Netzfundstücke (141) – Apolda, Wut, Trauma

Wissen, Organisation und Bewegung.

Auf dem Bun­des­kon­greß der Jun­gen Alter­na­ti­ve, der am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de im thü­rin­gi­schen Apol­da statt­fand, strich der gela­de­ne Thü­rin­ger AfD-Vor­sit­zen­de, Björn Höcke, in sei­ner Rede vor der ver­sam­mel­ten Par­tei­ju­gend die­se drei Säu­len her­aus, auf denen nach Fran­çois Bous­quet, Ver­le­ger und Chef­re­dak­teur der Élé­ments – zen­tra­les publi­zis­ti­sches Organ der Nou­vel­le Droi­te –, ein von Erfolg gekrön­ter Kul­tur­kampf zu ste­hen habe.

Dar­über hin­aus appel­lier­te er an den Saal, »daß jeder jun­ge Akti­vist sich gegen den links-libe­ra­len Zeit­geist und für eine men­schen­wür­di­ge Alter­na­ti­ve selbst in den Stoff stel­len müs­se«. Auf sei­nem Tele­gram­ka­nal resü­mier­te Höcke im Nach­gang zur Ver­an­stal­tung, daß ihm bei einem Rund­gang am Ver­an­stal­tungs­ort schnell klar gewor­den sei, daß er Eulen nach Athen getra­gen habe: »Denn die­ses Bewußt­sein wur­de in Apol­da bereits gelebt. Das konn­te man wun­der­bar an den zahl­rei­chen Stän­den able­sen, die im Ver­an­stal­tungs­raum und im Foy­er dicht gedrängt auf­ge­baut waren – das poli­ti­sche Vor­feld prä­sen­tier­te sich und sei­nen Bei­trag zum oben erwähn­ten Kul­tur­kampf in beein­dru­cken­der Art und Weise.«

Wenn Höcke zur Mobi­li­sie­rung der JA Bous­quet zitiert, greift er wie­der­um selbst auf die Extrak­te des von ihm her­vor­ge­ho­be­nen Vor­felds zurück. Denn ohne die ver­le­ge­ri­sche Arbeit des »rei­fen Onkels«, wie Ver­le­ger Götz Kubit­schek im Inter­view mit Info-DIREKT-Chef­re­dak­teur Miche­al Scharf­mül­ler sei­nen Ver­lag Antai­os vor Ort selbst bezeich­ne­te, wäre Bous­quets Text Cou­ra­ge nicht auf Deutsch als Mut erhält­lich. Ist es aber, und zwar hier.

Mut, das Hand­buch für die Kul­tur­gue­ril­la, blie­be den meis­ten ver­wehrt. Daher war es ein wich­ti­ger Schritt, den die JA in Apol­da gegan­gen ist: Wäh­rend bei den Par­tei­ta­gen der Eta­blier­ten sich das »Who is Who« der Lob­by­is­ten im Foy­er tum­melt, war die Vor­hal­le des Ver­an­stal­tungs­orts in Apol­da von idea­lis­ti­schen Gras­wur­zel­pro­jek­ten bevölkert.

Einen guten Ein­druck vom dort ver­sam­mel­ten Oppo­si­ti­ons­geist gibt das Ver­an­stal­tungs­vi­deo des öster­rei­chi­schen Maga­zins Info-DIREKT:


Daß sich auf der bun­des­deut­schen Par­tei­en­ebe­ne in der AfD der fun­da­men­tals­te Oppo­si­ti­ons­geist bün­delt, dringt im Ange­sicht der durch den Krieg in der Ukrai­ne aus­ge­lös­ten exis­ten­ti­el­len Ener­gie­kri­se immer mehr beim Wäh­ler durch.

Konn­te man mit der Coro­na­skep­sis in den alten Bun­des­län­dern kaum punk­ten, sieht das hin­sicht­lich der auf­zie­hen­den Rezes­si­on, die uns aller Vor­aus­sicht nach noch lan­ge beschäf­ti­gen wird, gänz­lich anders aus.

