»Früher gingen die Frauen in ›guter Hoffnung‹, heute diskutieren sie, bis zu welcher Schwangerschaftswoche sie straffrei abtreiben können.« Diese Zuspitzung ist falsch, aber nicht völlig. Denn natürlich wurde stets und um jeden Preis abgetrieben. Meine Urgroßtante Grete, Jahrgang 1908, streng katholisches Elternhaus, hatte ganze drei auf dem Kerbholz. Als Kind war sie für mich eine Furie. Spitz und schnippisch. Die Abtreibungsgeschichten erfuhr ich erst nach ihrem Tod.
Leichtfertigkeit und Größenordnung des »Eingriffs« haben sich allerdings geändert. Die Stern-Kampagne anno 1971 (initiiert von Alice Schwarzer: »Ich habe abgetrieben«) war dabei nur ein kleiner Schritt. Es dauerte Jahrzehnte, bis Frauen Abtreibungen als Renommee vor sich hertrugen, entsprechende Fotos posteten oder, wie Charlotte Roche, in Romanform (Mädchen für alles, 2015) als himmlischen Akt verbrämten.
Für uns Europäer mögen die Diskussionen pro/contra »Recht auf Abtreibung« fast vorgestrig erscheinen. Sie sollten es nicht sein, aber in Deutschland ist die Lebensrechtsfrage wirklich nur noch ein Nischending. Die Messe scheint längst gelesen zu sein, nämlich zugunsten von pro choice, also für das unbedingte Recht auf Abtreibung. Dutzende andere Fragen (Migration, innere Sicherheit, Bildung, günstiger Wohnraum, Energiesicherheit, Rente) beschäftigen die Wähler wesentlich stärker. Das Abtreibungsthema lockt kaum jemanden hinterm Herd vor. Und mehr: Wer hier in Deutschland grundständig pro life argumentiert, gilt automatisch als Rechtextremist oder religiöser Fundamentalist.
Einmal wurden einer meiner Töchter von einem freikirchlichen Freund diese »kleinen Füßchen« aus Plastik zum Anstecken geschenkt. In dieser Größe, die Füße bei einem durchschnittlichen Abtreibungsopfer wohl haben. Die Tochter hatte einige Tage Gewissensnöte, weil sie den Anstecker nicht tragen wollte, obwohl Abtreibung ihr als grauenvolle Vorstellung erschien. Die Frage war, ob man eine Meinung oder Überzeugung als Botschaft nach außen tragen müsse. Der Freund vermied das tunlichst. Weshalb sollte sie also diese Füßchen zur Schau tragen? War ihr das wichtig genug?
Ich habe meine sieben Kinder staatliche Schulen durchlaufen lassen. Die Frage nach dem Recht auf Abtreibung kam immer auf, irgendwann – in Religion, Biologie oder Sozialkunde. Alle meine Kinder sind/waren pro life. Sie wurden nicht indoktriniert, es war einfach keine Frage. Vielleicht erübrigt sich das in einer kinderreichen Familie. Wir haben nie diese krassen Abtreibungsfilme wie Der stumme Schrei (The Silent Scream) angeschaut, in dem der Ex-Abtreibungsarzt Bernard Nathanson sein ehemaliges Tun Revue passieren läßt. Nein, die Kinder sind mehr aus Instinkt strikt gegen Abtreibung, mal forscher, mal schüchterner argumentierend, meist sogar abwägend, Ambivalenzen miteinbeziehend. Es wäre/war leichter für sie, in geschichtspolitischen Debatten standzuhalten. Der (auch zurückhaltende) Standpunkt gegen Abtreibung ist heute schwieriger durchzuhalten als, sagen wir, ein Dissens in der Kriegsschuldfrage.
In den USA hängt aber immer noch ein Teil des Wahlkampfs an dieser Frage. Dieses grundständig progressive Mischvolk ist erstaunlicherweise einerseits konservativer, andererseits gespaltener als die Leute in Westeuropa. Im Juni 2022 war in den USA die fast ein halbes Jahrhundert geltende Regelung (»Roe vs. Wade«, Januar 1973) gekippt worden, wonach bis zur 27. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden durfte.
