Weiche Männer. Männer weichen

Deutsche Männer verkrümeln sich. Arabische (und andere) Männer nicht. Bauch rein, Brust raus. Wem gehört die Straße?

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Das ist jetzt kein ganz neu­es The­ma. 2008 hat­te ich mein unspek­ta­ku­lä­res Bänd­chen Gen­der ohne Ende. Was vom Man­ne übrig­blieb ver­öf­fent­licht. Es erfuhr ein paar Neu­auf­la­gen, ver­kauft sich noch heu­te (für Samm­ler: seit letz­ter Woche gibt es eine wei­te­re Neu­auf­la­ge) und war even­tu­ell pro­gnos­tisch – was es heu­te nicht mehr ist. Denn: Vor fünf­zehn Jah­ren war der wei­che Mann weit­ge­hend eine Zukunfts­per­spek­ti­ve bezie­hungs­wei­se ein avant­gar­dis­ti­sches Modell.

Anek­do­te dazu: Damals hat­te eine (eher) „rech­te“ Freun­din von mir das Buch einer „links­rech­ten“ (also in ambi­va­len­ter Hal­tung befind­li­chen) Bekann­ten wei­ter­ge­ge­ben. Die wie­der­um ließ es eine „lin­ke“ Freun­din (mir ganz unbe­kannt) lesen. Jene hat­te mir damals einen wüten­den Brief geschrieben.

Klei­nes Zitat daraus:

Ihre schlich­te Pole­mik kann bei mir auch daher nicht ver­fan­gen, weil ich jeden ein­zel­nen Tag dank­bar bin für mei­nen „wei­chen Mann“. Wir haben nun unser zwei­tes Kind [es folg­te ein wei­te­res, drit­tes, wie ich spä­ter hör­te, EK], und ich bin heil­froh, dass es bei uns nicht mal Aus­hand­lungs­pro­zes­se geben muß­te, nir­gends. Fif­ty : Fif­ty in allen Belan­gen, das war von vorn­her­ein klar. Momen­tan arbei­te ich und er ist zuhau­se. Und das ist sehr gut so. Ich wün­sche mir mehr von sol­chen Män­nern. Män­nern, die wei­nen dür­fen, die sich zart und emp­find­sam zei­gen. Es ist ein Fort­schritt, den Sie geflis­sent­lich und mit bos­haf­ter Grob­heit übersehen.

Usw.usf.; die Poin­te ist, daß die­se Ehe vor ein paar Jah­ren geschie­den wur­de, offen­kun­dig gar schlamm­schlacht­för­mig. Mit wel­chem Typ die­se Frau nun zusam­men ist, schil­de­re ich lie­ber nicht, es könn­te als über­trie­be­ne anek­do­ti­sche Evi­denz rüber­kom­men – außer­dem ken­ne ich die Geschich­te ohne­hin nur aus zwei­ter Hand.

Den soge­nann­ten „Frau­en­ver­ste­her“ ali­as „Sof­tie“ gab es frei­lich bereits ab 1968. Da war er aber noch eine Son­der­edi­ti­on. Ein Nischen­mann, des­sen Zukunft aber wachen Zeit­zeu­gen (die das Wort „Fri­end­zo­ne“ noch nicht kann­ten) schon damals klar vor den Augen stand:

Er war der Typ, der pazi­fis­tisch war, die­se Hal­tung aber aggres­siv ver­tei­dig­te. Der Typ, der gern auf die Kinder/das Kind auf­paß­te und letzt­lich als bemit­lei­dens­wer­ter Däm­lack endete.

Der Typ, der 50:50 (Stich­wort Care-Arbeit) befür­wor­te­te und dann, nja, flö­ten ging bzw. gehen muß­te. Weil es attrak­ti­ve­re Män­ner gibt als den caren­den Gat­ten. (Wie immer bestä­ti­gen Aus­nah­men die Regel, aber wir sind hier ja nicht bei der ZEIT, wo jede Nischen­fi­gur zum neu­en Idol hoch­ge­ju­belt wird.)

Als ich mein „Gender“-Buch schrieb, gab es immer­hin noch die soge­nann­te Wehr­pflicht. Dazu heu­te: nur müdes Geläch­ter; unvor­stell­bar. Den Abitur-Jahr­gang (Pho­tos sind allent­hal­ben greif­bar) 2022 mal einer Taug­lich­keits­prü­fung unter­zie­hen? Witz komm raus.

Bereits in mei­nem Abi-Jahr­gang (1993) woll­te kaum einer mehr zur Bun­des­wehr (ich war ohne­hin Mäd­chen­schü­le­rin und bekam das am Ran­de mit); zum soge­nann­ten „Bund“ mel­de­ten sich nur die paar Unzeit­ge­mä­ßen. „Brust raus“ und Kurz­haar­fri­sur gal­ten im Zeit­al­ter von Beck  („I’m a loser, baby, so why don’t you kill me“) und Kurt Cobain als voll­kom­men reak­tio­när und daneben.

Män­ner, die in den Neun­zi­gern amou­rös tren­de­ten, muß­ten zwangs­läu­fig ein melan­cho­li­sches Loser-Image mit sich tra­gen, frei­lich ver­knüpft mit der Hoff­nung auf einen neu­en Hip­pie-Früh­ling – der natür­lich nie kam. Aber es ging ja auch nur um eine Ima­gi­na­ti­on, um eine Behaup­tung. Punk, Grunge, Straight Edge – es war alles ein ein­zi­ges pathe­ti­sches “als ob”, das für Aben­de taug­te, aber nicht für’s Alltagsleben.

Zei­ten ändern sich. Ich mag nicht sagen, daß der ath­le­ti­sche Mann als Ide­al­bild aus­ge­sorgt hät­te.  Für‘s Spek­ta­kel sor­gen aber ande­re — “Män­ner”.

Ich habe hier nur mal als Para­dig­ma ein paar der neu­en Hel­den raus­ge­sucht. Zumin­dest sub­ku­tan ist der Schnitt längst voll­zo­gen. Der wei­ße, männ­li­che West­eu­ro­pä­er kuscht. Und zwar auch, ohne „auf der Stra­ße“ mit ande­ren Män­nern kon­fron­tiert zu sein. Ich füh­re vier sehr unter­schied­li­che, aber hof­fent­lich spre­chen­de Bele­ge vor:

1. Ein (Main­stream-) Jour­na­list X ist bei uns zu Gast. (Inso­fern ist er natür­lich bereits ein “Muti­ger”. Ande­rer­seits wis­sen die­se Leu­te um unse­re Dezenz.) Er ist seit Früh­jahr 2022 Kor­re­spon­dent in Madrid. Sei­ne Frau (Wis­sen­schaft­le­rin) ist mit umge­zo­gen. X (wie­wohl er weiß, mit wem er spricht, näm­lich mit Anti­fe­mi­nis­tin­nen) „Ja, ist mir klar. Total pro­ble­ma­tisch, es gab auch unend­lich Dis­kus­sio­nen. [Typ errö­tet.] Frau folgt Mann an neu­en Wir­kungs­ort, das geht eigent­lich gar nicht. Aber ich kann es inso­fern erklä­ren, daß…“ Wie bit­te? Man(n) muß sich heu­te umständ­lich für sehr bana­le Lebens­ent­schei­dun­gen erklären?

2. Eine mei­ne Töch­ter und ich sind Tat­ort-Fans. Beschränkt auf ein­zel­ne Teams, klar. Wir haben uns die Jubi­lä­ums-Doku „Das Tat­ort-Geheim­nis“ ange­schaut. Eigent­lich mögen wir spe­zi­ell die Kom­mis­sa­re Prof. Dr. Dr. Karl-Fried­rich Bör­ne, Max Ballauf und Jan Paw­lak. In den Fil­men spie­len sie unter­schied­li­che For­men der Männ­lich­keit aus: den Nar­ziss­ten, den „ein­sa­men Wolf“, den melan­cho­lisch Suchen­den. Sie bedie­nen in ihren Film­rol­len sehr ver­schie­de­ne, aber klas­si­sche Män­ner­ty­pen. Ob lei­dend, tri­um­phie­rend, eitel oder mit­füh­lend: Män­ner, die… Män­ner sind!

Nun in die­ser Doku, im O‑Ton und unmas­kiert: Wir haben es hier offen­kun­dig mit Opfern zu tun. Jan-Josef Lie­fers und Klaus‑J. Beh­rend hocken da her­um wie Wei­ber, kreu­zen keusch die Bei­ne und äußern sich betu­lich. Stim­mung: wie Alt­wei­ber­kaf­fee­klatsch. Rick Okon ali­as Paw­lak trägt Män­ner­dutt. Alle sind super­ge­schmei­dig und total warm. Sie sit­zen alle so ver­bo­gen, nicht gera­de, nei­gen zuhö­rend den Kopf, wie es vor hun­dert Jah­ren Frau­en gebo­ten war. Was ist los mit die­sen Typen?

Um Miß­ver­ständ­nis­se aus­zu­schlie­ßen: ein Mann muß nicht breit­bei­nig den Erklä­rer­typ abge­ben. Auch dann macht er sich pein­lich. Ein­fach auf­recht sit­zen, Kopf hoch (nor­mal hoch, nie­mand soll über­trei­ben!), das war das alte Nor­mal. Passé!

Das betrifft übri­gens kei­nes­wegs bloß die Kul­ture­li­te. Seit Jugend­ta­gen wur­de mir nach­ge­sagt, einen treff­li­chen Schwu­len­rie­cher zu haben. Ich erkann­te die Prä­fe­renz sinn­ge­mäß hun­dert Meter gegen den Wind.

Klappt heu­te nicht mehr. Wenn ich heu­te mei­ne Kin­der zu deren Freun­den ver­stoh­len fra­ge “er ist schwul, oder?”, trifft das maxi­mal bei 60% zu. Sogar die Stimm­la­ge der gesamt­männ­li­chen Bevöl­ke­rung scheint sich irgend­wie ver­än­dert zu haben. Cis-Män­ner, die auf homo machen – pff, von mir aus; aber mir gibt das zu denken.

War­um gibt es eigent­lich – dies neben­bei – noch kei­ne Unter­su­chung über Stimm­la­gen “im Wan­del der Zeit”?

3. Man möge sich die Zeit neh­men (Not­falls auf Abspiel­ge­schwin­dig­keit 1,5 gestellt; wer hat schon Zeit für “sowas”) und sich eini­ge pro­mi­nen­te Mode­schau­en der Win­ter­sai­son 2022/23 (Her­ren) anschauen.

Klar, mei­ne Bei­spie­le sind Hau­te Cou­ture und also nicht unbe­dingt stra­ßen­taug­lich. Viel­sa­gend unter dem Gesichts­punkt der Männ­lich­keit sind sie den­noch. Neh­men wir zunächst die­ses neue Video des 1946 gegrün­de­ten Luxus­gü­ter­her­stel­lers Chris­ti­an Dior. Es dürf­te ein Hoch­licht für ästhe­tisch moti­vier­te Homo­se­xu­el­le sein. Es ist klas­sisch inspi­riert. Die jun­gen Her­ren tra­gen alle­samt wun­der­bar geschwun­ge­ne Lip­pen und net­te Täsch­lein. Darf man kichern, hier und da? Natür­lich! Heu­te gilt es als Kunst­wert, wenn ein Kli­schee über­spitzt wird.

Schau­en wir dann zu Her­mès. Thier­ry Her­mès wur­de 1901 in Kre­feld gebo­ren, er war gelern­ter Satt­ler. Die „neue Mode“ hier ist kaum auf­fäl­lig, gene­rös betrach­tet. Nur, was ist das für eine kurio­se Kolon­ne, die hier ab Min. 8:00 marschiert?

