Schlachtfeld “Remigration”

2026 beginnt gut für die Idee der Remigration. Meine Einladung an Lena Kotré und die Einladung in den Thüringer Landtag jagten Schockwellen durch Redaktionsstuben und Abgeordnetenbüros.

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Wie­der wur­de gelo­gen, daß sich die Bal­ken bie­gen. Kotré wur­de eine Remi­gra­ti­ons­for­de­rung von 25 Mil­lio­nen ange­dich­tet. Wenn ich „Euro­pä­er“ sage, hört die Pres­se „Ari­er“. Ich spre­che von „Bevöl­ke­rungs­aus­tausch“, und sie ver­steht „Umvol­kung“. Doch die Empö­rungs­rou­ti­nen haben sich abge­nutzt. Unse­re Geg­ner kom­men nicht mehr dage­gen an: Sie sind in ihren Dämo­ni­sie­rungs­ri­tua­len und Empö­rungs­schlei­fen gefangen.

War­um bahnt sich die Idee der Remi­gra­ti­on gegen alle Wider­stän­de von innen und außen ihren Weg? Zwei Grün­de dafür will ich in die­sem Arti­kel vorstellen.

1. Der Effekt der ver­bo­te­nen Frucht

Indem das Estab­lish­ment die Remi­gra­ti­on zum abso­lu­ten Bösen hoch­sti­li­sier­te, haben sie einen Kraft­ort des Ver­bo­te­nen geschaf­fen. Das, was am meis­ten ver­dammt wird, übt stets eine unwi­der­steh­li­che Anzie­hungs­kraft auf alle Unzu­frie­de­nen aus – und die ver­bo­te­ne Frucht schmeckt immer am bes­ten. Je grö­ßer die Kri­se, des­to höher steht der im Kurs, der von den Macht­ha­bern ver­folgt wird. Der Griff zum Buch Remi­gra­ti­on oder gar ein Gespräch mit mir wer­den damit zur ulti­ma­ti­ven Her­aus­for­de­rung des Sta­tus Quo. Remi­gra­ti­on ist „Rebel Chic“.

Die vom Sys­tem geschaf­fe­ne Tabu­zo­ne wird zur Chan­ce. Remi­gra­ti­on ist ein „Cheat-Code“ für Auf­merk­sam­keit, einer wich­ti­gen Res­sour­ce in der poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung. Wer sich in den Kraft­ort begibt, rich­tet alle Schein­wer­fer auf sich. Er enga­giert das Empö­ri­um als unfrei­wil­li­ge Wer­be­agen­tur für sein “per­so­nal bran­ding”. Die „Omas gegen Rechts“ betrei­ben eben­so Mar­ke­ting für die Remi­gra­ti­on wie die Leitartikler.

Der Ein­tritts­preis in die­ses semio­ti­sche Kraft­feld ist (noch) schmerz­haft. Zur Auf­merk­sam­keit kom­men Repres­si­on und Dämo­ni­sie­rung. Doch je mehr Leu­te den Mut auf­brin­gen und nach der “ver­bo­te­nen Frucht” der Remi­gra­ti­on grei­fen, des­to gerin­ger wird der Effekt. Genau­so sinkt aber auch der Skan­dal- und Auf­merk­sam­keits­wert. Klu­ge Beob­ach­ter ver­kau­fen daher bereits in Scha­ren ihre “Mul­ti­kul­ti-Akti­en” und stei­gen in den “Remi­gra­ti­ons-ETF” ein.

2. Die Schlacht im Teu­to­bur­ger Wald

Der Geg­ner hat sich final fest­ge­legt: Remi­gra­ti­on und Volks­be­griff mar­kie­ren die wich­tigs­ten Schlacht­fel­der im Kampf gegen Rechts. Man brauch­te im Jahr 2024 irgend­ei­nen “radi­ka­len Außen­sei­ter”, um die AfD zu kri­mi­na­li­sie­ren und zu dif­fa­mie­ren, und da – so schien es – kam mein Remi­gra­ti­ons­kon­zept gera­de gelegen.

Mit dem Vor­wurf der “völ­ki­schen” Ver­fas­sungs­wid­rig­keit soll­ten JA und COMPACT, IBD und am Ende die AfD zer­schla­gen wer­den. Mein Buch und sein Remi­gra­ti­ons­kon­zept sind das “cor­pus delic­ti”. Der Geg­ner stellt sich im Remi­gra­ti­ons­dis­kurs dabei kei­ner sach­li­chen Debat­te. Neben plum­per Ver­teu­fe­lung nutzt er die Kon­trol­le über die Jus­tiz scham­los aus.

Das Pro­blem der Geg­ner ist, daß mein Remi­gra­ti­ons­vor­schlag eine Kri­mi­na­li­sie­rung schlicht nicht her­gibt. Weder for­de­re ich Mas­sen­aus­bür­ge­rung noch Mas­sen­de­por­ta­tio­nen von Staats­bür­gern. Auch für die Ent­rech­tung von Bür­gern auf­grund ihrer Her­kunft fin­den sich kei­ne Anhalts­punk­te, son­dern expli­zi­te Absagen.

Tat­säch­lich ver­tritt Remi­gra­ti­on. Ein Vor­schlag eine ver­gleichs­wei­se mode­ra­te, sach­li­che und dif­fe­ren­zier­te Migra­ti­ons­kri­tik, die auf Kern­be­grif­fe der CDU wie Assi­mi­la­ti­on und Leit­kul­tur zurück­greift. Die Inter­pre­ta­ti­on des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt läßt mein Buch geflis­sent­lich aus und inter­pre­tiert Remi­gra­ti­on gegen des­sen Wortlaut.
Sie kämp­fen gegen einen Strohmann.

Die­se Fest­le­gung ist fol­gen­schwer: Denn wenn mein mode­ra­tes Kon­zept ver­fas­sungs­feind­lich wäre, wür­de das wei­te Tei­le der AfD- und CDU-Pro­gram­ma­tik betref­fen. Jede poli­ti­sche Maß­nah­me, die Staats­bür­ger mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund stär­ker trifft, sei es ein Kopf­tuch­ver­bot, eine Reform der Fami­li­en­bei­hil­fe, Deutsch­pflicht auf Ämtern etc., wäre damit poten­ti­ell ver­fas­sungs­feind­lich. In die­ser Schlacht geht es nicht nur um mein Buch, son­dern um die Bedin­gung der Mög­lich­keit pro­deut­scher Poli­tik in Deutschland.

