Kritik der Woche (73): The Technological Republic

Die Jüdische Allgemeine nennt Alexander C. Karp monochrom den „Neo-Marxisten des Silicon Valley“. Aber wer ist der Mann, der global als Alex Karp reüssiert, wirklich?

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Karp ist Grün­der des Soft­ware-Rie­sen Palan­tir, Freund von Pay­Pal-Tech-Mil­li­ar­där Peter Thiel, jüdisch-afro­ame­ri­ka­ni­scher US-Bür­ger und Intel­lek­tu­el­ler, der sei­ne sozi­al­py­cho­lo­gi­sche Dis­ser­ta­ti­on auf Deutsch verfaßte.

Außer­dem ist er ein patrio­ti­scher Kapi­ta­list, der sei­nen nicht min­der kapi­ta­lis­ti­schen, aber deut­lich weni­ger vater­lands­be­geis­ter­ten Mit­spie­lern aus der Technik­eli­te zuruft: Ihr steht beim Staat in der Pflicht, „an der Ver­tei­di­gung der Nati­on und der Arti­ku­la­ti­on eines natio­na­len Pro­jekts mit­zu­wir­ken“. Immer­hin ver­dan­ken US-Kapi­ta­lis­ten ihren Absatz­markt, ihre Rah­men­be­din­gun­gen, ihre Sicher­heit und oft­mals auch ihr Start­bud­get nun mal staat­li­chen Insti­tu­tio­nen. Kein ame­ri­ka­ni­scher Staat – kein Markt, so Karp im Sin­ne der von ihm rezi­pier­ten Wirt­schafts­den­ke­rin Maria­na Mazzucato.

Die­se eher­ne Grund­leh­re, die dafür sorg­te, daß heu­te 86 Pro­zent der glo­ba­len Tech-Kon­zer­ne US-ame­ri­ka­nisch sind (mit einem Wert von 21,4 Bil­lio­nen US-Dol­lar), hät­ten die wich­tigs­ten Kapi­tal­eig­ner ver­ges­sen. Sie ver­dien­ten, lau­tet der Vor­wurf Karps in sei­nem nun vor­lie­gen­den Buch The Tech­no­lo­gi­cal Repu­blic. Über die Macht des Sili­con Val­ley und die Zukunft des Wes­tens, unzäh­li­ge Mil­li­ar­den auf Basis jener Errun­gen­schaf­ten, die ohne staat­li­che Inter­ven­tio­nen undenk­bar gewe­sen wären – aber selbst die­se bana­le Tat­sa­che wer­de nicht gewür­digt. Das lie­ge an natio­na­ler Selbst­ver­ges­sen­heit der „abge­ho­be­nen Eli­ten“ (Karp dixit), fer­ner dar­an, daß die Tech­no­lo­gie-Rie­sen wie Goog­le, Ama­zon und Face­book nur auf den Ver­brau­cher­markt set­zen, um Pro­fi­te zu gene­rie­ren, ohne einem über­ge­ord­ne­ten Ziel – für Karp: die Durch­set­zung US-ame­ri­ka­ni­scher Lebens- und Hege­mo­nie­in­ter­es­sen welt­wei­ter Art – Dienst­be­reit­schaft entgegenzubringen.

Er und sei­ne Palan­tir-Mit­grün­der hät­ten, die­sen unpa­trio­ti­schen Kapi­tal­frak­tio­nen ent­ge­gen­ge­setzt, von vorn­her­ein danach gestrebt, „Tech­no­lo­gien zu ent­wi­ckeln, die sich an den Bedürf­nis­sen der US-Streit­kräf­te und ‑Geheim­diens­te ori­en­tie­ren“, um am gro­ßen Ziel teil­zu­ha­ben: der Errich­tung einer „Tech-Repu­blik“, die auf einer ent­schie­den selbst­be­wuß­ten natio­na­len Kul­tur und einer eben­so selbst­be­wuß­ten natio­na­len Iden­ti­tät basie­re müs­se (– was bei­des jedoch nie­mals eth­nisch kon­no­tiert sein darf). Es gehe um nichts ande­res als den Auf­bau einer tech­ni­schen Infra­struk­tur und eines regu­la­to­ri­schen Rah­mens, der KI-basier­te Sys­te­me zu neu­en Ufern trei­be, dabei aber sicher­stel­le – qua Pri­mat des Staa­tes –, daß „die Maschi­ne ihrem Schöp­fer unter­ge­ord­net bleibt“. Der chi­ne­si­sche Weg des natio­na­len Staats­ka­pi­ta­lis­mus auf kalifornisch?