Zuletzt Dol­ce & Gab­ba­na, das 1985 gegrün­de­te ita­lie­ni­sche Unter­neh­men. Den Spot zur Her­ren­mo­de Win­ter 2022/23 muß man kaum kom­men­tie­ren, er spricht für sich selbst, und zwar ab der ers­ten Minu­te.

4. Neh­men wir unse­re Kli­ma­ret­ter. Sie brin­gen Aktio­nen, die etwa für die Iden­ti­tä­re Bewe­gung unmög­lich gewe­sen wären.

Als sich am 9.11. 2022 zwei Ver­tre­te­rin­nen der “Letz­ten Gene­ra­ti­on” pro­tes­tie­rend an das Bran­den­bur­ger Tor kleb­ten, erhiel­ten sie wohl­ge­fäl­li­ge bis leicht skep­ti­sche Bericht­erstat­tung, aber kein empör­tes “No go”. Anders die Bericht­erstat­tung, als die Iden­ti­tä­re Bewe­gung 2016 das Bran­den­bur­ger Tor besetzt hat­te. Hier wur­den die Akti­vis­ten uni­so­no als “Rechtsextremisten”/Rechtsradikale” gelabelt.

Blei­ben wir aber beim Fak­tor Männ­lich­keit. Man schaue sich die Typen hier (ab Min.0.51) und hier (ab Min. 9.51) an. Oder den hier halt.

Män­ner, wohin? Als Wahr­neh­mungs­avant­gar­de (m) soll­te man dicht machen und das Sei­ne tun, was sonst? Der gute alte Nietz­sche lag in sei­nem “Zara­thus­tra” gar nicht falsch:

Leben­di­ge Denk­ma­le sollst du bau­en dei­nem Sie­ge und dei­ner Befrei­ung. Über dich sollst du hin­aus­bau­en. Aber erst mußt du mir sel­ber gebaut sein, recht­wink­lig an Leib und Seele.

Dabei wäre das Recht­wink­li­ge heu­te bereits eine Über­erfül­lung und mitt­ler­wei­le eher nur als Sati­re denk­bar. Laßt euch ein­fach nicht rund machen, das langt schon.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (90)

RMH

16. Dezember 2022 16:11

"Deutsche Männer verkrümeln sich."

Als Ausgleich boomen die Angebote an Selbstverteidigungskursen, krav maga und anderen Schlaubi-Schlau Kursen für Frauen. Zynisch kann man dazu nur sagen, viel Erfolg mit krav maga, wenn man KO-Tropfen im Drink hat oder an eine Gruppe von Männern gerät. Und mit dem Hinweis auf die Gruppe sind wir bei einem Kern des Themas: Es geht um Mehrheitsverhältnisse. Auch die sog. Ausländer gehen in den meisten Fällen nicht alleine in eine Schlägerei sondern im Bewusstsein, im Ernstfall ist da noch jemand. In Mitteldeutschland liegt es auch nicht an rasierten Köpfen und Monteurs-Erfahrung, dass gelegentlich noch robuster vorgegangen wird. Da fühlt man sich im Recht und weis, dass noch jemand da ist, der einen unterstützt. Im Westen hingegen ist Mann allein & fertig. Im Grunde ist das ja auch gut so, dass man seine Konflikte anders austrägt, aber es ist eben vor jeder Softie-Optik oder Herum-Tuckerei vor allem eine Frage der Mehrheiten und vorhanden Rudel. Und da hat der weiße Mann eben gleich zweimal das Nachsehen, keine Mehrheit, kein Rudel, rein Nichts.

RMH

16. Dezember 2022 16:12

2.

Männliche und weiblich sind nach wie vor in der überwiegenden Mehrheit recht konventionell im Verhalten. Man bekommt das Selbstverständliche nur nicht so richtig mit, da es dazu keine Blogs, keine Videos, Bücher gibt und diese Kreise vor allem keine Selbstdarsteller-Party- Crasher sind, die allen anderen ihre Lebensweise als Erfindung der Brotsuppe allzeit auf die Nase binden. Da wird gerade kein Hype darum gemacht und es fällt nicht auf. Darauf darf man sich konzentrieren, diese Mehrheiten sollten gestärkt werden.

Nemo Obligatur

16. Dezember 2022 16:24

Ich glaube, Frau Kositza,

das regelt Darwin. Wenn es hart auf hart kommt, überlebt in der am besten angepasste Mann. Das muss ja nicht immer der Stärkere sein.

Wenn man die Sache ökonomisch betrachtet: Mit zwei Einkommen in akademischen Berufen steigt für ein Paar die Chance, die begehrte Altbauwohnung in Prenzlauer Berg, Miete oder Eigentum, bezahlen zu können. So gesehen hat die Softie Welle ihre Vernunft. Gesetzt den Fall, Sie wären 20 Jahre jünger und nicht irgendwo in der ostdeutschen Provinz, sondern hätten "irgendwas mit Medien" studiert und säßen in München oder Düsseldorf, also da, wo die Wohnung richtig teuer sind. Was wäre Ihnen lieber: Ein Mann mit breitem Kreuz, der aber beruflich Müll abfährt, auch danach riecht und entsprechend verdient? Oder einer mit Rundrücken und MINT-Diplom, der aber netto 5000+ Euro nach Hause bringt und von dem Sie wissen, dass er höchstwahrscheinlich nicht untreu wird?

Falls aber wirklich mal hart auf hart geht, wird sich der deutsche Mann und ebenso sein französischer und sein schwedischer Vetter schon, nun ja: "ermannen". Die Gene müssten ja noch alle vorhanden sein. Gehen Sie zwei, drei Generationen zurück, da waren die europäischen Kerle rustikaler (wir blenden dafür mal die zwei Weltkriege aus und denken nur an das Alltagsleben der Landwirte, Bergleute und Bauarbeiter).

Anzeichen dafür gibt es übrigens schon: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-rechtsruck-des-schriftstellers-michel-houellebecq-18539612.html

Kositza: Äh, wann ist Ihrer Meinung nach der Punkt erreicht, wenn es "hart auf hart" kommt?
Und: Als gäbe es zwischen dem Müllfahrer mit dem breiten Kreuz und dem MINT-Typ mit Mundgeruch nicht eine gewaltige Spannbreite!

Carsten Lucke

16. Dezember 2022 16:50

Herzallerliebster, köstlicher Text !

Kositzaische Anmerkungen eben - bissig, gnadenlos, aber gerecht.

Mir fiel ein Spruch ein : "Eine Frau läßt sich am liebsten von einem Mann vor Gefahr beschützen, der ihr gefährlich werden könnte." 

Wie alt muß der wohl sein ... ?

 

AndreasausE

16. Dezember 2022 17:44

Ich bin auch ein weicher Mann.

Ich bin für alles zu schwach, überlasse dem weiblichen Haushaltsvorstand alles, aber wirklich, da bin ich knallhart konsequent: Sie sorgt für das Einkommen, macht Einkäufe (ich hole allenfalls mal Bier), wischt das Treppenhaus, bereitet Essen zu (immer lecker frisch), macht Wäsche, hört sich meine politischen Tiraden an, legt sich folgsam Bücher auf den Stapel, was ich ihr zu lesen angeschleppt hatte, aber, weil ich so weich bin, verprügele ich sie nicht, wenn sie Lektüre vernachlässigt.

Ich zwinge sie auch nicht mitzukommen, wenn ich mal wieder eine Runde Bezirksbefruchtung gehe, aber ich behaupte als weicher Mann auch nicht, mal Zigaretten zu holen, denn die bringt sie mir immer mit.

Kositza: Na, ist doch Ok, wenn´s im Konsens geschieht und die Holde irgendeinen Grund hat, sie liebzuhaben. Was genau Sie damit sagen wollen, hab ich jetzt nicht kapiert.

Laurenz

16. Dezember 2022 18:02

Das Männerbild, auch Ihres, EK, ist extrem von der zeitgeistigen Mode abhängig. Kurze Haare waren früher über Jahrtausende das Kennzeichen von Männern, die körperlich arbeiten, aber nicht kämpfen mußten, maximal Mannschaftsrang. Kann Ihnen genau sagen, warum der männliche, europäische Typ sich nicht aus dem Fenster lehnt. Er wäre blöd. Indigene Inländer werden vor Gericht hart bestraft, wenn sie sich Straftaten, wie Vergewaltigung, Körperverletzung, Totschlag schuldig machen, viel härter als Migranten. Was meinen Sie, was einem deutschen Ehrenmörder passiert?

Deutsche Frauen zeugen nachwievor mit den charakterlichen Schließmuskeln die Kinder, die dann von Ihren weichen Männern großgezogen werden dürfen. Warum sollten sich deutsche Machos für Frauen einsetzen, die Politiker der Einheitsfront wählen? Das geht weiter beim Militär. Im neuen Schnellroda-Video mit Hannes Gnauck hat dieser absolut Unrecht. Gnauck liegt falsch damit, einem Land zu dienen, welches diesen Dienst mit Füßen tritt & bespuckt. Die weiblichen Bürger müssen ihre Wahl auch ausbaden. Fragen Sie Sich doch Selbst, warum der Macho Claus Theo Gärtner bis zum Schluß erfolgreich war?

Kositza: Ziemlich verrückter Kommentar, aus x-Gründen. Wie kommen Sie jetzt auf das schmale Brett, daß jemand einen "deutschen Ehrenmord" wagen sollte? Und wieso zeugen Frauen mit "ihren charakterlichen Schließmuskeln Kinder"? Etcpp

Ein gebuertiger Hesse

16. Dezember 2022 18:26

Sehr geiler Text, danke!

Männer: bleiben wir in Form, kleiden wir uns anständig/konservativ und vor allem geschmackvoll (aber nicht geckenhaft), tragen wir hin und wieder Hut, seien wir unrasiert (kein Dreitagebart, wobei ein getrimmter Schnurrbart ein prächtiges Alleinstellungsmerkmal abgibt) und vor allem: schauen wir den schönen Frauen, die uns als Gottesgeschenke tagein, tagaus out in the open begegnen, souverän, sprich offen und ehrlich in die Augen. Mehr braucht es nicht für ein erfülltes (oder, wenn es besonders "gut" läuft, übererfülltes) Männerleben. Alles andere kann doch wohl wegbleiben, right? Right.

Blue Angel

16. Dezember 2022 18:34

Sehr gut beobachtet.

tearjerker

16. Dezember 2022 18:41

Chercher la femme und trouver la femme gehen auch bei extinction rebellion Hand in Hand. Die junge Dame, die am Asphalt klebt kann zumindest vorerst nicht weglaufen. Wer klebte sich nicht direkt daneben um zu demonstrieren, dass er sich kümmert? Jemanden zu spiegeln ist ja das A und O der Werbung überhaupt. Immer nur Stirner lesen bis Einem ein Draht aus der Mütze fliegt und man den Gaul umarmt, kann’s doch auch nicht sein. Alles richtig gemacht, junger Mann (?). 

Niekisch

16. Dezember 2022 19:45

"Deutsche Männer verkrümeln sich. Arabische (und andere) Männer nicht. Bauch rein, Brust raus. Wem gehört die Straße?"

Bin ratlos: ich sah 1967 in etwa wie der junge Mann auf dem Foto aus, war schon damals "Frauenversteher" Aber wo wir auf der Strasse waren, flogen Betonbrocken und Pflastersteine der Antifa. Wir wichen nicht. Ich erinnere an den "Cantate-Saal" in Frankfurt/Main. Wir trugen alte Polizeihelme und man bezeichnete uns als "die neue SA". 

Was war ich denn? Ein weicher junger weißer Mann? 

