gänz­lich nüch­ter­ne Bedeu­tung möch­te der Autor die­ser Zei­len dem schlag­zei­len­träch­ti­gen Titel, um den sich mitt­ler­wei­le zahl­rei­che ver­schwö­rungs- und ande­re Theo­rien ran­ken, näm­lich zugestehen:

Zunächst ein­mal haben wir hier einen Öko­no­men, einen, wie Niklas Luh­mann sagen wür­de, Fach­mann für die Unter­schei­dung von Gewinn und Ver­lust, der sein Buch ver­kau­fen will. Was eig­net sich da bes­ser, als ein Buch zum Best­sel­ler zu machen, über eben jene Mythen, die sich nun um es ran­ken – sicher­lich auch gespeist aus den im Buch pro­kla­mier­ten Dia­gno­sen und vor allem Pro­gno­sen, nicht zuletzt aber auch aus dem pro­gram­ma­ti­schen Titel?

Eben jener Titel jedoch ist an sich schon in Tei­len eine Irre­füh­rung: Unter­stellt er doch einen „Umbruch“, einen „Reset“, eine (asso­zia­tiv ver­stan­den plötz­li­che) Trans­for­ma­ti­on, die vor allem wegen und infol­ge der Coro­na-Kri­se ein­tre­te, nach der dann schein­bar „nichts mehr ist, wie es war“. Tat­säch­lich jedoch wird vie­les danach immer noch so wei­ter­ge­hen, wie es schon (lan­ge) davor begann. In sei­ner Stu­die Coro­na und Pro­fit – Gewin­ner und Ver­lie­rer der Kri­se (Wis­sen­schaft­li­che Rei­he des Insti­tuts für Staats­po­li­tik, hier als pdf abge­legt) hat Bene­dikt Kai­ser gezeigt, daß hier mit­nich­ten etwas gänz­lich Neu­es pas­siert, das die Welt gesell­schafts­struk­tu­rell und poli­tisch nun ganz über­ra­schend ver­än­dern würde.

Tat­säch­lich wird ein schon seit lan­gem bestehen­der öko­no­mi­scher, poli­ti­scher und (welt-)gesellschaftlicher Trend bloß ver­stärkt und beschleu­nigt – näm­lich der der poli­ti­schen und öko­no­mi­schen Glo­ba­li­sie­rung, der glo­ba­len Digi­ta­li­sie­rung, der glo­ba­len Homo­ge­ni­sie­rung und der welt­weit ver­such­ten Ent­mün­di­gung ehe­mals sou­ve­rä­ner Natio­nal­staa­ten gegen­über öko­no­mi­schen „Glo­bal Play­ern“. In der Makro­so­zio­lo­gie und in der Poli­tik­wis­sen­schaft spricht man hier, teils beschö­ni­gend, von der „Glo­bal Gover­nan­ce“, einer (nicht mehr ganz so neu­en) Form des glo­ba­len Regie­rens und Regu­lie­rens ohne „Regie­rung“ im klas­si­schen Sin­ne, statt­des­sen über Glo­bal Play­er und inter­na­tio­na­le bzw. Welt­or­ga­ni­sa­tio­nen wie UN, WHO und Co.

Wer sich sozi­al­wis­sen­schaft­lich mit die­sen Fra­gen befaßt, der konn­te ent­spre­chen­de Ent­wick­lun­gen bereits in den 1990er und 2000er Jah­ren in der ent­spre­chen­den poli­ti­schen und vor allem wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur nach­le­sen. Aus die­ser Per­spek­ti­ve her­aus sind die aktu­el­len Pro­tes­te, ist die aktu­ell immer sicht­ba­rer wer­den­de kri­ti­sche Öffent­lich­keit für der­lei Ent­wick­lun­gen, so rich­tig und begrün­det sie ist, eigent­lich um Jah­re zu spät dran.

(Das macht es dann, die­se Zwi­schen­be­mer­kung sei gestat­tet, manch­mal per­sön­lich schwer erträg­lich, wenn Men­schen, die sich noch vor weni­gen Jah­ren kei­nen Pfif­fer­ling um jene schon damals sicht­ba­ren Ent­wick­lun­gen geschert haben, heu­te jeden als Schlaf­schaf beti­teln, der ange­sichts die­ser Nicht-Neu­ig­keit trotz fun­da­men­ta­ler Ableh­nung die­ser Trans­for­ma­ti­on nicht die glei­che Emo­tio­na­li­sie­rung an den Tag legt wie sie selbst).

Frei­lich gibt es auch neue Aspek­te der Trans­for­ma­ti­on, die sich vor Coro­na noch nicht in die­ser Form und Radi­ka­li­tät abge­zeich­net haben. Sie betref­fen zunächst vor allem tech­no­lo­gi­sche Aspek­te, sicht­bar etwa an der rasant gestie­ge­nen Geschwin­dig­keit der Digi­ta­li­sie­rung durch die plötz­lich hohe Ver­brei­tung von Heim­ar­beit und all jene Bedar­fe, die dar­aus fol­gen und die – hier geht es dann in der Tat um einen vor­her nicht ganz so schnell, aber nicht­des­to­trotz erwar­te­ten Umbruch – zu einer struk­tu­rel­len Ver­schie­bung im Welt­wirt­schafts­sys­tem geführt haben: Weg von der Macht der Indus­trie und des Finanz­mark­tes hin zu „Big Tech“; Sili­con Val­ley statt Wall Street. Eine Ver­schie­bung jedoch, die schon vor­her geschah und die durch Coro­na nur beschleu­nigt wurde.

Kai­ser führt die­sen Wan­del in sei­ner Stu­die ein­dring­lich-plas­tisch vor Augen, wenn er schreibt:

Die Markt­macht von Big Tech war frei­lich bereits vor der Zäsur im März 2020 frap­pie­rend. Goog­le hät­te schon damals aus dem Stand den glo­ba­len Taxi­ser­vice Uber ein­kau­fen kön­nen, ja sogar den New Yor­ker Invest­ment­ban­king-Krö­sus Gold­man Sachs, wäh­rend App­les Reser­ven aus­reich­ten, um Sam­sung oder gar Shell zu über­neh­men. (S. 26)

Der­ar­ti­ge Pro­zes­se dürf­ten sich nun noch ver­stärkt haben; ein “plötz­li­cher Umbruch“ sind sie jedoch gewiß nicht. Coro­na hat den glo­ba­len Eli­ten Türen geöff­net, hin zu mehr Glo­ba­lis­mus bzw. natio­nal­staat­li­cher Ent­mün­di­gung, zu mehr Digi­ta­li­sie­rung, auch zu mehr Auto­ri­ta­ris­mus nach innen, zu mehr Bevor­mun­dung und zum „Durch­re­gie­ren“ mit­tels Angst- und Panik­ma­che. Die Schlüs­sel zum Öff­nen die­ser Türen haben sie sich jedoch schon vor­her angeeignet.

