Kritik der Woche (13): Zu Tisch bei Diktatoren

Heute mal etwas Witziges. (Als Leser dürfen Sie natürlich selbst entscheiden, wie witzig Sie es finden, Diktatoren beim Essen über die Schulter zu schauen.)

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Ich jeden­falls fin­de Zu Tisch bei Dik­ta­to­ren ziem­lich gran­di­os, was an mei­ner Art des Humors liegt: Hier wird uns auf­ge­tischt, was die bösen Män­ner des 20. Jahr­hun­derts als Spei­se bevorzugten.

Ange­rei­chert wird das mit Pho­tos, die teils kaum bekannt sind: Hit­ler beim Nicker­chen, Sophia Loren, die für Tito Kar­tof­feln schält, ein debil wir­ken­der Hon­ecker, der einem Kind die Haa­re wuselt, die Ceauces­cus und Mao im Badedress.

26 Dik­ta­to­ren (sor­tiert nach Kon­ti­nen­ten) wer­den auf jeweils drei Sei­ten vor­ge­stellt. Schon das ist eini­ger­ma­ßen irr­lich­ternd: Den Her­ren Hit­ler, Mao Zedong und Sta­lin wird eben­so­viel Platz ein­ge­räumt wie Fran­cois Duva­lier (Hai­ti), Sapar­mu­rat Nija­sow (Turk­me­ni­stan) oder Kwa­me Nkru­mah (Gha­na).

Ganz grob, aber fast feh­ler­frei lis­ten die bei­den Autorin­nen auf, was die Tyran­nen so trie­ben, wofür sie berühmt und berüch­tigt wur­den und was sie am liebs­ten verzehrten.

Wenn es danach geht, wäre mein per­sön­li­cher Lieb­lings­dik­ta­tor der por­tu­gie­si­sche Katho­lik Anto­nio Sala­zar, der von 1928 bis 1968 poli­tisch wirk­te. Hier wird er „eher als reli­giö­ser Asket denn als Auto­krat“ gezeich­net. Sei­nem „Estado Novo“ (Neu­er Staat) waren Libe­ra­li­tät und Indi­vi­dua­lis­mus ver­haßt: „Er hass­te das Durch­ein­an­der, das die Demo­kra­tie sei­ner Ansicht nach hervorbrachte.“

Auf Distanz zu Hit­ler ging er gleich­wohl, da ihn des­sen Hei­den­tum und Ras­sis­mus abstie­ßen. Er war ent­schie­de­ner Anti­fe­mi­nist und haß­te es, wenn in sei­ner Umge­bung tele­pho­niert wur­de. Sein Lieb­lings­ge­richt war „Sar­di­nas grelha­das com Fei­jao Fra­de“, eine Arme­leu­te­spei­se aus Boh­nen und Sardinen.

Über Sta­lin erfah­ren wir, daß er sei­ne Gäs­te gern zu Trink­spie­len ein­lud oder bes­ser: zwang. Jugo­sla­wi­ens Staats­chef Tito (der übri­gens Schwei­ne­ba­cken lieb­te) habe sich bei einem sol­chen Gela­ge in den Jacken­är­mel erbro­chen, und Chruscht­schow sei … noch Ärge­res widerfahren.

Mus­so­li­nis Leib­spei­se waren gehack­te Knob­lauch­ze­hen, ver­fei­nert mit Oli­ven­öl und Zitro­ne. „Danach war es unmög­lich in sei­ner Nähe zu sein“, erzähl­te sei­ne Ehe­frau, die nachts in einem der Kin­der­zim­mer Zuflucht vor dem Stin­ker nahm.

Herr Hit­ler hin­ge­gen, als Vege­ta­ri­er wohl­ge­merkt, soll auf „Gefüll­te Tau­ben“ gestan­den haben, wie hier aus siche­ren Quel­len berich­tet wird. Eine offen­kun­dig ambi­va­len­te Regung: „Wenn der Füh­rer Gäs­te hat­te, die gern Fleisch aßen, ließ er sich manch­mal dazu hin­rei­ßen, ihnen detail­reich die Zustän­de in einem ukrai­ni­schen Schlacht­haus zu schil­dern, das er ein­mal besucht hatte.“

Hitler – hier­in glich er sich vie­len sei­ner Pen­dants – soll aus Angst vor Gift­an­schlä­gen übri­gens zahl­rei­che Vor­kos­ter beschäf­tigt haben. Das im Buch prä­sen­tier­te „Gefüll­te Tauben“-Rezept läßt jeden­falls kei­ne Wün­sche offen. Ich wer­de es nicht nach­ko­chen, hin­ge­gen gern ein­mal den „Fisch­sa­lat nach Art der Khmer“ (Pol Pot) und die „Strulk­ji“ genann­ten war­men Teig­rol­len (Tito).