Flaneur

16. Dezember 2022 20:47

Ein paar ungeordnete Anmerkungen dazu: Was Kositza beschreibt, sehe ich als teilnehmender Beobachter in meinem historisch genesenen links-liberalen Umfeld en masse. Im technokratischen Sinne gut ausgebildete, karriereorientierte Frauen und ihre devoten Männchen, die sich unterordnen und hoffen, durch ihre Unterordnung Akzeptanz und Liebe zu erhalten. Das funktioniert auf die Dauer nie, da den Frauen in der Beziehung ein sie (heraus)fordernder Gegenpart fehlt, an dem sie reiben können, der sie infragestellt, fordert... Diese Beziehungen scheitern über kurz oder lang, oder sie enden in Cuckold-Beziehungen, wenn die Frau außerhalb ihrer bisherigen, von ihr dominierten Beziehungen einen sie wirklich fordernden Mann kennenlernt. Der alte Partner wird dann abserviert, oder er kann sich in die Rolle des impotenten und als solcher gerade noch geduldeten, aber mit Verachtung gestraften Zuschauers flüchten. Viele Männchen tun das. BDSM würde damit mehr und mehr zur Norm werden, wenn meine Wahrnehmung stimmig sein sollte. Das wäre mal ein Thema für eine sozialpsychologische Untersuchung...

brueckenbauer

16. Dezember 2022 20:57

Ein echter Mann richtet sich nicht danach, was Frauen gut finden - das gilt sogar auch für Frau Kositza.

Nebenbei: Ich möchte ja nicht im Hause Kositza der einzige schwule Sohn sein ...
Kositza: Ja, bei sieben Schwestern wäre das gut denkbar, und wir müßten es wohl irgendwie hinnehmen. Aber der einige Sohn hat seit 2 Jahren eine Freundin.

Monacensis

16. Dezember 2022 21:08

Zu der im Text angesprochenen Erhöhung der Tonlage: Die Durchschnittstonlage männlicher, aber auch weiblicher Radiomoderatoren scheint sich mir in den letzten 30 Jahren um eine Oktave erhöht zuhaben, bei Pop- wie bei Klassiksendern.

Wäre wirklich einmal eine Untersuchung wert.

Nemo Obligatur

16. Dezember 2022 21:22

Kositza: Äh, wann ist Ihrer Meinung nach der Punkt erreicht, wenn es "hart auf hart" kommt?

Guter Einwand. Ich nehme an, das ist individuell unterschiedlich. Natürlich wird die Sandbank für jede Generation kleiner, denn das Wasser steigt immer höher.

Und: Als gäbe es zwischen dem Müllfahrer mit dem breiten Kreuz und dem MINT-Typ mit Mundgeruch nicht eine gewaltige Spannbreite!

Sicher gibt es das. Aber wie soll man mit 1.500 Zeichen auskommen, wenn man nicht zuspitzen darf? Und wer würde das dann lesen wollen?

Laurenz

16. Dezember 2022 21:25

@EK

Mein Schreibweise ist der gewünschten Kürze geschuldet.  https://youtu.be/vwCha0AmB3A  Na,. wie sieht der von der Trenck aus? https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_von_der_Trenck

So, wie Sie Sich einen Draufgänger vorstellen, der Er war? Unsere Vorstellung von Ehre sah vor 200 & mehr Jahren leicht anders aus, als die orientalische. Aber Duelle gab es. Wer als Einheimischer heute zur Selbstjustiz greift, wird extrem hart bestraft, Migranten nicht. Da Frauen bis 30 sich 20% der Männer teilen, stammen auch alle Kinder von 20% der Männer in dieser Altersklasse. Die freundlicheren Männer, die dann in Frage kommen, dürfen dann die Kinder ersterer mit groß ziehen. Jetzt raten Sie mal, warum ich erst gar nicht geheiratet habe. Ich habe alle Sorten von Frauen kennengelernt, alles Schlampen außer Mutti. In der heutigen Zeit gerät man als verheirateter Mann in rechtliche Abhängigkeiten, die ich als Mann nicht akzeptiere. Schauen Sie Sich Jordan Peterson an, kostet aber viel Zeit. Der beschreibt das Phänomen Ihres Artikels wissenschaftlich. https://youtu.be/dvUtQp1uVIM

dojon86

16. Dezember 2022 21:47

@RMH 16:11 Stimme Ihnen voll zu. Es geht um Mehrheitsverhältnisse. Bei einem physischen Konflikt kann der westdeutsche Mann ( dem man obendrein seit Jahrzehnten versucht, das kämpferische auszutreiben ) damit rechnen, allein zu stehen. Damit ist er fast automatisch der Verlierer. (Nur in Hollywood gewinnen die einsamen Wölfe). Somit ist Feigheit die richtige Strategie. Dazu eine Analogie, in antisemitischen Kreisen galten die Juden seit je her als feig. Wahrscheinlich waren sie es tatsächlich. Warum ? Sie wussten, sie würden als ungeliebte bzw. gehasste Minderheit bei jedem offenen Konflikt verlieren. Genau dieselben Juden (soweit sie den Holocaust überlebten) errichteten in Palästina eine moderne Version Spartas (Copyright Peter Scholl Latour) Es ist somit die taktische Ausgangslage, die mutige Männer oder Feiglinge macht.

Nath

16. Dezember 2022 22:25

@Kositza      I.

Da Sie das Zarathustra-Zitat bringen, zunächst eine Bemerkung zu Nietzsche. Anders, als es erscheinen möchte, war letzterer gerade kein "rechtwinkliger Typus". In modernem Jargon könnte man ihn beinahe als "Softy" bezeichnen. Speziell vor der anti-wagnerianischen Kehre, aber auch später noch, war er der Inbegriff eines Mannes mit sanftmütigen - nicht weibischen - Charaktermerkmalen. Wogegen er später als Decadence-Symptome polemisierte, das hatte er zu dieser Zeit verinnerlicht. Beispielsweise war er aus ethischen Gründen Vegetarier, (Später aß er wieder Fleisch.)  Das Elementar-Maskuline war ihm völlig wesensfremd. Manche werden vielleicht das Photo mit Lou Salome kennen, wo er selbst vor einen Karren gespannt wird und sie die Peitsche in der Hand hält. Auch der überhastete Heiratsantrag an Mathilde Trampedach hatte etwas Tragikomisches an sich. Er lässt ihn in brieflicher Form von einem Freund überbringen.

"Ich reise morgen um 11 Uhr mit dem Schnellzuge nach Basel zurück, ich muß zurück;....Gewinnen Sie es über sich, sich schnell zu entschließen, mit Ja! oder Nein-"

Zum Abschluss auch noch etwas "Gender-Zweideutigkeit" aus den Dionysos-Dithyramben:

"Weint mir nicht, ihr Dattel-Herzen! Milch-Busen!

Ihr Süßholz-Herz-Beutelchen! Sei ein Mann, Suleika! Muth! Muth!"

 

 

 

Nordlicht

16. Dezember 2022 22:31

Danke für den klugen und amüsanten Text. Die Videos der Modenschauen hätte ich nie angeschaut ohne die Hinweise.

Zu den Leser-Meinungen scheint mir der Umstand wichtig zu sein, dass die nicht in den Medien dargestellte, eben stille Mehrheit der Männer nicht schwul oder eine anderen Großbuchstaben-Erotikvorliebe verfallen ist, sondern stinknormal hetero liebt und lebt. 

Sind es ein sogar fünf Prozent der Männer und Frauen, die einen anderen als klassischen Lebensentwurf als M + F + Kind wollen? In der Realität fehlt dann oft das Kind und mehr noch die Kinder, dafür gibt es viele Gründe. Möglicherweise zukünftig vermehrt mRNA.

Deutsche Männer werden sicherlich nicht in Großstädten die Straße zurück erobern, ebenso wie weisse US-Amerikaner nicht die Schwarzen-Viertel. Die "fittest" sind nach Darwin nicht die wilderen Schläger, sondern die Klugen, die unnötige Risiken meiden und mit List sowie Technik gewinnen. Das traue ich deutschen Männern zu.

Gracchus

16. Dezember 2022 22:33

Nietzsche war ja auch eher Weichling. Mir miss- oder fällt auf, dass solche Diskussionen meist bezogen auf Männer geführt werden. Bei Männern hat sich rumgesprochen, dass Frauen nicht auf (reine) Softies stehen. Deshalb lässt man sich ja einen Bart wachsen und trägt Undercut. Erziehung und Beruf "kastrieren" halt. Bürohock-Jobs haben ja etwas von einer Brutanlage. Dazu muss man vor dem Chef buckeln. 

 

Queeg

17. Dezember 2022 00:13

Guten Abend.

"Nun in dieser Doku, im O‑Ton und unmaskiert: Wir haben es hier offenkundig mit Opfern zu tun."

Ist das nicht allzu oberflächlich? Zwar weiß ich nicht, wie er sitzt, doch alles von dem Wenigen, das ich bislang z.B. von Herrn Liefers wahrgenommen habe, deutet darauf hin, dass er einen geraden Rücken hat - und keineswegs ein "Opfer" ist.

Der Sinnierer

17. Dezember 2022 05:01

Das Phänomen des entmannten Mannes habe ich vor vier Jahren in einem Buchmanuskript bei mehreren Verlagen versucht zu plazieren. Biologisch ist es sehr einfach seit den 80er Jahren auf mehreren Achsen greifbar. Ggf schreibe ich einmal Sezession an um zu erörtern, ob das nicht in einer Serie oder Kooperation zu kompendieren wäre - dee biologische Untergang des Westens. Aber mein Verlag lehnte ab, und das Thema Männlichkeit ist esoterischer als Hexen und Voodoo.

Was ich damit sagen will: Ihre Beobachtung ist richtig, aber es wird noch schlimmer kommen. Freuen Sie sich einen Kubitschek zu haben, einen echten Mann - das ist eine derzeit vom Aussterben bedrohte Sorte Mensch. Meine Vorhersage: Bald endet dieses Trauerspiel im Finis Europae.

Wahnsinnistkeinemeinung

17. Dezember 2022 08:56

Es ist meist besser, sich den Brüders gegenüber defensiv zu verhalten. Der deutsche Mann und das was von ihm übrig ist, hat diesen Grundsatz verinnerlicht. Nazis lauern fast überall und im Gefängnis ist es wahrlich nicht sonderlich beeindruckend. Die Wärter der deutschen Irrenanstalt haben eben an alles gedacht. Vieles bleibt seit langem unausgesprochen. Die schmalen Gänge der Meinungskorridore werden auch in den kommenden Jahrzehnten nicht erweitert. Es gibt zu wenig Meinungsvielfalt im Gegensatz zur allgegenwärtigen Meinungseinfalt. Durchhalten, weitermachen und hoffen. Dennoch ein Danke für Ihren Artikel Frau Kositza. 

Gustav

17. Dezember 2022 09:17

@ dojon86

Eine Ähnlichkeit Israels mit Sparta gibt es durchaus.

Sparta ist der Kerl in dem Aphorismus „wenn alles, was man hat, ein Hammer ist…“, aber plaziert in eine Welt der Schrauben.

Der Hammer, den Sparta hat, ist natürlich der Hoplitenkampf. Sparta sucht fast alle seine Probleme zu lösen, indem es eine Hoplitenphalanx auf das Problem ansetzt, ungeachtet dessen, ob das Problem mit einer Hoplitenphalanx gelöst werden kann. Das spartanische strategische Denken ist somit beeinträchtig sowohl durch eine Nichtberücksichtigung militärischer Aktionen, die nicht aus traditionellen Hoplitenschlachten bestanden, als auch durch eine Unfähigkeit, überhaupt nichtmilitärische Lösungen in Betracht zu ziehen oder umzusetzen.