Wie über­all bil­den sich auf­grund demo­gra­fi­scher und öko­no­mi­scher Dyna­mi­ken zwei Blö­cke, die die alte Mit­te zwi­schen sich zer­rei­ben: eine lin­ke isla­mo-mar­xis­ti­sche, anti­na­tio­na­le, “anti­fa­schis­ti­sche” Koali­ti­on, die von Köp­fen wie Jean-Luc Mélen­chon und Zohr­an Mamda­ni ver­tre­ten wird und auf die eth­ni­sche Wahl setzt. Ihr steht eine Remi­gra­ti­ons­al­li­anz natio­nal­kon­ser­va­ti­ver, liber­tä­rer und soli­dar­pa­trio­ti­scher Ein­hei­mi­scher  und Assi­mi­lier­ter gegen­über. Migran­ten, die eben­falls zu Ver­lie­rern des Bevöl­ke­rungs­aus­tauschs zäh­len, wer­den sich eben­falls anschließen.

Der­zeit ist mein Buch in Deutsch­land nicht ver­bo­ten. Die Bul­le des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts kam ohne mei­ne Anhö­rung und mei­ne Wider­re­de zustan­de. Man woll­te das Kon­zept salopp in ein paar juris­ti­schen Neben­sät­zen erle­di­gen, um es poli­tisch zu „töten“. Doch das Gegen­teil ist eingetreten.

Eine juris­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung über die Remi­gra­ti­on war ohne­hin unaus­weich­lich. Das Ter­rain, auf dem sie nun statt­fin­det, ist ide­al für einen juris­ti­schen und meta­po­li­ti­schen Gue­ril­la­krieg. In einem Mus­ter­pro­zeß kom­men alle Kar­ten auf den Tisch.

Selbst­si­cher und arro­gant wie einst die Legi­on des Varus betritt die Pha­lanx aus lin­ken Jour­na­lis­ten, Rich­tern, Staats­an­wäl­ten, Akti­vis­ten und Poli­ti­kern das Schlacht­feld. Doch das Schlacht­feld könn­te sich als Teu­to­bur­ger Wald entpuppen.

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

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Kommentare (40)

Freichrist343

4. Februar 2026 12:33

Am 8. März wird die AfD die Grünen in BW überholen. In Sachsen-Anhalt wird die AfD wahrscheinlich die absolute Mehrheit bekommen. Parallel dazu gewinnen Apollo, Overton, Freie Welt und Sezession an Einfluss 
Es muss ein Kapitalzinsverbot geben. Abtreibungen müssen verboten werden. Und die Einwanderung muss stark begrenzt werden.
https://jlt343.wordpress.com

Hesperiolus

4. Februar 2026 13:00

„Schlachtfeld“ im Titel beiseite, zur nationallegendär-symbolisierten „Teutoburgerisierung“ der Fronten, die mir bildlich hier doch recht schief erscheint, - bei Zustimmung zu der durch 2015 fraglos und spätest ernötigten und von Sellner verdienstvoll begrifflich und forciert eingeforderten „Remigration“ - nebenbei bemerkt; erinnere eine vor Ewigkeiten bei Sezession erschienene, geschichtspolitisch differenzierte, Sammelrezension zur clades variana, Die luthersche „Hermannsschlacht“, möglicherweise eine völlige Verkennung ihrer sinsitren figurae und ab origine unheilvollen Bedeutung für unser Volk; alternativgeschichtlich hätte ich einer Durchlatinisierung bis wenigstens zur Elbe, besser zur Oder, wohl manches abgewinnen können! - Zuweilen liest man doch neidvoll bedauernd in der älteren, pro-lateinischeren Historiographie der benachbarten Romano-Gallier.

Majestyk

4. Februar 2026 13:42

"Eine Nation, die ihre Grenzen nicht kontrollieren kann, ist keine Nation." - Ronald Reagan
Reagan mag hier verpönt sein, ändert nichts an der Richtigkeit dieser Aussage.
Mit dem Verlust der Hoheit über die eigenen Grenzen war klar, daß irgendwann Dämme brechen. Politische Entscheidungen entfachen eine Dynamik. Asylreform, Staatsbürgerrecht, Sozialstaatsausweitungen, Geburtenraten, Frauenquoten, industriefeindliche Protestbewegungen, Produktionsverlagerungen.
Man braucht keine Verschwörungstheorie um zu erkennen, daß einzelne Entscheidungen sich aufsummiert haben und deswegen in einer Katastrophe mündeten. Deswegen bleibe ich ja dabei, die Deutschen (auch andere Europäer) haben über die Jahre bestellt und genauso wurde es auch geliefert. Und wie das mit Bestellungen so ist, die hinterher doch nicht passen, wenn die Umtauschfrist abgelaufen ist, fängt der Ärger an.
 
@ Martin Sellner:
Ich beobachte Sie seit ein paar Jahren. Wenn ich das sagen darf, ich finde, Sie sind über die Jahre sehr gewachsen und mittlerweile eine Persönlichkeit mit Format. Und Sie eiern nicht rum, sondern sind in Ihren Reden sehr präzise und in der Sprache klar. 
Ich danke Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz und Ihre Standhaftigkeit. Und ich rechne es Ihnen hoch an, daß Sie über politische Gräben zwischen Rechten, Konservativen, Libertären hinausdenken können, auch über den deutschen Raum hinaus. Chapeau!
 

Majestyk

4. Februar 2026 14:00

@ Freichrist343: "Am 8. März wird die AfD die Grünen in BW überholen. (...)Es muss ein Kapitalzinsverbot geben."
Was würde das nützen, wenn Leute wie Sie die AfD inhaltlich in eine rotgrüne Partei verwandeln wollen, nur mit gelenkter und begrenzter Zuwanderungspolitik?