Selbst in Bun­des­län­dern wie Rhein­land-Pfalz, in denen man bei der letz­ten Land­tags­wahl noch her­be Ver­lus­te hin­neh­men muß­te, weist der Trend ein­deu­tig nach oben. Im Osten der Repu­blik, wo die AfD schon mit ihrer Coro­na­kri­tik reüs­sier­te, läßt man vie­ler­orts sogar die gesam­te Par­tei­en­kon­kur­renz hin­ter sich.

Kein Wun­der also, daß beim Rund­funk Ber­lin-Bran­den­burg Rede­be­darf besteht. Die­ser geht so weit, daß auch die sonst strikt prak­ti­zier­te Nicht­ein­la­dungs­po­li­tik der Öffent­lich-Recht­li­chen gegen­über AfD-Poli­ti­kern zu Polit­talk­run­den igno­riert wurde.

Im Sen­de­for­mat »Wir müs­sen reden!« dis­ku­tier­te daher unter Ein­be­zug von Bür­gern neben Gre­gor Gysi (Die Lin­ke),) und Olaf Sun­dermey­er (rbb-Jour­na­list) auch Leif-Erik Holm (AfD) zum The­ma »Zwi­schen Wut und Exis­tenz­angst – war­um gehen im Osten so vie­le auf die Straße?«.

Es ging hit­zig zur Sache, hier geht es zur Runde:

WIR MÜSSEN REDEN!


Der rest­lo­se Zusam­men­bruch eines Sys­tems reißt Löcher und schlägt tie­fe Wun­den. Manch einer ist der­art sei­ner Gewiß­hei­ten beraubt, daß er sich nicht anders als mit Sui­zid zu hel­fen weiß.

In den Wen­de­jah­ren war die­ses Phä­no­men auch in Deutsch­land zu beob­ach­ten und hallt auch etwas mehr als 30 Jah­re nach dem Fall des Eiser­nen Vor­hangs noch wirk­mäch­tig nach. Immer­hin voll­zog sich in Deutsch­land ein ver­gleichs­wei­se geord­ne­ter Über­gang. Etwas, das man vom post-sowje­ti­schen Ruß­land nicht behaup­ten kann.

Auf den Zusam­men­bruch folg­te ein Jahr­zehnt des Cha­os: Es ist das rus­si­sche Trau­ma des letz­ten Jahr­hun­derts, das für die US-Ame­ri­ka­ner, die ihren eins­ti­gen Haupt­feind in ein Spiel­feld des Kapi­ta­lis­mus ver­wan­deln woll­ten, bis heu­te unbe­greif­lich bleibt. Mehr noch: Sie sind blind für sei­ne Existenz.

Der eng­li­sche Doku­men­tar­fil­mer Adam Cur­tis hat nun ver­sucht, die­ses tief­sit­zen­de Trau­ma über unzäh­li­ge Archiv­auf­nah­men der BBC dar­zu­stel­len. Her­aus­ge­kom­men ist ein sehens­wer­ter Sie­ben­tei­ler, an des­sen Ende – als Fol­ge des Cha­os – der Auf­stieg Putins und die Ableh­nung der libe­ra­len, west­li­chen Demo­kra­tie steht (Die Tei­le 1–6 fin­den Sie auf You­Tube; wer mit VPNs umzu­ge­hen weiß, wird sich auch zu hel­fen wissen):

Dar­über hin­aus ist fol­gen­des Gespräch mit Adam Cur­tis zur Dokurei­he inter­es­sant, in dem er im Kon­text des rus­si­schen Trau­mas die »Gesell­schaft der Sin­gu­la­ri­tä­ten«, den über­bor­den­den Indi­vi­dua­lis­mus des Wes­tens scharf kritisiert:

Wer mehr über Cur­tis erfah­ren möch­te, der soll­te hier Nils Weg­ners »Wo sind die Radi­ka­len?« aus der Sezes­si­on 105 lesen.