Seither haben viele Bundesstaaten das Abtreibungsrecht radikal verschärft. Entstanden ist ein Flickenteppich; die Gesetze reichen von striktem Verbot über eine Abtreibungserlaubnis bis zur Lebensfähigkeit des Embryos (etwa in Kansas, Pennsylvania, Michigan, Nevada und in sämtlichen Neuengland-Staaten mit Ausnahme von Vermont, wo man es noch »liberaler« handhabt) oder gar zu einer Abtötungserlaubnis über den gesamten Verlauf der Schwangerschaft – so gehandhabt in Oregon, Colorado, New Mexico, New Jersey und Alaska.
Sowohl Donald Trump als auch seinem ehemaligen Kontrahenten Joe Biden fiel es aufgrund der aufgeheizten Stimmungslage schwer, hierzu klar Position zu beziehen. Biden sprach sich für Legalisierung aus, auch wenn er immer betonte, als Katholik »kein Freund von Abtreibungen« zu sein. (Fällt eigentlich noch auf, wie satanisch die Attribute »Abtreibungs-befürworter«/»Abtreibungsfreunde« sind?) Zuletzt rief der 81jährige eine »Task Force« ins Leben, die sich auf vielfältige Weise darum kümmern sollte, Frauen auch dann einen Zugang zu Abtreibungen zu ermöglichen, wenn diese in ihrem Heimatstaat gesetzlich eigentlich verboten sind. Auch andere Demokraten kommen zu eigentümlichen Argumenten. In einem Brief, den 2023 auch die langjährige Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, unterzeichnete, heißt es wörtlich:
Die fundamentalen Grundsätze unseres katholischen Glaubens – soziale Gerechtigkeit, Gewissens- und Religionsfreiheit – verpflichten uns dazu, das Recht einer Frau zu verteidigen, Zugang zu Abtreibung zu haben.
Trump eiert gleichfalls um die Frage herum und zeigt sich elastisch, brachte auch mal eine 16-Wochen-Frist ins Gespräch. Auch im letzten Schlagabtausch zwischen Trump und Kamala Harris Mitte September 2024 spielte die Abtreibungsfrage eine große Rolle. Trump forderte Harris heraus, Stellung zu Abtreibungen im siebten oder achten Schwangerschaftsmonat zu beziehen; Harris beklagte zwölfjährige Inzestopfer, die Trump wohl zwingen wolle, die Frucht der Vergewaltigung auszutragen. Schwer zu sagen, welcher Strohmann größer war …
Es ist so gut wie unmöglich, griffige Daten zum Abtreibungsbetrieb in den USA zu ermitteln. Beispielsweise wird der (womöglich erhebliche) Online-Vertrieb von Abtreibungspillen gar nicht erfaßt. Aus Daten der Centers for Disease Control and Prevention (CDC), einer beim US-Gesundheitsministerium angesiedelten Behörde, geht hervor, daß 2022 rund 94 Prozent aller Abtreibungen in den USA vor der 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt wurden. Drei weitere Prozent fielen in die 14. und 15. Woche. Bei der definitiv niedrigsten Annahme von Abtreibungsfällen pro Jahr, nämlich einer Million, wären also »bloß« drei Prozent der Ungeborenen in einem späten bis sehr späten Stadium abgetrieben worden. Das macht »nur« 30 000 – und man stößt, sich durchs Netz klickend, rasch auf zahlreiche Abtreibungen, die »schiefgingen« und deren Opfer man unversorgt sterben ließ.
Worüber sprechen wir also? Wir sprechen über Stufen der Normalisierung. In seinem Text über die »Regeln für den Menschenpark« zählt Peter Sloterdijk sie auf:
Ob die Menschheit gattungsweit eine Umstellung vom Geburtenfatalismus zur optionalen Geburt und zur pränatalen Selektion wird vollziehen können – dies sind Fragen, in denen sich, wie auch immer verschwommen und nicht geheuer, der evolutionäre Horizont vor uns zu lichten beginnt.
