Kritik der Woche (74): Der Hegemonie entgegen

von Jörg Seidel -- Auch wenn Benedikt Kaisers neues Buch längst von Linksintellektuellen diskutiert wird, ist seine intendierte Zielgruppe unzweideutig: die Partei und ihr Vorfeld. Er richtet sich also an „uns“.

Das Buch ver­hält sich zu Kai­sers Soli­da­ri­schem Patrio­tis­mus  (2020) wie die stra­te­gi­sche und tak­ti­sche Hand­lungs­an­lei­tung zur welt­an­schau­li­che Grund­le­gung, wenn auch auf einem gewis­sen Abs­trak­ti­ons­ni­veau. Erschien das ers­te bei Antai­os, so deu­tet der Ver­lags­wech­sel zum Jun­g­eu­ro­pa Ver­lag schon eine gewis­se inhalt­li­che Ver­la­ge­rung an.

Selbst­be­wußt hat man sich dort vom „Schnell­ro­daer Kern­feld“ eman­zi­piert, geht jetzt von einer Dop­pel­spit­ze inner­halb der Neu­en Rech­ten aus und nimmt für sich in Anspruch, an die frü­he Neue Rech­te stär­ker anzu­schlie­ßen, inklu­si­ve „Euro­pa­ori­en­tie­rung, Kapi­ta­lis­mus­kri­tik und Westbindungsaversion“.

Die Neue Rech­te, deren bun­des­deut­sche Geschich­te Kai­ser in die­sem Buch eben­so reka­pi­tu­liert und deren Zer­fa­se­rung durch das IfS letzt­lich wie­der gebün­delt und gestrafft wor­den war, gibt es nun „im kon­struk­ti­ven Plu­ral“. Begriff­lich steht dafür die „Hege­mo­nie“, die die „Meta­po­li­tik“ ergän­zen, kon­kre­ti­sie­ren und direkt ins real-poli­ti­sche Feld füh­ren soll. Bei­de zusam­men sol­len eine „inte­gra­le Stra­te­gie“ erge­ben, Meta­po­li­tik ist das Mit­tel zum Zweck, ist der Weg zur Hege­mo­nie, ist „der Kampf um geis­ti­ge und kul­tu­rel­le Hegemonie.“

Bei die­ser Staf­fel­über­ga­be soll nun Anto­nio Gramsci (1891–1937), der kom­mu­nis­ti­sche ita­lie­ni­sche Par­tei­chef und Leni­nist, Pate ste­hen. Es zeich­net Kai­sers Schaf­fen ja schon seit lan­gem aus, daß er die Gren­zen des Les­ba­ren ver­schie­ben, die Lek­tü­re­zo­ne aus­wei­ten und damit der Neu­en Rech­ten fri­sches Brenn­ma­te­ri­al zufüh­ren will. Daß mit Gramsci ein schon lan­ge Zeit dis­ku­tier­ter Vete­ran zum Zuge kommt, ist inso­fern kein Zufall, als er laut Kai­sers his­to­ri­schem Rück­blick auf die Geschich­te der Neu­en Rech­ten in Deutsch­land und in Frank­reich von Anbe­ginn in deren DNA nach­weis­bar sei. Zudem sucht Kai­ser wie kein ande­rer auch in aktu­el­len vor­nehm­lich lin­ken Theo­rie­fel­dern nach Inspirationen.

Die­se Ein­hau­chun­gen jeden­falls tun not, denn der rech­te Popu­lis­mus ist – trotz sei­ner Ver­diens­te – auf einem Höhe­punkt ange­langt – und Höhe­punk­te sind immer Grund zur Sor­ge. Von dort geht es auf dem bis­he­ri­gen Weg nicht wei­ter. Jetzt nur auf den Wahl­sieg zu schau­en, wäre fatal: „Hege­mo­nie wird nicht durch Wahl­er­geb­nis­se her­ge­stellt, Wahl­er­geb­nis­se sind die Fol­ge von Hege­mo­nie“ lau­tet einer der zahl­rei­chen zitier­taug­li­chen Slo­gans die­ses Buches.

Schon jetzt müs­se das gesell­schaft­li­che Kli­ma nach­hal­tig ver­än­dert, eine kul­tu­rel­le Hege­mo­nie, im Ide­al­fall ein „his­to­ri­scher Block“ geschaf­fen wer­den, der den „All­tags­ver­stand“ (sen­so com­mu­ne) hege­mo­ni­al prägt und zum „gesun­den Men­schen­ver­stand“ (buon sen­so) hebt, um eine Gegen­he­ge­mo­nie zu schaf­fen, wozu es den „orga­ni­schen Intel­lek­tu­el­len“ benö­tigt … aber hier sind wir schon mit­ten im Gramscia­ni­schen Uni­ver­sum und Voka­bu­lar und Laby­rinth, wel­ches Kai­ser im aus­ge­dehn­ten Mit­tel­teil ent­fal­tet und erläutert.

Und weil er als einer der weni­gen über­haupt und der Rech­ten sowie­so die gesam­ten zehn Bän­de der in ihren Gedan­ken­gän­gen sehr frag­men­tier­ten und ver­wir­ren­den Gefäng­nis­hef­te kom­plett gele­sen hat, führt er den Leser ziel­si­cher hin­durch. Aller­dings nicht ohne Abstri­che, denn Gramsci als Mar­xist bewegt sich selbst­re­dend auf dem Basis-Niveau, wohin­ge­gen sein neu­rech­ter Inter­pret die­ses, sprich die öko­no­mi­sche, die mate­ri­el­le Grund­le­gung fast voll­stän­dig negiert, Gramsci qua­si als „Werk­zeug­kis­te“ im Sin­ne Fou­caults nutzt.

Dazu gehört auch die stief­müt­ter­lich behan­del­te media­le Fra­ge, inso­fern Hege­mo­nie über­haupt nur als media­les Phä­no­men zu begrei­fen ist, sie kam erst mit den moder­nen Medi­en theo­re­tisch rich­tig in Fahrt. Die Kul­tur muß medi­en­kom­pa­ti­bel sein und die Medi­en sind kul­tu­rell aus­ge­rich­tet. Es kom­men in die­ser Per­spek­ti­ve die Kräf­te der „Zivi­li­sa­ti­ons­drift“ (Slo­ter­di­jk), der Kul­tur­drift noch immer nicht ins Bild – oder wenn doch, dann nur ganz kurz zum Schluß, etwa bei den Andeu­tun­gen zum Volk. Die­se gewis­se Nai­vi­tät schlägt z.B. auch durch, wenn man orbá­nis­ti­sche ideo­lo­gie­ge­ne­rier­te Theo­rie­bau­stei­ne zum Nenn­wert nimmt.

