US-Sicherheitsstrategie: Der Weltpolizist kündigt

Die neu veröffentlichte Nationale Sicherheitsstrategie (NSS25) der USA ist ein geopolitisches Kündigungsschreiben.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Auf­ge­kün­digt wird dar­in die eige­ne Rol­le als Welt­po­li­zist. Mit einer Rück­kehr zur Mon­roe-Dok­trin und zum Sel­ec­ti­ve Enga­ge­ment mäßi­gen die USA den Ton­fall gegen­über Ruß­land und Chi­na. Der „Pivot to Asia“ wird deut­lich abgeschwächt.

Die USA spre­chen zunächst offen über inter­ne Pro­ble­me. Demo­gra­phie, Zen­sur und kul­tu­rel­le Spal­tung wer­den als innen­po­li­ti­sche The­men zu außen­po­li­ti­schen Risi­ken. Die USA will sich auf sich selbst kon­zen­trie­ren. Welt­po­li­tisch wird sie über „Sel­ec­ti­ve Enga­ge­ment“ dort aktiv wer­den, wo sie ihre Ein­fluß­sphä­re oder ihre finan­zi­el­len Inter­es­sen schüt­zen. Dazu gehört natür­lich nach wie vor die Ver­hin­de­rung ande­rer regio­na­ler Hege­mo­nen. Das wird aber nicht mehr mit uni­ver­sa­ler Moral à la „making the world Safe for demo­cra­cy“ garniert.

Wo das Papier auf Euro­pa zu spre­chen kommt, ist es beson­ders bemer­kens­wert. Die Regi­on wird nicht mehr als Part­ner zur Sta­bi­li­sie­rung einer libe­ra­len Welt­ord­nung betrach­tet. Die Selbst­zer­stö­rung der euro­päi­schen Völ­ker durch Mas­sen­mi­gra­ti­on wird scharf kri­ti­siert. Die Mei­nungs­ein­schrän­kun­gen der Bür­ger ebenso.

Euro­pa erscheint als Ein­fluß­zo­ne, in die die USA direkt ein­wir­ken wol­len. Nicht, um „libe­ra­le Wer­te“, oder Min­der­hei­ten­rech­te zu ver­tei­di­gen, son­dern zum Schutz der ein­hei­mi­schen Mehr­heit vor Bevöl­ke­rungs­aus­tausch und lin­ker Mei­nungs­zen­sur. Das ist eine dra­ma­ti­sche Wen­de, die noch vor weni­gen Jah­ren nie­mand, mich ein­ge­schlos­sen, für mög­lich gehal­ten hätte.

Die­ser Fokus auf Euro­pa ist zwei­schnei­dig. Bereits vor eini­gen Mona­ten prä­sen­tier­ten die USA eine „geo­po­li­ti­schen Ampel“ und tei­len die Welt in grü­ne befreun­de­te, gel­be neu­tra­le und rote feind­se­li­ge Staa­ten ein. Auch Euro­pa wird nun ent­spre­chend geglie­dert. Die USA wer­den gezielt Staa­ten suchen, um Brü­cken­köp­fe gegen die EU zu bil­den. Die alte Poli­tik Eng­lands, sich einen „Fest­lands­de­gen“ zu suchen, wird damit fort­ge­setzt. Wer dar­über empört oder über­rascht ist, ver­rät, daß er sich nicht auskennt.

Es ist ein eher­nes Gesetz der Geo­po­li­tik, daß frem­de Mäch­te die Oppo­si­ti­ons­be­we­gun­gen im geg­ne­ri­schen Groß­raum unter­stüt­zen. Eben­so, wie vie­le im Wes­ten Chi­na und Ruß­land ger­ne von­ein­an­der tren­nen wür­den, sehen frem­de Mäch­te Euro­pa am liebs­ten als bun­te „Her­de klei­ner Natio­nal­staa­ten“, die man mun­ter gegen­ein­an­der aus­spie­len kann. Das ist natür­lich gegen die Inter­es­sen des Groß­raums. Wie Deutsch­land im Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg, wür­de der Kon­ti­nent ein „Glas­per­len­spiel“ frem­der Mäch­te (Clau­se­witz).

Neu und ent­schei­dend ist, daß die welt­an­schau­li­che Begrün­dung inter­ven­tio­nis­ti­scher Poli­tik nicht mehr auf links­li­be­ra­len Fort­schritt und Men­schen­rech­te setzt. Nein, Ruß­land und nun auch die USA begrün­den ihre Kri­tik an der EU mit der Zen­sur und dem Bevöl­ke­rungs­aus­tausch. Das ist ein Dilemma.

Man­che Freun­de aus dem Aus­land stel­len mir oft eine berech­tig­te Fra­ge: War­um neh­men ins­be­son­de­re deut­sche Rech­te in wirt­schaft­li­chen oder mili­tä­ri­schen Kon­flik­ten so oft die Sei­te frem­der Mäch­te ein? War­um sind sie gar offen für Ruß­land oder die Ver­ei­nig­ten Staa­ten statt für die BRD und die EU? Die ein­fachs­te Ant­wort dar­auf ist viel­leicht eine Gegen­fra­ge: Auf wes­sen Sei­te stand die anti­kom­mu­nis­ti­sche Oppo­si­ti­on in der DDR wäh­rend des Afgha­ni­stan-Krie­ges? Haben sie den Tali­ban oder den Sowjets „die Dau­men gedrückt“?

In extre­me­ren Fäl­len kommt es hier zu trot­zi­gen Über­re­ak­ti­on, doch die Tat­sa­che ist unum­stöß­lich: Gera­de jene Bevöl­ke­rungs­grup­pe, die im ech­ten Ernst­fall bereit wäre, für ihr Deutsch­land und Euro­pa zu kämp­fen und zu ster­ben, ver­ach­tet die eige­nen Eli­ten mehr als aus­län­di­sche Poten­ta­ten. Die­ses Gefühl ist nicht unberechtigt.

Frem­de Macht­ha­ber haben frem­de Inter­es­sen; sie mögen heu­te Geg­ner und mor­gen Ver­bün­de­te sein. Völ­ker haben kei­ne ewi­gen Fein­de, nur ewi­ge Inter­es­sen. Man kann einen Feind respek­tie­ren. Kei­ner respek­tiert aber einen Ver­rä­ter. Die deut­schen und euro­päi­schen Eli­ten ver­die­nen die­se Bezeich­nung. Sie ver­fol­gen die patrio­ti­sche Oppo­si­ti­on und erset­zen ihre Völ­ker in atem­be­rau­ben­der Geschwin­dig­keit mit Migran­ten aus der Drit­ten Welt.

Auf dem Spiel ste­hen sechs­tau­send Jah­re kul­tu­rel­ler Kon­ti­nui­tät auf euro­päi­schem Boden. Kein frem­der Poli­ti­ker, weder Putin, noch Trump, Xi Jin­ping, oder Erdoğan, bedroht der­zeit die­ses Erbe para­do­xer­wei­se mehr als unse­re herr­schen­de Klas­se. Sie hat uns ver­ra­ten. Und sie hat kei­ne Ant­wort auf die neue Welt, die die NSS25 einläutet.

Euro­pa wird aus dem Däm­mer­schlaf geweckt. Jahr­zehn­te­lang leb­te der Kon­ti­nent in der Illu­si­on, die Geschich­te sei über­wun­den und „Geo­po­li­tik Tam Tam“ (Jür­gen Haber­mas). Der Neo­con Robert Kagan wuß­te es besser:

Wir mögen kan­ti­a­nisch in unse­rem Dorf sein, doch im Dschun­gel rings­um müs­sen wir hob­be­sia­nisch handeln.

Unter dem Schutz der Pax Ame­ri­ca­na däm­mer­ten die Euro­pä­er, allen vor­an Deutsch­land, in „kan­ti­a­ni­scher“ Moral­du­se­lei. Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten sicher­ten die Han­dels­we­ge mit ihrem Mili­tär und den „post­war con­sen­sus“ mit ihrer Propaganda.

Deutsch­land wur­de zur „post­po­li­ti­schen Insel“ (Sie­fer­le) und zum Export-Eunuch. Mili­tä­risch und geo­po­li­tisch ent­mannt, bläh­te man sich wirt­schaft­lich auf:

Die Wirt­schaft wur­de zur unpo­li­tisch-legi­ti­men Akti­vi­tät par excel­lence. Sie gestat­te­te einer­seits ein welt­wei­tes Aus­grei­fen in Form des Waren- und Kapi­tal­ex­ports. (…)  Der Uni­ver­sa­lis­mus des Waren­tauschs und die Ein­deu­tig­keit tech­ni­scher Ratio­na­li­tät schu­fen den Deut­schen eine Nische, inner­halb deren sie eine unge­ahn­te Pro­spe­ri­tät ent­fal­ten konnten.

Die ein­ge­spar­ten Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben flos­sen in Kon­sum, Umver­tei­lung und sozia­le Befrie­dung des begin­nen­den Viel­völ­ker­staats. Wäh­rend man den ame­ri­ka­ni­schen Patrio­tis­mus und Krie­ger­ethos ver­spot­te­te, leb­te man kom­for­ta­bel und ent­mach­tet unter dem ame­ri­ka­ni­schen Schutzschirm.

Die­ses Zeit­al­ter ist vor­bei. Die Explo­si­on der Nord Stream-Lei­tun­gen war eine Lek­ti­on in Geo­po­li­tik: Es gibt kei­ne wirt­schaft­li­che Expan­si­on ohne mili­tä­ri­sche Absicherung.

Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten sind nicht mehr in der Lage, nicht mehr gewillt und nicht mehr dazu ver­an­laßt, die Rol­le des Welt­po­li­zis­ten zu über­neh­men. Schon mit dem Ende des Kal­ten Krie­ges ent­fiel die stra­te­gi­sche Not­wen­dig­keit dazu. Wir sind mit­ten im „hob­be­sia­ni­schen Dschun­gel“, indem sich die Staa­ten wie Gla­dia­to­ren bela­gern. Eine mul­ti­po­la­re Ord­nung samt neo­im­pe­ria­ler Poli­tik wird die kom­men­den Jah­re bestimmen.

Die Euro­päi­sche Uni­on ist für den Kampf in die­sem Dschun­gel unge­eig­net. Sie ist ein Frie­dens­pro­jekt, aber nicht in dem Sin­ne, daß sie den Frie­den schafft, son­dern inso­fern, als sie nur im ame­ri­ka­nisch gesi­cher­ten Welt­frie­den und Welt­markt über­le­ben konnte.

Beson­ders in den Ver­hand­lun­gen zum Ukrai­ne­krieg zeigt sich das deut­lich. Die EU ist struk­tu­rell indis­po­niert zur geo­po­li­ti­schen und mili­tä­ri­schen Kraft – also genau wie die USA sie damals haben woll­te. Sie war eine Ver­suchs­an­stalt für den huma­nis­ti­schen Welt­staat, nichts weiter.

Das zeigt sich vor allem beim jüngs­ten Säbel­ge­ras­sel. Das Inter­es­se der euro­päi­schen Eli­te ist nicht die Ver­tei­di­gung Euro­pas. Sie ver­tei­di­gen soge­nann­te „euro­päi­sche Wer­te“. Mora­lisch trun­ken brüs­tet sich die Kas­te in Brüs­sel nun damit, daß sie die Rol­le des Welt­po­li­zis­ten ein­neh­men wol­le, obwohl dazu natür­lich alle mili­tä­ri­schen, wirt­schaft­li­chen und vor allem geis­ti­gen Res­sour­cen feh­len. Voll im nai­ven Lebens­ge­fühl des uni­po­la­ren Moments ver­traut man auf die meta­phy­si­sche Über­macht der eige­nen Wer­te. Dabei ver­kennt man, daß sie schon damals nur  durch die Feu­er­kraft der US Army wirk­sam wurden.

Die heu­ti­ge Lage ähnelt der Pere­stroi­ka: Das ideo­lo­gi­sche Zen­trum (Washing­ton) ändert die Ideo­lo­gie, was in den Satel­li­ten­staa­ten in Euro­pa Befehls­cha­os und Panik aus­löst. Die alten Euro-Eli­ten klam­mern sich mit einer Art Car­go-Kult ver­zwei­felt an die alte Herrschaftsideologie.

Wehr­pflicht und Auf­rüs­tung betrei­ben die­se Eli­ten nicht für Euro­pa, son­dern für die uni­ver­sa­lis­ti­sche Auf­klä­rungs­mis­si­on des „Wer­te­wes­tens“,  die sie fort­set­zen wol­len.  Wir haben es nicht mit ratio­na­len Indi­vi­du­en, son­dern mit ver­bohr­ten Ideo­lo­gen zu tun, die ähn­lich wie die alte DDR-Eli­te einer toten Idee und einer ver­gan­ge­nen Zeit nachtrauern.

