Buchkritik der Woche (32): Im Garten der Eloi

von Erik Lommatzsch -- Handelt es sich bei Thor Kunkels Roman Im Garten der Eloi um eine Dystopie?

 Gastbeitrag

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Eine War­nung vor bevor­ste­hen­dem, zer­stö­re­ri­schem Gesche­hen, wel­ches jetzt noch abwend­bar ist? Man wünsch­te es sich. Allein der Zeit­rah­men der Hand­lung – von Sil­ves­ter 2015 bis Sil­ves­ter 2016 – deu­tet auf Ent­wick­lun­gen, die längst im Gan­ge sind.

Nein, es ist lei­der nicht „nur“ ein Roman mit holz­schnitt­ar­ti­gen, zur Kari­ka­tur ver­zerr­ten Figu­ren, son­dern eine Prä­sen­ta­ti­on von Typen, Sprech‑, Denk- und Ver­hal­tens­mus­tern, die die bit­te­re, von jedem täg­lich erfahr­ba­re Rea­li­tät abbil­den. Ver­packt, aber nicht getarnt ist es als ein Stück Lite­ra­tur mit kom­pri­mier­ten For­men, oft über­poin­tier­ten Dia­lo­gen, Komik und dem einen oder ande­ren hand­lungs­trei­ben­den Knall­ef­fekt – in allen denk­ba­ren Bedeu­tun­gen des ers­ten Wortteils.

Erzählt wird von Zei­ten des Auf­ruhrs eines Grün­chen genann­ten Man­nes im Jahr 2016. (Eine Par­al­le­le zum gro­ßen Roman von Richard Yates, der in der deut­schen Aus­ga­be den Titel Zei­ten des Auf­ruhrs führt, ist übri­gens durch­aus gege­ben – auch hier endet eine hoff­nungs- und ver­hei­ßungs­voll begon­ne­ne Rebel­li­on gegen las­ten­de Ver­hält­nis­se mit dem Über­rol­len des eher zag­haf­ten Aus­bruchs­ver­suchs und einem depri­mie­ren­den Als-ob-nichts-gewesen-wäre.)

Kun­kels Grün­chen – eigent­lich Har­ro Gru­nen­berg – gilt als „Erfin­der der ethi­schen Wer­bung“. Er resi­diert mit Frau und mitt­ler­wei­le zumin­dest gesetz­lich erwach­se­nen Kin­dern, der pum­me­li­gen Toch­ter Ikea-Eden und Sohn Atom­fried, einem tum­ben, gewalt­af­fi­nen Anti­fan­ten, in der „Grü­nen Visi­ta­ti­on“ in Ber­lin. Ein mehr als nur gut situ­ier­ter, poli­tisch über­kor­rek­ter Gut­mensch, den Sor­gen umtrei­ben wie die Schwie­rig­kei­ten mit dem kyril­li­schen Online-Bestell­for­mu­lar für den von ihm geschätz­ten sibi­ri­schen Eselsmilchkäse.

Zugu­te zu hal­ten ist dem Gut­men­schen Grün­chen, daß sich sein Welt­bild auf einen dümm­lich-nai­ven Idea­lis­mus grün­det und er selbst die Din­ge über­zeugt lebt. Der ers­te Schlag erfolgt, als er erfährt, dass sei­ne Toch­ter zu den­je­ni­gen Frau­en gehört, die in der Sil­ves­ter­nacht 2015 in Köln ver­ge­wal­tigt wurden.

War für ihn kurz zuvor die Bezeich­nung der Täter als Nafris noch „ras­sis­ti­schen Het­zern“ zuzu­schrei­ben, so ist er nun um eine Art Gerech­tig­keit oder Wie­der­gut­ma­chung bemüht, das Unsäg­li­che soll the­ma­ti­siert wer­den. Allein – und das ist der zwei­te Schlag – sein Umfeld bremst ihn vehe­ment aus, sogar sei­ne Tochter.

Sei­ne hart­nä­ckig ver­folg­te Idee, eine Wer­be­kam­pa­gne für einen Hygie­ne­ar­ti­kel – schwar­ze Bin­den, ver­mark­tet als Keusch­heits­gür­tel oder eher Sicher­heits­gür­tel, als modi­sches Acces­soire über der Klei­dung zu tra­gen – bricht ihm beruf­lich das Genick.
Die im Zusam­men­hang mit die­sem Pro­dukt und des­sen Not­wen­dig­keit ent­ste­hen­den Dis­kus­sio­nen wären nicht im Sin­ne der in Deutsch­land poli­tisch gewünsch­ten Linie. Daß er das mus­li­mi­sche Label „Sitt­sam & Beschei­den“ für sei­ne Zwe­cke ein­span­nen woll­te, hat ihn nicht wei­ter­ge­bracht. Pri­vat fällt er eben­falls tief.