Beim Nord­ko­rea­ner Kim Jong-Il gilt es, eine Hai­fisch­flos­sen­sup­pe zu berei­ten. Ersatz­pro­duk­te wer­den (haha!) ange­ra­ten. Des­glei­chen gilt für Fidel Cas­tros Schild­krö­ten­sup­pe, nach der der Kom­mu­nist gera­de­zu „ver­rückt“ gewe­sen sein soll. Man darf hier, schrei­ben die Autorin­nen, ruhig als Ersatz zu Och­sen­schwanz oder Kalbs­fleisch greifen.

Alfre­do Stroess­ners mut­maß­li­che Leib­spei­se, die „Sopa Para­gua­ya“, läßt sich hin­ge­gen moral­po­li­tisch beden­ken­los nach­ko­chen. Nur: Mag man das wirk­lich essen, wenn man zuvor über sei­nen dezent per­ver­sen-poly­amou­rö­sen Lebens­wan­del infor­miert wurde?

Der Sar­kas­mus die­ses wun­der­ba­ren Buches ist nicht hoch genug zu loben. Der Leser, sofern kein Gries­gram, wird Stun­den des lukul­li­schen Genus­ses ver­brin­gen. Las­sen wir ein­mal die „Mopa­ne-Wür­mer“ bei­sei­te, die sich der mala­wi­sche Füh­rer und Absti­nenz­ler Has­tings Kamu­zu Ban­da regel­mä­ßig als Snack einfuhr.

Es ist gar kein Wun­der, daß die­ses ursprüng­lich bri­ti­sche Buch nun auf Deutsch unter der spre­chen­den Mar­ke „Hey­ne Hard­core“ erschie­nen ist. Unter die­sem Eti­kett wird gleich­sam signa­li­siert: „Hoho, wir trau­en uns was Krasses!“

Bei amazon.de nimmt das Buch übri­gens den welt­wei­ten Rang 19 in „Food-Foto­gra­fie“ ein.

Na, wenn das kein Kauf­an­reiz ist, was dann?

– – –

Vic­to­ria Clark/Melissa Scott: Zu Tisch bei Dik­ta­to­ren. Die Lieb­lings­spei­sen der Tyran­nen. 173 S, 20 € – hier bestel­len.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (27)

Ein gebuertiger Hesse

25. Januar 2022 08:29

Köstlich. Ein Land, in dem ein solches Buch erdacht, geschrieben, kompiliert und verlegt wird, ist noch nicht verloren. 

Monika

25. Januar 2022 09:36

Ist da auch ein Rezept für eine Kartoffelsuppe drin?

Kositza: Nein.

RMH

25. Januar 2022 09:45

Ja, ja, die Banalität des Bösen. Bin mal gespannt wann die ersten Koprologen oder Skatologen ihre Forschungsergebnisse zu den Diktatoren in Buchform präsentieren - dann aber bitte nicht als Bildband!

Unvergessen, Stonk: Das ist ja Sensationell!

https://www.youtube.com/watch?v=n1ax0ARnL24

Phil

25. Januar 2022 10:08

Es fehlt die Bundeskanzlerin. Und ich meine, bei John Toland gelesen zu haben, dass Hitler gern Spaghetti mochte.

Gotlandfahrer

25. Januar 2022 10:59

@Phil: Die Kanzlerin passt nun wirklich nicht in diese Reihe. Das ist doch eine Frau.

Die Spaghetti sind nur ein Gericht, an dem aber nicht viel dran ist, daher:

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/belgien-fernsehkoch-wollte-hitlers-leibspeise-praesentieren/1357712.html

tearjerker

25. Januar 2022 11:33

Käufer dieses Buches kauften auch das Tyranninnen-Quartett. Die Zustände in ukrainischen Schlachthöfen rücken wieder in den Focus, denn irgendwo wird das Fleisch auf dem Teller ja herkommen müssen. Fun Fact: Wenn Hitler danach war, verspeiste er auch ganze Länder.