Die lei­ten­den Ideen hei­ßen nach wie vor: Uni­ver­sa­lis­mus, kon­ver­gen­ter Mensch­heits­fort­schritt, Welt­re­pu­blik, „rule based Order“ und ega­li­tä­rer Huma­nis­mus – kurz der abge­schmack­tes­te Sud des Links­li­be­ra­lis­mus. Die­se abs­trak­ten Wer­te, nicht die Völ­ker Euro­pas will man gegen Putin und nun auch Trump „ver­tei­di­gen“. Der aggres­si­ve Bevöl­ke­rungs­aus­tausch und die Ver­nich­tung der eige­nen indus­tri­el­len und demo­gra­fi­schen Sub­stanz geht dabei natür­lich unge­bro­chen weiter.

Wie soll man sich als Euro­pä­er ver­hal­ten, wenn eine raum­frem­de Macht die­se ver­rä­te­ri­sche und sui­zi­da­le Kas­te angreift? Die EU, obgleich von anti­eu­ro­päi­schen Eli­ten beherrscht, ist immer noch die größ­te poli­ti­sche Orga­ni­sa­ti­ons­form unse­res Groß­raums. Trotz aller Inkom­pe­tenz ver­tei­digt sie in sekun­dä­ren Punk­ten gele­gent­lich sei­ne wirt­schafts­po­li­ti­schen Inter­es­sen. Inter­ven­tio­nen raum­frem­der Mäch­te könn­ten auch zu einer wirt­schafts­po­li­ti­schen Schwä­chung führen.

In kom­men­den Wirt­schafts­krie­gen zwi­schen den USA und Euro­pa könn­te auch der Honey­moon zwi­schen ame­ri­ka­ni­schen und euro­päi­schen Rech­ten enden. Sol­len Patrio­ten gegen unse­re woke-mul­ti­kul­tu­rel­le Eli­te oppo­nie­ren und dabei im schlimms­ten Fall dem Kal­kül frem­der Mäch­te die­nen? Klar ist, daß man sich als Patri­ot zum Hand­lan­ger frem­der Inter­es­sen machen kann.

Wir müs­sen die­se Lage streng ana­ly­tisch und ohne jede ideo­lo­gi­sche Vor­ein­ge­nom­men­heit betrach­ten. Der ein­zi­ge Kompaß, der uns sicher durch die­ses Geflecht aus Pflicht und Loya­li­tät führt, ist die Prio­ri­tät der Remi­gra­ti­on. Geo­po­li­ti­sche Abhän­gig­kei­ten und kon­ti­nen­ta­le Unord­nung sind Pro­ble­me, die umkehr­bar und über­wind­bar sind.

Der Bevöl­ke­rungs­aus­tausch hin­ge­gen über­schrei­tet in den nächs­ten 20 Jah­ren die Linie der Unum­kehr­bar­keit. Sobald ein Drit­tel des Elek­to­rats aus nicht-assi­mi­lier­ten, ten­den­zi­ell anti-euro­päi­schen Migran­ten besteht, kann es kei­ne poli­ti­sche Mehr­heit für eine Migra­ti­ons­wen­de mehr geben.

Fern­ziel muß stets die euro­päi­sche Ein­heit und das Inter­ven­ti­ons­ver­bot raum­frem­der Mäch­te in unse­rem Groß­raum sein. Aber wenn die Völ­ker Euro­pas demo­gra­fisch ver­schwin­den, ist es voll­kom­men gleich­gül­tig, ob sich das zukünf­ti­ge isla­mi­sche Euro­pa geo­po­li­tisch eher mit Ruß­land oder mit Ame­ri­ka ver­bün­det oder sou­ve­rän sein wird.

Wahr­schein­li­cher ist es in die­sem Sze­na­rio sogar, daß der Ein­fluß ara­bi­scher und isla­mi­scher Staa­ten durch den Fak­tor Demo­gra­fie ins Uner­meß­li­che wächst. Vor die­ser Gefahr warnt auch die Sicher­heits­stra­te­gie der Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu Recht.

Eine wich­ti­ge Fra­ge ist, ob Län­der unter US-Ein­fluß eine höhe­re Chan­ce hät­ten, den Bevöl­ke­rungs­aus­tausch zu been­den, als unter dem der­zei­ti­gen Ein­fluß der EU. Län­der wie Weiß­ruß­land und Japan zei­gen, daß es durch­aus mög­lich ist, in rus­si­scher oder ame­ri­ka­ni­scher Ein­fluß­sphä­re ihre Homo­ge­nit­ätzu erhal­ten. Aber hier gibt es kei­ne Gewiß­heit. Kein frem­der Poten­tat und auch kein Unter­neh­mer hat unei­gen­nüt­zig das Wohl Euro­pas im Sinn. Alles ande­re wäre ihrer­seits Ver­rat. Sie sind ihren Völ­kern und Share­hol­dern verpflichtet.

Gegen die­se Unge­wiß­heit steht aber die Gewiß­heit, daß die der­zei­ti­gen euro­päi­schen Eli­ten und ihre natio­na­len Satra­pen den Bevöl­ke­rungs­aus­tausch und die Isla­mi­sie­rung bis zum Schluß vor­an­trei­ben und die Oppo­si­ti­on immer bru­ta­ler unter­drü­cken wer­den. Daher müs­sen wir jede Chan­ce nut­zen, die sich uns bie­tet, um den Bevöl­ke­rungs­aus­tausch aufzuhalten.

Wenn Musk und Trump patrio­ti­schen Kräf­ten in Euro­pa wirk­lich hel­fen wol­len, dann ist aus mei­ner Sicht direk­te Inter­ven­ti­on und offe­ne Unter­stüt­zung sogar eher schäd­lich. Wer sie annimmt, macht sich gege­be­nen­falls abhän­gig und könn­te ins Faden­kreuz der Repres­si­on geraten.

Es gibt ein viel ein­fa­che­res Mit­tel, mit dem Wohl­ge­sinn­te in den USA die außer­sys­te­mi­sche Oppo­si­ti­on in Euro­pa unter­stüt­zen kön­nen. Wir brau­chen nur Mei­nungs­frei­heit. Es braucht kei­ne Inter­ven­ti­on, es braucht einen frei­en Fluß der Infor­ma­ti­on. Wenn die USA den Zen­sur­bann über Sili­con Val­ley besei­ti­gen und allen Patrio­ten in Euro­pa frei­en Zugriff auf Platt­for­men wie You­Tube, Face­book, Insta­gram und Fin­tech wie Pay­Pal und Stri­pe geben, wäre eine patrio­ti­sche Wen­de in Euro­pa nicht aufzuhalten.

Iro­ni­scher­wei­se wür­den die USA damit das­sel­be tun, was Euro­pa damals beim Ara­bi­schen Früh­ling, der soge­nann­ten „Ara­bel­li­on“ tat. Gegen den Wil­len repres­si­ver Poten­ta­ten stell­te man der Bevöl­ke­rung die digi­ta­len Werk­zeu­ge zur Ver­net­zung, Mei­nungs­äu­ße­rung und Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on zur Verfügung.

Der Wind der Ver­än­de­rung, eine patrio­ti­sche Euro­bel­li­on wäre auch stark genug, die EU von Grund auf zu erneu­ern. Nicht als Vasall oder eine Art zer­split­ter­ter Rhein­bund, der vom Aus­land kon­trol­liert wird, son­dern als sou­ve­rä­ner und star­ker Akteur und Part­ner. Sobald wir unse­re inkom­pe­ten­ten, nai­ven Eli­ten in Ren­te schi­cken und wie­der nur rea­lis­ti­sche Erwach­se­ne im Raum sind, wer­den uns die USA und Ruß­land auch eher respektieren.

Die Situa­ti­on ist so span­nend wie seit der Wen­de nicht mehr. In mei­nem Buch Regime Chan­ge von Rechts zeig­te ich, wie sich eine patrio­ti­sche Recon­quis­ta von einer west­lich-libe­ra­len Farb­re­vo­lu­ti­on unter­schei­det. Ein Fak­tor, der einer patrio­ti­schen Volks­be­we­gung im Ver­gleich zu west­li­chen Libe­ra­len Grup­pen immer fehl­te, schrieb ich 2023, ist der außen­po­li­ti­sche Druck von Groß­mäch­ten auf das eige­ne Regime.

Das hat sich im Jahr 2025 gründ­lich geän­dert. Wir sind auf alles vorbereitet.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

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Kommentare (76)

Speng

15. Dezember 2025 22:15

Naja, ich kann Sellners Euphorie nicht teilen.
"Weltpolitisch wird sie über „Selective Engagement“ dort aktiv werden, wo sie ihre Einflußsphäre oder ihre finanziellen Interessen schützen. Dazu gehört natürlich nach wie vor die Verhinderung anderer regionaler Hegemonen." Ein besseres Schlagwort hier ist "Strategic Sequencing" bei dem die globale Vormachtstellung nur smarter unter schwierigeren Umständen weiter abgesichert werden muss. Ein Krisenherd wird eingefroren, um sich dann an einer anderen Front zu schlagen. Sind die Umstände später wieder vielversprechender, versucht man es erneut. Musterbeispiel: Syrien 2024 und jetzt gerade wird dasselbe mit dem Ukrainekonflikt versucht. Die Drecksarbeit (europ. Truppen in der Ukraine, "Befreundete" Terroristen in Syrien, Anti-China-Kräfte in Süd- und Ostasien) und Mehrkosten (Nato-Richtlinie 5 % BIP für Verteidigung/Hegseth diesen Feb. an die Nato-Staaten) werden weiterhin auf die Vasallen abgeschoben. Bei allem Theater wird auch in Brüssel weiterhin brav den amerikanischen Befehlen folgen.
"Europa erscheint als Einflußzone, in die die USA direkt einwirken wollen [...] sondern zum Schutz der einheimischen Mehrheit vor Bevölkerungsaustausch und linker Meinungszensur."  Lustig, haltet den Dieb ruft er!
"Das ist eine dramatische Wende, die noch vor wenigen Jahren niemand, mich eingeschlossen, für möglich gehalten hätte." Ja, wirklich unglaublich und genau deswegen darf man äußerst skeptisch bleiben, sehr vorsichtig formuliert.

kikl

15. Dezember 2025 22:40

Das ist eine brillante geopolitische Analyse, die zeigt, dass Martin Sellner ein breites politisches Spektrum abdeckt.
Ich halte sie jedoch für unvollständig, weil sie sich nahezu ausschließlich auf geopolitische Logik beschränkt. Der Mensch ist nicht nur Verstand, sondern auch Gefühl. Er ist nicht nur Individuum, sondern immer auch Teil einer Gemeinschaft.
Die Vereinigten Staaten sind Fleisch aus unserem Fleische. Ein Großteil der Amerikaner ist stolz auf seine europäischen Vorfahren und kann diese oft über mehrere Generationen hinweg zurückverfolgen. Europa ist für sie kein fremder Kontinent, sondern Herkunftsraum. Eine Reise nach Europa ist für viele Amerikaner daher eine Reise in die eigene Geschichte. Vor diesem Hintergrund wird der demografische Wandel in Europa auch als Verlust eigener Wurzeln wahrgenommen.
Ginge es den USA ausschließlich um nüchterne Interessenpolitik, würden sie den Identitätsverlust Europas durch Massenimmigration gleichgültig hinnehmen. Doch genau das ist nicht der Fall. Der mögliche Verlust Europas ist für die USA mehr als der Verlust eines strategischen Vorpostens gegenüber Russland. Er berührt auch die eigene kulturelle und historische Identität.
In einer Welt ohne Europa als kulturellen und politischen Partner würden sich die USA spürbar unsicherer fühlen. Gerade deshalb sollten wir die Hand nach Amerika ausstrecken. Die USA haben ein eigenes Interesse daran, Europa dabei zu helfen, seine Identität zu bewahren.

Speng

15. Dezember 2025 22:51

"Nein, Rußland und nun auch die USA begründen ihre Kritik an der EU mit der Zensur und dem Bevölkerungsaustausch." Gipfel der Heuchelei. Wie viele EU-Eliten durften eigentlich in ihre Posten gehievt werden, ohne zumindest der passiven Zustimmung vom großen Bruder. Der Bevölkerungsaustausch geht auch bei beiden genannten Großmächten mit großen Schritten voran, nur legal und mit höherem "Inderanteil" Bei Antisemitismus darf's auch unter Trump gerne mehr Zensur geben.
"Die EU ist strukturell indisponiert zur geopolitischen und militärischen Kraft..." Jep.
"Trotz aller Inkompetenz verteidigt sie in sekundären Punkten gelegentlich seine wirtschaftspolitische Interessen."  Q.E.D und eigentlich selten bis nie gegenüber den Amis.
"Gegen diese Ungewißheit steht aber die Gewißheit, daß die derzeitigen europäischen Eliten und ihre nationalen Satrapen den Bevölkerungsaustausch [...] bis zum Schluß vorantreiben und die Opposition immer brutaler unterdrücken werden." Und dreimal darf man raten, wer denen das aufgetragen und die Blaupausen zugesteckt hat. Denn:
"Kein fremder Potentat [...] hat uneigennützig das Wohl Europas im Sinn. Alles andere wäre ihrerseits Verrat. Sie sind ihren Völkern und Shareholdern verpflichtet." Richtig, und trotzdem hofft man ja auf, mindestens wohlmeindende amerikanische Unterstützung durch "Untätigkeit" bei der digitalen Zensur, als Grundvoraussetzung für den "Regime Change von Rechts". 
 