Sandstein

17. Dezember 2022 10:20

Schöner, ehrlicher Text. Ein klassischer Kositza.

Möchte aber mal eine Lanze für junge Männer brechen, die den ganzen Firlefanz nicht mitmachen. Zur Wahrheit gehört nämlich auch dazu, dass die Frauen von heute keine mehr sind. Ich bring das im Bekanntenkreis gerne mit dem Bild rüber: „…dass die Alte sogar versucht neben dir in den Schnee zu pinkeln.“ 

Was ich in Berlin teilweise für Frauen kennengelernt habe spottet jedem Erklärungsversuch. Insofern glaube ich, dass alles geschlechtliche in Auflösung begriffen ist. Jedenfalls in urbanen Räumen.

Aber einige von uns Kerlen haben das rechtzeitig gemerkt, und auch in meiner aktuellen Beziehung ziehe ich klare Grenzen. Das kommt bei meiner Herzensdame sehr gut an und wir verstehen uns wirklich prächtig. Das ist aber auch noch eine Frau und kein „Mensch mit Vagina“. Ganz so düster wie EK zeichnet ist das Bild zum Glück also nicht! 

dojon86

17. Dezember 2022 10:48

@Nordlicht 16.12.2022 22:31 Die im darwinschen Sinne uberlebenstüchtigeren sind nicht die, die mit List und Technik arbeiten, sondern die die Kinder zeugen. Und da sehe ich bei deutschen Männern und Frauen dunkelgrau. Ich empfehle einen Spaziergang mit offenen Augen durch eine deutsche Großstadt und Sie wissen was ich meine.

@Gustav 09:17 Der Hoplitenkampf war das Erfolgsrezept Spartas, aber auch z.B. Alexander des Großen. Das stimmt. Sie habe natürlich insofern recht, als Sparta im Gegensatz zu Rom daran scheiterte, die übrigen Griechen in seine Hegemonie zu integrieren, etwas was den Römern bei den Italikern gelang und womit sie die Grundlage für ihr Imperium schufen. 

Hartwig aus LG8

17. Dezember 2022 11:55

Ich weiss nicht, ob diese Beobachtungen bzgl. Mode, Habitus von Schauspielern, Stimmlage etc. wirklich zum Ergebnis, "früher war es anders ..." führen.

Schauen Sie sich bitte mal ein Wochenende lang deutsche Filmkomödien aus den 1930er Jahren an. Da wimmelt es nur so von Weicheiern und Pantoffelhelden (was ja damals das Witzige sein sollte ... ). Desgleichen in den 50ern und frühen 60ern. Peter Alexander lässt grüßen. Natürlich gab es auch hier Ausnahmen (Hans Albers als Beispiel).

Und vielleicht lag es an der Tontechnik, aber die Männerstimmen in diesen Komödien sind in aller Regel weich, hoch und quäkend.

wolfdieter

17. Dezember 2022 11:58

Zusammen mit dem verlinkten Videomaterial ein erfrischender Artikel zu einem Thema, das sonst einzig Akif Pirinçci angemessen abdeckt.

Imagine

17. Dezember 2022 12:41

Grundlegend haben sich – so meine These - die (Ehe)Partner-Wahlkriterien bei den Frauen nicht verändert, sie haben sich lediglich der veränderten ökonomischen Wirklichkeit angepasst.

Die meisten Frauen wollen eine Mann, der ihnen ein gutes und möglichst (lohn)arbeitsfreies Leben ermöglicht, also einen Mann, der über viel Geld, Macht und Sozialstatus verfügt.

Nach wie vor ist dies der wirtschaftlich durchsetzungsfähige und erfolgreiche Mann. Der sich eine Spitzenposition in der gesellschaftlichen Hierarchie erkämpft hat.

Wobei heute Alter, Aussehen, Körpergröße, körperliche Leistungsfähigkeit etc. eine untergeordnete Rolle spielen (Ausnahme Spitzensportler).

Auffallend sind im Vergleich zu einem halben Jahrhundert zuvor die großen Altersdifferenzen bei der Partnerwahl.

Zum Beispiel wählt eine Studentin einen alten Professor, der ihr Vater oder sogar Großvater sein könnte. Aber sie ist gut versorgt, kann ein traditionelles Leben als Mutter mit alleinverdienendem Mann leben und sich auf eine frühe Beamtenwitwenpension freuen, welche ihr weiterhin ein (lohn)arbeitsfreies Leben ermöglicht.

Körperliche  Attraktivität und sexuelle Lust scheinen bei vielen heutigen Frauen völlig zur Nebensache geworden zu sein. Der Vermehrungstrieb (Kinderwunschtrieb) scheint bei vielen Frauen in unserer Kultur das Sexualverhalten zu dominieren.

Gimli

17. Dezember 2022 12:49

Die Umwelt bedingt was bzw. wer wie erfolgreich ist. Und Zufall gehört auch dazu. In unserer Zivilisation Westeuropa vllt mal hier in den Blick genommen, kann man lustige Mode tragen und trotzdem heterosexuell sein - oder auch nicht - und die Weitergabe von Genen ist davon unabhängig. Aus der Sicht des Subjekts. Objektiv bzw. statistisch gibts ggf Korrelation homosexuell gutverdienend >= 2 Kinder. 
Egal. Die Zukunft sehe ich nicht voraus, denke aber sie den einen wird transhumanistische Welten öffnen und die andern lesen und leben „Thoreau“. Und vieles dazwischen. 
Alles ist möglich. Vieles gleichwertig gut. 

Joerg

17. Dezember 2022 13:15

Bei heutigen Männern 35+ wirkt die ständige Gehirnwäsche aus entsprechenden "positiven" Bildern von Waschlappen-Männlein in allen Medien. Sowie die Diffamierung "negativer" Männlichkeitsbilder als toxisch etc 

Bei jüngeren sog. "Männern" ist es dagegen keine Gehirnwäsche. Die geistige Festplatte wird ja direkt so bespielt, die kennen nichts anderes. Für die ist das der Normalzustand.

 

Gustav

17. Dezember 2022 13:34

Wer meint, er lebe in einer Zeit des ewigen Friedens, Wehrhaftigkeit sei etwas unnormales, krankhaftes, der wird auch den Kalauer ernst nehmen, Gewalt sei keine Lösung. Das glauben nur die Schwachen und Feiglinge, um sich nicht ihrer Angst und Schwäche schämen zu müssen. Der Starke weiß es besser, ist stolz auf seine Fähigkeiten. Schwache bewerten ihr Leben nach der Quantität, Starke nach der Qualität.

Welcher Mann möchte denn seine Männlichkeit nach den Wünschen und dem Gutdünken von anderen Personenkreisen ausrichten, die nur ihre eigene Egozentrik durchsetzen wollen? Warum soll sich ein Mann von jemandem, welcher keine Ahnung von Männlichkeit hat, zu einem "wahren" Mann umerziehen lassen?

Es ist die Unabhängigkeit und die Fähigkeit, sich seinen eigenen Weg vorzustellen und ihn gehen zu können, was schlussendlich einen Mann auszeichnet. Losgelöst von den Fesseln der Gesellschaft frei entscheiden zu können, was im Leben Bedeutung hat und was nicht. Die eigenständige Wahlfreiheit, selbst Grenzen neu zu definieren und nach ihrer Ausweitung zu streben.

Ist es nicht diese Losgelöstheit, welche uns Männer von Frauen unterscheidet? Dieser Verzicht auf eine Herdenmentalität? Die Bedeutungslosigkeit einengender Modevorschriften und die Inakzeptanz von vorgeschriebenen Grenzen? Der Entdeckungsdrang und der Trieb, Neues und Alternatives zu entwickeln?

dojon86

17. Dezember 2022 16:36

@Gimli Schade, dass ich nicht Gott bin. Wäre ich es, dann würde ich sie um ein paar Jahre jünger machen und sie in eine Brennpunktschule in einer westdeutschen Großstadt schicken. Dann würden sie schnell gewisse Irrtümer in ihren Anschauungen erkennen, soviel ist sicher. Obwohl Exmarxist, habe ich das marxistische Dogma, wonach das Sein das Bewusstsein bestimme, in meinem ganzen Leben immer wieder bestätigt gefunden.

dojon86

17. Dezember 2022 16:55

@Imagine 12:41 "Auffallend ist im Vergleich zu einem halben Jahrhundert zuvor die großen Altersdifferenzen bei der Partnerwahl" 

Diesen zugegeben subjektiven Eindruck habe ich auch. Diesbezügliche statistische Auswertungen gibt es natürlich nicht was niemanden wundern kann, der unseren Wissenschaftsbetrieb kennt. Wenn unser beider Eindruck zutreffen sollte, dürfte es daran liegen, dass junge Männer, denen man in der Zukunft die Rolle eines Alleinverdieners zutraut und die das auch wollen, immer seltener werden. Junge pragmatische Frauen (oft aus migrantischem Milieu, in dem die europäische Romantik nie so ganz Fuß gefasst hat) greifen da natürlich zu. Ein weiterer Faktor dabei ist natürlich auch die Entwertung der Lohnarbeit, die in der Masse der Bevölkerung das Alleinverdienertum immer schwieriger macht.

Monika

17. Dezember 2022 16:58

@Gustav

Danke für Ihre letzten beiden Absätze. Die Unabhängigkeit, den  eigenen Weg zu gehen, sich von der Masse abzusetzen,  macht durchaus  Männlichkeit aus. Gegen alle Klischees und Erwartungshaltungen selbstbewusst zu handeln, egal ob mit Dutt, Rock, weichem Äußeren .Ein äußerlich stark und hart auftretender Mann kann ein völlig lascher Typ sein bis hin zur Lächerlichkeit. Viele heutige Frauen suchen auch keinen Versorger mehr. Ja, Losgelöstheit von gesellschaftlichen Erwartungen und von  Triebgesteuertheit , macht Männer attraktiv. Und was das Auftreten gegen Männergruppen betrifft, das lässt sich nicht mit individueller Gegengewalt lösen. In diesem Kräfteverhältnis braucht es intelligentere Lösungen. 

Carsten Lucke

17. Dezember 2022 17:48

@ Sandstein

"Das ist aber auch noch eine Frau und kein „Mensch mit Vagina“. Ganz so düster wie EK zeichnet ist das Bild zum Glück also nicht!"

Das freut mich ja für Sie - aber bitte nicht so viel Privates hier einstreuen.

Da kommt sonst schnell viel Ekel auf !

Prosit !

Heinrich Loewe

17. Dezember 2022 20:40

In der Geschlechter-Debatte sind immer wieder die Jugend-Studien bzw. -Umfragen aufschlußreich. Dort halten sich nämlich sehr hartnäckig die von den Kulturmarxisten verteufelten Stereotypen als Leitbilder: Klassische Kleinfamilie, Kinder, klassische Rollenverteilung usw. Muß doch was Universales dran sein. Göttliche Seinsordnung.

Imagine

17. Dezember 2022 20:43

In meiner großen Bekanntschaft kenne ich kaum Paare, bei denen ich sagen könnte, dass diese eine glückliche und erfüllte Ehe oder Lebensgemeinschaft führen.

Die meisten sind toxische Beziehungen, die keinem der beiden Geschlechter wirklich guttun.

Wäre ich noch einmal jung, würde ich mir vermutlich eine Frau aus einem anderen Kulturkreis suchen. In meiner Jugendzeit gab es unter den deutschen Frauen einige, die wirklich Klasse waren, aber die meisten der heutigen finde ich abstoßend.
 