Ins­ge­samt kann man also sagen: Der Zusam­men­hang zwi­schen „gro­ßer Trans­for­ma­ti­on“ und Coro­na ist gerin­ger, als von bei­den Sei­ten des gesell­schaft­li­chen Ris­ses pro­pa­giert oder ange­nom­men. Das macht die Trans­for­ma­ti­on jedoch nicht weni­ger wirk­mäch­tig und nicht weni­ger pro­ble­ma­tisch – und nicht weni­ger ein­schnei­dend im sozio­lo­gisch-gesell­schafts­theo­re­ti­schen Sinne.

In die­sem Zusam­men­hang, der den eigent­li­chen Kern der hier ver­schrift­lich­ten Dia­gno­se bil­det, ist das inspi­rie­ren­de Trans­pa­rent, von dem ein­gangs die Rede war, etwas miss­ver­ständ­lich. Mas­ken­de­als, Phar­ma­lob­by­is­mus, Inten­siv­bet­ten-Abbau – dies alles sind zwar beträcht­li­che Pro­ble­mer­schei­nun­gen des real exis­tie­ren­den Kapitalismus.

Die „Selbst­be­rei­che­rungs­netz­wer­ke“ (Kai­ser), die bei den Mas­ken­de­als zu Tage tra­ten (tre­ten?), zei­gen die Anfäl­lig­keit unse­res poli­ti­schen und unse­res wirt­schaft­li­chen Sys­tems für jus­ti­zia­ble wie nicht-jus­ti­zia­ble Grau­zo­nen-Kor­rup­ti­on. Im Phar­ma-Lob­by­is­mus kom­men, wie in jedem Lob­by­is­mus (der bekannt­lich auf EU-Ebe­ne noch weit­aus aus­ge­präg­ter vor­liegt), post­de­mo­kra­ti­sche Struk­tu­ren zum Aus­druck, die die Macht des Kapi­tals über poli­ti­sche Ent­schei­dungs­pro­zes­se auf­zei­gen (spä­tes­tens dann, wenn etwa in ein paar Jah­ren her­aus­kommt, wie vie­le poli­ti­sche Ent­schei­der von heu­te an der Impf­pro­pa­gan­da bes­tens ver­dient haben oder ver­die­nen – etwa in Form von Sit­zen in ein­schlä­gi­gen Vor­stän­den und Aufsichtsräten).

Die der­zeit immer wie­der sicht­ba­re Unter­bre­chung von Lie­fer­ket­ten zeigt dar­über hin­aus noch eine wei­te­re Dimen­si­on des glo­ba­li­sier­ten Kapi­ta­lis­mus, die geeig­net ist, ver­schie­dens­te Kri­sen noch mas­siv zu ver­stär­ken – man den­ke hier etwa an Lie­fer­ket­ten-Unter­bre­chun­gen bei drin­gend benö­tig­ten medi­zi­ni­schen Produkten.

Der Inten­siv­bet­ten-Abbau und die Kli­nik­schlie­ßun­gen der letz­ten Jah­re (eben­falls ein­drück­lich dar­ge­legt von Bene­dikt Kai­ser in sei­ner Stu­die, S. 10–12) waren Aus­druck einer Unter­wer­fung des Gesund­heits­sys­tems unter die kapi­ta­lis­ti­sche Logik.

Kal­ku­liert man dies mit ein, so ist es durch­aus nicht all­zu gewagt die The­se auf­zu­stel­len, daß die hohe Belas­tung der deut­schen Inten­siv­sta­tio­nen in den bis­he­ri­gen zwei Jah­ren der Coro­na-Kri­se bei einer mas­si­ven Influ­en­za-Wel­le in ähn­li­cher Form ein­ge­tre­ten wäre, es dabei aber an einer so umfas­send-alar­mis­ti­schen mas­sen­me­dia­len Beob­ach­tung der Situa­ti­on und Bericht­erstat­tung dar­über geman­gelt hät­te – der Grip­pe fehlt es eben an jenem angst­er­zeu­gen­den Merk­mal der düs­te­ren, unbe­kann­ten Varia­blen, die Coro­na dank der bestän­di­gen Muta­ti­ons­droh­ku­lis­se für vie­le noch immer dar­stellt,  trotz der jüngs­ten ende­mi­schen Entwicklungen.

Mit ande­ren Wor­ten: Die Grund­ur­sa­che für die bestän­di­ge Befürch­tung, unser Gesund­heits­sys­tem kön­ne unter Coro­na zusam­men­bre­chen, ist nicht eine gefähr­li­che Seu­che, son­dern die Unter­wer­fung des Gesund­heits­sys­tems unter öko­no­mi­sche Logik von Gewinn und Ver­lust. Eine Erkennt­nis, die zu pro­ble­ma­ti­sie­ren der AfD wie der JA gut zu Gesicht stün­de – nicht nur, weil es kein ande­rer tut (die Alt­par­tei­en haben sich bekannt­lich gänz­lich auf das „Covid als gefähr­li­che Seuche“-Narrativ ein­ge­las­sen), son­dern auch, weil es spür­ba­re, von Zah­len gedeck­te, kri­ti­sche und zugleich sozi­al­pa­trio­tisch akzen­tu­ier­te Argu­men­te in die Debat­te bräch­te, die vom Estab­lish­ment zumin­dest weni­ger igno­riert und dis­kre­di­tiert wer­den kön­nen als die gän­gi­gen Verschwörungsnarrative.

 Gastbeitrag

Fremde Federn reichen Beiträge ein. Sind sie gut, bringen wir sie.

Nichts schreibt sich
von allein!

Das Blog der Zeitschrift Sezession ist die wichtigste rechtsintellektuelle Stimme im Netz. Es lebt vom Fleiß, von der Lesewut und von der Sprachkraft seiner Autoren. Wenn Sie diesen Federn Zeit und Ruhe verschaffen möchten, können Sie das mit einem Betrag Ihrer Wahl tun.

Verein für Staatspolitik e.V.
DE86 5185 0079 0027 1669 62
HELADEF1FRI

Kommentare (42)

Mitleser2

20. Januar 2022 14:25

Richtig ist, dass große Teile des Gesundheitssystems unter die ökonomische Logik von Gewinn und Verlust geraten sind, mit allen schädlichen Auswirkungen. Das ist aber ein Teilaspekt; was ist positiv am öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Niemand braucht ein staatliches Telefonsystem, usw. Man sollte also das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Die sozialpatriotische Sicht, die m. E. Kapitalismus mit Neoliberalismus gleichsetzt, sieht den Markt in fast allen Belangen nur noch kritisch. Dabei hatten wir mal ein durchaus erfolgreiches Konstrukt, das sich "Soziale Marktwirtschaft" nannte. Warum nicht dorthin zurückkehren, statt quasi-sozialistische Strukturen großflächig anzustreben?

brueckenbauer

20. Januar 2022 15:17

I ch fändes es ganz nett, wenn hier unterschieden würde zwischen der Macht der Großunternehmen (bzw. ihrer Exekutivorgane) einerseits und der "kapitalistischen Logik" andererseits.

Hayek z.B. hätte gegen die Kritik an der Vertrustung und Oligopolisierung gar nichts einzuwenden gehabt (er hat daran teilgenommen).