Über­haupt gelingt es Kai­ser, hei­ße Mate­rie sprach­lich kühl und tro­cken anzu­pa­cken, was vom Leser mit­un­ter Stami­na erfor­dert. Sei­ne immense Bele­sen­heit kommt ihm mit­un­ter in die Que­re, wenn abwe­gi­ge Zita­tio­nen (Gor­ki, Kurel­la, Bre­del u.a.), die nicht in der Logik des Stof­fes und der Auf­ga­be ste­hen, ein­ge­baut wer­den, wie sich über­haupt die theo­re­ti­schen Pas­sa­gen mit­un­ter gewollt, zusam­men­ge­sucht und ‑gestü­ckelt lesen, wohin­ge­gen die frei­en Pas­sa­gen das erzäh­le­ri­sche Talent Kai­sers beweisen.

Das alles ändert nichts dar­an, daß hier ein ech­ter Mei­len­stein ein­ge­rammt wur­de, an dem sich zu sto­ßen fast Pflicht ist für alle, die im hie­si­gen Beritt mit­re­den wollen.

– –

Bene­dikt Kai­ser: Der Hege­mo­nie ent­ge­gen. Jun­g­eu­ro­pa 2025, 276 Sei­ten, 24 € – hier bestel­len.

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Kommentare (55)

Freichrist343

22. Januar 2026 22:01

Rechtskonservative Menschen machen relativ oft den Fehler, ein starkes Militär (oder das Recht auf privaten Waffenbesitz) zu befürworten (oder autoritär oder xenophob zu sein). Vernünftig war (oder ist) es, eine übermäßige Einwanderung, die (damaligen) Corona-Zwangsmaßnahmen oder Abtreibungen abzulehnen. Die Politik der Grünen und der Linken war (oder ist) nur teilweise christlich-konservativ.
https://jlt343.wordpress.com

Maiordomus

23. Januar 2026 06:23

Ich verstehe sehr wohl, dass man, wenn man von der Benützung der Meinungsfreiheit stark behindert wird, Hegemonie anstrebt. Dabei wird indes der von Jacob Burckhardt angemahnte Konnex der Macht mit dem Bösen übersehen, ein Fehler, der schon dem einzigen wirklich bedeutenden wissenschaftlichen Denker unter der deutschen Rechten, Carl Schmitt, leider unterlaufen zu sein scheint. Habe von Benedikt Kaiser übrigens in der Schweiz bei einem klandestinen Treffen der SiN-Leserschaft noch einen durchaus ansprechenden Vortrag gehört, die besten Referenten waren indes Lichtmesz und Sommerfeld. Auf Chefideologen ist man indessen, wenn man sein Leben so weit möglich der Wissenschaft und der historischen Ergründung wenn möglich im Originaltext, siehe Erasmus, dessen Name heute zwar für angebliche Bildungsprogramme missbraucht wird, nicht angewiesen. Eine eigentliche Hegemonie irgendeiner Richtung ist zumal in D erfahrungsgemäss schädlich. Es genügt für die Opposition, die gegenwärtige Hegemonie in Frage zu stellen und so weit möglich, deren Macht betr. Schadenpotenzial so weit möglich zu reduzieren und verhängnisvolle Absurditäten des Systems abzustellen oder zu minimieren.    

Diogenes

23. Januar 2026 06:30

1/2
 
"„Hegemonie wird nicht durch Wahlergebnisse hergestellt, Wahlergebnisse sind die Folge von Hegemonie“ lautet einer der zahlreichen zitiertauglichen Slogans dieses Buches. „"
 
 Es verhält sich so wie in jedem, volksbewegenden "Sog" der in "Kritischer Masse" angelangt in eine Richtung zieht (das Einstellen der Hinterfragung z.B. des Remigrationsbegriffs, als die Umkehrung der Überfremdung/Umvolkung durch ein mehrschichtiges Maßnahmenpaket). Dieses Gemeinsame macht Partei und Vorfeld zu gegenseitigen Ergänzungen ein und des selben politischen Willens die in Symbiose zum Sieg führen. Gute Wahlergebnisse bilden genauso den weltanschaulichen Synergieeffekt wie z.B. Aktionen der Identitären Bewegung und der Zuträger/Macher/Organisatoren/ Koordinatoren des Vorfelds (die Meta-Ebene). 

Diogenes

23. Januar 2026 06:31

2/2
 
Man kann die Hegemonie (die Herrschaft durch Wirkungsentfaltung erzeugt positiven Magnetismus) mit den aufgabenspezifischen Organe bildenden Organismen einer "Staatsqualle" vergleichen.  Die Partei (wenigstens jene Parteiteile, die sich auf "Solidarischen Patriotismus" als weltanschauliche Grundlage/Handhabe gegen antideutsche Ideologien konsolidiert haben) ist genauso ein aufgabenspezifisches Organ im Gesamtorganismus, wie z.B. ein Verleger Kubitschek darin eine Art weltanschaulicher "Programmierer" des "Immunsystems" - der Freund/Feind-Erkennung - ist. Alles Tun/Wirken der Organe bildet die Hegemonie - die Grundlage aber dafür ist die Oberhoheit der Verkehrssprache zwischen Partei/Vorfeld-Volksbewegung zu haben, damit nicht von außerhalb, durch antideutsche Agitatoren, die Sprache (das Sprachbild), die Denkrichtung (weg vom Schuldkult!), der politische Wille (Remigration!) diktiert werden kann und man sich als Kraft selbst neutralisiert (Brandmauer-Reflexe). 

Mitleser2

23. Januar 2026 09:41

„Europaorientierung, Kapitalismuskritik und Westbindungsaversion“
Kann man natürlich als Programm haben. Ob es der deutschen Rechten hilft, Mehrheiten zu gewinnen, darf bezweifelt werden.
 
 

fw87

23. Januar 2026 09:48

Der vorletzte Absatz des Artikels schreckt mich von der Lektüre des neuen Buches von Kaiser eher ab. Bei Kaisers "Solidarischem Patriotismus" habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Das Buch verarbeitet zum Teil eine solche Menge an Literatur, dass die eigentliche Argumentation oder der persönliche Standpunkt Kaisers nur schwer nachzuvollziehen sind. Genau das hätte mich aber damals sehr interessiert. Ich hatte das Gefühl, Kaiser nimmt sich als Person zu stark zurück. Auch der Sprachstil erschien mir als zu akademisch, selbst für jemanden, der das Lesen "derartiger" Texte gewöhnt ist. Mein Fazit war war damals: Würde Kaiser alltagssprachlich schreiben und stärker mit der eigenen Meinung rausgehen, könnte sein wichtiges Anliegen noch viel stärker in der Breite wirken. 

Monika

23. Januar 2026 09:59

Ich habe so meine Probleme mit dem rechts-marxistischen Denken( "Marx von rechts"/Solidarischer Patriotismus ) und bin deshalb auch gegenüber diesem Buch voreingenommen, da Gramsci links- marxistisch dachte. Lohnt es sich also, dieses Buch zu lesen ? Gerd-Klaus Kaltenbrunner, den ich in den 80er Jahren mal in Kandern, Im Ölmättle besuchte, weigerte sich strikt, sich etwa näher mit Karl Marx zu befassen, mit der famosen Begründung: So verbietet mir schon die Kürze des Lebens einen derartigen intellektuellen Opfergang ". Allerdings finden wir ein Porträt Antonio Gramsci in Kaltenbrunners EUROPA/Geistige Quellen. GKK würdigt Gramsci als originellen Denker. Er schreibt : " Ob er ( Gramsci) ein orthodoxer Marxist war, darüber mögen sich ideologische Sektierer streiten. Wichtiger ist die Tatsache, daß er klarer und gründlicher als andere marxistische Theoretiker, die Rolle des kulturellen Faktors in der Politik und der kritischen Intelligenz im Kampf um die Macht erkannt hat. Vorbedingung für den Erwerb der politischen Hegemonie ist die Eroberung der kulturellen Macht." 