Waldgaenger aus Schwaben

15. Dezember 2025 23:01

Der als Bevölkerungsaustausch bezeichnete Vorgang ist rein bildhaft gesprochen (d.h. Migranten vergleiche ich ausdrücklich nicht mit Pflanzen oder anderen nicht-menschenlichen Lebenwesen) mit der sekundären Besiedlung eines allmählich  abgeholzten Urwaldes zu vergleichen. Die Abholzung aber heißt: Geburtenrückgang. Die Trump-Regierung in den USA und die neue Rechte in Europa, wo sie denn an die Macht gelangt, wird sich daran messen lassen müssen, ob ihr hier eine Wende gelingt. 

Speng

15. Dezember 2025 23:04

Also, was ist substanziell am amerikanischen Angebot und was nur Schmierenkomödie?
Abschließend sei gesagt, dass die NSS ein sehr schizophrenes Papier ist, welches viel über die Uneinigkeit in den US-Elitezirkeln aussagt und eine Projektionsfläche für fast jede Hoffnung und Furcht darstellt. Das kann von europäischer, deutscher und dezidiert rechter Seite auf manche zeitweilige Interessensüberschneidungen mit der aktuellen US-Administration hinweisen. Aber was sicher zu weit geht, wäre zu sagen:
"Nicht als Vasall oder eine Art zersplitterter Rheinbund, der vom Ausland kontrolliert wird, sondern als souveräner und starker Akteur und Partner." würden uns die raumfremden Mächte sicherlich nicht gerne sehen. Wir wissen ja, zwei Weltkriege und die US-Außenpolitik der letzten 100+ Jahre sprechen eine andere Sprache.

Karl Otto

16. Dezember 2025 08:16

Ich frage mich meinerseits, wann der Honeymoon der deutschen Rechten mit Russland vorbei sein wird?

Majestyk

16. Dezember 2025 09:46

@  Waldgaenger aus Schwaben:
"Der als Bevölkerungsaustausch bezeichnete Vorgang ist rein bildhaft gesprochen"
Nein, ist er nicht. Wir hatten hier neulich das Bild mit den Äpfeln und Bananen. Packen Sie mal Äpfel zu Bananen und dann immer wieder neue Äpfel dazu. Da brauchen Sie die Bananen nicht einmal wegnehmen, irgendwann haben Sie eine Schale mit Äpfeln. Bis zu einem gewissen Grad ist/ wäre Geburtenrückgang kein Problem gewesen. Den hiesigen Laden hätte man auch mit 60 Mio. am Laufen halten können.
Ein Land ist mehr als Landschaften und Bauwerke. Die eigene Kultur und Lebensweise ist mit all den Fremden nicht mehr lebbar bzw. wird durch fremde Lebensweisen überwuchert. So wie Grauhörnchen die roten Eichhörnchen verdrängen, so verdrängen Mehmet und Ali auch den Uwe und den Kai, bzw. zwingen diese zur Unterwerfung und nehmen denen auch die Sabine und die Andrea weg.

Le Chasseur

16. Dezember 2025 10:03

@kikl
"Ein Großteil der Amerikaner ist stolz auf seine europäischen Vorfahren und kann diese oft über mehrere Generationen hinweg zurückverfolgen. Europa ist für sie kein fremder Kontinent, sondern Herkunftsraum."
Trump hasst Deutschland und Europa, weil seine Vorfahren dort gescheitert sind. Seine Mutter wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Schottland auf, Englisch lernte sie erst in der Schule. Und die Vorfahren vieler einflussreicher Männer (die Männer, die hinter Trump stehen) wurden in Europa verfolgt oder sogar ermordet. Auch sie haben keinen Grund, auf Europa stolz zu sein.
Die Leute, auf die sie anspielen, sind irgendwelche Kleinfarmer und Angestellte in fly-over-states. Die spielen aber keine politische Rolle. Die dürfen alle vier Jahre ihre Stimme abgeben für einen der beiden Kandidaten, die ihnen das System präsentiert, und haben ansonsten das Maul zu halten.

Le Chasseur

16. Dezember 2025 10:16

@Speng
"Und dreimal darf man raten, wer denen das aufgetragen und die Blaupausen zugesteckt hat."
Korrekt. Die USA haben mindestens zwei Interessen daran, dass Europa durch massenhafte Einwanderung unqualifizierter, kulturell völlig anders geprägter Menschen geschwächt wird:

Die Schwächung eines potentiellen Rivalen: Wer Milliarden für Sozialleistungen ausgeben muss, kann diese nicht für Bildung, Forschung und Aufrüstung ausgeben. Ich erinnere an das Zitat von George Friedman: "Die beste feindliche Seemacht ist die, die nie gebaut wird."
Wenn es mit Europa bergab geht, verlassen nicht nur Kapital und Unternehmen den Kontinent, sondern auch hochqualifizierte Arbeitskräfte, und deren Ziel dürften in den allermeisten Fällen die USA sein.

Und für manche US-Entscheider dürfte Rache an den Europäern ein weiteres Motiv sein.

Laurenz

16. Dezember 2025 10:28

@Speng ... Man muß Ihren Kommentaren eindeutig widersprechen. Die (neue) Politik Trumps ist vom Realismus geprägt. Die USA sind nicht mehr in der Lage, die alte Neocon-Politik zu finanzieren, vor allem im Angesicht dessen, daß die Neocon-Politik & damit der US$, zB dem Einfrieren Russischer Aktiva bei Euroclear, an Vertrauen verliert. Trump will die Ressourcen der USA rein auf eindeutige Interessen der USA reduzieren., zB Monroe-Doktrin. China ist wesentlich gefährlicher für die USA als Rußland & die Neocon-Politik, auch die der EU schiebt Rußland weiter in die Arme Chinas. Dsweiteren hat Trump akzeptiert, daß Rußland in seiner augenblicklichen Verfassung nicht zu zerschlagen ist, was man ja unter den Clintons in den 90ern probierte & woran man scheiterte. @Karl Otto ... der Richtungsstreit (Osten oder Westen) in der AfD hat sich als durchaus hilfreich erwiesen. Man mußte/muß diplomatisch bleiben. Orban hat die besten Beziehungen Europas zu den USA & Rußland, wie die schlechtesten zur Neocon-EU. Das ist durchaus als rechts in unserem Sinne zu bezeichnen. Denn Deutschland ist auch in der EU isoliert, zum zahlen degradiert, was in unserer Vergangenheit schon immer beschissen war. Insofern ist, wie man an Orban sieht, es durchaus möglich zu den Weltmächten gute Beziehungen zu unterhalten.

Umlautkombinat

16. Dezember 2025 10:29

Woher kommt eigentlich der Stil, Primaerquellen die wie in diesem Fall den gesamten Artikel tragen, nicht zu verlinken? Man kreist dann ewig ueber Abgeleitetes von Abgeleitetem. Also hier 29 Seiten. Mal von vorn bis hinten lesen und eigene Meinung bilden. Danach dann Interpretationen (auch die des Autors):
 
National Security Strategy (PDF)
 

Laurenz

16. Dezember 2025 10:42

@Kikl ... Das Verhältnis der US Amerikaner zu Europa ist anders, als Sie es beschreiben. Viele Vorfahren der heutigen Amis gingen in die einstige Neue Welt aus politischen oder religiösen Gründen. Es ging den Ami-Freimaurern immer darum, die alten Mächte in Europa zu zerschlagen, was auch gelang. Lesen Sie etwas zu den Reiseerzählungen des Maximilian Prinz zu Wied-Neuwied. https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_zu_Wied-Neuwied Dann wird dieses historische Verhältnis der Amis zu uns deutlicher. @MS ... Finde Ihren Artikel sehr gut. Ein paar Perspektiven sind vielleicht zu debattieren. Da es keine Freunde unter Staaten gibt, ist es gerade für Deutschland elementar zu Weltmächten gute, kalkulierbare Beziehungen zu unterhalten. Eine von Realpolitik geprägte AfD-Regierung ist für alle Welt leichter zu einzuschätzen, als ein scheiterndes wokes Neocon-Deutschland, in welchem absaufende Regierungen panisch um sich schlagen, etwas, was wir gerade erleben. Es gibt keine orientalisch-muslimischen Staaten, die ohne Rohstoffe, ökonomisch erfolgreich sind. Insofern fällt ein orientalisiertes Europa als Handelspartner nach unten weg, woran niemand ein Interesse hat, selbst die Feindstaaten in unserer Nachbarschaft nicht.

Laurenz

16. Dezember 2025 10:49

@MS (2) ... Das aktuelle Interview Ottes mit Mearsheimer offenbart einige Schnittmengen mit Ihrem Artikel. Allerdings ist Mearsheimer wesentlich weiter links zu verorten (als wir), was man an der Haltung zum Ukraine-Krieg & zu Israel erkennt. Mearsheimer ignoriert, daß es in der Nachbarschaft zu sogenannten Palästinensern keinen dauerhaften Frieden gibt. https://youtu.be/hAnQpdv4lm0

RMH

16. Dezember 2025 10:58

Die akt. Entwickl. zeigen, dass die Rechte bei einem ihrer Lieblingsbegriffe & Postulate, dass die "BRD" ein unsouv. Vasallenstaat der USA sei, seit vielen Jahren falsch lag & von daher kann man den Begriff jetzt in die Mottenkiste packen. Positiv an dem neuen Strategiepapier ist, dass die Zeiten der Werte-Heuchelei bis auf Garnituren im Kern zu Ende geht. Wo waren denn die USA am Ende als Bringer von Dem. erfolgreich? Die Glaubwürdigkeit der USA ist beschädigt, weil jeder, der nach Ende des Koreakrieges für sie gekämpft hat, doch im Ergb. nicht gut damit gefahren ist. Bspw. S-Vietn, Irak, Afgh. & jetzt die UKR - bald Taiwan? Unabhängig davon zitiere ich aus meinem Beitrag, 11.12.25: "Die AfD hat, genauso wie bei Offerten aus Moskau, auch bei der neuen deutsch-am. Freundschaft Vorsicht walten zu lassen. Es gehört zum "deal making", dass Druck mit der Konkurrenz aufgebaut wird, um die eigentlich Angesprochenen zur Bewegung zu bringen. Inwieweit man daher es ehrlich meint mit der AfD, bleibt abzuwarten. Wenn die Merz Admin & die EU sich bewegen, bspw. auch in Sachen Ukraine, dann kann das Interesse an der rechten Opposition auch schnell wieder verfliegen. Und dann darf sich die AfD ohne Rückenwind von außen wieder den banalen Vorgängen der Dauerrepression, dem drohenden Verbot etc. widmen."

Artabanus

16. Dezember 2025 11:08

Man sollte die NSS25 nicht überbewerten. Die US-Aussenpolitik wird auch weiterhin stark von den sog. Neocons beeinflusst und Trump ist längst nicht frei alles zu tun was er gerne möchte. So droht z.B. der rep. Senator Lindsey Graham im Hintergrund ständig mit einer breiten Mehrheit Trump von einer Lösung des Ukrainekonflikts abzuhalten. Falls Trump die Zwischenwahlen nächstes Jahr verlieren sollte (was immer wahrscheinlicher wird) wird er ohnehin als lahme Ente kaum noch Raum für eigene Manöver mehr haben. Was die EU und speziell die BRD angeht sieht es extrem düster aus. Man plant offensichtlich bis 2029 den Ausnahmezustand einzuführen(Bedrohungslage) wodurch noch stärkere Einschränkungen bzgl. Meinungsfreiheit und Opposition kommen werden. Herr Merz weiß sehr genau daß er keine Chance hat bei einer regulär durchgeführten Wahl nach 2029 noch Kanzler zu bleiben und trifft dementsprechende Maßnahmen. 