Im Lau­fe des Jah­res erfährt Grün­chen eine Viel­zahl von Beleh­run­gen über bis­lang über­se­he­ne oder aus­ge­blen­de­te Zusam­men­hän­ge und Entwicklungen.
Etwa von sei­ner Frau Becki, einer ehe­ma­li­gen „Ärz­tin ohne Gren­zen“, die jetzt finan­zi­ell äußerst ein­träg­lich den Vor­sitz des „Alba­nisch-Isla­mi­schen Frau­en­ver­eins“ führt oder vom Poli­ti­ker Marxloff, der unter ande­rem für Geld­flüs­se in Rich­tung der geneig­ten Wer­ber sorgt und – als West­deut­scher – eine unap­pe­tit­li­che Sta­si-Ver­gan­gen­heit hat.

Becki fin­det pro­ble­ma­tisch, daß sich der Tat­her­gang der Ver­ge­wal­ti­gung der Toch­ter „nicht ohne frem­den­feind­li­chen Bei­geschmack schil­dern“ las­se, das sei „Was­ser auf die Müh­len des poli­ti­schen Geg­ners“. Zurück­hal­tung sei gefragt, man lebe doch „vom Regen­bo­gen­brot wie die Maden im Speck“.

Von Marxloff erfährt Grün­chen, daß man bezüg­lich der Köl­ner Sil­ves­ter­vor­gän­ge das Inter­net mit Falsch­in­for­ma­tio­nen flu­te, „damit die Rech­ten aus die­sem Ereig­nis kein Kapi­tal schla­gen“. Wegen der „Baga­tel­le“ – der Ver­ge­wal­ti­gung – sol­le er sei­ne „Fami­lie nicht unglück­lich“ machen. Grün­chen wür­de doch nicht die Aus­ru­fung des Not­stan­des erwar­ten, „weil ein paar jun­ge Ker­le ihr nord­afri­ka­ni­sches Gewohn­heits­recht in die Tat umge­setzt haben“. Der Feld­zug für die Ehre der Toch­ter sei lächer­lich. „Unse­re Ehre ist in Ausch­witz verraucht!“

Gera­de erfol­ge der Über­gang „von der Markt­wirt­schaft zur Mei­nungs­wirt­schaft“. Für den Kyber­ne­ti­ker sei das, was gegen­wär­tig in Deutsch­land pas­sie­re „nur das Umschla­gen eines Sys­tems aus einem geord­net-magne­ti­schen in einen chao­tisch-nicht­ma­gne­ti­schen Zustand“.

Den Erobe­rern schen­ke man zum Richt­fest ihrer neu­en Welt­ord­nung „das wehr­los gemach­te Täter­volk“. Der Duk­tus des Anti­deut­schen bedeu­te immer eine höhe­re mora­li­sche War­te und die Deut­schen sei­en die ers­ten gewe­sen, „die sich von der Idee eines eige­nen Vol­kes los­sag­ten“. Als Grün­chen ganz unten ist, bedeu­tet ihm eine Head­hun­terin, er sei schwer ver­mit­tel­bar, er gel­te – auf­grund sei­ner aus­sche­ren­den Initia­ti­ven – als „neu­rech­ter Umstürz­ler“. Das Wort „Ver­rä­ter“ fällt öfter.

Grün­chens Trau­ma-Exper­tin weiß, daß das Psy­cho­gramm des moder­nen Men­schen dem eines „apo­li­ti­schen Hedo­nis­ten und Voll­kon­sump­fos­tens“ ent­spricht. Und sie erin­nert Grün­chen dar­an, daß die auf die Mensch­heit los­ge­las­se­ne Tole­ranz zwei Schwes­tern habe – „eine klei­ne Pet­ze namens Denun­zia und eine Taub­stum­me, die man die Tot­schwei­ge­rin nennt“. Die „Ver­wis­sen­schaft­li­chung unse­rer Gesell­schaft“ sei „beschlos­se­ne Sache“.

Auf die­se und ande­re Wei­se auf Kurs gebracht, fügt sich Grün­chen schließ­lich aber­mals in die Welt, der er ein wenig Wider­stand ent­ge­gen­set­zen woll­te, Kar­rie­re und Ehe kom­men wie­der in Gang. Die Trau­ma-Exper­tin muss zwar ab und an noch sei­nen „Durch­bli­cker“ bekämp­fen, hat ihm aber erfolg­reich ver­mit­telt, daß es nicht sei­ne Auf­ga­be sei, „die­sen Scheiß­hau­fen von einer Welt aufzuräumen“.