"Kapitalistische Logik" ist ein anderes Thema. Damit kann ein Modell gemeint sein, demzufolge jede Marktwirtschaft gesetzmäßig zur Oligopolisierung führt - aber da wäre der Ausdruck "Logik" nicht angebracht. (Abgesehen von der Frage, ob das so stimmt.)

Man muss also befürchten, dass es hier mal wieder um die Marktlogik geht, also die Denkregeln, denen jeder kleine Selbständige und jeder Verbraucher folgt. Und was genau soll daran falsch sein?

 

Gracchus

20. Januar 2022 15:23

Weitgehende Zustimmung. Fragen stellen sich nur hinsichtlich der Terminologie. Also ob die Entwicklung hin zu Kapitalismus oder Sozialismus tendiert. Libertäre behaupten letzteres. "Weltanschauungen sind Vokabelmischungen" (W. Serner). Ich würde auf diesen Streit nicht zu viel Energie verwenden, es fragt sich auch, ob diese hergebrachten Begrifflichkeiten noch taugen. Wenn man daran festhält, würde ich den Akzent auf "kapitalistisch" setzen. Der Sache nach handelt es sich um ein Bündnis von Grosskonzernen (Stiftungen) und Regierungen, also eine Art Koporatismus. Scholz hat gerade beim WEF bekräftigt, auf diesem Weg fortzufahren. Punkt für Punkt. Bei seiner (abgelesenen?) Rede hat er, wie man ihm nachsagt, wie ein somnambuler Automat gewirkt. Krass, was er da, ohne rot zu werden, vom Stapel lässt (z  B. die implizite Behauptung, nur durch Impfungen Virusmutationen in den Griff zu kriegen).

 

 

Laurenz

20. Januar 2022 15:35

Also ich weiß nicht, Herr Sander. Lobbyismus gab es schon immer, Globalisierung (, wie Nationalisierung) auch. Daß irgendwer meint, privatrechtlich weiter zu kommen, nachdem die staatlich formalistische Weltrevolution gescheitert ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Das Dasein als unumschränkter Imperator, oder auch nur das Dasein in dessen Dunstkreis, mag schon verführerisch sein. Entscheidend ist doch nicht, was Klaus Schwab meint, (wenn der nicht aufpaßt, steht er kurz vor der Ausbürgerung), ist doch völlig unerheblich. Entscheidend sind die Politiker, wie von der Leyer, welche solchen Einflüsterern Raum schenken. Ob von der Leyer mit Wilhelm Tore eine Affaire hat, ist nicht mein Problem. Ein Problem stellt dar, wenn sie Ihrem womöglichen Liebhaber ohne Mandat nicht gewählte Führerschaft einräumt. 

Ihre Bedenken, Herr Sander, existieren übrigens auch bei der Alt-Linken, zumindest berichtet sie darüber, siehe hier 

https://www.heise.de/tp/features/Lobbyverband-im-CDU-Vorstand-Parteimitglied-will-notfalls-klagen-6332411.html

Gracchus

20. Januar 2022 16:12

P. S. 

Was mir allerdings an dem Artikel missfällt: Dass die systemische Sicht gegen "Verschwörungstheorien" ausgespielt wird. Die systemische Sicht ist akteursblind und daher unzulänglich 

Florian Sander

20. Januar 2022 18:15

@Gracchus:

Ich möchte das gar nicht gegeneinander ausspielen. Mir geht es in diesem Punkt eher um die kommunikative Anschlussfähigkeit, im politischen und gesellschaftlichen Diskurs. Diese ist halt durch "harte Zahlen" und belegbare Fakten, wie Kaiser sie in seiner Studie auf wissenschaftlicher Basis liefert, deutlich besser gewährleistet als durch, überspitzt gesprochen, "Bill Gates chippt uns alle!!!!" - ohne dadurch gewisse "wahre Kerne" mancher Verschwörungstheorien pauschal in Abrede stellen zu wollen. Es geht immer nur Anschlussfähigkeit. Wo diese nicht oder nur auf Minderheiten begrenzt da ist, macht man sich unnötig angreifbar.

Der systemische Ansatz ist da m. E. auch nicht automatisch blind für. Er würde nur andere Dynamiken in den Blick nehmen. Keine Verschwörung, so mächtig manche Akteure auch sind, kann gelingen ohne sie begünstigende systemische Dynamiken, die diese - Achtung! - im System "anschlussfähig" machen. Kein Strippenzieher kann bestehen, wenn die Strippen nicht halten oder schnell reißen. Das ist die Erkenntnis des systemischen Denkens.

Imagine

20. Januar 2022 22:16

„…hat Benedikt Kaiser gezeigt, daß hier mitnichten etwas gänzlich Neues passiert, das die Welt gesellschaftsstrukturell und politisch nun ganz überraschend verändern würde.
Tatsächlich wird ein schon seit langem bestehender ökonomischer, politischer und (welt-)gesellschaftlicher Trend bloß verstärkt und beschleunigt …“

Es ist der Übergang von einer liberalen Gesellschaft auf demokratischer und rechtstaatlicher Grundlage zu einer totalitären Gesellschaft, die von einer transnational organisierten, verbrecherischen Mafia beherrscht wird, wo die Individuen ihre Grund- und Freiheitsrechte verlieren bzw. ihre Rechte nicht mehr auf dem Rechtsweg durchsetzen können.

„Gänzlich neu“ ist dies natürlich nicht.

Gracchus

20. Januar 2022 23:01

@Florian Sander

Das ist strategisch natürlich richtig. So verfährt (oder sollte verfahren) ein Anwalt vor Gericht. Ob man z. B. mit den Argumenten von Dr. Lanka vor Gericht Erfolg haben wird, wage ich zu bezweifeln. (Es wäre aber interessant, wenn das mal jemand ausprobierte.)

Ich bin ja dafür, beide Ansätze zu verbinden. In Luhmanns Systemtheorie, auf die Sie sich an einer Stelle beziehen, bleiben m. E. Akteure unterbelichtet, eigentlich "Umwelt".

Was die Akteursebene betrifft, kommt es eben drauf an, wie man's formuliert. Bill Gates hat seine Pläne öffentlich gemacht. Es dürfte auch leicht nachzuweisen sein, wie er bzw. seine Stiftung von der Pandemie profitieren, wo Verbindungen bestehen. Das ist ja keine Verschwörungstheorie mehr. Ich würde von Netzwerkkapitalismus sprechen. 

Wie gesagt, ich teile Ihren Ansatz, aber es ist doch ernüchternd, wie wenig selbst die anschlussfähigsten Argumente verfangen. Anderenfalls wäre die Impfpflicht vom Tisch. Michael Esders hat auf Twitter darauf hingewiesen, dass Faktum von facere=machen kommt. Die Fakten, die uns präsentiert werden, sind gemacht - damit den konstruktivistischen Ansatz Luhmanns bestätigend.  