Für einen Ausdruck von Hilflosigkeit und Sterilität hält er es, »wenn Menschen sich explizit weigern, die Selektionsmacht auszuüben, die sie faktisch errungen haben.« Es gehe also, wenn man über Politik nachdenke, entlang von Machbarkeitsfragen stets um »Regeln für den Betrieb von Menschenparks.«
Tschüß Romantik, tschüß Gefühligkeit, und das in Zeiten, in denen Ehe, Zweisamkeit und Schwangerschaft aufs äußerste emotionalisiert werden. Für die »Frau von heute« ist es zwar noch immer ein einmaliges (äußerstenfalls: zwei- bis dreimaliges) Event, niederzukommen. Aber die Erregungsstufen auf dem Weg dorthin lassen sich fein und lang auffächern: Recht eigentlich beginnt der Hype ja schon weit vorher. Bei meinen Kindern trudeln haufenweise Verlobungsanzeigen ein. Es folgt die Vorankündigung zur Hochzeit. Dann die eigentliche Einladung. Es folgt ein Foto von der geglückten Heirat, und wenn das erste Kind unterwegs ist, mag es sogar zu einer Kopie dieser amerikanischen Partys kommen, auf denen das Geschlecht bekanntgegeben wird.
Ich will nicht meckern. Die Pinnwände meiner Töchter sind voll von Babyfotos. In »unserem Milieu« wird sich (jung an Jahren) fortgepflanzt, was das Zeug hält. Das ist eine der positiven Kehrseiten dessen, was man »Social contagion« nennt. Und das ist ganz wunderbar, denn normalerweise ist »soziale Ansteckung« negativ konnotiert: »Ritzt« sich eine in der Klasse, machen das andere nach. Hungert eine, steckt sie andere an. Dieser Mechanismus ist unhintergehbar. Wunderbar, daß nun auch Schwangerschaften ansteckend sind! Aber: Die ganze Sache verrutscht, wenn man über das Optionale nachdenkt und sich vor Augen führt, daß es tatsächlich das Schicksal aushebelt. Es geht um Pränataldiagnostik. Ich kenne keine Pinnwand, an der ein Foto von einem leider behinderten Kind hängt.
Ich komme aus einer Zeit, in der »Mongoloide« (ja, so sagte man damals) noch ziemlich präsent waren, also Menschen mit Trisomie 21 bzw. Down-Syndrom. Ich hatte selbst einen im Kindergarten, einen in der Grundschule; im Nachbarhaushalt putzte eine »Mongoloide«, die für ihre Schimpftiraden berühmt war, und dann gab es den komischen Thorsten, der in meinem Offenbacher Stadtteil aufgrund seiner servilen Höflichkeit eine Legende war.
Später jobbte ich bei der Arbeiterwohlfahrt, hatte in deren Behindertenwerkstatt (weiß gar nicht, wie man das heute nennt; es kann unmöglich immer noch »Behindertenwerkstatt« heißen!) zu tun und erfuhr dort von Mitarbeitern, daß es eher keine gute Idee sei, als junge blonde Frau unter männlichen »Downies« unterwegs zu sein. Weil die Impulskontrolle nicht funktioniert, die Hormone aber doch. Meiner grundsätzlichen Sympathie für diese in jeder Hinsicht vorbehaltslosen Leute tat das keinen Abbruch. Sie wissen nichts von Politik, von Kultur, Eliten, Sexismus, Liberalismus und Genderdiskussion. Das bedeutet nicht automatisch, daß sie ihr »Herz auf dem rechten Fleck« haben. Sie, die »geistig Behinderten«, können fies sein, dreckig, pervers.