Monika

4. Februar 2026 14:12

Wieso Schlachtfeld ? Man kann sich sein Schlachtfeld auch selbst erschaffen wie ein Don Quijote, der gegen Windmühlenflügel kämpft. 2.  Ich verstehe nicht, daß man sich immer wieder darüber aufregt, daß das Sellnersche Remigrationskonzept falsch verstanden wird. Dann muß man halt klarer formulieren, was gemeint ist. Die durch dieses permanente Mißverstehen (bewusst) erzeugte Spannung beginnt zu langweilen. 3. Die Tabuzone wird zwar vom System geschaffen, aber gleichzeitig ist sie dadurch auch  Nährboden für einen Tabubruch. Wenn das der einzige Nährboden ist, dann heben sich die Kräfte auf. Ein originärer Widerstand ist gar nicht möglich. Es bleibt beim Ungefähren, beim Identitären. 4. Remigration ist zunächst ein neutraler Begriff, den man soziologisch, politisch etc. ausführen kann ( etwas bei Sieferle soziologisch). Ihn zu einem Schlüsselbegriff der Rechten zu machen durch ideologisches Framing, als "Vision, wie damals für die Linke Kommunismus" ( Sellner) halte ich für ver-messen. Man erreicht damit nicht den Kern des Problems.1/2 

Monika

4. Februar 2026 14:26

1/2 Martin Sellner hat den Begriff Remigration, den es schon viel länger als solchen gibt, popularisiert, ideologisch umgedeutet und zum Kampfbegriff gemacht. Dadurch gehen aber viele wichtige andere Begriffe verloren und unter.  Es wird nicht mehr unterschieden zwischen Asylrecht, Asylmißbrauch , Arbeitsmigration , illegaler Einwanderung, kontrollierte Einwanderung usw. Das trägt zu einer Problemlösung wenig bei und schafft eine permanente Kampfstimmung. Wenn sich die Neue Rechte auf den Begriff "Remigration" als bestimmenden Begriff des Selbstverständnisses reduziert, bekommt sie den Charakter einer Sekte. Man ist etweder dafür oder dagegen. Binnenkritik ist nicht mehr möglich, man macht sich verdächtig. Man wird zum Feind. Dann lieber: Ego Non. Auch wenn ich Herrn Sellner inhaltlich nicht mehr folgen kann, so halte ich ihn für einen genialen Marketing Manager, der sein Produkt hervorragend verkauft und dazu jede sich ihm bietende Bühne nutzt. Das verdient Anerkennung. 

Majestyk

4. Februar 2026 15:19

@ Monika:
Wie sehr soll der Begriff Remigration denn der politischen Korrektheit angepaßt werden, damit er Ihnen mit Ihrem "Wir sind eine Menschheitsfamilie" Denken genehm ist?
Wie verträgt sich dies mit Forderungen politische Akteure sollen zu Überzeugungen stehen und nicht immer Konventionen, Narrativen, Mainstream nach dem Mund reden, sondern mit ihren Überzeugungen den Mainstream in eine andere Richtung lenken und so Narrative verändern?

RMH

4. Februar 2026 15:39

"Migranten, die ebenfalls zu Verlierern des Bevölkerungsaustausch zählen, werden sich ebenfalls anschließen."
Evtl. die Familie von Serkan C., dem ermordeten Schaffner? Oder die von Fatemeh D. ?

Umlautkombinat

4. Februar 2026 16:09

@Majestyk, nun schalten Sie mal nicht gleich wieder in den Empoerungsmodus und in Markierungen wie "politisch korrekt". Sie unterliegen hier einem typischen Verhalten: Differenzierung wird als Schwaeche und Anpassung an den politischen Gegner betrachtet ohne auch nur einen Gedanken an den Inhalt zu verschwenden.  
 
Dabei ist daran nichts schwach. In 'mir nahstehenden Kreisen' wird das Wort "Remigration" als schwach durch zu grosse Allgemeinheit aufgefasst, zumal die Leute noch die urspruengliche neutrale Bedeutung kennen. Darin wird eher eine Verwischung gesehen. Abschiebung, Ausschaffung, Rueckfuehrung (als das schwaechste und seltenste unter diesen Dreien), am besten martialische Bestrafung noch vorher fuer die ueblichen Vergehen - das sind dort die tatsaechlich als angemessen betrachteten Mittel. Und die schliessen auch Aberkennung von Staatsbuergerschaften ein (und von "erschlichen" wird dabei nicht geredet, weil das den Fokus auf die Falschen statt die Verantwortlichen lenken wuerde).
 
Monika koennte das jetzt erst recht als Schlachtfeld betrachten, aber als engeren Zuschnitt auf den diesbezueglichen Aspekt ist das letztlich viel brauchbarer, weil er adaequat Notwendigkeiten betont. Fuer den Rest des Umgangs mit dem Thema kommen dann auch all die anderen Dinge ins Spiel, die sie z.T. schon angesprochen hat.
 

Monika

4. Februar 2026 16:22

@ Majestyk Ich gebe die Frage mal zurück. Zwischen politischer Korrektheit und abstrakter Menschheitsfamilie gibt es einen großen Spielraum. Die in Hamburg von einem nichtmuslimischen Südsudanesen in den Tod gerissene junge Iranerin Asal war Meßdienerin in einer katholischen Gemeinde in Norddeutschland. Der gestern in meiner unmittelbaren Wohnnähe zu Tode geprügelte Schaffner Serkan C. ( 36) könnte schon in Deutschland geboren worden sein oder auch eine deutsche Mutter haben. Der Totschläger soll Grieche oder griechischer Staatsbürger sein, ohne Wohnsitz in Deutschland. Was verbindet uns und was trennt uns jetzt ? Und ich rede nicht anonym von einem Mann, nicht von einem Femizid, nicht von abstrakter Gewalt. Wenn das ein ethnischer Schock ( Sellner) sein soll, dann ist es ein Schock, der durchaus universalisierbar ist. 

