Toxischer Journalismus

Bis vor kurzem waren mir die Namen Collien Fernandes und Christian Ulmen gänzlich unbekannt, und ich verspüre nach wie vor kein Bedürfnis, meine Kenntnis dieser Lebewesen und ihres Lebenswerkes weiter zu vertiefen, als dringend notwendig ist.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Die­ser Gna­den­stand glück­se­li­ger Unwis­sen­heit war lei­der ange­sichts des all­ge­gen­wär­ti­gen media­len Flä­chen­bom­bar­de­ments nicht zu halten.

Die Kam­pa­gne roch von Anfang ver­däch­tig ran­zig, und es dau­er­te nicht lan­ge, bis sie sich als plum­per Mani­pu­la­ti­ons­ver­such erwies, des­sen Dreis­tig­keit nur noch von sei­ner Dümm­lich­keit über­trof­fen wur­de. Sie offen­bar­te weni­ger die Abgrün­de „toxi­scher Männ­lich­keit”, wie sie sel­ber in Anspruch nahm, son­dern ein­mal mehr den durch und durch toxi­schen Zustand der Pres­se und ihrer Macher.

Ich erspa­re es uns, die inzwi­schen leid­lich bekann­te Sto­ry an die­ser Stel­le zu wie­der­ho­len. Kurz gefaßt wur­de sug­ge­riert, Herr Ulmen habe von sei­ner ehe­ma­li­gen Gefähr­tin Frau Fer­nan­des digi­tal gefälsch­te por­no­gra­phi­sche Bild­chen und Film­chen erstellt und die­se im Netz zir­ku­lie­ren las­sen, was einer „vir­tu­el­len Ver­ge­wal­ti­gung” gleich­kä­me und mit ent­spre­chen­der Empö­rung zu beglei­ten sei.

Ein Ver­bre­chen, so schreck­lich, daß sich Frau Katha­ri­na Ren­der von der BILD-Zei­tung bemü­ßigt sah, es als „vir­tu­el­len Fall Peli­cot” zu klas­si­fi­zie­ren. Denn auch Fer­nan­des habe es nun gewagt, „erho­be­nen Haup­tes” aus „der Opfer­rol­le bewußt an die Öffent­lich­keit” zu tre­ten, „nach all den Jah­ren des gesell­schaft­li­chen Unter-den-Tep­pich-Keh­rens”, „mit der glei­chen Bot­schaft: Die Scham muss die Sei­te wechseln!”

Scham soll­te sich vor allem bei Frau Ren­der ein­stel­len, die nicht davor zurück­schreckt, die Fäl­le Fer­nan­des und Peli­cot auf eine Stu­fe zu stel­len. Sie und ande­re nutz­ten die Sto­ry, um wie auf Knopf­druck das ver­wor­re­ne, aber über­aus belieb­te ideo­lo­gi­sche Strick­mus­ter zu bedie­nen, wonach unschul­di­ge und wehr­lo­se „Frau­en” an sich stän­dig Opfer von selbst­herr­li­chen, sexu­ell aggres­si­ven “Män­nern” an sich wer­den – Män­nern, deren Ver­hal­ten von einem angeb­lich gesell­schaft­lich akzep­tier­ten, struk­tu­rel­len Sexis­mus gedeckt sei, der eine “sys­te­ma­ti­sche Gewalt gegen Frau­en” ermög­li­che, wobei der Begriff „Gewalt” äußerst groß­zü­gig defi­niert wird.

Die­ser manich­äi­sche Phan­tom­dis­kurs ist ein Favo­rit der poli­tisch-media­len Klas­se und der öffent­li­chen Moral­kam­pa­gnen. Ihre weib­li­chen Ver­tre­ter sin­gen das Lied von dem herr­schen­den Sys­tem der Män­ner, „die Macht über Frau­en aus­üben, sie klein machen, Druck aus­üben, ein­schüch­tern, bedro­hen” (Bei­spiel), die männ­li­chen Ver­tre­ter prä­sen­tie­ren sich öffent­lich als schuld­be­wuß­te Schul­jun­gen, die ihr ten­den­zi­ell  oder mani­fest toxi­sches Mann­sein kri­tisch und selbst­re­fle­xiv hin­ter­fra­gen (Bei­spiel). „Uns alle”, spe­zi­ell „uns” Män­ner qua Mann­sein soll das nun etwas ange­hen, was Herr Ulmen Frau Fer­nan­des angeb­lich so alles ange­tan hat.

Mit die­sem Nar­ra­tiv las­sen sich prak­ti­scher­wei­se auch sämt­li­che Ele­fan­ten aus dem Raum weg­ra­tio­na­li­sie­ren, die etwas mit Aus­län­der- und Migran­ten­ge­walt gegen Frau­en zu tun haben, und zwar kon­kre­ter und hand­fes­ter Gewalt, nicht bloß „vir­tu­el­ler”. Das ist einer der Grün­de, war­um das mora­li­sie­ren­de Getue der Leu­te, die es bedie­nen, beson­ders ver­lo­gen und wider­wär­tig ist. Statt kon­kre­te Tat­be­stän­de ins Auge zu fas­sen, wer­den die­se mit einer pau­scha­li­sie­ren­den Rhe­to­rik ver­ne­belt, die die gesam­te Mann­heit einer struk­tu­rel­len Ver­dreht­heit bezich­tigt, ana­log zum ähn­lich ver­lo­ge­nen „Rassismus”-Diskurs.

Die­ses fau­le Framing auf­zu­drö­seln, wäre eine Auf­ga­be, die den Rah­men die­ses Bei­tra­ges spren­gen wür­de. Wo soll man da anfan­gen? Ja, es gibt vie­le Bezie­hun­gen und Part­ner­schaf­ten, in denen Män­ner „Macht über Frau­en aus­üben, sie klein machen, Druck aus­üben, ein­schüch­tern, bedro­hen”, aber auch eben­so vie­le, in denen Frau­en mit Män­nern das­sel­be tun, wenn auch mit ande­ren Mit­teln, und nicht sel­ten nut­zen sie ihren gesell­schaft­li­chen „Opfer­sta­tus” zu die­sem Zweck.

Aber um die­se Din­ge ana­ly­tisch in den Griff zu bekom­men, bedarf es eines rea­lis­ti­schen Bil­des der männ­lich-weib­li­chen Dyna­mik, Anzie­hung und auch Aggres­si­on, was mit „woken” dog­ma­ti­schen Vor­stel­lun­gen nicht zu haben ist. 

Das gan­ze kli­schee­fe­mi­nis­ti­sche Gejam­mer über die böse „Objek­ti­vie­rung” von Frau­en durch Män­ner über­sieht völ­lig die Bereit­schaft vie­ler Frau­en, sich selbst zum Lust­ob­jekt zu machen, was ihnen seit eh und je Macht über Män­ner und wirt­schaft­li­che Vor­tei­le ver­schafft hat.

Man kann nicht bloß über Män­ner kla­gen, die „Deep Fakes” von begehr­ten Frau­en her­stel­len und tei­len, und dabei über Frau­en schwei­gen, die sich via „Only­Fans” ver­kau­fen, „ent­wür­di­gen” und ein­schlä­gi­ger Nut­zung zur Ver­fü­gung stel­len (was man­che Apo­lo­ge­ten gar als eine Art von „Empower­ment” hin­stel­len). Bei­des basiert auf den­sel­ben Trieb­wün­schen, die nicht immer artig nach Kon­sens fra­gen und die man auch nicht zwin­gen kann, immer artig nach Kon­sens zu fragen.

Wie sieht es nun mit jenem – apro­pos Fer­nan­des-Ulmen – auf­ge­wor­fe­nen Argu­ment aus, wonach der man­geln­de Schutz vor Ent­wür­di­gung vor allem von Frau­en im Netz durch por­no­gra­phi­sche Bild- und Film­ma­ni­pu­la­tio­nen drin­gen­den staat­li­chen Hand­lungs­be­darf erfordert?

Der größ­te Witz an die­ser absur­den Kam­pa­gne ist zunächst, daß es offen­bar gar kei­ne Bewei­se dafür gibt, daß Herr Ulmen „Deepf­akes” mit Frau Fer­nan­des’ Kon­ter­fei her­ge­stellt und ver­brei­tet hät­te. Der nächst­grö­ße­re, daß Frau Fer­nan­des selbst nicht ein­mal behaup­tet, Herr Ulmen hät­te das getan. Damit wäre die­ser Geschich­te jeg­li­che Grund­la­ge ent­zo­gen. Der Spie­gel, der die gan­ze Num­mer gestar­tet hat, macht aber à la Trump unge­niert mit sei­ner Kam­pa­gne wei­ter, als wäre nichts gesche­hen, und haut einen idio­ti­schen Mei­nungs­ar­ti­kel nach dem ande­ren hinaus.

Hier­zu eini­ge Tat­sa­chen, um das alles ins rech­te Licht zu rücken.

Ich ent­neh­me den Nach­rich­ten, daß Frau Fer­nan­dez, aus wel­chem Grund auch immer ein „Pro­mi” ist, und „Pro­mi-Por­no” (“Cele­bri­ty porn”) ist so alt wie das Inter­net. Frü­her hat man dafür Pho­to­shop oder kru­de­re Bild­ma­ni­pu­la­ti­ons­pro­gram­me benutzt, etwa um Köp­fe auf Kör­per zu set­zen und der­glei­chen. Mit fort­schrei­ten­der Tech­no­lo­gie wur­den im letz­ten Jahr­zehnt auch Video-Mani­pu­la­tio­nen mög­lich, die „dank” KI zuneh­mend rea­lis­ti­scher wir­ken. Die­ses Gen­re wird vor­aus­sicht­lich wei­ter­hin blü­hen, man wird es kaum ver­bie­ten und noch weni­ger kon­trol­lie­ren können.

Die­se Tech­no­lo­gien, die immer effek­ti­ver wer­den und immer ein­fa­cher zu bedie­nen sind, wer­den (wie prak­tisch alle audio­vi­su­el­len Inno­va­tio­nen) natür­lich mas­siv zu por­no­gra­phi­schen Zwe­cken genutzt. Die­se Pro­gram­me sind gigan­ti­sche Wunsch­er­fül­lungs­ma­schi­nen, die inzwi­schen jede noch so absei­ti­ge Nei­gung sicht­bar und hör­bar machen kön­nen. Und weil sehr vie­le Men­schen sehr vie­le uner­füll­te oder uner­füll­ba­re Wün­sche haben (etwa nach Sex mit „Pro­mis”), besteht eine gro­ße Nach­fra­ge nach die­sen Technologien.