Majestyk

16. Dezember 2025 13:17

Würde Musk deutschen Patrioten wirklich helfen wollen, wäre ich im Mai 24 auf X nicht gesperrt worden, nur weil ich geschrieben habe, daß der 8. Mai kein Tag der Befreiung, sondern Niederlage des Deutschen Staates war.
Gerade bei Themen wie Zensur oder Freiheit für Tech-Konzerne bin ich skeptisch. Es geht doch wohl eher darum, deren Geschäfte nicht zu stören und die Dominanz der USA in dem Bereich nicht anzutasten. Seltsam finde ich in dem Zusammenhang, daß man derzeit sogar Alex Karp, dem Chef der Datenkrake Palantir (sowas wie Cyberdyne Systems in echt) zujubelt. Vor einem Jahr unterstützte der selbst ernannte Neomarxist noch Kamala Harris.
Klingt für einen alten EU-Gegner wie mich zwar schön, wenn jemand das Bürokratiemonster zerschlagen möchte. Ich habe aber Zweifel, daß die Motivation wirklich darin besteht mein Land souveräner werden zu lassen. So sympathisch mir das konservative Amerika ist, es geht immer noch um dessen Interessen und bezüglich Europa eben divide et impera. Ins gleiche Bild paßt auch die geplante Reindustrialisierung Amerikas. Da geht es doch nicht ums Schicksal der Blue Collar Worker, sondern Schaffung von Kapazitäten, die man im Falle des Falles eben braucht.
Im Text ist mir ein Fehler aufgefallen. Die Taliban wurden erst 1994 gegründet, also 5 Jahre nach dem Mauerfall. Der Grundgedanke ist aber richtig. Dieses Mitfiebern bei fremden Kriegen, als wären es Fußballspiele ist seltsam, erst recht für ein Volk  das mit dem eigenen Militär fremdelt. 

Dr Stoermer

16. Dezember 2025 14:45

1/2
Wenn an Sellners präziser Analyse etwas auszusetzen ist, dann dies: Sie folgt einer erkenntnistheoretischen Selbstbeschränkung, die in vielen zeitgenössischen Diskursen verbreitet ist. Der Möglichkeitsraum wird diätisch auf das Offenkundige reduziert. So spricht Sellner von „ehernen Gesetzen der Geopolitik“, an denen sich Erwartungshaltungen zu orientieren hätten. Diese Haltung lässt sich als selektiver Evidentialismus mit Nähe zum methodischen Positivismus beschreiben – keinesfalls unehrenhaft.
Problematisch wird sie dort, wo sie eine Asymmetrie erzeugt. Berücksichtigt werden nur Erklärungen innerhalb eines Rahmens, während andere, ebenfalls nicht widerlegte Hypothesen ausgeblendet bleiben – nicht mangels Indizien, sondern mangels offizieller Deklaration oder institutioneller Beglaubigung. So entsteht jene analytische Verkürzung, aus der heraus Sellner von einer „dramatischen Wende“ sprechen kann, „die noch vor wenigen Jahren niemand für möglich gehalten hätte“. Doch nicht alles, was nicht als seriös gilt, ist deshalb bloße Spekulation.
Die Folge ist ein Verlust an Erklärungskraft. Wer den Radarschirm auf eindeutig gekennzeichnete Objekte beschränkt, darf sich über Überraschungen nicht wundern. Die gegenwärtige politische Konstellation entzieht sich etablierten Erklärungen: Weder offen deklarierte Ideologie noch geopolitische Konstanten reichen aus, um sie konsistent zu erfassen.

Dr Stoermer

16. Dezember 2025 14:45

2/2
Schon die Migrationspolitik sprengt klassische Kalküle. Kein Akteur der alten US-Ordnung konnte ein rationales Interesse daran haben, nicht nur seine Satelliten, sondern auch die eigene demografische Grundlage zu beschädigen.
Plausibel erscheinen Motive oder Konstellationen jenseits der Schulbuchparameter. Uns wird der „abgeschmackteste Sud des Linkliberalismus“ vorgesetzt das ist richtig und bleibt doch unvollständig, da die Ursachen dieses Suds nur innerhalb des Rahmens gesucht werden.
Eine Öffnung entspräche einem Falsifikationismus ohne vorschnelle Dismissals. Demgegenüber bleibt die Methode pragmatisch-instrumentell – auf Mobilisierung gerichtet, nicht auf umfassende Erklärung. Das ist legitim, markiert aber eine Grenze.
Dies zeigt sich auch in Sellners Feststellung: „Klar ist, daß man sich als Patriot zum Handlanger fremder Interessen machen kann.“ Das ist richtig. Ebenso richtig ist jedoch, dass man gemeinsame Feinde haben kann – und die Hand nicht beißen sollte, die an der eigenen Kette sägt. Wer Remigration priorisiert, muss daher die Kräfte verstehen, die den Zustand herbeigeführt haben, ohne Angst vor neuer Abhängigkeit. Wenn Trump – plausibel nur Gallionsfigur einer größeren Initiative – nicht auch pro-europäische Interessen verfolgte, weshalb sollte er dann die Statthalter seiner Vorgänger hierzulande auf die sichtbare Weise ihrem Ende entgegenführen?
„Nur Meinungsfreiheit“ ist dabei kein „nur“. Sie ist der Kern jeder Souveränität.

Ekstroem

16. Dezember 2025 15:20

Danke, werter M.S., für den Artikel. Sie erwähnen ihn. "Der Wind der Veränderung" weht seit etlichen Jahren wieder (mindestens seit der ersten Wahl von D.T zum Präsidenten), mal stärker, mal weniger stark. Die meisten hier im Kommentariat haben sein Wehen miterlebt, als er um den Fall der Mauer herum die Welt das erste Mal durcheinander wirbelte. Jetzt erleben wir den potenzierten "Wind der Veränderung". Ein Möglichkeitsfenster öffnet sich für Deutschland und das deutsche Volk. Sie schreiben: "Wir sind für alles vorbereitet." Das ist auch notwendig. Möge Segen sein.

Le Chasseur

16. Dezember 2025 15:26

@Waldgänger aus Schwaben
"Die Abholzung aber heißt: Geburtenrückgang. Die Trump-Regierung in den USA und die neue Rechte in Europa, wo sie denn an die Macht gelangt, wird sich daran messen lassen müssen, ob ihr hier eine Wende gelingt."
Schauen wir doch mal nach Polen, wo die national-konservative Pis-Partei zehn lange Jahre am Ruder gewesen ist: Demografisches Desaster Trotz massiver Kindergeld-Zahlungen sinkt die Geburtenrate auf ein 200-Jahre-Tief.
Vielleicht ahnen die Polen ja, dass die meisten dieser Kinder lediglich als Kanonenfutter für einen Krieg gegen Russland dienen sollen. Die anderen dürfen auf dem Arbeitsmarkt gegen Roboter und Computer konkurrieren.
 

Speng

16. Dezember 2025 15:57

@Laurenz
Finde ihren Beitrag etwas widersprüchlich. Woher wissen Sie eigentlich, dass der Kampf nur gegen die europ. Herrschaftskaste und nicht auch gegen die Staaten/Völker gerichtet war? Warum wäre ein islamisiertes Europa kein Handelspartner mehr? Exporte gingen immer und ein störender Konkurrent wäre zurechtgestutzt.
@Artabanus
Der Neocon-Einfluss war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die bilaterale Annäherung in Alaska quasi folgenlos blieb. Warum hätte man im Nachgang sonst die EU und die Ukraine mitinvolvieren sollen?
Dr. Stoermer
"Schon die Migrationspolitik sprengt klassische Kalküle. Kein Akteur der alten US-Ordnung konnte ein rationales Interesse daran haben, nicht nur seine Satelliten, sondern auch die eigene demografische Grundlage zu beschädigen."
Da täuschen Sie sich, glaube ich. Wenn Völker als so etwas wie Nutzvieh, oder zu verwertende Ressourcen gesehen werden, gibt es nachvollziehbare, rationale Gründe, diese demografisch/ethnisch "neu zu gestalten". Wird in den USA seit Generationen betrieben (Einwanderung 19. Jh., Reconstruction, New Deal, Hart-Celler-Act), manche würden sagen, seit ihrer Gründung.
 
 

kikl

16. Dezember 2025 16:00

@Laurenz @Le Chasseur
In the 2015 documentary Kings of Kallstadt, Trump reaffirmed his family roots: “I have great German heritage. I am very proud of it. Great place.” He also added: “I’m proud to have that German blood. There’s no question about it — great stuff.”Trump hat offenbar eine Zeit lang seine deutschen Vorfahren heruntergespielt, weil dies im New York der Nachkriegszeit geschäftsschädigend war. Dass Trump mit der heutigen deutschen Regierung unzufrieden ist, kann man ihm kaum verübeln. Die US-Administration würde sicher keine Delegationen der AfD empfangen, wenn ihr Deutschland gleichgültig wäre.
„Viele Vorfahren der heutigen Amerikaner gingen aus politischen oder religiösen Gründen in die damalige Neue Welt.“Vollkommen richtig. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihre Herkunft unwichtig wäre. Für viele Amerikaner ist die europäische Herkunft Teil ihrer Identität, nicht bloß Folklore. Das Bindestrich-Modell (Irish-American, German-American) ist eine echte Selbstverortung. Es stiftet Zugehörigkeit, Abgrenzung und Kontinuität innerhalb einer Einwanderungsgesellschaft. Diese Wurzeln sind oft das Erste, was Amerikaner einem erzählen, wenn man sie kennenlernt.

Dietrichs Bern

16. Dezember 2025 17:59

Kurz zusammengefasst, hat wenigstens ein westliches Land, zufällig das mächtigste, erkannt, welche destruktive Wirkung - sagen wir um niemanden zu verstören, "gewisse Formen" der Zuwanderung mit Anschlagszusammenhang haben. Ich kann allerdings überhaupt nicht nachvollziehen, warum Martin Sellner glaubt, in Europa wäre man dazu auch in der Lage. Frankreich und Deutschland sind weg, vielleicht bleibt Osteuropa und die nordischen Länder (Zweifelhaft bei Schweden). Alles andere ist Phantasie.

Franz Bettinger

16. Dezember 2025 18:06

@RMH, ich stimme Ihnen zu, was die Souveränität der BRD betrifft. Man kann den Begriff - glaube ich - jetzt wieder aus der Mottenkiste holen und entstauben. Er taugt wieder was. Aber: Hat Egon Bahr, von dem das Narrativ der Kanzler-Akte (also der de jure & nicht bloß de facto US-Abhängigkeit Deutschlands) stammt, gelogen? Bahr kam mir nicht wie ein Lügner vor. Oder war die BRD bis zu einem bestimmten Zeitpunkt doch weisungsgebunden & also Vasall der USA? Ganz klar ist mir das nicht.  

Ein gebuertiger Hesse

16. Dezember 2025 18:08

Es ist gerade ein heftiges Dickicht mit Schlingpflanzen, Schlangen, Fallstricken und Hoffnungen da draußen. Halten wir unsere Köpfe so gut wie möglich klar.

Mitleser2

16. Dezember 2025 18:19

@RMH: "Wenn die Merz Admin & die EU sich bewegen, bspw. auch in Sachen Ukraine, dann kann das Interesse an der rechten Opposition auch schnell wieder verfliegen."
Das glauben Sie doch selbst nicht. vdL, Kallas, Merz, Macron und Starmer haben sich völlig verrannt. Die können gar nicht mehr zurück. Wenn(!) USA und Russland sich einigen können, stehen die völlig nackt da. Und die Innenpolitik kommt ja hinzu. Selbst wohlmeinende Beobachter sehen den Absturz.

Laurenz

16. Dezember 2025 19:06

@RMH ... Trump hat Ihr Problem des Vertrauens genau definiert. Die USA können immer noch ganze Staaten in Schutt & Asche legen, aber keinen Krieg gewinnen. Um einen Krieg zu gewinnen, muß man diesen symmetrisch führen, was schweineteuer ist, und selbst, wenn man ein Land besetzt hat, was dann?  In unserem Falle hatte sich das gelohnt, weil der Raubzug um unsere Patente alle Kosten wert war. Wenn man das Vertrauen anspricht, stellt sich die Frage, welches Vertrauen brachten denn die Dem-Admins dem ÖRR oder der CIA-Gründung "Relotius", dem einstigen Spiegel entgegen? Bündnisse, Beziehungen, das ist wie im echten Leben, zählen immer nur im Augenblick, im hier & jetzt. @Majestyk ... seien Sie einfach geduldiger. Es ist den Amis schwer zu vermitteln, daß der größte Teil des Planeten auf den "Demokratie-Export" der Amis exkrementiert. Die Amis hatten schon 1775/76 & 1812 nicht wirklich begriffen, daß die Kanadier keinen Bock auf Amis hatten. Wie Trump jetzt, plante man auch 1930 eine Invasion Kanadas. Das würde sicher auch gelingen, aber die Kanadier wollen einfach keine Kuhtreiber aus der Nachbarschaft. Und die USA sind auch nicht in der Lage, einfach mal gezielt 20 Mio. Amis in Kanada siedeln zu lassen, China schon.

