Der Schriftsteller Helmut H. Schulz ist verstorben

Am 11. Dezember ist der Schriftsteller Helmut H. Schulz einundneunzigjährig in Berlin verstorben. Die Trauerkarte traf heute ein.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Ich selbst wur­de durch Armin Moh­ler auf Schulz auf­merk­sam. Moh­ler emp­fahl vor allem die Erzäh­lun­gen sowie die bei­den Roma­ne Dame in Weiß und Das Erbe und über­ließ mir kurz vor sei­nem Tod aus dem Bestand sei­ner berühmt-berüch­tig­ten Dos­sier-Map­pen unter ande­rem die­je­ni­ge über Schulz.

Mit Schulz sprach ich 2001 erst­mals über mög­li­che Neu­aus­ga­ben bei Antai­os. Aber der Ver­lag war damals noch nicht kräf­tig genug. Es hat also bis in den Mai die­ses Jah­res gedau­ert, bis wir in der Rei­he Mäan­der end­lich die sie­ben gran­dio­sen Erzäh­lun­gen aus den Bän­den Stun­de nach zwölf und Zeit ohne Ende her­aus­ge­ben konnten.

Schulz war mit der Qua­li­tät der ver­le­ge­ri­schen Arbeit und der Ergän­zung des Buchs durch ein Autoren­por­trät Moh­lers aus dem Jah­re 1991 so zufrie­den, daß er unse­rem Ver­lag tes­ta­men­ta­risch die dau­er­haf­ten Rech­te an die­sen Erzäh­lun­gen, aber auch an den bei­den oben erwähn­ten Roma­nen über­schrieb. Wir wer­den das Werk von Hel­mut H. Schulz also wei­ter­hin pflegen.

In Geden­ken an Schulz ver­öf­fent­li­chen wir nun Moh­lers Autoren­por­trät – abge­druckt 1991 in den von Hans-Diet­rich San­der her­aus­ge­ge­be­nen Staatsbriefen.

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Der Erzäh­ler Hel­mut H. Schulz

Ein Por­trät von Armin Mohler

Der 1931 in Ber­lin gebo­re­ne Schrift­stel­ler Hel­mut H. Schulz hat zwi­schen 1964 und 1989 in der DDR zehn Bücher ver­öf­fent­licht und mit ihnen beacht­li­che Auf­la­gen erreicht. In West­deutsch­land aber ist er bis heu­te fast unbe­kannt geblie­ben. In den hier ver­öf­fent­lich­ten Dar­stel­lun­gen der DDR-Lite­ra­tur taucht sein Name nicht auf, und die bestell­ten bun­des­re­pu­bli­ka­ni­schen Ken­ner die­ser Lite­ra­tur ver­wech­sel­ten ihn beharr­lich mit dem zehn Jah­re älte­ren Max Wal­ter Schulz, den sie von sei­ner Tätig­keit als Direk­tor des Lite­ra­tur­in­sti­tuts Johan­nes R. Becher in Leip­zig her kann­ten. Gele­sen wur­de er nur von Leu­ten, die zufäl­lig in DDR-Zeit­schrif­ten auf Erzäh­lun­gen von ihm stie­ßen, von der Lek­tü­re gepackt waren und sich nun die Bücher von Hel­mut H. Schulz zu beschaf­fen suchten.

Das war nicht leicht. Über die Libres­so-Buch­lä­den, die in den west­deut­schen Groß­städ­ten die DDR-Lite­ra­tur ver­trie­ben, waren sie nur zähe zu bekom­men. Sowohl die Bücher der DDR-Staats­schrift­stel­ler wie auch die der Dis­si­den­ten lagen dort in Hal­den auf—die einen wegen der Poli­tik, die ande­ren wegen der Devi­sen. H. H. Schulz-Bücher hin­ge­gen muß­te man sich erst bestel­len und wochen­lang auf sie war­ten: Oft wur­den sie als „ver­grif­fen“ gemel­det, selbst wenn sie drü­ben noch zu haben waren. Ganz offen­sicht­lich war die­ser Schulz ein Mann zwi­schen den Fron­ten, aus einem Niemandsland.