 

  

tearjerker

20. Januar 2022 23:14

Die Alternative hat den Anschluss einfach verpasst. Es gibt in Deutschland in den letzten 150 Jahren zwei Parteien, die ein Beispiel dafür gaben, welche Räder gedreht werden müssen, wenn man in die Verantwortung will. Stattdessen: Auf das Märchen von der achso tödlichen Grippe reingefallen, geimpft und abgedroschene Sozi-Phrasen à la ‚die Krise heisst Kapitalismus‘ (jetzt neu!) für krasses Zeug haltend. Heimlich träumt man vom grossen Reset, in dem auf einmal wieder 1985 ist, damit man die Welle von Anfang an mitreiten kann und bei der Global Governance, dem ganz grossen Betrieb mit den dicksten Versorgungsposten, nicht übergangen wird. Einstweilen lässt man sich weiter wie den letzten Dreck behandeln, versucht nicht unangenehm aufzufallen und sein Publikum zu Tode zu langweilen. Weniger geht nicht.

Frieda Helbig

20. Januar 2022 23:17

"Der Intensivbetten-Abbau und die Klinikschließungen der letzten Jahre (ebenfalls eindrücklich dargelegt von Benedikt Kaiser in seiner Studie, S. 10–12) waren Ausdruck einer Unterwerfung des Gesundheitssystems unter die kapitalistische Logik."

Das stimmt so in dieser Absolutheit nicht und ist eine unlautere Verkürzung. Ohne eine ausreichende Anzahl an Pflegepersonal gehts halt nicht. Und dessen Fehlen hat nicht nur was mit kapitalistischer Logik zu tun. Gerade die Intensivmedizin ist vergütungstechnisch lukrativ, warum sollte man gerade dort Betten abbauen aus kapitalistischer Logik? Zumal: nicht alle Krankenhäuser sind AGs. Und: wollen wir wirklich mehr Kliniken und Intensivstationen, welche hohe Kosten verursachen oder wollen wir mehr und bessere ambulante niederschwellige Versorgung? Vielleicht ist es ok weniger Intensivbetten zu haben und dafür eine bessere Palliativ Versorgung. 

@Florian Sander: lasen Sie meinen letzten Artikel hier dazu? https://sezession.de/65159/gesundheitssystem-gesundheit-als-system

 

 

Imagine

21. Januar 2022 01:09

1/2

Die Rede davon, dass „mitnichten etwas gänzlich Neues passiert“ ist gefährlich, weil die qualitative Differenz nicht deutlich wird und eseinem falschen  Bewusstsein Vorschub leistet, es werde im Großem und Ganzen beim Alten bleiben.

Tatsächlich wird die Differenz so groß wie zwischen Weimarer Republik und Drittem Reich wereden. Denn „gänzlich neu“ waren politische Repressionen und Ausschaltung der Opposition nicht. In der WR hatte es blutigen Bürgerkrieg gegeben, und politische Morde waren an der Tagesordnung gewesen. Trotzdem gab es in der WR noch einen Rechtsstaat und „rote Linien“ im Umgang mit der Opposition.

Roten Linie, die es früher in der BRD gegeben hatte, werden schon in der Merkel-Zeit immer mehr überschritten. Jedoch wird nunmehr Opposition gegen Regierungspolitik als verfassungsfeindlich deklariert und Oppositionelle werden als Staatsfeinde behandelt.

Rechte Oppositionelle bzw. all jene, die als „rechts“ ettikettiert werden, werden in eine vergleichbare Rolle wie die Kommunisten im NS-System geraten.

Im „Kampf gegen Rechts“ wird deren mediale und wirtschaftliche Existenz zerstört werden, sie kommen auf Gefährderlisten und ggf. in Gefährderhaft. Die Vorratsgesetze dazu sind längst verabschiedet.

Imagine

21. Januar 2022 01:10

2/2

Zu propagieren, dass „mitnichten etwas gänzlich Neues passiert“ wirkt wie ein Schnuller oder Beruhigungsmittel. Man kann weiterhin „bussines as usual“ betreiben, die Vorbereitungen zur Impfpflicht und die damit verbundene Weggabelung ignorieren und sich den unpolitischen Themen des Feuilletons hingeben.

Tatsächlich wird die Einführung einer gesetzlichen Impfpflicht rote Linien überschreiten und eine diktatorische Regierungspolitik zur Normalität werden lassen, wo von Seiten der Politfunktionäre und der Bürokratie rechtsstaatliche Grenzen und wissenschaftliche Einwände ignoriert werden und Repressionen sowie Existenzvernichtungen gegen „Abweichler“ zum Alltag gehören.

Luisman

21. Januar 2022 02:38

Auf dem Plakat haette genauso gut "Die Krise heisst Sozialismus" stehen koennen, und das mit in etwa dem selben Wahrheitsgehalt.

Ich war einige Jahre Vertreter der BRD (DKE) in der IEC. Globalismus macht ja manchmal auch Sinn, oder wuerdest Du dich neben USB 1.0 bis 4.0 noch gerne mit USB-Spannungen zwischen z.B. 9 und 48V herumschlagen wollen?

Ein Gegentrend waere die de-Lokalisierung, dann Nationalisierung, dann zwangslaeufige Globalisierung aus immer marginaleren oekonomischen gruenden Einhalt zu gebieten und dort wo das fehlgeschlagen ist wieder umzukehren. Microsoft muss nicht lokal sein, aber ein Krankenhaus ist immer lokal. Genauso sind die Aerzte in der Umgebung in ihren Praxen immer lokal. Dann waere es doch sinnvoll, die Entscheidungen ueber die lokale Qualitaet der medizinischen Versorgung auch lokal und demokratisch zu treffen. Korruption ist dann einfacher erkennbar, wirkt sich nur lokal aus und ist weit weniger attraktiv (wegen der geringeren Betraege), als wenn man all das national regelt. Als nationales Backup kann man die tlw. erbaermlich ausgestatteten Bundeswehrkrankenhaeuser nutzen.

Ein anderer Gedanke ist, wie sich die allgemeine Gesundheit verbessern wuerde, wenn jeden Schultag die erste Schulstunde Sport ist (anstatt ausschlafen). Und wenn es dann noch zu Mittag eine zuckerfreie und kohlehydratarme Schulspeisung gaebe, koennten wir den Gesamtbedarf am sog. 'Gesundheitssystem' mindestens halbieren.

Laurenz

21. Januar 2022 05:30

@Gracchus @Florian Sander

soweit ich Ihre intellektuellen Einlassungen verstehe, muß ich hier 

@Imagine

Recht geben. Totalitarismus ist auch im Westen nichts Neues. Daher ist auch grundsätzliche Kapitalismus-Kritik falsch.

Wie das Beispiel China zeigt, kann sich der Kapitalismus nur so weit ausdehnen, wie der politische Wille es zuläßt. Meist reicht es Exempel zu statuieren , um die hemmungslosen Milliarden-Aktivisten im Zaum zu halten. Würden wir ( der Westen) das genauso wie die Chinesen machen, säße Wilhelm Tore längst für 10 Jahre im Bau.

Außerdem entfernen wir uns aktuell massiv vom Kapitalismus, oder sagen wir vom Leistungsprinzip. Wir geraten wieder in eine Art Neu-Feudalismus mit privilegierten Minderheiten, wie Schwarze oder Schwule. Am besten wird man wohl fahren, wenn man schwuler Schwarzer, also noch ungekrönter König ist.