Die Toch­ter hat einen neu­en Freund namens Mom­met, ist zum Islam kon­ver­tiert und fin­det die Bezeich­nung Mer­kel-Stei­ne – inzwi­schen ist der Mord­an­schlag auf dem Breit­scheid­platz kurz vor Weih­nach­ten 2016 erfolgt – „krank“. Grün­chen hat „ver­stan­den, dass er nichts gegen das Sys­tem aus­rich­ten konnte“.

An sei­ner Sei­te gekämpft hat ledig­lich der dubio­se Taxi­fah­rer Mal­te Mor­lock – der Nach­na­me ist natür­lich, wie der „Eloi“-Titel, ein deut­li­cher Bezug zu H.G. Wells‘ „Zeit­ma­schi­ne“. Grün­chen fin­det auf dem Tief­punkt sei­nes Lebens Unter­schlupf in Mor­locks Män­ner-WG, deren sozi­al gebeu­tel­te Bewoh­ner sämt­lich DDR-Her­kunft auf­zu­wei­sen haben und sich als Band „Unru­he­zu­stand“ mit dem Lied „Not­wen­de“ Gehör ver­schaf­fen wollen.

Höhe­punkt von Mor­locks Revol­tie­ren ist eine Gei­sel­nah­me, von der der indi­rekt betei­lig­te Grün­chen pro­fi­tiert, da sie im Ergeb­nis maß­geb­lich zu sei­ner Rück­kehr in „sei­ne“ Gesell­schaft beiträgt.

Am Ende von Kun­kels mit Def­tig­kei­ten („Weg­bums­sper­re“) nicht gei­zen­den Romans steht die gro­ße Des­il­lu­sio­nie­rung – zumin­dest für die­je­ni­gen, die mit der gegen­wär­ti­gen deut­schen Abwärts­spi­ra­le hadern. Alles ist wie­der beim Alten und die­je­ni­gen, die den Ent­wick­lun­gen ent­ge­gen­tre­ten woll­ten, sind ruhig­ge­stellt oder zurück auf der Linie.

– – –

Thor Kun­kel: Im Gar­ten der Eloi. Geschich­te einer hyper­sen­si­blen Fami­lie. Roman, Mün­chen: Euro­pa Ver­lag 2022, 448 S., 24 € — hier bestel­len.

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Kommentare (7)

Laurenz

4. Juli 2022 10:48

Ist das nicht naiv?

In Pattaya kann man jede körperlicher Begehrlichkeit (also jede, auch solche, die sich außerhalb des Vorstellungsvermögens EKs befinden) kaufen, seit die Amis im Vietnamkrieg da ihre Basis aufschlugen. Aber jede/r in diesem Gewerbe möchte sich trotzdem höflich und respektvoll behandelt wissen. Muslime, die Frauen mehrheitlich verächtlich und schlecht behandeln, werden am Eingang einer entsprechenden Lokalität schriftlich gebeten vom Besuch Abstand zu nehmen, formal aus religiöser Rücksichtnahme. Das trifft aber nur auf Pattaya zu. In den Grenzgebieten Thailands sind die Kunden fast nur Katholiken oder Muslime. Und wann war der Vietnamkrieg? Die Info, wie Muslime ticken, ist schon mehr als 50 Jahre im Westen bekannt.

paterfamilias

4. Juli 2022 12:41

Entschuldigung, aber das ist doch keine Buchkritik. Es handelt sich um eine mit drei vage kommentierenden Sätzen eingeleitete (!) Inhaltsangabe mit einem Dutzend Spoilern. Letzteres ist bei Rezensionen der Sezession im Netz ohnehin immer wieder zu beklagen. Man möchte doch als potenzieller Leser in einem Buch ebenso wie im Kinofilm die Pointen und plot twists schon gerne überwiegend noch selbst entdecken dürfen. Ich verstehe nicht, warum die Macher eines Literaturverlages so etwas in ihrem Blog zulassen: Es zerstört jeglichen Anreiz zur Lektüre UND orientiert dabei nicht einmal begründet über die Meinung des Rezensenten. Wenn Literatur, wie ich immer noch glaube, etwas mit Lust zu tun hat, dann wird eben diese Lust an der Sprache und an fremden Welten mit diesem tumben nicht-methodischen und antiliterarischen Vorgehen gründlich torpediert. Es verdirbt vor allem die eigene Geschäftsgrundlage. Ärgerlich und unverständlich!

Laurenz

4. Juli 2022 16:04

Falls die Redaktion erlaubt:

@Volksdeutscher @L.

Martha der älteste, weiße und männliche Teilnehmer ist. Dahinsagen kann jeder alles, das ist keine Kunst.