Auch ich wur­de durch Zufall auf H. H. Schulz auf­merk­sam, im Jahr 1977. Damals hat­te ich in der Welt die Kolum­ne „Zeit­schrif­ten­kri­tik“ inne und blät­ter­te mit stei­gen­der Lan­ge­wei­le in einem Sta­pel von DDR-Zeit­schrif­ten. Man wur­de dort nicht nur durch Mar­xis­mus-Leni­nis­mus beläs­tigt, son­dern auch durch manie­rier­te Inner­lich­keit, die bloß der Kon­tra­punkt dazu war. Da stieß ich in Heft 1977/4 von Sinn und Form auf die Erzäh­lung „Mesch­kas Enkel“ von einem Hel­mut H. Schulz, las mich fest und wuß­te nach der Lek­tü­re, daß ich einen gro­ßen Erzäh­ler ent­deckt hat­te. Die Geschich­te spielt im DDR-All­tag und ist von eigen­ar­ti­ger Span­nung. In kleis­tisch lapi­da­rer Spra­che wer­den ein­fa­che Leu­te vor­ge­führt, die sich sim­pel äußern — welch kom­pli­zier­te (und durch­aus moder­ne) Gefüh­le und Gedan­ken sie bewe­gen, wird dar­an ables­bar, wie sie sich zuein­an­der ver­hal­ten und anein­an­der vor­bei­re­den. Kei­ne Regie­be­mer­kun­gen, kein Geschwätz, kei­ne Abfla­chun­gen in All­ge­mein­hei­ten. Ich spür­te, daß ich etwas recht sel­ten Gewor­de­nes in der Hand hielt: eine rei­ne Erzählung.

So mach­te ich mich eines Tages dar­an, mir auf ver­wi­ckel­ten Wegen die Bücher die­ses Autors zu beschaf­fen (sei es auch nur in Foto­ko­pie), denn ich woll­te alles lesen, was er bis­her geschrie­ben hat­te. Nach der Lek­tü­re der ers­ten vier Bän­de von Schulz (in Wirk­lich­keit waren es die Bän­de 2 bis 5; sein fast ver­schol­le­ner Erst­ling war mir damals noch nicht bekannt) war ich so über­zeugt von ihm, daß ich beschloß, für die­sen Autor die Trom­mel zu rüh­ren und ihn in der Bun­des­re­pu­blik bekannt zu machen. Ich hielt das für mög­lich, weil ich damals fes­ter Mit­ar­bei­ter der Welt, also einer der mei­nungs­bil­den­den über­re­gio­na­len Zei­tun­gen, war.

Ein ers­ter Schritt gelang. Am 5. Mai 1979 berich­te­te ich in der Welt über die vier zwi­schen 1973 und 1977 erschie­ne­nen Bücher von Schulz (vgl. die Lis­te sei­ner Bücher). Grund­ton der Bespre­chung war:

… wir haben sie mit einem Gewinn gele­sen, den uns die Lek­tü­re eines gleich­alt­ri­gen west­deut­schen Autors schon lan­ge nicht mehr ein­ge­bracht hat.

Gezeich­net hat­te ich mit einem Pseud­onym, da ein so hohes Lob ohne­hin schon drü­ben Ver­däch­te wecken muß­te. Es war ja in einem Blatt zu lesen, das damals (und auf lan­ge noch) die DDR nur in Anfüh­rungs­stri­chen nann­te. Mehr davon woll­te ich dem mir unbe­kann­ten Autor nicht auf­bür­den. Leit­li­nie der Vor­stel­lung von Schulz war, ihn als etwas Drit­tes zwi­schen den kom­mu­nis­ti­schen Staats­au­toren einer­seits und den Dis­si­den­ten („Sami­s­dat-Schrift­stel­ler aus Hon­ecker-Land“ schrieb ich) auf der ande­ren Sei­te her­vor­zu­he­ben. Die Kant und Kuba waren mir fremd — die Bier­mann und Bah­ro hin­ge­gen kann­te ich nur zu gut. Von die­ser Art Links­li­be­ra­len gab es in der Bun­des­re­pu­blik schon eine Menge.

An die­ser Unter­schei­dung lag mir viel, da ich mich seit 1975 öffent­lich dar­auf fest­ge­legt hat­te, daß das deut­sche Natio­nal­ge­fühl zum min­des­ten im Volk der DDR die ent­schei­den­de Kraft geblie­ben sei. Die übli­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen über die DDR gin­gen mir nicht tief genug — sie waren mir zu sehr Ideen­streit zwi­schen Lin­ken und Libe­ra­len. Die Fra­ge­stel­lung, ob die deut­schen Sta­li­nis­ten „Sozia­lis­mus“ und „Huma­nis­mus“ ver­ra­ten hät­ten, war mir zu aka­de­misch. Für mich als Rech­ten war die ent­schei­den­de Fra­ge, ob sich der in der DDR unter­nom­me­ne Ver­such einer Total­re­gle­men­tie­rung aller Lebens­be­rei­che (was das Drit­te Reich in die­sem Aus­maß gar nicht erst ver­sucht hat) gegen tief ein­ge­ras­te­te Men­ta­li­tä­ten, gegen anthro­po­lo­gi­sche Gege­ben­hei­ten durch­set­zen könne.