Laurenz

4. Februar 2026 16:39

@MS ... Die linke Einheitsfront geht einfach von sich aus & unterstellt auch Ihnen einen geplanten Bruch jeglicher Rechtsstaatlichkeit, der aber so nicht nachweisbar ist. Ich, persönlich, sehe, abseits meiner identitären Sicht der Dinge, Re-/Migration erstmal rein ökonomisch. Für einen Staat macht es nur Sinn, Migranten aufzunehmen, wenn diese, auch als Familie, netto mehr Steuern zahlen, netto mehr in die Sozialsysteme einzahlen, als sie kosten. Bei uns läuft es umgekehrt. Jene, die netto einzahlen, verlassen das Land, während jene die netto kosten, hier ins Land gelassen werden. Brasilien regelt das einfach damit, daß es keinen Centavo für Migranten ausgibt. ... @Hesperiolus ... Ich lehne Ihre imperialistische Sucht nach fremder Exotik 100%ig schlicht ab. Ich bin stolz darauf, kein schwules Französisch zu sprechen, wie einst der degenerierte Deutsche Adel. Das Römische Reich basierte auf dem Status eines Sklavenstaats, einfach ekelhaft, auch wenn das ökonomisch verführerisch war. Rom bedeutete schlicht Steuerknechtschaft & ein unmenschliches Rechtssytem. Wir haben das alles heute, weil die Falschen altes Recht verteidigten & im 16. Jahrhundert den Krieg um das Recht verloren.

Laurenz

4. Februar 2026 17:10

@Freichrist343 ... Ihr Verbotswahn kann nur einem Antik-Marxisten einfallen. Was stimmt mit Ihnen nicht? Was sollte ein Zinsverbot bringen? Weil irgendein Jüdischer Missionar zu naiven Europäern meinte, daß nur Juden Zinsen nehmen dürften? Solch ein Zinsverbot würde nur trickreich, wie von Fugger oder Muslimischen Banken heutzutage, umgangen. Und was soll ein Abtreibungsverbot? Auch das führt nur dazu, daß Frauen ins nahe Ausland gehen, um die Engelmacher aufzusuchen. Ihre gesichert linksextreme Verbots-Manie führt zu nichts. Warum gehen Sie in der heutigen Zeit einer immer möglichen Verhütung nicht positiv & kreativ an die Sache, wie es einem Rechten ansteht, ran? Deutschen Frauen brauchen eine objektiv bessere & garantierte Lebensperspektive, die über Steuervorteile hinausgeht, mit Kindern gegenüber Frauen ohne Kinder. Dasselbe gilt für Deutsche Männer, die Familien gründen. Dazu braucht man auch einen anderen Werte-Inhalt, explizit für Mädchen, bei schulischer Erziehung. Den kann man aber nicht von heute auf morgen herbeizaubern. Ihr Avatar bedeutet übrigens ein Paradoxon. Als Heide toleriere ich höhere Mächte, aber eine freiwillige Unterwerfung unter eine höhere spirituelle Macht ist für mich, als Deutscher, unvorstellbar. Bei mächtigen Menschen ist das etwas ganz anderes. Es gibt immer eine Art Chef & wenn es nur der Kunde ist.

Martha

4. Februar 2026 17:17

Was die AfD zu vertreten können glaubt, ist ihre Sache. Der Wähler folgt oder verweigert sich. Das gilt auch für das "Vorfeld". Es hat allerdings einen größeren Spielraum und dessen Vertreter sollten das Overton-Fenster immer mehr öffnen. Wer jedoch von allen unabhängig ist, der darf sogar noch weiter gehen. Martin Sellner ist für mich die minimale Ausgangslage des zu Erstrebenden. Darum unterstütze ich ihn in mehrfacher Hinsicht. Je mehr dies tun, umso mehr kann er politisch bewirken. Das mindeste wäre die massenhafte Verbreitung seines Remigrationsbuches. Selbst die Mehrheit der AfD-Mitglieder hat es bisher nicht gelesen. Da gibt es noch viel Nachholbedarf.

nagini

4. Februar 2026 18:48

Dass es Remigration braucht, sieht ein Blinder mit Krückstock. Man muss nur durch deutsche Städte fahren. Die Ausländer machen nicht einmal einen Hehl daraus, dass sie dieses Land bereits eingenommen haben. Überall riesige (und nein, ich übertreibe nicht) Schilder, Ankara Diamant (Juwelier), Barber Shops (auf Deutsch heißt das ja: Frisör), Istanbul Grill (Dönerladen). All unsere ehrwürdigen Gebäude sind zudem verdreckt und vollgeschmiert. Vor Kurzem bin ich an einer Bushaltestelle vorbeigefahren, standen dort einfach acht Schwarzafrikaner random inmitten einer deutschen Stadt herum. Ich meine, was machen die alle hier? Dann noch Meldungen wie: ,,In Deutschland werden Ausländer aufgrund ihres Nachnamens bei der Wohnungssuche benachteiligt" (ARD titelte dies). Man kann wahrlich nicht so viel essen, wie man erbrechen möchte. Geht doch bitte bitte bitte in ein Land, in welchem euer Nachname zur Mehrheit gehört und ihr dementsprechend locker eine Wohnung bekommt. Wieso, wirklich absolut WIESO, können Menschen nicht in ihrem Herkunftsland leben und wieso ist es jetzt normal geworden, dass jeder auswandert und noch die eigenen Kinder in ein fremdes Land und eine fremde Kultur kidnapped, und wieso ist das nicht strafbar und wieso sollen wir als Europäer das akzeptieren? Wieso? Es gibt keinen einzigen plausiblen Grund, wieso uns diese Massenmigration gefallen sollte. Es gibt einfach keinen Grund. Es ist völlig natürlich, Remigration zu fordern. Nichts daran ist komisch, merkwürdig oder unverständlich oder müsste auch nur ansatzweise kritisiert werden. 

Mitleser2

4. Februar 2026 20:45

@nagini: sie sind wohl ziemlich neu hier. Aber was Sie schreiben trifft es genau. Das "Stadtbild" sagt alles, selbst in Orten in München, die zu FJS-Zeiten fast reinweiß waren (außer türkischen Einwanderern, die ziemlich assimiliert waren). Warum die Mehrheit der Deutschen sich das gefallen lässt, ohne wenigstens AfD zu wählen, ist die große Frage. 

