20 Jahre Sezession – wie wir feierten

Wir haben am Samstag ein Fest gefeiert. Gemeinsam mit 140 Gästen freuten wir uns in Schnellroda über 20 Jahre Sezession.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Weil wir ohne Stö­rung und ohne Poli­zei­prä­senz einen kon­zen­trier­ten Nach­mit­tag mit Vor­trä­gen und Anspra­chen und einen ruhi­gen Abend im Gespräch ver­brin­gen woll­ten, haben wir nicht breit und öffent­lich ein­ge­la­den. Wer anset­zen möch­te, sich dar­über zu ärgern, daß er eine fei­ne Ver­an­stal­tung ver­paßt hat, möge inne­hal­ten und ver­su­chen, uns zu verstehen:

Wenn hun­dert För­der­abon­nen­ten und lang­jäh­ri­ge Freun­de unse­rer Arbeit, Mit­ar­bei­ter und Autoren, Ver­tre­ter frei­er Medi­en, fai­re Jour­na­lis­ten und die Frak­ti­ons­spit­zen aller AfD-Ost­ver­bän­de zusam­men­kom­men, dann ist das ein Ereig­nis. Hät­ten wir auf­ge­trumpft, wäre das klei­ne Schnell­ro­da wie­der in einen Aus­nah­me­zu­stand ver­setzt wor­den. Dann wäre die Poli­zei wie­der in ihre über­trie­be­ne Betrieb­sam­keit ver­fal­len und die Foto­gra­fen der Anti­fa hät­ten wie­der jedem unse­rer Gäs­te zugesetzt.

So, wie wir es hin­ge­kriegt haben, war es schö­ner. Wir hat­ten den Ver­lag um zwölf Uhr geöff­net. Wer so früh anreis­te, konn­te in Büchern blät­tern und eine Tas­se Kaf­fee trin­ken. Um kurz vor drei war Sekt­emp­fang im Gast­hof, dann begrüß­te ich die Gäs­te, und Erik Leh­nert hielt als Lei­ter des Insti­tuts für Staats­po­li­tik den Eröffnungsvortrag.

Leh­nert sprach über “Bewe­gun­gen im Über­bau” und leg­te anhand eines Bei­trags von Karl­heinz Weiß­mann aus dem Jahr 2007 dar, war­um eine Zeit­schrift wie die unse­re weder einen apo­ka­lyp­ti­schen Ton pfle­ge noch Kata­stro­phen­hoff­nun­gen hege, son­dern seit ihrer Grün­dung auf eine Ver­än­de­rung der geis­ti­gen Gestimmt­heit setz­te. (Leh­nerts Vor­trag, der auch ein Gang durch die Sta­tio­nen unse­rer Zeit­schrift war, eröff­net in schrift­li­cher Form die 113. Sezes­si­on, die bereits gedruckt wird und nach Ostern aus­ge­lie­fert wird.)

Pro­fes­sor Hans Neu­hoff hielt den Haupt­vor­trag. Sein The­ma war “Der Ukrai­ne­kon­flikt und die neue Welt­ord­nung”. Neu­hoff knüpf­te auf unse­re Bit­te hin an sei­nen breit wahr­ge­nom­me­nen und über­zeu­gen­den Vor­trag über die Vor­ge­schich­te des Kriegs in der Ukrai­ne an, den er im Rah­men der Geo­po­li­tik-Aka­de­mie unse­res Insti­tuts im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber gehal­ten hatte.

Neu­hoff wei­te­te das The­ma aus und beschrieb den Drei­schritt von der bipo­la­ren Welt­ord­nung des Kal­ten Krie­ges über die andert­halb Jahr­zehn­te dau­ern­de uni­po­la­re Welt­ord­nung jener ver­meint­li­chen Nach-Geschich­te nach der Wen­de hin zur asym­me­tri­schen mul­ti­po­la­ren Lage unse­rer Zeit, in der mit den Kon­flik­ten zwi­schen den USA und Ruß­land auf der einen und den USA und Chi­na auf der ande­ren Sei­te zwei brand­ge­fähr­li­che Macht­kämp­fe die nächs­ten Jah­re prä­gen werden.

Neu­hoffs und Leh­nerts Vor­trä­ge wer­den eben­so im Inter­net zur Ver­fü­gung gestellt wer­den wie Ellen Kositz­as Ein­blick in den Innen­raum unse­rer Auf­bau- und Durch­set­zungs­ar­beit. “Zwan­zig Jah­re Idea­lis­mus” hieß ihr Vor­trag, et libri et libe­ri das Lebens­mot­to, und was sie aus­führ­te, erklärt wohl, war­um auch zum dies­jäh­ri­gen Som­mer­fest im Juli wie­der Hun­der­te unse­rer Leser nach Schnell­ro­da kom­men wer­den: authen­ti­sche Pro­fes­sio­na­li­tät und wider­stän­di­ger Idealismus.