Die Prä­sen­ta­ti­on in der Welt schrieb den Büchern von Schulz die Fähig­keit zu, die DDR „von ganz oben, sozu­sa­gen aus der Stra­to­sphä­re“ zu sehen:

Da Schulz den All­tag der DDR schil­dert, kom­men bei ihm auch Kom­mu­nis­ten vor. Im Sprin­ger – einem Inge­nieur, Chef eines Erd­öl-Bohr­trupps, der Kar­rie­re-Stu­fen über­springt —zeich­net er sogar einen Erfolgs­men­schen aus der Füh­rungs­schicht. Aber er zeich­net ihn weder als Teu­fel noch als Engel, son­dern als Men­schen mit all sei­nen Wider­sprü­chen. Vor allem aber: Die­se Men­schen mit kom­mu­nis­ti­schen Ideen und staats­tra­gen­der Tätig­keit sind zwar selbst­ver­ständ­li­che Bestand­tei­le die­ser mit­tel­deut­schen Welt —aber eben­so selbst­ver­ständ­lich tre­ten neben ihnen ande­re auf, die genau das Gegen­teil sind. Und mehr noch: In all die­sen Men­schen, auch den Kom­mu­nis­ten, wer­den immer wie­der Kräf­te wach, die den Ein­zel­nen etwas tun (oder nicht tun) las­sen, was zu jeder Ideo­lo­gie oder Geschichts­phi­lo­so­phie im Gegen­satz steht. Der gesell­schaft­lich-zeit­li­che Bereich ver­schränkt sich so irri­tie­rend mit dem über­zeit­li­chen, zeit­lo­sen, wie es nun ein­mal das Cha­rak­te­ris­ti­kum jeder Wirk­lich­keit ist.

Mit die­ser Auf­fas­sung der Wirk­lich­keit hat­te ich mir, ohne es zu wol­len, jede wei­te­re Wer­be-Mög­lich­keit für Hel­mut H. Schulz in der Welt blo­ckiert. Damals war Gün­ter Zehm in der Welt die abso­lu­te Auto­ri­tät für alle DDR-Fra­gen: Er kam von dort, hat­te dort als poli­tisch ver­däch­tig im Knast geses­sen, was ihm Authen­ti­zi­tät und Auto­ri­tät ver­lieh —außer­dem genoß der glän­zen­de Jour­na­list das beson­de­re Ver­trau­en von Axel Sprin­ger. An sich stan­den wir gut mit­ein­an­der, doch als Zehm nach der Rück­kehr von einer Rei­se mei­ne Schulz- Bespre­chung las, war er gereizt und gab zu ver­ste­hen, daß er sie nicht hät­te durch­ge­hen las­sen. So dif­fe­ren­ziert Zehm bei jedem ande­ren The­ma war — in Sachen DDR kann­te er nur Polarisierungen.

Das nächs­te Buch von H. H. Schulz erschien erst zwei Jah­re spä­ter: sein Meis­ter­werk Das Erbe (1981), ein Gene­ra­tio­nen-Roman, wel­cher in gro­ßem Bogen das Schick­sal einer Fami­lie vom wil­hel­mi­ni­schen Reich über die Wei­ma­rer Repu­blik und das Drit­te Reich bis zum geteil­ten Deutsch­land der 70er Jah­re nach­zeich­net. Ich war von der Objek­ti­vi­tät die­ses Buches fas­zi­niert, die so kraß von den beflis­se­nen Ver­zer­run­gen ver­gleich­ba­rer west­deut­scher Fami­li­en­chro­ni­ken absticht, und schick­te an die Welt eine lan­ge Besprechung.

Zur Kon­trol­le mei­nes Urteils sand­te ich Das Erbe an Ernst Rudolf Huber, der sich mit sei­ner monu­men­ta­len Deut­schen Ver­fas­sungs­ge­schich­te als der bedeu­tends­te Ken­ner jenes his­to­ri­schen Bogens erwie­sen hat. Er dank­te mir

für den Schulz­schen Roman, den ich gleich gele­sen habe —end­lich ein Buch, das man, ohne sich zu zwin­gen, in einem Zug lesen kann und das man nicht ver­gißt. Ein schon an sich erstaun­li­ches Buch; umso erstaun­li­cher, daß es ‚drü­ben‘ erschei­nen kann…

Doch die Bespre­chung in der Welt erschien und erschien nicht; Zehm ließ einen Abdruck nicht zu. Nach einem hal­ben Jahr Schwei­gen, ver­such­te er das zu begrün­den mit der Behaup­tung, das Buch sei „bie­ders­ter Soz-Rea­lis­mus, ver­gleich­bar etwa einem Wil­ly Bredel“.

Von nun an konn­te ich die Bücher von Hel­mut H. Schulz nur noch in klei­ne­ren Zeit­schrif­ten für Anspruchs­vol­le anzei­gen und ihm man­chen Kopf als Leser gewin­nen. Zum Durch­bruch in die Öffent­lich­keit reich­te das nicht.