Das bedeu­tet auch, daß nun prak­tisch jeder von jedem Por­no­gra­phie her­stel­len kann. Aber eben auch Fakes und Deep Fakes nicht-sexu­el­ler Art, zu guten wie bösen Zwe­cken. Man braucht nur das Bild­nis oder die Stim­me oder bei­des von einem belie­bi­gen Men­schen zu sam­peln, und schon läßt sich das Mate­ri­al belie­big for­men und mani­pu­lie­ren. Der Pool dafür ist inzwi­schen unend­lich groß, da Mil­lio­nen Men­schen tag­täg­lich das Inter­net (ins­be­son­de­re die sozia­len Medi­en) mit Bil­dern füt­tern, mit denen sie sich selbst und ande­re prä­sen­tie­ren möchten.

Mit die­sem Stoff haben sich vir­tu­el­le Ozea­ne gefüllt. Meis­tens sind es nur harm­lo­se Scherz­chen, die mit die­ser Tech­no­lo­gie getrie­ben wer­den, aber das Amü­se­ment über die­se Din­ge ist der „Honig­topf”, um die Men­schen mas­sen­wei­se an die­se Fakes zu gewöh­nen und sie zu deren Nut­zung zu bewegen.

Hier eröff­nen sich unend­li­che, erschre­cken­de Mög­lich­kei­ten der poli­tisch-media­len Mani­pu­la­ti­on, die jen­seits von allem lie­gen, was sich ein Orwell oder Hux­ley im letz­ten Jahr­hun­dert vor­stel­len konn­ten. Ange­sichts des­sen ist die por­no­gra­phi­sche Nut­zung womög­lich noch die am wenigs­ten gefähr­li­che Vari­an­te, aber auch hier kann man sich unschwer die psy­cho­lo­gisch destruk­ti­ven Wir­kun­gen auf Mas­sen von Men­schen, vor allem Jugend­li­chen, ausmalen.

Vie­le die­ser Fakes wer­den nicht nur aus pri­vat feti­schis­ti­schen Grün­den fabri­ziert, son­dern oft tat­säch­lich, um ande­re Men­schen zu ent­wür­di­gen, zu demü­ti­gen, zu ver­let­zen, zu ver­höh­nen, oft aus Rache­grün­den nach einer zer­bro­che­nen Lie­bes­be­zie­hung, wenn nicht aus blo­ßer Bos­haf­tig­keit oder Frus­tra­ti­on. Das ist sehr schlecht und wird zurecht als eine Art von Cyber-Kri­mi­na­li­tät gehan­delt. Es ist wün­schens­wert, daß genui­ne Opfer sol­cher Din­ge die Mög­lich­keit haben sol­len, sich recht­lich zu wehren.

Aber das ist sehr schwie­rig, da das Inter­net im Guten wie im Schlech­ten schwer zu kon­trol­lie­ren ist. Die Büch­se der Pan­do­ra ist geöff­net wor­den, und die Übel, die ihr ent­sprun­gen sind, sind kaum mehr einzufangen.

Und damit kom­men wir zum eigent­li­chen, fast schon belei­di­gend durch­sich­ti­gen Kern der Fer­nan­des-Kam­pa­gne. Denn zufäl­li­ger­wei­se hat­te Jus­tiz­mi­nis­te­rin Ste­fa­nie Hubig ein „digi­ta­les Gewalt­schutz­ge­setz” in Pla­nung, das sich nun bequem an den her­bei­ge­schrie­be­nen Skan­dal um die „vir­tu­el­le Ver­ge­wal­ti­gung” von Col­li­en Fer­nan­des anhän­gen ließ. Man woll­te aus ihr eine „vir­tu­el­le” Madame Peli­cot machen, um emo­tio­na­le Zustim­mung zu Geset­zes­ent­wür­fen zu erhei­schen, die vor­ge­ben, Opfer „sexua­li­sier­ter Gewalt” schüt­zen zu wol­len, de fac­to aber auf per­so­na­le Repres­sio­nen zum Zwe­cke der Ein­schrän­kung der Mei­nungs­frei­heit hinauslaufen.

Schlüs­sel dazu ist natür­lich die “Klar­na­men­pflicht”, die, falls sie umge­setzt wird, garan­tiert (!) Frau­en vor Stal­kern und ähn­li­chem schüt­zen wür­de. Nun, da es wohl jeder kapiert hat, wohin der Hase lau­fen soll­te, distan­ziert sich Ste­fa­nie Hubig von einem sol­chen Ansin­nen, wäh­rend die Süd­deut­sche Zei­tung das „Ver­schwö­rungs­ge­mun­kel” anpran­gert, das behaup­tet, nicht „Frau­en wer­den geschä­digt, son­dern die armen Män­ner, denen jetzt eine Klar­na­men­pflicht im Netz auf­er­legt wer­den soll.”

Gas­lich­tern gehört eben wesen­haft zum toxi­schen Journalismus!

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (75)

das kapital

26. März 2026 18:19

Diese Art von toxischem Journalismus ist eine der Teilstrategien der Zerstörung. Flute die Medien mit Bullshit, dann haben die Menschen keine emotionalen Reserven mehr, um sich um das Wesentliche zu kümmern. Der durchschnittliche Menschen hat nur beschränkte Zeit und Kraft, um sich um das Wesentliche zu kümmern. Wenn er von den staatlichen Medien und den anderen gekauften Propagandamedien zugeschi**en wird, dann ertrinkt er in dieser Brühe und erkennt vor lauter Gestank das Wesentliche nicht (mehr). /// Der Dreck der Menschheit fließt in Kanäle. Aus Kanälen wiederrum empfangen wir unsere Fernsehprogramme. Werner Schneyder. (Für die Jüngeren zur Erläuterung älterer österreichischer Kabarettist, der u.a. mit Dieter Hildebrandt aufgetreten ist und für das ZDF auch als Sportmoderator unterwegs war.)/// Das Unwesentliche verdrängt die Schadenstiftung, der Deutschland und der Rest der Welt seit 1990 durch diverse Teilstrategien der Zerstörung von Parteien Politikern Regierungen und Akteuren im (wirtschschaftlichen) Hintergrund angefangen mit Epstein und Maxwell ausgesetzt sind. Energiewende ins Nichts seit 1998 als ein Beispiel. Macht alle fertig, die Leute aber wählen es trotzdem.

Karl

26. März 2026 18:53

Was hier läuft: nicht „toxische Männlichkeit“, sondern toxische Weiblichkeit in Reinform, verpackt als Journalismus. Der Fall ist das perfekte Lehrstück für genau das, was Julian Adrat in „Mann & Frau“ (Kontrafunk, 28.11.25) beschreibt: Der Ursprung liegt in einem uralten, biologisch sinnvollen Instinkt: Die Frau ist darauf gepolt, dem Säugling immer Recht zu geben. Das Baby schreit – es hat Recht. Es ist schwach, hilflos, emotional – man diskutiert nicht, man tröstet, kümmert sich und versorgt.  Das weitergedacht ist die toxische Weiblichkeit. Das „Ich gebe immer dem Recht, der gerade schreit und sich schlecht fühlt und das schwächste Glied ist.“ Das Opfer. 
Opfer sein ist immer Trumpf. Die Frau ist das „gesellschaftliche Baby“ – schreit sie, fühlt sie sich schlecht, ist sie „das schwächste Glied“, dann hat sie natürlich Recht. Gefühle schlagen Fakten, und die Medienmaschine übernimmt die Mutterrolle: „Psst, das arme Opfer“. Genau wie beim Migranten, der mordet, aber „Opfer seiner Umstände“ bleibt, oder beim Mann, der nun „Frau“ ist und dessen „Gefühle“ die biologische Realität ausstechen. Das ist kein Journalismus mehr, das ist Cancel Culture als kollektiver Weiblichkeitsreflex. Statt Lösungen („Wo sind die Beweise? Was ist eigentlich mit realer Gewalt durch Migranten?“) bilden die Redaktionen Arbeitsgruppen, in denen gefühlt und gejammert wird. 

Karl

26. März 2026 18:54

2.
Birgit Kelle (Achse des Guten, 25.11.25) hat es treffend gesagt: Nicht das Ergebnis der Diskussion ist wichtig, sondern die Tatsache, dass sie stattfand, dass alle mitreden durften und sich niemand ausgeschlossen fühlte. 
Und wo sind die Männer? Genau dort, wo David Mamet (https://weltwoche.de/story/der-unfaehige-mann/) sie vermisst: verweichlicht, resigniert, „Waschlappen“ geworden durch jahrzehntelange Sozialisation, die Testosteron zum Therapiefall erklärt. Statt Hand anzulegen, wenn was kaputt ist, artikulieren sie ihr Trauma und weichen Konflikten aus. Die toxische Weiblichkeit hat den Mann zum trotteligen Clown gemacht, „Waschlappisierung“ im Endstadium. Der Mann nickt nur noch zustimmend, während die Presse unter dem Deckmantel „Schutz vor Gewalt“ die Pressefreiheit und das Recht auf ungeschminkte Realität abschafft. ML hat recht: Das Gaslighting gehört zum Wesen des toxischen Journalismus. Dahinter steckt die toxische Weiblichkeit – die Gesellschaft als ein einziges großes Baby, das man nicht anschreien, sondern immer nur trösten und entschuldigen darf. Zeit, dass die Männer endlich aufwachen und wieder das tun, was Mamet beschreibt: die Welt anpacken, statt nur über sie zu reden. Sonst wird aus „toxischem Journalismus“ bald toxische Gesetzgebung – und dann gute Nacht, Meinungsfreiheit. 

RMH

26. März 2026 19:26

Gute Zusammenfassung. Eine Vergewaltigung, die nicht ohne Grund das Wort Gewalt im Wort hat (juristisch gibt es ja auch noch die sexuelle Nötigung) mit deep fakes gleich zustellen, missbraucht, im übertragenem Sinn, all die Frauen noch einmal, die schon einmal mit einem Messer am Hals "her halten" mussten, gefoltert und deshalb umgebracht wurden etc. Genauso widerlich ist der Begriff "virtuelle Gewalt", der zu einem wesentlichen Bestandteil der Kampagne wurde.
Der hier im Kommentarbereich nicht wohl gelittene Reichelt hat zum Ganzen einen guten Beitrag veröffentlicht:
https://youtu.be/acRsY7SeVFc?si=gMo35Soc_2-IpxYG
Es zeigt sich auch eine spezifische Männerfeindlichkeit. Als Mann sollte man sich zukünftig vermutlich sicherheitshalber am besten komplett von den Weibern fern halten. Evtl. ist das ja auch gewollt, bei all der seit Jahren stattfindenden Verächtlichmachung von heterosexuellem Verhalten.