Ich selbst trug knapp zum The­ma “Vom Vor­be­halt” vor, man wird aus­führ­lich dazu in der April-Sezes­si­on lesen können.

Björn Höcke band ab und berich­te­te über den frü­hen Aus­tausch, den wir bei­de pfleg­ten. Er setz­te nach hef­ti­gen, teils har­ten, jeden­falls stets scho­nungs­lo­sen Gesprä­chen und Brie­fen sogar für eine Zeit aus – bis im Som­mer 2013 klar wur­de, daß sich eine ein­ma­li­ge Chan­ce böte und daß sie nur im Zusam­men­spiel von ent­schlos­se­ner Par­tei- und prä­zi­ser Denk­ar­beit am Schop­fe wür­de gepackt wer­den können.

Was wei­ter? Wir wech­sel­ten von Tisch zu Tisch. Mit Chris­toph Berndt sprach ich über die grund­sätz­li­chen Unter­schie­de zwi­schen Par­tei- und Ver­le­ger­ar­beit und noch ein­mal über den Vor­be­halt, der unser “Machen” beglei­ten soll­te, wenn wir uns nicht ver­lie­ren wol­len. Oli­ver Kirch­ner berich­te­te von Mol­da­wi­en und Trans­nis­tri­en und lud mich erneut ein, ihn dort­hin zu beglei­ten. Mit Niko­laus Kra­mer ist es stets herz­lich und so, als kenn­ten wir uns schon lan­ge – irgend­et­was von Lager­feu­er schwingt mit. Und Jörg Urban? Er stieß noch recht spät vom Lan­des­par­tei­tag in Sach­sen dazu, war das ers­te Mal in Schnell­ro­da und ver­stand gleich, war­um es hier ist wie es ist…

Mit Maxi­mi­li­an Krah war´s ein Gefrot­zel – so ist es bei­lei­be nicht immer, mit Frank Pase­mann war es, wie es stets mit lesen­den, guten Weg­ge­fähr­ten ist, und zu mei­ner, unse­rer gro­ßen Freu­de fan­den sich alte Weg­ge­fähr­ten ein, die unse­re Arbeit über Jah­re mittrugen.

Von die­sen Gesprä­chen kann ich des­halb kurz berich­ten, weil die­se Män­ner sowie­so ganz und gar in der Öffent­lich­keit ste­hen und ihre Haut zu Mark­te tra­gen. Natür­lich waren auch Simon Kieß­ling und Sophie Lieb­nitz, Dimi­tri­os Kis­ou­dis und Jörg Sei­del, Eva Rex und Wig­go Mann und mein alter Freund, der Loci-Ver­le­ger, da, und wir haben uns präch­tig unterhalten.

Aber nie­mand, der denkt und schreibt und liest und nicht gewählt wer­den will, muß sich aus­set­zen. Die Denun­zia­ti­on und das mar­kier­te Leben inner­halb einer wider­li­chen Zivil­ge­sell­schaft: Es reicht, wenn das die 1. Rei­he erträgt, es ist sogar ihr Stolz, daß sie es aus­hal­ten kann. Alle ande­ren (und alle, die die­ses­mal kei­nen Platz fan­den) sol­len gern und mit dem siche­ren Gefühl zu unse­ren Ver­an­stal­tun­gen und Fes­ten kom­men, daß wir nicht mit ihnen prahlen.

Arbei­ten in der Sicher­heit des Schwei­gens – so stand es als Mot­to auf der Ein­la­dung. Nötig macht es der Riß, der durch die Gesell­schaft getrie­ben wird. Ein befreun­de­ter Stein­metz über­rasch­te uns mit einem Werk­stück zum Jubi­lä­um. Der an den Hän­den geket­te­te Mann steht über dem Riß oder über­schrei­tet ihn. Sezes­si­on im Gro­ßen und Gan­zen, Schrit­te über Grä­ben dort, wo es uns mög­lich ist. Es war wirk­lich eine schö­ne Feier!