Jan

17. Dezember 2022 22:14

Teil 1

Männer in der Modebranche waren immer schon überwiegend schwul. Aber die Typen in den Clips sind schon arg feminin. Richtige "Lustknaben". Zumindest in der Boss-Werbung sahen die Typen früher normaler und maskuliner aus (egal ob nun in echt schwul oder nicht). Sicher kennt auch Frau Kositza noch den "Boss-Mann", der in den 80ern und 90ern auf jeder Werbeanzeige von Hugo Boss zu sein schien. Ich meine den Typen da in der Mitte. Beim Betrachten dieser alten Werbeanzeigen fällt mir auf: Alles ist so elitär Anglo-Saxon-White, dass es heute vermutlich als provokant, wenn nicht sogar als rassistisch wahrgenommen werden würde. Habe mir zum Kontrast aktuelle Boss-Werbung angeschaut: Black & Brown ohne Ende und alles immer schön lässig. Yo, man.

Die Pop-Sängerin Kim Wilde sagte mal in einem Interview, dass männliche Attraktivität viel schwieriger zu fassen sei als weibliche. Ob ein Mann attraktiv ist oder nicht, könne sie schwer von Fotos ableiten. Sie merke es meist erst, wenn sie neben einem steht. 

 

Jan

17. Dezember 2022 22:17

Teil 2

Ja, das mit den Veränderungen der Männerstimmen über die Jahrzehnte ist mir auch schon aufgefallen. Es hört sich alles dünner, höher und jungenhafter an. Müsste man Serien wie Magnum oder Miami Vice heute nochmal neu auf Deutsch synchronisieren, würde man für Tom Selleck und Don Johnson keine geeigneten Synchronstimmen im Alter von ca. 35-40 finden.

Aber auch jüngere Frauen wirken heute mädchenhafter als noch vor 40 oder 50 Jahren. Das ging schon in den 2000ern los mit Schauspielerinnen wie Sarah Michelle Gellar oder Tara Reid, die mit 25 immer noch so aussahen wie Mädchen in der 10. Klasse und heute mit über 40 wie alt gewordene Mädchen wirken.

So wirkt sich vermutlich der jahrzehntelange Jugendkult des Westens seit den 1950ern langsam auf die Genetik aus. 

Sandstein

17. Dezember 2022 23:27

@Carsten Lucke

Also es war nicht meine Intention Ekel zu erregen. Werd in Zukunft mehr Rücksicht nehmen. Oder vielleicht tuts ja auch eine Triggerwarnung ;> 

Franz Bettinger

18. Dezember 2022 03:44

@Jörg: Männer heute sind aus dem Holz geschnitzt, aus dem man Waschlappen herstellt. (Ja, da haben sie recht.)  Früher konnte man mit den Kerlen noch Pferde stehlen. Aber: Wer braucht heute noch Pferde? 

@Monika schreibt: "Losgelöstheit von Triebgesteuertheit macht Männer attraktiv.“ Übersetzt: Wenn Männer nicht ihrem sexuellen Trieb nachgeben, sondern ihn zügeln und konrollieren, sind sie attraktiv (für Monika.) Was Sie da sagen, ist vielsagend, und könnte auch von einer Grünin stammen. Muss zugeben, dass ich (leider?) ziemlich trieb-gesteuert durch Leben galoppierte, und mein (dummer) Trieb mich leider weder zu einem Frauen-Versteher, noch zu einem Frauen-Verschlinger (der ich gern gewesen wär) gemacht hat. Schade! Für mein nächstes Leben habe ich beim lieben Gott aber schon den Wunsch geäußert, damit das endlich mal gründlich hinter mir liegt: Ich möchte als Don Juan durch die Welt gleiten. 

@Gimli meint: „Die Umwelt bedingt den Erfolg, die Gen- Weitergabe ist davon unabhängig.“ Ich nehm an, Sie sind noch sehr jung. Verraten Sie uns, wie oft sie geimpft sind? Und ob ihre Beschwerden schon vorher bestanden? Lesen Sie ihre Texte eigentlich noch einmal durch, bevor sie sie abschicken? (Letzteres gilt für @Einige hier.) 

Blue Angel

18. Dezember 2022 09:37

Neben einer tiefen Stimme (die ist unerläßlich) sind die Mundwinkel der wichtigste Anhaltspunkt für die Einschätzung eines Mannes: Augen können lügen, Mundwinkel nicht.

An ihnen erkennt man, ob er Humor hat. Wer Humor hat, verfügt auch über Intelligenz und ist damit vor Wokismus und den meisten anderen Dummheiten gefeit.

Und nur Männer mit Humor sind geeignete Kandidaten für jahrzehnte-lang erfüllende Partnerschaften, inklusive der Aufzucht gemeinsamer Kinder, auch in teilweise schwierigen bis sehr schwierigen Zeiten.

Leider haben sich viele Freundinnen dieser Erkenntnis verweigert und so lange nach der "eierlegenden Wollmilchsau" unter den Männern gesucht bis es, zumindest für Kinderwünsche, zu spät war:

Den "perfekten" Mann, der eine tolle "Karriere" macht, während er gleichzeitig (mindestens!) die Hälfte der Haushalts- und Aufzuchtarbeit übernimmt, männlich-erotisch bestimmt auftritt (auch unerläßlich für das Fortbestehen der erotischen Anziehung bis in´s Alter), dabei aber "immer" geduldig, sanft, einfühlsam und verständnisvoll ist sowie in ästhetischer Hinsicht das Idealbild verkörpert, gibt es vielleicht in irgendwelchen (schlechten) Filmen, aber nicht in der Realität. - Was auch gut ist, denn real wäre so jemand total langweilig.

 

Laurenz

18. Dezember 2022 09:47

@Jan

Muß Ihnen widersprechen. Das, was Sie geschildert haben, ist nur medial existent. Zur Olympiade in München vor 50 Jahren haben sich die Leistungsspitzen der Leichtathletik kaum verändert. Da, wo Luft nach oben existiert, wie im Fußball, liegen heute Lichtjahre zur WM 1974. Franz Beckenbauer & Co. spielten Standfußball. Momentan sind, nach vielen Jahrzehnten der Skelette mit Hautüberzug, bei Frauen wieder Arsch & Titten angesagt. Da, wo Sie Recht haben, ist die Umsetzung der rein medialen Existenz in Gesetze. Die pädophile grüne Linke aus den 80ern feiert nach Jahrzehnten Durststrecke die Rückkehr in den Mainstream. Eine Medikation, die Pubertät anzuhalten, sorgt doch nur für die Legalisierung mit Volljährigkeit zugunsten der Kinderschänder-Neigungen.

Monika

18. Dezember 2022 09:49

Von weichen und harten Männern muss mir niemand was erzählen. Mein ganzes Leben ist dominiert von Männern, angefangen von einem autoritären Vater, zwei Brüdern, einem starken Mann, zwei sehr eigenwilligen Söhnen. Was hart scheint, kann weich sein und umgekehrt. Äußerlichkeiten erklären auch nichts. Als ich meinen Mann vor vielen Jahren auf einer pol. Versammlung das erste Mal sah, dachte ich ob seines Äußeren ( lange schwarze  Haare, Bart): „Scheiße, dass die gut aussehenden Männer bei den Linken sind.“ Dem war nicht so.Björn Höcke dagegen empfinde ich als ziemlich weibisch trotz sportlichen Auftritts, einschließlich Stimme. Die Verweiblichung der Männer soll übrigens  durch den Östrogengehalt im Grundwasser kommen ( verursacht durch Pille). Am Schluss steht oder fällt der Mann mit der Frau oder seinen Frauen . Letztes trauriges Beispiel: Boris Becker. 

Imagine

18. Dezember 2022 10:06

@dojon86   17. Dezember 2022 16:55
Ein weiterer Faktor dabei ist natürlich auch die Entwertung der Lohnarbeit, die in der Masse der Bevölkerung das Alleinverdienertum immer schwieriger macht.“

Es ist das kapitalistische System, welches die traditionellen Familien- und Geschlechterverhältnisse zerstört.

Während früher nur Frauen und Mütter aus der Unterschicht Lohnarbeit leisten mussten, ist heute die profitable Ausbeutung weiblicher Lohnarbeit Normalität.

„Die Wirtschaft braucht die Arbeit der Frauen.“

Für die lohnarbeitende Normalbevölkerung hat sich das Leben im Vergleich zu den Generationen zuvor gravierend verschlechtert, und zwar für beide Geschlechter.

Der Feminismus hat die Frauen dumm gemacht, indem er den Frauen den systemischen Zwang zur Lohnarbeit als „Emanzipation“ verkauft hat.

 

Joerg

18. Dezember 2022 10:07

Im Gegensatz zu den oft mit herablassendem Dünkel versehenen Ton in den Kommentaren zu anderen Artikel von SiN, findet sich hier einiges worüber sich für mich weiteres Nachdenken lohnt:

Z.B. die These, dass es sich für migrantische Männer besser prügelt, weil man personellen Rückhalt  hat und die Kuscheljustiz nicht abschreckt. 

Oder die, dass nur mit konsequentem Buckelverhalten vor der (z.B. im ÖD oft vorzufindenden) Vorgesetzten ein sicheres Einkommen zu erwirtschaften ist. Und ohne ein solches zur Existenzsicherung und für modernes Konsumverhalten würde man ja erst recht als unmännlich gelten.

 

Karl Otto

18. Dezember 2022 10:59

Das ist natürlich alles auf den steigenden Einfluss des Feminismus zurück zu führen. Als ich in den 70er Jahren in der Schule war, begann es und wird seitdem immer stärker. Und es beißt sich auch heute noch mit den biologischen Grundlagen des Verhaltens der Geschlechter zueinander.

Ein Beispiel: Ich habe mal den Girlsday betreut, also diesen Praktikumstag für Mädchen in Männerberufen. Dabei sagte mir ein Herr vom Kultusministerium, dass es diese Gilsdays seit 20 Jahren gibt und dass sie offenbar keinerlei Wirkung haben. Die Berufswahl der Mädchen hat sich nicht geändert, sie wollen immer noch nicht Automechaniker lernen oder Informatik studieren, sondern etwas mit Menschen (oder Tieren).

Als ich jung war konnte man eigentlich nur mit dem bürgerlichen Strom schwimmen oder Hippie sein, also lange Haare, Rockmusik, Haschisch usw. Ich dachte auch immer als junger Zivildienstleistender mit langen Haaren der nie Streit anfing und Querflöte spielte, dass die Mädchen mit mehr mögen müssten als die doofen Muskelpakete, war aber nicht so. Irgendwann habe ich mir dann die Haare abgeschnitten und mein Verhalten geändert, und dann ging es besser, auch ohne Muskelpakete.

 

Karl Otto

18. Dezember 2022 11:07

Ich bin sicher das sowas auch heute noch stattfindet, obwohl der soziale Druck besonders auf junge Männer natürlich viel größer ist, denn die menschliche Natur ändert sich nur in evolutionären Zeiträumen von vielen Jahrtausenden.