Karl Otto

26. März 2026 20:53

Es häufen sich solche Fälle. Nicht nur Lindemann von Ramstein wurde Opfer von falschen Beschuldigungen. Besonders mies finde ich den Fall des Fußballers Dani Alves vom FC Barcelona, der wegen purer Anschuldigungen zu vier Jahren Gefängnis verurteilt wurde und nach 14 Monaten auf freien Fuß gesetzt wurde, weil sich die Anklage als substanbzlos erwies, s. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Dani_Alves#Prozess_wegen_Vergewaltigung,_Freispruch_in_zweiter_Instanz 
Fernandes wußte schon, warum sie ihre Anzeige in Spanien erstattete, dort wäre Ulmen sofort verhaftet und ins Gefängnis gesteckt worden, auf die bloße Anschuldigung hin, um die Frau vor möglichen Folgetaten zu schützen.

Gracchus

26. März 2026 22:07

Wahrscheinlich auch hier früher Badeschluss, da im Grunde alles gesagt ist. Was mich ein bisschen verblüfft: es wird ja kaum kaschiert, dass es sich um eine Kampagne handelt.
@Karl: Ihre evolutionistische Theorie leidet darunter, dass echte migrantische Gewalt gegen Frauen gerade von diesem Milieu geleugnet und ignoriert wird. Evolutionstheoretisch wäre es m. E. plausibler, dass sich die Solidarität auf Opfer der eigenen ethnischen Gruppe richtet. 

Carsten Lucke

26. März 2026 22:16

Sie müssen Ulmen ja nun wirklich nicht mögen, Herr Lichtmesz, doch in den ersten beiden Absätzen tragen Sie etwas arg dick auf.
Würde u.a. bedeuten, daß Sie als Cineast Oskar Roehlers "Elementarteilchen" nie gesehen haben. Kaum zu glauben.

ML: Ich hab's sogar rezensiert für die JF, kann mich aber Null an ihn erinnern, bzw. hatte nicht auf dem Schirm, daß er der Bruder von Moritz Bleibtreu war.

Gracchus

26. März 2026 22:17

@RMH: Achtung vor dem Reichelt-Video!
Nicht wegen Reichelt - solange es nicht um USA/Israel geht, finde ich Reichelt ganz unterhaltsam, auf eine gewisse Art sogar sympathisch. 
Aber vor dem Auftritt von Leonie Löwenherz hättest du, RMH, ruhig warnen können. Und vor Luisa Neubauer und den Tagesschau-Einspielern auch. Wer das nicht mehr gewohnt ist, kriegt was zu viel. 

Blue Angel

26. März 2026 23:58

Danke Herr Lichtmesz.

RMH

27. März 2026 07:40

@Carsten Lucke,
danke für den Hinweis. Habe den Film Elementarteilichen vermutlich mindestens 2x gesehen (und das Buch sicher 2x gelesen), aber einen Herrn Ulmen hatte ich dabei nicht in Erinnerung, nur der Herr Bleibtreu hat das geschafft (da wohl auch häufiger davor und danach in Kinofilmen zu sehen). Mit dem hier zum Thema gewordenen C. Ulmen habe ich bislang nur dämliche Telekom Werbung und sytemtragende Corona Statements in Verbindung gebracht. Insofern, in dubio pro Lichtmesz.

Laurenz

27. März 2026 07:45

@Carsten Lucke ... ohne es direkt zu sagen, geht ML mutmaßlich, wie jeder Vernunftbegabte, davon aus, daß diese PsyOp im Einverständnis Ulmens ablief.

ML: Nö.

Le Chasseur

27. März 2026 08:42

@Laurenz
"ohne es direkt zu sagen, geht ML mutmaßlich, wie jeder Vernunftbegabte, davon aus, daß diese PsyOp im Einverständnis Ulmens ablief."
Wieso sollte Ulmen seiner sozialen Vernichtung zustimmen?

X41X

27. März 2026 08:54

Nachdem nun der Epsteinkomplex (mit der schreiberischen Schützenhilfe Eugyppius) als Nothingburger abgestempelt wurde, kann man wieder zur eigentlichen Aufgabe zurückkehren:
Der schmuddeligen Abarbeitung an den täglichen Segnungen des polit-medialen Komplexes mit seinem konstanten Empörungs- und Erregungsniveau.
Auch eine Form der Selbstsabotage bzw. Selbstdemystifizierung.
Vorbei ist das größere Nachdenken über die Motive und Opfer unserer Kultur.
Vlt. Ist das die Strafe dafür, dass man Bücher wie „Satans Silence“ von Debbie Nathan für bare Münze nimmt.

ML: Daher weht also der Wind... say no more!

Man landet dann bei den Skeptikern, die sich als eine Art alles-wissende Apolegeten der freien und vernünftigen Welt verstehen.
Leute wie das 14-mal im obigen Buch zitierte Ehepaar Eberle, dem 3-mal zitierten False Memory Syndromisten Ralph Underwager oder der deutschen Entsprechung in Form der Benekes oder Bernd Haders.
Ich war ein sehr großer Fan von ihnen und genoß Ihre Artikel üblicherweise sehr. Diesen hier hab ich gar nicht mal mehr fertig gelesen.
Ich vermute, dass dieses Buch etwas bei Ihnen ausgelöst hat, das Sie dazu veranlasst, zugunsten des inneren Seelenfriedens vom „harten Stoff“ Abstand zu nehmen.
Das ist schade, denn seither kann ich eine zunehmende Banalisierung Ihrer Texten wahrnehmen.
Irgendwie so, wie wenn das Grauen kommt.
Die Farbe.

ML: Danke, ich fasse es nicht, wie man so töricht sein kann, immer noch an die "satanic panic" zu glauben, und das für einen Ausweis höherer Gesinnung oder Erkenntnis zu halten. Wenn Sie solchen Stoff brauchen, gab es den sowieso bei mir nie zu holen.

Franz Bettinger

27. März 2026 10:10

Wird jemand schlau aus dem Typen? @X42X meint, ML schreibe nur noch Banales und unter seinem Niveau? Er schwebe nicht mehr über den Wassern, fliege nicht mehr souverän und hoch genug. Er stempele ab und arbeite schmuddelig? Zu skeptisch sei er auch. Irre! Ich finde Skeptiker prima und lese ML immer mit Gewinn und mit Genuss. 

Laurenz

27. März 2026 10:29

@Le Chasseur @L. ... Geld & welche soziale Vernichtung? In 3 Monaten interessiert die Nummer keine Sau mehr. Oder hat MS noch irgendwo in Deutschland Einreiseverbot? Solange sich bei täglich 2 Gruppenvergewaltigungen keine Demos von X-Promis organisieren, werden betreffende Schauspieler bald merken, daß sich ihr Beliebtheitsgrad eklatant senken wird.

Kurativ

27. März 2026 11:06

In der Werbepsychologie werden auch ablehnenden Reaktionen der Zielgruppenpersonen als erster Erfolg verbucht, weil ein negative Impuls ein erster Schritt zur Annahme ist oder zumindest die Begriffe und Inhalte in den Hirnen der Opfer verstetigt. Je größer die Ablehnung, desto besser im Sinne der Kampagnendesigner. Auch die Überbringer (sz, springer, etz) können ihre Aufmerksamkeitsdefizite befriedigen.
Man könnte solche Kampagnen ignorieren, wenn nicht im heutigen "West-Kommunismus" solche Kampagnen oder Nachrichten immer Vorboten der Zentralorgane sind, den Menschen neue Arbeits- oder Denknormen überzustülpen. Im Ostkommunismus hat man Neues Deutschland oder Pravda gelesen, um rechtzeitig vorbereitet zu sein.
Die Kampagne wirkt etwas anfängerhaft. Aber mit welchen Begründungen will man sonst Annonymität im Internet verbieten ? Die Manipulation mittels Emotionen scheint denen wichtig zu sein.

Karl

27. März 2026 11:24

@Gracchus 26. März 2026 22:07
"Ihre evolutionistische Theorie leidet darunter, dass echte migrantische Gewalt gegen Frauen gerade von diesem Milieu geleugnet und ignoriert wird."
Im Prinzip geb ich Ihnen vollkommen recht. Die evolutionistische Erklärung stößt dort an ihre Grenzen, wo reale migrantische Gewalt gegen Frauen systematisch geleugnet, relativiert oder einfach ignoriert wird – und zwar ausgerechnet von dem Milieu, das sonst jede Form von „Gewalt gegen Frauen“ zum zentralen Thema macht. Doch gerade bei einem Artikel von ML sollte Ihnen der Begriff "Hierarchie der Opfer" (Kaplaken 51) mehr als nur vage bekannt sein. 
In dieser Logik gibt es keine objektive Opferwürdigkeit, sondern eine klare ideologische Rangordnung. Die „Eigenen“ – also einheimische Frauen, Mädchen, Rentnerinnen oder Kinder – stehen ganz unten auf der Skala. Sie zählen schlicht nicht, sobald auf der anderen Seite „Goldstücke“ am Werk sind: also Opfer, die ideologisch wertvoller sind, weil sie in das gewünschte Narrativ von Unterdrücker und Unterdrückten passen. Einheimische Opfer werden dann zu Kollateralschäden der „bunten Vielfalt“ erklärt, während jede noch so kleine, auch nur behauptete Benachteiligung auf der anderen Seite sofort zum Skandal hochstilisiert wird. Das ist keine Ausnahme, sondern das direkte Ergebnis dieser Opferhierarchie. Wer das nicht sieht oder nicht benennen will, betreibt genau jene Leugnung, die Sie in Ihrem Einwand kritisieren.

RMH

27. März 2026 11:42

Debbie Nathan ... OMG, a jew! Ironie bei Seite: Wer noch nie mit psychisch Kranken zu tun hatte, ja noch nicht mal nen Demenz-Patienten auf Delier erlebt hat, der kann nach einem Erstkontakt mit solchen unglücklichen Menschen zum Ergebnis kommen, es gibt ganz schlimme Dinge auf der Welt fast an jeder Ecke. Um richtig verstanden zu werden: Ich denke schon, dass es viele ganz schlimme Ereignisse auf der Welt gibt, aber nicht so oft & nicht in der Bandbreite, wie sie von Journalisten, die Bücher verkaufen wollen, Youtubern, die Reichweite wollen etc., dargestellt werden. Schon Freud (OMG, another jew!) hat in seiner Schrift "Eine Teufelsneurose des siebzehnten Jahrhunderts" relativ einleuchtend dargelegt, dass psychisch Kranke sich der Erzählweise annähren bzw. diese verwenden, die ihrem kult. Hintergrund entsprechen. In einer relig. Gesellschaft kommen dann als sprachliche Erklärformen für den eigenen Wahn eben Teufel & Gott recht bald ins Spiel, macht den Wahn dann für die anderen auch verständlicher. Natürlich kann man sagen, dass hilft entsprechenden Kreisen, es mag auch ein Stück weit so sein, aber wer sich u.U. mit Wahnsinnigen beschäftigt, muss immer Acht geben, nicht selber wahnsinnig zu werden. Die Gefahr der Induktion besteht, bspw. Folie à deux etc. M.L. hat mit seinen Beiträgen zu Epstein wesentliches zur Versachlichung der Debatte geleistet - Danke dafür!