Majestyk

4. Februar 2026 20:58

@ Monika:
"Ich gebe die Frage mal zurück."
Sie können die Frage nicht zurückgeben, die steht im Raum. Zuerst beantwortet man eine Frage, ehe man eine Gegenfrage stellt. Wie ich zum Thema stehe weiß ich seit über 30 Jahren. Jedem Volk sein Kästchen. Auch wenn es vorbei ist, ändere ich im Alter nicht mehr meine Überzeugungen. 
Im realen Leben sind mir manche Fremde ja lieber als viele Deutsche. Ich mache die Fremden auch nicht für deutsche Lebenslügen und Fehlentscheidungen verantwortlich, schrieb ich nun wirklich oft genug. Ändert nichts daran, daß hier kaum Fremde leben würden, wäre es nach mir gegangen. Mich hat nur nie jemand gefragt. Da ich den Zustand nicht bestellt habe, löffele ich die Suppe auch nicht aus. Was die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit von Recht und Ordnung angeht, bedanken Sie sich bei Linken und Feminisierung des Staatswesens. Da haben die Ausländer schon recht, daß sie die Deutschen nicht ernst nehmen und diesen Staat nicht respektieren. Ich tue es ja auch nicht mehr.
"Was verbindet uns und was trennt uns jetzt ?"
Uns zwei trennt schon einmal die Sprache. Ich habe schon Probleme mit Ihren Begriffen. "Femizid" als wäre ein Mord an einer Frau höher zu bewerten als ein Mord an einem Mann. Bei den Ukrainern droht den Männern die Ausweisung, eben weil sie Männer sind und Sie reden immer noch als wären Sie im Kampf gegen das "Patriarchat". 
So und nun steht meine Frage immer noch im Raum.
 

Gracchus

4. Februar 2026 21:12

@Majestyk: Ronald Reagan ist bei mir tatsächlich nicht so gut gelitten, womit ich hier im Forum aber eher in der Minderheit sein dürfte, aber wo er recht hat, hat er recht. Es wundert mich, dass dies nicht öfter bzw. deutlicher thematisiert wird. 
Was haben Sie gegen saubere Luft, sauberes Wasser, saubere Böden? Naturschutz gehört zur konservativen DNA. 
@Monika hat überhaupt nicht von Menschheitsfamilie gesprochen.

RMH

4. Februar 2026 21:19

@Monika,
da Sie auch die 2 Opfer jüngster, migrantischer Gewalt erwähnen ("Grieche" - ich würde ja fast wetten, dass es kein ethnischer Grieche war, aber egal ...): 
Was kann uns das sagen? Das Menschen mit MiHiGru mittlerweile in so hoher Zahl den öffentlichen Raum beherrschen, dass sie selber Opfer von anderen Migranten werden? Ich denke ja, soweit ist es gekommen. Insofern ist Remigration nur noch ein Begriff ...

Gracchus

4. Februar 2026 21:21

Wie @Majestyk verfolge ich Sellner seit einigen Jahren und finde, dass Sellner eine hervorragende Entwicklung durchgemacht hat.
Ob man sich aber dermaßen in das eigene Remigrationskonzept verbeissen sollte, versehe ich mit einem dicken Fragezeichen.
Ich hielte es für klüger, derzeit keine Gerichte unnötig damit zu befassen. Was soll das bringen? Es kommt darauf an, was Gesetz wird, wenn irgendeine Partei sich zu Remigration durchringt. Klagen sind dann vorprogrammiert. Befasst man die Gerichte jetzt damit - wobei mir die Phantasie fehlt in welchem Rahmen - läuft man Gefahr, dass sich eine Rechtsprechung herausbildet, die zukünftige Handlungsspielräume verengt. Damit verschlechtert man die Ausgangslage fürs Regieren. 

ChristianB

4. Februar 2026 21:25

@frichrist 
 
"Es muss ein Kapitalzinsverbot geben. Abtreibungen müssen verboten werden. Und die Einwanderung muss stark begrenzt werden." Amen -Pornographie auch gleich verbieten und massiv einschränken. Mal sehen, wer sich dann meldet und behauptet, dass das alles aber die Freiheiten einer bestimmten ethnoreligösen Gemeinschaft beschneide...

RMH

4. Februar 2026 21:51

Nettes Nebenthema Zinsverbot. Selbst in der DDR gab es Zinsen aufs Ersparte - und zwar höhere, als es aktuell auf Tages- und Festgeld gibt. Wer ein Zinsverbot will, der findet Arbeit geil. In unsere heutigen Zeit gilt aber Arbeit nervt.
 

Majestyk

4. Februar 2026 22:00

@ Umlautkombinat:
Ihnen muß mein Stil nicht gefallen. Mir gefällt er, reicht. Den Inhalt habe ich wahrgenommen, lese weder Sie noch Monika zum ersten Mal und merke mir was andere schreiben. 
Was soll ich differenzieren? Ich bin gegen Recht auf Asyl. Man kann Fremden in der Not Asyl gewähren, aber der Fremde darf keinen Rechtsanspruch haben, eigentlich einfach. Arbeitsmigration braucht es fast keine (brauchte es schon in den 50er, 60er, Jahren nicht). Es wurde am Arbeitsmarkt vorbei ausgebildet und zu viele Leute sind in Bullshitjobs. Arbeitsmigration ist Fehlerkorrektur durch Fehler. Gegen pauschale Einbürgerungen nach Frist bin ich sowieso. Kubitschek sprach bei Kosubek von "Willensdeutschen", selten wie Einhörner.
Mir sind Begriffe gleich. Von mir aus kann man auch von Ausschaffung reden, Rückführung oder schlichtweg "döpdöpdöp". Interessiere mich auch nicht für heutige  rechtliche Bedingungen. Recht wurde so lange gebogen, daß es völlig schief ist. Kann und muß man gerade biegen. 
Sellner spricht von Remigration. Er denkt ja europäisch. Remigration versteht in Europa jeder. Scheinbar haben nur Deutsche mit Begriffswahl und Umsetzung ein Problem. Es ist befremdlich ausgerechnet hier den Begriff Remigration verteidigen oder rechtfertigen zu müssen.
Nehmen Sie sich ein Beispiel an @ nagini:
"Es ist völlig natürlich, Remigration zu fordern. Nichts daran ist komisch, merkwürdig oder unverständlich oder müsste auch nur ansatzweise kritisiert werden."
Amen

Ordoliberal

4. Februar 2026 22:05

@laurenz
"Ich [...] sehe [...] Re-/Migration erstmal rein ökonomisch. Für einen Staat macht es nur Sinn, Migranten aufzunehmen, wenn diese, auch als Familie, netto mehr Steuern zahlen, netto mehr in die Sozialsysteme einzahlen, als sie kosten. Bei uns läuft es umgekehrt. Jene, die netto einzahlen, verlassen das Land, während jene die netto kosten, hier ins Land gelassen werden. Brasilien regelt das einfach damit, daß es keinen Centavo für Migranten ausgibt."
Mein lieber @laurenz! Wer hätte gedacht, dass wir mal übereinstimmen?
"Man kann einen Wohlfahrtsstaat haben und man kann offene Grenzen haben. Aber man kann nicht beides gleichzeitig haben." [Milton Friedmann]
Ceterum censeo: Solange die Sozialpatrioten christliche Nazis anziehen, die von einem Kapitalzinsverbot fantasieren, gehören sie auf die Unvereinbarkeitsliste der AfD.