Alex Karp (in Zusam­men­ar­beit mit Nicho­las W. Zamis­ka) schreibt rasant, lei­den­schaft­lich, ankla­gend. Immer wie­der greift er sei­ne Mit-Kapi­ta­lis­ten dafür an, rein pro­fit­ori­en­tiert zu han­deln, ohne zu begrei­fen, daß sie ohne Ame­ri­ka nichts wären: „Sie täten gut dar­an, die­se Schul­den anzu­er­ken­nen, auch wenn sie nicht zurück­ge­zahlt wer­den.“ Letz­te­res zeigt schon: Karp ist kein „Neo-Mar­xist“; ihm geht es nicht um Umver­tei­lung oder eine sys­te­mi­sche Ver­än­de­rung der Pro­duk­ti­ons- und Eigen­tums­ver­hält­nis­se. Er ist kol­lek­ti­ver, nicht indi­vi­du­el­ler Kapitalist.

Das heißt ers­tens: Er hat einen – an Yoram Hazo­ny (vgl. Sezes­si­on 99) erin­nern­den – Natio­na­lis­mus­zu­gang, der die Über­zeu­gung beinhal­tet, daß ohne natio­na­les Lebens­pro­jekt eine quä­len­de Lee­re jeden über­ge­ord­ne­ten Sinn verunmöglicht.

Das heißt zwei­tens: Er lehnt als US-Natio­na­list (auf ideo­lo­gi­schem, nicht eth­no­kul­tu­rel­lem Fun­da­ment) eine „woke“ Über­for­mung des Libe­ra­lis­mus eben­so ab wie ein indi­vi­dua­lis­ti­sches Auf­lö­sungs­pro­gramm. Die Abwehr eines jeden Kol­lek­ti­vis­mus, führt Karp aus, habe „Ame­ri­ka und die ame­ri­ka­ni­sche Kul­tur so anfäl­lig für Angrif­fe und Unter­wan­de­rung gemacht“. Es gehe nun dar­um, die kom­men­den digi­ta­len Trans­for­ma­tio­nen mit natio­na­len Tra­di­tio­nen, Mythen und Wer­ten zu ver­bin­den. Denn das Ziel sei es, „die gemein­sa­me Anstren­gung eines gan­zen Vol­kes zu orga­ni­sie­ren“, um im for­mier­ten Kol­lek­tiv eine neue Ord­nung zu bauen.

Alex Karp zu lesen ist unver­zicht­bar. Sei­ne Mischung aus staat­lich gelenk­tem Kapi­ta­lis­mus, KI-Revo­lu­ti­on, Geheim­dienstaf­fir­ma­ti­on, Mili­tär­be­wun­de­rung und Civic Natio­na­lism wirkt auf den Leser mal bizarr, mal fol­ge­rich­tig, gele­gent­lich bei­des. In jedem Fall ist er, des­sen Buch welt­weit die Best­sel­ler­lis­ten stürmt, eine Stim­me, die man so noch nicht gehört hat. Die Tech-Bros bekom­men Trom­mel­feu­er aus den eige­nen Reihen.

Alex­an­der C. Karp (mit Nicho­las W. Zamis­ka): The Tech­no­lo­gi­cal Repu­blic. Über die Macht des Sili­con Val­ley und die Zukunft des Wes­tens,  Mün­chen 2025. 320 S., 22 € – hier bestel­len

 

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

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Kommentare (17)