Ich habe eine Freundin, die in ganz jungen Jahren ein »mongoloides« Kind zur Welt brachte. Sie haßt die Verbrämung des Behindert-Seins! Es sei ja so leicht und einfach, von außen hübsch zu tun.
Ja, ja, Downies sind so süß – alles klar. Botschaft verstanden. In Wahrheit sind Downies auch bockig, scheißen sich ein, menstruieren und so weiter. Absolut nichts daran ist ›ganz wunderbar‹. Ich liebe mein Kind, aber auf eine Art ist es die Hölle.
Der Freundin begegnen häufig »empowernde« Stimmen, die ihre Begeisterung darüber ausdrücken, daß so eine nette Frau so eine nette Aufgabe schultert. Die Wahrheit ist: Fast niemand glotzt nicht. Eine Minderheit fühlt sich zu einer Stellungnahme herausgefordert. Niemanden läßt es kalt. Fast jeden berührt es, daß die Natur/Gott »so was« zuläßt. Ziemlich regelmäßig gibt es tadelnde Blicke, fragend, ob das heute noch sein müsse.
Daß ich selbst ein Kind mit auffälligen, nicht regelrechten Chromosomen habe, hatte ich gelegentlich berichtet. Diese Tochter kam anno 1998 mit einem sehr seltenen »Genschaden« zur Welt und galt zunächst als blind. Sie ist als von Albinismus Betroffene schwer sehbehindert. Mit entsprechenden Sehhilfen sieht sie maximal zehn Prozent. Sie hat eine (in Deutschland) ausgesprochen seltene Form des Albinismus. Das weiß ich, weil ich damals einer Gen- Sequenzierung zustimmte – das täte ich heute ganz sicher nicht mehr. Keine Ahnung, was mich damals ritt, ihr Genom einer Datenbank preiszugeben – Neugier? Diese Tochter war ein so liebes wie stures Kind. Sie hat stets irgendwelche Erleichterungen (die ihr als »Schwerbehinderte« zugestanden hätten und die zum größten Teil auch logisch wären) abgelehnt. Auch gegen unser elterliches Zureden. Sie übersprang eine Schulklasse, legte ein »Landesbesten-Abitur« ab und studierte mit großem Erfolg.
»Zu meiner Zeit« hätte ich bei den Schwangerschaften eine Amniozentese (Punktion der Fruchtblase) vornehmen lassen können – erst recht nach dem »Genschaden« des zweiten Kindes – oder eine Chorionzottenbiopsie (endoskopischer Eingriff ohne Tangierung der Fruchtblase), um genetische Auffälligkeiten abzuklären. Machte ich nicht, ich ging nicht mal zur Dopplersonographie, was damals alle taten. Für mich galt in erster Linie die Devise »Wir sind jung und stark« (mithin: stark genug, auch Unerwartetes zu stemmen), in zweiter Linie »Dein Wille geschehe«. Zugegeben, es war auch »Pfeifen im Wald« dabei. Die Segnungen der modernen Medizin habe ich übrigens später gern angenommen, sonst hätten wir jetzt zwei Kinder weniger, oder jedenfalls welche mit harten Schäden. Ohne Hightechheilkunde – keine Chance.
Meine ältere Schwester starb mit 1800 Gramm nach wenigen Tagen als Frühgeburt. Das ist 52 Jahre her. Eine Geburt in der 34. Schwangerschaftswoche war damals ein völlig hoffnungsloser Fall. Heute ist das Überleben von »Frühchen« mit 600 Gramm europaweit medizinischer Standard – das heißt, unsere kleine Welt ist bevölkert von Hunderttausenden Menschen, die es ein paar Jahrzehnte vorher niemals gepackt hätten. Ja, was für ein Fortschritt! Wolfgang Amadeus Mozart war das siebte Kind seiner Eltern, aber erst das zweite, welches das erste Lebensjahr überlebte. So wurde früher gesiebt – und so, völlig anders, heute.