RMH

23. Januar 2026 10:00

Im Quasi-Klappentext beim Antaios-Buchversand heißt es zum bespr. Buch in Fettdruck:
"räumt mit verbreiteten Missverständnissen auf und weist der Metapolitik ihren Platz vor und neben der Parteipolitik zu."
Unterliege ich jetzt anhand der Lektüre der Rezension einem Missverständnis, welches im Buch ggf. ausgeräumt wird, wenn ich den Eindruck habe, dass Gewinnung von Hegemonie im "Vorfeld" durch rechts jetzt spiegelbildlich das ist, wogegen sich liberale, konservative und ehrliche Rechte seit Jahren auflehnen, was unter linkem Vorzeichen totalitär die westliche Hemisphäre mittels verdeckter und offener Propaganda-Techniken durchdrungen hat? Ist Hegemomie die notwendige "dialektische" Folge, wie sie Horkheimer/Adorno in "Dialektik der Aufklärung" für die Aufklärung aufgezeigt haben, die u.a. in der bekannten und kritisierten "Kulturindustrie" mündet? Wird die miefige, drückende, geistestötende Hegemonie von Wokistan-Leftism durch eine am Ende, wenn man nicht mehr Opposition ist, in den Symptomen gleiche Geistabtötung von Rechts ersetzt?
Wenn ja, na dann Prost Mahlzeit .... Der Zweck hat noch nie die Mittel geheiligt und die Mittel sind falsch, egal, ob von links, rechts, sonstwem angewendet. Da mögen mich dafür kleine Foren-Machiavellis als machtpolitisch impotenten "Cuckservative", der immer verliert, dafür schimpfen, aber manchmal ist Verlieren ehrenvoll.

RMH

23. Januar 2026 10:01

Im Übrigen möchte ich dem Beitrag von @Maiordomus, #23. Januar 2026 06:23, zustimmen. 

Diogenes

23. Januar 2026 12:42

@Monika
 
Solidarischer Patriotismus bezieht sich ausdrücklich nicht auf marxistisch-materialistische Ideologiekonstruktionen, sondern auf eine gemeinschaftliche Weltbeschau die von Deutschland als Warte der Betrachtung und dem dt. Volk als Betrachter ausgeht. Niemand hat die Absicht alle gleich-blöd zu machen wie der Marxismus (der kein Sozialismus ist sondern seine Falschheit nur mit diesem Wort zu verbergen sucht). 

Maiordomus

23. Januar 2026 13:31

@Monika. Im Vergleich zu Gramsci, der sich wie vor ihm die franz. Enzyklopädisten des kulturellen Faktors für revolutionäre Veränderung bewusst war, eine volkskundliche Banalität, bleibt Marx bedeutender. Mich konnten zumal seine Jugendschriften ansprechen, wiewohl kaum begeistern. Sein Bekenntnis, die Annahme eines Gottes als Anfang der Schöpfung liege nahe, aber: "Gib diese Frage auf." Eher bewegte mich an Marx, dass er die Bedeutung der Erzählung "Peter Schlemihl" von Chamisso erkannte, deren Lektüre bei ähnlicher Aussage die Marxsche Gesellschaftskritik mit mehr Unterhaltungswert exemplifiziert. Als praktischen Denker interessant fand ich Friedrich Engels, so seine Überzeugung, dass die Organisation von Industrie autoritäres Befehlen erfordere und "marxistische" Befreiung nicht mit Mitbestimmung der befreiten Subjekte zu verwechseln sei. Noch bewegend die Spekulation bei Engels, dass man für das Ende unserer Erde, ja des Universums, "Brand und Schutt" zu erwarten habe, die Materie sich aber, so sein Optimismus, von neuem organisieren werde. Betr. der wirklichen Rolle des Proletariates in der Geschichte war der Bergbauingenieur Baader meines Erachtens Marx und Engels voraus, in der Analyse auch zeitlich (1835 "über die Proletairs").  

Majestyk

23. Januar 2026 14:20

@ Mitleser2:
Wenn einer den Boden der Realität nie verläßt, dann Mitleser2. Sie sind ein Lichtblick.
„Europaorientierung, Kapitalismuskritik und Westbindungsaversion“
So schließt die deutsche Rechte den Kreis nach links. Man teilt drei wesentliche Anti-ismen, Antikapitalismus, Antiamerikanismus und hinter Antizionismus versteckten Antisemitismus. Same procedure as every century. Deswegen können sich rechts und links zuweilen prima unterhalten. Man hat sich was zu sagen. 
"Ob es der deutschen Rechten hilft, Mehrheiten zu gewinnen, darf bezweifelt werden."
Ob es dem Industrie- und Forschungsstandort Deutschland helfen würde, falls man dadurch Mehrheiten erringt noch viel weniger. Ob aber Industrie und Wissenschaft bei deutschen Rechten wirklich Priorität genießen, da habe ich gewisse Zweifel, wie auch an der tatsächlichen Befreiung von Bevormundung. Wer soll freiheitliche Positionen vertreten, wenn man Nationalliberale aus reiner Verachtung ausschließt und bekämpft? Im Wunsch nach Bevormundung und autoritärer Steuerung des Lebens unterscheidet sich rechts nicht sonderlich von links, nur die Themen sind andere.

RMH

23. Januar 2026 14:44

„der Kampf um geistige und kulturelle Hegemonie.“
Ob man die in Deutschland jemals irgendwo noch flächendeckend, also außerhalb irgendwelcher Polit-Blasen, überhaupt erreichen kann? Wenn ich sowas
https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-clan-pate-wird-beerdigt-hunderte-polizisten-im-einsatz-69734192707d4aa20757e6c8
lese, dann denke ich eher daran, dass Bücher, wie das hier rezensierte, irgendwie auch nur das letzte Trompetensolo eines kleinen Bordorchesters auf einem untergehenden Dampfer sein könnten. Oder intellektuelles Spiegelfechten, oder, oder, oder ....

Majestyk

23. Januar 2026 18:36

@ RMH:
"„der Kampf um geistige und kulturelle Hegemonie.“Ob man die in Deutschland jemals irgendwo noch flächendeckend, also außerhalb irgendwelcher Polit-Blasen, überhaupt erreichen kann?"
Gab es jene Hegemonie denn jemals, von III. Reich und DDR abgesehen? Und selbst da, doch wohl stets versteckt hinterfragt. 
Ist abolute Hegemonie überhaut erstrebenswert? Ist Leben nicht auch ein bißchen Yin und Yang ?

dojon86

23. Januar 2026 20:06

@RMH Es kann aber auch ein Anzeichen sein, dass auf dem Grund der Moldau die Steine zu wandern beginnen. Und vergessen wir nicht. Die Kämpfer bei den Thermopylen wussten keineswegs, wie die Sache ausgehen wird.