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

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Kommentare (25)

RMH

27. März 2023 19:41

Ja, der Loci-Verlag ... das war was. Nach dem Corona-Zwangsregime wirkt das fast wie ein friedliches Kinderspiel, was einem klar macht, dass die Wassertemperatur im Kessel immer noch steigt, Beamte und Richter ihre Stellen und Pensionen verlieren können, wenn sie sich an der falschen Stelle zu Wort melden etc.
Respekt vor 20 Jahren Zeitschrift! Und das man das nur mit exklusiver Gästeliste feiert, ist das gute Recht eines echten Inhabers - Es werden immer weniger davon und nachdem ich in der Materie unterwegs bin, kann ich nur sagen: Es werden sicher nicht mehr davon werden. Eigentum und Inhaberschaft werden soweit belastet und "reguliert", dass es endlich erreicht ist: Alles gehört Allen und niemand hat etwas (auch: zu sagen. Denn eigene Meinung setzt Eigenes voraus). Und so schwingt in jedem Jubiläum heutzutage immer auch ein Stück Schwer- und Wehmut mit, was früher, in den 15 freiesten Jahren Deutschlands seit 33, unter der scheinbaren unipolaren Weltordnung alles gewagt werden konnte und möglich war. Ich wünsche mir weitere 20 Jahre Sezession und sage: Danke! Vergelt´s Gott.

Jungreaktionaer

27. März 2023 19:59

Glückwunsch zum Jubiläum. Auf weitere 20 Jahre!

Nemo Obligatur

27. März 2023 20:08

Ad multos annos!

Mitleser2

27. März 2023 20:19

Auch als nur Mitleser: toll was ihr macht. Und angesichts der Situation ist es tatsächlich wichtig, Leute zu schützen, die nicht in der 1. Reihe stehen können oder wollen. Die Denunziation und Diffamierung ist unglaublich.

Simplicius Teutsch

27. März 2023 21:21

Schließe mich den allerbesten Glückwünschen für die Zukunft und dem herzlichen Dank für das Geleistete an.

Gracchus

27. März 2023 22:12

Auch von mir Glückwünsche! Weitgehend klandestin zu feiern, ist sehr verständlich. 
Was hat sich in den 20 Jahren verändert, was ist gleichgeblieben? Hat man die Zivilgesellschaft damals als ähnlich widerlich empfunden? Vor 20 Jahren hätte ich mir nicht träumen lassen, irgendwann Sympathie für Rechtskonservatives zu entwickeln; ich hatte es damals gar nicht auf dem Schirm, ich hätte daher auch nicht von "rechter Gefahr" schwadroniert, eher von einem marginalen, überholten Phänomen. 
 
 

ede

28. März 2023 00:26

Herzlichen Glückwunsch ! 
Es gab doch hoffentlich auch Torte? 

Franz Bettinger

28. März 2023 04:29

Die Sezession ist zur Heimat vieler geworden, die ohne die Schnellrodaer in der Wüste Deutschland vereinsamt und verloren gegangen wären. Dass das alles viel Arbeit macht und kein Zuckerschlecken ist, wissen wir. Danke. 

Gotlandfahrer

28. März 2023 08:16

Den Glückwünschen und Danksagungen der obigen Kommentatoren möchte ich mich anschliessen. Die Sezession zu entdecken war für mich wie das Fenster in einem abgedunkelten, stickigen Raum gefunden und geöffnet zu haben. Ihrer aller Arbeit in bescheidenem Umfang fördern zu dürfen wird mir eine Ehre bleiben.
Hochachtungsvoller Gruß an alle, die diese Frischluftquelle ermöglichen.

das kapital

28. März 2023 09:32

Lieber Frischluft als Fischluft. Gratulation zu 20 Jahren.2023 ist ja nun ein Jahr der gesamtgesellschaftlichen Orientierungslosigkeit. Die Mittelschicht wird nicht mehr gebraucht und wird zersetzt. Wir haben zwar "Klimakleber", aber keine "Flüchtlingskleber", die den Bau neuer Unterkünfte verhindern. Wir haben einen Bahnstreik, aber keine Generalstreik gegen ein Übermaß an Zuwanderung. Wir haben einen Kanzler und eine Innenblubbs, die auf die Hilfeschreie aus den Städten, den Gemeinden und den Landkreisen nicht reagieren. Und diverse Nachrichtenportale, die uns den dauerhaften Abstieg unseres Landes und seiner Mittelschicht schönreden. Wie kann es sein, dass die Mittelschicht ihren eigenen Untergang mitorganisiert, sich beliebig ausplündern und zersetzen lässt und nicht spürbar etwas dagegen tut?

Niekisch

28. März 2023 10:05

Frische Luft zum Atmen,
Sauerstoff fürs Denken -
Allzeit freie Diskussion
fast ohne Schranken -
zum Jubiläum möchte ich
dafür herzlich danken.
 

Karl

28. März 2023 12:25

Gut, dass es euch gibt!