Es bedarf immer größerer Anstrengungen und Verrenkungen um die Diskurshoheit zu behalten. In letzter Zeit soll es vermehr Klagen geben gegen Ärzte, die Geschlechtsumwandlungen durchführen, s. hier: https://www.aerzteblatt.de/archiv/228699/Transition-bei-Genderdysphorie-Wenn-die-Pubertas-gestoppt-wird

"dass immer mehr Betroffene, die als Kinder die Arzneien erhielten, inzwischen öffentlich und juristisch Klage führen mit der Kritik, sie seien zu rasch und zu leichtfertig auf das Gleis der Geschlechtsangleichung gesetzt worden und würden jetzt unter dem Resultat leiden."

herbstlicht

18. Dezember 2022 12:33

@Jan 17. Dezember 2022 22:17

»So wirkt sich vermutlich der jahrzehntelange Jugendkult des Westens seit den 1950ern langsam auf die Genetik aus. «

Das wäre Lamarckismus.  Die Deutschen sind halt heute mit 50, 60 nicht mehr so abgerackert, "z'amgearbeitet"; weniger Kinder bei den Frauen --- schonendere Lebensbedingungen.

dojon86

18. Dezember 2022 12:51

@Jan - Moden wirken sich nicht auf die Genetik aus. Erfolgreiche oder missglückte Reproduktion tut es. Zumindest weiß das jeder, der den Namen Darwin buchstabieren kann. Möglich wäre es allerdings, dass Schauspieler eher dann zum Zug kommen, wenn sie in einer höheren Tonlage sprechen.

Valjean72

18. Dezember 2022 13:01

Ich bin mittleren Alters wie man so sagt und bei der Firma für ich die nun seit 3 Jahren tätig bin, fiel mir schnell auf, dass es viele toughe junge (deutsche) Frauen gibt und die durchaus sympathischen jungen (deutschen) Männer mir sehr weich und wenig männlich erscheinen.

Selbst komme ich aus einem Arbeiter-Elternhaus und hatte mit meinem Vater ein ausgesprochen männliches Rollen-Vorbild. Meine Freunde auf dem Gymnasium hatten allesamt einen bürgerlichen Hintergrund und ich empfand sie mitunter schon recht weich, zudem hörten sie auch weichere Musik.

Der Keim wurde mE schon länger gelegt und zunächst wohl auf den Gymnasien ...

Volksdeutscher

18. Dezember 2022 15:15

Joachim Köhler behauptet in seiner Nietzsche-Biographie, daß Friedrichs zur Schau gestellte Männlichkeitsgehabe nur eine Maske war, da er latent homosexuell gewesen sei, wofür er bemerkenswerte Indizien liefert. Man kann aber auch behaupten, daß jemand seine langen Haare in einem politisch feindlichen Klima als Maske und Tarnung benutzt. Das kann heute, da lange Haare sowohl bei Jungens als auch bei Männern eher aus der Mode gekommen sind, ein Dutt sein. Anno in meiner seligen Jugendzeit bestand ich mein Debut bei der Wiking-Jugend mit langen Haaren, sorgte freilich ausgiebig für Befremdung ihrerseits. Sie wurden verboten, lange Haare jedoch nicht. Auch ich nicht. Ende der 90-er Jahre las ich mal in einem Spiegel-Artikel darüber, wie besorgt der VS sei, da er nach äußerlichen Kriterien rechte Jugendliche nicht auf Anhieb von linken unterscheiden könne. Sorgen muß man haben.

Jan

18. Dezember 2022 15:15

@ Laurenz

Teil 1

Zu den Männern:

Was die reine Physis angeht, liegen sie richtig. Die Fußballer über die Jahrzehnte sind ein gutes Anschauungsobjekt, um die Veränderungen junger deutscher Männer zu skizzieren. Sie gewinnen körperlich an Muskeln, Athletik und Leistung hinzu, verlieren aber im Gesicht an Maskulinität. Es gab immer schon Männer mit markanten und eher weichen Gesichtern. Nur haben sich die Verhältnisse gedreht: früher mehr markante Gesichter, heute mehr Babyfaces. Man vergleiche Manuel Neuer mit Sepp Maier in den 70ern: Neuer ist körperlich hünenhaft und athletisch (1,93 m), Maier hingegen war für seine Zeit zwar sehr groß (1,85 m), aber irgendwie dünner und spargeliger als Neuer. Dafür hat Neuer ein Babyface und Maier sehr markante und männliche Gesichtszüge.

Ich meine, dass sich zumindest optisch/äußerlich Männlichkeit an folgenden Merkmalen festmacht: Körpergröße bzw. -länge, markante Gesichtszüge, sonore Stimme. Ein durchtrainierter Muskelkörper mit Waschbrettbauch nützt einem nicht viel, wenn man dazu ein Babyface mit hoher oder weicher Stimme bei 1,70 m Körpergröße hat. Bei Tinder gehen viele Frauen in der Beschreibung auf Körpergröße ein: "Du bitte 10 cm größer als ich...", 1,80 -1,85 m scheint für viele Frauen die gerade noch akzeptable Mindestgröße zu sein. Man will ja hohe Absätze tragen und trotzdem noch zum Partner aufschauen können.  

RWDS

18. Dezember 2022 15:37

Professor Börne ist kein Kommissar, sondern Gerichtsmediziner und wäre wohl der Erste, der Sie dahingehend korrigieren würde. ;)

Jan

18. Dezember 2022 15:43

@ Laurenz

Teil 2 

Zu den Frauen:

"Momentan sind, nach vielen Jahrzehnten der Skelette mit Hautüberzug, bei Frauen wieder Arsch & Titten angesagt."

Ich habe den Eindruck, dass dieses mit den demographischen Verschiebungen von Weiß zu Schwarz und dem Siegeszug von Rap & RnB bzw. Black Culture zu tun hat. Die junge weiße Frau, zumindest aus proletarischen Schichten, orientiert sich körperlich an der schwarzen Frau, welche den Standard über Videoclips und Mode aus obigen Musikrichtungen setzt: schwulstige Lippen, ausladende Hüften, praller Wackelarsch ("Twerking"), Creolen-Ohrringe, extra lange Fingernägel. Die Trainingsjacken- und Jogginghosen-Mode rundet das Bild ab. Dazu kommt noch dieser eher orientalische Schminkstil von Kim Kardashian (armenische Vorfahren). Kate Moss oder Kylie Minogue haben als Vorbilder für junge weiße Frauen vielfach längst ausgedient.     

Kositza: Chapeau!

Volksdeutscher

18. Dezember 2022 15:51

@Joerg - "Z.B. die These, dass es sich für migrantische Männer besser prügelt, weil man personellen Rückhalt  hat und die Kuscheljustiz nicht abschreckt."

Das ist nicht nur in Deutschland so. In Ungarn, der Tschechei oder der Slowakei läßt man die primitiven und aggressiven Zigeuner gegen die Einheimischen zur Geltung kommen, indem jene mit milden Strafen davonkommen läßt, diese jedoch gängelt. Bei gleichen Delikten kommen Zigeuner in der Regel mit milden, bzw. milderen Strafen davon. Das macht sie noch aggressiver, da sie instinktiv merken, sie haben nichts zu befürchten, ihre Hemmschwelle ist zudem um Etliches niedriger. Mit dem Messer zuzustechen ist bei ihrer niedrigen Intelligenz kein Problem des Gewissens. Und wie in Deutschland auch: Die Mehrheit kuscht, schaut zum Fenster hinaus, geht vorüber. Wenn es jedoch mal so kommt, daß ein Einheimischer sich mit Gewalt zur Wehr setzt, saust die Faust der "Demokratie" nieder, alle Blätter berichten von "faschistischer" oder "rassistischer" Gewalt gegen die arme Minderheit und die vereinigte europäische linke Presse kreischt mit Schaum vorm Mund und wälzt sich auf dem Boden. Dieser Umstand ist der ideologischen Ausrichtung der Richterschaft an linken und linksliberalen Idealen mit zu verdanken. Diese Leute aus dem Justizwesen zu entfernen ist keine einfache Aufgabe und sorgte z.B. im Falle Ungarns zu langwierigem Tauziehen mit dem Europäischen Zentralkomitee (siehe unter "Pensionierung der Richter).

Eo

18. Dezember 2022 16:10

 

Das hat sich ja schon
der schwabbelige Grölemeyer gefragt, der da sang: Wann ist ein Mann ein Möä ? 

Auch so ein Typ,
der langsam mehr so aussieht, wie seine eigene Oma -- was übrigens ebenfalls ziemlich auf Joschka Struppes zutrifft.

Letztendlich 
ein unerschöpfliches Thema, was mich an diesen sprichwörtlichen, regulativen Kreislauf erinnert - harte Zeiten schaffen starke Männer usw. ...  bis dann am Ende Wohlstand und Unordnung schlaffe Männer (als gängigen Zeittypus) hervorbringt und dann wieder der Ausgangspunkt erreicht ist.

Eine Entwicklung,
die in unserem Falle aber noch mal extra durch fremdinduzierten Eigenhaß, also auf das Deutsche in uns, verschärft wurde.

 

Sandstein

18. Dezember 2022 16:55

@ Carsten Lucke 

Triggerwarnung gibts nächstes mal! 
 

@ Monika 

„Als ich meinen Mann vor vielen Jahren auf einer pol. Versammlung das erste Mal sah, dachte ich ob seines Äußeren ( lange schwarze  Haare, Bart): „Scheiße, dass die gut aussehenden Männer bei den Linken sind.“

Lass ich mal so stehen, das ja echt ein Satz, wie ihn nur Frauen rauskloppen können. 
Was Sie weiter unten zu Boris B. schreiben dürfte aber zutreffen. Gut beschrieben! 

Ein gebuertiger Hesse

18. Dezember 2022 17:48

Und auch das: Wann immer Frauen und Männer sich begegnen, wirklich begegnen, geht es um ... "Grace" - im Englischen das gleiche Wort für "Anmut", "Grazie", aber auch "Gnade" und sogar "Anstand". Das ist es, was sich herstellt im Feuerblick des Moments und das Gegenüber ankommt wie ein sehr starker Wind.

In überformten Selbstbildnissen (hergeleitet von falschen Schauspiellehren im Draußen wie Drinnen), im So-sein-Wollen, ist dieses Moment vielleicht nie zu finden. Daher: get real, beide Geschlechter, aber noch etwas mehr die Herren.

Sandstein

18. Dezember 2022 18:01

Noch ein Nachtrag @Monika

„Und was das Auftreten gegen Männergruppen betrifft, das lässt sich nicht mit individueller Gegengewalt lösen. In diesem Kräfteverhältnis braucht es intelligentere Lösungen.“

Woher wissen Sie das eigentlich? Haben Sie da Erfahrungen gesammelt? Ich glaube nicht..

Ps: Gewalt kann durchaus eine intelligente Lösung sein, muss halt direkt den richtigen erwischen. Dann sind auch vermeintlich kräftige Gruppen ruckzuck eingedampft. Aber das wissen Sie ja sicher, richtig? 

ede

18. Dezember 2022 20:01

Naja, das 50/50 "Ideal" bei der "care Arbeit" ist auf der Hand liegend uneffektiver Blödsinn. Jeder macht das, was er am besten kann. Kein Mann, auch kein Laumann, kann soviel mit den Kindern schnattern wie die Mutter. Ich ekle mich auch vor Steuererklärungen, trotzdem war es mein Los.

Und diese ganz speziellen Situationen, wenn man verliert, rufen die Frauen dann den Notarzt.

Und, selbstverständlich hat Bettinger vollkommen Recht, bei Licht und im Nachhinein, man hätte viel öfter...

Jan

18. Dezember 2022 21:32

@ Pit

"Internet browser history von Emma-Redakteurinnen"

Habe die Story nicht mitbekommen. Was war da genau?

Monika

18. Dezember 2022 21:49

@ Sandstein woher ich das weiß? Ist nun zwar auch schon länger her. Der Sohn meiner Frankfurter Freundin wurde von einer Türkengang heftig getriezt. Er machte sich einen der Typen aus der Truppe zu seinem Kumpel. Dann war Schluss mit dem Ärger. So. Jetzt erklären Sie mir mal, wie sie den richtigen erwischen? Bzw. erwischt haben. Inzwischen sieht die Lage schon deutlich brenzliger aus.