Heute gibt es NIPT – den nichtinvasiven Pränataltest. Ihn gibt es seit 2014, er kostet um die 500 Euro und sortiert die unfitten Kinder »relativ zuverlässig« aus. Mittlerweile (seit Mitte 2022) ist NIPT Standard. Die Kosten werden angeblich nur »unter bestimmten Umständen« von den Krankenkassen übernommen, was eine glatte Lüge ist: De facto kann jede Schwangere ihr Ungeborenes kostenlos diesem Test unterziehen. Und sie tun es. Ich bin längst Großmutter. Alle meine Kinder haben es getan. Es wurde nicht gefragt, es gehörte zur Routine, und diese Routine ist gefährlich. Denn bei einer 30jährigen Schwangeren liegt im Falle eines auffälligen Testergebnisses für Trisomie 21 die Wahrscheinlichkeit bei fast 40 Prozent, daß das Testergebnis falsch ist. Bei Trisomie 18 liegt sie bei fast 80 Prozent und bei Trisomie 13 bei 90 Prozent. Selbst bei 40jährigen Schwangeren sind immer noch rund sieben Prozent der auffälligen Testergebnis für Trisomie 21 falsch, und bei Trisomie 13 liegt jedes zweite auffällige Testergebnis daneben.
»Konservativen Schätzungen« zufolge werden in Deutschland derzeit pro Jahr »etwa 250 Schwangerschaften ohne Bestätigung nach NIPT abgebrochen«, erklärt Professor Alexander Scharf. Der Mainzer Pränatalmediziner forscht zum NIPT. Was ist das für ein Spagat? »Diversity rules«, aber bitte nicht mein Kind? Behinderte, Gehandicapte werden (Paralympics) gefeiert – aber bleib mir weg damit im Nahfeld? Die »Aktion T4« zur Ausmerzung Behinderter unter Hitler sorgt heute zu Recht für Weh und Ach. Zehntausende fielen ihr zum Opfer. Man stuft es als Verbrechen ein.
Nur – wer nimmt heute freiwillig ein behindertes Kind in Kauf, wenn er es verhindern kann? Der Mensch ist eugenisch, aber er verbrämt es, obwohl die ganze Welt heute bekanntlich auf »diversity« getrimmt ist. Alle sollen doch teilhaben, mitmachen, Rederecht haben. »Aktion Sorgenkind«, 1964 vom ZDF gegründet, war damals vom Contergan-Skandal inspiriert. Seit 2000 heißt diese Lotterie (ja, immer noch werden die Gelder durch ein Glücksspiel eingenommen!) politisch korrekter und grönemeyeresk »Aktion Mensch«.
Nun fallen im besten Deutschland aller Zeiten seit langem Jahr für Jahr etwa 105 000 (meist kerngesunde) Menschen (und das ist bloß die Hellziffer; und soll man sich froh schätzen, daß es anno 2001 noch 135 000 waren?) einer Abtreibung zum Opfer. Ist das zynisch? Und: Wird es in zehn Jahren noch mongoloide Neugeborene geben? Der bundesrepublikanische Mensch will ja weder Zucht noch Züchtung. Er ist sogar total dagegen – und praktiziert sie einfach.
Es ist so easy wie die Anwendung eines Feuchttuchs zum Abwischen des Hinterns, und kritische Fragen gibt es einfach nicht. Amerika, hier einmal hast du es besser. Schwaches Volk, das mit seinen Gehandicapten nicht klarkommt, aber sich andere großzieht. Wir treiben die eigene Brut ab, weil moderne Tests sie fraglicherweise als »behindert« klassifizieren. Wir ziehen aus Sentiment aber unter Hinzunahme aller hochtechnologischer Mittel Kinder groß, deren Schicksal besiegelt wäre, wenn Schicksal noch etwas gälte. Es ist in jeder Hinsicht traurig. Die Geburtenrate liegt hier und heute bei 1,35 je Frau. Eingerechnet sind auch eingebürgerte Deutsche, sprich: auch die Kopftuchfrauen. Laßt uns mal in 20 Jahren nachzählen.