Viel­leicht war es unsin­nig, einen so zwi­schen die Kate­go­rien fal­len­den Autor wie Hel­mut H. Schulz der soge­nann­ten öffent­li­chen Mei­nung der Bun­des­re­pu­blik andie­nen zu wol­len – einen Autor, dem Mora­lis­mus das letz­te aller Anlie­gen ist. Schließ­lich agier­ten sowohl die Anhän­ger wie die Geg­ner des SED-Staa­tes hoch­mo­ra­lisch gegen­ein­an­der, und zwar im Namen der glei­chen Moral – wobei der eine dem ande­ren vor­warf, die­se Moral ver­ra­ten zu haben. Kein Wun­der, daß dann die Ver­ei­ni­gung zum min­des­ten im Vor­der­grund als Gesin­nungs-Wech­sel mit straf­rich­ter­li­cher Nach­hil­fe insze­niert wurde.

Von einem Autor wie Schulz hät­te man ler­nen kön­nen, daß Mit­tel­deutsch­land weit effek­ti­ver umge­spa­tet wur­de, als man das mit Ideo­lo­gien und roher Gewalt tun kann. Von den drei rei­fen Roma­nen, die Schulz bis­her vor­ge­legt hat – Der Sprin­ger (1976), Das Erbe (1981), Dame in Weiß (1982) – han­deln die bei­den ers­ten von sozia­len Auf­stie­gen im Ulb­richt-Hon­ecker-Staat, die sich an einer unsicht­ba­ren Mau­er totlaufen.

Zwar hat Schulz die in die­sen Roma­nen auf­tre­ten­den Sta­si-Leu­te nicht als sol­che benen­nen dür­fen. Wer jedoch die bei­den Bücher acht­sam las, erkann­te schon damals den eigent­li­chen Antrieb die­ses Staa­tes: eine per­ver­se Ver­flech­tung zwei­er mensch­li­cher Urtrie­be, des Nei­des und der Träg­heit (d. h. Bequem­lich­keit), die zum Ersti­ckungs­tod der DDR führ­te. Die­ses Weg­blei­ben der Luft rich­te­te tie­fe­re Schä­den an, die außer­halb des Gesichts­krei­ses von Poli­to­lo­gen und Juris­ten liegen.

Daß Schulz mit die­sen Roma­nen und mit poli­tisch auf­ge­la­de­nen Erzäh­lungs­bän­den wie Stun­de nach zwölf (1985) und Zeit ohne Ende (1988) an die (DDR-)Öffentlichkeit tre­ten konn­te, hat einen ein­fa­chen Grund: Er ist die Extrem­form eines Nur-Erzäh­lers. Er schreibt ent­we­der Roma­ne oder Erzäh­lun­gen – „essay­is­ti­sche“ Pro­sa gibt es nicht von ihm, weil er zu jeder Pro­duk­ti­on von All­ge­mein­hei­ten unfä­hig ist. Das ist die Wur­zel sei­ner Meis­ter­schaft in der Ver­ge­gen­wär­ti­gung der deut­schen Geschich­te unse­res Jahrhunderts.

Schulz ist weder für noch gegen etwas —er sieht etwas, und er sucht das Gese­he­ne mög­lichst „rund“, „ganz“ dar­zu­stel­len. (Auf gebil­det: Er sucht die Wirk­lich­keit in ihrer Kom­ple­xi­tät zu fas­sen.) Es geht ihm nicht dar­um, aus der Geschich­te eine Leh­re abzu­lei­ten. Dazu paßt, daß Schulz nie eine Theo­rie über die eige­ne Art des Schrei­bens ent­wi­ckelt hat, obwohl das heu­te ein „muß“ für Schrift­stel­ler ist. (Ein pro­mi­nen­ter mit­tel­deut­scher Autor, der lan­ge schon in West­deutsch­land lebt und die Schulz­schen Bücher schätzt, sag­te nach per­sön­li­chem Ken­nen­ler­nen: „Mit dem kann man ja nicht ein­mal über Lite­ra­tur reden…“) Ein sol­cher Autor ist schwer faß­bar für die Über­wa­chungs­diens­te —im Fall Schulz schei­nen sie oft erst nach Erschei­nen eines Buches und den Reak­tio­nen im Leser­kreis ein „Ach so“-Erlebnis gehabt zu haben.