Sandstein

16. Dezember 2025 20:43

Ich glaube die Analyse ist einerseits zu positiv und andererseits zu oberflächlich. Man sollte das Engagement der Amis in Südamerika (Venezuela) nicht mit einem grundsätzlichen "Shift" missverstehen. Es geht den USA vor allem darum, China aus Südamerika rauszudrängen, bevor es zu einem ernsten Konflikt (Taiwan) kommen wird. An der Ausgangslage hat sich nichts verändert und der Fokus wird nachwievor auf dem Pazifik-Kommando und der AUKAS-Gruppe liegen, ganz einfach weil China der der größte Konkurrent ist. Die Lage für Europa ist und bleibt eng und ich sehe nicht, dass die EU-Eliten den Schuss gehört haben, bzw. die richtigen Konsequenzen ziehen. Insofern gibts wenig Grund für MS' Aufbruchstimmung. Das ist mir zu gewollt, zieht sich aber durch fast alle Texte von MS. In gewisser Weise muss man seinen Optimismus wertschätzen.

nagini

16. Dezember 2025 21:26

Dieser demografische Wandel ist ein Scam/Betrug, einfach eine manipulative Behauptung. Wenn Deutsche mehr Kinder bekommen würden, würde man sich nur andere Gründe einfallen lassen, wieso wir keine Grenzen brauchen und angeblich Menschen in unserem Land fehlen. Es fehlen keine. Es wird einige Engpässe bei der Versorgung älterer Personen in den nächsten wenigen Jahrzehnten geben, danach gleicht sich das Ganze aus. Fast 84 Millionen Menschen sind für ein Land wie Deutschland völlig ausreichend. An Deutsche zu appellieren, Kinder zu bekommen, mag vielleicht in Hinsicht Ethnie oder Rasse Sinn machen, wie auch immer man das nennen möchte, auf demografischer Ebene ist es jedoch eine plumpe, dreiste Panikmache und Ausrede um Alibaba und die 40 Räuber ohne Probleme über die Grenze zu schaffen und hier zu behalten. Diese Ideologie machen sich jetzt sogar schon andere Länder und irgendwelche Interessengemeinschaften zu nutze und manipulieren Deutschland einfach unter anderem mit Menschenmassen, die zu uns gesendet werden. Der demografische Wandel muss viel detaillierter und fundierter betrachtet werden, oder gar nicht, und der Fokus auf Grenzschließung liegen. Es obliegt jeder deutschen Familie selbst zu entscheiden, wie viele oder wenige Kinder sie möchten. 

Franz Bettinger

16. Dezember 2025 21:58

@Lau: Exzellente Analyse des Ukraine -Konfliktes: Einziger Kritikpunkt: wenn Mersheimer über die Wichtigkeit der NATO spricht ab 37:30. Ich denke: da für die EU keine echten Feindstaaten existieren, war & ist die NATO unnötig. Vor wem soll sie die EU schützen? Da ist niemand. Singapore, Liechtenstein, Andorra, Luxemburg, Monaco, Island... kommen alle ohne Armee aus - und werden dennoch NICHT angegriffen und aufgefressen von den mächtigen Nachbarn, obwohl sie leichtes Opfer wären.   

ede

16. Dezember 2025 22:36

Rein emotional, so als Mensch, ist mir der Sellner sehr sympathisch. Ich habe ihn aber nie gern gelesen. 
Vielleicht ist das diesmal anders weil er Beobachtungen beschreibt, und naheliegende Schlüsse zieht. Vielleicht auch weil ich grosso modo d'accord bin.
Das Bild von der westlichen Perestroika finde ich jedenfalls sehr zutreffend.
Die Besorgnisse von Artebanus betr. der Zwischenwahlen teile ich. Anders ist das Verhalten von Merz auch schwer zu erklären. 

RMH

16. Dezember 2025 22:40

@Franz B., es ist bekannt & wird auch von keinem verschwiegen, dass die alliierten Siegermächte sich Vorbehaltsrechte in Bezug auf D als "Ganzes" vorbehalten haben. In der "offiziellen" Geschichtsschreibung gilt daher auch der 2+4 Vertrag als der Punkt, an dem D wieder vollständig souverän wurde. E. Bahr selber hat im Übrigen vor allem auf Willy Brandts Verärgerung hingewiesen, noch etwas zu im Rahmen seiner Vereidigung zu unterschreiben & angeblich hat bereits H. Schmidt nichts mehr unterschrieben. Spätestens seit Schröders "Nein" im Rahmen der 9/11 Folge-Kriege (so ganz Nein hat er ja leider doch nicht gesagt), sollte rein faktisch klar sein, dass D schon allein entscheidungsfähig ist - ob seine Politiker dies auch berücksichtigten oder andere Int. als "eigene" definiert haben, ist eine ganz andere Frage.
@Mitleser2, ganz aktuell bewegen sich Merz & Co aus der EU doch erstaunlich weit bei den Friedensbemühungen um die UKR. Mann erinnere sich, dass sind alles Leute, die bis vor kurzem noch davon faselten, dass RUS sich zurückziehen müsse (manche sprachen sogar von der Krim). Heute kommt dann raus, dass die BW in die UKR zur "Friedenssicherung" soll, was man bislang als Frage stets wegdrückte.

Kurativ

16. Dezember 2025 22:57

Mit der Überrollung Deutschlands und Europas ab 2015 mit Hilfe der EU und der Vorgängerregierungen und Kräfte in den USA hat man den ursprünglichen Menschen hier einen derartigen Schreck eingejagt, dass es NULL Toleranz gegenüber diesen Kräften mehr gibt. Wen seit dem klar ist, was diese Umvolkung final bedeutet, der wechselt die Seite nicht mehr. Jede Ähnlichkeit zu diesen Zuständen 2015 wird zu massiven Widerständen führen. Ein Einmarsch z.B. in Venezuela erzeugt die gleichen Abneigungen, wie gegen das Vorgehen der Vorgängerregierung gegen unser eigenes Land. Denn was macht dann die Nachfolgeregierung? Wenn sich die heutige USA entscheidet, korrigierend gegenüber den Taten der Vorgängerregierungen in Europa einzugreifen, dann soll mir das Recht sein. Auch um ihren Einfluss zumindest zu sichern. Ich würde sie dabei unterstützen, weil es mir nützt. Und wenn es der Souveränität Europas hilft. In dem Fall haben sie meine volle Unterstützung.

Laurenz

16. Dezember 2025 23:19

@Speng @L. ... Mein Kommentar ist nicht widersprüchlich. 53 von 56 Verfassungsvätern der USA waren Freimaurer, entstammen häufig dem Europäischen Bürgertum, welches damals überschaubar war. Beginnend mit der Amerikanischen Revolution, über die Französische bis zum Ende der I. Weltkriegs ersetzten Bürgerliche Freimaurer die adligen Saufkumpels, die man bedenkenlos zB in Frankreich einen Kopf kürzer machte. Das ist auch keine VT, kann man nachlesen. Öffentlich wurden die ersten Logen Ende des 17. Jahrhunderts zu London in etwa mit der Gründung der Bank von England. Zweifel an den Logen bekam unser 100-Tage-Kaiser, der Seinem Sohn verbot (für einen Preußischen Militär völlig unüblich), eine Loge zu besuchen. Aber Wilhelm II hatte nicht wirklich begriffen, warum. @Mitleser2 @RMH ... Ihr Schwachkopf-Triumvirat scheitert am nicht vorhandenen Geld & am Wähler. @Kikl @L. ... Trumps Vorfahren bestehen im wesentlichen aus Schotten & Deutschen, völlig richtig. Bei den Partnern von Trumps Kindern spielt Herkunft schon keine Rolle mehr. Boulos stammt aus dem Libanon & Nigeria, Kushner ist Ashkenazi.

Dr Stoermer

17. Dezember 2025 00:41

@Speng:Wenn Völker als so etwas wie Nutzvieh, oder zu verwertende Ressourcen gesehen werden, gibt es nachvollziehbare, rationale Gründe, diese demografisch/ethnisch "neu zu gestalten". Wird in den USA seit Generationen betrieben (Einwanderung 19. Jh., Reconstruction, New Deal, Hart-Celler-Act), manche würden sagen, seit ihrer Gründung.Der Zeichenrestriktion geschuldet kürzte ich zu stark. Ich meinte "Kein Akteur... konnte ein rationales Interesse haben" im Rahmen der (zuvor angesprochenen) etablierten Kalküle. Nennen Sie mir ein etabliertes Kalkül, also eines, auf das sich auch Sellner typischerweise nur bezieht, das beschreibt, dass das "eigene" Volk, hier das, das die alten US-Akteure als "ihres" vorgeblich vertraten, als Nutzvieh beschreibt. Sieger der Geschichte mögen dies ihren unterlegenen Feinden im Nachhinein unterstellt haben, zum Zeitpunkt der Existenz dieser Feinde galt die Zuschreibung jedoch offensichtlich zumindest in deren Herrschaftsgebiet noch nicht als etabliert. Selbstredend handeln die, die Völker als Nutzvieh betrachten, in ihrem Sinne rational / nachvollziehbar. Nur eben etablieren die, die dazu in der Lage sind, diese Absicht nicht als akzeptablen Denkrahmen. Hier, so meine Behauptung, geht Sellner generell zu wenig auf mögliche alternative Hypothesen ein, was den Wert seiner Arbeit nicht um ein Jota schmälert.

Le Chasseur

17. Dezember 2025 08:16

@Waldgänger aus Schwaben
Auch in Russland ist die Politik zur Steigerung der Geburtenrate gescheitert: https://www.telepolis.de/article/Putins-vergeblicher-Kampf-gegen-den-Geburtenrueckgang-11114933.html

Dietrichs Bern

17. Dezember 2025 09:15

@nagini: "(...)mag vielleicht in Hinsicht Ethnie oder Rasse Sinn machen, wie auch immer man das nennen möchte". Einfach nein. Interesse an Bildung und Arbeitsethos, Pflichtbewusstsein, Fleiß usw. - solche Dinge die man als typisch deutsch bezeichnen würde, sind eben nicht nur schönes Beiwerk, sondern tragen eine Gesellschaft. Bestes Beispiel ist der Anteil an ausländischen Bürgergeldempfängern, Gewalttätern und ähnlichem. In der Tat ist es nicht erheblich ob nun 80 Millionen oder 85 Millionen, erheblich ist wer die berühmten Regeln des Zusammenlebens bestimmt. 

Majestyk

17. Dezember 2025 09:41

@ Franz Bettinger:
"Singapore, Liechtenstein, Andorra, Luxemburg, Monaco, Island... kommen alle ohne Armee aus - und werden dennoch NICHT angegriffen"
Wer überfällt schon seine eigene Bank?

Majestyk

17. Dezember 2025 10:00

@ ede:
"Anders ist das Verhalten von Merz auch schwer zu erklären."
Kann man. Wenn man akzeptiert, daß die CDU stets eine Mogelpackung war. Ich habe hier schon öfters Adenauer angeführt, der schon alleine deswegen politische Differenzen mit Kurt Schumacher hatte, weil Schumacher Nationalist war und Adenauer eben nicht. Kohl hat Schengen oder Maastricht ja nicht bloß unterschrieben, weil er dazu genötigt wurde, sondern davon überzeugt war. Gleichfalls war es Kohl, der die BW als Erster für internationale Einsätze zur Verfügung stellte. Kann mich auch nicht erinnern, daß die CDU jemals die Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000 zum Thema gemacht hat. Hier oder innerhalb der AfD machen sich noch zu viele Illusionen bezüglich der Union. Die EU ist das Haus, das sich die Union gebaut hat, um Einfluß auf Europa zu nehmen, auch auf Kosten des Mutterlandes. Eine Resouveränisierung Deutschlands ist mit der Union nicht möglich.

Majestyk

17. Dezember 2025 11:05

@ Le Chasseur:
"Auch in Russland ist die Politik zur Steigerung der Geburtenrate gescheitert."
Der moderne Mensch muß keine Kinder mehr bekommen, es sei denn, er will. Deswegen sind all diese Pläne bezüglich Gebärprämien komplett sinnfrei. Zudem geht Regierungen auch gar nichts an, ob Menschen sich entscheiden Familien zu gründen oder nicht. Ein Bevölkerungsrückgang wäre auch kein Problem. Die Leute werden ja nicht nur älter, sondern bleiben im Schnitt länger fit. Wenn man ausreichend automatisiert, braucht man nicht mehr so viele Menschen in den Fabriken, in der Landwirtschaft sowieso nicht mehr. Es hat sich aber auch schon immer gebissen, einerseits "Überbevölkerung" zu beklagen, anderseits auf eine stetig wachsende oder zumindest stabile Bevölkerungszahl zu setzen, nur weil man genug Marktteilnehmer haben möchte oder potentielles Kanonenfutter. Im modernen Staat kommt hinzu, der braucht seinen Pool an Steuerzahlern, um all die Mitesser im Apparat finanzieren zu können. Der ganze Aktionismus in der Politik schafft beständig neue Probleme, die man ohne Politik nicht hätte.
 