Joerg

18. Dezember 2022 21:58

Interessant finde ich das im Alltag immer wieder anzutreffende Phänomen, dass sogar Männer mit erhöhtem Testosteron-Spiegel - erkennbar an ausgeprägter Muskulatur aus dem Fitnessstudio - relativ unmännlich weich auftreten. Sowas bewirkt soziale Selektion. 

Wie es da auf migrantischer Seite zugeht, hat Akif Pirincci in "Das Schlachten hat begonnen" schon vor Jahren sehr treffend beschrieben. 

Schlimm, dass man in einem hochindustrialisierten zivilisierten Teil der Welt mittlerweile so leicht zum Opfer ganz unzivilisierter primitiver Gewalt werden kann. Aber die kommenden Jahrzehnte werden da wohl noch Einiges an Negativem für uns bereithalten.

Joerg

18. Dezember 2022 22:01

@ Monika: also Anbiederung bzw Unterwerfung. Das mag im Einzelfall eine praktikable und vermutlich die einzige Lösung gewesen sein. Aber es ist auch traurig.

Trim

18. Dezember 2022 22:26

1

Wir wohnen in Sicht- und Hörweite einer kleinen Kneipe, und vor ein paar Tagen trug sich dort spät abends Folgendes zu:

Geschrei und Gekeife draußen vor dem Fenster, ein Deutscher war mit einem "Türken" aneinander geraten. Der Deutsche vielleicht Anfang Zwanzig, groß und blond, sportlich, der Türke gleiches Alter, mind. 1 Kopf kleiner, pummelig, Brillenträger. Da schubste der Türke den Blonden gegen die Wand.

Der war völlig verdattert, überlegte kurz und ließ sich dann auf den Boden fallen (wohl von den Fußballspielern im TV abgeguckt), und markierte eine Weile den toten Mann. Seine Freundin drängte derweil den Türken und seinen (deutschen) Begleiter zeternd ein paar Meter ab.

Der Blonde drehte sich dann auf den Rücken und begann - ich traute meinen Augen und Ohren nicht - zu weinen. So ein trockenes, künstlich hervorgepreßtes Weinen (Eltern kleiner Kinder kennen das ganz gut). Und dann rief er mehrmals aus: "Oh mein Gott! Oh mein Gott! Er hat mich geschlagen!". Kam irgendwann wieder hoch, befühlte immer wieder seine Stirn, ob es da blutet und rief nun: "Er hat mich geschlagen! Eins Eins Null, Kamera, Kamera! Eins Eins Null!"

Trim

18. Dezember 2022 22:26

2

Seine Freundin rief daraufhin die Polizei an. Der Türke fand das nicht gut, näherte sich wieder auf ein paar Meter. Das veranlaßte, es ist wirklich wahr, den Blonden, hinter seiner Freundin in Deckung zu gehen (wobei er sich auch etwas duckte, denn sie war deutlich kleiner als er), und auszurufen: "Nicht schlagen, bitte nicht schlagen!".

Dann kam die Polizei. Mein Landsmann bekam endlich Oberwasser, sprang athletisch umher, schleuderte seine Handschuhe auf den Boden und schrie:"Die kommen mit allem durch! Als Deutscher darf man ja nichts mehr sagen!"

Seine Freudin war nun ganz aufgelöst. Der Türke absolvierte die polizeiliche Befragung ziemlich gelassen mit sonorer Stimme. Eine halbe Stunde später war es wieder ruhig draußen.

Laurenz

18. Dezember 2022 22:42

@Jan @L.

Gesichter männlicher Sportler

Auch hier muß man Ihnen widersprechen. Manuel Neuer oder Ronaldo sind eine Ausnahme. Die meisten Gesichter männlicher Leistungssportler sehen aus, wie 45+, obwohl sie keine 30 sind. Schweini hatte schon immer das Gesicht eines alten Landsers, der ist noch keine 40. Bei Frauen war das vor 50 Jahren genauso, vor allem bei Frauen aus dem Ostblock. Das hat sich tatsächlich geändert. Weibliche Sportler wissen, daß ein großer Teil ihres Erfolgs von ihrem Äußeren abhängig ist. Die meisten schmücken sich beim Sport mit weiblichen Attributen (Schmuck etc.), bei Kontaktsportarten natürlich verboten. Merle Frohms kommt nicht mal ungeschminkt zu Frühstück. Schauen Sie hier auf die Hände der Sprinterinnen..... mit den Fingernägeln von Bekki Haase (in der Zeitlupe bei der Staffelübergabe zu sehen) kann man jemanden umbringen.  https://youtu.be/4IsIE3ETi_M  Einerseits suchen die Sportlerinnen als Vorbilder weibliche Nachahmer (Klamottenkäufer) & andererseits sind Männer als Konsumenten einfach nicht zu leugnen.

Karl Otto

19. Dezember 2022 09:57

Sehr interessante Diskussion. Ein paar Beobachtungen.

Schwarze Männer sind total scharf auf blonde Frauen, und auch das umgekehrte kommt häufig vor. Folge sind dann hübsche kaffeebraune Kinder mit alleinerziehenden Müttern.

Schwarze Ästhetik setzt sich durch, muslimische nicht. Alle Popsänger versuchen heute wie Schwarze zu singen, höhere Tonlage und mehr Vibrato als früher. Ausnahme: Metal.

Roger Scruton schreibt: "I was particularly struck by the Heavy Metal fans, of which my class contained a few. Metal was just beginning to gain a following. It was conceived from the outset as an assault on popular music from a position within it – a kind of subversive rebellion against the norms of weepy sentimentality and gross seductiveness, a reaffirmation of the masculine in a feminized culture."

 

anatol broder

19. Dezember 2022 14:27

kositza kündigt in der einleitung den strassenaraber an, bringt ihn aber im artikel nicht. ist seine blosse erwähnung bereits ausreichend, um den abstand zwischen weich und eiche zu verdeutlichen? ist der araber die ikone der männlichkeit?

Kurativ

19. Dezember 2022 14:41

Was ist ein "harter Mann"? Jemand der hart erscheint? Das tun viele Homosexuelle auch. Zumindest diejenigen, die den scheinbar mächtigeren Teil in einer solchen Beziehung spielen (müssen). Ich würde davon abraten etwas zu spielen, was man nicht ist. Das bricht schnell wieder in sich zusammen. Vieles hängt von der Umwelt ab. Ein Handwerker kann "härter" sein als ein Bürobote. Auch Sport kann einen Einfluss haben. Und man kann selber aufpassen, dass man nicht ausgeatmete Gefühle spielt, sondern auf den Punkt kommt. Vielleicht ist auch eine gewisse "südliche" Sparsamkeit gemeint(s. "Proud Boys"). Das ist sicher richtig. Nur übertreiben sollte man nichts. Die Natur hat auch Grenzen, nach der die Sache in die andere Richtung umzukippen beginnt. In dem Zusammenhang bin ich immer noch ein Befürworter der Beschneidung in den ersten Wochen. David hat bekanntlich gegen Goliath gewonnen. Eine starke Faust ist wirkungsvoll, ein Skalpell vielleicht noch mehr. Man kann auch zw der Situation in einer Beziehung und der Brautschau unterscheiden. Bemerkenswert: Die harten Männer in der nächsten Generation der Familie Kositza sind etwas dünn gesät. Zufall?

Kurativ

19. Dezember 2022 14:45

Jeder nach seiner Fasson, aber alle für Deutschland und die Deutschen.

Ein gebuertiger Hesse

19. Dezember 2022 16:01

@ Kurativ

Die letzten Worte Ihres Kommentars sind ein schäbiger Affront.

Als Peter Buchka, damals ein Filmkritiker der SZ, in den 70ern einmal schrieb, daß das Regisseur-Gespann und Ehepaar Jean-Marie Straub und Daniéle Huillet offenbar lieber das wenige Geld, das es habe, in seine Filme stecke, als dieses für eigene Kinder zu verwenden, antwortete Straub in der (damals fantastischen) Zeitschrift Filmkritik so: "Meine Frau sagt, wäre sie Sizilianerin, wären Sie, Peter Buchka, jetzt schon tot. Leider ist sie keine." Fällt mir an der Stelle gerad ein.

Kositza: Jetzt mußte ich glatt gucken, was @Kurativ da geschrieben hatte...
Ach, das! Das hat mich nicht mal Stichelei tangiert. Er kennt doch meine Sippschaft gar nicht. Das würde er zudem nie meinen Schwiegersöhnen, meinem Sohn oder meinen Neffen (einer davon überregionaler Kampfsportmeister) ins Gesicht sagen. Es ist also "Windhauch" und keinen Fluch wert. Aber danke!

Blue Angel

20. Dezember 2022 06:42

"...In dem Zusammenhang bin ich immer noch ein Befürworter der Beschneidung in den ersten Wochen."

Kurativ, falls diese Äußerung nicht ironisch gemeint war (was ich angesichts Ihres Alias hoffe), läßt sie mich fassungslos zurück: Nichts, absolut *gar nichts*, rechtfertigt medizinisch unbegründete Eingriffe an Kinderkörpern, geschweige denn, die Verstümmelung ihrer Geschlechtsorgane. 

Ich sehe auch nicht, inwiefern solche Eingriffe Deutschland oder Deutschen nutzen sollten. 

Ein gebürtiger Hesse: Schön gesagt.

 

 

Arkadier

20. Dezember 2022 09:46

Als jemand, der mit einer Asiatin lange verheiratet ist und Kinder großzieht, frage ich Sie, liebe EK: Wo ist  die deutsche Frau, für die es sich lohnt, "Bauch rein, Brust raus"? Ich habe keine - weder optisch noch charakterlich geeignete - gefunden. (Da Sie auf das Äussere abzielen, erlaube ich mir das ebenfalls, werte EK.)  Mich jedenfalls würden keine hundert deutsche Frauen zurück bringen können.
Die Zuneigung des deutschen Mannes muss sie sich erkämpfen. So viel Gleichberechtigung muss sein. Und was hat das mit Männlichkeit zu tun, dem Wunsch der Frau entsprechen zu wollen? Männlich bedeutet für mich, meinen eigenen Weg zu gehen - egal ob es der Frau oder sonst jemand gefällt oder nicht. Der eigene Weg kann natürlich Ehe und Vaterschaft bedeuten, wie bei mir. 
Wie schon weiter oben richtig beobachtet: Der fittest ist nicht der mit dem größten Bizeps, sondern derjenige, der sich am besten anpasst, um zu überleben. Sich für die heute real existierende deutsche Frau heldenhaft zu opfern, deutet m.E. eher auf Dummheit hin. Nein, die Suppe, die deutsche Frau gekocht  hat, soll sie bitte schön selber auslöffeln. 

Kositza:i.O.; über die neue deutsche Frau hab ich schon viel geschrieben - diesmal halt nicht.Und fest steht ja eh, daß die Wirklich sich weder mit ihren noch mit meinen Worten so pauschal erfassen läßt.

Fordring

20. Dezember 2022 09:51

@Jan

Falsch. Große Brüste und Hintern sind einfach das, was Männer mit hohem Testospiegel bevorzugen, dazu gibt es auch Studien. Auf Bügelbretter stehen die im obigen Artikel beschriebenen Gestalten.

Joerg

20. Dezember 2022 09:53

Ich glaube, diese Kommentarfunktion ist etwas länger als sonst üblich zugelassen, weil ausnahmsweise nicht nur Salon-Rechte blasiert von oben herab schreiben.

Arkadier

20. Dezember 2022 10:18

@EK: "Und fest steht ja eh, daß die Wirklich sich weder mit ihren noch mit meinen Worten so pauschal erfassen läßt."