Xaver

28. März 2023 12:42

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. In meiner Welt braucht ein Gastgeber nicht seine Einladungsliste und Einladungsart zu erklären. Die Begründung ist für mich nachvollziehbar - weist aber auf einen erschreckenden Zustand in einem demokratischen und pluralistischen Staat hin. 
Ich bin dankbar, dass ich auf den Verlag Antaios hingewiesen wurde und hoffe, dass es diesen Verlag, die Sezession und auch das Institut noch lange geben wird. 

Joerg

28. März 2023 12:51

Noch vor wenigen Jahren hat mich die Sezession intellektuell überfordert. Damals war ich durch Zeitungsartikel über einen später aus dem Dienst entfernten Berliner Lehrer mit eigenem YouTube Kanal auf eine völlig neue Welt gestossen. Habe kreuz und quer von allem bestellt, dazugelernt, einzuordnen versucht, einiges übernommen und etliches für mich wieder verworfen.
Die Sezession möchte ich heute nicht mehr missen und freue mich auf jede Ausgabe. (Für die Zeit dazwischen habe ich antiquarisch einen großen Stapel alter Ausgaben zusammengetragen.)
Vielen Dank an alle Widerständigen, die das möglich gemacht haben. Ich bewundere Ihr stählernes Rückgrat und Ihren endlosen Mut.

Leander

28. März 2023 13:36

Eine Feier mit Besinnung also, auf die Wesentlichen des bisherigen Weges. Zum Jubiläum wünsche ich Standhaftigkeit und Offenheit auf dem nächsten Stück Weg, für die Arbeit für das Wesentliche, um einem Durchdringen näher zu kommen. 

Ein gebuertiger Hesse

28. März 2023 14:33

Nochmals meinen besten Glückwunsch, ihr guten Leute, und danke. Ihr habt mir mit der Sezession eine geistige zweite Geburt verschafft (der Begriff ist da draußen häufig laue Luft, doch stimmt er hier). Die letzten zehn Jahre meines Lebens wären ohne euer Tun, eure Werke, euren Mut, eure Coolness, eure Aufklärung (die zu einer KLÄRUNG im inneren Haushalt eurer Leser führt), gehörig anders verlaufen. Wie gut, daß es anders kam. Möge auch in den nächsten 20 Jahren der Sezession Gott erneut stets mit euch sein. Zum Wohl und wohl an!

Wahnsinnistkeinemeinung

28. März 2023 15:22

Herzliche Grüße und Glückwünsche an die mutigen Menschen des Antaios Verlages. Heute morgen las ich gerade wieder über dieses mulmige Gefühl sich in den Großräumen Europas irgendwie fremd zu fühlen. "Kann nur ein Gott uns retten?" von Lichtmesz ist ein brillantes Buch. Der Abendstream von Sellner und Landberg taten ein übriges. Die Kaplaken Bändchen sind hervorragend, die Sezession ist das, was diesem "besten Deutschland aller Zeiten" wirklich gefehlt hat. Das Geschwätz, die ewigen Leugnungen und die Lügengeschichten (z.B. arte von 2017: "Unter Fremden - Eine Reise zu Europas Neuen Rechten") waren und sind kaum mehr zum Aushalten. Es gibt ein klein wenig Hoffnung in dieser anscheinend nie enden wollenden Dystopie des Wahnsinns. 

MarkusMagnus

28. März 2023 16:20

Es freut mich besonders das die Veranstaltung "geheim" bleiben konnte und ihr keinem Antifaterror ausgesetzt wart. Ich hoffe das zum 25. Geburtstag ein anderes Klima herrscht und eine offene Feier stattfinden kann. 

Wahrheitssucher

28. März 2023 17:31

"Es freut mich besonders das die Veranstaltung "geheim" bleiben konnte und ihr keinem Antifaterror ausgesetzt wart. Ich hoffe das zum 25. Geburtstag ein anderes Klima herrscht und eine offene Feier stattfinden kann."
In diesem Sinne ein Vorschlag: Schreibt doch für das Sommerfest über diesen Kreis hinaus nur die Abonnenten an und stellt gar nichts davon in das Netz!

Carsten Lucke

28. März 2023 19:56

Ganz herzlichen Glückwunsch auch von mir !
Für die kommenden 20 Jahre wünsche ich mir nur zusätzlich einen kleinen Vermerk zum Titelbild im Heft - ansonsten nur Stetigkeit.
Voller Hochachtung ! C.L.

Pferdefuss

28. März 2023 22:23

Wem, wenn nicht Euch?! Glück- und Segenswünsche zum Jubiläum.  