Laurenz

21. Januar 2022 05:46

@Frieda Helbig

Bin der Überzeugung, Sie schreiben an @FS vorbei.

Das Interesse von Krankenhaus-Konzernen ist es natürlich die Intensiv-Betten-Belegung, wie auch die normale Belegung auf 100% zu hieven, da die Politik bis jetzt nicht dazu neigt, nicht belegte Betten permanent fürstlich zu entlohnen. Personalkosten sind dabei natürlich die höchsten Kosten.

Was Sie, ein verkappter Sozialist, wollen, ist eine systemische Umstellung, quasi eine Verlagerung der Profite, weg vom Aktionär hin zum Personal, nicht durch Ordre de Mufti, sondern durch andere Kassenvorgaben, einem völlig anderen Ansatz im Heilwesen.

Selbst bei einer politischen Mehrheit in Ihrem Sinne, ist das kaum durchzusetzen. Das muß man von langer Hand vorbereiten & nach Trump vorab die Produktionsmittel des Pharma-Sektors in das eigene Land zurückholen. Andernfalls bleibt jede Regierung erpreßbar. Die Souveränitätsfrage bleibt auch hier immer die wichtigste.

RMH

21. Januar 2022 07:05

"Gerade die Intensivmedizin ist vergütungstechnisch lukrativ, warum sollte man gerade dort Betten abbauen aus kapitalistischer Logik? Zumal: nicht alle Krankenhäuser sind AGs. Und: wollen wir wirklich mehr Kliniken und Intensivstationen, welche hohe Kosten verursachen oder wollen wir mehr und bessere ambulante niederschwellige Versorgung?"

Das sind gute Fragen. Man kann im Gesundheitswesen eine gewisse Konzentration und Ballung von Kräften beobachten. Kleinere Kliniken werden geschlossen, investiert wird dort, wo ein großer Einwohnerkreis als Einzugsgebiet herrscht, erst durch diese Angebotsverknappung wird Medizin bzw. auch "intensiv" lukrativer (Schlagworte Bettenauslastung, hohe Fallzahlen). Der Einzelarzt mit eigener Praxis ist auf dem Rückzug, es machen sich mehr und mehr Zusammenschlüsse von Ärzten breit. Das, was in der DDR Poliklinik hieß, heißt jetzt (die Bezeichnung ist ja nicht ausgestorben) oft auch "MVZ" (Medizinisches Versorgungszentrum). Der einzelne, vormals unabhängige Arzt wird abhängig, verschuldet sich, kauft sich in größeren Einheiten mit "besseren" technischen Möglichkeiten ein etc. Diese Zentralisierung führt im Ergebnis aber auch dazu, dass man das bisher amorphe Gesundheitswesen besser steuern und kontrollieren kann. Impfskeptische Ärzte sind oft die ökonomisch auf eigenen Beinen, eigener Praxis stehenden Ärzte alter Schule, die angestellten Ärzte oder in der Mühle des Schuldendienstes stehenden MVZ- Partner weniger.

Amos

21. Januar 2022 08:12

Corona ist nicht nur eine Grippe, die medial und unter zu Hilfenahme des hochsensiblen und gerade deshalb "blinden" PCR- Verfahrens aufgebauscht wurde. Oder richtiger: Corona ist diese aufgebauschte Grippe in den Zahlen, denen die Grippe außerdem abhanden gekommen ist (Sterbeziffern, Durchschnittsalter der Verstorbenen). Im individuellen Krankheitsverlauf ist der massive Befall der Lunge mit Atemnot, etc.ein Unterscheidungskriterium zur Influenza, wie es scheint, wenn auch relativ selten. Dies und die Fälle des Zytokinstrums deuten auf ein Virus hin, dass es geschafft hat das Immunsystem relativ lange zu unterlaufen, was evtl. ein Überlebensvorteil im Fledermausorganismus einbrachte. Hier liegt eben doch ein Körnchen Wahrheit, das es freilich ermöglichte, die Situatioen so zu gestalten, wie die interessierten Kreise dies taten.

Franz Bettinger

21. Januar 2022 09:40

"Lieferketten-Unterbrechungen bei dringend benötigten Medizin-Produkten“ - da kann ich nur lachen. Welche Produkte sollen das sein? Alle guten Produkte sind alt bekannte, deren Patente längst abgelaufen sind. Zu Tage tritt hier, wieder mal, die wahnsinnige Überschätzung der Medizin. Aber Schwamm drüber. Es brennt nicht. Das Problem gehen wir übermorgen an. 

Franz Bettinger

21. Januar 2022 09:55

Die Natur des Great Reset ist die Renaissance des Feudalismus. Der Staat bestimmt, dass seine Leibeigenen eine( nebenwirkuns-reiche) Impfung akzeptieren müssen. Wie im Mittelalter und in den Sklavenhalter-Staaten können die Elitioten das mit Gewalt durchsetzen. Denn sie haben die Macht. Wir nicht. Rechte sind keine Naturgesetze.  Sie sind etwas Künstlichles, Gesetztes, ein Konstrukt. Wir hatten uns bis 2015 daran gewöhnt, dass Polizei und Gerichte die Rechte durchsetzen, wenn man sie anruft. Wir haben es nicht anders gekannt, als dass der Staat die Autonomie unseres Körpers garantiert. Mit einer wie auch immer gearteten Impfpflicht tut er das nicht mehr. Und wir haben in den letzten 2 Jahren gelernt, dass der Staat mit weiteren Maßnahmen unsere Autonomie beschränkt, uns Freiheiten nimmt, die wir mal sicher geglaubt haben, und das alles, ohne dass ein wilder gewalttätiger Aufstand ausgebrochen wäre. Schade. Wie kommt das?  ff

 

Franz Bettinger

21. Januar 2022 09:56

ff

Sklaverei war nie libertär, sondern ubiquitär weltweit vorhanden; ganz normal. Übrigens auch bei den Germanen. Dieses seltsame Eigentum an fremden Menschen galt uneingeschränkt seit Adam und Eva; auch in der Bibel, wo es keineswegs verdammt wurde; nein, es war auch dort im Alten Testamentes: ganz normal. Man spricht heute nicht mehr so gerne davon, und auch nicht über die Leibeigenschaft in Europa, die bis ins 19. JH anhielt. Die Grund- und Leibherren waren Adelige und Kirchen. Die Sichtweise, dass jeder Mensch sich selbst gehören & ein uneingeschränktes Recht über seinen Körper haben sollte, existiert als formales Recht erst seit 200 Jahren. Und jetzt wird es eben wieder abgeschafft, wenn es nach Schwab und Konsorten geht. Ich denke, wir sind es uns selbst schuldig, notfalls mit Gewalt die alten Rechte und unser Eigentum zurück zu erobern. (Stark verfranzelt & gekürzt nach:  https://luismanblog.wordpress.com/2022/01/15/die-institution-des-eigentums/

Franz Bettinger

21. Januar 2022 10:05

Noch was Herzhaftes von Lauterbach, und hoffentlich zur besten Sendezeit ausgestrahlt. Denn jeder Deutsche muss das wissen: 

https://www.youtube.com/watch?v=ncZ-FaZc2uw

Laurenz

21. Januar 2022 10:16

@Amos

"ist der massive Befall der Lunge mit Atemnot, etc.ein Unterscheidungskriterium zur Influenza"

Nein, dem ist nicht so! 