RMH

23. Januar 2026 21:32

"Gab es jene Hegemonie denn jemals, von III. Reich und DDR abgesehen? Und selbst da, doch wohl stets versteckt hinterfragt." 
@Majestyk, beide genannten Systeme sind klassische Beispiele von von oben nach unten durchgedrückte Hegemonie, also mit Mitteln der Macht & unter Einsatz aller zeitgenössich möglichen Propagandatechniken. Wenn man zeitlich etwas weiter zurück geht, gab es aus meiner Sicht völlig unabhängig von der Existenz eines deutschen Staates durchaus für mehr oder weniger alle von Grund auf, also nicht von oben, verbindliche Moral & Kulturvorstellungen. & das über Jahrhunderte. Hegemonie bedeutet ja nicht, dass es keine "Vasallen"/Nischen geben darf. Im Übrigen wissen Sie, dass ich viel zu liberal bin, als dass ich das Ganze, von der Linken herrührende Hegemonie-Geschwätz besonders goutiere (siehe auch meinen Beitrag #23. Januar 2026 10:00). Trotz allem befürworte ich es, dass es in einem Staat so etwas wie einen "common sense" geben sollte, den nur mit diesem funktioniert eine freiheitliche Demokratie am besten (siehe Böckenförde). Ein solcher sollte aber organisch von unten da sein oder sich entwickeln & nicht durch metapolitsche Propaganda oder top-bottom drauf gedrückt werden.

Monika

23. Januar 2026 22:10

@Diogenes Kulturelle Hegemonie  ? Was bedeutet Kultur bei Benedikt Kaiser ? Das Volk als Betrachter ist keine Kultur. Im politischen Konzept des "Solidarischen Patriotismus" gilt die Schlüsselfrage dem Primat des Politischen. Was ist eine politische Kultur ? Zur Kultur gehört doch mehr als nur Politik. Es stellt sich etwa die Frage nach dem Menschenbild. Die etablierten Parteien sind sog.  Weltanschauungsparteien ( christlich ,sozial, liberal) . Die AfD will Alternative sein. Alternative zu was im weltanschaulichen Sinne ? Das möchte man schon genauer wissen. https://www.corrigenda.online/politik/die-gottlose-rechte

Majestyk

23. Januar 2026 23:49

@ dojon86:
"Die Kämpfer bei den Thermopylen wussten keineswegs, wie die Sache ausgehen wird."
Auch die spitzeste Feder macht einen nicht zum Spartaner. Die haben keine Perser in der Nachbarschaft geduldet und sind bei denen auch nicht essen gegangen. Der Niedergang Deutschlands ist weit vom Heldenepos entfernt. 

RMH

24. Januar 2026 11:21

@Monika, Ihre Fragen #23. Januar 2026 22:10 sind zutreffend. Was haben wir von den 68ern, die ja maßgeblich auch die marx. & gramscistischen Lehren zur Hegemonie beachteten, gelernt? ALLES ist politisch, was man ißt, wie man sich kleidet, vor allem, was man glaubt oder nicht, was 2 erwachsene Menschen in ihrem eigenen Schlafzimmer tun oder nicht tun etc. - Politik wurde zum Äther der Menscheit, zum Substrat für alles erklärt & im Totalitätsanspruch der Linken tatsächlich auch dazu erfolgr gemacht. Die Kirchen wurden pol. links, nachdem die Linken den Dreh angewendet haben zu behaupten, dass Kirchen ja nie unpol gewesen seien sondern der Herrschaft folgten. Das scheint sich auf den ersten Blick ja auch bewahrheitet zu haben, denn kaum herrschen die Linken, sind die Kirchen in D links. Nicht einmal die übernat. Zentrierung in Rom, nicht einmal ein dt Pabst konnte die dt katholische Kirche, die besonders viele Anhänger des 2 Vatikanums hat, vom linkstrend, im Gegensatz zur restl. kath Welt, bewahren. Daher auch meine Skepsis gegenüber einem Aufguß von Gramsci von Rechts. Ich möchte, dass das Leben wieder zu einem großen Teil "unpolitisch" gedacht und gelebt wird.

FraAimerich

24. Januar 2026 11:25

Wer Fragen zu Kaisers neuem Buch hat, es aber nicht gleich kaufen oder gar lesen will, kann sich auch einfach mal anhören, was der Autor dazu zu sagen hat.

Diogenes

24. Januar 2026 11:59

@Monika
 
"Kulturelle Hegemonie  ?"
 
Ich habe Hegemonie in einem ganzheitlichem Konzeptverständnis definiert. Von Kultur alleine, wie bei dem im obigen Artikel erwähnten Marxisten G., war keine Rede. Ich will Kultur nicht zerstören wie die Marxisten, ich will Kultur bewahren/veredeln; ja weiter im Sinne seiner Wurzeln u. Träger entwickeln (an deren statt puren Materialismus und die X-Beliebigkeit von Wurzel/Träger zu setzen erfüllt mich mit Abscheu). "Klassenkampf" und "Kulturkampf" - warum sollte man sich als "Rechter" bzw. aus deutscher Anschauung auf die Welt heraus zu bloßen Nachäffern von G. degradieren? Unser Sprachbild, unsere Denkrichtung und unseren politischen Willen ins Kulturleben und Kulturschaffen einweben und einbringen ist ja etwas anderes als dieser ständige "Kampfbegriff" (Gegensein und die Bevölkerung gegeneinander ausspielen) der "linken" Ideologen. Wir wollen keine Wurzeln hinter uns abschneiden und das Gewachsene zerstören. Wir wollen Gärtner der Schönheit, des Guten, Hohen, Heiligen sein. Und das meine ich ohne irgendeine Religion zu bevorzugen rein spirituell-intuitiv im Sinne von Kulturschöpfern und Kulturbewahrern und gegen Kulturzerstörer.  
 
Ich mache keine Geheimnis aus meinem Menschenbild, wenn Sie mich danach fragen. Ich gehe nicht von der Formel aus: Alle Menschen sind gleich. Und daher auch nicht von der einen Menschheit ("Eine-Welt-Spinnerei") und linearer Menschheitsgeschichte. 

Monika

24. Januar 2026 12:34

@ Maiordomus 13.31 Es geht hier doch nicht darum, ob Marx oder Gramsci bedeutender war ( das entscheiden andere) , es geht doch ganz konkret darum, für welche Autoren/ Denker/ Philosophen der Einzelne bereit ist "einen intellektuellen Opfergang "zu gehen. Im Alter wird die Auswahl da eher geringer. Ein junger Student kann sich sinngemäß noch durchquälen (bemühen) Gramsci kann völlig unbedeutend sein, seine Ausführungen über kulturelle Hegemonie können durchaus anregend sein, zumal ich eher verstand, daß es ihm weniger um revolutionäre Gewinnung der politischen Macht ging, als um die kulturelle. Wobei ich nicht unbedingt was gegen Revolutionen habe. Oft finde ich die eher unbedeutenden Denker viel interessanter als die "Stars". Man muß wirklich nicht jedes Detail kennen, um mitreden zu können. Ein klares, kritisches, überschauendes Denken halte ich für wichtiger. 