Laurenz

25. Januar 2022 11:35

Die Kaiserin von Indien werden wir in einem Britischen Buch wohl vermissen.

Maiordomus

25. Januar 2022 13:00

Noch von Interesse wäre der Speiseplan religiöser Revolutionäre von Savonarola bis Luther und Calvin, wobei ich mich stets über Zwingli wunderte, der unbedingt am Karfreitag Wurst essen wollte, was bei einem Bergler Bauernsohn nicht im Vordergrund stehen müsste. Auch Robespierre und Khomeini sind von Interesse sowie Grossinquisitoren wie Torquemada. An EK: Ist einer von denen noch im Buch? Andernfalls fehlt ernährungsgeschichtliche Tiefenperspektive, ohne welche über den Unterhaltungswert hinaus die Dimension der Thematik nicht ergründet ist. Vgl. den Satz von Paracelsus, dass alle Verwandlung im Magen geschehe und ohne diese Verwandlung der Essgewohnheiten nichts verwandelt würde. Es werden heute zu viele Bücher geschrieben über Themen, deren Verfasser/ Verfasserinnen davon nichts verstehen, gilt auch für Frauen- und Geschlechterforschung, vom Religiösen ganz zu schweigen. Hoffe, dass mein althumanistischer Verdacht diesmal daneben liegt. 

Ein gebuertiger Hesse

25. Januar 2022 13:14

Überzeugte Vegetarier, Nichtraucher, Garnichts- oder Kaumwastrinker: Wenn die heutigen Nachfolger einiger in diesem Buch Portraitierten mitsamt ihres Speiseplans zur Vorstellung kämen (klar, wäre ein anderes, aber ebenfalls lohnendes Buch), würde man bei der Personalie Karl Lauterbach etwa sehen, und zwar noch deutlicher als bei den hier zeitlich Entfernten: Wer, bitte wer möchte sowas am Tisch, auch nur für eine Stunde im Cognac-Lehnsessel oder gar - die Damen mögen mutig sein und das innere Bild bemühen - im Bett haben? Ganz genau. Spätestens dann wüßte man restlos alles, was es überhaupt zu wissen gibt. Also all das, was man nach 2 Jahren Unterdrückung ohnehin schon weiß, aber nochmal anders, prägnanter, als "Punctum" im Sinne von Roland Barthes (gälte es für Neurechts wiederzubeleben): das Physische, Physiognomische macht den großen Unterschied.

URN

25. Januar 2022 13:30

Wohl wissend, daß Jeder von irgend etwas leben muß: wo derartiger Blödelkram vertrieben wird, muß auf Bestellungen von mir verzichtet werden.

Kositza: Was Falsches gegegessen heute?

RMH

25. Januar 2022 15:06

Für Freunde des unnützen Wissens wird es jetzt aber so langsam Zeit für die Faktenchecker. Nach diesem Buch waren gefüllte Tauben das Lieblingsessen von A.H., nach dem Link von Gotlandfahrer soll es Forelle in Buttersauce gewesen sein und nach Wikipedia schlicht Eiernockerl

https://de.wikipedia.org/wiki/Eiernockerl

Ich bin für die Eiernockerl.

Laurenz

25. Januar 2022 17:05

@RMH

Hier ein Vollhonk-Beitrag vom Kontinent-Genossen Kellerhoff/Die Welt:

https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article118518340/Welcher-Vegetariertyp-war-Adolf-Hitler.html

Noch mehr behämmert ... unsere Freunde von der exklusiven Pflanzenmörder-Fraktion  https://www.vegpool.de/magazin/hitler-vegetarier.html

oder hier leicht vernünftiger geschrieben

https://www.vice.com/de/article/vvxnea/war-hitler-wirklich-vegetarier-und-ist-denn-das-nicht-vollig-egal

Da ich nicht wußte, wer Vice ist, schaute ich mal nach. Scheint so eine deutsch-ösi Kampagnen-gegen-Geld-Butze zu sein.

https://www.horizont.net/medien/nachrichten/Umbau-Wie-sich-Vice-Media-in-der-DACH-Region-neu-sortiert-165063

Laurenz

25. Januar 2022 17:23

@Tearjerker

"Länder auf dem Speiseplan"