Auch tödliche Krankheitsverläufe bei der Grippe (zB in 2018 etwa 25k) sehen genauso aus, wie bei Covid. Hier muß man in Betracht ziehen, daß zu Beginn der Corona-Fakedemie die meisten Covid-Patienten starben, weil sie an eine Lungen-Maschine angeschlossen wurden. 9 von 10 Patienten, die, egal wegen was, an Lungenmaschinen angeschlossen werden, sterben. Man wird quasi erfolgreich zu Tode therapiert. Covid ist im Vergleich eine völlig harmlose Infektionskrankheit. Ich selbst und viele andere überlebten schon Schlimmeres. Und das hatte in der Politik niemanden interessiert, sondern man hatte das dann sehr wohl guten Ärzten zu verdanken, die weder zuviel noch zuwenig taten.

Frieda Helbig

21. Januar 2022 10:16

@Laurenz:

Fühle mich eher nicht als Sozialist, aber egal. Ich kritisiere lediglich die Verkürzung der Debatte, ergo kapitalistische Logik führt zu Bettenabbau und Kliniksterben. Dies ist allenfalls ein Teilaspekt, aber nicht die ganze Wahrheit.

Und Krankenhausfinanzierung ist nun mal das Feld in dem ich tätig bin und eine Expertise besitze. Manchmal werde ich hier das Gefühl nicht los, daß mir diese als "Pflegekraft", nicht zugetraut wird. 

@RMH:

Ich denke auch, wir müssen alternativ gänzlich andere Fragen stellen, anstatt auf dem Intensivbettenabbau rumzureiten.

Franz Bettinger

21. Januar 2022 10:27

@Gracchus, anschlussfähige Argumente? Vielleicht so: Typische  Verschwörungs-Leugner glauben, dass 
- es im Jahr 2020 weltweit eine schlimme Pandemie gab (2) 
- die Zahl der Corona-Toten korrekt angegeben wurde (3) 
- der PCR-Test irgendetwas diagnostizieren könnte (11) 
- man ohne Krankheits-Zeichen krank sein kann (17)
- man auch ohne Symptome infiziert sein kann (17) 
- Lockdowns Infektionen eindämmen können (8)
- die Krankenhäuser 2020 überfüllt waren (10) 
- mRNA-Impfungen helfen (23) 
- Masken wirken (20) 

Liebe Leugner, hier sind 30 Fakten, die ihr wissen müsst. Alle stammen aus offiziellen Quellen: https://off-guardian.org/2021/09/22/30-facts-you-need-to-know-your-covid-cribshee 

Umlautkombinat

21. Januar 2022 11:04

Hier liegt eben doch ein Körnchen Wahrheit, das es freilich ermöglichte, die Situatioen so zu gestalten, wie die interessierten Kreise dies taten.

Das Problem liegt im Wort "Koernchen". Es ist eben ein marginaler Unterschied zur Influenza, wenn man auf der Ebene Krankheit selbst bleibt. 

Aber was ist passiert - egal ob die interessierten Kreise jetzt durchkommen oder nicht? Die gesamte Population wurde hypersensitiviert, dieses Ziel wurde erreicht. Der Boden fuer Weiteres ist extrem fruchtbar. Mr. Gates hat gerade von schlimmerer Pandemie orakelt, das hatte ich erwartet. Laesst man eine solche jetzt los, trifft die auf einen in der Breite voellig veraenderten Begriff von Gesundheit und diesbezueglicher Akzeptanz totalitaerer Massnahmen staatlicher oder supranationaler Akteure.

Wuerde eine solche neue Variante nach 'alten' Vorstellungen in vernuenftigem Mass als Aufgabe begriffen, waere es ja OK. Das wird aber nach der Corona"vorarbeit" an Erhoehung psychotischer Anfaelligkeit nicht passieren. Wenn die Auswirkungen einer solchen Krankheit z.B. nicht negierbar messbar sind, wuerde jeder Kritiker mit "siehste, wir hatten immer recht" komplett vom Tisch gewischt worden, obwohl der Schluss vollstaendig falsch ist.

 

Lausitzer

21. Januar 2022 12:51

@Mitleser2

"Warum nicht dorthin zurückkehren, statt quasi-sozialistische Strukturen großflächig anzustreben?"

Ich kann das weder aus obigen Text, noch Kaisers Buch herauslesen. Beide werfen lediglich ein Licht auf die Folgen kapitalistischer Wirtschaft.

Marktwirtschaft ist wesentlich älter als Kapitalismus.

Der_Juergen

21. Januar 2022 12:52

Ich reagiere auf den Ausdruck "Verschwörungstheorie" allergisch, weil es sich um eine klassische Kampfvokabel aus dem Arsenal des Systems handelt. - Natürlich gibt es unter den Kritikern des gängigen Corona-Narrativs sehr viele Leute, die - sei es aus subjektiv ehrlicher Überzeugung, sei es, weil sie als Trolle absichtlich Desinformation verbreiten -, Sachen wie "Gates will uns alle chippen" als monokausale Erklärung für den Schwindel anbieten. Differenzierte Kritiker, die ja auch auf diesem Blog reichlich zu Wort kamen und kommen, tun das nicht.

Interessant und wichtig ist die Frage, ob man, wenn man sich an eine breite Öffentlichkeit wendet, gleich über den Great Reset, über Schwab, Gates, Attali etc., reden soll - auf die Gefahr hin, dass der Normalbürger, der von den Lügenmedien Tag und Nacht vor "Verschwörungstheoretikern" gewarnt wird, sich dann erschrocken abwendet. Vor der 2. Volksabstimmung über das Covid-Gesetz in der Schweiz verbreiteten dessen Gegner eine an sich vorzügliche, vielseitige Broschüre mit einer Flut medizinischer und ökonomischer Argumente, ohne jedoch auch nur mit einem Wort anzudeuten, dass wir es mit einem langfristigen Plan der Volkszerstörer zu tun haben. Vermutlich war das sogar richtig. - Dass immerhin 38% der Stimmbürger das Ermächtigungsgesetz ablehnten, zeigte, dass die Gehirnwäsche zwar immer noch gut, aber eben nicht perfekt funktioniert.

 

Laurenz

21. Januar 2022 13:25

@Umlautkombinat

"völlig veränderten Begriff von Gesundheit und diesbezüglicher Akzeptanz"

Die "deutsche" Politik, in ihrem Vorausgehorsam & "Germans-to-the-front"-Mentalität, wie ehedem, sorgt gerade in der gehobenen Mittelschicht dafür, daß diese Nummer bald für immer vorbei ist. Keiner hat Bock darauf, vor allem nicht nach vollzogenem Gehorsam, seine Lebenszeit, wegen einem Tabletten-Junkie in Talk-Schauen & Ministerium, zu verschwenden. Man würde dann doch lieber den verdienten Malediven-Urlaub genießen. Denn gerade in dieser nicht ganz bildungsfernen Schicht wird bald auch den grüne Ablaß-Briefe kaufenden SUV-Fahrern klar, daß weder die grüne Nummer, noch die Corona-Politik zu Berlin mit irgendeiner Realität irgendetwas zu tun hat. Noch 2 Monate diese "Heil-Steinmeier-Nummer" und diese Fakedemie-Geschichte ist für immer durch. Sobald noch mehr Studien den Nachweis erbringen, daß die Impfstoffe toxisch wirken, wird sich auch Gold-Uğur auf keiner deutschen Straße mehr blicken lassen können. Die Nerven liegen blank.