Hin­zu kommt, daß die Dar­stel­lung der DDR und ihrer Gesell­schaft auf dem Hin­ter­grund der deut­schen Geschich­te nicht das ein­zi­ge The­ma des Erzäh­lers Schulz ist. Es wird auf ver­wir­ren­de Art durch­kreuzt von zwei ande­ren The­men. Aus jenem geschicht­li­chen Hin­ter­grund hat sich ein Stück, das Drit­te Reich, in recht inten­si­ver Wei­se ver­selb­stän­digt. Man ent­sinnt sich, daß Schulz 1931 gebo­ren ist und also den Zusam­men­bruch die­ses Rei­ches in dem Alter erlebt hat, in dem sich dra­ma­ti­sche Umbrü­che am tiefs­ten ein­prä­gen. Der drit­te gro­ße Roman von Schulz, Dame in Weiß, spielt wäh­rend jenes Zusam­men­bruchs; die Dame des Titels ist eine frü­he­re Frau­en­schafts­füh­re­rin, die ihre Ver­gan­gen­heit nicht so schnell ver­ges­sen kann, und mit einem aben­teu­er­li­chen Rudel von Halb­wüch­si­gen wird der Roman zugleich ein Denk­mal der Flakhelfer-Generation.

Es ist kein Zufall, daß im Schulz­schen Werk die stärks­ten Erzäh­lun­gen im fahl­ro­ten Unter­gang des Natio­nal­so­zia­lis­mus spie­len: die Edel­weiß­pi­ra­ten-Sto­ry „Rula­man“ (in Zeit ohne Ende) und vor allem die in der Auf­lö­sung der Ost­front spie­len­de Geschich­te „Das Leben und das Ster­ben“ (in Stun­de nach zwölf), der Man­fred Bie­ler pro­phe­zeit hat, sie wer­de im nächs­ten Jahr­hun­dert als eine der gro­ßen Erzäh­lun­gen unse­res Jahr­hun­derts ange­se­hen werden.

Neben DDR und Drit­tem Reich nimmt sich das drit­te Erz­the­ma von Schulz zunächst pri­va­ter aus. Ange­fan­gen bei Mesch­kas Enkel, zieht es sich durch eine gan­ze Rei­he von Schulz­schen Büchern hin­durch: Ein klei­ner Jun­ge lebt in der Obhut sei­ner Groß­el­tern, weil es den Eltern wäh­rend eini­ger Jah­re nicht mög­lich ist, sich um ihr Kind zu küm­mern. Man ist, im Zei­chen des land­läu­fi­gen Psy­cho­lo­gis­mus, ver­lockt, auf ein „trau­ma­ti­sches Erleb­nis“ zu tippen.

Aber auch hier­in ist für Hel­mut H. Schulz die Welt nicht so sim­pel wie für so man­che Zeit­ge­nos­sen. Die­ser Kna­be, auf den wir in sei­nen Roma­nen und Erzäh­lun­gen immer wie­der sto­ßen, fühlt sich bei sei­nen Groß­el­tern nicht aus­ge­setzt, son­dern behü­tet und gebor­gen; sie ver­kör­pern für ihn die Her­kunft, das selbst­ver­ständ­lich stüt­zen­de Erbe. Die Eltern hin­ge­gen füh­ren ihn ins Leben hin­ein: Der Vater ist das geis­ti­ge Aben­teu­er, das aus dem Cht­ho­ni­schen her­aus­führt ins aus­grei­fen­de Ord­nen —so wie die Mut­ter weni­ger die Behü­te­rin ist, als die Frau mit ihrer beson­de­ren Welt. Die Lie­be zu den Groß­el­tern ist weder klei­ner noch grö­ßer als die zu den Eltern, son­dern von ganz ande­rer Art.

Die drei Grund­the­men von Hel­mut H. Schulz – DDR, Drit­tes Reich, Leben zwi­schen Groß­el­tern und Eltern – sind eng inein­an­der ver­strickt. Dies ist sozu­sa­gen das Mar­ken­zei­chen von Schulz, macht den selt­sa­men Reiz sei­ner Erzähl­welt aus. In der Recht­fer­ti­gung sei­nes Vetos gegen jede posi­ti­ve Her­vor­he­bung von Hel­mut H. Schulz in den Spal­ten der Welt such­te Gün­ter Zehm 1981 eines die­ser The­men als blo­ße Tak­tik eines gehor­sa­men DDR-Unter­ta­nen zu entlarven:

Was Schul­zes ‚poli­ti­sche Kühn­hei­ten‘ betrifft, so gehen sie nicht über das hin­aus, was die (Ost)NPD schon seit Jahr und Tag behaup­ten darf. Die­se (Ost)NPD und ihr ‚Ver­lag der Nati­on‘ die­nen der SED dazu, ehe­ma­li­ge Nazis mit der neu­en Lage halb­wegs zu ver­söh­nen und sie für den ‚Auf­bau‘ einzuspannen.

Das mag für die Zen­so­ren eines der Moti­ve gewe­sen sein, wes­halb sie die Bücher von Schulz in der uns bekann­ten Form frei­ga­ben (auch wenn die Zen­sur­vor­gän­ge, wie wir heu­te wis­sen, längst nicht so metho­disch und ratio­nal ablie­fen, wie das die west­li­chen DDR-Kri­ti­ker damals meinten).