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Kommentare (15)

Kurativ

22. Oktober 2022 23:09

Ich würde davon abraten, etwas zu spielen was man selber gar nicht ist. Man landet in der reinen Form ohne sich selber wahrzunehmen. Alles Denken fängt mit dem Γνῶθι σαυτόν (Selbstwarnehmung) an. Die Darstellung eigener Stärke kann ein Fehler sein. Manchmal ist auch die Warnehmung eigener Schwäche und eigener Unvollkommenheit eine große Stärke.

Bach Fantasia BWV 562
https://www.youtube.com/watch?v=uL4IFhrR9-E

Herold

23. Oktober 2022 11:04

Ich habe einen guten, vertrauenswürdigen Bekannten - wir stehen uns sehr nah - der beim Thema VPN und Youtube gerne unkomplizierte Hilfe leistet. Ihr könnt ihn unter [email protected] per E-Mail erreichen. 

brueckenbauer

23. Oktober 2022 15:07

Was Curtis betrifft:

Die empirischen Subjekte verhielten sich nicht so, wie die linken Intellektuellen sich das vorstellten. Die linken Intellektuellen antworteten darauf zuerst, dass die empirischen Subjekte außen- und fehlgesteuert seien (nämlich auf Konsum, den die Linke ihnen nicht verschaffen oder zubilligen konnte). Das war das "System Adorno", und weil es als Ideologie nicht ausreichte, kamen als nächstes die französischen Linken und "stellten fest", dass es überhaupt kein Subjekt gibt.

Wo es keine Subjekte gibt, ist der Begriff "Freiheit" auch nicht mehr geerdet und kann beliebig verwendet werden. Und so haben wir eine verworrene Linke, die gleichzeit über Freiheit schwafelt und den "Neoliberalismus" bekämpft. Was davon ist für uns nachahmenswert?

Laurenz

23. Oktober 2022 15:12

Also selbst ARTE hatte mehrer entsprechende Dokus über die 90er Jahre in  Rußland produziert. Hier aus 2021 die Rückkehr des Russischen Bären https://youtu.be/lwjzF_EO-i0

Auch von Jasinna gibt es ein gutes Video über die Oligarchen, aus 2014 oder so.

https://youtu.be/tokF2iXdanU

Das Video über die Veranstaltung der Jungen Alternative ist sehr sympathisch. Wobei die grundsätzliche Lobbyistenfeindlichkeit in meinen Augen ungünstig ist. Man kann mit jedem reden, vor allem dann, wenn er Geld hat. Welche Ziele von Lobbyisten vertretbar sind & welche nicht, kann man dann immer noch sehen. Aber eine generelle Kapitalisten-Feindlichkeit ist eher dämlich.

Gracchus

23. Oktober 2022 15:20

@Kurativ: Ich weiß zwar nicht so recht, worauf sich Ihr Kommentar bezieht - aber Sie haben recht. "Ästhetik" kommt von aisthesis = Wahrnehmung. 

Seit ein paar Tagen höre ich wieder vermehrt Bach. Bach finde ich irgendwie "urdeutsch".

heinrichbrueck

23. Oktober 2022 16:45

Das "System Adorno" hatte Bausubstanz, hat ein gemeinsames Fundament, eine Gruppenstrategie. Die "empirischen Subjekte" sind Diener, Tributzahler ohne eigene Zukunft. Freiheit ohne eigene Gruppenstrategie. Der Demokrat ist der mündige Bürger. 

Laurenz

23. Oktober 2022 17:21

@Gracchus @Kurativ

Wahrnehmung klingt eher neutral. Ästhetik bedeutet Wertung.