Beta Jas

27. März 2026 12:29

Ihnen sind die beiden Namen kein Begriff? Denn meisten unter 35 wohl auch nicht, weil beide aus der reinen "Fernsehzeit" in Form von Musiksendern wie VIVA und MTV stammen und es wohl zugleich, wie bei Ihnen, eine Grenze zwischen Österreich und Deutschland bezüglich des Fernsehens gibt.
Alles in allem interessant wie in Zeiten wie diesen, Fälle, wo Personen Straftaten begehen oder sich unmöglich Verhalten oder man eigenmächtig Verhalten interpretiert wie es wohl in der ORF-Causa der Fall ist, man eine Generalisierung sich erlaubt, die charakterlich entlarvend ist. Philipp Bovermann "demonstriert die Funktionsweise" selbst mit seinem Artikel, solche Fälle für einen dekadenten Männerhass zu nutzen und Forderungen damit zu transportieren. Dann noch von bestimmten Männer mitgetragen, die das damit sind was Trebisch und Weininger bei einem anderen Thema waren.
Ulmen scheint wohl krank zu sein, wie sie es auch selbst auf ihre Art als Angehörige eines Milieus ist, das sowieso keinen Anstand kennt. Politisch, moralisch, ethisch.

Beta Jas

27. März 2026 12:35

@RMH
Darf ich Fragen, woher sie das "Messer am Hals" Bild bei einer Vergewaltigung herhaben? Eine rhetorische Frage, weil ich mir dachte, das viele das Thema nur aus Filmen und der Berichterstattung kennen, insbesondere Filmen und man wirklich bei allem im Denken beeinflusst wird. 

Monika

27. März 2026 13:24

Ich denke, mit diesem Text aus nichtlinker, bzw. rechter Sicht ist das Thema erschöpfend und ordentlich behandelt. Ich frage mich allerdings, was ein "nichttoxischer" Journalismus wäre. Einer, " der faules Framing aufdröselt". Das kann sehr anstrengend sein. Ich fürchte, daß man auch "analytisch die Dinge nicht in den Griff bekommt", denn auch ein "realistisches Bild der männlich-weiblichen Dynamik" unterliegt zeit- und kulturbedingt Veränderungen. Für einen toxischen Journalismus gilt für mich deshalb wie für den Umgang mit toxischen Menschen: Abstand halten aus Gründen des Selbstschutzes. Die Unterstellung des Bösen allen Männern etwa hat das Geschlechterverhältnis grundlegend gestört. Wer in der "Scheiße" wühlt, wird nach "Scheiße" stinken. Es ist deshalb gut und richtig, diese beiden Namen nicht zu kennen und auch nicht näher kennenlernen zu wollen. Die Hündinnen bellen, die Karawane zieht weiter. 

Laurenz

27. März 2026 13:36

@RMH (& Franz Bettinger) ... Weil ich Ihre Kommentare verstehen wollte, muß ich mich erstmal einlesen, was es mit "Satanic Panic" & "Satans Silence“ von Debbie Nathan auf sich hat. Der orginale Begriff "Satan" stammt aus dem Hebräischen (ha-Satan) & bedeutet bei Hiob so viel, wie Himmlischer Anwalt, hat sich aber später wohl in Widersacher, Widersacher gegen die Sache Jehovas gewandelt, was im Hebräischen Sinn, erstmal völkischer, politischer oder militärischer Gegner bedeutet. Dahinter steht die orientalische Erfindung von "Gut & Böse", erstmals dokumentiert im Zoroastrismus zwischen Ahura Mazda (gut) & Angra Mainyu (böse), was dann im gesamten Orient durch Monotheismus-Übernahme adaptiert wurde. Das Heidentum kennt gar kein Gut & Böse. Im Zuge biblischer Propaganda wurden tatsächlich Gegner "verteufelt, satanisiert" bis in die Moderne. Ziel solcher Propaganda ist die Mythisierung in eine Religion, die Debatten ausschließt, zB über den Nationalsozialismus. Daß Anti-Semiten versuchen, dieselbe mythisierende Mechanik nutzen, ist nachvollziehbar. Mutmaßlich würde Debbie Nathan aber kein Buch über Jüdische Mythisierungen schreiben.

Ein gebuertiger Hesse

27. März 2026 14:46

@Monika
Gute Dreingabe. Etwas "Nichttoxisches" im journalistischen Schreibgeschäft kann (womöglich) nur erlangt werden durch eigene Fernhaltung von ... dem, was Sie genannt haben. 

Gracchus

27. März 2026 16:19

Ich kenne Ulmen von MTV und als "Herr Lehmann" und hatte ihn vergessen, bis bei YT dauernd Apotheken-Werbung mit CF aufploppte. Ich finde die gesamte deutsche "Promi"- und "SchauspielerInnen"-Szene öde und weigere mich, mich mit deren Problemen zu befassen. Es ist eine komplett andere, mir komplett fremde Welt. Ulmen steht - falls die Vorwürfe zutreffen (jetzt hat die StA Itzehoe die anscheinend eingestellten Ermittlungen anscheinend wieder aufgenommen (!?) - sicher nicht für alle "Männer sind Schweine". Je nachdem - wenn ihm ein Schauprozess gemacht würde, sozusagen stellvertretend für alle Männer - müsste man sich noch mit ihm solidarisieren?!

Gracchus

27. März 2026 16:30

@Karl: Richtig. Der "Geist" der Ideologie schlägt also den "Geist" der Biologie.
Ich würde ergänzen: Das Milieu "lebt" in den Medien und im Internet. Da liegt es nicht fern, dass die Grenze zwischen medialer und realer Realität verschwimmt. Von migrantischer Gewalt ist dieses Milieu wohl auch wenig(er) betroffen, und von der medialen Welt, in der das Milieu sich bewegt, wird diese Gewalt ja auch kleingeredet. Und falls doch mal thematisiert, steht "männlich" über "migrantisch" oder "muslimisch". 
 

ofeliaa

27. März 2026 16:36

Ich als knapp ü30 Frau kann nur sagen, dass das permanente Anstarren und Ansprechen und Nachrichten schreiben fremder Männer mich dazu verleitet, mich nicht mehr weiblich zu kleiden. Wenn ich einen Rock und engeres Top anziehe, wird mein Tag ein extremer Spießrutenlauf. Aber wie unangenehm das ist, verstehen die meisten hier in der Kommentarspalte nicht, auch nicht, wie viel Aggression man als Frau erntet, wenn man nicht freudig auf Anmache reagiert oder sogar sagt: Was glotzt du so dumm? (Berechtigte Frage) Ich kann nur sagen, dass es immer schlimmer wird. Jede Woche wird es intensiver. Diese Blicke werden langsam unerträglich, das einzige das ein wenig hilft, ist weite Blusen oder Männerhemden zu tragen. Ich finde es gut, dass ein Aufschrei durch die Gesellschaft geht, aber ich hasse es, dass dieses Thema wieder von Links-Woke instrumentalisiert wird. Das beleidigt uns Frauen, aber das ist Links-Woke egal, es geht immer und immer nur darum, was sie politisch und gesellschaftlich durchdrücken wollen. Ich kann auf jeden Fall beim besten Willen keine öffentliche Präsenz auf social media oder sonstwo zeigen. Ich poste nur Bilder, die ich male und Fotos, die ich schieße, aber man wird von Männern belagert. Und wenn jmd sagt, das Wort "Belagerung" sei eine Übertreibung. Nein, ist es nicht. Und es macht keinen Spaß, und man gewinnt als Frau dadurch auch überhaupt nichts. Ich möchte eins an dieser Stelle mal sagen: 99% aller Frauen wollen von euch nichts. Kein Geld, keine Aufmerksamkeit, nichts. Sie wollen in Ruhe gelassen werden und das ist die einzige Wahrheit hier. Tut mir leid. 

Monika

27. März 2026 17:54

Anmerkung: Eigene Fernhaltung gelingt nicht immer. Derzeit wühlt das tragische und traurige Schicksal Noelia Castillo Ramas das Netz auf. Das ist eine deutlich härtere Nummer. 

RMH

27. März 2026 17:58

@Laurenz, das, was in USA u.a. unter satanic panic lief, gab es in abgeschwächter Form in D unter dem Schlagwort ritueller Missbrauch. Es gibt psychisch Kranke, die in einer ihrer multiplen Persönlichkeiten auch eine solche hat, die - z.T. hochdramatisch - erzählt, dass sie als Kind/Jugendliche etc. unter rituellem sexuellen & auch foltermäßigen Missbrauch durch okkulte Gruppen gelitten hat, oft waren dann die Eltern Teil dieser angeblichen Gruppe etc. Das hört sich alles erst einmal erschütternd an, ob es deshalb aber wirklich irgendwann einmal einen solche Missbrauch gegeben hat, ist völlig offen. Sowas löste eben in USA die satanic panic aus, weil man dachte, es gibt da wirklich großflächig okkulte Bewegungen & in D gabs entsprechende Diskussionen. Fakt ist aber, dass vermutlich in keinem einzigen Fall dann ein konkreter Missbrauch nachgewiesen werden konnte.  Wie ich oben geschrieben habe: Wer einmal Kontakt mit psych. Kranken hatte, der ist erstaunt, wie z.T. plastisch & realistisch die Wahnvorstellungen geschildert werden, je nach Herkunft dann eben mit unterschiedl. Richtungen. Naidoo & Co glauben fest daran, dass es so etwas in echt gibt. Nur weil bei den erkrankten Personen dann nichts Konkretes dabei heraus gekommen ist, beweist m. M. n, auch nicht, dass es solche Gruppen nicht gibt, zumal es kulturhistorische Hinweise dafür seit Jahrtausenden gibt.  Aber was sicher ist, nicht jeder Insider-Händler-Perversling wie Epstein muss gleich eine Art lebendes Fosil antiker Moloch-etc.-Kulte sein. Da ist eben Vorsicht & Skepsis angebracht. M. L. liegt also richtig.