Daß bei Hel­mut H. Schulz selbst der Antrieb aus einer tie­fe­ren Schicht kam, daß sei­ne drei Haupt­the­men in ihrer Ver­flech­tung für ihn unaus­weich­lich waren und sind, zei­gen sei­ne bei­den ers­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen nach dem Fall der Mau­er: In der Form haben sie sich dras­tisch geän­dert — die Pro­blem­stel­lung ist die glei­che geblieben.

Die For­mu­lie­rung von den „bei­den ers­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen nach dem Fall der Mau­er“ ist übri­gens unge­nau. Nur eine von ihnen ist wirk­lich erschie­nen: die an Umfang klei­ne­re. Die ande­re, weit umfang­rei­che­re, war zwar bereits offi­zi­ell ange­kün­digt, ein Teil von ihr ist bereits gesetzt, die wirt­schaft­li­che und sons­ti­ge Kri­se der bis­he­ri­gen DDR-Ver­la­ge hat jedoch zunächst die Ver­öf­fent­li­chung unmög­lich gemacht, sogar die recht­li­chen Ver­hält­nis­se schei­nen unklar zu sein. Wir spre­chen vom Pon­te-Roman. Der Schrei­ben­de hat zwar Ein­blick in den Satz und (soweit vor­han­den) in das Manu­skript erhal­ten, sieht sich jedoch nicht imstan­de, ein Urteil über die­ses als opus magnum ange­leg­te Werk abzu­ge­ben. Der Grund ist, daß er drei­er­lei nicht weiß: ob der Roman über­haupt erschei­nen wird – dann, wenn ja, wann er erschei­nen wird – und schließ­lich, drit­tens, ob er dann in sei­ner heu­ti­gen Form oder völ­lig umge­ar­bei­tet erschei­nen würde.

Belas­sen wir es also bei zwei Fest­stel­lun­gen. Inhalt­lich ist der Pon­te-Roman, an dem Schulz seit eini­gen Jah­ren arbei­tet, der Ver­such einer umfas­sen­den und abschlie­ßen­den Aus­sa­ge zur DDR anhand einer fik­ti­ven Bio­gra­phie eines erfun­de­nen hohen Wür­den­trä­gers des Ulb­richt-Hon­ecker-Staa­tes. For­mal unter­schei­det sich der Roman dadurch von allen bis­he­ri­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen von Schulz, daß er nicht mehr „rea­lis­tisch“, son­dern in einer Kunst­spra­che geschrie­ben ist: näm­lich im „pikar­esken“ Stil nach Art des baro­cken Schel­men­ro­mans. (Wobei man ver­mu­ten kann, daß sich Schulz zu die­ser Kunst­form ent­schloß, weil ursprüng­lich eine Ver­öf­fent­li­chung unter dem SED-Regime vor­ge­se­hen war — dem kam jedoch der Fall der Mau­er zuvor.)

Wirk­lich erschie­nen ist von Hel­mut H. Schulz seit dem Fall der Mau­er nur eine Erzäh­lung von 159 Sei­ten mit dem Titel Göt­ter­däm­me­rung (1990). Der Blick­fang auf dem Umschlag ist das Foto einer nächt­lich lodern­den Flam­me. Dazu paßt, daß in die­ser Erzäh­lung die bei­den andern Zen­tral­the­men von Schulz, Drit­tes Reich und Künst­li­che Fami­lie, eng inein­an­der ver­wo­ben sind. Schulz hat noch in kei­nem andern sei­ner Bücher die über­mäch­ti­ge Kind­heits­er­fah­rung vom Unter­gang des Reichs sei­ner Groß­el­tern und Eltern so inten­siv Bild wer­den las­sen. Daß das auch dies­mal mehr als eine tak­ti­sche Fin­te ist, läßt sich dar­an able­sen, daß in die­sem Band kei­ne Spur jenes wat­ti­gen Betrof­fen­heits­jar­gons zu fin­den ist, mit der sich der Bun­des­bür­ger die Erin­ne­rung an jene Welt mit ihren Höhen und Tie­fen vom Hal­se zu hal­ten pflegt. Auf die ande­re übli­che Pro­phy­la­xe, die Schnod­de­rig­keit, läßt Schulz sich eben­falls nicht ein. Auch hier geht er einen drit­ten Weg.

Wie der Pon­te-Roman ist auch die­ser schma­le­re Band for­mal ein Aus­bruch aus der von Hel­mut H. Schulz bis­her so meis­ter­haft gehand­hab­ten Erzähl­tech­nik des moder­nen Rea­lis­mus. Aller­dings ersetzt er sie hier nicht, wie im Pon­te, durch eine Kunst­spra­che, son­dern durch­setzt sie mit einem kon­tras­tie­ren­den Ele­ment: Zita­te aus der Edda und den Sagas wer­den ein­mon­tiert. Dem sechs­jäh­ri­gen Jun­gen, durch des­sen Augen und Ohren der Leser die Erzäh­lung auf­nimmt, wer­den von der Groß­mutter (S. 8)

alle die alten Geschich­ten von Asen und Men­schen, von Wanen und Rie­sen ins Herz gepflanzt, als han­del­te es sich um Rea­li­tä­ten und nicht um Mythen. Sie fie­len wie Früch­te vom Baum der Erkennt­nis in mei­nen Kopf, nis­te­ten sich ein und blie­ben für immer. Mir oblag es, die geschau­te mit der geträum­ten Welt zu verknüpfen.