Majestyk

4. Februar 2026 22:37

@ Mitleser:
nagini ist nicht so neu, wird nur gerne überlesen, ähnlich wie Liselotte, die auch geerdet schreibt. nagini bringt auf den Punkt, wo viele männliche Teilnehmer rumeiern. Ich vermute mal nagini lebt nicht im Landhaus und muß ausbaden, was andere herbei gewählt und regiert haben. Dürfte eine ähnlich Wut im Bauch haben wie ich. 
Die Frage nach Rückgratlosigkeit und Selbstaufgabe der Deutschen kann ich auch nicht beantworten. Irgendwas läuft seit Jahrzehnten schief. Ich schrieb hier schonmal Jugenderinnerungen. Wir empfanden nie Schuld und in meiner Jugend waren auch die Rollenbilder noch halbwegs intakt. Neulich las ich dies bei Klonovski. Vermutlich ist es so wie im Artikel beschrieben. Der Deutsche paßt sich allem an. Kaiser, Republik, Hitler, BRD, DDR, nun eben Multikulti-Schland. Da fehlt die Neigung zum Ungehorsam, wenn es unappetitlich wird. Vielleicht können Deutsche auch nicht souverän mit dem Volk als Souverän?
Um Ihre Frage von neulich zu beantworten. Ich unterlag einer Fehleinschätzung. Dachte, wo man über Staatspolitik redet, muß auch Sinn fürs Ökonomische vorhanden sein. Außerdem dachte ich, wer national und identitär denkt, Marxismus ablehnt und für Recht & Gesetz ist, paßt dazu. Ich wußte vorab nicht, daß ich auch Mystik benötige und ein Philosophiestudium.
 

Sandstein

4. Februar 2026 22:51

@Hesperiolus
Ich lasse mal beiseite, dass ich Ihnen dringend empfehlen würde den deutschen Punkt zu finden (Sie schreiben wie ein fehlgeleiteter Schüler des Hausherrn, un-lesbares zusammen-Gestottere. Manchmal ist weniger mehr!). Dass mit der Romanisierung bis zur Elbe kann nur ein Scherz sein. Ganz sicher hätte es die Kriege, das Leid und all das Elend nicht gegeben. Aber eben auch kein Deutschland, um das wir ja hoffentlich alle heute kämpfen. Insofern ist Ihre "Alternativgeschichte" einfach nur ein schlechter Scherz eines etwas skurrilen Typen. @nagini "Barbershop"
Ein Barbershop ist eben kein Friseur, und unterliegt damit auch nicht deutschen Meisterpflicht fürs Handwerk. Haare schneiden dürfen sie dennoch, deshalb ja die deutlich günstigeren Preise. In Kombination mit Barzahlung auch ganz gut geeignet für die Geldwäsche. Gibt schon Gründe, wieso diese Läden überall aus dem Boden schießen.

RMH

5. Februar 2026 08:23

Noch einmal zu den 2 medial verbreiteten Gewaltopfern, die beide MiHiGru haben. In dem auch verstärkt Migranten selber Opfer der Zuwanderung werden (sind ja nicht die ersten beiden, wenn man Menschen wie Russ.dt, Ukrainer etc. mitzählt, kommt hier auch ein beachtlicher Blutzoll zustande) kippt eine Grundströmung, ein rechtes Grundmotiv bei der gesamten Zuwanderungskritik, welches natürlich nie so platt formuliert wurde, aber immer mitgeschwungen hat: Wir, die Deutschen, werden Opfer von den Zugewanderten. Ganz so einfach ist es nicht mehr, da die "Homogenität" der Bevölkerung bereits verschwunden ist/war, als MS an seinem Buch Remigration feilte. Die Ganze, durch die Migration in den Binsen gegangene Sicherheit spielt in den urbanen, bevölkerungsdichten Gegenden, wo Menschen OHNE MiHiGru außerhalb von Altenheimen & anderen, kleinen Rückzugsbiotopen, bereits die MINDERHEIT sind, natürlich den alten, linken Erzählungen von der sozialen Ungerecht., den Milieus, für die "niemand etwas kann" etc. in die Hände. Die Nationallinken bekommen ja auch bei der AfD Oberwasser.  Insofern ist Remigration für alle echten Rechten, die keinen sozialistischen Träumen hinterhängen, nur noch eine abgeschossene Granate in der Luft, deren Flugbahn aber zu kurz ist. & die Na-Sos mit Blick auf Ethnie & Abstammung unter den Rechten, sind für sich alleine eine politisch impotent. Die Chance, dass die Linken gewinnen, ist hoch. Sozialismus 2.0 ist auf dem Weg, diesesmal aber nicht so Fließentisch- 4 Raum-Wohnung-gemütlich wie in der DDR.

kikl

5. Februar 2026 08:41

"Remigration und Volksbegriff markieren die wichtigsten Schlachtfelder im Kampf gegen Rechts."
Im Zentrum steht jedoch der Volksbegriff. Es geht um die Frage: Wer sind wir? Wer ist „das Volk“? Wer ist der Souverän Deutschlands?
Wenn sich der Staat nach Gusto seine Bürger aussuchen kann, dann ist nicht das Volk der Souverän sondern die politische Elite. Durch Masseneinwanderung und Masseneinbürgerung schafft sich die politische Elite ein neues Staatsvolk. Es findet ein gewaltfreier Staatsstreich gegen den eigentlichen Souverän – das deutsche Volk – statt.
Remigration bedeutet, diesen Putsch der politischen Elite gegen das deutsche Volk zu beenden und rückgängig zu machen. Letztlich ist Remigration ein verfassungsrechtlicher Auftrag, denn es geht um den Schutz und den Erhalt des Souveräns.
Wer sich heute gegen Remigration stellt, stellt sich gegen die Verfassung Deutschlands.
Deswegen wünsche ich Herrn Sellner viel Erfolg in seinem metapolitischen Kampf.