RMH

27. März 2026 18:07

"- müsste man sich noch mit ihm solidarisieren?!"
Nö, der ist auf der woken Welle geritten, hat seine Kollegen, als diese eine gute Aktion bei Corona machten, kritisiert bzw. ist ihnen in den Rücken gefallen, hat für seinen Jerks-Magenta-Scheiß vermutlich Millionen bekommen und hat sich dann schon mal irgendwie zu erklären, warum solche Vorwürfe da sind. Vermutlich ist er eine Art Internet-Cuckhold, den es geil gemacht hat, wenn er merkt, wie andere geil auf seine Frau werden. In der heutigen Zeit, wo pervers das neue normal in woken Kreisen ist, wird er sich nicht viel dabei gedacht haben. Dann soll er aber dazu stehen und wenn seine Frau nicht dazu ja gesagt hat, dann hat er sie verleumdet und darf seine Strafe bekommen.
Daraus ne generelle Sache zu stricken, ist eben die Instrumentalisierung und dagegen darf MANN sich wehren.

Karl

27. März 2026 18:24

@ofeliaa 27. März 2026 16:36
Ich sag mal zurückhaltend: q.e.d.
(s. mein erster Kommentar in diesem Strang)

Laurenz

27. März 2026 19:19

@Ofeliaa ... woher wollen Sie wissen, wer hier welches Verständnis aufbringt? Das kann nur jeder für sich selbst beurteilen. Fakt ist, Frauen haben die Zuwanderung anderer, artfremder Kulturen im statistischen Sinne gewählt. In diesen Kulturen ist eben knappe Kleidung ein Symptom leicht zugänglicher Frauen, weil in deren Sicht "anständige" Frauen keine kurzen Röcke anziehen. Hier spreche ich, als alter weißer Mann für mich, was habe ich mit Ihrem Problem zu tun? Weder bin ich zu Frauen unhöflich, noch habe ich die Zuwanderung nicht kompatibler Kulturen politisch gewählt. Keine Frau wird bei uns gezwungen, mit OnlyFans Geld zu verdienen. Das sind Entscheidungen Ihrer Geschlechtsgenossen. Da Sie jetzt schon Anfang 30 sind, werden Sie die nächsten Jahre feststellen, daß das Niveau männlicher Nachfrage, auf welcher Ebene man das auch betrachten mag, sinken wird, weil Sie nicht mehr jung sind. Der Vorwurf von Frauen in diese Richtung basiert meist subjektiv darauf, daß sich die falschen Männer an einer Belagerung beteiligen. In Richtung Osteuropa bestehen Ihre Konflikte mit nicht-kompatiblen Männern weniger. Dort achten Frauen im Schnitt mehr auf körperbetonte Kleidung (als hier), weil das Aussehen ohne politische Quotenregelungen zugunsten von Frauen, häufig das einzige Kapital von Frauen darstellt.

dojon86

27. März 2026 19:24

@ofeliaa Das ist so. Und es hängt mit der Einwanderung zusammen. Jeder der die Herkunftsländer unserer Migranten kennt, weiß, daß es dort für Frauen nahezu unmöglich ist, ohne männliche Begleitung Öffis zu benützen.

Ein gebuertiger Hesse

27. März 2026 20:05

@ofeliaa
Vielleicht nicht alles so heiß essen. Sie sind noch jung und haben offenbar das Potential, Männern zu gefallen. Lassen Sie es doch einfach zu. SIE haben die Wahl. Nehmen Sie möglichst den Besten und alles mag gut werden.

Franz Bettinger

27. März 2026 20:19

Bezeichnend für die Verlogenheit und Doppelmoral: Ulmen produzierte eine Show (hier ab 25:40) die „Who wants to fuck my girl-friend“ heißt. 

heinrichbrueck

27. März 2026 20:29

Das Hauptproblem der Demokratie liegt nicht in der Freiheit selbst, sondern in ihrem Umgang mit den Folgen dieser Freiheit.
Frauen über 30, die allein unterwegs sind und sich modisch oder weiblich kleiden, stehen oft in einem Spannungsfeld: Sie sind attraktiv wahrgenommen, zeigen aber keine "Schutzsignale" wie Kinder oder Ehemann. Deshalb können die Belästigungen intensiver wirken. 
Wenn eine Frau vor dem Spiegel in Leggings steht, kann das viele Gründe haben, die nichts mit anderen Menschen zu tun haben:
Selbstkontrolle / Outfit-Check: Sie will sehen, ob die Leggings bequem sitzen oder gut aussehen – rein praktisch.
Selbstwertgefühl / Modefreude: Kleidung kann Freude machen, das Selbstbild stärken oder einfach ästhetisch befriedigen.
Fitness / Körperbeobachtung: Manche Frauen checken, wie der Körper aussieht, ohne daß sie jemanden provozieren wollen.
Privat, nicht öffentlich: Im Spiegel betrachten bedeutet nicht, daß jemand anders es sehen soll – Privat = kein Signal an andere. Männer gibt es nicht. Evolution auch nicht. 
Oder gibt es nicht den richtigen Mann? 
Da fällt mir so eine blöde Kochsendung vom vergangenen Jahr ein. Auch so ein lustiges Köchinneninterview, bei dem sehr schnell klar wurde, daß die junge Dame bekommt, was sie so will. Ihren Kerl fand sie im Sportstudio, kurze Kennenlernzeit, ein paar Wochen, danach Hochzeit. In jedem Satz Sicherheit, kein Bedauern, man weiß es! Und es paßt! Echt deutsch, keine Schauspielerei. 

deutscheridentitaerer

27. März 2026 20:32

Verrückt, dass Sie, Herr Lichtmesz, Fernandes und Ulmen nicht kannten. Erstere war als VIVA-Moderatorin in den Nullerjahren auch für Leute wie mich, die kein VIVA schauten, nicht zu verpassen. Ulmen wiederum hatte eine - damals - unglaublich lustige Serie, in der er verschiedene Losertypen extrem authentisch spielte. Der Humor hat sich schlecht gehalten, interessant wird es durch den jetztigen Skandal; offenbar hat er diesen Hardcore-Loser nicht nur gespielt. Psychologisch wie ich finde sehr interessant, zumal das letzte Mal, dass die beiden Gesprächsthema waren, anlässlich ihres "Zusammenkommens" war. Man hat sich damals gefragt, wie Ulmen so oberhalb seiner Liga landen konnte.Unabhängig davon, halte ich Klarnamenpflicht für eine gute Sache und deepfake-Pornos für eine ernste Gefahr. Ich kann mich den Stimmen nicht anschließen, dass eine physische Vergewaltigung stets schlimmer wäre als eine "virtuelle" (durch Verbreitung echter oder gefakter Pornographie). Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Letzteres schwerer wiegen kann. Da die Anonymität im Internet ohnehin wenig wertvolles, aber sehr viel schädliches hervorbringt, bin ich für eine Klarnamenpflicht.

Ein gebuertiger Hesse

27. März 2026 21:11

@Bettinger
Danke für den Link. Der Ausschnitt setzt diesen Typen noch mal mehr ins richtige Licht.

Ein gebuertiger Hesse

27. März 2026 21:31

@Monika
Ja, stimmt schon, und es ist immer die Frage, wo "Fernhaltung" oder "Selbsthygiene" in "Espakismus" übergeht. Die JF hat die beiden "Fälle" heute in eine Relation gesetzt. ABER - was nun?

Andreas J

27. März 2026 21:38

Ich möchte beide nicht als Nachbarn haben. Vielleicht sollten sie eine 3er-WG mit Moritz Bleibtreu gründen, ich glaube, die passen gut zusammen, alle sind intelligent, uneitel, gut erzogen... 
 

Waldgaenger aus Schwaben

27. März 2026 21:53

Ulmen und Fernandes  haben eine gemeinsame Tochter, geboren 2012. Vielleicht spielt das Sorgerecht auch eine Rolle. Man kann sich vorstellen, was diese Angelegenheit mit einem 14jährigen Mädchen macht. Dass die Eltern darauf keine Rücksicht nehmen und es nicht auf die Reihe gekriegt haben, das ohne Öffentlichkeit zu klären, deutet auf eine Persönlichkeitsstörung hin, bei beiden. 

Karl

27. März 2026 22:30

@deutscheridentitaerer 27. März 2026 20:32
Was gegen eine Klarnamenspflicht im Internet spricht:
I. (von III)
Eine allgemeine Pflicht, im Netz nur mit Klarnamen aufzutreten (wie sie in China schon lange existiert), klingt erstmal vernünftig: mehr Verantwortung, weniger Hass, bessere Aufklärung von Straftaten. Doch bei näherem Hinsehen gibt es eine Reihe Gegenargumente, die nicht nur aus ideologischen Ecken kommen, sondern aus ganz praktischen, historischen und gesellschaftlichen Erfahrungen. 
1. Schutz der freien Meinungsäußerung („Chilling Effect“)
Anonymität (oder Pseudonymität) ist seit den Anfängen des Internets ein zentrales Feature. Sie ermöglicht es Menschen, unpopuläre, kontroverse oder machtkritische Positionen zu vertreten, ohne berufliche, soziale oder physische Konsequenzen zu fürchten. Eine Klarnamenspflicht würde genau das unterbinden: Viele würden schweigen, um Job, Familie oder Sicherheit nicht zu riskieren. Das Ergebnis ist keine „zivilere“ Debatte, sondern eine Selbstzensur – vor allem bei Minderheiten, Whistleblowern, Journalisten in autoritären Ländern oder bei Leuten, die keine Lust auf Shitstorms haben.

Karl

27. März 2026 22:32

II (von III)
2. Schutz vulnerabler Gruppen
Frauen (Opfer häuslicher Gewalt), politische Dissidenten, Opfer von Stalking oder Mobbing – für sie ist Anonymität wichtig. Eine Pflicht zum Klarnamen macht sie leichter auffindbar für Täter, Ex-Partner, Arbeitgeber oder staatliche Stellen. Studien und Erfahrungen (z. B. nach der Einführung von Real-Name-Policies bei Facebook oder in Südkorea) zeigen: Die wirklich gefährlichen Akteure wechseln einfach zu neuen Accounts, VPNs oder geklauten Identitäten. 
3. Datenschutz- und Überwachungsrisiken
Klarnamen verknüpfen jede Äußerung dauerhaft mit der realen Person – inklusive IP-Adresse, Gerätedaten, Surfverhalten. Das schafft eine Goldgrube für:
Staatliche Überwachung (siehe China, wo Klarnamenpflicht nahtlos in Social-Credit-Systeme mündet),Konzerne (die Daten noch besser monetarisieren können),Kriminelle (Doxxing wird trivial).Selbst in demokratischen Staaten gibt es genug Beispiele, wo Behörden oder private Akteure solche Daten missbraucht haben. Eine Pflicht würde das Prinzip „Datensparsamkeit“ komplett auf den Kopf stellen.