Die Sze­ne ist ein Hof in der Nähe der Ostsee:

Bäu­me, Gras, Was­ser, Him­mel und Wol­ken, Tie­re und mensch­li­che Heim­stät­ten waren greif­bar nahe und dem Gleich­nis zugänglich.

Der groß­zü­gi­ge, güti­ge Groß­va­ter Karl Sta­del­hoff wird für den Kna­ben zu Asa-Thor, der lis­tig-aben­teu­er­li­che Onkel Georg nimmt die Züge von Loki an, und bei ihren sel­te­nen Besu­chen ver­wan­delt sich die Mut­ter in die von allen umwor­be­ne Freya…

Ist wirk­lich alles dem Wan­del unter­wor­fen? Auf S. 46 liest man:

Ein Baum ist nicht nur Holz für den Zim­mer­mann, son­dern Gestalt und Woh­nung eines Geis­tes, wie auch die gan­ze Welt gleich­nis­haft in der Welt­esche unter­ge­bracht ist.

Doch das länd­li­che Idyll an der See ver­mag nicht alles unter sei­ne Gleich­nis­se zu zwin­gen. Die Schlo­te der gro­ßen Städ­te recken sich in der Fer­ne, und als Asa-Thor geschla­gen dort­hin zieht, wird er wie­der zum Hand­werks­meis­ter Karl Sta­del­hoff. Zwi­schen die pathe­ti­schen Sze­na­ri­en der Edda schie­ben sich die nüch­tern geschil­der­ten Lebens­läu­fe der ein­zel­nen Mit­glie­der die­ser Groß­fa­mi­lie, die sich aus Rie­sen zurück­ver­wan­deln in Städ­ter, Büro­men­schen, Par­tei­ge­nos­sen. In sol­chen Bil­der­fol­gen läßt uns Schulz die Ris­se durch ein Reich spü­ren, das mit dem Anspruch auf­ge­tre­ten war, Land und Stadt, Macht und Geist, Erbe und Zukunft zu versöhnen.

Die Erzäh­lung Göt­ter­däm­me­rung vom Hel­mut H. Schulz endet mit einer hin­ter­sin­ni­gen Poin­te. Kurz vor dem Zusam­men­bruch des Drit­ten Rei­ches wird „Onkel Loki“ — man weiß nicht, ob er wirk­lich ein Bluts­ver­wand­ter ist—zum letz­ten Zieh­va­ter des zum Halb­wüch­si­gen her­an­ge­reif­ten Kna­ben Buri und zieht mit ihm durch die bren­nen­den deut­schen Städ­te. Der Zieh­va­ter-Onkel küm­mert sich bei die­ser Wan­de­rung unter Bom­ben­ha­gel mehr um die umsich­ti­ge Vor­be­rei­tung sei­ner erfolg­rei­chen Nach­kriegs­exis­tenz als um sei­nen Zögling.

Buri wird im Ruhr­ge­biet im Kel­ler eines bom­bar­dier­ten Hau­ses ver­schüt­tet und erst nach neun Tagen wun­der­ba­rer­wei­se geret­tet. Als er im Laza­rett erwacht, sitzt – ein zwei­tes Wun­der – sei­ne Mut­ter wei­nend an sei­nem Bett. Die Erzäh­lung endet mit den Sätzen:

Aber sie brach­te mich nicht zu Asa Thor, son­dern nach Z. in Ober­schle­si­en, und es war noch nicht das Ende. Ihren Unter­gang hat die Welt noch vor sich.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

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Kommentare (12)

Auf Sehrohrtiefe

22. Dezember 2022 17:57

Mäander-Abonennten sind im Vorteil, denn sie durften schon Auszüge aus seinem bedeutsamen Werk kennenlernen. Eine umfassendere Lektüre empfiehlt sich.

Möge er in Frieden ruhen.

notker balbulus

22. Dezember 2022 22:54

Wäre es möglich, die Gründe dafür zu erfahren, dass der erst vor kurzem im Antaios-Verlag erschienene Erzählband bereits vergriffen und eine Neuauflage nicht geplant ist? Ich hoffe, ersteres ist dem Leserinteresse geschuldet - aber letzteres?

antwort: antaios gibt seit zwei jahren eine 600 abonnenten vorbehaltene leinengebundene buchreihe namens Mäander heraus. in diser reihe erschienen die erzählungen. die 600 abonnements waren rasch vergriffen. aber: wir planen durchaus eine frei verkäufliche ausgabe der erzählungen.