Florian Sander

21. Januar 2022 14:39

@Franz Bettinger:

"Lieferketten-Unterbrechungen bei dringend benötigten Medizin-Produkten“ - da kann ich nur lachen. Welche Produkte sollen das sein? Alle guten Produkte sind alt bekannte, deren Patente längst abgelaufen sind. Zu Tage tritt hier, wieder mal, die wahnsinnige Überschätzung der Medizin. Aber Schwamm drüber. Es brennt nicht. Das Problem gehen wir übermorgen an.

Da können Sie nur lachen? Es gab im Sommer letzten Jahres z. B. einen Lieferengpass bei Asthma-Sprays. Da konnten Sie als Asthmatiker bei einem schweren Anfall, sofern Sie keinen größeren Vorrat im Hause haben (was aber wegen Ablaufdaten auch problematisch sein kann), nur noch die 112 rufen, und das in einer Jahreszeit, in der die Pollen noch fliegen. So etwas kommt öfters vor, als viele glauben, und in noch vielen weiteren Detail-Bereichen (Kanülen für Beatmungsschläuche usw. usf.). Kriegt der gesunde Normalbürger halt nur nicht immer mit.

Frieda Helbig

21. Januar 2022 16:12

@Florian Sander:

Alle Asthma-Sprays oder ein bestimmter Wirkstoff? Was Bettinger meint, zur Not tut es auch ein anderes mit anderem "alten" Wirkstoff - aber besser als Ersticken! (Etwas platt formuliert, sorry!) 

Vielleicht hat @Laurenz ja recht und wir reden irgendwie aneinander vorbei. Ihnen geht es darum, daß die ganze moderne Gesundheitsversorgung der Gewinnmaximierung entzogen wird, soweit so richtig. Aber wir stellen zudem noch das ganze System der modernen Gesundheitsversorgung in Frage - braucht es das alles, und wer soll das alles bezahlen? Denn irgendwie vergüten muß man ja die erbrachten Leistungen auch außerhalb der kapitalistischen Logik. 

Umlautkombinat

21. Januar 2022 17:07

Keiner hat Bock darauf [...] in dieser nicht ganz bildungsfernen Schicht

Laurenz, Sie haben keine Idee davon, wie gern ich Ihr Wort in Gottes Gehoergang saehe. Was ich allerdings von dieser Klientel in den vergangenen zwei Jahren an Hoerigkeit und williger Einbindung in totalitaere Entwicklungen gesehen habe und weiter sehe, stimmt mich da nicht zuversichtlich. Der psychotische Anteil hat mit Bildungsebenen auch bekanntermassen nichts zu tun. Das Erhalten und Fortkommen im aktiven Status in einer sich in dieser Richtung transformierenden Gesellschaft - das wiederum zeigt immer wieder aktualisierte neue Beispiele schlauen Hirnschmalzes dieser Schicht, um am Trog zu bleiben.

Ich bin trotzdem zuversichtlicher als vielleicht noch 4 Monate zuvor, aber dem gruenen schleimigen Spiessertum der Jetztzeit gebe ich dahingehend nicht sehr viel an positivem Anteil vor. Die haben im Gegenteil jetzt offener gezeigt, was sie schon immer waren.

 

 

Maiordomus

21. Januar 2022 18:11

@-derjü. Die 38% in der Schweiz sind kein wie Sie es machen noch gutes Resultat, sondern die Folge davon, dass bei diesem Pandemie-Alarm die Generation ab 50, auf die man sich noch vor 50 Jahren durchaus verlassen konnte, welche zwar unterdessen gestorben sind, dass die heutige ältere Generation mit noch in der Regel höherer Stimmbeteiligung und sonst höherer Abgebrühtheit  mit Erfolg in beträchtlicher Mehrheit auf eine so noch nie dagewesene Weise eingeschüchtert wurde. Nur in den Gegenden, wo man die Medien am wenigsten zur Kenntnis nimmt und noch direkt miteinander kommuniziert, Appenzell-Innerrhoden und Muotatal (wo z.B. fast niemand an die neue Klimareligion glaubt, aufgrund eigener meteorolg. Tradition) gab es imponierende im besten Sinn misstrauische Mehrheiten, z.T. auch im franz. Jura. Ehrlich gesagt eine Koalition z.T. von erfahrenen sehr gut Informierten und andererseits durchaus solchen Personen, die zum Teil im guten, zum Teil im weniger guten Sinn unbelehrbar sind. 

Franz Bettinger

21. Januar 2022 19:31

@Sander: Auch die Ablaufdaten gehören auf den Prüfstand. Ich weiß von einem mit mir befreundeten "Chef einer großen Prüf-Firma für Arzneien“, dass die allermeisten Ablaufdaten (außer bei Salben; manchmal auch bei nicht kühl gelagerten Suppositorien) nichts als einen pekuniären Hintergrund haben; anders gesagt: auch lange nach dem Datum noch wirken. Ich selbst habe mich aus meinem persönlichen Notfall-Set mit 15 Jahre alten Ampullen mit Erfolg ohne Nebenwirkungen gspritzt (Morphium, Kortison). Wiederholt. Ich habe nie ein Problem mit abgelaufenen Ampullen und auch keins bei abgelaufenen eingeschweißten (!) Tabletten gesehen. Ich wette, das abgelaufene Asthma-Spray hat bei Ihnen (oder wen immer Sie meinten) immer noch gut gewirkt; stimmt's?

@Helbig: Wie Sie es sagten, so habe ich es gemeint. Die „alten“ Wirkstoffe (deren Patente abgelaufen sind und daher überall auf der Welt ohne großen technischen Aufwand ! hergestellt werden könnten) sind ganz generell gesagt meist sogar wirksamer als die neuen. - Wie gesagt: Der Laie macht sich keine Vorstellung vomAusmaß des Betruges in der Medizin & Pharmakologie. Ich warte auf eine neue Ära, aber natürlich nicht auf Schwab’s Great Reset. 