RMH

7. Januar 2026 16:32

Es ist immer wieder interessant, wie Menschen ihre Geschäftsinteressen ideell (oder besser ideologisch? Oder "moralisch"?) aufladen & rechtfertigen könnnen. Ist das "notwendig falsches Bewusstsein"? Also glauben die wirklich, was sie erzählen, oder ist das nur die Creme um das Suppositorium, damit dieses besser flutscht? Es ist doch klar, dass ein Unternehmer, der seine Abnehmer beim Staat & dessen Diensten, Institutionen etc. hat, dann pro Staat & pro Nation (da Staaten als Nationen eben eindeutig besser funktionieren) argumentiert. Wer hingegen "Verbraucher" global auf der ganzen Welt anspricht, der wird global, individualistisch, bis hin zu marktwirtschaftlich liberal (es sei denn, er möchte seine Claims gegen Wettbewerber schützen, da kann der Staat dann auf einmal wieder nützlich werden) argumentieren. Wie geschrieben, glauben die das wirklich? Oder ist es nur Beiwerk zum Verkauf des Produkts? Als ehem., langjähriger Mitarbeiter bei Steuerberatern & Wirtschaftsprüfern kommt für mich die Stunde der Wahrheit immer bei der Steuer. Ich habe noch keinen - egal welcher Partei, welcher Weltanschauung, welcher Religion, ob links oder rechts oder liberal - gesehen, der, wenn der Steuerberater sagt, wir machen das jetzt so, damit sparen sie x an Steuern & haben ggf. dieses oder jenes Risiko, sich dann gegen das Sparen von Steuern zu Gunsten der Staatskasse entschieden hat. Das Hemd ist eben immer näher als die Hose.

Majestyk

7. Januar 2026 17:25

"Denn das Ziel sei es, „die gemeinsame Anstrengung eines ganzen Volkes zu organisieren“, um im formierten Kollektiv eine neue Ordnung zu bauen."
Klingt nicht gerade nach den Gründervätern und "all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness".
Kraken wie Palantir und dessen Schöpfer begeistern wohl eher autoritär gesinnte Geister, CDU und CSU finden das System auch ganz toll.
Leute wie ich erzürnen sich hingegen darüber, daß man seit Neujahr auf den Parkplätzen meiner Kreisstadt nur noch kontaktlos zahlen kann und damit ohne Smartphone oder entsprechende Karte nicht mehr parken darf.

Mitleser2

7. Januar 2026 20:16

So einer Welt hätte Deutschland 2026 nichts entgegenzusetzen. Die alten Eliten verstehen das nicht, die Linken eh nicht, und die Neuen Rechten wollen die Möglichkeiten nicht wahrnehmen. Ich begrüße das nicht, aber wer sich damit nicht auseinandersetzen will, und evtl. was davon adaptieren will, hat schon verloren.

Gracchus

7. Januar 2026 20:18

Mir klingt "diese Mischung" schauderhaft, wie neue Vokabeln in alte Schläuche. 

Freier

7. Januar 2026 20:30

Mir wurde das einmal so erklärt, dass es bei den (israelischen) US-Eliten im Groben zwei Fraktionen gebe, einmal die aktiv anti-Weiße (für Transen, Zuwanderung, etc.), die alles dafür tue um die Weißen in den USA möglichst schnell auszulöschen, weil es in deren Sicht "nur einen geben" könne. Und dann die Zionistische, die Weiße eher als "dogs of war" sehe, also als Kampfhunde benutzen möchte, da sie Israel sonst schutzlos sähe.
 
So gesehen hat also jetzt die zionistische Fraktion wieder die Oberhand, und die USA schwenken entsprechend um. Karp hat andernorts übrigens keine Probleme mit israelischem Nationalismus, und träumt von einer Welt, in der er einfach automatisiert Mord-Drohnen zu verdächtigen, anti-semitischen (etc..) Feinden schicken kann, statt langweiliger Hausdurchsuchungen mit hohem Personalaufwand wie bei uns im Moment.
 
Für mich sieht das also eher nach einem Umschwung wie Mitte '41 in der SU aus.
 
Wenn Sie diesen Kommentar nicht veröffentlichen möchten verstehe ich das vollkommen.