Laurenz

17. Dezember 2025 12:30

@Franz Bettinger @L. ... Die SiN ist in der Debatte wesentlich eingeschränkter als die Achse oder Tichys. Insofern sind wir hier, um realpolitische Artikel eines MSs zu debattieren, im Grunde bei der falschen Adresse. Richtig wäre es, hier nur intellektuelle Maiordomus-Thema zu beleuchten. Dieser Trend wird immer deutlicher & hat mehrere, unterschiedliche Ursachen. Also Franz, zu Deinem Kommentar. Was willst Du auch in Andorra, Luxemburg oder Monaco holen? Politiker lassen diese Zwergstaaten leben, um kriminellen Kumpels (meist in Steuerfragen & Betrug) ein Refugium zu geben. Wir sind der Feindstaat Nr. 1 in Europa. 2024 zahlte Deutschland netto 18 Milliarden Euro in die EU, das sind pro Deutschem Staatsbürger 157 Euro & pro EU-Beamten 300.000 Euro für Nicht-Krieg. Die BunteWehr steht unter NATO-Befehl, der Sinn der NATO. & weil das so ist, hat man die Deutsche Armee auch versauern lassen. Alle im Schwachkopf-Triumvirat + Meloni können sich ihre aktuelle Armee schon nicht mehr leisten. Der Teilnehmer @RMH verstreut hier mit Seinem 2+4-Abkommen nur Augenwischereien. Schröder argumentierte mit seinen Wählern, zahlte & ließ Ramstein den Amis.

RWDS

17. Dezember 2025 12:40

Eine sehr optimistische Sicht von Sellner. So richtig teilen mag ich sie nicht. Gefühlt muss und wird es erst schlimmer werden, bis es wieder besser wird.

Waldgaenger aus Schwaben

17. Dezember 2025 13:15

@Majestyk @Le Chasseur
Bei einem Bevölkerungsrückgang von 80 auf 60 Millionen bliebe es nicht stehen. Bei der Geburtenquote von 1,3 (bei den ethnisch Deutschen werden es eher weniger sein),  sind nach 2 Generationen aus den 80 39 geworden. Dann noch eine Generation und das war es dann. Ein Raum mit Infrastruktur und einem vergreisten Volk wird übernommen.
Zum Thema Migration: Ich muss mal wieder meinen Vorwurf an Sellner wiederholen, nicht zwischen den Migranten zu differenzen. Die Million eingewanderter Ukrainer wird in einer Generation nur noch am Familiennamen zu erkennen sein (so wie Menschen mit polnischen Namen).
Gestern abend war ich auf einer sentimentalen Reise in Youtube unterwegs und stieß auf "Comedian Harmonists - In einem kühlen Grunde [take 1]" und dort auf diesen Kommentar:
Eines meiner Lieblingslieder aus meiner Kindheit. Als (türkische) Grundschülerin haben wir dieses schöne Lied in den 70ern gelernt , und bis heute ist es mir nicht aus dem Gedächtnis entfallen. Ich wünsche mir die Zeit zurück, wo zur Weihnachtszeit in der ersten Unterrichtsstunde jeder Schüler Kerzen anzünden durfte, und Weihnachts/-Winterlieder gesungen wurde, das war DEUTSCHLAND, und wir alle Gastarbeiter jener Generation wünschen uns diese schöne Zeit zurück.

Jupp Koschinsky

17. Dezember 2025 13:32

Werter Laurenz, Sie meinen,"Mearsheimer ignoriert, daß es in der Nachbarschaft zu sogenannten Palästinensern keinen dauerhaften Frieden gibt." Sehen Sie nicht, daß es in der Nachbarschaft zur sogenannten einzigen Demokratie im Nahen Osten keinen dauerhaften Frieden gibt?
Majestyk, alter Haudegen: Endlich sagt es mal einer, danke! Die CDU war die meiste Zeit in der BRD an der Regierung, hat immer damit geworben, irgendwie konservativ oder rechts zu sein, und immer linke Politik gemacht. Während die gesammelte Linke nie ihre wahren Absichten verhehlte, hat die Union uns stets nur belogen und betrogen. Ha, Schaf im Wolfspelz!

Waldgaenger aus Schwaben

17. Dezember 2025 14:13

@Le Chasseur:"Auch in Russland ist die Politik zur Steigerung der Geburtenrate gescheitert."
Dem Boss der Bosse ist sein Volk, bzw. sind seine Völker, doch egal. Ihm geht es nur ums Beute machen, damit er etwas zu verteilen hat. Seine korrupten Militärs haben ihm vorgetäuscht, dass die Übernahme der gesamten Ukraine ein Spaziergang wäre und blieben dann vor Kiew im Schlamm stecken. Jetzt ist die K. am Dampfen. Erst wenn der Raubzug  beendet ist, muss Putin eine Bilanz vorlegen und die sieht nicht gut aus, weil er schon so viel investiert hat, also macht er weiter. Dass Trump sich nun auch wie ein Räuberhauptmann gebärtet, macht die Lage auch nicht besser. Und Europa wird von einem Haufen Kasper regiert. Es ist zum Junge kriegen. 
 

Speng

17. Dezember 2025 18:19

@Laurenz
Also bez. der Freimaurerei haben Sie mich mißverstanden. Die Logenverbindungen stelle ich nicht in Abrede, aber den Brüdern ging's auch immer schon um mehr, als nur ein paar Adlige einen Kopf kürzer zu machen. Das war mein Punkt!
In puncto Trump und Neoconpolitik muss ich Ihnen jetzt widersprechen. Die alte Neoconstrategie wird, mit punktuellen Modifikationen, fortgeführt und die Ressourcen holt man sich aus den Kolonien (das sind auch wir!). Da ist einfach viel rhetorische Augenwischerei dabei. Der Konflikt mit Russland soll ja auch nur EINGEFROREN werden, bis sich wieder opportunere Gelegenheiten in der Zukunft ergeben. In Asien darf Taiwan (oder Korea/Japan/Philippinen) den nützlichen Idioten spielen, um gegen China scharfgestellt zu werden, und in Europa kann man es in Zukunft vll. nochmals mit der Rest-Ukraine, Moldawien oder sogar einem EU-Staat probieren.
 
PS: Für die Lesefauleren unter uns hat Brian Berletic die NSS25 in einem Video schön analysiert.
 
 

Le Chasseur

17. Dezember 2025 19:52

@Waldgänger aus Schwaben
"das war DEUTSCHLAND, und wir alle Gastarbeiter jener Generation wünschen uns diese schöne Zeit zurück."
Tja, wenn die AfD diese Menschen davon überzeugen könnte, dass man ihnen nichts Böses will, dann wäre die absolute Mehrheit ein Kinderspiel.

Majestyk

17. Dezember 2025 21:23

@ Waldgänger aus Schwaben:
"Ein Raum mit Infrastruktur und einem vergreisten Volk wird übernommen."
Die anderen vergreisen doch selber. Selbst die Geburtenrate der Türkei liegt nur noch bei 1,48 und dürfte durch Syrer aufgepeppt sein. So dramatisch wäre die Entwicklung niemals geworden. 1990 lebten in Gesamtdeutschland 79,8 Mio. Blieb viel Arbeit liegen? Im Dreißigjährigen Krieg sank die Bevölkerung in Deutschland von 16,5 Mio. auf 10,5 Mio. Hat Deutschland nicht von seiner Entwicklung abgehalten und damals war menschliche Arbeitskraft unersetzlich. Wie viele Menschen verlor Deutschland im zweiten WK und dazu sehr viel Land. Die angeblich 30 Prozent Migrationsanteil sind doch geschummelt. Man zählt selbst Spätaussiedler dazu. Und nun erklärt uns Musk, daß Arbeit in der Zukunft eher Option sein wird. Sicher auch viel Science Fiction, aber in vielen Bereichen wird der Bedarf an Arbeitskräften massiv sinken. Viele Tätigkeiten, auch in der Pflege, werden Roboter übernehmen. Man muß doch keine Angst vor Geburtenrückgang haben, mit jener Angst hat man den Leuten doch eingeredet, daß ohne Zuwanderung nichts mehr geht. Nicht der Geburtenrückgang führt zur Übernahme, es ist die Massenzuwanderung, die verändert das Gesicht Deutschlands. 

brueckenbauer

17. Dezember 2025 21:46

Mir scheint doch, dass Sellner und der linke Mainstream sich in der Sache immer näher kommen, freilich mit sprachlichen Unterschieden. Wo Sellner die "eigenen" Werte und die "eigene" Lebensweise hervorhebt, möchten seine Gegner "unsere" Werte und "unsere" Lebensweise verteidigen. Der Bezugspunkt ist in beiden Fällen "Europa".  Was Europa ausmacht - die Frage wird, wenn sie überhaupt auftaucht,  unterschiedlich beantwortet; aber da spielt wohl mit, dass jeder von beiden seine persönlichen Vorlieben in Europa hineindeutet.

Laurenz

18. Dezember 2025 10:57

@Jupp Koschinsky ... was Mearsheimer vor allem ignoriert, ist das Menschen-Recht andere zu vernichten, zu vertreiben, zu erobern & zu morden. Ich habe vor der einzigen Demokratie im Nahen Osten, einem rechten, identitären Staat & seiner Mini-Reconquista mehr Respekt als vor 2,2 Milliarden Christen, die sich mit der Islamischen Eroberung von Nordafrika über die Levante bis Afghanistan & und heute zur Elbe besiegen, konvertieren, ermorden, vergewaltigen ließen & lassen. Es gibt auf diesem Globus keinen Platz für 2 Weltreligionen. Und ich weiß, welche Weltreligion momentan am verlieren ist. @Speng @L. ... Der Sinn der Sache (einer Revolution) ist die alte Herrscherkaste mit sich selbst, also der neuen Herrscherkaste, zu ersetzen. Die Alt68er nahmen sich ein Beispiel an Hitler, (der gezwungen war, sich legal durch die Instanzen zu kämpfen,) brauchten nur 4x so lange, wie dieser. Linke sind glasklare Feudalisten, nur noch extremer in der Versklavung der Massen, wobei ich hier keinen Unterschied zwischen Versklavung & Leibeigenschaft mache. Es gibt zwar Unterschiede, aber die sind lapidar & damit vernachlässigbar.

Laurenz

18. Dezember 2025 11:05

@Majestyk & Le Chasseur ... "Auch in Russland ist die Politik zur Steigerung der Geburtenrate gescheitert. Der moderne Mensch muß keine Kinder mehr bekommen, es sei denn, er will. Deswegen sind all diese Pläne bezüglich Gebärprämien komplett sinnfrei." ... Da muß man Ihnen hart widersprechen. Ihr moderner Mensch ist nicht modern, sondern manipuliert. Erstens liegt Elon Musk falsch, wenn Er das Bevölkerungswachstum erst einmal als unbegrenzt ansieht. Der Platz auf der Erde ist beschränkt. Das wissen auch alle, auch jene, die massenweise Kinder in die Welt setzen. Letztere führen einfach einen biologischen Krieg, um den Planeten mit sich selbst zu bevölkern. Und die anderen, die mit zuwenig Kindern, besitzen, aufgrund von Manipulation, keinen Überlebenswillen. Die Maßnahmen der Russen in der Familienförderung sind einfach zu halbherzig & bei uns quasi gar nicht vorhanden.

Kurativ

18. Dezember 2025 21:01

"Halb zog er sie, halb sank sie dahin"
Hat die AfD die Macht und die Selbstkontrolle, die Folgen einer solchen Wende zu kontrollieren. Die USA haben keinen anderen Partner. Und es gibt Übereinstimmungen.
Es erinnert etwa and die Wende bei den Grünen vor der Bombardierung der Serben.
Hoffentlich gibt es bei der AfD weniger euphorische oder pragmatische Kräfte

Majestyk

18. Dezember 2025 23:39

@ Laurenz:
"Da muß man Ihnen hart widersprechen."
 
Kann man, muß man nicht. Im Grunde widersprechen Sie sich selber. Sie haben oft genug geschrieben, daß Frau Mann eben nicht mehr als Ernährer benötigt und sich eben oftmals freiwillig gegen Familie entscheidet.
 
Genau das habe ich auch geschrieben. Heute muß keiner mehr Kinder bekommen, der nicht will. Es gibt Verhütungsmittel, so daß man Spaß haben kann ohne Folgen. Es gibt keine Konventionen mehr, die zur Heirat nötigen und wenn ich kinderlos gebrechlich werde, kann ich mich von der Allgemeinheit pflegen lassen. Rundumversorgung sei Dank. Im Grunde muß Mensch derzeit eigentlich gar keine Verantwortung mehr übernehmen, dürfte ja auch ein Grund sein, für all die infantilen Erwachsenen. Wer genug Geld verdient, den braucht man nicht fördern und so manchen anderen sollte man besser nicht ermutigen. 
 