Maiordomus

24. Januar 2026 13:10

@Majestik. Mein berühmter Lehrer Emil Staiger, grosser Philologe, der Germanistik mit Altphilologie verband,  ein ausgeprägter europäischer Humanist, sagte mal bei einem Seminar beiläufig betr. den Krieg der Perser gegen die Griechen: "Wäre die Schlacht bei Salamis anders ausgegangen, wir sässen alle nicht hier."  

dojon86

24. Januar 2026 14:45

@Majestyk Das war ja auch als Allegorie und nicht als Überlebensmodell gemeint. Ein Überlebensmodell als Minderheit (und selbiges ist unausweichlich) wäre zum Beispiel die Geschichte der jüdische Nation, die trotz einer Kette von vernichtenden Niederlagen und dem Verlust des ureigenen Territoriums seit Jahrtausenden überlebte 

Laurenz

24. Januar 2026 17:31

@Majestyk @Dojon86 ... Die haben keine Perser in der Nachbarschaft geduldet und sind bei denen auch nicht essen gegangen. ... Das betrifft nur die Spartaner. Die Spartaner waren jene, die versuchten, die Lehren Platons (sehr kontrolliertes Staatswesen, Zeugungskontrolle, mit Euthanasie von Schwachen, Anti-Kapitalismus etc.) umzusetzen, scheiterten aber. Schon 150 Jahre später zog Alexander gen Persien & wollte eine Multi-Kultur aufmachen.

Dietrichs Bern

24. Januar 2026 19:01

Ich meine gerade hier häufig die Aufforderung gelesen haben, dass man nur mit den Kräften planen soll, die realiter zu Gebote stehen. Von einer Hegemonie zu phantasieren, wenn weiterhin links die Macht ist, geht vollkommen am Thema vorbei 

Diogenes

24. Januar 2026 21:10

Macht hat mit Glauben zu tun. Wer glaubt denn an die Macht der Linken, die letztlich in ihrem Extremismus aus einem Gewehrlauf kommt? Welch ein Wackelkontakt an Macht!  

Diogenes

24. Januar 2026 23:10

Es reicht dem "Walde" ausweichend...
Volkes Faust ist vielleicht Nasenbrecher genug, aber der Natur nach muss es "Knacken", wenn die antideutschen Schläger- und Terroristenbanden ihr Werk anrichten und der Gerichtsmund kein Hören bekommt. Keinen Fußbreit denen, die  uns in Vielschicht-Nebel-Wolkenschön zerstören wollen!!!  

Monika

25. Januar 2026 00:32

@RMH u.a. In dem von mir um 22.10 verlinkten Beitrag von "Corrigenda" gilt für Benedikt Kaiser der Primat der Politik , da "einerseits die Religiosität abnimmt und zweitens die Institutionen der Amtskirchen permanent selbst zu politischen Faktoren werden". Für Kaiser gehört es nicht zu seiner Aufgabe, in der Öffentlichkeit über seinen Glauben zu sprechen . Was bedeutet denn das ? Fakt ist, daß die Volkskirche in Deutschland in Auflösung begriffen ist. ( sehr hohe Austrittszahlen/ Kirchenschließungen) . Die meisten Menschen in der DDR waren im ersten atheistischen Staat auf deutschem Boden nicht religiös sozialisiert! D.h. aber, daß in unserem Land ein riesiges kulturelles Feld brach liegt !!! ( Deutschland hatte mal hervorragende Theologen) Wenn wir das nicht beackern, dann tun das die Linken, die Klimagläubigen, die Moslems. Hier wäre kulturelle Hegemonie zu gewinnen. Hier besteht eine große Herausforderung. Erinnert sei auch, daß in völlig politisierten totalitären Gesellschaften kulturelle Hegemonie gelebt werden kann . ( Charta 77/ parallele Polis Vavlav Benda) 

Diogenes

25. Januar 2026 04:48

@Maiordomus: Wer sich (alleine) durch seine Lehrer definiert wird wenig Geist in die Runde (ohne I-net würden wir hier gar nicht zusammenkommen) ideellen Austausches einbringen, außer Wiederholung des Auswendiggelernten. Das ist eine Art von Dogma; ein Anwenden/Automatismus des Gelernten ohne Hinterfragung der Wirklichkeit. Ich finde, daß wir genau dahin müssen: Die stärkste Waffe gegen verstaubte und mit Spinnenweben durchwebte Lehrmeinungen ist die Konfrontation dieser mit der Wirklichkeit (siehe z.B. Experimentalarchäologie (Abora-Projekt). 

Mitleser2

25. Januar 2026 08:41

@Diogenes: Die Macht aus den Gewehrläufen ist kein Wackelkontakt, sondern sehr real. Mao wusste das ganz genau. Und es gilt auch noch heute. Ob die Linken in D deswegen die Macht haben, ist zweifelhaft. Sie haben aber die Macht. Durch welchen Glauben denn?

kikl

25. Januar 2026 10:26

Ich möchte hier nur anmerken, dass Professor Wagener einen großen metapolitischen Erfolg erzielt hat. Es war ein "Sieg in der Niederlage".
Wagener hat zwar das Verfahren gegen seine Kündigung wegen Falschdenk verloren, allerdings hat das Bundesverwaltungsgericht in seiner Entscheidung festgestellt, dass der ethnisch-kulturelle Volksbegriff verfassungskonform ist.
Allein die rechtliche Diskriminierung von Staatsbürgern wegen ihrer ethnischen Herkunft sei mit dem Grundsgesetz unvereinbar. Gegen das Urteil hat Herr Wagener mittlerweile Verfassungsbeschwerde eingelegt.
Herr Wagner hat dazu einen hörenswerten Vortag gehalten.

Maiordomus

25. Januar 2026 11:05

@Diogenes. Der letzte Satz ist sehr wichtig, vgl Einstein: "Wenn die Rotverschiebung der Spektrallinien durch das Gravitationspotenzial  nicht stattfindet, wird die allgemeine Relativitätstheorie unhaltbar." Er sagte dies, bevor dies experimentell bestätigt wurde. Auf diesem Niveau sollte über wahr und falsch debattiert werden. Es geht in keiner Weise um das Behalten von Auswendiggelerntem, das genügt allenfalls bei einer Schulprüfung, wenn ein hochqualifizierter Lehrer nicht nachhakt. Betrifft auch die Debatte im Nachbar-Strang. Will man beispielsweise modernen Ideologen an den Pelz, auch dem ganzen Gender-Lager oder den Klima-Gläubigen, braucht es Spitzenwissen über Theorien und Theoriebildung, und dieses erhält sich nur, wenn man sein Leben lang dran bleibt, u.a. auch ohne Rücksicht auf Karriere.  