Niekisch

23. Oktober 2022 17:22

Der Zerfall des sowjetischen Imperiums aus der Sicht eines Deutschen, der in Workuta einsaß und schuftete: Strauss Wolfgang, Drei Tage, die die Welt erschütterten - Vom Untergang des sowjetischen Multikulturalismus - Boris Jelzin und die Russische Augustrevolution -, Gesamtdeutscher Verlag,1.Auflage 1992, 226 Seiten. Geschildert wird auch der Beginn einer unabhängigen Ukraine. 

Empfehlen möchte ich zur Ukraine auch: Jobst, Kerstin S., Geschichte der Ukraine, Reclam Sachbuch, aktualisierte Ausgabe 2015, 276 Seiten. Excellent. 

Volksdeutscher

23. Oktober 2022 22:13

@Laurenz - "Ästhetik bedeutet Wertung."

Lassen wir die Kirche eim Dorf. Kein Künstler und kein Ästhet würde das jemals unterschreiben. Wertung kann höchstens eine Konklusion, ein Resumé darstellen nach der Wahrnehmung, am Ende einer Anschauung. Es gibt nämlich nichts zu werten, wenn davor nicht zuerst der Weg der (subjektiven) Wahrnehmung begangen wurde. Erst erkennen - und dann gibt es etwas zu selektieren und (be)werten.

Gracchus

23. Oktober 2022 22:35

@Laurenz: Meine Bemerkung war natürlich etwas kryptisch. Sie sollte darauf zielen, dass der von Höcke genannte Kulturkampf auch auf ästhetischem Feld stattfindet. Ästhetik ist die Wahrnehmung des Schönen, wobei die moderne Ästhetik - "Ästhetik des Hässlichen" - mit dem Code spielt bzw. das Nur-Schöne unter Kitschverdacht stellt. Ästhetische Debatten finden unter Rechten - mein Eindruck - wenig statt.

Ich meine, die ästhetische Erziehung fängt mit der einfachen Wahrnehmung der Dinge an. 

Franz Bettinger

24. Oktober 2022 09:01

@Eulen nach Athen? - Der Gesunde Menschenverstand (common sense) ist das, was man, ohne Experte zu sein, aus den eigenen Beobachtungen und aus der Logik her erkennen kann & auch schon vor 4000 Jahren erkennen konnte; zum Beispiel, dass es Hexen nicht gibt, und dass der Aderlass nicht gesund ist. Man konnte all das wissen, obwohl Experten, Schamanen, Ärzte einem das Gegenteil einredeten. Eine Seuche lag vor, wenn man mit eigenen Augen Kranke und Tote sah. Wer das Vertrauen in den eigenen Erkenntnis-Apparat (dazu gehören die 5 Sinne) verloren hat, hat die Kontrolle über sich selbst verloren. Er wird von anderen abhängig und verhält sich sklavisch. 

ff

Franz Bettinger

24. Oktober 2022 09:04

ff

Wir machen alle im Laufe unseres Lebens die Erfahrung, dass wir getäuscht werden. „Das ist doch bloß Werbung,“ sagt irgendwann ein Kind, wenn es erkennt, dass erlaubte Lügen existeren. Schlimm genug, denke ich, dass man das Lügen erlaubt, und sei es auch nur in der Waschmittel-Werbung. Hier bereits, ganz früh, quetschte der Teufel seinen Fuß in die Tür. Mittlerweile ist die ganze Hölle durch diesen Spalt ins einst ordentliche Haus gerutscht und tanzt auf den Tischen; die meisten Menschen wissen nicht mehr ein noch aus. Sie fahren mit Batterie-Autos, obwohl diese teuer, ineffizient und gefährlich sind, aber sie sind in Mode.  Sie machen Mülltrennung, obwohl sie erfahren haben, dass der Müll hinterrücks Rücken wieder zusammengeworfen, zusammen vergraben oder verbrannt wird. Mode! Sie kaufen künstlich zerfranste Jeans, lassen sich Tatoos stechen, nähen Knöpfe an Schamlippen oder piercen Nippel, um cool zu wirken und aufzufallen. Denn sie haben nichts, was sie von anderen echt unterscheidet, keine Persönlichkeit. Wie bei R. Habeck, dem Vorturner der 'Armseligen Generation', sind ihre Köpfe zwar nicht leer, es ist nur nichts drin.