Mitleser2

5. Februar 2026 08:53

@Gracchus: Was ist Ihr Problem? Wir haben saubere Luft und suaberes Wasser. Und wer heute "Naturschutz" betreibt, und was er damit bezweckt, sieht man exemplarisch an NABU und dem Berliner Eis. Nein, diesen Naturschutz braucht kein Konservativer.

Monika

5. Februar 2026 09:41

@Majestyk zurück zu ihrer Frage bzw. Unterstellung eines "Wir sind eine Menschheitsfamilie-Denkens". Ich denke keine abstrakte Menschheit, aber mit Václav Havel bin ich der Meinung, daß " uns die historische Erfahrung lehrt, daß in der Regel nur jener Ausweg für den Menschen wirklich sinnvoll ist, der ein Element einer gewissen Universalität enthält, der also nicht nur einen partiellen, nur einer bestimmten Gruppe zugänglichen und auf andere nicht übertragbaren Ausweg bildet... die Andeutung einer allgemeinen Lösung". ( in: Versuch, in der Wahrheit zu leben). So würde ich nicht von einem "Bevölkerungsaustausch"sprechen, sondern von einer Erfahrung von Entfremdung durch Masseneinwanderung. Das ist in Japan derzeit ein aktuelles Thema https://www.nzz.ch/international/wohin-man-geht-ueberall-auslaender-klagt-die-tokioter-politikerin-sato-ld.1922619
d.h. Die Entfremdungserfahrung, die die Westeuropäter erleben/erleiden betrifft auch andere Völker, ist also universalisierbar. Das hat mit einer abstrakten Menscheitsfamilie nichts zu tun .

Adler und Drache

5. Februar 2026 09:44

@ Monika
Herzlichen Dank für die notwendige Begriffskritik! Ein Kampfbegriff hat natürlich den Sinn, die Reihen zu schließen und die Mauern hochzuziehen. Sellner ist es gelungen, diesen Begriff als Polarisierungsinstrument im Diskurs zu platzieren, das hat selbstverständlich auch Nachteile, die mir beizeiten aufgefallen sind und auf die ich hier auch schon ein paarmal hingewiesen habe. Sellner selbst sagte ja, dass er einen "Mythos" etablieren wollte, also gerade nichts Klares, Definierbares. Das erlaubt es dem Gegner, sämtlichen Unsinn hineinzuinterpretieren, und das muss man dann halt fressen. Jetzt tobt der Krieg um einen Begriff, wodurch pragmatische Maßnahmen sogar eher verhindert werden. Was ist unterm Strich gewonnen?
Es tut mir wohl, dass es hier Beiträge wie den Ihren gibt.  

Karl Otto

5. Februar 2026 09:55

Ich bin im Grunde für Migration, sie hat etliche positive Effekte, solange die Migranten nicht auf von den Einheimischen finanzierte Sozialleistungen Zugriff haben. Sehr aufscvchlussreich ist dieses Buch: https://www.amazon.de/-/en/City-Dreams-400-Year-History-Immigrant/dp/054410465X Es beschreibt die Einwanderung in die USA. Wenn die Menschen aus dem Hafen kamen, standen da schon Werber, die ihnen Arbeitsverträge anboten. Gegenseitige Hilfe organiserten sie selber, 1852 wurde die erste irische Bank in New York gegründet, von und für irische Migranten. Die Worte "Dies ist das beste Land der Welt" fallen mehrfach (aus dem Mund von Migranten in Deutschland heute undenkbar). Die Kinder der italienischen Einwanderer wollten schon keine Spaghetti mehr essen, sondern lieber Hot Dogs, wollten ganz bewusst Amerikaner sein.
Dabei fallen zwei Punkte auf: 1. keine Muslime, 2. der Staat beschränkt sich darauf, die Einhaltung von Gesetzen und Verträgen zu garantieren, mehr nicht. 

Laurenz

5. Februar 2026 09:58

@Ordoliberal @L. ... Sie sehen das Thema viel zu emotional ideologisch, Friedman hin oder her. Jeder ist auf Grundrechenarten angewiesen, wenn er seine Haushaltskasse im Gleichgewicht halten will. Bevor ich aber meine identitäre Haltung, ob Biologie oder Kultur, ins Rennen schicke, ist es angebracht, die Logik der Gegenseite, oder die gewählten Optionen anderer Staaten zu beleuchten & den Ist-Zustand bei uns auf Finanzierbarkeit überprüfen. Warum Sie jetzt auf die Idee kommen, daß Nationalsozialisten ein Zinsverbot wollten, verstehe ich nicht. Feder, verbunden mit Strasser & Röhm, wurde nie realpolitisch im Nationalsozialismus relevant. Viel mehr ist es das nationalsozialistische Bundesbankgesetz, welches sich an Schacht orientiert, was den Nationalsozialismus & seine Realität historisch ausmacht. Da ist von einem Zinsverbot keine Rede. Ecos berühmte Debatte zwischen den Franziskanern & der Kurie brauchen wir nicht führen, denn inhaltlich hatten die Franziskaner gewonnen, auch wenn die Franziskaner die Umstände des Rechthabens hin zum Lebensende des Jesus von Nazareth genausowenig, wie die Kurie hinterfragten. Aber, wenn irgendwelche Christen ein Zinsverbot in Betracht ziehen, sollten sie auch das Schenkungsgebot der Schrift ins Auge fassen & sich von ihren Ersparnissen trennen.

Monika

5. Februar 2026 09:59

1/2 Václav Havel fragt nach politischen Alternativen in einem totalitären System, in denen die Gewinnung von politischer Macht nicht innerhalb des Systems möglich ist, etwa durch die Gewinnung von Hegemonie. Die neue Rechte geht davon aus, daß dies möglich sei, daß man politische Macht erringen kann und politische Fehlentscheidungen noch korrigieren kann, wenn auch unter massivem Zeitdruck. ( Dieser Eindruck, schnell handeln zu müssen, um unser Volk noch zu retten, ist bei Sellner stark ausgeprägt). Ich sehe eher, daß "der Hase schon überm Berg ist" und wir nicht mehr die Zeit haben, wichtige Korrekturen durchzuführen. D.h. Ich denke inzwischen weniger machtpolitisch, sondern von der Notwendigkeit, "Parallelstrukturen" zu schaffen. Dazu  Havel : "Die Parallelstrukturen wachsen nicht aus einer aprioristischen theoretischen Vision der Systemveränderung ( es handelt sich nicht um politische Sekten), sondern aus den Intentionen des Lebens und aus den authentischen Bedürfnissen konkreter Menschen." (a.a.O) Wie das konkret aussehen kann, muß man drüber reden. 