Diogenes

25. Januar 2026 11:23

@Mitleser2
 
"Die Macht aus den Gewehrläufen ist kein Wackelkontakt, sondern sehr real. Mao wusste das ganz genau. Und es gilt auch noch heute. Ob die Linken in D deswegen die Macht haben, ist zweifelhaft. Sie haben aber die Macht. Durch welchen Glauben denn?"
 
Eben deswegen ist sie ein Wakelkontakt! Keine Macht kann sich alleine auf Gewehrläufen verlassend halten. - Ob früh oder spät, muss darauf beruhende Macht untergehen! Diese (bolschewistische Parteien-Mischpoke) Bande herrscht durch Angst, Einschüchterung und durch Nebelkerzen. Solcher Glaube wirkt den Mechanikus Diabolo. -Das Böse wird zum Vorbild erhoben da es ja so effektiv ist! Später wird es zum Ideal. Wie schlecht der marxistische Homunkulus in seinem Lauf ist, muss ich Ihnen nicht erklären.  

Umlautkombinat

25. Januar 2026 11:33

nicht religiös sozialisiert! D.h. aber, daß in unserem Land ein riesiges kulturelles Feld brach liegt

Brachliegendes Land ist frisches, unberuehrtes Land. Die DDR hatte keine Nichtsozialisation, sie hatte eine andere und diese ist auch nicht mit einem einzelnen Weltbild - in Ihrem speziellen Fall liefert das im Prinzip durchgehend Havel - zu erklaeren. Und natuerlich haben Leute anderer Sozialisierung jedes Recht selbst darueber zu entscheiden, wer, wie, und ob ueberhaupt sie meinen "beackert" werden zu muessen. 
 

Majestyk

25. Januar 2026 14:09

@ dojon86:
"Ein Überlebensmodell als Minderheit (und selbiges ist unausweichlich"
Klingt wie "alternativlos". Ist aber nichts anderes als eine Rechtfertigung dafür, warum man in der Komfortzone bleibt und über Debatten nie hinaus kommt.
@ Maiordomus:
Da könnte was dran sein. Jedenfalls bin ich überzeugt, wenn diese ewigen defätistischen Äußerungen nicht enden und sich kein echter Wille zum Widerstand entwickelt, verantworten heutige Generationen die Unterwerfung der Zukünftigen. 
@ Laurenz:
Vor 2.500 Jahren gab es noch keinen Kapitalismus, ergo auch keine Antikapitalisten.
Warum muß man Geschichte immer von einer Perspektive der Moderne deuten? Ist auch nichts anderes als die woke Betrachtung der Kolonialzeit. Damals empfanden Europäer die Kolonialisierung anderer Erdteile als gut. Und modernen Menschen steht es prinzipiell nicht zu die eigenen Vorfahren zu kritisiern, ohne unter denselben Bedingungen gelebt zu haben. 

Diogenes

25. Januar 2026 14:52

@M. 
 
Sie nannten es anders, aber Ausbeutung und Gleichmacherei gab auch schon 5.000, vor 10.000, vor 60.000 Jahren. 

Majestyk

25. Januar 2026 14:57

@ dojon86:
Ich will meine Antwort noch etwas vertiefen. In meiner kurzen Zeit bei X bin ich mit einem jungen Mann aneinander geraten, dem ich zu differenziert und in der Sache nicht hart genug war. Dem gefiel nicht als ich sagte, man dürfe nicht alle Ausländer über einen Kamm scheren. Er meinte, daß auch er mal Kinder in die Welt setzen möchte und seine Kinder hätten das Recht eine Klasse zu besuchen in der es keine Türken, Araber oder sonstige Fremde geben würde. Und dafür würde er kämpfen und ließe sich von einem Boomer wie mir keine Denkverbote erteilen.
Im Nachhinein muß ich sagen, jener junge Mann hatte vollkommen recht. Meine Generation hat viel zu lange geschwiegen, hat es komplett versaut. Die älteren Generationen haben gar kein Recht, die Rahmenbedingungen festzulegen unter denen Protest oder Widerstand zu erfolgen haben. Wir debattieren hier ja nicht über Steuerrecht, sondern über eine Existenzfrage.
Ihr oder Krahs Überleben in der Nische wird nicht funktionieren. Dann kann man das Land gleich aufgeben wie es Danisch die Tage in einem Artikel vorgeschlagen hat. Ich wüßte nur mal gern, warum man nicht zu kämpfen versucht, ehe man kapituliert. An der Reihenfolge kann irgendwas nicht stimmen.

Monika

25. Januar 2026 16:24

Nochmals zur Einengung "kultureller Hegemonie" auf den Bereich des Politischen. Die aus den Ostgebieten vertriebenen und geflüchteten Deutschen haben in den 5Oer Jahren in Westdeutschland Kirchenbauvereine gegründet , Kirchen gebaut und so eine neue Heimat in Deutschland gefunden. Das waren Gemeinschaftsaktionen, auch eine Form von SolPat. Diese Kirchen sind eigentlich Gemeingut, aber sie werden heute massenhaft profaniert und umgewidmet. Einige Rechte sehen im Liberalismus den Hauptfeind. Was die Religion betrifft, feiern Individualisierung u. Pluralisierung allerdings fröhliche Urständ. Ein kollektives Verständnis von Religion, im Sinne einer Volksreligion, halte ich für grundlegend. Es braucht gemeinsame Rituale, es braucht gemeinsames Beten. Wer den verdrucksten, fast heimlichen Gottesdienst nach dem Messerangriff in Würzburg 2021 anschaut, kann nur entsetzt sein. Gerade auch die vielen hundert Opfer einer unverantwortlichen Masseneinwanderung brauchen kollektives, öffentliches Gedenken ! Die Beerdigung einer Clangröße in Berlin bringt tausend Leute auf die Straße. Was ist das anderes als ein hegemonialer Sieg? 

Gracchus

25. Januar 2026 16:39

Was mich - ohne freilich Kaisers Buch gelesen zu haben, vielleicht wird darin meine Skepsis antizipiert -, bei einem Gramsci-Transfer in die Gegenwart skeptisch stimmt, ist, dass die heutige Gesellschaft eine andere ist, in der Kultur einen anderen Stellenwert hat, anders bespielt wird und überhaupt durch technokratisch-szientistische Tendenzen in ihrer Existenz bedroht ist. Ich zweifle auch, ob es den öffentlichen Intellektuellen - eher ein linkes role model - noch geben wird, bereits jetzt beobachte ich dessen Ablösung durch den noch fürchterlicheren Experten. Die linke kulturelle Hegemonie könnte die letzte ihrer Art sein, wobei es nach meiner Lesart eher um "nützliche Idioten" handelt, dazu da, jedenfalls kulturelle Überlieferung abzuräumen, um einer technokratischen Herrschaft, die gewissermaßen "alternativlos" ist, Platz zu schaffen. 

Gracchus

25. Januar 2026 16:58

@Monika: Ich denke, das ist ein Problem der sog. Amtskirchen, und es ist ja deren Aufgabe zu missionieren. Rechte agierten ja ohne deren Rückendeckung, und es wäre paradox, wenn Rechte hierfür missionierten. Allenfalls denkbar für traditionalistische Gemeinschaften. Den Amtskirchen steht anscheinend ihr eigener institutioneller Konservativismus im Weg, dieser hindert sie geistig daran, neue Lagen zu antzipieren oder gar zu erkennen. Der Linkskatholismus hat ja etwas extrem Muffiges, als wäre er in den 70/80er des letzten Jhds. steckengeblieben. 