Franz Bettinger

21. Januar 2022 20:05

@Jürgen: Ich verstehe Ihre Aversion gegen das Totschlagwort „Verschwörungs-Theoretiker“. Meine Taktik, mit solchen Frame-Wörtern (wie auch dem Wort Rechter) umzugehen, ist allerdings eine andere. Ich widerlege sie nicht, sondern bestätige sie fast im Sinne einer "Provokativen Therapie“. (Die gibt es tatsächlich in der Psychiatrie.) „Kommen Sie rein,“ sag ich dem Stromableser, der vor der Tür stehend an seiner Maske herumfummelt: „Hier sind Sie gut aufgehoben. Wir sind alle V-Theoretiker.“ Er lacht und steckt die dumme Maske in die Arschtasche (so nennen wir Saarländer die hintere Hosentasche). - Diese Methode habe ich mir (glaub ich) von Ellen Kositza abgeguckt, die das mal so in Ihrem Buch beschrieben hat; fand ich Klasse. Man schlägt dem anderen quasi das Schwert aus der Hand und kann sofort selbst damit oft mit verblüffendem Erfolg zuschlagen. Es lohnt sich vor allem im Beisein anderer, noch zu überzeugender Menschen, z.B. im Biergarten. Da wird es plötzlich ganz leise, und viele hören dem Disput zu. Das wollen wir doch: Dass man uns zuhört. Wir haben doch bei weitem die besseren Argumente Ich glaub, @Lau macht es ähnlich. Ja, es ist aggressiv, nicht defensiv, aber das ist gut so. 

Laurenz

22. Januar 2022 06:01

@Umlautkombinat @L.

Nehmen Sie doch mal Kontakt zu Ihrer lokalen Querdenker-Gruppe oder zu der Partei "Die Basis" oder zum Kreisverband der AfD auf. Wenn Sie dann bei einem "konspirativen" Treffen diese ganzen "Rechtsradikalen", die sich weigern, Sie mit "Heil Steinmeier" zu begrüßen, bei Ihnen vor Ort kennenlernen, werden darunter auch ein paar Migranten sein & ein oder 2 bildungsferne Arme, aber die meisten, die Sie dort antreffen werden, sind wohlhabende Mitbürger, Geschäftsführer, etc.pp. 

Und genau um die geht es doch. Der bürgerliche Mittelstand ist das Feindbild Nummer 1 der Internationalisten. Das war es auch schon vor der bolschewistischen Revolution in Rußland so. Es starben alle die Russen in den Gulags, die lesen & schreiben konnten, nicht anders unter Pol Pot in Kambodscha.

Was ich Ihnen sagen will, ist, so leicht kommt man am Mittelstand nicht vorbei. Ein Unternehmer mit 400 Mitarbeitern ist mächtig. Alleine schon wegen der Gewerbesteuer, die er zahlt, zittert jede Gemeinde davor, daß er zur Nachbargemeinde umzieht.

Franz Bettinger

22. Januar 2022 09:52

@Frieda Helbig: In Krankenhäusern ist mMn der größere Teil des Heilerfolges dem Kümmern des Pflegepersonal zu verdanken und nicht den Ärzten mit ihren „spezifischen“ Therapien. Was Kranke vor allem brauchen, ist Ruhe und Rundum-Versorgung. Den Rest erledigen in den allermeisten Fällen die selbstheilenden Kräfte. 

Das könnte Sie interessieren:  https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20221/ich-bitte-um-gnade-fuer-todgeweihte/

Grobschlosser

22. Januar 2022 10:44

https://www.youtube.com/watch?v=2p1zv0timxM

Roger Beckamp zeigt wie der Kampf gegen das nationale Gutmenschentum gewonnen werden kann - den Wohnungsmarkt thematisieren , die Gewinner und die Verlierer der aktuellen Entwicklung klar benennen . 

nochmal : erst wenn der hochbegabte Malte - Holundersaft-Goodwill tagtäglich mit dem Gewaltali konfrontiert wird ändern sich die Dinge . Es darf keine rot-grünen Sicherheitszonen geben - wer kriminelle und gewalttätige Personen nach Deutschland holt muss zwingend mit diesen Leuten unter einem Dach leben . Der sog. Kapitalismus soll sich gefälligst im grünen Kiez austoben .

Umlautkombinat

22. Januar 2022 12:20

Nehmen Sie doch mal Kontakt zu Ihrer lokalen Querdenker-Gruppe oder zu der Partei "Die Basis" oder zum Kreisverband der AfD auf.

Die kenne ich schon, und sicher in ihrer Auspraegung in umfangreicherer Form als den genannten Inkarnationen.

Ich hatte aber doch eigentlich die Gruppe genauer umrissen, die ich meine. Und die gehoert genau nicht dazu. Und die kenne ich eben auch in all ihrer Jaemmerlichkeit und ihrem Durchdringungsgrad gesellschaftlich relevanter Positionen.

Laurenz

22. Januar 2022 15:15

@Umlautkombinat @L.

"Und die kenne ich eben auch in all ihrer Jaemmerlichkeit und ihrem Durchdringungsgrad gesellschaftlich relevanter Positionen."

So ist das nun mal. Ihre Beschwerden sind die Beschwerden derjenigen, die keine Lust haben, 2 Abende in der Woche auf der Gemeinderatssitzung zu verbringen.

Umlautkombinat

22. Januar 2022 15:32

So ist das nun mal. Ihre Beschwerden sind die Beschwerden derjenigen, die keine Lust haben, 2 Abende in der Woche auf der Gemeinderatssitzung zu verbringen.

Das tue ich zwar tatsaechlich nicht, sehe aber nicht, was die Natur meiner Beschwerde damit zu tun haette. Ich gehe auch abends lieber an die Luft, gerade im Moment. Da muss man Prioritaeten setzen.

Laurenz

22. Januar 2022 17:49

@Umlautkombinat @L.

Bin der letzte, der was gegen Ihre abendlichen Frischluft-Raubzüge einzuwenden hätte.

Natürlich macht es viel mehr Spaß, in Debatten die "Große Linie" zu fahren, ob nun Politik, Philosophie oder sonstwas von der Redaktion als Köder in die Manege geworfen wird. 

Aber 11k Kommunen, 294 Landkreise wollen meist ehrenamtlich verwaltet werden. Wer hat schon Bock den Haushaltsplan einer 10k-Einwohner-Gemeinde zu lesen?

Wenn Sie dann mit Ihren grünen Kollegen im Ehrenamt debattieren müssen, ob der Schulweg nun klimagerecht gebaut werden muß oder nicht?

Dann kommt einem schon das Würgen.

Man fällt dann spätestens vom Glauben ab, wird sich der Trivialität der menschlichen Existenz zutiefst bewußt, wenn eine grüne Doppelnamen tragende, grüne SUV-Fahrer-Kollegin an so einem Sitzungsabend von einem fordert, die eigene 10k-Einwohner-Gemeinde müsse doch die Speerspitze im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel werden.

(...)

Frieda Helbig

23. Januar 2022 14:58

@Bettinger: 

Danke für den Link. Und schön zu hören, daß Sie den Wert pflegerischer Arbeit erkennen und wertschätzen. In der ganzen Debatte um das Gesundheitswesen und den Pflegenotstand kommt das zu kurz, nämlich: was ist der Kern pflegerischer Arbeit und welchen Wert hat sie für die Gesellschaft? 

Ich kann hier nur wiederholt meine pflegefachliche und gesundheitsökonomische Expertise (exam. Pflegefachkraft, Studium Pflegemanagement) in den Ring werfen und dafür werben, diese anzuerkennen. Auch Pflegekräfte sind Experten ihrer eigenen Arbeit und wissen, was sie brauchen. Insofern MIT statt ÜBER Pflegekräfte reden.

Allen einen schönen Sonntag...