Hier liegt doch der Hund begraben. Warum fasziniert überhaupt so ein Speiseplan von Diktatoren, die an der Zahl doch wesentlich häufiger vorkommen, als die Buchvorstellung EKs vermitteln will. Bis 1945 war der größte Diktator wohl Churchill, ein Alkoholiker, gefolgt von de Gaulle & Roosevelt, bzw. Truman. Oder glaubt hier irgendwer, die Philippinos oder Hawaiianer freuten sich über ihre Invasoren, die angeblichen Vorkämpfer der freien Welt? Demzufolge war Hitler auch auf diesem Gebiet doch eher Vegetarier. Das Saufen scheint auch günstig fürs Schreiben zu sein, immerhin bekam der Vernichter Europas & eines Weltreichs mal den Literatur-Nobelpreis. Ich vertrage zwar nix, aber vielleicht fange ich doch noch mal auf meine alten Tage mit dem Saufen an, wer weiß...... allerdings bei 3 Flaschen Schampus & einer Flasche Whiskey täglich, käme ich nie mehr aus dem Koma raus.

Laurenz

25. Januar 2022 17:27

@EK

"Wohl wissend, daß Jeder von irgend etwas leben muß: wo derartiger Blödelkram vertrieben wird, muß auf Bestellungen von mir verzichtet werden."

Manche Kämpfer für das Gute waren eben im Keller, als der Liebe Gott es Humor regnen ließ.

Sandstein

25. Januar 2022 18:06

Haha klasse. Schenk ich meiner Ex. 

:) 

Suedburgunder

25. Januar 2022 18:25

Im Gegensatz zu #URN bin ich der Meinung, daß es durchaus interessant sein kann (und nicht nur erheiternd), die Großen dieser Welt unter dem Blickwinkel des Allzumenschlichen zu betrachten, tragen diese scheinbaren Nebensächlichkeiten  doch zweifellos zum Gesamtbild der Persönlichkeit bei. Allerdings scheinen mir dabei die Eßgewohnheiten im allgemeinen noch aussagekräftiger zu sein als die bloßen Lieblingsspeisen (hier ist #Maiordomus zuzustimmen). Wie Kant zu diesem Thema mit Hufeland korrespondiert, Eckermann über Goethes Tischsitten berichtet; wasNapoleons Biographen diesbezüglich zu sagen haben: all das ist hochinteressant.

 

 

 

Suedburgunder

25. Januar 2022 18:43

@ Laurenz

".....vielleicht fange ich doch noch mal auf meine alten Tage mit dem Saufen an ..."

**********

Für gute Vorsätze ist es nie zu spät! ;-)

tearjerker

25. Januar 2022 20:06

Ich bin sicher, dass die Dienste auch Empfehlungen hinsichtlich des Umgangs mit den Führungspersonal fremder Staaten bereithalten um diese gemäss ihrer Pathologie bearbeiten zu können. Alkohol dürfte dabei in vielen Fällen als Katalysator für ein offenes Gespräch gedient haben (siehe Konrad ,dafür ist man nie zu alt‘-Adenauer in Moskau in den 50igern). Fraglich, was das für die Perspektiven der Amerikaner bedeutet, die seit mehr als 20 Jahren mit Bush (Ex-Spritter), Obama (Biertrinker), Trump (Abstinenzler), Biden (weiss nicht mehr, wo die Bar ist) auf dem Feld nur Leichtgewichte bemühen, die bestenfalls zum Ausgleich medikamentiert wurden.

Brettenbacher

25. Januar 2022 21:05

Klar : Mir gefällts zu konversieren/

           Mit Gescheiten, mit Tyrannen....

konversieren, vielleicht,

aber: weit und breit kein Schweinebraten mit breiten Nudlen und Soß, keine Kässpätzle, kein Saumagen, kein Sulz (sauer oder geröstet), keine Leberle (siehe Sulz)------

Und vor allem, @ Monika, keine Kartoffelsuppe !

Also dann speisen wir vielleicht doch lieber mit Demokraten .

Hartwig aus LG8

25. Januar 2022 21:55

Fehlt den Rechten doch der Humor? Oder wenigstens die Langmut, um hin und wieder gönnerhaft schmunzeln zu können?  Oder einfach mal die Tasten zu meiden, wenn man aus dem Elfenbeinturm nichts zu vermelden weiss, und es dennoch nicht lassen kann, sich melden zu müssen?

E.K. punktet bei mir mit diesem Tipp.

Aber bevor ich mich diesem Kochbuch widme, lese ich erstmal "Vernichten".