Karl

27. März 2026 22:34

III. (von III)
4. Praktische Wirkungslosigkeit gegen Hass und Kriminalität
Trolle, Hetzer und Straftäter lassen sich nicht durch Namenszwang stoppen. Wer ernsthaft schaden will, kauft gefälschte Ausweise, nutzt Deepfakes oder lässt Dritte posten. Gleichzeitig steigt der Aufwand für Plattformen enorm (Verifizierungssysteme, Fehler bei Namensgleichheit, Datenschutzverstöße). Die Erfahrung mit bestehenden Systemen (z. B. Südkoreas früherer Real-Name-Pflicht, die 2012 wieder abgeschafft wurde) zeigt: Hasskommentare gingen nicht signifikant zurück, aber die Nutzerzahl sank und die Selbstzensur stieg.
5. Ungleichheit und Machtasymmetrie
Nicht jeder kann es sich leisten, mit Klarnamen zu sprechen. Prominente, Politiker und Konzernchefs haben PR-Abteilungen und Bodyguards. Der normale Bürger, der Kritik an seinem Arbeitgeber, an Behörden oder an gesellschaftlichen Dogmen äußert, trägt das volle Risiko. 
6. Philosophisch und historisch
Das Internet ist kein Marktplatz mit Namensschildern, sondern ein neuer öffentlicher Raum, der bewusst auf Pseudonymität aufbaut (siehe auch die Tradition der Pamphlete unter Pseudonym in der Aufklärung). Wer Anonymität abschafft, verändert das Medium grundlegend – weg vom freien Ideenmarkt hin zu einem kontrollierten, verifizierten Bürgerregister. Ob das gewollt ist, sollte man sich ehrlich fragen.

Boreas

27. März 2026 22:36

Zum Thema selbst hat ML alles notwendige gesagt. Ergänzend möchte ich doch für ein Format von Ulmen eine Lanze brechen und zwar "Mein neuer Freund" mit den beiden unvergesslichen Charakteren Alexander von Eich und Knut Hansen. Nah dran am unerreichten "Little britain" des genialen Duos Matt Lucas und David Walliams, was grenzüberschreitende Politische Unkorrektheit betrifft. Alle späteren Formate Ulmens waren nur noch ein müder Abklatsch.

Laurenz

28. März 2026 00:36

@RMH @L. ... M. L. liegt also richtig. ... Hatte überhaupt keinen Plan zu diesem Thema & habe einfach mal fix anhand der zitierten Termini recherchiert. Insofern konnte ich vorher gar nichts bewerten, geschweige verstehen. Die Antworten MLs an den Teilnehmer @X41X hatten mich neugierig gemacht. ... ritueller Mißbrauch & okkulte Bewegungen ... an okkulte Bewegungen glaubte ich mich dann beim Lesen erinnern zu können. ... nicht nachgewiesen werden konnte. ... Soweit ich Juristen kenne, weiß ich, daß Richter keine Zeugenprozesse mögen, weil bei 5 Zeugen das Täterfahrzeug 5 verschiedene Farben hat. ... Naidoo & Co. glauben fest daran, dass es so etwas in echt gibt. ... Hier kommen wir zum entscheidenden Punkt, RMH. Solange Naidoo & Co. es nicht schaffen, okkulte Gruppen, Moloch, wie okkulten Mißbrauch als Offenkundigkeit ins Grundgesetz zu implementieren, können Sie als Okkult-Leugner auch nicht horstmahlerisiert werden. Das ist das, was ich mit Mythisierung ins Religiöse meinte. Das gibt es häufiger, als man denkt. Zum Glück hatte die NASA es nicht geschafft, die Mondlandung als Offenkundigkeit in die US Constitution zu schreiben, sonst säße ich nur noch im Bau.

Kurativ

28. März 2026 09:44

Wenn es nach der Regierung und deren Kampagne geht, dann würde es reichen, wenn die Klarnamenspflicht nur für Männer gilt. Frauen könnten weiter anonym ins Internet.

RMH

28. März 2026 10:08

Da die Anonymität im Internet ohnehin wenig wertvolles, aber sehr viel schädliches hervorbringt, bin ich für eine Klarnamenpflicht.
@deutscheridentitärer, meinen Sie das jetzt ironisch oder als advocatus diaboli?
Kann ich nämlich null nachvollziehen, zumal Sie auch hier in diesem Forum, wie fast alle anderen auch, von ihrem guten Recht Gebrauch machen & unter einem Forennahmen, Pseudonym, wie auch immer man es nennen will, schreiben. Irgendwo in der medialen Überdosis dazu habe ich gehört, die Geschwister Scholl haben ihre Flugblätter ja auch ohne Unterschrift oder "V.i.S.d.P." veröffentlicht. Ich halte das Recht auf zumindest Anonymität des ersten Anscheins für unabdingbar für eine freiheitliche Gesellschaft (im im Internet wirklich halbwegs anonym zu sein, muss man schon größere Spiränzchen machen, so viel ist wohl allen klar).
"Ich kann mich den Stimmen nicht anschließen, dass eine physische Vergewaltigung stets schlimmer wäre als eine "virtuelle""
Auch wieder kaum nachvostellbar für mich, vor allem ihr "stets". Vor die Wahl gestellt, 1. wirklich & in echt in den A. gef. zu werden oder 2. nur KI generiert, virtuell, dafür aber für Millionen abrufbar, wähle ich sicher stets die 2 Wahl, denn was andere von mir denken, oder ob sie über mich lachen, mich für was auch immer halten, ist mir seit verlassen der Pubertät ziemlich egal.

Gracchus

28. März 2026 12:29

@ofeelia: Ich glaube Ihnen. Es laufen genug bescheuerte Typen durch die Gegend, aber doch längst nicht ALLE sind so - oder wo bewegen Sie sich? Viele Männer bringen heute keinen Ton raus, wenn sie einer Frau gegenüber stehen. (Mag sein, dass einige sich dann im Netz austoben). 
"Aufschrei" - es gab vor ein paar Jahren den metoo-Aufschrei. Seitdem hat es sich also verschlimmert?
"99%"? - müssten dann ja Single sein, was aber nicht der Fall ist. 

Gracchus

28. März 2026 12:43

Und mit Blick @ofeelia: Schon Homer berichtet, wie weiland Penelopee von Freiern belagert wurde - bis Odysseus zurückkehrt und die Freier abmurkst. Für den Feminismus ist die passiv wartende Penelopee freilich das Schreckbild. Homer werden die Gewaltschilderungen angekreidet. Was würde unsere nicht sehr logik-, dafür gewaltaffine Leonie dazu sagen, die Ulmen am Baukran baumeln sehen und andere Männer kastriert wissen will - wer soll diese drakonischen Strafen denn vollziehen? (Klar, dass Unlogik bei Statements wie Plaar Stilmittel sind - es ist alles soo schlimm, dass auf Logik keine Rücksicht zu nehmen ist.)
Dennoch - könnte es sein: Das Feminat hat den Helden Osysseus durch den Staat ersetzt und sitzt weiter in der "Falle". 
Der "Fall" Ulmen/Fernandes erweist sich den jüngsten Entwicklungen nach wie von Anfang an geahnt als für den Boulevard. 
 

Monika

28. März 2026 12:51

Liebe Ofeliaa, Ich  bin zwar auch eine Frau, aber ich verstehe die jungen Frauen überhaupt nicht mehr. Sie wollen nichts von Männern wissen ( von euch ? ), jammern, daß Sie kein Verständnis finden und kommentieren in einem rechtskonservativen Forum mit überwiegend Männern. Wer belagert Sie wo ? AfD-Männer auf Parteiversammlungen? Kanacken in der Großstadt ? Männer auf der Arbeit? Bißchen genauer wäre hilfreich. Zum Äußeren: Frauen lassen sich die Brüste vergrößern, jammern aber, wenn ihnen jemand draufstarrt . Sydney Sweeney präsentiert ihre Auslagen, macht damit Millionen und behauptet, das mache sie allein für sich. Ok, mit dem linken Framing komme ich auch nicht klar. ( Jetzt müssen Männer in Hamburg sich demütigen lassen und machen auch noch mit beim Mea Culpa😱).Aber: Was wollen die rechten Frauen jetzt genau? Und warum gründen Sie keinen rechten Frauenkreis ? Ich bin echt froh, daß ich schon lange aus dem "Spiel" raus bin und widme mich lieber dem Garten, den Büchern und der Malerei.

Herold

28. März 2026 13:17

Da die Anonymität im Internet ohnehin wenig wertvolles, aber sehr viel schädliches hervorbringt, bin ich für eine Klarnamenpflicht.

Wieso postest du dann unter dem Namen "deutscheridentitaerer" und nicht unter deinem Realnamen? Angst vor Konsequenzen? Du kannst dich ja auch "Deutschidentitärer Klaus-Heiner Müller" nennen.
Mein Realname ist übrigens Willi Herold.

Herold

28. März 2026 13:18

ofeliaa schrub:

99% aller Frauen wollen von euch nichts. Kein Geld, keine Aufmerksamkeit, nichts.

Natürlich wollen "99% aller Frauen" keine Aufmerksamkeit von Männern, postete die "Frau", die sich an Männer richtet und Aufmerksamkeit für ihre "Struggles" möchte. Bist du dann das "1%"?
Deine Struggles sind mir völlig egal. Dann geh halt nicht raus, wenn du nicht angesprochen werden willst. Lösch dich halt aus dem Internet, wenn Leute dir auf deine Photos (die bestimmt total künstlerisch gar nicht völlig abgenudelt das sind, was schon Millionen anderer gepostet haben). Was du willst ist halt Konsequenzlosigkeit für das was du tust und das, was man tut und kritisch ist, ist nicht für alle gleich: Als solitärer weißer Mann fuckt man besser nicht mit Gruppen von Brokkolis, genau wie man nicht mit Leuten von einem Clan oder Betrunkenen fuckt, außer man möchte out finden, was dann passiert. Deine Adressaten sollten andere alte Weiber sein, die ihren Mutterkomplex an Zuwanderern ausleben.
Auf der anderen Seite gönne ich euch das natürlich, aber es ist schon schade irgendwie, wenn man den öffentlichen Raum verliert nur weil Frauen keine Kinder mehr bekommen können oder wollen und sich vom Feminismus haben verarschen lassen - dafür habt ihr jetzt "Karrieren" im jüdischen Kindergarten.
Aber dein Nickname macht Hoffnung. 