Von den Faröer und Israel abgesehen ist die Ferilitärsrate in allen westlichen Ländern negativ, gilt auch für die fernöstlichen Industriestaaten, inklusive Indien. Bevölkerungswachstum findet in Afrika, Mittel,- Südamerika statt und in den ärmeren Ländern Asiens.
Wenn Sie mehr Kinder wollen, müssen Sie den Wohlstand senken und den sozialen Status der Frauen verändern. Zumindest Punkt 1 ist ja bereits in der Mache.
 

Laurenz

19. Dezember 2025 10:17

@Majestyk @L. ... Sie schreiben ja gar nicht schlecht. Der Vertrag zwischen Mann & Frau, genannt Ehe, wurde vom Staat ausgehebelt, Unterhaltsansprüche vom Sozialamt vorgeschossen, also Beziehungs- oder Ehestreit, mangelnde Kompromißbereitsschaft zu Lasten der Allgemeinheit unterstützt, obwohl doch klar ist, daß die wenigsten 2 Wohnungen, 2 Autos finanzieren können. Selbst der Relotius schrieb vor etwa 20 Jahren, daß es ein großer Fehler war, das neue Scheidungsrecht in den 70ern zu unterstützen, weil dies in der Form volkswirtschaftlich nicht tragbar ist. Natürlich kann man die Kinderzahl von Armen & Reichen steuern. 7 Kinder bringen aktuell 1.785 Euro Kindergeld bis ins Alter 18, bzw. 25 Jahren. Wenn man viele Kinder von Wohlhabenden oder Reichen wünscht, braucht man nur die Steuerprogression, sagen wir von 1-10 Kindern, linear invers gegen 0 gehen lassen & muß gleichzeitig die Kapitalertragssteuer radikal erhöhen. Wenn junge Leute Angst um persönliche Freiheiten haben, die durch Kinder eingeschränkt wird, hilft es, wenn man Kinderbetreuung durch die alten Geburtenstarken bei denen privat steuerlich stark begünstigt, was wiederum den Gebildeten mit mehr Rente unter den Geburtenstarken zugute kommt. Einfach mehr kreativ, weniger destruktiv, denken, Majestyk. Nur Linken fällt kreatives Denken schwer. Von daher sitzt man schnell im linken Lager.

Kurativ

19. Dezember 2025 12:09

Die Regierung der USA hat nur die AfD als Partner. Was in den Zielen such vernünftig ist. Zu bedenken ist, dass die USA dabei die volle Kontrolle der Informationssysteme (Handy, PC, Server, Cloud) hat und somit Parteiprozesse steuern kann und zb die Willensbildung lenken kann.

Kurativ

19. Dezember 2025 12:27

Die Regierung der USA hat nur die AfD als Partner. Was in den Zielen such vernünftig ist. Zu bedenken ist, dass die USA dabei die volle Kontrolle der Informationssysteme (Handy, PC, Server, Cloud) hat und somit Parteiprozesse steuern kann und zb die Willensbildung lenken kann.

Majestyk

19. Dezember 2025 13:24

@ Laurenz:
Erstens gehören fast alle Gesetze der letzten 50 Jahre mindestens geprüft, besser gleich geschreddert. Zweitens sollten Familie mit 2 Kindern mindestens 60k steuerfrei verdienen können. Märchensteuer auf Produkte, die man zum Leben benötigt, gehört abgeschafft, vergünstigt auch Dienstleistungen. Moët & Chandon oder Ferraris kann man besteuern, nicht Dinge wie Nahrung, Medikamente, Lehrmittel, Heizmaterial etc. Ideologische Steuern müssen ganz weg.
Wer wirklich mehr Kinder will, muß den Feminismus rückabwickeln. Der zerstört Familien und trägt Mitverantwortung am Niedergang der Mentalität. Es ist Quatsch, Geld in eine Armee zu pumpen (was noch zu beweisen wäre) wenn es an Kriegermentalität mangelt. Ehe ich Personal aufstocke, muß ich erst die Erziehung der Kinder verbessern, damit aus denen brauchbare Menschen u. Soldaten werden können.
Man kann Geringverdiener bei der Familienbildung unterstützen. Ihr Modell ist aber eher Gießkannenprinzip. Derzeit sinnlos, weil es genau die "Falschen" fördern würde. Schon allein zur Verbesserung von Mentalität und Rückabwicklung des Feminismus, muß der Apparat abgebaut werden. Die freigesetzten Mittel kann man nutzen, um Steuern und Abgabenlast zu senken. Ob extrem hohe Kapitalertragsbesteuerung sinnvoll ist, um Kapital im Land zu halten, zurückzuholen oder neues anzulocken darf übrigens bezweifelt werden. Kapital hat nervöse Füße. Es will ja keiner Geburtenzuwächse, um in der dritten Liga zu enden. 

Majestyk

19. Dezember 2025 13:43

Im Übrigen ist Freihandel über alles tot. Hat auch der Boss gesagt. Die Rückkehr von Zollpolitik ist angesagt. Bringt Geld in die Kasse, schützt heimische Landwirtschaft und Industrie, man blicke derzeit nach Brüssel. Die Pläne der linken Oligarchie zerstört Existenzgrundlagen. Freien Handel kann es nur unter Gleichgesinnten und -wertigen geben. Ähnliche Löhne, Sozialgesetze, Produktionsbestimmungen. Alles andere endet früher oder später im Ausverkauf. 
Bezogen auf den Kommentar von brueckenbauer, mein Europa liegt in Deutschland. 

Majestyk

19. Dezember 2025 14:33

@ Kurativ:
"Die Regierung der USA hat nur die AfD als Partner."
Partner bewegen sich aber auf Augenhöhe. Ich will nicht abstreiten, daß Team Trump Länder mit Meinungsfreiheit nicht sympathischer sind. Es geht aber doch darum, jene Strukturen in Europa zu untergraben, die mit dem Feind im Innern alliiert sind. Schafft man es nicht, in Europa ähnlich gesinnte Regierungen zu fördern, muß die USA die Einreiseregeln überdenken und die Kooperation in all diesen Buchstabenorganisationen. Man kann ja weder Medienleute oder Funktionäre ins Land lassen, die in den USA dann Wahlkampf für den politischen Gegner betreiben oder wahllos Eingebürgerte, die Amerika als Satan betrachten und Bomben legen wollen.

Laurenz

19. Dezember 2025 17:30

@Majestyk @L. ... ich vertrete kein Gießkannenprinzip. Sie beschreiben mit vielen Worten den einfachen Tatbestand, daß Deutschland wieder, wie bereits in der II. Hälfte der 40er, dringend eine gesamtgesellschaftliche Entgrünifizierung benötigt. Daß wir, gemäß HB oder GK, eine andere Bildungspolitik benötigen, hatte ich nie in Zweifel gezogen. Warum sind wir Debattanten auf der SiN. Das würde ja sonst überhaupt keinen Sinn ergeben, nettes Wortspiel. Sie, hingegen, verlieren gerade wieder den Bezug zur politischen Machbarkeit. Wir sind hier nicht bei Wünsch-Dir-was, sondern müssen mit dem Volk klar kommen, welches gerade lebt & nicht viel mehr als den reinen Materialismus, der aus mehreren Deutschen Katastrophen des 20., des 19. Jahrhunderts bis zurück zum Bauernkrieg, resultiert, kennt. Wer mehr Deutsche Kinder will, muß den Befindlichkeiten, Bedürfnissen junger Leute gerecht werden. Das muß politisch so gestaltet werden, daß man gar nicht nein zu vielen Kindern sagen kann. Denn, sonst kommt wieder irgendein @Majestyk angeschissen, der meint, die Russen seien zu blöd, ihre Demographie in Ordnung zu bringen.

Laurenz

19. Dezember 2025 17:35

@Majestyk @Kurativ ... niemand ist mit den USA auf Augenhöhe. Was Trump will, ist der Wunsch nach kalkulierbaren Regierungen in Europa, die sich an rationalen Interessenlagen orientieren. Ein Naher Osten als Konfliktherd reicht den Amis dicke aus.

Maiordomus

20. Dezember 2025 07:03

Hier wird zum Teil diskutiert, als ob die AfD an der Macht wäre und man selber bei denen was zu sagen hätte, was zum Beispiel für MS kaum zutrifft, erst recht nicht für L. Selbst wenn die Erörterungen in diesem oder jenem Detail nicht einfach Dummschwatz sind, bleibt es doch eher politisches Stammtischgefasel. Zumal ist es aufgeblasenes Zeug, die AfD als "Partner" der Vereinigten Staaten zu stilisieren. War ist vielleicht, dass das Team Trump im politischen Schachspiel mit jeder nur möglichen Option rechnet, im Zusammenhang mit der AfD allenfalls der deutschen Regierung eine lange Nase dreht. Dabei ist noch in keiner Weise gesichert, ob diese Regierung länger als drei Jahre durchhält. Klar rechnet und hofft zumal Weidel auf den Vizepräsidenten Vance, der im Gegensatz zu Trump über das Dealmaking hinaus über eine Art Weltanschauung zu verfügen scheint. Dabei schätze ich selber konvertierte Katholiken als vergleichsweise naiv ein, eiin allfälliger Erfolg setzt einen hohen Grad von Opportunismus voraus.  Deutsch-innenpolitisch würde ich indes die Zeitschrift Sezession bzw. SiN insoweit nicht unterschätzen, als man sich mit Kultur und Bildung ernsthaft mit alternativen Optionen auseinandersetzt. Als vergleichsweise bedeutendsten österreichischen Mitarbeiter schätze ich Lichtmesz ein, bin gespannt auf sein Film-Buch.   

Jupp Koschinsky

20. Dezember 2025 17:25

Laurenz, Sie antworten am 18. Dezember 2025 auf meinen Einwurf "was Mearsheimer vor allem ignoriert, ist das Menschen-Recht andere zu vernichten, zu vertreiben, zu erobern & zu morden." Von einem solchen Menschrecht wußte ich bislang nichts. Woher haben Sie das? Sie schreiben weiter "Ich habe vor der einzigen Demokratie im Nahen Osten, einem rechten, identitären Staat & seiner Mini-Reconquista mehr Respekt ..." Gilt Ihr Respekt nur diesem Vertreiberstaat oder auch anderen? Halten Sie es für rechts und identitär, eine angestammte, alteingessene Bevölkerung aus ihrer Heimat zu vertreiben beziehungsweise zu massakrieren?

Kurativ

21. Dezember 2025 00:40

Die Linken (damit meine ich auch die CDU oder die FDP) beschweren sich nun, dass die USA offiziell eine Unterstützung ihrer Kräften in Europa vorantreiben.
Wir selber haben uns immer beschwert, dass die Vorgänger von Trump die Linken  unterstützt haben.
Es ist aber nichts anderes als logisch und gerecht, wenn die heutige USA ihre Kräfte in Europa soweit unterstützt, auf dass eine Art Gleichstand der Unterstützungsaufwendungen und Auswirkungen in Europa erreicht werden kann.
Hier wirkt das Gezeter der Linken heuchlerisch.

Majestyk

21. Dezember 2025 16:17

@ Laurenz:
Schon Mist, daß die Zahlen zur russischen Fertilität Ihrer Argumentation nicht entsprechen, dann eben Tiefschlag. Der Schiri pfeift ja eh nur beim Gegner.
Warum haben Sie eigentlich keine Kinder? Sie sind nach eigenem Bekunden wohlhabend und hatten stets Schlag bei Frauen. Wenn Leute wie Sie und ich uns über Familiengründung unterhalten, ist das so, als würden zwei Blinde über Farben diskutieren. Dabei wollte ich Kinder, mir fehlte nur die passende Frau. Kinder bekommt man auch bei kleiner Kasse groß, schafften meine Eltern schließlich auch, ziemlich lange sogar mit nur einem Einkommen und übrigens ganz ohne Kindergeld.
Ja, Sie sind belesener als ich. Genau wie Maiordomus sich in Bezug auf Bildung in einer ganz anderen Liga als ich befindet. Trotzdem schaffen Sie es nicht, mir als vermeintlich Unterlegenem rein argumentativ zu begegnen. Sie schrieben neulich, Sie würden hier fast alle Debatten gewinnen. Nein, tun Sie nicht.  Sie haben lediglich einen guten Draht zur Leitung und genießen weitestgehend Narrenfreiheit. Wären die meisten Teilnehmer nicht so gutmütig oder gelassen, würde hier fast jede Debatte eskalieren. Worum geht es Ihnen hier eigentlich, um offene Debatten und Erkenntnisgewinn oder darum Ihre Wut und Hilflosigkeit (empfinden wohl die meisten Teilnehmer) angesichts heutiger Zustände abzureagieren? Wenn ich einfach nur Blitzableiter sein soll, dann ist es OK, muß ich nur wissen. Anregende Gespräche stelle ich mir anders vor.