Laurenz

25. Januar 2022 22:00

@Brettenbacher

"speisen wir vielleicht doch lieber mit Demokraten"

Wo gibt's die?

URN

25. Januar 2022 23:42

Unabhängig davon, daß es gelegentlich sehr zweckmäßig ist, in einem möglichst stabilen Keller zu bleiben, sollte es - auf wessen Veranlassung auch immer - seltsame Dinge regnen; vom Sinn für und Gefallen an Humor kann der Hang zur Blödelei sehr wohl unterschieden werden.

Arkadier

26. Januar 2022 05:52

Ob Idi Amin darin vorkommt? Wie dem auch sei, was dem Buch folgen muss ist die passende Kochsendung ("Küchenschlachten")  Kochbuch...  halt das ganze Merchandising-Paket.

 
Kositza: Klar. Wußte nicht, daß er 1,93 groß war! Und das es Gerüchte gibt, daß er sich auch kannibalisch ernährte...

RMH

26. Januar 2022 07:20

"Fehlt den Rechten doch der Humor?"

@Hartwig,

gewiss nicht, aber wie Sie im Nachfolge-Beitrag von Schick erkennen können, wissen Rechte und Konservative um die Begrenztheit und Endlichkeit der Ressourcen und geben daher für so ein kurzweiliges Vergnügen wie ein Buch, welches man wie Fast Food schnell und durchaus mit Genuss konsumiert und danach vermutlich nie wieder anrührt, keine knappen Ressourcen aus und räumen auch keine cm Platz im ohnehin überfüllten Buchregal frei.

"lese ich erstmal "Vernichten"."

Da bin ich jetzt zu etwas mehr als 2/3 durch und ohne spoilern zu wollen, ist es m.M.n. ein Buch für die Generation um 50 (oder evtl. älter). Rein marketingtechnisch hat M.H. das wieder einmal richtig gemacht (die Generation, die für sowas noch Geld ausgibt und wo ich seine "Fanbase" vermute). Zum Inhalt wird es vermutlich hier wohl noch eine Rezension geben (da schreib ich dann gerne ein paar Zeilen), wenn auch evtl. nicht von E.K.

Kositza: Stimmt. GK hat sie fürs neue Heft geschrieben - erscheint nächste Woche.

Kurativ

26. Januar 2022 08:08

Jetzt habe ich schon wieder Appetit bekommen. Ich hätte gerne die „Sardinas grelhadas com Feijao Frade“ Bitte. Aber ohne polyamourösen Lebenswandel. Dazu einen frisch gepressten und mit Wasser verdünnten Zitronensaft.

Wie wäre es mit einer kulinarischen Reihe in der Sezession? Den Franzosen werden wir nicht hinterherkommen, aber gutes Essen ist doch auch hier etwas schönes

Laurenz

26. Januar 2022 08:19

@URN

"Sinn für und Gefallen an Humor kann der Hang zur Blödelei"

Denke nicht, daß Ihnen dieses persönliche Urteil jemand nehmen will.

Das kommt doch ganz besonders in dieser Debatte hier bei rum. 

https://sezession.de/65375/queere-buecher-schleichendes-gift

Unter Ausklammerung der Politik: Lesen ist reiner Luxus, Unterhaltung & taugt sonst zu nichts, außer, daß man das Lesen übt. Wie viele Schlüsselerlebnisse hatten Sie denn die letzten 10 Jahre beim Lesen? Ob man, wie Maiordomus meint, Kant oder die Bibel liest oder Ihre "Blödelei" hier, macht doch vom Mehrwert keinen Unterschied. Ich sehe hier nicht Ihren Punkt.

Hier hat man vielleicht mehr zum Lachen.

Nur jedes 10te gekaufte Buch wird gelesen. Bei der Bibel ist es wohl noch nicht mal ein halbes %. Da steht auch ein Konzept dahinter. Würden normale Menschen die Bibel lesen, gäbe es keine Christen mehr.

wbs47

26. Januar 2022 16:57

@ Laurenz

Sie sind immer wieder ein Grund, die Kommentare hier zu mögen. Bin nicht immer Ihrer Meinung, aber immer öfter. Einige dürften dieses Plagiat eines erfolgreichen Werbespruchs erkennen. 

"Würden normale Menschen die Bibel lesen, gäbe es keine Christen mehr." ist so gesehen unter einem Artikel über Diktatoren-Leibspeisen ein ganz besonderer Leckerbissen!

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