William Wall

29. März 2023 00:10

Herzlichen Glückwunsch auch aus Ostberlin!
Sie haben Einmaliges geleistet. Denke ich an linke Intelligenz, fällt mir zuerst die Frankfurter Schule ein. Denke ich an rechte Intelligenz, fällt mir zuerst Schnellroda ein.
Mag auch Schnellroda im kollektiven Gedächtnis der BRD nicht den Stellenwert wie das linke Pendant haben, so spielt sich die Politik unseres Landes doch faktisch irgendwo zwischen diesen beiden Antipoden ab. 
Auch durch Ihren Beitrag hat der Normalbürger überwiegend erkannt, dass die linke Politik der vergangenen Jahrzehnte, die vorgab, der selbstverständliche Normalzustand des Landes zu sein, auch nur eine von mehreren möglichen politischen Strömungen ist.
Der letzte Beitrag vor diesem Artikel "20 Jahre Sezession" ist der Gastbeitrag "Das neue Volk". In dieser Debatte zwischen Sellner und Kießling geht es um die zukünftige Strategie des rechten Lagers. Vielleicht ist dies ja ein Fingerzeig für das nächste Jahrzehnt des rechten Lagers: Dem Finden und Umsetzen einer eigenen Strategie.
"Fokussiere all deine Energie nicht auf das Bekämpfen des Alten, sondern auf das Erschaffen des Neuen.“ (Sokrates)
 

Seneca

29. März 2023 07:54

Herzlichen Glückwunsch! Und vergesst mir die Kinder und Jugend nicht. Letztes Weihnachten habe ich im Verlagskatalog gestöbert und leider nichts Neues für meine 6 Kinder gefunden. Jetzt kurz vor Ostern geht es mir wieder genauso. Ich habe schon alle relevanten Kinder und Jugendbücher ,von Kositza und der Dresdner Bibliothekarin gelesen und ausgesucht,  bestellt. Bitte gebt euch in den nächsten 20 Jahren etwas mehr Mühe dh konstant die Liste mit neuen wertvollen Leckerbissen ergänzen (ca mindestens 10 neue pro Jahr) und in Alterskategorien packen sowie Jungen/Mädchen und "beide". Ihr würdet auf diese Weise rasant euren Umsatz steigern und allen willigen Eltern helfen! Vielleicht könntet ihr auch alle eure Topautoren inkl zB einen Uwe Tellkamp um eine eigene Bücherliste für die Kinder und Jugend bitten und diese mit aufnehmen. Hier geht viel mehr und sollte auch mehr passieren ! Auf die nächsten, noch besseren 20 Jahre ! 

B Traven

29. März 2023 08:34

Alles Gute für die nächsten 20 Jahre!
Das gesamte Wirken von Schnellroda (die Sezession, die Autorenbesprechungen, Am Rande der Gesellschaft) hat auch aus einiger Entfernung auf mich die Wirkung eines Lagerfeuers, an dem ich mich in kalten Zeiten waermen kann.
Ihre Arbeit wirkt durch Ihre Liebe zu Literatur und Bücher auf mich anziehend und sympathisch und erweitert meinen Horizont.
Besonders schätze ich Ihre fundierte Kritik, die Sie zuweilen bei aller grundsätzlicher Übereinstimmung an meiner Partei üben.
Weiter so! 

Tom

29. März 2023 10:31

„Der an den Händen gekettete Mann steht über dem Riß oder überschreitet ihn. Sezession im Großen und Ganzen, Schritte über Gräben dort, wo es uns möglich ist. (...)“
Vielleicht ist das die Aufgabe der „neuen Rechten“ oder einfach der alten Konservativen: Gräben zu überschreiten, Risse zu kitten, die vom politischen Gegner mit aller Macht erzeugt, verbreitert oder gänzlich künstlich herbei geredet wurden. Diese „linke“ oder besser „woke“ Politik dient nämlich nicht den Menschen, nicht der Mehrheit, die einfach nur in Ruhe und Frieden und Würde und Recht und Ordnung leben will. Diese Politik dient zuerst dem Herrschaftserhalt eines alles beherrschen wollenden Clubs. Familie, Sprache, gewachsene Tradition und Kultur, Eigentum, Zusammenhalt der Geschlechter und Generationen - das bekämpfen sie mit unterschiedlichsten Mitteln. Das soll zersetzt und dann ersetzt werden, wie man Bienen billiges Zuckerwasser gibt, um ihnen den Honig zu nehmen. Dieser Club will entwurzeln, damit wir haltlos und ängstlich und somit beliebig lenkbar werden. Dem müssen wir den Kampf ansagen, indem wir auf ihre Methoden immer wieder aufmerksam machen - und das Gegenteil pflegen.
 

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