Andreas J

7. Januar 2026 22:05

Elon Musk hat btw. zusammen mit Thiel Paypal hochgebracht, trotz anfänglich über 10 Dollar Verlust mit jedem neuen Kunden (als Start-up ohne Kapital), somit die erste weltweit erfolgreiche US-Onlinebank etabliert, er hat bekanntlich ca. 40 Milliarden Dollar bezahlt, um den USA und anderen Staaten die Meinungsfreiheit zurückzubringen und lässt sich bei seinem Raketenprojekt, an dem der amerikanische Staat nicht mehr vorbeikommt, von Rückschlägen nicht entmutigen. Man könnte auch sagen, umgekehrt wird ein Schuh daraus, die USA sollte sich bei ihren wagemutigen, hart arbeitenden Visionären bedanken.
 

Laurenz

7. Januar 2026 22:18

@BK ... so, wie Sie Herrn Karp beschreiben, ist er eher Nationalsozialist, nicht so sehr im ethnischen -, aber im staatspolitischen Sinne, in der Tendenz zum Chinesischen Nationalsozialismus. Allerdings widersprechen dieser These/Aussagen seine Organisation der Bilderbergertreffen. Wobei ich gar nicht weiß, was denn die Bilderberger gemeinsam besprechen. Aber, die Bilderberger sind eher eine globalistisch elitäre Veranstaltung, so darf man vielleicht der Jüdischen Allgemeinen zustimmen, wobei mancher derer Leser sicher gern selbst bei den Bilderbergern Gast wäre. Die von Ihnen zitierte, riesige Marktkapitalisierung der Tech-Unternehmen in den USA ist zwar ein Argument, aber sie wäre ohne die Produktionsbetriebe in Ostasien nicht existent, genauso, wie die Deutsche Industrie nichts ohne kostengünstige Energie ist. Hier findet der ökonomische Krieg des Donald Trump statt. ... @Mitleser2 ... schauen Sie hier https://youtu.be/yJLcRcYXovE Was der Vortrag MSs typischerweise ausläßt, ist die Uneinigkeit des Kapitalmarktes zur KI. KI verschlingt hyperbombastische Mengen an Energie, heißt enorme Kosten. Kann die KI diese gewaltigen Investitionen & Kosten durch Gewinne wieder reinholen oder nicht? Wie denn, wenn die Löhne in den Volkswirtschaften durch die KI selbst eklatant sinken? Das weiß aktuell eben keiner. Der Markt hält sich daher in für & wider in der Waage.

Diogenes

8. Januar 2026 04:29

"Republic" - Wieso der Begriff? Wäre nicht passender Oligarchie, unter der Tarnkappe Demokratie? Gesteuert von einer Plutokratie, dem "Tiefen Staat" (oder Staat im Staate, wie ich zu sagen pflege)? Und muss man nicht dort - dem Kernproblem - mit dem Lösungsansatz ansetzen, um überhaupt in Bewegung zu kommen in Sachen der nat. Selbstbestimmung?

Le Chasseur

8. Januar 2026 09:22

@Andreas J
"Elon Musk (...) hat bekanntlich ca. 40 Milliarden Dollar bezahlt, um den USA und anderen Staaten die Meinungsfreiheit zurückzubringen"
Wer es in Trumps Amerika wagt, Kritik an der Politik Israels zu üben, wird wegen Antisemitismus verfolgt. 

Mitleser2

8. Januar 2026 09:53

@Freier: wer hinter allem, was auf der Welt passiert, nur Zionismus sieht, hat schon verloren.

Umlautkombinat

8. Januar 2026 10:15

@AndreasJ
 
Befassen Sie sich einmal mit der Historie von Musks Firmen. spaceX ueberlebte durch einen NASA-Auftrag in kritischer Zeit. Ohne den gaebe es die Firma und wahrscheinlich auch Tesla heute nicht.
 
Ich bin bestimmt kein Etatist, aber Staaten unterscheiden sich betraechtlich durch ihr Verhalten in solchen Dingen. Gruenden Sie einfach mal in D eine Firma, die ernsthaft an einem Thema der jeweiligen Spitze der Zeit arbeiten will und skalieren Sie sie hoch.
 