RMH

24. Oktober 2022 09:34

"Ästhetik ist die Wahrnehmung des Schönen, ... Ästhetische Debatten finden unter Rechten - mein Eindruck - wenig statt."

Rechte kennen zumeist die alten Hausheiligen der neueren deutschen Kultur nicht mehr. Zumindest durch Schillers "Über die ästhetische Erziehung des Menschen" (geht weit über Ästhetik hinaus) sollte sich jeder einmal durchgeackert haben (ich weiß, ist für uns Heutige nicht mehr so einfach zu lesen), bevor ständig welsche Autoren aus dem sozialistischen Kreis von Benoist & Co. anempfohlen werden (auch B. Höcke hat per Telegram so eine Empfehlung gegeben).

Volksdeutscher

24. Oktober 2022 10:14

@Gracchus - "....wobei die moderne Ästhetik - "Ästhetik des Hässlichen" - mit dem Code spielt bzw. das Nur-Schöne unter Kitschverdacht stellt."

"Moderne" Ästhetik gibt es nicht. Was man so bezeichnet, ist in der Regel eine ideologie- d.h. moralgleitete Beschäftigung mit Kunst oder Ästhetik sein, was aber an der Tatsache, daß das Schöne und der Kitsch zwei verschiedene Phänomene und Kategorien sind und bleiben, niemals etwas ändern wird. Man darf diese Leute nicht ernstnehmen, die mit ihren vermeintlich "originellen" Thesen nur Aufmerksamkeit erheischen möchten: Nicht nur der "Kunstmarkt", auch der "Büchermarkt" ist heiß umkämpft. Das subjektive Urteil schön, häßlich, kitschig oder wie die Empfindungen auch immer genannt werden mögen, wird immer bei der Betrachtung der Werke entstehen und nicht beim Lesen von Thesen über sie. Aber wenn schon der Begriff ins Spiel gebracht wurde, möchte ich Ihnen ein wichtiges Buch der klassischen Ästhetik empfehlen, das Sie vielleicht interessieren könnte. Es ist die "Ästhetik des Häßlichen" von Karl Rosenkranz und ein anderes zu diesem Thema wäre das Buch von Abraham Moles, "Psychologie des Kitsches". Hier wird sowohl in der Bild- als auch in der Musikkunst das Phänomen Kitsch gründlich szeziert. Und schließlich ein drittes Buch zum Themenkreis wäre die "Ästhetik des Todes" von Christiaan L. Hart Nibbrig.

FraAimerich

24. Oktober 2022 11:47

@Volksdeutscher: "Kein Künstler und kein Ästhet würde das jemals unterschreiben."

Einspruch! - "Ästhetik" ist heutzutage zwar eher ein umgangssprachlicher Begriff. Aber selbst "Ästheten", würden wohl kaum bestreiten, daß ihre Vorlieben mit ihrem erlesenen Geschmack, mithin mit einer Wertung zu tun haben.

Erst recht beim "Künstler" ergibt sich "Wertung" nicht erst im nachhinein, sondern schon bei der Auswahl eines interessanten, reizvollen, gestaltungswürdigen Motivs bzw. Themas.

Also ja: "Wahrnehmung" zuerst - aber was und wie man wahrnimmt hat natürlich auch mit "Wertungen" zu tun. Gerade bei Künstlern - denen das freilich nicht immer bewußt ist. Gibt/gab aber auch welche, die haben sogar Theorien dazu entwickelt oder zumindest Manifeste verfaßt...

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