So ist es. Da Sie aber in Ihrem Beitrag die ganz grobe Keule ausgepackt haben, habe ich mir ebenfalls erlaubt, holzschnittartig meine Meinung kundzutun. Zumal die 1.500 Zeichen, keine feinfühlige und bis ins Kleinste ausdifferenzierte Analyse ermöglichen.

Kositza: Hilfe, wenn das für Sie jetzt "die ganz grobe Keule" war, sind sie schon bißchen zartbesaitet.

Kurativ

20. Dezember 2022 10:40

@Ein gebuertiger Hesse, @Blue Angel, @Kositza

Ich sage es hier ganz deutlich: Ich schreibe hier nicht um jemanden zu verletzen, zu beleidigen oder zu provozieren. Dafür ist die Lage viel zu ernst. Ich hoffe immer darauf, dass die Leser ihren Kopf zu (weiter)denken verwenden und nicht spontan auf Reize reagieren.

Ein Hinweis: Bitte noch einmal bei Friedrich Nietzsche schauen. Nicht auf die einzelnen Wörter und Sätze. Sondern auf seine Gesamtkonzeption.

FraAimerich

20. Dezember 2022 12:25

@Joerg

Ach, ich weiß nicht. Vielleicht staunt man auch nur über einige unerwartete Selbstzeugnisse echter Frauenkenner von "unten herauf". Oder wartet auf einen abrundenden psychokratischen Schlußkommentar eines echten Spezialisten für Geschlechterfragen.

Nebenbei, wer sich von Ton und Inhalt einiger Kommentare hier angesprochen fühlt, könnte sein Glück in der "Manneslehre" Emil Gustav Paulks finden, der seinen Lesern bereits vor 100 Jahren bis in die intimsten Details hinab erläuterte, welche Knöpfe sie für ein erfülltes Sexual- und glückliches Eheleben zu drücken hätten. Die ganz heißen Tipps erschienen freilich, trotz der Freizügigkeit der Weimarer Republik, nur unter der Hand als Beilage für Abonnenten...

RMH

20. Dezember 2022 15:14

@Arkadier,

es ist doch wenig souverän, wenn man mit einer Ausländerin verheiratet ist, dies dann mit den angeblich schlechten Qualitäten der deutschen Frauen zu begründen.

Machen Sie einfach, seinen Sie glücklich, der Gentleman genießt und schweigt und nehmen Sie ihr persönliches Glück nicht zum Anlass, irgendwelche vermeintliche Gemeinposten zu schwadronieren. Zu jedem Beispiel, gibt es immer genug Gegenbeispiele.

@FraAimerich,

ja, es gibt erstaunliche Bücher - nur wer hat den Paulk schon gelesen? Wohl wenige, denn antiquarisch ist das alles recht teuer. Geradezu billigst antiquarisch zu bekommen sind solche Bestseller wie "Ehe und Liebe" von H. Martin Elster (ab 1936 dann entsprechend völkisch aufbereitet und mit einem Beitrag eines Arztes zu "gesundem Nachwuchs"), aus denen klar wird, dass unsere Groß- und Urgroßeltern alles andere als prüde oder asketisch waren. Sonst gäbe es uns vermutlich auch nicht.

 

RMH

20. Dezember 2022 15:20

@Kurativ,

welche echten Vorteile soll denn eine Beschneidung in den ersten Wochen bringen?

Jetzt kommen man mir bitte nicht mit irgendwelchem Hygiene-Gedöns. Interessanter ist da eher eine Vulgär-Interpretation von W. Reichs Libido- und Orgasmustheorie.

Wenn die genitale Befriedung - auch durch mangelnde, vollständige Erregbarkeit durch Beschneidung - nur eingeschränkt möglich ist (da genügt schon ganz wenig dazu), haben Männer eine gewalttätigere Tendenz und eine Tendenz zu noch mehr Sex, da eben die echte genitale Befriedigung mit einem echten, den libidinösen Stau vollständig abbauenden Orgasmus nicht so recht klappt.

Ist es das, was Sie befürworten?

dojon86

20. Dezember 2022 15:40

@Joerg 09:53 Na ja, ich ziehe die Salonrechten vor. Man kann ja auch in der Bildzeitung posten. Es gibt mir schon hier zluwenig Analyse und zuviel persönliche Befindlichkeiten.

Sandstein

20. Dezember 2022 19:07

@Monika 

..das ist ja eine famose Strategie, sich denen anzubiedern, die einen triezen. Wahnsinn, dass das geklappt hat. Aber in der Tat können gute Kontakte hilfreich sein. Wie man einen Rädelsführer erkennt? Steht meistens in Front und ist einer der lauteren. Ist keine Raketenwissenschaft..

Laurenz

20. Dezember 2022 21:08

Der Artikel über Männer ist fehlanalysiert. Männer orientieren sich an Frauen. Das hat auch nichts mit Deutschland zu tun, bei den Bimbos ist das auch nicht anders. Hier Dave Chapelle, bei dem man manchmal nachschlagen muß, wie zB Tear gassed oder Frumpy Dyke..... Chapelle bietet Frauen Lösungen an, zB in der Frage der Abtreibung....  

https://youtu.be/rKo1mf1sqNQ

Bill Burr erklärt der Zuhörerschaft das elementare Verhältnis. Frauen können nicht glücklich sein. Männer können glücklich sein, deswegen müssen Frauen das Glück der Männer zerstören. https://youtu.be/kjLaJ5xYvhU

Ähnlich Ricky Gervais  https://youtu.be/ovSe80zSptE   .... https://youtu.be/Iy0msVKJrj0

 

drieu

21. Dezember 2022 07:52

Ich weiß nicht, soviel Text und kein einziges Wort über die Anti-Baby-Pille im Trinkwasser und Plastik im und ums Essen. Ich las schon vor 30 Jahren in einer Zeitschrift darüber sinngemäß, das die Männer von dem Zeugs Schritt für Schritt entmannt werden.

Man könnte an ein Attentat der Frauenbewegung glauben, denn die Rückstände von Pille und dem Plastezeugs wirken wie weibliche Hormone, es findet eine Verweiblichung statt (ist ja fast aller Orten leider sichtbar) und die Fruchtbarkeit wird reduziert. Nicht schnell aber fortschleichend.

Ist keine Verschwörungstheorie, aber offensichtlich noch immer viel zu wenig erforscht.

Kositza:Eine materialistische Herangehensweise. Auch in einigen Staaten des arabischen Raums ist die Pille weit verbreitet. Eine Verweiblichung ist da nicht erkennbar. Und: müßten demnach nicht seit den 60er Jahren auch unsere Frauen immer weiblicher geworden sein? Sind sie wohl kaum.

Hesperiolus

21. Dezember 2022 20:26

 

Was hormonell auch immer im "arabischen Raum" vorgehen mag; das kontemporäre Arabertum, ausgerechnet, als Maßstab von Männlichkeit, solche ohnehin kulturell uncodiert nichtssagend, mit herbeizuführen, vor jedmöglichem Hintergrund okzidentaler Verfallserscheinungen, halte ich, nachdrücklich und in aller Hinsicht, für höchstgradig absurd. - Und sei RMHs Einwand konzediert, ganz unrecht formuliert Arkadier nicht!

Hesperiolus

21. Dezember 2022 23:04

„Mann“ ist für mich keine sexuelle, sondern eine existenzielle Größe. Sie tritt hervor: im Ernstfall. Auf „verlorenem Posten“ in Erscheinung, wohl selten, aber schlagend, als Krieger, seltener noch daneben als Geistlicher. Überdauernd als Helden und Heilige. Germanen, eigenräumlich Araber ebenso, et alii! - Die anthropo- und andrologischen Veraffungen triggern von allen Seiten sexual-ressentimentale Primitivismen, von denen s/w/g-Rechte füglich abstehe. - Die so hochgespielte testo-deviante Straßenmännlichkeit fellachischer Verhältnisse würde eine durchgriffswillige Staatlichkeit, wenn auch notfällig, sowieso in Monats- , gegebenenfalls auch in Wochenfrist nebenbei abräumen; zum Verschwinden bringen!

Kositza: ... was eigentlich (letzteres) niemand bezweifelt. s/w/g-Rechte, oha, ein neuer Geheimbegriff?

Porsenna

22. Dezember 2022 10:06

Östrogene im  Grund- und Trinkwasser: Das ist unter Fachleuten ein Allgemeinplatz. Laut Trinkwasserverordnung gibt es für Hormone im Trinkwasser keine Grenzwerte, diese werden daher auch nicht stansardmäßig beprobt.

Im Abwasser aus Siedlungsbereichen sind zahlreiche sog. Spurenstoffe enthalten: Östrogene, Gestagene aus gynäkologischer Medikation, vor allem Schmerzmittel wie Diclofenac, Ibu... ., Krebsmedikamente usw. - alles, was Menschen ausscheiden. In den Klärwerken werden diese Spurenstoffe nicht eliminiert, da noch nicht Stand der Technik und viel zu teuer. (Auch noch kein bundesweites Politikum, die uninformierte Bevölkerung hält still.)  Also gelangen die Klärwerksabläufe in die oberirdischen Gewässer. Die ersten Opfer sind die Fische. Bei vielen heimischen Fischarten können nämlich die einzelnen Individuen nacheinander sowohl zu Männchen als auch Weibchen oder umgekehrt mutieren. Folge ist, dass in Siedlungsbereichen viel mehr weibliche Fische herumschwimmen, als es natürlich wäre. Der Hormonspiegel im Wasser hat die Geschlechtervereilung bestimmt.

Wer hier gefangene Fische verzehrt, nimmt also nicht nur einen Hormoncocktail, sondern auch einen Cocktail aus Schmerzmitteln, PCB usw. zu sich. Denn das Oberflächenwasser mitsamt enthaltener Spurenstoffe gelangt über Uferfiltrate ins Grundwasser und von dort Trinkwasser. Leitungswasser zu sich zu nehmen kann daher vor allem für Männer unerwünschte Auswirkungen haben.

Porsenna

22. Dezember 2022 10:23

Nach meiner Beobachtung wird für Eitelkeiten in jüngeren Jahren später teuer bezahlt, vor allem wenn die Selbstakzeptanz primär davon abhängig macht wird, dass jemand auf körperliche Attraktivität entsprechend den medial und sozial verbreiteten Standards Wer legt.

Neulich sah ich eine ältere Dame (ist in diesem Fall wohl als Bezeichnung angemessen) an der Bushaltestelle sitzen. Bis auf die Füße "damenhaft" gekleidet. Die Füße steckten in Turnschuhen, bei denen oberhalb des Zehenbereichs der Stoff aus den Schuhen herausgeschnitten war. Drinnen sah man bandagierte Zehen, die als Hallux valgus und Hammer- bzw. Krallenzehen zu erkennen bzw. zu erahnen waren. Diese Dame zahlte einen späten Preis für ihr eitles Tragen von Stöckelschuhen (damals sagte man noch nicht High Heels) in jüngeren Jahren. Nichts wirkt abstoßender und verächtlicher als das.

Dann ein Nachbar: Mit 60 trennte er sich von seiner Frau und legte sich eine Geliebte zu, die seine Tochter oder Enkelin hätte sein können. Seine nachgelassene Potenz und Attraktivität versuchte er dadurch zu kompensieren, dass er sich einen Sportwagen aus den 70ern zulegte, aus der Zeit seiner Jugend, mit dem er durch die Straßen brauste. Nichts lächerlicher als das.

Tempora mutantur et nos mutamur in illis. Das muß man/frau willig akzeptieren und proaktiv durch seine Aufmachung und sein Gebaren begleiten.

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