Gracchus

22. Dezember 2022 23:56

Vielen Dank für den Mohler-Essay. Schulz werde ich mir vormerken. Die Zitate klingen goetheanisch.

Maxx

23. Dezember 2022 12:02

Habe den Erzählungsband von Schulz ergattert und mit großen Gewinn für mich gelesen. Danke für die Veröffentlichung. Dank an dieser Stelle auch für die Werke vieler anderer  Autoren, die ich ohne eure Arbeit vermutlich nie kennengelernt und gelesen hätte, z.B. Gert Ledig, Horst Lange, Hans Bergel, Gerd Gaiser oder letztens Richard Hasemann u.a. Es ist schade, dass Werke dieser hervorragenden, doch im aktuellen Zeitgeist untergegangenen oder postum ins Abseits gedrängten Autoren kaum Aufmerksamkeit in der Breite erfahren.

Waldgaenger aus Schwaben

23. Dezember 2022 13:49

Der im Text erwähnte Roman

Jakob Ponte, eine deutsche Biografie

ist als Ebook beim heras Verlag erschienen. Weil das Ebook vielleicht über den Antaios Verlag bestellbar ist, gebe ich keinen link.

Falls nicht, hülfe die Suche nach Autor und Titel in google. 

Niekisch

23. Dezember 2022 16:29

Weil sie mehr oder weniger vergessen sind:

 

Einmal im Jahr, in der heiligen Nacht,

verlassen die toten Soldaten die Wacht,

die sie für Deutschlands Zukunft stehen.

Sie kommen nach Haus, nach Art und Ordnung zu sehen,

schweigend treten sie ein in den festlichen Raum,

den Tritt der genagelten Stiefel, man hört ihn kaum,

sie stellen sich still zu Vater, Mutter und Kind,

sie spüren, daß sie erwartete Gäste sind.

Es brennt für sie eine Kerze am Tannenbaum,

es steht für sie ein Stuhl am gedeckten Tisch,

es glüht für sie im Glase dunkel der Wein.

Und in die Weihnachtslieder, gläubig und frisch,

stimmen sie fröhlichen Herzens mit ein.

weiter II.

 

Niekisch

23. Dezember 2022 16:36

II.

Hinter dem Bild mit dem Stahlhelm dort an der Wand

steckt ein Tannenzweig mit silbernem Stern.

Es duftet nach Tannen, Äpfeln und Mandelkern,

es ist alles wie einst, und der Tod ist so fern.

Wenn dann die Kerzen am Lichtbaum zu Ende gebrannt,

legt der tote Soldat die erdverkrustete Hand

jedem der Kinder zärtlich aufs junge Haupt:

Wir starben für Euch, weil wir an Deutschland geglaubt.

Einmal im Jahr, in der heiligen Nacht,

beziehen die toten Soldaten wieder die ewige Wacht.

 

Allen sei ein frohes Weihnachts-/ Julfest gewünscht!

 

ede

24. Dezember 2022 00:11

H. H. Schulz. Nie von ihm gehört.

Ich will ihn lesen.

Brettenbacher

24. Dezember 2022 00:50

 

Was es doch für eine Wohltat ist, mal wieder Arnim Mohler zu hören!

 

Und danke,  Niekisch !

 

RMH

24. Dezember 2022 13:05

"erkannte schon damals den eigentlichen Antrieb dieses Staates: eine perverse Verflechtung zweier menschlicher Urtriebe, des Neides und der Trägheit (d. h. Bequemlichkeit), die zum Erstickungstod der DDR führte. Dieses Wegbleiben der Luft richtete tiefere Schäden an, die außerhalb des Gesichtskreises von Politologen und Juristen liegen."

Wo Mohler recht hat, er recht.

Dieter Rose

24. Dezember 2022 20:19

und ein Gedenken:

heute vor 80 Jahren - Weihnachten im Kessel von Stalingrad.

(Mal schauen, wie/ob Stalingrads im kommenden Jahr gedacht wird. Vergessen, weil die "Falschen" gestorben sind?)

Heinrich der Seefahrer

25. Dezember 2022 07:49

Ein Riese unter den deutschen Erzählern. Der Mäanderband mit seinen Geschichten war so aufregend, dass ich alles lesen musste. Danke dem verlag antaios, dass er diesen Autor ein "Rederecht" gab. In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Schweizer Volker Mohr aufmerksam machen, der schon einmal in den kaplaken veröffentlich wurde und mit "Der verlorene Himmel" einen neuen Band bei Loco hat. Auch ein Riese, der versteckt wird. Auch hier antaios, der ihn für mich einst gefunden hat.

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