Valjean72

5. Februar 2026 10:24

Es ist mE richtig und wichtig am Begriff Remigration festzuhalten. Ein abermaliges Zurückweichen und pflichtschuldiges Distanzieren, um sich dem Mainstream anzudienen, kann nur schaden. 
Ebenso ist es wichtig, insbesondere als patriotische Opposition, mit konsequenten Positionen betreffend Migration/Remigration aufzutreten.

fw87

5. Februar 2026 10:31

@Majestyk: Es ist richtig, dass es kein Recht (im Sinne einer moralischen Befugnis) auf Asyl gibt. Noch haarsträubender ist der Begriff "Einwanderungsrecht". Niemand hat das Recht, irgendwo einzuwandern und seine Zelte aufzuschlagen. Das ist ein völlig absurder Gedanke. Souveräne Staaten bestimmen, wer reinkommt und wer nicht. Schon Pfarrer Hans Milch sprach vom "Reich der verdrehten Begriffe" in dem wir leben. Das ist heute umso wahrer. 
Habe ich das Recht, in Argentinien zu leben, weil ich die Zustände in Deutschland nicht mehr aushalte? Natürlich nicht, Argentinien müsste entscheiden, ob ich rein kann. Und ich müsste dankbar sein, wenn man mir dort die Chance auf ein anderes Leben gibt. 

RMH

5. Februar 2026 10:47

@kikl, an Ihren Beitrag #5. Februar 2026 08:41 anknüpfend: Die aktuell in einer Art Turbo-Programm eingebürgerten Syrer sind zudem nicht freiheitlich sozialisiert & dabei will ich gar nicht so sehr auf das Thema Islam hinaus, sondern vielmehr, das Syrien ein (national-) sozialistisches Land war, ebenso Iraker. Das sind Neuwähler, die im Grunde etatistisch-links-orientiert sind & daher sicher eher von linken Parteien als Wähler gewonnen werden. Selbiges gilt für sog. Palästinenser, die den Islam auch erst dann für sich entdeckt haben, als er via Iran & Muslimbrüder sie finanzierte, strukturierte & mit Waffen versorgte. Vorher waren die stramm-links Ostblock finanziert. Auch von den Afghanen kommen nicht die knorrig autochthonen Taliban sondern die sozialistisch sozialisierten. Die Liste kann vermutlich noch verlängert werden. Kurzum: Mal völlig ethnisch & vom Volksbegriff befreit gedacht: Es werde neue Wähler importiert & die landen dann nicht normalverteilt über alle Parteien, sondern tendenziell links. Sie steuern bspw die dt Linke bereits noch mehr in Richtung Anti-Israel (gut, die Linke nimmt das gerne an). Sie spalten damit D noch mehr, importieren ihre Konflikte etc. Meine obige These, der Sozialismus kommt, wird auch dadurch untermauert. Es werden Linke importiert & keine AfD Wähler.

Waldgaenger aus Schwaben

5. Februar 2026 11:07

Es ist meiner Ansicht nach an der Zeit für einen Begriffswechsel. Remigration durch ein anderes Wort ersetzen, ohne am dahinter stehenden Konzept viel zu ändern. Ein allen Medien wurde verkündet, dass immer mehr Syrer freiwillig in ihre Heimat zurückkehren. Wie wäre es mit: "Mehr Hilfe zur freiwilligen Rückkehr" statt "Remigration" auf den Wahlplakaten?  
Ceterum censeo: Demography is destiny. Mehr Kinder!

Mitleser2

5. Februar 2026 12:09

@RMH: Sie schreiben "... durch die Migration in den Binsen gegangene Sicherheit spielt in Gegenden ... wo Menschen OHNE MiHiGru ... bereits die MINDERHEIT sind, natürlich den alten, linken Erzählungen von der sozialen Ungerecht., den Milieus, für die "niemand etwas kann" etc. in die Hände."

Verstehe ich nicht. Wieso unterstützt verloren gegangene Sicherheit linke Erzählungen? Eher das Gegenteil sollte der Fall sein.

Laurenz

5. Februar 2026 12:16

@Monika ... ich sehe den Zeitdruck des Handelns, den Sie beschreiben, weniger. Nur die persönliche & harte Betroffenheit schafft bei dem einzelnen Individuum die Bereitschaft bei der Artikulierung des politischen Willens unschöne Bilder in Kauf zu nehmen, siehe Isabella von Kastilien & ihre Massen-Ausweisung von Juden & Muslimen aus Spanien. Der Ausdruck Entfremdung geht nie weit genug, weil er das kulturelle Selbstverständnis der Fremden außer Acht läßt, sondern nur das eigene Verständnis als Maßstab zugrunde legt, ein tödlicher Fehler. ... @Majestyk @Mitleser2 ... Die Frage nach Rückgratlosigkeit & Selbstaufgabe der Deutschen ... stellt sich immer noch für große Teile der Bevölkerung nicht, weil der soziale Unterschied ganze Städte von Ihrer Majestyk-Realität trennt. Wenn man im Bad Homburger Hardtwald wohnt, begegnet einem maximal der Türkische Konsul als Nachbar, dessen kemalistische Kultur sich so gut, wie nicht von der des Westens unterscheidet. Gerade in extrem reichen Stadtteilen kennt der Protest gegen Migrantenunterkünfte keine Parteigrenzen.

Gracchus

5. Februar 2026 12:24

@Mitleser 2:
Wo ist Ihr Problem? Ich habe mich weder für den NABU, aus dem ich schon seit Ewigkeiten ausgetreten bin, noch gegen Streusalz ausgesprochen. Exemplarisch für konservativen Naturschutz ist Jonas Schicks Zeitschrift Die Kehre. (Bevor Sie mir wieder etwas unterjubeln wolle: nein, ich teile nicht alle dort vertretenen Positionen.)

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