Maiordomus

25. Januar 2026 19:20

@Diogenes. Wer definiert sich schon durch seine Lehrer? Es ist jedoch keine Kleinigkeit, ob man Lehrer von Weltrang gehört habe oder eben nicht, wiewohl gerade solche einem auch Enttäuschungen bereiten können. Ohnehin muss man Lehrer von Weltklasse extra aufsuchen, in einer herkömmlichen Uni gibt es diese nicht, heute weniger denn je. Und sie sind nicht dazu da, dass man ihnen aus der Hand frisst. Zu Josef Pieper ging ich indes deswegen nicht (mehr), er lehrte in Münster, weil er bei meinem Studienbeginn bereits pensioniert wurde. C.F. Weizsäcker, Popper, Ratzinger, Dahrendorf, Ota Sik musste man aufsuchen, um von ihren Vorlesungen zu profitieren, wobei der erste enttäuschte, der zweite einen beschimpfte, was mir persönlich zwar geholfen hat. Leider hörte ich als Student nie eine Frau von Weltklasse, Ida Friederike Görres u. Frau Prof. Gerl-Falkowitz erst in reifem Alter, die Bedeutung von Hedwig Conrad-Martius ging mir erst mit 75 auf. Bei wirklicher, auch kritischer Auseinandersetzung mit den Werken dieser Gelehrten kann von Name-Droping nicht die Rede sein.    

FraAimerich

25. Januar 2026 22:26

@Monika: "Für Kaiser gehört es nicht zu seiner Aufgabe, in der Öffentlichkeit über seinen Glauben zu sprechen . Was bedeutet denn das?"
 
Möglicherweise ganz schlicht, daß er - als Katholik - seine Kompetenzen, womöglich auch das Streitpotential von Glaubensfragen richtig einschätzt?
Vom Primat des Politischen zu sprechen - speziell gegenüber dem sog. "Markt" - war innerhalb neurechter Kreise übrigens mal weitgehend Konsens, ebenso Kapitalismuskritik.
Daß man dafür im eigenen Stadion ausgepfiffen und als "Marxist" angegriffen wird, ist eine neuere Entwicklung. Die "Grenzen des Sagbaren" werden auch diesbezüglich immer weiter verschoben. Wer als Neurechter dem Kapitalismus, samt Banken- und Zinswesen, nicht uneingeschränkt zujubelt, wird wohl absehbar als "(Krypto-)Antisemit" gehandelt werden. Ein Kommentar hat diese Gleichung oben ja bereits subtil vorbereitet. - Was bedeutet das?

Monika

26. Januar 2026 09:52

@ Gracchus Zur Aufgabe der Kirche. Die Kirche kommt derzeit ihrer Aufgabe nicht nach, sodaß diese von außerhalb eingefordert werden muss. Hier ist der Kirche Druck zu machen. Das geschieht derzeit in Frankreich, wo eine so große Nachfrage nach Taufen junger Erwachsener besteht, dass die Kirche damit überfordert ist und eigens eine Versammlung einberufen hat. https://katholisch.de/artikel/64399-kardinal-ueber-tauf-boom-wir-hinken-dem-heiligen-geist-hinterher 
Auch Kirchgänger können hier Druck ausüben. Sprechen Sie dochmal einen Pfarrer oder Bischof auf heikle Themen an, etwa, ob Sie als AFD Wähler in der Gemeinde noch willkommen sind. Da werden Sie die tollsten Sachen erleben. Da kann man ebenso das overton Fenster verschieben und eine heilige Unruhe stiften. Da Kirchgänger zumeist brave Leute sind, sind Überraschungen garantiert! 

Monika

26. Januar 2026 10:05

Natürlich unterscheide ich den politischen vom religiösen Bereich und erwarte von Herrn Kaiser keine christliche Öffentlichkeitsarbeit . Nur: Die etablierten Parteien waren und sind mehr oder weniger sog. Weltabschauungsparteien, die aus liberalen, christlichen, sozialen Bewegungen hervorgegangen sind. Die Bezeichnung Alternative für Deutschland konstatiert zunächst mal einen gesamtpolitischen Mißstand , dem man entgegentreten will. ( auch mit christlichen, liberalen, sozialen, ökologischen Theorien und Gedanken. Die AfD selbst hat keine einheitliche Weltanschauung. Diese Fragen müssen in einem metapolitischen Vorfeld geklärt werden. Ich setze einzig voraus, daß der Wille, unser Land, unsere Kultur und unser Volk zu erhalten, vorhanden ist. Ob die AfD nach einem Wahlsieg dazu beiträgt, wäre zu erweisen.

Laurenz

26. Januar 2026 13:24

@Majestyk @L. ... Vor 2.500 Jahren gab es noch keinen Kapitalismus ... Leider falsch, Majestyk. Um 700 vor 0. oder ein paar Jahre mehr, erfanden die Phönizier oder Lyder (darüber gibt es in der Wissenschaft unterschiedliche Meinungen) das Geld. Bis dahin galten Rinder als Währung. Doch Rinder eignen sich nicht für die Hochsee-Schiffahrt (Geld - lat. Pecunia, das Rindvieh - lat. Pecus). Das Geld hat aber (als Synonym für Jagd- & Kriegserfolg), aufgrund des Beuteschemas der Frau (als Sklave des Zyklus'), eine desaströse evolutionäre Wirkung auf den Menschen, deshalb enstand das staatspolitische Werk Platons in mehr oder weniger Ablehnung des Geldes. Man konnte zwar das Geld nicht mehr aus der Welt schaffen, aber die Spartaner nutzten riesige, schwere Münzen, die zwar den täglichen Einkauf erlaubten, aber keine Bezahlung von Gütern, wie zB ganze Schiffsladungen. Die Nationalsozialisten nutzten häufig, zum Mißfallen Anglo-Amerikanischer Banken, Joint-Ventures, um Güter mit Gütern zu bezahlen. Das Erdgas-Röhren-Geschäft mit den Sowjets ist wohl das bekannteste Joint-Venture.

Laurenz

26. Januar 2026 13:34

@Monika @RMH ... Kulturelle Hegemonie ... Was BK glaubt oder nicht, ist mir völlig egal. BK beleuchtet (mutmaßlich wie immer) das politischer Feld eher theoretisch, während GK bei Kosubek ganz real, abseits der Parteipolitik, als rechter Verleger Rede & Antwort steht oder manchmal auch nicht. GK wurde nicht nach Seinem Glauben befragt & versuchte auch nicht zu missionieren, was seriös ist. Sie, Monika, wollen den 30jährigen Krieg neu entfachen. Unsere Brüder & Schwestern aus der ehemaligen DDR sind deswegen mehr dissident als wir aus dem Westen, weil sie schon die SED-Diktatur hinter sich haben & frei sein wollen. Und meine Bekannten & Freunde, die in der DDR geboren wurden, fragen sich bei Ihrem Missions-Thema, warum sie sich jetzt freiwillig einen himmlischen Erich & eine himmlische Volkskammer zulegen sollten?