NC472

28. März 2026 13:42

@deutscheridentitaerer
Das sagt mehr über Sie denn über den Herren Lichtmesz. Kann es sein, dass Sie passiver Medien Konsument sind, Jahrzehnte vor der Glotze und vor Magazinen verbracht haben, angefangen haben zu glauben, dass JEDER in ihrer Blase lebt und JEDER die Niemande die dort als 'Meinungsführer' propagandistisch präsentiert werden kennen "muss".
sie sind eine Minderheit, und desto jünger desto mehr ist ihr Typus eine Minderheit. Die Statistiken sind klar, wem die Namen ein Begriff sind ist sehr wahrscheinlich weit über 50, drunter existieren diese Gestalten nicht wirklich. Die "Jugend" is immun gegen ihre 20. Jahrhundert ausgemusterte billig Propaganda mit "Promis"

Kurativ

28. März 2026 14:55

Zum genannten Thema wurden jetzt auch noch Regierungsdemos durchgeführt. Ein paar Tausend sind erschienen. Denen quälen wohl insgeheim die vielen Tote und vergewaltigte Frauen durch ihre Migrationspolitik. Oder die Nachrichten darüber stören.
Da nimmt man gerne solche Angebote an, um sich abzulenken und sich zu befreien.

deutscheridentitaerer

28. März 2026 17:26

@RMH (1)
Nein, ich bin wirklich für eine Klarnamenpflicht. Mir ist klar, dass das angesichts des gegenwärtigen Meinungsklimas als absurd empfunden wird. Die wenigsten hier dürften aber wissen, welche schwarze Blüten durch sich verselbstständigende anonyme Räume treiben. Da gibt es zum einen den Bereich der Schwerstkriminalität. Als verwandte Phänomen die Regel, dass jedes anonyme, unmoderierte Forum rechtsextrem wird. Das klingt erstmal gut, es handelt sich dabei aber um eine absolute Schwundstufe rechten Denkens. Will heißen, das "uns" gar nichts.Dabei meine ich klarstellend nicht, dass jeder mit Klarnamen auftreten muss. Sondern dass die persönliche Identifizierung zum Zweck der Strafverfolgung technisch sichergestellt ist.

deutscheridentitaerer

28. März 2026 17:27

@RMH (2)
@RMH (1)
Was die unterschiedliche Qualität physicher und virtueller sexueller Gewalt angeht, so haben Sie hier vermutlich den worst case vor Augen. Bedenken Sie aber, dass der wesentliche Schaden der Vergewaltigung stets psychischer Natur ist, eben die Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung. Diese Verletzung wird durch Digitalisierung verewigt und vervielfältigt. Ich will nicht sagen, dass eine ist schlimmer als das andere. Aber digitale sexuelle Gewalt ist definitiv mit das schlimmste, was einer Frau passieren kann und führt nicht selten zum Selbstmord des Opfers.
Zum Verständnis meiner Position kann folgender Artikel helfen, wobei ich eine Triggerwarnung anbringen will, es handelt sich um wirklich verstörende Verbrechen: https://www.irishtimes.com/crime-law/2024/10/25/alexander-mccartney-preyed-from-age-16-on-young-girls-online/

Mboko Lumumbe

28. März 2026 19:00

Der toxische Zustand zeigt sich zunehmend in Presse, Gesellschaft, Kirchen, Parteien, Sozialen Medien, auf der Straße und leider auch zunehmend hier im Kommentariat. Auch wir hier als aufrechte Zivilgesellschaft befinden uns in einer toxischen Eskalationsspirale. An dieser Stelle: Danke an die Redaktion und ich möchte nicht wissen, welcher Müll da alles nicht freigegeben wird, aber gelesen werden muss.
 
Getrieben wird das seit vielen Jahren auch und gerade durch den ÖRR (Restle, Hayali, Reschke, usw.) mit Milliardenbudget und vielen selbsternannten "N"GOs, von denen finanziert, die sich übelst beschimpfen und diffamieren lassen müssen. Dieser rotgrünbraune Sumpf muss trocken gelegt werden und das darf denen wehtun, denn auch rechter Antifaschismus ist Handarbeit. Dem ÖRR und den „N“GOs mit deren faschistischen Schergen wünsche ich all das tausendfach, was die aufrechten Menschen wie mir wünschen. Sie mimen und larven sich "anti"faschistisch und verhalten sich in Wahrheit wie kaltblütige Faschisten mit ihrer demokratiefeindlichen Brandmauer und ihren kriminellen Schlägertrupps der sogenannten „anti“fa. Das ist der toxische Zustand der beseitigt werden muss. Was auf uns zukommt ist vielen nicht klar und das wird heftig und bitter. Wir sind noch lange nicht im Tal der Tränen, doch auf dem Weg dorthin. Wenn die AfD in Verantwortung kommt in Land oder Bund, dann wird es erst richtig turbulent. Noch haben wir die Ruhe vor dem Sturm, auch wenn derbe Winde bereits wehen.

Laurenz

28. März 2026 19:51

@Gracchus @Ofeelia ... wenn wir mal von männlichen Migranten absehen, verkauft Ihnen der Teilnehmer @Ofeelia quasi eine Täter-Opfer-Umkehr, das thematische Business von Pearl Davis & Jordan Peterson. Da, wie Peterson sagt, aktuell die kulturellen Unterschiede zwischen Frau & Mann glattgebügelt sind, verstärken sich vor allem die biologischen Unterschiede. Davis sagt, Männer sprechen entsprechend der eigenen Note von 1-10/10 Frauen auf ihrem Niveau an, während alle Frauen nur Ansprachen von männlichen 9-10/10 erwarten. Für diese beiden Noten zieht Ofeliaa den kurzen Rock an. Alles andere ist gelogen. Das ist der Vorwurf, der eine falsche Selbsteinschätzung von Frauen impliziert, eine weit überdimensionierte Erwartungshaltung an Männer. Davis führt weiter aus, daß die meisten Männer ungebrauchte, junge Frauen heiraten wollen, die bleiben. Das ist das elementare männliche Interesse. Die gibt es aber nicht mehr, selbst nicht unter konservativen Frauen, wie Davis selbst. Dafür sollen Männer das gesamte finanzielle Risiko einer Ehe einbringen? Für alte Schachteln, wie Ofeliaa, die mit niemanden zufrieden sind? Also gehen Männer keine Risiken mehr ein & suchen sich Frauen woanders, in Rußland oder Asien. Das erste was abgeschafft werden muß, sind Unterhaltsleistungen. Frauen, die sich trennen, können arbeiten gehen, keine Johnny-Depp-Prozesse mehr. Mittlerweile gehen 80% aller Trennungen von Frauen aus. In der aktuellen Relotius-Seifenoper ist Fernandes der Täter, nicht umgekehrt.

dojon86

28. März 2026 21:38

@Laurenz Ich lese ihre Postings mit Interesse aber manches würde ohne Invektive ("alte Schachteln") besser rüberkommen.

Adler und Drache

28. März 2026 22:07

@ ofeliaa
Wie kann das sein, dass es "jede Woche intensiver" wird? Woran liegt das? Bitte erkläre Sie mir das mal!
 
 

Herold

28. März 2026 22:38

deutscheridentitaerer schrub:

Dabei meine ich klarstellend nicht, dass jeder mit Klarnamen auftreten muss. Sondern dass die persönliche Identifizierung zum Zweck der Strafverfolgung technisch sichergestellt ist.

Jede Datensammlung wird früher oder später in irgendeiner Form publik und damit hast du dann Strafverfolgung in Form von gedoxxten Leuten mit zugehörigem Realnamen, gerne auch noch mit eingescannten Ausweisdokumenten und solcher Späße. Organisationen, egal ob staatlich, privat oder irgendwas dazwischen, sind grundsätzlich so komplett retardiert was Informationssicherheit angeht, dass das immer nur eine Frage der Zeit ist bis man die Daten irgendwo im Darknet gegen Elektroschekel bekommen kann. Ich gucke da auch zu euch, Antaios, mit eurem gammligen Wordpress.
In der Regel ist es auch heute kein Problem, jemanden zu identifizieren, wenn man es wirklich möchte. Es steht nur nicht immer im Verhältnis - wegen einem beherzten Schwachkopf bekommt man halt keinen Nachrichtendienst dazu, sein Kung fu auf Tor zu werfen und jemanden zu identifizieren. Aber das Herr Ossi Rentner eh auf Xitter mit Klarnamen seine Bildscherze teilt - wofür noch Klarnamenpflicht?
Wir können natürlich darüber sprechen, wenn die stabile Rechte den Laden übernommen hat. Aber dann brauchen wir eigentlich auch keine Feindeslisten mehr. Betonung auf ... nicht mehr.

Laurenz

28. März 2026 22:41

@DeutscherIdentitärer @RMH ... ML publiziert. Also gibt es auch irgendwelche Photos von Ihm im Netz, auf die quasi jeder Zugriff hat. Das weiß aber jeder, der Sich veröffentlicht, entscheidet sich, ob er es in Kauf nehmen will oder nicht. Wer nicht virtuell "mißbraucht" werden will, sollte einfach keine Photos auf Insta, Tik-Sepp, X oder Hatebook veröffentlichen. Das eine bedingt das andere. KiSS schafften es lange Jahre, sich nur vollgeschminkt zu verkaufen. Dann dürfte auch kein Autor mehr unter Pseudonym veröffentlichen. Wollen Sie alle Dissidenten hängen sehen? Der Kommentar eines Konsumenten-Avatar ist nichts anderes im kleinen, als Literatur & Artikel von guten Autoren unter Pseudonym im großen. Einige Achse-Autoren könnten nicht mehr schreiben, ohne ihren Job zu verlieren, unter anderem ein Kollege von HB, der Gymnasial-Lehrer, mit Pseudonym Okko tom Brok, in Niedersachsen. Bevor wir Klarnamen im Netz fordern, sollten wir erstmal Klarnamen beim Übertritt an unseren Grenzen etablieren. Wenn man das politisch durchgesetzt hat, kann man die Debatte weiter führen.

nom de guerre

29. März 2026 01:01

@ deutscheridentitaerer
Nachdem Sie auf diesen Fall aus Irland verwiesen haben, habe ich ein bisschen dazu recherchiert. Ja, das ist monströs und unterscheidet sich für mich in keiner Weise von einer Vergewaltigung durch einen anwesenden Täter, außer in einem Punkt: das alles, wozu dieser Typ seine Opfer gebracht hat, wäre zu vermeiden gewesen, wenn die Mädchen eine erwachsene Vertrauensperson gehabt hätten, die ihnen hätte klarmachen können, dass bspw. ein Photo ihres nackten Oberkörpers, das sie dem Täter geschickt hatten, nichts ist, wirklich gar nichts, und ganz bestimmt kein Grund, es mit dem Familienhund zu treiben (stand in einem der Artikel; pet dog, ich denke es mir nicht aus), nur weil so eine Drecksau sich daran aufgeilen will. Unabhängig davon gehört der Kerl natürlich genau da hin, wo er jetzt ist.
Bei einer realen Vergewaltigung fehlt jedoch dieser Zwischenschritt, das Opfer hat keine Wahl, ob und wie es reagieren könnte, es ist bloßes Objekt. 1/2

nom de guerre

29. März 2026 01:13

Davon abgesehen geht es im vorliegenden Kontext aber auch gar nicht um solche Extrembeispiele digitaler Gewalt - zumindest ist bzgl. dieses seltsamen, als Aufhänger dienenden Exehepaars von so etwas nicht die Rede. Ich sehe da neben der offensichtlichen Männerfeindlichkeit eine Bagatellisierung realer Gewalt, indem man sie mit Schweinereien im Onlinebereich gleichsetzt. Kann sich noch jemand daran erinnern, als vor ein paar Jahren propagiert wurde, Vergewaltigungsopfer als "Erlebende" zu bezeichnen, deren Leben danach "anders", aber nicht schlechter sein müsse? Hier geht es, glaube ich, um eine ähnliche Verharmlosung, diesmal über das Vehikel virtuelle Gewalt. 2/2