 

Le Chasseur

8. Januar 2026 10:53

"Immerhin verdanken US-Kapitalisten ihren Absatzmarkt, ihre Rahmenbedingungen, ihre Sicherheit und oftmals auch ihr Startbudget nun mal staatlichen Institutionen. Kein amerikanischer Staat – kein Markt, so Karp im Sinne der von ihm rezipierten Wirtschaftsdenkerin Mariana Mazzucato."
"McDonald's cannot flourish without McDonnell Douglas, the designer of the F-15." -Thomas Friedman

Laurenz

8. Januar 2026 10:55

@Le Chasseur @Andreas J ... Die Antisemitimus-Frage wurde bei der Einreise in die USA schon immer (20. Jahrhdundert) fast infantil gestellt. Das hat nichts mit Trump zu tun. Trump hatte schon in seiner I. Legislatur lernen müssen, daß Er nicht überall Fronten aufmachen kann. Das kann niemand. Unsinnige Maximalforderungen stellen immer nur moralisierende Rechte auf Foren oder die ganze linke Bagage. Das, was BK bei Karp nicht abschließend klären konnte, weil es historisch nicht abgeschlossen ist, bleibt auch bei Karp das Paradoxon zwischen dem rechten Zionismus & dem eher linksliberalen Diaspora-Judentum. Abgesehen davon, daß der Zionismus das II. Reich verraten hatte, sollten Rechte mit dem Zionismus weniger ein Problem haben, wobei dieser dem III. Reich politisch schon arg nahe kommt. Das Wahlrecht in Israel bildet quasi eine vertretbare Grenze. Jeder natürliche Rechte hätte gerne für sein Volk ein eigenes Israel. Das Diaspora-Judentum, welches meist liberale & offene Gesellschaften fordert, steht dem entgegen. Umso schwächer die USA werden, umso weniger läßt sich das Jüdische Paradoxon zukünftig aufrecht erhalten.

Andreas J

8. Januar 2026 13:26

 
@UmlautkombinatGruenden Sie einfach mal in D eine Firma, die ernsthaft an einem Thema der jeweiligen Spitze der Zeit arbeiten will und skalieren Sie sie hoch.Da würde ich irgendwas zur Impfstoffentwicklung gründen. Da gibts dann bestimmt auch 375 Mio. Förderung und das Verdienstkreuz umgehängt ;) 

fw87

8. Januar 2026 14:48

"Wer es in Trumps Amerika wagt, Kritik an der Politik Israels zu üben, wird wegen Antisemitismus verfolgt" Ich mache hier eher gegenteilige Beobachtungen. Beispielsweise übt Tucker Carlson eine sehr fundierte und sachliche Israelkritik und ist im rechten Spektrum keinesfalls "unten durch", wie mir scheint. Auch J. D. Vance hat geäußert, dass eine Abneigung gegen die Israel-Politik nicht mit Antisemitismus gleichzusetzen sei. Er versucht hier zwischen verschiedenen Lagern zu moderieren, was ich politisch für sehr klug halte.
Zudem vollzieht sich im christlich-konservativen Lager eine Wende: Die für Amerika typische enge Verbindung zwischen politischem Christentum und einer überzogenen Pro-Israel-Haltung wird aufgebrochen. Es sind jetzt die amerikanischen Christen, die klarstellen, dass Zionismus nicht zum "depositum fidei" gehört, sondern eine politische Entscheidung ist (Beispielhaft lifesitenews und Dr. Taylor Marshall im katholischen Bereich)
Was Meinungsfreiheit und den politischen Diskurs betrifft, sehe ich die Amerikaner heute im Vorsprung. Und das würde ich gerade daran festmachen, dass man derzeit in Amerika die Israelpolitik (unter Rechten) freier diskutieren kann, wie bei uns.

Laurenz

8. Januar 2026 15:43

@Umlautkombinat @AndreasJ ... Die NASA investiert nur in funktionierende Projekte. Es stand SpaceX nur noch eine Falcon 1 zur Verfügung, deren Start funktionieren mußte. Musks Kapital war aufgebraucht. https://youtu.be/9118laf1478

Freier

8. Januar 2026 16:18

@Mitleser2: Alex Karp is erklärter Zionist, und um den geht es hier. Generell ist Donald Trump von vielen einflussreichen Zionisten umgeben. Ich halte es daher für sehr wichtig, deren Sichtweise zu verstehen.