Ekstroem

26. Januar 2026 13:57

Es gibt hier philosophische, theologische, kirchenpolitische usw. Diskussionen. Nichts dagegen zu sagen. Worauf es jetzt mAn dringlich ankommt, ist die Hinwendung des Einzelnen zum Heiligen. Dies ist es, was das Deutschtum wesenhaft bestimmt. 

Majestyk

26. Januar 2026 16:31

"Es braucht gemeinsame Rituale, es braucht gemeinsames Beten. Wer den verdrucksten, fast heimlichen Gottesdienst nach dem Messerangriff in Würzburg 2021 anschaut, kann nur entsetzt sein. Gerade auch die vielen hundert Opfer einer unverantwortlichen Masseneinwanderung brauchen kollektives, öffentliches Gedenken !" schreibt Monika.
Wer beten will soll beten. Die Dreistigkeit des Musels und sein sich hier breit machen beendet kein Gebet, das  beendet man so.

Majestyk

26. Januar 2026 17:49

@ Laurenz:
Apropos Kosubek-Interview. Der Döner gehört klar nicht zu Deutschland, auch wenn er hier erfunden wurde. Und wenn wir schon über Kultur reden, unsere Küche gehört auch dazu. Und jeder McDonalds und jede Dönerbude nimmt Raum ein, den sonst der Wurststand oder die Reibekuchenbude hätten. 
Jetzt kommt gleich Gracchus oder sonstwer und erklärt, "Aber ich als Liberaler..."
Ne, ich als Nationallibertärer mit identitärem Bezug gebe keinen Pfennig für Döner aus. Und Burger esse ich nur, wenn ich mir die selber mache oder in einem Diner in Amerika. Meistens mache ich aber Frikadellen. Ich verbiete niemandem das Döner essen, nehme ihn dann nur nicht ernst.

Mitleser2

26. Januar 2026 20:05

@Laurenz: wir geraten oft aneinander, aber  hier: großartig. "Sie, Monika, wollen den 30jährigen Krieg neu entfachen... Und meine Bekannten & Freunde, die in der DDR geboren wurden, fragen sich bei Ihrem Missions-Thema, warum sie sich jetzt freiwillig einen himmlischen Erich & eine himmlische Volkskammer zulegen sollten?"
Für Missionierung gibt es keine Rechtfertigung.
 

Gracchus

26. Januar 2026 20:19

@Majestyk: "Aber ich als Liberaler ...", würde ich nicht sagen, weil ich kein Liberaler bin. Sagen würde ich: "Sie als Liberaler haben - typisch - nicht den Mumm ein Döner-Verbot zu fordern!" Ich würde Sie ausserdem fragen, ob Sie nicht inkonsequent sind, denn ihr Nick lässt den Schluss zu, dass Sie amerikanische Filme schauen. 
Ausserdem: Was ist mit Gyros oder Pizza? Betrachtet man den Fast-Food-Markt, muss man wohl sagen, dass der freie Markt nicht dafür sorgt, dass sich Qualität durchsetzt. 
Tatsächlich wäre ich dafür zu haben, die regionale Küche staatlich zu fördern und den Betrieb von Dönerbuden etc. stark zu einzuschränken.

Laurenz

26. Januar 2026 22:25

@Majestyk @L. ... Mit dem Essen sehe ich das nicht so eng. Allerdings (Zitat GK), wenn ich was zu sagen hätte, wären Gastwirtschaften mit rein Deutscher Küche mehrwertsteuerfrei. Kneipenpreise sind aktuell mit am stärksten von der Inflation betroffen. Würde das Bargeld abgeschafft werden, wäre die Restaurantpreise noch höher als jetzt, weil ein Großteil der Einnahmen schwarz verbucht wird. Aus Gewichtsgründen esse ich fast nur noch Rindfleisch, Huhn, Wild, Fisch & Gemüse. Als Brot gibt es nur noch Knäckebrot & selten Alkohol. Nur am Sonntag gibt es bei meiner Mutter auch Nudeln, Reis, Klöße & Kartoffeln, Pfannekuchen, etc. Aber im kulturellen Grundsatz gebe ich Ihnen völlig Recht. Veterans Today ist leider völlig fertig. Aber vor ca. 10 Jahren gab es mit Gilad Atzmon einen Artikel in dem Atzmon die Identitätsstiftung durch "Jüdische Nudelsuppe" leugnete. Da auch bei den Israelis die Religion die Bedeutung verliert, sind Brauchtum, Küche, Kultur, Vaterland umso wichtiger, um Identität herzustellen.

Majestyk

26. Januar 2026 23:51

@ Gracchus:
So lange hier einseitig gepfiffen wird, führen Sie ab jetzt Selbstgespräche.
@ Laurenz:
Die Existenz von Geld alleine beinhaltet noch keinen Kapitalismus, so wie man ihn ab dem 16 Jh. definiert. Geld gab es auch in der UdSSR. Für die Bargeldverdrängung interessiert sich eh kaum einer, auch nicht innerhalb der Opposition.
Brauchtum ist wichtig, dazu gehören auch Mundart, Liedgut usw. Ich glaube ich pflege mehr Brauchtum als viele. Eigentlich weiß doch auch jeder woher die Wettbewerbsvorteile für die Ausländer kommen. Nur die doofen Deutschen befolgen alle Regeln und Auflagen und werden denen unterworfen. 
Es geht mir beim Döner ja auch nichts zum Essen an sich, sondern darum nicht Leute zu finanzieren, die hier nicht hergehören, aber zunehmend Machtansprüche stellen. Ich finanziere doch nicht meine Gegner von morgen.

RMH

27. Januar 2026 08:46

"Tatsächlich wäre ich dafür zu haben, die regionale Küche staatlich zu fördern und den Betrieb von Dönerbuden etc. stark zu einzuschränken."
Und ich bin gegen Regulierung von oben sondern vielmehr dafür, dass der Staat seine Regeln erst einmal überall gleich durchsetzt & gewisse Betriebe, die aus Angst vor dem Rassismusvorwurf & weil Betriebsprüfungen bei diesen nicht so angenehm, mit devot perfekt präsentierten & zur Verfügung gestellten Daten bei einer Tasse Kaffee ablaufen, ungern geprüft werden, genauso streng prüft, wie die "Regelkonformen". Und damit auch zur veralteten These von @L "weil ein Großteil der Einnahmen schwarz verbucht wird." Das war früher so. Spätestens seit Einführung der elektr. Kassenpflicht, der Zollkontrollen des Personals etc. läuft da nur noch wenig "schwarz", wenn geprüft wird. & selbst früher gabs strenge Vorgaben bei der Betriebsprüfung, wie viel "Bruch" bei Getränken maximal akzeptiert wird etc. Fragen Sie einfach mal bei einem Steuerberater. Der "faire" Wettbewerb wird ganz woanders,  s. o. - verzerrt.

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