Es sind doch immer dieselben, welche diese Forderungen nach dem Biologismus stellen (gegen den ich übrigens hintergründig nichts habe). Das ist einfach eine Frage von Wahrscheinlichkeit. Sie werden in diesem Lager unter 82 Mio. Einwohnern sicher auch junge Frauen finden, die eine solche Position vertreten. Statistisch gehen die aber gegen 0, auch unter SiN-Lesern. Lesen Sie Sich den Beitrag nochmals durch und vergleichen Sie den mit der Sprache dieser jungen (konservativen) Dame hier, Charlotte Corday, welche uns JS vorstellte. Der Beitrag von Martha ist mit 200 anderen auf dem SiN-Medium völlig austauschbar.

https://youtu.be/WOIBYAhA62k

Kositza: "Marthas" Beitrag ist natürlich ein "Vogelschiß", weshalb man ihn nicht aufblähen muß. Aber mir kam´s auch gleich wie das Pseudonym eines Mannes vor.

RMH

4. Juli 2022 20:06

@Paterfamilias,

das mit dem "spoilern" sehe ich bei Literatur etwas anders. Wer heute bspw. noch Thomas Manns "Zauberberg" liest, weiß recht genau, was auf ihn zukommt, wird aber dennoch - zumindest, wenn er hier gerne mitliest - begeistert die Dialoge zwischen Settembrini und Naphta lesen. Bei dem in der Rezension genannten Revolutionary Road kann man sehr gut den Film vorher sehen und danach das Buch mit Gewinn lesen (beides übrigens Empfehlungen meinerseits - da sage noch einer, die Amis würde ihr eigenes System nicht kennen und kritisch hinterfragen). Nach der Buchbesprechung gewinne ich eher den Eindruck, dass Thor Kunkel in dem Buch recht dick aufträgt und wie aus dem creativ-writing Kurs Karteikärtchen mit Protagonisten entwickelt und stark überzeichnet. Letzteres kann man bspw. von Yates Revolutionary Road nicht behaupten und daher kann es einen auch bewegen (enden nicht viele weißen Männer so, wie Frank Wheeler (Nomen est omen), wenn auch in der Regel nicht mit so einem dramatischen "Abgang" der eigenen Frau? Will ja nicht "spoilern").

nom de guerre

4. Juli 2022 21:28

"Nach der Buchbesprechung gewinne ich eher den Eindruck, dass Thor Kunkel in dem Buch recht dick aufträgt und wie aus dem creativ-writing Kurs Karteikärtchen mit Protagonisten entwickelt und stark überzeichnet."

Habe das Buch gelesen und finde nicht, dass es so ist. Klar, die Figuren sind teilweise sehr krass. Trotzdem gibt es diese Leute. Sie sind furchtbar, in dem ganzen Buch war mir nicht eine (!) Figur sympathisch - nein, auch nicht Malte Morlock, der den Gegenpol zu dem verlogenen Gutmenschensumpf bildet - aber ich denke, es gibt sie.

RMH

4. Juli 2022 22:23

@nom de guerre,

danke für ihren Leseeindruck (und schön, dass Sie sich auch mal wieder zu Wort melden), denn ich habe das besprochene Buch nicht gelesen und bin nur von der Rezension ausgegangen. Das letzte Buch, welches ich von T. Kunkel gelesen habe, war Subs ... und irgendwie wars das dann auch damit.

Laurenz

4. Juli 2022 23:40

Grundsätzlich ist die Informationsflut heutzutage so überschwemmend, daß die Info schon beim Amazon-Angebot gegenwärtig ist. Der Unterschied ist, wie authentisch Bücher besprochen werden. Hier im konservativen Lager zu Schnellroda ist man doch wesentlich freier, als im links-woken Spektrum, wo man akribisch nix falsches sagen darf. Die Freiheit im Denken ist hervorragend beim neuen EK/Dagen-Video mit Prof. Scholdt zu genießen. Da ist so viel Kraft drinne, daß im Prinzip Mauern zerbröseln.  https://youtu.be/UIky93JvJ0c

Auch die anderen Formate aus Schnellroda sind einfach gelungen. Hier mag es sich um eine Nische drehen. Aber Tageslicht auf den alten Dielen macht eben gute Stimmung.

Und hat EK mit Guérot nicht einen guten Riecher gehabt? Auf dieser Ebene scheint sich was geändert zu haben. Das muß man einfach mal anerkennen. Diese EK-Buchbesprechung kam immerhin schon vor 2 Monaten.  https://youtu.be/NKrHMVhSV20

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/ulrike-guerot-friedlich-zusammen-berlin-auftritt/