Gracchus

29. März 2026 01:28

@Laurenz: Und was wollen Sie mir verkaufen wollen? Jordan Peterson? Pearl Davis? Wer ist das schon wieder?
Es stimmt, dass deutsche Frauen mit Feminismus-Fimmel und Hang zur Dauer-Nörgelei (was sich bei manchen dann so verfestigt, dass ihre Stimme selbst dann nörgelig klingt, wenn sie gar nicht nörgeln) unattraktiv wirken und deutsche Männer das Weite suchen lassen.
Aus eigener Erfahrung und Anschauung - beruflich wie privat - würde ich sagen: Es gibt ALLES. Es ist fast immer ein Kuddelmuddel. Wer Täter, wer Opfer, ist fast nie eindeutig, zumal die Rollenverteilung zur Beziehungsdynamik gehören kann (wie ML ja schreibt) ... Ich breche hier ab, weil ich es unmöglich finde, da zu verallgemeinern. Was Statistik da soll, leuchtet mir auch nicht ein. 
Plädieren Sie für die Wiedereinführung des Schuldprinzips? Nachehelicher Unterhalt geht übrigens nicht zeitlich unbegrenzt. Ein Heilmittel über die individuelle Ebene hinaus fällt mir auch nicht ein. Vielleicht den Kapitalismus abschaffen? 
 

Monika

29. März 2026 08:40

Toxisches Kommentariat 
Herr Laurenz, haben Sie sich Ihre "ungebrauchte", junge  Asiatin schon im Netz bestellt ? https://www.youtube.com/watch?v=e8D3J5RtEXE
ophelia, ich glaube, mit Ihren "Geschlechterverhältnis- Themen" sind Sie hier nicht an der richtigen Stelle. Ansonsten lese ich Sie hier sehr gerne. 

Kurativ

29. März 2026 09:08

Diese Kampagne zielt auf die Frau als Wählerin. Ich schätze, dass das Thema oder diese Richtung später auch gerne wieder von den Politikern und dere Parteinen aufgegriffen wird. Die Art der Kampagne mit der Lenkung der Frauenwählerschaft stellt das Frauenwahlrecht in Frage.

Laurenz

29. März 2026 09:28

@Dojon86 & Gracchus ... Was lesen Sie schon wieder in meinen Kommentaren? Seit der Teilnehmer @Ofeliaa auf der SiN schreibt (& ich bin der letzte, der wollte, daß hier irgendwer nicht kommentiert), sind die Beiträge häufig von persönlichen Enttäuschungen geprägt. Ich lese seit vielen Jahren 95% der Kommentare mit & mein Gedächtnis ist nicht schlecht. EK hatte auch öfters versucht, gute Lösungen vorzuschlagen. Die Enttäuschungen mit Männern in den 20ern einer jungen Frau basieren genau auf den Zahlen, die ich lieferte & schon desöfteren zitierte. Wenn in diesem Alter 100% der Frauen, Beziehungen mit 20% (9-10/10) biologischer Alpha-Männer haben, trennen sich, Dank der großen Auswahl, die 20% der Männer mit Ende 20, Anfang 30 von den 4-5 ... 1-8/10er Frauen, um eine 9-10/10er Frau zu heiraten. Vor vielen Jahren erzählte mir beim Essen in der Mittagspause eine Abteilungsdirektorin (damals 38), sie finde keinen Mann. Die Kollegin konnte 4 Fremdsprachen fließend, 2 wertvolle akademische Abschlüsse. Meine Antwort: Da Frauen sozial nach oben heiraten wollen, muß der Typ dann 5 Fremdsprachen & 3 akademische Abschlüsse haben. Davon gibt es aber nur 5k in Deutschland & die haben es nicht nötig, eine kleine Bankangestellte zu heiraten, sondern können Töchter aus den besten Familien Deutschlands wählen. Mit Glück bekam ich keine Suppe übers Hemd & Krawatte gekippt.

RMH

29. März 2026 11:27

@Fall aus Irland (d.i./nom de guerre): So etwas ähnliches haben wir hier mit dem sog. "White Tiger"-Fall auch. Bei beiden Fällen, die der Strafverfolgung unterzogen wurden / gerade werden, sieht man, dass es offenbar keine Strafbarkeitslücken gibt. Der Fall Ulmen/F., bei dem es auch keine Strafbarkeitslücken gibt, wird aber für eine konkrete, Kampagne verwendet, auch Gesetzes zu ändern.
@L, man kann sich natürlich jetzt streiten, ob die ganze Männerhatz jetzt Ergebnis der Gleichberrechtigungs-/ Emanzipationsbewegung war oder Ergebnis einer fehlenden Gleichberrechtigungs-/ Emanzipationsbewegung ist (und zwar der für Männerrechte).
"Ein Heilmittel über die individuelle Ebene hinaus fällt mir auch nicht ein. Vielleicht den Kapitalismus abschaffen?" 
@Gracchus, Sozialismus ist eine gute Idee. Wenn alle gleich arm sind, überall nen Bus zur Arbeit in irgendeinem Kombinat haben, gibts auch keinen Zugewinn mehr, der bei einer Scheidung auszugleichen ist (Ironie).
 

Kurativ

29. März 2026 13:27

Zur Klarnamenspflicht: Die Gefahr geht nicht vom Bürger aus. Die Gefahr geht von den Politikern aus. Deshalb ist der gläserne Abgeordnete die wichtigste Aufdeckung. Die Bürger müssen wissen, wie viele Rheinmetall-Aktien ein Kriegstreiber wie Friedrich Merz oder ein Sigmar Gabriel hat.

Maiordomus

29. März 2026 14:15

@Monika. Das mit den Kastrationsphantasien ist leider auch bei der nun etwas altersweise gewordenen Alice Schwarzer nachgewiesen, welche nicht nur die Kastration, sondern sogar das Wegschneiden des äusseren Geschlechtsorgans eines Wüstlings, ev. sogar eines brutalen Ehemanns, durch die Ehefrau oder auch nur die Sexualpartnerin dieses Mannes mit Genugtuung notierte. Selber hielt ich es vor 40 Jahren stärker mit der jüdischstämmigen Antifeminsitin Ester Vilar, ohne wirklich mit ihr übereinzustimmen. Sie war durchaus Feministin, verwies aber auf die wahre Macht von Frauen aus gutbürgerlichem westlichern Milieu, wenn sie dieselbe auch ausspielen würden und nicht schlechthin zum Beispiel durch geschickte Heirats-Strategie und -Taktik sich den richtigen Mann und Ernährer angeln würden, mit dessen Erwerb man sich als attraktive junge Frau bis 20 Jahre malochen in Ausbildungs- und Berufskarriere ersparen könne bei weitgehender Verfügung über zumal den Wohlstandsertrag von lebenslang hart arbeitenden Karrieristen, von denen nebst dem monetären Mehrwert auch dessen schlechtes Gewissen wegen angeblicher oder realer Vernachlässigung von Familie und Partnerschaft ausgebeutet werden könne, bei Möglichkeit allenfalls beider Seiten, sich auch noch Geliebte beider Geschlechter zu halten. Das blieb insgesamt dann doch ein Klischee. (Bin mir nicht sicher, ob ich Ihnen hier nicht auf Beitrag in anderer Kolonne arbeite, passt aber zur Debatte.)      

Waldgaenger aus Schwaben

29. März 2026 16:56

Heute abend werden Klägerin Fernandes und die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zusammen bei Caren Migosa sitzen. Das hat mehr als ein Geschmäckle. Das geht schon in Richtung Schauprozess. 
https://www.focus.de/kultur/stars/fernandes-heute-in-tv-talk-ulmens-anwalt-findet-das-rechtsstaatswidrig_36d8945f-48c5-48cd-8a13-8704fb19f12c.html

Gracchus

29. März 2026 21:18

@Laurenz: Ihre Zahlen stelle ich ja nicht in Abrede. Habe wegen unserer Diskussion in die neue Kosubek-Folge reingeschaut - da sagt ein Dating-Coach namens Pütz dasselbe. Nur was folgt daraus? Dann muss Ihre Bankangestellte eben nach unten daten oder allein bleiben. Vielleicht wird sich das in ein, zwei Generationen rumgesprochen haben, und mehr Frauen verzichten auf eine berufliche Karriere (vielleicht auch immer mehr Männer).
@RMH: das war auch von mir ironisch, nur heißt ja Kapitalismus abschaffen nicht gleich Sozialismus. Die Tendenz geht eh in Richtung Staatskapitalismus. 

RWDS

29. März 2026 23:01

Der erste Gedanke der mich bei der Causa Ulmen/Fernandes ereilte:
"Oho, hat die Olle also doch nen Schaden."
Nie im Leben sind die Vorwürfe gegen Ulmen wahr. Kachelmann und Lindemann waren wohl noch nicht genug?

NC472

30. März 2026 07:17

@Kurativ
Nö. Jemand der sich entschieden hat ein Volksdiener zu sein, und das gilt für Beamte wie für Angestelle von "öffentlich" subventionierten "Unternehmen" als selbstverständlich auch für diejenigen die sich Volksvertreter schimpfen, denen gehört meiner Meinung nach das Recht auf Eigentum ersatzlos gestrichen. Enteignung für die derzeitige und ehemalige Kohorte, Wasser, Brot und Massenunterkünfte. Die wollen Kommunismus, sollen im Kommunismus leben. Der öffentliche Dienst darf keine selbstbereicherungs Karriere sein, es ist Dienst an der Allgemeinheit, selbstgewählte versklavung für das Wohl eines Territoriums.
Singapur hat nebenbei ein interessantes System - das Vermögen eines eingehenden Repräsentanten wird bei Eintritt eingefroren und nach Austritt besteht ein 15 jähriges Verbot bei einer Organisation tätig zu sein welche öffentlich Förderungen erhält. Kapitalstrafe bei Korruption

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