Laurenz

21. Dezember 2025 19:54

@Majestyk @L. ... Erwarte von niemandem Belesenheit auf der SiN. Ich wünsche mir Recherche. Maiordomus ist hier der Belesenste, was aber auch häufig deutlich zeigt, wie schnell man sich in der Debatte vom wesentlichen ablenken lassen kann. In den 90ern gab es in den USA manchmal minderjährige Bürgermeister. Das hatte damit zu tun, daß jungen Leute weniger durch Erlerntes im Denken eingeschränkt werden. Aber das Denken, der Lösungsansatz ist der wichtigste Faktor, ist im Grunde das, was einem eigentlich Lehrer beibringen sollen. Weil Sie mich nach meiner Kinderlosigkeit fragen, gebe ich Ihnen eine Antwort, die aber nur emotional & wenig sachlich begründet ist. Ich habe leider auch keine Geschwister. Die Kriegsfolgen, die Armut nach dem Krieg, sorgten dafür, daß meine Eltern mich falsch erzogen. Es standen nicht die Familie & Kinder im Fokus, sondern die Bewältigung & Abschaffung der Armut, sozialer Status. Meine Eltern schafften es aus dem nichts ein Haus im Taunus in Ihrer Lebenszeit zu erwirtschaften. Das Haus ist aber jetzt, außer als Wohlfühloase mit einemaligem Ziergarten für meine Mutter, völlig sinnentleert. Als ich auf die Idee kam, Kinder haben zu wollen, war es zu spät. Man kann das nicht erzwingen & es erforderte eine völlig neue Konzeption meines erlernten Denkens, dessen Resultat man manchmal auf der SiN zu lesen bekommt. Kinder sind wichtiger als alles andere.

Laurenz

21. Dezember 2025 20:15

@Jupp Koschinsky @L. ... Es gibt in der Levante keine alteingesessene Bevölkerung. Die Region, die Sie debattieren, liegt am Ende der Seidenstraße am östlichen Mittelmeer, besitzt eine strategisch enorme Bedeutung, obwohl die Region nur eine Geröllhalde darstellt. Der maritime Zugang war/ist auch weniger kontrollierbar, als das Schwarze Meer mit Bosporus & Dardanellen. Selbst die biblischen Eroberer (die Hebräer) waren nur Besatzer, Jerusalem ist eine Jebusiter-Gründung. Wie der Name "Galilea" (oder Galata (Turm) als Bezirk der Genueser in Byzanz) Ihnen sagt, lebten dort in früher Zeit auch Leute aus Zentraleuropa, Gallier. So, wie der Name Farang (Franke) in Thailand als Synomym für alle Leute aus dem weißen Westen gilt. In dieser Region herrscht jener, der sich militärisch durchsetzt. Das war schon immer so. Warum sollte es jetzt anders sein? Ich kann ihnen aus dem Kopf mindestens 30 Besatzer aus dem Kopf in den letzten 2k oder 3k Jahren nennen. Noch bis vor gut 100 Jahren war das alles Osmanisch. (Die Russen haben uns Schliemanns Schatz des Priamos geklaut. Die Türken wollen den wiederhaben. Als ob Türken jemals in der Lage gewesen wären, aufgrund eigener Leistungen Kultur zu entwickeln.) Geben wir jetzt die Levante an Erdogan zurück oder an die Mullahs oder an die Kopten oder an die Briten oder an die Griechen/Byzantiner?

Jupp Koschinsky

21. Dezember 2025 21:44

Laurenz, Sie enttäuschen mich: Statt klar zu antworten, eiern Sie entweder herum, reden von Besatzern oder Herrschern, wo ich nach Bevölkerung fragte (die Semiten leben jedenfalls länger in der Region als die meisten Israelis), oder gehen auf meine Fragen, wie der nach Ihrem seltsamen Menschenrecht oder Ihrem Respekt vor Vertreiberstaaten nicht ein. Schade!  

Kurativ

21. Dezember 2025 22:25

Ein wichtiger Schritt ist, dass man über die Probleme offen sprechen kann und dass sich die Kontroversen weit unter den Menschen verbreiten. Nur ist überhaupt eine Änderung möglich. Meinungsfreiheit also. Genau das will die EU eben verhindern. Wir sind weit davon entfernt. ARD & ZDF zeigen das Gegenteil. Die Daumenschrauben mit Angst und Schrecken in der Bevölkerung werden massiv angezogen. Die nächste Eskalationsstufe kann man sich beim Fall von Jaques Baud anschauen.

Laurenz

21. Dezember 2025 23:10

@Jupp Koschinsky @L. ... Enttäuscht sein, kann man nur, wenn man zu viel erwartet. Ich erwarte von Ihnen gar nichts, denn ich würde ganz sicher enttäuscht werden. 1948 lebten in der seinerzeit ökonomisch schwachen Region, die heute als Israel bezeichnet wird, weniger Menschen als heute. Ca. 2/3 Araber & 1/3 Juden. Die Bevölkungsdichte lag bei 70-75 Einwohnern pro Quadrat-KM. Heute liegt die Bevölkerungsdichte (inklusive Gaza) bei weit über 500. Wenn Sie die Geschichte der Region außerhalb der Debatte abstellen, mutieren Sie die Plattform, das Medium zu einem gesichert linksextremen Forum. Fragen Sie doch die Araber, warum diese in 2 Weltkriegen mit den Briten kollaborierten & 2x fett verarscht wurden? Das waren ja nicht die einzigen. Als die Zionisten im I. Weltkrieg das II. Reich verrieten, erwarteten jene sicherlich die Staatsgründung Israels 1922 & nicht 1948. Warum einigten sich weder Araber noch Zionisten mit dem Kaiser & dem Sultan? Ab 1948 war für die geschwächten Briten die Region nicht mehr haltbar. Schreibtisch-Krieger, wie Sie, können schon sehr nervig sein. Warum ziehen Sie nicht für das sogenannte Palästina persönlich in den Krieg? Der Krieg entscheidet, wer Recht bekommt.

Majestyk

22. Dezember 2025 01:10

@ Laurenz:
"Kinder sind wichtiger als alles andere."
Darauf können wir uns einigen. Je älter man wird, desto mehr spürt man die Leerstelle. Mit einem selber reißt eine Geschichte ab, dadurch verliert vieles an Bedeutung, z.B. auch solche Feste wie Weihnachten. Danke für Ihre Offenheit und friedliche Feiertage.
@ Jupp Koschinsky:
Juden sind doch auch Semiten und Araber doch wohl auch Einwanderer. Ich höre das zwar immer, ich wüßte aber echt mal gerne, wen die Israelis vertrieben haben sollen. Die Araber haben doch auf Aufruf diverser arabischer Staaaten freiwillig ihre Häuser geräumt und wollten erst zurückkehren, wenn die Juden verschwunden sind und der Staat Israel vernichtet. Kann man doch auch im Buch Exodus von Leon Uris lesen oder sich den Film von Otto Preminger anschauen. Auf YouTube gibt es eine mehrteilige Doku: "Der Kampf ums Heilige Land". Leider inzwischen mit Altersbeschränkung. 
Es ist ja auch nicht so, daß es dort vorher einen arabischen Staat gegeben hätte. Der Konflikt entstand doch wohl eher als die Briten im ersten Weltkrieg Juden wie Arabern ihr Wort gaben, um es hinterher zu brechen und Ansprüche Frankreichs zu bedienen. Und was den späteren Teilungsplan angeht, den verantwortet doch wohl die UNO. Der Wunsch der Juden nach einem eigenen Staat war aber doch nachvollziehbar, oder? 

Jupp Koschinsky

22. Dezember 2025 14:11

Nachdem Sie, Laurenz, mir mit eleganten Paraden meine Maske vom Gesicht gerissen haben, bleibt mir "nervigen Schreibtisch-Krieger" mit Hang zum "Linksextremismus" nichts mehr, als beschämt das Feld zu räumen und nicht eher anzuhalten, bis ich im "sogenannten Palästina" angelangt bin. Immerhin räumen Sie ein "1948 lebten in der seinerzeit ökonomisch schwachen Region, die heute als Israel bezeichnet wird, weniger Menschen als heute. Ca. 2/3 Araber & 1/3 Juden." Wie ist das Verhälnis heute? 4/5 Israelis, 1/5 Araber?  Wie das? Ah, Sie, Majestyk, klären auf: "Die Araber haben doch auf Aufruf diverser arabischer Staaaten freiwillig ihre Häuser geräumt ..." Genauso wie die deutschen Vertriebenen, oder? Übrigens sind die meisten Israelis, beziehungsweise Juden eben keine Semiten, die meisten Palästinenser aber schon. Doch, ha!, wer gäbe schon gerne die Totschlagkeule "Antisemitismus" aus der Hand? "Der Wunsch der Juden nach einem eigenen Staat war aber doch nachvollziehbar, oder?" Wünsche sind meistens nachvollziehbar, nur andere für die Erfüllung bluten zu lassen, ist - halt, ich fange an zu spinnen: "Der Krieg entscheidet, wer Recht bekommt." stellt Laurenz klar. Was beschweren wir Deutschen uns also? Immerhin habe ich es geschaffft, daß Sie beide, Laurenz und Majestyk, einmal in die selbe Kerbe hauen. Das ist doch was. Fröhliche Weihnachten Ihnen beiden!

Laurenz

22. Dezember 2025 14:40

@Majestyk & Jupp Koschinsky ... in der Israel-Debatte werden unsere, also Deutsche Interessen, außer Acht gelassen, warum das denn? Wenn ich bei Broder kommentiere, daß Israel ein III. Reich für Juden mit Wahlrecht darstellt, geht die Aussage durch die Zensur. Das ist auch schwer zu entkräften, weil erst 2014, auf Druck der UNO, die quasi identischen Reichsrassegesetze Israels (mit dem III. Reich) durch nicht-tarifäre Konvertierungs-Hemmnisse ersetzt wurden. Es gibt keine 2-Staaten-Lösung. Wer das fordert, will bescheißen & votiert für den ewigen Krieg. Muslime wollen die Israelis aus dem dem Land jagen, "from the river (Jordan) to the sea (Mittelmeer)." Was wäre denn, wenn dies von Erfolg beschieden wäre? 6,5 Mio. Israelis müßten abhauen, ja wohin denn? Ein paar 100k gingen nach Rußland, ein paar 100k nach Frankreich, 3 Mio. in die USA & 2 Mio. zu uns. Wollen Sie das, Koschinsky? Mir reichen die Juden, die wir haben, dicke aus. Die schwarzen Schafe, Broder & Abramovych, haben viel besser erkannt, als die ganzen Schusters, Spiegels & Friedmans, was die sogenannte liberale Demokratie, welche Europa vernichtet, für Israel zukünftig bedeutet.

Laurenz

22. Dezember 2025 18:17

@Jupp Koschinsky ... Sie verstehen nicht, Koschinsky. Mir sind die Israelis deshalb näher als die Araber, weil sie sich mental im Übergang von Nomadentum zur Seßhaftigkeit befinden. Ansonsten akzeptiere ich nur die Realität vor Ort & bin für eine Reconquista. Moslems haben weder in Nordafrika noch in Kleinasien, noch in Europa, noch in der Levante etwas verloren. Hier geht es um Die oder Wir. Die SiN ist kein Kindergeburtstag. Und die Islamische Eroberung wurde nie beendet. Hier argumentieren Sie völlig ignorant. Und ich bin auch nicht für Israel, sondern pro-Deutschland. Frohe Weihnacht.

Kurativ

22. Dezember 2025 22:17

Der Informationskanal "nius" berichtet über eine Studie für die "Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)" in dem das außenpolitische Konzept der AfD einem allgemeinen weltweiten neuen Trend entspricht: Interessen statt Werte, Multipolare Weltordnung, Wider den Universalismus, Taktischer Transatlantismus, Russland als Partner.
https://nius.de/politik/news/60-seitige-studie-belegt-die-afd-ist-teil-eines-weltweiten-strategiewechsels-in-der-aussenpolitik

Jupp Koschinsky

31. Dezember 2025 13:45

Laurenz und Majestyk: Ich will nicht weiter streiten und werde mich auch nicht mehr zu diesem Thema äußern, empfehle Ihnen aber dies zur Lektüre: https://globalbridge.ch/sumud-standhaftigkeit-im-heiligen-land/ Könnte ich Sie privat erreichen, hätte ich diesen Hinweis nicht hier veröffentlicht.